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Full text of "Treubia"

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INSTITUTS  SCIENTIFiQUES  DF.  BUITENZO RG 
,,’s LANDS  PLANTENTUIN” 


TREUBIA 


□  RECUEIL  DE  TRAVAUX  ZOOLOGIQUES,  U 
HY  DROBIOLOGIQUES  ET  OCEANOGRAPHIQUES 

REDI66  PAR 

Dr.  W.  M.  DOCTERS  VAN  LEEUWEN, 

Directeur  du  Jardin  Botanlque  do  Buitenzorg 

Dr.  K.  W.  DAM  MERMAN, 

Chef  du  Musee  et  du  Laboratolre  Zoologiques 
de  Buitenzorg 


Dr.  H.  C.  DELSMAN,' 

Chef  du  Laboratoire  pour  i’ exploration  de 
la  Mer  a  Batavia, 


VOLUME  VI 


1925. 


INSTITUTS  SCIENTIFIQUES  DE  BUITENZORG 
„’s LANDS  PLANTENTUIN” 


TREUBIA 

□  RECUEIL  DE  TRAVAUX  ZOOLOGIQUES,  □ 
HYDROBIOLOGIQUES  ETOCEANOGRAPHIQUES 


r£dig£  par 


Dr.  W.  M.  DOCTERS  VAN  LEEUWEN, 

Directeur  du  Jardln  Botanlque  de  Buitenzorg 


Dr.  K.  W.  DAM  MERMAN, 

Chef  du  Mus£e  et  du  Laboratolre  Zoologiques 
de  Buitenzorg 


Dr.  H.  C.  DELSMAN, 

Chef  du  Laboratolre  pour  I’  exploration  de 
la  Mer  a  Batavia. 


VOLUME  VI 


1925. 


SOMMAIRE : 


Pag. 

Baker  Ch.  F.  Some  Lophopidae  (Fulgoroidea)  of  the  Indo-Malayan 

and  Papuan  Regions  (Dec.  1925)  . . .  271 

Benthem  Jutting,  T.  van.  On  Molluscs  of  the  Krakatau  Isles 

(Febr.  1925)  .  140 

Borchmann,  F.  Neue  Heteromeren  aus  dem  malayischen  Gebiete 

(Dec.  1925)  .  329 

Brues,  Ch.  T.  Scyphodon,  an  anomalous  genus  of  Hymenoptera  of 

doubtful  affinities  (Febr.  1925)  . . . . .  93 

Cameron,  M.  New  Staphyiinidae  from  the  Dutch  East  Indies 

(Febr.  1925)  .  174 

Chopard,  L.  Descriptions  de  Gryllides  nouveaux  de  Java  (Febr.  1925).  148 

Dammerman,  K.  W.  First  contribution  to  a  study  of  the  tropical  soil 

and  surface  fauna  (Febr.  1925)  . . .  107 

Delsman,  H.  C.  Fishes  with  protrusile  mouths  (Febr.  1925)  .  98 

- Fish  Eggs  and  Larvae  from  the  Java  Sea, 

4.  Dussumieria  hasseltii  (Dec.  1925)  .  297 

Delsman,  H.  C.  and  de  Man,  J.  G.  On  the  „radjungans”  of  the  Bay 

of  Batavia  (Dec.  1925)  . 308 

Ebner,  R.  Ueber  einige  Orthopteren  von  Bali  (Dec.  1925)  .  420 

Edwards,  F.  W.  Dipt  era  Nematocera  from  the  Dutch  East  Indies 

(Febr.  1925)  .  154 

Emden,  F.  van.  Zur  Biologie  von  Thorictodes  Heydeni  Reitt.  (Col. 

Thorictidae)  (Jun.  1924)  .  1 

Ferriere,  Ch.  Description  de  deux  nouveaux  Hymenopteres  parasites 

du  Helopeltis  antonii  (Dec.  1925)  .  455 

Fulmek,  L.  Eine  neue  Hystricothripide  auf  Eugenia  sp.  in  Sumatra 

(Jun.  1924)  .  8 

Handschin,  E.  Beitrage  zur  Collembolenfauna  der  Sundainseln 

(Dec.  1925)  .  225 

Hartert,  E.  Ueber  einige  neue  Vogel  aus  dem  indo-australischen 

Archipel  und  deren  Verwandte  (Jun.  1924)  .  20 

Jacobson,  E.  Der  Farbenwechsel  der  Augen  bei  Mantiden  (Febr.  1925).  173 

- Biologische  Beobachtungen  an  Gryllacris  (Dec.  1925).  438 

John,  O.  Termiten  von  Ceylon,  der  Malayischen  Halbinsel,  Sumatra, 

Java  und  den  Aru-Inseln  (Dec.  1925)  .  360 

Karny,  H.  H.  Ueber  die  Raupe  von  Suana  concolor  (Dec.  1925)  .  221 

- —  Zur  Nomenklaturfrage  (Dec.  1925)  .  442 

Knisch,  A.  Neue  Palpicornier  aus  dem  aquatorialen  Orient  (Febr.  1925).  199 

Krekich-Strassoldo,  H.  von.  Eine  neue  Anthicide  von  Sumatra 
(Febr.  1925) 


97 


IV 


Pag. 

Malloeh,  J.  R.  A  new  species  of  the  genus  Aulacocephala  (Dipt.) 

from  Sumatra  (Febr.  1925)  ..*. . .  146 

de  Man,  J.  G.  On  two  miniature-radjungans  from  Sumatra's  East- 

coast  (Dec.  1925)  .  324 

Marshall,  Guy  A.  K.  New  species  of  Curculionidae  from  the  Sunda 

Islands  (Coleoptera)  (Febr.  1925)  . * .  212 

Menzel,  R.  Beitrage  zur  Kenntnis  der  Mikrofauna  von  Niederlandisch 
Ostindien, 

VI.  Bewohner  salzhaltiger  Thermalgewasser  (Dec.  1925)  .  450 

Meyrick,  E.  New  Malayan  Micro-Lepidoptera  (Dec.  1925)  .  428 

Mortensen,  Th.  Some  observations  on  protective  Mimicry  (Febr.  1925).  207 

Moulton,  J.  C.  Some  Cicadas  from  Sumatra  (Dec.  1925)  .  434 

Obenberger,  J.  Zwei  neue  Prachtkafer  von  Sumatra  und  Celebes 

(Col.  Buprest.)  (Jun.  1924)  . 26 

Sellnick,  M.  Javanische  Oribatiden  (Acar.)  (Dec.  1925)  .  459 

Siebers,  H.  C.  Acrocephalus,  Brutvogel  auf  Java  (Dec.  1925)  .  487 

Spennemann,  A.  W.  Biologische  Notizcn  iiber  einige  javanische  Vogel 

(Jun.  1924)  .  12 

Ulmer,  G.  Ephemeropteren  von  den  Sunda-Inseln  und  den  Philippinen 

(Jun.  1924)  . 28 

Werner,  F.  Vierter  Beitrag  zur  Mantodeenfauna  von  Niederlandisch- 

Indien  (Dec.  1925)  . .  476 

Willemse,  C.  Description  d’un  nouveau  genre  d'Orthoptere  (Dec.  1925).  35S 


1 


ZUR  BIOLOGIE  VON  THORICTODES  HEYDENI  REITT. 
(COL.  THORICTIDAE) 

von 

Frits  van  Emden, 
z.  Z.  Dahlcm. 

(Aus  dem  Dcutschen  Entomologischen  Instilut  der 
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) . 

(Mit  6  Figurcn). 


Herr  Dr.  Rich.  Menzel,  Entomologe  an  dcr  Theeproefstation  in  Buitcn- 
zor£>  sandtc  dem  Deutschen  Entomologischen  Instilut  lcbendes  Material  von 
Thorictodes'  Heydeni  Reitt.,  das  Herr  Dr.  W.  Horn  mir  zur  Bearbeitung 
iiberwies.  Beiden  Ilerren  sei  an  dieser  Stelle  bestens  dafiir  gedankt. 

Die  Gattung  Thorictodes  wurde  1875  von  Reittcr  auf  die  gleichzeitig  von 
ihni  beschriebene  Art  Heydeni  gegriindet  (Harold ’s  Col.  Ilefte  14,  p  45). 
Sie  bildet  zusammen  mit  Thorictus  die  Familie  der  Thorictiden,  welche  mit  den 
Lathridiiden  und  Colydiiden  naher  verwandt  sind.  Die  Gattung  Thorictus  ist 
bekanntlich  myrmecophil.  Mehrere  ihrer  Arten  sind  regelmassig  an  Ameisen- 
fiihlem  gef unden  worden,  deren  Schaft  sie  nach  Wasmann  durchbohren,  um 
sich  vom  Blute  der  Wirtstierc  zu  nahren.  Diese  Arten  sind  zugleich  Symphilen 
Uud  Ektoparasiten.  Von  Thorictodes  weiss  man  bisher  nur,  dass  er  mehrfach 
vnter  verdorbenem  Reis  gefunden  wurde.  Die  einzige  Art  der  Gattung  ist 
aus  Aegypten,  Algier,  Spanien  und  Fmnkreich  gemeldet  worden.  Zu  diesen 
Fun  dor  ten  kommt  nunmehr  Jam  hinzu.  Die  Jugendstadieen  sind  weder  von 
Ihorictus  noch  von  Thorictodes  bekannt. 

In  einem  Brief  vom  30.  VI.  22  liatte  Herr  Menzel  uni  Bestimmung  der 
gleichzeitig  gesandten  Kafer  gebeten,  die  plotzlich  zahlreich  in  einem  aus 
Kapoksamen  hergestellten  Dungemittel  aufgetreten  waren,  das  zur  Dungung 
| 11  Teepflanzen  Anwendung  findet.  Dieses  „Bungjkil”  gonannte  Dungemittel 
ist  ein  Abfallprodukt  bci  dcr  Verwertung  des  Kapok  (Pflanzendaunen !)  und 
andeiei  olhaltiger  Pflanzensamen.  Dcr  den  Kapok  liefernde  Baum  heisst 
(  exlm  pentandra  (frliher  Eriodendron  anfractuosum) .  Die  Bestimmung  der 
Imago  iibernahm  freundlichst  Herr  Hof  rat  Heller  in  Dresden. 

Die  Unt  ersuchung  des  am  18.  IX.  1922  in  Buitcnzorg  abgesandten  lebenden 
Materials  zeitigte  cine  grosse  Anz>ahl  toter  und  cinigc  lebende  Thorictodes- 

1 


2 


Trettbia  Vol.  VI,  1. 


Imagines  sowic  cine  Anzalil  Kokons,  die  <lurch  einige  Gespinstfascrn  lose 
zusammenliingen.  Das  Substrat  war  teils  pulverig-komig,  teils  bestand  es  aus 
Schalen  und  Bruchstiicken  der  Kapoksamen.  In  cinem  grosseren  dieser 
Bruchstiicke  fand  ich  das  Innere  dureli  Insektenfrass  zerstort  und  zwisehen 
den  Prassiiberresten  eine  Larvenhaut.  Eine  grossere  Menge  der  gleichen  Ilaute 
fanden  sich  zwisehen  den  Kokons.  Einige  wenige  der  Kokons  batten  das  Aus- 

•sehen,  als  seien  sie  von  weisser,  glanzender  Seide 
gesponnen,  und  hingen  nur  lose  mit  den  iibrigen 
Kokons  zusammen,  wahrend  die  Mehrzahl  mat¬ 
ter  und  etwas  grau  aussah  und  fester  aneinander 
hing.  In  drei  der  frischen  weissen  Kokons 
(siehe  Abb.  1)  fand  ich  Puppen  mit  <ler  letzten 
Larvenhaut,  im  vierten  eine  verpuppungsreife 
Larve.  Die  iibrigen  Kokons  enthielten  teils 
friseh  gosehlii])fte,  teils  auch  abgestorbene  Ima- 


Pig. 


1.  Thor  id  odes  Hey  deni 
Puppenkokon. 


gines.  Die  Zugehorigkeit  der  Kokons  und  der  darin  befindlichen  Larven  und 
Puppen  zu  Thorictodes  wird  —  ausser  durch  die  Morphologic  der  Puppe  — 
dureh  den  Fund  der  Imago  ini  gleichen  Kokon  l>evviesen  (l).  Das  Gespinst 
der  Kokons  lasst  sieh  sehr  leicht  abwickeln,  wenn  man  an  den  beiden  Schmal- 
seiten  mit  einer  Prapariernadel  zupft.  Die  Lange  des  in  Fig.  1  abgebildeten 
Exemplars  betrug  2,3  mm,  die  Breite  1,24  mm. 


Was  die  Nahrung  von  Thorictodes  lleydeni  betrifft,  so  wurde  er  von 
Marseul  und  Argod  unter  verdorbenem  Reis  von  einem  Dunkirchener  Corres- 
pondenten  Leprieurs  (Bull.  Fr.  1888  p.  CXXV)  im  Gesiebe  aus  Kehricht  von 
Erdnussen  erbeutet.  Ganglbauer  vermutet  —  wohl  nach  Marseul  oder  Argod  — 
dass  die  Art  sieh  von  den  Larven  der  Reiszerstorer  email rt.  Nach  dem  Ben 
der  Larvenmundteile  besonders  der  Mandibeln  (s.  unten),  dem  Funde  einer 
Larvenhaut  in  einem  ausgefressenen  Teilstiiek  eines  Kapoksamens  und  den 
ziemlieh  schwerfalligen  Bewegungen  der  Imago  zu  urieilen,  kann  die  Art  nicht 
rauberisch  leben,  sondern  diirfte  lebhaft  an  den  Verwustungen  im  Reis  bezw. 
,,Bungkir?  beteiligt  sein.  In  letzterem  Fade  ist  Thorictodes  Hey  deni  zweifel- 
los  bei  weitem  als  hauptsachlicher  Verwiister  anzusprechen,  denn  in  dem  von 
mir  untersuchten  Material  fanden  sich  ausser  vielen  Thorictodes  nur  wenige 
Fragmente  einer  T r ibolium- Spezies  und  eine  grossere  Anzalil  Milben,  die  Herr 
Studienrat  Dr.  Sellnick  in  Lotzen  freundlichst  bestimmte. 


Beschreibutuj  der  Larve  (2)  (nach  drei  Exuvien  und  einer  verpuppungs- 

(1)  Mit  der  binocularen  Lupe  konnten  mehrmals  lebende  Imagines  in  den 
Cocons  festgestellt  werden.  Der  ausgeschliipfte  Kafer  krabbelt  in  dem  Cocon  herum, 
bestrebt.  aus  dem  Gefangnis  zu  entkommen.  Oft  bleibt  er  dann  wieder  einige  Zeit 
vollig  regungslos.  Das  Herausarbeiten  selber  konnte  nicht  beobachtet  werden.  Sehr 
wahrscheinlich  beisst  sich  der  Kafer  ein  Loch,  denn  in  den  leeren  Cocons  befindet 
sich  stets  eine  kleine,  runde  Offnyng.  R.  Menzel. 

(2)  Da  das  Material  etwas  knapp  ist,  konnten  einige  Einzelheiten  leider  nicht 
so  genau  untersucht  werden,  wie  er  wiinschenswert  gewesen  ware. 


F.  van  Emden:  Thorictodes  Heydeni  Reitt. 


3 


reifen  Larve) :  Lange:  2,1  mm,  Breite:  0,63  nun.  Korper  linear,  weiss  und 
weichhautig,  nur  Kopf  und  Klauen  gelbbraun,  die  Ceroi  braun  chitinisiert. 

Kopf  (Fig.  3)  hypognath,  wenig  gewolbt, 
an  den  Seiten  in  flaeher  Kurve  gerundet, 
quer-elliptisch,  knapp  ein  Viertel  breiter  als 
lang.  Die  Parietalia  (pa)  am  Vorderrand 
leistenformig  verdickt,  um  das  Gelenk  mit 
Mandibel  und  Cardo  zu  verfestigen,  sie  treffen 
sich  auf  der  Ventralseite  nicht,  auf  der  Dor- 
salseite  jedoch  in  grosserer  Ausdehnung,  das 
Labium  erreicht  also  das  Hinterhauptsloch, 
das  Front-ale  dagegen  nicht. 

Ocellen  fehlen  vbllig. 

Antennen  (a)  kurz,  dreigliedrig,  das  erste 
Glied  kurz  und  quer,  doppelt  so  breit  wie 
lang,  das  zweite  Glied  am  langsten,  fast 
zweimal  so  lang  wie  dick,  um  ein  Fiinftel 
schmaler  als  das  erste.  An  der  Seite  tragt 
es  ein  kleineres  und  an  der  Spitze  ein  gros- 
seres  Anhangsglied.  Das  dritte  Gliod  fast 
drei  Viertel  so  lang  und  reichlieh  halb  so  Fi^  2-  Thorictodes  Heydeni.  Larve. 
dick  wie  das  zweite,  an  der  Spitze  mit  einigen  Sinneskegeln. 

Labrum  (lr)  vorhanden,  klein,  vorn  flach  gerundet,  breiter  als  lang. 

Mandibeln  (mn)  sehr  kurz,  dreieckig,  ohne  den  Gelenkknopf  ein  Sechstel 
langer  als  an  der  Basis  breit.  Gelenkknopf  machtig  entwickelt.,  ein  Viertel  so 
breit  wie  die  gesamte  Mandibelbasis ;  die  Schneide  fast  gerade,  an  der  sehr 
stumpfen  Spitze  doppelt  und  beide  Schneiden  mit  zwei  seiehten  Ausbuchtungen. 
Mahlzahn  und  Retinaculum  fehlen.  Die  Unterseite  tragt  nahe  dem  Aussen- 
rande  zwei  Borsten,  eine  reichlieh  ein  Drittel  der  Aussenrandlange  von  der 
Spitze,  die  andere  wenig  von  der  Basis  entfernt.  Eine  weitere  Borste  findet 
sich  auf  der  Aussenseite  nahe  der  Basis. 

Maxillen  mit  gut  entwickelter  dreieckiger  Cardo  (ca),  die  am  Grunde  eine 
chitinige  Verstarkung  besitzt,  durch  die  sie  am  Voixierrande  des  Parietale 
articuliert,  und  die  in  der  distalen  ausseren  Ecke  eine  kraftige  Seta  tragt. 
Stipes  (stm)  am  Grunde  zwei  Drittel  so  breit  wie  bis  zum  Tasteransatz  lang, 
proximal  nach  aussen  abgeschragt,  auf  der  Ventralflache,  ein  Drittel  von  der 
Basis  entfernt,  mit.  einer  kraftigen  Seta,  nahe  der  Mitte  am  Aussenrande  mit 
einer  zweiten.  Taster  (pm)  wenig  kiirzer  als  der  Stipes,  viergliedrig.  die  drei 
ersteri  Glieder  sehr  kurz  und  breit,  das  vierte  kegelformig-zylindrisch,  an  der 
Spitze  abgestutzt,  fast  doppelt  so  lang  wie  die  drei  ersten  zusammen,  doppelt 


4 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


so  lang  wie  an  dcr  Basis  breit,  an  der  Spitzc  mit  cinigen  Sinncskegcln. 
Maxillaraussenlade  (le)  niclit  deutlich  abgegliedert,  kraftig,  kauladenartig 
entwickclt,  die  Mittc  das  viertcn  Tastergliedes  iiberragend,  an  dcr  Spitze  mit 


Fig.  3.  Thoridodes  Ileydeni.  Kopf  einer  Exuvie. 


kraftigen  Horst  cn.  Inncnlade  (li)  lang,  spat  elf ormig,  stark  chitinisiert,  an  dcr 
Spitzc  ausgerandet. 

Labium  (la)  erreicht  das  Hinterendc  des  Kopfes,  ohne  Ligula,  am  Vor- 
dcrrande  des  Mentums  jcderseits  mit  zwei  Borsten;  die  Sciten  vorn  fast 
gliedartig  abgcsctzt.  Die  dort  cingelenkten  Lippentaster  eingliedrig,  etwa 
eineinhalbmal  so  lang  wie  breit,  so  dick  wie  das  dritte  Fuhlerglied  an  der  Basis. 

Korper  (Fig.  2)  bis  anf  Kopf  und  Cerci  weichhautig,  dreieinhalbmal  so 
lang  wie  breit,  am  4.  und  5.  Abdominal  segment  am  breitcstcn,  nacli  hinten 
stark,  nach  vorn  wenig  verengt.  Pronotum  trapezformig,  nach  hinten 
verschmalert,  in  der  Mitte  eineinhalbmal  so  breit  wie  lang.  In  der  Mitte  triigt 
das  Pronotum  ebenso  wie  die  librigen  Segmcnte  mit  Ausnahmc  des  neunten 
Abdominalsegmentes  zwei  Keulcnborsten,  die  auf  dem  Pronotum  und  8. 
Abdominalsegment  am  weiteslen  auseinanderstelien,  auf  dem  Metathorax  am 
mcisten  genahert  sind.  Mesothorax  nach  hinten  verbreitert  und  dort  fast 
doppelt  so  breit  wie  lang.  Metathorax  zweieinhalbmal  so  breit  wie  lang.  Meso- 
und  Metathorax  sowie  das  1  —  8.  Abdominalsegment  tragen  auf  dein  Riicken 
jederseits  2  Paar  Borsten,  die  so  angeordnet  sind,  dass  je  cine  vordere  kurze 
und  cine  hint  ere  lange  Borste  nahe  beieinander  stchen.  Auf  der  Scheibe  des 
Pronotums  steht,  abgesehen  von  den  erwahnten  Keulcnborsten,  jederseits  nur 
cine  kraftige  Seta.  Am  Vorderrand  des  Pronotums  finden  sdeh  von  der  Mitte 
nach  aussen  jcderseits  2  massing  lange,  eine  lange,  eine  massig  lange  und  wieder 
cine  lange  Seta. 


F.  van  Emden  :  Thorictodes  Ilcydeni  Reitt. 


5 


Beine  aus  Coxa,  Trochanter,  Femur,  Tibia  und  klauenformigem  Tarsus 
gebildet,  fast  so  lang  wie  der  Korpcr  am  Hinterende  des  Prothorax  breit. 
Coxa  an  der  Aussenseite  so  lang  wie  Trochanter  und  Femur  zusammengenom- 


men,  schwach  chitinisiert,  der  Condylus  des  Rumpfgclenkcs  und  die  beiden 
Condyli  des  Trochantergelenkes  kriiftig  chitinisiert,  Aussenseite  der  Coxa  mit 
2wei  distal  der  Mitte  stehenden,  cinander  gcnahertcn  Setae,  welche  die  vordcre 
Begrenzung  einer  Schcnkelfurche  andeutcn  diirften.  Trochanter  mit  langerer, 
gebogener  Ventral-  und  kurzer  Dorsalseite,  proximal  und  distal  schrag  abge- 
stutzt,  auf  der  Ventralseite  etwa  drcimal  so  lang  wie  auf  der  Dorsalseite,  auf 
seiner  Ventralseite,  etwas  nach  der  Vorderseite  zu  mit  einer  Seta,  am  distalen 
Elide  vorn  und  hinten  mit  je  einer,  ventral  mit  2  Setae,  die  letzteren  beiden 
kraft.iger.  Femur  zur  Spitze  verdiekt,  auf  der  Ventralseite  so  lang  wie  der 
Trochanter,  auf  der  Dorsalseite  1%-imal  so  lang,  am  distalen  Ende  so  dick  wie 
auf  der  Ventralseite  lang.  Vorder-  und  Ilinterseite  proximal  der  Mitte  und 
an  der  Spitze  mit  je  einer  Borste,  Unterseite  liahe  der  Basis  und  nahe  der 
Spitze  mit  je  zwei  Borstcn.  Tibia  wenig  kurzer  als  der  Femur,  an  dcr  Basis 
wenig  schmalcr  als  dieser,  zur  Spitze  stark  verschmalert,  halb  so  breit  wie  an 
der  Basis,  an  der  Vorder-  und  Hintcrscite,  proximal  der  Mitte,  und  am  Vor- 
derrand  mit  je  einer  kleinen  Seta,  auf  der  Unterseite  proximal  dcr  Mitte  mit 
2  kraftigen,  kurzen  Setae  und  distal  der  Mitte  mit  zwei  starken  Dornen. 
Klauc  %  so  lang  wie  die  Tibia,  ziemlich  schlank. 


Cerci  (Fig.  4)  braun,  stark  chitinisiert, 
starr,  wenig  divcrgicrcnd,  so  lang  wie  die 
Mandibelschneido,  fiinfmal  so  lang  wie  (in 
horizontaler  Richtung)  breit,  2i/2-mal  so 


Fig.  5.  Thorictodes  Ileydeni.  Puppe 
von  unten. 


Fig.  4.  Thorictodes  Reydeni.  Linker 
Cercus  einer  Exuvie. 

lang  wie  (in  verticaler  Richtung)  dick  an 
dcr  Basis,  nahe  dieser  knotig,  wenig  ober- 
halb  derselben  stark  verschmalert  und  von 
da  aus  sich  gleichmassig  zur  ziemlich 
scharfen  Spitze  verjiingend,  schrag  nach 
oben  gerichtet,  die  Spitze  leicht  herabge- 
bogen. 

Besclireibung  der  Puppe:  (Fig.  5  u.  6) 
Lange  2,2  mm,  grosste  Breite  (am  1.  Ab- 
dominalsegment )  0,65  mm,  3%-mal  so 
lang  wie  breit. 

Kopf  auf  die  Ventralseite  gcschlagen, 
kreisformig,  die  Fiililer  schriig  abstehend, 


6 


Treubia  You  VI,  1. 


etwas  nach  hinten  gerichtet,  mit  keulenformig  verdickter  Spitze.  Prothorax 
so  lang  wie  breit,  vorn  halbkreisformig  gerundet,  die  Rundung  an  den  Seiten 

fortgcsetzt,  sodas*s  sie  fast  drei  Viertal 
eines  Kreises  beschreibt,  mit  einer  kurzen 
Einbuchtung  in  die  stumpfwinkligen,  et- 
was  nach  anssen  gerichteten  Hinterecken 
libergehendw  Die  Halsschildbasis  jeder- 
seits  stark  abgeschragt.  Der  Vorderrand 
auf  die  Yentralseite  des  Halsschildes  her- 
abgebogen.  Anlagen  der  Hinterfliigel 
fehlen.  Korperende  jederseits  mit  einer 
rundlichen  Aussackung,  dazwischen  auf 
der  Dorsalseite  mit  einem  scharf  bcgrenz- 
ten  rundlichen  Feldchen,  dass  dureh  eine 
Querfalte  geteilt  ist. 

Was  die  systematische  Stellung  der 
Thorictiden  betrifft,  so  zeigt  die  Larve 
k  e  i  n  e  r  1  e  i  Beziehungen  zu  den  H in¬ 
tend  en,  in  deren  Nachbarschaft  die  Fa- 
milie  von  Motschulsky,  Lucas.  Wollaston,  Wasmann,  Escherich  u.  a.  gestellt 
wird.  Qanglbauer  stcllt  sie  mit  Lacordaire,  Jaquelin  Duval  u.  a.  zu  den  Cla- 
vicorniern.  Die  Mundteile  und  Cerci  von  Thorictodes  Heydeni  wiirden  durchaus 
fiir  die  Clavieornier-Natur  der  Familie  sprechen,  jedoch  spricht  das  Verhalten 
der  Parietalia  zuin  Fhontale  dagegen.  Verhoeff  gab  im  Zoo.  Anz.  1921, 
Bd.  LI  1 1  p.  36  ff.  eine  Larvenbestiminungstafoelle  fur  einige  Familiengruppen 
der  Polyphagen .  Danach  ist  fiir  die  Clavicornier  gemeinsa.ni  mit  den  Ilelo- 
diden,  Dascilliden,  Byrrhiden,  Lymexyloniden,  Tenebrioniden,  Pyrochroiden , 
Cleridcn,  Chrysomeliden ,  Cisiden  und  Anobiiden  typisch  die  Articulation  der 
Cardines  am  ventralen  Vorderrand  der  Parietalia ,  das  Vorhandensein  einer 
abgegliederten  Oberlippe,  gut  entwiekelter  Cardines,  eines  hautigen  Feldes 
zwisehen  der  Basis  der  Stipes  maxillaris*  und  dem  Submentum.  Bei  den  Cla- 
vicorniern  und  Helodiden  erreicht  —  soweit  Verhoeff  die  Larven  bekannt 
waren  —  das  Frontale  das  Hinterhauptsloch.  die  Parietalia  stossen  also  dorsal 
nieht  aneinander,  bei  den  Lymexyloniden ,  Tenebrioniden,  Pyrochroiden,  Cle- 
riden,  Chrysomeliden ,  Cisiden  und  Anobiiden,  die  Verhoeff  im  Larvenzustand 
vorlagen,  ist  jedoch  das  Frontale  hinten  von  den  Parietalia  cingeschlossen  und 
es  entsteht  zwischen  den  Parietalia  eine  Sagittalnaht.  Die  Thorictodes- Larvc 
zeigt  nun  letzteres  Verhalten,  und  wenn  dieses  Merkmal  tatsachlich  so 
konstant  ist,  dass  man  dadurch  Familiengruppen  unterscheiden  konnte,  so 
waren  die  Thorictiden  in  die  Niihe  der  Tenebrioniden  oder  Cisiden  und  Ano¬ 
biiden  zu  stellen.  Fiir  wahrscheinlicher  aber  halte  ich  es,  dass  der  Ausbildung 
einer  Sagittalnaht  keine  so  grosse  systematische  Bedeutung  beizumessen  ist, 
und  dass  die  Auffassung  Lacordaires  und  Gaxglbauers  richtig  ist,  welche  die 


Fig.  6.  Thorictodes  Heydeni.  Puppe 
von  oben. 


7 


P.  van  Emden:  Thorictodes  Hay  deni  Reitt . 


Thorictiden  zu  den  Clamcornieren  stellen.  Eine  endgiiltige  Losung  der  Frage 
vom  Standpunkt  der  Larvensystematik  ist  aber  nieht  moglich,  so  lange  von 
der  an  klcinen  Familien  so  reichen  Gruppe  der  Cluvicornia  noch  so  wenige 
brauchbare  Larvenbeschreibungen  vorliegen. 

Resume:  Naeh  deni  heutigen  Stande  der  Larvensystematik  ist  also  eine 
Annaherung  der  Thorictiden  an  die  Histeriden  abzulehnen,  eine  Einreihung  in 
die  Gruppe  der  Clavicornier  zu  befurworten,  denkbar  ware  aber  auch  eine 
Annaherung  an  die  Heteromeren. 


8 


EINE  NEUE  HYSTRICOTHRIPIDE  AUF  EUGENIA  SP.  IN  SUMATRA 

von 

L.  Fulmek 

(Medan,  Dcli-Tabak-Proefstation) . 


Im  Unterwuchs  einer  Bambuspflanzung  in  umnittelbarer  Nachbarschaft 
cines  Inlander-Kampong  bci  Brastagi  (Hochflache  von  Sumatra,  1600  m 
Seehohe)  land  ieh  im  Juli  1922  an  einer  Eugenia  sp.  Blatter  mit  leuchtcndrot.cn 
Flecken  blattoberseits,  die  teils  noch  klein,  teils  grosser,  bald  ednzeln,  bald  zu 
mehreren  unregelmassig  zu  beiden  Seiten  der  Blattmittelrippe  vcrteilt  waren, 
oder  aber  bei  vorgeschrittenem  Stadium  in  einander  fliessend  und  zum  Teil 
bereits  fahlbraun  verfarbt,  einen  grosscn  Teil  der  entsprechenden  Blattsprei- 
tenlialfte  einnahmen ;  blattunterseits  war  das  Rot  auf  den  fahlbraun  verfarbten 
Flecken  mcist  zu  einom  tiefen  Blaurot  iibergegangen,  wahrend  ungefahr 
inmitten  dieser  Stelle  ein  grosseres  oder  kleineres  Haufchen  zahlreicher, 
kreideweisser,  leerer,  winziger  Eihiillen  (Lange:  ea.  0,44  mm,  Breite:  ca. 
0,22  mm)  zu  bemerken  war,  welche  neben  einander  zum  Teil  parallel  zu 
einander  oder  auch  kreisziigig  angeordnet  waren. 

Sind  einzelne  derartige  Blatter  auch  unbewohnt,  so  ist  bei  fortgesctztcm 
Suohen  doch  bald  zu  erreichen,  entweder  wcnigstcns  die  kleinesn  weisscn,  mit 
leuchtendcm  Rot  gescheckten  Larven  oder  noeh  die  schwarzen,  plattgedruckten 
und  ausserst  tragen,  erwachsenen  Schadenserreger  zu  entdecken,  Blasenfiisser 
mit  auffallcnd  langem  Endsegment  des  Hinterleibs  („TubusM),  das  nahezu 
die  ganze  Lange  des  ubrigen  Ivorj^ers  erreicht  und  fiir  die  Zugehorigkeit  der 
Tiere  zu  den  Hystricothripiden  gut  kennzeichnend  ist. 

Durch  Karny  sind  von  derselben  Wirtspflanzc  (Eugenia)  bereits  zwei 
vcrschiedene  Leeuwenia- Arten  als  neu  beschrieben  worden,  von  denen  L.  gla- 
diatrix  echte  Blatt gallon  erzeugt,  wahrend  L.  seriatrix  kleine,  blass-vergilbtc 
Flecken  auf  den  Blattern  verursacht  und  die  Eier  blattoberseits  auf  dem 
Blatt  mi  ttelnerv  reihemveise  absetzt. 

Waren  somit  bei  meinem  Fund  von  vornherein  okologische  Verschieden- 
hciten  gegeben,  so  ergaben  sich  bei  der  mikroskopischen  Untersuchung  noch 
weitere  Differenzen,  die  meiner  Meinung  nach  iiber  einfache  Artverschieden- 
heiten  hinausgehen.  Vor  allem  durch  die  Kopfform  mit  den  fast  geraden 
Wangen  und  den  hinter  den.  Augen  scharfcckig  ausladenden  Orbiten,  sowic 
noch  durch  die  beiden  starren  Schlafenborsten  (,,Postokularborsten,,)?  ist  die 


Fulmek:  Eine  n cue  Ilystricoihripide. 


9 


vorliegende  Form  von  dcr  ihr  zunachst  stehenden  Gattung  Leeuwenia  auffal- 
lcnd  verschieden.  Solange  also  keine  vermittelnden  Zwischcnformcn  bekannt 
sind,  mochte  ich  fur  meine  Tiere  ein  eigenes  Genus  reservieren  und  dieses 
Ilystricothripoides  nennen. 


Ilystricothripoides  karnyi  nov.  gen.  nov.  spec. 

Ziemlieh  plattgedriickfc,  schwarzbraun,  mit  helleren  Gelenkeinschnitten ; 
bei  jungen  Imagines  Bauchseite  etwas  heller  braun.  Pterothorax  hinten  und 
llinterleibsrucken  im  vordersten  Teal,  mitunter  noch  durch  rote  Rieselflecken 
gefarbt.  Augen  rot.  Augeninnenrander  und  dahinter  2  Streifchen  heller  braun, 
ebenso  am  Prothorax  4  Langsstreifen  heller,  davon  die  2  mittleren  in  den 
Regel  am  deutlichsten,  als  naeh  aussen  gckrummte,  vorn  inehr  divergierendc 
Bogenreihe  entwickelt;  auch  Pterothorax  mit  dunkleren  Schildern  und  hel¬ 
leren  Zwischenstreifen.  Fuhler  hellgelb,  mit  2  dunkleren  Grundgl'.edem. 
Integument  mit  netzmaschiger  Skulptur. 


Ko])f:  Lange:  Breite  =  4  :  8*5  Q  10  :  12—13,  cT  15  :  11—13),  hinter 
den  Netzaugen  mit  deullicher  Ecke  vorspringend ;  am  Hinterrand  am  brei- 
testen ;  Kopfseiten  gerade  verlaufend.  Netzaugen  ctwa  *4  der  Kop flange, 
dunkelrot,  mit  einzclnen  kurzen  Borstenharchen  zwischen  den  Facetten. 
Ocellen  gross,  rubinrot,  die  beiden  hinteren  den  inneren  Netzaugen  random 


schr  genahert,  der  vordere  am  Kopfgipfel,  alle  3  gleieh  weit  von  einandcr 
abstehend.  Kopf  zwischen  den  Fiihlern  eingcsattelt,  doch  ein  wenig  vorge- 
zogen.  Fuhler  8-glicderig,  die  beiden  Grundglieder  plump,  das  erste  so  dunkcl 
wie  der  Korpcr,  das  zweite  nur  wenig  heller;  die  iibrigen  Fuhlerglieder 
vcrhaltnismassig  schlank  und  blass  hellgelb.  Fiihlerlange  :  Kopflangc  =  7:4; 
die  Langen  der  einzclnen  auf  einandcr  folgcnden  Fuhlerglieder  iin  Verhaltnis 
wie  6  :  8  :  13  :  12  :  12  :  10  :  8  :  6.  Wangcn  gerade,  mit  etlichen  kurzen 
steifen  Stachelborsten  auf 
deutlich  vorspringenden  Bor- 
stenhockern ;  am  Ende  des 
ersten  Drittels  oben  weitab- 
stehend  jederseits  eine  starke 
stumpfe  Borste.  (Diese  Borste, 
sowie  die  iibrigen  starken,  starr 
abstehenden  Einzelborsten  der- 
selben  Sorte  an  Prothoraxvor- 
der-  und  Hinterecke,  des- 
glcichen  an  den  Ilinterccken  der 

Hinterleibssegmente  enden  nicht 
feinspitzig,  sondem  erschei- 

nen  am  Alkohol-  odcr  Ka-  pjg.  Hystrieothripoides  karnyi.  VorderkOrper  bei 
lilaugenpraparat  —  stumpf,  loofach.  Vergr.  (nur  die  rechte  Seite  ganz  ausgefiihrt) 


10 


Treubia  Yol.  VI,  1. 


wie  abgebrochen,  mit  etwas  zersplittertem  Elide,  bei  der  Larve  hingegen  meist 
mit  knopfig  verdocktem  Ende.)  Ini  iibrigen  Kopf-  und  Thonaxriicken  mil 
zahllosen  kleinen  und  bestimmt  angeordncten  Borstehen  besetzt  (siehe  Abb.). 
Mundkegel  %  der  Vorderbrust  deekend. 


Protho  r  a  x  hinten  beinahe  doppelt  so  breit  als  lang  (20  —  19  : 12  : 10), 
am  Vorderrand  nur  wenig  breiter  als  seine  Lange  (13  :  10) ;  seine  Lange 
etwa  %  der  Kopflange  (15  :  10) :  Vorder-  und  Hiuterecken  tragen  je  einc 
starke  starre  Borste,  davon  die  hintere  etwa  doppelt  so  lang  als  die  vordere, 
in  der  Mitte  des  Seitenrandes  noch  eine  ahnliche,  aber  kiirzere  Borste. 
Vorderbeine  plumper  und  kiirzer  als  die  iibrigen.  P  t  c  r  o  t  borax  breiter  als 
lang  (5  :  4),  am  Itiicken  mit  schmalem,  dunklem  Vorderrand,  dahinter  ein 
grosser,  umfangreieher,  hell  quergeteilter  dunkler  Schild,  wodurch  eine  hel- 
lere,  naeh  hinten  hufeisenformig-offenstehende  Zeichnung  in  den  dunneren 

Zwisehenstellen  gebildet  wild.  Fliigel  das  Ende 
des  sechsten  llinterleibsabschnittes  (mit  den 
Fransen  aueh  noch  den  siebenten)  iiberragend, 
fast  glashell,  am  Hinterrand  olme  Schaltwimpern, 
Medianader  braunlich.  Abstand  der  inneren 
Coxenrander:  Voidercoxen  11,  Mittelcoxen  20, 
Hintereoxen  16. 


Fig.  2.  Hystricothripoides  karnyi. 

Flugelbasis  (Vorder-  und 
Hinterfliigel)  am  Pterothorax, 
bei  lOOfach.  Vergr. 


H  i  n  t  e  r  1  e  i  b  ohne  Tubus  viermal  so  lang  als 
der  Prothorax,  vorne  am  breitesten;  Lange  : 
Breite  =  40 — 35  :  14 — 12;  naeh  hinten  zu  all- 
mahlich  verengt,  so  dass  das  letzte  Segment  vror 
dem  Tubus  (IX.)  beinahe  so  lang  erscheint  als 
breit.  Die  starken  Staeheliborsten  jederseits  am 
Hinterrand  der  Hi  uteri  eibssegmente  fast  die  Lange  des  Segmented  erreiehend, 
nur  an  den  vordersten  Segment en  etwas  kiirzer;  die  Ecken,  wo  diese  Borsten 
stehen,  deutlich  aber  nicht  besonders  stark  vor- 
springend.  Fliigelsperrdornen  bis  zum  viertletzten 
(VII.)  Segment  inclusive  wohl  entwickelt,  schwert- 
blattfoimig  zugespitzt,  der  hintere  Sperrdorn  breiter 
blattartig  und  langer  als  der  vordere  auf  jedem 
Segment.  Neuntes  Hinterleibssegment  allein  nur 
wenig  breiter  als  lang,  am  verjiingten  Ende  mit 
den  obligaten  2  stumpf  endenden  Hinterecken-  Fig.  3.  Siebentes  Hinterleibs- 
liorsten  und  ausserdem  jederseits  noch  mit  je  2  lan-  segment  von  Hystrico- 

geren.  steil  abstehenden  Borstenhaaren,  davon  das  thripoidei h  karnyi  bei 

,  ...  .  iiixi  100-fach.  Vergr. 

vent  rale  etwa  nur  halb  so  lang  ids  das  laterale,  aber 

noch  langer  als  die  Borsten  des  Tubus.  Tubus  fast  .so  lang  wie  die  ubrigen 
Hint erleibssegan ente  zusammen,  etwas  hinter  dor  Mitte  sehwach  verdickt  und  erst 


Pulmek  :  Eine  neue  Hystricothripine . 


11 


knapp  vor  dem  Elide  merklieh  verengt,  der  ganzen  Lange  nach  mit  zahlreichen 
langen  und  kraftigen,  sparrig  abstehenden  Borsten  besetzt,  die  in  der  Tubus- 
mitte  am  langsten  erscheinen  und  gegen  dessen  Ende  zu  kurzer  sowie  spiirlicher 


karnyi  wurden  etwas  grossere, 
ende  ebenfalks  etwas  tubusartig 


Fig.  4  Neuntes  Hinterleibssegment  und  Tubus  von  Hystrkothripoides 
karnyi  bei  50-farh.  Yergr. 

wcrden;  Tubuswurzel  und  ausserster  Endabsohnitt  kahl;  Tubusende  rundum 
mit  6  langen  Borstenhaaren  und  dazwischen  je  1  viel  kiirzere  Borste. 

Korperlange  ohnc  Tubus:  2*26  — 2*73  num.  Tubuslange:  1*47  —1*53  nun. 
Hab. :  Auf  Blattern  einer  Eugenia  spec,  bei  Brastagi  (1600  m  Seehohe). 
Sumatra;  in  Anzahl.  An  fang  Juli  1922. 

I n  Gcsellsehaf t  mit  Hyst ricothripoides 
rote  Wanzenlarven  beobachtet,  deren  Afte 
verJangert  ist ;  vielleieht  handelt  es  sich  urn 
eine  ahnliohe  Wanzenart  —  vermutlieh  eine 
Capside  —  wie  Docters  van  Leeuwen- 
Keijnvaan  bei  Ficus  retusa  L.  (mit 
G  ynaikothrips ,  Leptothrips  und  M  eso- 
ihrips)  in  Bull.  Jard.  Bot.  Buitenzorg 
No.  X,  1913  p.  9  beobachtet  liaben. 

Eine  viel  kleinere,  durch  die  heller  rot- 
braune  Hinterleibsspitze  ausgezeichnete 
Thripsart  (Helioihrips  haemorrhoidid  is 
Boijche)  wurde  gleich falls  mit  llystrico- 
thripoides  karnyi  auf  domselben  Blatt  mit- 
unter  vorgefunden,  steht  aber  nieht  mit 
den  eingangs  erwahnten  Blattsehadigungen 
1,1  Zusammenhang,  sondern  verursaeht 
wie  auf  andern  Blattern  derselben 
Eugenia  sp.9  wo  diese  Thripsart  allein  angetroffen  wurde.  zuverlassig  ermitteh 
werden  konnte  —  allein  die  fur  haemorrhoid  alis  aueh  sehon  von  andern 
Nahrpflanzen  bekannten,  weisslieh  gebleichten  Fleeken  ini  Blattgrun.  blatt- 
unterseits  mehr  ausgedehnt  als  blattoberseits. 

Medan,  30.  December  1922. 


Fig.  5.  Capside  bei  HystrkothripouJcs 
karnyi ,  bei  9-fach.  Yergr. 


12 


BIOLOGISCHE  NOTIZEN  UBER  EINIGE  JAVANISCHE  VOGEL 

von 

A.  W.  Spennemann, 

( Pegaxlen-Baroc ) . 


Hydrocichla  velatus  (Tcmni.). 

Poodjon  bci  Malang  (O.-Java). 

10.  XI.  1910.  1  Exemplar  am  Kali-Konto,  schliipft  in  alle  Uferhohlen, 

die  zwischen  den  grossen  Bachsteinen  liegen  und  liisst  sieh  haufig  von  dem 
brausonden  Wasser  iiberspritzen.  Die  Stimme  dieser  Art,  d.h.  der  Lockruf, 
den  der  Vogel  beinahe  fortwahrend  horen  lasst,  klingt  ahnlich  dem  von 
Henicurus  leschenaulti :  „ziet  ziet,,  ist  jedoch  nicht  so  laut  und  durclidringend. 
Steht  man  in  direkter  Niihe  des  Gobirgsbaches,  so  wird  ihre  Stimme  von  diesem 
ubertont,  steht  man  jedoch  20 — 30  m  vom  Ufer  entfernt,  so  hort  man  dicselbe 
aus  dem  Brausen  und  Rauschen  des  Wassers  heraus. 

21.  T.  1917.  Ich  sitze  hier  auf  der  Lauer  um  Myiophoneus  flavirostris 
am  Neste  zu  beolxichten. 

Ungefiihr  50  m  bachaufwarts  unter  dean  Wurzelwerk  eines  starken,  viel- 
stengeligen  und  hohen  Bambusgestrauches,  das  zum  Teil  iiber  das  steile 
Bachufer  hangt,  befindet  sich  sehr  wahrscheinlich  das  Nest  von  Hydrocichla 
velatus.  Wahrend  einer  halben  Stunde  siih  ich  dreimal  einen  dieser  Vogel 
unter  dem  ausgespiilten  Wurzelgerippe  verschwinden.  Hydrocichla  ist  viel- 
melir  an  das  Wasser  gebunden  wie  Henicurus  leschenaulti.  Nur  iiusserst 
selten  findet  man  sie  einige  Meter  vom  Wasser  entfernt  landein warts.  Moistens 
sieht  man  sic  am  Ufer  selbst  in  unmitt elbarer  Nahe  des  Wassers  und  haufig 
auf  den  im  Bache  liegenden  grossen  Steinen.  Uferstellen,  die  mit  niedrigem 
Gcstrauch  bewasehsen  sind,  liebt  sie  ausserordentlich  und  geme  hiipft  sie 
zeitweise  hier  im  Gezweig  herum,  jedoch  halt  sie  sich  niemals  hier  langer  auf, 
sondern  ist  bald  wieder  am  Ufer  zu  finden,  wo  sie  vom  Wasserspiegel  kleine 
Insekten  wegfangt  oder  das  angeschwommte  Genist  am  Ufer  nach  Kerfen 
durehsucht  oder  von  einem  Stein  aus,  mitten  im  Bach,  sich  ini  Fliegenfangen 
iibt  oder  aber  auf  dem  schmalen  Sandstrcifen  am  Ufer  hastig  trippelnd  auf 
die  Schnelliiufer  unter  den  Insekten  Jagd  macht. 


Spennemann:  Biologische  Notizen  iiber  Vogel. 


13 


24.  I.  1917.  Hydrocichla  hat  ein  ungefahr  schnabelgrosscs  Insect  ge- 
fangen,  das  sie  erst  durch  wiederholtes  Aufstossen  auf  ein en  Stein  zerstiickelt, 
wonaeh  sie  die  einzelnen  Stiicke  verzehrt. 

Das  Nest  war  an  der  Stelle  wo  ich  cs  vermutete,  unter  dem  halb-iiber- 
hangenden,  ausgespiilten  Wurzelgcrippe  des  Bambus.  Es  stand  in  der  dun- 
kelsten,  hintersten  Ecke  zwischen  dem  senkrecht  abfallenden  Ufer  und  dem 
Wurzelwerk  als  Dach.  Sehr  versteckt  nnd  geschickt  war  es,  angelehnt  an  die 
Boschung,  in  das  herabhangende  Wurzelgezweige  hineingebaut.  Der  Haupt- 
saehe  nach  bestand  es  aus  einem  Gefilz  oder  Geflecht  von  sehr  feinen,  diinncn 
Wiirzelchen.  Die  Aussenwande  warcn  dicht  mit  olivgriinem  Erdmoos  vcr- 
polstert.  Innen  war  das  Nest  ausgelegt  mit  einer  dicken  Luge  feiner,  alter 
Blatter,  die  so  verwittert  waren,  dass  nur  noch  die  Blattnerven  mit  all  ihren 
feinen  und  feinsten  Verzweigungen  iibcrgeblioben  waren.  Auf  diescr  weichen 
Unterlago  lagen  die  zwei  Eier. 

Maasse  der  Eier:  22  X  15%  mm;  21%  X  15  mm; 
iiussere  Hohe  des  Nestes:  7%  cm; 

iiusserer  Durchmeisscr  des  Nestes:  10%  cm; 

Tiefe  der  Nestmulde:  5%  cm; 

innerer  Durchmesser  des  Nestes:  5%  cm 

(\  on  den  Eicrn  habe  ich  mir  leider  s.Z.  keine  Notizen  iiber  Zcichnung 
und  Farbe  gemacht;  ich  hatte  sie  ausgeblasen  und  habe  sie  leider  mit  noch 
mehreren  andem  bei  cnean  Umzug  verlorcn). 

Am  23.  III.  1917  entdcckte  ich  ein  Nest  von  Hydrocichla  unter  dem 
Wurzelwerk  eines  Strauches  an  der  steilen  Boschung  des  Bachufers;  es  war 
leer,  von  aussen  ganz  und  gar  aus  dunkelgriinem  Moose  gefcrtigt. 

21.  IV.  1917.  Zwei  Exemplare  suchen  den  Bach  und  die  Ufer  in  nachster 
Niihe  des  Wassers  ab,  gehen  bis  zu  den  Bauchfedern  ins  Wasser  und  fangen 
Miicken  und  Fliegen,  indem  sie  wie  Bachstelzen  darauflosrennen.  Grossere 
Insecten  schlagen  sie  einige  Male  gegen  einen  Stein. 

5.  V.  1917.  Briicke  zwischen  Tawangredjo  und  Wijoe:  Heute  entdeckte 
ich  hier  auch  ein  Nest;  es  steht  unter  einem  Lantanastrauch,  2  m.  iiber  dem 
Waaserspiegel  am  steilen  Ufer.  Beide  Alton  fiitterten;  ab\vechselnd  flogen 
sie  hinauf  zum  Nest  und  jedesmal  vernahm  ich  ein  anhaltendes,  leises,  jedoch 
hohes  Picpen;  danach  kam  da nn  der  eine  der  Eltern  wieder  unter  dem  Lan¬ 
tanastrauch  zum  Vorschein  und  der  andere  flog  nest  warts.  Kurz  darauf 
trieben  sich  beide  Alten  am  Ufer  herum,  tranken  und  flogen  langsam,  futter- 
suchend  bachaufwarts. 

AuL'  dem  Woge  nach  Gesingan  hinter  Tawangredjo:  Auch  hier  entdeckte 
ich  noch  ein  Nest  im  Bambusgeholz.  Dieses  Nest  stand  gleichfalls  unter 


14 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


iiberhangendem  'Wurzelgezweig,  ungefahr  3  m.  liber  dem  Wasserspiegel  am  sehr 
steilen  Ufer.  Wegen  Zeitmangel  konnte  ich  nur  das  einmalige  Fiittern  eines 
der  Alten  abwarten. 

10.  V.  1917.  Am  Kali  bei  Borah.  Ein  altes  Exemplar  mit  neuen,  noch 
in  den  Kielen  steckenden,  kaum  zentimeterlangen  Schwanzfedern  hielt  sich 
eine  Viertelstunde  lang  an  einer  Stelle  auf,  flog  haufig  nach  einer  Stelle  am 
Uf errand,  wo  unten  Fa rnen,  Gras  und  S  t  r  auch  wurzel n  das  Nest  stand. 


Myiophone'us  flavirostris  (Horsf.). 

Poedjon  bei  Malang  (O.-Java). 

20.  IX.  1916.  Heute  beobachtete  ich  am  Kali  Konto  eine  Pfeifdrossel, 
die  im  abgefallenen  Laub  nach  Nahrung  suchte ;  kleine  Steinchen  schob  oder 
schleuderte  sie  mit  dem  Schnabel  zur  Seite.  Spater  iiberflog  sie  dicht  iiber 
dem  Wasserspiegel  fliegend  den  Bach. 

22.  IX.  1916.  Zwei  Pfeifdrosseln  sassen  auf  den  dicken  Aesten  eines 
starken  Baumes,  dicht  am  Stamme.  Als  sie  sich  beobachtet  sahen,  verrieten 
sie  ihre  Erregung  (lurch  wiederholtes  facherartiges  Spreizen  der  Stossfedern 
und  Wippen  mit  dem  Schwanz. 

16.  X.  1916.  Ich  sah  heute  im  (least  eines  mittelhohen  Baumes  am  Rande 
der  Chaussee,  die  von  Malang  liber  Poedjon  nach  Kediri  fiihrt,  in  der  Niihe 
von  Lebak-sarie  eine  Pfeifdrossel.  Beim  Alifliegen  flog  sie  erst  nach  unten, 
strich  dicht  libers  niedrige  Gestrauch  hin  und  erhob  sich  dann  wieder,  um  im 
Astwerk  eines  gleichartigen  Baumes  aufzubaumen.  Sie  scheint  beim  Sitzen 
die  dunklen  Steilen  im  Geast  zu  bevorzugen. 

3.  I.  1917.  Mitten  auf  der  Landstrasse  suchte  ein  Exemplar  nach 
Nahrung.  Es  flog,  als  ich  herankam,  auf  einen  Steinhaufen  am  Wege,  er- 
wartete  mich,  fortwahrend  schwanzwippend,  und  flatterte  schliesslich,  als  ich 
mich  bis  auf  circa  10  m.  genahert  hatte,  langsam  ins  Gebiisch. 

21.  I.  1917.  Am  Tage  vorher  hatte  mir  Bapa  Soema  das  Nest  dieser  Art 
gewiesen.  Es  war  in  einem  nischenartigen  Loche  des  steilen,  senkrechten 
Bachufers  iuigelegt,  je  nach  dem  Wasserstand  b’O — 100  cm  iiber  dem  Wasser¬ 
spiegel.  Has  Nest  selbst,  das*direkt  auf  der  Erde  in  der  kleinen  Nisclie  stand, 


15 


Spennemann:  Biologische  Notizen  iiber  Vogel . 

war  aus  feinen  und  allerfeinsten  Wiirzelchen  gebaut;  nur  in  der  Nestinulde 
lagen  einige  aarte,  trockene  Bambusblatter.  Nur  vom  Baohc  aus,  der  hier  zu 
beiden  Seiten  von  Steilen  Ufern  eingeengt  war,  konnte  man  das  Nest  erreichen. 
Vor  Raubtieren  war  die  Stelle  absolut  sicher,  denn  der  hier  stark  stromende 
Bach  war  an  dieser  Stelle  ungefahr  einen  Meter  tief. 

lleute  Morgen  war  ieh  um  7,30  an  Ort  und  Stelle  am  Kali-Konto. 

Bis  8,25  waren  die  Eltern  zweimal  gekommen  und  hatten  den  J ungen 
F  utter  gebracht,  ohne  dass  ieh  sehen  konnte  was.  Danaeh  kainen  <sie  eine  gauze 
Zeit  lang  nicht,  wohl  trieben  sie  sich  in  der  Nahe  herum,  wo  ich  sie  einigc 
Male  aul*  weiter  entfemt  liegenden  Steinen  ini  Wasser,  auf  BambuszweLgen 
am  Ufer  und  auf  dieken  Aesten  sitzen  sail.  Sie  sehienen  niieh  bemerkt  zu 
haben  und  die  Nahe  des  Nestes  zu  meiden.  Denn,  wenn  sie  aueh  auf  der 
Landstrasse  ziemlieh  zutraulieh  sind,  in  der  Nahe  des  Nestes  sind  sie  doch  sclieu. 

Naehdeni  ich  meinen  ersten  Platz  mit  einem  mehr  versteckten  vertauscht 
hatte,  kam  denn  aueh  wieder  ein  Gelbschnabel  angef  logon,  setzte  sich  auf 
einen  Stein  im  Wasser  und  hatte  einen  Frosch  im  Schnabel.  Naehdeni  er  den 
Frosch  verfiittert  hatte.  flog  er  auf  einen  vom  Wasser  iiiberspulten  Stein  und 
nahm  hier  ein  griindliches  Bad.  Bevor  die  Drosscl  .meinen  Blicken  wieder 
entschwand,  setzte  sie  sich  noch  erst  auf  einen  trockenen  Stein,  sch  lit  tel  te  sich 
einige  Male  putzte  sich  das  Gefieder,  aber  ziemlieh  nachlassig  und  Hess  mit 
weit  gebffnetem  Schnabel  einige  hohe  Pfeiflaute,  die  wie  ein  langgezogenes : 
,3”  klangen.  horen,  ahnlich  denijenigen  von  Henicunis  leschonaulti,  aueh  hier 
so  hocli  und  durchdringend  dass  der  Laut  das  Brausen  und  Larmen  des 
Sturzbaches  iibertonte.  Spater  kamen  beide  Eltern  beinahe  zu  gleicher  Zeit 
angeflogen,  der  eine  mit  einem  Frosch  uml  der  amlere  mil  einean  Tier,  das  mir 
eine  Grille  schien,  genau  konnte  ich  das  jedoch  nicht  feststellen.  Ein  drittes 
Mai  kam  einer  wieder  mit  einem  Frosch  und  ein  viertes  Mai  gleichfalls  mit 
einem  sehr  grossen  Frosch.  Ich  hatte  inzvvischen  meinen  Platz  noehmals  ge- 
we<*hselt,  sodass  ich  das  gcgeniiberliegende  Ufer,  wo  sich  eine  kleine  Sandbank 
mit  etwas  Steingeroll  btnJtekt  befand,  iibersehen  konnte.  Hier,  auf  einem 
dop pelt faust grossen  Steine  fussend,  schlug  der  Vogel  den  Frosch  so  langc  und 
heftig  gegen  denselben  an,  bis  sich  kleine  Stiickchen  von  dem  Frosch  loslosten, 
die  er,  nachdem  er  jedesmal  ein  solches  Stuck  abgeschlagen  hatte,  in  den 
Schnabel  naliin,  daauit  zum  Neste  flog  und  dort  verfiitterte ;  so  tat  er  viermal, 
als  nur  noch  die  aneinander  hangenden  Schenkel  ubrig  waren,  wurden  diese 
gleichzeitig  verfiittert.  Ungefahr  (lurch  %  Stunden  sah  ich  nun  keinen  der 
beiden  Eltern  mehr,  als  plotzlich  einer  der  beiden  vom  Nest  abstrich,  auf  den 
uberstromten  Stein  flog  und  hier  nach  zweimaligem  Gahnen  Gewolle  von  sich 
gab.  Darauf  trippelte,  flog  und  hiipfte  er  am  Bach  entlang  und  schien  Flitter 
zu  suchen  und  entfernte  sich  so  mehr  und  mehr.  Kurz  darauf  sah  ich  einen 
der  beiden  auf  den  Wiesenabhangen  einen  Frosch  fangen,  den  er  totete  indem 
er  ihn  mit  dem  Kopf  einigemal  heftig  gegen  einen  Stein  schlug.  Danaeh  flog 
er  mit  der  Beute  gestreckten  Fluges  zum  Bache,  kam  dabei  jedoch  ungefahr 


16 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


100 — 150  an.  unterhalb  des  Nestes  beim  Bache  an.  Von  hier  aus  von  Stein  zu 
Stein  fliegend  oder  wenn  es  ging  hiipfend,  niiherte  er  sich  vorsichtig,  der  dem 
Neste  gegenubcrliegenden  kleinen  Sandbank,  wo  der  FrovSch  wieder  auf 
dieselbe  Weise  wie  vorhin  zerstiickelt  und  verflittert  wurde.  Als  er  auch  jetzt 
wieder  zuletzt  seinen  Jungen  die  enthauteten  Schenkel  gebracht  hatte  und 
zuin  letzten  Male  vom  Nest  abflog,  nahin  er  ini  Schnabel  cinen  Klumpen 
weiser  Exkremente  mit  sieh,  die  er  vom  iiberspulten  Stein  aus  ins  Wasscr 
fallen  licss.  Darauf  hielt  er  den  offenen  Schnabel  gegen  das  stromende 
Wasscr  und  schien  denselben  so  zu  reinigen,  denn  danach  machte  er  mit  dem 
Schnabel  nocli  nach  beiden  Seiten  hcftige  Schleuderbewegungcn. 

Heute  Nachmittag  um  3  Uhr  wieder  am  Bach.  Die  Alton  brachten  von 
3,15  bis  4  Uhr  viermal  Futter  und  zwar  zweimal  Fische  und  zweimal  ctwas 
Undef inierbares ;  eins  der  Alton  bcdeckte  die  Jungen  von  3,45  an. 

22.  I.  1917.  JTeute  Abend  war  ich  von  4,30  bis  5,30  am  Nest;  in 
dieser  Zeit  wurde  den  Jungen  scchsmal  Futter  von  den  Alton  zugctragen. 

23.  I.  1917.  Die  Alten  brachten  zweimal  Futter  ins  Nest  und  zwar  einmal 
einen  Frosch  und  das  andere  Mai  etwas  Unerkennbares. 

3.  IV.  1917.  Heute  erhielt  ich  von  Bapa  Soema  ein  Nest  mit  zwei  jungen 
Pfcifdrosseln.  Das  Nest  war  an  dcrselben  Stelle  angel egt,  wo  ich  im  Januar 
die  Vogel  beim  Flittern  ihrer  Jungen  bcobachten  konnte.  Aller  Wahrschein- 
lichkeit  nach  ist  es  dassclbe  Paar.  Die  Jungen  haben  sclion  ziemlich  lange 
Federn,  die  jedoch  noch  in  den  Kielen  sleeken;  ihre  riesig  breiten  Schnabel 
si  ml  schwarz. 

17.  IV.  1917.  Wo  diese  Pfeifdrossel  nicht  verjagt  wird,  wird  sie  sehr 
zutraulich.  Ich  sah  heute  eine,  die  sich  in  einem  Gemlisegartcn,  in  der  Nahe 
einiger  arbeitender  Leute  aufhielt.  Sie  schien  sich  um  die  Menschen  gar  nicht 
zu  kiimmern,  sondern  suchte  auf  den  frischgehackten  Gemusebeeten  unter 
Kohlstauden  und  Salat  nach  Futter;  auch  untersuchte  sie  die  Haufen  ausge- 
jateten  Unkrauts. 

24.  V.  1917.  Heute  wurden  mir  zwei  junge  Pfcifdrosseln  angeboten, 
die  noch  Nestflaum  auf  dem  Kopfe  hatten. 

25.  V.  1917.  Heute  wurden  mir  wieder  zwei  junge  befiederte,  aber  noch 
absolut  unbehilfliche  junge  Pfcifdrosseln  angeboten. 


Spennemann  :  fiiologisehc  Notizcn  ilber  Vogel. 


17 


Microhierax  fringillarius  (Drap.). 

Pegadcn-baroc,  Krawang  (W.-Java).  24.  IV.  1916.  Ein  Sperlingsfalke 
fliegt  bis  untcrs  Dach  der  Veranda,  in  der  wir  sitzen  (.meine  Frau  mit  der 
Nahmasehine),  mid  holt  da  ein  Insekt  weg.  Zuriickflicgcnd  baumt  cr  auf 
einem  ungefahr  15  Meter  entfernt  stehendem  Petehbaumchen  (Parkia  spceiosa) 
auf,  um  hier  seine  Beute,  die  aus  einer  dicken  Hummel  besteht,  aus  den  Klauen 
lieraus  zu  verzehren. 

Poedjon  bei  Malang,  verwilderter  Kaffeegarten  bei  Soekawinangoen. 

An  derselbcn  Stelle  wo  ich  den  Vogel  friiher  schon  gesehen  hatte,  sass 
cr  auch  lieute.  Er  fusste  auf  der  Spitze  eines  hohen  kahlen  Dadapbaumes 
(Erythrina  spec.)  und  war  eifrig  dam  it  beschaftigt  sein  Gefieder  zu  ordnen. 
Er  nahm  von  mir,  der  ich  ihn  auf  ungefahr  20  m  Abstain!  mit  dem  Glasc 
lange  Zeit  beobachtete,  nicht  die  geringstc  Notiz. 

3.  I.  1917.  Als  ich  heute  um  12  Uhr  von  Soekawinangoen  kam  und 

ungefahr  10  Minuten  am  Waldwegrande  ausruhte,  kam  ein  kleiner  Falke  an- 

geflogen,  hiingte  sich  vor  ein  Loch  in  einem  ungefahr  7 — 8  m  hohen  Baum- 

stumpf,  das  sich  in  4 — 5  m  Hohc  befand  und  sofort  danach  verrieten  auch 

die  in  der  Hohle  befindlichen  Jungen  durch  Zirpcn  und  kommen  an  die 
Oeffnung  ihre  Anwesenheit. 

4.  I.  1917.  Heute  Nachmittag  ging  ich  mit  einem  javanischen  Oberauf- 
scher  (Mantri  Roeslan),  der  fiir  cinen  Kuli  gesorgt  hatte,  wieder  zuin  Nistbaum 
der  kleinen  Falken.  Ich  wollte  das  Nest  ausnehmen,  um  die  Jungen  auf- 
zuziehen. 

Als  ich  ankam,  sassen  die  beiden  Alten  auf  dem  Wipfel  eines  kahlen 
Baumes,  schnabelten  sich  und  putzten  das  Gefieder.  Das  grossere  der  beiden 
Falkehon,  also  wahrscheinlich  das  Weibchen  liess  unter  eigentiimlichen, 
drehenden  Kopfbewegungen  ein  leises,  docli  durchdringendes :  sisisisisisi  horen, 
was  dann  und  wann  starker  anschwoll  und  danach  wieder  ausklang.  Es 
neigte  sich  dabei  dem  Gatten  zu  und  sehien  um  Liebkasungen  zu  bitten; 
dann  sassen  sie  wieder  eine  kurze  Zeit  ruhig  neben  einander  bis  nach  einer 
halben  Minute  das  Spiel  von  Seiten  des  Weibchens  von  Neuem  begann,  das 
Manchen  verhielt  sich  jedoch  ziemlich  teilnahmslos. 

Als  der  Kuli,  der  den  Baum  erkletterte,  ungefahr  cinen  Meter  iiber  dem 
Bodcn  war,  flog  einer  der  Vogel  eininal  im  Halbkrcis  um  den  Baum  herum. 
Spater,  als  der  Klettcrer  oben  war,  schossen  beidc  Eltern  mehrere  Male,  den 
Eingeborenen  sogar  mit  den  Fliigeln  streifend  an  ihm  vorbei.  Ehe  wir  es  uns 
versahen,  flog  eins  der  Jungen  aus  gefolgt  von  den  Alten,  die  einige  Minuten 
wegblieben,  danach  jedoch  wieder  standig  in  der  Niihe  des  Nestes  verweilten. 
Der  E ingang  zur  Nisthohlc  wurde  jetzt  mit  dem  Kopftuch  des  Javanen  zuge- 

2 


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Treubia  Vol.  VI,  1. 


stopft.  Das  Schlupfloch  hatte  nur  einen  Durchmesser  von  5  cm  und  da  der 
Kuli  mit  seiner  Hand  nicht  hinein  konnte,  musste  das  Loch  erweitert  werden, 
was,  da  die  Aussenwand  ungefahr  6  cm  dick  war,  sehr  miihsam  war;  hierbei 
entschliipfte  trotz  des  Kopftuches  noch  ein  Junges.  Beide  entflohene  Junge 
konnten  schon  recht  gut  fliegen.  Sehliesslich  brachte  jedoch  der  Eingcborene 
noch  zwei  junge  Falkchen  herunter,  wovon  das  eine  noch  sehr  klein  und  hilfs- 
bediirftig  war,  obschon  es,  wie  das  andere  voll  beficdert  war.  Der  Schnabel 
des  Nesthakchens  war  noch  ganz  und  gar  gelb,  wahrend  der  andere  grade  auf 
der  Firste  einen  hornfarbenen  Streifen  zeigte,  wohl  der  Beginn  der  Verfarbung 
des  Schnabels.  Ueber  ein  Quadratmeter  Bodenflache  war  vor  dem  Horstbaum 
dicht  mit  den  kalkigen  Exkrementen  weiss  getupfelt.  Die  Jungen  schienen 
also  ihre  Exkremente  zum  Loch  hinaus  zu  spritzen.  Mit  welcher  Wucht  das  zu 
geschehen  pflegt,  davon  konnte  ich  mir  zu  Hause  einen  Begriff  machen,  als 
ich  die  Jungen  aus  dem  Taschentuche  befreite.  Der  eine  der  Vogel  rnachte 
die  Sache  mit  eincr  Vehemenz,  dass  die  A uswurf stof f e  circa  zwei  Meter  von 
ihm  entfernt  klatschend  zu  Boden  fielen. 

8.  I.  1917.  Ileute  fiihrte  mich  mein  Weg  wioder  am  alten  Nistbanm  der 
kleinen  Falken  vorbei.  Beide  Eltern  sassen  dicht  nebeneinander.  Sie  putzten 
sich  und  krauten  sich  von  Zeit  zu  Zeit  gegenseitig  das  Gefieder.  Auf  einem 
andcrn  Ast  deaselben  Baumes  sass  ein  Junges,  wahrend  das  andere  auf  einem 
andern  Baume  sass.  Plotzlich  stiess  eins  der  Alten  jahlings,  beinahe 
senkrecht  hinab,  fing  ein  Insekt,  was,  konnte  ich  nicht  erkennen,  arbeitete  sich 
langsam  spiralisch  wieder  herauf,  brachte  das  Beutestiick  einem  der  Jungen, 
das  damit  wegflog  und  es  auf  einem  andern  Baume  aus  don  Klauen  heraus 
verzehrte. 

17.  I.  1917.  Heute  morgens  8  Uhr  stand  der 
Nostbaum  noch ;  als  ich  aber  um  1  Uhr  wieder  vor- 
beikam,  war  der  unten  am  Stamm  schon  sehr 
morsche  Baum  gefallen  und  lag  qucr  iiber  den  Weg. 
Die  Nisthohle  war  4,G0  m  vom  Boden  entfernt,  das 
Schlupfloch  hatte  einen  Durchmesser  von  4  cm 
(a-b). 

c — d  .  6Y2  cm 

d — e  .  IV2  cm 

f — g  .  20  cm 

Auf  dem  Grunde  der  Nisthohle  lag  ein  Gemisch 
von  kleinen  und  grossen  Flugelstuckchen  von  Li- 
bellen,  Bienen,  Hummeln  und  Kafem,  die  jedoch 
zusammen  mit  etwas  vermulmtem  IIolz  koine  kom- 
pakte  Masse,  sondern  nur  ein  loses  Gemisch  bildcten, 
in  dem  unzahlige  kleine  Schmarotzer  von  verschie- 
dener  Form  und  Grosse  umherkrochen. 


Spennemann  :  Biologische  Notizen  uber  Vogel . 


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22.  I.  1917.  Morgens  8  Uhr  sassen  am  altcn  Nistplatz,  auf  demselben 
hohen  kahlen  Banin  auf  dem  sie  friiher  auch  immer  so  geme  sassen,  eins  der 
Alien  und  zwei  Junge.  Letztere  bettelten  die  Alte  fortwahrend  an.  Als  ich 
um  12  Uhr  wioder  vorbei  kam,  war  keiner  der  drei  Falken  zu  selien. 

Von  jetzt  bis  Anfang  April  die  Zwergfalken  haufig  gesehen. 

4.  IV,  1917.  Die  beiden  alten  Sperlingsfalkchen  scheinen  nicht  mehr  hier 
zu  sein.  Wie  ich  bemerke,  fehlt  auch  ein  toter  Baum,  der  wohl  ihr  neuer 
Horstbaum  gewesen  war. 

7.  V.  1917.  Endlich  heute  Mittag  den  Zwergfalken  wieder  einmal  am 
alten  Platz  gesehen. 


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UEBER  EINIGE  NEUE  VOGEL  AUS  DEM  INDO-AUSTRALISCHEN 
ARCHIPEL  UND  DEREN  'VERWANDTE 


von 

Dr.  Ernst  IIartert, 
(Tring  Museum). 


Acrocephalus  stentoreus  toxopei  subsp.  nov. 

Sehr  ahnlich  A.  stentoreus  australis  (aus  Siidaustralien,  Victoria,  New 
South  Wales  und  dem  sudlicheren  Queensland),  aber  kleiner  und  Schnabel 
etwas*  schwacher.  Flligel  alter  68,  68,  68,  70,  Schwanz  63,  63,  63.5,  65  mm. 
2te  (erste  entwickelte)  Schwinge  zwischen  der  5ten  und  6ten,  meist  nur  sehr 
wenig  kiirzer  als  die  5te.  „Tris  light  brown.  Bill  brown,  lower  mandible 
cream-colour,  gape  orange,  Feet  blue-grey. ’ ’  (Stalker  1909).  Typus  im 
British  Museum,  rf  Kayeli,  Buru,  August  1909,  (Stalker  coll.)  Habitat:  Buru. 

Die  erste  Kunde  da  von,  dasvS  ein  Rohrsanger  auf  Buru  nistet  erhielt  ich 
durch  Dr.  Toxopeus  in  Amsterdam,  der  im  Schilf  des  zt  1100  m  hohen 
Kunturun-Sumpfes  im  Februar  1922  eine  Anzahl  Rohrsanger  sammelte,  dar- 
unter  einen  ganz  jungen  Nestvogel.  Die  alten  Vogel  wurden  in  Spiritus 
konserviert  und  2  davon  ahgebalgt  und  befinden  sich  im  Buitcnzorg-Museum. 
Da  sie  ausserdem  in  sehr  stark  abgenutztem  Gefieder  (die  Schwiinze  halb 
abgewetzt)  und  daher  nicht  ordentlich  zu  messen  sind,  war  es  schwer,  diese 
Vogel  richtig  zu  beurteilen.  Gliicklicher  Weise  fand  ich  aber  im  British 
Museum  in  London  3  von  dem  in  Neuguinea  verungliiekten  Reisenden  Stalker 
1909,  und  ein  von  Wallace  1861  bci  Kayeli  gesammeltes  Stuck.  Diese 
ermoglichten  es  mir,  die  nahe  Verwandschaft  mit  A.  s .  australis  festzustellcn. 
Da  ich  hierbei  aber  auch  andere  verwandte  Formen  berlicksichtigen  musste, 
benutztc  ich  die  Gelegenheit  die  erreichbaren  Verwandten  zu  sludieren  — 
zumal  die  Rohrsanger  im  Leben  zu  meinen  Lieblingsvogeln  gehoren.  Es 
unterliegt  nun  keinem  Zweifcl  mehr,  dass  viele  (vvenn  nicht  die  meisten  ode!* 
fast  alio ! )  Inseln  des  Molukken-Archipels  w.a.m.  von  besonderen  Rohrsanger- 
Formen  bewohnt  werden. 

1.  Celebes:  Acrocephalus  stentoreus  celebensis  Tleinr. 

Acrocephalus  celebensis  Heinroth,  Journ.  f.  Orn.  1903  p.  125  (Bei  Ma¬ 
kassar,  Siid-Celebes). 

Nach  Heinroth  ahnlich  „Acroc.  orientalis9\  aber  Oberseite  dunkelbraun, 
unterseits  mit  rostfarbenem  statt  gelbem  Ton,  kleiner:  Fliigel  72  mm.  Diase 


Hartkrt  :  Neue  Vogel. 


21 


Form  muss  also  A.  a.  gouldi  Dubois  sehr  ahnlich  sein.  Es  1st  merkwurdig, 
dass  sie  alien  Sammlern,  auch  Everett  und  Doherty,  die  bei  Makassar  sammcl- 
ten,  entgangen  war,  bis  Ileinroth  an  Bord  des  Dampfers  dort  zwei  Vogelchen 
kaufte,  „die  cben  das  Nest  verlassen  haben  mochten,,,  von  denen  einer  auf 
der  lieise  umkam,  der  andere  lebend  Berlin  erreichte  und  meines  Wissens  das 
einzig  bekannte  Stiiek  in  Europa  ist. 

2.  Lombok:  Acrocephalus  stentoreus  lentecaptus  subsp.  nov. 

Im  Juni  1896  erbeutetc  Alfred  Everett  bei  Ampenan  in  Nord-Ix>mbok 
zwei  Rohrsiinger,  die  ich  in  Nov.  Zool.  1896  p.  593  fur  Acrocephalus 
longiroslris  Gould,  (nee  T urdus  longirostris  Gm.,  der  auch  ein  Acrocephalus 
ist),  erklarte.  Ich  muss  diese  Angabe  berichtigen,  denn  die  Stiicke  weichen 
sehr  von  der  australisehen  Form  ab.  Der  Schnabel  ist  starker  und  im  Ver- 
glcieh  zu  den  meisten  Stuckcn  auch  langer,  die  Oberseite  heller,  Unterseite 
blasser,.  sogar  noch  heller  als  bei  A.  s.  australis,  und  die  2te  (erste  ausgebildete) 
Schwinge  ist  nur  so  lang  wie  die  Tte,  oder  unbedeutend  langer  (Fliigelspitzen 
abgenutzt,  also  nicht  auf  nun  zu  messen),  merklich  kiirzer  als  die  6te,  wahrend 
sie  bei  A.  s.  australis  und  „longirostris”  ( gouldi  Dub.)  viel  langer  ist.  Der 
Schnabel  ist  ungefahr  wie  bei  orient  (dis,  der  Fltigel  aber  kiirzer  und  starker 
gerundet,  die  zweite  Schwinge  viel  kiirzer.  Kropfgegend  mit  dunklen 
Schaftstrichcn.  Flugel  77,  78’,  78,  80,  81  mm.  Typus  im  Rothschild  Museum 
cf  ad.  Ampenan,  Juni  1896  (A.  Everett  coll.)  Habitat:  Lombok. 

3.  Sumba:  Acrocephalus  stentoreus  sumbae  subsp.  nov. 

Ende  Februar  1896  sammelte  William  Doherty  an  der  Nangamessi  Bucht, 
nicht  weit  von  Waingapu,  zwei  Weibchen  eines  Rohrsangers,  die  ich  Nov.  Zool. 
1896,  p.  580  als  zweifelhafte  „A.  australis”  erwiihnte,  bemerkend,  dass  sie 
kleiner  seien.  Heute  liegt  mir  eine  bessere  Serie  (Mathews’  Sammlung  w.a.) 
aus  Australien  vor,  und  ich  kann  nicht  mehr  zweifeln,  dass  es  sich  auch  in 
diesem  Falle  uni  eine  sedentare  besondere  Subsj>ecies  handelt.  Die  Flugel 
sind  kiirzer  als  bei  cf  und  Q  von  australis,  die  Schnabel  etwas  starker.  2tc 
Schwinge  zwischen  der  6ten  und  7ten,  Flugel  etwa  66  und  67  nun  (dies  Mass 
ist  richtiger  als  das  1896  angegebene  von  65  und  66  mm).  Typus  im  Tring 
Museum  9  bei  Waingapu,  Ende  Februar  1896.  William  Doherty  coll. 
Habitat  :  Sumba. 

Bei  alien  diesen  Formen  kann  es  sich  nicht  um  Zugvogel,  weder  aus  dem 
Norden,  noch  aus  Australien  handeln.  Auf  Celebes  erhielt  Ileinroth  Nest- 
jungc;  auf  Buru  ist  die  Form  zahlreichdn  Sumpfen  bei  Kayeli  und  auf  dem 
eigen tiimlichen,  hochgelegenen  Moor  von  Kunturun,  wo  Toxopeus  auch  ein 
Nestjunges  erbeutetc;  die  Lombok-Stiicke  konnen  nicht  zum  nordischen 
orientalis  gehoren,  da  sie  viel  kleiner  sind  und  im  Juni  erbeutet  wurden,  zu 
welcher  Zeit  orientalis  im  Norden  nistet ;  auf  Sumba  wurde  die  dort  ige  Form 
im  Februar  erlegt,  wenn  sie  noch  in  Australien  zu  briiten  scheinen ;  nach  ver- 


22 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


schiedenen  Angaben  sind  sie  in  Australien  „nugratory”,  es  ist  aber  noch  nicht 
erwiesen,  ob  sic  wirklich  Australien  verlasscn  oder  nur  im  Lande  umher- 
schweifen.  Den  Sammlungen  nach  scheinen  sic  das  ganze  Jahr  in  Australien 
vorzukommen. 

4.  Ostliches  Australien:  Acrocephalus  stentoreus  australis. 

Calamoherpe  australis  Gould,  in  Lewin’s  Nat.  Hist.  Birds,  N.  S.  Wales, 
im  Index  (1838  —  Parramatta  in  N.  S.  Wales), 

Oberscite  weniger  dunkel,  Fliigel  72 — 76,  ausnahmsweise  Q  nur  68,5  cT 
bis  77  mm.  Habitat:  Sud-Australien,  Victoria,  New  South  Wales,  bis 
Queensland, 

5.  Westliches  Australien:  Acrocephalus  stentoreus  gouldi. 

Calamoherpe  longirosiris  Gould,  Proc.  Zool.  Soc.  London,  18*45,  p.  20 

(„ Western  Australia”). 

Acrocephalus  gouldi  Dubois,  Synopsis  Avium  I,  fasc.  6,  p.  369  (1901  — 
Ncuer  Name  fur  longirosiris ,  well  Turdus  longirosiris  Gmelin  1789  ein 
Acrocephalus  ist). 

Oberseite  bedeutend  dunkler,  fast  tief  rotlichbraun,  Unterseite  mehr  rost- 
farben,  Fliigcl  75 — 79  mm.  Habitat  :  Sudliches  bis  nordliches  West- Australien, 

Andere  Formen  sind  naeh  dem  vorliegenden  Material  einschliesslich 
Mathews’  Sammlung  in  Australien  nicht  zu  unterschciden.  Mathews,  B. 
Australia  IX,  p.  361,  362,  unterscheidet  allerdings  5  Formen,  die  er  Conopo- 
deras  australis  australis,  mellori,  gouldi,  carterae  und  melvillensis  nennt.  Diese 
Darstellung  ist  aber  ganz  unrichtig.  „C.  a.  mellori ”  ist  weder  grosser,  noch 
auf  dem  Biirzel  heller  als  australis,  wie  der  Autor  bchauptet,  also  Synonym 
von  australis.  „A.  a.  carterae”  stimmt  mit  anderen  Stiicken  von  gouldi  voll- 
kommen  iiberein,  der  Typus  diirfte  nicht  ganz  alt  sein.  „C.  a .  melvillensis” 
von  der  Melville  Insel  an  der  Nordkiiste  von  Arnhem-Land  ist  iiberhaupt  keine 
australische  Form,  sondern  ein  Zugvogel  aus  Nord-China,  S.  0.  Sibirien  oder 
Japan,  und  gehort  zu  dem  sogenannten  Acrocephalus  arundinaceus  orientalis 
(Temm.  &  Schlegel).  Das  gelegentliche  Vorkommen  auf  der  Melville-Insel 
(oder  selbst  in  Australien  selbst,  wo  es  aber  nicht  bekannt  ist)  ist  nicht  allzu 
wunderbar,  da  die  Form  auf  Batjan  und  Morty  erbeutet  wurde. 

Dieser  Fehler  aber  hat  eine  neue  Perspektive  eroffnet,  da  er  die  Frage 
aufwirft,  wie  viele  der  bekannten  Formen  Subspecies  einer  Art  sind.  Es 
scheint  keinem  Zweifel  zu  unterliegen,  dass  alle  oben  besprochenen  Rohrsanger 
namlich  australis,  gouldi,  sumbae,  toxopei,  celebensis  und  lentecaptus,  Sub¬ 
species  einer  Art  sind.  Aber  warum  gehort  nicht  auch  orientalis  in  diese 
Formenkette?  Ich  bin  der  Ansicht,  dass  dies*  der  Fall  ist,  trotz  der  etwas 
langeren  2ten  Schwinge.  Fcrner  aber  erhebt  sich  dann  die  Frage,  ob  nicht 
auch  stentoreus  und  brunnescens  hierher  gehoren.  Sie  sind  geographisch  weit 
getrennt  und  stimmen  in  ihren  Ilauptnicrkmalen  iiberein.  Neluueu  wir  dies 


Hartert:  Neue  Vogel . 


23 


an,  miissen  die  bisher  beschriebencn  Formen  Acroceplialus  stentorcus  australis , 
gouldi,  sumbae,  toxopeiy  celebensis,  lentecaptus,  amyae  und  brunnescens  genannt 
werden. 

Acroceplialus  arundinaceus  arundinaceus  (Europa)  und  A.  arundinaceus 
zarudnyi  (Transkaspien  und  Turkestan)  konnen  indessen  nicht  dazu  gezogen 
werden,  da  letztere  mit  A.  stentorcus  brunnescens  in  weiten  Gebieten  zusam- 
menwohnt  (mindestens  Transkaspien  und  grosse  Teile  von  Turkestan),  auch 
kann  der  spitzere  Fliigel  mit  der  langeren  zweiten  Schwinge  und  bedeutendere 
Grosse  ein  gutes  Artkennzeichen  sein.  Dass  bei  Rohrsangem  ausscrlich  sehr 
ahnliche  Formen  zusammen  leben  konnen,  zeigt  das  Beispiel  von  Acroceplialus 
scirpaceus  und  palustris .  Als  Subspecies  von  arundinaceus  betrachte  ich  auch 
griseldis,  den  Rohrsanger  Mesopotamiens.  Die  2te  Schwinge  ist  bei  ihm  zwar 
merklich  kurzer  als  die  3te  und  nur  wenig  liinger  als  die  4te,  die  viel  klirzer 
ist  als  die  3te. 

Ich  nehme  also  2  Arten  an: 

Acroceplialus  arundinaceus  (L.)  1758,  mit  spitzerem  Fliigel,  4te  Schwinge 
viel  kurzer  als  3te,  2tc  langer. 

Acroceplialus  stentoreus  (Hempr.  &  Ehrenb.)  1833,  mit  stumpferem  Fliigel, 
4te  Schwinge  unbedeutend  oder  garnicht  kurzer  als  3te,  2te  kurzer. 

Von  ersterer  Art  unterscheide  ich: 

A.  arundinaceus  arundinaceus:  Europa  und  Ivleinafrika. 

A.  arundinaceus  zarudnyi:  Transkaspien  und  Turkestan. 

A.  arundinaceus  griseldis:  Mesopotamien. 

Von  letzterer  Art: 

A.  stentoreus  stentoreus:  Agypten  und  Palastina. 

A.  stentoreus  brunnescens:  Transkaspien,  Turkestan,  bis  Himalaya,  ost- 
lich  anscheinend  bis  ins  westliche  China. 

A.  stentoreus  amyae:  Assam. 

A.  stentoreus  orientalis:  Japan,  Ostsibirien  bis  Nord-  und  Mittel-China. 

A .  stentoreus  celebensis:  Celebes. 

A.  stentoreus  lentecaptus:  Lombok. 

A.  stentoreus  toxopei:  Buru. 

A.  stentoreus  sumbae:  Sumba. 

A.  stentoreus  australis:  Ostliches  Australicn. 

A .  stentoreus  gouldi:  Westliches  Australicn. 

(Im  obigen  sind  nur  die  Brutgebiete,  soweit  sicher  bekannt  angegeben. 
Die  nordlich  wohnenden  Formen  sind  Wanderer.  Es  werden  gemss  noch 
neue  Formen  aufgef unden  und  untcrschieden  werden.  Es  ist  merkwurdig, 
dass  von  mehreren  Formen  nur  wenige  Stiickc  vorliegen,  und  manchcr  Sammler 
versaumte,  Serien  zu  sammeln,  vielleicht  liegen  stcllenweise  Schwierigkeiten 
vor,  in  den  wolil  auch  ungesunden  Sumpfen  zu  sammeln). 


24 


Tkjeubia  VOL.  VI,  1. 


Erythromyias  buruensis  siebersi  subsp.  nov. 

ad.  Sehr  ahnlich  E.  buruensis  ceramensis,  aber  grosser  und  die  Obcr- 
seite  nicht  so  dunkel.  Die  Unterseite  wie  bei  E.  b.  ceramensis ,  nicht  in  der 
Mitte  des  Untorkorpcrs  weiss  wei  bei  E.  b.  buruensis.  Fliigel  73  mm,  nicht 
wie  bei  den  beiden  mir  vorLiegenden  von  E.  b.  ceramensis  nur  69  und  70  nun. 
Stresemann  giebt  fur  den  Fliigel  dcs  d"  im  British  Museum  von  ceramensis 
72  mm  an,  der  linke  Fliigel  (den  ich  stets  messe)  misst  aber  nur  70.  Typus 
im  Muscutti  Buitenzorg,  No.  1107. 

Habitat:  Gunong  Daab  auf  Gross  Kei  (Key,  Ke),  300  m. 

Dr.  H.  C.  Siebefs,  dem  zu  Ehren  ich  die  Form  benenne,  sammelte  nur  1 
cf  am  17.  IV.  1922.  Er  fand  die  Iris  dunkelbraun,  den  Augenlidrand  schwarz, 
Schnabel  schwarz,  Fiisse  violettblau,  Zehen  etwas  dunkler,  Nagel  grauschwarz, 
Sohlen  sehmutzig  hell  gel  bli  eh  weiss,  blau  durchscheinend.  Die  Testes  waren 
ziemlich  stark  entwickelt.  Es  gelang  dem  Forscher  trotz  vieler  Miihe  nicht 
das  9  zu  erlegen. 

Phylloscopus  trivirgatus  avicola  subsp.  nov. 

9  ad.  Oberseite  braunlich  olivengriin,  braunlicher  als  die  von  Ph.  iri- 
virgatus  trivirgatus  und  giulianetiii ,  Oberkopf  dunkler,  aber  nicht  so  schvvarz- 
lich  wie  bei  den  obengenannten,  und  der  gelbe  Mittelstreif  matter  und  weniger 
deutlich,  der  Superciliarstreif  hell  schwefelgelb,  unter  letzterem  ein  dunkel- 
brauner  Streif  vor  und  hintcr  dem  Auge.  Grosse  Oberfliigeldecken  mit  gelben 
Endsaumen,  die  einen  schmalen  Querstreifen  auf  dem  Fliigel  bilden.  Gauze 
Unterseite  ganz  hell  gelb,  fast  weisslich,  mit  lebhaft  schwefelgclben  Strichen, 
die  einzelnen  Federn  mit  schon  schwefelgelben  Seitensaumen.  Iris  braun, 
Augenlidrand  schwarz.  Schnabel  oben  braunschwarz  mit  gelbem  Schnabel- 
schneidenrand  und  gelblichcr  ausserster  S])itze,  Unterschnabel  dunkelgclb. 
Fiisse  violettblau,  Niigel  graubraun,  Sohlen  mattgelb.  Ovarium  4  X  4.5  mm 
wenig  verandert.  Fliigel  56  mm.  Typus  9  Gunong  Daab,  300  m,  Gross 
Kei  (Key,  Ke)  Insel,  6.  IV.  1922.  Gesammelt  von  Dr.  H.  C.  Siebers.  Museum 
Buitenzorg  No.  1060. 

Habitat  :  Gross  Kei. 

AVie  die  Siimpfe  vieler  Inseln  Insulindes  von  Rohrsangem  (Acrocephalus), 
werden  die  Berge  vieler  von  Laubvogeln  (Phylloscopus)  bewohnt.  Auf  Java, 
Bali,  Lombok  und  Sumbawa  wohnt  der  unterseits  lebhaft  dunkelgelbe  Ph.  tri¬ 
virgatus  trivirgatus ,  auf  Sumatra  und  der  Malakkahalbinsel  der  genau  so 
aussehende,  nur  etwas  kleinschnabligere  Ph.  trivirgatus  parvirostris,  auf  den 
Bergen  Borncos  der  grauliche  kinabaluensis ,  auf  Neuguinca  der  \nel  hellerc 
giulianetiii,  auf  der  Grossen  Kei-Insel  avicola  (der  AVildernissbewohner).  Es 
scheint  mir  unanfechtbar  zu  sein,  dass  dies  Formen  einer  Art  sind.  Stresemann 
(Arehiv  f.  Naturg.  89.  Jalirgang,  A,  TTeft  1,  p.  84,  1923)  nennt  die  siid- 
papuanischc  Form  Ph.  poliocephalus  giulianetiii .  Sie  ist  aber  trivirgatus  viel 
ahnlichcr  und. da  letzterer  Name  26  Jahre  alter  ist?  muss  er  fur  dep  Formen- 


25 


Hartert:  Neuc  Vogel. 


krcis  gebraucht  werden.  Ob  polioccphalus,  ceramcnsis,  cveretti,  und  waler- 
slradti  mit  ihren  weissen  oder  weisslichen  Keblen  hierhergehoren,  mag  man 
dahingest  cllt  sein  lassen,  doch  lilsst  sich  nieht  leugnen,  dass  ceramcnsis  in  der 
Oberkop f f arbung  den  Uebergang  zwisehen  den  beiden  Gruppen  vermittelt. 

(Jedenfalls  werden  noeh  fernere  bisher  unbckannte  Formen  entdeekt 
werden.  Soeben  erhielt  das  Tring  Museum  von  der  St.  Mathias  Insel,  nordlich 
von  Ncuhannovcr  einc  neue  Form  dieser  Gruppe.) 


26 


ZWEI  NEUE  PRACHTKAFER  VON  SUMATRA  UND  CELEBES 

(COL.  BUPREST.) 

von 

Dr.  Jan  Obenberger, 

(Prag). 


1.  Agrilus  mcnadoensis  m.  n.  sp.  * 

Hab. :  Mcnado  —  N.  Celebes  (Mohari  lgt.). 

Lange :  7,8  mm.  1  Ex.  Zool.  Museum  Buitenzorg,  1  Ex.  Zool.  Museum  Prag. 

Gehort  zu  der  Gruppe  des  A.  acutus  Thunb. 

Messinggrun  mit  goldigem  oder  messingbraunem  Anfluge,  glanzend.  Kopf 
breit,  in  der  Mitte  rundlich  breit  ausgehohlt.  Fiihler  ziemlich  kurz,  vom  vierten 
Gliede  an  gezahnt.  Stirn  schmal,  langer  als  breit,  innere  Augenrander  eine 
leicht  konkave  Kurve  bildend.  Halsschild  etwa  2*/4  mal  so  breit  als  lang, 
vorne  breit  und  zweibuchtig,  vor  der  Mitte  am  breitesten,  von  da  nach  vorne 
starker  und  gerundet,  zur  Basis  schwacher  und  einfach  verengt,  vor  dem 
Schildchen  mit  einer  rundlichen  Depression,  iiberall  flach  und  undicht  ge- 
runzelt,  die  Runzeln  sind  glanzend.  Das  Praehumeralleistchen  ist  sehr  stark 
konvex,  in  der  Mitte  dem  Marginalleistchen  angenahert  und  bis  fast  zu  den 
Vorderecken  deutlich.  Das  Marginalleistchen  ist  flach  S-formig  durchgebogen, 
scharf,  das  Submarginalleistchen  verlauft  mit  ihm  parallel,  ohne  sich  mit  ihm 
zu  verbinden,  und  ist  ihm  stark  angenahert.  Kinnfortsatz  des  Prosternums 
breit  abgerundet.  Prosternalfortsatz  breit  und  parallelseitig,  am  Ende  breit 
zugespitzt  und  abgerundet.  Schildchen  sehr  breit  und  quergerippt.  Fliigel- 
decken  in  der  Form  und  Skulptur  genau  wie  bei  acutus  Thunb.,  also  mit  einem 
spitzigen  Aussenzahn  am  Ende,  jedoch  vor  dieser  Spitze  nicht  ausgeschweift 
verengt  wie  bei  acutus ,  sondern  seitlich  bis  zur  Spitze  in  einer  langen  Kurve 
gerundet  verengt.  Das  letzte  Ventralseginent  ist  am  Ende  abgerundet.  Die 
Ol>erseite  ist  fast  kahl,  glanzend  und  verhaltnismassig  grob  skulptiert;  in  der 
Mitte  und  hinter  dem  apikalen  Viertcl  der  Lange  beiderseits  cntlang  der  Naht 
liegt  eine  kleine,  rundliche,  wenig  deutliche  ITaarmakel.  Die  Fiisse  sind  ziem¬ 
lich  kurz  und  stark,  die  Klauen  stark  gcspalten,  die  inneren  ICauenzahnchen 
einander  sehr  stark  zugewendet.  Das  erste  Glied  der  Ilintertarsen  ist  so  lang 
wie  die  zwei  nachfolgenden  Glieder. 


Obenberuer:  Neue  Prachtkafer. 


27 


2.  Trachys  ( s .  sir.)  Corporaali  m.  n.  sp. 

Hab.:  Sumatra’s  Ostkiiste.  550  m.  Sibolangit,  X.  1921;  J.  A.  Loertzing 
u.  J.  B.  Corporaal  lgt. 

Lange:  3,5  mm.  Breite:  2,2  mm.  Vide  Ex.  im  Zool.  Mus.  Buitenzorg, 
Zool.  Mus.  Prag  und  im  Deutschen  Entom.  Institut. 

Ziemlich  gewolbt,  ziemlich  kurz  und  breit  eiformig;  Korper  bei  den 
Schultern  am  breitesten,  von  da  nach  vorne  stark  und  kurz  verengt.  Schwarz, 
ziemlich  glanzend,  die  Palpen  und  die  Tarsen  mit  Ausnahmc  des  Klauengliedes 
gelbrot. 

Kopf  breit,  glanzend,  messingfarben,  Scheitel  sehwarz.  Epistom  sehr 
breit,  vorne  rund  ausgerandet,  chagriniert,  von  der  Stirn  undeutlich  abgesetzt, 
breiter  als  der  kurze  Diameter  das  Auges.  Die  Stirn  ist  zwisclien  den  Augen 
etwa  iy2  mal  so  breit  wie  lang,  nach  vorne  leicht  konvergierend,  breit  und 
flach  konkav,  gleichmassig  sparlich  mit  gelben  Harchen  bedeckt.  Ilalsschild 
etwa  3 y2  mal  so  breit  wie  lang,  vorne  sehr  breit,  rundlich  ausgerandet,  seitlich 
nach  vorne  geradlinig  verengt,  mit  zugespitzten  Vorderecken.  Die  Behaarung 
ist  seitlich  gelb,  in  der  Mittc  im  basalen  Teile  unregel inassig  und  silberweiss, 
fein,  vonie  undeutlich  und  sehwarz.  Schildchcn  unsichtbar.  Flugeldecken 
etwa  1  y3  mal  so  lang  wie  breit,  eiformig,  schon  von  den  Schultern  an  zur  Spitze 
breit  gerundet  verengt;  die  Behaarung  besteht  aus  schwarzcn  und  silberweissen 
Harchen :  die  schwarzen  sind  wenig  deutlich,  starker,  die  weissen  sehr  fein 
und  gekriimmt,  kurz;  sie  bilden  in  der  vorderen  Hiilfte  eine  undeutliche,  un- 
regelmassige  und  s|)arliche  Ornamentation;  dann  kommt  in  der  Mitte  eine 
anscheincnd  kahle,  schwarze,  jedoch  in  der  Tat  sehwarz  behaarte,  verkehrt 
rundliche  Querbinde,  dann  im  apikalen  Drittel  zwei  genaherte,  silberweisse, 
mit  der  schwarzen  parallele  Querbinden ;  dann  eine  praeapicale  schwarze 
Binde;  der  Apex  ist  silberweiss  behaart.  Auf  der  praeapikalen  schwarzen 
Querbinde  sind  die  Harchen  deutlich,  stark  und  halb  gehoben,  beiderseits  eine 
Art  von  halbabstehenden  Haargruppen  oder  Haarpinseln  bildend.  Praster- 
num  zweimal  so  breit  wie  lang,  breit,  flach,  parallel,  am  Ende  kurz  ahge- 
rundet.  Klauen  breit  gezahnt. 

Meinem  lieben  Kollegen  und  Freunde,  Herra  J.  B.  Corporaal,  der  meine 
Sammlung  schon  durch  mehrere  sehr  intcressante  sumatranische  Buprestiden 
bereichert  hat,  zu  Ehren  benannt. 


28 


EPHEMEROPTEREN  VON  DEN  SUNDA-INSELN  UND  DEN 

PHILIPPINEN 

von 

Dr.  Georg  Ulmer, 

Hamburg. 

( JNLit  58  Abbildungen.) 


Nieht,  cine  grosse  Menge  ncucr  Arten  bictet  diesc  Arbeit;  ihr  Schwer- 
gewicht  liegt  vielmehr  in  der  genaueren  Darstellung  schon  bekannter  Formen. 
Dabci  hat  sieh  wieder  hcrausgcstcllt,  dass  die  Besehreibung  um  so  umfang- 
reicher  wird,  je  mehr  Material  zur  Bearbeitung  kommt:  Die  Variabilitat  der 
Ephemeropteren  ist  gross. 

Ein  reiches  Material  stand  mir  zur  Verfiigung;  es  waren  der  Hauptsache 
nach  3  Sammlungen,  die  zu  boarbeiten  waren:  1.  Die  Sammlung  des  Herm 
Edw.  Jacobson  in  Fort  de  Kock  (Ephemeropteren  von  Java,  Sumatra, 
Simalur),  2.  Die  Sammlung  des  Zoologischen  ]\Ius*eums  in  Buitenzorg 
(Ephemeropteren  von  Java  und  Sumatra,  meist  von  Herrn  Prof.  Dr.  H.  Karny 
gesammelt),  3.  Die  Sammlung  des  verstorbenen  Herrn  Boettger,  die  durch 
Vermittelung  des  Herrn  Moser  an  Herrn  Dr.  F.  Ris  gelangte  und  von  diesem 
mir  zum  Geschenk  gemacht  wurde  (Ephemeropteren  von  den  Philippinen). 
Einzelne  Exemplare  hatte  ich  auch  noch  aus  andem  Museen.  Allen  Herren, 
die  mich  durch  Ubermittlung  von  Material  unt erst  lit  zt  haben,  besonders  Herrn 
I)r.  F.  Ris,  sei  hier  herzlich  gedankt.  Nieht  minder  verpfliehtet  bin  ich  Herrn 
Prof.  Karny  fur  die  in  jetziger  Zeit  so  schwierige  Unterbringung  des 
Manuskripts. 

Von  den  Philippinen  waren  bisher  nur  zwei  Arten  (T haler osphyriis  tor - 
ridus  Walk,  und  Atopopus  tibialis  Ulm.)  bekannt;  ich  kann  hier  7  weitere 
hinzufiigen;  diese  9  Arten  bilden  aber  sicherlich  nur  einen  kleinen  Teil  der 
Fauna.  Etwas  besser  unterrichtet  sind  wir  iiber  die  Ephemeropteren  der 
Sunda-Inseln,  von  denen  ich  jetzt  24  Arten  namhaft  machen  kann.  Von  den 
hie**  behandelten  Arten  blieben  mir  nur  2  (Anagenesia  tenera  Etn.  und  A . 
picta  Gravel.)  bisher  unbekannt 

Eine  Arlx'it  iiber  die  Trichopteren  der  bciden  Inselgruppen  hoffe  ich  bald 
folgen  lassen  zu  konnen. 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


29 


Familie  Palingeniidae. 

1.  Anagenesia  ampla  Etn. 

Palingenia  ampla  Eaton,  1 lev.  Monogr.  1883,  p.  26,  t.  1.  f.  lc  (Subgen us 
Anagenesia  Etn.). 

rf  (trocken) :  Oberflache  des  Kopfes  braunschwarz,  Unterflachc  gelb 
(Sumatra-Exemplar)  ;  bei  den  alien  Borneo-Exemplaren  ist  die  Oberflache 
des  Kopfes  graugelb,  die  Ozellen  schwarz  umringelt,  die  Ringe  unregelniassig 
ausgezackt;  zwischen  den  Augen  schwarze  einzelne  Punkte.  Brust  braun¬ 
schwarz,  auf  dem  Pronotum  mil  drei  helleren  (graubraunen),  nicht  sehr 
deutlichen  Langsbinden,  von  denen  eine  auf  der  Mittellinie,  die  anderen 
seitlich  davon  und  etwas  schief  (oralwarts  divergicrcnd)  stehen;  Mesonotum 
in  der  Mittelzone  etwas  heller.  Beine 
hellgelb,  die  Sehenkel  oben  schwarz- 
lichbraun,  die  Schienen  und  Tarsen 
schief ergrau  iibertusclit;  Vordertarsus 
des  Fig.  1  A,  B)  fast  so  lang  wie 
der  Sehenkel,  mindestens  %  so  lang 
wie  die  Schiene,  Sehenkel  wenig  kiirzer 
als  Scliiene ;  Tarsalglied  I  etwa  so  lang 
wie  breit,  II  langer,  III  und  IV  kiirzer, 
einander  gleich,  Glied  V  so  lang  wie 
II ;  die  Tarsalglieder  nehmen  also  in 
der  Reihcnfolge  11  (gleich)  V,  I,  III 
(gleich)  IV  an  Lange  ab.  Oberflache 
dcs  Hinterleibcs  braunschwarz,  wenn 
die  Segment©  mehr  ausgestreckt  sind, 
erscheint  die  vordere  Ilalfte  eines 
jeden  braun  und  nur  die  hint  ere 
braunschwarz;  Unterflachc  hellgelb-  c 

lich  bis  graugelb,  die  letzten  Seg- 
mente  manchmal  dunkler.  Fliigel 

graubraun,  dunkel,  der  Apikalrand  Fi&-  F  Anagenesia  ampla  Etn.  (Museum 

im  Bercichc  des  Sektor  zweimal,  im  Brussel)  Beine  (>)  des  cf;  A.  Vorderbein ; 

.  B.  Vordertarsus.  etwas  starker  ver- 

Bereiehe  der  Media  emmal  bogig  aus-  grdssert,  von  oben  gesehen; 

geschnitten.  Schwanzborsten  grau-  c.  Krallendes  Vorderbeines,  von  derSeite; 
braun,  mit  braunen  Gelenkon,  an  I>.  Hinterbein;  E.  Krallenglied  und 
diesen  mit  cinigcn  langeren  Ilaaren  als  Krallen  des  Ilinterbeines, 

an  den  Gliodern.  Die  Genitalfusse  stiirkor  ver^ssert- 

sind  braun  bis  dunkel  braun ;  der  innerc  basale  Fortsatz  des  Basalgliedes  ist 


(1)  Die  Abbildungen  der  Beine  sind,  soweit  nicht  anders  angegeben,  in  einer  und 
derselben  Figur  immer  in  gleichem  Massstab  dargestellt. 


30 


'Treijbia  Vol.  VI,  1. 


schr  kraftig  (Fig.  2) ;  die  zwei  Endglieder  sind 
schlank  und  zusammcn  fast  y2  so  lang  wie  das  Basal- 
glicd,  unter  sich  etwa  gleich  lang;  die  Penislobcn  sind 
drcieckig,  yor  dean  Apex  kaum  abgesetzt  und  kaum 
eingeschniirt  (Fig.  2). 

9  (trocken) :  Ahnlich  gefarbt  wie  das  , .  ;  die 
3  Langsbinden  auf  dem  Kopfe  starker,  die  Flugel 
mehr  grau  (braungrau). 

Korperliinge :  15 — 22  mm;  Lange  dcs  Vorder- 
fliigels:  etwa  18 — 20  mm  (cf),  etwa  17  mm  (9  ); 
Fliigelspannung  also  etwa  39 — 42  ram  (cf),  etwa  37 

Fig.  2.  A  y} agenesia  ampla 
Etn.  (Museum  Brussel), 

Genitalanhfinge  des  ^  ^  die  andercn  Stiickc  und  bat  die  Alaszc  22,  20, 

cf,  ventral.  60  mm. 

Material:  2  cf,  1  9,  Borneo,  Coll.  Selys,  Museum  Brussel,  bezeichnet 
„Palingenia  lata”;  diesc  Tiere  haben  wahrscheinlich  auch  Eaton  vorgclegen; 
sie  haben  einen  alten  Zettel  „S  A  RM,  was  wohl  Sarawak  bedeutet.  —  Im 
Museum  Miinchen  1  cf,  Sumatra. 

Heimat:  Borneo,  Sumatra. 

N.B.  Die  alten  Exemplare  von  Sarawak  sind  auf  dem  Kopfe  wohl  ver- 
farbt;  ich  halte  die  braurusehwarze  Kopffarbe  des  von  Sumatra  fur  die 
normale. 

2.  Anagenesia  javanica  Etn. 

Paling enia  javanica  Eaton,  Rev.  Monogr.  1883,  p.  27,  t.  1  und  2,  f.  1  d. 
(Subgen.  Anagenesia). 

(trocken) :  Kopf  oben  schwarz,  nur  vorn  auf  der  Stim  mit  gelbbraunem 
Flecke;  Pronotum  dunkelbraun,  mit  3  helleren  Langsbinden  (eine  in  der 
Mittellinie,  die  andem  scitlich  davon  stchend,  gerade)  und  einem  helleren 
schiefliegenden  Flecke  ganz  an  der  Seite;  Mesonotum  und  Metanotum  viel 
heller  als  Pronotum,  schmutzig  braungelb,  hinten  und  an  den  Seiten  dunkler, 
auch  die  Mittellinie  des  Mesonotum  etwas  dunkler.  Hinterleib  oben  gelbbraun, 
die  hintere  Halfte  (in  der  Mittellinie  die  hinteren  zwei  Drittel)  jedes  Segments 
schwarzlich,  der  Ilinterrand  in  der  Mitte  wieder  hell  (die  Ringe  sind  aus- 
gedehnt !).  Beine  hellgelb,  die  Tibien  und  Tarsen  weisslichgrau ;  morphologisch 
entsprechen  die  Beine  vollig  denen  von  A.  ampla  Etn.,  doch  sind  die  Tarsal- 
glioder  des  Vorderbeincs*  ((/)  etwas  schlanker,  wenn  man  sie  von  der  Seite 
her  betraehtet  (A).  Unterfliiche  des  Hinterleil>es  gelb.  Flugel  rehbraun,  etwas 
dunkler  als  bei  Paling  enia  longicauda  Oliv.,  heller  und  entschiedener  braun  als 

(1)  Eaton,  l.c.  p.  27,  sagt  liber  die  Krallen  der  hinteren  Beine:  „very  unequal, 
the  lesser  hardly  visible”;  ich  sehe  an  dem  rechten  Hinterbeine  des  einen  (s.  u.) 
an  der  Basis  dqr  Kralle  noch  ein  kleines  Liippchen,  das  vielleicht  die  zweite  Kralle 
darstellt  (vgl.  Fig.  1C). 


mm  (9);  das  cf  von  Sumatra  (s.u.)  1st  gi*6sser 


Ulmer  :  Ephemeroptereii. 


31 


bci  A.  arnpla  Etn.,  mit  mattbraunen  Adem ;  der  Apikalrand  dcs  Vorderfliigels 
ist  nicht  bogig  ausgeschnitten ;  die  Queradern  in  der  Region  des  Apikalrandes 
ziemlich  zahlreich  und  deutlicher  als  bei  A.  tenera  Etn.  Schwanzborsten 
graubraun  (nach  Eaton  subtestaceous),  behaart  und  an 
den  Gelenken  der  mittleren  Partic  mit  einigen  abste- 
henden  langeren  Haaren.  Genitalfusse  (Fig.  3)  gelb; 
die  Basis  des  Basalgliedes  mit  etwas  stumpferem  Innen- 
fortsatz  als  bei  A.  arnpla  Etn.,  im  iibrigen  wie  dort. 

X.  Sternit  etwas  weniger  tief  und  ganz  halbkreisformig 
ausgeschnitten  (Fig.  3) ;  Penisloben  kurz  dreieckig, 
vielleicht  etwas  breiter  als  bei  genannter  Art,  vor  dem 
abgesctzten  Apex  eingeschniirt  (Fig.  3). 

9  (trocken) :  Pronotum  in  der  Mittellinie  mit 
breiterer,  graugelber  Langsbinde ;  Mesonotum  ganz 
braunschwarz,  Beine  ganz  gelb,  Schwanzborsten  gelb- 
lichweiss,  ohne  liingere  Haare;  Fliigel  vielleieht  etwas 
mehr  grau. 

Korperlangc  19-26  mm  (tf),  21  mm  (Q);  hange7e’s  ^“''ventral. 

Lange  dcs  Vorderfliigels:  22 — 25  mm  (cf),  23  mm 

(9);  Fliigelspannung  also  etwa  47 — 54  mm(cf),  50  mm (9)  ;  Schwanzborsten: 
60 — 70  mm  (cf  ),  9 V2 — 10  mm  (9)* 

Material :  2  cT  (sehr  alt),  Java,  Museum  Brussel.  —  19,  Borneo  Museum 
Berlin. 

Ileimat :  Java  und  Borneo. 

3.  Anagenesia  tenera  Etn. 

Palhigenia  tenera  Eaton,  Rev.  Monogr.  1883,  p.  27,  t.  2,  f.  le. 

Von  dieser  Art  habe  ich  kein  Material,  auch  die  Type  habe  ich  aus  dem 
Leidener  Museum  nicht  erhalten  konnen,  so  dass  ich  nur  nach  der  kurzen 
Beschreibung  Eatons  und  nach  semen  Figuren  Mittelungen  geben  kann. 

c/  (trocken) :  Fliigel  dunkelgrau,  ohne  braunlichen  oder  gelblichen  Ton; 
Langsadem  und  starkere  Queradern  pechbraun  oder  schwarzbraun,  feinere 
Queradcrn  weisslich  oder  mit  weisslicher  Umsaumung  (in  reflektiertem  Lichte) ; 
Apikalrand  des  Vorderfliigels  nicht  ausgobuchtet,  die  Queradern  in  der  Region 
des  Apikalrandes  wrenig  zahlreich  und  sehr  undeutlich;  der  untcre  Ast  des 
Scktor  entspringt  dicht  h inter  der  Fliigelmitte  und  ist  daher,  ebenso  wie  die 
Mediagabcl,  verhaltnismassig  kurz.  Schwanzborsten  ahnlich  wie  die  Fliigel 
gefarbt,  mit  gleichmiissiger  Behaarung.  Beine  sehr  kurz  im  Vergleich  mit 
A.  javanica,  der  Hinterschenkel  nicht  liber  das  zweite  Ilinterleibsegment 
hinausreichend  (') ;  Vorderbeine  weisslich  (?)>  Hinterschenkel  etwa  ockergelb. 
Genitalanhange  hell  scherbenfarbig. 

(1)  Dasselbe  ist  allerdings  auch  der  Fall  bei  meinen  Exemplaren  von  A.  java - 
nica  Etn. 


Fig.  3.  ^lna^cwcsia^ara- 
nica  Etn.  (Museum 

Rn'issAh  rj-Anilalan. 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


&2 


Korperlange:  17  mm;  Lange  des  Vorderfliigels:  etwa  18  mm  (?); 
Schwanzbonsten :  etwa  55  mm. 

Material: - 

Ileimat:  Ostjava. 

4.  Anagenesia  picta  Gravel. 

Palmgenia  (Anagenesia)  picta  Gravely,  Rec.  Indian  Mus.  XVIII.  3.  p. 
140,  t.  20,  f.  24 — 25. 

,  \ 

Anch  von  dieser  Art  habe  ich  kein  Material,  so  dass  wir  ganz  auf  die 
kurze  Beschreibung  und  die  Figuren  Gravely ’s*  angewiesen  sind. 

(trocken) :  Korper  im  allgemeinem  kraftig  rotlich-  oder  gelblichbraun 
gefarbt;  der  Kopf  zwischen  den  Augen  mehr  oder  weniger  schwarz,  ausge- 
nommcn  cine  stark  ausgepragte  braune  Mittellinie  auf  dem  Scheitel;  das 
Pronotum  kontrastiert  in  seiner  verhaltnismassig  hellen  Farbung  auffallig  mit 
dem  dunklen  Kopfe  und  Mesonotum ;  letzteres  ist  fast  gleichmassig  schwarz; 
die  Hinterleibtergite  sind  etwas  gedunkelt,  mit  Ausnahme  der  schmalen 
helleren  Hinterrander.  Fliigel  weisslich,  mit  gelblichen  Adern;  Vorderfliigel 
mit  dunkel  gebraunten  Randern,  besonders  am  Costalrande  und  am  Apex; 
im  Vorderfliigel  scheinen  auch  die  Queradern  in  der  Apikalregion  und  die  (in 
Gravely ’s  Figur,  1.  c.  f.  24,  sehr  zahlreichen)  abgekiirzten  Zwischenraumadern 
deutlich  zu  sein ;  der  untere  Ast  des  Sektor  und  die  Mediagabel  sind  lang; 
Sul>eosta  und  Radius  sind  in  ihrer  ganzen  Lange  deutlich  sichtbar.  An  den 
Genitalfiissen  ist  das  letztc  Glied  sehr  deutlich  kiirzer  als  das  vorlctzte. 

fiber  die  Grossenmasse  sagt  Gravely  nur,  die  Art  soi  etwas  grosser  als 
A.  lata  Walk.;  fur  letztere  Art  gelten  folgende  Masse;  Korperlange:  22  mm; 
Vorderfliigel:  23  mm;  Schwa n zborst en :  etwa  70  mm. 

Material: - 

Ileimat:  Sarawak  auf  Borneo. 

Familie  Polymitarcidae. 

5.  Polymitarcys  indicus  Piot. 

Palingenia  indica  Pictet,  Hist.  Nat.  iSphem.  1843 — 1845,  p.  151,  t.  13,  f.  4. 

Polymitarcys  indicus  Eaton,  Rev.  Monogr.  1883,  p.  47 ;  Ulmer,  Not. 
Leyden  Mus.  XXXV.  1913,  p.  102,  f.  1;  Lestage,  Ann.  Soc.  Ent.  Belgique 
LX  I.  1921,  p.  212. 

syn.  Polymitarcys  australis  IIagen,  Stett.  Ztg.  IIj.  1888,  p.  231. 

syn.  Anagenesia  Grecni  Banks,  Proc.  Acad.  Nat.  Sci.  Philadelphia.  1915, 
p.  G12. 

cf  (trocken) :  Den  hellen  Exemplaren  von  Polymitarcys  virgo  Oliv.  und 
P.  Savignyi  Pict.  vollkommen  ahnlich ;  Kopf  oben  braun,  Pronotum  hcllgrau- 


Ulmeu:  Ephemeropteren. 


33 


gelb,  Mesonotum  dunkler,  mchr  braunlich,  ebenso  das  Mctanotum;  Mesonotum 
ohnc  dunklere  Langsstreafen ;  Hinterleib  weisslichgelb,  die  Oberflache,  be- 
sonders  der  hinteren  Segmente,  schwaeh  grauviolett  iiberschattet,  die  Hinter- 
randsaume  aller  Tergite  weisslich.  Beine  uiid  Fliigel  wie  bei  P.  virgo,  die 
Adorn  weiss  (*),  Subcosta  und  Radius  des  Vorderflugels  nur  ganz  schwaeh 
violett;  im  Analraume  1  liegen  5  eingeschaltcte  Langsadem,  von  denen  die 
fiinfte  iin  linken  Fliigel  (mil*  liegt  nur 
1  Exemplar  vor!)  unregelmassrig  gestaltet  ist. 

Letztes  Glied  der  Genitalfusse  nur  halb  so 
lang  wie  vorletztes  (Figur  4),  die  Gliederung 
zwischen  diesen  kurzen  Endgliedem  undcut- 
lich ;  zwischen  dem  Basalglied  und  deni  zwei- 
ten  (langcn)  Gliede  sclicint.  noch  ein  kurzes 
Glied,  undeutlich  abgcsetzt,  eingeschaltet 
zu  seiu. '  Penis  (Fig.  4)  mit  sehr  schlanken 
Loben,  deren  Apex  hakenformig  gebogen  ist. 

X.  Sternit  (Fig.  4)  in  der  Mitte  etwa  so  lang 
wie  das  Basalglied  der  Genitalfusse. 

9  (1 2)  (oder  Subiinago-  9  ?) :  Kopf 

oben  graugelb,  aber  in  wciter  Ausdehnung 
schwiirzlich  iiberschattet;  Pronotum  grau 
mit  violettem  Tone;  ^lesonotum  und  Meta- 
notum  ockergelb,  der  Hinterrandvorsprung 
schwarzlich  umrandet ;  Mesonotum  mit  5 
Langsstreifen  wie  bei  P.  Savignyi  Pict.,  der 
inittlere  sehr  fein  und  undeutlich,  die  seit- 
lichen  sehr  dunkel.  Hinterleib  ockergelb,  alle  Tergite  mit  breiten  dunkelgrau- 
violetten  Hinterrandsaumen,  die  sich  in  der  Mittellinie  nach  vorn  fortsetzen,  so 
dass  bei  stark  ineinandergeschobcncn  Segmenten  cine  breite  dunklc  Langsbinde 
auf  dem  Abdomen  erscheint.  Seliwanzborsten  weiss.  Beine  weiss,  die  Vorderbeine 
ockergelb,  Schenkel  und  Schiene  aussen  schwarzlich.  Fliigel  durchscheinend, 
matt,  weisslich,  Adern  weisslich,  Vorderfliigel  am  Costal rande  dunkler,  da  die 
drei  ersten  Liingsadern  und  manchmal  auch  die  dazwischen  liegenden  Zwdschen- 
raume  (bis  etwa  zur  Pterostigma- Region)  schwaeh  violettgrau  sind.  Im 
Analraume  4  bis  5,  selten  6  Langsadem.  Die  Borneo-Exemplare  (die  sicher 
Subimagines  sind),  haben  die  Fliigel  iiusserst  schwaeh  grauviolett  und  die 
Adern,  besonders  die  Queradern,  noch  dunkler  als  die  Membran;  iihnlich  auch 


(1)  Aber  bei  gewisser  Beleuchtung  hellgrau violett. 

(2)  Ich  erinnere  mich  nicht,  ein  Polymitarcys  -9  gesehen  zu  haben,  an  welchem 
der  Hinterrand  der  Flugel  frei  von  Bewimperung  gewesen  ware;  auch  eine  abgeworfene 
Subimaginalhaut  des  V  habe  ich  noch  nicht  gesehen;  haufiger  dagegen  vom  .  Es 
scheint,  als  ob  die  alteren  Beobachtungen  (Palm6n)  liber  die  Nichthautung  des  Poly - 
mitarcys  -  9  richtig  sind. 


Fig.  4.  Pohjmitarrys  indicus  Pict. 
(Museum  Berlin),  Genitalanhange 
des  cf ,  ventral. 


3 


34 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


das  kleinc  Subim.  9  aus  Java,  Coll.  Jacobson  (cfr.  Not.  Leyden  Mus.  1.  c.), 
No.  3124,  das  sich  jetzt  in  meiner  Sammltmg  befindet. 

Korperlango  10  mm  (c f),  12 — 14  mm  (9);  Lange  des  Vordcrflugels:  10 
mm  (c?)i  13 — 15  mm  (9)j  Fliigelspannung  also  etwa  21^  mm  (cf),  28 — 32 
mm  (9)>  Schwanzbonsten :  etwa  28  mm  (cf);  bcim  9  ljango  der  seitlichen 
Borsteoa  15 — 16  mm,  dor  mittlcren  Borstc  10  mm. 

Material:  Im  Museum  Wien  die  Type  Pictet’s  (9  Subimago),  Ind. 
orient.  —  Im  Museum  Berlin  1  a",  7  9  Subim.,  Cochinehina,  am  Mekong. 
Lichtfang,  Friederichs  leg. ;  dort  femer  2  9  Subim.,  Banguey,  Nord-Bomeo, 
Staudinger.  —  In  Coll.  Ulmer  1  9  Subim.  (trocken)  und  3  9  Subim.  (in 
Spiritus),  Java,  E.  Jacobson  leg. 

Heimat:  Ost-Indien  (Fcstland  und  Inseln:  Java,  Borneo,  Ceylon). 

N.B.  Die  Nervatur  des  Analraumes  I  variiert  also  auch  ahnlich  wie  bci 
den  anderen  Arten;  meist  sind  4 — 5  oingeschalteto  Langsadcm  vorhanden, 
manchmal  noch  cine  sechste  kurze. 

Die  Type  Pictet’s  hat  die  Abdominalsegmente  stark  zusammengeschoben, 
der  Riicken  des  Hinterleibes  ist  ganz  dunkel;  doeh  sieht  man  mit  der  Lupe 
auf  den  voixleren  Segmenten  seitlich  die  hellere  Grundfarbe  niiher  dem 
Vorderrande  hervortreten.  Die  Exemplarc  dcr  Coll.  Jacobson  (siehe  Not. 
Leyden  Mus.  1.  c.),  von  denen  ich  jetzt  drei  besitze,  befinden  sich  in  Alkohol, 
die  Farbe  des  Hinterleibes  ist  wie  bei  der  Type,  nur  tritt  auf  alien  Segmenten 
die  helle  Grundfarbe  nahe  dem  Vorderrande  iiberall  hervor;  die  hellere  Seiten- 
partie  des  Pronotum  wird  von  der  dunkleren  Mittelpartie  durch  eine  furchen- 
artig  vertiefte  dunklo  Langslinie  getrennt,  die  auch  an  der  Type  erkennbar  ist. 
Pictet’s  Type  hat  im  Analraume  dcs  linken  VorderflugeLs  5  gut  ausgebildete 
Langsadcm,  im  rechten  Vorderfliigcl  nur  4  und  unregelmassig  gestaltete 
Anfange  der  fiinften.  —  Wahrscheinlich  ist  P.  australis  Hag.  nicht  von 
P.  indicus  Pict.  zu  trennen;  in  der  durch  Hagen  gegebenen  Beschreibung 
(Stett.  Ztg.  1.  c.)  finde  ich  keine  wesentlichen  Unterschiede  gegen  P.  indicus . 
Ebenso  auch  rcchne  ich  „Anagenesia”  Greeni  Bks.  (Proc.  Ac.  Sci.  Philadel¬ 
phia  1.  c.)  zu  P.  indicus;  keines  der  von  Banks  gegebenen  Merkmale  wider- 
spricht,  im  Gegentcil,  diese  Kennzeichnung  passt  viel  besser  hierher  als  zu 
Anagenesia;  Beine,  Genitalorganc  ete.  sind  ja  leider  nicht  beschrieben;  wahr¬ 
scheinlich  ist  sein  Material  ini  Subimaginalzustande  (9  ?)  gewesen.  —  Auch  ein 
von  Eaton  (Journ.  Asiat.  Soc.  Bengal,  LX.  1891,  p.  408’)  als  Polymitarcys  sp. 
bezeichnetcs  9  wird  hierhergehoren ;  es  unterscheidet  sich  von  P.  indicus  Pict. 
in  der  Farbung  von  Brust  und  hinteren  Beinen;  weiter  findet  sich  keine 
Angabe;  es  war  bezeichnet  „Raneeganj”. 

6.  Povilla  Corporaali  Lest. 

Astlienopus  Corporaali  Lestage,  Ann.  Soc.  Ent.  Belg.  LXII.  1922,  p.  145. 


Ulmer  :  Epliemcroptcrcn. 


35 


Fig.  5.  Povilla  Oorporaali  Lest* 
(Coll.  Jacobson),  Kopf  und 
Prqnotum  des  2,  dorsal. 


cT  :  unbekannt. 

9  (trocken  uiul  in  Spiritus) :  Kopf  mattschwarz,  vor  den  Ozellen  und 
an  der  Unterflache  gelblich  oder  schmutziggraugelb ;  Augen  schwarz,  etwa  % 
so  gross  wie  die  Entfernung  zwischcn  ihnen 
(Fig.  5) ;  Fiihler  schmutziggraugelb.  Pronotum 
(Fig.  5)  sehr  kurz  und  breit,  ldirzer  als  der 
Kopf,  russbraunlich,  an  den  Seiten  mehr  gelblich ; 

Mesonotum  schwarz,  in  der  Mittelzone  bcider- 
seits  der  Mittelnaht  russbraunlich;  Metanotum 
schwarzlich,  init  russbraunem  Unterton.  Unter¬ 
flache  der  Brust  hellrussbraunlich  oder  gelblich. 

Ilinterleib  oben  viol  ett  schwarz,  matt,  unten 
gelblich  oder  gelblichgrau ;  uber  der  Seitcnlinic 
(bei  trockencm  Exemplar)  verwaschene  rot- 
braune  Flccke.  Schwanzborsten  sehr  kurz, 
kaum  1  anger  als  das  letzte  Hinterlcibsegment,  die  Mittelborste  Yi  lang  wio 
die  Seitenborstcn  (nach  Ldestage)  ;  ihre  Farbe  ist  schmutzigweiss.  Beine 
gelblich  (sehniutziggelblich),  Hiifte  und  Schenkelring  aussen  gebriiunt,  bei 
trockencm  Exemplar  auch  Schenk  el  und  Schiene  aussen  dunkel  (schwarzrbt- 

lich) ;  die  Heine  sind  alle  sehr  kurz  (Fig.  6  A,  B) ; 
Vorderbein  (Fig.  A)  etwa  so  lang  wie  Kopf  und 
Pronotum  zusammen,  Mittelbein  nicht  lunger  als 
das  Metasternum  und  Hinterbein  (Fig.  6B)  etwa 
so  lang  wie  die  drei  ersten  Abdominalstemite  zu¬ 
sammen;  jNIittclbein  etwas  kleiner  als  Hinterbein, 
sonst  gleich  gebaut.,  Schenkelringe  an  beiden 
Paaren  verlangert;  an  alien  Beinen  sind  Schiene 
und  Tarsus  verkiunmert,  letztere  kaum  gcgliodert 
und  krallenlos.  Vorderfliigel  etwas  schlanker  als 
bei  Povilla  adust  a  Nav.,  der  Apex  etwas  mehr 
vorspringend ;  die  Membran  ist  zweifarbig,  die 
basale  Flugclhalfte  ist  intensiv  dunkelviolett 
gefarbt,  die  apikale  Halfte  farblos;  die  Grenze 
zwisehen  beiden  zieht  von  der  Mitte  des  Costal- 
randes  bis  etwa  zur  Miindung  der  Analader  I 
in  einem  apikalwjirts  konvexen  Bogen,  etwas  unregelmassig,  quer  durcli  den 
Fliigel ;  Costal-  und  Sul>costalraum  sind  auch  in  der  apikalen  Halfte  schwacli 
violett  getont,  der  Costalraum  in  %  seiner  Lange  (von  der  Basis  an)  sogar 
ganz  dunkelviolett;  die  Langsadem  sind  sehr  kriiftig,  scliwarzviolett  auf  der 
dunklen  Partie  des  Flugels,  allmahlich  heller  werdend  apikalwarts;  die 
Quemdern  sind  feiner,  etwas  heller  dunkelviolett,  in  der  apikalen  Partie  nur 
schwach  violett grau,  nahe  dem  Apikalrande  sehr  fein  und  fast  farblos;  der  Sek- 
tor  gabelt  sich  deutlich  spater  als  die  Media,  deren  Tcilung  sehr  nahe  der  Basis 


Fig.  6.  Povilla  Oorporaali 
Lest.  (Coll.  Jacobson),  Beine 
des  A.  Vorderbein; 

B.  Hinterbein. 


36 


Treubia  Yol.  VI,  1. 


liegt;  die  2  langen  Zwischenraumadern  im  Analraume  I  (Fig.  7A)  entspringen 
genau  so  wie  bei  P.  adusia,  also  Zwischenraumader  1  aus  Ax  und  alii 

gleiclier  llohe  Zwischen- 
raumadcr  2  aus  A2 ;  der 
Raum  zwischen  den  beiden 
Zwischenraumadern  verbrei- 
tert  sich  distal  warts,  und 
die  zweite  biegt  im  Bogcn 
kurz  vor  dem  Fliigelrandc 
zu  diesem  hin  uni ;  die 
Queradem  des  Aussenran- 
des  (Fig.  7  B,  C)  bilden 
manchinal  mil  kleinen  Ein- 
schaltadern  ein  Zellennetz 
oder  biegen  nach  dem  Rande 
hin  um,  so  sclbst  zu  Ein- 
schaltadem  werdcnd.  Die 
Hinterflugel  sind  ebenfalls 
zwcifarbig,  ihre  Membran 
B.  ein  Teil  des  Aussenrandes;  C.  Aussenrand  (nach  bis  liber  die  Mitte  hinaus 
Zeichnung  des  Herrn  J.  A.  Lestage).  dunkelviolett  gefarbt,  die 

apikale  Partie  ist  farblos;  die  Adorn  sind  wie  im  Vorderfliigel  gefarbt,  die  Ner- 
vatur  wie  bci  P.  adusia,  die  Queradern  zahlreich  und  am  Aussenrande  eben¬ 
falls  teilweise  Zellennetze  bildend. 

Korpcrlange:  14 — 15  mm;  Lange  des  Vorderflugels :  22  nun;  Fliigel- 
spannung*  also  etwa  46  mm ;  Schwanzborsten :  lJ/2  mm. 

Material:  1  9  (in  Spiritus),  Lant  Tawar  (Laulo),  Simalur,  VIII.  1913, 
„tot  auf  dem  Wasser  treibendM,  E.  Jacobson  leg.,  in  Coll.  Jacobson. 

Hoimat:  Java,  Simalur. 

N.B.  Erst  die  Bekanntschaft  mit  dem  cf  wird  dieser  Art  die  riehtige 
Stellung  zu  geben  erlauben.  Soviel  ich  sehe,  passt  die  Art  besser  zu  Povilla 
als  zu  Asthenopus ;  ganz  charakteristiscli  sind  in  dieser  Beziehung  an  meinem 
Exemplare  die  beiden  Zwischenraumadern  im  Analraume  I;  das  Exemplar, 
welches  Lestage  besitzt,  ist  vermutlich  in  der  Ausbildung  des*  Analraumes 
abnorm  gebaut;  wir  mussen  daran  festhalten,  dass  bei  Asthenopus  (ich  habc 
Material  von  Asth.  curtus)  die  grossen  Zwischenraumadern  bcide  von  Anal- 
ader  1  abhangig  sind,  wiihrend  bei  Povilla  die  cine  von  Analader  1,  die  audcrc 
von  Analader  2  entspringt ;  auch  die  reicliere  Ausbildung  der  Queradem  mit 
ihren  Zellen  und  kurzen  Einschaltadern  am  Aussenrande  ist  kein  Gegenbewcis 
gegen  meine  Ansicht,.da  bei  Povilla  adusta  Nav.  manchmal  ahnliches  auftritt; 
ich  habe  einige  9  9  der  letzteren  Art  aus  dem  Briisseler  Museum  vor  mir, 


Fig.  7.  Povilla  Corporaali  Lest.  (Coll.  Jacobson), 
Teile  vom  Vorderflugel  des  V;  A.  Analrogion 
(die  punktierten  Adern  sind  etwas  zweifelhaft); 


Ulmer  :  EpJiemeropteren. 


37 


vvclche  in  der  Randadcrung  nicht  sehr  verschieden  sind  von  P.  Corporaali .  — 
Leider  konnte  ich  von  den  Flugeln  der  vorliegenden  Art  kcin  vollstandiges 
Bild  geben,  da  sic  etwas  zerstort  sind;  doch  sind  die  wichtigsten  Teile  (Anal- 
raum  und  Ausscnrand)  deutlieh  erkennbar  (Fig.  7  A,  B) ;  Herr  Lestage 
erlaubte  mir,  cine  von  ihm  angefertigtc  Skizze  der  Aussen randpartie  seines 
Exomplares  mit  zu  veroffentlichen  (Fig.  7  C).  Die  von  Lestage  beschriebene 
sonderbarc  Bildung  <les  Pronotum  sehc  ich  als  durch  Austrocknung  entstandene 
Zufalligkeit  an. 


Familie  Potamanthidae. 

7.  Rhoenanthus  speciosus  Etn. 

Rhoenanthus  speciosus  Eaton,  Ent.  Month.  Mag.  XVII.  1881,  p.  192; 
Eaton,  Rev.  Monogr.  1884,  p.  81,  t.  9,  f.  15. 

cT  (trocken) :  Kopf  oben  braunlich  (die  grossen  Augen  verdecken  fast 
die  ganze  Kopfflache) ;  Pronotum  gelbbraunlich,  aber  sowohl  in  der  Mitte  wie 
an  der  Seite  mit  breitem  schwarzlichen  Langsstreif,  so  dass  von  der  Grund- 
farbung  nicht  viel  freibleibt;  Mesonotum  braunockerfarbcn,  mit  braunschwar- 
zer  Mittcllinie  und  brauiischwarzem  Seitenstreif,  der  undeutlicher  werdend 
hintcr  der  Fliigclwurzcl  allmahlich  verschwindet ;  Metanotum  braunockcrfar- 
ben.  Hinterleib  oben  gelbbraunlich,  purpurn  gctont,  unten  hell  ockergelb. 
Schwanzborstcn  wcissliehgelb,  an  den  Gelenken  purpurn  oder  schwarzpurpum 
(bis  violettschwarz)  schmal  geringelt.  Beine  hellgelb;  am  Vorderbeine  ist  der 
Apex  des  Schenkels  braunlich,  beide  Enden  der  Sehiene,  bcsonders  der  Apex, 
ferner  das  erste  Tarsalglied  und  die  Gelenke  der  anderen  Tarsalglieder  sind 
rotpurpum  oder  schwarzpurpum ;  hintere  Beine  an  dem  Apex  der  Tarsal¬ 
glieder  sehr  schmal  purpurn.  Am  Vorderbeine  (nach  Eaton)  ist  die  Sehiene 
liber  1%  mal  so  lang  wie  der  Schenkel,  der  Tarsus  etwa  %  so  lang  wie  die 
Sehiene ;  am  Mittelbeine  ist  die  Sehiene  etwa  IV2  mal  so  lang  wie  der  Schenkel, 
der  Tarsus  fast  %  so  lang  wie  die  Sehiene;  am  Hintcrbeine  ist  die  Sehiene 
etwa  lVr>  mal  so  lang  wie  der  Schenkel,  der  Tarsus  etwa  so  lang  wie  die 
Sehiene;  Krallen  des  Vorderbeines  ungleich.  Fliigel  farblos,  aber  sehr  deutlieh 
purpurn  (,,sanguineous,>  nach  Eaton)  oder  (bei  dem  Sumatra-Exemplare) 
goldigbraun  und  ockerfarben  geflcckt;  die  Adern  sind  hell,  aber  fast  alle 
Queradem  und  die  Langsadern  im  Bereiehe  der  Flecke  dunkel;  im  Vorder- 
fliigel,  der  verhaltnismassig  schmal  ist,  sind  Costa,  Subcosta  und  Radius  nebst 
den  dazwisehen  liegenden  Queradem  und  den  meisten  der  unmittelbar  fol- 
genden  Reihe  purpurn  oder  goldbraun;  zahlreiehe  der  genannten  Queradern 
sind  von  einem  breiten  purpurnen  oder  goldigbraunen  Saum  umgeben,  einan- 
dcr  benachbarte  Saume  flicssen  immer  zusammen,  so  dass  im  Costalraume 
etwa  6  bis  7  von  einander  getrennte  Flecke  entstehen,  der  Subcostalraum  fast 


38 


Treubia  Yol.  VI,  1. 


ganz  getont  ist  und  im  Radialraume  etwa  2  bis  3  Flecke  entstcben;  liber  die 
Flache  ziehen,  von  jenen  dunklen  Flecken  des  Radialraumes  ausgehend,  einige 
unregelmassige  griingelbe  Querbinden,  eine  etwa  in  der  Mitte,  eine  abgeklirzte 
weiter  basal  und  eine  dritte  nahe  deni  Apikalrande;  zwischen  diescr  letzteren 
und  dcr  Mittelbinde  licgt  noch  cin  teilweise  daniit  verbundener  grosser  un- 
regelmassiger  Fleck  gleicher  Farbung;  die  Queradern  in  der  Pterostigma- 
Region  sind  gerade  und  nicht  dicht  gedrangt,  selten  gegabelt;  vor  der  Bulla 
liegen  im  Costalraume  etwa  12  bis  16,  hinter  ihr  etwa  23  bis  28  Queradern. 

Der  Hinterfliigel  besitzt  einen  starkeu 
Vorsprung,  seine  grosste  Breite  liegt 
etwa  in  der  Mitte;  dieser  Fliigel  ist  fast 
ganz  griinlicligelb  getont,  zcigt  nur  wenigc 
farblose  Flecke  auf  der  Scheibe,  und  eine 
grosse  Zahl  der  dunklen  Queradern  ist  pech- 
braun  umsaumt,  so  dass,  besonders  in  der 
Mitte,  eine  dunkle  Zeichnung  entsteht ;  Sub- 
costalraum  mit  etwa  9  bis  10  Queradern  vor 
dcr  Maschenbildung.  Genitalfiisse  (Fig.  8, 
9)  mit  2  schr  kurzen  Endgliedem;  der  Pe¬ 
nis  ganz  gespalten;  Penisloben  eine  stumpf- 
dreicckig  zugespitzte,  ventral  etwas  ausge- 
hohlte  Platte  bildend,  deren  Seitenrand  leis- 
tenformig  erhaben  ist  und  deren  Spitze 
durch  eine  gebagene  Querleiste  von  dem 
grossen  Basalteil  abgetrennt  ist  (Fig.  8) ; 
lateral  sind  die  Loben  dreieckig  zugespitzt 
und  haben  eine  breite  Basis  (Fig.  9). 

9  (trocken)  :  Ahnlich,  etwas  weniger  deutlich  gezeichnet. 

Subimago  (trocken) :  Fliigel 
weisslich,  mehr  oder  weniger  sehr 
hell  gelblich  getont  entlang  dem 
Hinter-  und  Aussenrande;  die  meis- 
ten  Queradern  zwischen  Costa  und 
Analader  des  Vorderfliigels  blutrot 
umsaumt. 

Korperlange :  13  mm  ((f),  16 
nun  (9)J  Lange  des  Vorderfliigels : 

H  ^  mm  (c^),  mrn  (9),‘  Fig.  9.  Rhoenanthus  speciosus  Etn.  (Museum 

Fliigelspannung  also  etwa  23—25  Berlin),  Genitalanli&nge  des  cf ,  lateral, 
mm  (rf),  34  mm  (9);  Schwanz- 
borsten  25 — 28  nun,  Mittelborste  1  mm  ((f). 

Material:  1  (f ,  Sumatra,  Hartert  leg.,  im  Museum  Berlin.  —  lef ,  Perak 


Fig.  8.  Rhoenanthus  speciosus  Etn. 
(Museum  Berlin),  Genitalanhange 
des  cf  >  ventral. 


Ulmer  :  Ephcmeroptcrcn. 


39 


(Kwala-Kangsar) ,  II.— III.  1900,  B.  Jaciian  vend.  13.  VII.  1900  im  Museum 
Hamburg. 

Ilcimat:  Sumatra  und  Java,  ferner  Hinter-Indien  (Malaiische  Ilalbinsel). 

Familie  Leptophlebiidae. 

8.  Thraulus  exiguus  Etn. 

Thraulus  exiguus  Eaton,  Rev.  Monogr.  1884,  p.  108’,  t.  13,  f.  20  #2; 
Ulmer,  Not.  Leyden  Museum.  XXXV.  1913,  p.  105  (ohne  Beschreibung). 

cf  (in  Spiritus) :  Obcrcr  Abschnitt  der  Augen  gelbbraun  bis  dunkcl- 
braun,  unterer  schwarzlich.  Brust  liellrostbraun  oder  dunkel  gelbbraun;  Ilin- 
terleib  gut  gezeichneter  Exemplare  auf  Segment  II  bis  VIII  durclischeinend 
liellgelblich  und  mit  deutliehen  grossen  grauschwarzen  Fleckcn  geziert,  welche 
die*  Vorderpartie  dcr  Tergite  freilassen;  diese  Fleeko  haben  etwa  dieselbe 
Gestalt  wie  bei  Thr.  Valdemari  E.  Pet.  ;  sic  schliessen  sich  an  den  Ilinterrand 
der  Tergite  an,  ihre  vordere  Seitenccke  ist  stark  vorgezogen,  so  dass  zwischen 
diesem  Vorsprung  und  dem  Hauptkorper  der  Figur  ein  heller  Raum  freibleibt; 
parallel  dem  genannten  Vorsprunge  zicht.  auf  der  Seitenlinie  vom 
Stigma  nach  vom  noeh  ein  schmaler  schwarzer  Streif  (Fig.  10) ; 
die  Unterflachc  des  Hinterleibes  ist  auf  den  genannten  Segmenten 
nicht  gezeichnet,  liellgelblich ;  die  Segmcntc  I  und  IX  bis  X  sind 
nicht  durchscheinend,  das  erstere  oben  ganz  grauschwarzlich, 
unten  gelblich,  die  beiden  letzten  oben  gelbbraun,  grauschwarz¬ 
lich  ubertuscht,  unten  mchr  gelbbraun  (*).  Vorderbeine  gelblich- 
grau,  Vordertarsus  mehr  hellgraugclblich,  hintere  Beine  weisslich; 
alle  Schenkel  mit  schr  breitem  schwarzlichem,  nicht  ganz  scharf 
begrenzten  Bande  in  der  Mitte,  auch  der  Apex  der  Schenkel  und 
die  Basis  der  Schiene  schwarzlich.  Schwanzborsten  unrein  gclb- 
lich,  die  Gelenke  braun,  doch  nimmt  diese  braune  Ringelung 
immer  mchr  ab  und  verschwindet  schliesslich  ganz.  Fliigcl 
durchsichtig,  farblos,  nur  der  Costalraum  und  der  Subcostalraum 
des  Vorderfliigels  mit  ausserst  schwacher  braunlicher  Tonung, 
die  manchmal  auch  vollig  verschwindet;  Wurzel  des  Vorderfliigels 
graubraunlich  in  der  Umgebung  der  grossen  Qucrader;  Adem 
gelbbraun,  mit  Ausnahme  der  Adern  in  der  Analregion  und 
der  Queradern  auch  schon  in  der  Cubitalregion  mit  der  Lupe 
iiber  weissean  Untcrgrunde  deutlich  sichtbar;  die  in  genannten 
Regionen  befindliehen  Adern  sieht  man  nur  in  durchfallendem 
Lichte.  Vorderfliigel  (Fig.  11)  im  Costalraum  mit  12  bis  13 
Queradern  liinter  dcr  Bulla,  alle  gcrade  und  einfach,  vor  dcr 

(1)  Bei  iiltercn  Spiritus-Exemplaren  (wie  (las  cf  meiner  Sammlung  von  Serna* 
rang)  verschwindet  die  Fleckenzeichnung  des  Hinterleibes  stark. 


Fig.  10. 
Thraulus 
exiguus  Etn. 
(Museum 
Buitenzorg), 
Abdomen 
des  cf, 
lateral. 


40 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Bulla  keine  Queradem.  Hintcr- 
fliigel  (Fig.  11)  verhaltnismassig 
lang  und  schmal,  der  Vorsprung 
des  Costalrandes  liogt  vor  der 
Mittc,  dort  finden  sich  im  Costal- 
raume  3  bis  4  Queradcm  beim 
Vorspruuge,  im  Subcostalraume  5; 
die  Aiialregion  schlecht  entwickelt. 
Die  Genitalfusse  (Fig.  12,  13,  14) 
sind  braunlichgrau,  das  Basalglied 
zeigt  in  der  basalen  Halfte  innen 


Fig.  11.  Thraulus  exiguus  Etn.  (Museum 
Buitenzorg),  Fiugel  des  rf  ;  der 
voll  ausgefiihrte  Hinterfliigol 
starker  vergrOssort. 


eine  kraftige  Verbreiterung,  die  auch  in 
Lateralansicht  (Fig.  13,  14)  schr  deutlich 
hervortritt;  das  Basalglied  ist  etwas 
starker  gebogen  als  bei  Thraulus  marginatus 
Ulm.  und  tiefer  ausgeschnitten  apikalwarts 
der  Verbreiterung  (ventral,  Fig.  12) ;  die 
beiden  Endglieder  sind  kurz,  unter  sich  etwa 
gleich  lang,  das  letzte  etwas  kiirzer,  maneh- 
mal  am  Apikalrand  schwach  ausgeschnit- 
ten;  der  PenLs  (Fig.  12,  13,  14)  ist  ver- 


Fig.  12.  Thraulus  exiguus  Etn. 
(Museum  Buitenzorg),  Genital- 
anhange  des  cf ,  ventral. 


Fig.  13.  Thraulus  exiguus  Etn.  (Museum  Buiten¬ 
zorg),  Gonitalanhange  des  c? ,  lateral. 


haltnismassig  gi’osser  als  bei 
bei  eben  genannter  Art, 
sonst  sehr  ahnlich,  am  Aus- 
senrande  vor  dem  Apex 
aber  nicht  eingezogen,  son- 
dem  von  dcr  Basis  an  mehr 
gleichmassig  verschmalert ;  an 
der  Ventralflache  findet 
sich  auf  jedem  Lobus  manch- 
mal  ein  dunMer,  anscheinend 
starker  chitinisierter  Punkt 
naher  der  Basis.  Das  letzte 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


41 


Sternit  (Fig.  12,  13,  14)  zeigt 
die  aj)ikale  Aussenecken  nicht 
so  zuriickwcichend,  die  Mitto 
der  Ventrallamello  1st  vorge- 
zogen. 

(trocken) :  Brust  oben 
gelblieh  pechfarbcn.  Hinterleib 
( onftlarbt )  schwarzbraunlich 
(„fuscescent y  ’) .  Hinterbeine 
weisslich,  die  Schenkel  in  der 
Mitte  sehr  breit  schwarz  ge- 
bandcrt,  der  Apex  der  Schenkel 
und  die  Basis  der  Schienen  auch 
schwarzlich,  die  Tarsen  etwas 
bernsteinfarben  oder  fast  scherbenfarbig.  Fliigel  durehsichtig,  farblos,  mit 
hell  pechbraunen  Adern;  Costal raum  des  Vorderfliigels  ohne  Queradem  vor 
der  Bulla,  mit  etwa  11  geraden,  einfachen  Queradem  in  der  Pterostigma- 
Region ;  in  der  Niihe  des  Aussenrandes  sind  die  Queradem  fehlend ;  im  Hin- 
terfliigel  finden  sieh  zwei  Queradem  im  Costal raume,  5  im  Subcost alraumc 
(nach  Eatons  Figur  1.  c.  t.  13,  f.  20  *2).  Die  Genitalfiisse  sind  nach  Eatons 
Figur  (1.  c.)  (igeschrumpft),  augenschcinlich  an  der  Basis  der  Grundgliedes 
verhaltnismassig  breit,  der  distale  Teil  des  Grundgliedes  ist  wahrse hen licli  am 
Innenrande  tief  ausgeschnitten,  jeden falls  viel  schmaler;  die  Penisloben  sind 
in  Ventral  ansi  cht  (Eatons  Figur,  1.  c.)  schmal  blattformig,  der  Apex  stuinpf- 
spitzig. 

9  unbekannt. 

Subimago  (in  Spiritus*) :  Sehr  ahnlich  der  Imago,  die  Fliigel  schwach 
getriibt,  graulich,  die  Zcichnung  des  Hinterleibes  deutlich. 

Korperlange:  G  mm;  Lange  des  Vorderfliigels:  6V2  nun;  Fliigelspannung 
also  etwa  14  mm;  Schwanzborsten  nicht  ganz  erhalten,  wahrscheinlich  etwa 
12  mm  lang. 

Material:  1  q  (in  Spiritus),  Semarang,  Java,  Edw.  Jacobson  leg.,  in 
meincr  Sammlung.  —  2  cT  (in  Spiritus),  Buitenzorg,  XI.  1919,  in  Museum 
Buitenzorg. 

Heimat:  Lahat  (Indien),  Java,  Sumatra. 

N.L.  Die  Form  der  Penisloben  (s.o.)  weicht  im  trockenen  Exemplar  (der 
T-yPe>  iibrigens  im  Leidener  Museum  1912  nicht  mehr  aufgefundcn  werden 
koiinte)  von  dem  Spiritusmaterial  ab;  die  V erschiedenheit  kann  aber  sehr  wohl 
aut  \  eranderung  infolge  Austrocknung  beruhen.  In  Coll.  Edward  Jacobson 
iinde  ich  noch  1  aus  Sumatra  (in  Spiritus),  Baiun,  Pad.  Bovenlanden, 

\  11.  1914,  etwas  grosser  (Vorderfliigel  7  mm),  mit  etwra  14  bis  15  Queradem 
im  Costalraume  hinter  der  Bulla,  sonst  aber  anscheinend  nicht  venscliicden. 


Fig.  14.  Thraulus  exiguus  Etn.  (Coll.  Ulmer), 
Genitalanhange  des  cT  ,  lateral. 


42 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


9.  Thraulus  marginatus  Ulm. 

Thraulus  marginatus  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913,  p.  103, 
f.  2—4. 


(in  Spiritus) :  Kopf  und  Brust  dunkelbraun  (bis  schwarzlichbraun), 
Brust  an  den  Seiten  mehr  rotlichpechfarben ;  obercr  Abschnitt.  der  Augen  tief- 
dunkelbraun,  unterer  schwarz.  Ilinterleib  entweder  glcichmassig  rotlich  pech- 
farben  nnd  dann  die  Ilinterrander  der  Segmente  und  die  Seitenlinie  schmal 
dunklcr,  —  oder  im  ganzen  mehr  gelb  (hell  isabellfarben)  und  dann  ausser  den 
grauschwarzen  Hinterriindem  und  der  grau schwarzen  feinen  Seitenlinie  noch 
auf  alien  Tergiten  mit  ausgedehnten  grauschwarzen  Figuren,  die  auf  Tergit 
III  bis  VII  (oder  VIII?)  cincn  langlichen  liellen  Fleck  einschliessen  und 
noch  am  Vorderrande  jcdes  Tergits  zwcimal  ausgeschnitten  sind 
(Fig.  15).  Schwanzborsten  an  der  Basis  braungelb  mit  schma- 
ler  schwarzer  Ringelung,  etwa  nach  dem  10.  Gliede  graugelb, 
die  letzte  Halfte  der  Schwanzborsten  noch  heller,  ungeringelt. 
Vorderbeine  dunkelbraun,  die  Schiene  mehr  durchscheinend  als 
der  Schenkel,  Tarsus  heller,  graugelb,  hintcre  Beine  hell  grau¬ 
gelb,  Schenkcl  hinter  der  Mitte  und  am  Apex  mit  je  einem 
dunkelbraunem  ziemlich  breiten  Bande;  Vorderschenkcl  nicht 
gebandert,  an  der  Basis  und  am  Apex  aber  dunkler  und  bis 
iiber  die  Mitte  hinaus  von  der  Basis  an  mit  dunklem  Langsstrich. 
Vorderflugel  (vgl.  Fig.  2  der  zitierten  Arbeit)  durclisichtig, 
fast  farblos,  ganz  schwach  braunlich,  Costal-  und  Subcostal- 
raum  dunkelbraun  (heller  oder  dunkler  umbrafarben),  nur  die 
basale  Region  des  Costalraumes  bis  zuin  Pterostigma  heller 
braun  getont;  Adern  iiber  weissem  Untergrunde  mit  blossem 
Auge  sichtbar,  braun.  Subcosta  und  Radius  kraftig,  die  andern 
Langsadern  fein;  vor  der  Bulla  im  Coslalraume  etwa  2  un- 
deutliche  Queradem,  hinter  ihr  noch  2  undcutliche  und 
7  bis  9  deutliche;  die  letzteren  sind  alle  einfach,  racist 
gerade;  im  Subcostalraume  u.z.  in  seiner  apikalen  Halfte 
3  deutlichere  und  3  undeutliche  Queradern ;  der  Radialraum  hat 


Fig.  15. 
Thraulus  mar¬ 
ginatus  Ulm. 
((’oil.  Ulmer, 
Typa), 

Abdomen  des 
cT,  lateral. 


5  Queradern,  von  denen  nur  die  3  mittlercn  dcutlich  sind; 


im  librigen  finden  sich  auf  der  ganzen  Fliigclflache  nur  noch 
4  weitere,  ziemlich  deutliche,  Queradern,  namlich  jc  cine  niiher 
der  Basis  in  den  auf  den  unteren  Hauptast  des  Sektor  folgenden 
Zwis'chenraumcn ;  die  Zwischenraumadern  zwischen  den  Astcn  des 
Sektor  und  der  Media,  wic  in  den  folgenden  Zwischenraumen  sind  un- 
verbuuden;  die  Media  ist  gegabclt,  der  Cubitus  ungegabclt  (da  die  folgenden 
2  Adern  frei  sind).  Der  Hinterfliigel  (Fig.  3,  1.  c.)  ist  farblos,  durehsichtig. 
die  Costa  und  Subcosta  braun,  alle  andern  Langsadern  farblos  und  sehr  un- 
dcutlich;  die  einzige  kriiftige  Langsader  ist  die  Subeosta;  der  Radius  ist  schon 


Ulmer  :  Ephemeroptercn. 


43 


in  seiner  Mitte  undeutlich  und  ebenso  auch  die  einzige  Analader;  4  oder  5 
undeutlichc  unverbundene  Langsadern  sind  ausserdem  noch  am  Rande  ange- 
deutet;  dcr  costale  Vorsprung  liegt  etwa  in  der  Mitte;  der  Costalraum  enthalt 
in  der  Gegend  dcs  Vorsp  rungs  1  bis  2  starkere  Queradern  und  weiter  basal 
noch  2  bis  3  schwachere;  im  Subcostalraume  sind  3  Queradern  vorhanden,  die 
nur  an  ihrem  subcostalen  Ende  deutlich,  am  radialen  aber  sclion  undeutlich 
sind.  Dio  Gcnitalfiissc  sind  dunkelpcch- 
braun;  in  Ventralansdcht  (Fig.  16)  ist  das 
Basalglied  an  der  Innenseite  ausgeschnitten, 
die  Basis  ist  breiter  als  die  distalen  zwei 
Drittel,  geht  aber  ziemlich  allmahlich  in  die 
schmalere  Partie  iiber;  lateral  (Fig.  17)  ist 
das  Basalglied  distalwarts  allmahlich  ver- 
schmalert;  die  zwei  letzten  Gliedcr  sind  sehr 
kurz,  das  Endglied  am  kurzesten,  stumpf 
abgerundet;  der  Penis  ist  in  zwei  Loben  gc- 
trennt,  die  dicht  nebeneinander  liegen,  sich 
apikalwarts  stark  verschmalern  und  vor  dem 
ctwas  knopfformig  abgesetzten  Ende  an  der 
Aussenkante  und  Unterflache  (Fig.  16,  17) 


Fig.  17.  Thraulus  marginatus  Ulm.  (Coll. 
Ulmer,  Type),  Genitalanliange  des  cT , 
lateral. 

Material 
leg.,  ferner  1 

Heimat :  Java. 


Fig.  16.  Thraulus  marginatus  Ulm. 

(Coll.  Ulmer,  Type),  Genital* 
hiinge  des  cT,  ventral. 

schwach  eingekerbt  sind ;  das 
letzte  Stcniit  hat  eine  abgerun- 
dete,  nicht  vorspringende  ausscrc 
Apikalccke. 

Q  unbekannt. 

Korperlange:  5  mm;  Lange 
dcs  Vorderfliigels:  4  bis  fast  5 
mm ;  Fliigelspannung  also  etwa 
9  mm  bis  IOV2  min ;  Schwanz- 
borsten :  10^4  mm. 


:  2  cT ,  Mula  (Gunung  Lewu),  Febr.  1911,  No.  2199,  Edw.  Jacobson 
cj",  Semarang,  Edw.  Jacobson  leg.,  in  mciner  Sammlung. 


N.B.  Die  Art,  die  bei  fliich tiger  Betrachtung  etwa  einem  Cloeon  margi- 
nale  Hag.  ahnelt,  ist  von  den  anderen  Thraulus- Arten  durch  die  geringe  Ent- 
wickelung  der  Queradern  im  Vordcrfliigel  und  aller  hinter  dem  Radius 
liegender  Adern  im  Hinterfliigel  getrennt. 


44 


Treubia  Vol.  VI,  1, 


Familie  Ephemerellidae. 


10.  Teloganodes  tristis  Hag. 

Clo'e  tristis  Hagen,  Verh.  zool.  bot.  Ges.  Wien,  VIII.  1858.  p.  476. 

Teloganodes  tristis  Eaton,  Revis.  Monogr.  1885.  p.  135,  t.  15,  fig.  24  bis. 

<3*  (aus  trockenem  Material  in  Spiritus  iibertragen) :  Kopf  nebst  den 
grossen,  oben  zusammenstossenden  Augen  schwarz ;  Pronotuin  dunkelbraun, 
schwarzlich  ubertuscht;  Mesonotum  und  Metanotum  kastanienbraun,  die  Nahte 
fein  selnvarz;  Unlerflache  dor  Brust  heller,  ockerbriiunlieh.  Hinterleib  ocker- 
gelb  bis  ockerbraun,  etwas  durehseheinend,  die  Hinterrander  der  Segmentc 
breiter  oder  schmaler  schwarzlich  getuscht  auf  der  Oberflache,  nicht  auf  der 
Unterflaehe,  die  im  ganzen  hell  erscheint.  Sch wan zborsten  weisslich,  die 

Gelenke,  mit  Ausnahme  der  ersten  3  oder  4, 
deutlich  schwarz  geringelt.  An  den  Beinen  (Fig. 
18)  sind  die  Schenkel  ockerbraunlich,  aber  stark 
schwarzlich  ubertuscht  (siehe  Q  !) ;  die  Schienen 
und  Tarsen  mehr  ockergelblich,  erstere  an  der 
Basis  und  am  Apex  schwarz;  am  Vorderbeine  sind 
ferner  alle  Tarsalgelenke  schwarz  geringelt.  Fliigel 
durchsichtig,  farblos,  mir  die  Umgebung  der  gros- 
sen  Querader  im  Vorderfliigel  deutlich  russbraun 
gewolkt;  die  Langsadern  kraftig,  die  Queradcrn 
schwacher;  die  Langsadem  sind  in  der  basalen 
Halfte  russbraun,  apifealwarts  allmahlich  etwas 
heller  werdend;  die  Queradcrn  sind  weisslich,  in 
dcr  basalen  Partie  und  im  Pterostigma  schwach 


Fig.  18.  Teloganodes  tristis 
Hag.  (Coll.  Ulmer,  Dansalan), 

Beine  des  cT  ;  A.  Yorder- 
bein;  B.  Hinterbein; 

C.  Ilindertarsus  starker 
vergrbssert. 

braunlich,  nach  dem  Apikal- 
rande  und  besondei's  nach 
dcin  Hinterrande  hin  sehr 
undeutlich;  im  Costalraume 
befinden  sich  vor  der  Bulla, 
nur  ganz  mideutliche  Spuren 
von  Quenidern,  h inter  der 
Bulla  etwa  10  deutliche 
Queradern,  von  denen  die  eine  oder  die  andere  gegabelt  sein  kann  (Fig.  19) , 


Fig.  19  Teloganodes  tristis  Hag.  (Coll.  Ulmer, 
Dansalan),  Fliigel  des  cf ;  der  eine  Hin- 
terfliigel  starker  vergrdasert. 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


45 


Der  Hinterfliigel  (Fig.  19),  dessen  Costal  vor- 
sprung  gross  uiul  abgestumpft  dreieckig  ist 
(mmnchmal  ist  die  Spitze  umgcklappt),  enthiilt 
im  Subcostalrauine  etwa  3  bis  G  Queradern; 
die  grosse  Sektorgabel  umschliesst  (ibei  den  mir 
vorliegeiulen  Bxemplaren  stets)  eine  lange 
Zwischenrauinader.  Gcnitaliiisse  und  Penis 
(Fig.  20,  21)  sind  hcllgelblich ;  Basalglied  der 
Gcnitalfiisse  ziemlich  kraftig,  apikalwarts  etvvas 
verschmalert,  etwa  so  lang  wie  Glied  und  111 
zusammen;  Glied  II  schlanker  (und  kiirzer) 
als  Glied  I,  Glied  111  sehr  kurz,  langlicli  cifor- 
mig;  die  Penisloben  sind  eng  aneinander 


Fig.  21.  Teloganodes  tristti  Hag.  (Coll.  Ulmer, 
Dansalan),Genitalanhiinge  ties  </ ,  lateral. 


Sternit  (Fig.  20)  hat  stark  vorspringende  Hinterecken. 


Fig.  20,  Teloganodes  tristis 
Hag.  (Coll.  Ulmer,  Dansalanj, 
Genitalanh&nge  des  cf , 
ventral. 

gepresst  und  bilden  zusammen 
einen  schlanken,  etwa  lanzettfor- 
migen  Korper.  Das  X.  St  emit 
(Fig.  20)  ist  kurz,  in  der  Mitte  des 
Hinterrandes  ntndlich  vorgezogen, 
die  Seitenteile  des  Hinterrandes 
sind  schwach  konkav;  das  IX. 


9  (trocken)  :  Der  gauze  Korper  pechschwarz  oder  kolilschwarz,  Kopf  und 
Brust  glanzend;  Ilinterlcib  matter,  die  Gelenke  der  Segmente  und  die  Un- 
terflache  mehr  peehbraun.  Schwanzborsten  braunlich-  oder  graulichweiss,  anit 
tiefschwarzen  Gclenken.  Beinc  sehr  dunkel,  ockerbraun  mit  pechschwarz  ge- 
mkeht,  die  Schenkel  last  ganz  schwarz,  nur  an  der  Basis  und  vor  deni  Apex 
mit  einem  ockerbraunen  rundlichen  Flee^kc  und  aucli  an  den  Kanten  ocker¬ 
braun  durchscheinend ;  die  Schienen  grossenteils  ockerbraun,  an  der  Basis  und 
am  Apex  breit  schwarz;  die  Tarscn  ockerbraun,  aber  breit  schwarz  geringelt. 
Fliigel  stark  durchscheinend  (fast  durchsichtig)  sehr  schwach  hell  rauchgrau 
getont,  Langsadem  kraftig,  Queradern  schwach;  die  Liingsadern  (ausser  an 
der  Fliigel wurzel,  wo  sie  pechfarben  sind),  die  Hander  der  Fliigel  und  in 
geringerem  Grade  die  Queradern  der  Pterostigma-Region  des  Vorderflugels 
sind  schwarz,  die  iibrigen  Queradern  des*  Vorderflugels  wenig  dunkler  als  die 
Membran;  im  Costalraume  vor  der  Bulla  koine,  hinter  ihr  im  Pterostigma  etwa 
9  Queradern,  die  meist  einfach  sind,  von  doncn  aber  auch  die  eine  oder  anderc 
gegabelt  sein  kann.  Der  Hinterfliigel  (Fig.  19)  hat  einen  sehr  deutlichen 
dreicckigen  Costalvorsprung,  der  Sektor  ist  oft  gegabelt. 


46 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Subimago  (trocken) :  Kopf  und  Brust  dunkel  ockerbraun  oder  pcchbraun, 
das'  Mesonotum  holler  als  das  Pronotum;  Hintcrloib  oben  grossenteils  dunkel- 
pechbraun,  die  Gelenke  der  Scgniente  und  die  gauze  Unterflache  des  Korpers 
heller,  etwa  ockerbraun  (matt).  Sehwanzborsten  hell  sepiagrau,  mit  scliwar- 
zen  Gelenken.  Beine  hell,  matt  dottergelb,  gcmischt  mit  pcchfarben ;  die  Basis 
und  ein  Band  oder  Fleck  vor  dem  Apex  der  Vorderschiene,  ferner  die  End- 
glieder,  Krallcn  und  apikalen  Hander  der  andern  Glieder  an  alien  Tarsen,  und 
endlich  alle  Schcnkcl  in  grosser  Ausdehnung  (s.o.,  Q )  pechbraun.  Fliigel 
durehscheinend,  talkartig,  von  kraftig  sepiabraun  iibergehend  in  russchwarz; 
Aderung  manchmal  von  gleicher  Farbung,  aber  manchmal  sind  vicle  Langs- 
adern  schwarz;  im  Costalraume  des  Vordcrfliigels  etwa  9  fast  gerade  einfache 
Queradern  in  einiger  Entfernung  von  der  Bulla  im  Pterostigma;  die  Quer- 
adern  im  ganzen  deutlicher  als  bei  der  Imago. 

Augen  im  Leben  schwarz. 

Subimago  (in  Spiritus) :  ahnlich  wie  vorher,  im  ganzen  etwas  heller. 

Korpcrlange  5  bis  6  mm;  Lange  des  Vorderfliigels:  7 — 8 y2  mm,  Fliigel- 
spannung  also  etwa  15- — 18  mm;  Schwanzborsten :  iiber  15  mm. 

Material:  IQ,  5  cf  Subim.,  Philippines  Dansalan  (Mindanao),  11.  II. 
1915,  resp.  Burancu  (Leyte),  30.  I.  1915,  Boettger  leg.,  in  meiner  Sammlung; 
doit  ferner  3  cf  und  10  Subim.  (in  Spiritus),  Dansalan,  7.  I.  1915,  5.  II.  1915, 
12.  II.  1915,  16.  II.  1915,  resp.  Burancu  (Leyte),  30.  IV.  1915,  Boettger  leg.; 
ferner  1  Subim.  Q  (in  Spiritus),  Java.  No.  2174,  E.  Jacobson  log. 

Heimat:  Java,  Philippinen,  Ceylon. 

Familie  Caenidae. 

11.  Caenis  nigropunctata  Klap. 

Caenis  nigropunctata  Klapalek,  Mitt.  Naturh.  Mus.  Hamburg.  XXII. 
1905.  p.  104;  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913.  p.  106,  f.  7. 

o'  (in  Spiritus) :  Kopf  dunkler  als  Brust,  braun,  schwarzlichgrau  iiber- 
tuscht ;  Fuhler  weisslieh,  aber  die  zwei  basalcn  Glieder  gelb,  dunkel  graubraun 
iibcrtuscht;  das  zweite  Glied  endigt  knopfforinig.  Pronotum  heller  als  Me¬ 
sonotum,  gelb,  schwach  grauschwarzlich  iibeituscht,  der  Hinterrand,  cine 
mittlere,  an  den  Hinterrand  anschliessende  Zone-  und  einige  kleinere  Parlien 
an  den  Seiten  und  in  der  Mitte  des  Vorderrandes  ganz  dunkel  (schwarz  die 
Hander,  grauschwarzlich  die  Flecke) ;  Mesonotum  und  Metanotum  gelbbraun 
oder  hcllbraun,  die  Nahtc  schwarzlich.  Hinterleib  gelblich  weiss,  aber 
alle  Tergite  sind  grauschwarz  iibcrtuscht,  so  dass  nur  die  Gelenke, 
schmale  Vorderrandsaume,  schmale  Seitenpartien  und  eine  Mittellinie 
(iiber  dem  Hiickengef^ss)  hell  bleiben ;  die  Unterflache  des  Hinterleibefe 
ist  meist  ganz  hell,  doch  konnen  auch  schwarzgraue  Querbinden  auf 


Ulmer  :  Eplicmeropteren.  47 


jcdem  Segment  auftreten;  diese  Querbinden  erreichen  dann  jederseits 
beinahe  die  Seitenlinie  und  fiillen  etwa  das  mittlere  Drittel  auf  jedem 
Sternit;  die  beiden  letzten  Segmente  (oben  wie  unten)  sind  meist  dunkler 
als  die  vorhergehenden,  gclb,  oft  grauachwarzlich  ubertuscht;  auf  der  Seiten- 
linio  hat  jedes  Segment  am  Stigma  einen  schwarzlichen  odcr  grauschwarz- 
lichen  langlichen  Fleck,  der  oft  sehr  auffiillig  ist.  Schwanzborsten  weiss,  un- 
geringelt.  Vorderbeine  graubraunlich  oder  hell  (schwarzlich-)grau,  der 
Schenkel  auf  der  Obcrkantc  dunkler,  vor  dem  Apex  grauschwarzlich  geringelt. ; 
hintere  Beine  heller  als  Vorderbeine,  besonders  die  Schienen  und  Tarsen;  die 
Sehcnkel  vor  dem  Apex  ebenfalls’  mit  eincm  grauschwarzlichen  Flecke.  Die 
Vorderbeine  zeigen  ein  normales  Langenverhaltnis  der  Glieder;  der  Sehcnkel 
ist  kaum  halb  so  lung  wie  die  Schiene  (diese  also  verhaltnismassig  lang), 
Schiene  etwa  l1/*  mal  so  lang  wie  der  Tarsus.  Fliigel  ziemlich  breit  eiformig, 
fast  durchsichtig,  kaum  graulich  getbnt,  nur  der  Costalrauni  und  der  Sub- 
costalraum  sind  schwach  braunlich;  Adem  iiber  weissem  Untergrunde  (bei 
Lupenbetrachtung)  braungrau,  Subcosta  und  Radius  tiefdunkelgraubraun ;  in 
durchfallendcm  Lichte  sind  die  Adern  weisslich,  nur  die  genannten  beiden 
dunkler,  graubraun;  Queradern  nur  in  durchfaUendcm  Lichte  erkennbar.  Die 
Genitalfusse  sind  grauweisslich  bis  grauschwarzlich,  langer  als  der  Penis,  die 
Spitze  abgesetzt  und  sehr  scharf;  Penis  augenscheinlich  ohne  Seitenloben. 

(trocken) :  Kopf  braunschwarz  ubertuscht;  Fiihler  weisslich,  die  2 
basalen  Glieder  gelblich,  graubraunlich  ubertuscht.  Pronotiun  gelblich, 
schwach  grauschwarzlich  ubertuscht,  mit  cinzelnen  schwarzlichen  kleinen 
Flecken  und  die  Rander  gleichfalls  schwarzlich.  Mesonotum  und  Metanotum 
braunlichgclb,  mit  schwarzlichen  Nahten.  Hinterleib  gelblichweiss,  die  ersten 
5  oder  6  Tergite  grauschwarzlich  ubertuscht,  die  Sternito  und  die  letzten  Tergi- 
to  ganz  hell;  auf  der  Seitenlinie  ist  jedes  Stigma  durch  einen  deutlichen 
schwarzen  Punkt  gekennzeichnet  (1).  Schwanzborsten  weiss,  ungeringelt,  un- 
behaart.  Vorderbeine  graulichgelb,  Schenkel  grauschwarzlich  ubertuscht,  be¬ 
sonders  nach  dem  Apex  hin;  hintere  Beine  gelbweisslich  oder  grauweisslich, 
auf  der  Oberkante  der  Schenkel  mit  einem  grauschwarzlichen  Striche,  der  vor 
dem  Knie  stark  verbreitert  ist.  Fliigel  ziemlich  breit,  eiformig,  fast  durch¬ 
sichtig,  kaum  graulich  getbnt,  Costalrauni  und  Subcostalraum  kaum  dunkler, 
schwach  dunkelviolett  getbnt;  die  Adern  weisslich,  nur  Subcosta  und  Radius 
grauschwarzlich.  Die  Genitalanhange  sind  anscheinend  ahnlich  wie  bei  C. 
halterata  Fbr.  geformt;  Genitalfusse  grauweisslich. 

9  (trocken)  :  Der  Korper  hell  strohgelb,  Kopf  und  Pronotum  rauli, 
dunkelbraun  getuscht,  aiber  die  dunklen  Stcllen  sind  mit  kleinen  hellen  rund- 
lichcn  Punkten  wie  bespritzt;  die  vorspringenden  Kanten  an  den  Brustseitcn 


(1)  Diese  schwarzen  Punkte  fehlen  den  Exemplaren  von  den  Philippines 


48 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


sind  fast  schwarz.  Fuhler  strohgelb,  am  Grunde  braunlich,  das  zweite  Glied 
am  Apex  dunkelbraun  gerandet.  Hinterleibstergite  I  bis  V  am  Ilinterrande 
selmial  schwarzbraun  gesaumt,  an  den  Stigmen  des  Hinterleibcs  auffallige 
schwarze  Flccke.  Schwanzborsten  kreideweiss,  lang  behaart.  Vorderbeinc 
gelbbraun,  die  Dorsalkante  des  Sehenkcls  mit  einem  schwarzen  Streifen,  der 
an  beiden  Enden  broiler  ist ;  aueh  die  Dorsalkante  der  Schiene  ist  dunkler ; 
hintere  Beine  fast  kreideweiss,  nur  der  Riicken  der  Schenkel  ist  etwas  gelblich 
und  oberhalb  des  Ivnies  ist  ein  ziemlich  grosser  schwarzer  Fleck.  Fliigel  etwas 
durchscheinend,  weisslich,  Subcosta  und  Radius  fast  schwarz,  auffallend  stark, 
der  Subcostalraum  braunlich. 


Korperlange  2*/2 — 3  nun  (3),  3  mm  oder  etwas  mehr  (9)  *  Lange  dcs 
Fliigels:  2 y2  mm  (3),  2y2 — 2%  mm  (9);  Fliigelspannung  also  etwa  5 y2 — 6 
mm;  Schwanzborsten:  11  nun  (cf). 

Material :  1  3 ,  Preanger,  Java,  im  Museum  Berlin.  —  Zahlreiche  9 
Subim.  9  ,  Bnitenzorg,  Java,  K.  Kraepeltn  leg.  24.  II.  bis  12.  III.  1904,  im 
Museum  Hamburg  (Typen).  —  In  meiner  Sammlung  1  3  und  mehrere  9 
in  Spiritus,  Wonosobo,  Mai  1909,  No.  1198;  Semarang  Febr.  1910,  No.  1540, 
1541;  Semarang,  August  1910,  No.  3136,  alles  von  Java,  B.  Jacobson  leg.; 
femer  25  (meist  3 ),  Bangai,  Luzon,  I.  1918,  Boettger  leg.  —  In  Coll.  Jacobson 
etwa  20  3  9  (*n  Spiritus),  Fort  de  Kock,  XI,  1913,  No.  12.92.,  Sumatra, 
Jacobson  leg.;  ferner  7  3  9  >  ib.,  Januar  1921;  ferner  10  3 ,  ib.,  920  m, 
Marz  1921,  No.  12.95;  ferner  zahlr.  3 ,  Kalung  (Kamang),  Sumatra,  XII. 
1913;  alles  in  Spiritus,  Jacobson  leg.  —  Im  Museum  Buitenzorg  3  0n 
ritus),  Buitenzorg,  Java,  17,  1.  1922,  Karny  leg.;  3  3 ,  Wailima,  Lampongs, 
S.  Sumatra,  26.  XI.  1921,  Lichtfang  im  Urwald,  No.  199,  Karny  leg.;  1  9 
Tjibodasr,  Java,  1500  m,  29.  VIII.  1921,  Lichtfang  im  Zimmer,  No.  464, 
Karny  leg.;  1  o  ,  Buitenzorg,  11.  X.  1921,  Karny  leg.;  sehr  zahlreiche  Excm- 
plare,  meist  3  >  ibid.,  13.  III.  1921,  Karny  leg. 

Heianat:  Java,  Sumatra,  Philippinen. 

N.B.  Die  Beschreibung  welche  Needham  (Rec.  Indian  Mus.  III.  1909,  p. 
191,  t.  20,  f.  7)  von  Caenis  perpusilla  Walk,  gibt,  passt  auch  auf  C.  nigro- 
punctata  Klap.  ;  sein  Material  stammte  von  Bengalen,  die  Walker ’sche  Tyjxi 
von  Ceylon. 

12.  Caenodes  philippinensis  n.  sp. 

(trocken) :  Kopf  stets  dunkler  als  die  Brust,  dunkelbraun,  stark 
schwarzlich  ubeituschtf  Pronotum  etwas  dunkler  als  das  Mesonotum,  gelbbraun, 
die  Rander  schwarz;  Mesonotum  und  Metanotum  ebenfalls  gelbbraun,  die 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


49 


Nahte  und  Hinterrander  fein  schwarzlich ;  Unterflache  der  Brust  braunlichgelb. 
HinterleiJ)  oben  braunlichgelb,  die  Mittellinie  fein  schwarz  und  die  Segmente 
iiberall,  besonders  nach  den  Hint  errand ern  hin,  grauschwarzlich  iibertuscht, 
so  dass  der  Hintcrleib  dunkler  aussieht  als*  die  Brust;  Unterflache  des  llinter- 
leibes  unrein  braunlichgelb,  die  letzten  Segmente  dunkler.  Schwanzborsten 
weisslich,  ungeringelt,  am  Apex  mit  einigen  Harchen.  Vorderbeine  mit  grau- 
braunen  Sclienkeln,  schwach  gelblich  durchscheinend,  und  mit  helleren  braun- 
lichgrauen  Schienen  und  noch  helleren  braunlichweissen  Tarsen;  alle  Gelenke 
dunkel,  besonders  das  Kniegelenk;  die  hinteren  Beine  ahnlich  den  Vorderbeinen 
gefiirbt,  manchmal  etwas  heller,  die  Schenkel  etwas  starker  gelblich  durch¬ 
scheinend,  die  Tarsalgelenke  nicht  dunkler.  Fliigel  fast  durchsichtig,  farblos, 
die  Adern  dunkclbraunviolett,  Costa,  Subcosta  und  Radius  kraftig,  Costal- 
und  Subcostalraum  nur  ganz  wenig  violettbraun  getont;  in  durchfallendem 
Lichte  erscheinen  die  Adern,  mit  Ausnahme  der  drei  ersten  Langsadern,  weiss- 
lich.  Die  Genitalanhange  sind  ahnlich  wie  bei  Caenis  halterata  Steph.  ge- 
staltet,  auch  die  Abgrenzung  der  helleren  und  dunkleren  Zonen  auf  dem  letzten 
Sternit  wie  dort ;  doch  scheinen  die  Genitalfiisse  verhaltnismassig  langer  zu  sein. 


Korperlange:  2  mm;  Lange  des  Vorderflugels:  2  mm;  Flugelspannung 
also  etwa  4 y2  mm.  Schwanzborsten  etwa  6  mm. 

Material :  16  cf  ,  (trocken  und  in  Spiritus) 

Bilaran,  Philippinen,  21.  X.  1915,  Boettger  leg., 

Ris  ded.,  in  meiner  Sammlung. 

Heimat :  Philippinen. 

N.B.  Die  Gattung  Caenodes  Ulm.,  die  sich 
hauptsiichlich  durch  die  sehr  kurzen  Vorder- 
schienen  des  von  Caenis  unterscheidet,  ist  in 
einer  Arbeit  uber  Sudan-Ephemeropteren  be- 
schrieben.  Bei  Caenodes  philippinen  sis  ist  die 
Schienc  des  Vorderbeines  etwa  l1/*  mal  so  lang 
wie  der  Schenkel,  der  Tarsus  ganz  wenig  langer 
als  der  Schenkel ;  von  den  Tai’salgliedern  ist  das 
zweite  weitaus  das  langste,  fast  %  so  lang  wie  die 
Schiene,  Glied  III  ist  etwa  lang  wie  II, 

Glicd  IV,  V  und  I  nehmen  in  dieser  Reihenfolgc 
allmahlich  an  Lange  ab  (Fig.  22  A).  Am  Hinter- 

beine  (Fig.  22  B)  ist  die  Schiene  nur  wenig  langer  pig.  22.  Oacnodc*  phUippinensis 
als  der  Schenkel,  der  Tarsus  etwa  y2  so  lang  wie  Ulm.  (Coll.  Ulmer),  Beine 

die  Schiene;  die  Tarsalglicder  nehmen  in  der  des  ^  ;  A.  \ordeibein; 

Reihenfolge  I  (etwa  gleich)  V,  IV,  II,  HI  an  B*  Ilinle,bom- 

ljiinge  ab;  Glicd  II  und  III  sind  sehr  kurz  (und  nicht  ganz  deutlich  getrennt?). 

4 


50 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


13.  Tricorythus  Jacobsoni  Ulm. 

Tricorythus  Jacobsoni  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913.  p.  105, 
f.  5,  6. 

cf  (in  Spiritns) :  Kopf  und  Pronotum  grauschwarzlich,  Mesonotum  gelb- 
braun,  die  Mittc  und  die  Niihte  dunkler  braun,  der  Apex  grauschwarzlich 
xiberhaucht;  Metanotum  und  die  Unterflache  der  ganzen  Brust  gelbbraunlich. 
Hinterleib  hellgrau,  die  Seitenlinie  und  auf  den  Tergiten  breite  Hinterrand- 
saume,  die  aber  nicht  bis1  zur  Seitenlinie  reiehen,  grauschwarzlich.  Schwanz- 
borsten  grauweisslieh,  an  den  Gelenken  schwarzlich  gcringelt ;  von  jelem 
dunklen  A  rt  ikul  at  ion  sringe,  der  an  den  basalen  Gliedern  nicht  vollig  geschlossen 
ist,  gehen  an  den  Kanten  feine  schwarzliche  Linien  distalwarts;  die  beiden 
letzten  Drittel  der  Schwanzborsten  zeigen  Ringelung  und  Kantenlinien  weniger 
deutlich  und  diese  Kantenlinien  sind  auf  dem  basalen  Teil  jedes  Gliedes  im 
ganzen  dunkler  als  auf  deni  apikalen  Teile.  Heine  graugelblich,  die  Schenkel 
grauschwarzlich  xiberhaucht.  Fliigel  matt,  durchscheinend,  dunkelgrau  mit 
schwach  violettsehwarzlichem  Tone,  Costalraum  und  Basis  des  Subcostalraumes 
dunkler,  schwarzlichgrau ;  Langsadern  mit  blossem  Auge  liber  weissem  Unter- 
grunde  gerade  noch  sichtbar,  alle  Adern  deutlich  bei  Lupenbetrachtung  und 
in  durehfallendem  Lichte;  Adem  schwarzlichgrau,  uber  weissem  Untergrunde 
vsind  einige  der  starkeren  Adern  (Media  und  Analader  I)  dunkelgraubraun, 
Subcosta  und  Radius  noch  dunkler  als  die  anderen;  die  Zahl  der  Queradem 
ist  verhaltnismassig  gross,  vielleicht  grosser  als  bei  irgend  einer  anderen  Art 
der  Gattung;  im  Costalraume  cine  Anzahl  undcutlicher  Adern;  der  untere  und 

der  obere  Cubitus- Ast  bilden  cine  lange  Gabel, 
die  Zwischenraumader  ist  mit  beiden  Astern  durch 
Queradem  verbunden;  im  Analraume  sind  die 
beiden  Zwischenraumadem  wie  bei  T.  longus 
Ulm.,  auch  die  Fliigelform  ist  breit  wie  bei  dicser 
Art.  Die  Genitalfusse  (Fig.  23,  24)  sind  schwarz¬ 
lichgrau,  zweigliederig,  das  erste  Glied  fast  so  lang 
und  etwas  heller  als  das  zweite,  an  der  Basis 
aussen  und  unten  verschmalert ;  das  zweite  Glied 
ist  in  Lateralansicht  (Fig.  24)  apikalwarts  ver¬ 
schmalert,  in  Ventralansicht  (Fig.  23)  am  Apex 
wiodcr  etwas  verdickt;  der  Penis  (*)  ist  schmal, 
stabchenformig  (ventral,  Fig.  23),  in  Lateralan¬ 
sicht  (Fig.  24)  aufwarts  gebogen,  apikalwarts 
schwach  kculenformig  verdickt  und  an  der  dorsa- 
len  Kante  vor  dem  Apex  spitz  ausgeschnitten. 

(1)  Die  Type,  die  mir  noch  vorliegt,  zeigt  die  Genitalanhjinge  in  unnatiirlicher 
Lage,  und  ihr  fehlt  dor  Penis;  die  Genitalfusse  der  Type  sind  ganz  nach  vorn  unter 
den  Bauch  zuriickgeschlagen;  der  zapfenformige  Anhang,  den  ich  1913  (l.c.  /.  6) 
zeichnete,  ist  wahrscheinlich  der  herausgezerrte  Ventralbogen  des  X.  Tergits. 


Fig.  23.  Tricorythus  Jacobsoni 
Ulm.  (Museum  Buitenzorg), 
Genitalanhange  des 
cf,  ventral. 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


51 


9  (in  Spiritus)  :  Im  ganzcn  dunkler  als  das  (etwa  wie  eine  Stuben- 
fliege,  Musca  domestica,  aussehend) ;  die  Farbung  von  Kopf  und  Pronotum 
mehr  schwarzlich  (auf  letzterem  liber  dunkelbraunem  Grunde),  Mesonotum 
dunkelbraun,  in  der  Mitte 
schwarzbraun,  Hinterleib  dun- 
kelgraugelb,  die  schwarzlichen 
Hinterrandsaume  erreichen  auf 
alien  Tergiten  die  Seitenlinie; 
die  Schwanzborsten  grauweiss- 
lich,  die  schwarzliche  Ringe- 
lung  mehr  verwischt,  die  letztc 
Halfte  der  Schwanzborsten 
hellgrau  ohne  schwarzliche 
Ringelung;  Beine  auf  braun- 
lichem  Untertone  schwarzlich 
iibertuscht,  nur  das  apikale 
Ende  der  Schienen  und  die 
Tarsen  reiner,  mehr  braunlichgelb,  bei  durchfallendeni  Lichte  gelblicli.  Fliigel 
etwas  dunkler  als  beim  <S ,  so  dass  der  Costalraum  nur  sehr  wenig  starker 
get  out  erscheint  als  die  Flache;  die  Langsadem  liber  weissem  Untergrunde 
deutlich  sichtbar,  braunschwarz ;  Form  und  Aderung  der  Fliigel  wie  beim  cT, 
Das  letzte  Sternit  ist  wcit  vorgezogen,  auf  der  Dorsalflache  schlisselformig 
ausgehbhlt,  apikalwarts  zu  einer  stumpfen  Spitze  verschmalert. 

9  (trocken) :  Dem  9  Spiritus  sehr  ahnlich;  die  Grundfarbung  des 
Pronotum  heller,  mehr  dunkelgraugelb,  aber  so,  dass*  sie  von  dem  schwarz- 
lichen  Tone  mehr  oder  weniger  verdeckt  ist;  Unterseite  des  Hinterleibes  mit 
graugrliner  oder  unrein  gelbbraunlicher,  durch  schwa  rzlichgraue  Schatten 
ubertonter  Grundfarbung;  die  Schwanzborsten  kaum  dunkler  geringelt.  oder 
ganz  ungeringelt;  das  vorgezogene  letztc  Sternit  hat  seine  Seiteenrander 
manchmal  nacli  unten  umgeklappt,  so  dass*  sein  Apex  dann  noch  schmaler 
erscheint  als  bei  Spiritus-Exemplaren. 

Subimago  (  9  in  Spiritus)  :  Dem  9  in  Spiritus  sehr  ahnlich,  die  Farbung 
des  Korpers  wie  dort,  doch  erreichen  die  schwarzlichen  Hinterrandsaume  die 
Seitenlinie  nicht;  Fliigel  matter,  mit  mehr  braunschwarzlicher  Farbung; 
Vorderschenkel  nur  an  den  Kanten  schwarzlich. 

Korperliinge:  fast  4y2 — 5  mm  (c?  9);  Lange  des  Vorderflligels:  5y2  mm 
(cT)’  ®  mm(9)>  Flugclspannung  also  etwa  1D/2  nim  (cT)>  13  mm  (9) ;  Schwanz¬ 
borsten:  14 — 15  mm  etwa  5  mm  (9). 

Material:  1  g y  Wonosobo,  Java,  Mai  1909,  E.  Jacobson  leg.;  3  9  >  Java, 
uml  1  Subim.,  \\  onosobo,  Mai  1909,  E.  Jacobson  leg.,  allc  in  Spiritus,  in  meiner 


Fig.  24.  Trieorythus  Ja  obsoni  Ulm.  (Museum 
Buitenzorg),  Genitalanhiinge  des 
cf ,  lateral. 


52 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Sammlung;  dort  fcrner  15  9  (trocken  und  in  Spiritus  iibertragen),  Bombong, 
Luzon,  22.  V.  1916,  Boettger  leg.  —  Im  Museum  Wien  4  9  >  Ceylon,  Peradeniya, 
„zur  Lampe ’  ’  7.  XI.  1901,  Dr.  Uzel  leg.  —  In  Coll.  Jacobson  5  9  und  Subim., 
Baiun  (Muara  Labu),  Sumatra,  VI.  1914,  Jacobson  leg.,  in  Spiritus. —  Im  Mu¬ 
seum  Buitenzorg  3  o"  9  (in  Spiritus),  Sindanglaja,  Java,  6.  VII.  1920, 
Dammerman  leg.,  1  9  >  Buitenzorg,  Java,  II.  1921  (in  Spiritus). 

Hcimat :  Java,  Ceylon,  Sumatra,  Philippinen. 

Familie  Baetidae. 

14.  Baetis  javanica  Ulm. 

Baetis  javanicus  Ulmer,  Not.  Lejxlen  Mus.  XXXV.  1913,  p.  110,  f.  8,  9. 

d  (in  Spiritus):  Kopf  hellbraunlich ;  oberer  Abschnitt  der  Augen 
braunlichgrau,  unterer  schwarz;  Pronotuin  braungelb,  liier  und  da  dunkler, 
der  Hinterrand  sclnnal  braunschwarzlich ;  Mesonotum  dunkelbraun,  die  Rander 
der  Chitinstiicke  dunkler,  die  Seiten  und  die  hintere  Partie  heller,  gelblich; 
die  Mittelnaht  und  jederseits  davon  eine  feine  parallele  Langslinie  gelblich; 
Metanotum  dunkelbraun.  Unterflache  des  Mesothorax  mehr  rotlich.  Am 
Ilinterleibe  sind  die  Tergite  I  bis  IV  durchscheinend  weiss,  die  Hin- 
terrander  braunsehwarz,  die  Seitenrander  (auf  der  Seitcnlinie)  dunkelbraun; 
auf  Tergit  II  ist  die  dunkle  Fiirbung  vom  Hinterrande  her  weit  nach  vom, 
bis  iiber  die  Mitte  hinaus,  ausgebreitet ;  Tergit  V  bis  VII  weinrot,  mit  braun- 
schwarzen  Hinterrandern  und  dunkelbraunen  Seitenrandcrn ;  Tergite  VIII  und 
IX  glanzend  schwarz,  Tergit  X  hellgelb,  mit  dunklerem  Hinterrande.  Un- 
tcrflache  des  llinterleibes  ganz  ahnlich  gefarbt  wie  die  Oberflache,  doch  sind 
die  Rander  von  Segment  I  bis  IV  nur  rotlich,  auf  Segment  11  fehlt  die  dunkle 
Farbung ;  Sternit  VIII  zeigt  auf  dem  schwarzen  Grunde  eine  sehr  auffalligc 
gelbweisse  Langslinic  und  Sternit  IX  einen  dreieckigen  gelbweissen  Fleck  am 
Vorderrande  (x).  Schwanzborsten  gi’aubraun  die  Gelenke  ctvvas  dunkler. 
Vorderbeine  mit  dunkelgraubraunen  Schenkeln,  schwarzlichen  Schienen  und 
grauschwarzen  Tarsen;  Mittel-  und  Hinterbeine  mit  graugelben  Schenkeln, 
schwarzlichen  Schienen  und  graubraunen  Tarsen,  also  heller  als  die  Vorder¬ 
beine;  Schenkel  der  Mittel-  und  Hinterbeine  in  der  Mitte  und  am  Apex  rot- 
braun.  Vorderfliigel  fast  farblos,  sehr  schwach  brauidich,  durchsichtig,  aber 
die  Flilgelwurzel,  der  Costalraum  in  seinem  letzten  Drittel  und  der  Subcos- 
talraum  in  seiner  ganzen  Ausdehnung  braun,  hell  umbrafarben;  die  Adern 
sind  ziemlich  kraftig,  braun  (hell  umbrafarben),  liber  weissem  Untergrunde 
mit  blossem  Auge  erkennbar;  im  Costalraume  vor  der  Bulla  keine  Queradern, 
dann  von  der  Mitte  an  2  bis  3  schwache,  gerade,  und  im  Pterostigma  dickere 
zahlreiche,  etwa  14,  Queradern,  die  *z.  T.  regelmassig  verlaufen,  z.  T.  abgckurzt 

(1)  Diese  Zeichnung  auf  Segment  VIII  und  IX  ist  jetzt  sehr  schwach;  die  Farben 
sind  tiberhaupt  seit  1912  im  ganzen  etwas  verblasst. 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


53 


Oder  gegabelt  sind  imd  von  denen  manchmal  einige,  die  anscheinend  aus  zvvei 
nahe  zusammengeriickten  Adern  bestehen,  sehr  verdickt  sind;  die  unverbun- 
denen  Zwischenraumadern  am  Aussenrande  sind  lang.  Hinterfliigel  farblos, 
durchsichtig,  schmal,  mit  nur  zwei  Langsadern,  ohne 
Queradern,  etwa  wie  bei  B.  scambus  Etn.  Genital- 
fiisse  (Fig.  25)  graubraun,  die  2  letzten  Glieder 
heller;  Glied  I  etwas  langer  als  breit  (scheinbar 
geteilt),  mit  vorspringender  stnmpfer  Innenecke; 

Glied  II  etwa  ebenso  lang  wie  I,  am  Innenrande 
stark  konvex,  am  Apex  viel  schmaler  als  an  der 
Basis;  Glied  III  etwas  langer  als  I  und  II  zusam- 
men,  apikalwarts  etwas  verdiekt;  Glied  IV  sehr 
kurz,  etwa  herzformig,  apikalwarts  bedeutend 
breitefcr,  am  Apikalrando  schwach  ausgeschnitten. 

9  (trocken) :  Korper  im  ganzen  dunkler; 

Kopf  und  Pronotum  braun,  letzteres  mit  dunk- 
lerem  Hinterrandsaum ;  Mesonotum  und  Metano- 
tum  pechbraun;  Unterflache  dcr  Brust  gelbbraun. 

Die  rotliche  Grundfarbe  der  Hinterleibstergite  ist 
durch  schwarze  Farbung  fast  ganz  verdeekt ;  Un¬ 
terflache  des*  Hinterleibes  rotlichgrau.  Schwanz- 
borsten  an  der  Basis  (mit  Ausnahme  der  ersten  zwei  helleren,  mehr  rotlichen, 
Glieder)  schwarzlich,  nach  der  Mitte  bin  dunkelbraun  und  nach  dem  Apex 
hin  gelbbraun  oder  graubraunlich  werdend,  die  Gelenke  uiuleutlich  dunkler 
geringelt.  Beine  iihnlich  wie  beim  cT ,  ebenso  die  Flxigel,  wo  aber  die  braune 
Farbung  der  ersten  zwei  Zwischenraume  und  der  Adem  dunkler  (umbrabraun) 
ist;  im  Costalraume  finden  sieh  in  der  Pterostigma-Region  etwa  20 — 22,  z.  T. 
sehr  unrcgelmassige  Queradern. 

Subimago  9  >  in  Spiritus) :  Almlich  der  Imago,  Segment  III  bis  VII 
braunlichgelb  durchscheinend ;  Fliigel  graubraunlich,  Adern  braun. 

Korperlange:  9  mm  (cf),  oy2  mm  (Q,  geschrumpft) ;  Liingc  des  Vorder- 
flugels:  9  mm  (cf),  8  nun  (9);  Flugelspannung  also  etwa  20  mm  (<f ),  19  mm 
,(9);  Schwanzborsten :  etwa  19  mm  (9)* 

Material:  1  ,2  Subimagines  (in  Spiritus),  Gunung  Gedeh,  Marz  1911, 
No.  2174;  ferner  1  q  (trocken),  No.  3121,  Gunung  Ungaran,  Okt.  1910, 
E.  Jacobson  leg.,  in  meiner  Sammlung. 

Heimat:  Java. 

15.  Cloeon  virens  Klai\ 

Cloeon  virens  Klapalek,  Alitt.  Naturh.  Mus.  Hamburg.  XXII.  1905,  p.  106; 
Ulmer,  Not.  Leaden  Mus,  XXXV.  1913,  p.  112. 


Fig.  25.  Baetis  javanica 
Ulm.  (Coll.  Ulmsk,  Type), 
Genitaianhange  des 
<3*,  ventral. 


54 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Cloeon  viridis  (Schreibfchlcr)  Ulmer,  Ark.  f.  Zoologi.  1916.  p.  17. 

Imago  (lebernl) :  Korper  hell  grasgriin,  Hinterleib  und  Brust  mehr  gelb- 
lichgriin ;  Vorderrand  des  Fliigcls  gelblichgriin. 

^  (in  Spirit  us) :  Die  Turbanaugen  sind  auf  der  facettierten  Kuppe 

isabellfarben  bis  hell  umbra- 
braun,  das  Basalstiick  mehr 
gelblich;  die  Gestalt  der  Tur- 
•l>anaugcn  (Fig.  2G)  ist  etwa 
pilzformig,  da  die  Kuppe  die 
Seitenflachen  des  Basalstiickes 
weit  iiberragt;  das  Basalstiick 
ist  kurz,  an  der  Basis  etwas 
breiter  als  am  Apex;  Seiten- 
auge  braunschwarz  bis  schwarz. 
Ozellen  dunkelbraun  bis 
schwarzbraun  umrandet;  die 
bciden  ersten  Fuhlerglieder 


Fig.  26.  Oloeon  virens  Klap.  (Coll.  Ulmer,  Java), 
A.  Kopf  des  cf,  lateral;  B.  Turban- 
augen,  von  vorne. 


nur  sehmal  braun  am  Apex.  Kopf  oben  gelb- 
lich.  Brust  oben  umbrabraun  bis  russbraun, 
die  Niihte  fein  dunkler,  unten  im  ganzen 
heller  braun.  Hinterleib  auf  Segment  II  bis 
VII  durchscheinend  weisslieh  (gelblieh-  oder 
graulich weiss),  ohne  Zeichnung,  nur  die  Hin- 
terrander  der  Tergite  manchmal  etwas 
dunkler  (graubraunlich) ;  die  letzten  3  Seg- 
mente  nicht  durchscheinend,  etwa  von  der 
Farbung  der  Turbanaugen  (isabellfarben 
oder  hell  umbrabraun) ;  die  Seitenlinie  zeigt 
auf  alien  Segmenten  einen  feinen  schwiirz- 
liehcn  Langsstrich;  diese  Langsstriche  kon- 
nen  sieh  als  ununterbroehene,  schwach  wel- 
lcnformig  verlaufende  Linie  an  dem  ganzen 
Hinterleibe  hinziehen,  konnen  aber  auch  seg- 
mentweise  von  einander  gctrennt  sein  und 
haben  dann  cine  S-formig  gel>ogene  Form. 
Schwanzborsten  weiss,  nur  an  der  Basis 
undeutlieh  graulich  (xler  hellgraubraunlich 
geringelt.  Bcine  (Fig.  27)  hellgrau  bis 
hellgraubraunlich,  im  durchfallenden  Lichte 
graugelblieh.  Fliigel  farblos,  durchsichtig, 
Costal-  und  Subcostal raum  in  durchfallen- 
dem  Lichte  matt  (was  auf  Farbungsver- 
losehung  durcli  den*Spiritus  hindeutet),  die 


Fig.  27.  OMon  virens  Klap.  (Coll. 

Ulmer,  Java),  Beine  des  cf  ; 

A.  Vorderbein;  B.  die  beiden  letzten 
Glieder  des  Vordertarsus,  starker 
vergrossert;  C.  Hinterbein; 

D.  Tibie  und  Tarsus  des  Hinter* 
beines,  starker  vergrossert. 


Ulmer  :  Ephemeroptercn. 


55 


Adem  weisslich,  auf  wcisscm  Untergrunde  crscheinen  die  starkeren  Langsadem 
schwach,  hellgraubraunlich ;  Costalraum  vor  der  Bulla  ohne  Queradem,  in  dcr 
Pterostigma-Region  mit  2  bis  3  (ganz  seltcn  mit  4)  Queradem,  die  einfach 
sind,  schrage  liegen  und  von  dencn  die  eine  odcr  andcrc  abgekiirzt  sein  kann; 
die  grosse  Querader  nicht  dunkler  gefiinbt.  Die  Genitalfiisse  sind  weisslich ; 
ieh  finde  keinen  Untcrschied  gegen  Cl.  marcjinale  Hag.  (und  Cl.  dipterum  L.) ; 
auch  der  zugespitzte  Fortsatz  zwischen  den  Genitalfiissen  ist  vorhanden. 

Q  (troeken) :  Kopf  ol>en  gelbbraun,  zwischen  den  Augen  mit  dunklerer 
Querlinie,  die  Ozellen  dunkelbraun  bis*  braunschwarz  umrandet,  die  Augen 
aussen  dunkelbraun,  innen  schwarzbraun ;  die  Fiihlergeissel  hell  smaragdgriin 
(nach  Klapalek,  1.  c. ;  die  Tvpen  zeigen  jetzt,  1917,  diese  Farbung  der  Fuhler¬ 
geissel  nicht  mehr  rein) ;  Brust  oben  hell  ockergelblich,  an  den  Seiten  bei  ge- 
wisser  Beleuchtung  mit  schwach  griinlichgelbem  Tone,  unten  hell  ockergelb¬ 
lich.  Hinterleib  oben  dunkler  als  die  Brust,  gelbbraun  bis  hell  russbraun ; 
bei  Lupenbetrachtung  ist  die  Grundfarbe  gelbbraunlich,  die  Hinterrandcr  der 
Tergite  sind  dann  ziemlich  breit  braun  gesaumt ;  Unterflache  das  Hinterleibes 
ockergelblich,  ahnlich  wie  die  Brust,  die  hintercn  Segmentrander  kaum  dunkler; 
die  Stigmen  auf  der  Seitenlinie  durch  schwarze  Punkte  gekennzeichnet ; 
sonstige  Zeichnungen  nicht  vorhanden.  (Schwanzborsten  fehlend.)  Beine 
gelb,  Schenkelringe,  Schienen  und  Tarsen  griin  (ein  rcines  Griin  zeigen  die 
Typen  nicht  mehr  alle).  PHiigel  farblos,  irisierend,  durchsichtig,  Costal-  und 
Subcostalraum  in  der  basalcn  Ilalfte  gelblicli,  in  der  apikalen  deutlich  smaragd- 
griin ;  Adern  bei  durchfallcndem  wie  auffallendem  Lichte  dunkel,  etwa  um- 
brabraun,  nur  die  Adern  des  Costal-  und  Subcost alnaumes  sind  gelblicli  resp. 
griin.  Im  Costalraume  vor  der  Bulla  keine,  in  der  Pterostigma-Region  2  bis  3 
einfache  Queradem,  die  fast  gerade  stehen. 

9  (in  Spiritus) :  Ahnlich  wie  die  trockenen  Exemplare  gefarbt,  also  ohne 
Zeichnung  auf  dem  Hinterleibc;  die  Farben  aber  alle  heller  (verblasst),  Kopf 
und  Hinterleib  hellgelblich,  Brust  sehr  hell  gelbbraunlich.  Schwanzborsten 
weisslich,  mit  dunkelbraunen  feinen  Ringeln  in  der  basalen  Partie.  Beine  und 
Fliigel  wie  beim  Spiritus- cT  gefarbt. 

Subimago  {tf,  in  Spiritus):  Ahnlich  dem  cT  in  Spiritus,  die  Fliigel 
graulich  getriibt,  Adern  weisslich,  Hinterleib  auf  den  mittleren  Segmenten 
nicht  durehsclieincnd,  gleichmassig  hell  graugelb,  auf  der  Unterflache  heller 
als  auf  der  Oberflache  gefarbt;  Beine  sehr  hell,  gelblichweiss  oder  weisslich. 

Subimago  (9,  troeken):  Korper  ahnlich  gefarbt  wie  bei  der  Imago, 
Fliigel  graulich  getriibt,  der  Costal-  und  Subcostalraum  dunkler,  unrein 
gelblicli  gefarbt,  manchmal  mit  sehr  schwacher  griinlicher  Tonung. 

Korperlange:  4  mm  ^)y  3—4  mm  (9  );  LSnge  des  Vorderfliigels :  4 — 4t/2 
mm  (cT  ,9);F1ugelspannung  also  etwa  9—10  nun  ); Schwanzborsten  etwa 
12  mm  (cf ). 


56 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Material :  Ich  sah  die  Typen  Klapalek  von  Java,  2  9  Borobudur,  17.  III. 
1904,  und  melirere  Subimag.  Q  Buitenzorg,  24.  II.  —  12.  III.  1904,  Kraepelin 
leg.,  im  Museum  Hamburg.  In  meiner  Sammlung  melirere  cf ,  9  und  Subim. 
a  us  Java,  Jacobson  leg.,  Semarang  Sept.,  Nov.,  Dez.  1909,  Januar,  Febr.,  Marz 
1910;  Gunung  Ungaran  Dez.  1909;  Batavia,  Marz  1908;  Wonosobo,  Mai  1909. 
—  In  Coll.  Jacobson  6  9  Subim.  (in  Spiritus),  Fort  de  Kock,  Sumatra,  X.  1913, 
No.  12.94,  Jacobson  leg.  (,,Farbe  hellgTuns,pan,,) ;  1  9,  ib.,  X.  1913,  No.  12.93 
(in  Spiritus),  Jacobson  leg.  („Farbe  hellgrun”).  —  Im  Museum  Buitenzorg 
folgendes,  in  Spiritus,  von  Karny  gesammelt :  6  Subim.,  Wai  Lima,  Lampongs 
S.  Sumatra,  3.  XII.  1921,  Lichtfang  im  Ilause,  No.  290;  etwa  20  Subim.,  ib., 
1.  XII.  No.  260;  4  ,  Buitenzorg,  Java,  17.  I.  1922;  zahlreiche  cT  9>  ib., 

23.  I.  1921;  2  9>  ib*,  19*  I*  1922;  zahlreiche  Subim.  cf  9,  Buitenzorg, 
25.  I.  1921;  mehrere  Subim.  cf  9  >  ib.,  IV.  1921;  mehrere  Subim.  cf  9 
ib.,  II.  1921 ;  1  9  ,  Depok,  13.  IT.  1921,  Java,  „am  Urwaldrand  auf 
Gebusch,  Korpcr  und  Vorderrand  der  Vorderfliigel  im  Leben  lebhaft 
hellgrun”,  Karny;  1  Subim.  9,  Buitenzorg,  27.  ITT.  1921,  Siebers  leg.; 
mehrere  Subim.  cT,9  >  ibid.,  16.  II.  1921,  Karny  leg.;  dsgl.  4.  IT.  1921;  1  9, 
ibid.,  11.  IV.  1921,  Siebers  leg.;  mehrere  Subim.  rf  9  ,  ibid.,  4.  III.  1921, 
Karny  leg. 

Heimat:  Java,  Sumatra. 

N.B.  Die  in  Ent.  Mitt.  I.  1912,  p.  369  von  mir  fur  Formosa  angegebenen 
Stiicke  gehoren  zu  Cl.  marginale  Hag.  Ausserhalb  des  Gebietes  kommt  CL 
virens  noch  in  Australien  vor  in  Spiritus,  Museum  Stockholm). 

16.  Cloeon  marginale  Hag. 

Cloe  marginalis  Hagen,  Verh.  Zool.  bot.  Ges.  VIII.  1858.  p.  477. 

I.  1912.  p.  369;  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913.  p.  115;  Lestage,  Ann. 

Cloeon  marginale  Eaton,  Rev.  Monogr.  1885,  p.  181 ;  Ulmer,  Ent.  Mitt. 
Soc.  Ent.  Belg.  LXI.  1921.  p.  221. 

Clo'con  marginata  Needham,  Ree.  Ind.  Mus.  lil.  1909.  p.  191. 


Fig.  28.  Oloeon  marginale  Hag.  (Coll.  Jacobson, 
Fort  de  Kock),  A.  Kopf  des  cT,  lateral; 

B.  Turbanaugen,  von  vorne. 


cf  (in  Spiritus) :  Kopf 
und  Pronotum  hell ockergelbl ich, 
beide  in  der  Mittelzone  (soweit 
sichtbar)  dunkler  gezeichnet ; 
die  facettierte  Kuppe  der  Tur¬ 
banaugen  graubraun  bis  matt 
ziegelfarbig,  das  Basalstiick  am 
Apex  unter  der  Kuppe  ahnlich 
gefarbt,  weiter  basal  heller;  die 
Seitenaugen  sehwarz,  die  Ozel- 
len  schwarzlich  umsaumt;  das 
Turbanauge  (Fig.  28)  ist  breit 


IJlmer  :  Ephcmer  opt  even. 


57 


abgestumpft  kcgelformig,  niedrig,  nur  etvva  D/k  mal  so  hoch  wie  das  Seiten- 
auge;  die  Kuppe  uberragt  seitlich  nicht  die  Breitc  des  Basalstiickes ;  die  beiden 
ersten  Fuhlerglioder  sind 
am  Apex  nur  schinal  dun- 
kel.  Mesonotum  und  Meta- 
notum  gelbbraun.  Am  Hin- 
terleib  (Fig.  29  A,  B)  ist 
Tergit  I  gelbbraun,  Tergit 
II  bis  VII  sind  durch- 
scheinend  weisslich  oder 
ganz  schwach  gelblich  und 
mit  einigen  dunklen  (pur- 
purnen  bis  dunkclgrau- 
braunen)  Fleeken  geziert, 

Tergit  VIII  bis  X  sind 
nicht  durchscheinend,  rot- 
lich  oder  braunlichgelb  bis 
gelbbraun  und  manchmal 
mit  Spuren  der  auf  den 
vorhergehenden  Tergiten 
sieli  findenden  Dreiek- 
flecke  (vgl.  cf  trocken!); 
auf  Tergit  III  und  VI 
findet  sieh  stets  jederseits 
ein  langlicher  Fleck,  der 
den  Vorderrand  nicht  er- 
reicht ;  die  Ilinterrander 

der  Tergite  I  oder  II  bis  VII  sind  in  der  Mittelpartie  dunkel  getuscht;  in  der 
Mittellinie  findet  sieh  auf  einigen  Tergiten  manchmal  ein  Paar  feiner  Langs- 
striche;  ganz  sclten  sieht  man  auf  anderen  Tergiten  als  III  und  VI  Andeu- 
tungen  jenes  schmalen  Dreieckfleckes  wie  beim  getrokneten  (s.d. !);  die 
Seitenlinie  i.st  fein  schwarz  gezeichnet.  Die  Unterflache  des*  Hinterleibes  ist 
ganz  ungezeichnct,  durchscheinend  weisslich,  nur  die  zwei  lctzten  Sternite  sind 
nicht  durchscheinend,  graubraunlich  gefarbt.  Schwanzborsten  weisslich,  oder 
grauweisslich,  die  Kingelung  ist  dunkelgraubraun,  a»ber  sehr  fein  und  nur  ini 
basalen  Drittel  der  Schwanzbonsten  erkennbar.  Beine  braunlich weiss  bis  hell- 
graubraunlich,  die  Schienen  und  Tarsen  noch  heller.  Fliigel  farblos,  manchmal 
ausserst  schwach  graubraunlich  getont,  die  Langsadern  iiber  weissem  Unter- 
grunde  hell  graubraunlich,  die  grosse  Querader  und  die  anschliessenden  Par- 
tien  der  ersten  Langsadern  bis  zur  Fliigel wurzel  bin  dunkler  graubraun ;  ini 
Pterostigma  2  bis  3  gerade  Queradern,  vor  der  Bulla  keine.  Genitalfiisse 
weisslich,  sie  und  der  Penis  wie  bei  Cloeon  dipterum  L.  geformt. 


Fig.  29.  Oloeon  marginale  Hag.,  Abdomen;  A.  cf , 
dorsal,  Spiritus  (Coll.  Jacobson,  Fort  de  Kock); 

B.  cf,  dorsal,  trocken  (Coll.  Ulmer,  Bangai); 

C.  dorsal,  trocken  (Coll.  Ulmer,  Anping);  D. 
lateral,  Spiritus  (Coll.  Ulmer,  Java). 


58 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


cf  (trocken) :  Oberer  Absehnitt  der  Augen  braunsohwarz,  an  don  Kanten 
rotbraun,  untercr  Absehnitt  schwarz.  Brust  oben  dunkelgelbbraun,  russbraun 
odor  sehwarzbraun ;  Unterseite  dor  Brust  heller.  Hinterleibsegmente  II  bis 
VII  durehscheinend  gelblich  oder  hell  graulichgelb,  das  erste  und  die  3  letzten 
Segment c  liieht  durehscheinend,  Segmente  VIII  und  IX  wie  die  Brust  gefiirbt, 
oder  bei  hcllerer  Brust  oft  dunkler  als  diese,  namlich  rotbraun  bis  dunkelbraun, 
oder  gar  rotlieh  (matt  purpurrot)  wie  die  Figuren  auf  den  vorhergehenden 
Tergiten;  die  durchschcinenden  Tergite  II  bis  VII  sind  dunkel  gezeichnet, 
u.  z.  russbraun  oder  russgrau  oder  rotbraunlich  bis  rotlieh  (matt  purpurrot) ; 
die  Zeichnungen  bestehen  aus  einem  dunklcn  Hinterrandsaume,  einem  an 
diesem  ausgchenden  dreieckig  zugespitzten  Fleeke  jederseits,  der  den  Vorder- 
rand  erreieht  und  auf  Tergit  II  und  III,  wie  auf  V  und  VI  oder  VI  und  VIT  am 
deutlichston  (*)  ist,  und  aus  zwei  schwacher  ausgepragten  abgekurzten  Langs- 
striehen  neben  der  Mittellinic;  diese  letzteren  Striehe  finden  sich  am  hau- 
figsten  auf  den  ersten  2  oder  3  Tergiten,  dann  wieder  auf  den  mittleren 
(Fig.  29  C) ;  endlieh  liegen  iiber  der  Seitenlinie  noch  abgekiirzte  sehwaehe 
Striehe,  besonders  auf  Tergit  II,  I  IT,  V,  VI.  Die  Unterflache  des*  Hinter- 
leibes  zeigt  ausser  dunklcn  Hinterrandem  der  Segmente  II  bis  VII  und  der 
dunklen  Farbung  der  Segmente  VIII  und  IX  keine  weitere  Zeichnung; 
Segment  X  ist  im  ganzen  heller  als  Segmente  IX  und  VIII ;  auf  der  Seitenlinie 
hier  und  da  ein  dunkler  Langsstrieh.  Schwanzborsten  weisslieh,  bis  etwa  zur 
Mitte  fein  rotbraunlich  geringelt,  u.z.  so,  dass  etwas  dunklcrc  Ringel  mit  ganz 
sehwaehen  abwechseln.  Vordersehenkel  im  auffallendcn  Lichte  hellbraunocker- 
farben  oder  hell  graubraunlieh,  manehmal  mit  einem  dunklen  Bande  vor  dem 
Apex;  Sehiene  und  Tarsus  ziemlich  dunkel  hern  stein  fa  rben  oder  wie  der  Schen- 
kel  hellgraubraunlieh ;  hintere  Beine  kaum  heller  als  die  vorderen,  oder  von 
einer  helleren  Bernsteintonung,  die  Krallen  dunkler,  die  Tarsen  manehmal 
sohwaeh  gedunkelt,  auf  den  Sehenkeln  manehmal  mit  einem  schwa  eh  ausge¬ 
pragten  dunklen  Punkt  oder  einer  feinen  abgekiirzten  Langslinie  vor  dem 
Apex.  Fliigel  farblos,  durehsiehtig,  im  Costal-  und  Subcostal raume  manehmal 
sehr  schwaeh  bernsteinfarben  getont;  die  grosse  Querader  naeh  der  Subeosta 
bin  pechbraun  oder  rotlieh pechfarben ;  die  Langsadern  hell  braunlichberstein- 
farben,  die  Queradern  weisslieh ;  bei  sehief  durchfallendem  Liehte  ei*seheinen 
die  Langsadern  weisslieh  und  die  Queradern  auf  der  Flache  dunkelgrau;  im 
Costalraume  keine  Queradern  vor  der  Bulla,  in  der  Pterostigma-Region  moist 
2  bis  3,  selten  3  bis  6,  von  denen  dann  einige  manehmal  abgekiirzt  sind  (1 2 3 *), 
alle  einfaeh  und  gerade.  Genitalfusse  weisslieh  oder  grauweisslieh. 

9  (in  Spiritus)  (8) :  Kopf  und  Bi»ust  hellgelbbraun  oder  hell  grau- 

(1)  Diese  Fleeke  finden  sich  manehmal  nur  auf  Tergit  III  und  V,  sind  auch 
manehmal  kiirzer  als  gewohnlich. 

(2)  Nach  dem  Material  von  Anping,  Formosa,  welches  ich  frliher  zu  vircus 
Klap.  zahlte. 

(3)  Im  Leben  is£  die  Farbe  des  9  hellgrun  und  grunlichweiss  mit  braunem 

Rtickenstreif  (Jacobson). 


59 


Ulmer  :  Ephemcropteren . 


braunlich,  Pronotum  und  Mesonotum  mit  schwach  dunklerer  Mittelzone,  diese 
durch  die  hclle  Mcdianlinie  geteilt.  Hinterlcib  meist  heller  als*  Brust,  hell 
ockergelb,  die  Tergite  IX  und  X  meist  dunkler  als  die  anderen,  die  Tergite 
I  bis  VIII  mit  starker  oder  schwacher  ausgepragtem  dunklcren,  rotbrauncn 
Uinterrandsaum,  von  welchem  auf  Tergit  II  bis  VIII  je  zwei  graurotliche  oder 
hell  rotbraunliche  vcrwischte  und  nicht  schr  deutliche  Flecke  von  Dreiecksge- 
stalt  (ahnlich  wie  beim  cf  )  naeh  vorn  ziehen;  diese  Flecke  sind  auf  Tergit  II 
und  III  und  dann  wieder  auf  Tergit  V  und  VI  am  ausgedehntesten  und  deut- 
lichsten,  haufig  nur  durch  die  hclle  Mittellinie  von  einander  getreimt,  konnen 
aiber  auch  bis  auf  kaum  sichtbare  Spuren  giinzlich  verschwinden ;  manehmal 
zieht  sich  iiber  den  Riicken  der  Segmente  ein  breites  rotbraunes  oder  rotgraues 
Band  und  isoliert  davon  finden  sich  dann  auf  alien  Tergiten  fiber  der  Seiten- 
linie  kleine  rotbraune  Flecke,  von  denen  die  auf  Tergit  III  und  VI  am  grossten 
sind;  die  Flecke  des  genannten  Riickenbandes  enthalten  auf  jedem  Tergit  je 
einen  hellen  kleinen  ovalen  Fleck  am  Vorderrande  (Fig.  29  D).  Fliigel  etwas 
breiter  als  beim  cf ,  am  Vorderrande  ist  der  dunkle  Streif  (siehe  9  trocken) 
fast  stets  deutlich ;  die  Zalil  der  Queradern  im  Pterostimga  ist  meist  2,  selten 
3 ;  vor  diesen  liegen  keine  Queradern ;  die  Farbung  aller  Adern,  die  weisslichc 
Umsaumung  der  Queradern  auf  dem  dunklen  Streif  wie  bei  dem  trockenen  9 
(s.  u.).  Die  Beine  sind  sehr  hell  ockergelb  oder  mehr  hell  graubraunlich, 
die  Schenkel  nach  dem  Apex  hin  manehmal  etwas*  gedunkelt.  Schwanzborsten 
weisslich,  bis  fast  zum  Apex  sehr  deutlich  dunkelbraun  geringelt;  im  basalen 
Drittel  wechseln  breitere  kraftigere  mit  schwacheren  Ringeln  ab. 

Q  (trocken)  :  Kopf  und  Brust  gclbbraun  oder  ersterer  rotbraun,  Pro- 
notum  und  Mesonotum  mit  dunkler  brauner  Mittelzone,  die  von  der  hellen 
Mcdianlinie  geteilt  ist;  Seiten  und  Unterflache  der  Brust  heller  gelbbraunlich. 
Ilinterleib  nicht  durchscheinend,  oben  dunkelbraun;  die  beim  cT  und  beim 
9  in  Spirit  us  angegebenen  dunklen  Zeichnungen  sind  nicht  deutlich  gegen 
die  Grundfarbe  abgesetzt,  geben  al>er  doch  der  Ruckenflache  einen  sehr  dunklen, 
schwach  rotlichcn  Ton;  fiber  der  Seitenlinie  findet  sich  auf  den  mittleren 
(oder  alien?)  Tergiten  oft  ein  feiner  schwarzer  Punkt;  die  Unterflache  des 
Hinterleibes  ist  hell  gelbbraunlich  bis*  sehr  hell  ockergelb.  Schwanzborsten 
weisslich,  in  der  Mittc  mehr  gelblich,  die  Ringelung  deutlich  bis  zum  Apex, 
dunkelbraun,  in  der  Mitte  sehr  breit.  Beine  gelblich,  Schenkel,  besonders 
Vorderschenkel  manehmal  rotlich.  Fliigel  im  Costal-  und  Subcostal rau me  sehr 
deutlich  hell  russbraun  oder  umbrabraun  gefarbt  (1),  die  Adern  sind  braun¬ 
lich  (hell  russbraunlich),  nur  die  Queradern  zwisehen  Costa  und  Sektor,  wie 
auch  die  Bulla,  sind  bei  fast  alien  Beleuehtungsrichtungen  weisslich ;  die 
Queradern  des  gefarbten  Costal-  und  Subeostalraumes  sind  ganz  fein  weisslich 
umsaumt ;  im  Costalraume  keine  Queradern  vor  der  Bulla,  2  bis  5  einfache, 
fast  gerade,  im  Pterostigma;  der  Fliigel  ist  etwas  breiter  als  beim 


(1)  Nur  selten  ist  diese  Farbung  verblasst. 


60 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Subimago  (trocken) :  Brust  matt  dottcrgelb,  1 1  intcrlcib  obcn  matt  pech- 
braun,  an  den  Seiten  heller,  unten  seherbenfarbig.  Schwanzborsten  sepiagrau, 
mit  schwarzen  G-elenken.  V orderschenkel  dottergelb,  hintere  Beine  in  auf- 
fallendem  Lichte  scherbcnfarbig,  in  durchfallendem  mehr  nach  bernsteingelb 
neigend.  Fliigel  durchscheinend,  hell  braunlichgrau  gefiirbt,  der  Costal-  und 
Subcostalraum  dunkelbraun ;  Adern  dunkler  als  die  Menibran. 

Korperlange:  4  bis  4 i/2  mm  (</),  4i/2 — 5y2  mm (7);  Lange  des  Flugels: 
4 — 4y2  mm  (cf),  5 — 5y2  nun  [9  )  ;  Flugelspannung  also  etwa  9 — 10  mm(cf), 
11 — 12  mm  (9);  Schwanzborsten:  etwa  IV/2  mm  (cT?9) 

Material  (*)  :  In  meiner  Sammlung  2  cT  (in  Spiritus),  Semarang,  Java, 
Dez.  1909,  E.  Jacobson  leg.,  5  9  (in  Spiritus),  dsgl.;  ferner  5  cf  (trocken), 
Anping,  Formosa,  23.  VI.  1911  und  23.  VIII.  1911,  H.  Sauter  leg.;  2  9 
(trocken),  dsgl.,  16.  VIII.  1911;  6  cf  9  (in  Spiritus),  Manila,  Luzon,  19.  XI. 
1914,  Boettger  leg.;  20  (trocken  und  in  Spiritus),  Bangui,  Luzon,  I.  1918, 
Boettger  leg.  —  Im  Museum  Wien  2  9>  Ceylon,  Colombo,  6.  VI.  1902,  Dr.  Uzee 
leg.  —  In  Coll.  E.  Jacobson  5  cf  9  (in  Spiritus),  Fort  de  Kock,  Sumatra,  X. 
1913,  No.  1291;  ferner  7  <3*  9?  ibid.,  No.  1281;  3  cf ,  ibid.,  920  m,  Nov.  1920; 
2  Subim.  9,  ib.,  Okt.  1920,  No.  1303;  1  tf,  ib,  XI.  1913,  No.  1292;  5  9 , 

ib.,  Januar  1921;  2  cf  ,  ib.,  No.  1290;  2  9,  X.  1913,  ib.,  No.  1277;  3  Subim. 
9,  ib.,  X.  1913,  No.  1283;  1  9  >  ib.,  XI.  1913,  No.  1289;  ferner  4  Subim., 
Lasikin  (Simular),  IV.  1913,  No.  1300;  dies  alles  in  Spiritus,  E.  Jacobson  leg. 
—  Im  Museum  Buitcnzorg,  alles  in  Spiritus1,  Karny  leg.,  folgendes  Material : 
12  Wai  Lima,  Lampongs,  S.  Sumatra,  17.  XII.  1921,  Lichtfang  im  Hause, 
No.  482;  5  cf  9  ,  ib.,  5.  XII.  No.  319;  einige  c?  9  Buitcnzorg,  Java,  23.  II. 
1921;  1  cf,  Lampongs,  S.  Sumatra,  Lichtfang  im  Hotel  Tandjong  Karang, 
9.  XI.  1921,  Karny  ct  Siebers  leg.,  No.  1 ;  1  ,  Tjibodas,  Java,  1500  m, 

16.  VIII.  1921,  No.  121,  in  der  Umgcbung  des  Teiches  auf  Gebiisch  gekotschert ; 
Karny  leg. 

TTcimat :  Java,  Sumatra,  Simalur,  Philippinen,  Ceylon,  Formosa,  Bengalen, 
Tonkin. 

N.B.  Die  5  und  1  9  von  Anping,  die  ich  1912  als  Clo'eon  virens  Keai\ 
genannt  habe,  halte  ich  fiir  Cl.  marginale  Hag.,  trotz  der  grosseren  Zahl  von 
Queradern  im  Costalraume,  cine  Eigentumlichkeit,  die  sie  mit  einigen  Exein- 
plaren  von  Cho-Oanh  teilcn. 

17.  Cloeon  bimaculatum  Etn. 

Clo'eon  bimaculatum  Eaton,  Rev.  Monogr.  1885.  p.  182,  t.  17,  f.  31  d; 

(1)  Ausserhalb  des  bier  behandelten  Gebietes  auch  einige  Exemplare  von  Cho- 
Ganh,  Tonkin,  Lestage  ded. 


Ulmer  :  Epliemeropteren. 


61 


Klapalek,  Mitt.  Naturh.  Mus.  Hamburg  XXII.  1905.  p.  106;  Needham,  Rec. 
Ind.  Mus.  III.  1909.  p.  191,  t.  20,  f.  6,  10;  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus*.  XXXV. 
1913.  p.  113,  f.  12;  Lestage,  Ann.  Soc.  Ent.  Bel g.  LXI.  1921.  p.  219. 


cf  (in  Spiritus*):  Die  Tur- 
banaugen  (Fig.  30)  sind  auf  der 
facet tierten  Kuppe  hellrotlichgrau, 
das  Basalstiick  ist  an  der  Basis 
und  am  Apex  unter  der  Kuppe 
braunlich,  in  der  erweiterten 
Zone  sehr  hell  rotlich;  die  Form 
der  Tunbanaugen  ist  cylindrisch, 
sie  sind  doppelt  so  hoch  wie  das 
bleischwarze  Seitenauge,  die  bei-  pjg  30.  Qiogon  bimaculatum  Etn.  (Coll.  Jacob- 
tenkanten  des  Basalstuckes  sind  son,  Fort  de  Kock),  A.  Kopfdes  lateral; 
am  Ende  des  basalen  Drittcls  B.  Turbanaugen,  von  vorno. 

etwas  erweitert,  die  Kuppe  iiberragt  seitlich  kaum  die  Kanten  des  Basal- 
stiiekes.  Die  Ozellen  sind  schwarzlich  umraiulet;  das  Grundglied  der  Fiihler 
ist  am  Apex  wenig  gebraunt,  des  zvveite  Glied  dort  starker  und  ausgodehntcr 

braunschwarz.  Kopf  (soweit  sicht- 
bar)  und  Pronotum  ockergelblich, 
die  mittlere  Zone  des  letzteren  dun- 
kelbraun  bis  schwarzlich  gefarbt 
(vgl.  9  in  Spiritus) ;  Mesonotum 
und  Metanotum  wie  beim  Q  ,  die 
Hinterrander  fein  schwarzlich  ge- 
saumt.  Der  Hinterleib  (Fig.  31  C) 
ist  auf  den  Segmenten  II  bis  VI 
oder  VII  durchscheinend,  schwach 
braunlich,  fast  farblos,  mit  dunklen 
Flecken  geziert,  Tergit  I  und  die 
letzten  Seginente  sind  undurchsich- 
tig,  ebenfalls  dunkel  gezeichnet ; 
Tergit  I  ist  im  ganzen  gelbbraun 
oder  etwas  dunkler,  dem  Mesonotum 
ahnlich,  der  Hinterrand  schwarzlich 
gesaumt;  Tergit  II,  III  und  VI 
zeigen  stcts*  die  dcutlichste  und  dun- 
kelste  Zeichnung;  jederseits  auC 
Ff  Abdomen;  die8en  Tor  itcn  hcgt  cino  schwarz- 

A.  9,  dorsal,  bpiritua  (Coll.  Ui.mkr,  Java); 

B.  9,  ventral,  Spiritus  (Coll.  Ulmer,  Java);  braune-  ctwa  viereekige  brcite  F  igur, 
C.  lateral,  Spiritus  (Coll.  Jacobson,  die  den  Vorderrand  lange  nieht  er- 
Kort  de  Kock).  rcicht,  aber  eincn  sehmalcn  Ast  nach 


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62 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


vorn  und  dann  umbiegend  zur  Mittellinie  schrag  hinaufsendet ;  auf  Tergit 
IV  und  V  finden  sich  nur  Andeutungen  dieser  Zeichnung,  namlich  ein 
dunkler  Hinternandsaum,  ein  schmales  undeutliches  Mittelstuck  und  der 
genannte  schragc  Ast,  der  oft  verkiirzt  ist;  Tergit  VII  und  VIII  zeigen 
wieder  eine  ahnliehe  Figur  wie  Tergit  II  etc.,  aber  auf  Tergit  VII  ist  diesc 
Figur  ini  Innern  nicht  dunkel  ausgefiillt,  auf  Tergit  VIII,  das  auch  auf  dem 
Riicken  dunkel  gctuscht  ist,  ist  diese  Figur  rotlich  und  nur  ihr  vorspr ingender 
kurzer  Ast  dunkel;  Tergit  IX  ist  auf  dein  Riicken  hellrotlich  getuscht  und 
hat  nur  cinen  sehwachen  dunkleren  Langsstreif  an  der  Seite;  Tergit  X  ist 
auf  deni  Riicken  obenfalls  hellrotlich ;  die  Seitenlinie  ist  geschwiirzt.  Die 
Unterflache  des*  Ilinterleibes  ist  fast  farblos,  nur  die  letzten  drei  Stemite 
sind  etvvas  dunkler  und  zeigen  in  der  Mittelpartie  dunkelbraune  Langsfleckc 
(ahnlich  wie  beim  Q)  ;  die  vorhergehenden  Sternite  besitzcn  jederseits  der 
Mittellinie  vor  deni  Hinterrande  eincn  dunkelbraunen  Punkt.  Schwanzbor- 
sten  weiss,  die  ersten  zwei  Drittel  deutlich  schwarz  geringelt,  das  letzte  Drittel 
fast  ungeringelt;  in  der  ersten  Halfte  der  Schwanzborsten  wechseln  schmalc 
mit  breiten  Ringeln  ab.  Heine  sehr  hell  braunlichbernsteinfarben,  die  Schenkel, 
besondcrs  der  Vorderschenkel,  etwas  gebraunt,  in  der  apikalen  Halfte  rost- 
braun  gewolkt,  und  aussen  mit  einem  in  der  Mitte  unterbrochenen  schwarzen 
Langsst riche.  Fliigel  farblos,  durchsichtig,  nur  ini  Costal-  und  Subcostal- 
raumc,  besonders  in  der  Pterostigma-Region  etwas  getriibt ;  die  Adern  in 
durchfallendem  Lichte  farblos,  die  Langsadern  in  auffallendeni  Lichte  schwach 
braunlich ;  die  grosse  Querader  an  der  Subcosta,  ihre  Fortsetzung  zwischen 
Subcosta  und  Radius  und  der  basale  Teil  des  Radius  von  dieser  Querader  an 
bis  zur  Fliigelwurzel  verdickt  und  dunkelrotlichbraun,  so  das*s  ein  dunkler 
Fleck  an  der  Fliigelwurzel  entsteht ;  die  3  bis  4  Queradern  vor  der  Bulla 
sind  undeutlicher  als  die  der  Pterostiga -Region,  wo  auch  etwa  3  bis  4  liegen. 
Die  Genitalfiisse  und  der  Penis  wie  bei  Clo'eon  fluviatile  geformt. 

cf  (trocken) :  Brust  ol>en  pechfarben,  Hinterleib  oft  verfarbt,  dock  sind 
hiiufig  die  oben  beschriobenen  Figuren  deutlich  erkennbar;  Schwanzborsten 
weisslich  oder  braunlichweiss,  mit  schwarzen,  abwechselnd  breiten  und  schmalen 
Ringeln  bis  zum  Ende  des  zweiten  Drittels  der  Schwanzborsten.  Vorder¬ 
schenkel  in  der  apikalen  Halfte  rotlichbraun,  Schiene  und  Tarsus  heller  und 
mehr  gelb,  hint  ere  Schenkel  braunlichbernsteinfarben,  Schiene  und  Tarsus  etwa 
von  gleicher  Farbung.  Fliigel  durchsichtig,  farblos,  ohne  die  dunkle  Zeich- 
nung  des  7  (x),  nur  die  Umgebung  der  grosscn  Querader  an  der  Subcosta 
gedunkelt ;  die  Adeni  sind  liber  wei&vem  Untergrund  braun,  in  durchfallendem 
liichte  erscheinen  <lie  Queradern  weisslich,  die  Langsadern  hellbraunlich ;  im 
Costalraume  sind  Queradern  vor  der  Bulla  meist  kaum  siehtbar,  wenn  vor- 

(1)  Eaton  (Rev.  Monogr.  l.c.)  beschreibt  den  Fliigel  des  als  ebenso  gefleckt 
wie  den  des  o ,  doch  ist  das  wohl  sicher  ein  Irrtum,  worauf  schon  Needham  und 
Lestaok  hinwiesen. 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


63 


handen,  etwa  3  bis  4;  dann  folgen  manchmal  noch  etwa  2  undeutliche  und 
in  der  Pterostigma-Region  stets  3  bis  4  Queradern,  alle  einfach. 

9  (in  Spiritus) :  Gut  ausgefarbte  Exemplare  zeigen  folgende  Farben: 
Kopf  und  Pronotum  hell  ockergelblich  oder  mit  ganz  schwach  rosa- 
farbenem  Tone;  der  Kopf  hat  oben  zwischen  den  Augcn  zwci  schwarzliche 
gekrummtc  Langsstriche,  die  vorn  nahe  dem  Innenrande  des  schwarzen  Saumes 
der  hinteren  Ozellen  entspringen,  hier  nach  innen  uingebogen  sind  und  naeh 
hinten  etwas  iiber  die  Kopfmitte  hinausreichen;  hinter  diesen  zwei  sehvvarz- 
liehen  Strichen  finden  sieh  am  Hnterhauptsrande  zwei  ebenso  gefarbte  Punkte; 
auf  dem  Pronotum  ist  die  mittlere  Zone  im  ganzen  dunkler  (dunkelbraun, 
hinten  sogar  schwarzlich)  gefarbt;  diese  Mittelzone  wird  von  der  hellen  Mit- 
tclnaht  durchschnitten ;  seitlich  findet  sieh  vorn  je  ein  abgekiirzter  dunkel- 
brauner  Langsstrich,  hinten  ein  kleiner  schmaler  sehwarzcr  Dreieckfleck,  dessen 
Spitze  naeh  vorn  gekehrt  ist ;  der  Hinterrand  des  Pronotum  ist  fein  schwarz- 
braun  gesaumt ;  Meson otum  und  Metanotum  sind  im  ganzen  dunkler  (dun¬ 
kelbraun)  gefarbt  als  das  Pronotum,  besonders  die  Mittelzone  des  Mesonotum 
und  sein  Apex,  fcrner  das  Metanotum  fast  ganz,  aber  so,  dass  Mittellinie  und 
Pander  ringsherum  hell  bleibcn.  Der  Hinterleib  hat  cine  hell  oekergelblichc 
oder  schwach  rosa  Grundfarbung  und  folgende  Zeichnungen  von  russbrauner 
oder  kastanienbrauner  Farbe  (siehe  Fig.  31  A)  :  Tergit  I  ist,  abgeschen  von 
der  Mittellinie,  ganz  dunkel ;  auf  Tergit  11  und  III,  ahnlich  auf  Tergit  V 
und  VI  befindet  sieh  jederseits  eine  rechteckige,  innen  offene  Figur,  die  von 
ihrer  Hinterecke  und  dem  Aussenrande  her  einen  breiten  Auslaufer  sehief 
auf  die  Flache  hinauf,  zur  Mittellinie  hin  naeh  vorn  gerichtet,  aussendet ; 
dieser  Auslaufer  fiillt  manchmal,  besonders  auf  Tergit  II  und  VI,  den 
grossten  Teil  des  reehteckigen  Raumes  aus;  auf  Tergit  III,  VII  und  VIII  sind 
die  Figuren  schwacher,  in  der  Grundform  ahnlich;  die  reehteckigen  Figuren 
sind  vorn  starker  und  dunkler  (fast  schwarzlich)  umrandet  als  hinten  und 
zeigen  prinzipielle  Ahnlichkeit  mit  den  entsprechenden  Figuren  des  c?  • 
Tergit  IX  und  X  sind  ungezeichnet ;  durch  die  dunkle  Fleckenzeichnung 
erscheint  die  Oberseite  des  Hinterleibes  (Tergit  II  bis  VIII),  mit  blossem 
Auge  bctrachtet,  in  der  Mittellinie  hell,  an  den  Seiten  breit  dunkel.  Die 
Unterflache  des  Hinterleibes  zeigt  eine  ahnliche  oder  etwas  hellere  Grundfarbe 
wie  die  Oberseite  und  jederseits  der  Mittellinie  (Fig.  31  B)  einen  dunkel- 
braunen  breiten  Langsstreifen  auf  Sternit  11  (oder  III)  bis  IX;  diese  Langs- 
streifen  sind  nach  vorn  an  der  Innenseite  ausgebuchtet,  auf  den  ersten  der 
genannten  Sternite  etwa  um  ihre  cigenc  Breite  von  einander  entfernt,  nahcrn 
sieh  auf  den  letzten  Segmenten  etwas  mehr  (')  und  sind  auf  den  Gelenken 
der  Segmente  am  dunkelsten  (bis  braunschwarz) ;  bei  zusammengeschobenen 
Segmenten  ibilden  sic  auf  dcr  Unterflache  des  Hinterleibes  zwei  etwa  parallele 
ununterbrochene  Langsbinden;  bei  mehr  ausgedehnten  Segmenten  lasst  jeder 

(•1)  Sie  konnen  auf  Sternit  VII  bis  IX  sogar  mit  ihrem  analen  Ende  zusam- 
menstossen  und  dadurch  auf  jedem  dieser  Segmente  zusammen  ein  V  bilden. 


64 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Langsstreif  den  Vorderrand  der  Segmente  frei;  zwischen  den  Langsstreifen, 
und  zwar  in  dercn  innerer  Ausbuchtung  nahe  dem  Vorderrande  der  Sternite 
111  (oder  IV)  bis  VIII  finden  sicli  noch  zwei  dunkelbraune  kurze  Langs- 
striche,  die  analwarts  divergieren  und  sieh  mit  den  Langsstreifen  manchmal 
vereinigen;  ausserhalb  der  Langsstreifen  finden  sich  manchmal  nocli  ahge- 
kiirzte  schwacher  ausgepragte  braune  Liingsstriche,  und  endlich  noeh  ist  die 
Seitenlinie  an  den  Stigmen  oft  durch  schwarzliche  Punkte  oder  kurze  Liings- 
striche  gezeiehnet.  —  Bei  Bxemplaren  mit  schwacher  ausgepriigter  Flecken- 
zeiehnung  sind  die  dorsalen  Figuren  manchmal  mehr  oder  weniger  ausgeloscht, 
bleiben  immer  aber  auf  Tergit  11  (und  III)  und  auf  Tcrgit  VI  am  deutlichsten 
und  umfangreichsten ;  aucli  die  ventralen  Figuren  finden  sich  bei  alien  vor- 
liogenden  Exemplaren  wenigstens  auf  den  mittleren  und  letzten  Stemiten ;  auf 
den  vorderen  konnen  sie  bis  auf  die  zwei  queren  Hinterrandsst riche 
vcrschwinden  (1).  Schwanzborstcn  weisslich  oder  gelblich weiss,  sehr  deutlieh 
braunschwarz  geringelt  an  den  Gelenken,  und  ausserdem  ist  etwa  vom  achten 
Gliode  an  bis  fast  zum  Apex  hin  jedes  zweite  oder  dritte  Glied  vollig  braun¬ 
schwarz  gefarbt.  Beine  gelblich  oder  hellbraunlichgelb,  die  Schenkel  aussen 
mit  einem  etwa  in  der  Mitte  unterbrochenen  feinen  schwarzlichen  Liingsstriche; 
Schenkel,  wenigstens  Vorderschenkel,  in  der  apikalen  Halfte  oft  braunlich 
gewolkt.  Die  Fliigel  sind  farblos,  durchsichtig,  aber  mit  zwei  deutlichen 
dunklen  Flecken  gezeiehnet ;  an  der  Basis  des  Costalraumes  and  des  Subcos- 
talraumes',  von  der  Fliigel wurzel  bis  gerade  fiber  die  grosse  Querader  hinaus, 
findet  sich  ein  rotlichbrauner  Fleck;  in  der  Pterostigma-Region  sind  Costal- 
und  Subcosta lraum  hell  bis  dunkel  russbraun  gefarbt ;  diescr  Fleck  reicht  bis 
zum  Apikalrande,  schliesst  im  Costalraume  einen  ungefiirbten  Raum  ein  und 
wird  von  den  weissen  Queradem  durchschnitten ;  zwischen  den  basalen 
rotlich  braunen  und  dem  apikalen  russbraunen  Flecke  ist  die  ganze  Partie 
liings  der  Costa  oft  hell  gelblichbraun  oder  hell  graubraun  get  out ;  die  Adern 
sind  fiber  weissem  Untergrunde  braun  (umbra-  bis  russbraunlich),  nur  die 
Queradern  des  Costal-  und  Subeostalraumes  sind  weiss’  und  in  der  Ptero¬ 
stigma-Region  weisslich  umsaumt  (die  vorhergehenden  schwacher  umsauint) ; 
im  Costalraume  finden  sich  vor  der  Bulla  etwa  4  deutliche  Queradeni,  dann 
folgcn  noch  etwa  2  ahnliche  und  endlich  in  der  Pterostigma-Region  etwa  3 
bis  4  noch  kraftigere,  alle  einfach. 

5  (trocken) :  Dem  und  dem  Q  in  Spiritus  sehr  ahnlich  ;  die  Queradern 
in  der  vorderen  Fliigelpartie  sind  verdickt,  weisslich  umsaumt,  ahnlich  wie 
beim  9  von  Clo'eon  dipterum  L. 

Subimago  (trocken) :  Korper  braun,  auf  dem  Hinterleib  undeutlich 
schwa rzlichgrau  gezeiehnet.  Beine  grau,  die  Schenkel  ebenso  gezeiehnet  wie 

(1)  Ich  sehe  dabei  von  noch  ganz  unausgefiirbten  Oder  vielleicht  durch  Spiritus 
entfarbten  Stucken  ab;  sie  haben  die  Fleckenzeichnung  kaum  angedeutet  und  ihnen 
fehlt  auch  die  dunkle  Zwchnung  der  Fliigel. 


Ulmer:  Ephemeropteren. 


65 


bei  der  Imago;  Schwanzborsten  hellgrau,  ziemlich  undeutlich  geringelt. 
Fliigel  (schwarzlich-)grau  (im  Gegensatz  zu  Cloeon  marginale) ,  Adem  nocli 
dunkler;  von  den  beiden  costalen  Flecken  ist  auch  beini  9  nur  basale 
sichtbar. 

Korperlange:  4 — 5  mm(cf),  4 — 6  mm(9)>  Lange  des  Vorderflugels: 
4 — 5  mm(cf)>  4 — 7  mm  ( Q  )  >  FliigeLspannung  also  etwa  9 — 11  mm  (cf ),  9 — 15 
mm  (9)j  Schwanzborsten:  9 — 13  mm  (cf),  9 — 11  mm(9);cf  cf  im  allgemeinen 
kleiner  als  9  9  • 

Material  0) :  Zahlreiche  9  in  Spiritus,  von  Java,  E.  Jacobson  leg., 
Semarang,  Juni,  Sept.,  Nov.,  Dez.  1909,  Januar,  Februar  1910,  Batavia,  Febr. 
1908,  Wonosobo  Mai  1909,  Gunung  Ungaran  Juni  1910,  in  meiner  Sammlung. — 
In  Coll.  Jacobson  2  9  (in  Spiritus),  Fort  de  Kock,  Sumatra,  920  m,  Okt. 
1920,  No.  1303,  Jacobson  leg.;  ferner  1  cf,  ibid.,  XI.  1913,  No.  12.92.;  ferner 
etwa  20  9,  ib-,  Nov.  1920;  1  9  >  ibid.,  X.  1913,  No.  12.97;  1  9>  Padang, 
Sumatra,  IX.  1913,  No.  12.96;  2  9,  Fort  de  Kock,  XI.  1913.  No.  12.76; 
4  cf,  ib.,  XI.  1913,  No.  12.90;  12  9,  ib.,  X.  1913.  No.  12.81.  4  9,  ib., 
Januar  1921,  No.  13.04;  1  cf,  ib.,  Nov.  1920;  18  9  ,  ib.,  Nov.  1920;  3  9,  ib., 
No.  12.91;  alles  in  Spiritus,  Jacobson  leg.  —  Im  Museum  Buitenzorg  1  9 
(in  Spiritus),  Wai  Lima,  Lampongs,  S.  Sumatra,  17.  XII.  1921,  Lichtfang 
im  Hause,  No.  482,  Karny  leg.;  1  cf  Tjitjuruk — Salak,  800  m,  Java,  6.  III. 
1921;  1  9  >  Buitenzorg,  22.  IX.  1921;  mehrere  Subim.  cf  9  ,  Buitenzorg,  Java, 
10.  II.  1921;  1  9  ,  ibid.,  6.  VI.  1921;  2  9  ,  ibid.,  28.  IV.  1921. 

Ileimat:  Ceylon,  Java,  Sumatra,  Bengalen,  Tonkin,  China. 

N.B.  (Zu  den  Clo'eon-Arten  der  indo-malayischen  Region) : 

Die  Arten  der  Gattung  Cloeon  sind  hinsichtlich  des  Langenverhaltnisses 
der  Beinglieder  (besonders  am  Vorderbeine  des  cf)  gar  nicht  gleichmassig. 
Die  3  hier  behandelten  Arten  nebst  den  2  andern  aus  der  indoinalayischen 
Region  (Cloeon  pidchcllum  Bks.  von  Bengalen  und  Cloeon  fluviatile  Ulm. 
von  Neu-Guinea)  bilden  cine  besondcre  zusammengehorige  Gruppe,  zu  welcher 
auch  Cloeon  africanum  Ulm.  zu  reclmen  ist.  Am  Vorderbein  des  cf  (Fi&-  27) 
ist  bei  alien  diesen  Arten  (1 2)  die  Schiene  fast  doppelt  so  lang  wie  der  Schenkel, 
der  Tarsus  fast  so  lang  wie  die  Schiene;  Tarsalglied  II  1st  verhaltnismassig 
lang,  je  nach  den  Arten  etwas  kiirzer  als  Glied  III  und  IV  zusammen  (Cl. 
marginale)  oder  etwa  ebenso  lang  (Cl.  bimaculatum,  virens,  africanum)  oder 
etwas  langer  (Cl.  fluvial ile )  ;  am  Hinterbeine  des  cf  ist  die  Schiene  etwa 

(1)  Ausserhalb  des  hier  behandelten  Gebietes:  2  9,  China.  23.  X.  1913,  Mell  leg., 

im  Museum  Berlin.  —  Zahlreiche  cf  ?  9  und  Subim.,  Ganh,  Tonkin,  Lestage  ded., 

in  meiner  Sammlung. 

(2)  Cloeon  pulchellum  ist  mir  allerdings  nicht  bekannt. 


5 


66 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


lYo  so  lang  wie  der  Schenkel,  dcr  Tarsus  etwa  %  so  lang  wie  die  Schiene; 
Tarsalglied  I  ist  etwa  2  raal  so  lang  wie  II,  dieses  2  bis  3  mal  so  lang  wie  III 
und  etwa  gieich  IV  (Fig.  27). 

Die  fiinf  indomalayischen  Cloeon-Arten.  sind  folgendermassen  zu  unter- 
seheiden : 

la.  llinterleib  ungezeichnet ;  im  Vorderfliigel  vor  der  Bulla  keine  Queradern; 
Turbanaugen  des  cf  pilzformig;  Fliigel  des  9  mit  griinlichem  Costal- 

streif  .  Cl.  virens  Klap. 

ifr.  llinterleib  mit  deutiichen  dunklen  Figuren  .  2 

2 a.  Keine  Queradern  vor  der  Bulla;  Unterflacke  des  Ilinterleibes  ohne 

Zeicimung  .  3 

2b.  Einige  Queradern  vor  der  Bulla  vorhandeu ;  Unterfliiche  des  Hinter- 

leibes  meist  mit  Zeichnung  .  *1 

3a.  Oberfliiche  des  Ilinterleibes  jederseits  mit  dunklen  liinglich-dreieckigem 
Flecke,  wenigstens  auf  Tergit  ill  und  VI (o');  dunkle  breitere  Figuren 
auf  der  Oberflache  des  Ilinterleibes,  Fliigel  am  Costalrande  hellrussbraun 

oder  umbrabraun  .  Cl.  marginale  Hag. 

3 b.  Oberflache  des  Ilinterleibes  nur  auf  Tergit  VI  mit  grossem  dunklen 
Fleck  jederseits,  Tergit  II  und  HI  auch  braun  gezeiclmet  (cf) ; 
Hinterleib  dunkel  (ob  ohnc  Flecken?),  am  Fliigel  nur  die  Costa 

gelblich  ( Q )  .  CL  pulcliellum  Bks. 

4a.  Turbanaugen  des  0  cylindrisch,  Hinterleib  oben  mit  breiten  seitlichen 
Figuren,  die  vorn  einen  schmalen  Ast  zur  Mittellinie  senden; 
Fliigel  des  9  n1^  deutlicher  dunkler  Fleckenzeichnung  im  Ptero- 

stigma  .  Cl.  bimaculatum  Etn. 

46.  Turbanaugen  des  q  kurz  und  breit,  die  Kuppe  iibcrragt  die  Seiten 
des  Basalstiickes  dcutlich;  Hinterleib  oben  mit  geringerer  Zeichnung,  die 
hauptsachlich  aus  zwei  seitlichen  dunklen  rundlichen  abgekiirzten  Flecken 
auf  Tergit  111  und  VI  besteht ;  beim  9  treten  noch  dunkle  Mittelfiguren 
liinzu;  Fliigel  des  9  am  Costalrande  schwach  gelblich.  Cl.  fluviatile  Ulm. 

18.  Pseudocloeon  Klraepelini 

Pseudocloeon  Kraepelini  Klapalek,  Mitt.  Naturh.  Mus.  Hamburg.  XXII. 
1905,  p.  105;  Ulmer,  Not.  Leyden  i\Ius.  XXXV.  1913,  p.  111. 

(-f  (trocken)  :  Obcrer  Abschnitt  der  Augen  (Turbanaugen)  sepiabraun, 
an  den  Randern  lichter  (nacli  Klapalek  ;  jetzt  braunschwarz  am  Rande 
rotbraun),  unterer  Abschnitt  der  Augen  sohwarz;  Turbanaugen  doppelt 
so  gross  wie  das  Seilenauge.  selir  breit,  den  Kopf  vollstandig  bedeckend 
und  ihn  seitlich  und  nach  hinten  iiberragend;  die  facettierte  Kuppe  iibcrragt 
das  Basalstuck  seitlich  stark ;  also  wie  bei  P.  obscurum  Ulm.  (vgl. 
Fig.  34).  Brust  hell  isabellfarben,  fast  bernsteingelb,  Mesonotum  iiber  der 
Fliigelwurzel  etwas  dunkler,  die  Falten  und  Niihte  an  den  Seiten  der 


Ulmer  :  Fphemeropteren. 


67 


etwas  dunkleren  Mittelbrust  lichter,  gelb.  Hinterleib  isabellfarben,  schwacli 
durchscheinend  auf  den  mittleren  Segmenten ;  die  letzten  2  oder  3  cinen  Ton 
dunkler  als  die  Brust  und  nicht  durchscheinend;  liber  der  Seitenlinie  auf 
Tergit  II  bis  VIII  (auf  letzterem  undeutlich)  mit  einein  etwas  schiefen 
(anal warts  sich  der  Seitenlinie  nahernderi)  van  Dyke-braunen  (dunkcl  russ- 
braunen)  Langsstriche  jederseits;  die  Seitenlinie  selbst  auch  dunkler,  ebenso 
die  H  inter  ran  der  aller  Segmente;  die  dunkelrussbraunen  Langsstriche  konnen 
rotbraun  umtuseht  sein,  wodurch  sie  undeutliclier  werden  und  wodurch 
die  seitlichen  Partien  der  Segmente  im  ganzen  dunkler  erscheinen ;  dicht. 
VrIII  ein  schmales  dunkelrotbraunes  Langsband.  Schwanzborsten  fehlend. 
anschliessend  unter  der  Seitenlinie  sieht  man  noch  auf  den  Stemiten  II  bis 
Mesosternit  wie  bei  I\  obscurum  Ulm.  Beine 
strohgelb,  die  Sehenkel  nach  dcm  Apex  hin 
mehr  braunlichgelb  und  die  Knie  braun. 

Vordertarsus  (Fig.  32  A)  %  so  lang  wie 
die  Schiene,  diese  fast  IV2  mal  so  lang  wie 
der  Sehenkel ;  die  Schiene  erscheint  verhalt- 
nismassig  lang.  Fliigel  farblos,  durchsichtig, 
die  Adern  iiber  weissem  Untergrunde  deut- 
lich,  fein  russbraun,  nur  die  drei  erstcn 
Langsadem  mehr  gelblich,  aber  ebenso 
deutlich,  da  sie  starker  sind;  vor  der  Bulla 
im  Costalraume  keine  Queradern,  nur  im 
Pterostigina  5  bis  7  deutliche,  etwas  schiefe 

Queradern,  die  z.  T. 
verkiirzt  sein  kon¬ 
nen  ;  die  Nervatur 
ist  genau  so  wie  bei 
Pseudoclo'eon  obscu¬ 
rum  Ulm.,  nur 
ist  die  ersto  Quer- 
ader  zwischen  Ra¬ 
dius  und  Sektor  wei- 
ter  basal  gestellt, 
um  etwa  IV2  ihrer 
Lange  von  dcr  dar- 
unter  befindlichen 
Querader  entfernt ; 
auch  die  Querader 
weicht  ebenso  weit 


Fig.  33.  Psendoclot'on 
Kraepelini  Klap.  ( M  useum 
Hamburg,  Type),  Geni- 
talanhange  des  cT ; 

A.  Genitalfuss,  ventral; 
B.  Apex  des  Genital- 
fusses,  von  innen. 


Fig.  32.  PseudocloSon  Kraepelini 
Klap.  (Museum  Hamburg,  Type), 
Beine  des  ;  A.  Vorderbein; 

B.  Hintertarsus,  starker  vergrossert 
als  A  und  C;  C.  Hinterbein. 


zwischen  Subcosta  und  Radius* 
zuriick  wie  die  erstgenannte. 
(jenitalfiis.se  (Fig.  33)  gelblichweiss  bis  braunlichgelb, 
das  zweite  died  (nach  Klapalek)  dunkler  als  der 
Korper,  mehr  braun;  Basalglied  s*ehr  kriiftig,  walzen- 


68 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


formig;  zweites  Glied  an  dor  Ba^sis  breit,  apikalwiirts  stark  verschmalert,  die 
Grenze  zwischen  ihm  uiul  dcm  schlanken  etwas  keulenformig  verdickten 
dritten  Gliede  ist  undeutlich;  viertes  Glied  sehr  kurz,  etwas  verdickt,  „in 
meiner  fast  loffelartigen  Vertiefung  der  Vorderseite  des  dritten  Gliedes” 
eingelenkt.  (*) 

Subimago  (trocken) :  Der  Imago  ahnlich,  die  Fliigel  graulich  getriibt. 

Korperlange:  kaum  5  mm;  Lange  des  Vorderfliigels:  5y2  mm;  Fliigel- 
spannung  also  etwa  12  mm. 

Material:  3  (/ ,  1  Subimago,  Buitenzorg,  Java,  24.  II.  —  12.  III.  1904, 
Kraepelin  leg.,  im  Museum  Hamburg. 

Ileimat:  Java. 

19.  Pseudocloeon  obscurum  Ulm. 

Pseudocloeon  obscurum  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913,  p.  Ill, 
f.  10,  11. 

cf  (in  Spiritus) :  Oberer  Abschnitt  der  Augen  (Turbanaugen)  isabell- 

farben,  untercr  schwarz ;  die  Tur- 
banaugen  (Fig.  34)  sind  etwa  doppelt 
so  gross  wie  die  Seitenaugen,  sehr 
breit,  die  facettierte  Kuppe  uberragt 
das  Basalstuck  seitlich  stark,  also  wie 
bei  P.  Kraepelini.  Brust  oben  sehr 
hell  isabellfarben,  die  Nahte  fein 
braun,  unten  und  an  den  Seiten 
gelbbriiunlich,  die  Falten  und  Niihte 
braun.  Ilinterleib  hell  graubraunlich, 
schwach  durclischeinend,  auf  den  letz- 
ten  2  oder  3  Segmenten  mehr  gelb- 
braunlich  und  nicht  durchscheinend ; 
alle  Hinterrander  dunkler  graubraun ;  die  Tergite  I  bis  VII  besitzen  einen 
etwas*  schiefcn  sepiabraunen  Langsstrich  fiber  der  Seitenlinie  (wie  bei  P. 
Kraepelini  Klap.)  auch  auf  Tergit  VIII  und  IX  sind  diese  Laangsstriclie  manch- 
mal  angedeutet;  die  Stigmen  sind  durch  schwarze  Punkte  oder  abgekiirzte 
schwarze  Langsstriche  gekennzeichnet ;  unter  der  Seitenlinie  auf  St  emit  II 
bis  VII  (oder  VIII)  cine  zur  Seitenlinie  parallele  Reihe  von  sepiabraunen 

(1)  Ich  gebe  absichtlich  nur  die  Figur  des  einen  Genitalfusses;  in  den  Typen 
sind  durch  Zusammentrocknung  die  G-enitalfusse  einander  so  genahert  dass  die  Innen- 
kanten  der  Basalglie^er  an  einander  stossen;  eine  solche  Darstellung  wtirde  aber 
sicher  ein  falsches  Biid  geben. 


Fig.  34.  Pseudocloeon  obscurum  Ulm.  (Coll. 
Ulmer,  Type),  Kopf  des  <3%  lateral. 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


69 


Langsstrichen.  Mesosternit  sehildformig-dreickig,  etwa  iy2  mal  so  lang  wie 

breit,  die  Seiten  konvex.  [Schwanzbor- 

sten  fehlend.]  Beine  hell  graubriiun- 

lich,  die  Knie,  die  Gelenke  der  Tarsal- 

glieder  urid  die  Krallcn  braun.  Vordcr- 

tarsus  fast  genau  so  lang  wie  die  Schiene, 

dievse  1%  mal  so  lang  wie  der  Schenkel 

(Fig.  35).  Fliigel  durchsiehtig,  deutlich 

gebWiunt,  die  Adern  braun  (graulich- 

braun) ;  im  Costalraume  vor  der  Bulla 

keine  Queradern,  in  der  Pterostigma- 

Region  7  bis  9,  meist  regelmassige,  fast 

gerade  Queradern,  von  denen  einige 

verkiirzt  sein  konnen ;  die  erste  Quer- 

uder  zwischen  Radius  und  Sektor  ist 

lioehstens  um  ihre  eigene  Lange  von 

der  darunter  befindlichen  Querader 

entfernt.  Genitalfiisse  (Fig.  36)  grau- 

braunlieh;  das  Basalglied  ist  dick,  cy- 

iindrisch,  etwas  kiirzer  als  breit;  das 

zweite  Glied  ist  an  der  Basis  breit, 

apikalwarts  stark  verschm  alert ;  Glied 

III  ist  schlank,  so  lang  wie  die  beiden  „  _  ^ 

rig.  3u.  Pseudoclodon  obscurum  Ulm. 

(Coll.  Ui.mer,  Type),  Beine  des  cT  ; 

A.  Vorderbein;  B.  Hinterbein;  C.  Hin- 
tertarsus,  starker  vergrossert. 

ersten  Glieder  zusammen,  vor  dem  Apex  etwas 
keulenformig  vcrdiekt  (x) ;  Glied  IY  ist  sehr 
kurz,  etwa  eiformig  und  anscheinend  an  das 
dritte  Glied  angesetzt,  welches  keine  apikale 
Aushohlung  zu  haben  scheint. 

9  (in  Spiritus) :  Dem  cf  sehr  ahnlich,  Ter- 
gite  II  bis  VI  sehwach  rotlich,  diese  (und  auch 
die  nahsten  Tergite  weniger  deutlich)  mit  2  farb- 
losen,  z.  T.  aus  Punkten  zusammengesetzten, 
abgekiirzten,  wschief  liegenden  Langsst  richer* 
neben  der  Mitt  ell  inie,  am  Vorderrande  der  Segment  e  beginnend  und  etwa  bis* 
zur  Mitte  sich  erstreckend,  anal  warts  stark  divergierend.  Scliwanzborsten 
graubraunlich,  ungeringelt. 


Fig.  36.  Pseudoclo&'on  obscu- 
rum  Ulm  (Coll.  Ulmer, Type), 
Genitalanhange  des 
ventral. 


(1)  Den  starken  subapikalen  Vorsprung  des  dritten  Gliedes,  den  ich  1913  (1.  c.  f. 
11)  darstellte,  sehe  ich  njcht  an  meinen  Typen. 


70 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Korperlange :  5*4 — 6Y2  nun ;  Lange  des  Vorderf liigels :  5*4  6  mm ; 
Fliigelspannung  also  etwa  12  bis  13  mm. 

Material:  2  c? .  Wonosobo,  Java,  E.  Jacobson  leg.,  April  1909;  ferner  1 
9  0),  Gunung  Ungaran,  Java,  Dez.  1909,  Jacobson  leg.,  alles  in  Spiritus,  in 
meiner  Sammlung. 

Heinval  :  Java. 

N.B.  P.  obscurum  1st  mit  P.  Kraepelmi  sehr  nahe  verwandt;  der  Ilaupt- 
unterschied  liegt  in  den  Vorderbeinen  des  . 

20.  Pseudocloeon  Boettgeri  n.sp. 

o  (trocken) :  Oberer  Abschnitt  der  Augen  (Turbanaugen)  schwarz,  urn 
den  Rand  herum  rot  bra  mi,  untercr  Abschnitt  (Seitenaugen)  schwarz;  Tur¬ 
banaugen  (Fig.  37)  aussergewohnlich 
schmal,  die  facet tiertc  Kuppc  kaum 
grosser  als  die  Seitenaugen,  so  dass 
der  ganze  Vorderteil  des  Kopfes  (und 
auch  das  Pronotum)  nicht  von  ihnen 
verdeckt  wird.  Kopf  braunschwarz, 
Flihler  graubraun,  etwa  umbrafarben. 
Pronotum  braunlichgelb,  hier  und  da 
dunkler,  besonders  an  den  Seiten  und 
am  Hinterrande;  Mesonotum  gelb- 
braun,  am  Apex  heller,  mehr  ocker- 
gelb,  zu  bciden  Seiten  der  Mittelnaht 
dunkler  braun.  Metanotum  umbra- 
braiui,  am  Apex  heller,  mehr  ocker- 
gelb.  Pie  Seiten  der  Brust  sind  gelbbraun,  bier  und  da  dunkler  ;  Mesostemit 
wie  bei  P.  abscurum  Ulm.  geformt.  Hinterleib  auf  Segment  T  russbraun, 
auf  Segment  VII  (oder  VIII)  bis  X  dunkelrussbraun,  auf  den  mittleren 
Segmenten  gelbbraun,  nur  sehr  schwach  durchscheinend ;  die  Hinterrander  der 
Segment e  I  bis  VII  (oder  VIII)  ziemlich  breit  dunkelrussbraun,  iiber  der 
Seitcnlinie  auf  diesen  Segmenten  mit  ebensolchem  oder  fast  schwarzem 
Langsstrich,  (unter  dem  man  bei  starker  Vergrosserung  die  Tracheenstamme 
erkennt) ;  der  Riieken  der  Tengite  im  ganzen  etwas  heller  als  die  seitlichen 
Partien;  die  Unterflache  des  Hinterleibes  einen  Ton  heller  als  die  Oberflache. 
Schwanzborsten  hellgraulichgelb  bis  braunlichweiss,  schwach  dunkler  geringelt. 
Vorderbeine  umbrabraunlich,  Knie  und  Apex  der  Schiene  etwas  dunkler; 
hintere  Beine  moist  etwas  heller,  .mehr  nach  unrein  gelb  hin;  alle  Beine 


Fig.  37.  Psendocloeon  Boettgeri  Ulm. 
(Museum  Buitenzorg,  Sumatra), 
Kopf  des  lateral. 


(2)  Dies  9  wurde  1 9»1 3,  1.  c.,  von  mir  als  P.  Kraepelini  angesehen. 


Ulmer  :  Epliemeropteren. 


71 


bernsteingelb  durchscheinend,  die  Vorderschenkel  dann  etwas  dunkier  bleibend, 
die  Vorderschiene  und  der  Vordertarsus  dann  mehr  braunlichweiss  erschei- 
nend;  Vordertarsus  %  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  fast  IV2  mal  so  lang  w  e 
der  Schenkel,  die  Schiene  also  verhaltnismassig  lang,  und  die  Langenverhalt  • 
nisvse  sind  wie  bei  P.  Kraepelini  Klap.  (vgl.  Fig.  32).  Fliigel  farblos,  durch- 
siehtig,  stark  irisicrend,  die  Adern  auf  weissem  Untergrunde  deutlich,  fein 
russbraun,  nur  die  3  ersten  Langsadern  mehr  gelblich,  aber  ebenso  deutlich, 
da  sie  starker  sind;  im  Costalraume  vor  der  Bulla  keine  Queradern,  in  der 
Pterostigma-Region  3  bis  6  deutliche  Queradern,  von  denen  meist  nur  3  ganz 
ausgebildet  sind,  wahrend  die  anderen,  falls  iiberhaupt  entwickelt,  stark 
verkiirzt  sind;  selten  ist  die  cine  oder 
andere  dieser  Queradern  gegabclt. 

Gcnitalfiisse  (Fig.  38)  gelbbraun  l>is 
dunkier  braun,  ahnlich  wie  bei  P.  <>b- 
scurum  Ulm.  geformt,  doch  ist  das 
zweite  Glied  entschieden  langer,  etwa 
1 1/2  mal  so  lang  wie  Glied  I  und  etwa 
%  so  lang  wie  Glied  III;  Glied  IV 
ist  kurz  eiformig. 


cf  (in  Spiritus)  :  Farbc  im  all- 
gemeinen  heller,  mehr  gelbbraun,  die 
mittleren  Segmente  des  Hinterleibes 
etwas  starker  durchscheinend,  die  II  in-  Fig.  38.  Pseudocloeon  Boettgeri  Ulm. 

terrandsaume  braun,  deutlich,  die  (Coll.  Ulmer,  Dansalan), 

Tracheenstamme  iiber  der  Seiten-  OenitalanhUnge  des  d,  ventral, 
linie  schwarzlich  durchscheinend;  Vorderbeine  grauweisslich,  hintere  Beinc 
ebenso,  die  Tarsen  uberall  etwas  dunkier,  die  Tarsalgelenke  des  Vorderbeines 
schmal  braun.  Die  Turbanaugen  (Fig.  37)  sind  fast  vollkommen  cylindrisch, 
an  der  Basis  etwas  dicker,  vor  der  faccttiorten  Kuppe  schwach  eingevchniirt. 

9  (in  Spiritus):  Ahnlich  dem  (f  in  Spiritus;  die  Hinterrander  der 
Hinterleibssegmente  kaum  dunkier;  die  Unterflache  des  Hinterleibes  heller 
als  beim  cT,  fast  farblos,  durchscheinend. 

Korperlange:  3Y2 — 4  mm;  Lange  des  Vorderfliigels :  4  mm;  Fliigelspan- 
nung  also  etwa  9  mm ;  Schwa nzborsten :  etwa  9  mm  (rf ) . 

Material:  18  $  (trocken  und  in  Spiritus  ubertragen),  Dansalan,  Min¬ 
danao,  5.  II.  1915,  Boettger  leg.,  in  meiner  Sammlung.  —  1  d  >  I  ^  0n  Spi¬ 
ritus),  Wai  Lima,  Lampongs,  Siid-Sumatra,  6.  XII.  1921,  im  hohen  Grase, 
Karny  leg.,  No.  323,  im  Museum  Buitenzorg. 

Heimat:  Philippinen  und  Sumatra. 


72 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


N.B.  Derselben  Art  gehoren  wahrscheinlich  auch  noch  4  andere  (f  von 
Sumatra  an  (ebenfalls  Wai  Lima,  Lampongs,  5.  XII.  1921,  Lichtfang  im 
Ilause,  No.  319,  Karny  log.,  in  Spiritus,  Museum  Buitenzorg) ;  s*ie  unter- 
scheiden  sioli  nur  durch  hellere  Farbung  (im  ganzen  mehr  isabellfarben)  und 
durch  die  durchscheinend  weisslichen  mittleren  Hintcrleibsegmente;  vielleicht 
auch  sind  die  Turbanaugen  ein  klein  wenig  dicker. 

Die  3  Pseudocloeon- Arten  des*  indomalayischen  Gebietes  sind  im  mannli- 
chen  Geschlechte  leicht  zu  unterscheiden : 

If/.  Turbanaugen  ausscrgewohnlich  schmal,  die  facettiertc  Kuppe  kaum  gros¬ 
ser  als  die  Seitenaugen ;  Vordertarsus  %  so  lang  wie  die  Schiene,  diese 
fast  1  Yo  mal  so  lang  wie  der  Schenkel,  die  Schiene  also  verhaltnismassig 

lang  .  P.  Boettgeri  Ulm. 

lb.  Turbanaugen  sehr  breit,  den  Kopf  vollig  bedeckend,  doppelt  so  gross 

wie  das  Seitenauge  .  2 

2«.  Vorderbeine  wie  bei  I\  Boettgeri  (s.o.),  die  Schiene  also  verhaltnismassig 

lang  .  P .  Kraepelini  Klap. 

2b.  Vordertarsus  fast  genau  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  1%  mal  so  lang  wie 
der  Schenkel,  der  Tarsus  also  verhaltnismassig  lang  ...  P.  obscunnn  Ulm. 

Familie  Siphlonuridae. 

21.  Chirotonetes  grandis  Ulm. 

Chirotonetes  grandis  Ulmer,  Not.  Leyden  Mus.  XXXV.  1913,  p.  115, 
f.  13,  14. 

cT  (trocken)  :  Kopf  schwarz,  vorn  vor  den  Augen  bis  zum  Vorderrande 
hell  braunlichgelb,  ebenso  auch  das  erste  Fiihlerglied ;  Fiihlergeissel  an  der 
Basis  grauschwarzlich,  apikal  allmahlich  heller  werdend  bis  grauweisslich ; 
Augen  schwarz,  der  obere  Abschnitt  um  den  Hand  herum  braunlichgraugelb. 
Pronotum  schwarz,  Seitenrand  und  Hinterecken  sehr  breit  hellbraunlichgelb ; 
Mesonotum  vorn  und  hinten  pechschwarz,  mittlere  Partie  heller,  dunkelpech- 
braun ;  Metanotum  pechschwarz ;  Seiten  und  Unterflache  der  Brust  dunkel- 
pechbraun,  Metastemit  pechschwarz,  nur  an  der  Basis  heller.  Hinterleib 
ebenso  gefarbt  wie  bei  Chirot.  formosanus  Ulm.,  also  cinfarbig  dunkelbraunrot, 
aber  einen  Ton  dunkler  als  dort,  mehr  nach  schwiirzlichpurpum  bin,  die 
letzten  3  oder  4  Segmente  etwas  dunkler  als  die  vorhergehenden ;  Seitenlinie 
und  Hinterrander  aller  Segmente  schwarzlich,  nur  die  Hinterrander  dcr 
letzten  Sternite  nieht  schwarz  gesaumt,  ilire  Gelenke  heller,  purpurn. 
Schwanzborsten  an  der  Basis  dunkelkastanienbraun,  apikal  allmahlich  heller 
werdend,  uber  russbraun  nach  hellgraubraunlich  ubergehend.  Vorderschenkel 
tiefdunkelrotbraun  (dunkelkastanienbraun),  Schiene  und  Tarsus  dunkel 
pechbraun  (also  nicht  pechschwarz  wie  bei  genannter  Art),  so  dass  der  Un- 
terschied  in  der  Farbung  zwischen  Schiene-Tarsus  und  Schenkel  gering  ist ; 


Ulmer  :  E  phemer  opt  even. 


73 


hintere  Beine  gelb,  Tarsalgelenke 
und  Krallen  kaum  dunkler;  Vor- 
derbeine  (Fig.  39  A,  B)  etwa  */tl 
so  lang  wie  der  Korper,  die  Tar- 
salglicder  nelimen  in  der  Iteihen- 
folge  I,  II,  III,  IV,  V  an  Lange 
ab;  Hintertarsus  (Fig.  39  D.  E) 
nur  etwa  */2  so  lang  wie  die 
Sehiene;  Form  der  Beine  also  wie 
bei  genannter  Art.  Fliigel  durch- 
sichtig,  farblos,  aber  der  Vorder- 
fliigel  in  der  apikalen  ITalfte 
(oder  etwas  weniger,  also  vom 
Apex  an  nieht  ganz  bis  zur  Mitte) 
angeraucht  (bell  umbrafarben) , 
die  Pterostigina-Region  iin  Costal- 
und  Subcostalraume  (von  der 
zweiten  oder  dritten  Qucrader 
hinter  der  Bulla  bis  fast  zam 
Apex )  kraf ti g  dunkel graubraun 
(umbrabraun)  und  endlieb  die 
Fliigelwurzel  mit  dunkelbraunem 
Flecke ;  Adern  pecbbraun,  in 
durchfallendem  Liebtc  umbra¬ 
braun,  fein,  aber  deutlich ;  im 


Fig.  39.  Chirotonetes  grandis  Ulm  (Coll.  Ulmer, 
Java),  Beine  des  ;  A.  Vorderbein; 

B.  Krallenglied  des  Vorderbeincs;  C.  Mittelbein ; 
D.  Hinterbein;  E.  Hintertarsus;  B  und  E 
starker  vergrossert. 


Fig.  40.  Chirotonetes  grandis 
Ulm.  (Museum  Berlin,  Java), 
Genitalanhange  des 
ventral. 


Costalraume  vor  der  Bulla  etwa  9  —  10  h’nter 
ihr  etwa  18  —  21  gerade,  sehr  regelmassige 
Queradcrn;  Analregion  wie  bei  genannter  Ai*t, 
meist  mit  zwei  einfachen  und  4  gegabelten  Adern 
im  Analraume  I,  aber  es  kommen  aucb  andere 
Verbaltnisse  vor,  z.  B.  nur  3  oder  2  Gabeladem 
etc.  Im  Hinterflugel  ist  die  Cubitusgabel  sehr 
kurz.  Hinterecken  des  IX.  Tergits  (Fig.  40)  mit 
kurzem  Dorn;  X.  Stemit  (Fig.  40,  41)  tief  ge- 
spalten,  wie  die  Genitalfiisse  gelbbraun  gefarbt, 
nur  das  letzte  Glied  boiler;  die  beiden  Flatten  des 
X.  Stemits  noob  breiter  als  bei  Chirot.  mancus 
Etn.,  die  Innenecke  (in  Lateralansieht  die  ven- 
trale)  sehr  weit  vorspringend,  in  Ventralansicht 
(Fig.  40)  ist  diese  Ecke  domartig,  naeb  anssen 


74 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


gekriimmt;  der  Vorsprung  am  Gruride  der  Ausbuchtung  ist  kaum  merkbar, 

nur  wenig  stumpf  dreieckig 
vorspringend ;  Genitalfiisse 
(Fig.  40,  41)  ahnlich  wie  bei 
Chirot.  formosanus,  etwa  IV2 
mal  so  lang  wie  das  X.  Stemit, 
die  Endglieder  etwas  langer  als 
dort;  Penis  (Fig.  40)  mit  am 
Apex  stumpfspitzigen  Loben, 
die  etwa  bis  zur  Mitte  der 
Flatten  des  X.  Stemits  vor- 
ragen. 

cf  (in  Spiritus) :  Ahnlich, 
die  Farbung  dcs  Hinterleibes 
Augen  bleischwarz,  Adern  der  Flugel  mehr 


Fig.  41.  Ohirotonetes  grandis  Ulm.  (Museum 
Berlin,  Java),  Genitalanhange  des  3",  lateral 


etwas  leuehtender 
umbrabraun. 


nach  rot  hi  11, 


9  (trocken) :  Dem  <3*  sehr  ahnlich;  Kopf  oben  gelb,  die  Mittellinie  und 
eine  damit  verbundcne  Querbinde  am  Hinterrande  des  Kopfes  breit  braun- 
schwarz;  Augen  innen  sehr  schmal,  Ozollen  breit  braunschwarz  gesaumt. 
Tarsal glied  1  des  Vorderbeines  an  der  Basis  gelblich;  die  3  letzten  Tarsal- 
glieder  der  hinteren  Beinc  und  die  Krallen 
gebraunt;  Ilintertarsus  in  dor  Gestalt  wie 
beim  ;  Form  der  Beine  siehe  Figur  42. 

Subimago  (trocken  und  in  Spiritus) : 

Fliigol  grau,  Vorderfliigel  nach  dem  Apex 
und  dem  Costalrande  hin  mehr  graubraun, 
getrubt,  Hinterfliigel  am  Hinterrande 
graubraun  gesaumt;  Adern  kraftig,  dun- 
kelgraubraun  (russbraunlich),  die  Quer- 
adern  dunkel  umsaumt. 

Korperlange:  17 — 18  mm;  Lange  des 
Vorderfliigels:  15 — 17  mm(cf),  19  mm (9); 

Flugelspannung :  etwa  31 — 35  mm  (cf)y 
40  mm  (  Q  )  ;  Schwanzborsten :  40 — 45  nun 
(cf),  etwa  40  mm  (9  )• 


Material:  In  meiner  Sammlung  3  cf 
(in  Spiritus)  Nong  Kodjadjar,  Januar 
191 1,  Java,  Fi.  Jacobson  leg.  —  Im  Museum 
Berlin  4  ,  Ostjava,  Tenggcr-Gebirge, 

4000  Fuss,  Fruhstorfer,  —  Im  Museum 


Fig.  42.  Chirotonetes  grandis  Ulm. 
(Museum  Wien,  Java),  Beine  des  9 ; 
A.  Vorderbein ;  B.  Krallenglied  des 
Vorderbeines;  C.  Hinterbein; 

D.  Krallenglied  des  Hinterbeines; 

B  und  D  starker  vergrbssert. 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


75 


Wien  1  ,  Ostjava,  Tengger-Gebirge,  1890,  Frttostoffer  ;  ferner  1  O  ,  Java, 

1891,  Fruhstoreer  ;  ferner  1  Subimago,  Ost-lndien,  Felder  leg.  1892.  —  In 
Coll.  Jacobson  4  Subim.,  Sumatra,  Muara  Sako  (Indrapura),  X.  1915, 
No.  1309,  resp.  Serapai  (Korintji),  VII.  1915,  No.  128‘5,  Jacobson  leg.  (in 
Spiritus). 

Heimat:  Java,  Sumatra  und  „Ostindienv\ 

N.B.  An  den  Subimagines  in  Spiritus  (Coll.  E.  Jacobson)  sieht  man 
deutlieh  coxale  Kiemenbikchel ;  an  trockenem  Material  und  an  den  Imagines 
erkennt  man  nur  nocli  Spuren  davon ;  Needham  hat  fiir  Chirot.  albomanicatus 
Needii.  ausser  den  coxalen  auch  nocli  maxillare  Kiemenbiischel  bei  Imago  und 
Subimago  festgestellt. 


Familie  Ecdyonuridae. 

22.  Atopopus  tarsalis  Etn. 

Atopopus  tarsalis  Eaton,  Ent.  Month.  Mag.  XVIII,  1881,  p.  22;  Eaton, 
Rev.  Monogr.  1885,  p.  232,  t.  22,  f.  39. 

cf  (trocken)  :  Augen  schwarz,  aber  am  Rande  und  teilweise  auch  auf 
dor  Flache  zimtbraun ;  Stirnc  pechschwarz;  am  Gesichtc  innen  neben  den 
Augen  ein  hellbraunlicher  Wulst,  dor  bogenformig  bis  unter  die  liinteren  Ozel- 
len  hinzicht  und  in  weitem  Bogen  die  Fuhlerbasis*  umgibt;  von  diesem  Wulste 
lauft  iiber  die  FiihlerbasLs  hiniiber  bis  zum  Kopfkiel  jederseits  eine  pech- 
schwarze  breite  Binde;  die  obere  Xante  des  Kieles  und  die  vordere  Partie 
des  Gesichtes  ist  heller,  graubraun.  Pronotum  (von  Kopf  und  Augen  fast 
ganz  verdeekt)  am  Seitenrande  graulichgelb  oder  hellgelb;  Mesonotum  und 
Metanotum  dunkelkastanienbraun  bis  pechschwarz,  der  Apex  beider  Segmente 
hellgelb;  Seiten  und  Unterflache  der  Brust  pechschwarz,  aber  die  hautigen 
Stellen  gelblich.  Hinterleib  oben  pechbraun  bis  pechschwarzlich,  die  Tlmter- 
riinder  dunkler,  die  Unterflache  des  Hinterleibes  pechbraun;  alle  Tergite  ail 
der  Seitenlinie,  und  das  X.  Tcrgit  vollig,  hellgelb;  die  Tergite  IT  bis  VI  sind 
auf  dem  Riieken  heller  durchscheinend  als  die  Seiten,  mehr  graubraun,  und 
auch  die  Sternite  II  bis  VI  sind  etwas  heller  durchscheinend;  die  letzten 
Segmente  scheinen  nicht  durch.  Schwanzborsten  pechschwarz.  Vorderbein 
pechschwarz,  Sclienkel  von  der  Basis  bis  etwa  zur  Mitte  pechbraun  auch  der 
Tarsus  mehr  pechbraun,  die  Tarsalgelenke  unten  weisslich;  in  auffallendem 
Lichte  sind  die  hinteren  Schenkel  pechbraun,  von  der  Basis  bis  fast  zur  Mitte 
aber  braunlichgelb,  die  Schienen  gelblich,  die  Tarsen  braunlieh;  in  durchfal- 
lendem  Idchte  s'ind  die  hinteren  Schenkel  braunlieh.  von  der  Basis  bis  etwa 
zur  Mitte  gelblich,  die  Schienc  bcrnsteingelb,  die  Tarsen  gelblich  braun  oder 
grau  angeraucht,  besonders  die  3  letzten  Tarsalglieder ;  die  Basis  des  ersten 
Tarsalgliedes,  die  Tarsalgelenke  und  die  Krallen  sind  dunkelbraun.  Das 


76 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Vorderbein  (vgl.  Fig.  39  bei  Eaton)  ist  etwa  so  lang  wie  (ler  Korper,  sebr 
schlank;  Tarsus  fast  iy>  mal  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  fast  1  M>  mal  so 
lang  wie  der  Schenkel;  Tarsalglied  I  ist  fast  V2  so  hmg  wie  die  Schiene; 
Hintertarsus  (vgl.  Fig  39  bei  Eaton)  2  mal  so  lang  wie  die  Schiene,  diese 
etwa  V12  so  lang  wie  der  Schenkel;  Tarsalglied  I  ist  mehr  als  la/0  mal  so 
lang  wie  die  Schiene  und  etwa  34/9  mal  so  lang  wie  Glied  II ;  am  Mittelbeine  ist 
Glied  I  verhaltnismassig  noch  langer.  Fliigel  durchsichtig,  farblos,  aber  mit 
pechbrauner  oder  dunkelrussbrauner  Zeichnung:  Auf  dem  Vorderfliigel  fiillt 
die  dunkle  Farbung  den  Costalraum  und  Subcostalraum  jenseit  der  Mitte, 
etwa  von  der  Bulla  bis  zum  Apex,  ferner  (etwas  schwaeher  peclibraunlich) 
einen  Teil  des  Costal raumes  vor  der  Mitte  und  (wieder  kraftiger  pechbraun) 
die  basale  ITalfte  des  Subcost alraumes,  mit  Ausnahmc  der  Basis  selbst ;  ferner 
ist  eine  schmale  Randbinde  am  llinterrande,  etwa  von  der  Hinterecke  bis  zum 
unteren  Aste  des  Cubitus  oder  bis  zur  Media,  dunkel ;  im  Ilinterfliigel  ist  der 
Costalrand  von  seiner  Mitte  an,  der  Apex  und  der  Hinterrand  ebenfalls  dun¬ 
kel  umsaumt.  Im  Vorderfliigel  sind  alle  Adern,  auch  die  Basis  der  Costa, 
pechschwarz,  im  Ilinterfliigel  ist  die  Costa  von  der  Basis  an  bis  etwa  zur 
Mitte  (bis  zum  Beginn  der  dunklen  Randbinde)  fast  farblos,  im  iibrigen  ist 
auch  hier  die  Aderung  iiberall  pechschwarz.  Der  Costalraum  des  Vorder- 
fliigels  enthalt  vor  der  Bulla  6  bis  8  regelmassige  Queradern,  hinter  ihr  etwa  23 
bis  26  Queradern,  von  denen  einige  wenige  gegabelt  sind  oder  schief  liegen. 
Der  Ilinterfliigel  hat  verhaltnismassig  wenige  Queradern  auf  der  Fliiche; 
zwischen  Cubitus  und  Analader  I  findet  sich  nur  eine  lange  Ader  (Cu2).  Die 
Genitalfiisse  sind  pechbraun  wie  der  Penis;  Glied  I  ist  etwas  angeseliwollen, 
Glied  II  (nach  Eaton ’s  Figur)  fast  3  mal  so  lang  wie  Glied  III  und  IV  zu- 
sammen;  die  Penisloben  sind  sehr  kraftig. 

9  unbekannt. 

Korperlange:  9 — 10  mm;  Lange  des  Vorderfliigels :  9 — 11  mm;  Fliigel- 
spannung  also  etwa  19 — 23  mm;  Schwanzborsten :  20  mm. 

Material :  1  ,  Banguey,  Nord-Bomeo.  Staudinger,  im  Museum  Berlin. 

Heimat:  Borneo  und  Labuan  (brit.  Tnsel  der  Borneo-Gruppe). 

23.  Atopopus  tibialis  Ulm. 

Atopopus  tibialis  Ulmer,  Arch.  f.  Nat.  85.  A.  11  (1919).  1920,  p.  66. 
f.  46—47. 

Diese  Art  unterschcidet  sich  von  A.  tar  satis  Etn.  hauptsachlich  durch 
folgendes:  Hinterleib  auf  den  inittleren  Tergiten  mit  grossem  gelblichem 
Flecke;  Vorderbein  kiirzer,  nur  etwa  %  so  lang  wie  der  Korper,  Tarsalglied  I 
ist  mehr  als  y2  so  lang  wie  die  Schiene;  Hintertarsus  kaum  1%  so  lang  wie 
die  Schiene;  Tarsalglied  1  nur  %  so  lang  wie  die  Schiene  und  nur  3  mal  so 
lang  wie  Glied  II;  im  Vorderfliigel  ist  die  Basis  der  Costa  hell,  graubraunlich 


Ulmer  :  Ephemeropteren . 


77 


oder  gelbbraunlich,  von  vorn  und  unten  betrachtet  sogar  rein  gelb ;  der  Hin- 
terfliigel  hat  zahlreichere  Queradern  auf  der  Fliiche. 

Ausser  deni  in  Arcli.  f.  Nat.  genannten  Ma¬ 
terial  habe  ich  jetzt  noch  3  in  mciner  Saiiim- 
lung,  n.z.  Catbalogan,  Samar,  22.  IV.  1915,  rcsp. 

Panaon,  9.  XII.  1915,  resp.  Limay,  Luzon,  21.  III. 

1914,  alle  von  Boettger  gesaimnelt. 

Heimat :  Philippinen. 

N.B.  Ich  verweise  beziiglich  dieser  Art  auf 
ineine  Beschreibung  in  Arch.  f.  Nat.,  1.  c.,  und  die 
dort  gegebenen  Piguren.  Nur  eine  neue  Abbild- 
dung  der  Genitalanhange  (Pig.  43)  fiige  ich  hier 
hinzu. 

24.  Thalerosphyrus  determinatus  Walk. 

Baeiis  determinata  Walker,  Catal.  Neuropt. 

Ins.  Brit.  Mus.  HI.  1853.  p.  567. 

Heptagenia  determinata  Eaton,  Trans.  Ent. 
Soc.  London  1871.  p.  157. 

Thalerosphyrus  determinatus  Eaton,  Revis. 
Monogr.  1885.  p.  223,  t.  22,  f.  40;  Ulmer,  Not. 
Leyden  Mus.  XXXV.  1913.  p.  118,  f.  15,  16,  17; 
Ulmer,  Stett.  Ztg.  81.  1920,  p.  141. 


Ulm.  (Museum  Brussel, 
Panaon),  Genitalanhange 
des  ventral. 


kTJ 


Fig.  44.  Thalerosphyrus  de¬ 
terminatus  Walk.,  Abdomen 
des  ;  A.  dorsal  (Coll. 
Ulmer,  Java);  B.  lateral 
(Museum  Buitenzorg,  Java). 

gedunkelt.  Hinterleib  (Fig. 


(trocken) :  Augen  sehwarz,  um  den  Rand 
herum  bleiiarben.  Kopf  zwischen  den  Ozellen 
und  Vorderkopf  dunkelbraun  (unrein  zimt- 
braun),  hier  und  da  schwarzlich,  der  Vorderrand 
sehwarz  gesaumt.  Pronotum  (von  Kopf  und 
Augen  fast  ganz  verdeckt)  gelb,  auf  den  Seiten- 
randem  und  am  llinterrande  stark  mit  sehwarz 
gemischt;  Mesonotum  braunlich-  oder  gi’aulich- 
gelb,  aber  diese  helle  Grundfarbe  nur  in  einem 
mittleren,  zwischen  den  dunklcn  Buckeln  vereng- 
ten,  Langsstreif  vorhanden,  im  librigen  ist  das 
Mesonotum  russbraun  bis  pechschwarz;  Mctano- 
tum  graulichgelb,  mit  einem  sehr  grossen  russ- 
braunen  Flecke  jederseits  und  auch  an  der  Basis 
dunkelbraun ;  Seiten  der  Brust  braungelb,  Unter- 
flachc  gelb,  Mes'osternit  in  der  oralen  Ilalfte  an- 
44)  gelb  oder  hell  graulichgelb,  mit  braunschwar- 


78 


Treubta  Vol.  VI,  1. 


zen  bis  pechschwarzen  Figuren:  Alle  Tergite  mit  dunklcm  Ilinterrandsanni 
und  mit  breiter,  nach  den  Vorderccken  hinzichender,  etwas  schiefer  Seiten- 
binde,  nur  das  X.  Tergit  an  den  Seiten  hell  bleibend ;  ferner  Tergit  I  mit 
einem  grossen,  etwas  schief  liegenden  rechteckigen  Flocke  jederseits;  Tergit 
II  mit  kleincm,  den  Hinterrand  nicht  erreichenden,  abgestutzt  drcieckigen 
Fleck  in  der  Mittellinie;  Tergit  III  mit  grossem,  den  Hinterrand  erreichenden, 
abgestutzt  dreieckigen  oder  etwa  sanduhrfdrmigem  Mittel fleck  und  mit  klei- 
ncrem  etwa  viereckigen  Seitenfleck,  welcher  dem  Vordcrrand  naher  liegt  als 
dem  Hinterrande;  Tergit  IV  ahnlich  gezeiclinet  wie  Tergit  HI,  die  Mittel- 
makel  kann  grosser  (an  der  Basis  breiter),  aber  auch  kleiner  (den  Hinterrand 
nicht  erreichend)  sein;  die  Seitenflecken  nehmen  die  Form  von  Langsstreifen 
an,  die  nach  dem  Hinterrande  bin  medianwarts  gebogen  sind  und  dort  mit 
dem  dunklen  Saumc  verschmelzen  kbnnen  ;  Tergit  V  mit  ciner  den  Hinterrand 
nicht  erreichenden  kleinen,  etwa  dreieckigen  Figur,  die  auch  aus  zwei  ncben- 
cinander  liegenden  Dreiecken  zusammengesetzt  sein  kann;  Tergit  VI  mit 
ahnlicher  Zeichnung  wie  Tergit  IV,  docli  kann  die  Mittelfigur  durch  hellere 
Farbung  auf  der  Mittellinie  in  zwei  nebeneinander  liegende  lange  Dreiecke 
geteilt  sein ;  Tergit  VII  mit  langem  dreieckigen  bis  breiter  zungenformigem 
Mittelfleck,  der  den  Hinterrand  nicht  erreicht,  und  mit  kleiner  Seitcnmakel, 
die  manchmal  nur  punktformig  und  mit  dem  Seitenrandstreif  verschmoLzen, 
manchmal  grosser  ist  und  dann  analwarts  sich  dem  Mittelfleck  nahert ;  Tergit 
VIII  mit  sehr  kleincm  Mittelfleck  (der  auch  ganz  felilen  kann)  am  Vorder- 
rande  und  mit  ahnlicher  Seitenfigur  wie  Tergit  VII;  Tergit  IX  hiiufig  ganz 
angedunkelt,  oder  es  bleibt  ein  schmaler  Mittelstreif  oder  ein  etwas  breiterer 
Mittelfleck  hell ;  Tergit  X  un  ganzen  heller,  an  der  Basis  gedunkelt,  manchmal 
dort  mit  3  neben  einander  liegenden  nur  dunkelbrauncn  abgekiirzten,  etwa 
dreieckigen  oder  abgestutzt en  Flecken.  Die  Unterflache  des  Hinterleibes  ist 
einfarbig  gelblich,  dock  sind  die  letzten  2  oder  3  Sternite  dunkel  (schwarz- 
braun)  ubertuscht.  Die  Schwanzborsten  sind  im  basalen  Teile  (etwa  Vf,  der 
Lange)  gelbbraun,  schmal  dunkler  geringelt,  im  iibrigen  pechbraun  oder 

dunkelrussbraun,  ungeringelt.  Beine  bernstein gelblich ;  am  Vorderbeine  der 
Schenkel  an  der  Basis,  in  der  Mitte  und  am  Apex  dunkelbraun  gebandert, 
die  Schiene  an  der  Basis  und  am  Apex  dunkelbraun,  und  die  Tarsen  ebenfalls 
dunkelbraun ;  an  den  hintcren  Beinen  ahnlich  wie  am  Vorderbeine,  doch 
ist  das  dunkle  Band  an  der  Basis  des  Schenkels  weniger  deutlicli  und 
von  den  Tarsen  sind  nur  die  2  letzten  Glieder  und  die  Gelenke  der 

iibrigen  dunkel.  Am  Vorderbeine  (Fig.  45  A)  ist  Tarsalglied  I  min- 

destens  so  lang  wie  IV,  etwa  %  s*o  lang  wie  die  Schiene;  die  vier 

ersten  Tarsalglieder  sind  an  Lange  wenig  versehieden,  nur  Glied  Vr 

ist  viel  kiirzer,  etwa  so  king  wie  IV.  Am  Ilinterbeine  ist  der 

Tarsus  mindestens  so  lang  wie  die  Schiene,  Tarsalglied  I  ist  etwa 

iy2  mal  so  lang  wie  11  und  nicht  ganz  y3  so  lang  wie  die  Schiene 

(Fig.  45  D)  durchsichtig,  fast  farblos,  mit  ganz  schwach  graubraunlichem 


Ulmer:  Ephemer opt  even. 


79 


Tone;  Adern  iiber  weissem  Untergrunde  pechbraun,  bei  schief  auftreffendem 


(reflektierten)  Lichte  peehschwarz,  in 
durchfallendem  Lichte  gelbbraun ;  die 
Costa  an  der  Basis  noch  heller,  gelb- 
braunlich,  nahe  der  grossen  Querader 
und  am  Apex  gelblich  (in  beiden 
Fliigeln) ;  im  Yorderfliigel  ist  der  ganze 
Costal-  und  Subcostal raum  kraftig  braun 
gefarbt.  Die  Genitalfusse  (Fig.  46) 
sind  nissbraun,  ihre  Basis  aber  und  das 
Seitenstiick  des  X.  Sternits  gelblich; 
Penis1  gelbbraun;  Glied  I  der  Genital- 
fiisse  ist  kaum  dicker  als  Glied  II ; 
Glied  III  und  IV  sind  zusammen  kaum 
halb  so  lang  wie  Glied  II;  Glied  IV  ist 
manchmal  stark  gekrummt  oder  etwas 
aufgerollt  und  erseheint  dann  sehr  kurz ; 
der  Penis’  bildet  cine  breite,  am  Apex 
in  kurze  seitliche  Fliigel  etwas  ver- 
breiterte  Platte  (Fig.  46),  die  nieht 
tief  gespalten  ist;  nach  Eaton’s  Figur 
(1.  c.  t.  22.  f.  40)  ist  jeder  Loibus  am 
Apex  in  eine  aussere  kurze  Spitze  ver- 
langert,  in  meinem  Material  tritt  eine 
solche  Spitze  kaum  hervor. 


Fig.  45.  Thaler osphyrus  determinatus 
Walk.  (Coll.  Ulmer,  Java),  Beine  des 
A.  Vorderbein;  B.  Mittelbeiu; 

C.  Hinterbein;  D.  Hintertarsus, 
starker  vergrossert. 


Fig.  46.  Tbalerosphyrus  de¬ 
terminatus  Walk.  (Coll. 
Ulmer,  Java),  Genitalanluingo 
des  ventral. 


cf  (in  Spiritus) :  Wie  vorher;  Grundfarbe 
der  Beine  mehr  grau  oder  braungelblich ;  Fliigel 
starker  gelbbraunlich  getont ;  Adern  peehschwarz; 
die  Costa  in  ihrer  basalen  Ilalfte  braunlichgelb, 
an  der  Basis  bis  zur  grossen  Querader  hcllgelb. 
Letztes  Glied  der  Genitalfiisse  nur  etwas  kiirzer 
als  Glied  III;  Penisloben  am  Apex  abgerundet 
(Fig.  46). 

9  (trocken)  :  Dem  r  recht  ahnlich ;  die 
Oberflache  des  Ilinterleibes  mehr  rotlich,  die 
Fleckenzeichnung  etwas  undcutlicher,  besonders 
in  bezug  auf  die  Seitenfiguren,  aber  sonst  vbllig 
gleich,  die  letzten  Segmente  auf  der  Unterflache 
nieht  immcr  angedunkelt ;  Costal-  und  Subcos- 
talraum  des  Vorderfliigels  cntweder  genau  so 
dunkel  wie  beim  cT  (pechbraun)  oder  aber  heller, 


80 


Tretjbia  Vol.  VI,  1. 


von  hell  umbrafarben  bis  zu  fast  verschwindendem  gelbbraunlich.  Beine  im 
ganzcn  etwas  dunkler,  aber  mit  gleicher  Biinderung  dcr  Schcnkel  wie  beim  . 
Am  Hinterbeinc  .ist  der  Tarsus  etwa  %  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  etwa  % 
so  lang  wie  der  Schcnkel ;  das  erste  Tarsalglied  ist  etwa  M>  bis  M>  so  lang  wie 

die  Schiene,  die  Tarsalglieder  nehmen 
in  der  Reihenfolge  I,  II,  III  (etwa 
gleich)  V  an  Lange  ab  (Fig.  47  B). 
Das  X.  Sternit  ist  stark  vorgezogen 
und  bildet  eine  halbelliptische  lang- 
liche  Platte,  deren  Rander  oft  auf- 
gebogen  sind. 

Subimago  (9  >  trocken) :  Die 

dunkle  Fleekenzeichnung  des  Hinter- 
leibcs  ist  deutlich  erkennbar;  die 
Flugel  sind  braunlichgrau  getont, 
Costal-  und  Subcostalraum  noch  et¬ 
was  dunkler  als  die  Flachc,  die  Adem 
pechschwarz ;  im  iibrigen  wie  das  9 , 
nur  mit  matteren  Farbcn. 

Korperlange:  9 — 11  mm  (cf), 
7 — 10  mm  (  9  ,  eingeschrumpft !) ; 
Lange  des  Vorderfliigcls :  10 — 12  mm 
(cf ),  9 — 11  mm  ( 9  ) ;  Fiiigelspannung 

Fig.  47.  Hinterbeine  des  £;  A.  Th.torridus  a^so  °*wa  mm(cf),  19  23  mm 

Walk.  (Museum  Brussel);  B.  Th.  de -  (9)  ;  Schwanzborsten :  etwa  40  mm 

terminatus  Walk.  (Museum  Berlin,  (cf),  27  mm  (9)* 

West-Sumatra). 

Material:  1  (in  Spiritus),  Gunung  Ungaran,  Java,  Okt.  1909,  Edw. 
Jacobson  leg.,  in  meiner  Sammlung.  —  2  o  (trocken),  Palabuan,  Java, 
Staudingeb  im  Museum  Berlin;  doi*t  auch  4  Q  und  1  Subim.  9  (trocken), 
West  Sumatra,  8.  I.  1909,  Liman  Manis  bei  Padang,  Schoede  leg.  —  Im 
Museum  Buitenzorg  1  Q  ,  Wai  Lima,  Lampongs,  S.-Sumatra,  No.  151,  Karny 
et  Siebers  leg.,  21.  XI.  1921,  Lichtfang  im  Urwald,  (in  Spiritus) ;  1  (in 
Spiritus),  Tjitjuruk-Salak,  Java,  800  m,  23.  I.  1921,  leg.  Karny. 

Heimat:  Java,  Sumatra. 

N.B.  Walker  und  Eaton  erwahnen  in  ihrer  (sehr  kurzen)  Beschreibung 
nichts  von  der  dunklen  Farbung  des*  Costal-  und  Sul)costalraumes,  doch  zeichnet 
Eaton  sic  in  Fig.  40,  1.  c. ;  vielleicht  hat  die  Walker  ’sche  Type  (nach  Eaton, 
Trans.  Ent.  Soc.  London.  1871,  p.  157,  nur  als  Fragment  vorhanden),  die  ein 
cf  ist,  diesen  dunklen  Costalstreif  nicht,  aucli  beim  9  kann  er  ja  fast  ver- 
schwinden  (s.o.).  t)ie  Genitalfusse  und  der  Penis  haben  in  dem  mir  vor- 


Ulmer:  Ephcmer  opt  even. 


81 


liegenden  Materiale  etwas  andcre  Gestalt  als  Eaton  angibt.  —  Das  friiher 
(1.  e.  p.  119)  von  mir  hierhcrgerechnete  Q  (in  Spiritus)  aus  Java  gehort 
nicht  zu  Th.  determinatas  Walk.,  da  die  Farbung  etwas  anders  (wcnn  auch 
die  Fleckenzeichnung  des  Hinterleibes  ahnlich)  ist  und  das  X.  Sternit  viel 
kiirzer  ist;  cs  ist  augenscheinlioh  ein  Epeorus  sp. 

25.  Thalerosphyrus  torridus  Walk. 

Ba'etis  lorrida  Walker,  Cat.  Neuropt.  Ins.  Brit.  Mus.  III.  1853.  p.  571. 

Ueptagenia  torrida  Eaton,  Trans.  Ent.  Soc.  London.  1871,  p.  157. 

Thalerosphyrus  torridus  Eaton,  Rev.  Monogr.  1885.  p.  233;  Ulmer,  Stett. 
Ztg.  81.  1920,  p.  141;  Navas,  Bolet.  Soc.  Ent.  Espafia.  1922.  p.  61.  (Th. 
horridus  Walk.). 


C f  (in  Spiritus) :  Augen  bleischwarz;  Kopf  zwischen  den  Augen  und  den 
Ozellen  und  der  Vorderkopf  unrein  gelbbraun  (zimtbraun),  hier  und  da 
schwarzlich,  Vorderrand  und  Hinterrand  schwarz  gesaumt,  auch  die  Ozellen 
schwarz  umrandet.  Pronotum  unrein  zimtbraun,  stark  mit  schwarzbraun 
gemischt,  besonders  vorn  in  der  Mittelzone  und  am  Hintcrrande  dunkel;  Me- 
sonotum  dunkelrussbraun  bis  pechschwarz,  nur  in  einer  oral-anal 
verlaufenden  Mittelzone  schwach  heller,  russbraunlich,  und  vor 
dem  Apex  in  der  Mittelzone  gelblichweiss;  Metanotum  russbraun, 
vor  dem  Apex  in  der  Mittelzone  ebenfalls  gelblichweiss;  Seiten  der 
Brust  an  den  weieheren  Partien  hell,  sonst  russbraun ;  Unter- 
fliiche  der  Brust  liellbraun.  Hinterleib  (Fig.  48)  liellgraulich- 
gelb,  auf  der  Oberfliiche  des  I.  und  der  letzten  3  oder  4  Seg- 
mente  etwas  dunkler,  mehr  gelbbraunlich,  wahrend  die  mitt- 
leren  Tergitc  durchsclieinend  sind;  die  Tcrgite  mit  folgenden 
braunschwarzen  Figuren:  Alle  Tergite,  mit  Ausnahme  des  X., 
mit  breiten  Hinterrandsaumen  und  (ausgenommen  die  2  oder  3 
letzten  Tergite)  mit  noch  breiteren,  etwa  nach  der  Vorderecke 
hinziehenden  scliief  liegenden  Seitenbandern ;  diese  Seitenbiinder 
sind  auf  Tcrgit  II  bis  VI  am  Vorderrande  manchmal  hakenformig 
nach  innen  erweitert  (Fig.  48) ;  ferner  findet  sich  auf  Tergit  I 
und  II  in  der  Mittellinie  je  ein  abgekiirzter  Langsstreif,  der 
den  Hinterrand  lange  nicht  erreicht,  auf  Tergit  III  ein  langerer 
und  etwas  breiterer  Langsstreif  vom  Vorderrande  bis  zum  Hin- 
terrande,  auf  Tergit  IV  bis  VII  je  ein  kleiner  Mittelfleck  am 
\  orderrande,  der  nach  hinten  dreieckig  zugespitzt  ist  und  an  Fig.  48.  TJiale • 
Grosse  und  Starke  der  Auspragung  vom  IV.  bis  VII.  Tergit,  rosphyrus 
wo  er  fast  verschwindet,  abnimmt;  Tergit  X  hat  nur  zwei  dunkle  (Coli#  TaCob 
Schattenstreifen  auf  dem  Riicken,  ganz  undeutlich.  Unterflache  SOn,  Sumatra), 
des  Hinterleibes  hellgraulichgelb,  die  Hinterrander  der  Segmente  Abdomen 
nicht  dunkler,  nur  die  2  oder  3  letzten  Sternit c  schwach  dunkler  des  cf,  dorsal. 


6 


82 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


iibertuscht.  Die  Schwanzborsten  sind  im  basalen  Teile  (etwa  *4  ihrer  Lange) 
umbrabraun  und  werden  von  dort  an  allmahlich  dunkler,  russbraun,  unge- 
ringelt.  Am  Vorderbeine  ist  der  Schcnkel  russbraun  (dimkel  umbrabraun), 
seine  Basis,  seine  Mitte  und  der  Apex  noeh  dunkler  gebiindert,  aber  ohne 

scharfe  Begrenzung,  Knie  und  Apex  der  Schiene 
pechschwarz,  Schiene  und  Tarsus  umbrabraun, 
die  Tarsalglieder  am  Apex  aussen  schmal 
dunkler;  hintere  Bcine  umbrabraunlich  (matt 
dunkel  bernsteinfarben),  die  Schenkel  iihnlich 
gebiindert  wie  der  Vordersclienkel,  Knie  and 
folgende  Gel  cuke  alle  dunkler.  Am  Vorder- 
bein  (Fig.  49  A)  ist  Tarsalglied  I  deutlich 
kiirzer  als  IV,  nur  kaum  *4  so  lang  wie  die 
Schiene ;  das  Tarsalglied  1  ist  von  den  folgenden 
beiden  deutlich  an  Lange  verschieden,  nur  etwa 
C  %  so  lang  wie  Glied  II.  Am  Hinterbeinc 
(Fig.  49  B)  ist  der  Tarsus  %  bis  hochstens  % 
so  lang  wie  die  Schiene.  Tarsalglied  I  ist  nur 
wenig  langer  als  II  und  hochstens  V&  so  lang 
wie  die  Schiene.  Fliigel  genau  so  wie  bei  Th. 
determinalus  Walk.,  also  mit  ganz  schwach 
graubraunlichem  Tone,  im  Costalraume  und 

Fig.  49.  Thalerosphyrus  torridus  Subcostalraume  dcs 
Walk.  (Coll.  Jacobson, Sumatra),  ^  orderfliigels'  mit 
Beine  des  cf  ;  A.  Vorderbein ;  kraft.ig  brauncr 

B.Hinterbein;  C.  Hintertarsus,  Tonung  (umbrafar- 
starker  vergrOssert.  ben  an  der  Basis> 

fast  russbraun  nach  dem  Apex  hin  werdend),  und 
mit  pechbraunen  Adern;  die  Costa  an  der  Basis, 
die  grosse  Querader  und  die  Queradern  des  Vor- 
derfliigels  in  der  apikalen  Partie  des  Costal-  und 
Subcostalraumes  heller,  mehr  gelblich.  Genital- 
fiisse  (Fig.  50)  russbraun,  die  Gelenke  dunkler, 
das  Basalglied  und  die  Seitenstiicke  des  X.  Ster- 
nits  heller;  Glied  Ill  der  Genitalfusse  ist  noch 
kiirzer  als  bei  T.  determinatus  Walk.,  so  dass  die 
beiden  Endglieder  zusammen  nur  %  so  lang  sind 
wie  Glied  II ;  die  Penisloben  (Fig.  50)  sind  ziemlich 
weit  von  einander  getrennt,  ihr  Apikalrand  ist 
schwach  konkav  und  der  seitlich  vorspringende 

Apex  gerundet,  konvex.  Das  X.  Sternit  (Fig.  50)  ist  etwas  kiirzer  als 
genannter  Art. . 


Fig.  50.  Thalerosphyrus  tor- 
ridus  Walk.  (Coll.  Jacob¬ 
son,  Sumatra),  Genitalan- 
h&nge  des  cT,  ventral. 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


83 


Q  (trocken) :  Kopf  und  Brust  oben  dunkel  rotlich  pechfarben,  die  Seiten 
und  die  Unterflache  der  Brust  hell  braunlichgelb.  Tlintcrleib  einfarbig  rotlich 
pechfarben,  mir  die  Hinterrander  der  Segmente  schwarzlich,  sonst  ohne  dunkle 
Zeichnung.  ( Schwa nzborsten  fohlcnd  an  meinem  Material.)  Vorderbeine 
sehr  dunkel  rotlich  pechfarben,  dunkler  noch  als  die  Oberflache  der  Brust, 
hintere  Beine  an  Schenkel  und  Schicne  durchscheinend  hell  siennabraun. 
Tarsus  pechbraun;  alle  Schenkel  am  Apex  dunkler,  pechschwarz  am  Vorder- 
schenkel,  pechbraun  oder  rotlichpechfarben  an  den  hintcren  Schenkeln;  Tarsus 
des  Vorderbeines  nur  etwa  %  so  lang  wie  die  Schiene,  Tarsus  des  Hinterbeines 
(Fig.  47  A)  nur  etwa  %  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  etwa  %  so  lang  wie 
der  Schenkel.  Fliigel  wie  bei  Th.  determinatus  Walk.,  mit  sehr  schwachem 
graubraunlichen  Tone,  Costal-  und  Subcostalraum  kraftig  braun  gefarbt;  die 
Adem  uber  weissem  Untergrunde  und  in  durchfallendem  Lichte  umbrabraun 
odor  pechbraun,  Costa,  Subcosta  und  Radius  dunkler  liber  weissem  Untergrund, 
niehr  russbraun.  Das  X.  Sternit  ist  deni  von  Th.  determinatus  Walk,  wahr- 
scheinlich  gleich,  wenn  es  auch  in  dem  vorliegenden  9  mehr  abgestumpft 
erscheint;  ich  glaube,  dass  diese  Verschiedenhcit  in  der  Form  nur  auf  Trock- 
nung  und  Einrollung  der  Hander  beruht. 

Korperlange:  11 — 12  mm  (cf),  9  mm  (9);  Bangc  des  Vorderflugcls: 
12  mm  (cf),  9y2 — 10  mm  (9);  Fliigelspannung  also  etwa  25  mm  (cf), 
20 — 21  mm  (9);  Schwanzborsten :  29  mm  (cf). 

Material:  1  Q,  No.  101.  Majaijay,  Luzon,  4.  IV.  1860,  Coll.  Selys, 
Museum  Brussel.  —  In  Coll.  Jacobson  1  (in  Spiritus),  Gunung  Dempu, 
1400  m,  Sumatra,  VIII.  1916,  Jacobson  leg.;  ferner  1  cf  (ohne  Beine)  (in 
Spiritus),  Muara  Sako  (Indrapura),  Sumatra,  X.  1915,  No.  1310,  Jacobson  leg. 

Heimat:  Philippinen  und  Sumatra. 

26.  Ecdyonurus  lobatus  n.sp. 

cf  (trocken  und  von  trockenem  Material  in  Spiritus  iibertragen) :  Augen 
schwarz,  an  den  Kanten  und  manchmal  auch  hier  und  da  auf  der  Flache 
dunkelbraun ;  Kopf  vor  den  Augen  schwarzbraun,  zu  bciden  Seiten  des  Kopf- 
kicls  mit  verwischter  hellerer,  mehr  gelbbrauner  Tonung;  Ozellen  schwarz 
umsaumt,  Fuhler  an  der  Basis  dunkelumbra,  die  Geissel  hell  braunlichgrau. 
Pronotum  gelbbraun  bis  rostbraun,  die  Rander  und  einige  nicht  scharf  be- 
grenzte  Streifen  auf  der  Scheibe  schwarzlich;  Mesonotum,  Metanotum  und 
Oberflache  des  Hinterleibes  rostbraun,  der  Apex  der  beiden  Brust  segmente 
dunkler  braun,  der  Ilinterleib  an  den  hinteren  Segment randern  schmal 
schwarzlich  oder  russfarben  gesaumt ;  in  durchfallendem  Lichte  erscheinen 


84 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


die  Termite  1  bis  VI  etwas  heller,  mehr  hell  weinrot,  schwach  gcwolkt,  die 
letzten  Tergite  sind  im  ganzen  dunkler,  nielit  durchscheinend,  mehr  kastanien- 
braun  in  durchfallendem  Lichte,  dock  verschwindet  in  Spiritus  dicse  kasla- 
nienbraune  Farbung  und  die  Tergitc  VII  bis  X  sind  dann  elier  etwas  heller 
als  die  vorhergehenden ;  Unterflache  des  Ilinterleibes  ahnlich  wie  die  Ober- 
flache  gefarbt,  aber  heller,  mehr  orangcfarbig,  die  apikalen  Segmentrander 
schwaeh  gedunkelt.  Schwanzborsten  an  der  Basis*  gelblich,  graubraun  ge- 
ringelt  (aber  nicht  auffallig),  weiter  apikal  dunkler,  graubraun,  werdend  und 
ungeringelt.  Am  Vordcrbein  sind  Schenkel  und  Schiene  kastanienbraun  bis 
russbraun,  die  Schiene  im  ganzen  dunkler  (dunkel  russbraun)  in  auffallendem 
Lichte,  der  Schenkel  an  der  Basis  heller,  beide  Glieder  in  durchfallendem 
Lichte  rostbraun  erscheinend,  doch  bleibt  auch  dann  die  Schiene  stets  dunkler 
als  der  Schenkel;  Knie  und  Apex  der  Schiene  braunschwarz ;  Tarsus  heller 
als  Schenkel  und  Schiene,  mehr  gelbbraun,  der  Apex  der  Tarsalglieder  nur 
schwaeh  dunkel;  hintere  Beine  heller  als  Vorderbeine,  etwa  von  der  Farbung 
der  Hintcrleibstergito,  rostbraun,  in  durchfallendem  Lichte  mehr  gelbbraun, 
die  Schenkel  etwa  in  der  Mitte  dunkler  gewolkt  (undeutlich),  die  Tarsalge- 
lenke  dunkel.  Am  Vorderbeine  ist  Tarsalglied  I  etwa  %  so  lang  wie  Glied 
II,  dieses  am  langsten,  Glied  III  etwas*  kiirzer  als  II,  Glied  IV  fast  so  lang 
wie  Glied  I,  Glied  V  etwa  %  so  lang  wie  I;  am  Hintcrbeine  nehmen  die  4 
ersten  Tarsalglieder  an  Lange  allmahlich  ab.  Fliigel  farblos,  durchsichtig, 
oft  sind  Costal-  und  Subcostalraum  des  Vorderflugels  (ersterer  besonders 
nach  dem  Apex  hin)  sehr  schwach  graubraunlich  getont;  die  Adern  sind  sehr 
hell  gelbbraunlich ;  dunkler,  mehr  rostbraun,  sind  im  Vorderflugel  nur  Costa 
und  Radius  an  der  Basis  und  die  drei  ersten  Langsadern  in  der  Pterostigma- 
Region,  wo  aueh  die  Queradern  deutlicher  und  dunkler  (rostbraun)  sind; 
ferner  ist  die  grosse  Querader  an  der  Subcosta  russbraun ;  in  durchfallendem 

Lichte  werden  alle  Adern,  mit  Ausnahme  der 
genannten,  die  iiberhaupt  etwas  starker  sind  als 
die  anderen,  weisslich  oder  doch  sehr  hell  gelb- 
liehweiss;  die  anale  Region  des  Hinterflxigels 
hat  wenige  Queradern;  im  Costalraume  des  Vor¬ 
derflugels  finden  sich  vor  der  Bulla  entweder 
gar  keinc  Queradern  oder  doch  nur  3  bis*  4  sehr 
zartc,  alle  niiher  der  Bulla;  hinter  der  Bulla 
liegen  etwa  12  bis  15  Queradern,  von  denen  die 
ersten  ebcnfalls  noch  recht  zart  sind,  wahrend 
die  Queradern  des  Pterostigma  deutlich  hervor- 
treten;  sic  sind  gerade  oder  schwach  gebogen, 
stets  einfach.  Die  Genitalfiisse  (Fig.  51,  52) 
sind  russbraun,  die  zwe\  Endglieder  zusammen 
etwa  1/2  wie  das  zweite  Glied,  das  Basal- 

glied  kurz;  der  Penis  (Fig.  51)  bildet  eine 


Fig.  51.  Ecdyonuras  lobatus  Ui.m. 
(Coll.  Ulmkr,  Type),  Genital* 
anhange  des  cT ,  ventral. 


Ulmer  :  Ephemer  opt  even. 


85 


Platte,  welche  apikalwarts  verschmalert  ist  und  deren  Apikalrand  tief  ein- 
geschnitten  ist,  so  dass 
zwei  kurze  Loben  ent- 
stehen,  die  am  Apex 
abgerundet  sind  und 
schwaeh  divergieren ;  in 
Lateralansicht  (Fig.  52) 
ist  der  Penis  etwas 
nach  oben  gekriimmt. 

Das  X.  Sternit  (Fig. 

51)  ist  in  3  Abschnitte, 
einen  medianen  und 
zwei  laterale  gespalten; 
der  mediane  Abschnitt  bildet  cine  stumpfdreieckige  kurze  Platte,  viel  kiirzer 
als  der  Penis;  die  lateralen  Abschnitte  sehen  aus  wic  Grundglieder  der  Ge- 
nitalfiisse,  sind  ebenfalls  plattenformig.  etwa  vierseitig,  besitzen  aber  an  der 
apikalen  Innen-Ecke  einen  kurzen  fingerformigen  Vorsprung  und  sind  viel 
langer  als  der  mediane  Abschnitt. 

Q  (trocken  und  in  Spiritus  iibertragen)  :  Deni  <3  sehr  ahnlich ;  Kopf 
vor  deni  Hinterrande  mit  schwarzem  langlichen  Querfleck,  der  in  der  Mitte 
breiter  ist  als  nach  den  Seiten  hin;  die  schwarzlichen  Partien  auf  dem  Pro- 
notum,  besonders  der  breitere  Hinterrandsaum,  weiter  ausgedehnt;  die  Vor- 
derflugel  an  der  Basis  des  Costalraumes  und  in  der  apikalen  Region  des  Costal- 
und  Subcostalraumes  etwas  kraftiger  getont,  etwa  umbrabraunlich ;  allc  Adern 
starker  hervortretend  und  auch  in  durchfallendem  Lichte  gelbbraun  bleibend; 
vor  der  Bulla  im  Costalraume  etwa  4  bis  5  deutliche  Adem,  dann  folgen  etwa 
2  bis  3  ebensolche  und  dahinter  noch  etwa  12  bis*  13  noch  kraftigere,  alle 
einfach.  Das  X.  Sternit  bildet  eine  weit  vorgeschobene  stumpf  dreicckige 
Platte.  Am  Vorderbeine  sind  die  Tarsalglieder  I,  II,  III,  V  einander  etwa 
gleich,  Glied  I  etwas  kiirzer;  Glied  IV  ist  am  kiirzesten. 

Subimago  (  Q  ,  trocken) :  Dem  9  ahnlich ;  der  Hinterleib  oben  tief- 
dunkelrussbraun,  in  durchfallendem  Lichte  mehr  dunkelrotbraun ;  die 
Schwanzborsten  im  ganzen  dunkler  umbrabraun;  die  Flugel  graubraun  getont. 
mit  dunkel  olivenfarbiger  Tonung  in  durchfallendem  Lichte,  Costal-  und  Sub- 
costalraum  noch  dunkler  graubraun,  die  Adem  schwarzlich,  in  durchfallendem 
Lichte  schwarzlichgrau. 

Korperlange:  8 — 9  mm  (3),  Sy2 — 9i/2  mm  (9);  Lange  des  Vorderflii- 
gels:  9  mm  (c),  9 — 11  mm  (9);  Fliigelspannung  also  etwa  19  mm  (cT), 
^tm  (9);  Schwanzborsten:  etwa  27  mm  oder  mehr  (cf). 

Material :  In  meiner  Sammlung  10  <3Q  (trocken  und  in  Spiritus),  Dan- 


Fig.  52.  Eahjonurus  lobatus  Ulm.  (Coll.  Ulmer,  Type), 
Genitalanhange  des  <f ,  lateral. 


86 


Treubia  Vol.  VI,  1, 


salan,  Mindanao,  6.  II.  15,  11.  II.  15,  12.  II.  15,  7.  I.  15,  Boettger  leg. ; 
ferner  1  Subim.  9  ,  Tonkulan,  Mindanao,  19.  VI.  15,  Boettger  leg. 


Heimat :  Philippines 

27.  Compsoneuria  spectabilis  Etn. 

Compsoneuria  spectabilis  Eaton,  En,t.  Month.  Mag.  XVI11.  1881,  p.  23; 
Eaton,  Rev.  Monogr.  1885,  p.  275,  t.  23,  £.  42,  t.  24,  f.  42;  Klapalek,  Mitt. 
Naturli.  Mus.  Hamburg.  XXII.  1915,  p.  107. 


cf  (trocken  und  in  Spiritus) :  Augen  violettschwarz,  Kopf  vorn  russ- 
braun ;  Brust  gelblichockerfarben,  die  Nota  an  verschiedenen  Stellen  pechbraun 
oder  russbraun;  auf  dem  Pronotum  (von  Kopf  und  Augen  fast  vollig  ver- 
deckt)  scheint  die  gauze  hintere  Partie  russbraun  oder  pechschwarz  zu  sein; 
auf  dem  Mesonotum  ist  eine  breite  Mittclzone  russbraun,  doch  bleibt  der  Apex 
gelb;  iiber  der  Flugelwurzel  auf  dem  Mesonotum  noeh  ein  russbrauner  Fleck; 
ferner  lauft  an  den  Seiten  des  Pro-  und  Mesothorax  eine  schiefe,  mehrfach 
unterbrochene  Binde,  iiber  die  Hiiften,  Schenkelringe  und  Aussenkante  der 

Schenkel  hinweg  sich  fortsetzend ;  iiber  den 
Hinterbeinen  fehlt  eine  solche  dunkle  Zeich- 
nung.  Hinterleib  (Fig.  53  A)  gelblichocker¬ 
farben  oder  ockerwcisslich  (strohfarben)  mit 
schwarzen  Zeichnungen ;  auf  Tergit  I  bis  VIII 
ist  der  Hinterrand  schmal  schwarz  gesaumt, 
und  dieser  schwarze  Saum  setzt  sich  um  die 
llinterecken,  schief  an  der  Seitenlinie  entlang, 
4  !l3  nac'h  vorn  fort,  das  helle  Stigma  freilassend; 

L  1  i  ausserdem  findet  sich  auf  Tergit  III  bis  VII 

(auf  Tergit  V  manchmal  undeutlich  oder  feh- 
lend)  ein  lanzettformiger,  vom  Hinterrand- 
saum  ausgehender,  schwarzer  Fleck  in  der  Mit- 
tellinie,  der  auch  schon  auf  Tergit  II  ange- 
deutet  sein  kann;  Tergit  VIII  bis  X  sind  ein- 
^  x  I  i  farbig  ockergelb  oder  besitzen  nur  in  der  Mit- 

-^r — f  tellinie  einen  dunkleren,  braunlichen  Schat- 

^  ten.  i1)  Unterflache  des  Hinterleibes  einfar- 

big  ockerweisslich.  Schwanzborsten  weiss,  an 
der  Basis  etwas  hellrotlich,  bis  fast  zum  Apex 
deutlich  schwarz  geringelt;  die  Ringc  sind  ab- 
wechselnd  breit  und  schmal,  die  schmalen 
Ringel  verschwinden  niiher  dem  Apex  vollig 


Pig.  53.  Oompsoneuria  spectabilis 
Etn.,  Abdomen;  A.  c f  dorsal 
(Museum  Hamburg,  Java) ; 

B.  9  lateral  (Coll. 
Ulmer,  Java). 


(1)  Andeutuftgen  von  schiefen  dunklen  Seitenstreifen,  wie  unten  beim  9 
beschrieben,  finden  sich  auch  bci  1  d  von  Buitenzorg. 


Ulmer:  Ephemeroptcren. 


87 


und  die  breiten  Ilingel  vverden  dort  aueh  schmaler.  Yorderbeine  (in  Spiritus) 
an  der  Hiifte  oekergelb,  diese  aussen  pechschwarz,  der  Schenkel  sehr  hell 
russbraunlich,  mit  einer  dunklen  (purpurfarbenen)  Mittelbinde  und  einem 
ebensolchen  kleinen  Mecke  am  Apex;  Sehiene  und  Tarsus  hell  strohgelb, 
Apex  der  Sehiene  dunkelbraun,  alle  Tarsalgelenke  fein  braun;  Mittelbeine 
•etwas  dunkler  als  Hinterbeine ;  Hiifte  und  Schenkelring  des  Mittelbeines  wie 
am  Vorderbein  gefarbt,  Schenkel  russbraunlich,  bernsteinfarbig  durehschei- 
nend,  Sehiene  und  Tarsus  strohgelb,  die  Basis  der  Sehiene  und  der  Apex 
aller  Tarsalglieder  pechbraun;  am  Hinterbeine  sind  Hiifte  und  Schenkelring 
oekergelb,  der  Schenkel  ist  bernsteingelblich,  mit  einem  pechbraunen  Band 
in  der  Mitte  und  am  Apex,  Sehiene  und  Tarsus  wie  am  Mittelbein;  die  mitt- 
leren  Schenkelbinden  (an  alien  Beinen)  enthalten  auf  dunklem  Untergrunde 
noch  dunklere  (bis 
schwarze)  feine  Punkte, 
die  besonders  in  Spiritus- 
Material  deutlich  werden. 

Fliigel  (Fig.  54,  55) 

farblos,  durchsichtig,  die 
Langsadern  in  durchfal- 
lendem  Lielite  hell,  nur 
die  Costa,  Subcosta  und 
der  Radius  des  Vorder- 
fliigels  sind  am  Apex 
pechfarben;  iiber  weissem  Untergrunde  erscheinen  die  Langsadern  hier  und 
da,  besonders  in  der  Nahe  der  Queradern,  pech-  oder  russbraunlich ;  die 
grosse  Querader  ist  schwarz,  die  ubrigen  Queradern  sind  pechbraun  und 
auch  schmal  pcchbraunlich  umsaumt,  dadurch  sehr  auffallend;  die  Zahl  der 
Queradern  ist  individuell  und  sogar  in  den  Fliigeln  eines  Bxemplares  ver- 
schieden ;  die  Queradern  auf  der  Scheibe  sind  der  Hauptsache  nach  in  4 
Querreihen  angeordnet;  die  erste  Reihe  von  Queradern,  am  nachsten  der  Basis 
liegend,  beginnt  an  der  Teilung  des  Sektor  und  reicht  in  den  Analraum  hinein; 
die  zweite  Reihe  von  Queradern  beginnt  in  der  Nahe  der  Bulla,  ist  in  der 
Sektor-Rcgion  stark  gebrochen,  hinter  dem  unteren  Sektoraste  bis  in  den 
Analraum  hinein  wieder  in  die  Richtung  der  ersten  Querader  dieser  Reihe 
gestellt ;  die  drittc  Reihe  von  Queradern  beginnt  etwa  am  Anfang  des 
Pterostigma,  ist  in  der  Sektor-Region  auch  stark  gebrochen  und  vom  unte¬ 
ren  Aste  des  Sektor  an  mehr  nach  aussen  gestellt,  bis  zum  Cubitus  reichend ; 
<lie  vierte  Reihe  von  Queradern,  zwischen  der  dritten  Reihe  nach  dem 
Apex  liegend,  trifft  den  Flugelrand  an  der  Media;  die  Langsadern,  welche 
von  der  letzten  Querader  jeder  Reihe  getroffen  werden,  besitzen  noch 
eine  kurze,  ebenfalls  verdickte  Gabelader,  die  zum  Rande  fiihrt ;  ahnliche 
Gabeladern  zeigen  sich  meist  in  der  Sektorgegend  (1  bis  2,  manchmal 
0) ;  zwischen  den  Analadern  an  der  Basis  liegen  noch  einige  (2  bis  3)  Quer- 


Fig.  54.  Oompsoneuria  spedabilis  Etn.  (Coll.  Ulmkk, 
Java,  dasselbe  Exemplar  wie  in  Fig.  53  B), 
Yorderfliigel  des  9* 


88 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


adern;  zu  den  genann- 
ten  4  Reihen  von 
Queradern  treten  oft- 
mals  noch  mehrere 
Queradern  hinzu  (s. 
w.  a.  Q  !).  Ini  Hin- 
terfliigel  (Fig.  55) 
sind  alle  Adem  hell. 
Die  Genitalfiisse  (Fig. 
56,  57)  sind  hellocker- 
gelblich ;  das  Basal- 
glied  ist  sehr  kurz  und 
breit ;  das  zweite  Glied 
ist  lang,  dicht  hinter 
der  Basis  innen  rund- 


Fig.  55.  Oompsoneuria  spectabilis  Etn.,  Fliigel; 

A.  Vorderfliigel  und  B.  Hinterfliigel  des  9  (Museum 
Leyden,  Buitenzorg);  C.  Hinterfliigel  des 
(Museum  Hamburg,  Java). 

lioh  erweitert;  die  2  Endglieder  sind  zusammen 
etwa  %  so  lang  wie  das  zweite  Glied,  das  letzte 
Glied  ist  deutlieh  kiirzer  als  das  vorletzte;  der 
Penis  ist  (ventral,  Fig.  56)  in  zwei  von  einander 
getrennte,  aber  dieht  zusammenstehende  Loben 
gespalten,  die  etwa  pilzformig  sind;  ihr  Apex 
(der  „HutM  des  ^ikes^)  ist  lateralwarts 
stumpfdreieckig  vorgezogen  und  der  Apikal- 
rand  zeigt  einen  deutlichen  Einschnitt;  in  La- 
teralansicht  (Fig.  57)  sieht  man  den  stumpf- 
dreieekigen  Vorsprung  fast  schnabelartig  vor- 


Fig.  57.  Oompsoneuria  spectabilis  Etn.  (Coll.  Jacobson, 
Buitenzorg),  Genitalanhange  des  cf,  lateral; 

A.  Genitalfuss;  B.  Penis. 


Fig.  56.  Oompsoneuria  specta. 

bilis  Etn.  (Coll.  Jacobson, 
Buitenzorg),  Genitalanhange 
des  cf,  ventral. 

gezogen  und  apikalwarts 
davon  einen  durch  den 
genannten  Einschnitt  ab- 
getrennten  Zahn.  —  (Spi- 
ritus-Material !) ;  das 
letzte  Sternit  ist  gross,  in 
der  Mitte  des  Hinterrandes 
schwaeh  zapfenartig  vor¬ 
gezogen;  die  Seitenstucke 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


St) 


erscheinen  fast  als  lange  Basalglioder  der  Genitalfiisse,  ohnc  aber  vorzu- 
springen. 

9  (trockcn  und  in  Spiritus) :  Dem  sehr  ahnlich,  aber  die  allgemeine 
Korperfarbe  ist  mehr  braunockerfarben  als  ockergelb;  im  Hinterfliigel  sind 
(nach  Eaton,  1.  c.  p.  276)  mehr  Qucradcm  vorhanden  als  beim  ,  doch  seheint 
mir,  dass  auch  beim  9  die  Nervatur  beider  Fliigel  beziiglieh  der  Zahl  der 
Queradem  ebenso  variiert  wie  beim  ,  u.z.  bedeutend  mehr  im  Vorderfliigel 
als  im  Hinterfliigel.  Meine  Figuren  54,  55  A  zeigen  diese  Verhaltnissc  im 
Vorderfliigel;  die  Figur  54  riihrt  von  einem  9  ter,  welches  sicli  von  den 
ubrigen  dadurch  unterscheidet,  dass  die  Hinterleibstergite  II  bis*  VIII  (ausser 
den  oben  genannten  Zcichnungen  der  Tergite  I  bis  IX)  noch  jederseits  eine 
schiefe  abgekiirzte  Langsbindc  aufweisen,  die  am  Vorderrande  der  Segmente 
beginnt  und  als  Fortsetzung  des  Ilintereckenfleekes  des  jedesmal  vorhergehen- 
den  Tergits  erscheint  (Fig.  53  B) ;  andere  9  ?  sind  so  gcfjirbt,  wie  beim  cT 
beschrieben,  aber  iiberall  (auch  beim  cf )  sind  die  Qucrader-Zahlen  des  Vor- 
derfliigels  verschieden,  sogar  bci  einem  und  demselben  Excmplarc.  Letztes 
Sternit  weit  vorgezogen,  halbclliptisch. 

Subimago  (cf  und  9  in  Spiritus) :  Der  Imago  sehr  ahnlich ;  die  Fliigel 
graulich  getriibt,  die  Queradcrn  ebcnfalls  deutlich  hervortretend,  die  Liings- 
adem  mehr  graubraun,  die* Queradem  graubraun  (dunkel)  bis  grauschwarzlich. 

Korperlange:  6 — 7  mm;  Lange  des  Vorderfliigels:  7  mm  (cT),  8  mm  (  9)  ; 
Fliigelspannung  also  etwa  15 — 17  mm;  Schwanzborsten :  etwa  15  mm  (o’  9). 

Material :  1  Luitenzorg,  Java,  Kraepelin  leg.,  24.  XI.  —  12.  III.  1904, 
Museum  Hamburg.  —  In  meiner  Sammlung  1  9>  Tuntang,  Java,  Okt.  1910, 
Jacobson  leg.  (dies  Exemplar  mit  den  additionellen  Seitenbinden  auf  den  Ter- 
gitcn,  s.o.).  —  Im  Museum  Buitenzorg  2^,19  (in  Spiritus),  Buitenzorg, 
XI.  1919;  1  Subimago  c?  (in  Spiritus),  Wai  Lima,  Lampongs,  S.  Sumatra, 
14.  XI.  1921,  Lichtfang  im  Urwald,  Karny  leg.,  No.  59.  1  Subim.  cf  (in  Spi- 
rilus),  Buitenzorg,  6.  III.  1922,  Karny  leg.;  1  Subim.  cT ,  Wai  Lima,  S.  Su- 
matra.  XI.  XII.  1921,  Karny  et  Siebers  leg.  (in  Spiritus) ;  1  0  (in  Spiritus), 
Buitenzorg,  Java,  2.  XL  1921,  Karny  leg.;  2  Subim.  (in  Spiritus),  Buitenzorg, 
17.  XI.  1920,  Dammerman  leg. 

Heimat :  Sumatra  und  Java. 

N.B.  Ich  glaube,  dass  es  sich  trotz  der  Verschiedenheit  der  Zeichnung 
auf  dem  Hinterleib  und  trotz  der  starken  Variation  der  Queradern  im  Vror- 
derfliigel  (cf  9)  urn  nur  eine  einzige  Art  handclt. 

Zur  Erganzung  der  Gattungbeschreibung  gebe  ich  hier  die  Langenverhalt- 
nisse  des  Vordcrbeienes  (cT);  cs  ist  etwa  so  lang  wie  der  Korper  (Vorder- 
fliigel) ;  Tarsus  etwa  so  lang  wie  die  Schiene,  diese  etwa  1%  so  lang  wie  der 


90 


Treubia  Vol.  VI,  1. 


Schenkel;  Tarsalglied  I  schr  kurz,  etwa  % 
so  lang  wie  Glicd  II,  dieses  so  lang  wie 
III;  die  Tarsalglieder  nelimen  in  der  Rei- 
lienfolge  II  (etwa  gleich)  III,  IV,  V,  I  an 
Lange  ab;  vgl.  dazu  Fig.  58. 

LISTE  DER  ARTEN. 

1.  von  den  Sunda-Inseln : 

a.  Java:  Anagenesia  javanica  Etn.,  Ana- 

gen  esia  tenera  Etn.,  Polymi- 
tarcys  indicus  Pict.,  Povilla 
Corporaali  Lest.,  Rho'enanthus 
speciosus  Etn.,  Thraulus  exi- 
guus  Etn.,  Thraulus  margina- 
tus  Ulm.,  Teloganodes  tristis 
Hag.,  Caenis  nigropunctata 
Klap.,  Tricorythus  Jacohsom 
Ulm.,  Baetis  javanica  Ulm., 

Clo'eon  virens  Klap.,  Clo'eon 
marginale  Hag.,  Clo'eon  bima- 
culatum  Etn.,  Pseudocloeon 
Kraepelini  Klap.,  Pseudocloeon 
obscurum  Ulm.,  Chirotonetes 
grandis  Ulm.,  Thalerosphyrus 
determinatus  Walk.,  Compso- 
neuria  spectabilis  Etn.  (19  Arten). 

b .  Borneo:  Anagenesia  ampla  Etn.,  Anagenesia  javanica  Etn.,  Anagene¬ 

sia  picta  Gravel.,  Polymitarcys  indicus  Pict.,  Atopopus 
tarsalis  Etn.  (auch  auf  Labuan).  (5  Arten). 

c.  Celebes :  - 

d.  Sumatra :  Anagenesia  ampla  Etn.,  Rho'enanthus  speciosus  Etn., 

Thraulus  exiguus  Etn.,  Caenis  nigropunctata  Klap.,  Trico¬ 
rythus  , Jacob soni  Ulm.,  Clo'eon  virens  Klap.,  Clo'eon  margi¬ 
nale  Hag.,  Clo'eon  bimaculatum  Etn.,  Pseudocloeon  Boettgeri 
Ulm.,  Chirotonetes  grandis  Ulm.,  Thalerosphyrus  determina¬ 
tus  Walk.,  Thalerosphyrus  torridus  Walk.,  Compsoneuria 
spectabilis  Etn.  (13  Arten). 

e.  Simalur:  (*)  Povilla  Corporaali  Lest.,  Clo'eon  marginale  Hag.  (2  Arten). 

2.  von  den  Philippinen: 

Teloganodes  tristis  Hag.,  Caenis  nigropunctata  Klap.,  Caenodes  philip- 

(1)  Die  Insel  Simalur  liegt  an  der  Westkuste  von  Sumatra,  auf  etwa  2%  °  N.  Br. 


Fig.  58.  Compsoneuria  spectabilis 
Etn.  (Coll.  Jacobson,  Buitenzorg), 
Beine  des  ;  A.  Vorderbein; 

B.  Hinterbein;  C.  Hintertarsus, 
starker  vergrossert. 


Ulmer  :  Ephemeropteren. 


91 


pinensis  Ulm.,  Tricorythus  Jacobsoni  Ulm.,  Cloeon  marginale  Hag.,  Pseu- 
doclo'eon  Boettgcri  Ulm.,  Atopopus  tibialis  Ulm.,  Tlialerosphyrus  torridus 
Walk.,  Ecdyonurus  lobatus  Ulm.  (9  Arten). 

Es  sind  also  von  den  Sunda-Inseln  24  Arten  bekannt,  von  den  Philippinen 
9 ;  von  den  letzteren  sind  6  aucli  auf  den  Sunda-Inseln  gefunden,  wahrend  3 
(Caenodes  philippinensis ,  Atopopus  tibialis ,  Ecdyonurus  lobatus)  auf  die 
Philippinen  beschrankt  zu  sein  scheinen. 


r  ) 


SCYPHODON,  AN  ANOMALOUS  GENUS  OF  HYMENOPTERA  OF 
DOUBTFUL  AFFINITIES.  (*) 

By 

Charles  T.  Brues, 

(Bussey  Institution,  Boston  Mass.). 


The  strange  Hymenopteron  described  below  was  included  among 
some  insects  collected  in  southern  Sumatra  by  H.  Karny  and  H.  C.  Siebers. 
Although  I  have  been  unable  to  determine  its  systematic  relationships  with 
any  degree  of  satisfaction,  the  insect  presents  such  striking  characters 
that  it  will  be  very  easily  recognizable  by  anyone  who  may  have  opportunity 
to  study  its  habits  or  to  discover  the  other  sex.  On  the  basis  of  the  present 
material,  the  insect  may  be  characterized  as  follows: 

Scyphodon,  gen.  nov. 

Trochanters  one-jointed.  Abdomen  consisting  of  six  segments  in 
addition  to  an  apical  stylus,  subpetiolate,  the  first  segment  campanulate, 
separated  from  the  second  by  a  slight  but  distinct  constriction,  third  seg¬ 
ment  the  longest,  hypopygium  greatly  prolonged.  Antennae  13-jointed, 
filiform ;  scape  moderately  lengthened.  Prothorax  extending  to  the  tegulae, 
short  above.  All  coxae  contiguous,  tibial  spurs  1,  2,  2.  Anterior  wing  with 
a  subcostal  cell,  long  marginal  vein,  an  incompletely  closed  radial  cell,  and 
one  indistinctly  defined  basal  cell;  otherwise  veinless.  Mandibles  broadly 
paddle-shaped,  not  dentate. 

Head  nearly  twice  as  broad  as  the  thorax,  much  constricted  behind, 
the  temples  broadly  rounded.  Eyes  small,  rounded,  highly  convex,  densely 
hairy.  Mandibles  large  oval,  paddle-  or  spoon-shaped,  convex  and  concave 
internally,  fringed  with  hair  and  hairy  on  the  convex  surface,  with  a  tooth¬ 
like  projection  above  at  the  base.  Oral  aperture  large;  maxillae  apparently 
consisting  each  of  a  finger-shaped  stalk  bearing  a  minute  1- jointed  palpus. 
Antennae  as  long  as  the  head  and  thorax,  inserted  at  the  anterior  end  of 
the  long  horizontal  front;  scape  twice  as  long  as  any  of  the  flagellar  joints 
which  are  longer  than  the  pedicel.  Ocelli  well  developed,  in  a  minute 

(1)  Contribution  from  the  Entomological  Laboratory  of  the  Bussey  Institution, 
Harvard  University,  No.  223. 


93 


94 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


triangle  close  to  the  occiput.  Thorax  long  and  narrow,  pronotum  visible 
from  above,  but  very  short  medially;  mesonotum  twice  as  broad  as  long, 
gradually  broader  behind;  scutellum  separated  by  a  transverse  groove  at 
the  base,  longer  than  wide,  obtusely  pointed  behind.  Propodeum  small, 
rather  evenly  sloping  and  without  separated  upper  and  posterior  faces; 
its  surface  smooth,  without  carinae;  spiracle  small,  circular.  Propleurae 
very  long,  extending  backwards  almost  to  the  tegulae.  Mesopleurae  and 
mesosternum  very  large,  mesothonax  swollen  below  so  that  the  mesopleura 
is  below  the  level  of  the  tip  of  the  front  coxae.  Abdomen,  exclusive  of  the 
hypopygium,  as  long  as  the  remainder  of  the  body,  consisting  of  six  seg¬ 
ments,  the  first  two  short,  of  about  equal  length,  third  more  than  twice  as 
long;  fourth  and  fifth  shorter,  but  still  longer  than  the  second;  sixth  as 
long  as  the  third  but  much  narrower  and  obtusely  pointed  at  the  tip. 
Hypopygial  structure  arising  beneath  the  base  of  the  sixth  segment,  as 
long  as  the  entire  thorax  or  the  five  basal  abdominal  segments;  seen  from 
above  (Fig.  1,  D)  it  contains  a  median  tubular  piece  with  a  large  oval 


aperture  just  before  the  tip  which  is  acutely  pointed,  to  the  sides  of  the 
median  piece  the  sternite  is  visible.  In  lateral  view  the  upper  part  of  the 
dorsal  median  piece  appears  above  the  sternite  to  which  it  is  seen  to  be 
fused;  from  below  (Fig.  1,  C)  the  whole  structure  appears  as  a  long  tube 
with  a  pair  of  longitudinal  thickenings  near  the  apex.  Legs  slender,  the 


Ch.  T.  Brues:  Scyphodon  anomalum.  95 


anterior  femora  somewhat  thickened;  tarsal  claws  simple.  Wings  large; 
submarginal  vein  twice  as  long  as  the  marginal ;  radial  vein  straight,  except 
at  extreme  base,  as  long  as  the  marginal. 

Type  S.  anomalum  sp.  nov. 

Scyphodon  anomalum,  sp.  nov.  (Fig.  1). 

$  i  Length  2.5 — 2.8  mm.  Very  dark  brown,  legs  distinctly  ligther; 
antennae  brownish  yellow.  Wings  tinged  with  brown,  veins  brownish 
yellow.  One  specimen  (the  one  figured)  has  the  abdomen  somewhat  swollen 
and  the  intersegmental  membranes  show  as  pale  areas. 

Type  and  paratype  from  Wai  Lima,  Lampongs,  Sumatra  (H.  Karny  and 
H.  C.  Siebers). 

From  the  above  description,  it  is  evident  that  Scyphodon  is  quite 
unique  in  the  structure  of  two  organs,  the  mandibles  and  prolonged 
hypopygial  organ,  either  one  of  which  will  serve  readily  to  distinguish 
it  from  any  other  known  genus  of  Ilymenoptera. 

The  one-jointed  trochanters  at  once  exclude  it  from  the  Braconidae 
or  any  of  the  related  families  in  which  it  might  otherwise  perhaps  find  a 
place.  It  must  then,  on  the  basis  of  the  long  prothorax  which  extends 
backwards  to  the  tegulae,  be  placed  in  the  somewhat  heterogeneous  seines 
comprising  the  superfamily  Vespoidea,  or  in  the  Serphoidea.  Here  it  is 
probably  most  similar  to  certain  Bethylidae  although  there  are  several 
characters  utterly  at  variance  with  any  of  the  genera  hitherto  placed  in 
this  family.  In  the  first  place,  the  hind  wings  are  very  small,  narrow 
at  the  base,  and  lack  entirely  the  anal  lobe  so  characteristic  of  this  group 
while  the  short  pronotum,  long  mesonotum  and  small  sloping  propodeum 
find  no  counterpart  in  the  genera  referred  to  the  Bethylidae.  The 
hypopygial  organ  seems  to  be  entirely  unlike  that  of  any  other  Hymenop- 
teron,  in  fact  I  cannot  be  positive  of  the  sex  of  the  specimens.  There  is 
some  similarity,  however,  to  the  ovipositor  of  Proctotrypes  and  this  taken 
together  with  the  absence  of  any  indication  of  articulated  lamellae  or 
elaspers  leads  me  to  believe  that  the  insects  are  females,  although  the 
slender  antennae  and  legs  are  more  like  those  of  males,  especially  in  the 
family  Bethylidae.  So  far  as  I  am  aware,  the  trochanters  of  all  Braconidae 
are  two-jointed,  a  character  which  appears  to  be  of  great  importance  and 
to  extend  through  the  related  families.  Except  for  this  character  and 
the  presence  of  a  quite  distinct  subcostal  cell,  the  present  insect  could  be 
regarded  as  a  Braconid  without  causing  any  serious  confusion  in  our  present 
system  of  classification. 

Messrs.  Rohwer  and  Gahan  of  the  United  States  National  Museum 
have  very  kindly  examined  the  type.  They  would  place  it  among  the 
Serphoidea,  but  not  definitely  in  any  of  the  known  families.  They  feel 


96 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


reasonably  certain  that  it  is  a  male,  and  I  have  no  reason  to  believe 
otherwise,  except  that  as  stated  above,  na  jointed  claspers  or  other 
appendages  are  clearly  visible.  Their  absence,  however,  could  hardly  be 
considered  as  definite  proof  that  the  specimen  is  a  female. 

Whether  this  curious  genus  will  find  a  final  place  near  the  Bethylidae 
or  in  the  Serphoid  series,  and  possibly  in  a  family  of  its  own,  may  perhaps 
be  clear  when  the  opposite  sex  is  discovered. 


EINE  NEUE  ANTHICIDE  VON  SUMATRA 


von 

IT.  von  Krekich — Strassoldo, 
(Graz). 


Das  einzige  mir 
vorgelegene  Exemplar 
des  F.  similis  tragt 
folgende  Lokalitiitsbe- 
zeiclmung:  „Wai  Lima, 
Lampongs,  Z.  Sumatra, 
Karny  XI  1921  No.  33” 
(Im  Urwald). 


CL 


Fig.  1.  a  Formicomus  vethi  Kbek.;  b  Fonnicomus 
similis  Krek.  Ausstiilpbare  Dorsalsegmente  und  letzte 
sichtbare  Ventralsegmente. 


Formicomus  similis  nova  species  zur  Gruppe  der  Formicomus , 
deren  an  der  Innenseite  der  Vorderschenkel  keinen  Zahn,  Dorn  oder 

Fortsatz  aufweisen,  gehorig,  wie  F.  vethi  Krek.  (Wiener  Entom. 
Zcitung  1914  p.  4)  aus  Preanger  (Jam),  F.  antiquus  Krek.  (Entomol. 
Mitteilungen  Berlin  1919  VIII  p.  178)  aus  Bengalen. 

Speziell  mit  dem  Erstgenannten  ist  F.  similis  nahe  verwandt  und  in 
der  Gestalt  und  Farbung  zum  Verwechseln  ahnlich,  dennoch  aber  spezifisch 
verscliieden,  wie  aus  der  Gestalt  der  Endsegmente  ersichtlich  (Fig.  1). 

Die  Tarsen  und 
Mundteile  des  F.  similis 
sind  dunkler  (braunrot), 
der  Kopf  etwas  flacher, 
die  Behaarung  der 
Fliigeldecken  weisser 
und  borstiger,  als  beim 
F .  vethi. 


97 


7 


FISHES  WITH  PROTRUSILE  MOUTHS 

by 

Dr.  H.  C.  Delsman 

(Laboratorium  voor  het  Onderzoek  der  Zee,  Batavia). 


*  ‘Various  and  peculiar  are  the  modifications  undergone  by  the  mouth 
and  jaws  in  the  Teleostei.  The  premaxillae  become  very  movable,  free 
behind  and  loosely  articulated  in  front  in  the  higher  forms.  The  maxilla 
loses  its  teeth  and  ceases  to  occupy  the  margin  of  the  mouth.  The  two 
bones  come  to  lie  parallel  to  each  other;  the  former  articulating  with  the 
anterior  mesethmoid  region,  the  latter  with  the  vomer  and  lateral  ethmoid 
region  and  palatine.  Frequently  the  jaws  are  protrusible,  in  which  case 
the  dorsal  process  of  the  premaxilla  is  usually  much  elongated  and  slides 
backwards  and  forwards  over  the  ethmoid,  the  maxilla  being  pushed  for¬ 
ward  by  the  palatine”. 

Thus  Goodrich  in  Part  IV  of  “A  Treatise  on  Zoology”,  p.  349.  I  wish 
to  deal  here  with  a  few  cases  of  protrusibility  of  the  mouth  found  among 
fishes  from  the  Java  Sea  and  which,  as  far  as  I  am  aware,  have  not  yet 
been  described  in  detail. 

The  starting  point  of  this  little  investigation  was  the  peculiar  Labrid 
Epibulus  insidiator  Cuv.  Val.  which  has  been  kept  alive  in  the  new  aquarium 
in  Batavia  for  more  than  8  months  and  is  still  thriving  well  there.  It  is 
known  as  “tagi  utang”,  i.e.  the  dunning  creditor,  among  the  Malayans 
here,  or,  according  to  Bleeker,  as  “ikan  kakatua  sumpit”,  i.e.  the  parrot 
wrasse  with  the  pea-shooter.  Among  older  writes,  as  Valenti.jn,  Ruysch 
and  Valennciennes,  it  is  known  as  the  “bedriegcr”  or  “trompeur”  (the 
deceiver).  Former  investigators  have  noticed  already  the  extreme  protrusi¬ 
bility  of  the  mouth  in  this  coral-fish,  as  illustrated  by  our  fig.  10,  and  in 
the  aquarium  we  could  observe  it  performing  this  protrusive  movement  with 
great  rapidity  each  time  it  took  some  food.  This  induced  me  to  a  closer 
examination  of  the  mechanism  of  this  movement  and  the  modifications  of 
the  bones  of  the  skull  connected  with  it.  For  the  sake  of  completeness  I 
extended  this  investigation  to  a  few  other  fishes  with  markedly  protrusile 
mouths  and  which  seemed  to  me  of  interest  as  well  for  themselves  as  for  com¬ 
parison. 

Let  us  begin  with  a  case  where  the  protrusibility  of  the  mouth,  though 
evident,  is  yet  not  so  strongly  developed  as  in  the  forms  to  be  described 


98 


H.  C.  Delsman:  Fishes  with  protrusile  mouths. 


99 


afterwards.  It  is  Pristipoma  guoraka  Cuv.  Val.,  the  gerot-gerot  (Malay), 
a  fish  caught  in  the  Bay  of  Batavia  especially  with  the  pant  j  in  g  raweh, 
i.e.  a  kind  of  cod-line.  If  in  this  fish,  as  in  many  others,  we  pull  down  the 
under  jaw  in  order  to  open  the  mouth,  then  at  the  same  time  the  upper  lip 
is  drawn  forwards  from  under  the  snout.  The  mouth  opening  thus  moves 
forward  and  at  once  takes  a  more  downward  direction,  the  upper  jaw 
being  extended  but  the  lower  jaw  not. 

Fig.  1  illustrates  the  mechanism  of  this  movement.  The  premaxillae 
have  each  a  dorsal  process.  These  two  processes  run  parallel  to,  and  in 
close  contact  with,  each  other  and  are  united  at  their  extremity  by  an 
unpaired  piece  of  cartilage  (dotted  in  fig.  1)  applied  to  the  under  surface. 
The  extremities  are  much  narrower  than  the  basal  part,  the  transition 
being  fairly  sudden  at  about  %  of  the  length. 


_ang.  angular,  art.  articular,  dent .  dental,  ect-ethm ■.  ect-etmoid, 

/r.  frontal,  hyom.  hyomandibular,  max.  maxilla,  m.  ethm. 
mesetkinoid  or  supra-ethmoid,  p.  palatine,  pr.  max.  pramaxilla, 
pt.  1  (ecto-) pterygoid,  pt.  2  meso-(ento-) pterygoid,  pt.  8  meta¬ 
pterygoid,  q.  quadrate,  sympl.  symplectic. 

The  two  premaxillary  processes  form  together  what  I  will  call  for 
the  sake  of  convenience  the  sliding  stalk.  This  stalk  can  slide 
forwards  and  backwards  over  the  rostral  part  of  the  neurocranium.  The 
rostrum  is  partly  cartilaginous,  partly  ossified  in  the  shape  of  the  unpaired 
median  mesethmoid  and  the  two  lateral  ect-cthmoidea,  the  latter  each  with 
a  hole  for  the  nervus  olfactorius.  The  vomer  grows  around  the  anterior 
extremity  of  the  cartilaginous  rostrum. 

Behind  the  ethmoidea  follow  the  frontals  which  have  a  massive  struc¬ 
ture  and  a  swollen  appearance.  Their  anterior  part  forms  an  uprising 
where  the  slide  on  the  rostrum  ends. 


100 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


At  the  left  and  the  right  of  the  rostrum  we  find  the  maxilla  and  the 
palatine,  the  latter  forming*  part  of  the  palatine-pterygoidea-quadrate- 
hyomandibular-complex,  in  the  lateral  wall  of  the  oral  cavity.  The  maxillae 
are  free,  though  connected  with  the  middle  part  of  the  under  jaw  by 
connective  tissue.  This  causes  them  to  move  up  and  down  more  or  less 
with  the  underjaw.  The  upper  extremity  shows  a  constriction  into  which 
the  anterior  end  of  the  palatine  fits.  This  is  only  the  case,  however,  when 
the  mouth  is  closed,  not  in  fig.  1  where  the  mouth  is  half  open  and  where, 
as  a  consequence,  the  maxilla  has  partly  been  pulled  down  and  forwards 
by  the  underjaw. 

The  uppermost  extremity  of  the  maxilla,  finally,  has  the  shape  of  two 
prominences,  between  which  the  sharp  lateral  edge  of  the  premaxilla  slides 
up  and  down. 

The  faculty  of  protruding  the  mouth  is  found  more  strongly  developed 
in  the  cases  to  be  described  now.  In  the  first  place  we  will  take  the 
pcperrek,  which  is  the  Malay  name  for  species  of  Equula  and  Gazza.  As 
an  example  I  will  describe  here  the  state  of  things  in  Equula  dussumieri 
Cuv.  Val.,  one  of  the  larger  species.  Figs.  2  and  3  give  an  idea  of  the 


Fig.  2.  Equula  dussumieri  Cuv. 
Val.,  head  with  mouth  closed. 


Fig.  3.  Equula  dussumieri  Cuv.  Val., 
head  with  mouth  protruded. 


protrusion  of  the  mouth  here:  the  under  jaw  makes  a  rotatory  movement 
and  draws  out,  so  to  say,  the  upper  jaw.  The  sliding  stalk,  formed  by  the 
dorsal  processes  of  the  premaxillae,  is  here  much  longer  than  in  the  fore¬ 
going  species,  and  the  same  is  the  case  with  the  slide  on  the  upper  surface 
of  the  skull.  This  slide  is  found  not  only  on  the  rostrum  and  the  meseth- 
moid  but  is  continued  by  the  frontals  over  the  orbits,  to  end  only  at  the 
supra-occipital  (#  in  fig.  4).  Thus  when  the  mouth  is  closed,  the  extremity 
of  the  sliding  stalk  reaches  over  the  eyes  to  about  the  hind-border  of  the 
latter  (fig.  2). 


H.  C.  Delsman:  Fishes  with  protrusile  mouths.  101 


ect.ethm. 
m.ethm 


The  two  processus  of  the  upper  part  of  the  maxillae,  between  which 
the  sliding  stalk  slides,  are 
more  strongly  developed  in 
this  case.  Those  from  the 
left  and  the  right  side  are  in 
contact  with  each  other  as 
well  above  as  below  the 
sliding  stalk  and  united 
there  by  connective  tissue, 
thus  forming  a  ring  round 
the  stalk,  through  which  it 
slides  up  and  down. 

The  lower  part  of  the 
maxilla  is  again  connected 
with  the  under  jaw  by  con¬ 
nective  tissue.  For  this  pur¬ 
pose  the  dental  has  produced 
quite  an  outgrowth,  with 
which  also  the  lateral  part  of 
the  premaxilla  is  connected. 


Fig.  4.  Equula  dussumieri  Cuv.  Val.  skull,  par. 
parietal,  a.  occ.  supra-occipital,  *  end  of  the  slide. 


Fig.  5.  Drepane  punctata  Cuv.  Val.,  head  with 
mouth  protruded,  nas.  nasal,  lacr .  lacrimal. 


When  the  mouth  is  clo¬ 
sed  the  anterior  end  of  the 
palatine  fits  again  into  a 
constriction  of  the  maxilla. 
In  fig.  4,  however,  the 
mouth  is  open. 

Another  case  again  is 
that  of  Drepane  punctata 
Cuv.  Val.,  a  fish  of  high 
and  laterally  compressed 
shape  and  with  an  equally 
protrusile  mouth  as  Equula 
(Fig.  5).  The  inner  me¬ 
chanism,  however,  proves 
to  be  a  little  different. 
Above  the  eyes  the  head 
shows  two  hard  prominen¬ 
ces  caused  by  a  solid  infla¬ 
tion  of  the  front als  which 
have  coalesced  and  a  simi¬ 
lar,  though  less  pronoun¬ 
ced,  inflation  of  the  supra- 
occipital  (fig.  6).  The  on¬ 
ly  explanation  of  these 


102 


Treubia  Vol.  VI,  Livk.  2. 


massive  prominences  I  can  imagine  is  that  they  serve  to  make  the  head 
of  these  bottom-feeders  heavier. 

Now  the  sliding  stalk  in  this  case  equals  in  length  that  of  Equula 
but  the  peculiar  structure  of  the  swollen  front als,  which  reminds  us  of 
what  we  found,  though  less  strongly  pronounced,  in  Pristipoma  guoraka , 
forms  an  unsurmountable  obstacle  to  an  extension  of  the  slide  in  back¬ 
ward  direction,  as  found  in  Equula.  The  consequence  of  this  has  been  that 
the  ethmoids,  and  especially  the  mesethmoid,  have  been  thrust  in,  so  to  say, 
by  the  extremity  of  the  sliding  stalk.  It  looks  as  if  a  beginning  of  this 
process  were  to  be  observed  already  in  Pristipoma  guoraka.  For,  whereas 


l).  occ.  basi-occipital,  parasph.  parasphenoid;  the  two  inter¬ 
mittent  lines  indicate  the  approximate  position  of  the  premax¬ 
illae  and  the  under  jaw  when  the  mouth  is  protruded. 


in  figs.  4  and  11  (and  in  other  cases  studied  by  me)  the  surface  of  the 
mesethmoid  is  convex,  this  is  not  the  case  in  fig  1,  where  it  looks  more 
or  less  as  having  been  pushed  in.  In  fig.  6,  however,  this  process  has 
advanced  much  further,  the  mesethmoid  having  been  pushed  in  to  between 
the  orbits  and  having  assumed,  as  a  consequence,  the  form  of  a  sack.  The 
bony  walls  of  this  sack,  however,  have  grown  so  thin  by  the  dilatation, 
that  laterally  large  holes  have  fallen  in  them,  as  shown  in  fig.  6,  where 
we  can  see  the  extremity  of  the  sliding  stalk  through  this  lateral  hole. 


H.  C.  Delsman:  Fishes  with  protrusile  mouths . 


103 


Fig  7.  Premaxilla  of  Drc- 
pane  punctata . 


S.OCC. 


Also  the  end  of  the  sack  is  a  large  hole.  Thus  the  slide  in  this  case, 
beginning  on  the  surface  of  the  snout  again, 
continues  along  the  upper  surface  of  the 
basis  cranii,  between  the  orbits.  The  ect- 
ethmoidea,  characterized  by  the  hole  of 
the  nervus  olfactorius,  have  also  been  pushed 
in  partly,  so  that  in  a  lateral  view  of  the 
skull  we  see  their  orbital  side,  not  their  upper 
surface,  as  in  the  other  skulls  shown  in 
this  article. 

In  fig.  8  we  see  the  neurocranium  from 
in  front,  with  the  triangular  opening  for  the  sliding  stalk,  being  the  opening 

at  the  bottom  of  the  thinwalled  and,  as  we  have 
seen  above,  even  defective-walled  sack  formed 
by  the  mesethmoid  between  the  orbits.  Of  this 
sack  the  two  ect-ethmoidea  represent  the  out¬ 
ward  continuation.  The  vomer  has  grown 
around  the  anterior  extremity  of  the  cartilagi¬ 
nous  rostrum,  as  is  often  the  case  in  Teleosteans. 
In  front  of  the  opening  of  the  mesethmoid, 
however,  a  patch  of  cartilage  is  still  visible 
(dotted). 

Fig.  6  has  been  drawn  with  the  mouth  closed 
and  the  upper  jaw  drawn  in.  In  this  state 
the  anterior  end  of  the  palatine  again  fits  into 
a  notch  of  the  maxilla  which,  however,  is 
withdrawn  from  it  when  the  mouth  opens.  The 
sliding  stalk  is  again  enclosed  between  the  two 
pairs  of  processes  of  the  maxillae.  The  upper 
processes  are  in  close  contact  and  united  by  connective  tissue  above  the 
sliding  stalk.  The  lower  processes  separate  the  sliding  stalk  from  the  an¬ 
terior  part  of  the  rostrum.  The  ring  formed  by  these  two  pairs  of  processes 
is,  however,  fairly  spacious.  This  is  in  accordance  with  the  fact  that  the 
sliding  stalk  in  this  case  does  not  perform  a  sliding  movement  only  but  also 
a  rotatory  one  by  which  it  gets  a  quite  different  direction.  This  is  clearly 
shown  by  fig.  5  where  the  sliding-stalk  is  directed  to  above  the  eye, 
whereas  in  fig.  6  it  is  directed  to  below  the  eye.  Two  massive  lacrimalia 
(cf.  fig.  5)  cover  at  the  left  and  the  right  side  the  weaker  part  of  the 
mechanism  which  is  filled  up  with  gelatinous  connective  tissue. 

Epibulus  insidiator  (Fig.  9),  finally,  presents  the  most  extreme  case  of 
protrusibility  of  the  mouth.  It  differs  from  all  the  foregoing  in  that  here 
not  only  the  upper  jaw  but  also  the  lower  jaw  is  protrusile  and 
elongated,  so  that  the  mouth  by  this  movement  is  not  directed  downwards, 
as  in  the  foregoing  cases  when  we  were  dealing  with  bottonk-feeders,  but 


fr. 

ect.ethm. 
m.ethm. 


-VO. 

Fig.  8.  Front  view  of  the 
skull  of  Drcpanc  punctata, 
vo.  vomer. 


104 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


finds  itself  at  the  top  of  a  kind  of  straight  trunk  (Pig.  10).  This  probably 
enables  the  fish  to  get  its  food  between  the  corals. 

That  in  the  foregoing  cases  the  under  jaw  cannot  move  forwards  and 
backwards  is  due  to  the  fact  that  in  Teleosteans  the  bones  of  the  proximal 
part  of  the  mandibular  arch  — 
the  palatine,  pterygoids  and  qua¬ 
drate  —  are  always  firmly 
united  with  those  of  the  proximal 
part  of  the  hyoid  arch  —  the 
hyomandibular  and  the  symplcc- 
tic  —  forming  together  a  trian¬ 
gular  bony  plate  with  which  the 
distal  parts  of  both  these  arches 

—  the  under  jaw  and  the  hyaiia 

—  articulate.  The  quadrate  with 
which  the  under  jaw  articulates 
thus  cannot  move. 

In  Epibulus,  however,  this 
firm  connection  of  the  bones  of 
the  palato-quadrate  arch  with  the  hyomandibular  has  been  broken  up  and 
the  quadrate  has  become  movable.  In  fig.  11  we  see  that  the  quadrate 
has  assumed  a  very  elongated  shape.  The  small  ectopterygoid  is  firmly 
attached  to  its  upper  extremity.  The  palatine,  however,  has  no  firm  con¬ 
nection  with  them.  It  gives  the  impression  of  a  small  rudimentary  bone 
lying  on  either  side  of  the  rostrum.  At  its  lower  extremity  the  quadrate 
articulates  in»the  usual  way  with  the  articular  of  the  lower  jaw,  but  the 
joint  is  only  very  small. 


Fig.  10.  Head  of  Epibulus  insidiator  with 
mouth  protruded. 


H.  C.  Delsman:  Fishes  ivith  protrusile  mouths. 


105 


ect.ethm. 


pexL 


No  trace  can  be  discovered  of  the  ento-pterygoid,  whereas  the  meta¬ 
pterygoid  and  the  symplectic  are  found  as  thin  elongated  little  bones 
reaching  from  the  ecto-pterygoid  to  the  hyomandibular.  The  hyomandi- 
bular  is  found  in 
the  usual  place, 
articulating  with 
the  squamosal  (pte- 
rotic),  but  has  no 
such  firm  connec¬ 
tion  with  the  pala- 
to-quadrate  arch  as 
is  the  rule  in  Te- 
leosteans.  Only  the 
hyalia  (epi-,  cera- 
to-,  hypo-  and  basi- 
hyal)  are  attached 
to  it.  The  underjaw 
has  assumed  an 
equally  elongated 
shape  as  is  the 

case  with  the  pre-  .  ....  ,  . 

Pig.  11.  Epxbulus  xnsxdxator  Cuv.  Val.,  skull, 
maxillae.  with  mouth  half  protruded. 

The  structure  of  the  pre-maxillae  and  the  maxillae  agrees  with  that 

of  the  cases  described  first,  showing  the 
same  features  in  a  very  pronounced 
manner.  Thus  the 
maxillae  with  their 
passes  that  of  the 
whole  neurocra¬ 
nium.  The  maxil¬ 
lae,  which  also 
have  a  very  elong¬ 
ated  shape,  have 
again  two  proces¬ 
ses  at  their  upper 
extremity  which, 
from  the  right  and 
the  left  side,  form 
a  ring  through 
which  the  sliding 
stalk  slides  for¬ 
wards  and  back¬ 
wards.  This  ring 
is  closed  above 


length  of  the  pre¬ 
dorsal  processes  sur- 


max. 


Fig.  12.  Epibulus  insidiator 
Cuv.  Val.,  skull  from  above, 
with  one  of  the  premaxillae  in 
the  normal  position  when  the 
mouth  is  closed,  epiot.  epiotic, 
sq.  squamosal  (pterotic). 


Fig.  13.  The  maxillae  and 
the  nostrum  seen  from  in 
front  so  as  to  show  the 
ring  through  which  the 
dorsal  processes  of  the 
premaxillae  slide  up  and 
down. 


106 


Tueubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


and  beneath  the  sliding  stalk,  as  shown  by  fig.  13.  The  under  extremity  of 
the  maxilla  is  again  connected  with  the  lower  jaw  by  connective  tissue. 

The  bones  which  form  the  slide  on  the  roof  of  the  skull  show 
a  few  peculiarities,  especially  the  mes-  or  supra-ethmoid.  This  is 
again  situated  between  the  paired  ect-ethmoidea,  each  provided  with  a 
hole  for  the  nervus  olfactorius.  It  has,  however,  a  backward  directed  pro¬ 
longation  which,  in  the  way  of  a  dermal  bone,  overlaps  the  median  parts 
of  the  frontals.  This  prolongation  reaches  as  far  as  the  end  of  the  slide, 
i.e.  just  as  far  backward  as  the  frontals  themselves,  as  shown  in  fig.  12. 
In  the  same  way  the  frontals  overlap  the  supra-occipital,  but  this  is  no 
exception  among  Teleosteans.  In  fig.  12  the  mouth  is  imagined  in  the 
retracted  condition.  We  see  that  the  posterior,  narrowed,  extremity  of 
the  sliding  stalk  then  reaches  nearly  to  the  end  of  the  neurocranium. 

A  comparison  of  fig.  9  with  fig.  10  shows  that  during  the  stretching 
of  the  trunk  the  maxilla  and  the  quadrate  make  a  corresponding  movement, 
the  inferior  extremity  being  first  directed  backwards  and  afterwards 
forwards. 


FIRST  CONTRIBUTION  TO  A  STUDY  OF  THE 
TROPICAL  SOIL  AND  SURFACE  FAUNA. 

By 

Dr.  K.  W.  Dammerman, 

(Buitenzorg  Museum). 


When  studying  the  fauna  of  the  Krakatau  Islands,  I  searched  for  a 
method  to  get  exact  figures  verifying  the  thesis  that  on  these  islands  the 
number  of  species  is  still  small  but  the  number  of  individuals  much  higher 
than  in  normal  conditions.  As  already  .mentioned  in  my  paper  on  the 
fauna  of  the  Krakatau  Islands  (*)  l  found  the  best  method  was  to  count 
the  number  of  species  and  individuals  found  on  1  M2,  living  in  the  layer 
of  vegetable  debris  and  mould  on  the  surface  of  the  ground.  This  layer 
alone  exhibits  uniform  conditions  for  existence  over  a  large  area.  The 
method  as  practised  by  me  is  as  follows:  —  In  a  certain  locality  first  a 
place  is  searched  for  where  the  ground  is  nearly  horizontal  and  the  above- 
mentioned  layer  of  decaying  leaves  and  mould  seems  to  be  of  an  average 
thickness.  Then  one  square  Meter  is  set  out  and  the  leaves  and  mould  of 
the  measured  spot  are  heaped  together,  but  only  so  far  as  the  material  can 
be  easily  gathered  together  without  loosening  the  soil.  The  material  is 
now  put  into  a  quadrangular  bag  which  contains  a  5  mm.  -  mesh  wire 
sieve  and  sifted  throughout.  The  coarser  material  not  passing  through 
is  examined  on  the  spot,  spread  out  on  a  piece  of  white  linen  and  the 
bigger  animals  are  collected.  The  sifted  material  is  brought  home  and 
more  accurately  looked  over.  It  is  spread  in  small  heaps  in  a  thin  layer 
on  a  sheet  of  white  paper  or  linen.  All  animals  as  far  as  they  can  be  seen 
by  the  naked  eye  are  collected  either  by  forceps  or  by  a  small  brush.  A 
magnifying-glass  is  never  used  except  for  picking  up  the  smallest  species 
already  noticed  before. 

This  method  gives  fairly  good  and  comparatively  reliable  results. 

If  one  wants  to  study  a  special  group  of  animals  there  fire  perhaps 
better  and  more  refined  methods  but  to  get  an  insight  into  the  surface 
fauna  as  a  whole,  the  method  followed  is,  I  think,  very  useful.  The  draw¬ 
back  is  that  the  soft  and  more  delicate  species,  much  damaged  by  the  sifting, 
are  dead,  or  nearly  dead,  and  covered  with  dust  and  sand,  difficult  to  detect. 


(1)  ’Treubia”  III,  1922. 


107 


108 


Trkubia  Vol.  YI,  Livr.  2. 


In  a  few  cases  I  also  used  an  apparatus  for  mechanically  collecting 
the  animals,  but  this  will  be  discussed  later  on,  because  the  greater  part 
of  the  present  results  are  obtained  by  the  iafore-mentioned  method  of  col¬ 
lecting  by  sight. 

I  have  counted  the  number  of  species  and  individuals  found  on  1  M2 
not  only  on  the  Krakatau  Islands  but  also  in  many  other  localities  (See 
Appendix  A  and  B).  In  the  beginning  1  paid  more  attention  to  the  number 
of  species  and  in  many  cases  I  have  omitted  to  count  the  number  of  indivi¬ 
duals.  As  to  ants  and  termites,  I  have  always  neglected  the  number  of 
specimens  on  a  certain  spot,  as  this  number  is  too  liable  to  vary,  depending 
on  the  nearness  of  a  nest.  The  greater  part  of  the  species  belonging  to  these 
groups  of  animals  are  also  of  a  more  wandering  life,  their  appearance  on 
a  spot  being  more  or  less  occasional,  whereas  other  groups  are  really 
surface-dwelling,  always  living  in  and  on  the  decaying  vegetable  mass  on 
the  soil. 

Now  we  will  discuss  the  results  obtained  by  the  described  method. 

The  total  number  of  species  and  individuals. 

If  we  calculate  an  average  of  the  number  of  species  fonud  on  1  M2 
we  find  that  in  30%  this  number  lies  between  10  and  20;  in  26%  between 
20  and  30,  the  average  being  25  species.  This  seems  to  be  rather  low 
but  we  must  consider  that  this  number  is  an  average  for  all  localities 
thrown  together,  and  that  the  number,  owing  to  the  method  practised,  is 
not  an  exact  figure  but  only  of  use  for  comparison. 

So  the  average  number  for  Krakatau,  Verlaten  I.  and  Sebesy  is  resp. 
18,  12.4  and  16.3  species  per  1  M2,  also  far  less  than  the  normal  average. 
Tf  we  compare  these  islands  of  the  Sunda  Strait  with  the  adjacent  Java 
and  Sumatra  coast  we  will  find  even  a  greater  difference,  as  on  Prinsen  I. 
an  average  of  31  species  and  in  the  Lampongs  (Pedada-Bay)  an  average  of 
41  species  was  found. 

The  poorness  of  the  Krakatau  Islands  is  also  demonstrated  by  the  fact 
that  in  11%  of  all  cases  less  than  10  species  on  1  M2  were  collected,  of 
which  proportion  these  islands  furnish  7%,  the  remaining  part  being  made 
up  by  some  small  coral  islets  in  the  Batavia  Bay  (No.  46,  47)  and  the 
moss-vegetation  on  the  very  top  of  the  Pangrango  (3000  M.,  No.  84,  85). 

The  highest  figures  were  recorded  for  Tjihodas,  between  1400  and 
1600  M. ;  here  the  average  was  53.2  species,  twice  as  many  as  the  mean 
average.  Also  the  maximum  number  was  found  here,  viz.,  88  species 
(No.  74). 

As  to  the  total  number  of  individuals  found  on  1  M2,  an  average  here 
will  be  hardly  of  any  value,  even  l’elatively,  owing  to  the  great  variation 
of  the  figures  and  because  an  exact  count  of  the  individuals  of  many 
species  was  impossible  br  has  been  omitted,  so  that  only  a  very  few  remarks 
can  be  made  here. 


K.  W.  Dammermak  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


109 


Ten  specimens  or  less  (except  ants  and  termites)  were  found  in  4 
eases  only  (Buitenzorg,  No.  60,  90;  Depok,  No.  103  and  114) ;  No.  60  being 
more  or  less  cultivated  land  whereas  the  lowness  of  the  figures  of  the 
other  three  numbers  is  certainly  due  to  the  times  of  collecting,  which  were 
the  middle  or  end  of  the  dry  season. 

In  about  40%  the  number  of  individuals  on  1  M2  lies  between  25  and 
100;  in  20%  it  is  less  than  25;  in  40%  is  above  100.  For  the  Krakatau 
Islands  these  proportions  are  15%  less  than  25,  63%  between  25  and  100 
and  22%  above  100,  which  means  that  the  average  here  is  shifted  to  the 
middle  but  ias  the  number  of  species  is  far  less  than  normal,  the  number 
of  individuals  is  proportionally  much  higher  than  in  other  localities.  We 

individuals 

come  to  the  same  conclusion  by  calculating  the  proportion  of 

species 

(always  ants  and  termites  excluded).  For  the  Krakatau  Islands  we  get 
thus  •  5.7  species  whereas  for  Prinsen  Island  and  for  the  Lamp  on  gs  this 
proportion  is  4.5.  The  richest  locality  examined,  Tjibodas,  betwqen  1400 
and  1600  M.,  has  a  proportion  of  only  5.  For  this  high  figure,  referring 
to  all  three  Krakatau  Islands,  Verlaten  I.  mainly  is  reponsible,  as  the 
figure  for  this  island  alone  is  12.3;  Krakatau  itself  and  Sebesy  both  having 
3.7  individuals  pro  species  on  one  square  Meter. 

The  maximum  number  of  specimens  was  obtained  on  Mt.  Gedeh  at  an 
elevation  of  2400  M.  (No.  80) ;  on  this  spot  1167  specimens  were  counted. 
This  high  figure  is  mainly  caused  by  the  enormous  number  of  smal  Molluscs 
found  here  (819  on  1  M2.). 

Influence  of  the  Soil. 

The  influence  of  the  soil  on  the  surface  fauna  is  probably  only 
noticeable  so  far  as  the  vegetation  is  dependent  on  the  soil.  Also  the  acidity 
of  the  soil  may  be  of  influence  on  the  formation  of  mould,  which  is  most 
important  for  the  surace  fauna.  To  the  real  soil  fauna,  animals  living  in 
and  on  the  soil,  the  properties  of  the  soil  itself  may  be  essential.  Arrhenius  l) 
a.o.  have  demonstrated  that  earthworms  can  not  live  in  acid  soil  and  thrive 
best  in  soils  with  a  proportion  of  Pli.  between  6  and  7. 

In  Appendix  A  the  kind  of  soil  is  given  for  each  locality  2).  Now 
as  to  the  different  soils  our  researches  are  not  yet  extensive  enough  to 
already  come  to  conclusions  and  we  can  only  make  some  general  remarks 
about  a  few  kinds. 

In  the  first  place  we  may  take  into  consideration  the  small  coral  islands 
in  the  Java  Sea  and  in  Batavia  Bay.  Judging  them  all  together  we  find 


(1)  O.  Arrhenius,  Influence  of  soil  reaction  on  Earthworms,  Ecology  Vol.  II,  1921. 

(2)  Mr.  J.  Th.  White,  Head  of  the  Laboratory  of  Soils  at  the  Department  of 
Agriculture,  to  whom  my  best  thanks  are  due,  has  kindly  procured  these  data. 


110 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


an  average  of  21  species  on  1  M2.  but  there  is  a  remarkable  difference 
between  Noord-Wachter,  Zuid-Wachter  and  Klein-Kombuis  —  with  resp.  an 
average  of  30.5,  19.5,  and  29.4  —  and  the  small  islets  in  the  Bay  of  Batavia 
with  an  average  of  13.9.  That  the  surface  fauna  of  the  three  first-mentioned 
islands  is  so  much  richer  than  that  of  the  latter-named  is  not  only  due  to 
their  greater  area,  but  mainly,  in  my  opinion,  to  the  difference  in  vege¬ 
tation.  Whereas  the  three  islands  lying  more  off  the  Java  coast  are  still 
covered  with  original  forest,  the  islets  in  the  Bay  of  Batavia  have  second¬ 
ary  growth  only,  as  the  bigger  trees  for  the  greater  part  have  been  cut 
away.  The  surface  fauna  of  the  three  bigger  islands,  although  not 
very  rich,  may  be  compared  with  that  of  Prinsen  Island;  that  of  the 
smaller  islands  near  Batavia  is  rather  poor,  being  far  below  the 
mean  average. 

All  these  islands  are  rather  poor  in  ants,  on  many  of  the  smaller  islets 
surface-dwelling  species  were  even  wholly  absent.  Also  Coleoptera  are 
scantily  represented;  Pselaphidae  were  never  found.  (One  has  to  bear  in 
mind  that  wiien  we  speak  of  the  poorness  or  absence  of  certain  groups  of 
animals,  this  only  refers  to  the  surface-fauna  and  not  to  the  fauna  as  a 
whole). 

Weevils,  however,  which  otherwise  do  not  play  an  important  part  in 
the  surface  fauna,  were  strikingly  abundant  on  Klein-Kombuis,  being  present 
in  all  findings  in  fairly  large  numbers.  On  the  other  islands  they  were 
missing,  one  specimen  alone  being  met  with  on  Noord-Wachter.  The  species 
found  on  Klein-Kombuis  are  Trigonops  kombuisana  Mshl.  (Otiorrhynchinae) 
and  Dryotribus  mimeticus  Horn  and  D.  breviceps  Mshl.  (Cossoninae).  I  owe 
these  names  to  Dr.  Guy  Marshall  of  the  Imperial  Bureau  of  Entomology, 
London,  who  has  kindly  identified  these  Curculionids. 

Two  groups  of  ground-dwelling  animals  are  greatly  in  evidence  on  these 
coral  islands  viz.,  Blattids  and  Myriopods,  specially  Diplopoda.  Chiefly  on 
the  smaller  islets  large  numbers  of  Blattids  and  small  Julids  were  collected. 
In  one  case  only,  Chilopoda  were  not  found,  but  in  all  other  cases  they  were 
present,  Blattids  and  Diplopoda  never  being  absent. 

Two  other  groups  are  well  represented  viz.,  ground-living  spiders  and 
small  ground-dwelling  snails.  The  number  of  species  was  not  so  big,  but 
in  many  cases  the  number  of  individuate  was  surprisingly  high.  The 
numbers  of  small  Molluscs  found  on  Klein-Kombuis  must  be  reckoned 
amongst  the  highest  figures  recorded  for  this  group. 

I  believe  there  are  some  peculiar  species  on  these  islands  but  nothing 
can  be  said  with  certainty  before  the  material  collected  has  been  worked 
out  by  specialists. 

Of  other  soils  there  are  only  two  worthy  of  a  special  discussion  and 
one  is  the  chalky  soil  of  the  limestone  hill  near  Tjampea.  This  hill  is 
still  jungle-clad  and  the  surface-fauna  proves  to  be  rather  rich,  the  average 
being  34.5  species  on  1  M2.,  but  the  number  of  individuals  was  rather  low, 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


ill 


the  proportion  of  individuals:  species  being  2.4.  It  may  be  that  at  other 
times  of  the  year  these  figures  are  much  higher  as  our  research  in  this 
locality  was  made  at  the  end  of  the  dry  monsoon.  As  to  the  absence  or 
abundance  of  special  groups  of  animals,  nothing  very  remarkable  was  re¬ 
corded.  Only  very  small  Coleoptera,  mites  and  small  Molluscs  were  found 
in  numbers  above  the  average.  Undoubtedly  this  special  kind  of  soil  will 
exhibit  some  pecularities  of  species,  but,  as  before  mentioned,  it  is  not 
possible  to  discuss  this  subject  at  present. 

The  last  kind  of  soil  taken  into  consideration  is  the  poor  laterite  soil 
of  Buitenzorg  and  Depok.  The  figures  of  Buitenzorg,  however,  refer  mainly 
to  the  Botanical  Gardens,  where  no  real  virgin  forest  is  to  be  found.  Also 
in  the  other  localities  of  Buitenzorg  (Nos.  58 — 60)  the  vegetation  was  only 
secondary  growth  or  even  semi-cultivated,  and  here  the  average  of  species 
found  on  1  M2  was  even  less  than  in  the  Botanical  Gardens,  being  20.5 
against  20.9.  Both  figures  are  below  the  mean  average. 

At  Depok  the  researches  were  made  in  and  near  the  Nature  Reserve. 

Here  also,  although  the  soil  itself  is  untouched  and  uncultivated,  one 
cannot  speak  of  primeval  jungle  as  so  many  of  the  loftier  trees  have  dis¬ 
appeared.  The  average  at  this  locality  was  26.4,  which  is  only  a  trifle  higher 
than  the  mean  figure  of  all  our  findings.  The  number  of  individuals  is 
rather  low  here,  being  1.5  pro  species,  even  lower  than  at  Buitenzorg,  where 
this  proportion  was  2.2. 

There  is  no  special  group  wholly  absent  or  represented  above  the  normal. 
The  surface-fauna  of  this  laterite  soil  seems  to  have  the  general  charac¬ 
teristics  of  a  rich  volcanic  soil  only  it  is  poorer  in  every  respect. 

Influence  of  the  vegetation. 

The  normal  vegetation  of  a  tropical  soil  is  the  primeval  jungle  composed 
of  a  great  many  species  of  trees  with  an  undergrowth  of  shrubs  and  lower 
trees,  all  linked  together  by  climbing  plants,  lianes  etc.  This  jungle  may 
be  different  according  to  localities  and  altitude,  but  the  layer  of  decaying 
leaves  and  mould  in  such  a  jungle  is  essentially  the  same  ‘everywhere. 

As  contrasted  with  this  primeval  jungle,  we  have  in  the  tropics  very 
few  forests  composed  of  one  special  kind  of  tree  such  as  in  the  temperate 
zones,  or  localities  clad  with  an  exceptional  vegetation. 

With  regard  to  such  vegetations  as  Grass,  Casuarina-forest,  Mangrove, 
Bamboo  groves  and  Moss  vegetation,  we  obtained  the  following  data:  — 

Having  examined  only  once  the  surface-faun^a  of  grassy  vegetation  we 
cannot  say  for  the  moment  whether  the  few’  peculiarities  exhibited  in  this 
one  locality,  such  as  the  absence  of  Coleoptera  and  Molluscs,  for  instance,  are 
a  general  rule  or  only  incidental. 

Our  researches  writh  regard  to  the  surface  fauna  in  Casuarina-forests 
(Chemara)  are  somewhat  more  extensive  but  refer  only  to  those  woods 
fringing  the  sea-coast,  as  the  vast  Casuarina-forests  of  higher  regions  are 


112 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


not  found  in  West-Java.  The  layer  of  mould  and  needle-like  twigs  in  such 
a  wood  is  rather  compact  and  smooth. 

We  have  figures  about  this  kind  of  forest  in  the  following  localities 
only: —  Krakatau,  Verlaten  I.,  Sebesy  and  Prinsen  1.  Here  the  surface  fauna 
of  the  Casuarina-forest  is  poorer  than  that  of  the  virgin  forest,  being  in  the 
first  case  14.2  species  on  1  Mi1 2,  and  in  the  other  19.9.  On  Sebesy  only  we 
find  these  figures  somewhat  reserved,  the  average  for  the  chemara-wood 
being  here  18.2  species,  for  the  jungle  15.2. 

Of  the  different  groups  of  animals  there  is  none  remarkable  by  its 
absence  or  abundance. 

Although  the  Casuarina  is  not  a  coniferous  tree,  the  layer  of  twigs  in 
a  forest  of  this  kind  much  resembles  that  of  a  fir-wood,  and  in  Europe  also 
the  soil  and  surface  fauna  of  the  last-named  wood  is  poorer  than  that  of  a 
forest  of  foliage-bearing  trees  0). 

One  of  the  other  forests  of  a  special  nature  is  the  mangrove  wood 
fringing  muddy  sea  coasts.  This  wood  is  mainly  composed  of  Avicennnia 
trees  and  mostly  flooded  regularly  by  the  tidal  waves  but  patches  may 
remain  more  or  less  dry.  The  layer  of  leaves  on  the  soil  is  always  thin 
and  vegetable  mould  is  present  in  a  small  degree  only.  The  surface  fauna 
of  the  mangrove  we  have  examined  in  two  localities  only  viz.,  Prinsen  Island 
and  Batavia.  We  found  27.2  species  on  1  M2.  which  is  a  little  higher  than 
the  mean  average,  but  below  the  figures  for  lowland  jungle.  The  only 
group  absent  in  all  our  records  are  the  Aptera  but  this  order  of  insects 
being  always  poorly  represented,  owing  to  our  special  method  of  research, 
it  is  not  quite  certain  if  they  are  really  absent  or  only  scarce. 

The  surface  fauna  of  Bamboo-groves  is  not  a  rich  one,  although  at 
Buitenzorg  in  the  Botanical  Gardens  the  average  number  of  species  on 
1  M2.  was  22.8  against  19  species  from  the  Wood-Garden,,  .and  the  number 
of  specimens  resp.  50.2  and  40.  I  think  the  difference  is  mainly  due  to  the 
bamboo  grove  here  (which  surrounds  the  old  grave-yard)  being  more  den¬ 
sely  grown  and  left  more  undisturbed  than  the  so-called  Wood-Garden. 
This  cultivated  wood  is  rather  poor  and  not  at  all  comparable  with  real 
jungle,  whereas  the  bamboo  wood,  although  laid  out  by  man,  has  more  the 
aspect  of  a  natural-grown  grove.  A  characteristic  of  this  kind  of  wood 
seems  to  be  the  absence  of  Lepidoptera  larvae,  which  were  never  met  with. 
Carabidae  and  Tenebrionidae  also  are  very  poorly  represented,  but  both 
groups  seem  to  be  always  scarce  in  humid  lowland  wood. 

The  last  kind  of  vegetation  taken  into  consideration  here  is  the  moss 
vegetation.  I  leave  out  of  account  the  special  moss  fauna  viz.,  the  micros- 


(1)  K.  Holdhaus,  Die  Siebetechnik  zum  Aufsammeln  der  Terricolfauna,  Zeitsch. 

wiss.  Insektenbiologie  Bd.  VI,  1910. 


113 


K.  W.  Dammerman:  Soil  and  Surface  Fauna. 


copical  animals  living  between  the  small  moss  leaves  (*).  What  we  are 
considering  here  is  the  surface  fauna  of  a  soil  covered  in  large  patches 
by  moss  only.  YVe  found  such  a  soil  on  the  very  summit  of  the  Pangrango 
(Mt.  Gedeh,  3000  M.)  Also  on  other  mountain  tops  such  a  moss  vegetation 
is  to  be  found.  The  fauna  of  this  moss-grown  soil  is  among  the  poorest  we 
have  recorded,  even  poorer  than  the  scanty  surface  fauna  of  the  small 
coral  islets  in  the  Bay  of  Batavia.  Some  features  exhibited  by  this  kind  of 
vegetation,  such  as  the  absence  of  ants,  Blattidae  and  mites,  and  the  pre¬ 
sence  of  Carabidae,  are  certainly  due  to  the  great  altitude  of  the  locality 
where  the  research  took  piaee  and  are  not  characteristics  of  the  vegetation. 
The  absence  of  two  other  groups  viz.,  Staphylinidae  and  Oniscoida,  other¬ 
wise  well  represented  at  the  same  elevation,  may  be  a  more  typical 
peculiarity. 

At  this  place  we  may  perhaps  say  something  about  the  surface  fauna 
at  Depok,  situated  between  Buitenzorg  and  Batavia.  Here,  opposite  the 
station,  there  is  an  old  forest,  given  about  two  centuries  ago  to  the 
population  for  using  the  wood,  but  it  was  not  allowed  to  clear  and  lay 
out  the  forest.  So  for  years  and  years  the  best  and  loftiest  trees  have  been 
cut  down  but  as  the  stumps  were  not  rooted  up,  they  would  occasionally 
shoot  up  again.  One  of  the  best  parts  of  this  forest,  6  hectares  (about  15 
acres)  in  size,  was  protected  ten  years  ago  as  a  Nature  Reserve.  The 
vegetation  in  the  protected  area  has  improved  remarkably  since  and  we 
have  compared  the  surface  fauna  of  the  Nature  Reserve  with  that  of  the 
forest  outside  it  to  see  if  we  could  already  find  some  difference.  Now  this 
difference  is  very  distinct  if  we  calculate  an  average  of  all  our  samples, 
being  in  the  first  case  50.3  specimens  and  29.3  species  on  one  square  Meter 
and  in  the  other  case  28.8  individuals  jand  23.5  species.  But  the  first- 
mentioned  high  figures  are  mainly  due  to  one  extraordinary  finding 
(No.  107)  with  189  specimens  and  73  species.  Leaving  this  exceptional 
case  out  of  consideration,  the  average  for  our  Nature  Reserve  becomes  33.5 
individuals  and  24  species  on  1  M1 2.  not  such  a  striking  difference  with 
the  surface  fauna  of  the  forest  outside,  but  still  there  is  some  improvement. 

Influence  of  altitude. 

In  comparing  the  surface  fauna  of  the  lowland  with  that  of  mountain 
regions,  we  must  restrict  ourselves  to  localities  with  the  same  soil  and 
the  same  vegetation.  Now  the  richest  and  most  normal  vegetation  in  the 
tropics  is  the  primeval  jungle  but,  unfortunately,  we  have  too  few  figures  of 
the  lowland  jungle  to  already  draw  conclusions,  the  fauna  of  the  islands  in 
Sunda  Straits  being  still  abnormal  and  that  of  the  coral  islands  in  the  Java 
Sea  and  of  Depok  being  poor  owing  to  the  special  kind  of  soill.  So  for  the 


(1)  Whereever  possible  we  collected  samples  of  moss  and  handed  these  over  to 

Dr.  R.  Menzel  at  Buitenzorg  to  study  this  special  fauna.  Some  of  his  reports  have 
already  been  published  in  „Treubia”. 


8 


114  Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


study  of  the  influence  of  altitude  upon  the  surface  faunae  we  have  at  our 
disposal  only  the  figures  we  obtained  at  Mt.  Gedeh,  between  1400  and  3000  M. 

As  to  the  total  number  of  species  found  on  1  M%  we  find  that  this 
number  is  decreasing  with  the  elevation,  being  an  average  of  53  at  1400 — 
1600  M.,  about  30  at  2000—2400  M.  and  11  only  at  3000  M.  With  re¬ 
ference  to  the  different  groups  of  animals,  we  see  that  ants  disappear  at 
2000  M.;  Carabidae,  not  very  abundant  at  1400  M.  and  lower  altitudes, 
were  never  absent  in  our  records  from  3000  M. 

Pselaphidae,  nearly  always  present  at  an  elevation  between  1400  and 
2400  M.,  were  not  met  with  at  3000  M.  Ground-living  bugs  were  found 
up  till  the  very  summit  of  the  mountain,  but  Blattidae,  most  abundant  at 
Tjibodas,  seem  to  stop  at  2400  M.,  whereas  Forficulidae  are  still  found  at 
this  elevation. 

Although  white  ants  have  never  been  collected  among  the  surface  fauna 
between  1400  and  3000  M.,  this  group  of  insects  seems  to  be  absent  only 
from  1600  M.  upwards,  as  a  few  species  have  been  recorded  from  the 
last-named  altitude. 

Oniscoida,  a  group  of  animals  seldom,  if  ever,  missing  in  our  findings, 
are  found  up  to  3000  M.,  but  the  number  of  individuals  is  far  less  here 
than  at  Tjibodas.  Amphipoda  (Orchestia)  very  numerous  between  1400 
and  2400  M,.  seem  to  be  absent  at  the  top  of  the  mountain.  It  is  very 
curious  that  below  1400  M.  we  met  with  these  Crustaceans  twice  only; 
once  at  Verlaten  I.  (No.  28)  a  few  examples  were  caught  in  the  Casuarina- 
wood,  and  once  a  single  specimen  was  found  in  the  mangrove  at  Batavia 
(No.  56). 

Myriopods,  both  Chilopoda  and  Diplopoda,  are  occurring  till  the  summit 
of  Mt.  Gedeh.,  so  do  Molluscs  and  spiders,  but  mites  were  not  found  on  the 
soil  above  2400  M. 

On  the  whole,  when  we  come  to  a  higher  altitude,  the  conditions 
become  more  and  more  conformable  with  those  of  the  temperate  regions,  as 
is  demonstrated  by  the  poorness  of  ants  and  Pselaphidae,  the  absence  of 
Blattidae  and  Isoptera  and  the  occurrence  of  Carabidae  at  higher  elevations. 

Also  the  species  become  more  or  less  of  a  palaearetie  character;  among 
the  Staphylinidae  species  of  the  genus  Sienus  e.g.  arc  found  at  Tjibodas 
and  higher  up,  a  genus  well  represented  in  Europe  and  N.  America  but 
absent  in  the  tropical  low  land. 

Seasonal  variation  of  the  surface  fauna. 

Our  study  of  the  surface  fauna  in  the  Botanical  Gardens  at  Buitenzorg 
and  at  Depok  during  1923  was  specially  made  to  ascertain  how  this  fauna 
is  influenced  by  the  different  seasons. 

As  to  the  figures  given  in  our  lists  for  these  localities,  we  have  to  call 
attention  to  the  fact  that  the  numbers  81,  91,  96,  98,  110,  112  and  117,  printed 
in  heavy  type,  are  not  directly  comparable  with  the  other  ones,  because 


115 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


another  method  of  collecting  has  been  practised  here.  Below  we  will  discuss 
this  subject  more  in  detail. 

The  total  number  of  species  and  of  individuals  is  highest  in  December 
and  January  but  then  it  decreases  rapidly  till  the  lowest  figures  are  reached 
in  August.  Then  the  increase  commences,  but  at  Buitenzorg  at  an  earlier 
date  (October)  than  at  Dcpok  (November).  The  increase  of  individuals 
is,  however,  much  higher  than  of  species,  whereas  in  August  it  is  the 
reverse,  the  number  of  individuals  being  then  proportionately  lower. 

The  maxima  for  Buitenzorg  are  110  individuals  and  39  species  on  1  M2 
in  December ;  for  Depok  185  individuals  and  73  species  in  January. 

The  minima  for  both  localities  fall  in  August  viz.,  10  and  10  for  Bui¬ 
tenzorg,  8  and  11  for  Depok  (among  the  individuals  ants  and  termites  not 
being  counted). 

As  to  the  different  groups  of  animals,  some  disappear  altogether  in 
August,  such  as  Diptera-larvae,  Lepidoptera-larvac,  Oniscoida,  Molluscs  and 
Vermes,  whilst  all  others  become  far  less  numerous,  especially  Coleoptera 
and  Orthoptera.  All  these  animals  retire  on  account  of  the  severe  drought 
of  the  dry  monsoon,  some  going  to  deeper  layers  of  the  soil,  others  searching 
for  places  with  more  moistness;  many  also  become  really  scarce  as  their 
development  is  wholly  stopped  during  the  dry  months. 

Rainfall  in  mm. 


Depok  1923. 

Buitenzorg 

1923. 

Tjibodas 

1921. 

1922. 

January . 

198 

274 

324 

287 

February . 

272 

423 

757 

248 

March . 

205 

317 

282 

468 

April . 

171 

239 

260 

369 

May . 

212 

•  336 

116 

221 

June . . 

321 

252 

95 

132 

July . 

301 

482 

136 

110 

August . 

0 

2 

128 

67 

September . 

35 

118 

204 

93 

October . 

49 

426 

215 

265 

November . 

325 

538 

281 

337 

December . 

290 

~384 

404 

150 

Total . 

2  379 

3  791 

3202 

2  747 

At  the  time  of  the  maxima  of  individuals  we  find  many  more  larvae 
than  later  on.  So  at  Buitenzorg  in  December  (No.  93)  we  found  23  insect 
larvae  (1  Coleopterous  larva,  2  Diptera-larvae,  9  Iletcroptera-larvae  on 
10  adults,  and  all  11  Orthoptera  were  larvae) ;  at  Depok  in  January  (No. 
107)  there  were  42  insect  larvae  (5  Coleopterous  larvae,  8  Lepidopterous 
larvae,  12  Heteroptera-laryae  on  20  adults,  and  here  also  all  Orthoptera, 


116 


Treitbia  Vol.  Vl,  Live.  2. 


17  in  number,  were  larvae).  At  the  driest  time,  in  August,  we  scarcely 
met  with  any  insect  larvae.  We  recorded  /a  few  times  some  Blattid  larvae 
only.  However,  the  extreme  dryness  of  August  1923  was  abnormal,  the 
average  rainfall  in  that  month  being  for  Buitenzorg  201  mm.,  for  Depok 
149  mm.  Now  if  we  comjmre  the  figures  from  Buitenzorg  and  Depok  with 
those  from  Tjibodas  at  an  elevation  of  1400  M.  we  do  not  find  here  such 
a  remarkable  difference  between  the  dry  season  and  the  rainy  monsoon. 
We  have  not  yet  records  about  the  surface  fauna  of  this  locality  in  Decem¬ 
ber  or  January,  but  comparing  the  figures  of  May  with  those  of  August,  we 
see  that  there  is  not  a  decrease  in  the  last-named  month.  On  the  contrary, 
the  average  figures  here  for  August  are  higher  than  for  May,  being  in  the 
first-mentioned  month  about  300  individuals  and  63  species  on  one  square 
Meter  and  in  the  month  of  May  about  210  individuals  and  56  species.  The 
figures  of  May,  however,  are  of  1922,  those  of  August,  of  1921.  A  direct 
connection  with  the  rainfall  (see  p.  115)  is  not  clearly  visible  in  this 
case.  The  rainfall  of  both  months  is  not  far  from  the  average,  but  it  may  be 
that  the  surface  fauna  of  Tjibodas  in  August  1921  was  strongly  influenced 
by  the  abnormal  rainfall  in  the  foregoing  months,  the  rainfall  of  February 
being  extremely  high  and  the  figures  for  May  and  June  being  far  below 
the  normal. 

For  an  exact  study  of  the  inflence  of  rainfall  and  humidity  upon  the 
surface  fauna,  it  would  be  necessary  to  gather  monthly  figures  about)  this 
fauna  from  one  locality  for  some  years  successively. 

Automatic  collecting. 

In  order  to  see  whether  or  no  it  would  be  possible  to  get  more  exact 
figures  about  the  surface  fauna  by  a  mechanical  method  of  sifting,  we 
made  a  series  of  observations  in  Buitenzorg  and  Depok.  In  some  cases 
(Nos.  81,  91,  96,  98,  110,  112,  and  117)  we  have  compared  the  surface 
fauna  collected  by  an  automatic  method  and  by  the  method  described 
at  the  beginning  of  this  paper.  From  the  same  spot  in  different  months 
one  square  Meter  was  examined  by  the  latter  method  and  one  quarter 
of  a  square  Meter  in  the  following  way.  We  used  for  the  mechanical  sifting 
an  apparatus  somewhat  modified  after  Berlese’s  apparatus  for  collecting 
mites.  It  was  composed  of  a  tin  box  (covered  by  a  lid)  of  25  cM.  broad 
and  long  and  20  cM.  high,  and  ending  underneath  in  a  funnel-shaped 
piece.  At  the  bottom  of  the  box  -a  fine  wire  sieve  was  placed*  In  the 
upper  half  of  the  sides  of  the  box  some  round  holes  were  made,  covered 
by  fine  copper  wire  gauze  in  order  to  let  out  the  moist  air.  The  leaves 
and  mould  gathered  together  from  one  quarter  of  a  square  Meter  of  soil 
were  put  in  the  box,  the  mould  being  spread  out  on  the  sieve,  the  leaves 
on  top.  At  the  end  of  the  funnel-shaped  piece  of  the  box  a  glass  jar  with 
some  alcohol  was  placed  and  the  whole  apparatus  was  exposed  to  direct 


K.  W.  Dammerman:  Soil  and  Surface  Fauna. 


117 


sunlight  every  morning  for  several  days.  The  animals  driven  out  by  the 
heat  fall  in  the  funnel  and  get  in  the  alcohol,  the  smallest  ones  going 
through  the  sieve,  the  bigger  ones  getting  out  between  the  sieve  and 
the  sides  of  the  box,  where  some  room  was  left  for  this  purpose.  To  sift 
automatically  the  leaves  and  mould  from  one  square  Meter  proved  to  be 
impossible,  as  already  the  mass  of  material  from  a  quarter  M2.  was  some¬ 
times  difficult  to  handle. 

If  we  compare  the  figures  obtained  by  the  mechanical  method  (the 
numbers  of  our  list  printed  in  heavy  type)  with  those  of  the  other  method 
(the  preceding  numbers  of  the  list),  we  see  that  we  get  far  higher  figures, 
of  individuals  as  well  as  of  species,  by  the  first  method.  Considering  that 
these  figures  apply  to  a  quarter  of  a  square  Meter  and  the  others  to  one 
square  Meter,  w'e  certainly  have  to  multiply  the  numbers  many  times.  I 
think  the  number  of  individuals  must  be  multiplied  four  times  but  the 
number  of  species  far  less,  as  the  number  of  species  is  not  growing  at  the 
same  rate  as  that  of  individuals  with  the  area.  Although  we  get  so  many 
more  animals  and  species  by  this  mechanical  method  of  sifting,  in  other 
respects  there  are  many  drawbacks.  In  the  first  place,  the  drying  up 
of  the  material  in  the  box,  even  when  it  has  several  openings  for  ventilating, 
is  slow,  at  least  in  the  moist  climate  of  Buitenzorg.  Then  heat  and  dryness 
seem  to  have  on  tropical  animals  about  the  same  effect  as  cold  on  those 
of  temperate  regions;  they  become  motionless  and  stiff.  Instead  of  being 
driven  out  by  the  heat,  they  conceal  thenselves  in  the  material  and,  torpid 
and  motionless,  they  remain  there  undetected.  Sto  by  this  automatic 
sifting  some  groups  of  animals  are  better  represented  and  others  far 
less  than  by  the  method  of  collecting  the  animals  by  the  naked  eye 
only. 

By  our  apparatus  we  got  many  more  Aptera,  mites  and  very  small 
beetles.  The  Aptera  are  too  much  damaged  by  our  usual  method,  these 
small  and  delicate  insects  being  nearly  always  crushed  by  the  shaking  of 
the  material  in  the  sieve  bag.  The  mites,  specially  the  tiny  species,  and 
the  small  micro-Coleoptera,  are  for  the  greater  part  overlooked  when  no 
apparatus  is  used.  Otherwise,  ants  and  orthopterous  insects  are  less  re¬ 
presented.  Also  the  mechanical  method  is  not  very  successful  for  collecting 
Molluscs  and  worms. 

All  that  has  been  said  heretofore  about  the  different  groups  of  animals 
refers  to  the  number  of  species,  not  to  the  individuals;  proportionately 
we  get  always  many  more  specimens  by  our  apparatus.  To  get  a  general 
insight  into  the  whole  surface  fauna,  the  method  of  collecting  by  hand 
gives  better  results,  I  think,  so  far  as  one  wants  comparative  figures  only. 
The  automatic  method  of  sifting  is  more  appropriate  for  collecting  special 
groups  of  animals;  in  the  tropics  perhaps  this  method  could  be  applied 
successfully  for  this  purpose  by  using  cold  or  moisture,  instead  of  heat, 
to  drive  out  the  animals. 


118 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Elements  of  the  surface  fauna. 

Hymenoptera. 

Except  ants  other  Hymenoptera  are  no  essential  part  of  the  surface 
fauna.  In  3  percent,  only  of  all  our  researches  did  we  meet,  with  Hymenoptera 
parasitica  and  only  once  we  collected  a  Mutillid.  Parasitic  Hymenx>ptera, 
however,  must  be  abundant  on  the  soil  in  certain  localities,  as  undoubtedly 
many  insects  and  other  animals  belonging  to  the  surface  fauna  are  parasitised 
by  wasps.  But  either  the  adults  escaped  quickly  at  the  gathering  together 
of  the  material  or  they  are  not  collected  in  numbers  owing  to  our  method 
of  sifting. 

Ants,  however,  are  nearly  always  present.  In  21  percent,  we  did 
not  see  any  ants  but  these  being  not  represented  in  the  surface  fauna  above 
2000  M.,  the  percentage  for  localities  beneath  this  altitude  is  12  only.  On 
Krakatau  and  Verlaten  Island  (which  islands  are  not  yet  in  normal  con¬ 
ditions)  and  on  the  very  poor  and  dry  coral  islets  in  the  Batavia  Bay, 
ants  were  sometimes  missing.  The  maximum  number  of  species  on  1  M-, 
was  13  found  at  Depok  (No.  107),  and  11  at  Tjibodas  (No.  67). 

Coleoptera. 

As  well  as  ants,  Coleoptera  also  form  an  essential  element  of  the  surface 
fauna  and  we  met  with  them  from  the  seashore  till  3000  M.  In  7  percent, 
only  Coleoptera  were  absent  viz.,  at  Lake  Toba  (grass  plain),  twice  at 
Sebesy  and  once  at  Verlaten  I.,  at  two  small  coral  islets  in  the  Batavia 
Bay  and  once  at  Buitenzorg  in  August  1923,  when  it  was  extremely  dry. 

In  50%  the  number  of  species  on  one  square  Meter  was  five  or  less; 
in  4%  it  lay  between  20  and  30.  The  maximum,  29  species,  is  recorded 
from  Tjibodas  (No.  74) ;  the  maximum  number  of  individuals,  238,  was 
also  found  at  Tjibodas  (No.  69),  all  specimens  being  Staphylinids  in  this  case. 

Carabidue  do  not  play  such  an  important  part  in  the  tropics  as  in 
temperate  regions;  in  58%  they  were  absent.  But  as  we  get  higher  up  in 
the  mountains  they  become  more  frequent  and  at  the  very  top  of  the 
Pangrango  they  were  represented  in  all  four  samples  of  our  research.  Most 
species  are  small  or  medium-sized  and,  as  before-mentioned,  the  genera  on 
the  highest  mountains  become  more  and  more  of  a  palaearctic  character. 

The  same  feature  is  shown  by  the  Stnphylinidae  which  are  more  numer¬ 
ous  than  the  foregoing  family,  being  found  in  65%  of  all  cases.  On  the 
coral  islands  in  the  Batavia  Bay  and  Java  Sea  they  wrere  absent,  except  on 
Klein  Kombuis.  The  highest  number  of  species  recorded  on  one  square 
Meter  is  11,  at  Tjibodas  (No.  74),  in  the  same  locality,  the  maximum  number 
of  specimens,  viz.,  238,  was  met  with. 

Pselaphidae  are  a  frequent  element  of  the  tropical  surface  fauna,  being 
prasent  in  39%.  On  the  coral  islands,  however,  they  were  wholly  absent. 
The  maximum  of  species  and  individuals  was  found  at  Depok  (No.  107) 
viz.,  6  species*  and  41  specimens  on  1  M2.  This  group  is  nearly  always 
occurring  together  with  ants  but  their  frequence  above  2000  M.,  where 


K.  W.  Dammerman:  Soil  and  Surface  Fauna. 


119 


ground-dwelling:  ants  are  absent,  proves  that  many  cjan  live  without  any  host. 

Far  less  numerous  arc  Tenebrionidac ,  this  family  is  recorded  in  19 
percent,  only.  These  sand-  and  dry-loving  beetles  are  not  well  represented 
in  the  tropics;  in  the  moist  forests  of  Tjibodas,  rich  in  mould,  none  were 
met  with,  and  even  on  the  dry  and  sandy  coral  islands  they  are  recorded 
in  a  fewT  cases  only. 

Surface-dwelling  Curculionidae  are  also  an  unusual  element  in  our 
samples  and  we  have  recorded  them  in  17%  only.  They  are  mostly  small 
black  weevils,  some  peculiarly  hairy  or  rugulose.  We  have  already  noticed 
their  remarkable  abundance  on  the  coral  Island  Klein  Kombuis.  Here  also 
the  maximum  number  of  specimens  on  1  M2.,  59,  was  found.  The  species 
collected  here  are  already  mentioned  on  p.  110. 

Regarding  the  other  coleopterous  families  we  have  to  call  attention 
to  only  a  few'  more.  After  the  Curculionidae,  the  Scydmaenidae  are  mostly 
represented  viz.,  in  13%;  then  follow’  the  Lamellicornia  with  9%  and  the 
Elateridac  with  7%.  Aphodiinae  are  rather  scarce  on  the  tropical  soil 
but  one  species,  Odochilus  syntheticus  Har.,  was  once  extremely  abundant 
on  Klein-Kombuis  I.  (No.  43),  52  specimens  being  counted  on  1  M2.  The 
smallest  beetles  belonged  to  all  those  little  families  of  the  suborder 
Polymorpha.  The  nearly  microscopic  micro-Coleoptera  are  collected  in 
numbers  only  by  the  method  of  automatic  sifting. 

D  i  p  t  e  r  a. 

One  would  expect  to  find  plenty  of  Diptera  larvae  on  tropical  soil 
especially  at  a  greater  altitude,  flies  being  sometimes  extremely  abundant 
there,  but  our  researches  show’  that  even  higher  up  in  the  mountains  they 
are  far  from  numerous.  I  think  this  is  partly  due  to  our  method  of 
collecting,  by  which  so  many  of  these  delicate  larvae  are  damaged  and 
not  detected.  But  also  by  automatic  sifting  Diptera  are  not  found  in  any 
quantity.  Once  only  we  met  with  a  fairly  big  number  of  dipterous  larvae 
viz.,  at  Batavia  in  the  mangrove  forest  (No.  54)  where  150  specimens  w’ere 
recorded  on  one  square  Meter,  nearly  all  belonging  to  a  Plecia. 

Rhynch  ot  a. 

Heteroptera  were  seldom  missing  in  our  samples,  their  presence  was 
observed  in  62  percent.,  but  other  groups  of  the  Rhynchota  are  always 
poorly  represented.  The  maximum  number  of  species  on  1  M2.  was  five 
only  at  Tjibodas  (No.  71).  The  highest  number  of  specimens  is  recorded 
from  Krakatau  (No.  22),  where  on  the  same  area  26  individuals  were 
counted.  Many  of  these  ground-dwelling  bugs  belong  to  peculiar  groups 
or  genera,  but  we  cannot  discuss  this  subject  before  the  material  has  been 
worked  out  by  a  specialist. 

We  have  noticed  Homopterous  larvae  twice  only.  These  larvae,  so  far 
as  they  are  living  in  the  soil,  occur  in  deeper  layers  than  wre  have  examined. 

Lepidopt'era. 

Real  surface-living  caterpillars  are  no  rare  feature  in  the  tropics,  in 


120 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


59%  we  could  record  them.  Most  are  black  or  brown  inconspicuous  larvae 
living  on  decaying  leaves;  many  also  (probably  Tineids)  were  living  in 
cases  made  from  leaf-parts  or  soil.  Six  different  species  on  one  square 
Meter  were  once  found  at  Tjibodas  (No.  74). 

As  larvae  these  insects  are  certainly  not  identifiable  so  we  should  have 
to  rear  them  to  see  what  the  adults  are. 

Orthoptera. 

Two  groups  of  orthopterous  insects  form  an  important  part  of  the 
tropical  surface  fauna,  the  Blattidae  and  Forficnlidae.  The  first  one  spe¬ 
cially  is  seldom  absent  ;  we  did  not  see  them  in  29%  only.  As  already 
mentioned,  they  only  become  scarce  higher  up  in  the  mountains.  At  Tji¬ 
bodas  at  an  elevation  of  1400 — 2000  M.  they  were  still  plentiful,  but  from 
2400  M.  upwards  we  did  not  met  with  any.  The  highest  numbers  of  speci¬ 
mens  are  recorded  from  the  small  coral  islets  in  the  Batavia  Bay;  here 
from  50  to  200  individuals  were  counted  on  1  M2.  The  commonest  species 
from  these  localities  are  Pycnoscelus  (Levcophaca)  surinamensis  L.  and 
Rhicnodw  rugosa  B.  v.  W. 

Earwigs  are  not  such  an  essential  element  of  the  soil  fauna 
as  cockroaches;  we  have  found  them  in  32  percent,  only.  At  Tjibodas  they 
are  also  abundant  and  we  have  recorded  them  from  a  higher  altitude  than 
Blattids  viz.,  from  2400  M.,  but  they  u^ere  never  found  in  such  quantities 
as  the  last-named  group,  33  being  the  maximum  of  specimens  counted  on 
1  M2.  (Buitenzorg  No.  92). 

Other  groups  of  the  Orthoptera  are  not  so  often  met  with,  Gryllotdlpa 
was  only  once  recorded;  Gryllidae  being  present  in  13%.  These  latter  insects 
must  be  more  abundant  being  often  seen  on  the  top  of  Ihe  Layer  of  leaves  but, 
as  they  run  and  leap  so  quickly,  they  seldom  got  in  our  sieve-bag. 

Thysanoptera. 

These  tiny  insects  did  not  often  make  themselves  apparent  in  our 
researches  owing  to  our  method  of  collecting,  I  believe.  By  sight  they 
were  detected  only  three  times;  once  at  Tjibodas  (No.  70);  once  on  the 
very  top  of  the  Pangrango  (No.  85)  and  once  at  Depok  (No.  107).  But 
they  seem  to  occur  on  the  soil  oftener  than  is  shown  by  these  figures  being 
brought  to  light  by  our  method  of  automatic  sifting  four  times,  three  times 
from  Buitenzorg  (Nos.  91,  96  and  98)  and  once  from  Depok  (No.  112). 
Dr.  Karny  will  describe  these  insects  later  on ;  the  surface-dwelling  species 
belong  to  the  genera  Crypt othrips,  Chroma ioth rips  (?)  and  Rhaebothrips . 

Isoptera. 

Termites  cannot  be  said  to  be  real  surface-living  insects.  They  often 
run  on  the  soil  mostly  protected  by  an  earthen  gallery,  but  they  have 
their  nests  either  in  deeper  layers  of  the  soil  or  in  or  on  trees.  Their 
presence  on  the  surface  is  occasional  and  none,  or  perhaps  a  few  very 
small  species  only,  are  living  on  decaying  leaves  and  mould.  Therefore  we 
have  recorded  them  in  17  percent,  only. 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


121 


Aptera. 

This  last  group  of  insects  to  be  discussed  here  forms  an  essential  element 
of  the  surface  fauna  but  our  usual  method  does  not  do  sufficient  justice 
to  this  special  order,  they  having  been  recorded  in  28%.  We  have  already 
told  (p.  117)  why  they  are  much  easier  collected  by  >a  mechanical  method. 
These  delicate  apterous  insects  seem  to  be  most  abundant  near  the  sea  shore. 
Crustacea. 

Of  crustaceans  there  is  one  order,  the  Oniscoida ,  which  was  found  in 
69  percent.  The  number  of  species  is  always  small,  but  the  number  of 
individuals  may  be  very  high,  the  maximum,  301  on  one  square  Meter, 
being  found  in  the  mangrove-wood  at  Batavia  (No.  55).  On  Verlaten 
Island  also  high  numbers  of  specimens  wrere  often  met  with.  Neither  under 
a  special  kind  of  vegetation  nor  on  a  special  kind  of  soil  do  they  seem 
to  be  absent,  having  been  collected  from  the  seashore  up  till  3000  M. 

Other  crustaceans  but  wTood  lice  are  seldom  seen  on  the  soil  with  the 
exception  of  Orchestia,  a  brown  terrestrial  Amphipod.  These  creatures  being 
recorded  in  18%  only  were  most  abundant  between  1400  and  2400  M. 
Above  the  last-named  altitude  we  have  not  found  them,  and  below  1400  M. 
they  were  always  absent,  except  at  two  localities  viz.,  Verlaten  I.  (No.  28) 
and  Batavia  (No.  56).  Whether  the  species  found  near  the  seashore  is  the 
same  as  the  one  collected  at  high  altitudes.  T  cannot  tell  for  the  moment, 
but  the  distribution  of  these  Amphipods  is  certainly  very  remarkable.  The 
highest  number  of  specimens  on  1  M1 2.,  174,  has  been  recorded  from  Mt. 
Gedeh  (No.  80)  at  an  elevation  of  2400  M.  above  sea-level. 

Myriopoda. 

Millipeds  are  seldom  missed  as  an  element  of  the  surface  fauna  and 
both  Chilopoda  and  Diplopoda  have  been  found  in  nearly  the  same  percen¬ 
tage,  being  for  the  first  group  62  and  for  the  other  63.  But  as  the  number 
of  species  of  Chilopods  on  one  square  Meter  was  never  higher  than  three, 
that  of  Diplopods  could  be  seven  (at  Tjibodas  No.  71).  Also  the  number 
of  individuals  on  the  same  area  wras  never  so  high  in  the  case  of  Chilopods 
as  of  Diplopods;  the  maximum  being  for  the  last-mentioned  order  157  (at 
Hoorn  I.  No.  47).  and  for  the  first-named  one  23  only  (Enkhuizen  I.  No.  53). 
Both  groups  v'ere  most  abundant  on  these  and  other  small  coral  islands  in 
Batavia  Bay  and  both  have  been  recorded  up  till  3000  M.  Only  on 
Verlaten  Island  Diplopods  were  wTholly  absent  but  the  fauna  of  this  island, 
belonging  to  the  Krakatau-group,  is  not  yet  a  normal  one. 

Other  Myriopoda  are  a  rare  occurrance  on  the  surface  of  the  soil ;  only 
once  or  twice  a  Scutigerid  has  been  collected. 

After  Adams  0)  millipeds  abound  in  a  habitat  relatively  deficient  in 
oxygen  but  abounding  in  carbonic  acid.  From  our  figures  we  cannot  deduce 


(1)  Adams,  An  ecological  study  of  prairie  and  forest  invertebrates.  Bull.  Illinois 

State  Lab.  of  Nat.  Hist.  Vol.  XI  Art.  2,  1915. 


122 


Treubia  Vol.  VI,  Livu.  2. 


for  the  moment  a  preference  of  myriopods  for  any  land  of  soil  or  of  forest. 
DiplopocLs  were  very  abundant  on  the  dry  and  sandy  coral  islands  with 
their  rather  poor  vegetation,  and  the  same  is  the  case  in  the  wet  luxurious 
virgin  forests  of  Tjibodas.  The  species,  of  course,  at  these  two  localities 
may  be  different,  and  one  has  also  to  bear  in  mind  that  Diplopods  are  a 
group  not  so  well  represented  in  the  temperate  regions  as  in  the  tropics. 

Myriopods  are  very  useful  as  producers  of  leafmould  and  Coville  (*) 
reckons  that  near  Washington  the  annual  mass  of  leafmould  formed  by 
millipeds  amounts  to  2  tons  per  acre.  In  the  tropics  here  Myriopods  may 
be  of  the  same  usefulness  but  I  think  other  groups  of  tropical  surface  fauna 
are  hardly  inferior  in  this  respect. 

Arachnid  a. 

Spiders  are  the  most  essential  group  of  tropical  surface  fauna,  they 
being  absent  in  5%  only.  This  absence  was  noted  a  few  times  on  the 
islands  of  the  Krakatau-group  and  Sebcsv,  all  islands  not  yet  in  normal 
condition.  So  we  may  safely  say  where  we  are  studying  the  surface  fauna 
that  we  will  meet  with  spiders  in  every  locality,  at  every  altitude  (even 
up  to  3000  M.)  and  at  every  time  of  the  year.  Noteworthy  is  their  abund¬ 
ance  on  such  small  coral  islands  as  Noord-  and  Zuid-Wachter  and  Klein- 
Kombuls  in  the  Java  Sea;  here  also  the  highest  number  of  individuals  on 
one  square  Meter  was  recorded1  viz.,  41  on  Z.-Wachter  (No.  39).  The 
maximum  of  species  on  1  M2.  was  10,  found  at  Depok  (No.  107).  The 
typical  ground-living  species  are  dark  or  reddish-brown,  belonging  to  dif¬ 
ferent  genera,  but  we  cannot  say  much  about  this  group  before  the  material 
collected  has  been  identified  by  specialists. 

Even  less  abundant  thpn  spiders  are  mites,  having  been  recorded  in 
62  percent.,  but  I  tink  many  of  the  smaller  species  escape  notice  owing 
to  our  special  method  of  research.  They  are  collected  much  easier  and  in 
a  greater  quantity  by  a  mechanical  method  of  sifting.  Therefore  to  give 
a  maximum  of  species  or  of  individuals  on  1  M2.  is  scarcely  of  any  use 
here.  At  Tjibodas  w^e  found  the  highest  numbers,  both  of  species  and  of 
specimens,  but  at  least  200  specimens  could  be  collected  from  one  quarter 
of  a  square  Meter  by  an  automatic  method  of  sifting  (Depok  No.  117). 
The  material  has  already  been  worked  out  by  Messrs  Vitzthum  hnd 
Sellntck  and  their  papers  on  this  subject  will  be  published  shortly  in  this 
Journal.  The  most  common  species  living  on  the  ground  are  Microthrom- 
bidium  jabanicum  Bert,,  a  smal  velvety  red  Trombidiid  and  Pergamasus  pri¬ 
mitive  Ottdm.  a  browm-coloured  Gamasid  ( Bara  sit  idae). 

Of  other  groups  of  Arachnids  two  are  better  represented  than  any  other, 
namely  CheMferidae  orPseudoscorjnones  which  have  been  recorded  in  25%, 
and  Opiliones  or  Phalangidea,  the  percentage  of  occurrence  of  which  was  17. 


(1)  Coville,  The  formation  of  leafmold,  Ann.  Rep.  Smithsonian  Inst.  1913. 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


123 


M  o  1 1  u  s  c  a. 

Ground-dwelling  snails  are  a  very  common  feature  in  the  tropics  and 
were  present  in  no  less  than  73%.  At  some  localities  the  smaller  species 
were  extremely  plentiful.  At  Kadang-Badak,  Mt.  Gedeh,  at  an  altitude 
of  2400  M.,  819  specimens  were  once  counted  on  1  M2.  The  maximum 
number  of  species,  being  9,  has  been  recorded  from  Noord-Wachter ;  also 
on  another  coral  island  of  the  Java  Sea  viz.,  'Klein  Kombuis,  great  numbers 
of  surface-living  Molluscs  have  been  noticed.  Here,  just  as  at  other  places 
near  the  sea  shore,  one  of  the  bigger  species  mostly  met  with  is  a  Pythia 
(Scarabus),  which  air-breathing  Pulmonjate  is  living  on  decaying  leaves.  The 
smaller  species  belong  for  the  greater  part  to  the  genera  Kaliellaf  Prosopeas, 
Opeas  a.o. 

V  erme  s. 

By  our  method  of  collecting  a  part  only  of  the  worms  living  on  the 
soil  or  in  mould  could  be  counted.  The  smallest  species,  like  Nematods, 
could  not  be  detected  by  sight  whereas  the  true  earthworms  were  mostly 
retiring  to  deeper  layers  as  soon  as  the  leaves  and  mould  were  gathered 
together.  Therefore  we  have  recorded  worms  in  53%  only.  One  of  the 
commonest  species  found  in  mould  is  the  Enchytraeid  FHdericia  bulbosa 
Rosa  (1),  which  has  been  found  from  the  seashore  up  to  the  very  top  of  the 
Pangrango  at  3000  M.  This  species  was  also  present  at  Tjibodas  in  great 
quantities. 

For  the  above-mentioned  reasons,  where  an  absence  of  worms  has  been 
registered  in  our  lists,  this  absence  may  not  be  a  real  one  and  means  only 
that  worms  were  not  brought  to  light  by  our  method  of  research.  An 
exception  must  be  made  for  Verlaten  I.,  where  earthworms  and  Enchytraeids 
seem  to  be  really  absent,  having  not  yet  reached  this  island  since  the 
Krakatau-eruption  of  1883.  On  coral  islands  they  are  also  not  very  plentiful. 
Another  locality  which  seems  to  be  poor  in  worms  is  Dcpok  owing  perhaps 
to  the  poorness  of  the  soil  there. 

APPENDIX  A. 

List  of  Localities  where  the  surface  fauna  has  been  examined. 

Loc.  No.  1.  Lake  Toba,  N.  Sumatra,  alt.  900  M. ;  border  of  the  lake  near 

Prapat.  - 

Soil.  Quarternary  tuff. 

V  eget  ation.  Grass  and  few  ferns. 

Date.  26.  III.  1922. 

Doc.  No.  2.  Lake  Toba,  N.  Sumatra,  alt.  1200  M.;  hills  above  Prapat,  very 

steep. 

Soil.  Quarternary  tuff. 


(1)  See  W.  Michaelsen,  Oligochilten  von  Nied.-Indien,  Treubia  Vol.  V,  4,  1924. 


124 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Vegetation.  Virgin  forest,  not  densely  grown ;  mould  scarce. 
Date.  23.  III.  1922. 

Loc.  Nos.  3  and  4.  Pedada-Bay,  Lanipongs,  S.  Sumatra;  sea-shore. 

Soil.  Sandy  beach. 

V  egetation.  No.  3,  few  big  trees  and  low  shrubs  along  the  beach. 
No.  4,  virgin  forest  behind  the  shore. 

Date.  22.  and  23.  I.  1922. 

Loc.  Nos.  5 — 14.  Sebesy.  N.  coast,  Sunda  Strait. 

Soil.  Young  volcanic. 

Vegetation.  Nos.  5  and  6,  low  shrubs  along  the  beach;  mould 
scarce.  Nos.  7 — 10,  Casuarina  (Chemara)  wood  fringing  the  sea-shore. 
Nos.  11  and  12,  virgin  forest  behind  the  shore,  with  many  Ficus-trees. 
No.  13,  virgin  forest  at  100  M.  alt.;  no  mould.  No.  14,  virgin  forest 
at  700  M.  alt.;  mould  very  scarce. 

Date.  No.  5,  29.  IV.  1921.  No.  6,  28.  X.  1921.  No.  7,  25.  I.  1922. 

No.  8,  23.  IV.  1921.  No.  9,  29.  IX.  1920.  No.  10,  20.  X.  1921.  No.  11, 

29.  IX.  1920.  No.  12,  26.  X.  1921.  No.  13.  28.  IV.  1921.  No.  14,  25. 
IV.  1921. 

Loc.  NovS.  15 — 23.  Krakatau,  S.  E.  coast;  Sunda  Strait. 

Soil.  Recent  volcanic  ash  and  pumice. 

Vegetation.  No.  15,  low  shrubs  along  the  beach.  Nos.  16 — 18, 
Casuarina  wood  fringing  the  sea-shore.  Nos.  19 — 23,  virgin  forest 
behind  the  shore. 

Date.  No.  15,  25.  IV.  1920.  No.  16,  24.  IV.  1920.  No.  17,  23.  IX. 

1920.  No.  18,  11.  XII.  1919.  No.  19,  24.  IV.  1920.  No.  20,  26.  IV. 

1920.  No.  21,  22.  IX.  1920.  No.  22,  24.  IX.  1920.  No.  23.  12.  XII.  1919. 

Loc.  Nas.  24  and  25.  Krakatau,  N.  W.  coast  (Zwarte  Iloek). 

Soil.  Recent  volcanic  ash  and  pumice. 

Vegetation.  Virgin  forest  along  the  shore,  not  densely  grown. 
Date.  No.  24,  23.  IV.  1920.  No.  25,  25.  IX.  1920. 

Loc.  Nos.  26 — 33.  Verlaten  Island,  N.  coast ;  Sunda  Strait. 

Soil.  Recent  volcanic  sand  and  pumice. 

Vegetation.  Nos.  26 — 29,  Casuarina  wrood.  Nos.  30 — 33,  virgin 
forest. 

Date.  No.  26,  22.  IV.  1920.  No.  27,  26.  IX.  1920.  No.  28,  24.  X. 

1921.  No.  29,  16.  XII.  1919.  No.  30,  21.  IV.  1920.  No.  31,  27.  IX.  1920. 
No.  32,  24.  X.  1921.  No.  33,  15.  XII.  1919. 

Loc.  Nos.  34 — 36.  Prinsen  Island,  at  the  base  of  IVIt.  Raksa ;  Sunda  Strait. 
Soil.  Young  volcanic. 

Vegetation.  No.  34,  mangrove  wood  (Avicennia).  No.  35,  Casu¬ 
arina  w’ood.  No.  36,  virgin  forest  behind  the  sea-shore. 

Date.  20.  and  21.  I.  1922. 

Loc.  Nos.  37  rfhd  38.  Noord-Wachter  I.,  Java  Sea,  Lat.  S.  5°l2',  Long  E. 
106°32\ 


K.  W.  Dammkrman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


125 


Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

Vegetation.  Virgin  forest. 

Date.  8.  IX.  1921. 

Loc.  Nos.  39  and  40.  Zuid-Wachter  I.,  Java  Sea,  Lat.  S.  5°42',  Long  E. 
106°46'. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

V  egetation.  No.  39,  Casuarina  wood.  No.  40,  virgin  forest. 
Date.  22.  X.  1921. 

Loc.  Nos.  41 — 45.  Klein  Kombuis  I.,  Java  Sea,  West  of  Batavia. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

Vegetation.  No.  41,  low  shrubs  along  the  beach.  Nos.  42 — 45, 
virgin  forest. 

Date.  Nos.  41  and  45,  21.  VII.  1922.  Nos.  42  and  43,  11.  XI.  1920. 
No.  44,  27.  I.  1922. 

Loc..  No.  46.  Purmerend  I.,  Batavia  Bay. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

V  egetation.  Secondary  growth. 

Date.  19.  XL  1919. 

Loc.  Nos.  47 — 49.  Hoorn  I.,  Batavia  Bay. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

Vegetation.  Virgin  forest  but  heavily  thinned. 

Date.  No.  47,  20.  XL  1919.  Nos.  48  and  49,  17.  III.  1920. 

Loc.  Nos.  50  and  51,  Edam  I.,  Batavia  Bay. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

Vegetation.  Virgin  forest  but  heavily  thinned. 

Date.  No.  50,  27.  XL  1919.  No.  51,  19.  III.  1920. 

Loc.  Nos.  52  and  53.  Enkhuizen  I.,  Batavia  Bay. 

Soil.  Quaternary  calcareous  coral. 

Vegetation.  No.  52,  low  shrubs  along  the  beach.  No.  53,  virgin 
forest,  not  densely  grown. 

Date.  18.  III.  1920. 

Loc.  Nos.  54 — 57.  Batavia,  sea-wshore. 

Soil.  Recent  marine  clay. 

V  egetation.  Mangrove  wood,  mainly  Avicennia ;  mould  very 
scarce. 

Date.  No.  54,  16.  III.  1920.  Nos.  55—57,  7.  and  8.  III.  1921. 

Loc.  Nos.  58 — 60.  Buitenzorg,  alt.  250  M. 

Soil.  Quaternary  volcanic,  a  poor  red  laterite  soil. 

V  e  g  e  t  a  t  i  o  n.  Secondary  growth,  mould  very  scarce. 

Date.  No.  58,  28.  IV.  1922.  No.  59,  30.  IV.  1922.  No.  60,  2.  IX.  1922. 
Loc.  Nos.  61  and  62,  Tjampea,  limestone  hill  near  Buitenzorg;  alt.  300  M. 
Soil.  Tertiary  corallogene  limestone. 

Vegetation.  Virgin  forest,  densely  grown ;  mould  scarce. 

Date.  1.  X.  1922. 


126 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Loc.  Nos.  63  and  64.  Malabar,  Tjinjiruan,  S.  of  Bandung;  alt.  1600  M. 
Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  No.  63,  virgin  forest,  densely  grown.  No.  64,  tree- 
ferns  (Alsopliila). 

D  ate.  25.  and  26.  XU.  1920. 

Loc.  No.  65.  Poentjak,  Telaga  warna,  Mt.  Gedeh;  alt,  1500  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

V  egetation.  Virgin  forest. 

Date.  5.  VII.  1920. 

Loc.  No.  66.  Tjibodas,  between  the  mountain  garden  and  Tjipanas;  alt. 
1300  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Bamboo  grove. 

Date.  6.  VII.  1920. 

Loc.  No.  67.  Tjibodas,  Gegerbintang ;  alt.  1400  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Luxurious  primeval  forest. 

Date.  8.  VII.  1920. 

Loc.  Nos.  68 — 75.  Tjibodas,  mountain  garden  and  forest;  alt.  1400  M. 
Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Nos.  68  and  69,  Cypress  grove  in  garden.  Nos.  70 — 
75,  luxurious  primeval  forest. 

Date.  Nos.  68  and  69,  23.  and  28.  V.  1922.  Nos.  70—72,  23.,  24. 
and  26.  V.  1922.  Nos.  73—75,  22,,  27.  and  29.  VIII  1921. 

Loc.  No.  76.  Tjibeureum,  waterfalls  above  Tjibodas;  alt  1600  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Virgin  forest. 

Date.  28.  VIII.  1921. 

Loc.  Nos.  77  and  78.  Mt.  Gedeh,  between  Tjibodas  and  Kadang  badak;  alt. 
2000  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Virgin  forest. 

Date.  25.  VIII.  1921. 

Loc.  Nos.  79 — 81.  Mt.  Gedeh,  Kadang  badak;  alt.  2400  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Virgin  forest. 

Date.  No.  79,  29.  V.  1922.  Nos.  80  and  81,  24.  and  25.  VIII.  1921. 
Loc.  Nos.  82 — 85.  PangTango,  Mt.  Gedeh;  alt.  3000  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic. 

Vegetation.  Nos.  82  and  83,  Vaccinium  grove.  Nos.  84  and  85, 
moss  plain. 

Date.  Nos.  82  and  84,  30.  V.  1922.  Nos.  83  and  85,  24  VIII.  1921. 
Loc.  Nos.  86—99.  Buitenzorg,  Botanical  Gardens;  alt.  250  M. 

Soil.  Young  quaternary  volcanic;  a  poor  red  laterite  soil. 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


127 


V  e  g  e  t  a  t  i  o  n.  Nos.  86 — 92,  cultivated  wood  opposite  the  Director’s 
house.  Nos.  93 — 99,  bamboo  grove  surrounding  the  old  graveyard. 
Date.  Nos.  86.  and  93,  18.  XII.  1922.  Nos.  87  and  94,  28.  III.  1923. 
No.  88,  27.  1Y.  1923.  Nos.  89,  95  and  96,  23.  V.  1923.  Nos.  90,  91, 
97  and  98,  21.  and  28.  VIII.  1923.  Nos.  92  and  99,  30.  X.  1923. 
Remarks.  Nos.  88,  91,  96,  and  98  refer  to  mechanical  sifting  of  the 
fauna  on  one  quarter  of  a  square  Meter. 

Loc.  Nos.  100 — 117.  Depok,  between  Batavia  and  Buitenzorg;  alt.  100  M. 
Soil.  Quaternary  tuff;  a  poor  red  laterite  soil. 

Vegetation.  Nos.  100 — 105,  forest  outside  the  Nature  Reserve. 
Nos.  106 — 117,  forest  inside  the  Nature  Reserve. 

Date.  Nos.  100  and  107,  7.  I.  1923.  Nos.  101  and  108,  30.  III.  1923. 
Nos.  102,  109  and  110,  27.  V.  1923.  Nos.  103,  111  and  112,  23.  VIII. 
1923.  Nos.  104  and  115,  28.  X.  1923.  Nos.  105,  116  and  117,  23.  XII. 

.  1923.  No.  106,  19.  XI.  1922.  No.  113,  17.  IX.  1922.  No.  114,  10.  X. 
1920. 

Remarks.  Nos.  110,  112  and  117  refer  to  mechanical  sifting  of  the 
fauna  on  one  quarter  of  a  square  Meter. 


Appendix  B 


128 


Treubia  You  VI,  Live.  2. 


K.  W.  Dammerman:  Soil  and  Surface  Fauna . 


129 


Nos. 


Locality  and  kind  of  vegetation. 


Altitude . 

Month  .....  . . . . 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM.). 


Sumatra 


Number  and  spec  es  on  1  M2.  . . 


Hyrnenoptera . 

Formicidae . 

Ooleoptcra . 

Carabidae . 

Staphylinidae . 

Pselaphidae .  . 

Tenebrionid  ie  . .  . 

Curculionidae. - 

Diptera  (larvae) . 

Rhynchota . 

Heteroptera  .  . 

Lepidoptera  (larvae) . 

Orthoptera . 

Blattidae . 

Forficulidae . 

Thysanoptera . 

Isoplera . 

Aptera . 

Crustacea . . .  . 

Oniscoida . 

Ampliipoda . 

Myriopoda . 

Chilopoda . 

Diplopoda . 

Arach  noidea . 

Araneae  . . 

Acarina . 

Mollusca . 

Vermes . 


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Total 


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0  M. 

0  M. 

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March 

March 

Jan. 

Jan. 

April 

Oct. 

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1 

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26 

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3 

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1 

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124  41 

14 

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21 

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Sunda  Strait 


s 

9 

10 

11 

12 

13 

14 

15 

16 

17 

18 

19 

20 

C3 

i! 

Sebesy 

Casuarina 

Sebesy 

Casuarina 

Sebesy 

Virgin  Forest 

Sebesy 

Virgin  Forest 

Sebesy 

Virgin  Forest 

Sebesy 

Virgin  Forest 

Karakatau 

Littoral  zone 

Karakatau 

Casuarina 

Karakatau 

Casuarina 

Karakatau 

Casuarina 

Karakatau 

Virgin  Forest 

Karakatau 

Virgin  Forest 

M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

100  M. 

700  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

Til 

Sept. 

Oct. 

Sept. 

Oct. 

April 

April 

April 

April 

Sept. 

Dec. 

April 

April 

'm. 

5  cM. 

7  cM. 

5  cM. 

2,5  cM. 

2  cM. 

2  cM. 

6  cM. 

4  cM. 

4  cM. 

4  cM. 

4  cM. 

6  cM. 

S. 

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2 

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2 

4 

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17 

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2 

1 

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31 

2 

2 

1 

2 

1 

25 

2 

4 

2 

17 

1 

1 

1 

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— 

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6 

1 

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2 

1 

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1 

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2 

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5 

1 

2 

1 

14 

1 

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1 

1 

48 

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2 

33 

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5 

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3 

1 

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5 

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2 

1 

14 

1 

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1 

1 

48 

2 

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2 

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1 

1 

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2 

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2 

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7 

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1 

1 

10 

2 

7 

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6 

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1 

1 

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2 

1 

1 

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2 

1 

2 

1 

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1 

1 

1 

1 

1 

1 

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1 

1 

4 

1 

11 

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1 

1 

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— 

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7 

1 

— 

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9 

1 

6 

2 

3 

15 

6 

14 

2 

7 

2 

25 

4 

— 

— 

5 

4 

3 

2 

6 

3 

4 

2 

— 

— 

15 

5 

13 

4 

3 

15 

6 

14 

2 

7 

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9 

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2 

2 

3 

2 

3 

2 

4 

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4 

2 

9 

2 

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16 

1 

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1 

1 

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3 

1 

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— 

— 

— 

11 

3 

4 

2 

1 

1 

1 

11 

4 

2 

2 

5 

3 

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7 

3 

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7 

3 

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— 

— 

8 

2 

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2 

1 

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— 

2 

1 

11 

1 

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— 

— 

— 

5 

1 

2 

1 

— 

— 

2 

1 

14 

1 

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76 

20 

34 

16 

59 

17 

80 

24 

11 

7 

20 

13 

53 

14 

55 

23 

27 

11 

32 

8 

118 

27 

100 

27 

130 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


131 


Su* 

it. 

Java  Sea. 

Nos. 

21 

22 

23 

24 

25 

26 

% 

— 

58 

29 

30 

31 

32 

33 

34 

35 

36 

37 

38 

1 

39 

40 

Localitity  and  kind  of  vegetation. 

Krakatau 

Virgin  Forest 

Krakatau 

Virgin  Forest 

Krakatau 

Virgin  Forest 

Krakatau 

Virgin  Forest 

Krakatau 

Virgin  Forest 

Verlaten  I. 

Casuarina 

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Verlaten  I. 

Casuarina 

Verlaten  I. 

Virgin  Forest 

Verlaten  I. 

Virgin  Forest 

Verlaten  I. 

Virgin  Forest 

Verlaten  I. 

Virgin  Forest 

Pnnsen  I. 

Mangrove 

Prinsen  I. 

Casuarina 

Prinsen  I. 

Virgin  Forest 

N.  Wachter 

Virgin  Forest 

N.  Wachter 

Virgin  Forest 

Z.  Wachter 

Casuarina 

Z.  Wachter 

Virgin  Forest 

Altitude .  . . 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

o  14. 

1  0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

0  M. 

Month . 

Sept 

Sept. 

Dec. 

April 

Sept. 

April 

Sdct. 

Dec. 

April 

Sept. 

Oct. 

Dec. 

Jan. 

Jan. 

Jan. 

Sept. 

Sept. 

Oct. 

Oct. 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM).. 

7  cM. 

6  cM. 

2  cM. 

4  cM. 

5  cM. 

4  cM. 

6  cM. 

- - - 

4,5  cM. 

5  cM. 

7  cM. 

7  cM. 

4  cM. 

2,5  cM. 

2,5  cM. 

5  cM. 

7  cM. 

5  cM. 

7  cM. 

3  cM. 

Number  and  species  on  1  M2 . 

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Hymenoptera . 

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3 

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2 

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3 

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2 

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1 

4 

2 

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2 

4 

1 

1 

2 

2 

Formicidae . 

— 

3 

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3 

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1 

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2 

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3 

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2 

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— 

— 

1 

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— 

4 

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2 

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5 

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2 

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1 

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1 

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2 

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2 

Ooleoptera . 

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9 

7 

4 

53 

7 

10 

6 

15 

5 

1 

1 

2 

— 

6 

4 

31 

9 

17 

6 

11 

9 

32 

4 

10 

7 

13 

8 

42 

20 

2 

2 

2 

2 

2 

1 

4 

2 

Carabidae . 

2 

2 

1 

1 

— 

— 

6 

3 

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2 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

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1 

1 

1 

1 

3 

3 

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Stapbylinidae . 

4 

3 

1 

1 

1 

1 

3 

2 

1 

1 

1 

1 

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3 

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2 

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2 

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1 

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6 

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10 

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2 

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13 

3 

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1 

1 

14 

2 

13 

3 

2 

2 

31 

3 

1 

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1 

Curculionidae . 

2 

1 

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1 

1 

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Diptera  (larvae) . 

1 

1 

1 

1 

29 

2 

2 

2 

1 

1 

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— 

— 

— 

Rhynchota . 

6 

2 

26 

2 

11 

2 

3 

2 

1 

1 

2 

1 

2 

2 

1 

3 

1 

2 

2 

6 

2 

1 

1 

4 

3 

16 

1 

1 

1 

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— 

8 

3 

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— 

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Heteroptera . 

6 

2 

26 

2 

11 

2 

3 

2 

1 

1 

2 

1 

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16 

1 

1 

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— 

— 

— 

Lepidoptera  (larvae) . 

— 

— 

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— 

3 

1 

4 

1 

2 

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1 

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2 

1 

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1 

2 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

4 

1 

Orthoptera . 

6 

2 

11 

2 

5 

1 

— 

— 

2 

1 

2 

2 

1 

1 

1 

9 

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2 

1 

1 

1 

6 

1 

3 

1 

1 

1 

2 

1 

5 

2 

3 

1 

10 

3 

3 

2 

Blattidae . 

6 

2 

11 

2 

5 

1 

— 

— 

2 

1 

2 

2 

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— 

— 

5 

2 

2 

1 

1 

1 

6 

1 

3 

1 

1 

1 

2 

1 

3 

1 

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1 

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2 

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1 

1 

Thysanoptera . 

I sop  ter  a . 

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1 

— 

1 

— 

1 

1 

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1 

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1 

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1 

1 

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15 

2 

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Crustacea . 

8 

1 

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— 

— 

— 

— 

— 

103 

1 

258 

2 

17 

1 

131 

1 

178 

1 

148 

1 

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2 

Oniscoida . 

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103 

1 

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17 

1 

131 

1 

178 

1 

148 

1 

3 

1 

— 

— 

— 

— 

107 

2 

1 

1 

2 

1 

4 

1 

19 

2 

Amphipoda . 

— 

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— 

— 

— 

Myriopoda . 

4 

3 

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— 

4 

2 

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3 

1 

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1 

6 

2 

20 

3 

15 

5 

21 

2 

8 

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1 

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Dipiopoda . 

3 

2 

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1 

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1 

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1 

20 

1 

5 

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1 

Arachnoidea . 

4 

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12 

4 

2 

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5 

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1 

15 

4 

1 

1 

21 

4 

28 

7 

13 

7 

43 

9 

32 

7 

43 

6 

6 

3 

Araneae . 

1 

1 

4 

1 

9 

3 

2 

1 

6 

3 

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2 

1 

14 

3 

1 

1 

21 

4 

27 

6 

7 

4 

34 

6 

25 

3 

41 

4 

6 

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2 

1 

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1 

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1 

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1 

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1 

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2 

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1 

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Total . * . 

51 

27 

48 

13 

93 

20 

40 

13 

29 

16 

115 

8 

271 

7 

29 

8 

188 

21 

206 

13 

187 

24 

43 

10 

50 

23 

74 

24 

248 

46 

29 

32 

20 

19 

132 


Treubia  Vol.  VI,  Ijivr.  2. 


K.  W.  Dammerman:  Soil  and  Surface  Fauna. 


133 


Java  Sea. 


— 


Batavia  Bay. 


West  Java. 


Nos. 


41 


42 


43 


44 


45 


46 


49 


50 


51 


52 


53 


54 


55 


56 


57 


58 


59 


60 


Locality  and  kind  of  vegetation. 


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Altitude . 

Month . 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM.). 


0  M. 
July 

3,5  cM. 

0  M. 
Nov. 

4  cM. 

0  M. 
Nov. 
3,5  cM. 

0  M. 
Jan. 

4,5  cM. 

0  M. 
July 

5  cM. 

0  M. 
Nov. 

3  cM. 

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Nov. 

2  cM. 

0  M.  0  M. 
March  March 
3  cM.  5  cM. 

0  M. 
March 
5  cM. 

0  M. 
March 
2,5  cM. 

1  0  M. 
March 

2  cM. 

0  M. 
March 
2,5  cM. 

0  M. 
March 

2  cM. 

250  M. 
April 

1  cM. 

250  M. 
April 
3,5  cM. 

250  M. 
Sept. 

3  cM. 

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66 

6 

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7 

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10 

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1 

1 

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15 

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160 

4 

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3 

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3 

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12 

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30 

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11 

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1 

23 

3 

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1 

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4 

2 

10 

1 

157 

2 

21 

1 

81 

1 

55 

2 

10 

1 

7 

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5 

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1 

1 

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17 

5 

34 

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19 

5 

42 

13 

6 

4 

6 

2 

5 

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16 

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13 

4 

6 

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2 

31 

9 

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1 

17 

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11 

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3 

12 

3 

4 

2 

4 

4 

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28 

3 

16 

3 

9 

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1 

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1 

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1 

1 

1 

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2 

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3 

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1 

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3 

4 

2 

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45 

4 

106 

4 

83 

5 

96 

3 

70 

3 

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1 

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2 

2 

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9 

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1 

1 

3 

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62 

1 

16 

1 

1 

1 

108 

22 

265 

37 

250 

35 

227 

32 

112 

21 

i  9 

191 

20| 

11 

12 

19 

10 

23 

22 

37 

23 

31 

42 

19 

39 

I26 

i10 

13 

Number  and  species  on  1  M2 . 


Hymenoptcra . 

Formicidae . . 

Coleoptera . 

Carabidae. . . . 
Staphylinidae 
Pselaphidae. . 
Tenebrionidae 
Curculionidae 
Diptera  (larvae).. 

Bhynchota . 

Heteroptera. . 
Lepidoptera  (larvae 
Orthoptera .... 
Blattidae. 
Forficulidae 
Thysanoptera. . 

Isoptera . 

Aptera . 

Crustacea . 

Oniscoida. 
Amphipoda 
Myriopoda . . . . 

Chilopoda. 
Diplopoda. 
Arachnoidea, . . 
Araneae . . 

A  carina . . 
Mollusca. ..... 

Vermes . 


Total, 


134 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2 


K.  W.  Dammkrman:  Soil  and  Surface  Fauna. 


135 


West  Java 

West  Java 

Mt.  Gedeh 

Nos. 

61 

62 

63 

64 

65 

66  !  67G8 

69 

70 

71 

72 

73 

74 

75 

76 

77 

78 

79 

80 

Locality  and  kind  of  vegetation. 

Tjampea 

Virgin  Forest 

Tjampea 

Virgin  Forest 

Malabar 

Virgin  Forest 

Malabar 

Alsophila 

Poentjak 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Bamboo 

Tjibodas 

05 

=3 

03 

r. 

| 

1 

Tjibodas 

Cypressus 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibodas 

Virgin  Forest 

Tjibeureum 

Virgin  Forest 

Mt.  Gedeh 

Virgin  Forest 

Mt.  Gedeh 

Virgin  Forest 

Mt.  Gedeh 

Virgin  Forest 

Mt.  Gedeh 

Virgin  Forest 

Altitude . 

300  M. 

300  M. 

1600  M. 

1600  M. 

1500  M. 

1300  M. 

1400  i°0M. 

1400  M. 

1400  M. 

1400M. 

1400M. 

1400  M. 

1400  M. 

1400M. 

1600  M. 

2000  M. 

2000  M. 

2400  M.' 

2400  M 

Month.. . .  . 

Oct. 

Oct. 

Dec. 

Dec. 

July 

July 

Juffky 

May 

May 

May 

May 

Aug. 

Aug. 

Aug. 

Aug. 

Aug. 

Aug. 

May 

Aug. 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM.) 

3,5  cM. 

3,6  CM. 

5  cM. 

7  cM 

2  cM. 

2  cM. 

5  cf  cM. 

i _ 

2,5  cM. 

3  cM. 

5  cM. 

5  cM. 

4  cM. 

7  cM. 

4  cM. 

8  cM. 

4  cM. 

5  cM. 

3  cM. 

7 

cM. 

Number  and  species  on  1  M2 . 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

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n. 

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S. 

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s. 

n. 

1  s. 

n. 

1  s. 

Hymenoptera . 

2 

3 

1 

3 

7 

3 

- 

4 

5 

2 

3 

5 

4 

(1) 

7 

4 

4 

Formieidae . 

2 

3 

1 

3 

7 

3 

4 

5 

2 

3 

5 

A 

0 

4 

4 

Ooleoptera . 

40 

7 

21 

9 

15 

8 

28 

13 

19 

15 

13 

4 

43 

1 

7 

238 

4 

27 

17 

24 

12 

33 

17 

23 

13 

84 

29 

45 

22 

42 

12 

12 

6 

11 

10 

10 

5 

40 

12 

Carabidae . 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

2 

r 

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1 

1 

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1 

1 

1 

1 

4 

1 

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— 

1 

1 

— 

— 

Staphylinidao . 

1 

1 

3 

3 

1 

1 

5 

3 

7 

6 

2 

2 

15 

7 

4 

238 

4 

10 

7 

8 

4 

9 

6 

11 

5 

39 

11 

21 

10 

7 

3 

1 

1 

3 

2 

7 

2 

18 

5 

Pselaphidae . 

— 

— 

2 

1 

7 

4 

3 

2 

3 

3 

— 

— 

10 

— 

— 

— 

3 

1 

4 

2 

13 

3 

3 

2 

6 

3 

11 

4 

20 

4 

5 

2 

1 

1 

— 

— 

14 

2 

Tonebrionidae 

l 

l 

K. 

_  _ 

Curculionidae . 

— 

_ 

1 

1 

__ 

_ 

1 

1 

— 

— 

_ 

_ 

1 

1 

_ 

_ 

— 

— 

— 

— 

2 

1 

1  — 

— 

1 

1 

1 

1 

_ 

— 

— 

_ 

1 

1 

_ 

_ 

_ 

— 

Dipier  a  (larvae) 

_ 

_ 

— 

— 

2 

2 

1 

1 

25 

1 

— 

— 

— 

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1 

2 

2 

3 

2 

4 

1 

3 

1 

— 

— 

8 

5 

7 

3 

6 

3 

7 

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2 

2 

2 

9 

3 

Rhynchota . 

4 

2 

1 

1 

2 

2 

1 

1 

2 

2 

2 

2 

— 

2 

2 

— 

10 

3 

8 

6 

8 

3 

2 

2 

2 

1 

10 

4 

6 

3 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

Heteroptera . 

4 

2 

1 

1 

2 

2 

1 

1 

2 

2 

2 

2 

— 

2 

2 

— 

9 

o 

7 

5 

8 

3 

2 

2 

2 

1 

10 

4 

6 

3 

1 

1 

Lepidoptera  (larvae) . 

4 

3 

2 

1 

2 

1 

1 

1 

4 

1 

— 

— 

2 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

3 

2 

— 

— 

1 

1 

14 

6 

4 

1 

3 

1 

2 

1 

— 

— 

1 

1 

2 

1 

Orthoptera' . 

8 

5 

5 

3 

19 

4 

15 

4 

14 

3 

1 

1 

14 

3 

2 

2 

11 

4 

37 

8 

20 

6 

23 

5 

28 

7 

15 

6 

21 

6 

8 

2 

5 

1 

5 

1 

4 

2 

Blattidae . 

6 

3 

5 

3 

13 

2 

6 

2 

— 

— 

1 

1 

6 

5 

1 

1 

1 

9 

3 

27 

4 

18 

4 

16 

2 

12 

3 

8 

2 

14 

3 

7 

1 

5 

1 

— 

— 

— 

— 

Forficulidae . 

1 

1 

— 

— 

6 

2 

8 

1 

14 

3 

— 

— 

8 

1 

1 

1 

2 

1 

9 

3 

2 

2 

7 

3 

14 

3 

5 

2 

5 

2 

1 

1 

— 

— 

5 

1 

4 

2 

Th  tern 

_ 

- 

_ 

3 

1 

_ 

_ 

_ 

— 

_ 

— 

Isoptera . 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

_ 

— 

- 

— 

— 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

— 

— 

Aptera . . 

_ 

— 

1 

1 

5 

1 

— 

_ 

— 

— 

— 

2 

— 

— 

— 

6 

2 

5 

4 

— 

— 

1 

1 

4 

1 

5 

1 

3 

1 

1 

1 

2 

2 

15 

3 

12 

4 

Crustacea .  . 

_ 

_ 

1 

1 

24 

3 

42 

3 

28 

3 

— 

— 

10 

•i 

•r 

3 

6 

1 

36 

3 

107 

3 

54 

3 

59 

3 

140 

3 

43 

3 

54 

3 

6 

3 

14 

3 

46 

2 

185 

3 

Oniscoida . 

_ 

_ 

1 

1 

21 

2 

36 

2 

13 

2 

— 

— 

10 

>0 

2 

6 

1 

8 

2 

59 

2 

41 

2 

23 

2 

49 

2 

23 

2 

31 

2 

2 

2 

5 

2 

13 

1 

11 

2 

Amphipoda . 

— 

— 

— 

— 

3 

1 

6 

1 

15 

1 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

28 

1 

48 

1 

13 

1 

36 

1 

91 

1 

20 

1 

23 

1 

4 

1 

9 

1 

33 

1 

174 

1 

Myriopoda . 

4 

2 

4 

1 

8 

3 

13 

3 

16 

5 

— 

— 

13 

4 

2 

2 

1 

'  6 

2 

43 

10 

9 

3 

19 

4 

100 

5 

49 

4 

60 

7 

16 

4 

15 

3 

59 

4 

83 

3 

Chilopoda . 

1 

1 

— 

— 

6 

2 

8 

2 

10 

1 

— 

— 

3 

-- 

— 

— 

— 

— 

9 

3 

1 

1 

— 

— 

4 

1 

4 

2 

3 

1 

2 

2 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

Diplopoda . 

3 

1 

4 

1 

2 

1 

5 

1 

6 

4 

— 

— 

10 

4 

2 

2 

1 

6 

2 

34 

7 

8 

2 

19 

4 

96 

4 

45 

2 

57 

6 

14 

2 

14 

2 

58 

3 

83 

3 

Arachnoidea . 

25 

10 

21 

11 

21 

9 

24 

11 

24 

8 

5 

3 

25 

9 

4 

8 

4 

25 

10 

49 

13 

39 

10 

n 

6 

114 

19 

47 

14 

,  31 

10 

9 

6 

22 

7 

17 

6 

91 

9 

Araneae . 

8 

4 

8 

5 

12 

5 

20 

7 

12 

4 

2 

2 

8 

5 

2 

3 

3 

15 

5 

16 

5 

6 

3 

5 

3 

27 

6 

16 

6 

11 

4 

3 

3 

5 

3 

7 

2  9 

2 

Acarina . 

16 

5 

12 

5 

9 

4 

1 

1 

6 

1 

3 

1 

14 

3 

1 

5I 

1 

8 

3 

26 

6 

27 

5 

6 

3 

'  84 

10 

27 

5 

17 

4 

6 

3 

7 

2 

9 

3 

81 

6 

Mollusca . 

11 

3 

12 

3 

2 

2 

19 

5 

2 

2 

— 

— 

8 

2 

2 

9I 

2 

4! 

1 

44 

6 

5 

3 

1 

1 

4 

o 

22 

5 

9 

2 

1 

1 

17 

5 

489 

4 

,819 

6 

Vermes . . 

— 

— 

1 

1 

9 

1 

6 

1 

4 

1 

— 

— 

— 

2 

1 

3 

2 

i 

— 

4 

1 

1 

1 

3 

1 

6 

3 

12 

2 

;  56 

1 

54 

1 

3 

2 

19 

1 

21 

3 

Total . 

96 

34 

69  j 

35 

109 

37 

150 

46 

133  1 

48 

21 

13 

117 

12 

30 

270 

23 

132 

48 

328 

69  172 

52 

143 

41 

505 

88 

259 

69  291 

53 

116  ^ 

27 

97 

35 

663 

29 

1167 

47 

; 

i 

136 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2, 


K.  \V.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna. 


137 


Mt.  Gedeh. 

.  * — — - - - — - — - - - 

Buitenzorg. 

Nos. 

81 

82 

•S3 

84 

85 

88 

89  ^ 

90 

91 

92 

93 

94 

95 

96 

97  1 

98 

99 

Locality  and  kind  of  vegetation. 

Mt.  Gedeh 

Virgin  Forest 

Pangrango 

Vaccinium 

Pangrango 

Vaccinium 

Pangrango 

Moss 

Pangrango 

Moss 

Bot.  Garden 

L  \\T 

Wood 

Bot.  Garden 

Wood 

Bot.  Garden 

Wood 

Bot.  Garden 

Wood 

Bot.  Garden 

Wood 

Bot.  Garden 

Wood 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Bot.  Garden 

Bamboo 

Altitude . 

2400  M. 

3000  M. 

3000  M. 

3000  M. 

3000  M. 

250  ^M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

250  M. 

Month . 

Aug. 

May 

Aug. 

May 

Aug. 

Detfch 

April 

May 

Aug. 

Aug. 

Oct. 

Dec. 

March 

May 

May 

Aug. 

Aug. 

Oct. 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM.).. 

3  cM. 

4  cM. 

4,5  cM. 

2  cM. 

4  cM. 

3,5  dcM. 

3  cM. 

3  cM. 

3  cM. 

3  cM. 

2,5  cM. 

5  cM. 

2  cM. 

2  cM.  ! 

2  cM. 

4  cM. 

4  cM. 

3  cM. 

Number  and  species  on  1  M2 . 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n: 

s. 

;n- 

s. 

n. , 

s. 

n. 

s. 

n. 

S. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

Hymenoptera . 

6 

88 

8 

6 

4 

5 

2 

5 

8 

3 

5 

102 

7 

5 

24 

6 

_ _ 

4 

Formicidae . 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

6 

88 

8 

— 

6 

— 

4 

5 

2 

— 

5 

— 

8 

— 

3 

— 

5 

101 

6 

— 

5 

24 

6 

— 

4 

Ooleoptera . 

9 

6 

5 

3 

19 

5 

6 

2 

5 

2 

1 

2 

29 

6 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

27 

8 

47 

11 

6 

4 

10 

5 

17 

8 

3 

3 

3 

2 

6 

5 

Carabidae . 

— 

2 

1 

5 

1 

2 

1 

3 

1 

— 

1 

1 

Staphylinidae . 

3 

1 

3 

2 

11 

3 

_ 

_ 

— 

_ 

— 

1 

18 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

4 

3 

10 

5 

2 

2 

3 

2 

2 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

Pselaphidae . 

1 

1 

— 

— 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

35 

4 

4 

2 

6 

2 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

2 

1 

Tenebrionidae . 

— 

— 

— 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

— 

1 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

Curculionidae . 

— 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

_ 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

3 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Diptera  (larvae) . 

3 

2 

4 

3 

1 

1 

_ 

— 

— 

— 

2 

1 

— 

— 

7 

1 

— 

Rhynchota . 

— 

— 

2 

2 

. 

_ 

— 

— 

13 

2 

l 

1 

i 

1 

4 

1 

10 

1 

— 

1 

1 

Heteroptera . . . 

— 

— 

2 

2 

_ 

— 

— 

— 

12 

1 

— 

l 

1 

i 

1 

4 

1 

10 

1 

1 

1 

Lepidoptera  (larvae) . 

11 

1 

4 

1 

2 

1 

4 

1 

— 

— 

— 

— 

3 

1 

11 

1 

Orthoptera .  . 

1 

1 

— 

— 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

8 

6 

15, 

3 

2 

2 

4 

2 

2 

2 

57 

5 

11 

3 

4 

1 

3 

2 

4 

2 

Blattidae . 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

— 

— 

_ 

2 

3 

Hi 

1  2 

2 

2 

4 

2 

1 

1 

24 

3 

3 

2 

_ 

— 

3 

2 

1 

1 

Forficulidae . 

1 

1 

_ 

_ 

_ 

_ 

— 

— 

— 

— 

6 

2 

4 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

33 

2 

8 

1 

4 

1 

— 

— 

3 

1 

— 

i  — 

— 

— 

— 

— 

Thysanoptera . . 

_ 

— 

— 

— 

_ 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

4 

1 

,  — 

8 

1 

— 

— 

Isoptera . 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

Aptera . 

5 

2 

2 

1 

3 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

16 

4 

1 

1 

— 

— 

3 

2 

— 

— 

2 

1 

— 

— 

2 

1 

2 

2 

_ 

3 

2 

— 

— 

Crustacea . 

40 

2 

3 

1 

3 

1 

— 

— 

_ 

_ 

— 

31 

2 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

3 

1 

4 

2 

1 

1 

4 

;  2 

— 

— 

— 

1 

1 

Oniscoida . 

3 

1 

3 

1 

3 

1 

_ 

— 

_ 

_ 

— 

— 

31 

2 

3 

1 

4 

2 

1 

1 

4 

2 

— 

— 

— 

1 

1 

Amphipoda . 

37 

1 

— 

Myriopoda . 

38 

3 

4 

1 

_ 

— 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

8 

3 

16 

3 

46 

4 

10 

4 

9 

4 

3 

i  3 

1 

1 

2 

1 

Chilopoda . 

_ 

— 

— 

— 

_ 

— 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

3 

1 

9 

2 

11 

2 

3 

2 

2 

2 

2 

!  2 

1 

1 

— 

Diplopoda . 

38 

3 

4 

1 

_ 

— 

— 

— 

— 

: — 

— 

— 

5 

2 

7 

1 

35 

2 

7 

2 

7 

2 

1 

i 

— 

— 

2 

1 

Arachnoidea . 

44 

7 

7 

1 

9 

3 

8 

1 

9 

1 

10 

5 

4 

40 

12 

10 

5 

5 

3 

8 

7 

11 

3 

10 

6 

1 

1 

7 

6 

17 

8 

8 

5 

124 

14 

3 

3 

Araneae . 

3 

2 

7 

1 

7 

2 

8 

1 

9 

1 

5 

> 

3 

15 

5 

7 

3 

5 

3 

2 

;  2 

11 

3 

8 

4 

1 

1 

3 

3 

7 

4. 

5 

3 

7 

4 

2 

2 

Acarina . 

41 

5 

— 

— 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

_ 

4 

1 

24 

6 

1 

1 

— 

— 

6 

5 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

4 

3 

9 

I  3 

3 

2 

108 

8 

— 

— 

Motlusca . 

277 

6 

4 

1 

19 

1 

_ 

— 

_ 

_ 

1 

— 

4 

3 

2 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

5 

3 

2 

1 

— 

— 

1 

j  1 

— 

— 

2 

1 

5 

1 

Vermes . 

4 

2 

20 

2 

13 

2 

1 

1 

1 

1 

3 

1 

1 

1 

1  1 

1 

— 

— 

— 

— 

7 

J 

4 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

5 

1 

Total . •. . 

432 

32 

55 

16 

69 

15 

20 

6 

30 

I  8 

23 

,21 

235 

43 

17 

17 

10 

10 

20 

15 

118 

25 

110 

39 

63 

16 

41 

26 

160 

35 

14 

i16 

165  1 

27  , 

1  23  1 

17 

,* — 

138 


K.  W.  Dammerman  :  Soil  and  Surface  Fauna . 


139 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  2. 


Depok 


Nos. 

100 

101 

102 

103 

104 

105 

— 

106  107 

_ U _ 

108 

109 

110 

in 

112 

113 

114 

115 

116 

117 

Locality  and  kind  of  vegetation 

Depok 

Second.  Forest 

Depok 

Second.  Forest 

Depok 

Sesond.  Forest 

Depok 

Second.  Forest 

Depok 

Second.  Forest 

Depok 

Second.  Forest 

O 

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a> 

Q  yt 

J 

,o 

CO 

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-lS 

£ 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat  Res. 

CO 

<L 

o 

Q.  -o 
<D  C3 

Q 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Depok 

Nat.  Res. 

Altitude . 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100 

Jo 

M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

100  M. 

Month . 

Jan. 

March 

May 

Aug. 

Oct. 

Dec. 

Novlan. 

March 

May 

May 

Aug. 

Aug. 

Sept. 

Oct. 

Oct. 

Dec. 

Dec. 

Layer  of  leaves  and  mould  (in  cM.) 

2,5  cM. 

3  cM. 

3  cM. 

2  cM. 

3,5 

cM. 

3  cM. 

5  c 

J<  CM. 

4  cM. 

4  cM. 

4  cM. 

2  cM. 

2  cM 

3,5  cM 

3  cM. 

3  cM. 

2,5  cM 

2,5  cM. 

Number  and  species  on  1  M2 . 

n. 

s. 

n 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s 

'  n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

n. 

s. 

Hyrnenoptera . 

9 

9 

7 

4 

7 

5 

- 

l 

13 

i 

10 

5 

38 

2 

3 

36 

4 

5 

2 

6 

8 

66 

5 

Formicidae . 

— 

9 

— 

9 

— 

7 

— 

4 

— 

7 

— 

5 

— 

- 

13 

10 

— 

5 

38 

2 

— 

3 

36 

4 

— 

5 

— 

2 

— 

6 

—  1 

8 

66 

5 

Ooleoptera —  . 

18 

7 

32 

11 

2 

2 

1 

1 

4 

3 

12 

5 

23 

>2 

24 

6 

3 

16 

5 

32 

13 

3 

3 

— 

— 

3 

2 

3 

3 

4 

2 

28 

11 

38 

11 

Carabidae . 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

2 

2 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

l 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Staphylinidao . 

6 

3 

21 

4 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

4 

te 

8 

— 

— 

7 

2 

18 

6 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

1 

1 

4 

3 

— 

— 

Pselaphidae . 

11 

3 

4 

3 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

4 

1 

7 

1 

6 

6 

3 

6 

2 

6 

3 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

16 

12 

3 

Tenebrionidae . 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

_ 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Curculionidae . . 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

% 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

—  ; 

— 

— 

— 

Diptera  (larvae) . 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

■ — 

— 

— 

19 

•  4 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

__  1 

_ 

18 

10 

Rhynchota . 

10 

4 

1 

1 

3 

2 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

7 

X) 

4 

3 

2 

2 

1 

14 

4 

— 

— 

— 

— 

2 

2 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

Heteroptera . 

10 

4 

1 

1 

3 

2 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

7 

10 

4 

3 

2 

2 

1 

7 

3 

— 

— 

— 

2 

2 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

Lcpidoptera  (larvae) . 

3 

2 

— 

— 

3 

1 

— 

— 

3 

1 

— 

— 

— 

,8 

3 

1 

1 

— 

— 

2 

1 

— 

1 

1 

i  — 

— 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

3 

2 

Orthoptera . 

3 

2 

4 

3 

7 

3 

2 

2 

1 

1 

— 

— 

4 

17 

4 

4 

4 

1 

1 

4 

2 

3 

2 

2 

2 

1 

1 

1 

1 

4 

2 

2 

2 

1 

1 

Blattidae . . . 

2 

1 

2 

1 

4 

2 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

2 

2 

2 

2 

1 

1 

4 

2 

3 

2 

1 

1 

1 

1 

— 

— 

4 

2 

1 

1 

— 

— 

Forficulidae . 

— 

— 

1 

1 

3 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

2 

15 

2 

1 

1 

_ 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

1 

1 

Thysanoptera . 

10 

2 

Isoptera .  . 

— 

1 

— 

2 

— 

— 

1 

— 

— 

— 

1 

— 

P  j 

— 

— 

— 

— 

— 

19 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Aptera . 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

p 

— 

— 

— 

— 

— 

10 

4 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

15 

5 

Crustacea 

1 

1 

3 

2 

1 

1 

2 

l 

!  _ 

_ 

_ 

__ 

— 

— 

Oniscoida . 

1 

1 

_ 

— 

_ 

_ 

— 

— 

— 

_ 

— 

— 

— 

3 

2 

_ 

1 

1 

2 

1 

_ 

_ 

— 

_ 

— 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Amphipoda . 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

;  — 

— 

— 

_ 

— 

_ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

Myriopoda . 

5 

3 

6 

3 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

3 

2 

4 

5 

4 

2 

2 

2 

1 

9 

2 

1 

1 

2 

1 

— 

— 

2 

2 

— 

— 

3 

2 

— 

— 

Chilopoda . 

3 

2 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

1 

2 

1 

— 

2 

2 

1 

1 

2 

1 

5 

1 

1 

1 

2 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

2 

1 

— 

— 

Diplopoda . 

2 

1 

5 

2 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

4 

3 

2 

1 

1 

— 

— 

4 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

1 

1 

— 

— 

Arachnoidea . 

8 

6 

1 

1 

10 

5 

4 

2 

7 

4 

6 

6 

21 

47 

15 

13 

8 

13 

8 

33 

10 

5 

3 

9 

5 

12 

8 

2 

1 

8 

4 

8 

7 

— 

20 

Araneae . 

6 

4 

— 

— 

8 

4 

4 

2 

6 

3 

3 

3 

16 

26 

10. 

6 

5 

10 

5 

9 

5 

5 

3 

1 

1 

6 

4 

2 

1 

8 

4 

3 

3 

7 

4 

Acarina . 

2 

2 

— 

— 

2 

1 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

4 

4 

3 

3 

2 

2 

2 

24 

5 

— 

— 

8 

4 

5 

3 

— 

— 

— 

— 

2 

2 

(200) 

16 

Mollusca . . 

2 

2 

1 

1 

— 

— 

— 

j  — 

— 

— 

— 

— 

5 

3 

2 

_ 

13 

2 

1 

1 

— 

— 

— 

— 

o 

U 

2 

1 

1 

3 

2 

3 

2 

— 

— 

Vermes .  . 

1 

1 

— 

— 

j  1 

1 

— 

— 

— 

3 

1 

— 

— 

1  6 

1 

— 

— 

1  __ 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

— 

7 

2 

3 

2 

Total . .* . 

52 

39 

45 

3! 

27 

22 

8 

11 

16 

17 

25 

21 

69 

BO 

73 

35 

31 

1 

48 

24 

183 

45 

12 

12 

61 

16 

»i 

20 

10 

12 

20 

17 

54 

37 

351 

56 

— 

Total 


ON  MOLLUSCS  OF  THE  KRAKATAU-ISLES. 


By 


Tera  van  Benthem  Jutting, 


(Zoologisch  Museum,  Amsterdam). 


The  following  lists  give  a  summary  of  all  the  species  of  Mollusca 


recorded  since  the  eruption  of  1883  untill  now  from  the  islands  of  the 
Krakatau-groep.  Those  collected  by  Mssrs.  Dammerman,  Docters  van 
Leeuwen,  Sunier  and  Boschma,  were  sent  to  the  Zoological  Museum  at  Am¬ 
sterdam  where  I  worked  them  out.  For  the  identification  of  Psammvbia 
petalina  Desh.  however  I  am  indebted  to  Mr.  Ed.  Lamy  of  Paris,  while 
Mr.  G.  G.  Robson  in  London  was  so  kind  to  compare  the  Nesopupa  (Fig.  1) 


with  the  Vertiginae  in  the  collections  of  the  British 
d  not  be  identified  with  one  of  the 
.  species,  but  bears  most  affinities  to 


a  little  Mauri  tius-shell  Nesopupa 
micro,  Pils. 


Krakatau.  The  Littorina 
being  a  brackish  water,  ’  sub-mar¬ 
ine”,  species,  is  of  little  import¬ 
ance;  Opeas  gracilis,  ,a  cosmopol¬ 
ite,  is  generally  regarded  as  one 
of  the  first  invaders  in  new  trop¬ 
ical  districts,  easly  introduced 


Fig.  1.  Nesopupa  (cfr.  micra  Pilsbry)  by  decaying  wood,  by  moss-grown 


from  Krakatau.  Left  figure  X  22.  trees  and  branches  washed  ashore. 


Properly  said  only  the  Kaliella,  and  Nesopupa  are  remarkable,  the  first 
because  its  distribution  is  limited,  Nesopupa  because  of  its  close  relation 
to  an  element  of  the  fauna  of  Madagascar. 

The  distribution  of  such  minute  forms  #s  Kaliella  and  Nesopupa  might 
be  much  wider,  but  our  knowledge  of  their  occurrence  in  the  surface  fauna 
is  far  from  complete. 

Ye  r  la  ten  Island.  Exept  the  terrestrial  species  Pythia  scarabeus, 
also  found  on  Krakatau,  and  another  Pythia  (P.  pantherina  A.  Ads.), 
only  recorded  from  Verlaten  Island,  on  Verlaten  Island  most  of  the 


140 


T.  v.  Bexthem  Jutting:  Molluscs  of  Krakatau . 


141 


molluscs  (*)  have  been  collected  in  the  brackish- water  lake  cut  off  from 
the  sea,  therefore  belonging  to  the  above-mentioned *  i  *  sub-marine ’  ’  zone.  We 
do  hardly  expect  here  other  organisms  than  those  adapted  to  the  meso-  or 
polyhaline  milieu. 

S  e  b  e  s  y.  Apart  from  a  few  species  which  again  belong  to  the  brackish- 
water  area,  formerly  alluded  to,  the  molluscan  fauna  of  this  island  fur¬ 
nishes  a  fairly  better  representative  collection  of  tropical  forms  than  that 
of  Krakatau.  Here  we  meet  for  the  first  time  elements  originating  from 
the  Sumatran  fauna  viz.  Pliaedusa  sumatrana  and  Pupina  superba  un¬ 
doubtedly  due  to  the  closer  situation  of  the  two  islands. 

It  is  striking  that  the  whole  collection  contains  only  the  smaller  species. 
Large  forms  as  Xesta,  Hemiplecta,  Cyclotus,  Cyclophorus  etc.  are  untill  now 
completely  wanting,  the  biggest  species  being  the  Amphidromus  on  Kra¬ 
katau  and  Sebesy.  This  might  be  ascribed  to  the  greater  easiness  with 
which  small  species  are  carried  to  new  areas. 

Moreover  it  is  worth  to  note  that  new  fauna  of  these  isles  does  not 
chiefly  consist  of  forms  which  one  might  expect  to  be  better  secured  against 
the  influence  of  seawater  by  means  of  an  operculum  or  a  clausilium.  In 
fact  there  are  only  three  species  of  the  land-mollusca  in  consideration  which 
are  able  to  withdraw  behind  such  a  protective  door:  Leptopoma,  Pupina 
and  Clausilia  whereas  on  the  contrary  the  majority  is  exposed  by  an  un¬ 
provided  peristome  and  even  Helicarion,  Collingea  and  Vaginula  are  almost 
or  entirely  naked. 

The  classic  instance  of  birds’  feet  carrying  mollusca  or  their  eggs  to 
new  territories  lacks  sufficient  proof  and  in  my  opinion  introduction  by 
means  of  floating  material  washed  ashore  is  of  far  more  importance. 
Besides  the  occasion  for  eggs  to  be  transplanted  in  this  way  seems  to  appear 
still  more  favourite. 

Summarising  why  I  consider  it  improbable  that  land-snails  readied 
these  districts  immersed  in  seawater  and  the  intervenience  of  a  bearing 
terrestrial  element  is  necessary,  we  have  to  emphasize  the  following 
reasons. 

1.  Large  species  are  entirely  wanting. 

2.  OpercuLate  land-shells  occur  in  far  smaller  number  than  inoperculate 
ones. 

3.  The  pulmonate  snails  with  an  altogether  unprotected  mouth  and  the 
naked  slugs  can  only  be  introduced  when  hidden  in  substance  of 
terrestrial  origin. 


(1)  Dr.  Dammerman  informs  me  that  he  collected  on  Verlaten  Island  specimens 
of  Kaliella  indifferens  and  Opeas  gracilis.  Though  these  shells  never  reached  me 

I  have  no  suspection  against  their  correct  identification  and  consequently  inserted 
them  into  the  adjoined  List  of  Species. 


142 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


The  first  malacologist  who  visited  Krakatau  after  the  eruption  was 
Mr.  Ad.  Strubell.  He  had  the  oppertunity  to  make  an  excursion  on  the 
island  in  1889  and  collected  a  few  species  of  which  0.  Bottger  (Ber.  Senck. 
Naturf.  Ges.  1890  pag.  137 — 173)  gives  a  short  commentary  in  connexion 
with  the  rest  of  ‘Ad.  Strubell ’s  Konchylien  aus  Java,  I.” 

The  species  stated  are: 

Neritina  subpunctata  Recluz  var.  moluccensis  Mrts. 

Littorina  carinifera  (Menke). 

„  intermedia  Phil. 

„  pusilla  Phil. 

„  subgranosa  v.  Frfld. 

Acmaea  spec. 

The  five  Littorinae  are  quoted  by  v.  Martens  in  Max  Weber,  Ergebn. 
Reise  Niederl.  Ost-Indien  Vol.  IV  1907.  In  stead  of  L.  pusilla,  however, 
this  author  considers  the  present  shells  as  mere  varieties  of  L.  ventricosa 
and  creates  the  new  variety  Strubelli  for  them. 

All  the  above-mentioned  species  are  marine  or  sub-marine. 

Before  the  volcanic  eruption  of  1883  four  species  had  been  recorded 
from  Krakatau  (or  Rakata)  by  Ed.  von  Martens  (Preuss.  Exped.  Ost  Asien, 
Zoologie,  Bd.  II,  1867,  Landschnecken)  viz., 

Hemiplecta  umbilicaris  le  Guill.  var.  sumatrana  v.  Mrts.  p.  214) 
Hemiplecta  arguta  Pfr.  (p.  219) 

Chloritis  helicinoides  Mouss.  var.  cryptopila  Mouss.  (p.  270) 

Amphid,romus  inversus  Mull.  (p.  338). 

They  have  not  been  observed  by  scientists  who  visited  the  island  since 
the  catastrophe. 


T.  v.  Benthem  Jutting:  Molluscs  of  Krakatau. 


143 


List  of  Molluscs  from  the  Krakatau-Isles. 

Helicarion  lineolatus  v.  Marts. 

2  ex.  Sebesy  700  M.  alt.,  leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921. 

Colli  ngea  strubelli  (Simroth). 

3  ex.  Sebesy  700  M.  alt.,  leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921. 

Kaliella  indifferens  Bbttg. 

9  ex.  Krakatau,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  12.  XII.  1919,  orig. 
No.  6. 

?  ex.  Verlaten  I.,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  24.  X.  1921. 

•  21  ex.  Sebesy,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  26.  X.  1921. 
Kaliella  convexoconica  Mlldff . 

2  ex.  Sebesy,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  26.  X.  1921. 
Amphidromus  porcellanus  (Mouss) . 

1  ex.  Krakatau,  numerous  in  ravines  of  Peak  of  Rakata,  leg.  Jacobson, 
V.  1908. 

2  ex.  Sebesy  N.,  leg.  Dammerman,  IV.  1921. 

1  ex.  Krakatau,  with  eggs,  leg.  Sunier,  25.  IV.  1919;  5  ex.  Krakatau, 
500 — 800  M.  alt.,  leg.  Docters  van  Leeuwen,  I.  1922. 

Plectotropis  kraepelini  Leschke. 

2  ex.  Sebesy,  leg.  Dammerman,  IV.  1921,  27.  X.  1921. 
Plectotropis  spec.  juv. 

2  ex.  Sebesy,  surface  fauna,  26.  X.  1921,  I.  1922;  probably  kraepe¬ 
lini,  but  in  bad  condition. 

Prosopeas  achatinaceum  (Pfr.) . 

40  ex.  Sebesy,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  26.  X.  1921. 
Prosopeas  turricula  (v.  Mrts.). 

6  ex.  Sebesy,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  29.  IX.  1920,  IV.  1921, 
26.  X.  1921. 

Opeas  gracilis  (Ilutton) . 

20  ex.  Krakatau,  surface  fauna,  leg.  Dammerman,  24.  IV.  1920,  Orig. 
No.  10. 

1  ex.  Verlaten  I.,  surface  fauna,  leg.  Danunerinan,  24.  X.  1921. 
Phaedusa  sumatrana  (v.  Mrts.) . 

1  ex.  Sebesy,  leg.  Dammerman,  IV.  1921. 

Nesopupa  [cfr.  mi  era  (Pilsbry)]. 

13  ex.  Krakatau,  eastern  part,  surface  fauna,  Chemara-wood,  leg. 
Dammerman,  24.  IV.  1920,  Orig.  No.  11. 

Vaginula  strubelli  Simroth. 

3  ex.  Sebesy,  leg.  Dammerman,  29.  IX.  1920,  26.  X.  1921;  2  ex.  Sebesy, 
700  M.  alt.,  leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921. 

Leptopoma  vitreum  (Less.). 

5  ex.  Sebesy,  leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921 ;  3  ex.  Sebesy,  700  M.  alt., 
leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921. 


144 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Pup  in  a  (or  Porocailia?)  spec. 

1  ex.  Krakatau,  leg.  Jacobson,  V.  1908. 

Pupina  superba  Pf r. 

1  ex.  Sebesy,  leg.  Danimernian,  IV.  1921;  3  ex.  Sebesy,  700  M.  alt. 
leg.  Dammerman,  25.  IV.  1921. 

Pythia  pantherina  (A.  Ads.). 

3  ex.  Verlaten  I.,  leg.  Dammerman,  XII.  1919. 

Pythia  scarabeus  (L). 

Numerous  ex.  Krakatau,  leg.  Dammernian,  XII.  1919,  IV.  1920. 

6  ex.  Verlaten  I.,  leg.  Dammerman,  XII.  1919. 

5  ex.  Sebesy  N.,  leg.  Dammerman,  IV.  1921. 

Melania  tuberculata  (Mull.)  juv. 

3  ex.  Sebesy,  freshwater  pool,  leg.  Boschma,  IV.  1921. 

Melania  tuberculata  (Mull.)  var.  seminuda  v.  Mrts. 

3  ex.  Sebesy,  freshwater  pool,  leg.  Dammerman  and  Boschma, 
IV.  1921. 

Neritina  ualanensis  Less.  var.  nigrobifasciata  v.  Mrts. 

4  ex.  Verlaten  I.,  brackish-water  lake,  leg.  Dammerman,  25.  X.  1921. 
Littorina  conica  Phil. 

1  ex.  Krakatau,  on  low  plants  on  the  beach,  leg.  Dammerman,  XII. 
1919. 

Littorina  scabra  (L). 

13  ex.  Sebesy,  on  mangrove  (Avicennia),  leg.  Docters  v.  Leeuwen, 
IV.  1921. 

Littorina  scabra  (L.)  var.  arbor icola  Reeve. 

1  ex.  Sebesy,  on  mangrove  (Avicennia),  leg.  Docters  v.  Leeuwen,  IV. 
1921. 

Littorina  picta  Phil. 

15  ex.  Lang  Island,  on  tree  washed  ashore,  leg.  Jacobson,  V.  1908. 
Littorina  spec. 

I  ex.  Lang  Island,  on  rocks  at  the  beach,  leg.  Jacobson,  V.  1908. 
Cerithium  corallinum  Kien. 

II  ex.  Verlaten  I.,  brackish-water  lake,  leg.  Dammerman,  28.  IX.  1920. 

1  ex.  Sebesy,  on  mangrove  (Avicennia),  leg.  Docters  v.  Leeuwen,  IV. 
1921. 

Cerithium  spec.  juv. 

2  ex.  Verlaten  I.,  brackish-water  lake,  leg.  Dammerman,  25.  X.  1921. 
Truncatella  valida  Pf  r. 

2  ex.  Sebesy,  leg.  Dammerman,  26.  X.  1921. 

Modiola  undalata  Dkr.  var.  crassicostata  Preston. 

3  ex.  Verlaten  I.,  brackish- water  lake,  leg.  Dammerman,  25.  X.  1921. 
Psammobia  petalina  Desh. 

12  ex.*  Verlaten  I.,  brackish-water  lake,  leg.  Sunier,  26 — 29.  IV.  1919. 


T.  v.  Benthem  Jutting:  Molluscs  of  Krakatau.  145 


The  species  with  an  t  as  far  as  they  were 

observed  by  Jacobson  in  1908,  have  been 

3 

hH 

identified  by  the  late  Maj.  P.  A. 

3 

ci 

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<v 

>> 

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Other  localities. 

Ou wens  of  Buitenzorg. 

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03 

p 

m 

Helicarion  lineolatus  v.  Marts. 

+ 

+ 

+ 

Collingea  strubelli  (Simroth.) 

+ 

+ 

Kaliella  indifferens  Bbttg. 

+ 

+ 

4- 

+ 

Kaliella  convexoconica  Mlldff. 

+ 

+ 

t  Amphidromus  porcellanus  (Mouss.) 

+ 

+ 

+ 

+ 

Plectotropis  kraepelini  Leschke. 

+ 

+ 

Prosopeas  achatinaceum  (Pfr.) 

+ 

4- 

+ ! 

Prosopeas  turricula  (v.  Mrt.s.) 

+ 

!  Siam. 

Opeas  gracillis  (Hutton ) 

+ 

+ 

+■ 

+  | 

Phaedusa  sumatrana  (v.  Mrts.) 

+ 

, 

f  ; 

Nesopupa  (cfr.  micra  (Pilsbry)). 

+ 

Mauritius. 

Vaginula  strubelli  Simroth. 

+ 

+ 

Leptopoma  vitreum  (Less.) 

4" 

+ 

f  Pupina  (or  Porocallia?)  spec. 

+ 

Pupina  superba  Pfr. 

+ 

+ 

Pythia  pantherina  (A.  Ads.) 

4- 

4- 

+ 

Pythia  scarabeus  (L.) 

4- 

+ 

+ 

+ 

Melania  tuberculata  (Mull.)  juv. 

4- 

+ 

+ 

Melania  tuberculata  (Mull.)  var.  seminuda  v. 

Mrts. 

4- 

+ 

+ 

Noritina  ualanensis  Less.  var.  nigrobifasciata 

v.  Mrts. 

4- 

+ 

Littorina  conica  Phil. 

4- 

+ 

4- 

Littorina  scabra  (L.) 

4- 

+ 

+ 

Littorina  scabra  (L.)  var.  arboricola  Reeve. 

+ 

-1- 

t  Littorina  picta  Phil. 

+ 

+ 

Lang  Island. 

Cerithium  corallinum  Kien. 

4- 

+ 

+ 

+ 

Cerithium  spec.  juv. 

4- 

Truncatella  valida  Pfr. 

4- 

,  + 

Modiola  undulata  Dkr.  var.  ciassicostata  Preston. 

+ 

Moluccas,  Ganges. 

Psammobia  petalina  Desli. 

+ 

Chinese  Sea. 

Total  number 

7 

9 

19 

Terrestrial  species 

6 

4 

13 

Freshwater  „ 

0 

0 

2 

Marine  r 

1 

5 

4 

10 


A  NEW  SPECIES  OF  THE  GENUS  AULACOCEPHALA 
(DIPT.)  FROM  SUMATRA. 

By 

J.  R.  Malloch, 

(U.  S.  Bureau  of  Biol.  Survey,  Washington). 


This  genus  and  one  or  two  which  are  closely  related  to  it  have  been 
placed  by  some  authors  in  a  group  termed  Tachino-Oestridae  as  they 
possess  characters  which  arc  about  intermediate  between  those  of  the 
Tachinidae  and  the  Oestridae.  1  am  of  the  opinion  that  they  really  find 
their  closest  affinities  in  the  group  to  which  the  Australian  and  Oriental 
genus  Rutilia  belongs.  I  append  a  list  of  the  generic  characters  below: 

The  hypopleura  differs  from  that  of  the  Tachinidae  and  Sarcophagidae 
in  having  instead  of  a  single  vertical  series  of  strong  bristles  at  middle 
several  series  of  long  setulae  or  fine  bristles,  which  allies  them  with  the 
genus  Rutilia  and  its  allies.  The  wing  venation  is  not  exceptional  (Fig.  1), 


Fig.  L  Wing  of  Aulacocephala  badia  (Africa). 


but  the  mouth  parts  are  much  aborted,  the  proboscis  being  almost  vestigial 
and  the  palpi  short  and  fleshy,  though  these  are  not  so  small  as  in  normal 
Oestridae.  Another  peculiarity  lies  in  the  structure  of  the  head  below 
the  eyes,  the  greater  part  of  the  central  area  of  face  consisting  of  the 
broad  parafacials  which  arc  covered  with  dense  stiff  hairs,  while  the  face 
proper  consists  of  a  linear  bare  strip  between  two  vertical  impressed  lines. 
On  the  upper  part  of  the  face  there  is  a  deep  concavity  within  which  the 
antennae  may  be  entirely  concealed  when  the  head  is  viewed  from  the  side; 
this  cavity  has  a  narrow  central  vertical  ridge.  The  antennae  are  small, 


146 


J.  R.  Malloch:  Aulacoccpliala  from  Sumatra .  147 


not  one  third  the  lenght  of  face,  with  the  third  segment  about  1.5  as  long 
as  second,  and  the  arista  is  bare  and  long.  The  postscutellum  is  well  devel¬ 
oped  and  there  are  no  hairs  along  the  lower  margin  of  the  declivitous,  part 
of  thorax  just  in  front  of  base  of  scutellum.  1  cannot  detect  the  abdominal 
spiracles  and  believe  they  are  situated  in  the  membrane  as  in  some  Oestridae. 

I  believe  that  the  genus  must  be  considered  as  an  Oestrid. 

A  comparison  of  the  only  East  Indian  specimen  before  me  with  an 
African  specimen  of  A.  badia  Gerst.  reveals  distinctions  in  the  venation 
etc.  that  appear  to  justify  the  specific  separation  of  the  two  insects  as 
noted  below. 


Aulacocephala  karnyi  sp.  n. 


Male.  —  Dull  brownish  testaceous,  antennae,  palpi,  and  legs  paler. 

Inner  cross-vein  of  wing  conspicuously  clouded, 

the  others  not  noticeably  so. 

Structurally  and  in  chaetotaxy  similar  to 

badia  Gerst.,  but  the  cross- vein  closing  the  first 

posterior  cell  of  wing  is  almost  straight,  the 

outer  crossvein  is  distinctly  beyond  the  middle 

of  first  posterior  cell  (Fig.  2),  and  the  insect  is 

Fig.  2.  Wing  of  Aulacocc-  smaller. 

phala  karnyi  (Sumatra),  T  n 

.  ,  Length,  9  mm. 

tip  only. 

Type,  Wai  Lima,  S.  Sumatra,  15  Dec.,  1921  (Karny  =§*  457). 

Nothing  is  known  of  the  larval  habits  of  the  genus. 


DESCRIPTIONS  DE  GRYLLIDES  NOUVEAUX  DE  JAVA 

par 

L.  Ciiopard, 

(Paris). 


Nemobius  kamyi,  n.  sp. 

Types:  1  cf  et  1  ?  ,  Tjibodas  (alt.  1500  m.),  II.  Karny,  13 — VIII — 1920 
(ma  coll.).  —  Cotypes:  2  ,  4  meme  loealite  (Mus.  Buitenzorg).  — 

Tjigombong,  VII — 1920,  2  autres 

Assez  petit,  brun  tres  fonce,  avec  de  longs  poils  noirs  sur  la  tete,  le 
thorax  et  les  pattes.  Tete  brune  avec  deux  bandes  plus  claires  sur  le 
front,  a  peine  distinetes;  face  presque  noire;  palpes  brun  fonce,  le  dernier 
article  des  palpes  maxillaires  long,  peu 
dilate,  brun  noiratre.  Pronotum  trans¬ 
versal,  non  retreci  en  avant,  brun  roux 
fonce.  Abdomen  brun,  a  pubescence  fine, 
rousse,  et  taches  rousses  peu  marquees. 

Cerques  bruns.  Pattes  concolores,  les 
tibias  un  peu  plus  fonces  que  les  femurs ; 
femurs  posterieurs  peu  elargis,  a  face  ex- 
terne  unicolore,  brun  testace ;  tibias  armes 
de  trois  paires  d’epines  assez  longues  et 
greles,  leurs  eperons  inferieurs  nettement 
inegaux;  metatarse  long  et  grele. 

cf.  —  Plaque  sous-genitale  assez 
courte,  tronquee  a  Papex.  Troisieme  cpi- 
ne  interne  des  tibias  posterieurs  dilatee 
a  la  base  et  bien  incurvee.  Elytres  n’at- 
teignant  pas  Papex  du  5e  tergite  abdomi¬ 
nal,  tronques,  noirs,  luisants;  veine  diago- 
nale  longue,  presque  droite;  miroir  indis¬ 
tinct,  forme  de  deux  cellules ;  aire  apicale 
nulle;  cordes  presque  droites,  les  deux 
internes  brievement  tigees. 

$  .  —  Plaque  sous-genitale  courte, 
largement  arrondie  posterieurement.  Fig.  1.  —  Nemobius  kamyi 
Oviscapte  assez  long,  presque  droit,  a  n.  sp.,  X  8. 


148 


L.  Chopard:  Gryllides  nouveaux  de  Java. 


149 


valves  apicales  longues,  aigues,  les  superieures  presentant  une  douzaine  de 
dents  fortes,  dirigees  en  arriere.  Elytres  noirs,  n’atteignant  pas  l’apex  du 
4e  tergite  abdominal,  arrondis  a  l’apex,  leur  champ  dorsal  presentant  5 
nervures  elevees,  tres  droites,  sur  chaque  elytre ;  nervules  transversales  rares. 

Long.  6  mm.;  pronot.  1,5  mm.;  elytres  d*  2,5  mm.,  $  2  mm.;  fern.  post. 
4,2  mm.;  oviscapte  3,2  mm. 

Varietes.  —  <f.  I>a  couleur  generale  peut  etre  un  pcu  plus  claire;  le 
miroir  est  parfois  encore  plus  redout,  ne  presentant  qu’une  seule  cellule, 
les  cordes  internes  longuement  tigees. 

§.  —  Les  taehes  rousses  de  1 ’abdomen  sont  plus  ou  moins  visibles;  les 
elytres  peuvent  etre  plus  arrondis  a  l’apex,  presentant  un  bande  humerale 
plus  claire  que  le  fond  de  1 ’elytre. 

Comme  aspect  general,  cette  espece  rappelle  le  Pteronemobius  heydeni 
Fisch.,  mais  elle  en  differe  par  l’armature  des  pattes,  qui  en  fait  un  vrai 
Nemobius ,  par  la  nervation  de  1 ’elytre  du  d*  et  par  la  forme  de  1 ’oviscapte. 
Je  suis  heureux  de  la  dedier  a  M.  H.  Karny  dont  les  recherches  sur  la 
faune  de  Java  presentent  le  plus  vif  interet. 


Cryptoptilum  apterum,  n.  sp. 


Type:  1  ,  Depok,  H.  Karny,  8 — VIII — 1920,  auf  Gestrauch  gekotschert 

(ma  coll.). 


Fig.  2.  Nemobius  kamyi  n.  sp„  extremity  du  tibia  postgrieur,  face  interne, 
X  15.  —  Fig.  3.  Id.,  oviscapte,  X  15.  —  Fig.  4.  Id.,  extremity  de  1'oviscapte, 
X  30.  —  Fig.  5.  Cryptoptilum  apterum ,  n.  sp.,  t§te  et  pronotum,  X  3.  —  Fig.  6. 
Id.,  extremite  abdominale,  X  8.  —  Fig.  7.  Pentacentrus  unicolor .  n.  sp.,  tete 
vue  de  profil,  X  8.  —  Fig.  8.  Id.,  oviscapte,  X  8.  —  Fig.  9.  Id.,  extremite  de 

Toviscapte,  X  25. 


150 


Treubia  Vol.  VI,  Liyr.  2. 


Taille  moyenne,  couleur  testac6  roux,  l’abdomen  plus  brun.  Tete  de  la 
largeur  du  pronotum,  le  vertex  et  le  front  tres  deprimes,  ce  dernier  pre- 
sentant  deux  petites  impressions  entre  les  antennes;  rostre  frontal  court, 
un  peu  plus  etroit.  que  le  premier  article  antcnnaire,  arrondi  au  sommct, 
non  sillonne;  palpes  brun  foncc;  palpes  maxillaires  a  trois  derniers  articles 
ii  peu  pres  egaux,  4e  article  un  peu  dilate  a  l’apex,  5e  assez  fortement  dilate 
et  obliquement  tronque.  Antennes  a  premier  article  roux,  les  suivants 
jaunes.  Pronotum  asscz  faiblement  prolongc,  tres  peu  dilate  posterieurement, 
a  bord  posterieur  arrondi,  surface  regulierement  et  faiblement  convexe. 
Elytres  tres  reduits  et  entierement  caches  sous  le  pronotum.  Abdomen  tres 
legerement  dilate  au  milieu ;  dixieme  tergitc  presentant  deux  petites 
protuberances  lisses;  valve  anale  superieure  triangulaire,  lisse,  presque  ho- 
rizontale;  valves  anales  inferieures  presentant  un  prolongement  cylindrique 
tres  grele,  asscz  long,  dirige  vers  Tarnere;  plaque  sous-genitale  assez  petite, 
arrondie  au  bord  posterieur.  Cerques  manquant;  Pattes  anterieures  et 
posterieures  manquant  ;  pattes  intermediates  testacees,  assez  courtes,  les 
tibias  un  peu  renfles  vers  la  base;  tarses  tres  courts. 

Long.  9,5  mm.;  pronot.  3,5  mm.;  larg.  du  pr.  en  avant  2  mm.;  larg.  du 
pr.  en  arrierc  2,1  mm. 

Cette  espece  ressemble  a  C.  tubulatum 
Rehn  et  Heb.,  mais  son  pronotum  est  beau- 
coup  moins  prolonge  et  ses  elytres  sem- 
blent  presque  nuls,  tandis  qiPils  sont  plus 
ou  moins  visibles  chez  les  autres  especes 
du  genre. 

Pentacentrus  unicolor,  n.  sp. 

Type :  1  $  ,  Depok,  H.  Karny,  8 — 

VIII— 1920  (ma.  coll.). 

Brun  assez  fonce,  unicolore.  Tete  un 
peu  plus  large  que  le  pronotum ;  occiput 
eleve,  front  tombant  et  tres  long ;  face  tres 
reduite  par  suite  de  Pinsertion  basse  des 
antennes;  palpes  maxillaires  courts,  h 
dernier  article  triangulaire,  large.  Anten¬ 
nes  brunes.  Pronotum  transversal,  a  bord 
posterieur  subanguleux ;  lobes  lateraux  tres 
bas,  remontant  en  arriere;  surface  portant 
des  longues  soies  comme  chez  les  Nemolrius. 

Abdomen  brun,  plus  clair  dessous;  cerques 
tr&s  longs.  Oviscapte  grele,  courbe  vers 
le  haut,  £  valves  apicales  petites.  peu 
aigues.  Pattes  courtes,  brunatres,  avec  de 


Fig.  10.  —  Pentacentrus  unicolor, 
n.  sp.,  X  7. 

longues  soies  noires;  tibias  an- 


L.  Chopard  :  Gryllides  nouveaux  de  Java.  151 


terieurs  perfores  d’un  grand  tympan  ovale  de  chaque  cote.  Pattes  poste- 
rieures  manquant.  Elytres  etroits,  allonges,  bran  nniforme ;  3  nervures 
paralleles  dans  le  champ  lateral,  la  premiere  un  peu  ecartee  de  la  media- 
stine;  4  nervures  dans  le  champ  dorsal,  les  trois  premieres  paralleles  ot 
regulierement  espacees,  un  peu  sinuces,  la  4e  un  peu  plus  rapprochee  de  la 
3e  que  celle-ci  de  la  precedente;  nervules  transversales  tres  rares.  Ailes 
depassant  beaucoup  les  elytres. 

Long.  7,5  mm.;  long,  avec  les  61.  9  mm.;  long,  avec  les  ailes  11,5  mm.; 
elytres  6  mm. ;  oviscapte  4,2  mm. ;  cerques  6  mm. 

Bien  que  ses  pattes  posterieures  manquent,  il  n’est  pas  douteux  que 
cctte  espece  appartienne  au  genre  Pentacentrus ;  la  forme  de  sa  tete  est, 
en  particulier,  tres  earacteristique ;  sa  coloration  d’un  brun  uniforme  suf- 
firait  pour  la  differencier  des  quelques  autres  especes  du  genre. 


Fig.  11.  —  Paratrigonidium 
fuscocincturn,  n.  sp.,  X  10. 


Paratrigonidium  fuscocincturn,  n.  sp. 

Types:  1  ,  Tjibodas,  H.  Karny,  13 — 

VIII — 1920,  sur  Ardisia  fuliginosa  (ma 
coll.) ;  —  1  $ ,  provenant  de  Java,  sans 
localite  precise  (ma  coll.). 

d*.  —  Jaune  testace  (a  Tetat  frais, 
d’un  vert  vif,  d^pres  Karny),  les  elytres 
presque  transparents,  hordes  tout  autour 
dhme  etroite  bande  brun  un  peu  rougeatre. 
Tete  large,  le  milieu  de  la  face  et  le  rostre 
frontal  dJun  brun  rougeatre;  palpes  maxil- 
laires  jaunes,  a  4e  article  court,  5e  long  et 
dilate.  Antennes  a  premier  article  jaune, 
les  suivants  bruns.  Pronotum  etroit, 
luisant,  un  peu  r6tr6ci  en  avant,  a  bords 
anterieur  et  posterieur  rebordes,  d'un  brun 
presque  noir,  se  fondant  en  une  bande  assez 
large,  brun  rougeatre;  lobes  lateraux  brun 
rougeatre ;  disquc  sillonne  au  milieu.  Pattes 
jaunes  sur  le  sec  (vertes  sur  le  vif) ;  femurs 
posterieurs  unicolores,  presentant  au  bord 
inferieur  interne,  dans  la  moitie  apicale,  7 
longes  soies.  Cerques  jaunes.  Elytres  lui- 
sants,  presque  transparents. 

5.  —  Meme  coloration  que  le  a* ;  ely¬ 
tres  cornes,  enfumes,  a  nervures  peu  mar¬ 
quees,  eeartees,  paralleles.  Oviscapte  tres 
finement  denticule  (en  mauvais  etat). 


152 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


Long.  5  mm. ;  elytres  d*  3,8  mm. ;  $  3,5  mm. 

Cette  petite  espece  est  bien  caracterisee  par  sa  coloration  tres  parti- 
culiere. 


Anaxipha  nemobioides,  n.  sp. 

Type:  1  §,  Batavia,  H.  Karny,  29 — VUI — 1920  (ma  coll.). 

Relativement  grand  pour  le  genre;  brun  jaunatre  avec  des  taches  brunes 
lui  donnant  un  peu  l’aspect  d’un  Nemobius.  Tete  a  front  aplati  et  tombant; 
occiput  avec  quelques  fines  lignes  brunes;  une  large  bande  brune  entre  les 
yeux  et  une  autre  sur  le  rostre  frontal;  face  a  jiartie  inferieurc  jaune, 
partie  superieure  brune  avec  une  large  eehancrure  jaune  autour  de  la  base 
des  antennes;  joucs  jaunes  avec  une  etroite  ligne  brune  sous  l’oeil  et  une 
tache  de  meme  couleur,  rejoignant  1 ’occiput,  derriere  l’oeil.  Palpes  brun 
jaunatre,  le  5e  article  des  palpes 
maxillaires  assez  court,  en  triangle 
tres  large.  Antennes  jaunatres,  a 
premier  article  concolore.  Prono- 
tum  transversal,  a  bords  anterieur 
et  posterieur  droits;  lobes  lateruux 
brun  fonce,  a  angles  arrondis,  bord 
inferieur  droit;  disque  orne  de 
bandes  et  taches  brunes.  Abdomen 
brun ;  valve  anale  superieure  ar- 
rondie,  deprimee  au  milieu,  lissc; 
plaque  sous-genitale  tres  grande, 
retrecie  vers  Tapex,  jaunatre  au 
bord  apical.  Cerques  longs,  brun 
jaunatre.  Oviscapte  a  valves  api- 
cales  occupant  la  moitie  de  la 
longueur  totale;  bord  superieur  des 
valves  superieures  fincment  denti- 
cule  et  presentant  une  rangee  de 
7  tubcrcules.  Pattes  assez  courtes 
varices  de  jaunatre  et  de  brun; 
femurs  anterieurs  et  intermediaires  Fig.  12.  —  Anaxipha  nemobioides , 
avec  un  anneau  brun  pr&s  de  n.  sp.,  X  7. 

1  ’apex ;  tibias  anterieurs  perf ores  des  deux  cotes.  Femurs  post4rieurs  ornes, 
a  la  face  externe,  de  marbrures  brunes,  dessus  et  a  la  face  interne,  de  trois 
bandes  brunes;  tibias  a  epines  tres  longues,  garnies  de  longs  poils  blan- 
chatres.  Elytres  n’atteignant  pas  tout  a  fait  Papex  de  Tabdomen,  brunatres, 
translucides ;  champ  lateral  tres  fonce,  presentant  3  nervures  completes  ct 

2  incompletes,  celles-ci  entre  la  mediastme  et  la  nervure  costale,  courtes 
et  bouelecs,  la  premiere  sur  la  mediastine,  la  seconde  sur  la  premiere;  champ 


L.  Ciiopard:  Gryllides  nouveaux  de  Java. 


153 


dorsal  a  7  nervures  paralleles,  saillantes,  avec  quelques  nervules  transverses. 
Ailes  nulles. 

Long.  7  min.;  pronot.  1,5  mm.;  elytres  4  mm. ;  fern.  post.  5,5  mm.; 
cerques  4  mm. ;  oviscapte  3  mm. 

Cette  espece  est  tout  a  fait  remarquable  par  sa  taille  relativement 
grande  et  par  sa  coloration. 


DIPTERA  NEMATOCERA  FROM  THE  DUTCH  EAST  INDIES. 


By 


F.  W.  Edwards. 

(Published  by  permission  of  the  Trustees  of  the  British  Museum). 


The  present  paper  deals  with  part  of  a  very  interesting  collection  of 
Nematocerous  Diptera  received  for  determination  from  Dr.  H.  H.  Karny 
of  the  Buitenzorg  Museum  in  January  1923.  For  the  most  part  the  material 
was  collected  by  Dr.  Karny  on  two  expeditions,  one  to  Tjibodas  in  August 
1921,  the  second  to  Lampongs,  Sumatra,  in  November — December  1921. 
Popular  descriptions  of  both  these  trips,  with  a  number  of  photographs, 
have  been  published  by  Dr.  Karny  in  the  German  periodical  “Natur”  (Vol. 
XIII,  h.  13  and  19;  Vol.  XIV,  h.  1  and  2). 

Besides  the  species  dealt  with  here,  the  collection  contained  a  number 
of  interesting  Chironomidae,  which  I  hope  to  discuss  at  a  later  date.  As 
on  a  previous  occasion,  the  writer  is  indebted  to  Dr.  Karny,  and  to  Dr. 
Dammerman,  Director  of  the  Buitenzorg  Museum,  for  the  privilege  of  re¬ 
taining  for  the  British  Museum  specimens  of  all  species  which  were  not 
previously  represented  in  our  collections,  including  the  types  of  all  the 
new  species. 


Mycetophilidae. 


Leiomyia  winthemi  Leitm. 

Java:  Pangrango,  3000  m.  VI.  1919,  2  $  (W.  Docters  v.  Leeuwkn). 
In  these  specimens  the  wing-markings  are  decidedly  stronger  than  in 
European  examples,  and  the  hair  and  bristles  on  the  pleurotergites  are  black 
instead  of  yellowish  brown.  This  form  has  more  than  once  been  recorded 
from  Sumatra,  but  not  previously  from  Java. 

Delopsis  brunet tii  Edw.  (collaris  Biutn.). 

A  pair  of  specimens  labelled  “Dr  J.  Smith,  Herbarium.  26.  II.  1921.” 


154 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera . 


155 


Trichomegalosphys  funesta  End. 

Sumatra:  Wai  Lima,  5.  XIT.  1921,  1  at  light  in  house  (Karny). 

Scythropochroa  leucogaster  sp.  n. 

$.  Head  blackish,  as  also  arc  the  antennae  and  the  very  short 
labium  and  palpi.  Flagellar  segments  about  twice  as  long  as  broad,  the 
last  four  or  five  rather  longer,  the  second  slightly  shorter;  necks  very  short; 
pubescence  about  half  as  long  as  the  diameter  of  the  segments.  Thorax 
entirely  black,  except  for  the  humeral  angles  and  some  small  membranous 
patches  on  the  pleura.  Mesonotum  moderately  shining,  pleura  less  so.  Hair 
of  scutum  and  scutellum  short,  black.  Upper  part  of  mesepistcrmim  densely 
clothed  with  short  black  hair.  Abdomen  pale  ochreous,  except  for  the 
last  segment,  which  is  black.  Pubescence  all  black.  Cerci  round,  black. 
Legs  dark  brown,  tarsi  black.  Tibial  spin's  dark,  not  much  longer  than 
the  diameter  of  the  tip  of  the  tibia.  No  hind  tibial  comb.  Claws  with  large 
basal  hump;  pul  villi  and  empodium  small.  Wings  strongly  tinged  with 
blackish,  and  with  deeper  black  seams  bordering  R,  and  Rs,  rendering  these 
veins  very  conspicuous.  Costal  cell  not  widened.  Sc  traceable  beyond  the 
base  of  Rs.  R,  much  longer  than  R,  ending  beyond  three-quarters  of  the 
wing-length,  and  well  beyond  the  base  of  the  fork  of  M.  Rs  practically 
straight,  only  very  sligtly  bent  downwards  towards  the  tip.  Costa  extending 
two-thirds  of  the  distance  from  the  tip  of  Rs  to  that  of  Mr  Cell  M\ 
hardly  more  than  half  as  long  as  its  petiole.  Base  of  fork  of  Cu  half  way 
between  the  base  of  the  petiole  of  cell  M,  and  the  base  of  Rs.  No.  macro- 
trichia  on  M  or  Cu;  microtrichia  of  membrane  rather  small.  Halters  black. 

Length  of  body  (abdomen  rather  shrivelled)  5.2  mm;  wing,  7.2  mm. 

Java:  Tjiborom,  1500  m.  29.  VITT.  1921,  1  $  on  leaf  of  shrub 
(Karny). 

Although  the  coloration  of  this  specimen  is  the  same  as  in  Enderletn’s 
Psilomegalosphys  xanthogaster ,  there  are  important  differences  in  venation, 
while  the  one-segmented  palpi  place  it  rather  in  the  genus  Scythropo- 
chroa.  It  does  not  agree  closely  with  the  description  of  S.  velata  End. 
(Sumatra). 

Phorodonta  perpallida  sp.  n. 

$.  Head  brownish,  darker  round  the  ocelli.  Eye-bridge  rather 
narrow,  2 — 3  facets  wide.  Antennae  with  the  scape  ochreous,  flagellum 
brown;  first  six  or  seven  flagellar  segments  about  half  as  long  again  as 
broad,  the  following  ones  scarcely  longer  than  broad,  except  the  last,  which 
is  longer.  Palpi  whitish,  rather  long;  second  segment  longer  and 
rather  stouter  than  either  the  third  or  fourth,  which  are  subequal. 
Thorax  pale  ochreous,  mesonotum  scarcely  darker,  hairs  few  and 
inconspicuous:  scutellum  with  two  longish  black  bristles  and  some  smaller 
ones.  Abdomen  whitish,  tergites  light  ochreous ;  ovipositor  short, 


156 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


lamellae  transversely  oval.  Legs  with  the  coxae  and  femora  whitish, 
tibiae  brownish,  tarsi  darker  brown.  On  the  front  legs  the  whole  tarsus  is 
about  three  quarters,  on  the  mid  and  hind  legs  about  two-thirds  as  long 
as  the  tibia.  Tibial  spurs  short,  pale.  Hind  tibial  comb  indefinite. 
Claws  strongly  curved,  each  with  one  strong  and  rather  long  median  ventral 
tooth.  Wings  very  transparent,  veins  all  pale,  media  barely  distinguish¬ 
able.  Microtrichia  rather  large  and  sparse;  no  macrotrichia  on  M  or  Cu. 
Rx  only  half  as  long  as  R,  ending  well  before  the  base  of  cell  M1?  which 
is  slightly  longer  than  its  petiole.  Tip  of  M3  slightly  near  wing-apex 
than  tip  of  Rs.  Petiole  of  cell  Cu,  distinct.  Halters  pale  brownish. 

Length  of  body  (extended)  2.5  mm;  wing  2.3  mm. 

Sumatra:  Lampongs,  in  forest  at  camp  site  two  hours  above  Wai 
Lima,  11.  XI.  1921,  1  $  (Karny).  Type  in  the  British  Museum,  in  alcohol. 

The  uniformly  pale  color  of  this  insect  is  very  striking,  though,  it 
may  be  partly  due  to  its  preservation  in  alcohol.  On  account  of  its  con¬ 
spicuously  toothed  claws  I  refer  it  to  Phorodonta,  though  it  does  not 
appear  to  be  very  closely  related  to  the  species  described  by  Rubsaamen. 
The  European  Sciara  flavipes  Panz.,  in  which  the  claws  are  slightly  toothed, 
has  much  longer  legs  than  the  Sumatran  species,  and  possesses  macrotrichia 
on  M  and  Cu. 


Bibionidae. 


Crapitula  melanaspis  Wied. 

Java:  Tengger,  1800  m,  16.  11.  1920  (W.  Docters  v.  Leetjwen).  Tji- 
bodas  1400  m.,  VIII.  1921  (Karny).  Pengalengan,  1400  m.,  X.  1921  (Smith).  . 

Plecia  fulvicollis  F. 

As  I  have  pointed  out  in  a  previous  paper  (Journ.  Fed.  Malay  States 
Museums,  Vol.  8.  1919,  p.  9),  a  number  of  distinct  species  have  been  confused 
under  this  name.  Among  these  I  have  distinguished  P.  subvarians  Walker, 
which  is  very  distinct  in  the  structure  of  its  antennae  and  hypopygium.  I 
now  find  that  the  series  of  specimens  with  which  I  compared  P.  subvarians 
(in  the  paper  quoted)  consists  of  at  least  three  species,  and  therefore  my 
comparison  is  valueless.  For  a  better  understanding  of  the  species  of  this 
group,  I  now  give  figures  of  the  hypopygium  of  several.  All  those  here 
dealt  with  have  the  thorax  entirely  reddish,  differing  thus  from  the  members 
of  the  ruficollis  group  ( ruficollis  F.  and  allied  African  species,  tergorata 
Rond.,  forcipata  O.  S.  and  allied  Oriental  species)  which  have  a  reddish 
mesonotum  and  blackish  pleura.  Since  P.  fulvicollis  was  originally  record¬ 
ed  from  Sumatra.  I  propose  to  use  the  name  now  for  the  only  species  of 
this  group,  apart  from  P.  subvarians,  of  which  I  have  seen  examples  from 
Sumatra.  It  may  bo  defined  as  follows:  --- 


157 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera . 


Ocelli  and  ocellar  tubercle  of  the  d*  very  large.  Antennae  of  the 
with  2  +  7  segments,  segments  4  —  8  rounded,  slightly  broader  than 


Fig.  1.  Hypopygia  and  ocellar  tubercles  of  o*o*  Plccia  thoracica  Guer.  (t), 

P.  fulvicollis  Fab.  (f),  P.  amplipennis  Skuse  (am),  P.  javensis  sp.  n.  (j),  and 
P.  a  ruen  sis  sp.  n.  (ar.).  The  left  half  of  each  figure  shows  one  half  of  the 
hypopygium  from  above,  the  right  half  of  each  shows  one  half  of  the  organ 
from  below;  in  each  case  the  oedaeagus  is  omitted.  The  small  diagrams 
show  the  relative  sizes  of  the  ocellar  tubercles  of  P.  fulvicollis  and  P.  thora¬ 
cica;  the  latter  species  has  quite  as  large  a  body  as  the  former. 

long,  distinctly  pubescent.  Antennae  of  $  with  2  +  9  segments,  4  —  10 
rather  broader  than  in  the  d*  >  all  with  short  ventral  pubescence;  11 
rather  large  but  closely  applied  to  10,  without  ventral  pubescence.  Front 
tibiae  in  both  sexes  rather  stout  and  slightly  flattened,  slightly  narrowed 
at  both  ends,  with  moderately  short  pubescence  which  is  not  quite  as  long 
as  the  diameter  of  the  tibia.  Hypopygium:  Lobes  of  ninth  tergite  not 
prominent  laterally.  Ninth  sternite  of  complicated  structure,  with  a  heavily 
chitinized,  slightly  trilobed  median  portion  (possibly  representing  the  fused 
parameres)  between  which  and  the  small  unproduced  lateral  portions  are 
the  small,  short,  blunt-tipped  claspers. 

Sumatra:  Lampongs,  in  forest  at  camp  site  two  hours  above  Wai  Lima, 
18 — 19  XI.  1921,  2  c?  1  §  (Karny  &  Siebers).  Also  lcf  2  $,  much 
damaged,  in  the  British  Museum  from  Sumatra  (Everett). 


Plecia  subvarians  Walker. 

Sumatra:  Lampongs,  in  forest  at  camp  site  two  hours  above  Wai  Lima, 
13.  XI.  1921,  1  $  (Karny  &  Siebers).  Antennae  distinctly  longer  than  in 


158  Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


the  above,  in  the  $  with  2 — 9  segments,  4 — 10  nearly  globular,  11  minute. 
Front  tibiae  rather  less  stout  and  not  at  all  flattened,  with  long  hair, 
distinctly  longer  than  the  diameter  of  the  tibiae.  • 

Plecia  thoracica  Guerin. 

This  was  originally  recorded  from  Coromandel,  and  I  have  little 
hesitation  in  referring  to  it  a  number  of  specimens  in  the  British  Museum 
from  India  and  Ceylon.  It  is  the  species  which  has  been  identified  by 
Brunetti  as  P.  fulvicollis,  but  is  quite  distinct  from1  the  Sumatran  species 
which  I  have  described  above.  Although  1  have  not  seen  it  from  outside 
India  and  Ceylon,  it  may  have  a  wider  distribution.  The  chief  characters 
are  the  following:  Ocelli  and  ocellar  tubercle  of  very  small.  Antennae 
of  (f  with  2  +  8  segments,  $  with  2  +  9  segments ;  4  —  9  in  d*  >  4  —  10  in 
$  considerably  broader  than  long,  last  segment  small  but  closely  applied 
to  the  penultimate.  Front  tibiae  rather  slender,  not  flattened,  narrowed  at 
the  base  but  not  at  the  tip,  pubescence  scarcely  as  long  as  the  diameter. 
Hypopygium:  Ninth  tergite  with  long  and  rather  dense  hair  at  the  outer 
corners,  which  are  slightly  produced,  beneath  it  is  very  densely  covered 
with  short,  stiff  black  bristles.  Ninth  sternite  of  simple  structure,  corners 
slightly  produced.  Claspers  rather  large,  broad  and  flat,  square-ended, 
hairy. 

Plecia  amplipennis  Skuse. 

Described  originally  from  Queensland,  this  species  is  represented  in 
the  British  Museum  by  a  number  of  specimens  from  Queensland  and  the 
New  Hebrides.  The  ocellar  tubercle  of  the  c*  is  a  little  larger  than  in 
P.  thoracica,  but  much  smaller  than  in  P.  subvarians  and  P.  fulvicollis . 
Antennae  and  front  tibiae  as  in  P.  thoracica.  Hypopygium  much 
resembling  that  of  P.  thoracica,  but  with  slight  differences  in  both  the 
tergite  and  sternite,  while  the  claspers  instead  of  being  square-tipped  end 
in  a  rather  long  point,  which  is  bent  upwards  (hence  not  shown  well  in  the 
figure). 

Plecia  javensis  sp.  n. 

Closely  resembles  P.  thoracica  Guer.,  and  P.  amplipennis  Skuse,  as 
defined  above,  differing  only  in  the  male  hypopygium,  particularly  in  the 
distinctly  produced  and  truncate  lateral  corners  of  the  ninth  tergite,  and 
in  the  shape  of  the  claspers.  (Compare  figures  given  herewith  of  three 
species.) 

Java:  Buitenzorg,  type  <3*  31.  VIII.  1920,  allotype  $  VII.  1920,  also 
two  other  $  III.  1920.  Type  presented  by  the  Buitenzorg  Museum  to  the 
British  Museum. 

This  is  perhaps  to  be  regarded  as  a  Javan  race  of  P.  thoracica ,  but 
further  data  are  desirable  regarding  its  distribution. 


F.  \V.  Edwards:  Diptera  Nematocera. 


159 


Plecia  aruensis  sp.  n. 

Closely  resembles  P.  fulvicollis,  but  smaller  (wing-length  of  d*  about  5 
instead  of  about  7  mm.).  Ocellar  tubercle  of  a*  large.  Antennae  of 
with  2  — f-  S  segments,  4  —  8  considerably  broader  than  long,  10  very  small, 
embedded  in  the  tip  of  9,  which  is  about  as  long  as  broad,  llypopygium : 
Lobes  of  ninth  tergite  very  large,  simple,  rounded.  Ninth  sternite  with  a 
pair  of  small  lobes  in  the  middle,  which  in  ventral  view  completely  hide  the 
vestigial  claspers.  Legs  of  cf  missing;  in  the  $  the  mid  and  hind  femora 
and  tibiae  with  moderately  long  pubescence. 

Aru  Is.:  Type  ,  allotype  £  (A.  R.  Wallace,  1858),  paratype 

(Challenger  Ex  p.,  1885).  Specimens  in  tho  British  Musfcum, 

Dilophus  nigriventns  de  Mexj. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  16.  VIII.  1921,  1  $  on  bush  in  forest  (Karny). 


Simuliidae. 


Simuiium  varicome,  sp.  n. 

cf .  Head  extremely  large,  considerably  broader  than  the  thorax. 
Facets  on  the  upper  part  of  the  eyes  of  quite  unusual  size,  only  9  or  10 
rows  visible  from  above  instead  of  the  usual  15 — 20.  Antennae  with  only 
10  segments  instead  of  the  usual  11,  and  of  unusual  form  and  colour.  Scapal 
segments  brownish,  first  very  small,  second  rather  small  and  of  the  usual 
shape.  First  flagellar  segment  cylindrical,  rather  slender,  about  half  as 
long  again  as  broad,  basal  third  light  ochreous,  the  rest  brownish.  Second, 
third  and  fourth  flagellar  segments  each  about  as  long  as  broad,  second 
and  fourth  pale  ochreous,  somewhat  darkened  above,  the  third  entirely  black. 
Fifth,  sixth  and  seventh  segments  all  black,  as  long  as  the  preceding  ones 
but  much  compressed  and  enlarged  beneath.  Eighth  (last)  segment  very 
small  and  nipple-like,  black.  Palpi  dark  brown,  rather  short.  Thorax 

blackish-brown,  somewhat  shining,  apparently 
without  any  trace  of  silvery  dusting,  and  with  sparse 
golden  pubescence.  Abdomen  dark  brown,  with 
rather  scanty  short  pubescence.  Sidepieces  of 
hypopygium  small;  clasper  terminally  inserted, 
curved,  tapering  to  a  point,  with  small  terminal 
claw.  Legs  short,  especially  the  hind  pair,  which 
is  no  longer  than  the  mid  pair.  Front  femora  and 
tibiae  brownish,  pale  at  the  tips;  tarsi  blackish, 
almost  cylindrical,  first  and  third  segments  each 
with  a  pair  of  long  hairs  near  the  tip.  Mid  femora  dark  brownish,  tip  pale ; 
mid  tibia  dark  brown,  yellowish  on  the  basal  third  and  also  narrowly  at 
the  tip:  first  tarsal  segment  yellowish  on  the  basal  half,  black  apically; 


Fig.  2.  Simulium  vari¬ 
come  sp.  n.  Antenna 
and  hind  leg  of  q* 
(side  view). 


160 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


remaining  segments  blackish,  pale  at  the  base.  Hind  femora  entirely  blackish. 
Hind  tibiae  yellowish  with  the  apical  third  black;  on  the  dorsal  surface 
are  two  peculiar  humps,  placed  respectively  at  one  third  and  two-thirds  of 
the  length.  First  hind  tarsal  segment  slender,  about  three-quarters  as  long 
as  the  tibia;  tip  with  the  usual  apical  enlargement;  basal  three-quarters  of 
the  segment  yellow,  the  tip  black;  last  four  segments  very  short,  together 
only  about  half  as  long  as  the  first.  Pubescence  of  femora  and  tibiae  rather 
coarse,  golden,  on  the  black  tip  of  the  hind  tibiae  more  brownish,  a  few 
scattered  longish  dark  hairs.  Wings  normal,  transparent,  microtrichia 
rather  sparse.  Halters  whitish. 

Length  of  body,  2  mm.,  wing,  1.7  mm. 

Sumatra:  Wai  Lima,  7.  XII.  1921.  1  cf  at  light  in  house  (Karny). 

Type  in  the  British  Museum,  in  alcohol. 

The  structural  characters  of  this  species  are  such  as  to  distinguish  it 
at  once  from  all  previously  known  members  of  the  genus. 

Simulium  nobile  de  Meij. 

Java:  Buitenzorg,  12.  XI.  1922,  1  £  at  light  (Karny).  Buitenzorg, 
27.  III.  1921.  1  <3*  (Siebers). 


Anisopodidae. 


Anisopus  pulcliricornis  Brun. 

Syn.  Rhyphus  pulcliricornis  Brun.  July  1911. 

Rhyphus  flavipes  de  Meij.  Dec.  1911. 

Java:  Tjibodas,  26.  VIII.  1921,  1  $  on  laboratory  table  (Karny). 

Culicidae. 


Culex  mimeticus  Noe. 

Java:  Tjibodas,  13.  VIII.  1920,  1  9  (Karny). 

This  mediterranean  species  appears  to  have  a  wide  distribution  also  in 
the  Oriental  region,  but  always  at  high  altitudes;  in  the  plains  it  is  replaced 
by  the  allied  C.  mimulus  Edw.  It  has  not  been  recorded  previously  from  Java. 

Psychodidae. 


Brunettia  sapphirina  sp.  n. 

§.  Head  with  dark  brown  integument,  denuded  except  for  the 
clypeus,  which  bears  blackish  hair-like  scales.  Antennae  with  16  segments, 
first  nearly  twice  as  long  as  broad,  second  globular,  of  the  same  diameter 
as  the  first,  both  bearing  broad  whitish  scales.  Flagellar  segments  with 
long  basal,  verticils,  the  dorsal  hairs  of  which  are  more  than  twice  as  long 
as  the  segments,  the  ventral  shorter,  and  with  much  shorter  pubescence 


F.  W.  Edwards  :  Diptera  Nematocera. 


1G1 


which  occupies  the  rest  of  the  segments,  except  for  the  bare  necks,  which  are 
nearly  half  as  long  as  the  basal  parts  of  the  segments.  “Askoids”  slender, 
twisted  towards  the  tips,  longer  than  the  pubescence  but  shorter  than 
the  verticils.  First  flagellar  segment  broadly  oval  (apart  from:  the 
neck)  second  a  little  longer  and  narrower,  the  rest  slender.  Palpi  as  long 
as  the  antennae,  clothed  with  narrow  black  scales,  of  four  distinct  segments, 
of  which  the  second  is  as  long  as  the  remaining  three  together.  Thorax 
largely  denuded,  the  remaining  vestiture  (in  the  middle  of  the  mesonotum 
and  on  the  scutellum)  consisting  entirely  of  pure  white  hair-like  scales. 
Abdomen  densely  covered  with  large  dark  brown,  rather  close-lying 
scales,  the  posterior  margins  of  the  tergites  with  fringes  of  long,  narrow 
erect  scales.  Legs  clothed  mostly  with  rather  small  and  fairly  close-lying 
scales;  in  addition  the  middle  tibiae  have  numerous  long  hair-like  suberect 
scales  all  round,  and  the  hind  tibiae  and  metatarsi  have  many  such  scales 
on  the  dorsal  surface  only.  Scales  mostly  dark ;  the  tips  of  the  tibiae  *and 
metatarsi  broadly  white,  and  the  whole  of  the  second  tarsal  segments  white 
scaled  above,  partly  dark  beneath.  W ings  with  dense  tufts  of  erect  light 
brownish  hairs  at  the  base  on  the  upper  surface  but  otherwise  with  only 
a  few  fine  hairs  on  the  veins.  Membrane  densely  clothed  with  broad  flat 
scales.  On  the  upper  surface  the  scales  are  for  the  most  part  purplish 
black,  but  with  a  narrow  transverse  band  of  brilliant  metallic  blue  at  about 
two- thirds  of  the  wing-length,  this  band  rather  irregular  in  its  course, 
outwardly  convex.  Close  before  the  tip  of  the  wing  is  a  patch  of  brownish 
scales,  almost  golden  in  some  lights;  a  few  more  metallic  blue  scales  occur 
on  the  hind  margin  just  below  the  tip  of  the  wing.  Scales  on  the  under 
surface  of  the  wing  uniformly  brownish.  Fringe  dark  brown,  except 
round  the  tip,  where  it  is  golden.  Wings  oval,  slightly  pointed;  venation 
clearly  discernible  on  the  under  surface;  Rsending  in  the  tip  of  the  wing: 
bifurcation  of  R9  +  8  near  the  base  of  the  wing:  that  of  M1+2  at  a  little 
beyond  one-third  of  the  wing-length. 

Length  of  body,  3  mm.;  wing  3.3  X  1*8  nim.  (excluding  fringe). 

Sumatra:  Wai  Lima,  5.  XII.  1921,  1  $  at  rest  on  leaves  of  coffee  shrub 
(Karny).  Type  in  the  British  Museum. 

This  beautiful  species  is  quite  distinct  from  all  those  yet  described  from 
the  Oriental  region,  though  rather  similar  to  the  West  African  B.  splendens 
Tonn.  Tonnoir  does  not  admit  the  genual  Parabrunettia ;  if  it  were  main¬ 
tained  this  species  would  fall  in  it. 

Tipulidae. 

Libnotes  nervosa  de  Meij. 

Java:  Buitenzorg,  II.  1919.  1  m 

Libnotes  imimculipennis  Senior-White. 

Differs  from  typical  L .  nervosa  as  follows:  —  Sc  a  little  longer,  ending 

11 


162 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


distinctly  beyond  the  tip  of  Es.  Es  a  little  longer  and  more  oblique.  Veins 
of  the  cord  less  conspicuously  thickened.  Cells  Sc,^  and  Ex  quite  clear, 
except  for  the  oval  stigma. 

Java:  Buitenzorg,  II.  1919:  rf  in  the  British  Museum,  $  in  the  Bui- 
tenzorg  Museum.  Originally  described  from  Ceylon.  L.  obliqua  Alex. 
(Queensland)  must  be  very  similar  to  this  species,  but  lacks  the  dark 
praescutal  stripe. 

Libnotes  scuteUata  Edw. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  25.  VIII.  1921.  (Karny),  1^. 

The  last  section  of  Et  is  longer  than  in  the  type,  but  otherwise  the 
agreement  is  perfect. 

Libnotes  alexanderi  sp.  n. 

d*.  Head  ochreous.  Eostrum  and  palpi  blackish.  Antennae  brownish 
ochreous,  only  the  first  segment  darker;  terminal  flagellar  segments  a  little 
over  twice  as  long  as  broad.  Thorax  ochreous  brown.  Praescutum  with 
indications  of  four  darker  brown  stripes,  most  distinct  posteriorly,  where 
they  are  almost  black.  Scutum  with  a  pair  of  large  blackish  spots;  scu- 
tellum  blackish  except  for  an  ochreous  line  in  the  middle;  postnotum  dark 
brown,  sides  narrowly  ochreous.  Pleura  unmarked.  Abdomen  ochreous- 
brown,  with  a  narrow  black  lateral  line.  Legs  ochreous-brown,  femora 
each  with  a  narrow  black  pre-apical  ring.  Wings  with  the  ground  colour 
strongly  yellowish:  markings  and  venation  as  figured  by  Alexander  (Proc. 
U.  S.  Nat.  Mus.,  Vol.  49,  1916,  pi.  43  fig.  11).  Ilalteres  with  pale  ochreous 
stem  and  black  knob. 

Length  of  body,  12  mm. ;  wing  17  mm. 

Java:  Kandang  Badak,  2405  m.  23.  VIII.  1921,  collected  by  native. 
Type  in  the  British  Museum. 

This  is  nearly  allied  to  L.  sumatrana  Edw.  but  differs  in  being  darker, 
the  seutellum  dark  at  the  sides,  the  knob  of  the  halteres  black,  discal  cell 
somewhat  shorter,  with  Cu,  nearer  its  base,  and  An  more  sinuous  towards 

7  la 

the  base. 

L.  notatinervis  Brun.  (Himalayas)  is  also  very  near  the  newr  species, 
but  differs  in  having  the  antennal  flagellum  black;  a  dark  brown  mark  on 
the  lower  part  of  the  sternopleura ;  Cuhi  nearer  the  base  of  the  discal 
cell;  the  wing-markings  lighter  brown,  and  the  ground  colour  of  the  wings 
less  distinctly  yellowr. 

Libnotes  vittata  sp.  n. 

cf.  Head  ochreous,  unmarked.  Antennae  brownish-ochreous,  the 
second  and  third  segments  darker;  basal  flagellar  segments  about  as  long 
as  broad,  the  last  four  or  five  elongate,  three  or  four  times  as  long  as  broad. 
Thorax:  Pronotum  rather  short,  ochreous.  Praescutum  ochreous,  mar¬ 
gined  with  dark  browrn,  narrowly  in  front  but  more  broadly  behind;  a  pair 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera. 


163 


of  small  longitudinal  blackish  marks  posteriorly,  widely  separated  and  just 
extending  on  to  the  scutum.  Scutellimi  and  postnotum  whitish,  the  latter 
with  a  deep  black  spot  at  each  basal  corner.  Pleura  ochreous,  paler  post¬ 
eriorly,  with  two  short  longitudinal  blackish  marks,  the  lower  one  continuing 
a  similar  mark  across  the  middle  of  the  front  coxa.  Abdomen  ochreous; 
first  segment  with  a  pair  of  sublateral  black  spots;  a  rather  narrow  but 
conspicuous  median  longitudinal  black  stripe  extending  along  tergites 
2 — 8 ;  lateral  margins  of  these  tergites  also  very  narrowly  black.  Hypopygium 
ochreous.  Legs  ochreous ;  a  moderately  broad  subapical  ring  on  the 
femora  and  the  tips  of  the  tibiae  dark  brown.  W ings  long  and  narrow, 
almost  clepr:  Cells  C  and  Sc  yellowish;  narrow  dark  scams  over  the  cross¬ 
veins;  at  the  tips  of  Sc,  R1?  Cu2,  An,  and  Ax  (most  distinct  on  this  last), 
at  base  of  Rs  and  of  cell  Mlt  near  tips  of  R.2  +  3  and  Mu  and  along  the 
whole  of  R4  +  5  except  its  tip.  Sc  ending  far  beyond  apex  of  Rs;  last 
section  of  Rx  over  twice  <as  long  as  R;  Rs  straight  and  rather  short,  jVIIj  4-  2 
forking  just  beyond  middle  of  discal  cell;  Cula  nearly  twice  its  length  distant 
from  the  base  of  discal  cell.  Ilalteres  ochreous. 

Length  of  body,  13  mm. ;  wing  21  mm. 

Java:  Depok,  28.  II.  1920  (Karny).  Type  o*  in  the  British  Museum. 

This  species  seems  to  be  very  distinct  on  account  of  the  black  abdominal 
stripe.  An  allied  but  distinct  form  from  South  Queensland  is  represented 
in  the  British  Museum. 

Teucliolabis  femwatus  de  Meij. 

Sumatra:  Lampongs,  26.  XI.  1921,  in  forest  two  hours  above  Wai  Lima, 
(Karny).  The  specimen  agrees  with  de  Meuere’s  description,  except  that 
the  hind  coxae  are  yellow’,  the  tarsi  are  entirely  black,  the  dark  band  on 
the  wings  reaches  the  hind  margin,  and  there  is  a  distinct  dark  cloud  at 
the  tip  of  Ax.  It  seems  doubtful  whether  this  is  specifically  distinct  from 
T.  glabripes  de  Meij. 

T.  onmta  Brun.  (India)  is  nearly  allied,  but  has  the  hind  femora  light 
at  the  base,  and  a  different  hypopygium. 

Orimargula  gTacilicornis  sp.  n. 

Head  blackish.  Front  narrow.  Antennae  dark  brown,  slender,  one- 
third  longer  than  the  whole  body;  flagellar  segments  clothed  with  scanty 
but  very  long  erect  whitish  pubescence.  Palpi  dark  brown.  Thorax  browm, 
unmarked.  A  b  d  o  m  e  n  light  brown.  Side  pieces  of  hypopygium  nearly 
three  times  as  long  as  broad,  with  a  single  short  sickle-shaped  appendage 
which  is  inserted  just  before  the  tip.  Legs  very  slender,  uniformly  light 
brown.  Wings  entirely  unmarked,  without  stigma;  veins  brown.  Rt 
fused  with  the  costa  just  before  r;  r — m  long,  straight,  almost  twice  as 
long  as  the  basal  section  of  MA;  cell  Ms  wide  apically,  its  stem  about  half 
as  long  as  the  last  section  of  CUi ;  Cut  situated  below  r;  Cm,  quite 
as  long  as  Cula.  No  macrotrieliia  on  the  stem  of  M.  Ilalteres  brownish. 


164 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Length  of  body,  3  mm. ;  wing,  3.5  mm. ;  antennae,  4  mm. 

Sumatra:  Lampongs,  at  light  in  front  of  tent,  camp  site  two  hours 
above  Wai  Lima,  17.  XL  1921.  1  (Karny). 

This  interesting  species,  the  second  of  the  genus  to  be  recorded  from 
the  Oriental  region,  differs  from  the  Philippine  O.  phUippina  Alex,  and 
from  most  of  its  other  congeners  in  the  remarkably  long  antennae. 

Styringomyia  melania  sp.  n. 

Whole  body,  including  antennae,  palpi,  legs  and  halteres,  uniformly 
black,  only  the  bases  of  the  tibiae  narrowly  ochreous.  Head  and  thorax 
dull,  abdomen  somewhat  shining.  Mesonotal  bristles  normal,  not  flattened. 
Hypopygium  with  three  spines  at  the  tip  of  the  side  pieces  (four  on  one 
side) ;  somewhat  resembling  that  of  S.  solocipennis  (End.)  but  much  longer 
and  narrower,  ninth  sternite  shorter  and  less  pointed,  ventral  claspers  more 
normal  in  shape,  dorsal  claspers  broad  and  flat,  vertically  placed,  densely 
pubescent  on  the  inner  side.  Ovipositor  with  a  pair  of  long  slender  cerci, 
bearing  a  few  long  hairs;  seventh  sternite  not  prominent.  Wings  mostly 
blackish;  a  broad  white  fascia  close  to  the  base,  reaching  outwardly  as 
far  as  the  base  of  Rs,  and  a  narrower  one  a  little  before  the  apex,  not 
extending  inwards  quite  as  far  as  the  tip  of  the  discal  cell ;  a  small  white 
spot  at  the  tip  of  cell  R.  Cell  Mx  just  sessile;  Ax  running  almost  straight 
to  the  margin. 

Length  of  wTing,  5  mm. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  16.  VIII.  1921.  ltf  1  $  (Karny).  Type 
in  the  British  Museum;  allotype  $  in  the  Buitenzorg  Museum. 

The  collector  has  published  (Natur,  Leipzig,  13,  1922,  p.  203)  the 
following  interesting  note  on  the  capture  of  the  specimens:  „Besonders 
bemerkenswert  ist  eine  kleine  scliwarze  Art,  die  in  Paarung  die  Beinc  ge- 
radeaus  nach  vom  spreizt,  so  dass  sie  die  Verlangerung  des  Korpers  zu  bilden 
scheinen  und  das  ganze  Parchen  einem  durch  Faulnis*  geschwarzten,  abge- 
fallenen  Blattstiel  tauschend  ahnlich  sicht”.  To  this  he  adds  in  a  letter: 
„Zwei  Mucken  im  Urwald  auf  griinen  Blattern  der  Bilsche  in  Copulation 
gefangen.  Ruhestellung :  die  Beine  ganz  gerade  nach  vorn,  bzw.  nach 
hinten  gestreckt  und  knapp  an  einander  gelegt,  die  Fliigel  dem  Korper 
flach  aufliegend,  so  dass  das  ganze  Parchen  auffallend  einem  geschwarzten 
Stabchen  oder  heruntcrgefallcnen  Blattstiel  gleicht”.  These  observations 
are  of  considerable  interest  as  confirming  what  has  previously  been  noted 
regarding  the  resting  habits  of  other  species  of  the  genus. 

S.  melania  is  related  to  S .  solocipennis  (End.)  (Madagascar),  and  S. 
lerrae-reginae  Alex.  (Queensland),  but  is  amply  distinct. 

Styringomyia  fuscinervis,  sp.  n. 

<j>.  Head  missing.  Thorax  somewhat  shining :  mesonotum  rather 
dark  brown,  with  obscure  darker  markings;  pleura  ochreous-brown. 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Ncmatocera. 


165 


Bristles  rather  small  and  slender.  Abdomen  entirely  black  (probably 
discolored).  Cerci  short,  black.  Seventh  stemite  large,  with  a  pair  of 
rather  long  and  widely  separated  terminal  processes.  Legs  with  the 
coxae,  trochanters  and  basal  half  of  femora  ochreous-brown ;  apical  half 
of  femora  blackish  to  the  extreme  tips,  but  including  a  distinct  ochreous 
ring,  broadest  on  the  hind  legs.  Tibiae  ochreous,  tips  broadly  black,  and  a 
broad  black  ring  near  the  base.  Tarsi  ochreous,  tips  of  first  four  segments 
and  the  whole  of  the  fifth  black.  Wings  slightly  and  uniformly  in- 
fuscated,  veins  all  dark  brown;  an  ill-defined  dark  spot  over  r — m;  a 
dark  cloud  along  Cu  towards  the  base,  and  a  slight  dark  cloud  on  Cut  a# 
R>  rather  shorter  than  in  8.  vielania;  r — m!  placed)  immediately  before  the 
fork  of  Rs. ;  discal  cell  long  and  narrow;  cell  just  sessile;  Ax  sharply 
curved  down  at  the  tip,  but  not  spurred.  Halteres  black. 

Lenght  of  body,  5.5  mm. ;  wing  5  mm. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  26.  VIII.  1921,  1  9  (Karny). 

„Urwald,  an  der  grossen  Waldlichtung  vor  der  Wegabzweigung  nach 
Tjiborom  auf  Gebilsch  gckotschert ’ \  Type  in  the  British  Museum.  Though 
somewhat  resembling  at  first  sight  8.  nigrofemorata  Edw.  (Malay  Peninsula), 
this  species  is  quite  distinct  in  many  respects,  notably  by  the  black  tips  of 
the  femora  and  the  uniformly  dark  veins. 

Slyringomyia  armata  Edw. 

Sumatra:  Lampongs,  two  hours  above  Wai  Lima,  2.  XI.  1921.  1  $ 
(Karny). 

This  interesting  species  has  very  recently  been  described  from  a  single 
male  from  the  Philippine  Is.  The  female  before  me  differs  from  the  type 
in  having  the  antennal  flagellum  entirely  pale,  but  agrees  precisely  in 
chaetotaxy,  and  for  the  present  at  least  must  be  regarded  as  the  same 
species,  though  the  discovery  of  the  other  sex  may  prove  it  to  be  distinct. 
The  structure  of  the  ovipositor  is  quite  distinct  from  that  of  the  allied 
8.  ensifera  Edw.  Ninth  tergite  without  median  hairvj  projection.  Apical 
lateral  comers  of  eighth  tergite  each  with  two  stout  almost  spine-like  black 
bristles.  Cerci  without  small  spines  on  the  inner  margin,  but  with  a 
triangular  lobe  at  the  base  of  the  inner  side. 

Styringomyia  jaoobsoni  Edw. 

Sumatra:  Lampongs,  Wai  Lima,  1  $  at  light  in  house,  3.  XII.  1921. 
(Karny). 

Empeda  gracilis  de  Meij. 

Syn.  Enoptera  brevior  Brun. 

Empeda  inconspicua  Brun. 

Gonomyia  antica  Brun. 


166 


Treubia  Vol.  VI,  Liyr.  2. 


Sumatra:  Lampongs,  at  light  in  front  of  tent,  camp  site  in  forest  two 
hours  above  Wai  Lima,  12.  XI.  1921.  1  (Karny). 

A  very  small  specimen,  wing-length  only  2.5  mm.,  but  almost  certainly 
identical  with  de  Meijere’s  species,  which  was  described  only  from  the 
female.  The  above  synonymy  is  given  after  a  comparison  with  specimens 
from  the  Darjeeling  district  in  the  Indian  Museum  collection.  The  upper 
elasper  is  split  nearly  to  its  base  into  two  parts,  the  upper  division  bluntly 
pointed,  the  lower  one  a  little  shorter  than  the  upper,  swollen  at  its  tip 
and  with  a  small  tooth  on  its  upper  margin  about  mid-length. 

Mongoma  flavicollis  sp.  n. 

Head  brownish,  dusted  over  with  grey.  Central  keel  conspicuous, 
blackish ;  eyes  practically  touching.  Antennae  missing.  Thorax:  Pro- 
notum  blackish  in  the  middle,  orange  at  the  sides.  Praescutum  dull  black, 
with  a  large  orange  spot  on  each  shoulder.  Scutum  blackish,  obscurely 
yellowish  in  the  middle.  Scutellum  dull  black.  Postnotum  and  pleura 
blackish,  somewhat  shining ;  hypopleura  orange.  Abdoiae n  black,  ter- 
gites  narrowly  orange  laterally  (tip  missing).  Legs  blackish;  coxae, 
trochanters  and  base  of  femora  ochreous  (front  and  mid  pairs  missing). 
Hind  femora  with  a  few  minute  spines  beneath  at  base.  W  ings  slightly 
infuscated,  veins  black;  stigma  small  but  very  distinct,  blackish;  costal  and 
subcostal  cells  dark  brown  except  towards  the  base;  a  dark  brown  suffusion 
over  base  of  Rs  and  a  dark  brown  seam  along  apical  part  of  costa  and 
round  tip  of  Rv  Cell  M3  with  its  base  rounded,  considerably  proximal  to 
that  of  cell  M1#  Cuia  immediately  before  the  base  of  the  disced  cell; 
Cu2  ending  in  the  tip  of  An. 

Length  of  wing,  8  mm. 

Java:  Buitenzorg,  Tjiapus,  6.  X.  1921  (Karny).  Type  in  the  British 
Museum. 

Apparently  related  to  M.  cariniceps  End.  (Sumatra),  but  smaller, 
and  with  a  very  different  thoracic  coloration. 

Monaoma  pennipes  0.  S. 

Sumatra:  Wai  Lima,  Lampongs,  5 — 6.  XII.  1921.  2  at  light  in  house 
(Karny). 

Conosia  irrorata  Wied. 

Java:  Buitenzorg,  5  (f  2  $  (Karny).  Sumatra:  Wai  Lima,  Lam¬ 
pongs,  6.  XII.  1921,  in  bamboo  bush  (Karny). 

Limnophiln  ( ?  Pseudolimnopliila)  palmeri  Alex. 

Sumatra:  Tandjong  Karong,  Lampongs,  10.  XI.  1921,  1  d*  taken  in 
hotel  (Karny). 

Lighted  in  general  colour  than  the  type  (from  Java)  but  doubtless  the 
same  species. 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera . 


167 


Eriocera  verticalis  Wied. 

Sumatra:  Wai  Lima,  Lamporigs,  5 — 6.  XII.  1921,  1  cf  at  light  in  house, 
1  $  ,at  rest  on  coffee  leaves  (Karny  and  Siebers)  .  Java:  Depok,  28.  XI. 
1920,  1  cf  (Karny). 

Eriocera  mesopyrrha  Wied. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  22.  VIII.  1921,  1  cf  (collected  by  native). 
Eriocera  basil avis  Wied. 

Java:  Tjitjocroek  Salak,  1000  m.  G.  III.  1921,  3  cf  (Karny). 

The  base  of  the  wing  is  blackish  instead  of  yellow  in  all  these 
specimens,  but  apart  from  this*  they  agree  with  E.  basilaris 9  of  which  they 
perhaps  represent  a  distinct  variety. 

Eriocera  acrostacta  Wied. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  17 — 19.  VIII.  1921.  1  $  at  rest  on  leaves  of 
shrubs  (Karny),  1  $  collected  by  native. 

Eriocera  kamyi  sp.  n. 

Head  dull  black,  frontal  tubercle  scarcely  indicated.  Antennae  and 
palpi  black.  Flagellum  with  six  segments,  the  first  somewhat  swollen 
towards  the  base  and  a  little  longer  than  the  second.  Thorax  black, 
dusted  over  with  bluish-grey,  mesonotum  faintly  shining,  without  velvet- 
black  markings.  Abdomen  slender  with  segments  1,  6  and  7  dull-black, 
2 — 5,  8  and  genitalia  dull  orange.  Legs  black,  trochanters  and  bases  of 
femora  yellow.  Wings  uniformly  dark  brown,  stigma  scarcely  distin¬ 
guishable.  Sc  ending  above  apex  of  Rs,  Sc2  near  its  tip.  Tip  of  Rx  scarce¬ 
ly  longer  than  r,  which  is  vertical  and  placed  rather  more  than  its  own 
length  beyond  the  base  of  R2;  R2  +  3  as  long  as  the  first  section  of  R2; 
r — m  less  than  half  its  length  beyond  fork  of  Rs;  cell  M  as  long  as  its 
stem;  Cula  about  middle  of  discal  cell;  Cu2  quite  straight,  continuing  the 
direction  of  Cu.  Halteres  black. 

Length  of  body,  cf  10  mm.,  $  12  mm.;  wing  13  mm. 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  VIII.  1921  (Dr.  H.  Karny).  Typo  cf  in 
British  Museum,  allotype  $  in  the  Buitenzorg  Museum. 

Related  to  E .  angustipennis  End.  (Sumatra),  differing  conspicuously  in 
the  colour  of  the  thorax. 

Eriocera  salakensis  sp.  n. 

$.  Head  dull  blackish,  with  black  hair.  Frontal  tubercle  small  but 
divided.  Antennae  with  the  scape  blackish ;  flagellum  ochreous-brown,  with 
nine  distinct  segments,  first  half  as  long  again  as  the  second,  3 — 6  gradually 
diminishing  in  length,  7  and  8  equal,  twice  as  long  as  broad,  9  a  little  longer 
than  8.  Palpi  black.  Thorax  uniformly  velvet-black,  with  short  and 


168 


Treubia  Vol.  VI,  Liyr.  2. 


inconspicuous  black  hair.  Abdomen  with  segments  1  and  6 — 9  velvet- 
black,  2 — 5  yellow,  somewhat  shining  on  the  basal  two-thirds,  dull  apieally. 
Legs  black,  basal  two-thirds  of  femora  yellow.  Wings  dark  brown, 
rather  broadly  yellow  at  the  base,  a  conspicuous  transverse  white  band  just 
beyond  the  middle,  extending  from  to  An,  broadest  in  cell  R.  Sc  ending 
just  beyond  base  of  R2;  Sc2  above  tip  of  Rs;  Rt  ending  far  beyond  r; 
r  very  oblique,  meeting  R2_|_  3  well  before  the  fork;  cell  absent;  Cuia 
close  to  tip  of  discal  cell  and  just  beyond  r — mj.  Halteres  blackish. 

Length  of  body,  17  mm;  wing,  13.5  mm. 

Java:  Tjitjoeroek-Salab,  1000  m.  6.  III.  1921  (Dr.  H.  H.  Karny). 
Type  $  in  the  British  Museum. 

Belongs  to  the  nepalensis  group  and  is  most  nearly  related  to  E.  as - 
samensis  Edw.,  differing  conspicuously  in  the  colour  of  the  abdomen. 

Pselliophora  bicolor  sp.  n. 

<f.  Hea  d  uniformly  orange.  Scape  of  antennae  orange,  flagellum 
entirely  black.  Palpi  brownish  ochreous.  Thorax  uniformly  dull  orange. 
A  b  d  o  m  e  n  with  segments  1 — 4  dull-orange,  5 — 8  and  hypopygium  dull 
bl,aek.  Ninth  tergite  moderately  hairy,  with  two  sharp  points  separated 
by  a  deep  V-shaped  notch ;  median  appendage  of  ninth  sternite  recurved, 
shortly  forked.  Legs  entirely  black,  except  for  the  orange  coxae  and 
trochanters.  Hind  femora  straight,  not  markedly  swollen,  with  uniform 
ipoderately  short  pubescence.  Wings  mostly  blackish,  base  broadly  yel¬ 
low,  especially  towards  the  costa,  where  this  colour  extends  to  one-fourth 
of  the  wing-length.  A  small  clear  area  before  the  stigma ;  narrow  whitish 
streaks  in  each  of  cells  R,  M  and  An.  Cell  Mx  shortly  stalked.  A  dense 
patch  of  orange  hairs  on  lower  margin  of  wing  close  to  base;  squanyie 
rather  large  and  densely  fringed  with  orange  hairs.  Halteres  with  orange 
fctem  and  black  knob. 

Length  of  body,  14  mm.;  wing  16  mm. 

Java:  Pengalangan,  IV.  1920.  Type  (unique)  in  the  British  Museum. 
This  very  beautiful  species  is  most  nearly  allied  to  P.  perdecora  Alex. 
(Philippine  Is.)  but  differs  in  its  black  flagellum  and  femora  and  in  other 
details. 

Pselliophora  rubella  Edw. 

Java:  Buitenzorg,  17.  VI.  1922,  1  c*  (Dammerman). 

PseUiophora  compedita  Wied. 

Java:  Buitenzorg,  VII.  1920.  1  §. 

Pnonola  xanthomelana  (Walk.). 

Syn.  P.  nigriceps  v.  d.  Wtjlp. 

J  a  v  a  :^Tjibodas,  1500  m.  16 — 21.  VIII.  1921,  lrf  2  $  among  dry  leaves 
in  forest  (Karny). 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera . 


169 


Ctenacroscelis  nigricauda  sp.  n. 

cf.  Head  dark  brown,  lighter  at  the  sides  and  round  the  eye-margins. 
Frontal  tubercle  rather  prominent.  Rostrum  dark  ochreous  above,  pale 
ochreous  beneath,  with  a  blackish  stripe  along  the  sides.  Antennae  uni¬ 
formly  brownish-oehreous ;  first  flagellar  segment  as  long  as  the  first  seapal. 
second  shorter,  third  to  tenth  (last)  each  slightly  rounded  beneath.  Palpi 
black.  Thor, ax  ochreous;  praescutum  with  four  olive-brown  stripes 
margined  with  dark  brown ;  seutal  lobes  each  with  two  separate  olive- 
brown  spots;  scutellum  and  postnotum  without  definite  markings.  Pleura 
unicolorous  ochreous,  except  for  an  indistinct  darker  patch  above  the  front 
coxae.  Abdomen  with  the  first  four  segments  and  the  hypopygium*  bright 
ochreous,  segments  5 — 8  black,  the  lateral  margins  of  the  tergites  narrowly 
ochreous.  Ninth  tergite  with  a  broad  Y-shaped  emargination  and  clothed 
with  golden  hair,  not  forming  definite  tufts.  Legs  rather  dark  brown, 
bases  of  femora  lighter,  tips  of  femora  broadly  black,  this  colour  preceded 
by  an  equally  broad  pale  ring;  bases  of  tibiae  narrowly  pale.  Wings 
brownish,  with  the  usual  dark  brown  suffusion  over  the  base  of  Cula. 
A  pale  area  before  the  stigma,  extending  from  just  below  the  costa 
across  the  base  of  the  disqal  cell  into  the  base  of  cell  Mj3.  A  slightly  paler 
shade  towards  the  end  of  cell  M,  and  another  in  cell  M,.  Cross-vein  r 
meeting  base  of  R2.  Cut  fused  with  Ms  for  a  short  distance.  Halteres 
brownish,  knob  lighter. 

Lcnght  of  body,  18  mm.;  wing  27  mm. 

S.  W.  Celebes:  Gunong  Bonthain,  2000  m.,  forest  (Bunnemeyer). 

A  rather  distinct  species  by  the  colour  of  the  abdomen.  Differs  from 
the  members  of  the  umbrinus  group,  which  it  otherwise  resembles,  by  the 
absence  of  the  dark  pleural  stripe. 

Nephrotoma  flavoscutellata  sp.  n. 

§.  Head  orange,  without  black  vertical  spot,  but  wTith  a  dark  brown 
area  behind  each  eye.  Frontal  tubercle  moderately  large.  First  antennal 
segment  orange,  the  rest  black.  Palpi  black.  Rostrum  blackish  above  and 
at  the  sides,  nasus  well  developed,  with  black  hair.  Thorax:  Pronotum 
dull  yellow  in  the  middle,  black  at  th,e  sides.  Pi’aescutum  with  three  separate 
shining  black  stripes,  not  margined  with  dull  black,  the  middle  stripe 
reaching  the  front  margin,  the  lateral  stripes  continued  backwards  across 
the  scutum,  and  with  a  dull  black  area  below  the  tip  in  front,  and  so  ap¬ 
pearing  bent  downwards.  Scutellum  dull  orange.  Postnotum  dull  yellow, 
with  a  double  black  apical  spot.  Pleura  with  some  small  indefinite  light 
brown  markings.  Abdomen  with  the  first  tergite  black,  yellow  at  the 
sides;  2 — 5  orange,  each  with  a  rather  small  black  apical  triangle,  the  outer 
corners  of  which  do  not  reach  the  lateral  margins ;  6 — 8  black.  Sternitcs 
1 — 5  orange,  6 — 8  black.  Ovipositor  reddish,  valves  rather  blunt.  Legs 
black ;  bases  of  femora  and  tibiae  ochreous ;  coxae  orange.  Wings  almost 


170 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  2. 


hyaline,  costal  cell  slightly  more  yellowish,  stigma  dark  brown,  nearly  bare. 
Iis,  Ro  +  8,  and  R2  all  about  equal  in  length.  Discal  Cjell  moderately 
small,  quite  twice  as  long  as  broad.  Cell  M*  just  sessile  or  with  very 
short  stem.  Halteres  with  blackish  knob. 

Length  of  body  14  mm. ;  wing,  12.5  mm. 

Java:  Buitenzorg,  20.  IX.  1922,  type  <J>  in  the  British  Museum. 
Buitenzorg,  VI.  1920,  and  Soekamadjoe,  VII.  1922,  2  paratype  $$  in 
the  Buitenzorg  Museum. 

Though  superficially  very  like  N.  javensis  (Dol.)  this  species  is  really 
well  distinguished  by  the  black  palpi,  dull  yellow  instead  of  shining  black 
or  brownish  seutellum,  and  the  turned-down  ends  of  the  lateral  praescutal 
stripes.  It  is  probably  a  widely  spread  Oriental  species,  and  perhaps  occurs 
in  India,  since  Brunetti  in  his  discription  of  N.  javensis  says  the  seutellum 
“May  be  either  wholly  dull  yellow  or  wholly  shining  black ’ \ 

Neplirotoma  javensis  (Dol.). 

Java:  Tjibodas,  1500  m.  16.  VIII.  1921,  1  $  collected  by  native. 
Neplirotoma  virgaia  (Coq.). 

Java:  Tjibodas,  1400  m.  23.  VIII.  1921,  1  $  (Karny). 

Although  this  specimen  may  possibly  not  be  correctly  determined,  it  is 
certainly  the  same  as  those  I  have  recorded  as  N.  virgaia  from  Formosa.  A 
peculiarity  of  this  species  is  that  both  the  seutellum  and  the  postnotum  are 
distinctly  shining,  this  distinguishing  it  from  N.  ocliripleuris  (de  Meij.)  and 
other  allied  forms.  The  markings  of  the  postnotum,  are  rather  light  brownish 
in  this  specimen,  not  black. 

Neplirotoma  nigrithorax  (de  Meij.) 

Java:  Tjitjoeroek  Salak,  1000  m.  6.  III.  1921,  1  $  (Karny). 

Tip  via  ( Tipulodina )  magnicornis  End. 

Sumatra:  Lampong,  13.  XI.  1921,  two  hours  above  W,ai  Lima,  1  $ 
(Karny). 

The  wing  of  this  specimen  agrees  exactly  with  Enderlein’s  figure  except 
that  it  is  rather  broader,  as  would  be  expected  in  the  female  sex;  it  may 
therefore  be  identified  with  some  certainty.  Enderlein  did  not  describe  the 
legs  of  his  type.  The  specimen  before  me  shows  the  following  characters: 
Front  femora  rather  dark  brown,  with  a  distinct  yellowish-white  ring  near 
the  tip,  tip  itself  black;  tibiae  blackish  with  one  rather  broad  white  ring, 
distant  its  own  length  from  the  tip ;  first  tarsal  segment  with  about  the  basal 
half  and  the  apical  sixth  black,  the  rest  white;  second  segment  white,  base 
narrowly  black,  third  and  fourth  white ;  fifth  black.  Mid  legs  missing. 
Hind  femora  without  the  subapieal  pale  ring;  hind  tibiae  with  two  white 
rings,  one  near  the  base  and  the  other  near  the  tip,  broader  than  that  on  the 
front  tibia  w  first  tarsal  segment  only  narrowly  black  at  the  base,  tip  and 
remaining  segments  missing.  The  antennae  are  about  as  long  as  the  thorax, 


F.  W.  Edwards:  Diptera  Nematocera . 


171 


the  tips  of  most  of  the  flagellar  segments  pale..  There  is  a  small  dark  dot 
at  the  posterior  corner  of  the  sternoplenra.  which  is  not  present  in  members 
of  the  pedata  group.  The  description  of  the  legs  may  be  completed  from  a 
female  specimen  in  the  British  Museum  from  Siam  (Bulsit  Besar,  2500  ft. 
Robinson  and  Annandale),  and  a  male  from  Sarawak  (Kuching, 
IIewitt).  In  the  former  the  mid  legs  are  like  the  front  ones  except  that 
the  femur  lacks  the  white  ring;  in  the  latter  the  second  and  third  segments 
of  the  hind  tarsi  are  wholly  white.  In  T.  venusta  Walk.,  which  is  generally 
very  similar  to  T.  magnicornis ,  the  antennae  have  the  flagellar  segments  only 
narrowly  ringed  with  black  at  the  base;  the  praescutum  is  broadly  pale 
oehreous  at  the  sides;  the  abdomen  is  differently  marked,  having  conspicuous 
ochreous  triangles  at  the  ba*al  lateral  corners  of  each  segment,  the  first 
segment  of  the  front  and  middle  tarsi  has  no  black  at  the  tip,  and  that  of 
the  hind  tarsi  is  more  broadly  black  at  the  bp.se;  and  in  the  wings,  the  base 
of  cell  Mi  is  devoid  of  the  slight  darkening  characteristic  of  T.  magnicornis. 
The  species  described  by  Brunetti  as  T .  venusta  is  quite  a  different  insect,  as 
shown  by  comparison  of  the  types.  T.  cinctipes  de  Mkij.  which  is  represented 
in  the  British  Museum  by  two  females  from  Ceylon,  differs  from  both  the 
above  species  in  its  entirely  dark  flagellum,  in  the  much  narrower  cell  Ax,  and 
in  the  slightly  smokey  wings,  with  the  veins  of  the  cord  much  more  broadly 
darkened. 

Alexander  has  quoted  T.  magnicornis  as  a  synonym  of  T.  pedata  Wild, 
but  this  is  I  thjink  certainly  incorrect;  T .  pedata  differs  from  all  the  above- 
mentioned  species,  inter  alia,  in  having  a  dark  spot  about  the  middle 
of  qell  M. 

Tipula  (Tipulodina)  fuscitarsis  sp.  n. 

</.  Head  blackish,  rostrum  ochrcous-brown  above.  Frontal  tubercle 
small  but  distinct,  sharp-pointed.  Antennae  a  little  longer  than  the  head 
and  thorax  together,  first  segment  pale  ochreous  except  at  the  tip,  the 
rest  entirely  black;  flagellar  segments  (except  the  first)  with  slight  basal 
thickening.  Palpi  with  the  basal  segments  black,  terminal  segment  ochreous 
except  at  the  base.  Thorax  brownish-ochreous ;  praescutum  almost 
entirely  occupied  by  three  confluent  dark  brown  stripes,  the  middle  one 
with’  a  faintly  indicated  blackish  median  line.  Scutellum  blackish.  A  b- 
d  o  m  e  n  with  the  first  segment  mainly  blackish  except  ,at  the  base ;  second 
tergite  not  unusually  long,  ochreous  at  the.  sides,  blackish  in  the  middle; 
remaining  segments  dark  brown,  lighter  at  the  base  laterally.  Hvpopygium 
resembling  that  of  T.  pedata  as  described  and  figured  by  Alexander,  but 
median  lobe  of  ninth  tergite  broader,  its  sides*  densely  beset  with  rather  long 
sharp  black  spines;  ninth  sternite  not  produced  into  a  point;  inner  clasper  of 
more  complicated  structure.  Legs:  Front  and  middle  pairs  detached.  Front 
(?)  femora  dingy  brownish,  the  tip  very  narrowly  darker;  tibiae  black  with  a 
rather  narrow  white  ring  placed  rather  more  than  its  own  width  distant  from 


172 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


the  tip ;  first  tarsal  segment  entirely  blockish ;  second  dark  brown  at  the  base, 
yellowish  apically;  third  yellowish,  with  some  dark  hair  at  the  base  on  the 
upper  side;  fourt  and  fifth  dark  brown.  Middle  (?)  legs  similar,  but  first 
tarsal  segment  broadly  yellowish-white  at  the  tip,  and  second  only  very 
narrowly  dark  at  the  base.  Hind  femora  more  broadly  dark  at  tip;  tibiae 
with  two  white  rings,  the  subapical  broader  than  the  subbasal  one ;  basal  half 
of  first  tarsal  segment  dark,  the  outer  half  and  the  whole  second  segment 
white.  W  ings  narrow ;  yen  at  ion  and  markings  practically  as  figured  by 
Alexander  for  T.  pedata ;  a  distinct  dark  spot  immediately  beyond  the  middle 
of  cell  M. 

uength  of  body,  18  mm.;  wing,  17  mm. 

Java:  Buitenzorg,  28.  III.  1920.  1  d*  (Siebers).  Type  in  the  British 
Museum. 

Although  this  is  certainly  very  closely  related  to  T.  pedata  Weed.,  I  feel 
sure  it  must  be  distinct  on  account  of  the  coloration  of  the  tarsi  and  differences 
in  the  hypopygium. 

Tipula  (Tipulodina)  tinctipes  sp.  n. 

$.  Head  dark  brown,  with  a  median  darker  line.  Frontal  tubercle 
small  and  pointed.  Antennae  with  the  scape  ochreous,  flagellum  black, 
rather  shorter  than  the  thorax.  Palpi  dark  brown,  end  of  last  segment 
paler.  Rostrum  ochreous  above.  The  rax  ochreous,  pleura  unmarked, 
mesonotum  rather  darker  than  pleura;  praescutum  with  a  conspicuous  but 
not  sharply-margined  black  median  line.  Postnotum  dark  in  the  middle 
and  posteriorly.  Abdomen  with  a  blackish  V  on  the  first  segment; 
second  segment  very  long  and  slender,  dark  brown;  third  and  fourth 
gradually  enlarging,  dark  brown  with  a  transverse  lighter  brown  band 
at  the  base;  fifth  to  eighth  dark  brown,  with  basal  lateral  ochreous  triangles. 
Legs:  Front  and  middle  femora  ochreous  with  black  tips;  tibiae  blackish 
each  with  a  rather  narrow  subapical  whitish  ring;  first  tarsal  segment  blackish, 
with  a  rather  broad  whitish  ring  which  leaves  the  tip  narrowly  dark;  last 
four  segments  brownish  ochreous,  lighter  beneath.  Hind  femora  rather  darker 
than  the  others;  tibiae  with  two  whitish  rings,  the  subapical  narrower  than 
the  subbasal ;  tarsi  like  those  of  the  other  legs.  Wings  resembling  those 
of  T.  pedata  Wied.  (as  figured  by  Alexander),  but  there  is  a  small  dark  spot 
at  the  base  of  Rs,  the  spot  in  cell  M  is  slightly  before  the  middle,  and  cell  Ax 
is  broader. 

Lenght  of  body,  26  mm. ;  wing  20  mm. 

Java:  Buitenzorg,  20.  X.  1920,  1  $.  Type  in  the  British  Museum. 

Although  it  is  quite  possible  that  this  may  be  cither  the  female  of  T. 
fuscitarsis  or  perhaps  a  variety  of  T.  pedata  Wjed.  it  seems  to  be  distinct 
from  both  by  the  leg  markings. 

Tipula  gedehpna  de  Meij. 

Java:  Pangsango,  3000  in.,  XII.  1919,  1  $  (W.  Docters  v.  Leeuwenj. 


DER  FARBENWECHSEL  DER  AUGEN  BEI  MANTIDEN 


von 

E.  Jacobson, 
(Fort  de  Kock). 


Den  bei  Hymenopus  coronatus  Oliv.  von  mir  beobachtetcn  abendlichen  Far- 
benwechsel  der  Augen  0)  konnte  ich  seither  auch  bei  einer  anderen  Mantide, 
Ilierodula  (Parhierodula)  venosa  Oliv.  beobachten.  Bei  dieser  Art  ist  die 
Intensitat  der  Farbung  jedoeh  eine  viel  geringere. 

Des  Abends,  sobald  das  Tier  aktiv  wird,  farbt  sicb  die  kleinere  vordere 
Halfte  des  Auges  in  einem  blassen  Purpur,  wahrend  der  Farbenwechsel  bei 
der  grosseren  hinteren  Halfte  erst  spater  eintritt  und  bedeutend  schwacher 
ist.  Tagsiiber  erscheint  die  Vorderseite  des  Auges  dagegen  in  einem  helleren 
Griin  als  die  Hinterseite.  Nur  in  der  Mitte  der  Vorderseite  bleibt  ein  kaum 
wahrnehmbarer  braunlicher  Schimmer  iibrig.  Derselbe  ist  nieht  zu  ver- 
wechseln  mit  dem  sehwarzen  Augenfleck,  weleher  sich  im  Inneren  des  Auges 
zeigt,  immer  an  der  Stelle  wo  der  Sehstrahl  das  Mantidenauge  trifft  und 
weleher  also  den  Ort  weehselt  je  nach  dem  Standpunkt,  aus  welchem  das 
Auge  betrachtet  wird. 

Der  oben  erwahnte  Farbenwechsel  ereignet  sich  des  Abends  nur,  wenn 
das  Insekt  tatig  ist  und  der  N,ahrungssuchc  naehgeht.  Ein  Exemplar, 
welches  in  einem  kleinen  Behiilter  einen  Tag  ohne  Nahrung  blieb,  zeigte  in  der 
Ruhe  auch  des  Abends  nur  einen  sehr  blassen  Purpurschimmer  an  der 
Vorderseite  der  Augen.  Dass  die  Farbung  im  Ruhezustand  aufhort 
oder  stark  zuriickgeht,  ^vurde  friiher  ebenfalls  bei  Hymvnopus  coronatus 
beobachtet. 

Fort  dc  Kock,  26.  Februar  1924. 


(1)  Treubia,  Vol.  II,  Liv.  1,  p.  136. 


173 


NEW  STAPHYLINIDAE  FROM  THE  DUTCH  EAST  INDIES. 


By 

Malcolm  Cameron  M.  B.,  R.  N.,  F.  E.  S. 
(London). 


Eupiestus  rufobrunneus  n.  sp. 

Reddish-brown,  shining;  head  subtriangular,  rather  coarsely,  closely 
punctured.  Thorax  6-carinate,  the  median  pair  of  keels  broadly  interrupted 
in  the  middle,  coarsely  and  closely  punctured.  Antennae  ferruginous.  Legs 
reddish-testaceous.  Length  2.5  mm.  About  the  size  and  build  of  E.  scul¬ 
pt  icollis  Kr.  but  differs  in  the  colour,  narrower  and  longer  head,  much 
less  fine  and  closer  puncturation,  stouter  antennae,  more  closely  punctured 
thorax,  and  more  coarsely  punctured  elytra  and  abdomen.  Head  subtriangular, 
the  front  broadly  rounded,  deeply  impressed  on  either  side,  in  the  middle 
umbonate,  closely  and  finely  punctured  up  to  the  anterior  margin  ;j  vertex 
deeply  triangularly  impressed;  eyes  rather  large  and  prominent,  bounded 
internally  by  a  fine  keel,  postocular  space  small,  rounded,  the  whole  surface 
closely  and  moderately  coarsely  punctured.  Antennae  with  2nd  and  3rd 
joints  equal,  4th  and  5th  scarcely  transverse,  6th  larger  than  the  preceding, 
7th  to  10th  distinctly  transverse.  Thorax  slightly  transverse,  the  sides 
for  the  anterior  two  thirds  very  slightly  rounded,  feebly  denticulate,  the 
posterior  third  obliquely  narrowed  to  the  base;  diso  with  six  narrow  acute 
keels,  the  median  pair  interrupted  about  the  middle  by  a  broad  impression, 
the  anterior  parts  of  the  keels  slightly  convergent  in  front,  the  posterior 
parts  parallel  behind,  in  front  divergent  and  almost  joining  the  intermediate 
keels  on  either  side,  these  sinuate  not  reaching  the  anterior  or  posterior 
border,  the  lateral  extending  along  the  anterior  two  thirds  of  the  margin; 
the  fossae  formed  by  these  keels  coarsely  and  closely  punctured,  the/  keels 
impunctate  and  more  shining.  Elytra  a  little  longer  and  broader  than  the 
thorax,  scarcely  transverse,  each  wdth  four  keels,  the  interspaces  very  coar¬ 
sely  and  seriately  punctured.  Abdomen  rather  coarsely  and  closely  punctured 
anteriorly,  coriaceous. 

Dutch  East  Indies.  Two  examples. 

Priochirus  (Catacamptus)  karnyi  n.  sp. 

Black,  shining;  head  broadly  excavate  in  front,  on  either  side  with  a 


174 


175 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


stout  tooth  dentate  below;  1st  joint  of  antennae  emarginate  at  apex,  the 
penultimate  joints  strongly  transverse;  thorax  with  the  sides  multipunctate, 
elytra  with  the  sides  biserially  punctured  nearly  to  the  apex.  Length  11  mm. 

Differs  only  from  P.  extensus  Fauv.  in  the  multipunctate  sides  of  the 
thorax  (in  extensus  only  3  or  4  punctures  are  present)  and  elytra  and  the 
less  obsolete  biserial  punctuation  of  the  abdominal  segments. 

2  examples.  Tjibodas  1500  m.  VIII.  1921.  (Dr.  H.  Karny  coll.) 

Phloeonomus  apicalis  n.  sp.  (Fauvel  in  litt.) 

Depressed,  oblong-ovate,  yellowish  red,  moderately  shining;  apex  of 
the  elytra  and  apex  of  the  abdomen  more  or  less  infuscate.  Thorax  without 
disced  impressions;  first  5  joints  of  the  antennae  and  the  legs,  yellow. 
Length  1.75  mm.  Smaller  and  narrower  than  P.  sumatrensis  Bernii.  more 
shining  and  more  brightly  coloured  and  much  more  finely  punctured.  Head 
reddish  or  reddish-brown,  finely  shagreened,  extremely  finely  and  sparingly 
punctured;  last  6  joints  of  the  antennae  black,  distinctly  transverse.  Thorax 
about  twice  as  broad  as  long,  without  trace  of  dorsal  impressions,  the  sides 
gently  rounded,  posterior  angles  obtuse,  lightly  impressed,  finely  shagreened, 
extremely  finely,  obsoletely  and  sparingly  punctured.  Elytra  twice  as  long 
,as  the  thorax,  very  slightly  widened  behind,  shagreened,  finely,  moderately 
closelj'  punctured.  Abdomen  finely  shagreened,  scarcely  perceptibly  punc¬ 
tured. 

2  examples.  (1)  Wai  Lima,  Lampongs.  Sumatra:  XI — XII.  1921 
(Karny).  (2)  Holland.  Indien.  Type  in  my  collection  from  Si  Rambe, 
Sumatra  XII.  1890,  III.  1891  (Modigliani). 

Trogophloeus  oxyteloides  n.  sp. 

Shining  chestnut-brown,  the  head  and  abdomen  darker;  thorax  strongly 
transverse  with  a  broad  and  deep  impression  on  either  side  of  the  middle 
line  which  is  carinate;  elytra  nearly  twice  as  long  as  the  thorax;  antennae 
and  legs  testaceous.  Length  3.5 — 4  mm. 

A  somewhat  anomalous  species  with  facies  recalling  on  Oxytelus  of  the 
kraatzi  group,  especially  in  the  shape  of  the  thorax.  Head  transverse,  im- 
punctate,  shining  pitch  black,  the  eyes  rather  prominent,  their  diameter 
about  as  long  as  the  temples  which  are  slightly  rounded  and  furnished 
with  a  minute  tubercle  immediately  behind  eyes  and  rapidly  converge  to 
the  broad  neck.  Vertex  convex,  rather  deeply  impressed  longitudinally  im¬ 
mediately  internal  to  the  antennal  tuberosities  and  in  the  middle  with  a 
fine  impressed  line;  clypeus  smooth  and  shining.  Antennae  rather  long  not 
much  thickened  apieally,  the  2nd  joint  a  little  shorter  than  the  3rd,  the 
4th  a  little,  the  5th  scarcely  longer  than  broad,  the  6th  to  10th  about  as 
long  as  broad,  the  11th  longer  than  the  10th  conical.  Thorax  shining, 
castaneous,  strongly  transverse,  scarcely  wider  than  the  head,  voidest  just 
behind  the  rounded  anterior  angles,  the  sides  rounded  at  the  widest  part 


176 


Treubly  Vol.  VI,  Livr.  2. 


and  gradually  converging  posteriorly  in  a  nearly  straight  line  to  the  obtuse 
posterior  angles;  disc  on  either  side  of  the  middle  with  a  large  impression 
extending  nearly  to  the  posterior  and  lateral  margins  and  in  front  to  the 
anterior  third,  separated  from  each  other  by  a  shining  keel ;  the  impressions 
rather  closely  and  moderately  coarsely  punctured,  the  rest  of  the  surface 
very  finely  and  very  sparingly  punctured.  Elytra  much  wider  than,  and  (about 
twice  as  long  as  the  thorax,  a  little  widened  behind,  pitchy  black,  closely 
and  moderately  coarsely  punctured,  finely  pubescent.  Abdomen  gradually 
narrowed  behind,  blackish,  the  apex  fusco-testaeeous,  very  finely  and  very 
sparingly  punctured,  very  sparingly  pubescent. 

3  examples:  two  from  Tjibodas  VIII.  1921  Dr.  Daaimerman,  and  one 
from  Sebesi  IV.  1921  Dr.  Dammerman,  in  this  the  postocular  tubercle  is  less 
distinct  and  the  elytra  shorter,  about  iy2  times  the  length  of  the  thorax. 

Oxytelopsis  rufotestacea  n.  sp. 

Nearly  opaque,  yellowish-red,  clypeus  shining;  thorax  with  the  sides 
finely  crenulate.  Lateral  sulci  obsolete,  the  median  narrow.  Antennae  and 
legs  testaceous.  Length  2  mm. 

Much  smaller  and  narrower  than  0.  pseudopsina  Fauv.  «and  of  brighter 
colour,  antennae  entirely  testaceous,  central  area  of  the  clypcus  elevated  and 
shining,  anterior  angles  of  the  thorax  less  produced  and  more  rounded,  sides 
of  thorax  more  rounded,  sculpture  distinctly  finer. 

Head  transverse,  rugose,  the  front  margin  rounded,  antennal  tuberosities 
and  an  elevated  median  clypeal  space,  shining;  temples  rounded,  about  as 
long  as  the  diameter  of  the  somewhat  prominent  eyes.  Vertex  bifoveolate; 
antennae  with  the  2nd  to  8th  joints  very  small,  9th  to  11th  much  broader, 
forming  a  club.  Thorax  fully  twice  as  broad  as  long,  widest  about  the  middle, 
the  sides  rounded  and  finely  crenulate,  narrowest  at  the  obsolete  posterior 
angles;  median  furrow  narrow,  feeble,  the  lateral  obsolete,  the  sides  somewhat 
explanate,  sculpture  rugose.  Elytra  broader  and  longer  than  the  thorax, 
transverse,  more  coarsely  sculptured  than  the  fore-parts.  Abdomen  scarcely 
perceptibly  sculptured,  pubescence  yellow,  fine,  sparing  and  very  short. 

2  examples.  Prinsen  Eil.,  21.  I.  1922  (Dr.  Dammerman). 

Osorius  kamyi  n.  sp. 

Black,  shining;  head  longitudinally  strigose  in  front,  broadly  and  feebly 
emarginatc  with  a  small  tubercle  immediately  behind  the  anterior  border  in 
the  middle  line,  at  the  sides  longitudinally  tuberculpte ;  thorax  with  the  sides 
very  slightly  rounded,  not  explanate  at  the  posterior  angles,  rather  finely 
and  closely  (at  the  sides  asperately)  punctured.  Antennae  and  legs  reddish 
testaceous.  Length  6  mm.  Very  similar  in  build  to  0.  eppelsheimi  Bernh. 
but  smaller,  the  strigosiiies  not  interrupted  between  the  antennal  tuberosities, 
the  sides  rno^e  distinctly  tuberculate  and  with  a  small  median  shining  tubercle 
immediately  behind  the  anterior  border,  thorax  a  little  shorter  and  much 


17? 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


more  closely  punctured  and  asperate  at  the  sides,  the  elytra  more  finely  and 
thickly  punctured.  It  agrees  with  0.  crib  ruin  Bernh.  in  the  presence  of  a 
small  tubercle  in  front  of  the  licjad,  but  is  much  smaller  than  that  species. 

2  examples.  Tjibodas  1400  m.  24.  V.  1922  (Dr.  Dammerman). 

Osorius  truncatus  n.  sp. 

Black,  shining;  front  of  head  entirely  longitudinally  and  finely  strigose, 
alutaceous,  opaque,  anterior  margin  truncate.  Thorax  as  long  as  broad,  the 
sides  slightly  rounded,  posterior  angles  not  explanate,  moderately  finely  and 
moderately  closely  punctured.  Antennae  and  legs  rufo-testaceous.  Length 
4 — 5  mm.  About  the  size  and  general  facies  of  0.  frontalis  Fauv.  but  the 
sculpture  of  the  head  is  entirely  different,  the  sides  of  the  thorax  rounded  and 
not  constricted  before  the  base,  the  puncturation  rather  closer. 

Head  black,  the  vertex  and  antennal  tuberosities  shining,  front  finely 
longitudinally  strigose  up  to  the  anterior  border,  alutaceous,  the  sides  also 
strigose  not  at  all  tuberculate;  antennae  reaching  back  to  the  posterior  angles 
of  the  thorax,  the  8th  to  10th  joints  monilifornu  Tliopax  as  long  as  broad, 
the  sides  slightly  rounded  and  gradually  narrowed  behind,  narrowly  margined 
throughout,  with  a  small  longitudinal  impression  in  front  of  the  rounded 
posterior  angles;  puncturation  moderately  fine  and  moderately  close,  simple, 
median  line  impunetate.  Elytra  longer  than  broad,  about  as  closely,  but 
more  superficially  punctured  than  the  thorax.  Abdomen  finely  and  sparingly 
punctured,  yellow  pubescent. 

6  examples.  Verlaten  Eiland  (4)  IV.  1920.  Type.  Krakatau  (2)  IV. 
1920  (Dr.  Dammerman). 

Stenus  (Mesostenus)  bemhaueri  n.  sp. 

Black,  shining,  the  fore  parts  coarsely  and  rugosely  punctured;  elytra 
w’ith  a  small,  very  obscure  orange  spot  posteriorly.  Intermediate  tibiae  in  the 
cf  with  a  small  black  tooth  before  the  apex  internally.  Antennae  slender, 
the  first  3  or  4  joints  testaceous,  the  rest  infuscate,  legs  testaceous.  Length 
5.2  mm.  Closely  allied  to  8.  posticus  Fauv.  but  less  robust,  the  elytijal  spot 
much  smaller  and  less  distinct.  Head  much  broader  than  the  thorax,  shining, 
the  frontal  furrows  broad  and  shallow,  the  intermediate  area  but  slightly  raised 
and  without  a  smooth  shining  plaque;  sculpture  moderately  coarse  and  close; 
palpi  testaceous.  Thorax  longer  ttyan  broad,  widest  about  the  middle,  the 
sides  sligtly  rounded  and  narrowed  anteriorly,  straighter  behind,  rather 
more  shining  than  the  head,  the  puncturation  much  coarser  and  more  rugose. 
Elytra  a  little  longer  than  the  thorax,  parallel,  less  shining  than  the  thorax, 
the  puncturation  considerably  less  coarse  than  that  of  the  thorax,  in  front 
of  the  posterior  border  with  a  small  and  very  obscure  orange  spot.  Abdomen 
rather  broadly  margined  throughout,  gradually  narrowed  from  base  to  apex, 
puncturation  rather  coarse  and  close  (especially  at  the  bases  of  the  anterior 
segments)  but  gradually  becoming  much  finer  posteriorly,  the  last  two  very 

12 


178 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


finely,  but  moderately  closely  punctured;  apex  with  two  short,  slender  poin¬ 
ted  spines. 

d*-  intermediate  tibiae  at  the  inner  side  near  the  apex  with  a  small 
black  spur;  5th  ventral  segment  impressed  posteriorly  in  the  middle  line, 
the  sides  of  the  impression  carinate;  6th  ventral  segment  broadly,  shallowly 
emarginate. 

4  examples.  Malabar  near  Bandung,  1600  m.  26.  XII.  1920  (I)r.  Dam- 
merman).  (Type  cf  ).  Tjibodas. 

Stenus  (Mesostenus)  anepsius  n.  sp. 

Black,  shining,  fore-parts  coarsely  and  rugosely  punctured,  disc 
cf  thorax  uneven,  elytra  with  very  obscure  spot.  Antennae  with  the  first 
3  joints  testaceous.  Legs  and  palpi  testaceous,  knees  scarcely  infuscate. 
Length  5.5  mm.  Very  similar  to  the  preceding  but  a  little  narrower,  the 
thorax  with  an  impression  on  either  side  of  the  middle  line,  the  sculpture 
of  the  elytra  coarser,  the  elytral  spot  much  more  obscure  (more  visible 
when  viewed  laterally)  and  the  puncturation  of  the  abdomen  distinctly 
finer  anteriorly. 

3  examples.  Tjibodas  1400  m.,  VIII.  1921  (Dr.  Dammerman). 

Stenus  (Mesostenus)  malabarensis  n.  sp. 

Black,  shining,  abdomen  subaeneous;  elytra  slightly  widened  behind, 
shorter  than  the  thorax,  with  a  small  obscure  orange  spot  posteriorly;  fore¬ 
parts  rugose;  abdomen  finely  coriaceous,  rather  finely  punctured;  anten¬ 
nae  slender  the  first  4  joints  testaceous;  legs  testaceous,  the  apices  of  the 
femora  and  the  bases  of  the  tibiae  infuscate;  palpi  testaceous.  Length 
5  mm.  Near  S.  fruhstorferi  Bernh.  but  distinguished  by  the  darker  anten¬ 
nae,  infuscate  legs  and  the  colour  of  the  elytra. 

Head  as  broad  as  the  elytra  at  the  base,  frontal  furrows  broad  and 
shallow,  the  vertex  behind  with  a  small  narrow  shining  plaque,  punctur¬ 
ation  coarse,  close  and  rugose.  Thorax  longer  than  broad,  widest  at  the 
middle,  obliquely  impressed  on  either  side,  sides  moderately  rounded  in 
front,  straightcr  behind,  puncturation  coarser  than  that  of  the  head,  more 
or  less  longitudinally  confluent.  Elytra  narrow  the  base,  slightly 
widened  behind,  together  deeply  marginate  posteriorly,  shorter  along  the 
suture  than  the  thorax,  puncturation  similar  to  that  of  the  thorax,  post¬ 
eriorly  with  a.  small  round  orange  spot  nearer  the  lateral  margin  than  the 
suture;  abdomen  strongly  bordered,  gradually  narrowed  from  base  to  apex, 
shining,  finely  coriaceous,  subaeneous,  moderately  finely  and  closely 
punctured  on  the  anterior  segments,  much  more  finely  and  sparingly  behind, 
apex  with^  two  short  spines. 

2  examples  ($$)  Malabar  near  Bandung  1600  m.  25.  XII.  1920  (Dr.  Dam- 
merman)  (Type) ;  Pangrango  2000  m.  V.  1922  (Dr.  Dammerman). 


179 


M.  Cameron:  New  Staphylinidac. 


Stenus  (Hemistenus)  pangrangoensis  n.  sp. 

Black,  shining,  glabrous,  tlic  fore-parts  very  coarsely  punctured,  the 
abdomen  very  finely  margined,  cylindrical,  very  finely  and  sparingly 
punctured.  Antennae  with  the  first  5  joints  testaceous;  legs  and  palpi 
testaceous.  Length  3.2  mm.  A  broad  headed  species  with  thick  cylindrical 
abdomen  recalling  the  facies  of  the  subgenus  llypostemis ,  but  having  all  the 
segments  very  finely  and  completely  bordered.  Head  at  least  as  broad  as 
the  elytra,  coarsely  and  closely  punctured,  the  frontal  furrows  moderately 
deep,  the  vertex  behind  with  a  narrow  smooth  polished  space,  the  front 
internal  to  the  base  of  the  antennae  with  a  polished  keel;  antennae  slender, 
scarcely  reaching  the  posterior  angles  of  the  thorax,  the  penultimate  joints 
slightly  longer  than  broad.  Thorax  a  little  longer  than  broad,  widest 
about  the  middle,  the  sides  rounded  and  equally  narrowed  anteriorly  and 
posteriorly,  middle  of  disc  sometimes  feebly  longitudinally  impressed, 
puncturation  very  coarse,  coarser  than  that  of  the  head  and  more  or  less 
longitudinally  confluent.  Elytra  scarcely  as  long  as  the  thorax,  parallel, 
about  as  long  as  broad,  the  puncturation  similar  to  that  of  the  thorax. 
Abdomen  cylindrical,  very  finely  margined  throughout,  very  finely  and 
rather  sparingly  punctured,  a  little  less  finely  and  more  closely  at  the 
bases  of  the  anterior  segments,  sparingly  pubescent;  terminal  segment 
with  two  fine,  sligthly  dccurved  spines.  Fourth  tarsal  joint  narrowly  bilo- 
bed,  first  much  longer  than  the  last. 

0* :  6th  ventral  segment  triangularly  excised. 

11  examples.  Pangrango  3000  m.  Vlil.  1921,  V.  1922  (Dr.  Dammerman). 
Pinophilus  senescens  n.  sp. 

Narrow,  black,  shining,  elytra  castaneous;  apex  of  abdomen,  antennae, 
palpi  and  legs  rufotostaceous ;  vertex  and  front  of  head  impunctate;  thorax 
transverse,  narrowed  in  front,  closely  and  moderately  finely  punctured; 
elytra  more  coarsely  punctured;  abdomen  finely  and  rather  closely  punc¬ 
tured,  pubescence  grey.  Length  7  mm. 

A  small,  narrow  species  with  shining  impunctate  frons,  slightly  trans¬ 
verse  thorax  which  is  narrower  at  the  anterior  than  at  the  posterior  angles. 
Head  small,  narrower  than  the  thorax,  the  sides  of  the  front  and  of  the 
vertex  rather  closely  and  finely  punctured,  the  punctures  umbilicate,  the 
rest  of  the  surface  impunctate;  antennae  short,  not  reaching  the  posterior 
angles  of  the  thorax,  the  2nd  and  3rd  joints  subequal,  a  little  longer  than 
broad,  4th  to  6th  subequal,  a  little  shorter  than  the  preceding,  7th  as  long 
as  broad,  8th  to  10th  transverse,  11th  scarcely  longer  than  the  10th.  Thorax 
slightly  transverse,  shining,  but  less  so  than  the  head,  distinctly  narrower 
at  the  rounded  anterior,  than  at  the  obtuse  posterior  angles,  the  sides 
straight,  disc  with  narrow  impunctate  shining  line  not  reaching  the  anterior 
border,  the  rest  of  the  surface  closely  covered  with  umbilicate  punctures 
larger  than  those  of  the  head,  pubescence  moderate,  grey.  Elytra  as  wide 


180 


Treubia  Voe.  VI,  Livr.  2. 


as,  but  a  little  longer  than  the  thorax,  a  little  longer  than  broad,  the  punctur- 
ation  coarser  than  that  of  the  thorax,  close  and  rugulose,  pubescence  as  on 
the  thorax.  Abdomen  black,  the  posterior  margin  of  the  5th  (visible)  and 
whole  of  the  6th,  rufotestaceous,  the  first  two  segments  pretty  closely  and 
moderately  finely  punctured,  the  following  more  sparingly,  pubescence 
semi-erect,  rather  close  and  grey. 

3  examples.  Verlaten  Eil.  IV.  &  IX.  1920.  (Type).  Krakatau  (l>r. 
Dammerman)  . 

Oedichirus  excellens  n.  sp. 

Shining,  red,  the  head,  elytra  and  last  two  abdominal  segments,  black; 
antennae,  palpi  and  legs  testaceous,  the  knees  narrowly  infuscate.  Length 
6.2  mm.  Head  black,  shining,  transversely  orbicular,  nearly  as  wide  as  the 
thorax,  pilose,  sculpture  consisting  of  a  transverse  row  of  small  punctures 
before  the  base,  an  irregular  group  of  larger  ones  between  the  eyes,  the 
front  and  greater  part  of  the  vertex  being  impunctate;  antennae  reaching 
the  base  of  the  elytra,  the  2nd  to  4th  joints  subequal,  elongate,  5th  to  10th 
gradually  decreasing  in  length,  the  last  scarcely  longer  than  broad,  as  long 
as  the  11th.  Thorax  red,  longer  than  broad,  widest  at  the  junction  of  the 
first  and  second  thirds,  the  sides  rounded  and  narrowed  anteriorly,  behind 
narrowed  in  a  nearly  straight  line;  disc  on  either  side  with  a  row  of  7  large 
punctures,  the  2nd  pairs  being  more  approximate  than  the  rest,  the  lateral 
margin  with  a  row  of  5  or  6  smaller  punctures  and  between  these  two  rows, 
with  a  curved,  somewhat  irregular  row  of  4  or  5  large  punctures ;  sparingly 
pilose.  Elytra  wider  and  a  little  shorter  along  the  suture  than  the  thorax, 
a  little  widened  posteriorly,  the  sides  rounded,  rather  coarsely  and  closely 
punctured,  sparingly  pilose,  rather  deeply  emarginate  posteriorly.  Abdomen 
cylindrical  pilose,  the  first  four  visible  segments  red,  each  with  three 
transverse  rows  of  moderately  coarse  punctures,  the  last  two  black,  much 
more  finely  and  irregularly  punctured;  anal  spines  black,  decurved,  apex 
ferruginous. 

2  examples  $$  Krakatau  IX.  1920  (Type)  (Dr.  Dammerman).  Klein 
Kombuis,  Java  Sea  (Dr.  Dammerman). 


Paederus  dammermani  n.  sp. 

Head  and  thorax  black,  subopaque,  shagreened;  elytra  blue-green,  shin¬ 
ing;  antennae  black,  the  1st  joint  testaceous,  the  2nd  to  4th  fusco-testa- 
eeous;  palpi  testaceous;  legs  black,  the  base  of  the  femora  and  tarsi  brown. 
Length  8,75  mm. 

Near  P.  praecellcns  Bernh.,  but  differing  in  the  black  antennae  and 
less  coarse  puneturation  of  the  head  and  thorax.  Head  short-oval,  fully  as 
broad  as  the  thorax,  the  eyes  moderate,  flat;  front  deeply  and  broadly  im¬ 
pressed  on  either  side  within  the  antennal  tuberosities,  the  clypeus  impunc- 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae, 


181 


tate,  the  rest  of  the  surface  rather  finely  and  not  very  closely  punctured, 
very  distinctly  shagreened.  Antennae  with  all  the  joints  much  longer  than 
broad,  very  slightly  decreasing  in  length  from  the  4th  to  the  10th,  11th  a 
little  longer  than  the  preceding.  Thorax  long  oval,  the  middle  with  a  fine 
impressed  line  posteriorly,  rather  less  finely  and  a  little  more  closely  punc¬ 
tured  than  the  head,  similarly  shagreened.  Elytra  narrower  and  shorter  than 
the  thorax,  narrower  at  the  base,  the  sides  straight,  slightly  widened  behind, 
coarsely,  closely,  rugosely  punctured.  Abdomen  moderately  shining,  much 
less  distinctly  shagreened  than  the  head,  moderately  finely  and  not  very 
closely  punctured,  the  6th  segment  more  shining  .and  less  distinctly 
shagreened  than  the  others. 

Tjibodas,  1500  m,  VIII.  1921  (Dr.  Karny). 

Paederus  lombockianus  n.  sp. 

Moderately  shining,  head  ferruginous,  thorax  bright  red ;  elytra  metallic 
blue-green;  abdomen  bflack;  antennae  reddish-test, aceous,  the  middle  joints 
more  or  less  infuscate,  palpi  testaceous;  femora  more  or  less  reddish-brown, 
tibiae  and  tarsi  black.  Length  10  mm.  Size  and  general  facies  of  P.  sijt- 
lioffi  Bernh.  but  the  head  is  entirely  dark  red,  larger  and  orbicular,  the 
elytra  bluish-green,  much  more  coarsely  sculptured.  Head  orbicular  as 
broad  as  the  thorax,  moderately  finely  and  sparingly  punctured  and  without 
ground  sculpture;  antennae  slender,  all  the  joints  longer  than  broad.  Thorax 
longer  than  broad,  as  broad  as  the  elytra  behind,  the  sides  gently  rounded, 
narrower  behind  than  in  front,  the  sides  sparingly  and  rather  finely  punc¬ 
tured  without  ground-sculpture.  Elytra  a  little  shorter  than  the  thorax, 
narrowed  at  the  base  and  widened  behind,  coarsely,  transversely-rugulosely 
punctured.  Abdomen  finely  and  sparingly  punctured,  without  ground 
sculpture. 

<f :  6th  ventrail  segment  deeply  excised,  the  sides  of  the  excision  nearly 
parallel,  the  apex  rounded;  5th  with  an  oval  impression  (extending  nearly 
the  whole  length  of  the  segment  in  the  middle  line)  strongly  asperate  and 
pubescent. 

2  examples.  Lombok,  Segare  Anak  1925  m.  13.  V.  1909  (J.  Elbert). 

Astenus  sumatrensis  n.  sp. 

Rufous,  elytra  reddish-yellow  wdth  oval  black  spot;  abdomen  brown, 
the  5th  (visible)  segment  black,  apical  margin  testaceous.  Antennae  and 
legs  yellow.  Length  4  mm.  Very  similar  in  colour  to  A .  maculipennis  Kr., 
but  broader,  the  head  shorter,  thorax  and  elytra  broader,  the  latter  more 
coarsely  sculptured,  the  spot  smaller  and  not  extending  to  the  epipleurae. 

Head  a  little  longer  than  broad,  as  broad  as  the  elytra,  the  posterior 
angles  rounded,  sculpture  dose  and  umbilicate;  antennae  slender,  all  the 
joints  longer  than  broad.  Thorax  narrower  than  the  head,  a  little  longer 
than  broad,  the  sides  with  5  moderately  long  setae,  sculpture  as  on  the 


182 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


head.  Elytra  a  little  longer  than  the  thorax,  longer  than  broad,  with  a  small 
oval  black  spot  near  the  posterior  border  and  nearer  the  lateral  margin  than 
to  the  suture,  puncturation  close  and  asperate.  Abdomen  finely  and  closely 
punctured,  more  finely  behind. 

2  examples  (99^  Holland.  Ind.;  VTai  Lima,  Lampongs,  S.  Sumatra 
XI — XII.  1921  (Dr.  H.  Karny). 

Stilicus  pruinosus  n.  sp.  (Eppelsheem  in  litt.). 

Black,  scarcely  shining,  elytra  moderately  shining  with  slight,  metallic 
reflex;  antennae  and  legs  testaceous,  the  knees  slightly  infuscate.  Length 
4.2  mm. 

Very  similar  to  S.  velutinus  Fauv.  but  at  once  distinguished  from 
that  species  by  the  entire  absence  of  a  testaceous  border  to  the  elytra 
posteriorly.  Head  subquadrate,  not  coarctate'as  in  S.  velutinus  but  with 
the  posterior  angles  obtusely  rounded,  much  broader  than  the  thorax, 
puncturation  very  fine,  very  close  and  rugulose,  but  not  so  fine  as  in 
S.  velutinus:  antennae  with  the  2nd  joint  shorter  than  the  3rd,  3rd  to  7th 
longer  than  broad  gradually  decreasing  in  length,  8th  to  10th  about  as 
long  as  broad.  Thorax  a  little  longer  than  broad,  the  anterior  angles  round¬ 
ed,  the  sides  obliquely  narrowed  to  the  neck,  more  gradually  contracted 
behind,  puncturation  very  fine,  very  close  and  rugulose.  Elytra  a  little 
longer  and  much  wider  than  the  thorax,  a  little  longer  than  broad,  shining 
black  with  distinct  metallic  reflex,  very  finely  and  very  closely  punctured, 
finely  and  closely  pubescent.  Abdomen  black,  very  closely  and  very  finely 
punctured  and  pubescent  throughout. 

7  examples.  Tjibodas  1400  in.  23.  V.  1922  (Dr.  Dammkrman). 

Medon  (Hypomedon)  renominatus  n.  sp. 

Pitchy,  scarcely  shining,  head  black,  densely  and  finely  punctured, 
thorax  densely  and  finely  granular;  elytra  reddish  more  or  less  infuscate 
posteriorly,  densely,  finely,  asperately  punctured;  abdomen  densely  and 
finely  punctured;  antennae  and  legs  testaceous,  2nd  to  4th  joints  of  the 
former  infuscate.  Length  2.75  mm. 

A  small  obscure  species,  with  the  gular  sutures  separated  by  a  smooth 
shining  space.  Head  black,  greasy  lustrous,  transversely  quadrate  as  wide 
as  the  thorax,  eyes  small,  temples  parallel,  the  posterior  angles  narrowly 
rounded,  disc  with  fine  median  raised  line,  the  rest  of  the  surface  densely 
and  finely  punctured;  antennae  reaching  the  posterior  angles  of  the  thorax, 
ihe  2nd  and  3rd  joints  of  equal  length,  4th  to  6th  slightly  longer  than 
broad,  gradually  decreasing  in  length.  7th  as  long  as  broad,  8th  to  10th 
slightly  transverse.  Thorax  trapezoidal,  a  little  broader  than  long,  the 
sides  nearly  straight,  narrower  behind  than  in  front,  the  disc  with  fine 
elevated  shining  line,  the  rest  of  the  surface  densely  and  finely  granulate. 
Elytra  broader,  and  one  third  longer  than  the  thorax,  densely,  finely, 


M.  Cameron:  New  S.taphylinidae . 


183 


asperat.ely,  punctured  and  finely  pubescent.  Abdomen  pitchy,  greasy- 
lustrous  exceedingly  finely  and  closely  punctured  and  pubescent  throughout. 

2  examples.  Tjampca,  Buitenzorg,  1.  X.  1922.  (Dr.  Dammerman). 

Medon  (Charichirus)  siebersi  n.  sp. 

Black,  nearly  opaque,  densely  punctured,  the  postero-extemal  angles 
of  the  elytra  broadly  testaceous ;  head  subquadrate,  antennae  and  legs 
reddish  testaceous,  the  2nd  to  the  8th  joints  of  the  former  blackish.  Length 
5.5  mm.  Very  near  M.  chinensis  Boh.  but  readily  distinguished  by  the 
different  pattern  of  the  colouring  of  the  elytra,  these  are  black  with  nearly 
one  half  of  the  epipleurae  posteriorly,  the  postero-external  angles,  the 
posterior  borders  and  the  extreme  end  of  the  sutural  margin  testaceous, 
thus  a  large  yellow  triangular  spot  occupying  the  postero-external  region 
of  the  elytra  is  formed,  moreover  the  eyes  are  larger  and  the  temples  shorter, 
the  posterior  angles  more  strongly  rounded,  the  puncturation  of  the  fore¬ 
parts  is  a  little  finer  and  that  of  the  abdomen  more  dense. 

4  examples.  Kei  Eil.  1922.  (II.  C.  Siebers). 

Medon  (Charichirus)  dammermani  n.  sp. 

Black,  greasy-lustrous,  the  postero-external  angles  and  the  suture  of 
the  elytra  narrowly  testaceous;  head  quadrate;  antennae  and  legs  reddish 
testaceous,  the  2nd  to  8th  joints  of  the  former  blackish.  Length  5.5  mm. 

Very  similar  to  the  preceding  but  less  opaque,  the  elytral  epipleurae 
testaceous  for  scarcely  the  posterior  fourth,  the  posterior  border  more 
narrowly  and  the  suture  also  narrowly  and  obscurely  testaceous,  thus  a 
small  yellow  triangular  spot  is  formed  at  the  postero-latcral  region,  of  the 
eiytra,  moreover  the  head  is  flatter,  the  eyes  more  prominent  and  the 
posterior  angles  less  broadly  rounded,  the  thorax  is  shorter  and  the  abdomen 
rather  less  densely  punctured. 

2  examples.  Krakatau  IX.  1920  (Type).  Prinsen  Eil.  I.  1922  (Dr.  Dam- 
merman). 

Scopaeus  laticollis  n.  sp. 

Moderately  shining,  head  black  or  blackish,  quadrate,  thorax  and 
abdomen  brown,  the  former  not  carinate  at  the  base,  elytra  fuscous  wTith 
the  base  more  or  less  paler;  antennae  reddish-testaceous,  the  2nd  joint  a 
little  shorter  than  the  3rd,  the  penultimate  slightly  transverse;  legs  testa¬ 
ceous.  Length  3.75  mm.  Remarkable  by  the  thorax  being  broader  than 
usual  in  this  genus  and  the  entire  absence  of  a  keel  and  depressions  at 
the  base.  Head  as  broad  as  long,  scarcely  broader  than  the  thorax,  the 
temples  parallel,  the  posterior  angles  briefly  rounded,  the  base  emarginate, 
black  or  brownish-black,  slightly  shining,  extremely  finely  and  densely 
punctured  and  pubescent;  antennae  with  the  2nd  joint  stouter  but  scarcely 
shorter  than  the  3rd  which  is  very  slightly  longer  than  broad;  4th  to  6th 


184 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


scarcely  longer  than  broad,  subequal.  7th  to  10th  as  long  as  broad.  Thorax 
only  slightly  longer  than  broad,  rather  shining,  castaneous,  scarcely  per¬ 
ceptibly  punctured  and  without  trace  of  keel  or  depressions  at  the  base. 
Elytra  broader  and  longer  than  the  thorax,  longer  than  broad,  moderately 
shining,  infuscate,  the  base  more  or  less  obscure  testaceous,  densely  and 
finely  punctured  and  pubescent.  Abdomen  lighter  than  the  fore-parts,  the 
5th  (visible)  segment  more  or  less  infuscate,  extremely  finely  and  pretty 
densely  punctured  and  pubescent. 

3  examples.  Tjibodas  1400  m.  VTIT.  1921.  (Dr.  Dammerman). 

Cryptobium  nigrum  n.  sp. 

Black,  shining;  antennae  and  legs  testaceous,  head  widest  behind; 
thorax  with  broad  im punctate  longitudinal  median  space,  on  either  side 
with  series  of  17  or  18  small  punctures,  the  anterior  ones  more  or  less  paired, 
externally  with  a  narrow  impunctate  space  extending  from  the  anterior  to 
the  posterior  borders,  the  sides  rather  coarsely,  closely  and  irregularly 
punctured.  Length  8  mm.  Size  and  general  facies  of  C.  rosti  Schub.  but 
the  head  rather  wider  behind  with  coarser  and  much  more  sparing  punctur- 
ation,  the  thorax  less  cylindrical,  the  puncturation  more  sparing,  the  elytra 
longer,  rather  less  deeply  punctured  and  the  abdomen  less  finely  punctured. 
Head  broader  than  the  thorax,  widest  behind,  narrowed  anteriorly,  the 
front  with  a  few  fine  scattered  punctures,  the  vertex  narrowly  impunctate, 
the  temples  rugulose,  the  rest  of  the  surface  with  moderately  coarse  and 
moderately  close  puncturation  intermixed  with  a  few  very  fine  scattered 
punctures;  all  the  antennal  joints  distinctly  longer  than  broad.  Thorax 
longer  than  broad  a  little  broader  in  front,  gradually  and  slightly  narrowed 
behind,  the  disc  rather  broadly  and  longitudinally  impunctate,  on  either 
side  with  a  row  of  17  or  18  rather  small  punctures  of  which  the  posterior 
9  or  10  form  a  single  row  and  the  anterior  ones  are  irregularly  paired, 
externally  with  a  narrow  impifnetate  space  reaching  from  the  anterior  to 
the  posterior  border,  the  sides  with  larger  and  moderately  close  punctures. 
Elytra  one  third  as  long  again  as  the  thorax  closely  and  rather  coarsely 
punctured.  Abdomen  moderately  finely  and  rather  closely  punctured. 

d* :  6-th  ventral  segment  deeply  triangularly  emarginate. 

2  examples,  d*  (Type)  Verlaten  Eil.  IV.  1920.  9  Krakatau.  (Dr. 
Dammerman)  . 

Xantholinus  (s.  str.)  javanicus  n.  sp. 

Black,  shining,  elytra  and  abdomen  pitchy;  head  oval  oblong,  the  lateral 
furrows  punctiform,  vertex  and  front  smooth,  the  sides  and  posterior 
region  very  finely  and  sparingly  punctured;  thorax  with  dorsal  row  of  5 
fine  punctures;  antennae  fusco-ferruginous  the  first  three  joints  red;  legs 
testaceous.  Length  4  mm.  Somewhat  resembling  Leptacinus  parum - 
punctatus  Gyll.  in  general  facies,  but  very  different  in  the  oval  oblong 


185 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


head  (recalling  the  shape  in  Mitomorphus  Kr.)  the  punctiform  lateral 
furrows,  longer  and  narrower  thorax  and  the  much  smaller  punctures  of 
the  dorsal  row.  Head  black,  shining,  oval  oblong,  the  base  coarctate,  frontal 
furrows  distinct  parallel,  the  lateral  punctiform,  very  finely  and  sparingly 
punctured  on  the  sides  and  behind;  antennae  with  the  2nd  and  3rd  joints 
short,  subequal,  4th  to  10th  transverse,  gradually  increasing  in  width, 
the  penultimate  nearly  twice  as  broad  as  long.  Thorax  widest  at  the 
rounded  anterior  angles,  about  twice  as  long  as  broad,  a  little  broader  than 
the  head,  narrowed  and  slightly  sinuate  posteriorly,  the  disc  on  either  side 
with  5  fine  obsolete  punctures  of  which  the  posterior  pair  of  each  side 
are  the  largest,  the  sides  in  front  with  a  curved  row  of  5  obsolete  punctures. 
Elytra  pitchy,  a  little  longer  and  wider  than  the  thorax,  extremely  finely 
very  sparingly  and  obsoletely  punctured.  Abdomen  pitchy,  the  posterior 
margins  of  the  segments  testaceous,  very  finely  and  very  sparingly  punctured. 

2  examples.  Tjibodas  1400  m.  VIII.  1921.  (Dr.  Dammerman). 

Xantholinus  (s.  str.)  pemitidus  n.  sp.  (Fauvel  in  Jitt.). 

Black,  shining,  head  oval,  the  posterior  angles  broadly  rounded,  the 
base  coarctate,  front  and  vertex  impunctate,  the  sides  and  posteriorly  finely 
and  sparingly  punctured.  Thorax  with  dorsal  series  of  8  or  9  moderate 
punctures,  a  lateral  row  of  5  or  6  fine  punctures  and  2  or  3  larger  ones  be¬ 
hind  the  anterior  angles.  Elytra  shorter  than  the  thorax,  very  slightly 
widened  behind,  puncturation  rather  large  and  superficial,  moderately  close 
on  the  disc,  much  finer  on  the  epipleurae.  Antennae  with  the  first  3  joints 
red,  the  rest  fusco-ferruginous.  Legs  reddish.  Length  9  mm. 

Head  oval,  narrowed  in  front,  a  little  wider  than  the  thorax,  rather 
finely  and  quite  sparingly  punctured,  the  front  and  vertex  anteriorly  im¬ 
punctate;  frontal  furrows  rather  fine,  short,  the  lateral  obsolete;  antennae 
with  the  2nd  joint  scarcely  longer  than  the  3rd,  the  4th  to  the  10th  trans¬ 
verse,  gradually  increasing  in  breadth.  Thorax  twice  as  long  as  broad,  the 
anterior  angles  broadly  rounded,  narrowed  and  scarcely  sinuate  posteriorly, 
the  sculpture  as  above  indicated.  Elytra  a  little  shorter  than  the  thorax, 
very  slightly  widened  behind,  sparingly  pubescent.  Abdomen  extremely 
finely  and  very  sparingly  punctured  and  pubescent. 

4  examples.  Pangrango  2400—3000  m.  YITT.  1921,  V.  1922  (Dr.  Dam- 
merman). 


Thyreocephalus  castaneipennis  n.  sp. 

Black,  shining,  the  elytra  castaneous,  pubescence  scanty,  coarse  and 
yellow;  head  broad  behind  narrow  in  front,  the  posterior  angles  broadly 
rounded,  wider  than  the  thorax;  thorax  with  a  large  puncture  behind  the 
anterior  angle;  elytra  moderately  coarsely  and  rather  closely  punctured  in 
the  sutural  region  and  posterior  margin,  and  with  a  subhumeral  row  of  about 
12  punctures  extending  to  the  posterior  margin,  the  epipleurae  rather  closely 


186 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


and  moderately  finely  punctured,  the  intervening1  spaces  smooth ;  abdomen 
rather  finely  and  not  closely  punctured;  antennae  with  the  first  3  joints 
red,  shining,  the  following  dull,  fusco-ferruginous.  Legs  red.  Length  13  to 
16.5  mm.  One  of  the  largest  and  most  robust  of  this  genus;  the  head 
(including  the  closed  mandibles)  distinctly  triangular  and  longer  than 
broad,  frontal  furrows  shallow,  intra-ocular  and  postocular  punctures 
adjacent  to  the  eye,  with  a  few  along  the  posterior  border,  otherwise 
impunctate.  Antennae  with  the  2nd  joint  shorter  than  the  3rd,  4th  to  10th 
transverse  scarcely  increasing  in  width  but  diminishing  in  length.  Thorax 
except  for  a  large  puncture  behind  the  anterior  angles  and  a  row'  along  the 
extreme  borders,  impunctate.  Elytra  scarcely  as  long  as  the  thorax,  longer 
than  broad. 

7  examples.  Merauke,  S.  N.  Guinea. 

Philonthus  elegantissimus  n.  sp. 

Very  shining,  very  sparingly  punctured;  head  and  elytra  black,  the  base 
broadly,  the  suture  and  posterior  margin  narrowly  rufo-testaceous ;  thorax 
red  w'ith  dorsal  rowr  of  4  or  5  small  punctures;  abdomen  brown,  the  posterior 
margins  of  the  segments  red;  antennae  with  the  first  2  or  3  and  the  last 
2  joints  reddish  testaceous;  legs  testaceous.  Length  5.5  mm. 

Var.  a.  Head  entirely  red. 

Var.  b.  Head  and  abdomen  entirely  red. 

Closely  allied  to  P.  rufiventris  Cam.  of  Ceylon,  but  the  antennae  are  a 
little  longer,  the  penultimate  joints  scarcely  transverse,  the  thorax  a  little 
broader,  the  sides  more  narrowed  anteriorly  and  the  colour  of  the  abdomen 
different.  Head  black  shining,  narrower  than  the  thorax,  subquadrate,  the 
temples  slightly  convergent  posteriorly,  the  angles  rounded,  median  intra¬ 
ocular  punctures  widely  separated,  behind  the  eyes  on  each  side  with  an 
oblique  row  of  three  small  punctures,  and  a  fewr  on  the  temples  otherwise 
impunctate;  antennae  with  the  2nd  joint  shorter  than  the  3rd,  the  4th  to 
7th  very  slightly  longer  than  broad,  8th  to  10th  scarcely  transverse.  Thorax 
a  little  longer  than  broad,  the  sides  nearly  straight,  slightly  narrow’ed  in 
front,  with  dorsal  rowr  of  5  small  punctures,  sometimes  only  4,  or  the  series 
asymmetrical.  Scutellum  pitchy  with  8  or  9  moderate  punctures.  Elytra 
about  as  long  as  the  thorax,  as  long  as  broad  of  the  colour  above  indicated 
with  basal  (4  or  5),  sutural  (4  or  5),  humeral  (5),  and  subhumeral  (6  or  7) 
rows  of  fine  setiferous  punctures,  otherwise  smooth.  Abdomen  with  a  trans¬ 
verse  row  of  fine  punctures  at  the  base  and  apical  margin  of  each  segment, 
otherwise  impunctate.  :  anterior  tarsi  dilated,  head  a  little  wider,  6th  ven¬ 
tral  segment  acutely  triangularly  impressed  and  emarginate. 

6  examples.  Tjibodas.  1400  m.  VIII.  1921  (Dr.  Hammerman). 

Philonthus  gracilentus  n.  sp. 

Black,  shining,  thorax  red  wTith  dorsal  row'  of  5  punctures,  elytra  with 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


187 


the  posterior  border  narrowly  testaceous ;  abdomen  pitchy,  the  posterior  mar- 
fdns  of  the  segments  ferruginous,  very  densely  and  finely  punctured; 
antennae  with  the  first  two  joints  reddish  testaceous,  the  last  two  yellow. 
Legs  yellow.  Length  5.5  mm.  In  build  somewhat  resembling  P.  ventraZis 
Gr.  but  the  head  and  thorax  are  broader,  the  antennae  longer  and  the  colour 
entirely  different.  Head  black  shining,  suborbicular,  narrower  than  the 
thorax,  the  median  intra-ocular  punctures  widely  separated,  the  temples  and 
behind  the  eyes  with  4  or  5  setiferous  punctures,  otherwise  impunctate; 
antennae  with  the  2nd  joint  shorter  than  the  3rd,  4th  to  9th  a  little  longer 
than  broad,  gradually  decreasing  in  length,  10th  as  long  os  broad,  11th  longer 
than  the  10th.  Thorax  a  little  longer  than  broad,  the  sides  nearly  straight, 
a  little  narrowed  in  front,  the  disc  with  a  row  of  5  small  punctures  on  either 
side,  sometimes  only  4  and  sometimes  asymmetrical,  at  the  sides  with  3  or 
4  others.  Scutellum;  densely  and  finely  punctured  and  pubescent,  pitchy 
black.  Elytra  as  long  as  the  thorax,  as  long  as  broad,  less  shining,  plumbeous, 
the  extreme  posterior  margin  obscurely  testaceous,  very  finely  and  very 
closely  punctured  and  pubescent.  Abdomen  gradually  narrowed  from  base 
to  apex,  blackish,  slightly  iridescent,  the  posterior  margins  of  the  segments 
bright  reddish-testaceous,  very  finely  and  very  closely  punctured  and  pubes¬ 
cent,  ventral  segments  broadly  testaceous  behind.  <£  :  head  broader,  anterior 
tarsi  dilated,  6th  ventral  segment  triangularly  excised. 

7  examples.  Tjibodas  1400  m.  VIII.  1921;  V.  1922  (Dr.  Dammerman). 

Belonuchus  ferrugatus  Er.  var.  ruficeps  n. 

Differs  from  the  type  by  its  larger  size  (11  to  12  mm:),  the  entirely 
ferruginous  head  and  the  posterior  margin  of  the  5tli  and  the  whole  of  the 
6th  (visible)  abdominal  segments  only  distinctly  ferruginous. 

2  examples.  Tjibodas  1500  m.  VIII.  1921  (Dr.  Karny). 

Conosoma  ruficeps  n.  sp. 

Head  ferruginous,  thorax  and  elytra  pitchy,  the  sides  and  posterior 
margin  of  the  former  and  the  base  of  the  latter  reddish  testaceous;  abdomen 
pitchy  the  apex  rufescent;  sides  of  the  elytra  with  two  long  setae;  antenpae 
and  legs  testaceous.  Length  (abdomen  extended)  2.3  mm.  Head  dark  red, 
shining  impunctate;  antennae  just  reaching  the  posterior  angles  of  the  tho¬ 
rax,  the  3rd  joint  shorter  than  the  2nd,  4th  to  10th  compressed,  subequal 
viewed  on  the  flat,  and  about  as  long  as  broad.  Thorax  transverse  with 
rectangular  posterior  angles,  scarcely  perceptibly  punctured,  pubescence 
yellow  exceedingly  fine.  Elytra  as  long  as  the  thorax,  transverse  with  punc- 
turation  and  pubescence  as  on  the  thorax.  Abdomen  narrowed  from  base  to 
apex,  sides  and  apex  furnished  with  long  black  setae,  exceedingly  finely  and 
closely  punctured,  with  fine  close  yellow  pubescence. 

8  examples.  Tjibodas  1400  m.  VIII.  1921;  V.  1922  (Dr.  Dammerman). 


188 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


PART  II.  Aleocharinae. 

Oligota  (Holobus)  karayi  n.  sp. 

Obscure  pitchv-red,  shining,  the  head  posteriorly  and  the  4th  and 
5th  abdominal  segments  infuse, ate.  Antennae  and  legs  testaceous.  Length 
1.1  mm. 

A  minute  narrow  somewhat  depressed  species  with  pointed  abdomen  and 
having  the  general  facies  of  a  minute  Acrotona  much  narrower  than 
O.  pnsillima  Or.  Head  .sparingly,  scarcely  perceptibly  punctured ; 
antennae  reaching  the  base  of  the  elytra,  moderately  stout,  the  4th  to  9th 
joints  transverse,  the  penultimate  about  twice  as  broad  as  long,  but  scarcely 
differentiated  into  a  club.  Thorax  very  finely,  moderately  closely  punctu¬ 
red,  finely  and  sparingly  pubescent.  Elytra  a  little  broader  but  as  long  as 
the  thorax,  transverse,  rather  more  strongly,  but  about  as  closely  punctured 
as  the  thorax,  the  punctures  asperate,  very  finely  pubescent.  Abdomen  (in 
extended  examples)  much  longer  than  the  fore-parts,  extremely  finely  and 
moderately  closely  punctured,  finely  and  sparingly  pubescent. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XT.  and  XII.  1921  (Karny),  17  examples. 

Gyrophaena  (s.  str.)  sparsuta  n.  sp. 

Black,  shining;  thorax  with  a  row  of  three  punctures  on  either  side  of 
the  middle,  the  first  of  them  on  the  anterior  border;  elytra  extremely  finely, 
sparingly  punctured.  Antennae  with  the  first  three  joints  testaceous,  the 
rest  more  or  less  infuscate.  Legs  testaceous.  Length  1.4  mm. 

Size  and  build  of  G.  flavipes  Shp.  but  with  stouter  antennae,  the 
penultimate  joints  being  much  more  transverse,  the  thorax  with  a  row  of 
punctures  and  the  elytra  less  sparingly  punctured.  Head  finely  and  spa¬ 
ringly  punctured,  without  ground  sculpture.  Antennae  with  the  4th  to  10th 
joints  transverse,  gradually  increasing  in  width,  the  penultimate  about  twice 
as  broad  as  long.  Thorax  twice  as  broad  as  long,  the  disc  with  three  small 
punctures  on  either  side  the  first  of  them  on  the  anterior  border,  externally 
with  two  or  three  others.  Elytra  a  little  broader  than  the  thorax,  transverse, 
extremely  finely  and  sparingly  punctured.  Abdomen  extremely  finely  and 
very  sparingly  punctured,  finely  and  sparingly  pubescent. 

Wai  Lima,  Sumatra.  XT.  and  XTT.  1921.  (Karny)  .  9  examples  not  pre¬ 
senting  definite  secondary  sexual  characters. 

Gyrophaena  kamyi  n.  sp. 

Minute,  shining,  black  or  pitchy,  the  apex  of  the  abdomen  and  sometimes 
the  base  more  or  less  fusco-testaceous.  Thorax  with  three  punctures  on 
either  side  of  the  middle,  the  first  of  them  at  the  anterior  border;  elytra  extre¬ 
mely  finely  and  very  sparingly  punctured.  Antennae  testaceous,  more  or 
less  infuscate  towards  the  apex.  Legs  testaceous.  Length  scarcely  1  mm. 

A  minute  obscure  species  with  broad  head  and  very  similar  in  build 


189 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


to  G.  oblita  Shp.  but  differs  in  the  longer  antennae,  the  punctures  on 
thorax  and  the  much  less  closely  punctured  elytra.  Head  broad,  very  finely 
and  very  sparingly  punctured.  Antennae  reaching  the  base  of  the  elytra, 
thickened  from  the  4th  joint,  the  penultimate  about  twice  a.s  broad  as  long. 
Thorax  fully  twice  as  broad  as  long  with  three  punctures  on  either  side  of 
the  middle  lino,  the  first  of  them  at  the  anterior  border,  and  with  two  or 
three  others  externally,  and  without  ground  sculpture.  Elytra  a  little  longer 
and  broader  than  the  thorax,  transverse,  extremely  finely  and  very  sparingly 
punctured  and  with  very  fine  transversely  strigose  ground  sculpture.  Ab¬ 
domen  gradually  narrowed  behind,  extremely  finely  and  very  sparingly 
punctured,  the  sides  and  apex  with  numerous  short  stiff  setae. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XL  and  Xll.  1921  (Karny).  3  examples  without 
definite  secondary  sexual  characters. 

Gyrophaena  clavicornis  n.  sp. 

Minute,  shining,  black  or  pitchy,  apex  of  abdomen  and  sometimes  the 
base  more  or  less  fusco-testaecous;  thorax  with  three  very  fine  punctures  on 
cither  side  of  the  middle  line,  the  first  of  them  at  the  anterior  border;  elytra 
extremely  finely  sparingly  punctured.  Antennae  and  legs  testaceous,  the 
former  stout,  more  or  less  infuscate  at  apex.  Length  0.75  mm. 

Smaller,  more  slender  and  parallel  than  the  preceding,  with  narrower 
head  and  thorax  and  shorter,  thicker  antennae  which  scarcely  extend  beyond 
the  middle  of  the  thorax,  the  penultimate  joints  about  three  times  as  broad 
as  long.  Elytra  extremely  finely  and  extremely  sparingly  punctured,  dis¬ 
tinctly  coriaceous.  Abdomen  scarcely  perceptibly  punctured,  finely  trans¬ 
versely  strigose,  the  sides  and  apex  with  short  stiff  setae.  The  6th  ventral 
segment  in  some  examples  is  a  little  more  produced  and  are  presumably 
males. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XL  and  XII.  1921.  (Karny,  No,  228:  „29.  XI.  In 
der  ehemaligen  Pfefferplantage,  2  Wegstunden  oberhalb  Wai  Lima,  an  der 
Unterseitc  von  Iiolzschwammen,,).  Numerous  examples. 

Eusteniamorpha  ferruginea  n.  sp. 

Head  and  thorax  ferrugineous  red,  nearly  opaque;  elytra  castaneous 
shining,  the  base  reddish;  abdomen  shining,  the  4th  and  5th  (visible) 
segments  pitchy.  Antennae  and  legs  reddish-testaceous.  Length  25  mm. 

Head  pentagonal,  produced  and  rounded  in  front,  the  eyes  a  little 
prominent,  shorter  than  the  temples,  these  converging  posteriorly;  vertex 
with  a  small  shining  plaque  in  front  of  the  neck,  the  rest  of  the  surface 
closely,  moderately  coarsely,  somewhat  rugosely  punctured.  Antennae 
reaching  a  little  beyond  the  base  of  the  elytra,  the  2nd  and  3rd  joints  sub  equal, 
the  4th  to  9th  all  distinctly  longer  than  broad,  the  lltli  elongate  pointed, 
nearly  as  long  as  the  two  preceding  together.  Thorax  broader  than  the 
head,  very  strongly  rounded  and  dilated  in  front,  very  strongly  contracted 


190 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


and  then  slightly  expanded  at  the  obtuse  posterior  angles,  the  sides  mar¬ 
gined;  base  nearly  smooth,  foveate  before  the  seutellum,  more  anteriorly 
with  a  narrow  groove,  closely,  moderately  coarsely,  rugosely  punctured, 
except  the  base  and  the  sides  of  the  dilated  portion  posteriorly.  Elytra 
shorter  and  broader  than  the  thorax,  transverse,  convex,  the  sides  slightly 
rounded,  shining,  moderately  coarsely  and  much  less  closely  punctured  than 
the  thorax,  more  sparingly  near  suture.  Abdomen  narrowed  at  the  base, 
distinctly  enlarged  behind,  -the  first  two  visible  segments  keeled  in  the 
middle,  very  finely  and  not  very  closely  punctured  throughout,  very  finely 
pubescent. 

Tjibodas,  1400  m.  24.  V.  1921.  3  examples. 

This  genus  may  possibly  be  identical  with  Eustenia  Fauv.  but  if 
so,  the  description  of  the  tarsi  as  given  by  that  author  viz.  4,  4,  5  must 
be  amended  to  3,  4,  4. 

Minioxypoda  n.  gen. 

Facies  of  Oxypoda  Mannerh.  but  tarsal  formula  4,  5,  5  and  the 
labial  palpi  2- jointed.  Labrum  transverse,  rounded  at  the  sides,  slightly 
emarginate  in  front.  Mandibles  rather  short,  stout,  pointed,  the  right  with 
distinct  tooth  near  middle  of  inner  border.  Outer  lobe  of  maxilla  narrow, 
pointed,  the  apex  with  a  few  long  cilia;  inner  lobe  with  four  or  five  teeth 
at  inner  side  of  apex,  followed  by  eleven  or  twelve  moderately  long  spines. 
Maxillary  palpi  with  the  1st  joint  very  short,  2nd  longer,  3rd  yet  longer 
than  preceding,  very  slightly  and  gradually  thickened  towards  apex,  4th 
subuliform,  scarcely  half  as  long  as  3rd.  Tongue  as  long  as  broad,  the  sides 
straight,  the  anterior  border  gently  rounded.  Labial  palpi  2-jointed,  1st 
joint  rather  long,  cylindrical,  2nd  narrower  than  1st  and  about  half  as 
long.  Temples  bordered  below ;  gular  sutures  separated.  Prosternum  broad¬ 
ly  rounded  behind ;  prothoracic  epipleurae  not  visible  when  viewed  laterally ; 
mesosternum  keeled,  mesosternal  process  narrow,  pointed,  keeled,  extending 
completely  between  the  intermediate  coxae  and  meeting  the  short  blunt 
metasternal  process;  middle  coxae  narrowly  separated;  episterna  of  the 
metasternum  extending  beyond  the  elytra.  Tarsi  4,  5,  5;  the  anterior  pair 
with  the  first  three  joints  short  and  subequal,  the  4th  as  long  as  the  three 
preceding  together;  middle  pair  with  1st  joint  as  long  as  the  two  following 
together,  4th  as  long  as  3rd,  5th  as  long  as  3rd  and  4th  together;  posterior 
pair  with  1st  joint  as  long  as  5th,  as  long  as  2nd  and  3rd  together.  Tibiae 
finely  ciliate,  the  middle  and  posterior  with  a  feeble  seta  at  the  middle  of 
the  outer  borders.  Elytra  strongly  sinuate  postcro-cxteraally.  Winged.  Type 
M.  rufa. 

Mimoxypoda  rufa  n.  sp. 

Narrow,  elongate,  abdomen  strongly  pointed;  shining  rufo-testaceous, 
the  elytra  infuscSte.  Antennae  reddish-testaceous  the  last  joint  infuscate. 
Legs  testaceous.  Length  (in  well  extended  examples)  2.75  to  3  mm. 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae.  191 


Head  rounded,  narrower  than  thorax,  very  finely  and  moderately 
closely  punctured,  finely  pubescent,  eyes  rather  large,  not  prominent. 
Antennae  with  2nd  joint  a  little  longer  than  1st,  3rd  shorter  than  2nd,  4th 
and  5th  a  little  longer  thpi  broad,  6th  and  7th  as  long  as  broad,  8th 
to  10th  transverse  gradually  increasing  in  breadth,  11th  short,  oval  longer 
than  the  two  preceding  together.  Thorax  transverse,  widest  at  the  obtuse 
posterior  angles,  the  sides  evenly  rounded  and  gradually  narrowed  to  the 
rounded  anterior  angles,  base  finely  bordered,  feebly  Insinuate,  very  finely, 
moderately  closely  punctured  and  finely  pubescent.  Elytra  as  long  as 
and  scarcely  narrower  than  the  thorax,  transverse,  very  finely  and  more 
closely  punctured  than  the  thorax,  finely  pubescent.  Abdomen  elongate, 
longer  than  the  fore-parts  and  strongly  pointed  to  the  apex,  finely  and 
rather  closely  punctured  and  pubescent,  a  little  less  closely  on  the  last 
two  segments,  apex  with  some  black  setae. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XI.  and  XII.  1921  (Karny).  8  examples. 

Thamiaraea  (?)  terminalis  n.  sp. 

Black,  shining,  elytra  dark  brown;  abdomen  almost  impunctate.  An¬ 
tennae  black,  the  first  two  joints  pitchy  testaceous,  the  11th  testaceous. 
Legs  testaceous,  femora  brown.  Lenght  3.2  mm. 

Provisionally  placed  in  Thamiaraea  in  the  absence  of  material  for 
complete  dissection  of  the  mouth  parts;  the  terminal  joint  of  the  labial 
palpi  is  much  shorter  however  than  in  that  genus,  much  shorter  than  joints 
1 — 2,  it  will  probably  require  the  erection  of  a  new  genus  of  the  Thamia- 
raeini. 

Facies  and  colour  very  similar  to  Gnypela  carbonaria  Mannerh. 
but  a  little  more  robust,  the  thorax  shorter  and  more  transverse, 
the  antennae  longer.  Head  orbicular,  extremely  finely  and  rather  closely 
punctured.  Antennae  slender,  the  2nd  joint  shorter  than  the  3rd,  4th  to  9th 
longer  than  broad,  gradually  decreasing  in  length,  8th  to  10th  almost  as 
long  as  broad,  11th  as  long  as  the  9th  and  10th  together.  Thorax  distinctly 
transverse,  obsoletely  impressed  before  the  seutellum,  extremely  finely, 
moderately  closely  punctured,  finely  pubescent.  Elytra  as  long  as  but 
broader  than  the  thorax,  transverse,  closely  and  less  finely  punctured  than 
the  latter.  Abdomen  shining,  almost  impunctate  except  on  the  5th  and  6th 
(visible)  segments  which  are  extremely  finely  and  sparingly  punctured. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XI.  and  XII.  1921  (Karny).  2  examples. 

Amaurodera  nigra  n.  sp. 

Black,  shining,  thorax  opaque;  elytra  pitchy;  the  posterior  margins 
of  the  1st,  2nd  and  6th  dorsal  segments  obscurely  testaceous.  Antennae 
black,  the  first  two  joints  pitchy-testaceous,  the  last  three  testaceous.  Legs 
testaceous,  femora  pitchy  with  testaceous  bases.  Length  4  mm. 

Colour  of  A .  bomfordi  Epp.  Size  and  build  of  A.  veluticollvi 


192 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Motsch.  but  the  thoracic  sulcus  finer  and  less  shining  and  the  elytra  more 
closely  punctured.  Head  orbicular,  black,  shining,  extremely  finely  and 
sparingly  punctured.  Antennae  with  all  the  joints  distinctly  longer  than 
broad,  2nd  shorter  than  3rd,  4th  to  Gth  equal,  7th  to  10th  gradually  de¬ 
creasing  in  length,  11th  longer  than  10th.  Thorax  elongate,  widest  at  the 
prominent  obtuse  anterior  angles,  obliquely  truncate  to  th.e  neck,  much 
narrowed  and  sinuate  behind,  medially  sulcate,  opaque,  coriaceous.  Elytra 
transverse,  broader  than  thorax,  shining,  very  finely  moderately  closely 
punctured.  Abdomen  shining,  extremely  finely  and  extremely  sparingly 
punctured. 

cf  :  Gth  (visible)  dorsal  segment  broadly  rounded  and  finely  crenulate. 

Tjibodas,  1500  m.  8.  VII.  1920  (Type)  (Dr.  Dammerman).  —  Tobameer, 
Sumatra  111.  1922.  (Dr.  Dammerman)  9  examples. 

Atheta  (s.  str.)  pangrangoensis  n.  sp. 

Head  and  thorax  with  aeneous  reflex,  the  former  black,  the  latter 
pitchy,  elytra  yellowish-brown.  Antennae  (  brown,  the  first  two  joints 
testaceous.  Length  2.8  mm. 

Very  similar  in  build  to  A.  crassicornis  F.,  colour  of  A.  aqua - 
Mis  Thoms,  but  with  shorter  more  transverse,  more  finely  punctured 
thorax,  shorter  more  finely  punctured  elytra  and  much  smaller  size.  Head 
exceedingly  finely  and  very  sparingly  punctured,  moderately  shining,  finely 
coriaceous.  Antennae  with  the  3rd  joint  as  long  as  the  2nd,  4th  to  7th 
about  as  long  as  broad  but  gradually  increasing  in  size,  8th  to  10th  trans¬ 
verse,  11th  short,  conical,  not  as  long  as  the  two  preceding  together.  Thorax 
fully  half  as  broad  again  as  long,  narrower  behind,  moderately  rounded  and 
widened  in  front,  extremely  finely  and  moderately  closely  punctured, 
coriaceous,  moderately  shining,  before  the  scutellum  with  a  small  impres¬ 
sion,  the  disc  in  the  middle  more  or  less  broadly  obsoletely  impressed. 
Elytra  as  long  as  and  a  little  wider  than  the  thorax,  transverse,  moderately 
finely,  asperately  and  rather  closely  punctured.  Abdomen  black,  shining, 
finely  and  not  very  closely  punctured  on  the  first  three  segments,  much 
more  sparingly  behind. 

d*  :  8th  dorsal  segment  on  either  side  with  a  short  stout  tooth,  the 
space  between  with  seven  or  eight  erenulations,  6th  ventral  segment  pro¬ 
duced,  narrowed  and  rounded  at  apex. 

Pangrango,  3000  m.  4  examples. 

Neocallicerus  n.  gen. 

In  build  somewhat  resembling  CaUicerus  rigidicornis  Er.,  but  with 
thorax  broader  and  more  strongly  rounded  sides,  the  3rd  joint  of  the 
maxillary  palpi  is  however  not  abnormally  dilated  and  the  first  joint 
of  the  posterior  tarsi  is  as  long  as  the  three  following  together.  Labrum 
transverse,  truncate,  the  anterior  angles  rounded.  Mandibles  lightly  cur- 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


193 


ved,  pointed,  the  right  with  a  small  acute  tooth  about  the  middle.  Maxilla 
with  the  outer  lobe  shorter  than  the  inner,  finely  and  closely  ciliate  at  apex; 
inner  lobe  hooked  at  the  tip,  with  about  nine  lightly  curved  and  moderately 
long  spines  on  the  corneous  portion  and  about  ten  or  eleven  finer  shorter 
ones  on  the  membranous  part.  Maxillary  palpi  4-jointed,  1st  joint  short, 
2nd  elongate,  lightly  curved  and  slightly  widened  at  apex,  3rd  about  as  long 
as  but  stouter  than  2nd,  gradually  widened  from  base  to  apex  but  not 
abnormally  so,  4th  subulate,  fully  half  as  long  as  3rd.  Mentum  transverse, 
broadly  feebly  emarginate  in  front.  Tongue  rather  short  and  broad,  less 
than  half  as  long  as  the  1st  joint  of  the  labial  palpi,  bilobed.  Labial  palpi 
with  the  1st  joint  two  and  a  half  times  longer  than  broad,  with  four  long 
setae,  2nd  much  narrower  and  much  shorter  than  1st,  only  slightly  longer 
than  broad,  3rd  narrower  than  the  2nd,  about  as  long  as  the  1st.  Temples 
very  finely  and  indistinctly  margined.  Gular  sutures  distant.  Prosternum 
broadly  rounded  behind,  prothoracic  epipleurae  distinctly  visible  when 
viewed  laterally.  Mesosternal  process  acute,  extending  more  than  half  the 
length  of  the  coxae,  these  narrowly  separated;  metasternal  process  less 
acute  than  the  preceding  and  nearly  meeting  it.  Tarsi  4,  5,  5.  Anterior 
short,  the  first  three  joints  subequal.  Middle  with  the  first  four  joints 
short,  subequal.  Posterior  with  1st  joint  elongate,  as  long  as  the  two  fol¬ 
lowing  together,  longer  than  5th,  2nd  to  4th  long,  gradually  decreasing  in 
length.  Middle  tibiae  with  a  seta  at  middle,  the  posterior  with  two  setae 
between  the  middle  and  apex.  Elytra  sinuate  internal  to  the  postero-ex- 
ternal  angles.  Type  N .  dammermani. 

Neocaliicerus  dammermani  n.  sp. 

Rather  shining,  head  black,  thorax  brownish-red,  elytra  brownish-yel¬ 
low,  abdomen  brown,  the  margins  of  the  segments  narrowly  reddish.  An¬ 
tennae  reddish-brown.  Legs  reddish-yellow.  Length  4.5  mm. 

In  build  somewhat  resembling  Callioents  rigidicornis  Er.,  but  the 
thorax  is  broader  with  more  strongly  rounded  sides  and  less  finely 
but  equally  closely  punctured  abdomen.  Head  transversely  suborbicular, 
closely,  moderately  coarsely  punctured,  the  punctures  feebly  umbilicate, 
pubescence  fine,  sparing,  yellow;  eyes  rather  large,  their  diameter  greater 
than  the  length  of  the  postocular  space.  Antennae  reaching  a  little  beyond 
the  posterior  angles  of  the  thorax,  gradually  thickened  towards  apex,  2nd 
joint  a  little  shorter  than  1st,  3rd  a  little  longer  than  2nd,  4th  to  10th  all 
longer  than  broad  gradually  decreasing  in  length  but  increasing  in  thickness, 
10th  only  slightly  longer  than  broad,  11th  conical  as  long  as  the  two  preceding 
together.  Thorax  transverse,  widest  a  little  before  the  middle,  the  sides 
rounded  in  front,  very  feebly  sinuate  before  the  obtuse  posterior  angles, 
the  sides  and  base  bordered,  feebly  impressed  before  the  scutellum  and 
feebly  longitudinally  sulcate  posteriorly,  the  disc  with  four  larger  qua- 
drately  placed  punctures,  closely  rather  more  finely  punctured  than  the 

13 


194 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


head,  the  punctures  feebly  umbilicate.  Elytra  a  little  longer  and  wider 
than  the  thorax,  about  as  long  as  broad,  closely,  finely,  subasperately 
punctured,  finely  yellow  pubescent.  Abdomen  a  little  narrowed  at  the 
apex,  closely  and  finely  punctured  and  pubescent  throughout  and  with  a 
few  erect  black  setae;  6th  dorsal  segment  broadly  emarginate  (?  ). 

Pangrango,  2400  m.  VIII.  1921  (Dr.  Dammerman). 

Astilbus  niger  n.  sp. 

Black,  shining;  head  finely,  sparingly  punctured;  thorax  closely, 
moderately  finely  and  elytra  very  closely  asperately  punctured;  abdomen  ex¬ 
tremely  finely  rather  sparingly  punctured.  Antennae  with  the  first  tivo 
joints  and  the  last  pitchy-testaceous,  the  rest  blackish.  Legs  testaceous, 
the  femora  more  or  less  infuscate  towards  apex.  Length  4.5  mm. 

Head  transversely  suborbicular,  narrower  than  the  thorax,  finely  and 
sparingly  punctured  towards  the  sides,  the  vertex  almost  impunctate. 
Antennae  with  3rd  joint  a  little  longer  than  2nd,  4th  to  8th  all  longer  than 
broad  gradually  decreasing  in  length,  9th  and  10th  as  long  as  broad,  11th 
a  little  longer  than  10th.  Thorax  as  long  as  broad,  widest  at  the  rounded 
anterior  angles,  the  sides  gradually  narrowed  and  slightly  sinuate  to  the 
rounded  posterior  angles,  foveate  before  the  scutellum,  deeply  and  narrowly 
silicate  medially,  closely  and  moderately  finely  punctured  more  sparingly 
in  front  against  the  anterior  margin,  the  sides  each  with  four  setae.  Elytra 
less  shining,  shorter  and  broader  than  the  thorax,  transverse,  closely 
moderately  finely,  asperately  punctured,  finely  pubescent,  the  sides  each  with 
two  setae.  Abdomen  a  little  widened  towards  the  middle,  from  thence 
gradually  narrowed  to  apex,  very  finely  rather  sparingly  punctured  espec¬ 
ially  behind. 

d* :  8th  dorsal  segment  truncate,  6th  ventral  segment  a  little  produced 
and  rounded. 

Pangrango,  2400  m.  VIII.  1921  (Du.  Dammerman).  16  examples. 

Pelioptera  longicomis  n.  sp. 

Shining,  head  black,  thorax  black  or  pitchy,  both  with  violaceous  reflex; 
elytra  brownish-testaceous  infuscate  at  the  sides  and  postero-extemal  angles. 
Antennae  with  the  first  two  joints  pitchy-testaceous,  the  6th  to  9th  slightly 
transverse.  Legs  testaceous.  Length  4.1  mm. 

A  large  species  in  build  much  resembling  Atheta  granigera  Kies.,  but 
rather  more  depressed,  much  shorter  elytra  and  different  colour.  Head  subor¬ 
bicular,  extremely  finely,  sparingly  punctured,  finely  pubescent,  with  scarcely 
perceptible  ground  sculpture;  eyes  large,  not  prominent.  Antennae  with  2nd 
and  3rd  joints  of  equal  length,  elongate,  4th  and  5th  about  as  long  as  broad, 
6th  to  9th  slightly  transverse,  10th  distinctly  longer  than  9th  as  long  as  broad, 
11th  longer  than  9th  and  10th  together.  Thorax  slightly  transverse,  the  sides 
rounded  in  front  and  narrowed  behind,  extremely  finely  and  not  very  closely 
punctured  and  with  scarcely  perceptible  ground  sculpture,  finely  pubescent. 


M.  Cameron:  New  Staphylinidac. 


195 


Elytra  scarcely  as  long  as,  but  broader  than  the  thorax,  transverse,  very 
finely  and  rather  closely  punctured,  finely  pubescent.  Abdomen  extremely 
finely  and  not  closely  punctured,  finely  pubescent.  Sexual  differences 
unknown. 

Java,  Tjibodas  (type).  Wai  Lima,  Sumatra.  2  examples. 


Pelioptera  heterocera  n.  sp. 

Shining,  head  black,  thorax  pitchy-black,  the  sides  obscurely  brown,  both 
with  distinct  violaceous  reflex.  Elytra  brownish-testaceous,  infuscate  at  the 
sides  and  postero-external  angles.  Antennae  with  1st  joint  testaceous,  the 
5th  to  10th  distinctly  transverse.  Legs  testaceous.  Length  2.75  to  3  mm. 

Colour  and  build  of  the  preceding  but  much  smaller,  the  antennae  with 
the  5th  to  10th  joints  distinctly  transverse,  the  10th  not  longer  than  the  9th, 
the  abdomen  more  sparingly  punctured. 

d* :  5th  (visible)  dorsal  segment  with  a  tubercle  in  the  middle  line  at 
the  posterior  border,  6th  feebly  and  broadly  emarginate.  6th  ventral  segment 
narrowed,  produced  and  rounded  at  apex. 

Wai  Lima,  Sumatra.  3  examples. 

Pelioptera  quadrituberculata  n.  sp. 

Head  and  thorax  shining  bronze-black,  with  metallic  reflex ;  elytra  shining 
brownish-testaceous  with  distinct  coppery  reflex;  abdomen  shining  black. 
Antennae  black,  the  1st  joint  pitchy-testaceous.  Legs  testaceous.  Length  2.8 
to  3  mm. 

Head  suborbicular,  exceedingly  finely  and  exceedingly  sparingly  punctur¬ 
ed,  very  finely  coriaceous;  eyes  large,  not  prominent.  Antennae  with^  2nd 
and  3rd  joints  of  equal  length,  4th  small,  scarcely  longer  than  broad,  5th  to 
7th  slightly  transverse  gradually  increasing  in  width,  8th  to  10th  about  as 
long  as  broad,  11th  as  long  as  the  two  preceding  together.  Thorax  a  little 
broader  than  long,  the  sides  gently  rounded  and  widened  in  front,  the  post¬ 
erior  angles  rounded,  the  base  sometimes  with  a  small  impression  before  the 
seutellum,  the  disc  with  four  fine  quadrately  placed  punctures,  very  finely 
and  not  closely  punctured,  finely  coriaceous,  very  finely  pubescent.  Elytra 
as  long  as,  but  wider  than  the  thorax,  transverse,  coppery-brown,  very  finely 
and  rather  closely  punctured,  finely  coriaceous,  obliquely  impressed  posterior¬ 
ly.  Abdomen  shining  black,  very  finely  and  very  sparingly  pnnetured, 
finely  transversely  strigose,  very  sparingly  pubescent. 

:  1st  (visible)  dorsal  segment  with  a  stout,  pointed,  blackwardly  direct¬ 
ed  tubercle  at  the  middle  of  the  posterior  border;  2nd  with  a  tubercle  in  the 
middle ;  5th  with  -a  small  tubercle  close  to  the  middle  line  on  either  side  at 
the  posterior  border;  6th  with  a  row  of  very  small,  closely  placed  tubercles 
along  the  posterior  border;  6th  ventral  segment  a  little  produced  and  rounded. 

Tjibodas,  1400  m.  6  examples. 


196 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


Pelioptera  inermis  n.  sp. 

Black,  shining;  elytra  brown  with  coppery  reflex.  First  joint  of 
antennae  pitchy-testaceous.  Legs  testaceous.  Length  2.4  min. 

Much  smaller  than  the  preceding,  the  '•  head  and  thorax  without 
metallic  reflex,  the  latter  more  closely  punctured.  \  The  antennae  with  5th 
to  10th  joints  distinctly  transverse.  Head  orbicular,  extremely  finely  and 
very  sparingly  punctured,  scarcely  coriaceous.  Antennae  with  3rd  joint 
scarcely  stouter  than  2nd,  4th  as  long  as  broad,  4th  to  10th  distinctly  trans¬ 
verse,  gradually  increasing  in  breadth,  11th  conical,  longer  than  the  two 
preceding  together.  Thorax  very  finely,  moderately  closely  punctured,  very 
feebly  coriaceous.  Elytra  as  long  as  but  broader  than  the  thorax,  transverse, 
very  finely  punctured,  obliquely  impressed  behind.  Abdomen  very  finely 
and  sparingly  punctured,  yet  more  sparingly  behind. 

cT:  6th  (visible)  dorsal  segment  broadly  rounded,  the  posterior  margin 
slightly  thickened  and  furnished  with  small,  closely  placed  longitudinal  gran¬ 
ules.  6th  ventral  segment  produced,  narrowed  and  rounded  at  apex. 

Tjibodas,  1400  m.  13  examples. 

Pelioptera  dammermani  n.  sp. 

Head  and  thorax  black  or  pitchy,  shining  without  metallic  reflex;  elytra 
shining  coppery-brown.  Antennae  black,  the  1st  joint  pitcliy-testaceous. 
Length  1.75  mm. 

Build  of  the  preceding  but  smaller,  rather  less  shining,  the  thorax 
more  closely  punctured  and  much  more  coriaceous  and,  with  different  cf 
characters.  Head  black,  shining,  very  finely  and  sparingly  punctured,  very 
finely  coriaceous.  Antennae  with  the  3rd  joint  a  little  shorter  than  2nd, 
4th  to  10th  transverse,  gradually  increasing  in  width,  11th  conical,  a  little 
longer  than  the  two  preceding  together.  Thorax  transverse,  very  finely, 
moderately  closely  punctured,  distinctly  coriaceous.  Elytra  as  long  as  but 
broader  than  the  thorax,  transverse^  finely  and  closely  punctured.  Abdomen 
black,  shining,  finely,  moderately  closely  punctured  anteriorly,  more  sparingly 
behind,  finely  transversely  strigose,  pubescence  yellow,  rather  long  and 
scanty. 

d*  :  1st  and  2nd  (visible)  abdominal  segments  with  a  small  tubercle 
in  the  middle  line  just  before  the  posterior  border,  5th  with  a  large,  more 
or  less  divided  tubercle  in  the  middle  line  just  before  the  posterior  border, 
6th  truncate. 

Tjibodas,  1400  m.  (Dr.  Dammerman)  4  examples. 

Pelioptera  germana  n.  sp. 

Very  similar  to  the  preceding  in  size  (and  colour,  but  the  thorax  is 
more  shining  and  not  coriaceous  and  less  closely  punctured,  the  elytra 
shorter  and  less  finely  punctured  and  the  d*  characters  are  different. 


197 


M.  Cameron:  New  Staphylinidae. 


(f:  suture  of  elytra  on  either  side  with  a  row  of  four  or  five  small 
tubercles.  5th  (visible)  dorsal  segment  with  a  small  tubercle  in  the  middle 
line  at  posterior  border;  6th  rounded  and  finely  crenulate. 

Prinsen  Eiland  (type).  Tjibodas,  Batavia.  7  examples. 


Pelioptera  similis  n.  sp. 

Black,  moderately  shining;  elytra  pale  testaceous.  Antennae  with  the 
first  two  joints  pitchy.  Eegs  testaceous.  Length  2.2  mm. 

Very  similar  to  P.  micans  Kr.,  but  narrower,  the  thorax  distinctly 
less  transverse  and  more  closely  punctured,  distinctly  though  finely  coriace¬ 
ous,  the  first  two  joints  of  the  antennae  pitchy  and  not  testaceous  as  in  the 
allied  species. 

d*  :  6th  (visible)  dorsal  segment  truncate,  on  either  side  with  a  small 
tooth,  the  space  between  with  four  yet  smaller  teeth.  6th  ventral  segment 
produced  and  rounded. 

Tjibodas,  1400  m.  15  examples. 


TABLE  OF  THE  JAVANESE  AND  SUMATRAN  SPECIES  OF  THE 
GENUS  PELIOPTERA  KR. 

1.  Elytra  testaceous  or  brownish-testaceous  without  metallic  reflex  ...  2 

—  Elytra  brown  with  coppery  reflex  .  6 

2.  Head  and  thorax  with  metallic  reflex;  size  larger  2.75  to  4.1  mm.  ...  3 

—  Head  and  thorax  without  metallic  reflex;  size  smaller  2  to  2.2  mm.  4 

3.  6th  to  9th  joints  of  antennae  slightly  transverse,  10th  not  transverse; 

size  larger  (4.1  mm.)  .  longicornis  n.  sp. 

—  6th  to  10th  joints  of  antennae  distinctly  transverse.  Size  smaller 

(2.75  to  3  mm.)  .  heterocera  n.  sp. 

4.  First  two  joints  of  antennae  testaceous  . micans  Kr. 

—  First  two  joints  of  antennae  pitchy  .  5 

5.  Elytra  pale  testaceous;  species  smaller,  less  shining  .  opaca  Kr. 

—  Elytra  brownish-testaceous;  species  larger,  more  shining,  similis  n.  sp. 

6.  Head  and  thorax  very  shining  with  strong  metallic  reflex  .  7 

—  Head  and  thorax  less  shining,  without  metallic  reflex  .  8 

7.  8th  to  10th  joints  of  antennae  not  transverse;  size  larger  2.8  to  3  mm. 

.  qxiadrituberculata  n.  sp. 

—  8th  to  10th  joints  of  antennae  strongly  transverse;  size  smaller  2.4  mm. 

.  inermis  n.  sp. 

8.  Thorax  distinctly  coriaceous,  finely  and  closely  punctured,  less  shining; 

elytra  longer  .  dammermani  n.  sp. 

—  Thorax  not  coriaceous,  finely  less  closely  punctured,  more  shining; 

elytra  shorter  .  gei'mana  n.  sp. 


198 


Treubia  Vol.  YI,  Livr.  2. 


Leucocraspedum  kamyi  n.  sp. 

Leaden  black,  moderately  shining,  the  sides  and  anterior  margin  of 
the  thorax  narrowly  and  indeterminately  testaceous.  Antennae  pale  tes¬ 
taceous,  the  apex  of  the  11th  joint  infuscate.  Legs  testaceous.  Length 
2  mm. 

Head  deflexed,  extremely  finely,  rather  closely  punctured  and  finely 
pubescent.  Antennae  with  3rd  joint  a  little  shorter  than  2nd,  4th  to  7th  a 
little  longer  than  broad,  gradually  decreasing  in  length,  8th  to  10th  about 
as  long  as  broad,  11th  large,  a  little  longer  than  the  two  preceding  together. 
Thorax  widest  just  before  the  posterior  angles,  transverse,  the  sides  rounded 
and  coarctate  with  the  anterior  border,  semicircular,  extremely  finely, 
closely  punctured,  finely  grey  pubescent.  Elytra  as  long  as  but  slightly 
narrower  than  thorax,  transverse,  finely  closely  squamosely  punctured, 
finely  grey  pubescent.  Abdomen  strongly  narrowed  behind,  finely  and 
closely  punctured,  a  little  more  sparingly  behind,  finely  grey  pubescent, 
the  sides  and  apex  with  black  setae. 

Wai  Lima,  Sumatra,  XI.  and  XII.  1921  (Karny).  3  examples. 


NEUE  PALPICORNIER  AUS  DEM  AQUATORIALEN  ORIENT 

(Col.  Hydrophilidae  Op.  17) 


von 

Alfred  Kniscii, 
(Wien). 


Dactylosternum  superficial  Knisch  nov.  spec. 

D.  superficiale  Reg.  i.  1. 

Oval,  in  der  Mitte  parallclseitig,  vorne  und  riickwarts  regelmassig  ge- 
rundet,  ziemlich  gewolbt,  etwas  depress.  Schwarz,  die  Oberlippe  haufig 
rotlichgelb,  der  Vorderrand  des  Kopfes,  die  Seiten  des  Halsschildes  und 
bisweilen  auch  der  Seitenrand  der  Flugeldecken  rotbraun.  Die  Unterseite 
pechschwarz  oder  pechbraun,  die  Extremitaten  gelbrot,  die  Schienen  pech- 
schwarz.  Die  Oberseite  gliinzend. 

Kopf,  TFalsschild  und  Flugeldecken  deutlich,  selir  dicht  und  regelmassig 
punktiert,  ersterer  mit  sehr  feiner  Antenno-Frontalnaht ;  die  Augen  durch 
die  Wangen  nur  selir  wenig  eingeschnitten.  Der  Halsschild  an  der  Basis 
mindestens  zweieinhalb  mal  so  breit  als  in  der  Mitte  lang,  seitlich  nacli 
vorne  regelmassig  gerundet  verengt,  mit  kraftiger,  um  die  Vorderecken 
bis  innerhalb  der  Augen  gezogener  Randlinie;  im  Grunde  glatt,  nicht 
sehagriniert.  Die  Flugeldecken  auf  der  Scheibe  etwas  depress,  ziemlich 
gewolbt,  bis  hinter  die  Mitte  ziemlich  parallelseitig,  an  der  Spitze  gemeinsam 
halbkreisformig  gerundet,  mit  schmal  abgesetztcn  Seitenrandern.  Mit  zehn 
miissig  kraftigen,  nirgends  vertieften  oder  streifenartig  ausgebildeten  Punkt- 
reihen,  welche  an  der  Basis  und  gegen  die  Spitze  erlosehen  sind.  Die  Punkte 
derselben  massig  tief  und  ein  wenig  distant,  so  dass  deren  Zwischenraumo 
zwei-  bis  dreifachen  Durchmesser  der  Punkte  aufweisen.  Die  Punktierung 
der  Decken  ist  gleich  dem  Halssehilde  deutlich,  dicht  und  regelmassig; 
hinter  der  Mitte  ist  schon  bei  Lupenvergrosserung  eine  aussei*st  feine  und 
dichte  Punktulierung  erkennbar,  welche  gegen  die  Spitze  allmahlig  auffal- 
liger  wird. 

Das  Kinn  ein  wenig  quer,  vorne  in  der  Mitte  tief  ausgehohlt,  am  Vor- 
derrande  ausgebuchtet,  auf  schagriniertem  Grunde  ziemlich  fein  und  massig 
dicht  punktiert.  Die  Kicfertaster  kraftig,  ihr  zweites  Glied  keulenformig, 
etwas  verflaelit ;  das  Endglied  stiftformig  und  deml  vorletzten  Gliede 


199 


200 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


ungcfahr  gleichlang.  Die  Fiihler  mit  ziemlieh  eng  gegliederter  Keule,  deren 
Endglied  gerundet  dreieckig  zugespitzt.  Prostcrnum  hoch  dachformig  ge- 
kielt.  Der  Mesostemal  f  ortsatz  (von  riickwarts  unter  45°  betrachtet) 
pfeilspitzformig,  an  der  aussersten  Spitze  abgerundet,  von  der  Seite  gesohen 
ungefahr  rechtwinklig  angelegt,  mit  kraftiger,  zahnfdrmig  vorgebauter 
Spitze;  der  zwischen  den  Mittelhuften  gelegene  Teil  des  Fortsatzes  unten 
gerundet,  zienrlieh  fein  und  diebt  punktiert.  Die  Medianpartie  des  Meta- 
stemums  mit  deutlicher,  auf  der  Scheibe  nicht  sehr  dichter  Punktierung.  Die 
Seiten  der  Ilinterbrust  und  das  Abdomen  auf  glattem  Grunde  massig  fein 
und  ziemlieh  dicht  punktiert  oder  gerunzelt.  Der  erste  Ventralbogcn 
mit  durchgehendem,  riickwarts  sehmaleren  Mittelkiel.  Die  Mittelschenkel 
ziemlieh  kraftig  und  massig  dicht,  die  Hinterschenkel  wesentlich  feiner 
punktiert  Die  Schienen  kurz,  kraftig  und  dicht  bedornt,  die  Tarsen 
massig  lang. 

Long.  4.9 — 6  mm. 

Patria:  Karolinen,  Ponape.  (Dr.  H.  Hallier  leg.  2. — 7.  X.  1903.)  Elf 
Exemplare  aus  dem  Hamburger  Zool.  Museum;  eines  derselben  war  von 
Regimbarts  Hand  als  „Dactylosternum  superficiale  R£g.”  bezeichnet,  welchen 
Namen  ich  der  Art  erhalten  habe. 

Durch  die  deutliche,  sehr  regelma-ssigc  und  dichte  Punktierung  der 
Oberseite,  die  feine  Punktulierung  der  AnalhaJfte  der  Fliigeldecken,  und 
durch  die  einfachen  Punktreihen  derselben  ist  die  Species  sehr  charakteris- 
tisch  und  bedarf  daher  keines  weiteren  Vergleiches. 

Cercyon  (s.  str.)  aff latum  Knisch  nov.  spec. 

Oval,  ma-ssig  gestreckt,  massig*.  gewolbt,  ein  wenig  depress.  Die  Ober¬ 
seite  einfarbig  schwarz,  bei  nicht  ausgereiften  Stiicken  teilweise  rotlich- 
braun ;  die  Unterseite  braunrot  oder  schwarzlich,  die  Heine  braunrot,  die 
Fiihler  und  die  Palpen  rotlichgelb,  erstere  mit  dunklerer  Keule.  Die  ganze 
Oberseite  glanzend. 

Der  Kopf  olme  deutliche  Stimnahte,  ziemlieh  fein,  ungleichmassig  und 
ziemlieh  dicht  punktiert,  im  Grunde  glanzend,  nicht  schagriniert.  Die 
Oberlippe  vorne  gerade  abgestutzt,  nicht  ausgerandet.  Der  Halsschild  an 
der  Basis  fast  dreimal  so  breit  als  in  der  Mitte  lang,  stark  gewolbt,  an 
den  Seiten  nach  vorne  stark  gerundet  verengt,  am  Vorderrande  breit  und 
tief  ausgeschnitten,  zur  Aufnahme  des  riickziehbaren  Kopfes.  Nur  die 
Seiten  kraftig  gerandet,  der  Vorder-  und  Hinterrand  ohne  Randlinie.  Die 
Punktierung  desselben  ziemlieh  fein,  ungleichmassig  und  dicht;  eine  Scha- 
grinierung  ist  nicht  vorhanden,  eben  so  keine  grosseren  Punkte  oder 
Griibchen.  Das  Schildchen  ausserst  subtil  punktiert.  Die  Fliigeldecken 
oval,  massig  gestreckt,  etwas  depress,  ruckwarts  gemeinsam,  fast  halbkreis- 
formig  gerundet.  Ihr  Seiten  rand  vor  der  Mitte  schmal,  hinter  der  Mitte 
bis  gegen  die  Spitze  deutlich  abgesetzt.  Mit  zehn,  auf  der  Scheibe  feinen 
und  ziemlieh  scliarf  eingeschnittenen,  an  den  Seiten  viel  groberen  Punkt- 


201 


A.  Knisch:  Neue  Pcdpicomier. 


streifen,  welche  riickwarts  nicht  starker  als  vorne  vertieft  sind.  Samtliche 
Strcifen  sind  an  der  Basis  verkiirzt,  die  inneren  in  Schildchengegend  nur 
als  Punktreihen  ausgebildet,  die  Streifen  7,  besonders  aber  6,  8  und  9  an 
der  Schulterbeule  starker  verkiirzt,  der  zehnte  Streifen  hinter  der  Mitte 
endigend.  Die  Punktc  der  Streifen  sind  eingekerbt  und  auf  der  Scheibe 
ein  wenig  in  die  Lange  gezogen,  jene  der  Seitenstreifen  viel  grober  und 
etwas  gedrangter  angeordnet,  mehr  gerundet.  Die  Intervalle  durchaus 
breit  und  ganz  flach,  die  inneren  derselben  auf  der  Scheibe  mindestens 
sechsmal  so  breit  als  die  Kerbpunkte  der  Streifen.  Die  Punktierung  der 
Zwischenraume  auf  der  Scheibe  ziemlich  fein  aber  etwas  deutlicher  als  auf 
dem  Halsschilde,  gegen  die  Seiten  und  Spitze  allmahlig  feiner.  An  den 
Seiten  und  an  der  Spitze  selbst  u.z.  in  grosserer  Ausdehnung  ist  die  Punk¬ 
tierung  sehr  subtil,  der  Orund  daselbst  sehr  fein  und  dicht  schagriniert  ohne 
jedoch  den  Glanz  vollig  einzubiissen. 

Das  Kinn  trapezformig,  am  Vorderrande  gerundet  dreieckig  aus- 
geschnitten,  und  daselbst  in  bedeutender  Ausdehnung  vertieft,  etwas  run- 
zelig,  im  Basalteil  einfach  und  ziemlich  deutlich  punktiert.  Das  Prostemum 
in  der  Mitte  sehr  hoch  gekielt,  der  Kiel  vorne  (bei  seitlicher  Ansicht) 
spitzwinklig.  Dio  Mesosternallamelle  sehr  kraftig,  ihre  Flaehc  sehr  lang 
und  sehr  schmal,  fein,  ziemlich  dicht  und  nicht  sehr  deutlich  punktiert. 
Brust  und  Abdomen  sehr  fein  und  dicht  pubescent.  Die  Medianpartie  des 
Metastemums  massig  gross,  riickwarts  hoch  erhoben,  vorne  verflacht,  deren 
glattes  Zentrum  ziemlich  fein  aber  deutlich  und  etwas  weitlaufig  punktiert. 
Die  Schenkellinien  nicht  naeh  vorne  verlangert.  Der  erste  Ventralbogen 
mit  kriiftigem  Longitudinalkiel.  Die  Mittel-  und  Hintersehenkel  mit  sehr 
feinen  und  kurzen  Bunzeln,  erstere  kraftiger  und  nicht  dicht,  letztere  fein 
und  weitlaufig  punktiert.  Die  Tarsen  ziemlich  kurz  und  kraftig,  an  der 
Unterseite  mit  diohter  goldgelber  Pubescenz. 

Long.  2.9  —  3.3  mm. 

Patria:  New  Britain  (Neu  Pommern).  (Dr.  A.  Willey  leg.).  Drei 
uberemstimmende  Exemplare,  hiervon  je  eines  im  British  Museumi,  Cam¬ 
bridge  University  Museum  und  in  meiner  Sammlung  aufbewahrf 

Cercyon  (s.  str.)  cogmatum  Knisch  nov.  spec. 

Mit  C.  afflatum  m.  sehr  nahe  verwandt,  unterscheidet  sich  aber  von  die- 
sem  durch  einfarbig  rotlichgelbe  Fiihlerkeule,  nur  sehr  schmal  abgesetzten 
Seitenrand  der  Fliigeldeeken,  kraftigere.  aucli  in  Schildchengegend  vertiefte 
Punktstreifen,  sowie  fein  aber  deutlich  pubescente  Zwischenraume  derselben; 
ferner  durch  etwas  breitere,  nur  etwa  fiinfmal  so  lang  als  breite  Fliiehc  der 
]\T esost email amelle  hinlanglich  verschieden.  Ansonsten  stimmt  die  Art  in  der 
Skulptur  der  Oberseite,  namentlich  durch  die  an  den  Seiten  und  an  der 
Spitze  in  grosserer  Ausdehnung  sehr  fein  und  sehr  dicht  scnagrinierten 
Zwischenraume  der  Fliigeldeeken  uberein,  und  aucli  die  Unterseite  der  Tarsen 
ist  mit  goldgelben  Haaren  besetzt. 


202 


Treitbia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


Long.  2.9  —  3.2  mm. 

Patna:  New  Britian  (Dr.  A.  Willey  leg.).  Zwei  ubereinstimmende 
SUicke  aus  dem  Cambridge  University  Museum,  von  welchen  eines  nachtrag- 
lich  im  British  Museum  aufbewahrt  wurdc. 

Ich  ware  geneigt  C.  cognatum  fur  cine  Form  der  vorigen  Art  zu  bctrach- 
ten,  wenn  mir  tibergange  zwischen  beiden  vorliegen  wiirden;  nachdem  dies 
aber  nicht  der  Fall  ist,  bin  ich  gczwungen  das  Tier  als  selbstiindige  Art 
anzusprechen. 

Cercyon  (s.  str.)  gebieni  Knisch  nov.  spec. 

C.  rubiginosus  Reg.  i.l. 

Oval,  riickwarts  kaum  zugespitzt,  regelmiissig  gewolbt.  Schwarz,  der 
Vorderkopf,  der  Halsschild  und  auf  don  Fliigeldecken  die  Naht  und  die  Spitze 
in  gewisser  Ausdehnung  rotlich.  Die  Unterseite  rotlich  odor  rotbraun,  die 
Extremitaten  rotlichgelb  oder  golbrot.  Die  ganze  Oberseite  stark  glanzend. 

Der  Ropf  ziemlich  fein  und  massig  dicht  punktiert.  Der  Ilalsschild 
ziemlich  kurz,  nach  vorne  stark  gerundet  vercngt,  nur  an  den  Seiten  selir 
fein  gerandet,  wie  der  Kopf  fein,  massig  tief  und  nicht  sehr  dicht  punktiert. 
Die  Fliigeldecken  oval,  riickwarts  gemeinsam  abgerundet.  Mit  zehn  ziemlich 
fcinen,  massig  vcrtieften  Punktstreifen,  von  welchen  die  inneren  an  der  Basis 
ein  wenig,  und  die  ausseren  an  der  Schulterbeule  starker  verkiirzt  sind;  die 
inneren  sind  ausserdem  liinter  der  Mitte  scharfer  eingeschnitten  als  an  der 
Basis.  Die  Punkte  der  inneren  Streifen!  fein  und  Avenig  deutlich,  jene  der 
ausseren  Avesentlich  kraftiger  und  starker  hervo^tretend.  Die  Zwisehenraumc 
derselben  flach  und  vor  der  Mitte  mehrfach  breitcr  als  die  Punktstreifen,  hin- 
ter  der  Mitte  wesentlich  schmalcr,  die  inneren  daselbst  nur  etwa  zAvei-  bis  drei- 
mal  so  breit  als  die  Streifen  und  etwas  konvex.  Die  Punktierung  ist  ahnlich 
jener  des  Halsschildes,  ziemlich  fein  und  massig  dicht. 

Das  Kinn  sehr  fein  und  massig  dicht  punktiert.  Das  Prosternum  mit 
einfachem,  scharfen  Kiel.  Die  Flache  der  Mesosteimallamolle  schmal,  etwa 
viemal  so  lang  als  breit,  vorne  abgerundet,  riickwarts  zugespitzt,  unschein- 
bar  punktiert.  Die  Medianpartie  des  Metasternums  sehr  stark  glanzend,  sehr 
fein  und  nicht  sehr  dicht  punktiert.  Die  Schonkcll inion  nicht  nach  vorne 
A’erlangert. 

Long.  1.8  —  2.3  mm. 

Patria:  Java,  Tjampea.  (K.  Kraepelin).  Aus  Tlbhlenguano  gesiebt  11. 
III.  1904.  Acht  ubereinstimmende  Exemplare  aus  dem  Hamburger  Zool. 
Museum  durch  Herrn  Gebien  erhalten  und  ihm  zu  Ehren  benannt.  Eines 
derselben  ist  von  R£gimbart  als  „Ce>rcyon  rubiginosus  Reg.”  i.l.  bezeiehnet. 

Die  Art  ist  durch  ihre  dunkelfarbige  Oberseite,  starken  Glanz  und 
verhaltnismassig  feine  Skulptur  derselben  A7on  den  Avenigen  bekannten  ma- 
Inyischen  Cercyonen  leicht  zu  trennen. 

Cercyon  (s.  str.)  morosus  Knisch  nov.  spec. 

Gestreckt  oval,  riickwarts  ziemlich  zugespitzt,  massig  stark  gewolbt. 


A.  Knisch:  Neue  Palpicornier. 


203 


Der  Kopf  einfarbig  schwarz,  der  Halsschild  braungelb,  stellenweise  ge- 
schwarzt.  Die  Fliigeldeckcn  gelb,  deren  Naht,  die  vertieften  Punktstreifen 
und  stellenweise  auch  die  Intervalle  schwarz,  so  dass  eine  deni  C.  fus- 
costriatus  Fairm.  und  pictus  Reg.  ahnliche  Kolorierung  entsteht.  Die  Un- 
terseite  schwarz,  die  Vorderbeine  rotlichbraun,  die  Kiefertaster,  sowie  die 
Mittel-  und  Hinterbeine  blassgelb. 

Der  Kopf  massig  grob  und  massig  dicht,  gcniigend  deutlich  punktiert. 
Der  Halsschild  mehr  als  doppelt  so  breit  als  in  der  Matte  lang,  dessen 
Seiten  ziemlich  stark  gerundet,  mit  deutlicher  Randlinie,  welche  an  der 
Basis,  wenn  auch  wesentlich  feiner,  ziemlich  weit  gegen  die  Mitte  fortgesetzt 
ist;  auch  der  Vorderrand  bis  innerhalb  der  Augcn  mit  feiner  Randlinie.  Die 
Punktierung  wie  auf  dem  Kopfe  deutlich  abcr  nicht  sehr  dicht.  Die 
Fliigeldeckcn  ziemlich  gestreckt  oval,  nach  ruckwiirts  zugespitzt;  mit  neun 
auf  der  Scheibe  kraftigen  und  tiefen,  an  den  Seiten  etwas  weniger  scharf 
eingeschnittenen  Punktstreifen,  von  welchen  6  und  7  an  der  Scliulterbeule 
erloschen  oder  als  Punktreihen  fortgesetzt,  ferner  8  und  9  noch  starker 
verkurzt  sind.  Ein  zehnter  Streifen  ist  durch  eine  Reihe  ziemlich  kraftiger 
Punkte  nur  in  der  Basal  halfte  angedeutet.  Streifen  6  und  7  endigen  weit 
vor  der  Spitze  und  sind  von  den  ruck  warts  zusammenlaufenden  Streifen 
5  und  8  eingesclilossen.  Die  Punkte  der  Streifen  sind  auf  der  Scheibe  nur 
an  der  Basis  in  gewisser  Ausdehnung,  in  den  Seitenstreifen  hingegen  in  der 
ganzen  Lange  erkenntlich.  Die  Zwischenraume  sind  drei-  bis  viermal  so 
breit  als  die  Punktstreifen,  vorne  wenig,  die  inneren  vier  in  der  Mitte  der 
Scheibe  und  riickwarts  starker  konvex.  Die  Skulptur  der  Intervalle  ist 
eine  nur  mit,  starker  Lupenvergrosserung  oder  mikroskopisch  erkennbare, 
nicht  sehr  dichte,  etwas  runzelige  Punktierung.  Die  einzelnen  Punkte  zeigen 
unter  dem  Mikroskop  aussert  feme,  weissliche  Harchen. 

Das  Kinn  stark  glanzend,  nur  mikroskopisch  erkennbar  und  weitlaufig 
punktiert.  Prosternum  mit  scharfem  Mittelkiel.  Das  Mesosternum  wie  bei 
C.  laminatus  Sharp  mit  einfaeher,  nicht  zu  einer  Platte  abgeflachter  Lamelle, 
welche  bei  seitlicher  Ansicht  in  der  Mitte  mit  einer  hoekerigen  Konvexitii^ 
ausgestattet  erscheint.  Die  medianc  Erhabenheit  des  Mctasternums  glanzend 
glatt,  ziemlich  kriiftig  und  etwas  wcitliiufig  punktiert.  Die  Schenkcllinien 
nicht  nach  vorne  verlangert.  Die  Brust  ist  im  ubrigen  sowie  das  Abdomen 
ausserst  fein  und  dicht  skulptiert ;  der  Mediankiel  des  ersten  Ventralbogens 
sehr  fein.  Die  Mittelschenkel  fein  und  weitlaufig,  die  ITintersehenkel  kaurn 
erkennbar  punktiert. 

Long.  2.1  mm. 

Patina:  Sumatra,  Fort  de  Kdck,  920  m.  (Edw.  Jacorson  leg.  I.  1922). 

Zwei  Exemplare,  welche  in  ihrer  Farbung  sehr  an  C.  fuscostriatus  Fairm. 
aus  Madagaskar  erinnern,  von  dieser  Art  jcdoch  durch  viel  geringere  Grosse, 
schmalere  Gestalt,  einfarbig  schwarzen  Kopf,  weniger  angedunkeltcn  Hals¬ 
schild,  weniger  dichte  Punktierung  von  Kopf  und  Halsschild,  viel  feinere 
Skulptur  der  Flugeldecken,  und  durch  die  einfache  Mesosternallamelle  sofort 


204 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


unterscheidbar  sind.  Hiervon  jc  ein  Stuck  im  Leydener  Museum  und  in 
meiner  Sammlung  aufbewahrt. 

Pelosoma  eremita  Knisch  nov.  spec. 

Gerundet  oval,  ziemlich  stark  gewolbt.  Einfarbig  schwarz,  die  Unter- 
seite  braunrot  oder  schwarzlich,  die  Kiefertaster  und  die  Fiihler  rotlichgelb, 
letztere  mit  graugelber  Keule,  die  Beine  braunrot.  Die  ganze  Oberseite 
glanzend. 

Dor  Kopf  mit  kaum  erkennbaren  Nahten,  massig  fein  und  massig  dicht, 
geniigend  deutlich  punktiert.  Der  Ilalsschild  an  der  Basis  mindestens  drei- 
mal  so  breit  als  in  der  Mitte  lang,  an  den  Seiten  nach  vorne  selir  stark 
gerundet  verengt;  desssen  Vorderrand  mit  breitem,  massig  tiefen  Ausschnitt 
zur  Aufnahme  des  ruckziehbaren  Kopfes,  die  Seiten  deutlich  gerandet,  Basis 
und  Vorderrand  ohne  Randlinie.  Die  Punktierung  desselben  ist  ziemlich  fein 
und  massig  dicht,  nicht  sehr  gleichmassig.  Eine  Schagrinierung  des  Grundes 
ist  nicht  wahrnehmbar.  Die  Fliigeldecken  gerundet  oval,  ziemlich  stark  ge¬ 
wolbt,  nicht  depress,  ruckwarts  gemeinsam  gerundet,  kaum  zugespitzt,  mit 
nur  iiusserst  schmal  abgesetztem  Seitenrande.  Diesclben  tragen  zehn  feme, 
seitlieh  grobere,  riiclrwarks  scharf  eingeschnittene  Punkstreifen,  von  welchen 
die  inneren  in  Schildchengegend  zu  Punktreihen  ausgebildet  sind.  Samtliche 
Streifen  sind  an  der  Basis  edn  wenig,  Streifen  6,  8  und  9  an  der  Schulterbeule 
starker  verkiirzt ;  der  zehnte  Streifen  ist  im  letzten  Drittel  gegen  die  Spitze 
erloschen.  Die  Punkte  der  Streifen  ein  wenig  eingekerbt,  an  den  Seiten 
kraftiger  als  in  den  inneren  Streifen,  wo  vsie  in  Schildchengegend  als  ziem¬ 
lich  feine  Punktreihen  hervortreten.  Die  Zwischenraume  sind  besonders  auf 
der  Scheibe  sehr  flaeh,  daselbst  mindestens  siebenmal  so  breit  als  die  Punkte 
der  Punktreihen  daselbst.  Die  Punktierung  der  Intervalle  ist  ziemlich  fein, 
massig  dicht  und  seicht;  gegen  die  Seiten  und  gegen  die  Spitze  vertiefen 
sich  die  Punkte  mehr,  werden  dadurch  deutlicher  und  sind  daselbst  uberall 
fein  aber  deutlich  harehentragend.  Eine  Schagrinierung  des  Grundes  ist 
nicht  wahrnehmbar. 

Das  Kinn  trapezformig,  am  Vorderrandc  massig  breit  aber  tief  gerundet 
ausgeschnitten,  so  dass  die  Vorderecken  als  grosse,  gerundete  Lappen  her¬ 
vortreten;  in  bedeutender  Ausdelmung  ist  es  daselbst  tief  eingedriickt, 
querrunzelig  skulptiert,  in  der  erhabenen  Basalpartie  deutlich  punktiert.  Das 
Prosternum  hoch  und  scharf  gekielt,  bei  seitlieher  Betrachtung  der  Kiel 
vorne  spitzwinklig  vorgebaut.  Die  Mesosternalplatte  nach  vorne  scharf 
zugespitzt,  knapp  vor  der  Mitte  am  breitesten,  daselbst  etwas  gerundet, 
nach  ruckwarts  sehr  sclnvach  konvergierend,  vom  Metastemum  nur  durch 
eine  sehr  feine  Quernaht  gesondert ;  sie  ist  deutlich,  ziemlich  dicht  und  tief 
punktiert.  Brust  und  Abdomen  sehr  fein  pubescent.  Die  Medianpartie  des 
Metasternums  ein  wenig  glanzend ;  ziemlich  fein  aber  deutlich  und  nicht 
sehr  dicht  punktiert.  Der  erste  Vcntralbogen  mit  scharfem  Mittelkiel.  Die 
Beine  kraftig,  die  Mittel-  und  Hinterschenkel  im  Grunde  fein  runzelig,  * 


A.  Knisch:  Neue  Palpicornier. 


205 


erstere  kraftig,  letztere  sehr  fein  und  weitlaufig  punktiert.  Die  Tarsen  an 
der  Unterseite  mit  goldgelben  Harchen  besetzt. 

Long.  2.5  —  2.6mm. 

Patria:  New  Britain  (Dr.  A.  Willey  leg.).  Fiinf  iibereinstimmende 
Exemplare  durch  Giite  des  Herrn  Dr.  Hugh  Scott  aus  dem  Cambridge 
University  Museum  erhalten,  weiclie  nun  zum  Teil  auch  im  British  Museum 
und  in  meiner  Sammlung  aufbewahrt  sind. 

Durch  die  einfarbig  schwarzc  Oberseite,  gegen  die  Seiten  und  Spitze 
deutlicher  auftretende,  ziemlich  dichte,  harchentragende  Punktierung  der 
Fliigeldecken,  am  Vorderrande  tief  ausgeschnittenes  und  in  bedeutender 
Ausdehnung  tief  ausgehoh.lt es  Kinn,  hoch  und  scharf  gekieltes  Prosternum, 
sowie  durch  den  scharf en  Kiel  des  ersten  Vcntralbogens  ist  die  Art  sehr 
charakteristisch. 

Laccobius  (s.  str.)  jacobsoni  Knisch  nov.  spec. 

Gerundet  oval,  ziemlich  gewolbt.  Blassgelb,  der  Kopf  dunkel  metallisch 
mit  purpurncni  Schimmer,  vor  jedem  Auge  mit  grossem,  blassgelbcn  Flecken, 
welcher  jederseits  ein  voiles  Drittel  der  Kopfbreite  einnimmt.  Der  Halsschild 
mit  kleiner,  verschwommener,  schwa  rzlicher,  ein  wenig  metallisch  glanzen- 
der  Makel,  die  Punktierung  desselben  ebenfalls  schwarzlich.  Die  Fliigeldek- 
ken  mit  unregelmassigen  schwarzen  Punktrcihen.  Die  Unterseite  schwarz- 
braun,  samtliche  Extremitiiten  blassgelb. 

Der  Kopf  an  den  Seiten  ziemlich  fein  und  massig  dicht,  auf  der  Scheibe 
braftiger,  aber  nicht  gleichmassig  und  nicht  dicht  punktiert,  jederseits 
innerhalb  der  Augen  eine  regelmassige  Reihe  grbsserer  Punkte.  Die  grosse 
Oberlippe  etwas  regelmassiger,  feiner  und  dichter  punktiert.  Der  Scheitel 
geglattet,  oder  nur  vereinzelt  subtil  punktiert.  Eine  Schagrinierung  des 
Grundes  ist  nicht  wahrnehmbar.  Der  Halsschild  sehr  stark  quer,  dcssen 
Vorderrand  breit  und  tief  ausgeschnitten,  der  Hinterrand  konvex,  die  Vor- 
derecken  nach  vorne  vorgezogen,  die  Seiten  ausserst  subtil,  kaum  erkennbar 
gerandet.  Die  Punktierung  der  Scheibe  besteht  aus  sehr  seichten  und 
distanten  Punkten,  die  Seiten  und  die  Basis  sind  nur  sehr  fein,  kaum  erkenn¬ 
bar  und  weitlaufig  punktiert.  Die  kraftigen  Punkte  der  Scheibe  schwarz 
gefiirbt.  Eine  Schagrinierung  des  Grundes  besteht  nicht.  Die  Flugel¬ 
decken  mit  etwa  zwanzig,  nicht  sehr  regelmassigen,  aus  schwarzen  Punkten 
bestehenden  Punktreihen,  von  welchen  die  ausseren  mehr  oder  weniger 
erloschen,  oder  nur  stellenweise  angedeutet  sind;  an  den  Reihen  4,  9  und 
13  sind  der  Lange  nach  noch  je  einige  grossere,  kraftigere  Punkte  weit¬ 
laufig  eingeordnet  und  auch  sonst  kommen  einzelne  iiberzalilige,  grossere 
Punkte  vor.  Die  den  Punktreihen  gleichbreiten  Intervalle  sind  im  Grunde 
nicht  schagriniert. 

Das  Kinn  mit  vereinzelten,  wenig  deutlichen  Punkten.  Das  Prosternum 
dachformig,  in  der  Mitte  sehr  fein  longitudinal  gekielt.  Die  Mesosternal- 
lamelle  mit  kleinem  scharfen,  nach  unten  gerichteten  Zahn,  unten  meist 


206 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  2. 


deutlich  beborstet.  Das  Metasternum  vor  den  Hinterhiiften  mit  massig 
ausgedehnter,  tomentfreier,  glanzender  Mittelpartie.  Die  Beine  massig 
lang  und  schlank. 

Long.  2.7  mm. 

Patria:  Sumatra,  Fort  de  Kock,  920  m.  (Edw.  Jacobson  leg.  I.  1922). 
Ein  einzelnes,  anscheinend  weibliches  Exemplar  (mit  normalen  Vorder- 
tarsen)  vom  Entdeeker  eingesandt  und  ihm  zu  Ehren  benannt.  Typus  im 
Leidener  Museum. 

Die  ausgedehnte  Aufhellung  des  Kopfes  vor  den  Augen,  die  seiehte, 
an  den  Seiten  von  Kopf  und  Halsschild  sehr  subtile  oder  erloschene  Punk- 
tierung  und  das  Fehlen  einer  Mikroskulptur  kennzeichnen  die  Art  zur 
Geniige. 


SOME  OBSERVATIONS  ON  PROTECTIVE  MIMICRY. 


By 

Dr.  Th.  Mortensen 
(Copenhagen). 


In  1918  I  published  (in  „Vid.  Medd.  Dansk  Naturh.  Foren.  K0benhavn 
Vol.  69)  a  paper  ’ ’Observations  on  protective  adaptations  and  habits  mainly 
in  marine  animals”  in  which  1  gave  a  record  of  the  more  noteworthy  cases 
of  protective  mimicry  and  similar  phenomena  that  I  had  observed  during 
my  Pacific  Expedition  in  1914 — 15.  In  continuation  thereof  I  shall  here 
set  forth  a  few  observations  relating  to  the  same  subject  which  I  had  the 
opportunity  of  making  on  the  Danish  Expedition  to  the  Kei  Islands  in  1922. 

On  publishing  these  observations  in  the  ’’Treubia”  it  is  with  special 
pleasure  that  I  take  the  opportunity  to  express  my  great  indebtedness  to 
the  authorities  and  colleagues  of  the  famous  Buitenzorg  Institution  for  the 
facilities  offered  me  for  research  work  there  and  in  Tjibodas,  as,  upon  the 
whole,  for  all  the  friendly  support  offered  the  said  Expedition. 

I.  Suana  concolor  Wlk. 

During  a  stay  at  the  Tjibodas  Laboratory  in  August  1922  a  native 
collector  brought  me  a  large  pupa  of  a  moth  which  did  not  seem  in  any 
way  peculiar  or  characteristic.  I  took  it  back  with  me  to  Buitenzorg  where 
the  moth  was  hatched  after  a  few  days  and  proved  to  be  Snana  con - 
color  Wlk. 

While  this  moth,  as  mounted  in  the  usual  way  in  the  collections,  does 
not  offer  any  striking  peculiarities,  the  living  moth  in  its  natural  resting 
position  affords  a  very  remarkable  instance  of  mimicry  of  quite  a  novel  kind. 

On  seeing  the  newly  hatched,  perfect  specimen  (Fig.  1),  I  was  at  once 
so  struck  with  its  resemblance  to  a  small  shrew  that  I  could  not  help  ex¬ 
claiming  in  admiration.  My  friend,  Dr.  II.  Boschma,  to  whom  I  showed  it, 
without  telling  him  what  my  impression  of  it  was,  also  was  struck  with  its 
resemblance  to  a  shrew-like  creature,  and  all  the  colleagues  at  the  Buiten¬ 
zorg  Laboratory  and  Museum,  to  whom  I  showed  it,  agreed  that  this  was 
undoubtedly  a  case  of  a  moth  mimicking  a  shrew. 


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Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


As,  according  to  kind  information  from  Professor  Poulton,  Oxford, 
no  other  similar  case  of  protective  mimicry  has  been  recorded,  I  think  it 
my  duty  to  publish  this  note  about  it. 


Fig.  1.  Suana  concolor  Wlk.  Natural  size. 


The  figure  (reproduced  from  a  photograph  of  the  living  specimen,  for 
which  I  am  indebted  to  Dr.  v.  Faber,  Director  of  the  Treub  Laboratory) 
represents  the  animal  in  natural  size  and  in  its  natural  attitude.  The  re¬ 
semblance  to  a  shrew  is  confined  to  the  anterior  part  of  the  moth,  and  is 
produced  by  the  peculiarly  elongated  head,  looking  like  a  snout,  while  the 
thorax  copies  the  head  of  the  shrew.  The  ”eye”  of  the  shrew  is  produced 
in  a  very  curious  way  by  means  of  a  small  naked,  black  shining  spot  on 
one  of  the  larger  veins  of  the  wing,  and  is  made  more  conspicuous  by  the 
white  spot  adjoining  it.  The  vivid  resemblance  of  this  small  shining  spot 
to  the  eye  of  a  small  shrew-like  creature  is  truly  extraordinary.  Also  the 
way  in  which  it  carries  its  antennae,  closely  appressed  to  the  body,  serves  to 
emphasize  the  resemblance  of  the  whole  anterior  part  to  a  shrew’s  head. 
The  large  ’’fat”  body,  resting  on  the  substratum  and  only  partly  covered 
by  the  wings,  together  with  the  peculiar  shape  and  posture  of  the  wings 
produce  a  very  good  copy  of  the  somewhat  raised  back  of  a  resting  shrew. 
Finally  the  colour  of  the  moth,  velvety  brownish,  very  well  recalls  the  aspect 
of  the  skin  of  a  small  mammal. 

As  already  said,  it  is  only  the  anterior  part  of  the  moth  which  re¬ 
sembles  a  shrew.  The  posterior  part  is  simply  coloured  like  a  dead  leaf, 
and,  upon  the  whole,  we  have  here  a  combination  of  a  general  resemblance 
to  a  dead  leaf  and  of  a  very  special  mimicry  of  a  shrew.  In  this  way,  I 
think,  the  small  white  spot  on  the  middle  of  the  wing  and,  partly,  also  that 
on  the  ’’head”  are  to  be  accounted  for. 

In  the  Buitenzorg  Museum  I  had  an  opportunity  of  comparing  the  moth 
with  the  only  kind  of  shrew  (presumably  undescribed)  which  has  been 
found  at  Tjibodas.  It  was  evident  that  there  was  no  special  resemblance 
to  this  particular  species  of  shrew.  The  moth  can  only  be  said  to  mimic 
a  small  shrew-like  mammal  in  general. 

To  the  question  of  what  use  such  mimicry  could  be  to  the  moth,  it 
may  be  answered  that  small  insect-eating  birds  or  reptiles  do  not,  as  a  rule, 
eat  shrews  or,  on  the  whole,  small  mammals.  We  may  therefore  easily 


Th.  Mortensen:  On  Protective  Mimicry . 


209 


imagine  that  this  moth  gains  a  very  real  profit  by  being  taken  for  such  an 
animal.  The  fact  that  the  posterior  part  of  the  moth  has  a  general  resem¬ 
blance  to  a  dead  leaf  might  indicate  that  the  moth  chooses  its  resting  posit¬ 
ion  among  the  dead  leaves  on  the  ground.  This  is,  however,  merely  a 
suggestion  which  needs  being  tested  in  nature.  Upon  the  whole  it  must  be 
left  to  future  observations  on  living  specimens  in  their  natural  surroundings 
to  test  the  whole  matter.  In  this  way  alone  definite  proof  can  be  given 
whether  this  —  as  well  as  many  another  case  of  mimicry  —  be  a  reality 
or  only  an  anthropomorphic  application  of  our  own  fancy.  For  my  own  part 
I  feel  perfectly  convinced  that  it  is  a  reality. 

Unfortunately,  the  specimen  which  was  killed  and  mounted  in  its  na¬ 
tural  posture  had  not  been  securely  fastened  in  the  box;  during  the  passage 
to  Europe  it  had  loosened  and  rolled  about  among  other  pinned  insects  in 
the  box,  with  the  lamentable  result  that  its  wings  were  destroyed.  I 
therefore  had  nothing  but  the  photo  left  by  which  to  demonstrate  the  case, 
and,  although  it  is  as  excellent  a  photo  as  can  be,  it  does  not,  of  course, 
convey  the  same  vivid  impression  of  the  resemblance  with  a  shrew  as  did 
the  living  specimen  itself.  Herein  I  must  see  the  reason  for  the  fact  that 
most  of  my  colleagues  at  home,  in  Copenhagen,  did  not  by  themselves  hit 
upon  the  resemblance  with  a  shrew,  some  of  them,  on  my  pointing  out  the 
case,  even  finding  it  very  indistinct  and  expressing  their  doubt  as  to  this 
instance  of  mimicry  being  after  all  anything  but  a  product  of  my  own  too 
vivid  imagination.  Some  of  my  readers  will  perhaps  also  be  of  that  opinion. 
Nevertheless  I  think  it  my  duty  to  publish  the  case,  as  1  am  perfectly 
convinced  of  the  correctness  of  my  first  vivid  impression  on  seeing  the  living 
animal.  And  I  venture  to  express  it  as  my  conviction  that  any  unpreju¬ 
diced  person  having  the  opportunity  of  observing  the/  living  animal  in  its 
natural  surroundings  would  accept  the  correctness  of  my  observations.  This 
may  hold  good  also  of  many  another  disputed  case  of  protective  mimicry. 


Whilst  no  other  case  of  moth  or  butterfly  mimicking  mammals  was  till 
now  recorded,  a  very  curious  instance  of  a  lepidopterous  larva  showing  a 
somewhat  similar  kind  of  mimicry  may  be  recalled  here,  viz.  that  described 
by  S.  E.  Peal  ('’Difficult  coses  of  Mimicry”  Nature  Vol.  XXVI,  1882,  p. 
368).  It  is,  indeed,  not  easy  to  see  from  the  figures  given  by  Peal  how 
anybody  could  mistake  this  caterpillar  for  a  shrew,  as  did  Peal  on  observing 
the  living  animal.  But  here  again  is,  evidently,  a  case  which  has  to  be  seen 
in  nature,  in  order  to  be  rightly  appreciated.  In  any  case  there  is  no  doubt 
that  the  larva  counterfeits  some  fearful  creature  with  the  object  of  terrifying 
any  animal  that  would  devour  it,  —  certainly  a  no  less  striking  instance 
of  deceptive  coloration  than  that  of  the  well  known  caterpillar  ( Cluero - 
campa  dpenor)  which  mimics  a  snake;  it  might  with  equal  right  deserve 
mentioning  in  the  textbooks  on  mimicry. 


14 


210 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


1  had  the  pleasure  of  observing  several  other  fine  examples  of  protect¬ 
ive  mimicry  in  various  insects  during  this  voyage  but  shall  not  enter  on 
a  detailed  record,  as  I  am  not  sufficiently  familiar  with  the  subject  for 
deciding  what  is  new  and  what  is  not.  The  only  case  which  seems  to  me 
especially  worth  mentioning  is  that  of  a  spider,  found  under  rotten  tree- 
bark  on  the  ground  in  the  Kei  Islands,  which  mimics  a  species  of  termite 
found  in  the  same  locality.  It  so  exactly  resembles  the  termite  that  it  was 
only  on  close  examination  that  1  recognized  it  as  a  spider.  Its  anterior 
pair  of  legs  are  held  like  a  pair  of  antennae.  It  was  only  the  faster  move* 
ments  of  the  spider  which  called  my  attention  to  it.  So  far  as  I  am  aware 
this  is  the  first  instance  recorded  of  a  spider  mimicking  a  termite. 

II.  On  ‘double-headed”  (pseudocephalous)  butterflies. 

After  having  made  the  observations  on  pseudocephalous  Lycaenids  in 
Panama,  recorded  ill  the  paper  quoted,  1  was,  of  course,  looking  forward 
with  the  keenest  interest  to  extending  my  observations  also  to  the  butterflies 
of  Java  and  the  Moluccan  region.  The  result  did,  however,  by  no  means 
come  up  to  my  expectations;  it  was,  indeed,  a  great  disappointment. 

Pseudocephalous  Lycaenids  were  observed,  it  is  true,  both  in  Java, 
Ambon,  the  Kei  Islands  and  Banda.  But  they  were  all  of  the  simpler  type 
and  rather  inconspicuous.  As  a  matter  of  fact,  I  think  that,  had  1  not 
known  the  phenomenon  beforehand  from  other  observations,  I  should  hardly, 
on  seeing  these  butterflies,  have  hit  upon  the  idea  that  they  were  to  be 
regarded  as  ‘  *  double-headed”.  Probably  more  elaborate  types  may  occur 
in  these  regions  also,  but  I  did  not  come  across  any. 

Now  this  result  is  not  without  some  special  interest.  I  think  we  have 
here  the  clue  to  Piepers’  peremptory  denial  of  the  phenomenon  of  the 
“double-hoadedness”  in  these  butterflies.  It  appeal's  that  Piepers  has  made 
his  observations  in  these  regions  only,  and  then  I  perfectly  well  understand 
that  he  may  have  failed  to  make  observations  that  would  convince  him  of 
the  phenomenon.  If  ever  he  had  observed  the  living  Thecla  battus  or  marsyas, 
or  linns  (see  G.  B.  Longstaff,  Butterfly-Hunting  in  many  lands,  1912,  p. 
326)  he  would  hardly  have  ventured  to  deny  that  these  butterflies  do  convey 
the  most  vivid  impression  of  having  the  head  in  the  posterior  end. 

III.  Protective  mimicry  in  marine  animals. 

In  the  paper  quoted  I  have  recorded  several  instances  of  protective 
mimicry  in  marine  animals.  During  the  expedition  to  the  Kei  Islands  I 
had  the  opportunity  of  making  some  more  observations  of  this  kind.  As 
I  have  a  strong  feeling  that  an  adequate  representation  of  such  protective 
resemblances  requires  coloured  figures  —  for  making  which  I  had  no  op¬ 
portunity  —  I^hall  confine  myself  to  mentioning  here  only  two  of  the  more 
striking  cases. 


Tii.  Mortensen:  On  Protective  Mimicry . 


211 


When  once  a  biological  laboratory  has  been  established  in  these  regions, 
so  that  opportunity  for  making  such  observations  at  leisure  is  afforded,  a 
rich  harvest  of  interesting  results  may  safely  be  expected.  Not  only  of 
direct  cases  of  mimicry,  but  also  of  various  sorts  of  camouflage. 

To  the  most  striking  examples  of  mimicry  among  marine  animals  which 
I  have  seen  belongs  that  of  the  Muracnoid  fish  Ophichthys  colubrinus  which 
resembles  the  sea-snake  Platurus  colubrinus  so  completely  both  in  colour  and 
shape  that  it  is  hardly  possible,  on  seeing  the  living  specimens,  to  tell  the  fish 
from  the  snake.  The  natives  invariably  asserted  both  to  be  snakes,  and  it  was 
very  hard  to  make  them  believe  that  one  of  them  was  a  fish.  Both  species 
were  fairly  commonly  met  with  on  the  reef  flats  of  Amboina.  The  preserved 
specimens  are  not  nearly  so  strikingly  alike  as  the  living  ones,  the  fish  partly 
losing  its  natural  colour  on  preservation. 

Among  the  other  cases  observed  I  shall  mention  only  one  from  the 
vicinity  of  Toeal,  Kei  Island.  On  a  large  Fungia  with  thick,  white- 
tipped  tentacles  was  found  a  small  shrimp.  On  its  back  were  two  large, 
white  spots  resembling  most  perfectly  the  white  tips  of  the  tentacles,  the 
animal  being  otherwise  quite  transparent,  only  with  a  slight  reddish  tint. 
This  coloration  makes  the  shrimp  almost  perfectly  indistinguishable  among 
the  tentacles  of  the  Fungia  where  it  lives,  and  it  is  impossible  to  doubt  that 
it  is  very  effectively  protected  in  this  way. 


NEW  SPECIES  OF  CURCULIONIDAE  FROM  THE  SUNDA  ISLANDS 

(COLEOPTERA). 

By 


Guy  A.  K  Marshall,  D.  Sc. 


(Imp.  Bureau  of  Entomology,  London). 


In  a  small  but  very  interesting  collection  of  Curculionidae  kindly  sub¬ 
mitted  to  me  by  Dr.  K.  W.  Dammkrman  1  have  found  several  new  species 
which  arc  here  described,  together  with  one  or  two  from  other  sources. 

Subfamily  Otiorrhynchinae. 

Trigonops  kombuisana,  sp.  n. 

O*  $.  Integument  black  to  piceous,  fairly  densely  clothed  with  brown 
scales,  occasionally  variegated  with  grey,  and  some  of  the  scales  having  a  green 
or  coppery  reflection ;  the  elytra  with  short  curved  spatulate  setae. 

Head  coarsely  striolate,  but  the  sculpture  more  or  less  hidden  by 
the  scaling;  the  eyes  strongly  convex,  not  very  coarsely  facetted,  deepest 
behind  the  middle.  Rostru  m  as  long  as  broad  ;  the  basal  part  flat,  coarsely 
punctate  and  without  any  median  carina,  but  with  a  shallow  median  sulcus; 
the  sloping  portion  longer  than  the  basal  part  with  large  shallow  punctures, 
which  are  closely  set  except  near  the  apex,  and  with  short  erect  pale  setae. 
Antennae  with  the  scape  densely  squamose  and  with  oblique  spatulate 
setae;  the  funicle  with  the  two  basal  joints  subequal.  Prothorax  as 
long  as  broad,  rounded  at  the  sides,  widest  at  or  a  little  behind  the  middle, 
shallowly  constricted  near  the  apex,  which  is  narrower  than  the  base;  the 
dorsum  convex  longitudinally,  highest  in  the  middle,  coarsely  and  confluent- 
ly  punctate  throughout,  without  any  carina;  the  scales  of  irregular  and 
varying  shapes,  confined  to  the  spaces  between  the  punctures;  the  setae  minute, 
sparse  and  subrecumbent.  Elytra  broadly  ovate,  strongly  rounded  at 
the  sides,  widest  before  the  middle,  somewhat  flattened  on  the  disk  (more 
particularly  in  the  ?  ),  and  with  the  apex  produced  downwards  like  a 
beak  in  the  $  only;  the  dorsal  outline  almost  flat  from  the  base  to  the 
middle  and  sloping  steeply  behind;  the  broad  shallow  striae  containing 
large  deep  punctures  that  are  partly  filled  with  scaling  (quadrate  when 


212 


G.  A.  K.  Marshall:  New  Curcxdionidae . 


213 


bare) ;  the  intervals  slightly  convex,  uneven  or  finely  rugulose  but  not 
granulate,  and  each  bearing  a  widely  spaced  row  of  short,  obliquely  raised, 
broadly  spatulate  setae,  interval  1  being  lower  and  flatter  than  the  others 
in  the  basal  half.  Legs  fairly  densely  clothed  with  irregularly  shaped, 
dark  grey  scales  which  are  not  quite  contiguous. 

Length,  2.5 — 3.6  mm.;  breadth,  1.3 — 2.0  mm. 

Java  Sea:  Klein  Kombuis  I.,  6  cfcf*  ^  H.  XT.  1920  and  27.  I. 
1922  (l>r.  K.  \V.  Dammerman). 

Very  similar  in  facies  to  the  genotype,  T.  rugosa,  Guer.,  but  much 
smaller,  and  differing  in  the  lack  of  a  prominence  on  the  rostrum,  the  non- 
acuminate  eyes,  the  absence  of  granules  and  the  presence  of  suberect  setae 
on  the  elytra. 

Heteroglymma  setosa,  sp.  n. 

$.  Integument  piceous,  rather  densely  clothed  with  brown  or  dark 
grey  scaling,  the  scales  having  a  frosted  appearance,  sometimes  with  a 
sligth  iridescence. 

Head  coarsely  striolate,  but  the  striae  normally  hidden  by  the  scaling, 
the  eyes  strongly  convex,  deepest  much  behind  the  middle,  coarsely  facet¬ 
ted.  Rostrum  somewhat  longer  than  broad,  parallel-sided;  the  basal 
part  as  long  as  the  anterior  sloping  portion,  teetiform,  rugose,  with  a  smooth 
median  stria  which  is  bounded  on  each  side  by  a  fine  earina;  the  sloping 
portion  not  sharply  separated  from  the  basal  part,  smooth,  shiny  and  with 
discrete  punctures  and  fine  erect  setae.  Antennae  with  the  scape 
densely  setose  and  bearing  fine  erect  setae;  the  two  basal  joints  of  the 
funiele  subequal.  Pro  thorax  slightly  longer  than  broad,  moderately 
rounded  at  the  sides,  widest  at  the  middle,  shallowly  constricted  near  the 
apex,  which  is  not  much  narrower  than  the  base;  the  dorsum  very  coarsely 
and  rugosely  punctate,  but  not  granulate,  and  with  a  fine  undulating  median 
earina  which  is  usually  more  distinct  in  the  anterior  half;  the  scales  not 
very  dense,  irregular  and  variable  in  shape;  the  setae  short,  fine  and  erect. 
Elytra  broadly  ovate,  widest  well  before  the  middle,  strongly  rounded 
at  the  sides,  bluntly  acuminate  at  the  apex,  and  jointly  truncate  or  very 
shallowly  sinuate  at  the  base;  in  the  cf  interval  1  is  slightly  raised  through¬ 
out,  and  between  it  and  stria  5  the  disk  is  distinctly  flattened,  especially 
at  the  summit  of  the  declivity,  where  there  is  a  short  low  elevation  on  in¬ 
terval  6;  in  the  $the  disk  is  normally  convex,  interval  1  is  not  raised  except 
dowse  to  the  base,  there  is  no  callus  on  int.  6,  and  the  posterior  declivity 
is  steeper;  the  shallow  striae  containing  large  round  punctures,  the  inner 
five  and  the  outer  three  striae  being  regular  and  complete,  the  five  or  six 
intermediate  ones  irregular  or  abbreviated;  the  intervals  each  with  a  single 
row  of  distant  erect  spatulate  setae,  mostly  dark;  the  scales  fairly  dense, 
unequal  in  size  and  irregular  and  variable  in  shape.  Legs  red-brown, 
with  rather  large  rounded  scales  and  short  erect  white  setae;  the  front 


214 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


tibiae  without  any  internal  tooth.  Underside  with  large  coarse  punc¬ 
tures  throughout  except  on  the  3rd  and  4th  visible  ventrites  which  are  quite 
smooth. 

Length,  3.4 — 3.7  mm.;  breadth,  1.7 — 1.9  mm. 

Java:  Soekawana,  Preanger,  5000  ft.,  2  rfd*,  8  $  $,  XII.  1920  (Dr. 
K.  W.  Dammerman). 

Differs  from  all  the  other  species  of  Heteroglymma  known  to  me  in  its 
undilated  elytra  and  erect  setae,  having  quite  the  facies  of  a  Trigonops 
but  it  is  excluded  from  that  genus,  inter  alia,  by  having  more  than 
ten  striae,  by  the  contiguous  front  coxae  and  the  narrow  mesosternal  process. 

(This  species  was  found  at  the  Cinchona-plantation  Soekawana  and 
was  recorded  as  injurious  to  the  seeds  on  the  seedbeds.  —  Dammerman.). 

Myllocerus  doliaris,  sp.  n. 

cf  §.  Integument  piceous,  with  dense  grey  or  light  brown  scaling; 
the  elytra  with  very  indefinite  and  variable  paler  and  darker  markings; 
the  underside  with  somewhat  sparser  grey  scaling. 

Head  densely  squamose  and  with  erect  truncate  setae ;  the  forehead 
broader  than  the  space  between  the  scrobes,  its  width  greater  than  the 
length  of  an  eye,  flat  transversely  and  with  a  very  small  median  fovea; 
the  vertex  very  convex;  the  eyes  lateral,  rather  coarsely  facetted,  mode¬ 
rately  convex  and  deepest  about  the  middle.  Rostrum  (excluding  the 
mandibles)  a  little  shorter  than  the  basal  width,  slightly  narrowed  from  the 
base  to  the  middle,  than  strongly  dilated;  the  dorsal  area  shallowly  de¬ 
pressed  and  with  a  fine  median  carina,  interrupted  anteriorly  by  a  transverse 
carina,  the  space  between  this  and  the  epistome  being  devoid  of  scaling; 
the  lateral  areas  with  a  broad  costa  running  from  the  eye  to  the  scrobe; 
the  posterior  carinate  margin  of  the  epistome  very  obtusely  angulated;  the 
mentum  bearing  four  setae.  Antennae  piceous ;  the  scape  gradually 
widened  at  the  apex,  with  recumbent  setiform  scales  and  rather  stout  erect 
setae;  the  funicle  with  the  two  basal  joints  equal,  and  joints  3 — 7  subequal. 
Prothorax  transverse,  gently  rounded  at  the  sides,  widest  at  about  the 
middle;  the  base  bisinuate  and  not  wider  than  the  apex,  which  is  vertically 
truncate  at  the  sides;  the  dorsum  shallowly  and  confluently  punctate,  with 
a  shallow  transverse  impression  near  the  apex  and  on  each  side  behind  the 
middle  a  round  impression,  which  is  bounded  externally  by  a  feeble  ridge; 
the  scales  small  and  rounded,  the  setae  very  variable  in  length,  erect  and 
truncate  at  the  apex.  Scutellum  subquadrate,  shallowly  punctate,  bare. 
Elytra  much  wider  at  the  shoulders  than  the  prothorax  and  gradually 
dilated  from  there  to  behind  the  middle  (especially  in  9)>  separately 
rounded  at  the  base;  the  striae  for  the  most  part  free  from  scaling,  with 
rather  distant  shallow  punctures,  each  containing  a  microscopic  recumbent 
seta;  the  intervals  broad  and  slightly  convex,  with  closely  juxtaposed  round 
scales  and  each  with  a  single  row  of  long  erect  spatulate  setae,  which  are 


G.  A.  K.  Marshall:  New  Curculionidae. 


215 


truncate  or  feebly  bifid  at  the  apex.  Legs  piceous  brown,  with  fairly 
dense,  pale  brown  and  grey  scales  and  short  stout  white  setae;  the  femora 
with  a  small  simple  tooth,  the  tibiae  not  sinuate  internally  at  the  base. 

Length,  2.75 — 3.75  mm.;  breadth,  1.25 — 1.6  mm. 

Sumatra:  Deli  (S.  Wiene) . 

Described  from  a  pair  kindly  sent  to  me  by  Mr.  Frank  R.  Mason,  of 
Philadelphia,  U.  S.  A. 

Corigetus  dammermani,  sp.  n. 

cf  §.  Integument  black  to  piceous  brown,  thinly  clothed  above  with 
pale  green  scales;  the  pronotum  with  two  extremely  indefinite  stripes 
of  larger  scales;  the  vseales  on  the  elytra  varying  in  size  and  shape,  those 
on  the  disk  being  very  small  and  narrow,  but  here  and  there  are  patches 
of  larger  round  scales,  these  scales  being  much  more  numerous  on  the 
inflexed  margins  and  always  forming  a  denser  stripe  along  the  suture; 
the  underside  rather  densely  clothed  with  scales,  these  being  round  and 
green  at  the  sides,  and  narrow  and  whitish  in  the  middle. 

Head  finely  coriaceous,  with  dense  scaling  and  short  subrecumbent 
spatulate  setae;  the  forehead  not  or  but  very  little  broader  than  an  eye, 
transversely  depressed,  and  with  the  middle  carina  of  the  rostrum 
ascending  it  as  far  as  the  very  small  median  puncture;  the  eyes  not  very 
convex,  deepest  at  or  a  little  behind  the  middle.  Rostrum  distinctly 
longer  than  broad,  slightly  narrowing  from  the  base  of  the  middle,  thence 
strongly  dilated;  the  dorso-lateral  carinae  strongly  developed,  the  median 
area  lying  between  them  comparatively  narrow  (especially  in  a* ),  deeply 
depressed  in  front  and  containing  a  well  marked  median  carina;  just  outside 
each  dorso-lateral  carina  another  shorter  carina,  and  immediately  below 
this  a  longitudinal  furrow  which  is  deep  near  the  scrobe  and  becomes  rapidly 
shallow  behind;  the  epistome  forming  a  sharp  acute  angle  behind;  the  lower 
surface  elevated  in  the  middle,  so  that  when  the  rostrum  is  viewed  from  the 
side  there  is  a  distinct  sinuation  at  the  base;  mentum  bearing  two  setae. 
Antennae  with  the  scape  moderately  curved,  very  gradually  widened 
towards  the  apex,  rather  strongly  carinulate,  and  set  with  rather  stout 
short  curved  subrecumbent  brownish  setae  and  very  rarely  a  few  narrow 
green  scales;  the  funicle  with  joint  2  half  as  long  again  as  1,  and  3 — 7 
subequal.  Prothorax  transverse,  parallel-sided  from  the  base  to  beyond 
the  middle,  then  distinctly  narrowed  to  the  apex,  without  any  apical  con¬ 
striction;  the  basal  margin  deeply  bisinuate,  the  median  lobe  being  broadly 
rounded;  the  apex  truncate  dorsally,  the  postocular  lobes  obsolescent  but 
with  distinct  vibrissae;  the  dorsum  rather  coarsely  punctate,  with  a  shallow 
rounded  depression  on  each  side  near  the  base,  but  the  sculpture  partly 
hidden  by  the  clothing  which  consists  of  small  narrow  green  scales  and 
short  subrecumbent  pale  setae,  with  two  very  indefinite  and  irregular  stripes 


216 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


of  larger  rounded  green  scales.  Scutellum  trapeziform,  with  only 
a  few  sctiform  green  scales.  Elytra  narrower  and  subparallel-sided  in  cf, 
slightly  dilated  behind  the  middle  in  $  ;  the  striae  with  rather  large  deep  punc¬ 
tures,  the  intervals  slightly  convex  and  each  bearing  a  single  row  of  widely 
set  long  erect  brownish  setae.  Legs  thinly  clothed!  with  recumbent  white 
set-ae  and  a  few  greenish  scales  on  the  femora,  which  bear  a  distinct  small 
tooth;  the  anterior  pairs  of  tibiae  with  a  basal  sinuation  internally. 

Length,  4.3 — 6.75  mm.;  breadth,  1.3 — 3.0  mm. 

Sumatra:  Mcrang,  Res.  Benkoelen  (Dohertype  —  type);  Wai  Lima, 
Lampongs,  XI — XII,  1921  (Karny  &  Siebers)  ;  Pageralam,  G.  Dampo,  Palem- 
bang,  2000 — 3000  ft.  (I.  Z.  Kannegieter)  ;  Bendagei,  Palembang,  600  ft. 
(Kannegieter)  ;  Kratatau  I.,  XII.  1919,  IV.  1920  (Dr.  K.  W.  Dammerman)  ; 
Sebesi  I.,  IV.  1921  ^Dammerman). 

Described  from  28  specimens. 

Very  closely  allied  to  C.  ( „Mylloccrus ”)  saturatevirens,  Boh., 
which  differs  in  having  a  rather  shorter  rostrum,  it  being  scarcely  as  long 
as  its  basal  width  in  the  9  and  a  little  longer  in  the  cf ,  the  dorso-lateral 
carinae  are  less  elevated,  and  the  median  area  wider  and  more  shallowly 
impressed;  the  forehead  is  much  broader  than  the  width  of  an  eye  (1  y2  to 
1%  times);  the  scaling  of  the  upper  side  is  denser  and  evenly  distributed, 
all  the  scales  being  of  the  rounded  form ;  and  the  setae  on  the  elytra  are 
more  numerous,  much  shorter  and  of  a  whitish  colour. 

C.  saturatevirens  was  recorded  by  Boiieman  from  “ India  orientalis”, 
but  the  type,  which  is  in  poor  condition,  does  not  agree  with  any  species 
known  to  me  from  continental  India,  but  it  is  certainly  conspecific  with 
an  insect  that  occurs  in  Java. 

Corigetus  enganensis,  sp.  n. 

c f  9*  Integument  black  to  piceous,  densely  clothed  above  with  pale 
green  scales;  the  pronotum  with  dense  scaling  in  the  middle  and  with  an 
indefinite  darker  stripe  (due  to  more  sparse  scaling)  on  each  side;  the 
elytra  with  darker  patches  on  intervals  3 — 5  due  to  smaller  or  sparser  scales, 
these  intervals  being  usually  abraded. 

Very  closely  allied  to  C.  dammermani,  sp.  n.,  but  apart  from  the  dif¬ 
ferent  scaling,  distinguished  by  the  following  characters:  —  Head  with 
the  frontal  depression  shallower.  Rostrum  with  the  dorso-lateral  ca¬ 
rinae  much  less  elevated,  and  the  median  area  only  shallowly  impressed; 
the  underside  without  a  median  elevation.  Pro  thorax  with  the  sides 
gently  rounded,  widest  at  the  middle,  and  shallowly  constricted  near  the 
base,  which  is  only  slightly  narrower  than  the  apex.  Venter  of  with 
rather  long  fine  erect  setae,  whereas  in  C.  dammermani  and  C .  saturate¬ 
virens  the  setae  are  short  and  subrecumbent. 

From  the  latter  species  it  may  also  be  distinguished  by  the  forehead  being 


G.  A.  K.  Marshall:  New  Curculionidae. 


217 


not  or  but  little  broader  than  an  eye,  and  by  the  basal  constriction  of  the 
prothorax. 

Length,  8.25 — 6.0  mm. ;  breadth,  1.9 — 2.5  mm. 

Sumatra:  Engano  I.  (Doherty). 

Described  from  20  specimens. 

Subfamily  Crypt orrhynchinae. 

Trigonopterus  amphoralis,  sp.  n. 

Colour  dark  piceous  (probably  varying  to  black),  rather  shiny, 
entirely  devoid  of  scaling;  the  elytra  with  a  single  row  of  short  raised 
clavate  setae  in  each  stria. 

Head  with  a  few  large  punctures  on  the  forehead,  the  vertex  impunc- 
tate;  a  deep  curved  sulcus  above  each  eye.  Rostrum  with  the  sides 
strongly  angulated  in  front  of  each  eye  and  there  a  little  wider  than  at  the 
ape*,  thence  rapidly  narrowing  to  the  middle,  and  then  very  slightly  wi¬ 
dening  to  the  apex;  the  dorsal  area  slightly  elevated,  parallel-sided,  coarsely 
punctate,  tricarinate  throughout,  and  with  its  base  ascending  the  middle 
of  the  forehead  for  a  short  distance;  the  apical  margin  somewhat  reflexed 
and  obtusely  angulate  in  the  middle.  Prothorax  nearly  as  long  as 
broad,  widest  at  the  base,  very  gradually  narrowing  and  with  its  sides 
straight  for  three-fourths  of  the  length,  then  rapidly  narrowed  to  the  apex, 
where  it  is  shallowly  constricted;  the  basal  and  apical  margins  both  gently 
arcuate,  and  no  transverse  impression  at  the  base;  the  dorsum  flat  longi¬ 
tudinally,  but  strongly  convex  transversely,  especially  in  the  anterior  half, 
subtectiform,  closely  and  evenly  set  with  large  shallow  punctures,  leaving 
a  narrow  smooth  median  line  which  extends  from  the  base  nearly  to  the 
apex ;  in  each  puncture  there  is  a  microscopic  seta.  Elytra  elongate 
pyriform,  with  the  sides  very  strongly  rounded  in  the  basal  half,  widest  at 
one-fourth  from  the  base,  rapidly  narrowing  behind,  but  the  apical  fourth 
becoming  almost  parallel-sided  and  being  little  more  than  half  as  wide  as 
the  broadest  portion;  the  striae  broad  and  deep,  with  rows  of  shallow  se¬ 
parated  punctures  each  containing  a  short  pale  clavate  raised  seta;  the  in¬ 
tervals  distinctly  convex,  subcostate,  interval  1  with  a  row  of  very  shallow 
punctures,  the  others  more  smooth  on  the  disk,  and  feebly  subgranulate 
towards  the  sides  and  base;  the  compressed  posterior  portion  flattened  and 
smooth  laterally  for  the  reception  of  the  hind  femora;  the  base  shallowly 
sinuate,  the  apex  subtruncate;  the  dorsal  outline  convex,  deepest  at  one- 
fourth  from  the  base  and  gradually  sloping  behind.  Legs  with  setae 
similar  to  those  on  the  elytra ;  the  femora  not  toothed,  with  coarse  reticu¬ 
late  punctures. 

Length,  3  mm.;  breadth,  1.25  mm. 

Sumatra:  Pedada  Bay,  Lampongs,  2  cfcf,  22.  I.  1922  (Dr.  K.  W. 
Dammerman)  . 

The  unusual  breadth  of  the  produced  apical  portion  of  the  elytra  and 


218  Treubia  Vol.  VI,  Live.  2. 


its  marked  lateral  ridge,  combined  with  the  coarse  sculpturing  and  sub¬ 
compressed  pronotum,  readily  distinguish  this  insect  from  the  previously 
known  species. 


Subfamily  Baridinae. 

Acythopeus  dentirostris  sp.  n. 

9  Colour  entirely  black,  only  slightly  shiny,  and  devoid  of  scaling. 

Head  with  fairly  Hose  shallow  punctation  on  the  anterior  half. 
'Rostrum  somewhat  longer  than  the  pronotum,  strongly  curved,  rather 
deeper  than  wide  at  the  base  and  rapidly  narrowing  dorso-ventrally  from 
there  to  the  apex;  the  sides  very  coarsely  and  confluently  punctate  in  Ihe 
basal  half,  the  dorsal  punctures  much  smaller  and  forming  irregular  rows; 
the  narrower  apical  part  shiny  and  with  very  minute  sparse  punctures;  the 
lower  surface  (viewed  from  the  side)  with  a  small  sharp  tooth  near  the 
base.  Antennae  with  the  scape  comparatively  short,  its  apex  (when 
folded  back)  separated  from  the  eye  by  a  distance  equal  to  the  width  of 
the  antennal  club;  the  funicle  with  joint  1  nearly  as  long  as  2  +  3  4, 

joint  2  a  little  longer  than  broad,  the  remainder  transverse.  P  rothorax 
somewhat  broader  than  long,  almost  parallel-sided  in  the  basal  third,  round¬ 
ly  narrowed  in  front,  and  with  a  tubular  constriction  at  the  apex,  which 
is  about  one-third  the  width  of  the  base;  the  basal  margin  deeply  bisinuate, 
the  median  lobe  shallowly  sinuate  at  its  apex;  the  dorsum  closely  and 
reticulately  punctate  throughout,  without  any  trace  of  a  median  carina 
and  entirely  without  setae;  the  pleurae  with  the  punctures  larger  and  more 
or  less  confluent  longitudinally,  and  each  containing  a  short  recumbent 
white  seta.  Scutellum  subtrapezoidal,  widest  behind,  shallowly 
punctate.  Elytra  somewhat  broader  at  the  shoulders  than  the  prothorax 
and  gradually  narrowing  from  there  to  the  apex;  the  striae  deep,  with 
perpendicular  sides,  and  containing  large  deep  punctures  near  the  base 
which  rapidly  diminish  behind  and  become  evanescent  on  the  apical  half; 
the  intervals  flat,  each  with  a  single  row  of  large  shallow'  punctures  (du¬ 
plicated  only  at  the  extreme  base  on  intervals  2,  3  and  9),  which  gradually 
become  much  smaller  behind,  the  punctures  being  somewhat  opaque  and  the 
narrow  transverse  ridges  dividing  them  being  shiny;  no  trace  of  setae.  Legs 
with  coarse  subconfluent  punctures,  each  containing  a  short  recumbent  pale 
seta;  the  posterior  femora  not  furrowed  beneath,  the  tibiae  deeply  sulcate. 
Sternum  strongly  punctate  like  the  pronotum,  except  in  the  middle  of 
the  metasternum  where  the  punctures  are  small  and  distant;  the  prosternum 
with  a  transverse  row  of  deep  punctures  in  the  subapical  constriction,  the 
two  middle  punctures  being  the  largest. 

Length. 3.7 — 4.3  mm.;  breadth.  1.5 — 1.8  mm. 

8  u  m  atra:  2*  $  9i  Krakatau  I.,  IX.  1920  (Dr.  K.  W.  Dammerman)  ; 
1  9,  without  locality. 


G.  A.  K.  Marshall:  New  Curculionidae. 


2i  9 


The  tooth  on  the  lower  surface  of  the  rostrum  near  the  base  dis¬ 
tinguishes  this  insect  from  all  the  other  entirely  black  species  known  to  me. 


Subfamily  Cossoninae. 

Dryotribus  breviceps,  sp.  n. 

cT  Piceous  black,  dull,  entirely  devoid  of  scaling  and  with  sparse  minute 
subrecumbent  pale  setae. 

Head  normal,  not  produced  in  front,  nor  constricted  behind  the  eves, 
the  space  between  the  front  margin  of  the  eye  and  the  antenna  three  times 
as  great  as  that  between  the  hind  margin  of  the  eye  and  the  prothorax; 
the  forehead  with  shallow  reticulate  punctures  which  gradually  vanish 
posteriorly,  the  extreme  vertex  being  impunctate  but  opaque;  the  eyes 
small,  round,  coarsely  facetted  and  with  the  hind  margin  distinctly  raised 
above  the  curvature  of  the  head.  Rostrum  about  as  long  as  the  front 
femur,  gently  curved,  parallel-sided  from  the  base  to  the  antennae,  thence 
gradually  widening  to  the  apex,  the  lower  margin  of  the  scrobes  not  pro¬ 
jecting;  the  dorsum  with  very  shallow,  longitudinally  confluent  punctures, 
and  with  a  few  small  recumbent  scale-like  setae  towards  the  base. 
Antennae  inserted  at  a  little  in  front  of  the  middle;  the  scape  gradually 
dilated  to  the  apex,  just  reaching  the  front  margin  of  the  eye;  the  club 
broadly  ovate,  distinctly  wider  than  the  5-jointed  funicle.  Prothorax 
slightly  longer  than  broad,  moderately  rounded  at  the  sides,  broadest  a 
little  behind  the  middle,  rather  sharply  constricted  at  the  base  and  near 
the  apex,  the  latter  only  slightly  narrower  than  the  base;  the  dorsum 
evenly  covered  with  shallow  reticulate  punctures,  each  containing  a  minute 
recumbent  squamiform  seta.  Elytra  oblong-ovate,  elongate,  without  any 
trace  of  humeral  prominences,  very  gradually  widening  posteriorly,  widest 
far  behind  the  middle,  the  base  truncate  and  slightly  wider  than  the  base 
of  the  prothorax,  the  apex  broadly  subtruncate;  the  broad  shallow  striae 
containing  large  close  punctures;  the  intervals  narrow,  costate  and  somewhat 
uneven,  bearing  rows  of  minute  depressed  shiny  granules  with  small  sub¬ 
recumbent  setae  between  them;  interval  9  dilated  into  a  large  callus  at  the 
apex.  Legs  piceous,  opaque,  with  the  tarsi  red-brown;  the  femora  finely 
rugose,  with  sparse  short  pale  setae.  Underside  coarsely  punctate 
throughout ;  the  front  coxae  veiy  narrowly  separated. 

Length,  2  mm. ;  breadth,  0.75  mm. 

Java  Sea:  Klein  Kombuis  I.,  21.  VII.  1922  (Dr.  K.  W.  Dammerman). 

In  spite  of  the  more  closely  approximated  front  coxae  and  very  dif¬ 
ferent  head,  it  seems  preferable  to  retain  this  species  in  the  genus 
Dryotribus,  Horn,  for  the  present.  The  only  other  species  D.  mimeticus 
Horn  (=  Thalassodora  insignis,  Perk.)  is  extremely  similar  to  the  present 
insect  in  the  shape  and  sculpture  of  the  thorax,  elytra  and  legs,  but  differs 


220 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  2. 


notably  in  the  following  characters:  —  The  headl  is  much  prolonged,  the 
distance  between  the  prothorax  and  the  eyes  being  greater  than  that  between 
the  eyes  and  the  antennae,  the  basal  globular  portion  being  smooth,  shiny, 
sparsely  punctate  and  separated  from  the  anterior  part  by  a  shallow  con¬ 
striction;  the  apical  half  of  the  rostrum  is  abruptly  widened  and  quadrate, 
the  lower  edges  of  the  scrobes  being  plainly  visible  from  above ;  the  scape 
of  the  antenna  exceeds  the  eye;  and  all  the  coxae  are  more  widely  separated. 


UEBER  DIE  RAUPE  VON  SUANA  CONCOLOR 


(Lep.  Lasiocampidae) 

von 

H.  H.  Karny 


(Buitenzorg  —  Museum). 


Im  Mai  1923  erhielt  ich  von  Herrn  Schuurmax-Steckhoven  eine  lebende 
Raupe  von  Suana  concolor  f  die  er  am  Stamm  eines  Kapokbaumes  (Wollbaum, 
Ceiba  pentandra  s.  Eriodendron  anfractuosum)  erbeutet  hatte.  Das  Tier 
erschien  ihm  deshalb  bemerkenswert,  weil  es  in  seiner  natiirlichen  Umgebung 
durch  seine  weitgehende  Schutzfarbung  beinahe  vollstandig  unbemcrkbar  wird. 
Er  brachte  es  mir  auf  einem  Zweig  desselben  Baumes  mit  und  ich  liess  es 
auf  demselben  nach  dem  Leben  photographieren  (Taf.  1,  Fig.  1  und  2). 

Wie  mir  Kollege  Menzel  mitteilt,  lebt  die  Raupe  ausserdem  auch  auf  Tee, 
und  zwar  auch  hier  nur  an  den  Stammen  oder  den  ganz  dicken  Aesten.  Ferner 
wird  sie  von  Advocaat  (Per sea  gratissima)  und  von  Djamboe  (Eugenia  malac- 
censis  s.  Jambosa  domestica)  angegeben  (Dammerman,  Landbouwdierkunde, 
1919,  p.  115). 

Auf  flechtenbewachsenen  Stammen,  wo  sich  das  Tier  zumeist  aufhalt,  ist 
es  durch  seine  graue  oder  braunliche  Farbung  sehr  gut  geschiitzt  und  ausser- 
ordentlich  schwer  wahrzunehmen.  Aber  auch,  wenn  es  sich  (was  ja  gelegent- 
lich  vorkommt)  an  dickeren  Aesten  aufhalt,  ist  es  nicht  zu  bemerken,  weil  es 
da nn  vollstandig  einer  Astverdickung  gleicht,  wie  dieselben  hier  infolge  des 
vorhergegangenen  Befalls  durch  Loranihus  ungemein  hiiufig  vorkommen  (nach 
mundlicher  Mitteilung  von  Kollegen  Cammerloher)  .  Allerdings  besitzt  die 
Raupe  am  zweiten  und  dritten  Segment  breite  samtschwarze  Einschnitte 
(Prachtflecke),  die  aber  in  der  Ruhelage  vollstandig  eingezogen  und  daher 
unsichtbar  sind.  Erst  wenn  das  Tier  sich  verfolgt  sieht  oder  sonst  beunruhigt 
wird,  werden  diese  Flecken  sichtbar,  weil  es  dann  seinen  Vorderkorper  starker 
ausstreckt  und  ventralwarts  einkriimmt.  Es  handelt  sich  dabei  also  (nach 
der  Schutzfarbungstheorie)  um  eine  Abwehrstellung  mit  dabei  plotzlich  auf- 
tretenden  Schreckfarben.  Ich  konnte  die  Raupe  in  diesem  Zustande  nicht 


221 


222 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


nach  dem  Leben  photographieren,  weil  sie  dann  eben  beunruhigt  ist  und  nicht 
still  halt.  Ich  habe  daher,  um  die  „Prachtflecke”  zu  zeigen,  eine  Photographie 
von  einem  ausgeblasenen,  in  der  Sammlung  des  Buitenzorger  Museums  befind- 
lichen  Exemplare  anfertigen  lassen  (Tafel  1,  Fig.  3). 

Die  Raupe  ist  bei  den  Eingeborenen  wegen  ihrer  zahlreichen  Brennhaare 
gefiirchtet,  die  bei  Beriihrung  ausgedehnte,  ausserordentlich  stark  juckende 
Hautausschlage  hervorrufen.  Ich  habe  darum  die  Korperbedeckung  der  Raupe 
bei  schwacher  Mikroskopvergrosserung  naher  untersucht.  Es  ist  ja  schon  von 
europaischen  Lasiocampiden  her  bekannt,  dass  sie  schuppenformig  verbreitertc 
flaare  besitzen  (vgl.  z.B.  die  Abbildung  von  Lampert,  die  auch  Goldi,  Sani- 
tarisch-pathologische  Bedeutung  der  Insekten,  1913,  p.  20,  reproduziert  hat). 
Ferner  hat  Doflein  (Hesse  &  Doflein,  Tierbau  und  Tierleben,  II,  1914,  p. 
363)  Brennhaare  abgebildet,  die  vor  dem  Ende  noch  viel  starker  schuppen¬ 
formig  verbreitert  sind.  Die  Abbildung  bezieht  sich  nach  seiner  Angabe  auf 
die  javanische  Metanastria  deruna  (l.c.  als  Dendrolimus  bezeichnet).  Nach  der 
Toto-Figur  (Abb.  323)  ist  diese  Raupe  der  von  Suana  zum  Verwechseln  ahnlich. 
Die  Detailfigur  der  Brennhaare  (Abb.  324)  zeigt  aber  einen  wesentlich  Unter- 
schied.  Man  sieht  namlich  hier  nur  zweierlei  Haare:  borstenformige,  die  am 
Ende  fein  haarformig  spitz  zulaufen,  und  andcre,  die  vor  der  feinen,  nadel- 
formigen  Spitze  breit  schuppenartig  erweitert  sind.  Diese  beiden  Typen 
finden  sich  nun  auch  bei  der  Raupe  von  Suana  wieder;  aber  es  gibt  hier  am 
ganzen  Korper  kein  einziges  Haarbiischel,  das  nur  diese  beiden  Formen  zeigte ; 
vielmehr  finden  sich  zwischen  ihnen  noch  alle  denkbaren  Zwischen formen.  Ich 
habe  in  der  ncbenstehenden  Textfigur  die  wichtigsten  Formen  der  Enden 


Fig.  1.  Raupe  von  Suana  concolor .  —  Enden  der  Brennhaare.  —  Ganz  rechts:  Schuppen. 

(Autor  del.) 


dieser  Haare  zusammengestellt  (alle  bei  derselben  Vergrosserung  gezeichnet). 
Wir  finden  da  zunaehst  ausser  den  gewohnlichen  Haaren  solche  mit  ganz 
leichter  Verbreiterung  proximal  von  der  Spitze,  sodann  solche  mit  etwas  brei- 
terer,  lanzettformiger  Erweiterung;  ich  betone  ausdriicklich,  dass  es  sich  hier 


H.  Karny  :  S  uana  concolor. 


223 


niclit  vielleicht  um  Ilaare  handelt,  deren  schuppenformige  Verbreiterung 
schrag  steht  und  die  deshalb  bei  der  Betrachtung  verschmalert  erscheinen ;  ich 
konnte  vielmehr  mit  Sicherheit  feststellen,  dass  die  gezeichneten  Haare  durch- 
wegs  genau  in  der  Horizontalflache  liegen  und  somit  in  ihrer  wirklichen 
Breite  wiedergegeben  sind.  Weiterhin  kann  dann  die  Verbreiterung  leicht 
blattformig  werden  und  so  gelangen  wir  durch  alle  denkbaren  Zwischenstadien 
bis  zu  den  extrem  breiten,  mit  schuppenformiger  Erweiterung  versehenen 
Haaren.  Am  Distalende  befindet  sich  stets  ungefahr  in  der  Mitte  des  End- 
randes  oder  dock  in  ihrer  Nahe  eine  Spitze,  die  manclimal  kurzer  und  dicker, 
manehmal  lang  und  nadelformig,  stets  aber  am  Ende  sehr  scharf  zugespitzt  ist. 
Die  Form  dieser  Spitze  ist  unabhangig  von  der  Form  der  Verbreiterung,  viel¬ 
mehr  finden  sich  bei  alien  moglichen  Verbreiterungstypen  auch  jeweils  die 
verschiedenen  Spitzenformen  wieder.  Ich  habe  in  der  Figur  fur  den  lanzett- 
formigen  Tvpus  zwei  ungefahr  gleiche  Formen  neben  einander  dargestellt,  die 
die  beiden  verschiedenen  Spitzentypen  aufweisen.  Gelegentlich  kann  man 
auch  zwei  Spitzen  an  eincm  Haar  vorfinden  (in  der  Figur  drittes  Haar  von 
rechts)  und  auch  zu  diesem  Typus  finden  sich  Uebergange  (viertes  von  rechts)  ; 
doch  sind  diese  zweispitzigen  Ilaare  recht  selten.  Ich  betone  auch  hier  wie- 
derum,  dass  es  sich  dabei  keineswegs  um  einen  Beobachtungsfehler  handelt ;  es 
kommt  wohl  oft  vor,  dass  im  Praparat  zwei  verbreiterte  Haare  iiber  einander 
liegen,  die  dann  ein  ahnliches  Bild  vortauschen;  aber  bei  genauer  Betrachtung 
kann  man  dann  stets  leicht  feststellen,  dass  jede  der  beiden  Spitzen  in  eine 
andere  Flache  iibergeht.  Bei  dem  in  der  Figur  dargestellten  zweispitzigen 
Haar  gehoren  beide  Spitzen  bestimmt  derselben  Erweiterung  an.  Die  Lange 
der  Haare  ist  im  Vergleich  zur  Grosse  der  Erweiterung  ungefahr  dieselbe  wie 
in  den  Figuren  bei  Hesse — Doflein  ;  doch  finden  sich  in  jedem  Buschel  sehr 
verschieden  lange  Haare ;  nirgends  aber  sitzt  die  Erweiterung  mit  so  kurzem, 
dickem  Stiele  direkt  der  Haut  an  wie  bei  der  Kupferglucke.  Die  Erweite- 
rungen  sind  schon  bei  Betrachtung  mit  freiem  Auge  erkennbar  (Tafel  1, 
Fig.  1 — 3)  und  blass  gelblichgrau  gefarbt,  die  Haare  selbst  etwas  dunkler, 
mehr  braunlichgrau.  Durch  diese  graulichen  Ilaarbuschcl  wird  bewirkt,  dass 
man  bei  dem  in  Ruhclage  auf  seinem  Ast  sitzenden  Tiere  keine  scharfe  Kontur 
walirnimmt,  so  dass  die  Raupe  auf  ihrer  Unterlage  formlieh  verschwimmt. 

Neben  den  Haarbuscheln  sitzen  kleine  Schuppen,  die  dunkel  blaulichgrau 
gefarbt  sind  (Textfigur,  ganz  rechts;  bei  derselben  Vergrosserung  gezeichnet 
wie  die  Haar-Enden).  Ich  kann  davon  zwei  verschiedene  Grossentypen  unter- 
scheiden,  wie  in  der  Figur  dargestellt.  Die  Schuppen  sind  entweder  am  Ende 
einfach  stumpfspitzig,  oder  zwei-  bis  funfzackig.  Die  zweispitzigen  Schuppen 
sind  sehr  schmal  und  stets  leicht  bogenformig  gekrummt.  Die  mit  mehr  Spitzen 
sind  distalwarts  allmahlich,  aber  deutlich  verbreitert,  am  Ende  mit  quer  ab- 
gestutztem,  ausgezacktem  Rand. 

Die  samtschwarzen  Prachtflecke  kommen  durch  dicke,  starre  Borsten  zu- 
stande,  die  bei  ^Mikroskopbetrachtung  ganz  an  die  Stacheln  des  Stachelschweins 
erinnern.  Sie  sind  vollkommen  einfarbig  samtschwarz.  Ganz  ahnliche 


224 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


(gleichfalls  schwarze)  finden  sich  iibrigens  auch  auf  dem  iibrigen  Korper 
verstreut,  jedoeh  so  vereinzelt,  dass  sie  bei  makroskopischer  Betrachtung  dcr 
Beobaehtung  entgehen  nnd  erst  miter  dem  Mikroskop  bemerkt  werden.  Hinter 
dem  Praeht fleck  steht  cine  Querreihe  von  erwcitcrten  Haaren,  die  mit  denen 
der  seitlichen  Buschel  in  Form  und  Farbung  vollkommen  ubercinstimmen, . 
jedoeh  auf  kiirzeren  Borstenstielen  sitzen. 

Die  Bedeutung  der  Haare  als  Waffen  ist  wohl  klar.  Die  scharfen  Spitzen 
bewirken  sehon  bei  leichter  Beriihrung  ein  Einhaken  in  die  Haut  des  An- 
greifers,  und  da  die  Haare  sebr  steif  und  sprode  sind  und  ihre  diinnste  Stelle 
knapp  proximal  von  der  Erweiterung  haben,  bricht  das  Haar  dort  durch  und 
bleibt  dann  wie  eine  Lanzenspitze  in  der  Haut  hangen.  Bei  der  Wirkung 
spielen  wohl  zweifellos  Driisensekrete  noch  eine  wiehtige  Rolle,  wie  dies  ja 
aueh  von  andern  mit  Brennhaaren  bewehrten  Raupen  bekannt  ist. 

Wenn  man  die  Raupe  sehr  stark  reizt,  sondert  sie  einen  dunkel  rostbrau- 
nen  Speichel  ab,  der  ganz  wie  Heuschreckenspeichel  aussieht. 

Der  zugehorige  Schmetterling  ist  dureh  auffallenden  Sexualdimorphismus' 
und  weitgehende  Schutzfarbung  ausgezeichnet.  Die  (Tafel  1,  Fig.  4) 

sind  reeht  klein,  mit  verhaltnismassig  kleinen  und  besonders  schmalen  Fliigeln 
(besonders  die  vorderen).  Das  $  ist  eine  der  grossten  Lasiocampiden  des 
ganzen  Gebietes  und  kommt  in  zwei  Formen  vor;  die  eine  besitzt  ungefahr 
in  der  Mitte  der  Vorderfliigel  einen  schneeweissen  Fleck  (/.  bimaculata ; 
Tafel  1,  Fig.  5),  wahrend  die  andere  (/.  ampla ;  Tafel  1,  Fig.  6)  diesen  Fleck 
entbelirt  und  einfarbig  rotbraune,  nur  leicht  dunkler  gewolkte  Vorderfliigel 
hat.  In  der  Ruhestellung  (Tafel  1,  Fig.  5)  gleicht  das  Tier  —  wie  ja  auch 
viele  andere  Lasiocampiden  —  vollstiindig  einem  trockenen  Blatt  (*).  Die 
Blatter  der  Pflanzcn,  auf  denen  die  Raupe  lebt,  haben  eine  ganz  ahnlichc  Form 
wie  die  Vorderfliigel  der  Imago;  und  da  hier  in  den  Tropen  die  Blatter  beim 
„Vergilben”  meist  rotbraun  werden  und  lange  Zeit  hindurch  auf  den  Zweigen 
hangen  bleiben,  entgeht  das  Tier  durch  diese  Form  und  Farbung  sehr  leicht 
der  Beobaehtung. 

Schliesslich  moehte  ich  nur  noch  hinzufiigen.  dass  die  von  Moore  (Lep. 
Ceylon,  II,  pi.  139,  140)  gegebenen  Ilabitusbilder  reeht  gut  sind  und  alles 
wesentliche  erkennen  lassen.  Nur  der  Aufenthalt  der  Raupen  an  so  diinnen 
Zweiglein,  wie  sie  hier  dargestellt  sind,  entspricht  durehaus  nicht  ihren 
Lebensgewohnheiten. 


(1)  Neuerdings  wollte  Mortexsens  lebhafte  Phantasie  gar  eine  Aehnlichkeit  mit 
einer  Spitzmaus  herausfinden  (Treubia  VI,  2,  p.  207  ff.).  Dagegen  findet  R.  Senior- 
White  (Spolia  Zeylanica,  XI,  1920,  p.  299),  der  den  Schmetterling  nicht  nur  lebend 
beobachtet,  sondern  auch  gezuchtet  hat,  gleich  mir  nur  „the  usual  Lasiocampid  attitude 
of  a  fallen  leaf,  tfie  stalk  of  which  is  made  by  the  palpi”.  Der  letztgenannte  Autor 
hat  auch  eine  ausfuhrliche  Beschreibung  der  einzelnen  Larvenstadien  gegeben. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  I. 


Suat:a  concolor.  —  1 — 3  Raupe:  1  lebend,  von  oben;  2  lebcnd,  von  der  Gcite; 
3  Priiparat.  4  cf.  5  (j)  f.  birnaculata.  6  (J)  f.  ampla . 


BEITRAGE  zur  collembolenfauna  der  sundainseln 


von 

Dr.  Eduard  Handschin 

(Zoologisches  Institut  der  Universitat,  Basel). 


Das  der  vorliegenden  Schrift  zu  Grunde  liegende  Material  entstammt  den 
Sammlungen  des  Museums  in  Buitenzorg.  Es  wurde  von  Dr.  H.  Karny  in 
den  Jahren  1921  und  ’22  auf  verschiedenen  Sammelreisen  eingetragen  und 
rair  durch  die  freundliche  Vermit tlung  meines  Freundes  Dr.  R.  Menzel  in 
Buitenzorg  von  der  Direktion  des  Institutes  zur  Bearbeitung  iiberlassen. 

Tropenausbeuten  sind  fiir  diejenigen,  denen  es  nicht  vergonnt  ist  in 
jenen  Gegenden  zu  arbeiten  und  selbst  zu  sammeln,  stets  etwas  aussergewohn- 
liches.  Wohl  zeigen  sie  meistens  nur  einen  kleinen  Abselmitt  aus  den  reichen 
uppigen  Lebensformen  heisser  Liinderstriche.  Doch  schliessen  sie  auch  in 
ihrem  beschrankten  Umfange  gewohnlieh  einen  solchen  Formenreichtum  ein, 
dass  aueh  mit  dem  klcinsten  gelieferten  Beitrag  es  moglich  gemacht  wird,  den 
Scldeier  etwas  zu  hebcn,  der  iiber  der  Formenwelt  und  ihren  system atischen 
Zusammenhangen  liegt.  Was  die  Collembolen  anbetrifft,  so  hat  die  asiatische 
Fauna  derselben  schon  eine  ziemliche  Bearbeitung  erfahren,  wenn  auch  die 
einzelnen  Schriften  stets  nur  kleine  Bruchstiicke  zu  einer  monographischen 
Zusammenfassung  darstellen.  Besonders  begiinstigt  von  Sammlern  waren 
immer  diejenigen  Stationen,  wo  grosse  Museen,  botanische  Garten  und 
Tropeninstitute  die  Arbeit  erleiehterten.  Die  Sunda-Inscln  stehen  hier  weit 
im  Vordergrund.  Borner,  Handsciiin,  Imms,  Oudemans,  Ritter,  Schuffer 
und  Schott  haben  sich  bis  jetzt  mit  den  verschiedenen  Ausbeuten  beschaftigt. 
Ihren  Arbeiten  soli  sich  die  folgende  anschliessen. 

Bevor  ich  zur  eigentlichen  Auseinandersetzung  mit  dem  Materiale 
ubergehe,  mochte  ich  an  dieser  Stelle  den  Ilerren  Dr.  Dammerman  und  Karny 
fur  die  Ueberlassung  des  Materiales  und  Dr.  Mjsnzel  fiir  die  Vermittlung 
desselben  meinen  besten  Dank  aussprechen. 

Die  Collembolensammlung  Karny  enthalt  120  Exemplare,  die  auf  Java 
und  Siid-Sumatra  gesammclt  wurdcn.  Als  Fundorte  kommen  in  Betracht: 

1.  Tjibodas,  (West-Java,  slidlich  von  Buitenzorg,  im  Gebirge)  1425  m. 

2.  Weg  von  Kandang-Badak  nach  Tjibodas,  2000  m  und  2405  m. 

3.  Wai  Lima  (Lampong-Distrikt  in  Siid-Sumatra.)  350 — 400  m. 

Nach  den  Fundortnotizen  entstammen  die  Proben  fast  ausnahmslos  dem 
Urwalde.  Sie  wurden  unter  durrem  oder  faulendem  Laube  und  unter  Rinden 
gesammelt.  Vielfach  fand  auch  der  Kotscher  zum  Abstreifen  des  griinen 
Laubes  Verwendung.  Besonders  hervorzuheben  sind  Proben,  die  des  Nachts 
beim  Lichtfang  eingebracht  wurden.  Es  ist  dies  das  erste  Mai,  dass  die 


225 


15 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


226 


Lichtfangmethode,  die  sonst  nur  fiir  grossere  Insekten  Verwendung  fund, 
aucli  fiir  die  kleinsten  Formen  angewendet  wurde.  Naeli  den  Resultaten, 
die  hier  zu  melden  sind,  diirfte  sie  in  der  Folgezeit  als  vielversprechcndes 
Mittel  ofters  zur  Anwendung  kommen. 

Neben  der  reinen  svstematischen  Bearbeitung  der  einzelnen  Formen 
zeigte  es  sich  als  notwcndig,  sich  mit  einzelnen  Genera  nnd  ganzen  Gruppen 
kritiscli  iiuseinander  zu  setzen.  Es  war  das  uin  so  elier  moglich  als  die  Bear¬ 
beitung  europaischen  Materials  die  notige  Grundlage  liiezu  liefern  konnte. 
Da  nun  diese  angedeuteten  Neucrungen  bereits  im  Texte  Verwendung  gefun- 
dcn  haben,  eraclite  ich  es  als  notwendig,  den  entsprcchenden  kritischen  Teil 
jeweilen  der  einzelnen  Gruppe  gleichsam  als  Einleitung  voran  zu  stellcn  und 
nicht  gesondcrt  in  einem  bcsondern  Absclinitte  zusammon  zu  fassen. 

1.  Achorutes  zehntneri  E.H.  1920. 

Syn.:  Achorutes  zehntneri  Handschin  1920. 

Fundort:  Wai  Lima  (Slid  Sumatra)  ca.  350  m.  Hevea-Plantage,  unter  Hinde 
eines  liegenden,  morsclien  Heveastammes.  1.  XII.  21.  11  Exempl. 

Die  Exemplare  dieser  Form  zeigen  den  Typen  von  Java  gegeniiber  inso- 
fern  eine  Abweichung,  dass  ihre  Borsten  keine  Ilaarfiederchcn  aufweisen,  also 
nicht  serrat  sind. 

Bei  der  erneuten  Untersuchung  der  Form  wurde  wiederum  an  eine  even- 
tuelle  Gleichstellung  mit  der  seinerzeit  von  Oudemans  (16)  beschriebenen 
Neanura  fortis  gedaeht.  Da  aber  von  der  genannten  Form  weder  eine  ge- 
niigende  Diagnose  noch  Abbildungen  vorhanden  sind,  die  ein  Identifizieren 
ermoglichen  wiirden,  stelle  ich  sie  zu  der  1920  in  der  Revue  Suisse  de  Zoologie 
(vol.  28,  p.  44,  fig.  1 — 3)  beschriebenen  Art. 

2.  Folsomia  octoculata  n.  sp. 


Pig.  1 — 5.  Folsomm  octoculata  n.  sp.  1.  Habitus.  2.  Ant.  Ill  und  IV.  3.  Kopf  mit 
Ommen  und  Postantennalorgan.  4.  Klaue.  5.  Furka. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln . 


227 


Fund  or  t:  Tjibodas,  Java.  Unter  abgefallenem  Laube  am  Boden  im  Urwald. 

15.  VIII.  21.  1  Exemplar. 

Diagnose:  Grosse  0,9  mm.  Farbe  weiss,  mit  feinen  graugriinen,  gleicli- 
massig  verteilten,  sparliehen  Pigmentkornern,  die  sich  auf  dem  ganzen  Korper 
zn  netzartigen  Zeichnungen  formieren.  Antennen  kiirzer  als  der  Kopf 
(10 : 18).  Ant.  1:11:  III :  IV  =  8 : 12 : 12 :  20.  Ant.  IV.  oline  besondere  Riech- 
haare.  Antennalorgan  III  typisch  aus  2  gebogenen  Sinnesstabchen  am 
distalen  Elide.  Kopf  mit  4  Ommen  jederseits,  je  3  stehen  beisammen,  das  vierte 
Omrita  von  iiinen  entfernt,  isoliert.  Alle  Ommen  fur  sich  pigmentiert,  schwarz. 
Vor  dem  vordern  Omraencomplex  das  Postantennalorgan.  Dieses  langge- 
starken  Borstenreihe.  Mucro  lang,  mit  Apical-  und  Ventralzahn,  fast  y:i  der 
segmente:  Th.  II:  III:  Abd.  I:  II:  III:  IV— VI  =  10 :  8 :  5 :  5 :  6 :  12  —  Abd. 
IV — VI  verwachsen.  Anus  terminal.  —  Klaue  einfach,  Empodialanhang 
lanzettlieh,  ca.  *4  der  Klauenvcntralkante  erreiehend,  beide  zahnlos.  Keulen- 
borsten  am  Tibiotarsus  fehlen.  Furka  kurz.  Ma. :  De. :  Mu.  =  30:25:7. 
Dentes  mit  Andeutung  einer  schwachen  ventralen  ltingelung,  dorsal  mit  einer 
starken  Borstenreihe.  Mucro  lang,  mit  Apical-  und  Ventralzahn,  fast  y3  der 
Denteslange  erreiehend. 

Von  den  ubrigen  bis  jetzt  bekannten  Folsomiaarten  unterscheidet  sich 
diese  Form  durch  die  Achtzahl  der  Ommen.  Aeusserlich  gleicht  sie  in  Gestalt 
und  Farbung  beim  oberfliich  lichen  Betrachten  stark  blassen  Exemplaren  von 
F.  sexoculata  Tullb.,  wie  ich  sie  von  der  Bareninsel  besitze. 

3.  Entomobrya  straminea  C.B.  1913. 

Syn.:  Entomobrya  straminea  Borner  1913.  Handschin  1920. 

Fundort:  Buitenzorg.  Unter  Rinde.  20.  III.  21.  1  Exemplar. 

Das  einzige  Exemplar  der  Sammlung  zeigt  im  Habitus  den  Bau  der  Art. 
Nach  der  Kopfform  zu  schliessen,  —  stark  vorgewolbte  Stirn  und  vortretende 
Schnauze,  schwaches,  diffuses  Pigment,  —  schcint  es  sich  um  ein  junges  Indi- 
viduum  zu  handeln. 

Die  Farbe  ist  ein  lichtes  Gelb.  Blau  sind  die  Antennen,  distal  starker 
eindunkelnd.  Ebenso  die  Femora  distal  und  die  Tibiotarsen,  der  Bauch  und 
die  ectolateralen  Grenzen  der  Tergitc,  distale  schinale  Binden  an  Abd.  II  und 
111  sowie  Abd.  VI  und  die  Schnauze.  Ommenfleck  schwarz.  An  Kopf  und 
Korper  ist  die  Pigmentbildung  ausserst  schwach  und  diffus.  Die  Beborstung 
scheint  gelittcn  zu  haben.  Sie  ist  noch  in  anliegenden  allseitig  bewimperten 
Borsten  erluilten,  zu  denen  am  Kopfe  zwischen  den  Antennen  und  am  Anfang 
des  Th.  II  als  Collerette  sowie  an  Abd.  V  und  VI  lange,  am  Ende  gespatelte 
W  i  mperborst  en  t  re  ten . 


Subgenus  Homidia  C.  B.  1906. 

4.  Entomobrya  (Homidia)  cingula  C.  B.  1906. 

Syn.:  Entomobrya  (Homidia)  Cingula  Borne r  1906,  1913. 
?  Entomobrya  Kali  Imms.  1912. 

Fundort:  Depok  (Java)  auf  Laub.  13.  II.  21.  2  Exemplare. 


228 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Die  beiden  Tiere  von  Java  stimmen  in  ihren  Ausmassen  sowie  dem 
Habitus  vollstandig  mit  der  Diagnose  von  Horner  (7)  als  den  Angaben  von 
Imms  (11)  liber  kali  aus  Indien  iiberein.  Dass  die  letztere  zu  Homidia  zu 

rechnen  ist,  geht  aus  der  Angabe :  „dentes .  with  a  double  row  of  small 

peg-like  spines  along  the  proximal  half  of  the  inner  aspect”  hervor.  Eine 
Vergleichung,  resp.  Gleichstellung  der  beiden  Formen  ist  indexscn  nie  erfolgt. 
Eine  solche  sei  hier  nachgeholt. 


Mtrkmal. 

cingu  a  C.B.  If 06. 

kali  imms  1912. 

Form  von  Depok. 

Antenne. 

17  :  80  :  26  :  47. 

£0  :  28  :  26  :  47. 

18  :  25  :  24  :  39. 

(4,6  :  7  :  6,1  :  11) 

5  :  6  :  6  :  11. 

12  :  20  :  20  :  32. 

(ca.  5  :  8  :  8  :  13). 

Ant.  IV. 

geringelt. 

nacli  Zeichnung  ge¬ 
ringelt. 

schwach  geringelt. 

Ant.:  Kopf. 

8V.  :  1. 

— 

84  :  34.  (ca.  21/,  :  1). 

Abd.  Ill  :  IV. 

1  :  6*/,. 

6  :  45  (1  :  71/,). 

5  :  40  (1  :  8). 

Klauen. 

Entomobrya- artig. 

2  Ziihne  in  */4  und 
Vi  Klauendistanz 
Emp.  A.  zalinlos,  V* 
so  lang  als  Klaue. 

3  Ziihne.  Abstand  V2, 

*l<,  v*. 

Emp.  A.  wie  bei  kali 

IMMS. 

Furka. 

Entomobrya- artig. 

Dens  wenig  liinger 
als  Manubrium. 
Mucro  3zahnig  (2 
Ziihne  +  Basaldorn. 
Dentes  geringelt). 

Dens  solang  als  das 
Manubrium.  Mucro 
mit  2  Zahnen  und 
Basaldorn.  Dentes 
geringelt. 

Dentaldomen. 

+  (27—33). 

4- 

+  (ca.  25)  einige  schei¬ 
nen  abgebrochen. 
Reihen  luckenhaft. 

Lange. 

1—2  mm. 

1,75—2  mm. 

1,65  mm. 

Ommen. 

8  +  8 

8  4-8. 

8  +  8. 

Farbe. 

G  e  1  b  1  i  c  h. 

Ommen  schwarz. 
Ant.  I  +  II  schwach, 
III+IV  stark  violett. 
desgl.  Th.  II  4-  III 
lateral,  Th.  1 1  median  - 
basal  mit  Fleck. 

Abd.  II  mit  Aus- 
nahme  des  Vorder- 
randes,  III  vol  1st. 
dunkelviolett.  IV. 

distal  zart  viol. 
Tibiotars.  I  +  II, 
Trochanter  I  und 
Subcoxen  II  viol. 

desgl  eichen. 

desgleichen. 

Wie  aus  den  Vergleichen  der  beiden  Diagnosen  von  cingula  C.  B.  und 
kali  Imms,  sowie  aus  den  Befunden  des  Materials  hervorgeht,  diirfen  die 
erstern  mit  Recht  vereinigt  werden.  Wohl  scheinen  einige  Punkte  kleine 


E.  ITaxdschin:  Collembolcri  dcr  Sundainseln . 


229 


Differcnzen  aufzuweisen,  dock  sind  diese  so  untergeordneter  Natur,  dass 
ihnen  keinc  weitere  Bedeutung  zukonimt.  Es  sind  Differenzen  dcr  Mass- 
zahlcn,  die  aber  immer  beim  Vergleichen  eines  ungeniigend  grossen  Matc- 
riales  sich  zeigen.  Dies  gilt  auch  fiir  die  Unterschiede  dcr  Form  von  Depok 
den  bcien  alten  Arten  gegeniiber. 


Fig.  6—10.  Entomobrya  (Homidia)  cingula  C.  B.  6.  Habitus.  7.  Ant.  Org.  III. 
8.  Klaue.  9.  Dentaldornen.  10.  Mucro. 


Diagnose:  Lange  dcr  Ticre  1,5 — 1,8  mm. — Farbe  hell  gclblichweiss. 
VioJettes  Pigment  in  charakteristischer  Vcrtcilung.  Ant.  I  gelblich,  von 

II  an  distal  zuncYnncnd  liber  den  Rest  der  Antcnne  ausgedehnt  violette  Farbe. 
Om  men  fleck  schwarz,  desgleiehen  Stirnfleek  zwischen  den  Antennenbasen. 
Tli.  II  urul  III  mit  schwaehem  Seitensaum,  III  mit  medianem,  dorsalem  drei- 
eckigen  Fleeken.  Ganz  dunkel  sind  die  Tergite  von  Abd.  II  und  III.  An  II 
bleibt  nur  der  Vordcrrand  farblos.  Abd.  IV  tergal  und  sternal  schwach 
gefarbt  in  dcr  dFtalen  Partie.  Schwachc  Pigmentierung  weisen  auch  die 
Tibiotarsen  I  und  II,  Coxen  I  und  Subcoxen  II  auf.  —  Behaarung  dicht 
struppig,  anliegend,  allseitig  bewimpert.  Am  Endc  dcs  Abdomens  besonders 
hinge  Borsten.  Abstchende  Spatclborstcn  als  Collerette  am  Kopfhinterrande, 
den  Thoracalsegmenten  und  dem  vordern  Abdomen.  (Am  Ende  des  Abd. 
offenbar  abgef alien.) 

Antennc  ca.  *%  der  Korperliinge  erreichend  (84:110).  Ant.  I:  II: 

III  :  IV  =  12  :  20  :  20  :  32.  Ant. :  Kopfdiagonalc  =  84:34.  Ant.  IV  mit 
Andeutung  ciner  schwachen  Ringelung  und  retraktilem  Endkolben.  Anten- 


230 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


nalorgan  III  aus  2  gcbogenen  Sinnesstabchen  und  2  Schutzborsten.  Ommen 
8  +  8  auf  schwarzem  Ommen  fleck.  Lange  der  Korpersegmente  Th.  II  :  III: 
Abd.  I  :  II  :  III  :  IV  :  V  :  VI  =  12  :  6  :  4  :  5  :  5  :  40  :  5  :  1.  —  Tibiotarsen 
mit  Spatelborste  und  opponicrtcr  langer  Spitzborstc.  Klaue  mil  Innenzahnen 
in  V2i  %  und  %  basal-apieal  Distanz.  Empodialanhang  lang,  schmal,  lan- 
zettlich,  y2  der  Klaucnventralkante  erreichend.  Furka  lang.  Ma. :  Mu-De.  = 
30  :  35.  —  Dentes  proximal  mit  einer  Rcihe  von  25 — 30  starken,  cinspitzigcn, 
oft  zweireihig  stehcndcn  Dornen.  Mucro  gut  von  den.  geringelten  Dentes 
abgesetzt,  mit  Apical-  und  Ventralzahn  und  Basaldorn.  Er  wird  von  einer 
langen  gefiederten  Borste  iiberragt. 

In  den  neuesten  Arbeiten  liber  tropische  Collembolen  kommt  Schott  (24) 
unter  anderm  auch  auf  die  Schwierigkeit  der  Systematisierung  der  Entomo- 
bryiden,  insbesondere  der  Lepidocyrten  zu  sprechen  und  betont  die  fast  un- 
mogliche  genaue  Differcnzicrung  der  einzelnen  Genera  und  Arten.  — •  Bei 
der  Trennung  von  Sira  und  Lepidocyrius  spricht  er  die  Ansieht  aus,  dass  die 
seinerzeit  von  Borner  und  Waiilgren  (4,  29)  aufgestellten  Unterscheidungs- 
mcrkmalc  nur  fiir  curopaische  Formcn  Gcltung  besassen.  Jc  nachdem  sich 
aber  unsere  Kenntnis  von  exotischen  Formcn  erweitert,  wird  auch  die 
Schwierigkeit  vergrossert  sic  richtig  auseinander  zu  haltcn.  Borners  (6)  dia- 
gnostischc  Merkmale,  —  das  Fehlcn  oder  die  Anwesenheit  dentaler  Schuppen 
und  des  retraktilen  Endkolbens  an  Ant.  IV  —  weist  Schott  fiir  exotische  Arten 
von  dcr  Hand,  stellt  aber  dafiir  die  Schuppcnstruktur  —  diinn  hyalin,  un- 
deutlich  punktiert  fur  Lepidocyrius ,  und  dicker,  langlich  gestreift  fur  Sira  — 
an  deren  Stellc.  Den  retraktilen  Endkolben  an  Ant.  IV  und  das  Antennalorgan 
III  will  er  an  alien  Formcn  gefunden  haben. 

Die  Klippen  der  systematischen  Aufspaltung  werden  nun  von  Schott 
scheinbar  umgangen.  In  seinem  grossen  australischen  Materiale  hat  er  ohne 
das  Genus  zu  trennen,  alte  ,,europaisehe * 9  Formen,  d.h.  Ticre  mit  kurzen 
Antennen,  ohne  retraktilen  Sinneskolben  an  Ant.  IV  and  fast  hyalincn 
Rundschuppen  als  Lepidocyrtus  s.str.  bezeichnct,  wahrend  rein  tropische  For¬ 
men  mit  langen  Antennen,  retraktilem  Sinneskolben  und  langsgestreiften 
Schuppen  als  Lepidocyrtoides  aufgefuhrt  werden.  Diese  Subgenera  bieten  nun 
aber  keinc  reehte  Hilfe  zum  unterscheiden  der  vielen  Arten,  denn  auch  aus 
Schotts  Untersuchungen  geht  in  der  Handhabung  der  Nomenklatur  eine  eigene 
Unsicherheit  in  der  Anwendung  hervor.  Mit  der  Bczeichnung  „r  e  i  n 
t  r  o  p  i  s  c  h 9  9  kann  c  b  c  n  eine  Form  morphologisch  n  i  c  h  t 
umschrieben  werden. 

Dass  die  Diagnosticierung  der  tropischen,  ja  auch  dcr  palaarktisehen  For¬ 
men,  die  in  den  Bereich  der  genannten  Genera  fallen,  nicht  leicht  ist,  muss 
jeder  zugeben,  der  sich  mit  denselben  beschaftigte.  Aber  gerade  deshalb  erfor- 
dert  die  Betraehtung  derselben  eine  peinliche  Genauigkeit  und  ein  Erfassen  und 
Zusammenstellen  aller  mogliehen  vorhandenen  Merkmale.  In  dicser  ITinsicht 
muss  Schotts  Versuch  als  ein  Riickschritt  bczeichnet  werden.  Wenn  nach 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


231 


meiner  Ansicht  ein  Genus  Sira  oder  Lepidocyrtus  cxistiert,  so  muss  fiir  das- 
sclbc  in  den  Tropen  die  gleiche  Gattungsdiagnose  Giltigkeit  liaben  wie  in  ge- 
massigten  Klimaten.  Alit  der  Zunahmc  der  Artenzahl  und  der  zu  differcntcn 
Ausbildung  einzelrier  diagnostischer  Merkmale  wird  eben  in  unserm  Palle 
cine  Aufarbeitung  in  Untergattungen  not  wen  dig,  denn  der  Masstab  fiir 
die  systematischc  Einteilung  darf  niclit  mit  dor  gcographischen  Breite  will- 
kiirlieli  wechseln. 

Bevor  ich  zur  Aufzahlung  der  liieher  gehorenden  Arten  aus  Java  und 
Sumatra  schreitc,  mochte  ich  cine  Diskussion  der  verschiedenen  Genera,  die  im 
Laufe  dcr  Zeit  von  Lepidocyrtus  abgetrennt  worden  sind,  vorausschicken. 

Sira  wurde  1868  von  Lubbock  aufgestellt.  In  der  Diagnose  lieisst  es: 
„Like  the  proceeding  genus  (Bcclcia  =  Cyphoderns)  Seira  forms  a  very  inter¬ 
esting  link  between  several  genera .  Indeed  some  of  the  species  approach 

very  closely  to  Lepidocyrtus,  and  as  regards  S.  buskii,  I  was  long  in  doubt, 
whether  to  regard  it  as  Seira  or  a  Lepidocyrtus Ob  Lubbocks  Seira  mit 
Ptenura  Templeton  als  synonym  zu  erklaren  ist,  wie  das  Borner  1906  ver- 
suclite,  muss  dahin  gestellt  bleibcn.  Templetons  Diagnose  ist  zu  ungeniigend, 
um  eine  genaue  Diffcrenzierung  seiner  Arten  zu  gestatten.  Sira  unterschei- 
dct  sich  von  Lepidocyrtus  durch  seine  starkrippigen  Spitzschuppen,  durch 
ein  niclit  vorstehcndes  Mesonotum  und  durch  das  Pehlen  dentaler  Schuppen 
(Borner,  6). 

1893  folgt  Schott  mit  seiner  afrikanischen  Pseudosira .  Die  Dia¬ 
gnose  lautet  folgendermassen :  ,, Mesonotum  prominens.  Segmentum  abdo- 
minalis  quarto  fere  triplo  longius  quam  tertio.  Antennae  dimidia 
parte  corporis  breviores,  quadriarticulatae,  articulis  tribus  ultimis  inter  se 
longitudine  subaequalibus.  Ocelli?.  Unguiculi  mutici.  Mucrones  falcifor- 
mes.  Cutis  squamosa. ’ ’  —  Die  relative  Gleichheit  der  Ietzten 
3  Antennenglieder  sowie  die  f alcif ormen  Mucronen 
sind  bier  besonders  in  den  Vordergrund  gestellt.  Alle  andern  Merkmale  fin- 
den  sich  auch  bei  den  andern  „alten”  Lepidocvrtusartcn.  Die  diagnostischen 
Merkmale  fiir  Pseudosira  sind  leider  immer  recht  stiefmiitterlich  behandelt 
worden.  Im  Laufe  der  Zeit  ist  demnach  auch  die  Bezeichnung  bald  fiir  ein 
Genus  bald  fiir  ein  Subgenus  angewendet  worden,  ohne  dass  eine  durchge- 
hende  Pracisierung  erfolgt  ware  (Borner  1903,  1906). 

Brepanura  (1891)  und  Galistella  (1893)  Schott  sind  als  unbeschuppte 
Formen  zu  Entonwbrya  gczogeii  worden,  wo  sic  wie  Homidia  C.  B.  als  Un¬ 
tergattungen  mitgezahlt  wcrden.  Sie  brauehen  dcshalb  hier  nicht  besonders 
aufgelost  zu  werden. 

Aehnlicli  wie  Pseudosira  wurde  das  Genus  Mesira  Sciitscherbakow  1898 
behandelt.  Sie  untcrscheidet  sich  von  Pseudosira  durch  i  h  r  e  g  c  r  i  n- 
gelten  Antennenglieder  III  u  n  d  IV  (oder  bios  IV) .  Auch  sie 
wurde  in  der  Folgezeit  ihres  Ranges  als  Genus  enthoben  imd  als  Untergattung 
zu  Pseudosira  gestellt. 

Oligoocellate  Lepidocyrtusarten,  deren  Ivlaue  einen  stark  fliigelartig  aus- 


232 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


gebildeten  Basalzahn  tragt,  formieren  das  Subgenus  Pseudosinella  SchUffer 
1897.  Die  Artbezeichnung  deutet  auf  eine  vermeintlicbe  Verwandtschaft 
niit  Sinella  hin,  wo  eben falls  ahnliche  Klauen  abcr  aueli  Flligelzahnc  am 
Empodialanhang  auftrcten.  Sincllen  sind  aber  unbcschuppt,  wahrend 
Pseudosinclla  schuppentragend  ist.  Linnantemi  zicht  die  Formen  in  seiner 
letzten  Arbeit  zu  Lepidocyrtus.  Als  Endglied  dicser  Reihe  fasse  ich  Lepido- 
sinella  IIandschin  1919  auf,  die  nebcn  der  eigentiimlichen  Antennenbcschaf- 
fenheit  typische  Sincllaklauen,  also  auch  am  Empodialanhang  Flugelzahnc 
besitzt.  Sirodes  SchSffer  1900  reiht  sieh  ebcnfalls  in  diese  Gruppe.  Wie 
Pseudosinclla  besitzt  sic  keine  tibiotarsalc  Spiirborste,  weicht  aber  im  Ban 
der  Klaue  von  dieser  ab,  —  die  innern  Fliigclzahnc  fchlen.  Schaffer  bat 
beide  Pseudosinclla  und  Sirodes  zu  Sira  als  Untergattungen  gestellt,  wahrend 
Borner  (6)  sie  bci  Lepidocyrtus  untcrbringt.  Endlich  bleibt  noch  das 
eigentliche  Genus  Lepidocyrtus  Bourlet  zu  crwahnen,  von  dem  Borner  1903 
Lcpidocyrtinus  und  1906  Acanthurella  abtrcnnte.  Hit  erstcrm  bezeiehnet 
cr  Formen,  welche  gcringelte  Antennen,  Rund-  oder  Spitzschuppen  und 
siehelformigc  Mucroncn  bCvsitzen  (1906  zu  Mesira  Schtsch.  gestellt). 
Acanthurella  bezieht  sieh  auf  Formen  mit  dornbewehrten  Dentes. 
Endlieh  ist  noeh  als  jiingstc  Formenreihc  die  von  Schott  aufgestelltc  Lcpi- 
docyrtoides  1917  anzufiihren,  ihre  systematisehen  Charaktere  wurden  weiter 
obcn  schon  gewiirdigt. 

Es  muss  oline  weiteres  zugcgcben  werden,  dass  ein  richtiges  Erkcnnen 
der  Art  oft  sehr  schwer  ist,  namentlieh  da  auch  der  Mangel  eincr  riehtigen 
Diagnosticierung  schwer  ins  Gewicht  fallt  und  hindernd  entgcgcn  tritt. 
Gerade  deshalb  hat  das  Suehen  naeh  Klarheit  sehr  oft  zu  akademischen 
Wortgefechten  gefuhrt.  Schaffer  (19,  20),  der  die  ersten  grossem  Tropen- 
ausbeuten  bearbeitete,  \\oirdc  zuerst  vor  die  Notwendigkeit  einer  Aufspaltung 
der  Entomobryklen  gestellt.  Er  hat  sic  in  Pilosae  und  Squamosac 
eingeteilt.  Naeh  dem  heutigen  Stande  der  Collcmbolcnsystcmatik  fallen  aus 
scinen  Squamosae  aber  die  Formen  mit  5-gliedrigen  Antennen  weg  und  stellen 
sieh  naeh  Borner  (1913;  4,  7)  zum  Tribus  Orchescllini  C.  B.  {IlcteromuruS’ 
Tcmplctonia ,  Strongylonotusf,  Dicranocentrus) .  Ebenso  bilden  Campylo- 
thorax,  Paronella  und  THcranoccntr aides  die  Subfamilie  der  Paronellinae 
C.  B.  1906  und  Cyplioderus  tritt  in  das  Tribus  Cyphoderini  C.  B.  der  Sub- 
familic  Cyphoderinae  C.  B.  ein.  Calistella  als  schuppenlose  Form  kommt 
endlieh  unter  Entomobrya  zu  stehen,  sodass  nur  Lepidocyrtus  Bourl.,  Pseu¬ 
dosinclla  ScnaFF.,  und  Sira  Lubb.  als  Lepidocyrtus- Gruppe  der  Entomobryinen 
iibrig  bleiben.  Die  Einteilung  dieser  „hohern  Entomobryidcn,,  nimmt  nun 
Borner  das  erste  Mai  vor.  1903  sind  es  fiir  ihn  Anwesenheit  oder  Fehlen 
dentaler  Sehuppen  und  runde  oder  spitze  Sehuppcnform,  die  cine  Trennung 
reehtfertigen.  Der  retraktile  Sinneskolben  an  Ant.  TV  scheint  erst  eine  un- 
tergeordnetc  Rolle  zu  spielen.  Seine  Tabelle  mag  bier  etwas  vereinfacht, 
im  Sinne  aber  unverandert  folgen. 

1.  Furca  oline  Schuppen.  Schuppen  spitz  .  Sira  Lubb. 


E.  Handsciiin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


233 


1*.  Furca  mit  Schuppen.  Schuppen  rund,  selten  spitz .  Lepidocyrtus  Bourl. 

2.  Th.  II  nicht  vorragend.  Mucro  sichelformig.  Ant  III  und  IV  ungeringelt. 
Rundscliuppen  Subgen.  Pseudosira  Sciitt.  wahrscheinlich  aucli  Mesira  Schtsch. 

2*.  Th.  II  vorragend,  Ant.  ungeringelt.  Rund-,  selten  Spitzschuppen  . 

Subgen.  Lepidocyrtus  s.  str.  hieher  als 
Sectio  Pseudosinella  Scuff,  (mit  Sirodes  Scuff.). 
2**.  Th.  II  wenig  vorragend.  Ant.  IV  geringelt.  Rundscliuppen.  Mucronen  sichel- 
forniig  .  Subgen.  Lepidocyrtinus  C.  B. 

Die  Neuordnung  von  1906  stellt  den  retraktilen  Endkolben  an  Ant.  IV 
in  den  Vordergrund,  das  Schuppenkleid  spielt  bier  einc  untergeodnetc  Rolle. 

1.  Ant.  IV  mit  retraktilem  Endkolben  .  Z. 

1*.  Ant.  IV  oline  retraktilen  Endkolben.  Dentes  ventral  beschuppt . 

Lepidocyrtus  Bourl. 

3.  Dentes  ohne  Dornen  .  Subgen.  Lepidocyrtus  s.  str. 

3*.  Dentes  mit  Dornen  . .'  Subgen.  Acanthurella  C.  B. 

2.  Dentes  nur  mit  Haaren,  schuppenlos  .  Ptenura  Tkmfl.  (=  Sira  Lubb.). 

2*.  Dentes  ventral  beschuppt  .  Pseudosira  Sciitt. 

4.  Antenne  ungeringelt  . i .  Subgen.  Pseudosira  s.  str. 

4*.  Ant.  IV  Oder  III  und  IV  geringelt .  Subgen.  Mesira  Schtsch. 


Wahlgren  (1907,  29)  folgt  im  Principe  dicser  Eintcilung.  Er  1st  aber 
nicht  einverstanden  mit  dem  Heranziehen  des  mehr  odcr  weniger  weit  vor- 
ragenden  Mesonotums  und  der  furcalen  Beschuppung  zu  diagnostischen 
Zwecken.  Er  glaubt  mit  SchUfeer  (19,  20),  dass  ein  Auseinanderhalten  von 
Sira  und  Lepidocyrtus  auf  die  Dauer  nicht  mehr  moglich  scin  wiirde.  Zu  Hilfs- 
zweeken  scheidet  er  nun  im  Genus  Lepidocyrtus  Falciformes  und  Bidenticulati 
aus  nach  der  Form  der  Mucronen.  Lepidocyrtinus  C.  B.  und  Pseudosinella 
gelten  auch  fur  ihn  als  Subgenera.  Auf  seine  anschliessende  Kritik  den 
mono-  oder  polyphyletischen  Ursprung  der  Schuppen  betreffend,  kann  ich 
liier  nicht  naher  eintreten.  Es  sei  bios  auf  die  Arbciten  Borners  und  Lin- 
naniemis  iiber  Oncopodura  und  die  Aptcrvgoten  Finlands  verwiesen,  — 
sowie  auf  die  folgenden  Abschnitte  liber  die  Paronellini. 

Was  meiner  Ansicbt  nach  die  systematische  Auffassung  der  Gruppcn  am 
meisten  erschwert,  ist  wie  oben  schon  einmal  bet  out  wurdc  die  unklare  TTm- 
schreibung  der  Gat t ungen,  besonders  Pseudosira  und  Mesira.  Es  muss 
deshalb  versueht  vverden  alle  in  Betracht  fallendcn  system  at  ischcn  Merkmalc 
festzuhaltcn  und  fur  die  einzelnen  Gattungen  und  Untergattungen  zusammen 
zu  stcllen.  Als  solche  betrachtc  ich: 


1.  die  Form  der  Schuppen: 

2.  die  Form  der  Antennen: 

3.  die  Form  der  Mucronen: 

4.  die  Klauenbeschaffenheit: 


a.  Spitzschuppen. 

J).  Rundscliuppen. 

a.  ungeringelte  Glieder  III  und  IV. 

ft.  geringeltes  III.  und  IV.  oder  nur  IV.  Glied. 

a.  normale  entomobryinen  Mukronen  mit  2  Zahnen 
und  Basaldorn. 

b.  falciforme  Mucronen. 

a.  Klaue  ohne  FlUgelzahne. 

b.  Klaue  mit  Fliigelzahn. 

c.  Klaue  und  Empodialanliang  mit  Fliigelzahnen. 


234 


Tkeubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


5.  die  Dentesbedornung: 

G.  die  Dentesringelung: 

7.  Sinneskolben  an  Ant.  IV: 

8.  Beschuppung: 


a.  Dentes  mit  Dentaldornen. 

b.  Dentes  ohne  Dentaldornen. 

a.  plotzlich  abbrecliend. 

b.  langsani  in  den  ungeringelten  Teil  iibergehend. 

a.  anwesend. 

b.  felilend. 

a.  an  den  Dentes  felilend. 

b.  Dentes  ventral  beschuppt. 

c.  Antennen  unbeschuppt. 

d.  Antennen  mehr  oder  weniger  weit  ausgedehnt 
beschuppt. 


Fassen  wir  diese  Merkmale  fur  die  einzelnen  Arten  tabellarisch  zusam- 
men,  so  ergibt  sich  folgcndcs  Bild: 


Merkmal. 

Artname. 

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3. 

5 

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7. 

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8. 

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.1900. 

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Lepidocyrtinus . . 

.1903. 

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SUS  SCHOTT. 

Lepidosinella  . . . 

.1919. 

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4- 

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4 

Hinsichtlich  des  ersten  Merkmals,  dcr  Schuppen  wird  in  der  Literatur 
vielfach  auf  ein  gemeinsames  Vorkommen  von  Rund-  und  Spitzschuppen  bei 
ein  und  dersclben  Art  hingewiesen  ( Pseudo  sir  a,  Lepidocyrtoides) .  Diese  Angabe 
stimmt,  dock  ist  sie  was  die  Auffassung  dcr  „Spitzschuppe  von  Sira ”  betrifft 
nicht  riehtig.  Die  Spitzschuppen  von  Sira,  Pseudosira  (?) 
und  M  e  s  ir  a  s  i  n  d  gross,  n  a  h  e  i  h  r  e  r  Basis  am  b  r  e  i  t  e  s  t  e  n 
und  zeichnen  sich  durcli  ilire  lange  und  starke  Bcrip- 

(1)  Pseudosira  nyassica  C.  B.  mit  Spitz-  und  Rundschuppen. 

(2)  nach  Boixer  nicht  abbrechend,  wohl  aber  nach  den  Diagnosen  Sciitsciier- 
bakows. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundmnseln. 


235 


pung  a  u  s.  Die  Spitzschuppen  der  iibrigen  Pormen  hingegen  sind  immcr 
lang,  schmal,  nur  am  distalen  Elide  zugespitzt  und  dcshalb  fast  parallelseitig. 
Ihre  Flache  1st  wie  die  der  Rundschuppen  ausserst  fein  pubescent.  Es  ist  mil- 

unter  alien  untersuchten  For- 
men  dieser  Artcnreihe  nic- 
mals  an  tropischcm  weder  an 
europa ischem  Materiale,  cine 
Form  vorgclegen,  welche  diese 
beiden  Schuppentypen  gc- 
meinsam  auf  sich  vereinigt 
hattc  (l)*  TMe  Schuppenform 
ist  liier  sicher  ein  sehr  gutes 
systematisches  Merkmal.  Wenn  wir  z.B.  die  obcn  crwahntcn  Differenzen  fest- 
halten,  so  grenzcn  wir  damit  eine  bestimmte  Gruppe  von  Formen,  Sira,  Pseu - 
dosira  und  Mcsira  umfassend,  von  den  iibrigcn  Lepidocyrtinen  scharf  ab.  Wohl 
ergeben  sich  dabci  Differenzen  mit  der  altcn  systematischen  Auffassung,  die 
aber  nicht  zu  umgehen  sind,  wenn  wir  in  das  Wirrwar  cndlich  einige  Ivlarhcit 
bringen  wollen.  Bci  Pseudosira  (Mesira)  calolepis  C.B.  finden  wir  so  die 
echten  Siraschuppen.  Es  werden  damit  aber  die  tropischcn  Mesiraartcn  zu 
den  europaischcn  Typcn  in  Gegensatz  geslellt,  mit  denen  sic  nicht  identisch 
sind.  Sollen  wir  nun  den  Nomenklaturregeln  folgcn,  und  die  Bezeichnung 
Mcsira  auf  un  genii  gen  d  diagnosticiertc  Tiere  der  palaarktischen  Region  an- 
wenden  oder  sie  fiir  Formen  aus  den  Trojien  gcbrauclien,  die  in  jeder  Ilinsicht 
gut  umschrieben  sind?  Fiir  die  letztern  ist  der  Name  bekannt  und  einge- 
biirgert,  fiir  die  erstern  ist  er  ein  nomen  confusum,  da  er  eine  Aehnliehkeit 
betont,  die  der  ungeniigend  bescliricbenen  Form  Mesira  squamoornata  Schtsch. 
gar  nicht  zukommt. 

Ganz  ausser  Betracht  habe  ich  bier  die  TJnterschiedc  im  Habitus  der  ein- 
zelnen  Formen  gelassen.  Tch  erachte  Differenzen  in  der  Lange  der  Antennen 
und  einzclner  Segmente,  sowie  das  mehr  oder  weniger  weite  Vorspringen  des 
Mesothorax  als  Art-,  nicht  aber  als  Gattungsunterschiede.  Wohl  werden  durch 
starke,  extreme  Ausbildung  z.B.  der  Antennen  oder  des  Mesothorax  einzelne 
kleine  Gruppcn  lokalisicrt  (Lcpidocyrtus  striatus  und  cucullaris).  Da  aber  die 
iibrigcn  Merkmale  in  kleiner  Weise  aus  dem  allgemeincn  Artbilde  herausfal- 
len,  mogen  sie  als  Untcrarten  bei  denselben  verbleiben,  wahrend  ich  fiir  die 
andern  vorschlage,  sie  als  Genera  writer  zu  fiihren. 

Diese  Auffassung  mag  in  der  nachfolgenden  analytischen  Tabclle  ihren 
Ausdruck  finden: 

1.  Nur  Spitzschuppen  mit  lansen,  groben  Rippen  Fig.  11  a. 

2.  Dentes  unbeschuppt  .  Sira.  Lubb. 

2*.  Dentes  bescliuppt. 


(1)  Welche  Stellung  in  dieser  Hinsicht  Pseudosira  njjassica  C.  B.  einnimmt 
werden  spatere  Untersuchungen  zu  zeigen  haben. 


Fig.  11.  Schema  der  Schuppenformen. 

a.  Typus  der  Sira-Mesira-Schuppen  (Pseudosira?). 

b.  Rundschuppen. 


236 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


3.  Ant.  IV  ungeringelt.  Mucro  falciform  .  Pseudosira  Sciitt. 

3*.  Ant.  IV  Oder  III  und  IV  geringelt.  Mucro  2  ziihnig  mit  Basaldorn 

Mcsira.  Schtsch.,  E.  H. 

1*.  Nur  Rundscliuppen  mit  kurzen,  feinen  Streifen  (oft  sclimale  „Scliuppenborsten” 


mit  Spitzen)  Fig.  11  b. 

4.  Dentes  unbedornt. 

5.  Klaue  normal,  ohne  basale  FlUgelzahne. 

6.  Antenne  ungeringelt. 

7.  Mucro  mit  2  Zahnen  und  Basaldorn  .  Lcpidocyrtus  Bovrl. 

7*.  Mucro  falciform  .  Drcpanocyrtus  n.  g. 

6*.  Ant.  IV  geringelt,  Mucro  falciform  .  Lcpidocyrtinus  C.  B. 

5*.  Klaue  mit  basalem  Flligelzahn  .  Pseudosinclla  SciraFF. 

5**.  Klaue  und  Empodialanhang  mit  basalen  Flugelzahnen.  Lepidosinella  E.  H. 
4*.  Dentes  bedornt. 

8.  Dornen  einreihig,  Antennen  ungeringelt  .  Acanthurclla  C.  B. 

8*.  Dornen  mehrreihig,  Ant.  IV  geringelt  .  Acantliocyrtus  n.  g. 


(Typus  Acantliocyrtus  spinosus  Sciitt.  1017.) 

Keine  Aufnahmc  haben  in  dieser  Tabelle  Formcn  wie  Lcpidocyrtus 
sagmarius  Sciitt.  und  die  Vertreter  dcr  cigentumlichen  Cucullaris-Gruppe 
gefunden.  Lange  abdominale  Bothriotriehc  kcnnzcichncn  die  erstere,  Lcp. 
cucullaris  und  striatus  sind  wie  schon  oben  bemerkt  durcli  ihre  Form  her- 
vorgehoben.  Sirodcs  Scuff,  wurde  als’Untergattung  zu  Pseudosinclla  gcstellt, 
also  dahin  wo  SciiUffkr  sie  in  der  Originaldiagnosc  selbst  stellte,  und  Lcpi- 
docyrloides  Sciitt.  endlieh  ist  als  Sammelbegriff  fallen  gclasscn  worden,  da 
an  eine  Verwertung  dcsselben  in  systematischer  Hinsicht  nicht  zu  denken  ist. 

Zwei  neue  Bezeichnungcn  finden  sich  in  der  Aufzahlung:  Acantliocyrtus 
und  Drcpanocyrtus .  Die  erstere  bezicht  sich  auf  Schotts  Lcpidocyrtus 
spinosus,  den  ich  Gelegenheit  hatte  zu  untersuchen.  Der  Bau  der  Dental- 
dornen  dieser  Art  ist  so  aberrant,  dass  cs  mir  ausser  Zweifel  sclieint  bier 
vor  einer  neuen  Gattung  zu  stehen.  Der  ganze  Habitus  der  Form  weist 
eher  auf  einen  Platz  in  der  Nahe  von  Lepidopkorclla  oder  Dicranocentrus, 
also  gegen  Heteromurus  als  gegen  Acanthurclla  bin. 

Drcpanocyrtus  soil  als  Bczeichnung  fur  die  Lepidocyrtusformen  mit 
sichelformigen  Mukronen  eingefuhrt  werden.  Zugleich  sollen  damit  die 
Arten  mit  ungeringelten  Antennengliedem  umschrieben  sein.  Das  Merkmal 
der  falciformen  Mucroncn  stcht  demnaeh  dreimal  in  der  Tabelle.  Fur  Lcpi¬ 
docyrtinus  findet  es  sich  im  Vcrbande  mit  geringeltem  Ant.  TV,  fur  Pseudosira 
und  Drcpanocyrtus  mit  einfachen,  ungeringelten  Fuhlerglicdcrn.  Ilicr  un- 
terscheidet  nur  die  Form  der  Schuppen,  die  aber  leider  fur  viclc  dcr  altcn 
Arten  zu  ungeniigend  untersucht  worden  ist. 

Pseudosira  und  Drepanocyrtus  kommen  somit  in  eine  verdachtig  nahe 
Stellung,  wodurch  auch  eine  Unsicherheit  in  der  richtigen  Abgrenzung  und 
Auffassung  dcr  Art  bedingt  wird.  In  den  meisten  Diagnosen  der  Pseudosi¬ 
ra- Arten  wird  in  lctzter  Zeit  die  Anwesenheit  von  Rund-  und  Spitzschuppen 
hervorgehoben.  Es  ist  nun  von  den  Besitzern  der  jeweiligen  Typen  zu  unter¬ 
suchen,  inwiefern  die  eigentlichen  bidenticulaten  Lepidocyrtusformen  getrennt 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


237 


oder  vereinigt  werden  diirfen.  Da  mir  personlich  eine  Pseudosira  noch  nicht 
zur  Untersuchung  vorgelegen  ist,  fiihre  ich  hier  die  Aufteilung  der  Lepido- 
cyrtinen  unter  Umgehung  dieses  Genus  durch,  d.h.  im  ganzen  Materiale  aus 
Java  ist  kcine  Form,  die  ich  mit  gutem  Gevvissen  naeh  den  alten  Diagnosen 
dieser  Gattung  unterstellen  konnte. 

5.  Sira  jacobsoni  C.  B.  1913. 

Syn.:  Sira  jacobsoni  Burner  1913. 

Fundort:  Buitenzorg,  unter  Rinde.  20.  III.  21.  1  Exempt. 

Das  einzige  Tier  stimmt  mit  Corners  Diagnose  vollkommen  liberein. 
Seine  Ltinge  betragt  1,5  mm.  Farbe  strohgelb  mit  dunkelblauen  Flecken  und 
Binden  in  folgender  Verteilung.  Am  Kopfe:  Ommenflcck  und  Stirnocellus, 
schwarz.  —  Th.  II  und  III  sind  bis  auf  die  Muskelansatzstelleri  dunkel. 
Ebenso  eine  Binde  am  Ilinterrande  von  Abd.  II  und  das  ganze  Abd.  III. 
Abd.  IV  nur  terminal  mit  nach  vorne  zackig  auslaufendem  Giirtel.  Antenncn 
vom  Elide  Ant.  II  bis  zur  Spitze  Ant.  IV  immer  dunkler  werdend.  Subcoxen 
und  Coxen  von  Bein  II  und  111  blau.  Das  Ende  des  Femur  III  schwach 
diffus  pigmentiert. 


Fig.  12 — 16.  Sira  jacobsoni  C.  B.  12.  ITabItus.  13.  Klaue.  14.  Mucro. 
15.  Genitalfeld.  16.  Schuppen. 


238 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Ant.  I  :  II  :  III  :  IV  =  7  :  15  :  15  :  17.  Antenne  zu  Kopfdiagonale  = 
54  :  25.  Ommen  8  +  8.  —  Th.  II  :  III  :  Abd.  I  :  II  :  III  :  IV  :  V  :  VI  = 
15  :  12  :  8  :  12  :  12  :  35  :  9  :  5.  Tibiotarsus  mit  langem  Keulenhaar  und 
gewimperten  Spitzborsten.  Klauc  mit  3  Innenzahnen  (%,  %,  %),  der  letzte 
sehr  fein  ausgebildet.  Empodialanhang  y>  der  Klauenventralkante  erreichend, 
spitz,  dolchartig.  Manubrium:  Dentes  =  20:25.  Dentes  geringelt,  dorsal  dicht 
behaart.  Mucro  mit  2  Zahnen  und  Basaldorn,  von  gewimperter  Dentalborste 
iiberragt,  weit  vom  geringeltcn  Dentesteii  abgesetzt.  Dens  unbeschuppt.  Schup- 
pen  apical  zugespitzt,  grob  gestriclielt,  nur  auf  -Kopf  und  Korper  vorhanden, 
braun  gefiirbt.  Ilaare  fein,  an  den  Extremitaten  besonders  dicht  stehend. 
Starke  spatelartige  Borsten  als  Collerette  am  Vorderrande  von  Th.  II  und 
am  Ende  des  Abd. 

Besonders  hervorzuheben  ist  die  Beschaffenheit  des  Genitalfeldes  an  der 
Untcrseite  von  Abd.  V.  Es  ist  bci  den  mcisten  Formen  sonst  vom  Abd.  VI 
und  Manubrium  verdeckt  und  nur  bei  geeigneter  Preparation  sichtbar.  Hier 
besteht  dassclbe  aus  einem  centralen,  kegelformigen  Gebilde,  das  an  der  Spitze 
den  Genitalporus  tragt.  Diescr  Genitalkegel  wird  umgeben  von  einem  in 
Papillen  aufgelosten  Ringwulst.  Dorsal  sind  die  Papillcn  am  grossten,  ventral 
am  kleinsten.  Zwischen  jedem  Ilocker  des  Papillenringwulstes  steht  ein 
langer  Dorn,  wodurch  das  ganze  Organ  etwas  kronehenartiges  Ausschen 
erhalt.  Ueber  die  Funktion  der  einzelnen  Teile  bei  der  Copulation  lasst  sich 
natiirlich  einstweilen  nichts  aussagen.  Nach  dem  Bau  das  Gebildes  zu 
urteilen;  kommt  ilirn  cine  weitgehende  Expulsions-  und  Retractionsfahig- 
keit  zu. 


6.  Mesira  calolepis  C.  B.  1913. 

Syn.  Pscudosira  (Mesira)  calolepis  Borner  1913. 

Fundorte:  Tjibodas.  Unter  abgefallenem  Laube  am  Boden  im  Urwald. 

15.  VIII.  21.  1  Exemplar. 

id.  Auf  Gestrilucli  im  Urwald  gekotschert.  19.  VIII.  21. 
Wai  Lima  (Sumatra)  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 
14.  XI.  21.  1  Exemplar. 

Grosse  der  Ticre:  1,5 — 2,5  mm. 

Farbung  hell  strohgelb,  die  kleinen  Exemplare  fast  pigmentlos.  .  Charak- 
teristisch  ist  nur  das  grosste  Exemplar  gezeichnet.  Antennen  nur  an  der 
Spitze  mit  violettem  Fleck,  Basis  des  Ant.  I  mit  Ring.  Kleine  Flccke  apical 
an  Ant.  I,  II  und  III.  Ommenfleck  gross,  dunkelblau.  Von  ihm  aus  geht 
ein  femes  Connectiv  zum  Frontalocellus.  Seitenrander  von  Th.  II,  III  und 
Abd.  I  mit  schmalem,  blauem  Langsband.  Grosser  Fleck  an  den  Seiten  von 
Abd.  Ill  und  dem  Furcal-Genitalsegment.  An  den  Beinen  finden  sich  Pig- 
mentspangen  an  den  Tibiotarsen  (je  c.ine  an  Bein  I  und  II  and  2  an  III) 
und  distal  an  den  Femora  II  und  III.  —  Das  kleinste  Tier  ist  fast  pigmentlos. 
Alle  besitzen  ein  starkes  braunes  Schuppenkleid. 


E.  IIandschin:  Collembolen  far  Sundainseln. 


239 


Masse. 

Ant.  I.  II.  III. 

IV. 

Total. 

Kopf. 

Th.  II. 

III.  Abd.  I. 

II. 

in. 

IV. 

V. 

VI 

Exp.  I 

8  12 

11 

16 

47 

22 

17 

10 

5 

10 

!  8 

38 

8 

4 

II 

20  30 

27 

37 

114 

40 

25 

17 1 

8 

14 

14 

57 

10 

5 

III 

35  43 

38 

45 

161 

45 

28 

15 

1  1 

8 

15 

15 

70 

;  15 

5 

Fig.  17 — 22.  Mcsira  calolepis  C.  B.  17.  Habitus.  18.  Antennalorgan  III.  19.  Ende 
von  Ant.  IV.  20.  Klaue.  21.  Mucro.  22.  Schuppen. 


Wie  aus  den  vergleichenden  Masszalilen  hervorgeht,  sind  die  Antennen 
ca.  3  Mai  langer  als  der  Kopf.  Bei  den  kleinern  Formen  ist  dieses  Verhalt- 
nis  noch  nicht  ausgepriigt.  Stabiler  ist  die  Verhaltniszahl  von  Abd.  Ill  :  IV. 
Es  zeigt  sieh  also  auch  hier  deutlich,  dass  die  Masszahlen  Ant.:  Kopf  nicht 
systematise!!  verwendet  wcrden  konnen.  (Vergl.  Fig.  74)  Ant.  IV  schwacli 
geringelt  mit  retraktilem  Endkolben.  Antennalorgan  III  vorhanden,  aus  2 
gebogenen  Sinncsstabchen,  2  kleinen  und  2  grossen  Schutzborsten.  Ommen 
8  +  —  Klauen  gross  mit  3  Innenzahnen  und  grossen,  „ungleichen  Pro- 

ximalzahnen,,  (Bohner)  im  untern  Drittel  der  Klauenkante.  Empodialanhang 
lang  und  schmal  mit  innen  abgescliragter  Kante.  Die  Ecke  derselben  steht 


240 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


uber  dem  proximalen  Innenzahn  der  Klaue,  bei  jungen  Tieren  auf  der  Hohe 
desselben.  Keulenhaar  am  Tibiotarsus  so  lang  als  die  Klauenventralkante.  — 
Mucro  vom  Entomobryatypus,  2zahnig  mit  Basaldorn,  weit  vom  geringelten 
Dentesteil  abgesetzt.  Dentes  lang  fein  behaart.  Korper  und  Extremitaten 
mit  kurzen,  anliegenden,  Beine  dazu  noch  mit  sehr  langen  abstehenden  Bor- 
sten.  Spatelborsten  am  T h.  II  und  Abdomenende  als  Collerette.  Beschuppung 
an  den  Antennen  bis  zum  IV.  Oliede  reichend,  Kopf  und  Leib  dicht,  Beine 
und  Antennen  sparlicher  beschuppt.  Schuppen  spitz,  stark  nach  Siraart  ge- 
rippt,  braun  gefiirbt. 

7.  Lepidocyrtinus  taeniatus  n.  sp. 

Fundorte:  Wai  Lima  (Sumatra)  in  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald 
28.  XI.  21.  3  Exemplare. 

Diagnose:  Lange  der  Tiere  1,6 — 2,4  mm.  Fiirbung  hell  strohgelb  mit 
dunkclblauen  Zeichnungen.  Diese  umfassen  auf  dem  Kopfe  neben  den  Om- 
menflecken  eine  breite  Binde  vor  denselben  und  ein  Connektiv  zum  Frontal- 
ocellus.  Th.  II  ist  ganz  hell,  Th.  Ill  am  Hinterrand  und  ventral  dunkelblau. 
Auf  dem  Abdomen  erstreckt  sich  die  Pigmentierung  von  Abd.  I  iiber  die 


Fig.  23 — 27.  Lepidocyrtinus  taeniatus  n.  sp.  23.  dunkle  Form,  Habitus.  24.  Helle 
Form,  Habitus.  25.  Klaue.  26.  Mucro.  27.  Schuppen. 


E.  Handschin:  CoTlembolcn  der  Sundainseln. 


241 


Mittc  von  Abd.  IV,  dorsal-ventral  stets  an  Starke  zunehmend.  Der  Rucken 
ist  stets  heller  bis  farbstofflos.  Die  Antennenglieder  (I — III)  sind  mit  einer 
ventralen  Linie  und  apicalem  Farbringe  geschmuckt.  Leider  fehlt  das  IV 
Glied  bei  den  Exemplaren,  dock  ist  beim  grossten  Tiere  einerscits  ein  Rcge- 
nerat  vorhanden,  das  einheitlich  blau  tingiert  ist.  Dunkelblau  ist  ferncr  der 
Ventraltubus,  das  III.  Beinpaar  bis  zum  Tibiotarsus  und  die  Dentes. 

Antennen  4gliedrig,  Ant.  IV  geringelt.  Apicalpapille  vorhanden.  Das 
Antennalorgan  Ill  konnte  nicht  nachgewiesen  werden.  Ant.  I:II:III:IV  = 
20:25:20:56  (fur  IV  Masse  des  Regenerates).  Kopfdiagonale  35.  Ommen 
8+8.  —  Th.  II  :1  II :  Abd.  I  :II  :III  :1V  :V  :VI  =  18 :10 :10 :15 :15 :57  :10 :5.  Bei 
einem  kleinern  Tiere  verhalt  sich  Abd.  III:IV  =  10:35.  —  Tibiotarsus  mit 
breitern  Keulenhaar,  daneben  Fiederborsten  und  grosse  Rundschuppen.  Auf- 
fallend  sind  sehr  lange  und  feinc  Borsten  auf  der  Innenseite  der  Bcinc.  — 
Klaue  mit  3  Innenzahnen  in  %,  %  und  %  basal-apical  Distanz.  Pseudonv- 
chien  anliegend.  Empodialanhang  lanzettlich,  mit  abgeflachter  Innenkante. 
Manubrium:  Dentes  =  35:55.  —  Dentes  geringelt,  dorsal  dicht  beschuppt, 
ventral  behaart.  Mucronen  sichelformig,  scharf  vom  geringelten  Dentesteile 
abgesetzt  und  von  gefiederten  Borsten  iiberragt.  Korper  dicht  mit  braunen 
Rundschuppen  bedeckt.  Solche  finden  sich  auck  an  Ant.  I  und  II  sowie  an 
den  Beinen.  Ilaare  an  den  Extremitaten  besonders  lang.  Spatelborsten  am 
Ende  des  Abdomens  und  nach  den  vorhandenen  Resten  zu  urteilen  auch  an 
Th.  II  als  Collerette. 

Beim  grossten  Exemplare  zeigt  im  iibrigen  die  Farbung  auf  Abd.  IV.  ein^ 
Modification.  Die  vordere  dorsale  Partie  des  Segmentcs  ist  unpigmentiert, 
sod  ass  einc  mediane,  blaue  Querbinde  liber  den  Leibesring  entsteht. 

Lepidocyrtus  Bourl. 

Echte  Lepidocyrtus-Arten  fanden  sich  nur  2  verschiedenc  Exemplare  in 
dem  Materiale.  Da  ihrc  Identification  sehr  schwer  ist,  stelle  ich  sie  in  der 
Beschreibung  zuriick,  bis  ein  grosseres  Material  die  Bestimmung  gestattet. 

8.  Acanthurella  javana  C.B.  1906. 

Syn.:  Lepidocyrtus  (Acanthurella)  javana  Borxer  1906. 

Lepidocyrtus  javanus  Imms.  1912. 

Fund  or  te:  Tjibodas.  Zwischen  abgefallenem  Laub-Detritus  in  dem  von  epiphy- 
tischen  Farnen  (Asplenium  nidus)  gebildeten  Bechern  im  Urwald. 
14.  VIII.  21.  1  Exemplar. 

Lange  des  Rumpfes  2,6  mm.  Farbung  des  eonservierten  Exemplares  gelb- 
lich,  die  Ommenflecke  sind  schwarz,  —  die  Fiihler  voin  2.  Gliede  an  distal 
violett,  ebenso  die  Beine,  nach  der  Spitze  hin  dunkler  werdend.  Ant.  I  :II  :III : 
IV  =  11:20:13:  22.  —  Das  3.  Glied  ist  also  kiirzer  als  das  zweite.  Antenne  zu 
Kopfdiagonale  =  66 : 40.  Kopf  stark  geneigt,  unter  das  Mesot bora  cal  segment  ein- 
gezogen.  Th.  II :  III :  Abd.  I :  II :  III :  IV :  V :  VI  =  30: 13 : 12 : 12 : 12:60:8:4.— 

16 


242 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Die  tibiotarsale  Spiirborste  scheint  abgefallen  zu  sein,  wenigstens  fehlt  sie 
meinem  Tiere.  Klaue  mit  2  Innenzahnen  in  y3  und  %  basal -apical  Distanz. 
Pseudonychien  gross,  ca.  y3  der  Klauenventralkante.  Empodialanhang  um 
Y3  kiirzer  als  die  Klaue,  schmal,  lanzettlich,  oline  Bewehrung.  Manubrium 
langer  als  die  Dentes  (40:45)  am  Ende  mit  ventralem  starkem  Dornenkranz. 
Dentes  mit  langer  ventraler  Dornenreihe  aus  einspitzigen  Dornen.  Sie  reiclit 
bis  in  die  Nahe  der  Mucronen.  Mucro  mit  zwei  grossen  Zahnen  und  starkem 
Basaldorn,  von  gefiederten  Borsten  iiberragt.  Dorsal  sind  die  Dentes  stark 
beschuppt.  Extremitaten  sind  dieht  behaart  mit  kurzen  anliegenden  und  lan- 
gen  abstehenden  Borsten.  Die  letztern  finden  sich  namentlich  an  Antenne, 
den  Beinen  und  ventral  an  der  Furka.  Am  Mesothorax  und  Ende  des  Abdo¬ 
mens  sind  sie  nicht  mehr  deutlich  vorhanden.  Der  gauze  Kbrper  ist  dieht  be¬ 
schuppt,  ebenso  die  Beine  und  Furka.  An  den  Antennen  reichen  die  Sell  up- 
pen  bis  zum  Ende  von  Ant.  II.  Sinnesorgane  an  Ant.  Ill  und  IV  wurden 
nicht  aufgef unden. 


Pig.  28 — 31.  Acanthurella  javana  C.  B.  28.  Habitus.  29.  Klaue. 

30.  Bedornung  der  Dentes  und  des  Manubriums.  31.  Mucro. 

Die  Form.stimmt  mit  der  seinerzeit  von  Borner  gegebenen  Beschreibung 
der  Art  iiberein.  Seine  Typen  stammten  vom  Salak  (Java). 


E.  Handschin:  Collembolcn  der  Sundainseln. 


243 


9.  Acanthurella  amethystina  n.  sp. 

Fundorte:  Tjibodas.  Unter  abgefallenem  Laube  am  Boden.  Urwald.  15.  VIII.  21. 

1  Exemplar. 

Unter  durren  Blattern  am  Fusse  eines  grossen  Baumea  im 
Urwald  gesiebt.  19.  VIII.  21.  1  Exemplar. 

Am  Wege  von  Kandang  Badak  nacli  Tjibodas,  2000  m  im  Urwald  auf 
Gestriiucli  gekotschert.  28.  VIII.  21.  1  Exemplar. 

Diagnose:  Grosse  der  Tiere  (Rumpflange)  0,95 — 1,53  mm.  Farbe 
blass  strohgelb  mit  leiehter,  blauer  Pigmentierung.  Diese  umfasst  die  An- 
tennen,  apical  an  jedein  Gliede  stark  eindunkelnd,  sie  ist  sclivvach  auf  Wan  gen 
und  Schnauze  und  farbt  die  Seiten  von  Th.  II — Abd.  IV.  Auf  dem  letzten 
Segmente  erstreckt  sie  sich  bios  auf  die  vordere  Halfte,  dehnt  sich  hingegen 
auf  Abd.  I  und  II  zu  feinen  Hinterrandbinden  aus.  An  den  Beinen  zeigen 
Femora  und  Tibiotarsen  eine  proximal-distal  starker  ausgepriigte  Farbung 
(besonders  stark  an  Femur  III).  Ommen  8  -f-  8  auf  dunkelblauen  Flecke. 


Exempl. 

Masse : 

Ant.  I. 

II. 

III. 

IV. 

KD. 

Abd.  III. 

IV. 

Ma. 

De. 

1 

7 

11 

8 

15 

25 

6 

36 

27 

20 

2 

7 

12 

10 

20 

30 

7  ! 

42 

30 

30 

3 

8 

14 

14 

22 

32 

7 

45 

30 

30 

Die  Klaue  ist  lang  und  schlank,  sie  ist  mit  2  Innenzahnen  bewehrt.  Die 
Pseudonychien  sind  klein  und  scharf.  Empodialanliang  lang,  lanzettlich  mit 
abgeschragter  Spitze.  Das  tibiotarsale  Spiirhaar  ist  so  lang  als  die  Klauen- 


Fig.  32—35.  Acanthurella  amethystina  n.  sp.  32.  Habitus.  33.  Klaue.  34.  Dentes- 

bedornung.  35.  Mucro. 


244  Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


ventralkante.  Ihm  gcgeniibcr  stcht  eine  unbewimperte  Spitzborste.  Manu¬ 
brium  distal  mit  langcn  dornartigen  Borsten,  die  sich  auf  den  Dentesteil 
fortsetzen  und  dort  eine  lleihe  bilden.  Mucro  schlanker  als  bei  javana ,  im 
Bau  aber  typiseh.  Dentes  und  Manubrium  ventral  lang  behaart. 

Die  Form  ahnelt  im  allgemeincn  der  javana  C.  B.,  ist  jedoch  graciler 
und  namentlich  durch  Klauen  und  Mucronenbeschaffenheit  sowie  dureh  die 
Fiirbung  von  ihr  verschieden.  Es  besteht  nun  allerdings  die  Moglichkeit, 
dass  sie  spater  einmal  zu  ciner  der  vielen  ScHaFFERschen  Arten  zu  ziehen 
ware,  falls  die  Revision  dieses  Materiales  Arten  mit  Dentaldornen  ergeben 
sollte.  Bis  jetzt  wird  jedoeh  diesem  Merkmal  in  alien  Diagnosen  kein  Augen- 
merk  geschenkt.  Das  kleinste  Exemplar  der  Sammlung  weieht  insofern  von 
den  ubrigen  ab,  als  es  bis  auf  laterale  Flecken  auf  Abd.  IV  am  Korper  fast 
unpigmentiert  erscheint.  Ganz  schwache  Spuren  von  Farbstoff  zeigen  sich 
an  den  Korperseiten  und  am  Ende  des  letzten  Abdominalscgmentes.  Es 
scheint  also  mit  dem  Alter  der  Tiere  die  Pigmentierung  zuzunehmen,  ahnlich 
wie  bei  den  europaischen  Orchesella -  und  Entomobry a- Arten. 

10.  Heteromurus  (Alloscopus)  tenuicornis  C.  B.  1906. 

Syn.:  Heteromurus  (Alloscopus)  tenuicornis  Borner  1906. 

Heteromurus  tenuicornis  Imms  1912. 

Fundorte:  Tjibodas.  Unter  abgefallenem  Laube  am  Boden,  Urwald.  15.  VIII.  21. 

1  Exemplar. 

Unter  den  dlirren  Blattern  am  Fusse  eines  grossen  Baumes 
im  Urwald,  gesiebt.  19.  VIII.  21.  2  Exemplare. 

Grosse  der  Tiere  IV2 — 2  mm.  Fiirbung  gclblich  bis  auf  den  einzelnen 
rotlich  pigmentierten  Ocellus  jederseits.  Ant.  I :  II :  III :  I V:  V  =  3 :  6 : 9 : 12 : 17, 
etwa  21/2  Mai  solang  als  die  Kopfdiagonale.  Das  letzte  Antennenglied  ist 
stark  geringelt,  jeder  Ringel  mit  wirtelig  gestelltem  Haarkranz.  Ant.  Ill 
mit  typischem  Antennalorgan,  distal  eben falls  noch  geringelt.  Kopf  mit 
1  -f-  1  Ommen.  Die  Korpersegmente  sind  unter  sich  fast  von  gleieher  Lange 
(12:11:8:11:11:16:6:4).  Klauen  schlank  mit  2  Innenzahnen  in  %  und  % 
basal-apical  Distanz.  Der  Basalzahn  ist  besonders  stark  entwickelt.  Aussen- 
zahn  und  Empodialborste  ebenfalls  vorhanden.  Empodialanhang  lanzettlich 
mit  lamellenartigem  Aussenzahn.  Keulenhaare  am  Tibiotarsus  konnten  keine 
gefunden  werden.  Die  Dentes  zerfallen  in  ein  kleines  basales  und  ein  liingeres 
eigentliches  Zinkenstuck.  Sie  sind  basal  mit  einer  Reilie  von  ca.  20  starken 
Dornen  bewehrt,  —  solche  finden  sich  auch  auf  dem  Basalstuck  in  einer 
Querreihe.  Dentes  stark  geringelt,  Ringelung  langsam  in  den  Mucroteil 
libergehend.  Mucronen  2zahnig,  ohne  Basaldorn. 

Die  Korperbcdeckung  besteht  aus  Fiederborsten,  die  an  Th.  II  und  Ab- 
domenende  spatelartig  entwickelt  sind  und  eine  Collerette  bilden.  Die 
Schuppcn  sind  fast  rund,  hyalin  und  fein  pubescent. 


E.  Handschin  :  Collcmbolcn  der  Sundainseln. 


245 


Fig.  36 — 40.  Alloscopus  tenuicornis  C.  B.  36.  Ant.  Ill  mit  Antennalorgan. 

37.  Schuppen  und  Borsten  beim  Ocellhs.  38.  Klaue. 

39.  Dentalbedornung.  40.  Densende  mit  Mucro. 

Cremastocephalus  Schott.  1896. 

Das  Genus  Cremastocephalus  wurde  1896  von  Schott  aufgestcllt.  Als 
Typus  gilt  seine  Art  trilobatus  aus  Californien.  In  der  Folgezeit  wurden 
mehrere  Arten  aus  den  verschiedenen  Kontinenten  beschrieben,  jedoch  des 
oftern  wieder  vereinigt.  Schott  bringt  1901  af finis  Fols.  (1899)  mit  celeben - 
sis  ScHaFF.  (1898)  zusammen  und  Borner  schreitet  1909  sogar  zur  Einbezie- 
hung  von  affinis  Fols.,  bicinctus  C.  B.  (1909)  und  trilobatus  Schtt.  1896  in 
den  gleichen  Formenkreis.  Das  letztere  scheint  mir  nun  zu  weit  gegangen. 
Wir  mussen  hier,  wie  bei  andern  Genera,  wo  sicli  die  einzelnen  Arten  eben- 
falls  n;cht  morphologisch  differenzieren  lasscn,  typische  Farbungsunterschiede 
zur  Artentrennung  heranziehen,  namentlich  wenn  es  sich  uni  raumlich  weit 
getrennte  Funde  handelt.  Ob  die  Tiere  als  Arten  oder  specielle  Formen  auf- 
gefasst  werden  diirfen,  mussen  spatere  Untersuehungen  zeigen.  Der  Syste- 
matiker  hat  nur  die  Pflicht,  das  ihm  vorliegende  Material  so  zu  ordnen,  dass 
es  spatern  Untersuehungen  als  Unterlage  dienen  kann.  Erst  ein  genugend 
grosses  Material  wird  definitiven  Aufschluss  in  die  direkten  Zusammenhange 
der  einzelnen  Formen  liefern.  Bis  ein  solehes  aber  zur  Verwertung  gelangt, 


246 


\ 

Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


mussen  die  einzelnen  geographisch  geschiedenen  Formen  bei  noch  so  kleinen 
Ungleichheiten  aueh  system  a  tisch  geschieden  werden. 

Ritter  (18),  der  seinerzeit  die  Ausbeute  Uzels  von  Ceylon  bearbeitetc, 
beschrieb  eine  Pericrypta  sulcata ,  die  nicht  s  andres  als  eine  Cremastocephalus- 
Art  darstellt.  Leider  zeugt  seine  Arbeit  von  grosser  Unkenntnis  der  Literatur. 
Die  wichtigsten  Arbeiten  Tiber  Tropeneollembolen  scheinen  ihm  nnbekannt  zu 
sein  (Schott  21,  22,  23,  25,  26,  Sch&ffer  20,  Folsom  8,  9)  und  Borners 
Arbeit  (3),  scheint  er  nicht  verstanden  zu  liaben.  Sonst  ware  er  nie  dazu 
gekommen  dieses  Genus  aufzustellen  und  die  vielen  synonymen  Arten  zu 
schaffen. 

Ob  die  von  Olfers  beschrieben  Bernsteinformen  zu  trilobatus  Schott  zu 
stellen  sind  und  ob  sie  uberhaupt  in  das  Genus  Crc'mxistocephulus  hineinge- 
lioren,  muss  aucli  erst  durch  erneute  Untersuchung  erwiesen  werden. 

Durch  die  Priifung  des  vorliegenden  Materials  ist  es  mir  gelungen,  fiir 
Cremastocephalus  auch  ein  bestimmt  geforintes  Genitalfeld  naehzuweisen,  das 
vielleicht  systematische  Bedeutung  erlangen  mag.  Es  besteht  wie  bei  Sira 
aus  einem  Ringwulst,  der  aber  bier  nicht  in  einzelne  Papillen  aufgelost  ist. 
Dicser  Wulst  tragt  einen  Kranz  langer  spitzer  Dornen.  In  der  Mitte  des 
Organs  findet  sich  dann  eben falls  wie  bei  Sira  ein  kleiner  Genitalkegel,  auf 
dessen  Spitze  der  Genital porus  mundet. 

In  meiner  Sammlung  unterseheide  ich  3  Formen.  Eine  helle,  durchaus 
unpigmentierte  Art  zeigt  Uebergange  zu  einer  lateral  blau  gebanderten.  Ich 
spreehe  sie  als  celehensis  ScuaFF.  an.  Eine  weitcre  zeigt  Beziehungen  zu 
bicinctus  aus  Japan  —  cingulatus  n.  sp.  und  die  drittc  endlich  —  obscunis 
n.  sp.  scheint  von  beiden  etwas  abseits  zu  stehen. 

11.  Cremastocephalus  celehensis  SchSff.  1898. 

Syn.:  Cremastocephalus  celehensis  Schaffer  1898,  Schott  1901,  1917. 

Imms  1912.  Borner  1913. 

Cremastocephalus  af finis  Folsom  1899.  Borxer  1909. 

Fundorte:  Tjibodas,  am  Wege  von  Kandang  Badak  nach  Tjibodas,  2000  m.  Im 
Urwald  auf  Gestrauch  gekotschert.  25.  VIII.  21.  3  Exemplare. 

Wai  Lima.  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 
24.  und  27.  XI.  21.  2  Exemplare. 

Depok.  1  Exemplar. 

Grossc  der  Tier©  lx/2 — 2  mm.  Farbe  strohgelb.  Spitze  von  Ant.  IV  und 
III,  Wangen  und  eine  laterale  Binde  von  Th.  II — Abd.  V  blau.  Pigment  sich 
oft  tergolateral  ausbreitend.  Ommenfleck  dunkelblau.  Antenne  viol  langer 
als  der  Kopf.  Bei  einem  grossen  aber  defekten  Exemplare  zeigen  Ant.  I  und 
II  ein  Verhaltniss  von  36:77,  bezw.  53:105,  der  Kopf  dagegen  misst  nur  27, 
der  Rumpf  93  Einheitcn.  Sie  diirften  demnach  2 y2 — 3  mal  die  Korperlange 
crreichen.  (Bei  einem  kleinern  Exempare  sind  die  Langenverhaltnisse  der 
Antennenglieder  Ant.  I:II:III:IV  =  28:28:25:42.  —  Kopf  =  22,  Korper 


E.  IIandschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


247 


70).  —  Th.  II :  III :  Abd.  I :  II :  III :  IV :  V :  VI  =  17:10:7:10:3:40:6:4.  Em 
Antennalorgan  konnte  nicht  wahrgenommen  werden,  dagegen  tragt  Ant.  IV 
einen  Endkolben  und  zeigt  eine  feine  Ringelung  angedeutet.  —  Tibiotarsus 
mit  langem  Keulenhaar.  Klaue  mit  feinem  Basal-  und  apicalen  Innenzahn. 
Empodialanhang  auf  dcr  Innnenkante  schrag  abgestutzt.  Innere  Ecke  fein 
zahnformig  ausgezogcn.  Mucro  breit  dreilappig.  Dentes  mit  der  grossen, 
charakteristischen  Blasenschuppe.  Manubrium  kiirzer  als  Dentes  (28:36). 
Korper  sparlich  behaai’t.  Haare  anliegend,  auf  den  Extremitaten  aber  mit 
langen  abstehenden  Spitzborsten  und  am  Abd.  IV — VI  mit  langen,  feinen, 
allseitig  gewimperten  Bothriotrichen  durchsetzt. 


Fig.  41 — 43.  Crcmastoccphahis  cclcbcnsis  SeHaFF.  41.  Habitus.  42.  Mucro. 
43.  Abdominale  Behaarung  mit  Bothriotrichen. 


Besonders  interessant  sind  auch  einige  junge  Tiere,  die  nach  iliren  mor- 
phologisehcn  Eigenschaften  zu  celebensis  zu  rechnen  sind.  Bei  den  kleinsten 
Stadiqjn  ist  Ant.  Ill  noch  deutlich  langer  als  Ant.  II.  (5:10:12:21)  und  ihre 
Gesamtlangc  erreicht  kaum  die  Korperliinge  (48:48  oder  45).  Bei  den  gros- 
sern  Tieren  beginnt  dann  das  zweite  Antennenglied  an  Lange  zu  dominieren 
und  die  Gesamtlange  iiberschreitet  die  Korpermasse  bei  weitem  (40:30,  oder 
28:25,  —  123:70  bezw.  149:80).  Auch  die  Masse  von  Abd.  III:IV  zeigen 
ahnliehe  Wachstumsschwankungen.  Sie  sind  fur  die  kleinsten  Formen  2:19, 
i'iir  die  grossten  aber  2:35.  Die  Antennen  sind  in  der  Jugend  viel  starker  ge- 
ringelt,  Muero  und  Klauen  jedoch  von  gleielier  Beschaffenlieit. 


248 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


12.  Cremastocephalus  cingulatus  n.  sp. 

F  u  n  d  o  r  t.  Wai  Lima,  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 
28.  IX.  21.  1  Exemplar. 


tf anubr  <’*"*• 


Fig.  44—49.  Cremastocephalus  cingulatus  n.  sp.  44.  Habitus.  45.  Klaue.  46.  Mucro, 
seitlich.  47.  Mucro  von  vorne.  48.  Genitalfeld  von  unten.  49.  Genitalfeld  seitlich. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


249 


Diesc  Form  steht  habituell  der  vorigen  nahe.  Sie  unterscheidet  sich  aber 
vou  derselben  durch  ihre  Grosse  und  Farbung,  ahnlich  wie  unsere  typischen 
Orchesella  und  Eniomobrya- Arten  sieh  von  einander  differenzieren. 

Diagnose:  Lange  2,5  mm.  Farbe  hellgelblich  mit  blauem  Pigment. 
Solches  findet  sich  als  breite  apicale  und  basale  Hinge  an  Ant.  I  und  II.  Am 
Kopf  sind  die  Ommen  und  Stirn,  die  Wangen  und  die  Schnauze  blau.  Th. 
Ill  und  Abd.  I  ganz  blau.  Auf  Abd.  IV  cine  breite  Querbinde  und  ein  Saum 
am  Hinterrand  dunkel  gefarbt.  Abd.  V  mit  Hinterrandbinde.  Dunkelblau  sind 
ferner  die  distalen  Enden  der  Femora  II  und  III.  Das  erste  Bein  ist  nur 
sehr  leicht  tingiert.  Die  Ventralseite  des  Korpers  weist  diffuse,  scliwach 
blauliche  Tonung  auf. 

Masse:  Ant.  I :  II:  III:  IV  =  60:125:?:?.  Kopf  =  35.  —  Th.  II:  III: 
Abd.  I  :II  :III  :I V  :V  :VI  =  20:9:6:15:3:60:10:6.  —  Manubrium:  Dentes  = 
40:50.  —  Klaue  mit  starkem  Basal-  und  feinem  Apicalzahn.  Empodialanhang 
innen  ebenfalls  gestutzt  und  mit  Eekzahnehen.  Keulenhaar  am  Tibiotarsus 
lang  und  stark.  Mucro  breit  3zahnig,  Dentes  mit  Blasenschuppe.  Behaarung 
aus  eng  anliegenden,  kurzen,  und  langen  abstehenden  Borsten.  Abdominale 
Bothriotriche  ebenfalls  vorhanden. 

Besondere  Erwahnung  verdient  hier  das  Genitalfeld.  Um  einen  centra* 
len  Porus  zieht  sich  ein  Ringwulst.  Dieser  triigt  cine  Reihe  kraftiger  Dornen, 
die  aber  im  Gegensatz  zu  Sira  nicht  durch  besondere  Papillen  des  Wulstes  von 
einander  geternnt  werden. 

13.  Cremastocephalus  obscurus  n.  sp. 

Fundort:  Wai  Lima,  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 

27.  XI.  21.  —  2  Exemplare,  28.  XI.  21.  —  3  Exemplare. 

Mit  obscurus  bezeichne  ich  cine  Crcmastocephalusform,  die  sieh  namentlich 
durch  ihre  schone  Farbung  auszeichnet  und  von  den  iibrigen  unterscheidet. 
Die  Griinde,  die  mich  zu  diesem  sonst  verponten  Schritte  verleiten,  Arten 
nach  ihrem  Farbkleide  zu  benennen,  habe  ich  wciter  oben  schon  dargelegt  und 
gerechtfertigt.  Fur  die  genaue  Systematik  erachte  ich  auch  hier  eine  Ab- 
trennung  notwendig. 

Diagnose:  Grosse  der  Tiere  IV2 — 2  mm.  Ant.  I :  II :  III :  IV  =  43:75: 
?:?.  —  Kopf  30.  —  Abd.  Ill:  IV  =  2:50.  —  Ma.s  De.  =  30:42.  —  Farbe 
gelblich,  seltener  rotlich.  Ommenfleck  dunkelblau,  cbenso  Stirnocellus,  AVangen 
und  Flecken  an  der  Kehle.  Laterale  Tergitgrenzen  fein  blau  gesaumt.  Rumpf 
ventral  stark  blau.  Abd.  Ill  und  IV  lateral  mit  grossen  Flecken,  die  sich 
seitenbindenartig  ausdehnen  konnen.  Abd.  V  mit  Flecken  an  den  Seiten  und 
am  Hinterrand.  Subcoxcn,  Coxen  und  Trochanteren  mit  blauen  Spangen. 
Solche  finden  sich  auch  in  der  Zweizahl  an  den  Femora  und  Tibien.  Der 
Innenzahn  an  den  Klauen  ist  sehr  scliwach  ausgebildet,  sonst  stinunt  diesel- 
be  im  Bau  wie  der  Mucro  mit  den  Iibrigen  Formen  uberein. 


250 


Treubia  Voi».  VI,  Livr.  3 — 4. 


Eng  an  Crenvastocephalus  schliessen  sich  Paronella  nnd  ihre  verwandten 
Formen  an,  die  sieh  alle  durch  ihre  plumpen,  dieken  Dentes  nnd  Mucronen, 
insbesondere  aber  durch  ihr  Schuppenkleid  auszeichnen.  Auch  bier  sehe  icli 
mieh  genotigt.  nach  vergleichen  des  Material  es  mit  den  schon  bestehenden 
Arten  eine  Revision  und  Aufteilung  vorzunehmen,  die  zu  einer  Sonderung 
der  Formen  in  naturliche  und  zugleich  auch  geographisch  gesonderte  Gruppcn 
fxihrt. 

Das  Genus  Paronella  wurde  1893  von  Schott  aufgestellt.  Er  bezeiclinet 
damit  Formen  mit  dieken  Dentes  und  breiten  2zahnigen  Mucronen  vom 
Typus  seiner  Art  fusca.  In  die  gleichc  Gruppe  hinein  gehoren  die  gleich- 
zeitig  bes.chriebenen  Trichorhypha  und  Campylothorax.  Wahrend  Campy - 
lothorax  durch  aberrante  Mucronen  und  den  eigentumlich  vorgczogcneu 
Metathorax  als  cigene  Art  gut  umschrieben  ist,  wurde  1898  Trichorhypha  von 
SciiaFFER  mit  Paronella  vereinigt.  1903  fasste  dann  Schott  in  einer  Mono¬ 
graphic  die  bereits  bekannten  Arten  zusammen,  u.a.  auch  einige  von  Parona 
als  Entomobrya  identifieierte  Arten.  Hier  treten  uns  nuif  zum  ersten  Male 
Arten  mit  ausserordentlich  langen  Antennen  und  6zahnigen,  klotzartigen 
Mucronen  entgegen,  die  wenn  auch  in  der  Gestalt  von  der  ursprunglichen 
fusca  sehr  verschieden,  doch  in  der  Folgezeit  stets  im  Genus  Paronella  be- 
lassen  warden.  Auch  das  bereits  erwahnte  RiTTERsche  Genus  Pericrypta 
diirfte  in  fasciaia  nach  dem  Mucro  zu  beurteilen  eine  echte  Paronella  ein- 
schliesscn.  —  Inwiefern  die  Beibehaltung  dieses  Genus  durch  Schott  fiir  seine 
mjobergi  berechtigt  ist,  miissen  weitere  Untersuchungen  zeigen.  Besser 
fundiert  ist  die  Stcllung  von  Dicranocentroides  und  Idiomenis  Imms  (1912), 
von  denen  die  erstere  zu  Paronella ,  die  andere  aber  zu  Campylothorax  hin- 
neigt. 

Ohne  auf  die  Diagnosen  der  einzelnen  Genera  niiher  einzutreten,  muss 
ich  darauf  hinweisen,  dass  einige  Missverstandnisse  in  der  Auffassung  spe- 
cieller  Organe  und  Merkmale  auch  hier  einige  Unklarheit  geschaffen  haben. 

Bei  ScHaFFER  (1898)  finden  wir  als  Unterschied  von  Paronella  und 
Campylothorax  „das  Fehlen  des  schuppenformigen  Anhanges” 
am  Ende  der  Dentes  bei  den  erstern  angegeben.  Vergleichen  wir  die  beiden 
Originaldiagnosen,  so  geht  aus  den  bcigefugten  Zeichnungen  mit  aller  Deut- 
lichkeit  hervor,  (lass  die  Autoren  darunter  eine  Dental-,  bezw.  Mucronal- 
schuppe  verstanden  haben,  die  sich  am  dorsalen,  also  ventralstandigen  Teile 
des  Mucro  anheftet,  und  die  in  ahnlicher  Ausbildung  ja  auch  bei  den 
Cyphoderusarten  sich  wiederfindet.  Hier  wird  sic  durch  eine  grosse,  den 
Mucro  iiberragende  Borste  oder  Schuppenl)orste  reprasentiert.  Da  nun  aber 
bei  Paronellen  wie  bei  den  spater  entdeckten  Cremastocephalusarten  neben 
dieser  Sehuppe  ein  weiterer  ventraler  blasenartiger  Anhang  sich  befindet, 
wurde  bei  Unklarheit  in  der  Terminologie,  —  ventral-dorsal  —  von  Imms  dieses 
neue  Schuppengebilde  fur  das  SCHaFFERsche  angesprochen,  mit  dem  os  aber 
nichts  gemein  hat.  —  Wir  miissen  uns  eben  bei  der  Beurteilung  der  Lage  der 


F.  Handsciiin  :  CoUembolen  der  Sundainseln. 


251 


Furca  dieselbe  in  natiirlicher  Ruhelage  unter  deni  Korper  und  niclit  in  ge- 
streckter  Position  denken.  Die  folgende  Schcmaskizze  mag  zur  Illustration 
des  gesagten  dienen. 

Auch  die  Auffas- 
sung  der  Mukronen- 
anlage  muss  kriti- 
siert  werden.  Meist 
sind  die  Abbildun- 
gen  derselben  nur 
sehr  wenig  genau 
und  nieht  plastisch 

umschrieben.  Einzig  Borner  versucht  1913  eine  plastische  Deutung  derselben 
zu  geben.  (7.  p.  57.)  Er  bildct  in  der  genannten  Arbeit  den  Mucro  von 
Paronella  dubid  ab  und  zwar  soli  derselbe  von  der  Innenseite  geseben  ein 
zahnartiges  Gebilde  darstellen,  das  von  einem  gezahnten,  pseudonyehicnartigen 
Mantel  umhiillt  wird.  Diese  Auffassung  ist  unriclitig.  Der  Mucro  der  Pa- 
ronellen  stellt  einen  starken  centralen  Klotz  dar,  dessen  ventralc  Seite  eine 
Kante  tragt,  die  sich  in  2 — 4  Zahne  auflosen  kann.  Der  apieale  und  laterale 
Zahn  steht  seitlich  am  Hauptzahn  des  Mucro,  in  der  Hegel  aber  niclit  auf 
gleicher  llohe.  Beide  sind  meist  lamellenartig  entwickelt.  Wenn  sich  nun 
die  mittlern  Partien  des  Mucro  in  die  Lange  strecken  und  gar  noch  Torsions- 
crscheinungen  mitmachen,  so  kominen  Gebilde  zustande  wie  sie  bei  Campxjlo- 
Ihorax  anzutreffen  sind,  Gebilde  die  nacli  den  heute  bestehenden  Abbildungen 
aber  absolut  unverstandlich  sind. 

Wenn  wir  nun  die 
verschiedenen  Typen 
der  Mukronenformen 
beim  heutigen  Genus 
Paronella  zusammen- 
stcllen,  so  lassen  sich 
deutlich  3  verschie- 
dene  Gruppen  aus- 
seheiden,  die  sich  aber 
nicht  bios  durch  diese 
differente  Mucronen- 
beschaffenheit  unter- 
schei^len,  sondern  auch  durch  den  ganzen  Habitus  der  einzelnen  Formen. 

Zur  I  msclirei bung  derselben  mochte  ich  hicr  von  den  compliciertern  For¬ 
men  ausgehen.  Hire  Beschreibungen  sind  fast  ausnalimslos  neuern  Datums 
und  deshalb  auch  in  den  meisten  Fallen,  Ritters  Pericrypla  ausgenommen, 
besser  und  genauer  als  die  der  primitivern,  zuerst  entdeckten. 

Diese  erste  Gruppe  zeichnet  sich  durch  die  grossen,  6 — 7  zahnigen  Mucro- 
nen  aus.  4  der  Zahne  stehen  auf  einer  ventralen,  medianen  Rippe  und  kon- 
nen  zum  Teil  miteinander  verschmelzen  ( travancorica  Imms).  Je  einer  steht 


Typus  der  Mucronenanlage 
(  Paronella  lineata.) 


(  P.  dubia  ) 


Fig.  51. 


252 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


auf  der  Innen-  und  Aussenseite.  Die  Dentes  sind  unbedomt  und  bei  einer  Form 
sogar  unbeschuppt  (Subgen.  Callyntrura  C.B.  1906).  Die  Antennen  dieser 
grossten  aller  Paronellaformen  sind  sehr  lang  und  in  den  Basalgliedem  be- 
sonders  stark.  Bei  dieser  Gruppe  1st  das  Auftreten  der  dentalen  Blasenschup- 
pe,  ahnlich  wie  bei  Cremastocephalus,  fiir  einige  Formen  vielleicht  als  Merk- 
mal  einer  Untergruppe  besonders  hervorzuheben.  Ohnc  diescn  Anhang  notiere 
ich  die  Arten: 

dubia  C.  B.,  insignis  Imms,  longicornis  (Oud.)  Schtt.,  anopla  C.  B., 

Feae  (Par.)  Schtt.,  travancorica  Imms,  florensis  (Oud.)  Schtt., 
sumatrana  (Oud.)  Schtt. 

Die  Blasenschuppe  wurdc  bis  jetzt  fiir 

boerneri  Imms,  gracilis  Imms,  phanolepis  Imms  und  lineata  Par.  Schtt.  (=  tar- 
sata  C.  B.) 


gemeldet.  In  der  Gruppe  der  Tiere  von  einfacherm  Baue  finden  sich  3  Merk- 
male.  die  seheidend  fiir  die  Formen  sind: 

1.  die  Beschaffenlieit  der  Mukronen, 

2.  die  Beschaffenlieit  der  Dentes  und 

3.  die  Ausbildung  der  Antennen. 

Bei  Paronella  appendiciilata  Schtt.  finden  wir  die  einfachste  Anlage  der 
Mucronen  vor.  Zwei  niedere  stummelartige  Zahnc  ragen  kaum  iiber  das 
Dentesende  hervor.  Das  Gebilde  erinnert  stark  an  eine  verkiirzte  Anlage  bei 
normalen  Entomobryen.  Spatcr  strecken  sich  dann  die  lamellenartigen  Zahne 
und  bilden  den  typisch  klotzigen  Mucro  bei  dem  erst  ein  Basaldorn,  nachher 
auch  noch  ein  Aussenzahn  die  Gestalt  vervollstandigt. 


nach ;  Schott, 


Schoffer.  Borner.  Imms. 


Borner. 


Pseuctoparonella.-  Paronella-  Aphysa.-  Microphysa- 
Mucronentypen  der  alien  Gattung  Paronella. 

Fig.  52. 


Diese  aufsteigen- 
de  Linie  von  2- 
zum  4-zahnigen 
Mucro  ist  nun 
aber  nicht  als  ein- 
heitliche  Linie 
der  Entwicklungs- 
riehting  fiir  die 
hieher  gehorenden 
Arten  aufzufas- 

sen.  Die  beiden  andern  erwahnten  Merkmale,  Ausbildung  der  Antennen  und 
Beschaffenheit  der  Dentes,  decken  sich  in  ihren  Entwicklungstendenzen  nicht 
mit  der  oben  angefiilirten  Reihe.  Wenn  auch  der  relativen  Lange  der  erstern 
kcinc  tiefeinschneidende  Bedeutung  fiir  die  Beurteilung  systematischer  Fragen 
zukommt,  so  ist  hier  die  Anlage  der  Dentaldornen  dafiir  aber  ein  um  so  wich- 
tigerer  Faktor.  Fiir  die  Arten  mit  zweizahnigem  Mucro  diirfte  ihre  Anwe- 
senheit  erwiesen  sein.  Einzig  appendiciilata  Schtt.  ist  nicht  auf  diesen  Punkr 
untersucht  worden.  Das  gleiche  gilt  fiir  Pericrypta  rnjobergi  Schtt.  die  auch 
zu  dieser  Gruppe  gehoren  diirfte.  Bei  den  Paronellen  mit  3 — 4  zahnigen  Mu¬ 
cronen  finden  wir  nun  aber  bald  Dentaldornen  auftreten,  bald  schwinden  und 


E.  Handschin:  Collcmbolen  der  Sundainseln. 


253 


das  zwar  ohne  dass  das  Merkmal  mit  einer  specicllen  Verkiirzung  der  Anten- 
nen  gepaart  ware,  welclie  rein  ausserlich  den  Tieren  sonst  einen  speciellen 
Habitus  verleiht.  Bevor  in  dieser  Gruppe  eine  genaue  Untersuchung  den 
feinern  Ban  des  Mucro  festgelegt  hat,  ist  eine  richtige  und  natiirliche  Auftei- 
lung  derselben  unmoglich.  Ganz  provisorisch  stelle  ieh  deshalb  die  Tiere  hicr 
nach  der  aufsteigenden  Complikation  des  Mucro,  wie  er  airs  der  Literatur 
ersichtlich  ist,  in  Formenkreise  mit  2,  3  und  4  Mucronalzahnen  zusammen. 
Formen  mit  2  Mucronalzahnen: 

appendiculata  Schtt.,  sctigera  C.  B.,  qucenslandica  Schtt.,  ev.  Pericrypta 
mjobergi  Schtt. 

Formen  mit  3  Mucronalzahnen : 

fusca  Schtt.?,  nigromaculata  Sciitt.,  dahlii  Schuff.,  picta  Sch&ff. 

(Nach  Sciiotts  Abbildungen  scheint  nigromaculata  4  Zaline  zu  besitzen.). 
Formen  mit  4  Mucronalzahnen: 

annulicornis  (Oud.)  Schtt.,  atrofasciata  Schtt.,?  fiillebomi  C.  B. 

Um  diese  Gruppen  nun  systematiseh  auseinander  zu  halten,  mochte  ich 
eine  Neueinteilung  des  Genus  Paronella  vorschlagen.  Als  Typus  desselben 
besteht  Paronella  fusca  Schott  mit  den  Szahnigen  Mucronen.  Fiir  die  Arten 
mit  stark  reduciertem  und  2zahnigem  Mucro  sclilage  ich  die  Bezeichnung 
P  s  e  u  do  pa  r  on  ell  a  vor,  wahrend  fur  die  grossen  Arten  mit  vielzahnigem 
Mucro  eine  Scheidung  naeli  dem  eigen tumlichen  Blasenanhang  vorgenommen 
wurde  in  M  i  cr  o  phy  s  a  und  A  p  h  y  s  a.  Synoptisch  zusammengestellt 
ergibt  sich  dann  folgendes  Bild : 

1.  Mucro  klein,  2  —  4  zahnig. 

2.  Mucro  nur  2  zahnig,  oft  auf  einen  kleinen  Stummel  reduciert  Dentes 


immer  (?)  mit  Dornen  bewaffnet .  Pseudoparonella  n.  g. 

2*.  Mucro  3  —  4  zahnig,  mit  Oder  ohne  Dentaldornen.  (0  .  Paronella  Schott. 

1*.  Mucro  gross,  5  —  7  ziihnig. 

3.  Dentes  ohne  Blasenschuppe .  ApJiysa  n.  g. 

3*.  Dentes  mit  Blasenschuppe  .  Micropkysa  n.  g. 


Anhangsweisc  sei  noeh  erwahnt,  dass  die  Mucronen  bei  ein  und  derselben 
Art  starken  Schwankungen  in  der  Ausbildung  unterworfen  sein  konnen.  Diese 
betreffen  nicht  bios  das  Verschmelzen  einzelner  Ziihne  auf  der  Ventralkante, 
sodass  eine  einheitliche  Leiste  entstehen  kann,  sondern  auch  Torsionserschei- 
nungen  des  ganzen  Kegels  und  Compressionen  desselben,  die  wahrscheinlich 
durch  mechanische  Einflii^se  direckt  nach  Iliiutungen  hervorgerufen  werden, 
wenn  die  Chitinisierung  noch  weich  und  dehnbar  ist. 

_ 

(1)  Es  wurden  unter  Paronella  hier  also  Tiere  mit  Oder  ohne  Dentaldornen 
vereinigt.  Diese  Unklarlieit  in  der  Umschreibung  diirfte  sich  aber  in  dem  Sinne 
beheben,  dass  aus  dem  sich  haufenden  Tropenmaterial  spater  geniigend  Formen  dieser 
Gruppe  sich  finden  werden,  die  eine  nochmalige  Aufspaltung  rechtfertigen. 

Ein  wichtiges  Unterscheidungsmerkmal  zwischen  den  beiden  Hauptgruppen  — 
PseudoparonellarParonella  Aphysa-Microphysa  —  ist  im  iibrigen  noch  die  Anwesen- 
heit  von  grossen  Rundschuppen  bei  den  erstern;  die  letztern  weisen  bios  schmale 
Haarschuppen  auf.  (Vergl.  die  entsprechenden  Figuren.). 


254 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Genus  Pseudoparonella  n.  g. 

Tiere  von  Pseudosi ra-ahnl i cher  Gestalt.  Antenne  moist  kurz,  nur  Ivor- 
perlange  erreichend.  Ant.  IV  geringelt.  Ant.  I — III  Schuppen  tragend. 
Korpcr  mit  grossen  Rundschuppcn.  Mucro  kurz,  2zahnig 
von  2  Kegelborsten  liberragt,  die  an  Starke  alle  andern  Dentalborsten  iiber- 
treffen.  Dentes  bis  zur  Spitze  bedornt.  Dornen  an  der  Spitzc  langsam  in 
die  allseitig  bewimperten  Kegelborsten  ubergehend. 

Als  Typus  fasse  ich  Schotts  Paronella  appendiculata  auf.  Allerdings 
treten  bei  dieser  Art  „bewimperte,  lanzettliehe  an  beiden  Enden  zugespitzte 
Schuppen”  auf.  Mit  der  Langenzunahme  der  Mucronen  zeigt  sich  auch  cine 
Verlangerung  der  Antennen  ( queenslandica  Schtt.)  dock  bleibt  der  allgerneine 
Bauplan  vollstandig  gewahrt. 

14.  Pseudoparonella  setigera  C.  P>.  1906. 

Syn.:  Paronella  setigera  Borner  1906.  Imms  1912. 

Fundorte:  Wai  Lima.  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 

28.  XI.  21.  —  2  Exemplare.  29.  XI.  21.  —  2  Exemplare. 

Der  von  Borner  aufgestellten  Diagnose  sind  leider  keine  Figuren  bei- 
gegeben.  Dieselben  sollen  hier  mit  der  Rekapitulation  der  Beschreibung 
naehgeholt  werden. 


Fig.  53 — 58.  Pseudoparonella  setigera  C.  B.  53.  Habitus.  54.  Klaue.  55.  Dental- 
bedornung.  56.  Mucro.  57.  Mucro.  58.  Schuppen. 


JG.  Handschin:  Cottembolen  der  Sundainseln. 


255 


Grosse  dcr  Tiere  1^2 — 2  mm.  Sie  sind  einheitlicli  gelblich  gefarbt  bis 
auf  die  Spitze  von  Ant.  Ill  und  das  ganze  Ant.  IV.  Pleurale  Bander  von 
Tli.  II  und  III  blau  gesaumt.  Ommenfleck  dunkelblau. 

Ant.  IV  geringelt,  ohne  Endkolben.  Ant.  Org.  Ill  aus  2  feinen  lateral 
liegenden  Sinncsstabchen.  Ommen  8  8.  Klaue  basal  mit  2  feinen  Zahnchen. 

Ein  solches  befindet  sich  etwa  in  der  Mitte  und  ein  letztes  im  obern  Viertel 
der  Klaucninnenkante.  Lateralzahne  klein,  an  der  Basis  der  Klaue.  Empo- 
dialanhang  innen  bogig  ausgeschnitten.  Klauenhaare  am  Tibiotarsus  von 
Klauenlange.  Hinterschenkel  mit  abstehenden,  dornartigen,  kurzen  und  langen 
Borsten.  Dentes  mit  2  Reihen  langer,  spitzer  Dornen,  die  bis  zum  Mucro 
reichen.  Dieser  kurz,  stum melar tig,  2-zahnig  von  einer  loffelartig  entwiekelten 
Dentalschuppe  uberragt.  Dentes  dorsal  besehuppt,  ventral  stark  behaart. 
Schuppen  breit,  rund,  an  der  Ansatzstelle  etwas  eingebuchtet.  Sie  sind  an 
den  hintern  Segmentgrenzen  besonders  stark  entwiekelt.  Ant.  I — III  be- 
schuppt,  ebenfalls  die  proximalen  Teile  der  Beine.  —  Behaarung  nur  an  den 
Extremitaten  stark  ausgepragt.  An  den  Seiten  von  Abd.  I — V  befinden  sich 
sehr  lange,  allseitig  bewimperte  Bothriothriche. 

15.  Pseudoparonella  incerta  n.  sp. 

F  u  n  d  o  r  t:  Wai  Lima,  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 

28.  XI.  21  —  1  Exemplar. 

Die  Form  steht  der  vorigen  sehr  nahe,  sie  untersclieidet  sich  aber  von 
dcrselben  durch  die  uberaus  dichte  Behaarung,  die  verschiedene  Anlage  der 
Mucronen  und  die  Farbung. 

Liinge  V/% — 2  mm.  Farbe  hell  gelblich.  Ventral- 
^  seite  mit  breitem  blauem  Streifen,  der  auf  die  late- 

9  o  o  o9o  o  ralen  Partien  der  Tergite  ubergreift.  Blau  ist  aucli 

der  Vorderkopf  mit  den  Ommen,  und  dem  Stirnfleck, 
Fig.  59.  Pseudoparonella  dann  die  proximale  Halfte  der  Tibiotarsen  und  die 

incerta  n.  sp.  Mucro.  distalen  Enden  der  Antennenglieder.  An  den  Fe¬ 

mora  befindet  sich  nur  ein  distaier  Fleck,  der  an  Bein  III  am  starksten  aus- 
gebildet  ist.  Ebenso  sind  dort  Trochanter  und  Coxen  dunkel  gefiirbt.  Ex¬ 
tremitaten  ausserordentlich  dicht,  braun  behaart.  Die  Klauen  sind  wie  bei 
der  vorigen  Art  ausgebildet.  Dentes  mit  4(?)  Dornenreihen.  Mucro  plump, 
mit  2  Zahnen.  Zwischen  denselben  sitzt  apical  ein  kleiner  Dorn  und  ein 
ebensolcher  befindet  sich  an  der  Basis  auf  der  Aussenseite. 

Genus  Paronella  Schott. 

Der  Originaldiagnose  Schotts  ist  bios  beizufiigen,  dass  auch  die  Klaue 
im  apicalen  Teile  zahntragend  ist.  Als  Charakteristicum  mag  die  Mucronen- 
beschaffenheit  gelten.  Es  sind  bei  den  Paronellen  immer  3 — 4  Mucronalzahne 
vorhanden.  Mit  der  Complication  der  Mucronenanlage  sehen  wir  cine  Verlan- 


256 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


'  gening  der  Antennen  und  das  Schwinden  der  Dentaldornen  Hand  in  Hand 
gehen.  Die  betreffenden  Formen,  fiir  die  das  zutrifft  (chili Hi  und  picta 
ScHaFF.),  bediirfen  aber  noch  einer  eingehenden  Revision  zur  Bestatigung 
dieser  These. 

16.  Paronella  annulicornis  (Oud.)  Schtt.  (1891)  1903. 

Syn.:  Sira  annulicornis  Ocdemans  1891.  Imms  1912. 


Paronella  annulicornis  Schott  1903. 


F  u  n  d  o  r  t:  Am  Wege  von  Kandang  Badak  nach  Tjibodas.  2000  m.  Im  Urwald 


auf  Gestrauch  gekotschert.  25.  VIII.  22.  5  Exemplare. 


Lange:  1,2 — 1,5  nun.  Farbung  hellgelb.  Ommenflccke  blausehwarz.  Von 
ilrnen  gehen  dunkle  Zeichnungselemente  zum  Stirnfleck.  Alle  Antcnnenglie- 
der  distal  mit  blauem  Ring,  der  gegen  die  Basis  hin  diffus  auslauft.  Charak- 
teristisch  sind  ein  blauer  Fleck  auf  Abd.  IV,  lateral  vor  der  Mitte  des  Seg- 
mentes  gelegen.  Er  ist  in  der  Regel  schwach  pigmentiert  und  kann  auch 
feblen.  (Vergl.  Habitusbild  von  Schott,  25).  Masse:  Ant.  I:  II:  III :  IV  =  11 : 
16:15:23.  Kopfdiagonale  =  30.  Abd.  Ill  :1V  =  8:40.  Ma.:  I)e  =  35:38. 
Rumpflange  =  105.  Auffallend  ist  die  kurze  Antenne  im  Verhaltnis  ziun 


Fig.  60 — 63.  Paronella  annulicornis  Schtt.  60.  Klaue.  61.  Dentaldornen. 

62.  Mucro.  63.  Schuppen. 

Korper.  Die  ganze  Form  erinnert  in  ihrem  Habitus  stark  an  Mesira  odei 
Lepidocyrtus.  —  Tibiotarsales  Spiirhaar  solang  als  die  Klaue.  Diese  mit  gros- 
serm  Basal-  und  2  feinen  Distalzahnen.  Empodialanhang  innen  schrag  abge- 
stutzt.  Dentes  dick,  plump,  bis  zum  Mucro  hin  mit  2  Reihen  langer,  starker 
Dornen.  Dorsal  sind  die  Dentes  beschuppt,  ventral  behaart.  Mucro  breit  4- 
zahnig.  Zwei  der  Zahne  sind  auf  der  Ventralkante  und  besonders  stark  aasge* 
bildet  , einer  gleicht  einem  Basaldorn  und  der  vierte  ist  lamellenartig  auf  der 
Aussenseite  angelegt.  Fine  lange  Dentalborste  liberragt  das  Gebilde.  Kor¬ 
per  dicht  mit  grossen  runden  Schuppen  bedeckt.  Extremitaten  mit  Ausnahme 
der  Furca  schuppenfrei. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln , 


257 


Genus  Microphysa  n.  g. 

Grosso  Formen  von  uber  3  mm  Korperlange.  Mesonotum  nicht  vorragend. 
Antennen  immer  sehr  lang,  die  Korperlange  urn  mehr  als  das  Doppelte  iiber- 
ragend.  Dentes  plump,  oft  bedornt,  mit  klotzartigen  Gzahnigen  Mucronen. 
Distales  Dentesende  ventral  mit  einer  blasenartigen  Auftreibung  (Blasen- 
schuppe).  Als  Typus  erwahne  ich  Paronella  lineata  (Par.)  Schtt.  Allc 
Arten  sind  dieht  mit  langen,  schmalen,  beidscitig  zugespitzten  Schuppen  be- 
deckt,  die  in  ihrer  Anlage  sich  langsam  aus  den  verbreiterten  Korperborsten 
entwickeln. 

17.  Microphysa  vestita  n.  sp. 

Fundort:  Am  Wege  von  Kandang  Badak  nach  Tjibodas,  2000  m.  Im  Urwald 
auf  Gestrauch  gekotschert.  25.  VIII.  22.  —  3  Exemplare. 

Diagnose:  Grosse  der  Tiere  3 — 3 y2  mm.  Die  eigentiimliche  Fiirbung 
ist  sehr  bezeichnend.  Kopf,  Th.  I  —  Abd.  Ill,  Ventraltubus,  Subcoxen,  Coxen 
und  Troehanteren  aller  Beine  vollstiindig  dunkelblau.  Sonst  findet  sich  blaues 
Pigment  nur  sehr  sparlich  und  diffus  als  Ringe  an  Ant.  Ill  und  II.  Ant.  IV : 


Fig.  64 — 66.  Microphysa  vestita  n.  sp.  64.  Habitus.  65.  Klaue.  66.  Mucro. 

an  der  Spitzc  angedunkelt.  Femora  distal,  Ti  bio  tarsus  in  der  Mitte  mit  blaucr 
Spange.  Der  iibrige  Korper  ist  vollstandig  pigmentlos,  weiss.  Masse:  Ant. 
I  :II  :III  :IV  =  GO  :G0 :40 :115.  Kopf  =-  50.  Th.  II  :III :  Abd.  I  :TI  :III  :IV  :V : 

17 


258 


Tbeubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


VI  =  30: 17 :  8 : 12: 8 : 73 : 10 : 5.  —  Klaue  mit  2  lateralen  und  einem  Innenzahn 
( y2  und  %  apical-basal  Distanz).  Pseudonychien  vorhanden.  Empodialanhang 
lang  mit  spitzer  lnnenccke.  Mucro  mit  starken  fliigelartigen  Aussen-  und 
Innenzahnen.  Ventralrippe  mit  4  Zahnen,  deren  einzelne  die  Tendenz  zur 
Auflosung  in  mehrere  Spitzen  zeigen.  Schuppen  lanzettlich.  Neben  denselben 
lange  Ilaare  und  bewimperte  Bothriotriche.  Thoracalc  Schuppen  besonders 
gross  und  lang.  Audi  Ant.  I  und  II  sind  bcschuppt. 

18.  Microphysa  lineata  (Par.)  Schott  (1892)  1903. 

Syn.:  Entomobrya  lineata  Paroxa  1892. 

Paronella  lineata  Schott  1903. 

?  Paronella  tarsata  Borner  1906.  Imms  1912. 

Pundorte:  Tjibodas.  Auf  Gestrauch  im  Urwald  gekotschert.  19.  VIII.  21. 
lebend  gelbgriin.  —  15  Exempl. 

26.  VIII.  21.  —  4  Exempl.  22.  VIII.  21.  —  1  Exempl. 
Unter  abgefallenem  Laub,  im  Urwald.  15.  VIII.  21  —  2  Exempl. 
in  zusammengeschlagenen  Blattern  auf  Gestrauch. 

13.  VIII.  21.  —  1  Exemplar. 

Weg  von  Kandang  Badak  nach  Tjibodas.  2000  m.  Im  Urwald  auf 
Gestrauch  gekotschert.  25.  VIII.  21.  —  2  Exempl. 

Depok,  Java.  —  3  Exemplare. 

Wai  Lima.  Sumatra.  In  der  Umgebung  des  Zeltlagers  im  Urwald. 
14.,  24.,  27.  und  28.  XI.  21  —  zusammen  8  Exemplare. 
ibid.  Lichtfang  beim  Zelt.  12.  und  18.  XI.  21.  —  3  Exempl. 

Unter  dieser  Form  ist  auch  Borners  tarsata  zu  verstehen.  Bei  ihrer 
Aufstellung  scheint  der  genannte  Autor  Schotts  Arbeit  nicht  bcriicksichtigt 
zu  haben.  Indessen  wird  1913  in  der  verbesserten  Diagnose  die  verwandt- 
schaftliche  Beziehung  zu  Cremastocephalus  crvvahnt  und  auf  den  blasenartigen 
Anhang  am  Dentesende  hingewiesen.  Ein  grosses  Material  ermoglicht  nun 
die  genaue  Idontificierung  beider  Formen,  die,  wie  ein  Vergleichen  der  Fi- 
guren  von  Schott  und  Borner,  sowie  der  begleitende  Text  erweisen,  sicher 
zusammengehoren,  —  beide  stellen  extreme  Fiirbungstypen  ein  und  derselben 
Art  dar. 

Die  hellsten  Tiere  entsprechcn  der  Diagnose  Borners.  Bei  ihnen  ist  die 
Grundfarbe  gelblicli.  Blau  sind  die  Ommen,  ein  Zugelband  zur  Schnauze 
und  der  Antennenbasis.  Die  Wangen  sind  nur  leicht  pigmentiert.  Pleurale 
Riinder  von  Th.  II  und  III  bis  Abd.  II  fein  dunkel  gesaumt.  Leicht  purpurn 
gefiirbt  sind  Seitenstreifen  auf  Abd.  IV,  die  Hinterecken  auf  Abd.  V  und  ein 
medianer  Fleck  auf  VI.  An  den  Extremitaten  findet  sich  die  Farbe  als  Ringe 
distal  am  Femur  aller  Beine  und  als  Mittelspange  an  den  Tibiotarsen. 

Mit  zunehmendcr  Dunkelfarbung  treten  dann  Pigmenteinlagerungen  in 
den  Trochanteren  und  proximalen  Beingliedern  auf.  Auf  dem  Korper  dehnt 
sich  die  Farbe  auf  den  Seiten  zu  einem  breiten  diffus  begrenzten  Farbbande 
aus,  das  auf  Al>d.  IV  mit  Ruckenquerbinden  in  Verbindung  tritt.  Besonders 
auffallend  sind  bei  diesen  dunklen  Formen  die  Langsstreifen,  welche  das  Abd. 


E.  Handschtn:  CoUembolen  der  Sundainseln. 


259 


IV  von  der  Basis  bis  etwa  zur  Segmenthalfte  zieren.  Die  Beine  und  Antennen 
zeigen  die  gleiche  Farbung  der  blassen  Formen,  nur  dass  sich  bei  ihnen  die 


Fig.  67 — 73.  Microphysa  lineata  Schtt.  67.  Habitus,  helle  Form.  68.  Habitus, 
dunkle  Form.  69.  Klaue.  70.  Dentaldornen.  71.  Mucro,  seitlich. 

72.  Mucro  von  vorn.  73.  Schuppen,  Bothriotriche. 


260 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Zeielinungselemente  starker  ausdehnen,  und  in  der  Regel  dunkler  sind  als  bei 
jenen.  —  Nach  der  Fundortsnotiz  sind  die  Tiere  im  Leben  gelbgriin.  —  An 
den  blassen  Tieren  kommt  die  dichte  Beschuppung  namentlich  gut  zur  Geltung. 
Sie  besteht  aus  braunen,  langlichcn,  fein  behaarten,  spitzen  Schuppen,  die 
langsam  aus  den  Korperhaaren  differenziert  werden.  Bothriotriehe  finden 
sich  von  Abd.  II — V. 


Die  Masszahlen  stimmen  rnit  denjenigen  Schotts  und  Borners  iiberein. 
Fur  Antenne  und  Antennenglieder  liisst  sich  kein  bestimmtes  Verhaltnis  an- 
geben,  da  haufige  Defekte  derselben,  oft  schon  beiin  gleichen  Individuum 

links  und  rechts  zu  starke 
Differenzen  hervorrufen. 
Beim  grossten  Exemplare 
erreichen  sie  214  mal  die 
Rumpflange.  Das  Verlialtnis 
von  Abd.  Ill :  IV  habe  ieh 
graphisch  in  der  nebenste- 
henden  Tabelle  zusanimen- 
gestellt.  Es  ist  bei  weitem 
const  an  ter,  schwankt  aber 
immerhin  noeh  zwischen 
1  :  9  bis  1  :  11  (nach  Schott 
soil  es  nur  1  :  4,5,  nach 
Borner  13  :  122  sein). 

Der  Mucro  ist  vom  norma- 
len  Microphysatypus,  gross 
und  stark  entwickelt.  Auf 
der  Ventralkante  triigt  er 
3  grosse  und  einen  kleincn, 
basalen  Zahn.  Der  Aussen- 
zahn  ist  lamellenartig  ent¬ 
wickelt,  derjenige  auf  der 
Innenseite  steht  in  der  Mitte 
der  Mucronenseite  und  ist 
mehr  dornartig.  Der  Mucro 
wird  von  einer  langen  und 
dicken  Borste  uberragt. 
Klauen  mit  grossen  Pseu- 
donychien  und  2  Innen- 
zahnen  in  %  und  %  basal- 
apical  Distanz. 


Fig.  74. 


Genus  Aphysa  n.  g. 

Grosse  Formen  von  iiber  3  mm  Korperlange.  Antennen  sehr  lang  und 


E.  ILandsciun  :  Collembolen  der  Sundmnseln. 


261 


stark.  Mesonotum  nicht  vorragend.  Mucro  Gzahnig,  klotzartig  ausgebildet. 
Dentes  ohne  Blasenschuppe  (*). 

19.  Aphysa  longicomis  (Oud.)  Schtt.  (1891)  1903. 

Syny.:  Entomobrya  longicomis  Oidkmans  1891,  Imms  1912. 

Paronclla  longicomis  Schott  1903. 
f  Campylothorax  ceylonicus  Ritter  1910. 

Fundorte:  Tjibodas.  Lichtfang  im  Urwald.  14.  VIII.  21.  2  Exeniplare  +  1  juv. 

Unter  den  dtirren  BliLttern  am  Fusse  eines  grossen 
Baumes  im  Urwald,  gesiebt.  19.  VIII.  21.  2  Exempl.  -f-  3  juv. 

Grosse  der  Tierc  2t/2 — 3  mm.  Ihre  Farbe  ist  braunlichrot  mit  violettem 
Pigment.  Dieses  besonders  stark  in  den  Ommenflecken  und  dem  Connectiv 
zum  Frontalocellus  ausgepragt.  An  den  Antennen  ist  ein  basaler  Ring  und 
die  Unterseite  von  Ant.  I  und  II  dunkel.  Nach  j ungen  Tieren  zu  schliessen, 
diirften  Ant.  Ill  und  IV  in  ihrer  ganzen  Ausdehnung  dunkel  gefarbt  sein. 
Th.  II — Abd.  I  lateral  blau  gesaumt.  Abd.  Ill  median-dorsal  mit  dunklem 
Fleck,  ebenso  Abd.  IV  in  der  Mitte  des  Segmentes.  Hinterrand  von  Abd.  IV 
und  V  blau  gesaumt.  Diffuse  Pigmentflecken  finden  sich  lateral  auf  Abd.  Ill 
und  IV,  sie  sind  oft  bindcnartig  ausgebildet.  Coxen  und  Subcoxen  allcr 
Bcine  mit  distalcm  Farbringe.  Die  Tibiotarsen  sind  ganz  blau. 


Fig.  75 — 78.  Aphysa  longicomis  Schtt.  75.  Junges  Tier,  Habitus. 
76.  Habitus.  77.  Klaue.  78.  Mucro. 


(1)  Die  wesentlichen  Differenzen  der  hier  einzeln  aufgefuhrten  Genera  finden 
sich  bereits  in  der  Einleitung  weiter  oben  aufgezahlt.  Es  wird  deshalb  an  dieser 
Stelle  von  einer  durchgehenden  Differenzierung  umstand  genommen  und  nur  die 
wichtigsten  Merkmale  nochmals  besonders  hervorgehoben. 


262 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Junge  Tiere  sind  namentlich  an  den  Extremitaten  ausserordentlich  dicht 
und  stark  behaart.  Die  Beschuppung  tritt  bei  ihnen  noch  vollig  in  den  Ilin- 
tergrund.  Ant.  Ill  und  IV  sind  bei  ihnen  geringelt  und  der  Kopf  im  Verhaltnis 
zuin  Korper  ausserordentlich  gross  und  plump. 

Schotts  Figuren  und  Diagnose  (1903)  geben  ini  iibrigen  die  Form 
treffend  wieder,  einzig  die  Mucronen  zeigen  verschiedencn  Bau.  Sic  sind 
hier  langgestreckt  und  viel  schlanker  als  die  ihrer  Gattungsgenossen.  Typisch 
ist  die  Anlage  eines  kleinen  Aussenzahnes,  sodass  das  Gebilde  7zahnig  wird. 
Dadurch  nahert  sicli  longicornis  Oud.  den  indischcn  Arten  borneri  Imms, 
gracilis  Imms  und  phanolepis  Imms. 

20.  Aphysa  villosa  n.  sp. 

Fundorte:  Tjibodas.  Lichtfang  im  Urwald.  14.  VIII.  21.  3  Exemplare. 

Unter  abgefallenem  Laube  am  Boden  im  Urwald. 

15.  VIII.  21.  2  Exemplare. 

Unter  diirren  Blattern  am  Fusse  eines  grosscn  Baumes 
im  Urwald  gesiebt.  19.  VIII.  21.  3  Exemplare. 

Diagnose:  Lange  der  Tiere  4 — 5,7  mm  (ohne  Antennen  und  Furka). 
Grundfarbe  braunlich.  Die  Tiere  erscheinen  aber  infolge  der  dichten  Behaa- 
rung  und  Beschuppung  braun.  —  Stirnfleck,  Ommcnflecken,  die  Spitze  der 
Antennen  und  die  Ecke  von  Abd.  VI  dunkelblau.  Ebenso  die  distalen  Tar- 
senteile.  Ganz  schwach  blaulich  tingiert  sind  Furcalrinne  auf  der  Unterseite 
des  Korpers,  die  tergalen  Tcile  des  Thorax  und  die  Coxen  1. 


Fig.  79 — 83.  Aphysa  villosa  n.  sp.  79.  Klaue.  80.  Mucro.  81.  Retinaculum. 
82.  Umwandlung  der  Haare  in  Schuppen.  83  Spatelfbrmige  Borste  vom  Thorax, 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln . 


263 


Ilaare  auffallcnd  lang  und  in  Biischeln  stehend.  Vorne  sind  die  grossen 
Borsten  weit  ausladend  gegabelt,  ein  Gabelast  iiberragt  dabei  den  andern. 
An  den  Extremitaten  nehmen  die  Ilaare  an  Lange  proximaldistal  zu,  nnr 
an  den  Antennen  trifft  das  Gegenteilige  ein.  Ant.  I  und  II  sind  am  langsten 
behaart.  Grosse  Spatelborsten  finden  sich  zwischen  den  Antennen  und  auf 
dein  Korper  von  Th.  II — Abd.  VI.  Die  von  der  Mittellinic  nach  den  Seiten 
hin  divergierenden  Haarbiisehel  lassen  eine  mediane  frei.  Borsten  so  lang 
als  die  halbe  Segmentbreite.  Die  Beschuppung  erstreckt  sich  auf  den  ganzen 
Rumpf  und  den  Kopf.  Antenne  und  Furca  werden  jedoeh  davon  ausgenom- 
men.  Alle  Uebergange  von  den  normalen  Korperhaaren  zu  den  langlichovalen, 
behaarten  Schuppen  vorhandcn. 

Klaue  mit  2  grossen  Innenzahnen  und  langen  Pseudonychien.  Empodial- 
anhang  lanzettlioh  mit  3  zahnartigen  Aussenlamellen.  Tibiotarsale,  Si>lir- 
borstc  besonders  stark  verbreitert,  etwa  %  der  Klauenlange  erreichend.  Mucro 
normal  6zahnig.  Vor  dem  Retinaculum,  das  von  einem  besondem  Schild 
geschiitzt  wird,  befindet  sich  eine  starke,  lange  Borste.  (Vergl.  Zeichnungen 
bei  Imms.  11.) 

Bei  einem  Exemplare,  das  sich  vor  der  Ilautung  befindet,  liegt  das  von 
der  Hvpodermis  zusammcngehaltcne  Haarkleid  dicht  dem  Korper  an.  Auch 
Ant.  I  und  II  zeigen  hier  sehr  lange  Borstenanlagen,  sodass  die  Vermutung 
erst  nahe  lag,  es  mit  einer  Dicrcnwcentroides- Art  zu  tun  zu  haben.  Die 
Morphologic  der  Form  weist  aber  entschieden  auf  Ajjhysa  hin. 

21.  Dicranocentroides  longiceps  n.  sp. 

Fundort:  Wai  Lima.  Sumatra,  ca.  400  m.  Zeltlager  im  Urwald,  auf  frischen 

Blattern,  sitzt  auf  der  Blattoberseite.  23.  XI.  21. 
Farbe  im  Leben  metallisch  gliinzend,  rotviolett  und 
gelbgriin.  1  Exemplar. 

Diagnose:  Lange  5  mm.  Die  Farbe  des  conservierten  Tieres  ist  hell- 
braunlich,  stark  braun  beschuppt.  Beschuppung  namentlich  an  den  Tergit- 
grenzen  auffallend  stark,  sodass  z.B.  an  Th.  IT  und  Abd.  I — III  kragenartige 
Schuppenrander  entstehen.  Der  Kopf  ist  grossenteils  dunkelblau  (Aus- 
nahme  Schlafen  und  Occiput).  Ommenflecke  schwarzblau.  Proximale  Bein- 
teile  bis  zum  Tibiotarsus  sowie  der  Ventral  tubus  dunkelblau.  Dunkle  Flecken 
am  Vorderrand  und  den  Seiten  des  Th.  II  und  das  Ende  des  Abd.  dunkel. 
Ant.  I  und  II  mit  dunkelblauem  basalen  Ring.  Tibia  und  Furca  hell.  —  Die 
Schuppen  sind  parallelseitig,  basal  und  apical  abgerundet,  dicht  pubescent, 
bis  zu  5  ti  lang.  Sic  finden  sich  auch  an  Ant.  I  und  II  sowie  auf  den 
Beinen  und  der  Furca  ventral. 

Die  Behaarung  ist  nicht  durchwegs  erhalten.  Sie  ist  besonders  lang  an 
der  Furca,  den  Beinen  und  den  Antennen.  Auf  den  letztern  bildet  sie  lang 
abstehende  Buschel  am  I.  und  IT.  Gliede.  An  Th.  II  und  Abd.  V  schcinen 
Collerettes  vorhanden  zu  sein  (aus  den  Resten  zu  schliossen).  Die  Ilaare  sind 
nicht  gespatelt,  wohl  aber  fein  plumbs. 


264 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


Fig.  84 — 86.  Dicranocentroides  longiceps.  n.  sp.  84.  Klaue.  85.  Mucro. 

86.  Schuppen. 


Gegeniiber  Imms  Exemplaren  ist  der  Kopf  von  longiceps ,  wic  der  Name 
iibrigens  schon  sagen  soil,  ausserordentlieh  lang.  Er  ist  hier  mindestens  zwei 
mal  so  lang  als  der  Mesothorax.  Die  Klauen  zeigen  einen  grossen  basalen 
und  einen  kleinen  distalen  Innenzahn.  Pseudonychien  von  Klauenlange. 
Der  Empodialanhang  ist  lang  und  schmal,  lanzettlieh  mit  kleinein  ausseren 
Basalzahn  (vergl.  Heteromurusl).  Die  tibiotarsale  Spatelborste  zeigt  ahnliche 
Ausbildung  wie  Apliysa.  Die  Mucronen  sind  breit  und  plump.  Die  Ventral- 
rippe  triigt  2  Ziihne,  eine  breite  Lamclle  und  einen  spitzen  Basaldorn.  Aussen- 
und  Innenzahn  stark  lamellbs.  Dentes  mit  sehr  dichter  und  langer  Beborstung. 

Als  Masszahlen  gel^e  ich  endlich  an:  Ant.  1:11:11 1 :IV  =  65:70:42:77. 
Kopf  =  65.  —  Th.  II  :III  :Abd.  I  :II  :III  :IV :V  :VI  =  26 :15 :12  :12 :10 :100 :13 :12. 
Ma.:De:Mu  ==.-  82:90:4.  —  Hintertibien  langer  als  die  der  Vorderbeine.  85:65. 
Tibiotarsen  zweiteilig  aufgespalten. 

22.  Ptenothrix  fiscellata  n.  sp. 

Fundort:  Wai  Lima.  Sumatra.  Lichtfang  beim  Zelt  im  Urwald.  12.  XI.  21. 

1  Exempl. 

Grosse:  2  mm.  Farbe  hellgelb.  Schnauze,  die  Antennen  mit  Ausnahme 
der  Basis,  ein  Band  iiber  die  Ommenflecke  violett.  Dunkelblau  sind  die  Tibio¬ 
tarsen  und  die  Aussenseiten  der  Femora.  Die  ganze  Thoraealregion  ist  diffus 
violett  gefarbt.  Ant.  I:II:III:IV  =  8:48:58:10.  Ant.  Ill  distal  geringelt 
und  mit  4  Hockern  versehen.  Zwischen  den  Augen  jederseits  4,  vor  denselben 


E.  Handsciiin  :  Collevibolen  der  Sundainseln. 


265 


Fig.  87 — 90.  Ptenothrix  fisccllata  n.  sp.  87.  Habitus.  88.  Ommenfeld  mit 
Frontalborsten.  89.  Klaue.  90.  Mucro. 

auf  der  Stirn  2  grosse  Kegelborsten.  Ueber  den  Riicken  laufen  4  Langsreihen 
derselben.  Sie  sind  auf  der  vordern  Abdomenhalfte  und  den  Seiten  des 
Furcaltergites  besonders  stark  und  lang  ausgebildet.  Dorsal  finden  sich  2 
hockerartige  Gehilde  mit  Sinnesborsten.  Anal-  und  Genitalsegment  breit  mit 
don  iibrigen  Abdominalsegmenten  verwachsen,  doeh  abgesetzt  und  mit  einem 
Kranze  langer  Stacheln  bewehrt.  Eine  Genitalborste  konnte  nicht  wahrge- 
nommen  werden.  Klaue  lang,  schlank,  mit  Ausscnzalm  und  Pseudonychien. 
Sie  tragen  2  Innenzahne.  Empodialanhang  etvva  l/2  mal  solang  als  die  Klaue, 
mit  dornartigem,  zur  Achse  des  Anhangs  fast  senkrecht  abstehendem  Innen- 
zahn.  Eine  lange  geknopfte  Endborste  iiberragt  sogar  die  Klaue  urn  einiges. 
Tibiotarsus  ohne  eigentliehe  Sinnesborste.  Ma.  :l)e  :Mu  =  35:40:14.  —  Dentes 
mit  6  langen  abstehenden  Haaren  und  2  Reihen  einseitig  gefiederter  Dental- 
dornen.  —  Mucro  mit  fein  gesagten  Randern  und  einem  basalen  Schuppen- 
anhang. 

Im  Ganzen  umfasst  die  Sammlung  des  Museums  in  Buitenzorg  also  22 
Arten  (in  120  Exemplaren),  von  denen  10  fiir  die  Wissenschaft  neue  Species 
und  zum  Teil  neue  Genera  darstellen.  Es  sind: 


266 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


Ptenothrix  fiscellata. 

Lepidocyrtinus  taenia tus 
Acanthurella  ametliystina 
Cremastocephalus  cingulatus 
Cremastocephalus  obscu run 
Pseudoparonella  incerta 
Microphysa  vcstita 
Aphysa  villosa 

Dicranocentroidcs  longiccps  und 
Ptenothrix  fiscellata. 

Alle  andern  Formen  sind  in  den  Tropen,  z.T.  auf  Java  sclbst  schon  meh- 
rere  Male  aufgefunden  worden.  —  ITm  einen  Ueberblick  iiber  das  Gebiet  zu 
gewinnen,  stelle  ich  im  folgenden  als  kleinen  Katalog  die  bis  jetzt  aus  dem 
Malayischen  Archipel  gemeldeten  Arten  zusammen.  Es  mag  derselbe  fur  eine 
spatere  geographisehe  Bearbeitung  von  Nutzen  sein. 

Fiir  Java  sind  bis  jetzt  folgende  Formen  gemeldet  worden: 

Ceratimeria  maxima  Schott.  Die  Art  findet  sich  auch  auf  Neu  Guinea  und  in 

Australien  (Queensland). 


*  Protanura  kraepelini  C.  B. 

*  Achorutes  (Onatholonche)  lipaspis  C.  B. 

*  Achorutes  hirtellus  C.  B. 

*  Achorutes  zchntneri  E.  H. 

Achorutes  fortis  Oud.  Sumatra,  Neu  Guinea. 

*  Pseudachorutes  javanus  E.  H.  • 

*  Folsomia  octoculata  n.  sp. 

*  Isotomurus  palustris-tricuspis  C.  B. 

*  Entomobrya  straminea  C.  B. 

*  Entomobrya  arborea  Tullb.  1st  auch  liber  die  gauze  Palaearktische  Region  verbreitet. 
Entomobrya  (Homidia)  cingula  C.  B.  (=  kali  Imms).  Findet  sich  auch  in  den 

Himalayalandern. 

Lcpidocyrtus  medius  SchsLff.  bis  jetzt  auch  aus  Neu  Guinea. 

Lepidocyrtus  cinctus  Sch&ff.  bis  jetzt  auch  aus  Neu  Guinea. 

*  Lepidocyrtus  marginatus  E.  H. 

*  Acanthurella  javana  C.  B. 

*  Acanthurella  amethystina  n.  sp. 

*  Sira  jacobsoni  C.  B. 

*  Mesira  javana  C.  B. 

Mesira  calolepis  C.  B. 

*  Lepidosinella  armata  E.  H. 

*  Hetcromurus  (Alloscopus)  tetracantha  C.  B. 

*  Hcteromurus  (Alloscopus)  tenuicornis  C.  B. 

Cremastocephalus  celebensis  Schaff.  Eine  Form  von  weiter  Verbreitung.  Sie  wurde 

auch  auf  Sumatra,  Celebes,  Neu  Guinea  und  in  Japan 
gefunden. 

Pscudoparonclla  setigera  C.  B. 

*  Paronclla  anniilicomis  Oud. 

Microphysa  linedta  Oud.  —  Auch  aus  Sumatra  und  Hinterindien. 

*  Microphysa  vestita  n.  sp. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


267 


*  Aphysa  villosa  n.  sp. 

*  Aphysa  dubia  C.  B. 

»  Aphysa  (Callyntrura)  anopla  C.  B. 

Aphysa  longicornis  Oud.  (Sumatra). 

*  Cyphodcrus  javanus  C.  B. 

*  Corynephoria  jacobsoni  Abs. 

*  Katianna  coeruleocephala  E.  H. 

*  Ptcnothrix  gracilicornis-gibbosa  C.  B. 

Die  Formen  aus  Sumatra  sind  weniger  zahlreich.  Sic  sollen,  was  Tiere 
anbetrifft,  die  bis  jetzt  aussschliesslicli  dort  gefunden  worden  sind,  wie  bei 
den  Java-,,Endemismen”,  mit  einem  *  bezeichnet  werden. 

Hypogastrura  armata  Nic.  Cosmopolit. 

?*  Hypogastrura  crassa  Oud.  unsichere  Form. 

Achorutes  zehntneri  E.  H. 

Achorutes  fortis  Oud.  auch  auf  Java  und  Neu  Guinea. 

.?  Onychiurus  fimetarius  Burm.  unsichere  Form. 

*  Isotoma  crassicoi'iiis  Schtt. 

*  Tomocerus  montanns  Oud. 

*  Lepidocyrtinus  tacniatus  n.  sp. 

Mesira  calolepis  C.  B. 

Cremastocephalus  celebensis  Schaff. 

Cremastocephalus  obscurus  n.  sp. 

*  Cremastocephalus  cingulatus  n.  sp. 

*  Pseudoparonella  incerta  n.  sp. 

*  Pseudoparonella  setigera  C.  B. 

*  Aphysa  sumatrana  Oud. 

Aphysa  longicornis  Oud. 

Microphysa  lineata  Par. 

*  Dicranocentroidcs  longiccps  n.  sp. 

*  Ptcnothrix  fiscellata  n.  sp. 

Aus  dem  iibrigen  Archipel  ist  so  gut  wie  nichts  bekannt.  Die  vereinzelten 
Funde  verteilen  sieli  auf  Lombok,  Billiton,  Tausendinseln,  Flores  und  Celebes. 
Es  liandelt  sich  um  die  Arten: 

Pseudanunda  billitonensis  Schtt.  Billiton. 

Oudemansia  coerulea  Schtt.  Tausendinseln. 

Isotoma  lombokensis  Schtt.  Lombok. 

Lepidocyrtns  pictus  Schaff.  Lombok,  Neu  Guinea. 

Cremastocephalus  celebensis  Schaff.  Celebes,  aber  weit  durch  die  asiatisch-australische 

Inselwelt  zerstreut. 

Aphysa  florensis  Oud.  Flores. 

Aus  einem  Vergleich  der  beiden  ersten  Tabellen  geht  mit  aller  Deutlich- 
keit  hervor,  dass  die  verschiedenen  Inseln  jeweilen  cine 
eigen  e,  von  den  Naehb  a  r  inseln  weit  verschiedene 
Tierwelt,  resi).  Population  an  Collembolen  besitzen. 
Wohl  sind  einige  Formen  beiden  eigen  und  treffen  sich  sowohl  auf  Sumatra 


268 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


als  auf  Java.  Sie  stehen  aber  bedeutend  in  Minderzahl  den  endemischen 
Arten  gegeniiber.  EigentumKch  gestaltet  sich  das  Verhaltnis  der  Pormen  mit 
weiterer  Verbreitung.  Sie  geben  uns  einige  Fingerzeige  iiber  den  Weg  der 
Besiedelung  des  malayischen  Archipels.  Unter  diesen  Tieren  finden  wir  vorab 
einige  Allerweltsbiirger,  denen  klimatisehe  nnd  physikalische  Bedingungen 
keinerlei  Ilindernisse  entgegenstellen,  die  ihren  Verbreitungskreis  iiber  den 
ganz eii  Erdball  ausgedehnt  haben.  Sie  geben  uns  in  geographiseher  Hinsicht 
natiirlich  keinerlei  Anhaltspunkte  zur  Bewertung  einer  Fauna.  Unter  den 
verbleibenden  Arten,  die  sich  iiber  Asien  und  Australien  ausgebreitet  haben, 
wir  finden  im  Verzeichnis  7  derselben  vertreten,  weisen  5  nach  Westen  und 
nur  2  nach  Norden.  Flores,  Celebes,  Neu  Guinea,  Australien  scheint  eine, 
Celebes-Japan  (wahrscheinlich  iiber  die  Philippinen  und  Formosa)  die  andere 
Besiedelungsrichtung  anzudeuten . 

Specielle  Untersuchungen  dieser  flugunfahigen  Insektengruppe  auf  den 
verschiedenen  Inseln  Ostasiens  diirfte  fiir  die  Zoogcographie  dieser  Gebiete 
iiiisserst  wertvolles  Material  zu  Tage  fordern.  Leider  sind  wir  heute  auf  ein 
relativ  kleines  Material  angewiesen,  das  in  jeder  Ilinsicht  nooh  zu  ungeniigend 
ist,  um  fiir  die  Faunengeschichte  irgend  welche  bindende  Schliisse  zuzulassen. 

In  okologischer  Hinsicht  gruppieren  sich  die  von  Karny  aufgefundenen 
Collembolen  in  echte  pflanzenbewohnende  und  Mulm  und  Moder  bewohnendc 
Formen.  Eine  durchgehende,  vollstandige  Analyse  lasst  sich  an  dcm  Materikle 
nicht  geben,  da  die  einzelnen  Oertlichkeiten  auf  Collembolen  zu  wenig  sys- 
tematiscli  untersucht  wurden.  Immerhin  teilen  sich  die  letztcrn  in  Bewohner 
der  Baumfarne,  der  Rinde  und  des  vernuKlernden  Laubes  auf,  Biotopen,  die 
in  ihren  Lcbensbed  ingun  gen  alle  in  einander  iibergchen. 

Unter  Rinde  f and  sich  bios : 

Achorutes  zehntneri. 

Unter  d  ii  r  r  e  m  L  a  u  b  am  Boden  oder  noch  an  den  Pflanzen : 

Folsomia  octoculata. 

Entonwbrya  straminea ,  (Homidia)  cingula. 

Sira  jacobsoni. 

Mesira  calolepis. 

Acanthurella  javana ,  amethystina. 

Hcteromurus  (Alloscopus)  tenuicornis. 

Microphysa  lineata. 

Aphyfta  villosa,  longiconiis. 

Crem  a s toccpha lu-s  celeb  e ns  is. 

I  in  Baumfarnen  (Asplcnium  nidus) : 

Acanthurella  javana. 

Die  als  p  h  y  t  o  p  h  i  1  bezeichneten  Arten  fanden  sich  nach  Fundorts- 
notiz  auf  den  g  r  ii  n  e  n  B  1  a  1 1  e  r  n  der  Pflanzen  selbst.  Sie  wurden 
mit  dem  Kotscher  erbcutet. 


E.  Handschin:  Collembolen  der  Sundainseln. 


269 


Mesira  calolepis . 

Acanlhurella  javana,  amethystina. 
Cremastocephalus  celeb  en sis. 
Paronella  annulicornis. 
Microphysa  vestita ,  lineata. 
Dicranoccntroides  longiceps. 


Endlich  mochte  ich  noeh  diejenigen  Formen  besonders  erwahnen,  die  init 
dem  Lichte  des  Nachts  an  der  Zeltwand  erbeutet  wurden.  Wenn 
sie  auch  keinen  speciellen  okologisehen  Zusammenhang  bcsitzen,  so  ist  dock 
die  Tatsache  an  und  fur  sich  interessant,  dass  ein  Teil  der  Collembolen  ein 
nachtliches  Leben  fiihren  und  sieh  von  Lichtquellen  anlocken  lassen.  Es  sind: 


Microphysa  lineata * 

Aphysa  longicornis,  villosa. 
Ptenothrix  fiscellata. 


L1TERATURVERZEICHNIS. 


0.  Absolon  K.  Zwei  neue  Collembolen-Gattungen.  Wien.  Ent.  Ztg.  1907.  vol.  XXVI. 

1.  Bonier  C.  Collembolen  aus  Ostafrica,  Madagascar  und  Siidamerika;  in:  Voeltzkow, 

Reise  in  Ostafrica.  1903 — 1905.  —  Vol.  2  —  1906. 

2.  id.  Collembolen  aus  Slidafrica,  nebst  einer  Studie  liber  die  1.  Maxille  der 

Collembolen.  Denkschr.  med.  natw.  Ges.  Jena.  vol.  XIII  1908.  p.  53. 

3.  id.  Das  System  der  Collembolen  nebst  Beschreibungen  neuer  Collembolen 

des  Hamburger  Naturhistorischen  Museums.  Mitt.  Nat.  Hist.  Mus. 
Hamburg,  vol.  XXIII.  1906.  p.  147. 

4.  id.  Die  Familien  der  Collembolen.  Zool.  Anz.  vol.  XLI.  1913.  p.  315. 

5.  id.  Japans  Collembolenfauna.  —  Sitzgsber.  Ges.  natf.  Freunde.  Berlin. 

1909.  p.  99. 

6.  id.  Neue  altweltliche  Collembolen  nebst  Bemerkungen  zur  Systematik  der 

Isotominen  und  Entomobryinen.  Sitzgsber.  Ges.  natf.  Freunde 
Berlin.  1903.  p.  129. 

7.  id.  Zur  Collembolenfauna  Javas.  Das  Trochanteralorgan  der  Entomo- 

bryiden.  —  Tijdschr.  v.  Entomol.  vol.  LVI.  1913.  p.  44. 

8.  Folsom  J.  W.  Japanese  Collembola.  Built.  Essex  Inst.  —  vol.  29.  1897.  p.  57. 

9.  id.  Japanese  Collembola.  Proc.  Americ.  Acad.  Arts  &  Sc.  vol.  34. 1899.  p.  261. 

10.  Handschin  E.  Collembolen  aus  Java.  Rev.  Suisse  zool.  vol.  28.  1920.  p.  135. 

11.  Imms  A.  D.  On  some  Collembola  from  India,  Burma  and  Ceylon,  with  a  catalogue 

of  the  Oriental  species  of  the  order.  Proc.  zool.  soc.  London  1912. 
vol.  p.  80. 

12.  Lubbock  J.  On  some  Australasian  Collembola.  Journ.  Linn.  Soc.  London  1899, 

vol.  XXVII. 

13.  Maddox  R.  L.  On  the  apparent  stucture  of  the  scales  of  Seira  buskii  in  relation 

to  the  scales  of  Lepidocyrtus  curvicollis.  Trans.  Americ.  Microscop. 
Soc.  1897.  vol.  XVIII.  p.  194. 

14.  Nelson  E.  M.  On  the  Podura  scale.  Journ.  R.  microscop.  Soc.  1907.  p.  392. 

15.  Olfers  E.  W.  M.  Die  Urinsekten  (Thysanura  und  Collembola  im  Bernstein).  Schrft. 

Phys.  okonom.  Ges.  Konigsberg.  1907.  vol.  48.  p.  1. 


270 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


16.  Oudemans  J.  T.  Apterygoten  des  indischen  Archipels.  Zool.  Erg.  einer  Reise  in 

Niederl.  Indien  (Weber)  1890—91.  vol.  1.  p.  73. 

17.  Parana  C.  Di  alcune  Tisanuri  e  Collembole  della  Birmania.  Atti  Soc.  Ital.  di  sc. 

nat.  1893.  vol.  34.  p.  123. 

18.  Ritter  W.  Neue  Thysanuren  und  Collembolen  aus  Ceylon  und  Bombay.  Gesammelt 

von  Dr.  Uzel.  Ann.  Wiener  nat.  hist.  Hofmus.  1910/11.  vol.  24. 

19.  Schaffer  C.  Apterygoten.  Hamburger  Magelhaensische  Sammelreise.  1897. 


20.  id. 

Die  Collembolen  des  Bismark-Archipels.  Arch.  f.  Nat.  Ges.  1898.  vol.  1. 
p.  393. 

21.  Schott  H.  Apterygota  von  Neu  Guinea  und  den  Sundainseln.  Termeszetrajzi 


22.  id. 

Fuzetek.  1901.  vol.  XXIV. 

Beitrage  zur  Kenntnis  der  Insektenfauna  von  Kamerun.  Bill,  till  k. 
Svensk.  Vet.  Akad.  Handlingar.  1893.  vol.  19.  p. 

23.  id. 

Beitrage  zur  Kenntnis  kalifornisclier  Collembolen.  Bill,  till  k.  Svensk. 
Vet.  Akad.  Handl.  1891.  vol.  17.  p.  1. 

24.  id. 

Collembola;  in:  Results  of  Dr.  Mjobergs  Swedish  Sc.  Exped.  to 
Australia.  1910—1913.  Ark.  f.  Zool.  1917.  vol.  11.  p.  1. 

25.  id. 

26.  id. 

Ueber  zwei  Gattungen  der  Apterygoten  Insekten.  Linkoping  1903. 

Zwei  neue  Collembolen  aus  dem  Indischen  Archipel.  Ent.  Tidskr. 
1893.  p.  171. 

27.  id. 

Collembola  aus  den  Juan  Fernandez  Inseln  und  der  Osterinsel;  in: 
The  Natural  Hist,  of  Juan  Fernandez  and  Easter  Island.  By  Dr. 
C.  Skottberg.  1921  (?)  vol.  III.  p.  33. 

28.  Wahlgren  E.  Apterygogenea.  1.  Collembola.  Wiss.  Erg.  schwed.  zool.  Exped. 


29.  id. 

Kilimandjaro-Meru.  1908. 

Apterygoten  aus  Aegypten  und  dem  Sudan,  nebst  Anmerkungen  zur 
Verbreitung  und  Systematik  der  Collembolen.  Res.  of  the  Swed. 
zool.  Exped.  to  Egypt  and  the  White  Nile  1901  1906.  p.  1. 

Abgeschlossen  inn  August  1923. 


SOME  LOPHOPIDAE  (FULGOROIDEA)  OF  THE  INDO  MALAYAN 
AND  PAPUAN  REGIONS. 

By 

Charles  Fuller  Baker 
(Los  Bafios,  Philippines). 


This  very  conspicuous  and  important,  but  little  known  family  of  the 
Fulgoroidea  is  very  largely  confined  to  S.  E.  Asia,  Malaya,  Papua,  and 
Queensland,  so  far  as  known.  It  was  not  until  1915  that  Melichar  brought 
together  in  one  comprehensive  work  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  337 — 385) 
all  the  scattered  records  of  the  family  as  he  then  conceived  it. 

In  1863,  Strl  (Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1,  583)  described  the  genus  Acarna 
which  he  considered  as  related  to  Dictyophara.  In  1906,  Distant  (Ann.  Mag. 
Nat.  Hist.  18,  350)  separated  from  Acarna  the  short-headed  forms  under  the 
name  Kasserota,  and  in  1913,  Melichar  (Acta  Soc.  Ent.  Bohem.  158)  added 
the  very  distinct  genus  Oenopia .  In  the  latter  paper  Melichar  also  presents 
an  arrangement  of  the  species  of  Kasserota,  and  describes  many  new  ones, 
basing  them  almost  entirely  on  color  characters,  and  presenting  neither  ana¬ 
tomical  data  or  drawings.  These  genera  I  believe  to  be  Lophopidae,  although 
Melichar  does  not  mention  them  in  his  monographs  either  of  the  Lophopidae 
or  Dictyopharidae.  The  Lophopidae  arc  rather  closely  related  to  the  Eury- 
brachidae,  the  structure  of  the  face  being  similar  and  both  families  possess 
the  same  type  of  membranous  wax  plates  in  connection  with  the  male  genitalia. 
A  thickened  or  inflated,  or  shortened  and  flattened  basal  joint  of  metatarsus 
is  not  at  all  diagnostic  for  the  family,  since  every  gradation  may  be  found 
between  the  short  very  robust  basal  joint  in  Pitarribara  to  the  long  terete 
basal  joint  of  Virgilia.  Acarninae  may  exhibit  more  enlargement  of  this  joint 
than  Virgilia.  Likewise  the  comparative  lamination  of  the  fore  femora  and 
tibiae  cannot  possibly  be  used  as  a  primary  character  on  which  to  separate 
the  genera,  since  all  conditions  may  be  found  from  the  very  broad  lamination 
in  Elasmoscelis  through  Pitarribara  and  Serida  to  Virgilia  and  Acarna,  the 
two  last  having  these  members  flattened  but  not  at  all  laminately  expanded. 

Melichar ’s  separation  of  the  tribe  Lophopini  is  based  on  one  interpret¬ 
ation  of  a  good  anatomical  character,  though  a  comparative  one,  since  in 


271 


272 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


genera  of  other  groups  the  front  is  somewhat  visible  from  above.  But  his 
separation  of  the  Elasmoscelini,  Menoscaini,  and  Elicaini  on  the  relative  lam¬ 
ination  of  the  lateral  keels  of  vertex  is  an  entirely  impracticable  one,  since 
there  is  every  gradation  in  this  character.  The  impracticability  of  it  is 
apparent  when  he  places  Jivatma  in  the  Elasmoscelini  and  Menosca,  with 
which  Jivatma  is  synonymous,  in  the  Menoscaini.  Lapitliasa,  which  Melichar 
places  in  the  Lophopini,  is  closely  allied  to  Menosca ,  as  later  shown  in  this 
paper. 

The  study  of  Indian  genera  must  begin  with  Corethrura  of  Hope  (1849) 
since  most  of  the  genera  are  of  this  general  type.  But  no  author  has  yet  shown 
how  Serida  may  be  separated  from  it  or  has  presented  detailed  data  or 
drawings  of  its  anatomical  features.  Distant  puts  them  in  different  groups 
on  the  lamination  of  the  fore  legs  when  there  is  actually  very  little  difference 
in  this  respect.  Melichar  places  them  close  together,  very  properly,  but 
separates  them  on  the  number  of  lateral  teeth  on  hind  tibiae  (Serida  2, 
Corethrura  3),  but  in  a  large  series  of  Serida  T  find  3  teeth  as  often  as  2, 
and  in  some  cases  2  on  one  side  and  3  on  the  other.  He  also  mentions  the 
abdominal  wax  secretions  as  distinctive  for  Corethrura,  probably  following 
the  ancient  IIoPEian  illustration  of  the  species.  But  these  wax  secretions  are 
produced  at  times  in  all  lophopids  known  to  me. 

The  study  of  Malayan  Lophopidae  must  begin  with  St&l’s  Menosca  and 
Virgilia,  both  common  in  the  Philippines,  and  both  unknown  to  Melichar, 
and  also  to  Distant,  who  rcdescribed  Menosca  as  Jivatma.  Banks  also  des¬ 
cribed  a  Philippine  Menosca  as  Jivatma.  Melichar  has  apparently  taken 
characters  from  Stri/s  diagrammatic  drawings  which  are  often  incorrect  in 
detail.  In  Melichar  \s  synopsis,  Virgilia  is  associated  with  Menosca  and  Apia, 
whereas  its  nearest  relationships  are  with  Makota.  Apia  is  separated  on  a 
purely  artificial  character  —  „keels  and  marginal  keels  of  front  black,  between 
the  keels  black  longitudinal  lines, ”  whereas  it  is  very  distinct  from  Menosca 
in  having  a  double  median  mesonotal  carina  (earinae)  as  in  Virgilia  and  some 
Kasserota.  Had  Melichar  known  Virgilia,  I  believe  there  would  have  been 
no  doubt  in  his  mind  as  to  the  place  of  Acarna  and  Kasserota  in  the  family 
Lophopidae. 

I  am  especially  indebted  to  Dr.  H.  Karny  for  the  privilege  of  examining 
a  series  of  Javan,  Moluccan  and  Papuan  forms  from  the  Buitenzorg  Museum, 
to  Dr.  Illingworth  for  a  fine  Kasserota  from  Queensland,  and  to  the  Director 
of  the  Zoological  Survey  of  India  for  several  Indian  lophopids. 

SYNOPSIS  OP  SUBFAMILIES. 

A.  Subcostal  vein  present,  distant  from  costal,  the  costal  cell  usually  wide 

and  writh  more  or  less  numerous  cross  veins;  without  a  separated  pteros- 

tigma 


Lophopinae. 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


273 


A1.  Subcostal  vein  absent,  or  anteriorly  with  only  a  rudiment  united  with 
costal,  usually  a  distinct  pterostigma  (*),  its  cross-veins  being  the  only 
cross-veins  of  a  long  costal  border 

Acarninae. 


Lophopinae. 


Synopsis  of  genera  treated  herein  (2). 

A.  Base  of  median  area  of  front  (in  facial  view)  strongly  extended  above 
remainder  of  front;  fore  and  median  femora  and  tibiae  moderately 
expanded;  basal  joint  of  hind  tarsi  swollen  and  usually  more  or  less 
flattened  (except  in  Virgilia  and  Makota). 


B.  Eyes  wider  apart  (in  facial  view)  than  the  width  of  an  eye  (accross 
middle);  upper  part  of  face  not  very  narrow;  lateral  surfaces  of 
clypeus  distinctly  visible  in  direct  facial  view;  tibiae  and  femora 
equally  expanded. 

C.  Extended  portion  of  front  (in  dorsal  view)  very  long;  lateral 
carinae  of  vertex  little  prominent 

Pyrilla  Stsl. 

C1.  Extended  portion  of  front  (in  dorsal  view)  very  short;  lateral 
carinae  of  vertex  moderately  elevated 

Serida  Walker. 

B1.  Eyes  as  near  or  nearer  each  other  (in  facial  view)  than  the  width 
of  an  eye  (across  middle) ;  upper  part  of  face  very  narrow;  lateral 
surfaces  of  clypeus  not  visible  in  direct  facial  view ;  lateral  carinae  of 
vertex  very  slightly  raised ;  tibiae  less  expanded  than  femora 

Lophops  Spinola. 


A1.  Base  of  median  area  of  front  (in  facial  view)  not  extended  beyond  upper 
margin  of  front,  and  usually  not  reaching  this  margin. 

B1.  Head  (in  profile)  more  or  less  evenly,  broadly  rounded  from  vertex 
to  face;  width  of  expanded  apical  portion  of  front  (in  facial  view) 
usually  as  great  or  greater  than  width  of  face  across  eyes;  lateral 


(1)  The  pterostigma  being  the  closed  vestigial  apical  portion  of  what  is  the 
costal  cell  in  the  Lophopinae;  the  remnant  of  subcostal  vein  bounding  it  internally, 
coalesces  with  costal  at  its  basal  extremity. 

(2)  No  attempt  is  made  herein  to  treat  all  of  the  oriental  genera,  nor  can  this 
be  done  until  venation  of  tegmina  and  details  of  head  structure  have  been  figured 
in  all. 


18 


274 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


carinae  of  vertex  strongly  laminately  raised  (except  in  Katoma)  in 
varying  degrees,  especially  basally. 

C.  Fore  and  middle  femora  and  tibiae  very  conspicuously  foliately 
expanded,  the  tibiae  considerably  wider  than  the  femora;  basal 
metatarsal  joint  swollen  and  flattened ;  vertex  laterally  angulate 
and  with  lateral  margins  very  strongly  laminately  elevated; 
median  area  of  front  (in  facial  view)  emarginate  basally,  the 
sides  of  emargination  acute;  tegmina  apically  with  few  (about  9) 
longitudinal  series  of  cells 

Elasmoscelis  Spinola. 

C1.  Fore  and  middle  femora  and  tibiae  equally  and  moderately  ex¬ 
panded  or  tibiae  a  little  wider;  vertex  laterally  usually  broadly 
arcuate;  median  area  of  front  (in  facial  view)  narrowly  obtusely 
rounded  at  base;  tegmina  apically  with  very  numerous  (about 
20)  longitudinal  rows  of  cells. 

D.  Costal  area  of  the  short  tegmina  broad,  with  usually  strongly 
out-curved  margin  and  with  cross- veins  to  base;  basal  meta¬ 
tarsal  joint  greatly  swollen  and  expanded;  hind  tibiae  with 
two  weak  lateral  teeth;  fore  and  middle  femora  and  tibiae 
broadly  laminately  expanded;  lateral  margins  of  vertex 
quite  strongly  laminately  elevated 

Pitambara  Distant. 

Dl.  Costal  area  of  the  long  tegmina  narrow,  with  nearly  straight 
or  even  slightly  incurved  outer  margin;  hind  tibiae  with 
three  stout  teeth  (normal). 

E.  Vertex  longer  than  broad,  the  lateral  carinae  moderately 
or  strongly  laminately  elevated;  median  area  of  front 
entirely  visible  in  facial  view’  and  strongly  narrowed  to 
base;  basal  portion  of  costal  area  without  cross-veins; 
expanded  apical  portion  of  front  slightly  wider  than 
face  across  eyes;  basal  metatarsal  joint  normally  slender. 

F.  Fore  and  middle  femora  and  tibiae  broadly  lami¬ 
nately  expanded ;  base  of  median  area  of  front  and 
apex  of  median  area  of  pronotum  acute ;  mesonotum 
with  a  single  median  carina 

Makota  Distant. 

F1.  Fore  and  middle  femora  very  little  expanded;  base 
of  median  area  of  front  and  apex  of  median  area 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


275 


of  pronotum  obtuse;  mesonotal  median  carina  re¬ 
placed  by  two  approximate  parallel  carinae 

Virgilia  StAl. 

E1.  Vertex  broader  than  long,  the  lateral  carinae  not  raised; 
extreme  base  of  median  area  of  front  curved  on  to 
upper  surface  of  crown  and  not  visible  in  facial  view, 
the  visible  portion  long  rectangular  with  parallel  sides; 
costal  area  with  cross-veins  to  base;  expanded  apical 
portion  of  front  not  as  wide  as  face  across  eyes;  basal 
metatarsal  joint  teretely  somewhat  enlarged 

Katoma  gen.  nov. 

B1.  Head  (in  profile)  more  or  less  angulately  extended  between  vertex 
and  face  due  to  extension  of  front ;  width  of  expanded  apical  portion 
of  front  usually  distinctly  less  than  width  of  face  across  eyes;  fore 
and  middle  femora  and  tibiae  moderately  and  subequally  expanded; 
basal  metatarsal  joint  slightly  flattened;  hind  tibiae  with  2 — 3  lat¬ 
eral  teeth ;  lateral  carinae  of  vertex  but  little  laminately  raised  at 
base. 


C.  Mesonotum  with  a  single  median  carina. 


1). 


Base  of  front  (in  profile)  not  produced;  upper  part  of  face 
convex;  vertex  short  and  broad 

Menosca  Stiil. 


D1.  Base  of  front  (in  profile)  distinctly  long  produced;  upper 
part  of  face  concave;  vertex  elongate 

Lapithasa  Melichar. 


C1. 


Mesonotum  with  median  carina  replaced  by  two  narrowly  sub¬ 
median  carinae  joining  at  apex 

Apia  Distant. 


Genus  Pyrilla  STaL. 


There  is  great  difficulty  in  understanding  the  characters  and  limits  of 
species  in  this  genus,  on  account  of  lack  of  full  descriptions  and  illustrations 
of  anatomical  details.  Nor  can  full  understanding  be  gained  without  the  col¬ 
lection  of  large  series  of  specimens  in  all  regions.  The  species  are  common 
on  sugar  cane  and  other  large  grasses  throughout  the  Orient.  Present  material 
includes  representatives  of  all  of  the  described  species,  except  the  very  ques¬ 
tionable  P.  pusana,  described  by  Distant  in  1914  (Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  14, 
326).  Large  series  of  this  are  a  desideratum.  All  of  the  species  —  as  in  most 
lophopids  —  are  very  variable  in  coloring. 


276 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Synopsis  of  species  of  Pyrilla. 


A.  Cells  in  apical  area  of  tegmina  more  numerous,  apical  cells  (counting 
from  end  of  subcostal  vein  around  to  end  of  clavus)  twenty-five  or  more, 
with  about  fifteen  longitudinal  rows  of  subapical  cells. 


B.  Frontal  projection  (dorsal  view)  shorter  than  vertex,  apex  broad; 
upper  margin  (side  view)  nearly  in  line  with  plane  of  vertex 

sumatrensis  sp.  nov. 

B1.  Frontal  projection  longer  than  vertex,  apex  narrowly  pointed, 
strongly  up-curved. 

C.  Frontal  projection  (side  view)  with  upper  and  lower  margins 
parallel  for  most  of  length,  then  rapidly  narrowed  to  apex ;  color 
pale  castaneous,  head  paler 

protub erans  St4l. 

C1.  Frontal  projection  with  upper  and  lower  margins  converging 
from  vertex  to  apex,  not  parallel. 

D.  Pale  brownish;  tegmina  dotted  on  apical  third  and  with  a 
broken  subapical  cross-band 

aberrans  Kirby. 

D1.  Dark  castaneous  brown;  tegmina  dotted  on  apical  half  and 
without  subapical  cross-band 

lycoides  Walker. 


A1.  Cells  in  apical  area  of  tegmina  less  numerous,  apical  about  twenty,  with 
about  twelve  longitudinal  rows  of  subapical  cells;  frontal  projection  little 
longer  than  vertex,  apically  pointed,  apex  scarcely  upcurved,  the  upper 
margin  (side  view)  nearly  in  line  of  plane  of  vertex;  length  9  mm. 

perpusilia  Walker. 


Pyrilla  sumatrensis  sp.  nov.  (PI.  II,  figs.  1,  2). 

Male.  Length  13  mm.;  of  head  3.5  mm.  The  coloring  is  of  shades  of 
pale  brown,  the  head  paler,  the  tegmina  apically  slightly  darker,  the  wings 
becoming  dark  fuliginous  apically.  Tegmina  scattered  with  small  widely 
separated  dots,  over  its  entire  surface  and  with  indications  of  several  oblique 
dark  stripes  in  costal  area,  these  more  distinct  apically.  Head  and  pronotum 
without  dark  markings.  Fore  and  middle  tibiae  with  three  narrow  dark 
annulations. 

Length  of’vertcx  (fig.  la)  two  and  a  half  times  its  width  apically,  little 
narrowed  apically.  In  dorsal  view,  the  frontal  projection  is  a  little  shorter 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


277 


than  vertex,  its  lateral  margins  basally  strongly  sinuate,  its  apex  with  the 
thin  edges  strongly  glaring,  giving  it  the  appearance  of  being  broadly  sub- 
truncate;  the  sensory  (?)  papillae  on  basal  portion  are  rather  conspicuous; 
in  lateral  view  the  lower  margin  is  sinuate  and  rather  straightly  obliquely 
continued  to  apex.  Male  genitalia  (fig.  2  a — c) :  Last  ventral  segment  very 
large  and  elongate;  pygfer  with  a  short,  stout  lateral  spine  at  base  above; 
anal  segment  long,  stalked,  apically  forked  below ;  genital  plates  long,  acute ; 
genital  styles  short,  obtuse. 

Sumatra,  Medan  (J.  B.  Corporaal).  I  first  considered  this  to  be 
lycoides  but  found  that  it  had  a  totally  different  head  structure. 

Pyrilla  protuberans  St&l  (PI.  II,  fig.  3). 

A  specimen  from  Dr.  Karny  labelled  „Pelaboean  Ratoe”  appears  to  be 
this  species  of  St&l  described  in  1859  (Berl.  Ent.  Zeitschr.  3,  327).  Melichar 
in  1913  (Notes  Leyd.  Mus.  36,  104)  had  misdetermined  specimens  as  P.  lycoides . 
The  head  is  figured  herein  (figure  3,  a — c). 

Pyrilla  aberrans  Kirby. 

Typical  specimens  of  this  species  have  been  received  from  the  Indian 
Museum  (Zoological  Survey  of  India)  labelled  P.  pusana,  and  coming  from 
Perideniya,  Ceylon. 

Pyrilla  lycoides  Walker. 

This,  the  darkest  colored  of  the  species,  is  represented  by  a  specimen 
from  the  Indian  Museum,  labelled  „Trichur.,, 

Pyrilla  perpusUla  Walker. 

The  smallest  species  of  the  genus  known,  and  differing  markedly  from 
other  species  by  the  fewer  cells  in  apical  area  of  tegmina.  It  was  described 
from  North  Bengal  by  Walker  in  1851  (List  Ilomop.  2 ,  269).  Present  spec¬ 
imens  from  the  Indian  Museum  were  collected  in  Madras  and  Cawnpore  and 
noted  as  a  sugar-cane  pest.  The  record  for  Palawan  made  in  1910  by  Banks 
(Philipp.  Journ.  Sci.  5  D,  41)  must  be  considered  doubtful. 


Genus  Serida  Walker. 

This  genus,  which  appears  to  be  synonymous  with  Corethrura ,  so  far  as 
any  descriptions  go,  is  distributed  throughout  the  Indo-Malayan  region  and 
reaches  the  Papuan  region.  As  in  most  other  genera,  it  is  futile  to  attempt 
to  arrange  the  species  on  the  basis  of  color  characters,  since  large  series  col¬ 
lected  at  any  point,  show  these  to  be  widely  variable,  and  local  races  exist 
in  many  separated  regions. 


278 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Serida  latens  Walker  (PI.  II,  fig.  4). 

A  series  of  specimens  from  Sandakan,  North  Borneo,  undoubtedly  repre¬ 
sent  this  species,  described  in  1857  by  Walker  (Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool. 
1,  158,  t.  7,  f.  8)  from  Sarawak.  In  1906  (Fauna  Brit.  Ind.  Rhynch.  3,  325, 
f.  160)  it  was  recorded  from  Tenasserim  by  Distant,  and  in  1910  from  Pa¬ 
lawan  by  Banks  (Philipp.  Journ.  Sci.  5  D,  40).  The  Burmese  form  figured 
by  Melichar  in  1915  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  344)  is  not  the  typical  form 
of  the  species,  as  may  be  seen  at  once  by  comparison  with  the  figure  of 
Walker. 

In  1912,  Distant  (Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  9,  189)  described  S.  Sherwilli 
from  Silhet,  as  a  distinct  species.  This  is  characterized  by  having  the  entire 
disc  of  tegmina  dark  fuliginous,  the  frontal  carinae  more  divergent  below, 
and  the  usual  angulate  apical  band  on  tegmina  is  here  straightly  transverse. 
With  typical  S.  latens  in  North  Borneo,  a  form  quite  of  this  type  commonly 
occurs.  The  divergence  of  the  frontal  carinae  varies  in  typical  S.  latens,  as 
it  does  also  in  this  form ;  and  in  the  dark  Bornean  form  the  apical  cross  band 
varies  from  angulate  to  straightly  transverse.  There  seems  to  be,  therefore, 
nothing  given  to  justify  the  separation  of  Sherwilli  as  more  than  a  local  var¬ 
iety.  The  relationship  to  S.  latens  of  the  dark  colored  form  described  from 
Java  and  Sumatra  by  Melichar  in  1915  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  345,  f.  3) 
under  the  name  S.  excisa,  needs  to  be  re-examined. 

Dr.  Karny  has  sent  to  me  a  Serida  from  the  Papuan  region,  which  is 
identical  with  S.  latens  structurally,  but  the  dark  portions  of  tegmina  are  of 
solid  color,  without  vermiculations,  the  pale  areas  clearly  pale  without  dots 
or  shadings,  with  fewer  costal  oblique  stripes  basally,  and  with  the  cross-band 
at  middle  much  broader  and  darker.  This  may  be  called  var.  papuensis 
until  series  can  be  taken  and  genitalia  throughly  studied.  Detail  drawings 
of  S.  latens  are  here  presented  (figure  4,  a — e),  made  from  typical  North 
Borneo  specimens. 


Genus  Lophops  Spinola. 

Members  of  this  genus  are  common  everywhere  in  the  Orient  on  sugar 
cane  and  large  grasses,  and  probably  represent  a  number  of  species.  They 
are  closely  related  and  of  similar  aspect.  No  proper  understanding  of  them 
can  be  had  without  figuring  of  anatomical  details,  and  especially  without 
dissection  of  male  genitalia  in  all  forms.  Out  of  considerable  material  we 
can  select  only  two  species  determinable  with  any  degree  of  certainty.  The 
remainder  must  await  further  collections. 

Lophops  zebra  Walker  (PI.  II,  fig.  5). 

First  described  in  1868  by  Walker  (Journ.  Linn.  Soc.  Lond.  Zool.  10, 
116)  from  Tidor,  this  species  was  recorded  in  1909  from  the  Malay  Peninsula 
by  Distant  (Rec.  Ind.  Mus.  3,  174)  and  in  1915  recorded  also  from  Palawan 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


279 


by  Melichar  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  341).  Present  specimens  are  from 
Mt.  Maquiling,  Prof.  Laguna,  Luzon  (Baker). 

The  species  is  well  characterized  by  the  long  and  very  narrow  front 
(figure  5  b)  the  sides  of  basal  half  being  hidden  in  direct  facial  view,  the 
median  area  being  strongly  raised  and  extended  basally  and  the  margins 
greatly  expanded  vertically. 

Lophops  carinatus  Kirby  (PI.  Ill,  fig.  6). 

This  species  has  been  recorded  many  times  (doubtfully  always  the  same 
species)  at  many  places  in  the  Orient  and  as  a  sugar  cane  insect,  usually 
under  the  name  of  „Brixioides  carinatus”.  It  is  not  certain,  however,  just 
what  the  original  Ceylon  insect  is,  since  it  has  never  been  carefully  studied 
from  the  anatomical  point  of  view.  Figures  are  here  presented  (figure  6, 
a — e)  of  the  form  common  on  sugar  cane  at  Los  Banos,  as  some  aid  to  fixing 
the  identity  of  the  local  form.  It  agrees  well  with  current  descriptions  of 
color  characters.  We  have,  however,  taken  other  forms  in  various  parts  of 
the  Philippines  and  Malaya  which  cannot  at  present  be  associated  with  this. 

Genus  Elasmoscelis  Spinola. 

This  genus,  with  headquarters  in  Africa,  is  apparently  represented  in 
Indo-Malaya  by  only  one  species,  described  from  Ceylon,  and  afterwards  re¬ 
ported  from  Siam  and  Java.  It  was  long  known  under  the  name  E.  platypoda, 
this  being  lately  synonymized  with  E.  perforata  Walker.  The  E.  tagalica 
described  by  Stul  in  1854  (Ofv.  Vet.  Ak.  Fork.  11,  248)  from  the  Philippines, 
has  not  been  noted  since,  either  by  StIil  in  the  „Hemiptera  Philippinarum,, 
(1870),  nor  by  Melichar  in  his  monograph  of  the  family.  It  is  probably  not 
a  true  Elasmoscelis,  and  may  be  a  Pitambara. 

Elasmoscelis  perforata  Walker  (PI.  Ill,  fig.  7). 

It  will  be  impossible  to  properly  understand  this  species  until  the  types 
of  E.  perforata  Walker,  and  E.  platypoda  Kirby,  now  synonymized,  have 
been  carefully  figured  as  to  exact  anatomical  details.  It  seems  highly  improb¬ 
able  that  the  figure  presented  by  Melichar  in  the  „Homopteren-Fauna  von 
Ceylon”,  t.  2.  f.  3,  and  that  given  by  Distant  (Fauna  Brit.  Ind.  Ithynch.  3, 
f.  155)  can  pertain  to  the  same  species  —  or  even  genus  by  the  structure  of 
head  as  shown.  In  his  monograph  of  the  family,  Melichar  evidently  copies 
the  Distant  figure,  correcting  the  very  incorrect  view  of  the  face  to  show 
the  angulate  sides  of  apical  portion  of  front  but  making  the  latter  entirely 
different  on  one  side  than  on  the  other. 

However,  a  Javan  (Batavia)  specimen  sent  to  me  by  Dr.  Karny,  cannot 
be  referred  otherwise  than  questionably  to  this  species.  The  single  large 
white  costal  patch  is  not  crossed  by  dark  stripes.  The  apical  margin  of  tegmina 
has  only  a  pale  spot  at  inner  apical  angle.  Drawings  of  some  of  the  ana¬ 
tomical  details  of  this  specimen  are  here  presented  (figure  7,  a — /). 


280 


Treubia  Vol.  VI,  Livb.  3 — 4. 


In  no  genus  is  there  greater  need  for  the  collecting  of  large  series  of 
specimens  in  all  regions. 


Genus  Pitambara  Distant. 

As  reviewed  by  Meliciiar  in  1915  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  361),  the 
species  of  this  genus  have  been  found  only  in  Ceylon,  Burma  and  Tenasserim. 
P.  radians  Kirby  is  said  to  breed  on  bamboo  in  Ceylon.  We  can  now  extend 
the  distribution  of  the  genus  to  North  Borneo. 

It  is  to  be  noted  that  the  figures  of  P.  radians  presented  by  Distant 
(Fauna  Brit.  Ind.  Rhynch.  3,  f.  156)  and  by  Melichar  (Homop.  Ceylon, 
t.  2,  f.  2)  are  utterly  dissimilar,  as  much  so  as  if  they  belonged  to  unrelated 
genera.  Both  drawings  are  diagrammatic  habit  sketches  but  it  is  hard  to 
account  for  the  extreme  dissimilarity  in  form  and  markings  of  tegmina  unless 
two  entirely  distinct  species  were  concerned.  So  far  as  our  acquaintance  with 
the  genus  goes,  the  form  of  tegmina  as  indicated  by  Melichar  appears  to  be 
the  much  more  nearly  correct. 

In  his  revision  of  the  family,  Melichar  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung.  13,  362, 
f.  14)  presents  what  is  evidently  a  very  poor  copy  of  the  Distant  figure, 
still  further  complicating  the  matter,  since  in  Distant’s  original  figure  the 
vertex  far  exceeds  the  eyes,  and  in  Melichar ’s  copy  exceeds  them  hardly  at  all, 
and  neither  is  correct. 

Pitambara  borneensis  sp.  nov.  (PI.  Ill,  fig.  8). 

Length  9  6,  6.5  mm.  Head  pale  oehraceous,  the  clypeus  darkened 

apically  in  female,  in  male  broadly  fuscous  basally  and  with  a  dark,  narrow, 
angulate  cross-band  on  middle  of  front.  Abdomen  black  with  pale  segmental 
margins.  Pronotum  black,  apex  and  extreme  sides  oehraceous;  mesonotum 
black.  Tegmina  black,  the  narrow  costal  and  apical  margins  (the  latter  a 
little  more  broadly)  whitish  subhyaline;  at  basal  third  the  black  of  disc  invades 
more  than  half  of  costal  area;  basal  two  thirds  with  eight  slender,  oblique, 
dark  stripes,  these  followed  by  two  broader  oblique  stripes,  nearer  apex  with 
two  straightly  transverse  stripes,  the  last  of  which  reaches  middle  of  tegmen 
and  thence  proceeds  obliquely  to  near  inner  apical  angle.  Femora  with  three 
narrow  annulations,  tibiae  with  two  very  broad  annulations,  the  basal  broader. 

Length  of  vertex  (figure  8,  a)  at  sides  about  equalling  width,  anterior 
margin  broadly  incurved,  the  front  not  visible  from  above;  sides  of  vertex 
broadly  arcuate  and  basally  strongly  laminately  raised.  Length  of  front 
(figure  8,  b)  two  and  two-thirds  the  width  between  middle  of  eyes,  and 
greater  than  width  of  expanded  apical  part,  the  latter  rather  acutely  angled 
laterally  and  nearly  as  wide  as  width  of  face  across  eyes;  median  area 
strongly  narrowed  to  an  obtuse  or  subacute  point  basally,  the  median  carina 
weak.  Clypeus’much  shorter  than  width  of  expanded  apical  part  of  front, 
and  two-thirds  the  length  of  front;  median  and  lateral  carinae  strong,  the 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


281 


lateral  vertical  faces  not  visible  in  facial  view.  Pronotum  and  mesonotum 
normally  tricarinate;  in  the  former  the  lateral  carinae  do  not  reach  hind 
margin,  in  the  latter  case  the  lateral  carinae  are  strongly  sinuate  apically 
and  basally,  weak  posteriorly,  but  reaching  the  hind  margin.  At  rest  the 
tegmina  are  held  in  a  broadly  tectiform  position,  so  that  the  general  outline 
is  subtriangular,  the  total  length  once  and  a  half  the  total  width. 

North  Borneo,  Sandakan  (Baker).  This  species  does  not  coincide  with 
the  color  descriptions  of  any  of  Distant’s  Tenasserim  species,  though  it  is 
perhaps  nearest  P.  sinuata.  Distant’s  descriptions,  based  entirely  on  color 
characters,  without  mention  of  the  sex,  only  doubtfully  fix  the  five  species 
which  he  described  from  Burma,  and  Tenasserim. 

Genus  Makota  Distant. 

This  genus  was  founded  on  two  doubtfully  distinct  Sarawak  species  in 
1909  (Rec.  Ind.  Mus.  3,  167).  The  characters  given  to  distinguish  the  species 
are  quite  unconvincing  and  the  sex  of  the  specimens  described  is  not  stated. 

Makota  nolabilis  Distant  (PI.  Ill,  fig.  9). 

We  have  taken  at  Sandakan,  North  Borneo  what  appears  to  be  this 
species,  since  the  dark  portions  of  tegmina  are  of  solid  color,  the  clypeus  is 
piceous  and  the  tibiae  are  blackened  apically.  Drawings  of  some  of  the 
structural  features  are  here  presented  (figure  9,  a — e). 

Genus  Virgilia  St&l. 

Apparently  unknown  to  either  Melichar  or  Distant,  this  genus  appears 
to  be  peculiarly  Philippine.  The  type  species  was  collected  by  Semper,  un¬ 
doubtedly  in  Eastern  Mindanao  where  he  did  extensive  collecting,  and  where 
we  have  re-collected  it.  Another  and  different  species  is  abundant  in  Luzon 
in  its  proper  forest  habitat.  In  certain  important  characters  this  genus  forms 
a  connecting  link  between  Acarna  and  more  characteristic  lophopids. 

Synopsis  of  species  of  Virgilia. 

A.  Tegmina  with  inner  apical  margin  strongly  oblique;  vertex  narrower, 
more  than  twice  as  long  as  broad ;  clypeus  and  lower  part  of  front  black, 
upper  part  of  front  without  median  black  line;  pronotum  broadly  dark 
colored  at  sides;  costal  stripes  all  nearly  transverse;  length  9.5  mm. 

nigropicta  St&l. 

A1.  Tegmina  with  apical  margin  subtruncate;  vertex  broader,  less  than  twice 
as  long  as  broad;  face  yellow  except  for  an  elongate  black  spot  across 
each  side  of  apical  part  of  front,  and  a  median  black  line  on  basal  portion 


282 


Tbeubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


(the  spot  crossing  temple  is  similar  in  position  to  that  of  nigropicta) ; 
pronotum  with  an  oblique  black  stripe  back  of  eye,  the  sides  yellowish; 
costal  stripes  very  oblique;  length  10 — 11  mm. 

luzonensis  sp.  nov. 


VirgMa  nigropicta  St&l  (PI.  IV,  fig.  10). 

Apparently  not  until  now  re-collected  —  since  the  days  of  Semper.  It  was 
described  in  1870  from  Semper ’s  collection  by  St&l  (Ofv.  Vet.  Ak.  Forh.  27, 
753).  STaL  figured  it  (t.  9,  f.  29)  very  correctly,  showing  clearly  the  more 
crowded  longitudinal  veins  on  median  portion  of  apical  area  of  tegmina 
(figure  10  d)  a  character  which  does  not  appear  in  V.  luzonensis .  His  figure 
also  clearly  shows  the  long  median  apical  cells  which  average  longer  than  in 
V.  luzonensis.  Also  clearly  shown  is  the  double  mesonotal  carina,  which  is 
mentioned  by  neither  STaL  or  Melichar.  Our  specimens  arc  from  Surigao, 
Prov.  Surigao,  Eastern  Mindanao,  probably  near  the  type  locality.  Other 
anatomical  features  are  shown  in  figure  10,  a — c. 


Virgilia  luzonensis  sp.  nov.  (PI.  IV,  fig.  11). 

Length  £  10,  cT  11  mm.  Ochraceous;  head  paler.  Vertex  and  upper 
two-thirds  of  front  with  a  median  black  line.  A  narrow  longitudinal  band 
immediately  below  the  temporal  black  spot,  crossing  the  expanded  sides  of 
front.  Pronotum  with  an  oblique  black  stripe  crossing  it  longitudinally  behind 
eye  and  continuing  downward  on  the  pronotal  border  to  level  of  apex  of 
front.  Mesonotum  piceous  between  the  carinae  and  around  outer  angles. 
Pleural  area  with  a  black  spot  and  all  coxae  black  spotted.  Fore  and  middle 
femora  and  tibiae  each  with  two  transverse  black  spots.  Abdomen  black,  the 
segmental  margins  pale.  Entire  inner  area  of  tegmina  from  line  of  cubitus 
piceous  basally  to  fuliginous  apically,  reaching  costa  basallv  and  inner  apical 
angle  apically,  and  broadened  on  apical  area;  the  remaining  whitish  trans¬ 
lucent  area  crossed  by  three  oblique  dark  stripes  on  basal  half,  followed  by  two 
approximate  oblique  stripes,  then  by  three  approximate  stripes;  beyond  this 
two  separated  more  transverse  stripes  and  then  a  broader,  inwardly  strongly 
angulate  apical  stripe. 

Length  of  vertex  (figure  11  a)  once  and  two-thirds  the  width,  anterior 
margin  obtusely  subangulate,  the  bulging  portion  of  front  broadly  arcuate 
and  exceeding  vertex  by  about  a  third  the  anteocular  length  of  latter.  Front 
(figure  11  b)  about  as  long  as  wide  across  the  expanded  apical  portion,  the 
latter  a  little  wider  than  face  across  eyes.  Carinae  of  median  area  weak, 
obsolete  apically.  Clypeus  a  little  longer  than  front,  the  fronto-clvpcal  carina 
nearly  continuous  throughout.  The  double  median  carina  of  mesonotum  is 
much  sharper  than  in  V.  nigropicta.  In  both  species  the  carinate  ridge  cros¬ 
sing  genac  is  almost  squarely  transverse. 

Luzon,  Laguna  Province,  Mt.  Banahao  (Baker). 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae. 


283 


Genus  Katoma  gen.  nov. 

A  single  specimen  of  a  very  large  and  beautiful  lophopid  comes 
from  the  Indian  Museum,  which  cannot  be  placed  in  any  described  genus,  and 
yet  it  seems  hardly  possible  that  it  could  have  remained  unknown  to  this 
time.  In  general  form  it  is  perhaps  nearest  to  Acothrura  Melichar  of  Central 
Tonkin.  But  that  genus  has  a  median  frontal  keel,  the  median  frontal  area 
is  narrower  and  narrowed  basally  in  facial  view,  and  the  length  of  front  in 
facial  view  is  more  than  two  and  a  half  times  the  width  between  eyes  —  much 
longer  than  in  Katoma.  The  type  of  venation  is  very  similar  to  that  of 
Makota,  but  with  cross-veins  in  costal  area  to  the  base,  und  with  the  apical 
margin  evenly  arcuate.  The  front  and  head  are  broad,  the  former  bulging 
above  and  broadly  rounded  to  apex  of  vertex;  the  latter  does  not  equal  the 
eyes  anteriorly  and  is  broader  than  long  with  the  lateral  carinae  not  raised; 
due  to  the  strongly  rounded  frontal  base,  the  extreme  base  of  front  is  not 
visible  in  direct  facial  view,  the  visible  portion  being  long  rectangular  and 
broad,  with  parallel  sides  and  the  median  carina  obsolete;  the  expanded  apical 
portion  of  front  is  not  as  wide  as  the  face  across  the  eyes.  Clypeus  with  stout 
median  and  lateral  carinae.  Fore  femora  and  tibiae  moderately  and  equally 
expanded.  Hind  tibiae  with  three  short  lateral  denticules.  Basal  joint  of 
metatarsus  moderately  thickened,  above  twice  as  long  as  wide  and  longer 
than  remaining  joints  together. 

Katoma  trichurensis  sp.  nov.  (PI.  IV,  fig.  12). 

Length  16  mm.;  width  of  head  2.5  mm.;  length  of  tegmen  three  times 
the  width  at  claval  apex.  Wine-red,  the  head  paler.  Entire  apical  area  of 
tegmina  ochraccous,  with  a  dark  straight  cross-band  half  way  from  claval 
point  to  apex,  an  indistinct  smaller  second  band  just  proximad  of  this,  and 
another  shorter  cross-band  on  apical  border.  Wings  fuliginous,  darker  apic- 
ally,  the  apical  border  pale. 

Vertex  (figure  12  b)  nearly  twice  as  broad  as  long,  anterior  margin 
sinuately  subtruncate,  the  bulging  portion  of  front  (dorsal  view)  also  sinu- 
ately  subtruncate  anteriorly  and  exceeding  vertex  by  more  than  half  length  of 
latter;  sides  of  vertex  slightly  diverging  caudad,  and  medially  sinuate,  sharp 
but  not  raised.  Front  (figure  12  a)  about  twice  as  long  as  width  between 
middle  of  eyes,  the  expanded  apical  portion  broadly  arcuate  on  either  side 
and  not  nearly  as  wide  as  face  across  eyes;  median  area  elongate  rectangular, 
about  three  times  as  long  as  wide,  the  sides  subparallel,  the  lateral  carinae 
of  this  area  very  weak.  Clypeus  as  long  as  width  of  apical  portion  of  front, 
and  two-thirds  visible  length  of  front,  with  a  stout  median  carina  and  sharply 
raised  und  curved  lateral  carinae  (figure  12  d)  which  extend  only  to  apical 
depression;  below  the  lateral  carina  in  the  deeply  concave  lateral  face  is  a 
curved  depressed  line  extending  inward  from  outer  margin.  Below  the 
antennal  socket  the  carinate  outer  genal  margin  curves  obliquely  across  the 


284 


Treubia  Vol.  VI,  Livk.  3 — 4. 


gena  and  joins  the  lateral  carina  of  front  just  above  clypeal  suture.  Pronotum 
and  mesonotum  normally  tricarinate,  on  the  latter  reaching  hind  margin. 
Hind  tibiae  a  little  expanded  and  very  gradually  broadened  to  apex. 

Trichur,  Kavala  (Indian  Museum) . 

Genus  Menosca  STaL. 

Dascribcd  in  1870  (Ofv.  Vet.  Ak.  Forh.  27,  752),  not  recognized  since, 
and  unknown  to  both  Meliciiar  and  Distant,  this  genus  represents  one  of 
the  most  widely  distributed  and  abundant  lophopid  types  in  the  Philippines. 
It  is  also  distributed  through  Borneo  to  Tenasserim. 

In  1906,  Distant  (Fauna  Brit.  Ind.  Rhynch.  3,  328)  redescribed  this 
genus  under  the  name  Jivatma,  for  J.  metallica,  of  Tenasserim,  following  this 
in  1909  (Rec.  Ind.  Mus.  3,  173)  with  a  species  (J.  insignis)  from  Sarawak, 
and  another  ( J .  ivhiteheadi)  from  the  Philippines.  In  1910,  Banks  (Philipp. 
Journ.  Sci.  5  D,  41)  described  J.  triangularis  from  Palawan.  I  have  not  been 
able  to  recognize  J .  whiteheadi  in  any  Philippine  material  at  hand.  From 
the  color  description  it  might  possibly  be  a  form  either  of  Menosca  punctigera 
St&l  or  Menosca  (Jivatma)  triangularis  Banks.  Nor  have  I  seen  Menosca 
(Jivatma)  insignis  Dist.,  though  a  good  figure  (t.  11,  f.  9)  is  given.  A  form 
of  one  of  the  common  Philippine  species  has  been  taken  at  Sandakan,  North 
Borneo. 

Coloration  is  quite  variable  in  this  genus,  and  therefore  large  series  of 
specimens  are  necessary  for  proper  understanding  of  the  species;  also,  figur¬ 
ing  of  the  genitalia  in  all  species  will  be  necessary  for  the  permanent 
definition  of  specific  limits.  The  male  genitalia  are  of  a  type  very  different 
from  that  of  Pyrilla  (figure  5).  In  Pyrilla  the  last  ventral  segment  is 
greatly  elongated  and  swollen,  whereas  in  Menosca  this  is  of  ordinary  outlines. 
In  Menosca  the  wax  plates  are  greatly  inflated,  strongly  concave  below,  the 
concavity  usually  filled  with  wax  secretion;  above  and  within,  roundly  in¬ 
flated.  Only  a  comprehensive  study  of  the  genitalia  throughout  the  family 
will  point  the  way  to  permanent  establishment  of  tribes. 

Synopsis  of  Species  of  Menosca. 

A.  Tegmina  with  large  distinct  discal  pale  areas  or  none. 

B.  Tegmina  with  a  large  continuous  median  whitish  or  pale  ochraceous 
translucent  area  on  basal  two-thirds;  smaller  species,  length 
7.5 — 9  mm. 

C.  Median  cells  in  apical  half  of  tegmina  large,  broad,  irregular; 
median  translucent  area  broad  and  pale  ochraceous. 

discophora  St^l. 


Ch.  F.  Baker:  Sortie  Lophopidae. 


285 


C1.  Median  cells  on  apical  half  of  tegmina  small,  narrow,  regular; 
median  translucent  area  narrow  and  white. 

moro  n.  sp. 

B1.  Tegmina  with  the  median  translucent  area  divided  into  two  by  a 
transversal  colored  band  at  middle,  or  the  basal  area  may  be  fully 
colored,  or  both  areas  may  be  fully  colored;  larger  species,  length 
10 — 12.5  mm. 

C.  Tegmina  with  two  distinct  median  translucent  areas,  the  basal 
with  brownish  transverse,  vermiculate  markings,  the  apical  en¬ 
tirely  clear,  or  with  few  such  markings;  vertex  usually  pale 
ochraceous 

punctigera  St&l. 

C1.  Tegmina  without  discal  translucent  areas,  disc  concolorous; 
obscure  transverse  vermiculate  markings  distributed  quite  uni¬ 
formly  over  whole  disc  of  corium;  vertex  usually  piceous 

vermiculata  sp.  nov. 


A1.  Tegmina  with  large  pale  areas  on  outer  border. 

B.  Tegmina  with  a  large  triangular  hyaline  area  extending  from  costa 
to  disc  of  corium 

triangularis  (Banks). 

B1.  Tegmina  with  border  of  outer  apical  angle  very  broadly  obliquely 
whitish,  whitish  subhyaline 

insignis  (Distant). 


Menosca  discophora  St&l  (PI.  V,  fig.  13). 

We  have  taken  this  species  only  in  northern  and  northeastern  portions 
of  Mindanao,  from  Iligan  to  Butuan.  The  larger,  broader,  more  irregular 
cells  on  median  portion  of  apical  area  of  tegmina  in  this  —  the  type  species 
of  the  genus  —  are  clearly  shown  in  St&l’s  original  figure  (Ofv.  Vet.  Ak. 
Forh.  27,  (1870),  t.  9,  f.  28).  In  that  figure  the  basal  lateral  outlines  are 
omitted  in  the  drawing  of  the  male  genitalia,  producing  a  remarkable  appear¬ 
ance.  Drawings  of  the  general  anatomical  features  are  here  presented 
(figure  13,  a — e). 

Menosca  moro  sp.  nov.  (PI.  V,  fig.  14;  15  e,  /). 

At  the  southern  point  of  the  Zamboanga  peninsula  and  in  the  Island 
of  Basilan  we  have  found  a  common  Menosca,  very  similar  to  discophora,  but 
distinctly  smaller  (length  7.5,  8  mm),  and  with  the  oblong  discal  macula 


286 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


of  tegmina  narrower  and  whitish  translucent.  The  costal  oblique  pale  stripes 
are  subobsolete  basally,  only  the  apical  two  or  three  being  distinct  and  whit¬ 
ish  ;  the  last  is  not  extended  across  apex  of  tegmen  to  behind  the  usual  black 
dot  within  inner  apical  angle;  in  discophora  there  is  always  at  least  a  rudi¬ 
ment  of  this  stripe  apicad  of  the  black  dot,  although  in  M.  discophora  the 
apical  oblique  stripes  are  much  less  strongly  marked  otherwise  than  in  M. 
moro;  in  both  species  the  entire  claval  area,  and  costal  area  basally,  are  very 
dark  colored.  One  of  the  most  marked  structural  differences  is  in  the  median 
cells  on  apical  half  of  tegmina,  which,  in  this  species  (figure  14  d)  are  small 
and  more  regularly  narrow. 

The  penultimate  male  ventral  segment  (figure  15  /)  is  much  longer  and 
more. produced  medially  than  in  M.  punctigera,  and  the  posterior  margin  of 
last  segment  is  more  strongly  sinuate;  in  dorsal  view  (figure  15  e)  the  ter¬ 
minal  plates  are  much  less  inflated. 

Menosca  punctigera  St&l  (PI.  V,  fig.  15  d). 

This  is  a  common  species  in  the  Zamboanga  Peninsula  and  Island  of 
Basilan.  The  clavus  and  basal  portion  of  costal  area  are  usually  conspicuously 
darker  (sometimes  almost  black)  than  other  brownish  areas.  The  transverse 
vermiculate  markings  on  basal  half  become  more  condensed  and  stronger  at 
middle,  usually  giving  the  apperance  of  a  narrow,  transverse,  brownish  band, 
thus  dividing  the  decolored  disc  into  two  areas,  and  producing  a  remarkable 
similarity  to  Serida  latens,  in  general  aspect.  The  vertex  is  ochraceous  or 
somewhat  embrowned.  The  species  is  also  generally  distributed  throughout 
Mindanao.  We  have  taken  it  in  Surigao  (probably  the  type  locality),  Butuan, 
Iligan,  Kolambugan,  Zamboanga,  Island  of  Basilan,  and  Davao.  It  is  the 
largest  Philippine  species  of  the  genus  (length  $  10.5 — 11,  11.5 — 12  mm.). 
There  is  wide  variation  in  the  depth  of  coloring,  and  the  median  cross-band 
occasionally  may  not  be  clearly  indicated. 

The  genitalia  (figure  15  d)  resemble  those  of  M.  moro .  Some  of  the 
parts  are  thin  and  collapsible,  so  that  different  specimens  of  the  same 
species  may  present  quite  different  appearances;  but  the  general  outlines  are 
more  similar  to  those  of  M.  moro  than  to  the  following  species. 

Menosca  vermiculata  sp.  nov.  (PI.  IV,  fig.  16;  PI.  V,  fig.  15  a — c). 

In  Southern  Mindanao,  from  Zamboanga  to  Davao,  occurs  a  common 
species  a  little  smaller  than  M.  punctigera,  the  length  $  9 — 10,  10.5 — 11 

mm.,  with  the  entire  disc  of  tegmina  evenly  clear  brownish  and  the  indistinct 
transverse  vermiculations  uniformly  distributed  to  somewhat  within  the 
apical  area.  Costal  oblique  stripes  nearly  obsolete  basally,  but  strong  apically, 
the  last  not  continued  across  to  behind  the  black  dot,  as  commonly  the  case  in 
M.  punctigera.  Vertex  blackish  and  the  face  basally  embrowned. 

Details  of  the  head  structures  are  shown  in  figure  16,  a — c,  and  the 
equally  broadened  fore  femur  and  tibia  in  figure  16,  d.  The  male  genitalia 


Ch.  F.  Baker  :  Some  Lophopidae. 


287 


(figure  15  a — c)  arc  distinctive,  there  being  extreme  development  of  the 
wax-producing  plates;  ventrally  these  are  concave,  but  dorsally  roundly  in¬ 
flated;  laterally  there  is  a  deep  wax-producing  cavity  indicated  by  the  dotted 
line  in  figure  16  c.  Especially  marked  are  the  strong  median  productions 
of  the  two  last  ventral  segments,  this  being  strongly  chitinized  on  the  last 
segment. 

Mindana  o,  Province  Zamboanga,  Zamboanga,  and  Island  of  Basilan ; 
Prov.  Davao,  Davao  (Baker).  Specimens  come  from  Sandakan,  North  Borneo, 
which  cannot  be  distinguished  from  this  species  except  iu  that  the  last  trans¬ 
verse  white  stripe  has  a  broken  continuation  to  behind  the  black  dot.  It  is 
hardly  worthy  of  even  a  varietal  name. 

Genus  Lapithasa  Melichar. 

This  conspicuous  genus  was  actually  first  described  in  1914  (Philipp. 
Journ.  Sci.  9  D,  280)  for  the  species  L.  bokeri  from  the  Philippines.  It  is, 
however,  again  presented  in  1915  as  a  new  genus  and  species  without  the 
above  citation,  in  Melichar ’s  monograph  of  the  family  (Ann.  Mus.  Nat.  Hung. 
B,  349).  Meliciiar  places  this  genus  between  Pyrilla  and  Asantorga,  both 
long-headed  types,  in  which  the  prolongation  of  the  head  is  entirely  ascribable 
to  the  front.  But  in  Lapithasa  there  is  a  totally  different  anatomical  relation, 
for  here  both  front  and  vertex  are  equally  prolonged.  We  now  bring  to  notice 
a  new  species  with  head  far  shorter  than  in  the  type,  and  one  which  makes 
the  relationship  to  Menosca  very  evident.  In  fact,  in  all  other  characters 
Lapithasa  is  very  close  to  Menosca,  and  has  undoubtedly  arisen  from  the  same 
stem.  In  connection  with  the  prolongation  of  the  head,  the  genae  are  very 
narrow  and  lack  the  transverse  ridge  so  characteristic  of  lophopids  generally. 

Melichar  describes  the  hind  tibiae  as  having  two  subapical  denticules, 
and  this  is  commonly  true  in  L.  bakeri;  but  in  L.  surigaoensis  sp.  nov.  and 
L.  simplicia  sp.  nov.  there  are  more  commonly  three,  and  one  specimen  of  L. 
obtusa  sp.  nov.,  has  two  on  one  side  and  three  on  the  opposite  tibia.  The 
genitalia  are  very  similar  to  those  of  Menosca,  and  the  color  patterns  in  the 
two  genera  are  very  similar. 

Synopsis  of  Species  of  Lapithasa. 

A.  Lateral  margins  of  vertex  beyond  eyes  strongly  sinuate  at  middle,  ex¬ 
posing  at  this  point,  part  of  front  (in  dorsal  view) 

bakeri  Melichar. 

A1.  Lateral  margins  of  vertex  beyond  eyes  straight,  no  part  of  disc  of  front 
exposed  in  dorsal  view,  though  narrow  strips  of  lateral  faces  may  be 
visible  in  front  of  eyes. 


288 


Treubia  Yol.  YI,  Live.  3 — 4. 


B.  Anteocular  portion  of  vertex  far  longer  than  interocular;  basal  half 
of  face  narrower  than  clypeus  at  base. 

C.  Length  of  anteocular  portion  of  vertex  two  and  a  half  times 
interocular  length  and  more  than  three  times  basal  width ;  apical 
portion  of  head  (in  side  view)  distinctly  down-curved 

suriyaoensis  sp.  nov. 

C1.  Length  of  anteocular  portion  of  vertex  little  more  than  once 
and  a  half  the  interocular  length,  and  about  two  and  a  half 
times  basal  width;  apical  portion  of  head  not  down-curved 

simplicia  sp.  nov. 

B1.  Anteocular  portion  of  vertex  but  little  longer  than  interocular;  basal 
half  of  face  broader  than  clypeus  at  base 

obtusa  sp.  nov. 


Lapithasa  bakeri  Melichar  (PI.  VI,  fig.  17). 

The  detail  figures  of  head  structure  presented  by  Melichar  in  figure  6 
in  his  monograph  are  very  diagrammatic.  I  therefore  present  camera  draw¬ 
ings  (figure  17,  a — d).  We  have  never  encountered  this  species  elsewhere 
than  about  Mt.  Maquiling. 

Lapithasa  suriguoensis  sp.  nov.  (PI.  V,  fig.  18). 

Length  $  12,  <3*  13  man.  Tegmina  inwardly  from  radial  vein  dark  ferrug¬ 
inous  (  $  )  to  blackish  ( ) ,  apical  area  very  dark  ferruginous  with  an  in¬ 
distinct  pale  blotch  near  apex  of  clavus.  Costal  area  basally  with  several 
narrow,  indistinct,  irregular,  oblique  stripes,  this  area  paler  medially,  beyond 
it  several  of  the  transverse  irregular  stripes  are  obscurely  indicated  entirely 
across  the  tegmen  at  base  of  apical  area  (in  ^  only) ;  in  apical  portion  of 
costal  border  are  three  short,  whitish,  transverse  stripes,  the  third  opposed  by 
a  short  rudiment  on  inner  margin  of  tegmen  (lacking  in  $  ) ;  narrow  apical 
border  of  tegmen  white.  Head  and  all  below  pale  sordid  ferruginous,  the 
vertex  and  front  darker;  female  genitalia  blackish. 

Length  of  vertex  (figure  18  a)  a  little  more  than  three  times  the  width 
between  eyes,  the  anteocular  portion  two  and  a  half  times  the  interocular, 
the  sides  very  little  converging  apicad,  the  lateral  margins  slightly  raised 
basally;  apex  broadly  evenly  arcuate.  Front  (figure  18  b)  more  than  three 
times  as  long  as  wide  between  eyes,  the  expanded  apical  portion  laterally 
obtusely  angled  and  not  as  wide  as  face  across  eyes;  median  area  elongate 
subelliptical,  nearly  four  times  as  long  as  wide,  the  lateral  and  median  carina 
equally  distinct.  Clypeus  much  longer  than  width  of  apical  portion  of  front 
and  about  two-thirds  the  length  of  front.  Pronotal  and  mesonotal  carinae 
sharp  and  in  both  cases  reaching  hind  margins.  In  lateral  view  the  head  is 


Ch.  P.  Baker:  Some  Lophopidae . 


289 


strongly  down-curved,  the  upper  margin  in  line  with  curve  of  mesonotum, 
giving  the  insect  a  very  distinctive  appearance. 

Mindana o,  Surigao  Province,  Surigao  (Baker).  This  is  the  largest  and 
•most  conspicuous  species  of  the  genus.  Differs  markedly  from  L.  bakeri  by 
having  the  costal  area  more  elongately  pale  and  usually  with  no  indication 
of  the  large  lateral  triangular  pale  area. 

Lapithasa  simplicia  sp.  nov.  (PI.  VI,  fig.  19). 

Length  $  10.5,  11 — 11.5  mm.  Smaller  than  L.  surigaoensis  and  dif¬ 
fering  in  coloration  as  follows :  In  the  all  of  tegmina  to  apical  area  brown¬ 
ish  subhyaline,  with  sparse  darker  vermiculations.  In  the  male  the  clavus 
and  adjoining  region  is  piceous  to  very  dark  ferruginous  and  the  narrow 
costal  area  is  paler;  marginal  markings  same  as  in  L.  surigaoensis.  Vertex 
only  slightly  embrowned,  front  scarcely  at  all  so. 

Length  of  vertex  (figure  19  a)  less  than  three  times  the  width  between 
eyes,  the  anteocular  portion  little  more  than  once  and  a  half  the  interocular, 
the  sides  very  little  converging  apicad,  the  lateral  margins  slightly  raised 
basally,  apex  strongly  and  sometimes  subangulately  rounded.  Front  (figure 
19  b)  more  than  three  times  as  long  as  wide  between  eyes,  median  area 
elongate  subelliptical,  nearly  four  times  as  long  as  wide,  the  median  and  lateral 
carinae  equally  distinct.  Clypeus  much  longer  than  width  of  apical  portion 
of  front  and  about  two-thirds  length  of  front.  Pronotum  and  mesonotum 
as  in  L.  surigaoensis.  In  lateral  view  the  head  is  not  at  all  down-curved,  the 
upper  margin  being  straight  with  the  long  axis  of  body. 

M  indanao,  Zamboanga  Province,  Zamboanga ;  Davao  Province,  Davao ; 
Agusan  Province,  Butuan  (Baker). 

Lapithasa  obtusa  sp.  nov.  (PI.  VI,  fig.  20). 

Length  $  9.5,  $  10.5  mm.  The  coloration  of  this  species  is  almost  iden¬ 
tical  with  that  of  L.  simplicia,  but  it  is  a  smaller  species  and  may  be  instantly 
distinguished  by  the  very  different  structure  of  the  head. 

Length  of  vertex  (figure  20  a)  about  twice  the  width  between  eyes, 
the  anteocular  portion  but  very  little  longer  than  interocular,  the  sides  sub¬ 
parallel,  the  lateral  carinae  very  slightly  raised  basally,  apex  subangulate. 
Front  (figure  20  b)  less  than  three  times  as  long  as  wide  between  eyes,  median 
area  elongate  subelliptical,  not  three  and  a  half  times  as  long  as  wide,  the 
median  and  lateral  carinae  equally  distinct.  Clypeus  much  longer  than  width 
of  apical  portion  of  front  and  three-fourths  the  length  of  front.  Pronotum 
and  mesonotum  as  in  L.  surigaoensis.  In  lateral  view  the  head  is  slightly 
down-curved.  The  gena  is  broader  than  in  other  species  and  there  is  a  distinct 
indication  of  the  transverse  ridge,  as  in  Menosca. 

Mindanao,  Surigao  Province,  Surigao  (Baker).  This  species  clearly 
indicates  the  relationship  of  this  genus  with  Menosca. 


19 


290  Treubia  Vol.  Vi,  Livr.  3 — 4. 


Genus  Apia  Distant. 

This  genus  is  closely  related  to  Menosca.  Besides  its  distinctive  coloration 
in  Ihe  one  known  species,  it  differs  from  Menosca  in  having  a  double  median 
mesonotal  carina  as  in  Virgilia  and  some  Acarninae .  This  character  was  men¬ 
tioned  neither  by  Distant  or  Melichar. 

Apia  lineolata  Distant  (PL  VII,  fig.  21). 

Specimens  are  before  us  from  Singapore  where  it  is  apparently  not  un¬ 
common.  Some  of  the  structural  details  are  indicated  in  the  accompanying 
figure  21  a — d. 


Acarninae. 

This  is  a  Moluccan  and  Papuan  group  of  great  diversity  and  interest, 
but  very  little  known.  The  species  are  rich  in  diverse  anatomical  detail,  but 
have  been  made  known  largely  by  color  descriptions  only  and  usually  referred 
indiscriminately  to  Kasserota.  Some  have  well-marked  claval  cross-veins  (1  to 
4  or  more)  while  others  are  entirely  without,  but  the  value  of  this  for  group 
distinction  should  not  be  considered,  except  in  connection  with  other  characters 
and  following  study  of  most  of  the  known  species.  All  of  the  species  which 
have  been  described  should  now  be  carefully  figured  as  to  the  anatomical 
details.  Particularly  important  will  be  new  and  more  extensive  collections. 
Since  Dr.  Illingworth  has  sent  a  species  of  Kasserota  from  North  Queensland 
it  seems  an  indication  that  the  group  will  be  found  more  generally  represented 
in  North  Australia  than  is  now  known.  Indeed,  forms  really  belonging  here 
may  already  have  been  described  among  Australian  Eurybrachidae,  which  are 
in  dire  confusion,  through  color  descriptions  and  lack  of  attention  to  anatomy. 
Australian  entomologists  cannot  do  a  more  important  work  than  to  collect 
large  series  of  all  Acarninae  and  Eurybrachidae  throughout  Australian  and 
Papuan  regions,  as  a  basis  for  a  thorough  systematic  revision. 

In  this  subfamily  the  legs  are  long  and  slender,  the  fore  femora  being 
flattened  but  not  at  all  expanded  (except  in  Oenopia  0)),  the  basal  joint  of 
metatarsus  long  and  slenderly  terete.  The  tegmina  are  long  and  narrow, 
usually  with  reduced  venation  as  in  Acama  and  Kasserota ,  occasionally  nor¬ 
mally  lophopid  as  in  Meg  acama.  Structure  of  head  similar  to  that  in  Lopho- 
pinae,  but  usually  from  lateral  apices  of  expanded  portion  of  front  extend 
sharp  carinae  across  the  genae,  one  obliquely  upward  toward  the  eyes  and 
one  obliquely  downward  toward  lateral  margin;  either  one  of  these,  separ¬ 
ately,  may  occur  in  Lophopinae.  Prolongation  of  the  head  in  Acama  is  due 
to  extension  of  front  and  vertex  together  as  in  Lapithasa.  The  median  mes¬ 
onotal  carina  is  usually  double  and  the  lateral  carinae  are  abruptly  bent 

^  t 

(1)  Taking  Melichar’s  word  for  it  that  this  is  one  of  the  Acarninae  and  not 
a  eurybrachid. 


291 


Ch.  P.  Baker:  Some  Lophopidae. 


and  curved  at  anterior  ends.  The  lateral  carinae  of  vertex  may  be  somewhat 
laminately  raised  basally,  similar,  for  instance,  to  Menosca.  Excepting 
Oenopia,  said  to  have  two  lateral  denticules  on  hind  tibiae,  all  of  the  genera 
are  supposed  to  have  normally  three  strong  lateral  denticules. 

Synopsis  of  Genera  of  Acarninae. 

A.  Legs  long,  slender,  anterior  femora  and  tibiae  but  very  slightly  dilated 
if  any;  hind  tibiae  with  three  strong  lateral  denticules. 

B.  Cubital  vein  lying  very  close  to  daval  suture;  vertex  usually  much 
longer  than  broad;  mesonotum  without  median  carina 

Acarna  St&l. 

Bl.  Cubital  vein  distinctly  separated  from  claval  suture,  vertex  usually 
short  and  broad;  mesonotum  usually  with  a  double  median  carina. 

C.  Vertex  usually  a  little  longer  than  broad;  number  of  cells  and 
veins  in  apical  area  comparatively  few  and  with  very  few  cross 
veins  proximad  of  the  third  series  of  cells;  cross  veins  in  clavus 
few  or  none 

Kasserota  Distant. 

C1.  Vertex  far  broader  than  long;  number  of  cells  in  transverse 
series  in  apical  area  very  numerous,  and  with  numerous  cross¬ 
veins  proximad  of  the  third  series;  cross-veins  in  clavus  more 
numerous 

Megacarna  gen.  nov. 

A1.  Legs  short,  anterior  femora  and  tibia  broadly  dilated,  the  latter  more 
strongly  so;  front  with  strong  apical  and  basal  transverse  carinae;  hind 
tibiae  with  two  lateral  spines 

Oenopea  (l)  Melichar. 


Genus  Acarna  St&l. 

This  genus,  as  restricted  by  Distant,  apparently  contains  only  the  type 
species,  A.  rostrifera,  described  by  St&l  in  1863  (Trans.  Ent.  Soc.  Lond.  1, 
584)  from  the  Island  of  Mysol.  In  1888,  Distant  (Trans.  Ent.  Soc.  Lond. 
4S8,  t.  13,  f.  7)  added  a  species,  A .  tessellata,  from  New  Guinea,  which  clearly 
is  not  Acarna,  and  does  not  appear  to  be  Kasserota.  Melichar  does  not  note 
this  latter  species  in  his  review  of  Kasserota  in  1913  (Act.  Soc.  Ent.  Bohem. 
10,  pt.  4).  Dr.  Karny  has  sent  a  species  from  the  Papuan  region  (locality 
not  given)  which  is  clearly  related  to  A.  rostrifera  but  an  entirely  distinct 
species. 

(1)  Placed  here  on  the  authority  of  Mklichar. 


292 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


Acarna  kamyi  sp.  nov.  (PI.  VII,  fig.  22). 

Male.  Length  16  mm.  Dull  ochraceous;  inflated  basal  portion  of  face 
and  apex  of  vertex  shining  black.  Pale  brownish  markings  as  follows:  lateral 
longitudinal  stripes  on  face,  basal  area  of  clypeus,  spot  near  apex  of  temple, 
the  two  large  pits  at  base  of  vertex,  nearly  all  of  pro-  and  mesonotum  except 
median  stripe,  two  spots  on  propleura,  spot  on  mesopleura,  two  broad  an- 
nulations  on  fore  and  middle  tibiae,  and  margins  of  dorsal  segments.  A  mar¬ 
ginal  spot  on  propleura  behind  eye,  and  genitalia,  blackish.  Tegmina  hyaline; 
a  broad  dark  fuscous  band  extends  from  a  point  on  inner  half  of  corium  near 
apex  of  clavus  to  apical  margin,  spreading  over  entire  apical  border,  and 
sending  a  straight  transverse  subapical  branch  to  costal  margin.  The  basal 
half  of  pterostigma  is  yellowish,  the  apical  half  fuscous. 

Length  of  vertex  (figure  22  a)  two  and  a  half  times  width  between 
eyes,  the  sides  strongly  sinuate,  strongly  diverging  apically,  the  apex  roundly 
inflated,  the  width  here  half  of  the  length,  the  apex  broadly  arcuate,  the 
lateral  carinae  sharp  and  a  little  raised  basally,  the  lateral  faces  of  front 
broadly  visible  (dorsal  view)  below  the  sinuate  sides  which  adjoin  only  half 
the  inner  margin  of  eye.  Front  (figure  22  b)  about  three  and  a  half  times 
as  long  as  wide  between  eyes ;  median  area  elongate  subcose,  obtusely  arcuate 
basally,  three  and  a  half  times  as  long  as  wide,  median  and  lateral  carinae 
equally  strong.  Clypeus  far  longer  than  width  of  apical  portion  of  front, 
and  three-fourths  the  length  of  front;  lateral  faces  broadly  visible  for  entire 
length;  the  subrectangular  median  portion  with  a  large  subcircular  rimmed 
depression  near  apex.  Expanded  apical  portion  of  front  with  rather  acute 
angles,  nearly  as  wide  as  face  across  eyes,  and  with  portions  of  genal  surface 
visible  above  the  angles  —  in  direct  facial  view.  Pronotum  with  median 
area  narrowly  arcuate  anteriorly  and  its  lateral  carinae  not  reaching  hind 
margin.  Mesonotum  with  median  carina  obsolete,  the  lateral  carinae  weak, 
evenly  arcuate,  and  complete.  In  lateral  view  (figure  22  c)  the  head  is 
somewhat  obliquely  directed  upward  and  the  lower  margin  is  strongly  sinuate. 
This  species  has  a  distinctly  shorter  head  than  A.  rostrifera  and  the  markings 
differ  in  detail.  Doubtless  other  difference  will  be  apparent  when  rostrifera 
is  better  known. 


Genus  Kasserota  Distant. 

This  „genus”  appears  to  be  a  melange  of  quite  distinct  types.  The  key 
to  the  species  given  by  Melichar  is  based  largely  on  color  characters,  and 
gives  no  clue  to  actual  relationships.  Nor  have  we  any  means  of  judging 
of  the  possible  variability  of  some  of  the  few  structural  characters  that  have 
been  used,  such  as  number  of  cross-veins  in  clavus  and  in  pterostigma.  The 
probability  also  is  that  color  characters  will  be  found  as  variable  in  large 
series  in  this  sitbfamily  as  in  the  Lophopinae.  There  is,  therefore,  great  need 
for  the  collecting  of  ample  study  series. 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lophopidae . 


293 


The  three  species  before  me  cannot  be  worked  out  to  any  known  species 
by  the  use  of  Melichar ’s  key,  nor  do  they  fit  any  of  the  known  descriptions, 
but  this  docs  not  prove  that  they  are  not  forms  of  some  of  the  previously 
partially  described  species. 

Synopsis  of  Species  of  Kasserota. 

A.  A  third  regular  series  of  subapical  cells  not  present  before  the  larger 
discal  cells;  outer  discoidal  cell  shorter  than  third;  mesonotal  median 
carina  obsolete;  pterostigma  of  medium  length,  with  one  cross-vein;  no 
cross-veins  in  clavus;  expanded  apical  part  of  front  scarcely  as  broad  as 
face  across  eyes;  tegmina  with  a  very  small  black  dot  near  inner  apical 
angle;  with  conspicuous  black  markings  on  head,  pronotum  and  meso- 
notum 

septemmaculata  sp.  nov. 

A1.  A  third  regular  series  of  subapical  cells  distinctly  present  before  the 
larger  discal  cells;  mesonotal  median  carina  present  and  double;  two  to 
five  cross-veins  in  the  clavus ;  ptcrostigma  with  more  than  one  cross-vein ; 
without  conspicuous  black  markings. 

B.  Expanded  apical  part  of  front  scarcely  as  broad  as  face  across  eyes; 
tegmina  without  a  black  dot  near  inner  apical  angle;  outer  discoidal 
cell  as  long  as  third ;  clavus  with  two  inconspicuous  cross-veins  near 
apex;  ptcrostigma  very  long,  with  three  cross-veins. 

senilis  sp.  nov. 

B1.  Expanded  apical  portion  of  front  distinctly  wTider  than  face  across 
eyes;  tegmina  with  a  large  round  black  spot  near  inner  apical  angle; 
outer  discoidal  cell  much  longer  than  third;  clavus  with  4 — 5  pro¬ 
minent  cross  veins  between  base  and  apex;  pterostigma  very  short, 
with  two  cross-veins. 

illingworthi  sp.  nov. 

Kasserota  septemmaculata  sp.  nov.  (PI.  VI,  fig.  23). 

Male.  Length  14  mm.  Pale  ochraceous,  including  face  and  all  below,  the 
face  not  granulate.  Extreme  base  of  front  (for  a  short  distance  in  front  of 
vertex  subvertical)  with  two  black  spots,  one  each  side.  Vertex  with  a  median 
black  stripe  which  does  not  reach  anterior  margin.  Pronotum  with  a  bigem¬ 
inate  spot  medially,  and  spots  near  lateral  angles,  black.  Mesonotum  with 
a  black  median  stripe  twice  the  width  of  that  on  vertex,  and  which  does  not 
reach  anterior  margin.  Carinae  of  pro-  and  mesonotum,  and  postero-lateral 
margins  of  latter,  embrowned.  Tegmina  whitish  subhyaline,  the  veins  brown¬ 
ish,  the  claval  suture  darker,  and  with  a  pale  fuscous  cloud  extending  narrow- 


294 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


ly  around  apical  border  and  to  apex  of  clavus;  clavus  slightly  ochraceous 
shaded;  a  small  round  dark  fuscous  dot  occurs  within  the  inner  apical 
angle. 

Length  of  vertex  (figure  23  a)  little  greater  than  greatest  width  between 
eyes,  the  sides  gently  sinuate,  little  converging  apically,  the  apex  broadly 
evenly  arcuate,  lateral  carinae  slightly  raised  basally.  Front  (figure  23  b) 
very  little  longer  than  width  of  face  between  middle  of  eyes;  median  area 
ovato-elliptical,  somewhat  narrowly  rounded  basally,  little  more  than  two  times 
longer  than  wide,  the  lateral  carinae  weaker  than  the  median,  and  obsolete 
apically.  Clypeus  shorter  than  width  of  apical  portion  of  front  and  about 
three  fourths  length  of  front;  median  carina  obsolete  basally,  but  raised  in 
a  strong  angulate  ridge  before  apex  (figure  23  c,) ;  sides  of  clypeus  (in  facial 
view)  visible  only  at  base.  Expanded  apical  portion  of  front  with  lateral 
angles  short,  rather  obtuse,  and  with  genal  surfaces  not  visible  above.  Pro- 
notum  with  median  area  narrowly  subangulately  arcuate  anteriorly,  the 
lateral  carinae  here  nor  on  mesonotum  reaching  hind  margins.  Mesonotal 
median  carina  indistinct.  The  lateral  view  of  the  head  (figure  23  c)  is  very 
similar  to  that  of  the  genus  Menosca. 

One  specimen  in  poor  condition  from  the  Buitenzorg  Museum,  through 
Dr.  Karny  and  labelled  New  Guinea.  This  species  is  evidently  near  to 
K.  orba  STaL  in  markings,  but  differs  in  having  twro  apical  spots  on  crown 
instead  of  one  central  spot,  and  the  ochraceous  shaded  pterostigma  with  one 
cross  vein  is  very  distinctive  (in  orba,  „pterostigmatc  nullo”  —  Melichar). 

Kasserota  senilis  sp.  nov.  (PI.  VIII,  fig.  24). 

Female.  Length  14  mm.  Dull  ochraceous;  hind  tibiae  darker  apically. 
The  face  not  granulate.  Lateral  and  basal  areas  of  face  with  carinate  margins 
and  immediately  adjoining  borders  of  vertex  somewhat  callose  and  bright  red, 
the  extreme  edges  of  carinae  embrowned.  Pronotum  at  middle  with  two 
large  black  pits  between  median  and  lateral  carinae.  Lateral  carinae  of  pro¬ 
notum  and  mesonotum  reddened.  Tegmina  subhyaline  with  brown  veins  and 
a  broad  subapical  cloud  narrowly  reaching  the  pterostigma  and  apex  of  clavus 
and  broad  within  inner  apical  angle  where  there  is  no  black  dot. 

Structure  similar  to  that  of  K.  septemmaculata >  differing  as  stated  in 
the  synopsis. 

A  single  specimen  said  to  come  from  Obi,  is  sent  from  the  Buitenzorg 
Museum  by  Dr.  Karxy.  Apparently  near  to  K.  notaticollis  STaL,  from 
Batehian,  but  is  without  an  apical  black  dot  in  tegmina,  and  possesses  two 
distinct  claval  cross-veins.  Also  the  pterostigma  has  only  three  cross-veins 
(figure  24)  instead  of  six  or  eight,  and  the  front  lacks  the  basal  spots  or  fascia 
of  K.  notaticollis.  The  specimen  is  named  from  the  exceedingly  decrepit  state 
of  the  specimen’ that  comes  to  us,  although  the  distinguishing  characters  arc 
clear.  It  is  hoped  that  fresh  material  may  come  in  soon. 


Ch.  F.  Baker:  Some  Lopkopidae.  295 


Kasserota  illingworthi  sp.  nov.  (PL  VIII,  fig.  25). 

Male.  Length  14  mm.  Oehraceous;  middle  and  hind  tibiae  and  tarsi 
darkened  at  apex.  Face  not  granulate,  with  two  black  spots  at  extreme  base 
next  vertex,  and  one  on  each  temple  adjoining  eye.  Carinae  of  median  frontal 
area  red.  Pronotum  with  the  two  submedian  impressed  dots,  and  a  slender 
stripe  behind  the  eye,  brownish;  the  discal  carinae  of  pronotum  and  mesono- 
tum  embrowned.  Last  ventral  segment  apically,  and  genitalia  piceous.  Teg- 
mina  vitreous  hyaline,  pterostigma  oehraceous;  the  apical  border  obscurely 
fuscous  from  pterostigma  to  clavus.  The  circular  dot  within  inner  apical 
angle  is  very  large  and  nonoccllated. 

Vertex  subrectangular,  the  length  (figure  25  a)  somewhat  greater  than 
width  between  eyes,  sides  scarcely  sinuate,  anterior  margin  very  broadly  ar¬ 
cuate,  lateral  carinae  very  slightly  raised  basallv.  Front  (figure  25  b)  about 
twice  as  long  as  width  between  middle  of  eyes,  median  area  subelliptical, 
somewhat  more  than  twice  longer  than  wide,  the  median  carina  a  little  weaker 
than  lateral  carinae.  Clypeus  about  as  long  as  width  of  apical  portion  of 
front  and  about  equal  to  length  of  front  or  a  little  longer;  the  median  carina 
is  a  little  raised  on  basal  area  and  also  before  apex;  sides  of  clypcus  (in 
facial  view)  visible  only  at  base.  Median  area  of  pronotum  apically  broadly 
rounded,  the  lateral  carinae  not  reaching  hind  margin.  Mesonotal  median 
carina  double.  The  base  of  front,  while  a  little  bent  inward  toward  margin 
of  vertex,  is  still  not  visible  in  dorsal  view  of  latter,  excepting  slightly  at  sides. 
The  pterostigma  is  of  peculiar  form  and  with  two  transverse  veins.  Clavus 
with  four  strong  cross-veins,  in  one  case  with  five  on  one  side,  four  on  the 
other,  indicating  that  this  is  not  a  stable  character. 

Babinda,  North  Queensland  (Dr.  J.  F.  Illingworth).  One  specimen  is 
retained  in  my  collection,  one  returned  to  Dr.  Illingworth,  and  one  sent  to 
Mr.  F.  Muir  for  detailed  examination  of  the  genitalia.  I  cannot  find  that 
a  species  like  this  has  been  described.  In  Melichar’s  key  it  runs  to  K .  vitrea 
Melichar,  which  it  is  entirely  unlike,  but  which  also  has  several  cross-veins 
in  clavus.  On  the  pin  labels  it  is  noted  that  this  species  was  taken  on  a  tree. 
A  large  part  of  the  Lophopidae  are  arboreal  in  habit.  Persistent  sweeping 
of  the  foliage  of  trees  and  shrubs,  and  close  inspection  of  their  branches  and 
trunks  yields  some  of  the  finest  Homoptera  of  the  Indo-Malayan  and  Papuan 
regions. 


Genus  Megacarna  nov. 

Type:  Kasserota  albosparsa  Meliciiar. 

A  good  specimen  of  what  is  apparently  merely  a  slight  form  of  this 
species,  comes  from  the  Buitenzorg  Museum,  through  Dr.  Karny,  and  probably 
is  from  New  Guinea.  It  fits  especially  well  the  redescription  of  Kasserota 
albosparsa  Melichar,  given  by  Distant  in  1914  (Trans.  Zool.  Soc.  Lond.  20, 
348)  based  upon  specimens  from  the  Utakwa  River  region  of  Dutch  New 


296 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Guinea.  Distant’s  description  makes  it  clear  that  the  paler  cross-bands  to 
tegmina  arc  variable.  It  is  likely  that  „\vhite  cretaceous”  refers  to  waxy 
covering  and  not  to  actual  coloring  of  substratum.  In  the  present  specimen 
the  tegmina  are  deeply  evenly  blackish  fuliginous  with  only  a  transverse 
apical  spot  whitish. 

The  species  is  large,  of  broad,  heavy  build,  quite  unlike  the  Kasserota 
described  above,  and  with  characters  which  generically  separate  it  from  these. 
It  is  remarkably  similar  in  form  as  well  as  size  to  the  genus  Katoma  described 
above,  and  one  might  at  first  suppose  them  to  be  congeneric.  But  Katoma 
has  a  complete  sub-costal  vein  far  from  margin,  and  the  costal  cell  with 
numerous  cross  veins  to  base  of  tegmina,  and  the  legs  are  not  long  and  slender 
like  those  of  typical  Acarninae.  In  Megacama  there  is  a  rudiment  of  a 
subcostal  vein  anteriorly  as  part  of  the  basally  somewhat  elongated  pteros- 
tigma  which  has  about  five  cross-veins.  The  head  structure  is  widely  distinct 
from  Kasserota.  The  venation  is  like  that  of  the  Lophopinae  in  having  a  far 
greater  number  of  veins  and  cells  apically  than  in  any  true  Kasserota ,  there 
being  some  thirty-six  apical  cells  or  more  between  clavus  and  pterostigma 
and  with  anteapicals  to  correspond.  It  is  possible  that  other  described  species 
of  Kasserota  must  be  referred  here. 

Megacarna  albosparsa  (Melichar)  (PI.  VIII,  fig.  26). 

Male.  Length  19  mm.;  length  of  vertex  1  mm.;  width  of  head  2.5  mm., 
of  body  across  insertion  of  tegmina  5  mm.  Vertex  (figure  26  a)  strongly 
transverse,  the  width  between  eyes  twice  the  length,  the  base  and  apex  nearly 
equally  very  broadly  arcuate;  upper  part  of  front  broadly  \fisible  in  dorsal 
view,  this  moiety  alfco  broadly  arcuate  anteriorly;  lateral  margins  of  vertex 
broadly  arcuate,  the  carinae  distinctly,  moderately,  laminately  raised  basally. 
Front  (figure  26  b)  once  and  two-thirds  as  long  as  width  between  middle  of 
eyes,  median  area  very  broadly  subelliptical,  little  less  than  twice  as  long  as 
wide,  its  carinae  weak  but  reaching  apical  margin,  a  condition  not  noted  in 
Kasserota .  Clypeus  about  as  long  as  two-thirds  width  of  apical  portion  of 
front  and  about  two-thirds  length  of  front;  the  median  ;carina  forked  at 
base  and  strongly  angularly  raised  before  apex;  lateral  surfaces  not  visible 
in  direct  facial  view.  Expanded  apical  portion  of  front  distinctly  wider 
than  face  across  eyes  and  wlidth  about  equalling  length  of  front.  Median 
area  of  pronotum  narrowed  cephalad  to  a  subtruncate  apex,  and  with  the 
usual  vsubmedian  pits  of  Kasserota.  Mesonotal  median  carina  double.  Clavus 
with  seven  cross  veins. 

Median  area  of  front  finely,  obliquely  striate  from  median  line,  stronger 
apically;  the  vertex  evenly  coarsely  longitudinally  wrinkled;  the  pronotum 
and  mesonotum  very  finely,  obscurely  irregularly  transversely  wrinkled. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  II. 


Fitf.  1.  Pyrilia  sumatrensis  sp.  nov. ;  a.  head  and  pronotum;  b.  lateral  view  of 
head;  c.  fore  femora  and  tibia;  d.  tegmen. 

2.  Pyrilia  sumatrensis  sp.  nov.  Genitalia:  ( i .  lateral  view;  b.  posterior  view; 

c.  dorsal  view. 

3.  Pyrilia  protuberant  St&l;  a.  head  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral  view 

of  head. 

4.  Serida  latens  Walker;  a.  head  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral  view 

of  head;  d.  fore  femora  and  tibia;  e.  tegmen. 

5.  Lophops  zebra  Walker;  a.  lateral  view  of  head;  b.  frontal  view  of  head. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  III. 


Fig.  6.  Lophops  carinatus  Kirby;  a.  head  and  pronotum;  b.  lateral  view  of  head; 
c.  frontal  view  of  head;  d.  anterior  femur  and  tibia;  e.  tegmen. 

7.  Elasmoscelis  perforata  Walk.  (?);  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face; 

c.  lateral  view  of  head;  d.  femur  and  tibia;  e.  tegmen;  /.  wing. 

8.  Pitambara  borneensis  sp.  nov.;  a.  head,  pronotum,  and  mesonotum; 

b.  face;  c.  side  view  of  head;  d .  fore  femur  and  tibia;  e.  tegmen. 

9.  Makota  notabilis  Distant;  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral 

view  of  head;  d.  fore  femur  and  tibia;  e.  tegmen. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  IV. 


Fig.  10.  Virgilia  nigropicta  STan;  a.  vertex,  pronotum,  and  mesonotum;  b.  face; 
c.  lateral  view  of  head;  d.  tegnien. 

11.  Virgilia  luzonaisis  sp.  nov. ;  cl,  vertex  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral 

view  of  head;  d.  fore  femora  and  tibia;  e.  tegmen. 

12.  Katoma  trichurensis  sp.  nov.;  a.  face;  1).  vertex;  c.  lateral  view  of  upper 

part  of  face;  d.  quartering  view  of  lower  part  of  face. 

16.  Mcnosca  vermiculata  sp.  nov.;  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral 
view  of  head;  d.  femur  and  tibia, 


Treubia  VOL.  VI. 


Pl.  V. 


Fig.  13.  Mettosca  discophora  St&l;  a.  vertex,  pronotum,  and  mesonotum;  b.  face; 

c.  side  view  of  head;  d.  tegmen;  e.  wing. 

14.  MenoHca  moro  sp.  nov.;  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral  view 

of  head;  d.  tegmen;  e.  wing. 

15.  Male  genitalia  of  Mcnosca.  M.  vermiculata  sp.  nov.;  a.  ventral  view; 

b.  dorsal  view;  c.  lateral  view;  M.  punctigcra  St&l;  d.  dorsal  view; 

M.  moro  sp.  nov.;  e.  dorsal  view;  /.  lateral  view. 

18.  Lapithasa  surigaoensis  sp.  nov.;  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face; 

c.  lateral  view  of  head;  d.  femur  and  tibia. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  VI. 


Fig.  17. 

Lapithasu  \ bakeri  Melichab;  a. 

vertex  and 

pronotum ; 

b.  face; 

c.  side 

19. 

view  of  head;  d.  tegmen. 
Lapithasa  simplicia  sp.  nov. ;  a. 
view  of  head. 

vertex  and 

pronotum; 

b.  face; 

c.  lateral 

20. 

Lapithaxa  obtusa  sp.  nov.;  a. 
view  of  head. 

head  and 

pronotum; 

b.  face; 

c.  lateral 

23. 

Kasserota  scptemmaculata  sp.  nov.;  a.  vertex  and  pronotum; 

b.  face; 

c.  lateral  view  of  head;  d.  tegmen. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  VII. 


Fig.  21.  Apia  lineolata  Distant;  a.  vertex,  pronotum  and  mesonotum;  b.  face; 
c.  lateral  view  of  head;  d.  fore  femur  and  tibia. 

Acarna  karnyi  sp.  nov.;  a.  vertex  and  pronotum;  b.  face;  c.  lateral  view 
of  head;  d.  tegmen. 


22. 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  VIII. 


Fig.  24.  Kasserota  senilis  sp.  nov. 

25.  Kasserota  illingworthi  sp.  nov.;  a.  vertex,  pronotum,  and  mesonotum; 

6.  face;  c.  lateral  view  of  head;  d.  tegmen. 

26.  Megacarna  albosparsa  Mbl.;  a.  head,  pronotum,  and  part  of  mesonotum; 

b.  face;  c.  lateral  view  of  head. 


FISH  EGGS  AND  LARVAE  FROM  THE  JAVA  SEA. 


By 

Dr.  H.  C.  Delsman, 

(Laboratorium  voor  het  Onderzoek  dcr  Zee,  Batavia). 

4.  Dussumieria  Hasseltii,  Blkr.  0 ) 
with  14  figures  and  a  plate. 

In  the  text-books  of  Day  and  of  Weber  and  De  Beaufort,  two  species 
are  mentioned  of  the  genus  Dussumieria  which,  however,  seem  to  be  very  diffi¬ 
cult  to  distinguish  from  each  other.  Dussumieria  acuta  has  been  described  first 
by  Cuvier  and  Valenciennes  (1848).  Bleeker  (1852)  at  first  thought  it 
necessary  to  distinguish  three  more  species,  viz.  Dussumieria  elopsoides  Blkr., 
Hasseltii  Blkr.  and  micropus  T.  Schl.,  the  latter  being  the  Clupea  micropus 
described  by  Sciilegel  in  the  Fauna  japonica  but  united  by  Valenciennes 
with  his  D.  acuta .  According  to  Bleeker  />.  hasseltii  is  the  most  common 
species  at  the  fish-market  of  Batavia.  It  has  been  figured  first  by  Kuiil  and 
Van  Hasselt  but  this  figure  has  remained  unedited.  Afterwards,  however, 
Bleeker  comes  to  other  conclusions.  In  his  Atlas  ichthyologique,  Part  VI 
(1866 — ’72),  he  unites  his  D.  elopsoides  with  D.  acuta  Val.  and,  having  rebapt¬ 
ized  the  japanese  Dussumieria  micropus  into  Etrumeus  micropus,  he  now 
writes:  „on  ne  connait  du  genre  Dussumieria  quo  deux  especes”,  these  two 
species  being  D .  acuta  C.  V.  and  7>.  hasseltii  Blkr.  He  now,  however,  writes 
that  Dussumieria  hasseltii  “est  beaucoup  moins  commun,  a  Batavia,  que  V acu¬ 
ta9  9  which  is  just  the  reverse  of  his  first  statement! 

Day  (1889)  and  Weber  and  De  Beaufort'  (1913)  have  followed  Bleeker 
in  distinguishing  two  species  of  Dussumieria ,  the  must  conspicuous  difference 
between  the  two  being  afforded  by  the  fact  that  in  7).  hasseltii  the  number  of 
scales  along  the  lateral  line  amounts  to  52 — 56,  whereas  in  D.  acuta  it  does  not 
surpass  40 — 42.  The  scales,  however,  arc  extremely  deciduous  in  Dussumieria 
and  it  is  rare  to  find  at  the  fish-market  a  sample  with  any  scale  at  all  on  the 
lateral  line.  The  other  differences  being  slight  and  of  relative  value  only,  I 
must  confess  that  I  have  as  yet  been  unable  to  distinguish  the  two  species  among 
the  material  of  the  fish-market.  On  a  few  occasions  I  could  count  the  scales 
along  the  lateral  line  with  fishes  newly  caught  at  sea.  I  always  found  the 

(D  cf.  Treubia  II  p.  97,  III  p.  38,  and  V  p.  408. 


297 


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Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4 


number  characteristic  for  1 ).  hasseltii:  52 — 56.  This  number  seems  to  be  in 
fair  accordance  with  that  of  the  myotonies.  At  least  I  found  for  the  number 
of  vertebrae  55 — 56.  This  number  being  of  much  significance  for  the  deter¬ 
mination  of  the  larvae,  I  was  anxious  to  know  the  same  for  Dussumieria  acuta 
too.  In  general  there  is  a  certain  correspondence  between  the  number  of 
scales  along  the  lateral  line  and  the  number  of  myotomes  with  fishes,  and 
so  it  might  be  expected  that  in  I),  acuta  the  number  of  myotomes  and  of 
vertebrae  would  also  be  considerably  smaller  than  in  D.  Hasseltii. 

I  therefore  determined  to  write  to  Dr.  de  Beaufort  and  to  ask  once  more 
for  his  help  by  making  x-rays  fotos  of  the  samples  of  Z>.  acuta  and  hasseltii 
in  the  Zoological  Museum  of  Amsterdam.  I  reproduce  here  the  fotos  Dr.  de 
Beaufort  kindly  sent  me  (sec  Plate).  In  D.  hasseltii  54  vertebrae  may  be 
counted,  in  D.  acuta  55 !  From  this  it  appears  that  there  is  no  difference 
at  all  in  the  number  of  vertebrae  in  the  two  species.  It  seems  a  somewhat 
strange  fact  that  in  the  one  species  the  number  of  lateral  scales  should  corres¬ 
pond  to  that  of  the  myotomes,  whereas  in  the  other,  closely  related,  species 
there  is  no  correspondence  at  all. 

At  my  request  Dr.  de  Beaufort  tried  to  determine  the  number  of  scales 
along  the  lateral  line  in  the  sampled  of  both  species  in  the  Amsterdam  Museum. 
Of  D.  hasseltii ,  however,  only  one  was  found  with  the  scales  complete  —  the 
number  being  56  —  whereas  no  such  sample  was  found  of  7).  acuta.  Dr.  de 
Beaufort  tried  to  count  the  scale-pouches  in  the  latter  and  finds  numbers 
under  50  but  more  than  40 — 42,  as  given  in  the  text-books,  but  these  countings 
should  not  be  relied  upon  too  much,,  as  Dr.  de  Beaufort  himself  also  emphasizes. 
Dr.  de  Beaufort  thinks  he  finds  another  characteristic  by  which  the  two 
species  may  be  distinguished,  viz.  that  in  hasseltii  the  ventrals  are  situated 
nearer  to  the  tail  than  in  acuta.  This  has  also  been  observed  by  Bleeker,  he 
writes  in  his  “Atlas”: 

acuta:  ventrales  opposees  au  milieu  de  la  dorsale 

hasseltii:  ventrales  opposees  a  la  moitie  postcrieure  de  la  dorsale. 

However,  this  difference  is  a  very  slight  one  and,  as  Dr.  de  Beaufort 
writes,  the  material  in  the  Amsterdam  Museum  is  not  sufficiently  large  to  war¬ 
rant  the  conclusion  that  this  distinction  will  always  hold  good. 

I  hope  to  have  an  opportunity  during  my  travels  with  the  investigation- 
steamer  to  study  further  the  question  of  the  tAvo  species  of  Dussumieria  and 
to  decide,  if  there  are  indeed  two  species. 

However  this  may  be,  I  have  found  only  one  kind  of  egg  which  could  be 
be  stated  to  belong  to  Dussumieria. 

This  egg  (fig.  1),  fairly  regularly  met  with  in  the  surface  plankton  of  the 
Java-Sea,  has  a  diameter  ranging  as  a  rule  from  1,45  to  1,55  mm. 

The  egg-membrane  is  smooth  and  has  nothing  particular.  The  yolk,  how¬ 
ever,  shows  that  segmented,  frothy,  structure  which  is  so  characteristic  of 
the  eggs  of  clupebid  and  eel-like  fishes.  The  latter  (whose  eggs  may  always 
be  easily  recognized  by  their  large  diameter  and  the  wide  egg  membrane) 


H.  C.  Dels  max  :  Dussumieria  Hasseltii. 


299 


being  excluded  in  the  present  case,  we  evidently  had  to  look  among  the  former 
for  the  origin  of  the  egg  under  description.  There  is  a  small,  colourless,  oil- 
globule  at  the  vegetative  pole. 

The  development  of  the  egg  takes  about  one  day  and  a  half,  as  may  be 
concluded  e.g.  from  the  following  observation.  An  egg  taken  on  January  12th 

1922  early  in  the  morning  showed  a  germinal 
disc.  Evidently  spawning  had  taken  place  dur¬ 
ing  the  preceding  night.  In  the  morning  of 
January  13th  there  was  a  well  developed  em¬ 
bryo  with  a  length  of  slightly  more  than  the 
circumference  of  the  egg,  the  tip  of  the  tail 
lying  at  the  right  side  of  the  head.  In  the 
course  of  the  afternoon  the  larva  hatched.  At 
another  time  1  fished  eggs  which  at  9  o'clock 
in  the  morning  showed  a  less  far  advanced 
embryo,  encircling  about  %  of  the  circumferen- 
Fig.  l.  Egg  Of  Dussumieria ,  ce  of  the  egg  (fig.  1)  and  which  hatched  only 

X  27,7*.  at  9  o'clock  in  the  evening. 


Tho  newly  hatched  larva  (fig.  2)  may  be  recognized  at  once  as  belonging 
to  the  clupeoid  type,  in  the  first  place  by  the  backward  situation  of  the  anus,  the 

latter  being 
found  only 
under  the 
50th  myoto¬ 
me.  In  the 
second  place 
by  the  seg- 

Fig.  2.  Newly  hatched  larva,  X  27, 75.  mented  yolk, 

a  anus,  ot  otocyst,  1,  2  the  anterior  myotomes.  and  in  the 

third  place  by  the  peculiar  arrangement  of  the  muscle  fibres  in  the  myotomes. 
The  latter  has  already  been  described  in  my  article  on  the  development  of 
Chirocentrus  domb  (Treubia  III,  p.  40).  The  description  given  there  wholly 
applies  to  the  present  case,  wtc  notice  here  the  same  crossed  arrangement  of  the 
muscle  fibres. 

As  in  other  newly  hatched  larvae  the  head  is  closely  applied  to  the  yolk, 
no  lower  jaw  having  developed  as  yet.  The  eyes  arc  without  pigment  and 
some  distance  behind  them  the  ear  vesicles  (ot)  may  be  seen.  Fine  black 
pigment  spots  are  scattered  along  the  myotomes  and  on  the  upper  surface  of 
the  head.  The  oil-globule  lies  in  the  posterior  part  of  the  yolk.  The  heart 
is  beating  within  the  egg  already. 

The  development  of  the  larva  shows  many  points  of  agreement  with  that 
of  Chirocentrus  dorab .  Here  also  there  occurs  a  considerable  lengthening  of 


300 


Treubia  Vol.  VI.  Livr.  3 — 4. 


Fig.  3.  Larva  9  hours  after  hatching,  X  27,7^  h  heart. 


the  embryo  during  the  first  hours,  as  may  be  seen  from  a  comparison  of  fig.  2 
and  fig.  3,  the  latter  representing  an  embryo  of  9  hours.  The  number  of  the 
myotomes  can  now  be  determined  accurately.  In  one  specimen  (the  one  figu¬ 
red)  I  found  50,  in  two  others  each  49  myotomes  in  front  of  the  anus,  whereas 
behind  the  latter  there  follow  only  some  5  or  6.  In  fig.  4  some  of  the  black 
pigment  cells  are  shown  at  a  stronger  enlargement. 

With  clupeoid  eggs  I 
generally  succeeded  in 

rearing  up  the  larvae 
until  the  moment  when 
the  yolk  is  used  up  and 
the  eyes  have  become 

black,  two  phenomena 
which  almost  invariably 
coincide.  This  stage  having 
been  reached  it  was  not 
as  a  rule  more  than 
half  a  day  before  the 
larvae  died. 

This  was  the  case  also  with  the  larvae  of  Dussumieria.  In  about  two  days 
and  a  half  the  yolk  is  used  up  and  the  eyes  have  become  black,  andi  I  could  not 
keep  the  larvae  alive  more  than  three  days.  In  Chirocentrus  dordb  it  takes 
about  three  days  before  this  "critical”  stage,  as  we  might  call  it,  is  reached. 

When  writing  my  article  on  the  development  of  Chirocentrus  I  had  not  yet 

succeeded  in  rearing  the  larvae  up  to  this  stage  which  I  knew  only  from  plank¬ 
ton-catches  and  showed  there  in  fig.  7.  Since,  however,  I  have  been  able  to 
obtain  this  stage  by  rearing  up  the  larvae  from  the  eggs  and  I  could  state 
in  this  way  that  the  larva  of  Chirocentrus  shown  in  fig.  7  of  the  article 
mentioned  is  3  X  24  hours  old. 

In  Dussumieria ,  now,  it  is  especially  the  development  of  the  head  during 
this  period  which  ’draws  our  attention  and  which  allows  us  to  distinguish  the 


H.  C.  Delsman:  Dussumieria  Hasseltii. 


301 


Head  of  a  larva  of  18 14  hours, 
lc  1  first  gill-slit,  (fc  2)  rudiment 
of  second  gill-slit,  m  mouth,  p  rudiment 
of  pectoral  fin,  sp ?  rudimentary  spiracle? 


Pig.  5 
X  37 


pelagic  larvae  at  first  sight  from  those  of  other  elupeoid  fishes,  e.g.  from 
those  of  Chirocentrus. 

In  fig.  5  we  see  the  head  of  a  larva  1814  hours  after  hatching.  Below  the 
auditory  vesicle  the  first  gill  open¬ 
ing  (kl)  has  broken  through, 
whereas  this  is  not  yet  the  case 
with  those  following  behind  ( k2 , 
etc.),  of  which,  however,  the  rudi¬ 
ment  may  be  seen.  In  fig.  6,  the 
head  of  a  larva  29  hours  af¬ 
ter  hatching,  these  are  breaking 
through  and  the  first  is  widening, 
assuming  more  the  form  of  a  hole 
than  of  a  slit.  This  becomes  more 
evident  still  in  fig.  7  and  8,  showing 
a  larva  of  48  hours.  Here  all  the  gill- 
slits  have  broken 
through  but  the 
openings  are  so 
wide  that  one  may 
look  through  them 
straight  across  the 
head  of  the  larva, 
in  the  same  way 
as  is  the  case  in 
young  larvae  of 
Ampliioxus.  This 
is  partly  caused 
also  by  the  retard¬ 
ed  development 
of  the  gill-cover  of 
which  in  fig.  7  the 
first  rudiment  on¬ 
ly  may  be  discov¬ 
ered  (gx.). 

Just  as  in  Chirocentrus  dorab  the  first  rudiment  of  the  pectoral  fins 
appears  under  the  limit  of  the  third  and  the  fourth  myotome  (cf.  figs.  5, 
6  and  8). 

The  most  striking  feature  of  the  head  of  the  larva  of  Dussumieria,  how¬ 


k  7,  k 


Fig.  6.  Head  of  a  larva,  X  45. 
k  3,  gill-slits,  l.  e.  left  eye,  r.  c.  right  eye,  u.  j.  lower  jaw. 


ever,  is  the  wide,  gaping  mouth  with  the  pointed  jaws  and  the  strongly  devel¬ 
oped  dentition.  In  all  this  it  shows  an  undeniable  resemblance  to  the  head  of 
eel  larvae,  whereas  that  of  the  larva  of  Chirocentrus  corresponds  more 
to  the  elupeoid  type  where  the  mouth  does  not  gape  in  this  manner  and  where 
the  dentition  is  insignificant. 


302 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


In  the  stage  of  fig.  G  the  lower  jaw 
begins  to  grow  out  and  in  figs.  7  and  8 
it  is  well  developed.  In  this  stage  the  ru¬ 
diments  of  the  teeth  begin  to  appear.  In 
fig.  c  of  the  plate  and  in  9  finally,  we  see 
clearly  the  muraenoid  type  which  the  par¬ 
ticular  development  of  the  mouth  gives  to 
the  head  of  the  larva.  It  seems  that  in 
this  stage  the  mouth  cannot  yet  be  closed. 

The  yolk  which  in  the  stage  of  fig.  3 
reaches  to  under  the  myotome  nr.  26,  and 
in  that  of  fig.  G  to  under  the  myotome 
nr.  20,  has  been  nearly  resorbed  in  the 
stage  of  fig.  7,  and  the  small  oil-globule 
has  disappeared  altogether. 

In  the  stage  of  fig.  5  the  small  black 
pigment  spots  have  spread  also  over  the 
surface  of  the  yolk  and  along  the  gut,  but 
have  disappeared  from  the  unpaired  dorsal 
fin  fold  where  in  later  stages,  figs.  7  and 
c  of  the  plate,  we  find  only  a  few  scattered 
pigment  spots  in  the  anterior  half.  In 
fig.  c  of  the  plate  we  see  a  number  of  re¬ 
gularly  arranged  black  spots  along  the 
underside  of  the  gut,  and  a  similar  series 
along  the  upper  half  of  the  myotonies. 

A  typical  pigment-spot  is  that  imme¬ 
diately  in  front  of  the  pectoral  fin  (cf. 
figs.  9,  10,  11),  whereas  two  small  pig¬ 
ment-spots  are  found  invariably  on  the 
upper  side  of  the  head  between  the  eyes, 
at  the  limit  of  the  telencephalon  and  the 
mesencephalon  (which  may  be  easily  recog¬ 
nized  through  the  transparent  roof  of  the 
skull).  The  latter  pair  of  small  pigment 
spots  may  be  recognized  even  in  much 
older  stages  (cf.  figs.  7,  9,  13#). 

As  to  the  number  of  myotonies  in 
front  of  the  anus  this  remains  fairly  con¬ 
stant.  In  fig.  3  we  count  50  myotonies  in 
front  of  the  anus  and  some  5  more  behind 
it,  besides  the  unsegmented  terminal  part. 
In  the  larva  of  fig.  6  the  same  number  was 
found.  In  fig.  7  48  prae-anal  myotomes 


303 


H.  C.  Delsman  :  Dussumieria  Ilasseltii. 


may  be  counted,  in  fig.  c  of  the  plate  49  and  in  fig.  10  50.  In  fig.  e  of  the 
plate  the  native  artist  has  not  drawn  the  correct  number  of  myotomes,  no 
such  mistakes  occur  in  the  other  figures,  drawn  by  myself. 

Besides  by  the  particular  shape  of  the  head  with  its  large  mouth  with  well 
developed  dentition,  the  larva  of  Dussumieria  may  be  easily  distinguished 
from  elupeoid  larvae  by  its  elongated,  slender  appearance  and  its  transparency. 
There  is,  however,  no  question  of  a  bandshaped  larva  as  in  eels  and  in 
Albula,  Elops  and  Megalops,  which  will  be  dealt  with  in  a  following  article. 


Fig.  9.  Heart  of  the  larva  shown  in  fig.  c.  of  the 
plate.  X  27,7s. 


• — ■ — ■ — ■ - - - .  5  m  ft. 

Fig.  10.  Larva  of  22  mm. 

In  fig.  10  a  larva  is  shown  in  which  the  dorsal,  the  anal,  and  the  caudal 
fins  are  developing,  but  where  the  unpaired  fin-fold  is  still  present.  The 


304 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


ot 


Fig.  11.  Head  of  a  larva  of  23  mm.,  X  24,7.  p.t.  palatine  teeth. 


head  of  a  similar  larva  is  shown  in  fig.  11.  The  mouth  can  now  be  closed. 
The  upper  jaws  arc  broader  and  reach  further  outwards  than  the  lower  jaws 
and  in  accordance  with  this  the  teeth  in  the  upper  jaws  are  directed  inwards, 
those  in  the  lower  jaw  outwards.  On  each  of  the  palatines  also  a  pair  of 
teeth  are  present.  The  left  pair  may  be  seen  in  fig.  11  (pt).  The  gill-cover 
(gx.)  is  developing  but  does  not  yet  cover  the  gills.  The  mouth  opening 
still  reaches  to  far  under  the  eyes. 

Along  the  underside  of  the  gut  a  number  of  smaller  pigment  spots  have 
appeared  between  the  larger  ones  already  present  in  the  stage  of  fig.  c  of  the 
plate.  Laterally  on  the  myotonies  we  still  find  the  same  regularly  arranged 
pigment  spots  as  in  former  stages.  In  the  larva  of  fig.  9  I  found  them  on  the 
myotomes  nr.  5,  8,  11,  17,  22,  29,  36,  41  and  45r  in  a  larva  of  liman,  and  with 
51  prae-anal  myotonies,  on  myotomes  nr.  1 — 2,  3,  9,  13,  18,  24,  33,  39  and  45, 
in  the  larva  of  fig.  10  on  nr.  6 — 7,  11,  16,  21,  27,  31,  36,  42  and  47  and 
in  that  of  fig.  11  on  nr.  7,  11,  15,  21,  26,  35,  41  and  47.  Thus  the  number 
and  the  situation  show  a  certain  variation,  as  might  be  expected. 

Behind  the  anus  some  10  or  11  myotonies  may  be  counted  now.  In  this 
stage  the  larva  swims  in  the  same  manner  as  an  eel  or  a  snake. 

After  the  stage  of  fig.  10  the  larva  gradually  assumes  a  more  clupeoid 
appearance,  becoming  less  elongated  and  transparent.  These  further  advanced 
stages  are  found  among  the  so-called  “tri  nassi”  which  is  the  Malayan  name 
for  a  mixture  of  several  kinds  of  small,  scaleless,  fish  larvae,  caught  near  the 
coast  with  fine  nets  and  among  which  larvae  of  Stolephorus  (“tri”)  play  the 
main  role.  On  the  Malayan  Peninsula  this  “tri  nassi”  is  known  by  the  name 
“bunga  ayer”  (cf.  Maxwell,  Malayan  Fishes,  1921).  From  this  “tri  nassi” 
the  stages  shown  in  figs.  12  and  13  have  been  gathered.  The  larvae  of  Dus- 
sumieria  may  now  be  distinguished  at  first  sight  from  those  of  other  clupeoid 
fishes  by  the  pointed  shape  of  the  head. 

In  fig.  12  the  series  of  black  pigment  spots  on  the  myotomes  is  still 
present,  in  fig.  13  they  have  disappeared;  neither  are  they  found  any  longer  in 
subsequent  stages.  Intermediate  stages  show  that  they  disappear  in  forward 


II.  C.  Delsman  :  Dussumieria  Ilasseltii . 


305 


order  of  succession.  Those  along  tlie  gut  have  been  covered  by  the  myotomes 
which  have  grown  down  to  the  left  and  the  right  of  the  gut.  New  pigment 

spots  have  appeared  on  the  underside  of  the  tail,  especially  behind  the  anal 

fin.  A  first  indication  of  pigmentation  in  this  region  is  seen  in  fig.  10. 

Also  at  the  base  of  the  tail  and  on  the  tail  fin  a  few  pigment  spots  have 

appeared. 


15 


44 


Pig.  12.  Larva  of  36  mm.  (the  ventral  side  being  damaged). 


7 


42 


13.  Larva  of  42  mm. 

v.  ventral  fins. 


14.  Larva  of  Cliirocentrus  dorab  of  28  mm. 

v.  rudiment  of  the  ventral  fins. 


In  fig.  13  the  ventral  fins  have  formed,  and  probably  in  fig.  12  their 
first  rudiment  might  have  been  seen,  were  it  not  that  the  larva  shown  there 


was  damaged  ventrally.  ]n  the  dorsal  fin  21  rays  may  be  counted  in  fig.  13, 
of  which,  however,  the  anterior  one  is  very  small.  In  the  anal  fin  15  fin 
rays  are  present. 

In  fig.  12  the  posterior  extremity  of  the  maxillary  still  reaches  to  below 
the  eye,  in  fig.  13  this  is  no  longer  the  case.  In  the  adult  form  we  find  in 
Dussumieria  acuta  the  maxillary  “not  reaching  below  frontmargin  of  eye” 
and  in  D.  hasseltii  “nearly  reaching  below  frontmargin  of  eye”  (Weber 


20 


306 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


and  De  Beaufort,  II,  p.  22,23).  In  the  larva,  as  shown  by  figs.  9  and  11, 
however,  it  reaches  to  far  below  the  eye. 

Even  in  fig.  13  we  still  find  the  two  minute  pigment  spots  on  the  upper 
side  of  the  head  between  the  eyes,  which  were  so  characteristic  for  the 
younger  larvae. 

The  scales  seem  to  appear  fairly  late.  At  least  in  larvae  of  7  cm.  length 
I  have  not  found  them  yet.  These  larvae  showed  a  lateral  silvery  band  as 
found  in  Stolephorus  during  the  whole  lifetime. 

A  last  point  w7hich  deserves  our  attention  is  the  number  of  myotonies  in 
front  of  the  anus.  Just  as  in  Chirocentrus  dorab  we  see  this  number  decrease 
gradually.  Evidently  the  anus  moves  forwards  during  development.  Where¬ 
as  in  the  younger  stages  wre  found  49  or  50  myotomes  in  front  of  the  anus 
and  not  more  than  10  or  11  behind  it,  wre  now  count  44  pre-anal  myotomes  in 
fig.  12  and  42  in  fig.  13.  At  the  same  time  the  number  of  past-anal  myotomes 
increases  to  14  in  fig.  12  and  1G  in  fig.  13.  In  the  adult  fish,  as  we  have  vseen 
above,  there  are  only  40  pre-anal  vertebrae. 

The  same  forward  movement  of  the  anus  was  noticed  in  Chirocentrus 
dorab  (cf.  Treubia,  Vol.  Ill,  p.  38).  Here  we  find  some  53  or  54  preanal 
myotomes  in  the  newly  hatched  larva,  which  number  increases  in  slightly 
older  larvae  to  57.  Then,  however,  a  gradual  decrease  begins.  I  showed  a 
larva  of  20,5  mm.  with  54  pre-anal  myotomes,  and  I  mentioned  one  of  22  mm. 
in  which  only  52  were  present.  I  have  since  caught  a  still  somewhat  older 
larva,  of  28  mm.,  and  I  seize  the  opportunity  offered  here  to  give  a  figure 
of  it  (fig.  14).  It  confirms  the  supposition  made  in  my  article  on  Chirocen- 
trust  that  during  further  development  the  number  of  pre-anal  myotomes  must 
decrease  further,  as  in  the  adult  form  we  find  only  43  or  44  pre-anal  vertebrae. 
In  the  larva  of  fig.  14  we  find  indeed  49  or  50  pre-anal  myotomes. 

The  dorsal  and  anal  fins  have  developed  further.  In  the  dorsal  fin  16  fin 
rays  could  be  counted,  in  the  anal  fin  32. 

As  shown  by  fig.  8  of  my  article  on  Chirocentrus  the  anus  lies  originally 
behind  the  rudiment  of  the  dorsal  fin.  In  fig.  9  we  see  the  anus'  and  the  be¬ 
ginning  of  the  anal  fin  under  the  posterior  half  of  the  dorsal  fin,  in  fig.  16  of 
the  present  article  under  the  anterior  half,  whereas  in  the  adult  form  the  anus 
and  the  beginning  of  the  anal  fin  lie  right  under  or  even  slightly  in  front 
of  the  beginning  of  the  dorsal  fin.  The  latter  however,  is  neither  constant 
in  its  situation  during  development.  In  fig.  8  of  the  article  on  Chirocentrus 
we  see  it  above  the  myotome  nr.  52,  in  fig.  9  above  nr.  49  and  in  fig.  14  of 
the  present  article  above  nr.  48.  This  is  due,  no  doubt,  partly  also  to  the  fact 
that  new  fin  rays  are  formed  in  front. 

We  have  found  then,  that  in  Chirocentrus  dorab  during  the  development 
of  the  larva  into  the  adult  form  the  anus  moves  forwards  from  myotome 
nr.  53 — 54  to  myotome  nr.  43 — 44,  and  in  Dussumieria  acuta  from  myotome 
nr.  49 — 50  to  myotome  nr.  39 — 40.  This  result  has  proved  of  great  value  also 
for  further  investigations  on  eggs  and  larvae  of  clupeoid  fishes,  to  which  my 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  IX. 


Fig.  a.  b.  Rontgen-foto  of  a  Dussumieria  hasseltii  and  b  Dussumieria  acuta 
from  the  Amsterdam  Museum. 

Fig.  c.  Planctonic  larva  of  9i^  mm.  length.  The  number  of  myotomes  in  this 
figure  is  not  correctly  represented. 


H.  C.  Delsman:  Dussumieria  Ilasseltii. 


307 


uncertainty  as  regards  this  question  at  first  offered  obstacle.  Later  on 
I  hope  to  report  on  these  investigations  but  it  may  be  mentioned  here  already 
that  they  show  in  the  species  of  the  genus  Clupea  of  the  Java-Sea  that  the 
number  of  pre-anal  myotomes  as  a  rule  decreases  from  38 — 40  in  the  newly 
hatched  larva  to  28 — 30  in  the  adult  from,  and  in  the  species  of  the  genera 
Engraulis  and  Stolephorus  from  25 — 29  in  the  larvae,  to  19 — 22  in  the  adult. 
This  allows  us  to  identify  at  least  the  genus  of  pelagic  larvae,  those  in  which 
the  number  of  pre-anal  myotomes  lies  between  30  and  40  belonging  to  Clupea, 
and  those  with  20  to  30  pre-anal  myotomes  to  Engraulis  and  Stolephorus. 

In  short  I  hope  to  revert  to  these  genera. 


Batavia  1923. 


ON  THE  “RADJUNGANS”  OF  THE  BAY  OF  BATAVIA. 


By 

Dr.  H.  C.  Delsman  (Batavia) 
and 

Dr.  J.  G.  de  Man  (Ierseke,  Holland), 
with  6  plates  and  8  figures. 

The  best-known  edible  crab  of  Java  is  the  “kepiting”,  Scylla  serrata 
(Forskal),  which  is  caught  quite  near  the  coast  in  very  shallow  water  and 
in  the  salt-water  fish-ponds  along  the  coast,  where  it  lives  in  holes.  It  is 
the  “mangrove-crab  ’ ’  of  Australia  where  it  occurs  especially  along  the 
northern  coasts  (Plate  X,  a). 

Another  swimming  crab  is  landed  almost  daily  in  considerable  quantity 
at  the  fish-market  of  Batavia  and  meets  with  a  ready  demand  by  the  native 
consumers.  It  is  known  by  the  Malayan  name  “radjungan”,  and  is  identical 
with  the  “blue  swimming  crab”  of  the  Australians:  Neptunus  pelagicus 
(Linne).  Especially  the  males  are  beautifully  coloured  and  form  a  true 
ornament  in  our  newly  opened  seawater  aquarium.  The  females  are  of  much 
duller  colour  and  would  not  themselves  deserve  the  name  “blue”  swimming 
crabs.  Moreover  they  arc  smaller  than  the  males  and  have  relatively  smaller 
chelipeds. 

That  this  species  plays  an  important  role  also  in  Australia  is  evident 
from  what  Stead  (a)  writes  on  it: 

“N.  pelagicus  is  the  most  common  of  our  pelagic  Brachyura,  being  the 
principal  edible  crab  of  the  Sidney  Fish  Markets.  Incidentally  I  might 
mention  that  great  numbers  of  these  are  sold  every  morning  in  these  markets, 
with  an  occasional  sprinkling  of  four  other  species,  viz.  Nept.  sanguinolentus , 
Scylla  serrata,  Charybdis  cruciatus  and  Platyonychus  bipuslulatus”. 

Along  the  Atlantic  coasts  of  America  a  simtilar  role  is  played  by  the 
kindred  “blue  crab”,  Callinectes  sapidus,  whose  life  history  has  been  studied 


(1)  D.  G.  Stead.  1898,  Contribution  to  a  knowledge  of  the  Australian  Crustacean 
Fauna,  I,  Observations  on  the  Genus  Neptunus ,  in:  Proc.  Linnean  Society  of  N.  S. 
Wales,  Vol.  XXIII. 


308 


H.  C.  Dklsman  and  J.  G.  de  Man:  Radjungans. 


309 


in  detail  by  Hay  ( 1 )  and  Churchill,  (1 2 3).  In  some  places  it  has  even  given 
rise  to  an  important  industry  (s).  The  crabs  are  cooked,  the  meat  is  picked 
out  with  a  sharp-pointed  knife  and  packed  in  tin  cans  which  are  packed 
again  in  barrels  with  ice.  The  waste  remnants  of  shell  are  sold  to  fertilizer- 
factories. 

Although  the  common  radjungan  strongly  prevails  among  the  catches 
landed  at  the  fish-market  of  Batavia,  yet  we  sometimes  find  a  number  of 
other  species  among  them  too,  though  never  in  any  considerable  quantity. 
Gradually  I  have  gathered  some  nine  of  these  species,  known  among  the  na¬ 
tives  as  radjungan,  radjungan  bintang  (bintang  =  star),  r.  karang  (karang  = 
coral),  r.  batu  (batu  =  stone),  r.  hidjau  (hidjau  =  green),  r.  batik  (batik  = 
the  native  way  of  applying  coloured  ornaments  on  cotton,  as  a  rule  brown 
and  blue)  and  r.  angin  (angin  =  air,  wind).  They  were  all  sent  to  Holland 
for  examination  and  identification,  the  results  of  which  are  found  below. 

1.  Neptunus  pelagicus  (Linne),  radjungan  (Plate  Xb  and  XI). 

Pa  gurus  Reidjungm,  G.  E.  Rhumpiiius,  D’Amboinsche  Rariteitkamer,  Amster¬ 
dam,  1705,  1st  book,  p.  11  and  plate  VII,  R.  (Rhumphius  Gedenkboek, 
edited  by  the  Koloniaal  Museum,  at  Haarlem,  1902,  p.  103). 

Cancer  pelagicus ,  Linne,  Museum  Ludovicae  Ulricae  Reginae,  Ilolmiac,  1764, 
p.  434. 

Tjupea  pelagica,  II.  Milne  Edwards,  Hist.  Nat.  des  Crust.  1, 1834, p.  450. 
Portunus  (Neptunus)  pelagicus,  W.  de  IIaan,  Fauna  Japonica,  Crustacea, 
1835,  p.  37,  Tab.  IX  $ ,  Tab.  X  • 

Neptunus  pelagicus ,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum,  X.  1861,  p.  320. 
Neptunus  pelagicus,  A.  Alcock,  Materials  for  a  Careinological  Fauna  of 
India,  Nr.  4.  The  Brachyura  Cyclometopa,  Part  II.  The  Families  Portuni- 
dae,  Cancnidae  and  Corystidae.  Calcutta,  1899,  p.  34  (in:  Journal  Asia¬ 
tic  Soc.  of  Bengal,  vol.  LXVIII,  part.  II,  nr.  1,  1899). 

Distribution:  Red  Sea  (Suez),  Mediterranean  (Port  Said),  Indian  Ocean 
(Natal,  Zanzibar,  Mozambique,  Madagascar,  Coasts  of  India),  Persian 
Gulf,  Mcrgui  Archipelago,  Singapore,  Indian  Archipelago,  Philippines, 
coasts  of  Australia  (Port  Jackson,  Swan  River,  .Shark  Bay,  Western 
Australia),  New  Zealand,  New  Caledonia,  Tahiti,  China  Sea,  Japan. 


(1)  Hay,  W.  p.,  1905,  The  Life  History  of  the  Blue  Crab,  in:  Report  U.  S.  Bureau 
of  Fisheries,  1904. 

(2)  Churchill,  E.  p.,  1919,  Life  History  of  the  Blue  Crab,  in:  Bulletin  Bureau 
of  Fisheries,  Vol.  36,  p.  95. 

(3)  Roberts,  W.  A.,  1905,  The  Crab  Industry  of  Maryland,  in:  Report  Bureau 
of  Fisheries,  1904,  p.  423. 

Churchill,  E.  P.,  1919,  crab  Industry  of  Chesapeake  Bay,  ibid.  1918, 
appendix  IV. 


310 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


Rumpiiius  (l.c.)  already  says  that  this  is  the  most  common  of  edible  crabs, 
but  he  reckons  among  this  species  also  the  Neptunus  sanguinolentus  (Herbst) 
which  in  the  Bay  of  Batavia  is  much  less  common.  He  says  further  that  the 
Malayans  call  it  Reidjungan,  Reidjucan  and  Hindu  Hindu,  also  Cattam 
(ketam)  bulan  (which  means  “moon-crab”).  The  Amboinese  call  it  “Lcytim 
Yatallan”  after  the  resemblance  to  the  out-spread  wings  of  the  bird  Tallan, 
i.e.  the  “shear-bird”  (Fregata). 

Among  the  species  of  swimming  crabs  mentioned  in  this  article  this  is 
the  one  in  which  the  sexual  dimorphism  is  most  strongly  pronounced,  the 
males  being  larger  and  having  more  elongated  limbs  than  the  females,  and 
showing  a  fine  blue  colour  which  is  missing  in  the  latter.  II.  Munro  Fox 
(cf.  Nature,  1924,  p.  714)  has  traced  the  migration  of  this  species  through 
the  Suez  Canal  into  the  Mediterranean  since  1889.  It  is  found  now  along 
the  Mediterranean  coast  from  Alexandria  to  Haifa. 

2.  Neptunus  sanguinolentus  (Herbst),  radjungan  bintang  (Plate  XII  a). 

Cancer  sanguinolentus,  el.  F.  W.  Herbst,  Vcrsuch  einer  Naturgeschichte  der 
Krabben  und  Krebse,  Berlin,  1790,  Bd.  I,  p.  161,  Tab.  VIII,  figs.  56,  57. 
Lupea  sanguinolenta,  II.  Milne  Edwards,  Hist.  Nat.  dcs  Crustaces,  Paris, 
1834,  I,  p.  451. 

Neptunus  sanguinolentus,  A.  Milne  Edwards,  fitudes  zoologiques  sur  les 
Crustaces  reccnts  de  la  famille  des  Portunicns,  in:  Archives  du  Museum, 
X,  1858—1861,  p.  319. 

Neptunus  sanguinolentus,  A.  Alcock,  Materials  for  a  Carcinological  Fauna 
of  India,  Nr.  4.  The  Brachvura  Cyclometopa,  Part  II,  The  Families 
Portunidae,  Cancridae  and  Corystidae,  Calcutta,  1S99,  p.  32  (in:  Journal 
Asiatic  Society  of  Bengal,  Vol.  LXV1II,  Part  II,  nr.  I,  1899). 

Distribution:  Red  Sea  (Coast  of  Erythraea),  Natal,  Cape  of  Good  Hope, 
Indian  Ocean,  Indian  Archipelago,  China  Sea,  Japan,  Hawaiian  Islands, 
East-  and  South-Australia. 

No  such  marked  sexual  dimorphism  as  in  Neptunus  pelagicus  occurs  in 
the  present  species,  males  as  well  as  females  having  the  general  appearance 
and  colour  of  the  female  of  the  foregoing  species,  without,  however,  quite 
attaining  the  size  of  the  latter. 

As  to  their  occurrence  round  the  Hawaiian  Islands  Henshaw  0)  re¬ 
marks:  “The  common  bay  crab,  numbers  of  which  arc  brought  in  every  time 
the  fishermen  draw  their  nets”  (Neptunus  pelagicus  is  not  mentioned  for 
the  Hawaiian  Islands). 


(1)  cf.  Mahy  J.  Rathbun,  The  Brachyura  and  Macrura  of  the  Hawaiian  Is¬ 
lands,  in:  Bulletin  of  the  U.  S.  Fish  Commission,  Vol.  XXIII,  part  III,  1906. 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man  :  Radjungans. 


311 


3.  Charybdis  (Goniosoma)  erythrodactyla  (Lamarck)  (Plate  XV  a). 

Thalamita  erythro-dactyla,  H.  Milne  Edwards,  Hist.  nat.  Crust.  I,  1834,  p.  464. 
Goniosoma  erythrodactylum,  A.  Milne  Edwards,  in:  Archives  du  Museum, 
T  X,  1861,  p.  369. 

Goniosoma  erythrodactylum,  J.  G.  de  Man,  Ueber  einigc  ncue  oder  selteno 
indopacifische  Brachyuren,  in:  Zool.  Jahrb.  Abt.  Systematik,  Bd.  IV, 
1889,  p.  424. 

Charybdis  erythrodactyla,  G.  Nobili,  Bull,  scicntifiquc  France  et  Belgique, 
XL,  1906,  p.  118,  fig.  3. 

Charybdis  (Goniosoma)  erythrodactyla,  G.  Nobili,  Faunc  Carcinologique  de 
la  Mer  Rouge.  Decapodes  et  Stoinatopodcs,  in:  Annales  Sc.  Nat.  9e  serie, 
Zool.  T.  IV,  1906,  p.  194. 

Distribution:  Red  Sea  (Djeddah),  Amirantc  Islands,  Ceylon,  Mauritius, 
Moluccas,  Flores,  Tahiti,  Marquesas  and  Hawaiian  Islands. 

The  only  sample  ever  brought  to  us  from  the  Bay  of  Batavia,  a  male, 
is  figured  here.  The  upper  surface  of  the  carapace  is  covered  with  short  felt, 
with  the  exception  of  the  teeth,  of  the  border  and  of  the  granular  transverse 
ridges  shown  in  the  figure.  Colour  dark  olive-green  with  a  large,  round, 
red  blot  on  the  branchial  regions.  Fore-legs  pale  flesh-coloured,  fingers  at 
the  proximal  half  purple-red,  the  distal  half  and  the  teeth  black;  spines  red 
at  the  base.  Walking  and  swimming  legs  reddish,  covered  with  red  dots. 

4.  Charybdis  (Goniosoma)  cruciata  (llerbst),  radjungan  karang  (Plate 
XII  b). 

G.  E.  Rumphius,  D’Amboinschc  Rariteitkamer,  1705,  1st  book,  p.  11,  and  plate 
VI,  letter  R. 

(Rumphius  Gedenkboek,  1902,  p.  102,  under  the  name:  Goniosoma  cruciferum 
(Fabr.)  A.  M.  Edw.). 

Cancer  cmciatus,  J.  F.  W.  IIerbst,  l.c.  Bd.  II,  Heft  5,  1794,  p.  155,  Tab.  38, 
fig.  1. 

Portunus  crucifer,  Fabricius,  Supplementum  Entom.  Syst.  1798,  p.  364. 
Thalamita  crucifera,  II.  Milne  Edwards,  l.e.  1834,  p.  462. 

Goniosoma  cruciferum,  A.  Milne  Edwards,  l.c.  1861,  p.  371. 

Charybdis  (Goniosoma)  crucifera,  A.  Alcock,  l.c.  1899,  p.  51. 

Charybdis  crxiciuta,  M.  J.  Ratiibun,  The  Danish  Expedition  to  Siam  1899 — 
1900,  V,  Brachyura.  Coponhague,  1910,  p.  363  (in :  Kgl.  Danske  Vidensk. 
Selsk.  Skrifter,  7.  Raekke,  Naturvidensk.  og.  Mathem.,  section  V.  4). 


Distribution:  Indian  Ocean,  South  Africa  (Port  Alfred),  Indian  Archipelago, 
China  Sea,  Japan,  Australia. 


312 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


This  species  is  fairly  often  met  with  at  the  Pasar  ikan.  Although  the 
malayan  name  seems  to  imply  that  it  is  found  especially  on  the  karang  (coral- 
reefs),  yet  there  seems  to  be  no  question  of  a  preference  of  the  animal  to  the 
latter.  It  is  found  on  muddy  ground  and  in  the  sero’s  as  well. 

Rev.  Stebbing  (A  history  of  Crustacea,  London,  1893)  writes:  “It  is  per¬ 
haps  this  species  that  suggested  the  story  found  in  the  old  writers  that  on 
one  occasion,  to  calm  the  sea,  Xavier  threw  a  crucifix  into  it,  and  that  this 
was  afterwards  restored  to  him  by  a  crab.” 

The  fine  brown  and  creme  colours  make  this  species  one  of  the  most 
beautiful  swimming  crabs. 

5.  Charybdis  (Goniosoma)  natator  (lierbst)  H.  M.  Edw.,  radjungan 
batik  (Plate  XIII  a). 


Cancer  natator ,  J.  F.  W.  ITerbst,  Naturgesehichte  der  Krabben  und  Krcbsc 
II,  1796,  p.  156,  PI.  XL,  fig.  1. 

Thalamita  natator ,  H.  M.  Edwards,  Histoirc  naturelle  des  Crustaces,  I,  1834, 
p.  463,  PI.  17,  figs  13  and  14. 

Portunus  (Charybdis)  granulatus,  \V.  de  Haan,  Fauna  Japonica,  Crustacea, 
1835,  p.  42,  PI.  I,  fig.  1  . 

Goniosoma  natator,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum  X,  1861,  p.  370, 
385. 

Charybdis  (Goniosoma)  natator,  A.  Alcock,  Materials  for  a  carcinological 
Fauna  of  India,  Nr.  4,  Part  II.  Calcutta  1899,  p.  61. 

Distribution:  Red  Sea,  Mozambique,  Natal,  Mayotte,  Amirantc  Islands,  Ceylon, 
Madras,  Pondicherry,  Singapore,  Phillippdnes,  Penang,  Celebes,  Amboina, 
Shanghai,  Japan. 

This  species  shows  a  very  wide  distribution  but  I  suppose  it  is  nowhere 
very  common:  Professor  Alcock  (l.c.)  says  that  only  10  samples  are  present 
in  the  Indian  Museum  at  Calcutta,  from  Ceylon,  Madras  and  Pondicherry, 
and  one  from  Singapore,  and  in  all  my  (De  Man’s)  publications  it  is  men¬ 
tioned  only  twice.  Neither  does  it  occur  often  in  the  remaining  literature. 

The  best  figure  is  that  given  by  De  Haan  (l.c.),  where,  however,  the 
anterior  one  of  the  six  lateral  teeth  of  the  carapace  appeal's  not  sufficiently 
truncate.  De  Haan  himself,  however,  already  remarks  in  his  description 
“Dentes  laterales  supremi  truncati  (obtusiores  quam  in  figura  laudata)”. 
•One  may  recognize  CJucr ybdis  natator  (Hcrbst)  easily  by  the  reddish  colour 
of  the  lateral  and  frontal  teeth,  by  a  number  of  transverse  and  finely  gra- 
nulous  ridges  on  the  carapace  and  by  the  numerous  spines  and  knobs  on  the 
fore-legs  which,  .moreover,  sHbw  a  blue  tint  on  the  inner  side  of  the  base  of 
the  fingers  of  the  chela. 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man  :  Radjungans. 


313 


6.  Charybdis  (Goniosoma)  lucifera  (Fabr.),  radjungan  batn  (Plate 
XIII  b). 

Portunus  lucifer,  Fabricius,  Supplcm.  Entom.  Syst.,  1798,  p.  364. 
Goniosoma  quadrimacuUitum ,  A.  Milne  Edwards,  l.c.  1861,  p.  375,  plate 
XXXIV,  fig.  3. 

Goniosoma  luciferum,  J.  G.  de  Man,  Report  on  the  Podophthalmous  Crustacea 
of  the  Mergui  Archipelago,  London  1888,  p.  83  (foot-note),  in:  Journ. 
Linn.  Society,  Zoology,  Vol.  XXII. 

Charybdis  (Goniosoma)  quadrimaculata ,  A.  Alcock,1.  c.  1899,  p.  54. 
Charybdis  lucifera ,  M.  J.  Rathbun,  l.c.  1910,  p.  364,  plate  II,  fig.  10. 

Distribution:  Coasts  -of  the  British-Indian  Peninsula,  Malabar,  Siam,  Java 
(Batavia,  miss  Rathbun). 

7.  Thalamita  crenata  Ltr.,  radjungan  hidjau  1  (Plate  XIV  a). 
Portunus  crenutus,  Latreille,  Collection  du  Museum. 

Thalamita  crenata,  E.  Ruppell,  Beschreibung  und  Abbildung  von  24  Arten 
kurzschwanziger  Krabben.  Frankfurt  a.M.  1830,  p.  6,  plate  1,  fig.  2. 
Thalamita  crenata,  H.  Milne  Edwards,  Hist.  Nat.  des  Crustaces,  I,  1834, 
p.  461. 

Thalamita  crenata,  F.  Krauss.  Die  Sudafrikanischen  Crustaceen.  Stuttgart, 
1843,  p.  25. 

Thalamita  crenata,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum,  X,  1861,  p. 
365,  367. 

Thalamita  prymna,  R.  Kossmann,  Zool.  Ergebnisse  einer  Reise  in  die  Kiistcn- 
gebiete  des  Rothen  Meeres,  Leipzig,  1877,  III,  Malacostraca,  p.  47. 
Thalamita  creyiata,  J.  G.  de  Man,  in  Journ.  Linn.  Soc.  London,  Zoology,  vol. 
XXII,  1888,  p.  79,  and  in:  Abhandl.  Senckenb.  Naturf.  Gescllschaft, 
Frankfurt  a.M.  Bd.  XXV,  1902,  p.  644. 

Thalamita  crenata,  A.  Alcock,  l.c.  p.  76. 

Distribution:  Red  Sea  (Suez),  Indian  Ocean  (coast  of  Natal,  Mozambique, 
Madagascar,  Bombay,  Persian  Gulf,  Mergui  Archipelago,  Andamans, 
Penang,  Singapore),  Indian  Archipelago,  Cape  York,  New  Caledonia, 
Samoa,  Fiji,  Marquesas  and  Society  Islands,  Carolines,  Liu-kiu-lslands, 
coasts  of  China. 

Kossmann  (l.c.)  and  Alcock  (l.c.)  are  inclined  to  consider  as  belonging 
to  one  all  the  species  of  the  genus  Thalamita  in  which,  as  in  Thalamita  prymna 
(ITerbst),  eight  frontal  teeth  are  present  and  the  basal  joint  of  the  outer 
antennae  is  much  broadened,  this  one  species  then  being  Thai,  prymna  (Herbst). 
The  species  mentioned  are:  Thalamita  crenata  Latr.,  coeruleipes  Jacquinot 
and  Lucas,  crassimana  Dana,  spinimana  Dana,  picta  Stdmpson,  Danae  Stimp- 
son,  and  Stimpsonii  A.  M.  —  Edw.  Alcock  (l.c.  p.  76),  however,  says:  “But 


314 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


as  it  is  only  occasionally  that  one  encounters  specimens  that  show  a  combi¬ 
nation  or  confusion  of  characters  I  prefer,  for  convenience,  to  consider  the 
usually  accepted  species  as  distinct”.  With  which  opinion  I  agree  (De  Man). 

M.  Weber  (Zool.  Ergebnisse  einer  Reise  in  Niedcrl.  Ost-Indien,  II,  p. 
285)  collected  a  few  more  species  of  this  genus  near  the  isle  of  Enkhuizen  in 
the  Bay  of  Batavia.  These  are:  Thalamita  prymna  and  Admete  Ilerbst, 
besides  Th.  Danae  Stimpson. 

8.  Thalamita  Danae  Stimpson,  radjungan  hidjau  11  (Plate  XIV  b). 

Thalamita  crenata ,  J.  D.  Dana,  U.  S.  Explor.  Exped.  Crustacea,  Pt.  I.  p.  282, 
plate  XVII,  figs.  7  a — b. 

Thalamita  Danae,  W.  Stimpson,  in :  Proc.  Acad.  Nat.  Sciences  of  Philadelphia, 
March  1858,  p.  37. 

Thalamita  Danae,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum,  X,  1861,  p.  366, 
plate  XXXVI,  figs.  1—1  c. 

Thalamita  Danae,  J.  G.  de  Man,  in:  Journal  Linn.  Soc.  London,  vol.  XXII, 
1888,  p.  78,  plate  IV,  figs  8  and  9,  and  in:  Notes  from  the  Leyden 
Museum,  vol.  XV,  1893,  p.  285,  and  in:  Abhandl.  Scnckenb.  Naturf.  Ge- 
sellsch.,  Frankfurt  a.M.,  Bd.  XXV,  1902,  p.  644,  plate  XXI,  fig.  28. 
Thalamita  Danae,  A.  Alcock,  l.c.  p.  77. 

Distribution:  Red  Sea  (Obock),  Mozambique,  Mergui  Archipelago,  Andaman- 
Islands,  Indian  Archipelago  (Padang,  Java,  Amboina,  Ternate,  Timor, 
Ceram),  Hongkong,  Auckland. 

In  his  article  (l.c.  188)  on  the  Crustacea  Podophthalma  of  the  Mergui- 
Archipelago  De  Man  has  suggested  that  Thalamita  Stimpsoni  A.  M.  Enw. 
(l.c.  1861,  p.  362,  PI.  XXXV,  fig.  4)  must  be  considered  as  a  variety  of  Thai. 
Danae.  If,  however,  one  compares  the  full-grown  samples  of  Thai.  Dana-e  and 
Thai,  crenata  with  each  other,  the  differences  are  so  great  that  it  seems 
almost  impossible  that  these  two  species  should  be  identical. 

9.  Podophthalmus  vigil  (Fabr.),  radjungan  angin  (Plate  XV  b  and  c). 

Portunus  vigil,  J.  C.  Fabricius,  Supplementum  Entomol.  Svst.  1798,  p.  363, 
nr.  1. 

Podophthalmus  spinosus,  J.  B.  P.  A.  de  Lamarck,  Hist.  Nat.  des  Animaux 
sans  Vertebres,  V.  p.  157. 

Podophthalmus  spinosus,  A.  G.  Desmarest,  Considerations  Gcneralcs  sur  la 
Classe  des  Crustaces  etc.,  Paris,  1825,  p.  100,  plate  6,  fig.  1. 
Podophthalmus  vigil,  H.  Milne  Edwards,  Histoire  naturelle  des  Crustaces, 
I,  1834,  p.  467,  and  in :  Regne  Animal  de  Cuvier,  Atlas,  plate  IX,  fig.  1. 
Portunus  (Podophthalmus)  vigil,  W.  de  IIaan,  Fauna  Japonica,  Crustacea, 
1835,  p.  44. 


II.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man:  Radjungans. 


315 


Podophthalmus  vigil,  A.  Milne  Edwards,  in:  Archives  du  Museum,  X,  1861, 

p.  420. 

Podophthalmus  vigil,  E.  J.  Miers,  Report  on  the  Challenger  Bracliyura, 
London,  1886,  p.  207. 

Podophthalmus  vigil,  J.  G.  de  Man,  in :  Sammlungen  des  Geologisehcn  Reichs- 
Museums  in  Leiden,  Ser.  I,  Bd.  VII,  Leiden,  1904,  p.  274. 

Distribution:  Red  Sea,  Indian  Ocean,  coasts  of  Siam,  Japan,  Hawaiian  Islands. 

This  species,  distinguished  from  all  other  indopacific  swimming  crabs  by 
its  enormously  elongated  eye-stalks  which  occupy  together  the  whole  breadth 
of  the  carapace,  was  thus  far  missing  in  all  the  Decapoda-collections  identified 
by  me  (De  Man).  All  these  collections,  however,  belonged  to  the  litoral  fauna, 
not  to  the  deeper  water.  The  Batavian  fishermen  bring  it  up  from  a  depth 
of  about  15  fathoms,  while  fishing  there  for  “peperrek”  (small  fishes  belonging 
to  the  genera  Equula  and  Gazza). 

In  this  species  also  the  sexual  dimorphism  is  very  evident,  the  males  being 
here,  as  in  Neptunus  pelagicus 9  larger  and  having  more  elongated  limbs  than 
the  females. 

Good  figures  of  this  species  are  to  be  found  in  the  above  mentioned 
work  of  Desmarest  and  in  Cuvier’s  Regne  animal.  Professor  Alcock,  curi¬ 
ously  enough,  does  not  mention  it  in  his  “Materials”  of  which  the  part  on 
Portunidae  appeared  in  1899.  He,  however,  describes  a  second  species  of  this 
genus  under  the  name  of  Podophthalmus  nacreus  A.  Alcock;  this  species, 
living  in  the  Gulf  of  Martaban  and  on  the  coasts  of  the  Andaman  Islands, 
.Glows  a  quite  different  carapace  which  is  less  strongly  broadened,  whereas 
the  eye-stalks  reach  to  beyond  the  large  lateral  tooth  of  the  cephalothorax. 
The  Pod.  nacreus,  the  second  species  known  of  this  genus,  approaches  in  its 
characters  and  external  appearance  the  genus  Euphylax  described  in  1862 
by  Stimdson  and  comprising  the  swimming  crabs  of  the  West-Indies. 

In  1904  I  wrote  (l.c.)  on  some  ten  samples  of  Podophthalmus  vigil  from 
post-tertiary  layers  of  the  Minahassa,  Celebes. 

For  the  sake  of  easy  determination  Dr.  de  Man  has  made  the  following 
dichotomous  table. 

Table  for  the  determination  of  the  Batavian  radjungans. 

I.  Eye-stalks  of  moderate  length,  the  latter  being  always  considerably  less 
than  the  breadth  of  the  front,  i.e.  the  part  situated  between  the  two  eye¬ 
holes.  Front  directed  horizontally  forwards,  not  bending  downwards. 
Outer  border  of  the  eye-holes  reaching  laterally  less  far  than  the  next 
following  part  of  the  carapace  which  bears  a  series  of  teeth  of  which  the 
hindmost  reaches  furthest  outwards. 

A.  Lateral  border  of  the  carapace  with  nine  teeth  0),  including  the 


(1)  To  this  group  belongs  also  the  common  “kepiting”  (Scylla  serrata ). 


316 


Treubia  Vol,.  VI,  Live.  3 — 4. 


tooth  on  the  outside  of  the  eye-hole.  The  hindmost  of  these  teeth 
terminating  into  a  fairly  long  spine. 

1.  A  sharp  spine  at  the  end  of  the  hind  border  of  the  arm  of  the 
forelegs.  Posterior  half  of  the  carapace  without  three  large  red 
round  spots. 

Neptunus  pelagicus  Linne. 

2.  Hind  border  of  the  arm  of  the  fore-legs  without  spine  at  the 
extremity.  Three  large  red  roundish  spots  on  the 
posterior  half  of  the  carapace. 

Neptunus  sanguinolentus  (Herbst). 

B.  Lateral  border  of  the  carapace  with  six  or  seven  teeth,  including 
the  tooth  on  the  outside  of  the  eye-hole. 

1.  Lateral  border  of  the  carapace  with  seven  teeth,  the  second  and 
the  fourth  one  being  rudimentary. 

Charybdis  (Goniosoma)  erythrodactyla  (Lamarck). 

2.  Lateral  border  with  six  teeth  of  equal  size. 

a.  The  first  or  anterior  one  of  these  six  teeth,  which  forms  the 
outer  border  of  the  eye-hole,  is  truncate  or  even  slightly  concave. 
aa.  The  whole  animal  looks  smooth,  hairless.  N  o  trans¬ 
verse  finely  granulous  ridges  occur  on  the  posterior  half 
of  the  carapace,  behind  the  finely  granulous  and  slightly 
curved  line  which  unites  the  hindmost  lateral  teeth.  First 
or  anterior  lateral  tooth  generally  slightly  concave.  Fore¬ 
legs  smooth,  with  spines  but  not  granulous.  On  the 
middle  of  the  carapace  a  pale  figure  in  the  shape  of  a 
cross,  and  on  both  sides  two  pale  bands  uniting  anteriorly 
and  ending  on  the  outside  of  the  eye-holes. 

Charybdis  (Goniosoma)  cruciaba  (Herbst). 

bb.  The  whole  animal  covered  with  a  very  short,  grey,  felt-like 
hair-coat  which,  however,  leaves  free  the  finely  granulous 
ridges  on  the  carapace,  the  margin  of  the  lateral  and  front¬ 
al  teeth,  the  spines  and  knobs  of  the  fore-legs,  these  free 
parts  all  showing  a  bright  red  colour.  On  the  posterior  half 
of  the  carapace,  behind  the  finely  granulous  transverse  ridge 
joining  the  posterior  lateral  teeth,  a  few  more  finely 
granulous  transverse  ridges  are  found,  viz.  one,  interrup¬ 
ted  for  a  short  distance  in  the  middle,  on  the  regio  car - 
diaca,  and  on  either  side  two  shorter  ones,  one  behind  the 
other,  on  the  regio  branchialis,  the  anterior  one  of  these 
being  slightly  broader  than  the  posterior  one.  The  first 


317 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man:  Radjungans. 


or  anterior  one  of  the  six  lateral  teeth  truncate,  but  not 
concave.  Fore-legs  coarsely  granulous. 

Charybdis  ( Gonwsovm )  natator  (Herbst).  H.  M.  Edw. 


b.  The  first  or  anterior  one  of  these  six  teeth,  which  forms  the 
outer  border  of  the  eye-hole,  terminates  in  a  pointed  tip,  in 
the  same  way  as  the  outer  ones.  On  the  posterior  half  of  the 
carapace  four  large  pale  spots,  two  on  either  side,  the  median 
ones  being  larger  than  the  outer  ones. 

Charybdis  (Goniosoma)  lucifera  (Fabricius). 


C.  Lateral  border  of  the  carapace  with  five  teeth,  including  the  first 
or  anterior  tooth  at  the  outer  border  of  the  eye-holes  and  sometimes 
with  little  denticles  in  the  interdental  spaces.  The  fourth  lateral 
tooth  has  the  same  size  as  the  fifth  or  posterior  one,  not  much 
smaller. 

a.  Upper  surface  of  the  carapace  smooth,  the  transverse  lines  on  the 
anterior  half  very  finely  granulous,  not  very  conspicuous.  Chelae 
on  the  outer  and  the  inner  side,  as  well  as  the  under  surface, 
completely  smooth. 

Thalamita  crenata  Latr. 


b.  The  granulous  transverse  lines  on  the  upper  surface  of  the  cara¬ 
pace  very  conspicuous,  the  anterior  four  strongly  developed.  Chelae 


Fig.  1.  Underside  of  the  fore  leg  of  a  Thalamita  crenata  Latr. 

j)  „  Danae  Stimpson. 


318 


Treubia  Vol.  VT,  Livr.  3 — 4. 


on  the  outer  and  the  inner  side,  as  well  as  on  the  under  surface, 
distinctly  granulous;  the  ridge  running  —  as  in  C  a  —  on  the 
outer  side  and  reaching  to  the  end  of  the  unmovable  finger,  begins 
already  at  the  articulation  of  the  proceeding  joint  (the  carpus) 
which  is  not  the  case  in  C  a .  Besides  there  is  here  a  second, 
coarsely  granular,  ridge,  missing  in  C  a,  and  running  on  the 
outside  of  the  chela  between  the  first-mentioned  ridge  and  the 
upper  surface  (cf.  Pig.  lb).  On  the  posterior  half  of  the  upper 
surface  of  the  carapace  a  large  reddish  spot  may  be  observed  on 
either  side. 

Thalamita  Danae  Stimpson. 

II.  Eye-stalks  extremely  long,  occupying  together  the  whole  breadth 
of  the  carapace  and  separated  by  a  very  narrow  strip,  directed  obliquely 
downwards  and  terminating  in  a  transverse  narrow  plate,  the  front 
proper.  Outer  corner  of  the  eye-holes  terminating  into  a  very  sharp 
and  slightly  forward-directed  spine,  behind  which  only  one  more  small 
sharp  tooth  is  found,  the  lateral  border  of  the  carapace  running  further 
obliquely  inwards  and  backwards.  Chelae  elongate,  with  three  spines  of 
which  one  is  situated  on  the  inner  side.  On  the  middle  of  the  outer 
side  of  the  chela  a  longitudinal  granulous  and  very  conspicuous  ridge. 

Podophlhalmus  vigil  (Fabricius) . 

With  the  exception  of  the  radjungan  angin  ( Podophthalmus  vigil)  and 
the  radjungan  hidjau  I  have  kept  alive  in  the  aquarium  all  the  species  men¬ 
tioned,  often  for  a  considerable  time.  They  all  behaved  somewhat  in  the 
same  manner. 

Although  the  name  “swimming  crab”  and  the  paddle-shaped  hind-legs 
might  suggest  that  their  normal  way  of  moving  is  swimming,  yet  this  appears 
not  to  be  the  case.  Only  occasionally  did  they  “take  paddle”,  e.g.  when  a 
female  was  being  pressed  hard  by  a  courting  male.  The  swimming  gives  the 
impression  of  being  a  fairly  strenuous  occupation  and  soon  they  sink  again 
to  the  bottom.  According  to  the  fishermen  the  radjungans  are  found  a 
little  distance  above  the  bottom  when  the  weather  is  rough.  Evidently  they 
are  swimming  then,  perhaps  the  water  is  troubled  near  the  bottom  which  is 
quite  possible  as  the  radjungans  live  in  depths  varying  from  two  or  three  to 
ten  fathoms  only.  Never  did  I  observe  radjungans  swimming  near  the  surface 
of  the  sea  as  is  often  the  case  with  Matuta  where  all  the  legs  are  more  or  less 
swimming  legs.  For  the  rest  one  gets  the  impression  that  the  hind-legs  are 
used  by  the  radjungans  more  when  the  crab  buries  itself  backwards  into  the 
sand  than  for  swimming.  Never  did  the  radjungans  in  the  aquarium  any 
harm  to  the  living  fishes  but  as  soon  as  there  were  dead  ones  they  were  at 
them.  As  a  rule  we  gave  them  “tri”  ( Stolephorus  spp.)  as  food.  They  would 
take  one  with  their  chelae  and  bring  it  with  one  end  to  the  mouth  in  the 
same  way  as  we  would  do  with  a  cigar.  The  maxillipeds  then  nibbled  busily 


319 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man:  Radjungans. 


at  this  end  of  the  fish  and  in  this  way  the  fish  gradually  disappeared.  From 
time  to  time,  however,  the  crab  would  pause  a  moment  and  withdraw  the  rest 
of  the  fish  from  its  mouth,  in  the  same  way  as  a  smoker  does  with  his 
cigar. 

Especially  with  animals  newly  brought  into  the  aquarium  I  often  ob¬ 
served  the  males  paying  their  court  to  the  females.  He  would  approach  high 
on  his  legs  and  with  the  chelae  widely  spread  out,  whereas  she  was  trying 
to  evade.  If  he  succeeded  in  cornering  her,  then  she  would  often  have  re¬ 
course  to  the  swimming  legs  and  thus  succeed  in  escaping.  The  copulation 
was  more  than  once  observed.  The  female  then  lies  on  her  back,  quite  passi¬ 
vely,  the  chelae  and  most  of  the  other  legs  drawn  in.  The  male  is  standing 
over  it,  its  pleon  inserted  under  that  of  the  female  which  is  turned  back. 

The  eggs  are  attached  in  the  usual  way  to  the  pleopods  of  the  female. 
When  newly  laid  they  are  yellow,  in  the  course  of  the  next  days  they  gradually 
get  darker  until  at  last  the  egg-mass  is  nearly  black.  I  cannot  say,  how  many 
days  the  hatching  takes,  for  although  we  got  eggs  more  than  once  in  the 
aquarium,  we  never  saw  them  hatch.  They  always  disappeared  again  after 
a  few  days,  for  which  I  know  no  other  explanation  than  that  they  are  eaten 
up  by  the  mother,  perhaps  after  she  had  noticed  that  the  development  did 
not  proceed  in  the  normal  way. 

According  to  Stead  (l.c.  p.  748)  the  spawning  season  in  Australia  is 
about  August,  September,  October  and  November.  In  Batavia  no  such  definite 
spawning  time  could  be  observed,  egg-bearing  females  occurring  all  the  year 
round. 

If  wTe  take  a  female  radjungan  from  the  fish-market  bearing  eggs  of  a 
very  dark,  nearly  black  colour,  we  find  that  these  eggs  contain  young  zoea- 


Fig.  2.  Embryo  freed  from  the  egg-membrane,  X  45- 
„  3.  Newly  hatched  larva,  X  45*  SP  dorsal  spine. 

larvae,  as  shown  in  figs.  2  and  3.  The  latter  of  these  figures  represents  the 
larva  after  the  moult  which  accompanies  the  hatching.  In  fig.  2  the  dorsal 


320 


Treubia  Yol.  VI,  Liyr.  3 — 4. 


spine  on  the  cephalothorax,  so  characteristic  in  zoea-larvae  of  Rrachyura,  is 
still  folded  up  in  forward  direction  inside  the  cuticle  which  will  burst  soon. 
The  same  is  the  case  with  the  lateral  spines  which  we  see  in  fig.  3  pointing 
backwards  from  the  hindborder  of  the  pleonsegments  2 — 4.  In  fig.  2  these 
spines  are  still  folded  up  inside  the  cuticle  and  directed  to  the  dorsal  side, 
whereas  in  fig.  3  they  have  just  become  free.  Besides  the  rudiments  of  the 
first  and  the  second  antennae  and  of  the  mandibles,  those  of  the  two  pairs 
of  maxillipedes  may  be  discovered.  Very  constantly  a  black  pigment  spot  is 
present  on  the  mandible  and  one  on  the  protopodite  of  the  first  maxilliped. 
Other  pigment  spots  may  be  seen  on  the  segments  2 — 4  of  the  pleon,  where  a 
group  of  them  is  found  at  the  base  of  each  of  the  spines.  Finally  we  sec 
groups  of  black  pigment  spots  also  in  the  more  anterior  segments. 

In  the  surface  plankton  of  the  Bay  of  Batavia  I  have  sometimes  found 
large  numbers  of  zoca-  and  megalopa-larvae,  evidently  all  belonging  to  one 
species.  The  megalopa-larvae  could  be  recognized  as  those  of  swimming-crabs, 

the  posterior  pair  of  pereiopods 
showing  already  an  evident  flat¬ 
tening  of  the  outer  joints.  The 
youngest  zoea-larvae  agreed  very 
well  with  those  freed  from  the 
eggs  of  the  radjungan,  although 
being  larger  and  further  advan¬ 
ced.  Now  taking  into  considera¬ 
tion  that  radjungans  occur  in 
great  numbers  at  the  bottom  of 
the  bay  of  Batavia  and  that 
other  crabs  are  not  nearly  so 
common  there,  the  conclusion  lies 
at  hand  that  we  are  dealing  with 
the  larvae  of  radjungans.  And 
as  we  have  seen,  that  all  the 
species  enumerated  in  this  article 

may  be  called  fairly  rare  as  compared  with  the  common  radjungan,  Neptunus 
pelagicus,  we  may  safely  conclude  that  by  far  the  majority  of  the  larvae, 
if  not  all,  belong  to  the  latter  species. 

Figs.  4,  5  and  6  represent  three  stages  in  the  development  of  the  pelagic 
zoea,  evidently  corresponding  to  three  successive  moults.  Black  pigment 
spots  are  to  be  found  in  the  same  places  as  with  the  larvae  freed  from  the 
eggs,  viz.  at  the  base  of  the  spines  of  the  pleon-segments  2 — 4,  a  few  also  more 
anteriorly  and  one  on  the  rudiment  of  the  mandible.  Only  the  pigment  spot 
on  the  protopodite  of  the  first  maxillipede  could  not  be  found  again  in  the 
pelagic  larvae. 

The  two  spines  of  the  carapace,  one  directed  forward  and  one  backward, 


Fig.  4.  Zoea-larva  from  the  plankton,  X  45. 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man  :  Radjungans. 


321 


are  well  developed  now ;  there  is  also  a  smaller  lateral  spine  on  each  side. 


The  pleon  consists 
of  six  joints,  of  which 
nrs  2 — 4  bear  lateral 
spines,  whereas  in  nrs 
1  and  5  there  may  be 
discovered  only  a  faint 
rudiment  of  such  a 
spine  in  the  correspond¬ 
ing  place.  All  the 
segments  develop  a  pair 
of  pleopods,  with  the 
exception  of  the  last 
one,  while  the  rudi¬ 
ments  of  those  of  the 
5th  segment  are  smal¬ 
ler  than  those  in  the 
proximal  ones. 

Besides  the  pleo¬ 
pods  we  see,  in  compar¬ 
ing  the  three  succes- 
sives  stages,  also  the 


Fig.  6.  Zoea-larva  from  the  plankton,  X  24,7. 

pereiopods  developing  steadily,  and  in  fig.  6  the  rudiment  of  the  gills  may  be 
observed  through  the  transparent  carapace. 


21 


322 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


The  transition  into  the  megalopa-stage  seems  to  be  a  fairly  sudden  one; 
at  least  in  a  number  of  plankton  samples  in  which  zoea-  and  megalopa-larvae 
abounded,  I  did  not  meet  with  any  intermediate  stage  between  those  of  fig.  G 
and  of  fig.  7. 

All  the  pereiopods  are  well  developed  now  and  by  the  flattened  terminal 
joint  of  the  5th  pair  (figs.  7  and  8)  we  recognize  the  swimming  crab.  The 
basal  segment  of  this  last  pair  of  pereiopods  bears  a  strong,  backward  directed 
spine  which  in  both  figures  may  be  seen  at  the  left  and  the  right  of  the 
basal  part  of  the  pleon.  Hairs  have  appeared  on  the  surface  of  all  the  pe¬ 
reiopods.  The  lateral  spines  of  the  pi  eon-segments  2 — 4  have  disappeared, 
with  the  exception  of  those  of  the  4th  segment.  In  the  stage  of  fig.  7  the 
segments  5  arid  6  are  already  flexed  forward  (in  the  figure  they  have  been 
pulled  back)  and  in  fig.  8  the  segments  3  and  4  are  bending  round  also. 

It  seems  that  at  this  stage  the  larvae  disappear  from  the  surface  plank¬ 
ton;  I  did  not  find  any  further  advanced  stages. 


Fig.  7.  Megalopa-larva  from  the  plankton  X  24,7. 


The  moulting  of  the  adult  radjungans  was  often  observed  in  the  aquarium, 
it  wholly  agrees  with  what  we  know  of  the  moulting  of  crabs  in  general.  The 


Treubia  Vol.  V' J 


Plate  X 


«•  ticylla  serrata  fForsksil)  XV, 
Ncptunus  pelagicus_  (Linn<5),  (j)  X  V, 


Neptunus  pelagicus  (LinnS),  3*  X  % 


Treubia  Vol.  VI.  Plate  XI. 


Treubia  Vol.  VI 


Plate  XII 


a.  Neptunus  sanguinolcntus  (Herbst),  ^  X  %• 

b.  Churybdis  (Ooniosoino)  cruciatu  (Herbst),  X  %• 


Treubia  Vol.  VI 


Plate  XIII 


a.  Charybdis  ( Goniosoma )  natator  (Ilerbst),^  X  % 

b.  „  „  lucifera  (Fabr.),  X  %• 


Tkkubia  Vol.  VI 


Plate  XIV 


a.  Thalamita  crenata  I^atr.  X  1. 

0.  Thalamita  Danae  Stimpson  X  1- 


Treubia  Vol.  VI. 


Plate  XV 


a.  CharyMis  (Ooniosoma)  erythrodactyla  (Lamarck),  ^  X  %• 

b.  Pod ophth almus  vigil  (Fabr.),  ^  X  %• 

(.  „  $x%. 


H.  C.  Delsman  and  J.  G.  de  Man:  Radjungans. 


323 


perfect  condition  in  which  the  exuvium  is  left  behind  causes  surprise  again 
and  again.  The  crab  leaves  its  old  coat  by  a  fissure  dorsally  at  the  limit  of 
the  cephalothorax  and  the  first  pleon-segment. 


Fig.  8.  Older  megalopa-larva  from  the  plankton  X  24,7. 


ON  TWO  MINIATURE  RADJUNGANS  FROM  SUMATRA’S 

EAST-COAST. 

By 

Dr.  J.  G.  de  Man 
(Icrseke,  Holland). 

During  his  investigation-cruises  in  1923  Dr.  H.  C.  Delman  collected  a 
number  of  small  “radjungans”  near  the  estuary-like  mounths  of  the  Rokan  and 
especially  of  the  Indragiri  where  they  occur  in  great  numbers  in  shallow 
water.  A  few  of  them  were  sent  to  me  for  identification.  They  proved  to 
belong  to  two  species  of  the  genus  Charybdis  which  are  evidently  fairly  rare, 
as  it  was  the  first  time  I  had  an  opportunity  to  examine  them. 

The  result  is  as  follows: 

Oharybdis  (Goniosoma)  callianassa  (IIerbst)  A.  M.  Edw.  Fig.  la — c. 


Fig.  1.  Charybdis  (Goniosoma)  callianassa  (Herbst)  A.  M.  Edw.,  male.  a.  anterior 
part  of  the  cephalothorax,  seen  from  above,  X  3.  b.  right  orbita, 
seen  from  the  underside,  X  3.  c.  abdomen,  X  3. 

Cancer  callianassa ,  J.  F.  W.  IIerbst,  Versuch  einer  Naturgeschichte  dcr 
Krabben  und  Krebse  etc.  etc.,  Band  III,  2.  Heft,  Berlin  1801,  p.  45. 
Table  LIV,  fig.  7. 


324 


J.  G.  de  Man:  Two  miniature  radjungans. 


325 


Goniosoma  caHlianassa,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum,  X, 
1861,  p.  382. 

Charybdis  (Goniosoma)  callianassa,  A.  Aloock,  Materials  for  a  Carcino- 
logical  Fauna  of  India,  nr.  4.  The  Brachyura  Cyclometopa,  Part  II. 
The  Families  Portunidae,  Cancridae  and  Corystidae.  Calcutta  1899, 
p.  57  (Journal  Asiatic  Society  of  Bengal,  Vol.  XLV1II,  Part  II,  nr.  1, 
1899). 

A  male  and  an  eg'g-bearing  female  from  the  Amphitrite-bay  (mouth  of 
the  Indragiri). 

The  cephalothorax  of  the  male  had  a  breadth  of  30  mm.,  measured  between 
the  extremities  of  the  hindmost  lateral  teeth,  and  a  length  of  22,4  mm., 
measured  in  the  median  line,  including  the  median  pair  of  frontal  teeth,  but 
without  the  abdomen;  including  the  abdomen  the  length  is  23,5  mm.  For 
the  female  these  figures  are  consecutively  28  mm.,  18,8  mm.,  and  22,5  mm. 
In  the  male  the  length,  without  the  abdomen,  thus  amounts  to  slightly  more 
than,  in  the  female  to  exactly,  %  of  the  greatest  breadth,  this  difference  being 
due  to  the  fact  that  in  the  female  the  outermost  lateral  tooth  is  longer  than  in 
the  male.  Both  samples  answer  exactly  to  the  detailed  description  of  Alcock, 
with  the  exception  of  a  few  minor  differences.  According  to  this  author 
there  is  a  finely  granulous  line  running  across  the  regio  cardiaca,  similar  to 
those  occurring  on  the  gastric  region ;  in  both  samples  the  regio  cardiaca  truly 
appears  convex  but  no  trace  can  be  discovered  of  a  transverse  granulous  line. 
The  frontal  teeth  (fig.  1)  in  the  two  samples  are  formed  in  the  same  way,  in 
the  male,  however,  the  median  pair  reaches  slightly  further  forwards  than  in 
the  female.  As  indicated  by  Alcock,  the  outer  border  of  the  first  or  anterior 
tooth  is  cut  out,  thus  forming  a  small  prominence  at  the  hind  end  of  this 
border;  in  both  samples  this  prominence  is  larger  in  the  right  than  in  the 
left  lateral  tooth  and  appears  on  the  right  side  as  a  sharp  little  tooth  (figs 
la  and  lb).  The  sixth  lateral  tooth  reaches  in  the  male  much  further  out¬ 
wards  than  the  fifth,  but  is  not  much  larger;  in  the  female  the  last  tooth  is 
nearly  twice  as  long  as  the  last  but  one,  and  consequently  reaches  relatively 
further  outwards  than  in  the  male.  Although  the  third,  fourth  and  fifth 
segment  of  the  abdomen  have  coalesced  in  the  male  (fig.  lc),  yet  faint  traces 
of  the  sutures  bordering  the  fourth  segment  are  visible;  the  fourth  segment 
now  bears,  not  only  in  the  female  but  also  in  the  male,  a  transverse,  fairly 
sharp,  keel,  the  breadth  of  which  amounts  to  Vi  of  the  keel  on  the  third  seg¬ 
ment;  this  keel  (fig.  lc)  is  distant  about  twice  as  far  from  the  anterior 
(properly  speaking  the  posterior)  border  of  the  fifth  segment  as  from  the  keel 
of  the  third;  in  the  female  the  keel  on  the  fourth  segment  is  slightly  broader 
but  less  sharp  than  in  the  male. 

The  bigger  fore-leg  of  the  male  is  the  one  of  the  left  side,  in  the  female 
both  the  fore-legs  are  missing.  On  the  anterior  half  of  the  anterior  border 


326 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


of  the  arm  are  two  sharp  curved  spines,  the  hindmost  being  slightly  larger 
than  the  anterior  one;  behind  the  posterior  one  there  may  still  be  observed  a 
fairly  pointed  knob,  somewhat  closer  to  the  posterior  spine  than  the  distance 
between  the  two  spines.  On  the  carpus  of  both  legs  there  arc  only  two  small 
spines  exteriorly,  the  granulous  ridge  on  the  upper  side  not  terminating  in  a 
spine;  A.  Milne  Edwards  as  well  as  Alcock  say  that  the  carpus  here  always 
bears  three  spinelets,  apart  from  the  large  spine  at  the  inner  corner.  Chela 
with  three  spines,  the  two  anterior  ones  side  by  side  at  a  short  distance  from 
the  finger  joint,  the  third  behind,  near  the  carpal  joint.  According  to  A. 
Milne  Edwards  a  fourth  spine  is  sometimes  found  in  this  species,  placed  in 
front  of  the  spine  at  the  inner  border  of  the  upper  side  of  the  chela.  IIerbst 
(l.c.p.  46)  also  says:  “auf  dem  Oberrandc  stehen  nach  oben  zu  zwei  domige 
Ziihne  liinter  einander,  und  neben  ihnen  ausserhalb  zwei  kleinere”. 

Distribution:  Coasts  of  British  India  (Karachi,  Bombay,  Madras,  coast 
of  Orissa),  Gulf  of  Siam. 

Charybdis  (Goniosoma)  rostrata  (A.  M.  Edw.)  Fig.  2a,  b. 


Fig.  2.  Charybdis  (Goniosoma)  rostrata  (A.  M.  Edw.),  adult  egg-bearing 
female,  a.  anterior  part  of  the  cephalothorax  seen  from  above,  X  4^. 
b.  right  orbita,  seen  from  below,  X  4%. 

Goniosoma  rostratum,  A.  Milne  Edwards,  Archives  du  Museum,  X,  1861,  p. 
379,  PI.  XXXV,  fig.  2—26. 

Goniosoma  rostratum,  J.  R.  Henderson,  in:  Trans.  Linnean  Soc.  of  London, 
Zool.  Ser.  2,  Vol.  V,  1893,  p.  377. 

Charybdis  (Goniosoma)  rostrata,  A.  Alcock,  l.c.p.  59. 

An  egg-bearing  female  from  Bagan  Si  Api  Api  or  Amphitrite  Bay. 

The  breadth  of  the  carapace,  i.e.  the  distance  between  the  extremities  of 
the  hindmost  lateral  teeth,  is  22,5  mm.,  the  length,  measured  in  the  median 


J.  G.  de  Man:  Two  miniature  radjungans. 


327 


line  and  including  the  median  pair  of  frontal  teeth,  but  without  the  abdomen, 
is  15  mm.;  thus  the  cephalothorax  is  exactly  U/j  X  85  broad  as  long.  The 
sample  then  is  nearly  full-grown,  Alcock  giving  25  mm.  for  the  breadth.  The 
distance  between  the  sharp  outer  comers  of  the  eye-holes  (fig.  2a)  is  11,8  mm. 
between  the  equally  sharp  inner  corners  6.25  mm.  Finely  granulous  trans¬ 
verse  lines  on  the  gastric  region  and  a  curve  across  the  regio  cardiaca ,  uniting 
the  extremities  of  the  hindmost  lateral  teeth  but  interrupted  on  either  side 
of  the  regio  mesogastriea.  Moreover  a  finely  granulous  curved  transverse 
line  across  the  regio  cardiaca.  This  line  slightly  bulges  out  forwards  on  either 
side  of  the  median  line,  thus  consisting  of  three  curved  parts  of  equal  breadth. 
The  posterior  part  of  the  regio  mesogastriea,  situated  behind  the  transverse 
line  uniting  the  posterior  lateral  teeth,  is  bordered  on  either  side  by  a  finely 
granulous  oblique  line  which  reaches  neither  up  to  the  latter  transverse  line 
nor  to  the  regio  cardiaca;  the  hinder  extremity  of  this  line  passes  into  a  flat 
granulous  knob  bordering  the  regio  cardiaca  at  its  anterior  outer  comer,  and 
somewhat  more  laterally  from  the  oblique  line  a  faint  prominence  may  be 
observed.  However  the  finely  granulous  lines  occurring  in  Char .  variegata 
De  IIaan  on  the  branchial  region  proper  are  not  found  here.  The  2nd,  3rd, 
4th  and  5th  lateral  tooth  of  the  cephalothorax  are  of  the  same  size,  the  first 
or  anterior  one,  on  the  outside  of  the  eye-hole,  is  slighlty  larger,  the  outer 
border  of  this  tooth,  however,  does  not  exhibit  the  incision  found  in  Char, 
callianassa ;  the  last  tooth  is  twice  as  long  as  the  5th,  spine-like,  the  sharp 
extremity  slightly  curved  forward.  Whereas  the  distance  between  the  outer 
corners  of  the  eye-holes  is  only  half  the  greatest  breadth  of  the  carapace,  the 
distance  between  the  inner  comers  is  only  one  third.  If  we  call  the  frontal 
tooth  adjoining  the  median  line  the  first,  then  the  anterior  or  interior  edge  of 
the  second  runs  much  less  obliquely  (fig.  2)  than  in  fig.  2a  in  A.  Milne 
Edwards  (l.c.) ;  it  runs  nearly  transversely,  thus  causing  the  outer  border  of 
this  tooth  to  appear  much  shorter  than  in  the  figure  mentioned,  the  extremity 
also  being  much  blunter.  Both  the  median  frontal  teeth  reach  to  far  in  front 
of  those  of  the  second  pair  and  are  slightly  more  rounded  than  in  the  figure 
in  the  “ Archives”.  The  small  teeth  of  the  third  pair  which  reach  just  as  far 
forwards  as  those  of  the  second,  from  which  they  are  separated  by  a  very  small, 
triangular,  incision,  are  rounded  off  as  well,  whereas  in  fig.  2a  they  appear 
pointed,  the  inner  corners  of  the  eye-holes  being  sharp.  The  breadth  of  the 
eye-holes  amounts  to  slightly  more  than  half  the  distance  between  the  inner 
borders.  The  whole  upper  surface  of  the  carapace  is  covered  by  a  short  hair- 
coat,  the  granulous  lines  and  knobs  being  left  free. 

Besides  by  the  different  shape  of  the  frontal  teeth,  this  species  differs 
from  Char,  callianassa,  its  nearest  ally,  by  the  shape  and  the  course  of  the 
lower  border  of  the  eye-hole;  this  border  appears  more  concave  in  Charybdis 
rostrata  (fig.  2b)  and  the  triangular  incision  near  the  outer  corner  is  deeper 
than  in  the  species  of  Herbst  (fig.  la).  In  both  species  the  flagellum  of  the 
outer  antenna  is  separated  from  the  eye-hole,  as  is  the  case  in  all  species  of 


328 


Tkeubia  Voi,.  VI,  Livk.  3 — 4. 


Charybdis  'with  the  exception  of  the  subgen  us  Gonioneptunus,  but  in  Char, 
rostrata  the  distance  separating  the  flagellum  from  the  eye-hole  is  much 
shorter  than  in  Char .  callianassa,  the  protuberance  of  the  basal  joint  of  the 
antenna  which  joins  the  inner  comer  of  the  eye-hole  being  narrower. 

The  left  fore-leg  is  slightly  larger  than  the  right  one.  The  granulous 
anterior  border  of  the  arm  bears  on  the  distal  half  two  sharp  spines  of  nearly 
equal  size.  As  is  the  rule  in  this*  species,  according  to  Alcock,  the  carpus  bears 
only  two  spines  on  the  outside,  the  granulous  edge  ending  bluntly  on  the  upper 
side.  According  to  A.  Milne  Edwards  as  well  as  according  to  Aloock  the 
chela  is  said  to  bear  only  two  spines,  one  at  the  carpal  articulation,  the  second 
at  a  short  distance  from  the  finger  point  on  the  outer  border  of  the  upper 
side ;  these  two  spines,  the  latter  slightly  smaller  than  the  one  near  the  carpus, 
also  occur  in  our  sample,  but  in  addition  to  these  the  left  chela,  the  larger 
one,  bears  a  third,  still  smaller,  spine  on  the  inner  border  of  the  upper  side, 
at  the  same  distance  from  the  finger  joint  as  the  other  one  and  quite  like  in 
Char,  callianassa ;  on  the  right  chela,  the  smaller  one,  this  third  spine  is  absent. 

Distribution :  Mouths  of  the  Ganges,  northerly  part  of  the  Gulf  of  Ben¬ 
gal,  Mergui- Archipelago,  Gulf  of  Martaban,  coast  of  Ceylon  and  of  the 
Andaman  Islands. 


NEUE  HETEROMEREN  AUS  DEM  MALAYISCHEN  GEBIETE 


von 

F.  Borchmann, 

(Hamburg). 

Eine  kleine  Sammlung  von  Heteromeren  aus  hollandisch  Indien,  die  Herr 
Dr.  W.  Horn  mir  zur  Bestimmung  zusandte,  machte  mich  von  neuem  auf  die 
geringc  Kenntnis  des  ungeheuren  Formen-  und  Artenreichtums  jener  Land- 
striche  aufmcrksam.  Trotz  meiner  Abneigung  gegen  Einzelbcschreibungen 
hielt  ieh  die  Beschreibung  der  neuen  Arten  aus  gewissen  Griinden  als  Vor- 
arbeit  fiir  eine  umfassendc  Darstellung  fiir  notig.  Einige  nur  in  meiner 
Sammlung  enthaltene  Arten  wurden  hinzugefugt. 

ALLECULIDAE. 

Allecula  F. 

Dicse  Gattung  ist  im  Gebiete  in  ungehcurer  Artenzahl  vertreten.  Sie  ist 
sehr  schwierig,  und  die  meisten  alten  Beschrcibungen  sind  schwierig  zu  deuten. 

Allecula  (Dietopsis)  sericata  n.  sp.  —  13 — 14  mm.  —  Schlank,  nach 
hinten  verengt,  grosste  Breite  nahe  den  Schultern,  massig  gewolbt,  wenig 
glanzend;  pechbraun  bis  pechschwarz,  Vorderrand  der  Obcrlippe,  des  Clypeus 
und  die  Lamellen  der  Fussglieder  gelbbraun,  Fliigeldecken  unter  gewissem 
Winkcl  grunlich  oder  blaulich  seidenschimmernd ;  Oberseite  undicht,  ziemlich 
kurz  anliegend  braun,  Unterseite,  besonders  die  Beine  viel  dichter  gelbbraun 
behaart.  Kopf  gewolinlich,  fein  und  dieht  punktiert;  Oberlippe  quer  lierz- 
formig,  ausgerandet,  mit  langeren  Borsten;  Clypeus  von  der  Stirn  durch  eine 
ziemlich  scharfe,  fast  halbkreisformige  Furche  abgesetzt.  Stirn  gewolb+. 
Schlafen  sehr  kurz,  Hals  oben  sehwach  abgeschniirt;  Mundteile  gewolinlich. 
Fiihler  schlank,  die  Korpermitte  etwas  iiberragend,  fadenformig,  3.  Glied 
deutlich  kiirzer  als  das  4.,  11.  gegen  die  Spitze  verdickt,  kiirzer  als  10.; 
Augenabstand  in  beiden  Geschlechtern  einen  Durchmesscr.  Halsschild  ziem¬ 
lich  stark  quer,  bedeutend  breiter  als  der  Kopf,  gewolbt,  ausserst  fein,  wenig 
dicht  punktiert,  allseitig  gerandet,  an  der  Basis  mit  3  Eindruckcn,  Basis 
zweibuehtig,  Seiten  fast  parallel,  nahe  der  Basis  leicht  geschwungen,  Vorder- 
ecken  vom  letzten  Drittel  ab  breit  gerandet,  Hinterecken  fast  rechteckig. 


329 


330 


Treubia  Vol..  VI,  Livr.  3 — 4. 


Schildchen  gerundet,  mit  glatter  Mittellinic.  Fliigcldecken  etwas  broiler  als 
der  Halsschild,  mit  kraftigen  Punktstreifen,  Punkte  schwinden  in  der  Spitze, 
Zwischenraume  besonders  vorn  gewolbt,  fein  und  ziemlich  dicht,  etwas  ras- 
pelartig  punktiert,  Schultern  und  Spitzen  kurz  gerundet;  Epipleuren  von  der 
Mitte  gegen  die  Spitze  deutlich  crweitert.  Unterseite  glanzender,  Brust 
wenigstens  an  dcr  Seite  mit  feiner  Grundskulptur  und  ziemlich  grob,  Abdomen 
sehr  dicht,  sehr  fein  punktiert.  Beine  gewohnlich,  sehr  fein  und  sehr  dicht 
punktiert  und  bchaart,  Schienen  schwach  gebogen,  Enddorne  klcin,  Vordcr- 
sclienkel  und  Schienen  des  innen  mit  schwachcm,  goldgelbem  Toment; 
Vorderfusse  d*  mit  4,  Mittelfiisse  mit  2  erweiterten  Gliedern,  Hinterfiisse  nur 
mit  1  Lappen;  bcim  9  Vorderfusse  mit  2  Lamellen. 

5  Ex.,  2  9  $,  3d*  d*  von  Wai  Lima,  Lampongs  (Sd.  Sumatra)  11.  XI.  — 
19.  XII.  1921  nr.  17,  1(50  und  261.  Im  Urwald  und  bei  dcr  Hevea-Plantage 
(Karny  &  Siebers). 

Die  Art  ist  verwandt  mit  annamensis  Fleut.  ;  aber  diese  ist  viel  kleiner, 
und  der  Halsschild  ist  gegen  die  Basis  eingezogen.  A.  sericans  Fairm.  von  den 
Philippinen  ist  nach  hinten  wcuiger  verschmalert  und  der  Halsschild  ist  vor 
der  Alitte  am  breitesten. 

Allecula  decipiens  n.  sp.  —  12 — 13  mm.  —  Form,  Farbung  und  Behaarung 
wie  bei  sericata  an. ;  aber  das  3.  Fiihlerglicd  ist  kaum  kiirzer  als  das  4.,  der 
Halsschild  ist  viel  starker  quer,  etwas  starker  gewolbt,  die  Seiten  sind  nahe 
der  Basis  nicht  leicht  ausbuchtet,  sondern  gerundet,  sodass  der  Basiswinkel 
fast  abgerundet  ist.  die  Vorderwinkel  sind  stark  und  breit  abgerundet,  die 
Eindriicke  an  der  Basis  sind  deutlicher,  moistens  mit  einer  klcinen  glatten 
Linie.  Zwischenraume  der  Punktstreifen  weniger  dicht  punktiert;  am  Endc 
des  1.  Drittcls  dcr  Vorderschienen  cf  innen  eine  stumpfe  Erweiterung.  Das 
librige  wie  bei  seric&ta  m. 

2  dV  ,  1  9  vom  selben  Fundorte  11. — 30.  XT.  1921  Nr.  17  u.  160.  Beim 
Zeltlager  im  Urwald,  2  Wegstunden  oberhalb  der  Plantage  (Karny  &  Siebers). 

Allecula  discicollis  n.  sp.  —  13,5  mm.  —  Schlank,  gewolbt,  glanzend, 
ziemlich  lang,  fast  anliegend  gclbbraun  behaart;  pechschwarz,  Vorderrand  der 
Oberlippe,  Clvpeus  und  die  Spitzen  der  Fuhlerglieder  heller.  Kopf  gewohn¬ 
lich,  dicht  punktiert  ;  Oberlippe  quer  herzformig,  ausgerandet,  Clypeus  durch 
gebogene  Furche  abgesetzt,  Stirn  gewolbt,  Schlafen  sehr  kurz,  Hals  oben 
schwach  abgeschniirt.  Endglied  der  Lippcntaster  dreicckig,  bciderseits  gleich 
ei*weitert;  Fiililer  luaftig,  die  Korpermitte  erreichend,  3.  und  4.  Glied  gleich, 
Endglied  wie  bei  suturalis  m.,  Augenabstand  cin  Durchmesser.  Halsschild 
fast  doppelt  so  breit  wie  der  Kopf,  ziemlich  finch,  stark  quer,  sehr  fein  punk¬ 
tiert,  Grundskulptur  ausserst  fein,  allseitig  gerandet,  Basis  mit  3  breitep 
Eindriicken,  kraftig  zweibuchtig,  Seiten  gerundet,  Scitenrand  von  oben  sicht- 
bar,  Vorderecken  breit,  Basisecken  weniger  breit  verrundet.  Schildchen 
schmal  verrundet.  Fliigeldeckcn  etwas  breiter  als  der  Halsschild,  stark  ge- 


F.  Bokciimann:  Neuc  Ifeieromeren. 


331 


wolbt,  grosste  Brcitc  nahe  der  Basis,  mit  kraftigen  Punk tstrei fen,  Punkte 
gegen  die  Spitze  schwindcnd,  Zwisehenrauine  nur  an  den  Seiten  und  an  der 
Spitze  gewolbt,  dicht  mit  feinen,  raspelartigen  Borstenpunkten  bcvsetzt,  Decken 
untor  gewissem  Winkel  mit  schwachem,  blaucn  Seidenglanze,  Spitzen  cinzeln 
kurz  gerundet.  Unterseite  gewohnlich.  Beine  mittel,  dicht  punktiert  und 
goldgelb  behaart,  Schienen  vvenig  gebogen.  Vorder-  und  Mittelfusse  mit  2 
Lamellen,  ITinterfiisse  mit  einer.  Seiten  der  Vorderbrust  ausserst  fein  punk¬ 
tiert. 

1  c?  von  Sibolangit,  N.  Sumatra,  VIT.  1921  (Docters  v.  Leeuwen). 

Die  Art  ist  leicht  kenntlich  an  der  Halsschildbildung.  Sie  ist  verwandt 
mit  sericata  m.  und  s ericaiis  Fairm. 


Allecula  suturalis  n.  sp.  —  9 — 11  mm.  —  Schlank,  gewolbt,  Fliigel- 
deckcn  gegen  die  Spitze  verengt,  beim  <3*  grosste  Breite  nahe  der  Basis,  beim 
$  fast  parallel  und  dann  im  letzte  Viertel  gerundet  verengt;  gliinzend;  oben 
halb  abstohend,  ziemlich  la.ng,  unton  kiirzer,  anliegend,  Sehenkel  dicht,  Schienen 
dicht,  halb  abstehend  fuchsrot  behaart;  heller  oder  dunkler  braunschwarz, 
Fliigeldecken  braunrot  mit  sehmaler  schwarzer  Naht,  Fiihler,  Schienen  und 
Fosse  oft  heller  als  der  Ivorper.  Kopf  verhaltnismassig  klein,  dicht  punktiert, 
Oberlippe  quer,  wenig  ausgerandet,  Basis  wenig  eingezogen,  lang  beboi’stet; 
Clypeus  breit  abgesetzt,  Stirn  gewolbt,  Hals  oben  wenig  abgeschniirt,  Schlafen 
kurz;  Mundteile  gewohnlich,  Endglied  der  Lippentaster  nach  innen  stark 
erweitert;  Fiihler  die  Kbrpennitte  etwas  iiberragend,  schlank,  jedes  Glied  an 
der  Spitze  etwas  knotig  verdickt,  3.  und  4.  Glied  gleich,  Endglied  etwas  kiirzer 
als  das  10.,  gebogen  zugespitzt ;  Augenabstand  weniger  als  y2  ( )  oder  mehr 
als  1/2  Durchmesser  (  $).  Halssehild  fast  quadratisch,  gewolbt,  viel  breiter  als 
der  Kopf  mit  den  Augen,  mit  groben  Nabelpunkten  dicht  besetzt,  Basis  mit 
3  seichten  Eindriicken,  alle  Seiten  gerandet,  Seiten  fast  parallel,  mit  sehr 
leichter  Scbwingung  nahe  der  Basis,  Vorderecken  breit  gerundet,  Basisecken 
rechteckig  abgerundet,  Basis  leicht  zweibuehtig.  Schildchen  an  der  Spitze 
gerundet,  sehr  punktiert.  Fliigeldecken  etwas  breiter  als  der  Halssehild,  mit 
tiefen  Punktstreifen,  Punkte  gegen  die  Spitze  schwindcnd,  Zwischenraume 
gewolbt,  aussen  und  an  der  Spitze  starker,  jeder  an  jeder  Seite  nahe  den 
Punkten  in  den  Strcifen  mit  einer  sehr  feinen  Borstenpunktreihe ;  Spitzen 
einzeln  kurz  gerundet.  Brust  grob,  Abdomen  dicht  und  fein  punktiert.  Beine 
kriiftig,  Sehenkel  stark  keulig,  fein  und  dicht  punktiert ;  Schienen  der  Vordcr- 
und  Mittelbeine  beim  cf  stark  gebogen;  Vorder-  und  Mittelfusse  mit  Lamellen, 
Ilinterfusse  mit  1  Erweiterung. 

Viele  Ex.,  und  $$  von  N.O.Sumatra,  Tebing-tinggi;  Sud-Sumatra, 
Wai  Lima,  Lampongs,  im  Urwald  und  bei  der  Plantage  (Karny  &  Siebers) 
11.  XL  —  19.  XII.  1921,  Nr.  17,  100,  261;  Java,  Ardjuno,  und  Borneo. 

Die  Art  ist  leicht  kenntlich  an  ihrer  Farbung.  Sie  ist  nahe  verwandt 
mit  crassipes  Fairm.,  aber  die  Fiihler  sind  kiirzer  und  kraftiger,  die 


332 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Zwischenraume  sind  nicht  ganz  glatt.  Auch  arcuatipes  Fairm.  ist  ihr  ahn- 
lich,  aber  anders  gefjirbt,  Zwischenraume  sind  glatt  usw. 

Allecula  rutilipes  n.  sp.  —  11 — 14  mm.  —  Form  wie  suturaUs  m., 
aber  grosser,  massig  gliinzend,  weich,  anliegend,  nicht  sehr  diclit  gelbbraun 
behaart;  braun,  Vorderkopf  und  Fliigeldecken  heller.  Beine  und  meist  die 
Fiihler  (Spitze  der  Glieder  dunkel)  liellrotlich.  Kopf  dicht  punktiert,  Ober- 
lippe  stark  quer  herzformig,  stark  ausgerandet,  Clypeus  durch  einc  tiefe  ge- 
bogene  Furche  abgesetzt;  Augenabstand  hochstens  Durchmesser  ), 
Schlafen  ausserst  kurz;  Hals  oben  kraftig  abgeschniirt;  Mundteile  gewohn- 
lich ;  Fiihler  diinn,  Korpermitte  iiberragcnd,  3.  und  4.  Glied  gleich,  Endglied 
diinn,  gebogen,  spitz,  fast  so  lang  wie  das  10.;  Ilalsschild  gewolbt,  so  lang 
wie  breit,  etwas  breiter  als  der  Kopf,  dicht  mit  flachen  Nabelpunkten  besetzt, 
ringsum  gerandet,  Basis  doppelbuchtig,  an  derselben  mit  3  Gruben,  Seiten 
nach  vorn  wenig  convergierend,  leicht  ausgeschweift,  vom  letztcn  Drittel  nach 
vorn  abgcrundet,  Basisecken  fast  rechtwinkelig.  Schildchen  zungenformig, 
dicht,  fein  punktiert.  Fliigeldecken  stark  gewolbt,  %  breiter  als  der  Hals- 
schild,  mit  starken  Punktstreifen,  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner,  Zwisehen- 
raume  gewolbt,  ziemlich  dicht  mit  raspelartigen  Borstenpiinktchen  besetzt, 
Schultern  schrag  gerundct,  Spitzen  kurz  einzeln  gerundet;  Epipleuren  ge- 
wohnlich.  Unterseite  glanzender,  Seiten  der  Vorderbrust  dicht  und  fein,  Mit- 
telbrust  weniger  dicht,  grob,  Abdomen  fein  punktiert,  Behaarung  kiirzer. 
Beine  mittel,  dicht  sehr  fein  punktiert.  Schienen  wenig  gebogen  (  $  ),  Vorder- 
und  Mittelfiissc  mit  je  2  deutlichen  Lamellen,  Hinterfusse  mit  einer  Lamelle, 
beim  cf  haben  das  1.  und  2.  Glied  der  Vorderfiisse  und  das  2.  Glied  der 
Mittelfiisse  eine  kurze  Erweiterung. 

2  cfcf  ,  2  $$  ,  von  Wai  Lima,  Lampongs  (S.  Sumatra)  1. — 19.  XII. 
1921  Nr.  261,  bei  der  Hevea-Plantage  (Karny  &  Siebers)  und  Sibolangit 
(N.  Sumatra)  VII.  1921  (I)octers  v.  Leexjwen)  im  zool.  Mus.  Buitenzorg. 
Sibolangit  1918  (Corporaal)  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  ahnelt  der  punctatetta  Fairm.;  aber  das  letzte  Segment  des  Ab¬ 
domens  ist  anders  und  das  3.  und  4.  Fuhlerglied  sind  gleich. 

Allecula  puerilis  n.  sp.  —  11,5  mm.  —  Schlank,  gewolbt,  massig  glanzend ; 
braungelb;  etwas  abstehend,  undicht  behaart;  schwarzbraun,  Fliigeldecken 
etwas  heller,  dann  die  Naht  dunkel,  Taster  und  Spitze  der  Fiihler  heller. 
Kopf  dicht  punktiert,  Oberlippe  stark  quer  herzformig,  stark  ausgerandet, 
Clypeus  durch  einen  geraden  Eindruck  abgesetzt,  Stim  gewolbt,  Halsfurohe 
oben  kraftig,  Schlafen  sehr  kurz;  Mundteile  gewohnlich;  Fiihler  fadenformig, 
%  der  Korperlange,  3.  Glied  fast  so  lang  wie  das  4.,  11.  sehr  diinn,  spitz,  etwas 
gebogen,  fast  so  lang  wie  das  10.;  Augen  stark,  Abstand  Durchmesser  §, 
beim  cf  etwas  weniger.  Halsschild  breiter  als  der  Kopf,  fast  so  lang  wie  breit, 
wenig  gewolbt,  ziemlich  dicht  mit  flachen  Nabelpunkten  besetzt,  Mitte  mit 
flachem  Langseindruck,  an  der  Basis  starker,  Scheibe  beiderseits  in  der  Mitte 


F.  Borciimann:  Neue  Heteromeren. 


333 


mit  sehr  flachcm  Eindruck,  Basis  mit  3  Gruben,  doppelbuchtig,  Halsschild 
ringsum  gerandet,  grosste  Brcite  an  der  Basis,  nach  vorn  wenig  verschmalert, 
vom  lctzten  Drittel  an  stark  gerundet  vcrengt,  Seiten  schwach  ausgeschwcift, 
Vordcrecken  brcit  gerundet.  Basisecken  fast  rechtwinklig.  Schildchen  zun- 
genformig.  Fliigeldecken  %  breiter  als  der  Halsschild,  mit  kraftigen  Punkt- 
streifen,  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner,  Zwischenraume  gewolbt,  jeder  mit 
3  feinen  Borstenpunktreihen,  Schultern  kurz  gerundet,  Spitzen  breit  gerundet 
abgestutzt,  Decken  beim  c?  fast  gerade  vcrengt.  Brust  grab,  Hinterleib  viel 
feiner  und  sparlicher  punktiert.  Beine  schlank,  dieht  punktiert  und  lang  be- 
borstet,  Schienen  schwach  gebagen,  Vorder-  und  Mittelfusse  mit  je  2  Lamellen, 
Ilintcrfusse  mit  einer.  d*  Schienen  starker  gebagen,  Vordcrschienen  innen  in 
der  Mitte  mit  leiser  Verdickung. 

1  9  von  S.  Sumatra,  Wai  Lima,  Lampongs,  im  Urwald  2  Gchstunden 

oberhalb  der  Plantage,  11. — 22.  XI.  1921  (Karny  &  Siebers)  Nr.  17  im  zool. 
Mils.  Buitenzorg  und  1  d*  von  Java  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  scheint  verwandt  mit  promiscua  Mkl.  ;  aber  die  Fiihler  sind 
gegen  die  Spitze  nicht  dunkler,  3.  Glied  ist  fast  so  lang  wie  das  4., Gruben  an 
der  Halsschildbasis  sind  klein,  Farbung  sehr  abweichend.  Von  villosipes  Frm. 
unterscheidet  sie  sieh  gut  durch  andere  Halsschildbildung. 


Allecula  macella  n.sp.  —  12  mm.  —  Sehr  schlank,  gewolbt,  miissig  gliin- 
zend;  ziemlich  dieht,  massig  lang,  fast  anliegcnd  gelbbraun  behaart,  auf  Kopf 
und  Halsschild  einzelne  aufrecht  stehende  Ilaare;  dunkelbraun,  Abdomen, 
Beine  und  Flugeldecken  rotbraun,  letztere  am  Grande  etwas  dunkler,  Fiililcr 
gelbbraun,  Wurzelglieder  dunkler.  Kopf  ziemlich  dieht  punktiert,  Eindruck 
vor  den  Augen  tief,  Oberlippe  und  Clypcus  wie  bei  puerilis  m.,  Stirn  der 
Lange  nach  concav,  Schliifen  kurz,  Halsfurche  scharf  und  tief;  Mundteile 
gewohnlich.  Fiihler  diinn,  Korpennitte  weit  iiberragend,  3.  Glied  wenig  kiirzer 
als  das  4.,  Endglied  aussen  gebogen,  spitz,  kiirzer  als  das  10.  Glied.  Halsschild 
so  lang  wie  breit,  nach  vorn  stark  vcrengt,  vorn  schmaler  als  der  Kopf,  wenig 
gewolbt,  mit  starken,  ziemlich  dichten  Borstenpunktcn,  Basis  mit  3  Ein- 
driicken,  doppelbuchtig,  Vorderrand  in  der  Mitte  undeutlich  gerandet,  Vor- 
derecken  abgerundet,  Seiten  im  1.  Drittel  schwach  ausgerandet,  Ilintereckcn 
sehr  wenig  gerundet.  Basis  breiter  als  der  Kopf.  Schildchen  gerundet ;  Fliigel¬ 
decken  breiter  als  der  Halsschild,  schinal,  mit  kraftigen  Punktstreifen,  Punkte 
rund,  in  der  Spitze  sehr  fein,  Zwischenraume  gewolbt,  jeder  vorn  mit  4 
feinen  Borstenpunktreihen ;  Schultern  kurz,  Spitzen  sehr  kurz  gerundet,  Seiten 
fast  gerade  verengt,  Epipleuren  dieht  punktiert.  Unterseite  gliinzender,  Ab¬ 
domen  ziemlich  weitlaufig  punktiert  und  behaart ;  Beine  schlank,  dieht  punk¬ 
tiert,  besonders  die  Schienen  ziemlich  lang,  halb  abstehend  behaart,  Hinter- 
schienen  gerade,.  Vordei*schienen  nahe  der  Spitze  ziemlich  gebogen,  in  der  Mitte 
sehr  schwach  vcrdickt.  Vorder-  und  Mittelfusse  mit  2  Lamellen,  Ilinterfussc 
mit  einer. 


334 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


1  Ex.  (a*  ?)  von  Tjibodas  (Java)  1400  m.  22.  VIII.  1921  Nr.  306.  Auf 
Gebiisch  im  Urwald  gekotschert  (Karny). 

Die  Art  fallt  auf  durch  ihre  schlanke  Gestalt  und  den  nach  vorn  stark 
vcrschmalerten  Halssehild.  Die  Schcnkel  und  Schienen  sind  viel  weniger 
lang  bchaart  als  bei  pucrilis  m. 

Allecula  filiola  n.  sp.  —  8 — 9  mm.  —  Schlank,  gewolbt,  massig 
glanzend,  massig  dicht,  halb  abstehend,  mittellang,  gelblich  bchaart;  braun- 
schwarz,  Mundteile,  Vorderkopf,  Fiihler,  Beine  mit  Ausnahme  der  dunklen 
Schenkelspitzen  gelbbraun.  Kopf  und  Mundteile  gewohnlich,  ziemlich  grob 
punktiert,  Trennungsfurehe  zvvischen  Clypeus  und  Stirn  tief,  gerade,  glatt, 
Sehniirfurche  des  Halses  tief;  Fiihler  diinn,  Korpermitte  iiberragend,  Glied 
3  gleich  4,  Endglied  etwas  gebogen,  spitz,  sehr  wcnig  kiirzer  als  Glied  10., 
Augenabstand  gleicli  %  Durchmesser,  Schlafen  etwas  kiirzer  als  ein  Auge. 
Halssehild  so  lang  wie  breit,  schwach  gewolbt,  dicht  mit  ziemlich  groben 
Borstenpunkten  besetzt,  y3  breiter  als  der  Kopf,  erst  allmahlich,  dann  von 
der  Mitte  ab  breit  gerundet  verengt,  sehr  fein  gerandet,  Basis  am  starksten, 
schwach  doppelbuchtig,  E  indr  lick  e  undeutlich,  Hinterecken  fast  rechtwinklig. 
Schildchen  breit,  abgerundet.  Fliigeldecken  erheblich  breiter  als  der  ITals- 
schild,  sehr  allmahlich,  erst  vom  letzten  Viertel  an  starker  verengt,  mit  starken 
Punktstreifen,  Punkte  rund,  in  der  Spitze  schwindend,  Zwischenraume  auf 
der  Scheibe  schwach,  an  der  Seite  und  in  der  Spitze  starker  gewolbt,  mit 
3  Reihen  sehr  feiner,  etwas  raspelartiger  Borstenpunkte,  Schultern  kurz, 
Spitzen  einzeln  sehr  kurz  gerundet,  Epipleuren  dicht  raspelartig  punktiert. 
Brust  grob,  Abdomen  feiner  weitliiufig  punktiert.  Beine  schlank,  Schienen 
fast  gerade,  Lamellen  der  Fiisse  2,  2,  1. 

3  <j>§  ;  1  von  Java  in  meiner  Sammlung,  1  von  Tjibodas  1400  m.,  29. 
VIII.  1921  Nr.  457  (Soerijat)  und  ein  unreifes  von  Sibolangit,  IX.  1920 
(Docters  v.  Leeuwen)  im  zool.  Mus.  Buitenzorg.  —  Hochstwahrscheinlich  ge- 
horen  hierher  2  etwas  unreife  rfd*  von  Bandar  Baru,  Sumatra,  14.  I.  1920 
(J.  B.  Corporaal)  in  meiner  Sammlung.  Das  cine  hat  Fliigeldecken,  die 
gegen  die  Spitze  heller  werden,  und  ein  rotbraunes  Abdomen,  das  andcre  ist 
gelbbraun  mit  schwarzen  Fliigeldecken,  Beine  ganz  hell.  Das  AnaLscgmem 
in  der  Spitze  flach. 

Die  Art  ist  leicht  kenntlich  an  dem  grob  punktierten  Halssehild,  der 
Bildung  der  Epipleuren.  Sie  ist  verwandt  mit  puerilis  m.,  unterschcidet  sich 
leicht  durch  andere  Farbung,  dichterc  Punktierung  der  Zwischenraume  der 
Punktstreifen,  die  kiirzere  Behaarung  der  Schienen  usw. 

Die  neuen  Arten  lassen  sich  nach  folgender  Tabelle  scheiden. 

V  Fliigeldecken  mit  seidenartigem  Glanze. 

2'  Halssehild  mit  gewohnlicher  Wolbung. 

3'  Halssehild  nicht  stark  quer,  Seiten  nahe  der  Basis  leicht  ausgeschweift, 
3.  Fiihlerglied  dcutlich  kiirzer  als  das  4.  —  13 — 14  mm;  pechbraun  bis 


F.  Borciimann:  Neue  Heteromeren. 


335 


pechschwarz,  Fliigeldecken  griinlich  oder  blaulich  seidenschimmernd.  Siid- 
Sumatra:  sericata  n.  sp. 

3,  Halsschild  starker  quer,  Seitenrand  gerundet,  3.  Fiihlerglied  kaum  kiirzer 

als  das  4.,  d*  am  Elide  des  1.  Drittels  der  Vorderschienen  innen  eine 
stumpfe  Erweiterung.  Siid-Sumatra:  decipiens  n.  sp. 

2,  Halsschild  mehr  scheibenformig,  Seitenrand  von  oben  sichtbar.  —  13,5 
mm.  —  Pechschwarz,  Spitzen  der  Fiihlerglieder  heller.  3.  und  4.  Fiihler- 
glied  gleich,  Halsschild  flach,  stark  quer.  Sibolangit:  discicollis  n.  sp. 

1,  Fliigeldecken  ohne  Seidcnglanz. 

4'  Fliigeldecken  hell,  mit  dunkler  Naht.  9 — 11  mm.  —  Heller  oder  dunkler 
braunschwarz,  Fliigeldecken  braunrot  mit  dunkler  Naht.  Sumatra,  Java, 

Borneo:  suturalis  n.  sp. 

4,  Fliigeldecken  cinfarbig. 

5'  Beine  einfarbig. 

G'  Beine  liellrot.  11 — 14  mm.  —  Braun,  Vorderkopf  und  Fliigeldecken  heller, 
Beine  und  meist  die  Fiihler  (Spitze  der  Glieder  dunkel)  hellrotlich. 
Sumatra:  rutilipes  n.  sp. 

G,  Beine  dunkel. 

7'  Beine  sehr  lang  behaart.  —  11,5  mm.  —  Sohwarzbraun,  Fliigeldecken  oft 
etwas  heller,  dann  die  Naht  dunkel,  Taster  und  Spitze  der  Fiihler  heller. 

Siid-Sumatra,  Java:  puerilis  n.  sp. 

7,  Beine  weniger  lang  behaart.  —  12  mm.  —  Sehr  schlank;  dunkelbraun,  Ab¬ 
domen,  Beine  und  Fliigeldecken  rotbraun  (am  Grunde  etwas  dunkler), 
Fiihler  gelbbraun,  Wurzelglieder  dunkler.  Java:  macella  n.  sp. 

5,  Beine  hell  mit  dunkler  Schenkelspitze.  —  8 — 9  mm.  —  Braunschwarz,  Mund- 

teile,  Vorderkopf,  Fiihler,  Beine  mit  Ausnahme  der  Schcnkelspitzen  gelb¬ 
braun.  Halsschild  grob  punktiert.  Java:  filiola  n.  sp. 

Alleculodes  n.  g. 

Die  neue  Gattung  ist  mit  Allecxda  F.  verwandt.  Das  Endglied  der  Lippen- 
taster  ist  nach  innen  viel  starker  erweitert  als  nach  aussen,  die  Vorderkante 
mehr  oder  weniger  ausgerandet.  Das  Endglied  der  Kiefertaster  ist  aussen 
meis*t  concav,  die  Mandibelspitze  breit,  nicht  ausgerandet.  Der  Halsschild 
ist  wenig  gewolbt  und  der  Lange  nach  ±:  deutlich  breit  gefurcht.  Die 
Beine  sind  kurz  und  die  des  d*  habcn  Geschlechtsmerkmale.  Die  Vorder- 
fiisse  tragen  4  an  Grosse  vom  1. — 4.  Gliede  zunehmende  Lamellen.  Die 
Arten  haben  auf  dcm  Dreieck  zwischen  den  Kehlnahten  ein  quergerieftes 
Stridulationsorgan.  Das  Uebrige  ist  wie  bei  Allecxda  F. 

Es  sind  bisher  nur  Arten  aus  Asien  bekannt.  Der  Typus  ist  discre - 
pans  m. 

Bestimmungstabelle. 

V  Oberseite  glanzend,  nicht  durch  Grundskulptur  ganz  matt. 

2'  Zwischenraumc  der  Punktstreifen  auf  der  Scheibe  jederseits  mit  eincr 


336 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


sehr  feinen  Borstenpunktreihe  neben  den  Punkten  in  den  Streifen,  Mitte 
nur  mit  sehr  weitlaufigen  einzelnen  Punkten. 

3'  Seitliche  Zwischenraumc  dicht  punktiert.  Rotbraun,  Fliigeldecken  heller, 
Heine  einfarbig,  Fiihler  kraftig,  3.  Glied  deutlich  kiirzer  als  das  4.,  llals- 
schild  fein  und  dicht  punktiert,  Vordersehiencn  gerade,  Mittelschienen 
gekriimmt.  Birma.  Lange:  12  mm.  neptis  n.  sp. 

3,  Zwischenraumc  auch  an  der  Seite  nicht  dicht  und  sehr  fein  punktiert. 

4'  Vorderschienen  des  <f  in  der  2.  Halftc  stark  ausgehohlt.  —  Lange  15  mm. 
Braun,  Abdomen  und  Basishalfte  der  Schenkel  holler,  Schienen,  Fiisse 
und  Fliigeldecken  rotbraun,  Spitze  der  Fiihlerglieder  dunkel.  Fiihler  diinn, 

3.  Glied  kiirzer  als  das  4.,  Analsegment  beiderseits  bogenformig  ausgeschnit- 
ten,  die  vorstehende  Mitte  dreieckig  eingekerbt.  Sumatra.  varus  n.  sp. 

4,  Vorderschienen  des*  cT  nicht  ausgehohlt,  Analsegment  nicht  ausgesclmitten. 
a'  Heine  einfarbig  dunkel. 

(/  Lamellen  der  Vorderfiisse  nicht  auffallend  breit.  Lange  13,5 — 16,5  mm. 
—  Dunkel  rotbraun,  Fliigeldecken  und  oft  die  Fiihlerglieder  am  Grundc 
heller,  3.  Glied  etwas  kiirzer  als  das  4.,  Analsegment  mit  flachem  Langwul- 
ste.  Java.  discrepans  n.  sp. 

h9  Lamellen  der  Vorderfiisse  auffallend  breit.  Lange:  13,5 — 16,5  mm.  — 
Pechschwarz,  Tarsen  gelbbraun,  Fliigeldecken  gegen  die  Spitze  dunkel 
rotbraun,  Fiihler  rotbraun,  Spitze  der  einzelnen  Glieder  schwarz.  Voixl er¬ 
rand  des  Halsschildes  in  der  Mitte  nicht  untcrbrochen ;  Fliigeldecken  gliin- 
zend.  Singapore.  latipes  n.  sp. 

a,  Beine  mehrfarbig. 

c'  Schenkel  hell  mit  dunkler  Spitze.  Lange:  14  mm.  Pechbraun,  Vorder- 
korper,  Schildchen  und  Fliigeldecken  rotlich,  Tarsen  gebraunt.  Obcrseite 
wenig  gliinzend;  fein,  kurz,  anliegend,  gelb  behaart.  Augen  schmal,  Ab- 
stand  oben  weniger  als  ein  Durchmesser.  Halsschild  leicht  quer,  mit 
schwacher  Mittelfurche.  Fliigeldecken  mit  ziemlich  feinen  Punktstreifcn, 
Spitzen  einzeln  gerundet;  Vorder-  und  Mittelschienen  gebogen,  Lamellen 

4,  4,  2.  Sukli  (Dawna  Hills).  sukliensis  P>m. 

c,  Schenkel  mit  hellom  Ringe  etwas  hinter  der  Alitt/e.  Lange :  15,5  mm.  — 

Pechbraun,  Fliigeldecken  gegen  die  Spitze  heller;  Oberseite  wenig  gliin- 
zend,  nut  ausserst  feiner  Grundskulptur,  stellenweise  blaulich  scidenschim- 
mema.  Vorderrand  des  Halsschildes  in  der  Mitte  untcrbrochen.  Borneo. 

genualis  n.  sp. 

2,  Zwischcnraume  ziemlich  grob  und  meist  dreireihig  punktiert. 

5'  Fliigeldecken  an  der  Spitze  einzeln  kurz  gerundet. 

6'  Abgekiirzte  Punktreihe  neben  der  Naht  starker  eingedriickt  als  der  1. 
Streifen.  Lange:  15—19  mm.  Stark  gliinzend;  dunkelbraun,  Abdomen  und 
Fliigeldecken  heller,  Beine  und  Fiihler  gelbbraun,  Sohenkel spitzen  und 
Schienenbasis  dunkel;  Halsschild  dicht  und  grob  punktiert.  1.  Halfte  der 
Hinterschienen  beim  d*  innen  breit  ausgehohlt  und  etwas  erweitert. 
Formosa.  sauteri  n.  sp. 


P.  Bohchmann  :  Neue  II eteromeren. 


337 


6,  Skutellarstreif  nicht  starker  eingedriickt.  —  Lange:  11,5  mm.  Dunkel- 
braun,  Abdomen,  Pliigeldecken  und  Fiihler  rotbraun,  Beine  mit  Ausnahme 
der  Schenkelspitzen  und  der  Schienenbasis  hell  gelbbraun.  3.  Fiihlerglied 
bedeutend  klirzer  als  das  4.,  Schlafen  y2  Augenbreite,  Halsschild  sehr 
dicht  grob  punktiert.  Borsten  der  mittleren  Punktreihe  auf  den  Zwischen- 
raumen  langer.  Borneo:  glos  n.  sp. 

5,  Fliigcldeckenspitze  mit  sehr  kurzer  Ecke.  —  Lange:  19  mm.  Dunkelbraun, 
Abdomen  etwas  heller,  Flugeldecken  dunkel  rotbraun,  Fiihler  und  Beine 
mit  Ausnahme  der  Schenkelspitze  gelbbraun.  3.  Fiihlerglied  %  kurzer  als 
das  4.,  Innenrand  der  Vorderschienen  ( rf )  mit  2  stumpfen,  flachen  Er- 
hohungen,  Ilinterschienen  in  der  Mitte  erweitert  und  *hier  stark  gebogen. 
Hongkong.  proavia  n.  sp. 

1,  Oberseite  matt.  —  Lange:  1G — 17  mm.  Dunkelbraun;  Flugeldecken  und 
Beine  rotbraun;  Schenkelspitze  kurz  schwarz.  3.  Fiihlerglied  Ys  kurzer  als 
das  4.,  Halsschild  flach  punktiert;  Zwischenraume  der  Flugeldecken  mit 
ausserst  feinen.  zerstreuten  Punkten,  Vorder-  und  Hinterschienen  am  Hin- 
terrande  mit  kraftigem,  Mittelschienen  mit  schwachem  Zahne  ((f)-  Hong¬ 
kong.  opaca  n.  sp. 

In  diese  Gattung  gehort  zweifellos  Allecula  maxima  Pic.,  die  wegen  der 
ungeniigenden  Beschreibung  nicht  gedeutet  werden  kann. 

Beschreibung  der  neuen  Arten. 

Alleculodes  neptis  n.  sp.  —  12  mm.  —  Schlank,  glanzend,  massig  ge- 
wolbt,  fast  anliegend,  halblang,  gelbbraun  behaart ;  braun,  Flugeldecken  heller. 
Kopf  fein  und  dicht  punktiert;  Mundteile  normal,  Furche  vor  den  Augen 
sehr  flach,  Fiihler  kraftig,  Korpermitte  iiberragend,  3.  Glied  etwas  kurzer 
als  das  4.,  Augenabstand  y2  Durchmesser,  Schlafen  ausserst  kurz,  Halsfurche 
sehr  flach;  Halsschild  leicht  quer,  etwas  flach,  Basis  viel  breiter  als  der 
Kopf,  ziemlich  fein  und  dicht  punktiert,  etwas  glockenformig,  der  Langs- 
eindruck  flach,  Eindriicke  vor  der  Basis  tief,  Basis  doppelbuchtig,  Vorderrand 
sehr  schwach  vorgezogen,  Randung  in  der  Mitte  breit  unterbrochen.  Schildchen 
fein  punktiert ;  Flugeldecken  breiter  als  der  Halsschild,  mit  starken  Punkt- 
streifen,  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner,  Zwischenraume  gewolbt,  auf  der 
Scheibe  fein  dreireihig,  an  den  Sciten  und  in  der  Spitze  dicht  mit  feinen 
Borstenpunkten  besetzt,  Spitzen  kiH'z  einzeln  gerundet,  Schultern  sehr  kurz 
gerundet,  Epipleuren  dicht,  sehr  fein  punktiert.  Unterseite  fein  und  dicht 
punktiert  ;  Beine  normal,  Mittelschienen  gebogen,  etwas  flach.  Lamellen  der 
Fusse  4,  3,  1. 

1  §  von  Arakan,  Birina  in  meiner  Sammlung.  Die  Art  ist  leicht  kennt- 
lich  durch  die  Punktierung  der  Zwischenraume  der  Punktstreifen  und  die 
feine  Punktierung  dcs  Ilalsschildes  und  der  Unterseite. 

Alleculodes  varus  n.  sp.  —  15  mm.  —  Form  wie  opaca  m.,  massig 
glanzend,  massig  dicht,  halb  abstehend,  braungelb  behaart;  braun,  Abdomen 

22 


338 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


und  erste  Ilalfte  der  Schenkel  etwas  heller,  Sehienen,  Fiisse  und  Fliigeldecken 
rotbraun,  Spitze  der  Fiihlcrglieder  dunkel;  Kopf,  Mundteile  und  Augen  wie 
bei  opaca  m.,  Fiihler  diinn,  Korpermitte  iiberragend,  3.  Glied  y$  kiirzer  als 
das  4.,  (Endglieder  fehlen),  Hals  starker  abgeschniirt.  Ilalssehild  wenig  quer, 
fast  doppelt  so  breit  wie  der  Kopf,  wenig  gewolbt,  mit  ziemlich  diehten,  mitt- 
leren  Borstenpunkten,  mit  breiter,  flacher,  vollstiindiger  Langsfurche,  seitlich 
je  ein  Griibclien  an  der  Basis,  ringsum  gerandet,  Basis  doppelbuchtig,  Seiten 

bis  zum  letzten  Drittel  parallel, 
dann  breit  gerundet  verengt, 
Vorderecken  verrundet,  Basis- 
eeken  rechtwinklig,  kurz  gerun¬ 
det.  Schildchen  eben,  fein  punk- 
tiert ;  Fliigeldecken  breiter  als 
der  Halsschild,  nach  hinten 
ziemlich  gerade  verengt,  mit 
starken  Punktstreifen,  Punkte 
rund,  in  der  Spitze  fein,  Zwi- 
schenraume  gewolbt,  je  mit  einer 
feinen  Borstenpunktreihe  an  jeder 
Seite  neben  dem  Punktstreifen, 
Schultern  kurz  verrundet,  Spitzen 
einzeln  sehr  kurz  gerundet,  Epipleuren  gewohnlich.  Abdomen  und  Vorder- 
brust  sehr  fein  und  dicht  punktiert,  anliegend  behaart,  ebenso  die  Schenkel, 
Sehienen  halb  abstehend;  letztes  Hinterleibssegment  an  der  Spitze  jederseits 
bogenformig,  der  dazwischen  stehen  bleibende  Teil  dreieckig  ausgeschnitten. 
Beine  kraftig,  Schenkel  keulig,  Vorderschenkcl  innen  breit  eingedriickt,  Vor- 
derschienen  gebo gen,  hinten  im  Beginn  des  1.  und  3.  Drittels  stumpf  drei¬ 
eckig  erweitert,  innen  im  2.  Drittel  der  Lange  nach  breit  ausgchohlt,  Alittel- 
schienen  einfach,  gebogen,  Ilinterschienen  doppelt  gebogen,  in  der  Mitte 
schwach  erweitert.  Vorderfiisse  mit  4,  Mittelfiisse  mit  2  kleinen  und  2  grossen, 
Hinterfiisse  mit  2  kleinen  Lamellen  und  einer  grossen. 

1  <j*  von  N.  O.  Sumatra,  Tebing-tinggi,  20.  III.  18S4  (Dr.  Schultheiss) 
in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  unterschiedet  sicli  leicht  durch  die  Bildung  der  Heine  und  des 
letzten  Hinterleibsringes. 

Alleculodes  discrepans  n.  sp.  —  13,5  —  16,5  mm.  —  Sehlank,  gewolbt, 
miissig  glanzend,  oben  massig  dicht,  ziemlich,  halb  abstehend  gelbbraun  be¬ 
haart;  dunkel  rotbraun,  Fliigeldecken  und  oft  die  Fiihlcrglieder  am  Grunde 
heller.  Kopf  fein  und  dicht  punktiert,  Oberlippe  quer  herzformig,  ausgerandet, 
lang  beborstet;  Clypeus  durch  eine  breite,  gebogene  Furche  abgesetzt,  Stirn 
gewolbt,  Halsfurche  flach;  Lippentaster-Endglied  nach  innen  stark  erwreitert, 
vorn  schw^ach’  ausgerandet ;  Kiefer  einspitzig;  Fuhler  diinn,  die  Korpermitte 
iiberragend,  jedes  Glied  gegen  die  Spitze  schwach  verdiekt,  3.  Glied  etwas 


Fig.  1.  Alleculodes  varus  n.  sp.  g 
a .  Letztes  Segment,  b.  Vorderbein. 


F.  Borchmann:  Neue  Heteromeren. 


339 


kiirzer  als  das  4.,  Endglied  dunn,  sehwach  gebogen,  fast  so  lang  wie  das  10.; 
Augenabstand  y2  Durchmesser  (d*)  oder  etwas  mehr  (§);  Schlafen  sehr 
kurz.  Halsschild  sehwach  quer,  uneben,  dicht  und  fein  punktiert,  doppelt  so 


Fig.  2.  Alleculodes  discrcpans  n.  sp.  a.  Mentum  und  Submentum. 
b.  Maxille  c.  Mandibel. 

breit  wie  der  Kopf,  allseitig  gerandet,  mit  breiter,  flaeher,  nahe  der  Basis 
undeutlicher  Langsfurche,  vor  der  Basis  3  flache  Eindriicke,  Basis  doppel- 
buchtig,  Seiten  fast  parallel,  in  der  Mitte  etwas  eingebuehtet,  dann  nach  vorn 
gerundet  verengt,  Vordereeken  breit  abgerundet,  Hinterecken  rechteckig  abge- 
rundet,  grosste  Breite  des  Ilalsschildes  an  der  Basis.  Schildchen  fein  punktiert, 
zungenfonnig.  Flugeldecken  breiter  als  der  Halsschild,.  gewolbt,  Seiten  sehwach 
gebogen,  Punktstreifen  kraftig,  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner,  Zwischenraume 
neben  dem  Streifen  beiderseits  mit  einer  sehr  feinen  Borstenpunktreihe, 
Spitzen  einzeln  sehr  kurz  abgerundet.  Unterseite  und  Beine  anliegend  behaait ; 
Mittel-  und  Hinterbrust  ziemlich  grob,  Vorderbrust  und  Hinterleib  sehr  fein 
und  dicht  punktiert,  letztes  Segment  (cf)  in  der  2.  Half  to  mit  flachem 
Langswulste,  daneben  jederseits  flach  eingedriickt;  Beine  kraftig,  dicht  und 


Fig.  3.  Alleculodes  discrcpans  n.  sp.  Vorderbein. 
a.  von  unten,  b.  von  vorn,  c.  von  oben. 


fein  punktiert,  Schienen  etwas  gebogen,  besonders  beim  d*  ,  Vorder-  und  Mit- 
telfiissc  mit  4,  Hinterfussc  mit  3  Lamellen,  die  vom  1.  bis  3.  Gliede  an  Grosso 
zunehmen.  <f  Vorderschenbel  an  der  Vorderseite  undentlich  fjezalmt,  an  der 


340 


Treubia  Vol.  VI,  Liyr.  3 — 4. 


Wurzel  mit  einem  gros'seren  Zahne,  Vorderschienen  im  1.  Drittel  mit  einem 
stumpfen,  breiten  Zahne;  Ilinterschcnkel  innen  in  der  Nilhe  der  Basis  mit 
einem  kleinen  Zahne. 

1  cT  von  Java  in  meiner  Sammlung,  3  $  $  von  Wai  Lima,  Urwald,  2 
Wegstunden  oberhalb  der  Plantage,  Lampongs  (S.  Sumatra)  11. — 22.  XI.  1921 
(Karny  &  Siebers)  Nr.  17  und  Idjen-Plateau  1921  im  D.  Ent.  Inst.,  2  £  $ 
von  Java  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  ahnelt  nach  der  Besehreibung  der  punciatissima  MaKL.,  weieht 
aber  dureh  die  Punkticrung,  die  Bildung  der  Lippentaster  und  der  Fiisse 
erheblich  ab. 

Alleculodes  latipes  n.  sp.  —  13,5  —  16,5  mm.  —  Langlich ;  pechschwarz, 
Tarsen  gelbbraun,  Flligeldecken  gegen  die  Spitze  dunkelrotbraun,  Flihler  rot- 
braun,  Spitze  der  einzelnen  Glieder  sehwarz,  Beine  einfarbig.  Die  Art  ist 
der  genualis  m.  sehr  ahnlieh;  das  Endglied  der  Fiihler  ist  diinner,  gegen  die 
Spitze  nicht  verdickt,  weniger  gebogen ;  der  Vorderrand  des  Ilalsschildes  ist 
nicht  unterbrochen ;  die  Flligeldecken  sind  gliinzend,  ohne  Grundskulptur ; 
die  Glieder  der  Vorderfiisse  sind  sehr  breit,  Lamellen  sehr  stark.  Lamellen 
der  Fiisse  4,  4  (1  und  2  schmal),  2. 

2  $  $  von  Singapore  (Baker)  in  meiner  Sammlung. 

Alleculodes  genualis  n.  sp.  —  15,5  mm.  —  Gestreckt,  gewolbt,  wenig 
gliinzend ;  fein,  lialb  anliegend,  massig  lang,  nicht  dicht  behaart ;  pechschwarz, 
Schenkel  etwas  hinter  der  Mitte  mit  rotgelbem  Ringe.  Ivopf  fein  und  dicht 
punktiert,  Clypeus  von  der  Stirn  breit  abgesetzt,  Ilalsfurche  seicht;  Taster 
normal;  Augen  ziemlich  schmal,  Abstand  i/2  Durchmesser,  Schlafen  sehr  kurz; 
Fiihler  schlank,  Korpermitte  iiberragend,  diinn,  Grundglied  braun,  3.  Glied 
%  kiirzer  als  das  4.,  Glieder  gegen  die  Spitze  langer,  Endglied  gegen  die 
Spitze  schwaeh  verdickt,  etwas  gebogen,  kiirzer  als  das  10.  Glied.  Halsschild 
schwach  quer,  doppelt  so  breit  wie  der  Kopf,  ziemlich  dicht,  mit  massig 
groben,  seichten  Borstcnpunkten  besetzt,  mit  breiter,  seichter  Mittelfurche,  3 
flachen  Gruben  an  der  Basis;  Basis  doppelbuchtig,  Mitte  wenig  vorgezogen; 
alle  Seiten  gerandet,  Vorderrand  in  der  Mitte  unterbrochen;  grosste  Breite 
an  der  Basis,  Basisecken  fast  rechtwinklig,  Vorderecken  breit  gerundet,  Seiten 
vor  der  Mitte  leicht  ausgerandet.  Schildchen  gewohnlich.  Fliigeldecken  mit 
starken,  tiefen  Punktstreifen,  dcren  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner  werden, 
Zwischenraume  ziemlich  gewolbt,  mit  sehr  feiner,  sehr  dichter  Grundskulptur 
und  daher  etwas  seidenartig,  stellenweise  blau  schimmernd,  mit  2  sehr  feincn 
Borstenpunktreihen,  die  den  Punktstreifen  stark  genahert  sind,  in  der  Spitze 
auch  die  Mitte  punktiert,  Spitzen  kurz  einzeln  gerundet;  Epipleuren  vorn 
mit  einzelnen  groben  Punkten.  Mittel-  und  Hinterbrust  an  den  Seiten  grob, 
Abdomen  sehr  fein  und  sehr  dicht  punktiert.  Beine  sehr  fein  und  dicht 
punktiert  und  behaart;  Lamellen  der  Fiisse  4,  4,  2. 

1  $  von  Sandakan,  Borneo  (Baker)  in  meiner  Sammlung. 


F.  Borchmann:  Neue  ffeteromcren . 


341 


Die  Art  unterscheidet  sich  durch  die  Farbung  der  Beine  leicht  von  iliren 
Verwandten. 


Alleculodes  sauteri  n.  sp.  —  15 — 19  mm.  —  Form  wie  opaca  m.,  der 
Lange  nach  etwas  starker  gewolbt,  ziemlieh  stark  glanzend,  ziemlich  dicht,  halb 
anliegend,  ziemlich  lang,  gelbbraun  behaart,  dunkelbraun,  Abdomen  und  Flii- 
geldecken  heller,  Beine  nnd  Fiihler  gelbbraun,  Schenkelspitzen  und  Schienen- 
basis  dunkel.  Kopf  sehr  dicht  mit  Borstenpunkten  besetzt,  Oberlippe  und 
Clypeus  wie  bei  opaca ,  Furche  vor  den  Augen  breit,  Stirn  mit  schwachem 
Langseindruek,  Halsfurohe  seicht,  Mundtcile  und  Fiihler  wie  bei  opaca  m. 
Endglied  an  der  Spitze  etwas  verdickt,  leicht  gebogen,  nicht  sehr  spitz,  y5 
klirzer  als  das  10.  Glied.  Augenabstand  %  ( ?  )  oder  V2  Durchmesser  ( d*), 
Schlafen  ausserst  kurz.  Halsschild  wie  bei  genannter  Art,  Langsfurche  etwas 
schwacher,  dafiir  beiderseits  in  der  Mitte  je  eine  seichte  Grube,  vor  der  Basis* 
leicht  quer  oingedriickt,  Scheibe  mit  sehr  dichten,  groben  Borstenpunkten, 
Vorderrand  in  der  Mitte  etwas  vorgezogen,  hier  ungerandet;  Basis  leicht  dop- 
pelbuchtig,  vor  jeder  Ausbuchtung  cine  sehr  flache  Grube.  Schildchcn  zungen- 
formig,  sehr  fein  punktiert.  Fliigeldecken  wie  bei  opaca  m.,  glanzend,  mit 
kraftigen  Punkstreifen,  Punktc  rund,  in  der  Spitze  fein,  Zwischenraume  ge- 
wolbt,  mit  3  regelmassigen  dichten  Reihen  von  Borstenpunkten,  die  halb  so  gross 
sind  wie  die  Punkte  in  den  Streifen,  Spitzen  ausserst  wenig  gerundet,  Epipleu- 
ren  gewolinlich.  Unterseite  wie  bei  opacat  aber  glanzendcr.  Beine  kurz,  kraf- 
tig,  sehr  dicht  punktiert,  S-chicnen  schwach  gekrummt  $,  Vorderschicncn 
hinten  etwas  vor  der  Mitte  mit  schwacher,  breiter  Erhohung,  Hinterschienen 
doppclt  gebogen,  1.  Halfte  innen  breit  ausgehohlt  und  etwas  erweitert.  Lamellen 
4,  4,  1,  beim  $  4,  2,  1.  Analsegment  des  an  der  Spitze  flachgcdriickt. 

9  c?  d*  und  $  $  von  Formosa,  Fuhosho  VI.  1909,  Kosempo  VII.  1909, 
Taihorinsho  VIII.  1909  und  Iloozan  IX.  1910  im  D.  Ent.  Inst,  und  in  meiner 
Sammlung.  Alle  Ex.  sind  von  H.  Sauter  gesammelt. 1 

Ich  hielt  die  Art  fur  maxima  Pic;  aber  die  Farbung  und  die  Bildung 
der  Beine  schcinen  ganz  anders  zu  sein.  Von  discrepans  m.  weicht  sie  durch 
Farbung  und  die  Bildung  der  Hinterschienen  des  cf  ab. 

Alleculodes  glos  n.  sp.  —  11.5  mm.  —  Schlank,  Seiten  fast  parallel, 
dann  gerundet  verengt,  gewolbt,  glanzend,  oben  ziemlich  lang,  halbanliegend, 
doppelt  gelbbraun  behaart;  dunkelbraun,  Abdomen,  Fliigeldecken  und  Fiihler 
rotbraun,  Beine  mit  Ausnahme  der  Schenkelspitzen  und  der  Schienenbasis 
hell  gelbbraun.  Kopf  gewohnlich,  dicht  und  ziemlich  grob  punktiert;  Mund- 
teilc  normal;  Fiihler  kraftig,  gegen  die  Spitze  diinner,  Korpermitte  etwas 
iiberragend,  3.  Glied  mehr  als  %  kiirzer  als  das  4.,  Endglied  diinn,  leicht 
gebogen,  etwas  kiirzer  als  das  10.  Glied,  Augenabstand  %  Durchmesser, 
Schlafen  i/2  Augenbreite,  Halsfurche  breit,  flach;  Halsschild  so  lang  wie 
breit;  sehr  dicht,  mit  groben  Nabelpunkten  besetzt,  Langsfurche  vorn  undeut- 


342 


Trkubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


lich,  Basis  mit  3  flachen  Grubcn,  Mitte  jedcrscits  mit  breitem  sehr  flachem 
Eindruck,  Seiten  schwach  glockenformig  verengt,  alle  Seitcn  gerandct,  Ban¬ 
dung  vorn  unterbrochen,  Basis  doppelbuchtig,  Vorderrand  sehr  wenig  vor- 
gezogen,  Basisecken  nicht  ganz  rechtwinklig,  Vorderecken  abgerundet,  Basis 
fast  doppclt  so  breit  wie  der  Kopf.  Sehildchcn  kurz,  breit,  abgerundet. 
Fliigeldecken  y3  breiter  als  der  Halsschild,  mit  starken,  dichtpunktierten 
Streifen,  deren  Punkte  in  der  Spitze  fein  werden,  Zwischenraume  zicmlich 
flach,  jeder  mit  3  Reihen  ziemlich  grober  dichter  Borstenpunkte,  Borstcn  der 
mittleren  Reihe  langer;  Schultern  kurz,  Spitzen  fast  zusammen  gerundet. 
Epipleuren  ausser  den  gewohnlichen  groben  Punkten  sehr  fein  punktiert. 
Brust  dicht  und  grob,  Abdomen  fein  und  dicht  punktiert.  Beine  normal, 
Sehienen  mit  Ausnahme  der  vordercn  fast  gerade,  Lamellen  der  Fiisse  4,  3,  1. 

1  $  von  Borneo  in  meiner  Sammlung.  Die  Art  unterscheidet  sich  dureh 
geringere  Grosse  von  alien  andern.  Am  nachsten  verwandt  ist  sie  dcr  grossen 
proavia  m.,  von  der  sie  ausser  durch  die  geringe  Grosse  auch  durch  die  Hals- 
schildbildung  abweicht.  A.  varus  m.  ist  viel  schlankcr  und  die  Zwischenraume 
ihrer  Punktstreifen  sind  fein  und  2-rcihig  punktiert. 

Alleculodes  opaca  n.  sp.  —  16  —  17  mm.  —  Schlank,  gewolbt,  sehr 
wenig  glanzcnd,  oben  diinn  anliegend  gelbbraun  behaart;  dunkelbraun,  Fliigel- 
decken  und  Beine  rotbraun,  Schcnkelspitze  kurz  sehwarz.  Kopf  sehr  dicht 
und  fein  punktiert,  Oberlippe  stark  quer  herzforinig,  ausgcrandet,  lang  be- 
borstet,  Clypeus  durch  einen  breiten  Eindruck  abgesetzt.  Augenabstand  y3 
Durchmesser,  unten  sehr  weit  getrennt,  Schlafen  etwas  kiirzer  als  ein  Auge, 
allmahlich  in  den  wenig  abgeschniirten  Hals  ubergehcnd.  Endglied  dcr  Kie- 
fertaster  sehr  breit,  aussere  Seite  am  langsten,  Endglied  der  Lippentaster  vorn 
schwach  ausgerandet,  Kiefer  breit  einspitzig.  Fiililer  diinn,  Korpermitte  weit 
iiberragend,  3.  Glied  y3  kiirzer  als  das  4.,  Endglied  gegen  die  Spitze  etwas 
verdickt,  schwach  gebogen,  etwas  kiirzer  als  das  10.;  Halsschild  so  lang  wie 
breit,  breiter  als  der  Kopf,  flach,  nicht  dicht,  flach  punktiert,  mit  breiter, 
flachcr  Langsfurchc,  vor  der  Basis  mit  flacher  Querfurche  iiber  die  ganze 
Breite,  allseitig  fein  gerandet,  Basis  schwach  doppelbuchtig,  Seitcn  fast  ge¬ 
rade  nach  vorn  verengt,  grosste  Breite  an  dcr  Basis,  Seiten  nahe  der  Basis 
schwach  gebuchtet,  im  letzten  Viertel  etwas  gerundet  verengt,  Vorderecken 
gerundet,  Basisecken  fast  rechteckig,  kurz  abgerundet,  Vorderrand  in  dcr 
Mitte  schwach,  breit  vorgezogen,  Randlinie  hier  unterbrochen.  Schildchen  mit 
tiefer  Langsfurche.  Fliigeldecken  schmal,  fast  doppelt  so  breit  wie  der  Hals¬ 
schild,  mit  starken  Punktstreifen,  an  den  Seiten  und  gegen  die  Spitze  starker 
vertieft,  Punkte  dicht,  rund,  in  dcr  Spitze  schwindend,  Zwischenraume 
schwach  gewolbt,  mit  ausserst  feinen  Borstenpunkten,  Spitzen  cinzeln  sehr 
kurz  abgerundet,  Schultern  wenig  gerundet,  Epipleuren  schmal,  mit  sehr 
feinen,  dichten  Borstenpunkten.  Vorderbrust  und  Abdomen  fein  und  dicht, 
Mittel-  und  Hjnterbrust  zicmlich  grob  punktiert,  letztes  Segment  (c?)  am 
Hinterrande  flach  eingedriickt.  Beine  kurz  und  dick,  fein  und  sehr  dicht 


F.  Borchmann:  Neue  Ileteromeren . 


343 


punktiert  und  anliegend  gelbbraun  hehaart,  Schenkel  dick,  Schienen,  beson- 
ders  die  mittlercn,  gebogen,  Vorder-  und  Hinterschienen  am  Hinterrande  mit 
kraftigen  Zahne,  Hinterschienen  vom  Zahn  bis  zur  Spitze  gezahnelt,  Mittel- 
schienen  mit  schwachem  Zahn,  von  da  bis  zur  Spitze  stark  ausgerandet,  Vor- 
derfiisse  mit  4,  Mittclfiisse  mit  2  Lamellen,  Hinterfiisse  mit  einer  Lamclle. 

2  c/V  von  Hongkong  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  hat  Aelmlichkeit  mit  maxima  Pic,  die  aber  pechschwarz  ist,  cincn 
kurzen  Thorax  hat  und  etwas  glanzend  sein  soil. 

Alleculodes  proavia  n.  sp.  —  19  mm.  A.  opaca  m.  nahe  verwandt,  etwas 
breiter,  gcwolbter,  glanzender,  Behaarung  dichter,  langer,  abstehcnder;  dun- 
kelbraun,  Abdomen  etwas  heller,  Fliigeldecken  dunkelrotbraun,  Flibler  und 
Beine  gelbbraun,  Spitze  der  Schenkel  schwarz.  Kopf  wie  bei  opaca  m.,  Endglied 

der  Lippentaster  starker  ausgerandet,  Augenabstand 
nicht  ganz  einen  Augendurchmesser  ( £  )  oder  stark 
genahert  (d*) ;  Fiihler  wie  vorher,  3.  Glied  %  kiirzer 
als  das  4.,  Endglied  gegen  die  Spitze  nicht  erweitert, 
schwach  gebogen,  etwas  kiirzer  als  das  10.  Glied. 
Halsschild  wie  bei  opaca,  Borstenpunkte  grober  und 
sehr  viel  dichter,  Qucreindruck  der  Basis  kurz  oder 
fehlend,  2  schwache  seitliche  Eindriicke.  Schildchen 
wie  vorher.  Fliigeldecken  breiter,  Punktstreifen  gro¬ 
ber,  Zwischenraume  viel  gcwolbter,  jeder  mit  3 
Langsreihen  sehr  deutlicher  Borstenpunkte,  mittlere 
Reihe  etwas  weitlaufig,  Spitze  nicht  abgerundet,  Epi- 
Fig.  4.  Alleculodes  proavia  pleuren  dicht  punktiert.  Unterseite  und  Beine  wie 
n.  sp.  g  Hinterbein.  vorher.  Innenrand  der  Vorderschienen  (d*)  mit  2 
stumpfen,  flachen  Erhohungen  (am  Elide  des  1.  und  2.  Viertels),  letztes  Drittel 
stark  gebogen,  Tarscnbildung  wie  bei  opaca,  1.  Glied  der  Mitteltarsen  mit  sehr 
schwacher  Lamelle.  Hinterschienen  des  d*  doppelt  gebogen,  flach,  in  der  Mitte 
erweitert  und  hier  stark  gebogen.  $  an  den  Mittelfiissen  nur  2  Lamellen. 

d  und  $  von  Hongkong. 

Die  Art  steht  auch  der  maxima  Pic.  nahe;  aber  die  Fiirbung  ist  ganz 
anders.  Die  vollig  ungeniigende  Beschreibung  nennt  den  Thorax  kurz  und 
sagt  niclits  iiber  die  Bildung  der  Beine. 

Cistelopsis  Fairm. 

Cistelopsis  maculata  n.  sp.  —  4 y2  —  5  mm.  —  Nach  hinten  mehr  ver- 

engt  als  nach  vorn,  gewolbt,  miissig  glanzend;  halb  anliegend,  massig  lang, 
reihig,  gelblich  behaart;  hell  rotbraun,  Beine,  Mundteile  und  Fiihler  am 
Grunde  etwas  heller,  diese  schwarzbraun,  Fliigeldecken  etwas  hinter  der  Mitte 
mit  breiter  schwarzer  Quermakel  iiber  die  Naht,  die  Seiten  nicht  erreichend. 
Kopf  fein  und  dicht  punktiert,  Mundteile  nicht  stark  vorragend,  Oberlippe 


344 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


quer,  Vorderecken  gerundet,  Vorderrand  kaum  ausgerandet;  Clypeus  quer, 
vorn  gerade,  Trcnnungsfurche  flach,  gerade,  Stirn  gewolbt,  Schlafen  ausserst 
kurz;  Endglied  dor  Kiefertaster  breit  dreieckig,  dor  Lippentaster  schmal, 
schragc  abgestutzt;  Fiihler  die  Schultern  uberragend,  ziemlich  dick,  vom  4. 
Gliede  an  dicker,  3.  und  4.  Glicd  gleich,  11.  wenig  liinger  als  das  10.;  Augen 
stark,  etwas  eckig  gewolbt,  fast  den  Vorderrand  des  Halsschildcs  erreichend, 
Stimabstand  y3  Querdurchmesser.  Halsschild  stark  und  dicht  punktiert,  fast 
halbkreisformig,  etwas  flach,  vorn  etwas  buckelig,  Handling  vorn  in  der  Mitte 
unterbrochen,  Basisecken  fast  rechtwinklig,  Basis  doppelbuchtig,  Mitte  vor- 
gezogen,  vor  der  Basis  jederseits  ein  Griibchen.  Schildchen  klein,  breit 
lierzfbrmig.  Flugeldecken  so  breit  wie  der  Halsschild,  mit  starken  Punkt- 
streifen,  die  an  den  Seiten  und  der  Spitze  tiefcr  werden,  Punkte  gegen  die 
Spitze  flacher,  Zwischenraume  gcwolbt,  jeder  mit  2  feinen  Borstenpunkt- 
reihen,  Spitzen  zusammen  gerundet,  Epipleuren  breit.  Unterseite  gewohnlich, 
Vorderkorper  grob,  Abdomen  feiner  punktiert.  Schenkel  breit,  etwas  flach. 

2  Ex.  von  Java,  Depok  26.  VII.  und  8.  VIII.  1920  (Karny)  im  zool.  Mus. 
Buitenzorg. 

Die  Art  scheidct  sich  von  ihren  Verwandten  leicht  durch  die  Farbung 
und  die  Fliigeldeckcnskulptur. 

Cistelopsis  pusio  n.  sp.  —  4,5  mm.  —  Schlank,  nach  hintcn  starker 
verengt  als  nach  vorn;  gewolbt,  glanzend;  anliegcnd,  ziemlich  lang,  gereiht 
gelblich  behaart;  rcrt.braun,  Fiihler  und  Beine  gelbbraun,  die  5  ausseren 
Zwischenraume  der  Flugeldecken  bis  gegen  die  Spitze  pechschwarz.  Kopf 
gewolbt,  ziemlich  dicht  punktiert;  Mundteilc,  Oberlippe,  Clypeus  gewohnlich, 
Furche  vor  den  Augen  breit,  Augenabstand  %  Querdurchmesser,  Ilalsfurche 
fehlt,  Fiihler  schlank,  Korpermitte  nicht  erreichend,  3.  Glied  schlank,  so  lang 
wie  das  4.,  Endglied  spitz,  so  lang  wie  das  10.;  Halsschild  halbkreisformig, 
fiber  doppelt  so  breit  wie  der  Kopf,  vorn  etwas  buckelig,  dicht  punktiert, 
sonst  flach,  vor  der  Basis  jederseits  mit  sehr  flachcm  Eindruck,  allseitig  gc- 
randet,  Basis  in  der  Mitte  vorgezogen.  Schildchen  quer  herzformig.  Fliigel- 
decken  mit  starken  Punktstreifen,  Zwischenraume  fast  flach,  an  den  Seiten 
und  in  der  Spitze  starker  gewolbt,  jeder  mit  2  feinen  Borstenpunktreihen ; 
Spitzen  zusammen  abgerundet;  Epipleuren  normal.  Unterseite  und  Beine 
gewohnlich;  Vorderkorper  grob,  Abdomen  fein  punktiert.  Lamellen  der  Fiisse 
2,  2,  1. 

1  Ex.  von  Sumatra,  Si  Rambe  XII.  90  —  III.  91.  (E.  Modigliani)  in 
meiner  Sammlung. 

Durch  geringe  Grosse  und  charakteristische  Farbung  ausgczeichnet. 

Cistelopsis  ingens  n.  sp.  —  7  —  7 y2  mm.  — *  Gewolbt,  massig  glanzend ; 
fein,  anliegcnd,  reihig,  gelblich  behaart;  rotbraun,  Beine,  Fiihler  und  Epi¬ 
pleuren  heller.  Kopf  kurz,  fein,  zerstreut  punktiert,  fast  bis  an  die  Augen  in 
den  Halsschild  eingezogen;  Oberlippe  sehr  kurz,  vorn  leicht  gerundet,  Cly- 


F.  Borchmann:  Neue  Heteromeren. 


345 


peus  quer  gewolbt,  kurz;  Furche  vor  den  Augen  breit,  gerade;  Stirn  gewolbt; 
Schlafen  ausserst  kurz;  Taster  gewohnlich;  Fiihler  dick,  Kbrpermitte  nicht 
erreichend,  etwas  flach,  vom  4.  Gliede  an  etwas  gesagt,  3.  Glied  kurzer  und 
diinner  als  das  4.,  11.  kauin  so  lang  wie  das  10.;  Augen  stark  gewolbt,  Stirn- 
abstand  weniger  als  y2  Querdurchmesser.  llalsschild  an  der  Basis  fast  3-mal 
so  breit  wie  der  Kopf,  fast  halbkreisformig,  gleichmassig  gewolbt,  fein,  flach, 
nicht  sehr  dicht  punktiert,  Basis  gerade,  in  der  Mitte  vorgezogen,  der  feine 
Vorderrand  in  der  Mitte  unterbrochen,  Basisecken  etwas  stumpfwinklig, 
Eindriicke  vor  der  Basis  sehr  schwach.  Schildchen  (iuer  hcrzformig.  Fliigel- 
decken  mit  feinen  Punktstreifen,  die  nur  an  den  Seiten  und  in  der  Spitze 
schwach  vertieft  sind,  so  breit  wie  der  Halsschild ;  Zwischenraume  flach,  jeder 
mit  3  Rcihen  feiner  Borstenpunkte,  die  ebenso  stark  sind  wie  die  Punkte  in 
den  Streifen  und  in  der  Spitze  raspelartig  werden,  Spitzen  zusammen  ge- 
rundet;  Epipleuren  normal.  Unterseite  und  Beine  normal,  fein  anliegend, 
zerstreut  behaart,  Schenkel  breit  und  etwas  flach;  Lamellen  der  Fiisse  2,  2,  1. 

2  Ex.  von  Ceylon  in  meiner  Sammlung,  zahlreiehe  im  D.  Ent.  Inslitut. 

Die  Art  unterscheidet  sich  leicht  dureh  ihre  Grosse  und  die  Bildung  der 
Fliigeldecken  von  ihren  Verwandten. 

Cistelopsis  denselineata  n.  sp.  —  5  mm.  —  Langlich  oval,  gewolbt, 
glanzend,  behaart  wie  maculata  m.,  oben  dunkcl  rotbraun,  Beine,  Unterseite 
und  Flugeldeckenepipleuren  heller,  Fuhlerwurzel  hell,  die  ubrigen  Glieder 
pechschwarz,  Hinterleibsspitze  dunkcl.  Kopf  ziemlich  dicht  und  ,grob  punktiert, 
Oberlippe  und  Clypeus  wie  bei  mamlata,  ebenso  die  Flihlerbildung,  4.  Glied 
etwas  1  anger  als  das  3.,  Fiihler  etwas  gesagt;  Augen  stark,  aber  nicht  eckig 
gewolbt,  Abstand  y>  Querdurchmesser;  Schlafen  ausserst  kurz,  Hals  oben 
ohne  Schniirfurche  wie  bei  maculata  m.  Halsschild  etwas  kurzer,  Punkte  etwas 
zerstreuter,  Basis  wenig  gebuchtet,  in  der  Mitte  stark  vorgezogen,  Basis- 
grubehen  sehr  flach,  Flache  weniger  buckclig,  alles  iibrige  wie  bei  maculata. 
Schildchen  quer  hcrzformig.  Fliigeldecken  so  breit  wie  der  Halsschild,  Punkt¬ 
streifen  auf  der  Scheibe  nicht,  an  den  Seiten  und  gegen  die  Spitze  deutlich 
vertieft,  Zwischenraume  nur  an  den  Seiten  und  in  der  Spitze  gewolbt,  jeder  mit 
2  Reihen  Borstenpunktcn,  die  ebenso  stark  sind  wie  die  Punkte  in  den  Streifen, 
Spitzen  zusammen  gerundet ;  Epipleuren  breit.  Unterseite  und  Beine  wie  bei  der 
vergliehenen  Aid,  starker  behaart;  Lamellen  an  den  Fiissen  2,  2,  1. 

4  Ex.  von  Hoorn,  Batavia-Baai  II.  1919  im  zool.  Mus.  Buitcnzorg  und  D. 
Ent.  Inst.  Ein  sehr  hellcs  Ex.  von  N.  0.  Sumatra,  Tebing-tinggi  in  meiner 
Sammlung. 

Die  Art  unterscheidet  sich  leicht  durch  die  Punktierung  der  Fliigeldecken. 


Die  4  Arten  scheiden  sich  leicht  nach  folgendcr  Tabelle. 

1'  Die  Punkte  auf  den  Zwischenraumen  sind  viel  feiner  als  die  Punkte  in  den 
deutlich  vertieften  Streifen. 


346 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


2'  Fiigeldecken  mit  eincr  dunklen  Quermakel  iiber  die  Mitte.  Gro.vse:  4,5 — 5 
mm.  Java.  maculata  n.  sp. 

2,  Seitcnrand  der  Flugeldecken  breit  geschwarzt.  Grosse:  4,5  mm.  Sumatra. 

pusio  n.  sp. 

1,  Punkte  auf  den  Zwischenraumen  kaum  oder  niclit  feiner  als  die  Punkte 
in  den  auf  der  Schcibc  nicht  vorticftcn  Streifen. 

3'  Zwischenraume  mit  3  Borstenpunktrcihen,  Flihler  hell.  Grosser  7 — 7,5 
mm.  Ceylon.  ingots  n.  sp. 

3,  Zwischenraume  mit  2  Punktreihen,  Fiihler  mit  Ausnahme  der  Grund- 

glieder  schwarz.  Grosse:  5  mm.  Java.  denselineata  n.  sp. 


Cistelomorpha  Redtb. 


Cistelomorpha  haematoptera  n.  sp.  —  13  —  14,5  mm.  —  Langoval,  ge- 
wolbt,  wenig  gliinzcnd ;  sehr  fcin,  kurz,  anliegend,  ziemlich  dicht,  gelblich  be- 
haart;  schwefelgelb,  die  beiden  letzten  Hinterleibsringe  wenig  dunkler,  Beine 
(die  Schienen  am  starksten)  und  der  Halsschild  rotlich,  Flugeldecken  rot. 
Oberkieferspitze  und  Fiihler  mit  Ausnahme  des  1.  Glicdes  schwarz,  2.  Glied 
braunlich.  Kopf  gestreckt,  dicht  punktiert;  Mundteile  gewohnlich;  Oberlippe 
quer,  leicht  ausgerandet,  Clypeus  leicht  quer,  Trennungsfurche  normal, 
Schlafen  sehr  kurz,  Halsfurche  sehr  flach ;  Fiihler  kraftig,  Korpermitte  kaum 
erreichend,  2.  Glied  etwas  langer  als  breit,  3.  etwas  langer  als  das  4.,  4.  an  der 
Spitze  etwas  breiter  als  die  folgendcn,  11.  etwas  langer  als  das  10.;  Augen 
stark  ausgerandet,  Abstand  oben  iy2  Durehmesser,  unten  nicht  ganz  einen. 
Halsschild  wenig  gewolbt,  etwa  halbkreisformig,  doppelt  so  breit  wie  der 
Kopf,  sehr  dicht  mit  feincn  Nabelpunkten  besetzt,  grosstc  Breite  etwa  in  der 
Mitte,  allseitig  gerandet,  in  den  Basiseckcn  jederseits  mit  sehr  flachem  Ein- 
drucke,  Basis  doppelbuchtig,  Vorderrand  gerade,  Vorderecken  sehr  breit  ge- 
rundet,  Basisecken  fast  rechtwinklig,  leicht  aufgebogen.  Schildchen  lang  drei- 
eckig,  Spitze  wenig  gerundet ;  Flugeldecken  breiter  als  der  Halsschild,  sehr 
fein,  dicht  punktiert,  mit  starken  Punktstreifen,  Punkte  in  den  Streifen  dicht, 
gegen  die  Spitze  feiner;  Schultern  kraftig,  Spitzen  einzeln  kurz  gerundet, 
Seiten  bis  %  der  Lange  sehr  schwach  erweitert,  dann  gerundet  verengt.  Un- 
terseite  sehr  dicht  und  fein  punktiert.  Beine  gewohnlich,  sehr  fein,  sehr  dicht 
punktiert;  kurz,  anliegend  behaart;  Schienen  fast  gerade;  Dome  der  Hinter- 
schienen  diinn  und  spitz,  der  innere  etwas  langer. 

2  Ex.  von  Celebes,  1  Ex.  von  S.  W.  Celebes  Bonthain  2000  m  (Bunne- 
meyer)  im  zool.  Mus.  Buitcnzorg  und  1  Ex.  von  Bonthain  in  meiner 
Sammlung. 

Die  Art  ist  durch  ihre  roten  Flugeldecken  leicht  kenntlich.  Von  hae- 
matica  Redtb^  unterscheidet  sie  sich  durch  den  gelben  Kopf  und  die  nicht 
gestorte  Fliigeldeckenskulptur. 


F.  Borchmann:  Neue  Heterameren . 


347 


Cistelomorpha  focaleata  n.  sp.  —  9  mm.  —  Form  gewohnlich ;  gewolbt, 
massig  gliinzend;  sehr  fein,  schr  kurz,  anlicgcnd  hell  behaart,  Flugeldeckcn- 
spitze  dunkler  behaart;  schwefelgelb,  Fliigeldecken  bleicher,  Abdomen  und 
Beine  rotlichgelb,  Fuhlcr  vom  4.  Gliede  an,  die  Basis  des  Halses,  die  Vorder- 
und  Mittelhiiften  und  das  4.  und  5.  Hinterleibssegment  schwarz,  Spitze  des 
3.  Fiihlergliedes  dunkelbraun.  Kopf  fein  und  dicht  punktiert;  Mundteile 
normal,  Clypeus  von  dcr  Stirn  durch  cine  breite  gebogene  Furche  getrennt; 
Fuhlcr  kraftig,  Korpcrmitte  nicht  erreichend,  3.  Glied  langer  als  das  4., 
11.  so  lang  wie  das  10.,  etwas  ausgerandet;  Augcnabstand  gleich  1  Duroh- 
messcr;  Stirn  gewolbt;  Halsfurcbe  seicht.  Halsschild  vorn  abgestutzt,  sehr 
dicht  fein  punktiert,  Basis  doppelbuchtig,  allseitig  gerandet,  quer,  Hinter- 
ecken  fast  rechtwinklig ;  Schildchen  schr  fein  punktiert,  fast  spitz.  Fliigel- 
decken  doppelt  so  breit  wie  der  Halsschild,  gewolbt,  mit  Punktstreifen,  Zwi¬ 
schenraume  gewolbt  und  fein  und  ziemlich  dicht  punktiert,  3.,  5.  und  7. 
breiter,  Fliigeldcckenspitzen  einzeln  kurz  gerundet.  Unterseite  sehr  fein, 
sehr  dicht  punktiert;  6.  Abdominalsegment  gelb,  in  der  Mitte  etwas  spitz 
schwach  vorgezogen.  Beine  gcwohnlich. 

1  Ex.  von  Sumatra  1905  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  ist  leieht  kcnntlich  durch  die  Fiirbung  des  Halses  und  der  Hiiften. 


Cistelomorpha  rutilipes  n.  sp.  —  12 — 13  mm.  —  Gewolbt,  massig  gliinzend ; 
fein,  kurz,  anliegend,  ziemlich  dicht  behaart;  gelb,  Vorderkorper  braungelb 
oder  schwach  rotlich,  Fliigeldecken  blassgelb,  Obersohenkcl  rotlich,  4.  und  5. 
Hinterleibssegment  und  die  Fuhlcr  mit  Ausnahme  der  3  Grundglieder 
schwarz.  Kopf  fein  und  dicht  punktiert,  Stirn  gewolbt,  Halsfurche  flach, 
Schliifen  schr  kurz.  Mundteile  gcwohnlich ;  Fiihler  vom  4.  Gliede  an  schwach 
gesagt,  3.  Glied  langer  als  das  4.,  Endglied  so  lang  wie  das  10.,  ausgerandet. 
Augenabstand  2  Durchmesscr.  Halsschild  dicht  und  fein  mit  Nabclpunkten  be- 
setzt,  allseitig  gerandet,  vor  der  Basis  mit  schwacher  Langsfurche,  Basis  dop- 
pelbuehtig,  Vorderrand  abgestutzt,  Basiswinkel  kurz  gerundet,  Vorderwinkel 
breit  gerundet.  Schildchen  spitz.  Fliigeldecken  breiter  als  der  Halsschild,  mit 
starken  Punktstreifen,  Zwischenraume  schwach  gewolbt,  fein  und  nicht  sehr 
dicht  punktiert,  3.,  5.  und  7.  breiter  und  etwas  gewolbter,  Deekenspitzen  kurz 
einzeln  gerundet.  Unterseite  fein  und  dicht  punktiert ;  5.  Segment  an  der 
Spitze  flach gedriickt ;  Beine  normal. 

2  d*c?  und  2  $$  von  Sumatra  (Volz)  in  meiner  Sammlung. 

1  cf*  von  Java,  das  sonst  gut  ubercinstimmt,  hat  stark  roten  Vorderkorper; 
die  Zwischenraume  sind  etwas  starker  gewolbt,  der  3.  Zwischenraum  ist  vorn 
viel  schmaler  als  der  2.,  hinten  viel  breiter,  4.  und  5.  sind  gleich  breit,  5.  wenig 
breiter  als  der  4. 

Die  Art  ist  gut  durch  ihre  Farbung  geschicden. 


348 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


LAGRIIDAE. 

Diese  artenreichc  Pamilie  ist  bei  weitem  besser  durchgearbeitct  und  bietet 
daher  weniger  ncue  Arten.  Die  Gattung  Nemostira  Fairm.  bedarf  dringend 
einer  Bearbeitung. 

LagTia  F. 

LagTia  blairi  n.  sp.  —  Lange  7  mm.  —  Massig  glanzend,  ziemlich  lang, 
abstehend  weisslich  bebaart;  hell  rotbraun,  Beine  mit  Ausnahme  der  Schenkel- 
basis  etwas  dunkler,  Flihler  dunkel  rotbraun,  Flligeldeeken  schwarzlich  braun ; 
Kopf  gewohnlich,  Stirn  und  Scheitel  dicht  mit  groben  Nabelpunkten  besetzt, 
Stirn  zwischen  den  Augen  etwas  eingedriickt.  Mundteile  gewohnlich;  Fiihler 
die  Korpermittc  nicht  erreichcnd,  schlank,  nach  aussen  kaum  verdickt,  3.  und 
4.  Glied  gleich,  Endglied  etwas  liinger  als  die  3  vorhergehenden  Gliedcr  zu- 
sammen;  Augenabstand  etwas  weniger  als  ein  Durchmesser.  Halsschild  so 
lang  wie  breit,  so  breit  wie  der  Kopf  mit  den  Augen,  gewolbt,  Seiten  etwas 
vor  der  Mitte  ziemlich  stark  eingcschniirt,  vorn  und  hinten  ungerandet, 
Scheibe  uneben,  mit  groben  Nabelpunkten  dicht  besetzt,  etwas  querrunzclig; 
Schildchen  rot.  Flugeldecken  schwach  erweitert,  massig  querrunzlig  punk- 
tiert,  gemeinschaftlich  zugespitzt,  Epipleuren  lang  behaart.  Unterseite  ge¬ 
wohnlich;  Beine  mittel,  lang  behaart,  Vordersehienen  fast  gerade,  Mittcl- 
schienen  etwas  starker  gebogen,  Innenscitc  nahe  der  Spitze  mit  ziemlich 
grossem  Zahne,  davor  fein  gezahnelt,  ITinterschiencn  noch  starker  gebogen, 
Bezahnung  wie  vorher;  Metatarsus  der  Ilinterfiisse  kurzer  als  die  folgenden 
Glieder  zusammen. 

1  von  Depok,  Java  (G.  E.  Bryant.)  18.  4.  09.  im  Brit.  Mus.,  1 
und  1  $  vom  selben  Orte  8.  VIII.  20  im  zool.  Mus.  Buitenzorg  und  im  Dcut- 
schen  Ent.  Inst,  in  Berlin,  1  $  von  Buitenzorg  (C.  B.  Ferrari  1875)  im 
Stettiner  Mus.  and  4  Ex.  von  Buitenzorg  16.  III.  09,  Penang  X.  1913  und 
Sumatra  Merang  (Doherty)  in  meiner  Sammlung. 

Teh  benenne  die  neue  Art  nach  dem  verdienten  englischen  Entomologen 
K.  G.  Blair. 

Die  Bezahnung  der  Schienen  schcidct  die  Art  leiclit  von  ihren  Vcr- 
wandten. 

LagTia  inflata  n.  sp.  —  Lange  9*4  mm.  —  Hinterkorper  breit,  Vorder- 
korper  schwach ;  gewolbt,  massig  glanzend,  ziemlich  dicht,  lang,  abstehend  oder 
halb  anliegend  grau  behaart ;  schwarz,  Ilinterkopf  rotlich ;  Kopf  dicht  mit 
Augenpunkten  besetzt,  Clvpeus  mit  langen,  weissen  Borston,  Augenabstand 
1  Durchmesser;  Fiililer  diinn,  nicht  ganz  die  Korpermitte  errcichend,  von 
Glied  3  an  dicht  und  grob  punktiert,  weiss  beborstet,  Glied  3  und  4  fast 
gleich,  Endglied  fast  so  lang  wie  die  3  vorhergehenden  Glieder  zusammen, 
Spitze  etwas  rotlich;  Halsschild  etwas  quer,  etwas  brcitcr  als  der  Kopf  mit 
den  Augen,  fein  und  dicht,  dazwischen  sehr  fein  punktiert,  lang  abstehend, 
etwas  dunkler  behaart,  Basis  mit  drei  breiten,  flachen  Eindriicken,  nur  die 
Basis  schwach  gerandet,  Seiten  wenig  eingezogen,  Hinterecken  nicht  vorste- 


F.  Borchmann:  Neue  Heteromeren. 


549 


hend;  Schildchen  gewohnlich;  Fliigeldecken  stark  erweitert,  grosste  Breite 
etwa  in  der  Mitte,  ziemlich  fein,  dicht,  leicht  querrunzlig  punktiert,  Schultern 
wenig  gefaltet;  Epipleuren  breit.  Beine  schwach,  Innenrand  der  Schienen 
gezahnelt. 

1  $  von  Papandajan,  Java,  10.  IV.  1909  und  1  ohne  nahere  Bezeichnung 
im  zool.  Mils.  Buitenzorg;  1  $  im  Brit.  Museum  (G.  F.  Bryant.).  3  Ex.  v. 
Papandajan  in  meiner  Sammlung. 

Die  Art  scheint  vcrwandt  mit  gracilicomis  Bm.  Diese  ist  aber  blau  und 
hat  belle  Fuhler ;  ihr  Vorderkorper  ist  viel  sparlieher  punktiert,  und  die 
Fliigeldecken  sind  schwacher  erweitert. 

CerogTia  Bm. 

CerogTia  bryajiti  n.  sp.  —  Lange  $y2 — 12  mm.  —  Form  gewohnlich, 
ziemlich  dicht,  ziemlich  kurz,  anlicgend,  weisslich  behaart;  dunkelbraun  bis 
pechbraun,  Fliigeldecken,  moistens  besonders  gegen  die  Spitze  heller,  Beine 
und  Fuhler  fast  schwarz.  Kopf  gewohnlich,  Oberlippe  und  Clypeus  ziemlich 
fein  und  dicht,  Stirn  und  Hinterkopf  grober  und  dicht  mit  Augenpunkten 
besetzt;  Fuhler  schlank,  erreichen  nicht  die  Korpermitte,  nach  aussen  kaum 
verdickt,  Glied  3  etwas  lunger  als  4,  Endglied  etwas  langer  als  die  2  vorher- 
gehenden  Glieder  zusammen;  Stirnabstand  der  Augen  gleich  einem  Augen- 
durchmesser;  Halsschild  so  lang  wie  breit,  wenig  breiter  als  der  Kopf  mit  den 
Augen,  fein  und  miissig  dicht  punktiert,  mit  feiner  Mittelrinne,  etwas  uneben, 
Vorderecken  gerundet,  Seiten  etwas  vor  der  Mitte  schwach  eingezogen,  ungeran- 
det,  Ilaare  auf  der  Scheibe  quer  nach  innen  gelagert,  auf  der  Mittelrinne 
nach  hinten;  Schildchen  dicht  und  fein  punktiert;  Fliigeldecken  nach  hinten 
etwas  erweitert,  grosste  Breite  am  Beginn  des  letzten  Viertels,  zusammen  zuge- 
spitzt,  massig  dicht  querrunzlig  punktiert,  Schultern  etwas  gefaltet,  Epipleu¬ 
ren  gewohnlich,  etwas  querrunzlig  punktiert;  Beine  mittel,  dicht  punktiert, 
ziemlich  lang  und  weieh  behaart,  Metatarsus  der  Hinterfiisse  fast  so  lang  wie 
die  folgenden  Glieder  zusammen.  —  Fuhler  wenig  langer,  Glied  7  knotig 
verdickt,  8  mit  kleiner  Schwiele,  9  mit  starkem,  spitzem  Zahne,  Endglied  etwas 
langer  als  die  4  vorhergehenden  Glieder  zusammen;  Augenabstand  gleich  einem 
lialben  Durchmesser. 

Die  Art  scheint  nalie  verwandt  mit  rubripennis  Bm.  und  cinerea  Fairm. 
C.  rubripennis  ist  viel  heller,  die  Fliigeldecken  sind  viel  grober  und  weit- 
laufiger  punktiert,  Fuhler  des  sind  dicker,  Glied  3  und  4  gleich,  Vorder- 
schienen  nur  ausserst  fein  gezahnelt;  C.  cinerea  Fairm.  ist  dichter  und  an- 
liegender  grau  behaart,  ihre  Schultern  wenig  gefaltet,  Endglied  $  viel 
kiirzer,  Halsschildseiten  fast  gerade,  seine  Punktierung  viel  dichter  und 
deutlich  querrunzlig. 

Viele  cf  cf  $  §  von  Papandajan,  Java;  Tjibodas,  1400  m,  VIII. 
1921;  Borneo,  Kinabalu  1500  m  und  Sumatra,  Si-Rambe  XII.  1890  —  III. 
1891  (E.  Modigliani). 

Ich  benenne  die  Art  zu  Ehren  ihres  Entdeckers  G.  F.  Bryant. 


350 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Nemostira  Pairm. 

Nemostira  irregularis  n.  sp.  —  15,5  mm.  —  Schlank,  wenig  gewolbt, 
massig  glanzend ;  sparlich,  lang  beborstet ;  gelbbraun,  Fiihler  und  Beine  heller, 
Kopf  mit  stark  vortretenden  Mundteilen,  Stirn  cingedruckt  und  grob  runzelig 
punktiert,  Oberlippe  quer,  oval,  vorn  nicht  ausgerandet,  lang  beborstet; 
Clypeus  quer,  durch  cine  breite,  gebogenc  Furche  von  der  Stirn  getrennt; 
Schlafen  sehr  kurz;  Halsfurche  tief  und  scharf,  Endglied  der  Kiefertaster 
messerformig,  der  Lippentaster  schmal,  vorn  etwas  schriige  abgestutzt;  Fiihler 
die  lvorpermitte  etwas  uberragend,  1.  Glied  etwas  langer  als  das  3.,  2.  etwas 
langer  als  breit,  3.  und  4.  Glied  gleich,  Endglied  etwa  so  lang  wie  die  5  vor- 
hergehenden  Glieder  zusammen;  Augen  stark  gewolbt,  stark  genahert  (oben 
und  unten) ;  Halsschild  langer  als  breit,  etwas  breiter  als  der  Kopf,  glocken- 
formig,  mit  feiner  Grundskulptur,  grob,  nicht  dicht  punktiert;  Basis  breit 
aufgebogen  gerandet,  Basiseeken  vorstehend,  Vorderecken  abgerundet,  Seiten 
vor  der  Basis  eingczogen;  Schildchen  zungenformig,  glatt.  Fliigeldecken  mit 
kraftigen  Schultern,  doppelt  so  breit  wie  der  Halsschild,  nach  hinten  sehr 
wenig  erweitert,  Spitzen  zusammen  gerundet,  Punktstreifen  nur  an  der  Basis 
und  nahe  der  Spitze  anniihernd  regelmassig,  auf  der  Scheibe  durch  Ver- 
doppelung  dcr  Punkte  unregelmassig,  Punkte  gegen  die  Spitze  feiner,  Zwi- 
schenraume  massig  gewolbt,  die  ungeraden  mit  sehr  weitlaufigen,  in  der 
Spitze  etwas  dichtcren  Borstenpunkten ;  Epipleuren  schmal,  glatt.  Brust  an 
den  Seiten  grob,  Seiten  des  Abdomens  fcin  punktiert,  Analsegmcnt  an  den 
Seiten  schwach  ausgerandct,  Spitze  mit  einer  Borstenpunktreihe;  Proster- 
nalfortsatz  gerandet,  schmal,  hinten  schrag.  Beine  lang,  diinn,  Ilinterschenkel 
fast  den  Hinterrand  des  4.  Segments  erreichcnd,  FUsse  fast  so  lang  wie  die 
Schienen,  Metatarsus  der  Hinterfiisse  so  lang  wie  Glied  2  und  3  zusammen. 

1  (f  von  Java,  Tjibeureum  bei  Tjibodas,  1400  m,  28.  VIII.  1921.  Nr.  446 
(Soerijat). 

Die  Art  ist  mit  goliath  und  elongatior  Pic  verwandt :  goliath  Pic  ist  erheb- 
lich  grosser,  rot  mit  metallischen  Beflexen,  hat  fast  quadratischen  Halsschild, 
Flugeldecken  sind  zugespitzt  usw.  N.  elongatior  Pic  ist  rotlich,  Fiihler,  Ab¬ 
domen,  Schienen  und  Fiisse  sind  schwarz;  der  Kopf  ist  breit,  Augenabst&nd 
ist  gross. 

Nemostira  bogorensis  Pic  (?)  —  14,5  mm.  —  Schlank,  gewolbt;  dieht, 
fein,  kurz,  anliegend  gelblich  behaart,  dazwischen  lange  aufrechte  Borsten; 
braun,  Fiihler,  Hiiften,  Basis  dcr  Schenkel  und  Fiisse  hell.  Kopf  gestreckt, 
fein  und  dicht  punktiert ;  Oberlippe  quer,  kaum  ausgerandct,  Furche  vor  den 
Augen  scharf  und  gebogen,  Stirn  mit  seichter  Liingsfurche;  Schlafen  ^4 
Augenliinge,  Halsfurche  tief.  Endglied  der  Kiefertaster  messerformig,  dcr 
Lippentaster  ziemlich  schmal,  vorn  schwach  ausgerandct,  Fiihler  schlank,  fa- 
denformig,  Korpermitte  uberragend,  3.  und  4.  Glied  gleich,  Endglied  wenig 
kiirzer  als  die  4  vorhergehenden  Glieder  zusammen;  Augen  gross,  Abstand 


F.  Borchmann:  Neue  Ileteromeren. 


351 


oben  i/i  Durchmesser,  untcn  etwas  weiter.  Halsschild  breiter  als  der  Kopf,  viel 
langer  als  breit,  sehr  dicht  fein  punktiert,  ziemlich  lang  anliegend  behaart, 
mit  Grundskulptur,  vorn  mit  Langsfurche,  hinten  mit  Langslinie,  Seiten  in  der 
Mitte  sclnvach  ausgerandet,  Basis  breit,  aufgebogcn,  Spitze  fein  und  schmal 
gerandet,.  Vorderecken  breit  gerundet,  Basisecken  breit  vorstehcnd.  Schildclien 
zungenformig.  Fliigeldecken  lang,  mit  Grundskulptur  und  iiusserst  feinen, 
dichten  Punkten,  Punktstreifen  kraftig,  Punkte  dicht,  Zwischenraume  ge¬ 
wolbt,  die  ungeraden  mit  einer  massig  dichten  Borstenpunktreihe,  die  geraden 
mit  viel  weniger  Borstenpunkten  hauptsachlich  im  Basis-  und  Spitzenteil,  Punk- 
te  etwas  erhoht;  jede  Decke  mit  winziger  Spitze;  Epipleuren  schmal,  unpunk- 
tiert.  Unterseite  matt,  mit  Grundskulptur,  besonders  die  Seiten  ziemlich  dicht 
punktiert.  Beine  schlank.  Analsegment  abgcstutzt,  Seiten  nur  am  vorletzten 
Segment  vorgezogen. 

1  c f  von  Tjibodas  1400  m,  VIII.  1921. 

Die  Art  is  durch  ihre  Bchaarung  und  die  Skulptur  der  Fliigeldecken  leicht 
kenntlich.  W enn  das  beschriebene  Tier  nicht  die  Art  von  Prc  scin  sollte,  so 
stimmt  sic  doch  wahrscheinlich  in  Grosse  und  Behaarung  mit  ihr  uberein. 


Nemostira  cyanipennis  n.  sp.  —  Lange:  11  mm.  —  Gestreckt,  zylin- 
drisch,  stark  glanzend;  rotbraun,  Kopf  dunkcl,  Fiihler  schwarzlich,  die  ersten 
4 — 5  Glieder  am  Grunde  heller,  Beine  dunkler,  besonders  die  Spitzen  der 
Schenkel,  der  Schienen  und  die  letztcn  Tarsenglieder,  Schenkelbasis  hell, 
Spitze  des  Abdomens  dunkel,  Schildchen  rot,  Fliigeldecken  dunkelblau.  Kopf 
gestreckt,  fast  glatt,  Oberlippe  vorn  ausgerandet,  herzformig,  etwas  langer 
als  der  Clypeus;  Endglied  der  Kiefertaster  ziemlich  schmal,  innere  Kante 
sehr  kurz;  Augcn  gross,  gewolbt,  genahert,  kaum  ausgerandet;  Fiihler  kraftig, 
wenig  verdickt,  die  Schulter  uberragend,  Glieder  wie  bei  N.  galatheae  m., 
Endglied  schmal,  etwas  gebogen,  so  lang  wie  die  3  vorletzten  Glieder  zusam- 
mcn;  Halsschild  quadratisch,  so  breit  wie  der  Kopf  mit  den  Augen,  gewolbt, 
vorn  gerundet,  vor  der  Basis  Seiten  etwas  eingezogen,  Hinterecken  vortretend, 
Scheibe  sehr  sparlich  und  fein  punktiert,  Seiten  etwas  dichter,  Apex  schmal, 
Basis  breit  gerandet.  Schildchen  klein,  glatt.  Fliigeldecken  doppclt  so  breit 
wie  der  Halsschild,  stark  punktiert-gestreift,  Streifen  dicht,  gegen  die  Spitze 
schwacher  punktiert,  Zwischenraume  ziemlich  stark  gewolbt,  nach  hinten  nicht 
niedriger,  an  der  Spitze  mit  einzclnen  Borstenpunkten,  Scutellarstreif  nor¬ 
mal,  Spitzen  einzeln  abgerundet;  Epipleuren  wie  bei  N.  galatheae  m.  Unter- 
seitc  stark  glanzend,  Seiten  der  Brust  ziemlich  grob  punktiert,  Abdomen  fast 
glatt,  Seiten  mit  einzclnen  grosseren  Punkten.  Beine  normal ;  Metatarsus 
der  Hinterfiisse  etwas  kiirzer  als  die  folgenden  Glieder  zusammen. 

1  Exemplar  im  Kon.  Museum  in  Kopenhagen.  Celebes. 

Die  Art  ahnelt  der  Casnonidea  atricapilla  Fairm.,  ist  aber  grosser,  die 
Spitze  der  Schenkel  ist  nicht  geschwarzt,  das  Endglied  der  Fiihler  ist  kiirzer, 
die  Vorderecken  des  Halsschildes  sind  gerundet,  die  Fliigeldecken  blau. 


352 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Nemostira  postica  n.  sp.  —  10  mm.  —  Der  melanura  Bm.  nahe  ver- 
wandt;  braunlich  gclb,  Kopf  mit  Ausnahme  der  Oberlippe,  Spitze  der  Fliigel- 
decken  schwarz,  Schenkelspitzen  oben  leicht,  die  beiden  letzten  Hinterleibs- 
segmente  stark  gebraunt.  Die  Art  unterscheidet  sicli  wie  folgt.  Der  walzen- 
formige  Halsschild  ist  langer  als  breit,  vor  der  Basis  leicht  eingezogen,  grob 
und  zerstreut  punktiert,  glanzend,  ohne  deutlichen  Langseindruck,  kauni 
breiter  als  der  Kopf;  Flugeldecken  schmaler,  glanzender,  Zwischenraume  ge- 
wolbter,  1.  mit  2  Borstenpuiikten  an  der  Spitze,  3.  mit  8  Punkten  iiber  die 
ganze  Lange,  5.  mit  2  Schul  ter  punkten,  9.  mit  5  oder  G  Punkten  hinter  der 
Mitte;  Prosternalfortsatz  hinten  schriig  und  gerundet;  Unterseite  an  den 
Seiten  grober  und  dichter  punktiert. 

1  $  von  Celebes  (Gestro)  im  Stettiner  Mus. 

Nemostira  vagecostata  n.  sp.  —  Lange:  13*4  mm.  —  Gestreckt,  massig 
glanzend;  rotbraun,  Beine  und  Fiihler  gelbbraun,  Hinterkopf  und  Augen 
schwarz;  Oberlippe  und  Clypus  quer,  nicht  ausgerandet,  mit  einigen  groben 
Borstenpunkten,  Clypeus  von  der  Stirn  durch  einen  tiefen,  stark  gebogenen 
Eindruck  getrennt,  Stirn  eingedriickt,  mit  einigen  groben  Punkten,  Scheitel 
mit  tiefer  Langsrinne;  Augen  gross,  fast  zusammenstossend,  sehwach  ausgeran¬ 
det;  Schlafen  sehr  kurz;  Fiihler  halb  so  lang  wie  der  Korper,  fadenformig, 
3.  und  4.  Glied  gleichy  Endglied  diinn,  sehwach  gebogen,  so  lang  wie  die  4 
vorhergehenden  Glieder  zusammen ;  Halsschild  wenig  langer  als  breit,  wenig 
breiter  als  der  Kopf  mit  den  Augen,  Form  gewohnlich,  grob  und  massig 
dicht  punktiert,  etwas  uncben,  an  der  Basis  mit  kurzem  Liingskiele,  an  der 
Spitze  mit  schwachem  Langseindruck,  Spitze  sehr  fein,  Basis  breit  gerandet; 
Schildchen  rundlich,  glatt ;  Flugeldecken  wenig  gewolbt,  nicht  erweitert, 
Punktstreifen  unregelmassig,.  stcllenweise  doppelt,  einige  Zwischenraume,  3.  5. 
und  7.  etwas  starker  gewolbt,  die  ungeraden  mit  sparlichen  Borstenpunkten, 
Spitzen  etwas  abgestutzt;  Epipleuren  schmal,  ganz,  fast  glatt;  Seiten  der  Hin- 
terbrust  grob  punktiert,  Abdomen  unpunktiert,  sehwach  langsrissig.  Beine 
schlank;  Metatarsus  der  Ilinterfusse  so  lang  wie  die  folgendcn  Glieder  zusam¬ 
men;  Prosternalfortsatz  nicht  hinter  die  Hviften  verlangert. 

1  cf  in  der  Sammlung  Kraatz  im  Deutschen  Ent.  Institut.  Java. 

Nemostira  homi  n.  sp.  —  Lange :  13i/2— 16  mm.  —  Gestreckt,  glanzend; 
braunlichgelb,  Beine  oft  etwas  heller,  Halsschild  und  Kopf  braunrot,  Flugel¬ 
decken  pechschwarz,  Epipleuren  vorn  hell;  Kopf  gestreckt;  Oberlippe  wenig, 
Clypeus  starker  quer,  mit  zerstreuten  Borstenpunkten,  Oberlippe  herzformig, 
sehwach  ausgerandet;  Clypeus  durch  eine  schlecht  begrenzte,  gebogene  Furche 
von  der  Stirn  getrennt;  Stirn  wenig  dicht,  massig  grob  punktiert,  Scheitel 
mit  Eindruck  in  der  Mitte,  Augen  gewolbt,  wenig  ausgerandet,  Stirnabstand 
gleich  1  Auge,  Schlafen  kurz;  Fiihler  fadenformig,  halb  so  lang  wie  der 
Korper,  3.  urtd  4.  Glied  gleich,  Endglied  etwas  langer  als  Glied  9  und  10 
zusammen ;  Halsschild  quadratisch,  wenig  breiter  als  der  Kopf  mit  den  Augen, 


F.  Borchmann:  Neue  Heteromeren, 


353 


Vordcreckcn  abgerundet,  Seiten  yor  der  Basis,  etwas  hinter  der  Mittc  breit 
eingezogen,  Scheibe  stark,  nieht  dicht  punktiert,  beidcrseits  in  der  Mittc  je 
cine  tiefe  Grubc,  die  nach  aussen  und  sehrag  nach  hinten  von  einer  Falte 
begleitet  ist,  Basis  gerandet,  vor  der  Basis  ein  schmaler  Quereindruck ;  Schild- 
chen  glatt;  Fliigeldecken  fast  doppelt  so  breit  wic  der  Halsschild,  niebt  erwei- 
tert,  punktiert-gestreift,  Punkte  in  den  Strcifen  dicht,  nach  hinten 
schwacher,  Zwischenraume  breit,  flach,  mit  sehr  sparliehen  Borstenpunkten, 
Spitzcn  schwach  vorgezogon,  Epipleuren  schmal,  fast  glatt,  ganz;  Seiten  der 
Hinterbrust  und  des  Abdomens  grob  punktiert,  Mittc  des  letzten  glatt;  Pro- 
sternalfortsatz  niedriger  als  die  Hiiften ;  Beinc  dtinn ;  ]\fctatarsus  der  Ilinter- 
fiissc  so  lang  wie  die  folgcnden  Glieder  zusammen. 

2  $  $  in  der  Sammlung  Kraatz.  Khasis  1898. 

Exostira  n.  subg. 

Die  Gattung  Nemostira  Fairm.  besteht  aus  einer  grossen  Iieihe  von 
Gruppen,  die  grossenteils  neue  Gattungen  oder  doch  wenigstens  Untergat- 
tungen  bilden  miissten.  Die  Gattung  Casnonidea  Fairm.  ist  durch  kein  sticli- 
haltiges  Merkmal  von  der  ersten  zu  trennen.  Bei  der  grossen  bis  jetzt  be- 
kannten  Artenzahl  ist  cine  Abtrennung  sehr  erwunscht,  und  scheinbar  unbe- 
deutende  Merkmale  gewinnen  generische  Bedeutung. 

Die  neue  Untergattung  griindet  sich  auf  einc  neue  und  eine  Reihe  be- 
kannter  Arten. 

Grossere  Arten,  massig  schmal,  gewolbt.  Kopf  mit  stark  vortretenden 
Mundteilen;  Mandibeln  dtinn,  schwach  zweispitzig,  Maxillen  wie  bei  Ne¬ 
mostira  Fairm.;  Endgied  der  Kiefertaster  lang,  messerformig,  Endglied  der 
Lippentaster  ziemlicli  dreieekig,  vorn  kraftig  ausgerandet.  Augen  gross, 
wenig  ausgerandet,  oben  stark  genahert;  Halsfurche  stark.  Halsschild  langer 
als  breit.  Das  Ubrige  wie  bei  Nemvstira  F.virm.  —  Die  Untergattung  unter- 
scheidet  sich  leicht  durch  das  ausgerandete  Endglied  der  Lippentaster.  — 
Ausser  der  neuen  Art  gehoren  liierher  luteonotata  Pic,  multimaculata  Pic. 
und  stictica  Fairm. 

Exostira  sellata  n.  sp.  —  14,5  mm.  —  Etwas  zarter  als  N.  luteonotata 
Pic,  gewolbt,  massig  glanzend;  rotbraun,  Beine  und  Fiihler  gelb,  Fliigeldecken 
mit  zahlreichen  kleinen  gelben  Flecken,  die  sich  etwas  vor  der  Mitte  zu  einer 
Querbinde  vcrdichten,  die  von  der  Mitte  beiderscits  etwras  schrage  nach  vorn 
geht  und  den  Seitcnrand  nicht  errcicht.  Kopf  stark  gestreckt;  Fiihler  lang, 
Endglied  nicht  ganz  so  lang  wie  die  4  vorhergehenden  Glieder  zusammen,  3. 
und  4.  Glied  gleich.  Augen  gross,  Stirnabstand  *4  Augendurchmesser, 
Halsfurche  stark;  Stirn  uneben,  mit  einzelnen  starken  Punkten.  Halsschild 
etwas  breiter  als  der  Kopf,  langer  als  breit,  grob  und  nicht  dicht  punktiert, 
grosste  Breite  vor  der  Mitte,  nach  vorn  etwas  starker  als  nach  hinten  verengt, 
vor  der  Basis  breit  und  flach  eingcschniirt,  Vorderecken  abgerundet,  Ilinter- 

23 


354 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


ecken  breit  vorstehend,  Vorderrand  fein  und  schmal,  Hinterrand  breit  und 
aufgebogen,  Seiten  an  der  Basis  deutlieh  gerandet,  Prosternalfortsatz  hinten 
stumpf  nnd  gerade.  Schildchen  gewohnlich.  Fliigeldecken  wenig  erweitert; 
S'chnlterfiirche  kr&ftig,  Decken  gestreift-punktiert,  Punkte  gekerbt,  hinten 
schwacher,  Zwischenraume  stark  gewolbt,  Spitzen  einzeln  gerundet ;  Epipleu- 
ren  gewohnlich.  Unterseite  stark  glanzend,  Seiten  der  Brust  grob  punktiert, 
Seiten  des  Abdomens  mit  rundlichen  Eindrlicken,  Eindriicke  grob  punktiert, 
sonst  fein  langsrunzlig.  Beine  diinn.  1.  Glied  der  Hinterfiisse  fast  so  lang 
wie  die  iibrigen  Glieder  zusammen. 

1  $  von  Sumatra,  Padang  im  Naturh.  Mus.  in  Dresden. 

Die  Art  unterscheidet  sich  leicht  durch  die  diinnen  Beine  und  die  Fiir- 
bung  von  luteonotata  Pic. 


DESCRIPTION  D  UN  NOUVEAU  GENRE  D’ORTHOPTfiRE 

(fam.  acridiodea,  sous-famille  cyrtacanthacrinae) 

par 

C.  W ILLEMSE 
(Eygelshoven,  Z.  L.). 

Paratraulia  nov.  gen. 

Genotype:  Traulia  oblique-annulata  Br.  v.  \V.  1898  ( 1 ). 

Corps  robuste,  ponctue-rugueux. 

Tete  grosse,  faiblement  ponctuee  avec  des  parties  luisantes,  plus  courte 
que  le  pronotum.  Les  yeux  ovalcs,  saillants. 

Fastigium  verticis  un  peu  allonge,  horizontal,  avec  une  petite  carene 
mediane,  separe  du  vertex  par  un  sillon  transversal ;  le  bord  anterieur  arrondi. 

Front  ponctue-rugueux,  incline,  non  saillant  entre  les  antennes;  la 
carene  frontale  avec  les  bords  bien  developpes  et  paralleles,  la  carene  laterale 
sub-courbee. 

Antennes  filiformes,  depassant  ou  a  peine  atteignant  le  bord  posterieur 
du  pronotum. 

Pronotum  avec  le  bord  anterieur  arrondi  et  une  petite  incision  au  milieu, 
le  bord  posterieur  arrondi. 

La  carene  mediane  faiblement  marquee,  les  carenes  laterales  absentes. 

Les  sillons  transversaux  faiblement  indiques,  le  sillon  principal  situe  dans 
le  tiervs  apical. 

I jc  lx>rd  inferieur  du  lobe  reflechi  faiblement  courbe,  les  angles  anterieur 
et  posterieur  arrondis. 

Les  organes  du  vol  bien  developpes. 

L  ’ely tre  sensiblement  attenue  vers  Tapex  et  arrondi. 

L’aile  posterieure  sub-cyclo’ide. 

Tubercule  prosternal  droit  comprime  d’avant  en  arriere,  Tapex  elargi 
et  trilobe. 


(1)  Orthopteren  des  Malayischen  Archipels,  von  Bkuxner  von  Wattenwyl. 
Abhandl.  d.  Senckenb.  naturforsch.  Gesellschaft  Bd.  XXIV.  1898,  p.  249.  Ayant  eu 
Toccasion  d'examiner  le  type  de  Brunner,  je  me  suis  apergu  que  l'espSce  n’appartient 
point  au  genre  Traulia  k  cause  de  son  front  et  de  son  tubercule  prosternal. 
Je  forme  ici  pour  cette  espece  un  nouveau  genre  en  donnant  la  description  de  deux 
nouvelles  esp^ces. 


355 


356 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Lc  lobe  mesosternal  plus  large  que  long,  le  bord  interieur  arrondi. 

Femur  posterieur  avec  la  carene  supcrieurc  lisse.  Lobe  gcniculaire  in¬ 
terne  et  externe  se  terminant  en  une  pointe  aigue.  Tibia  posterieur  fai- 
blement  couribe,  le  bord  interne  avec  11  epines,  l’epine  apicale  y  comprise;  le 
bord  externe  avec  6  —  8  epines,  sans  epine  apicale. 

Le  3e  article  du  tarse  posterieur  presque  aussi  long  que  les  deux  autres 
ensemble. 

(fa  Plaque  suranale  triangulaire,  Tapex  arrondi  avec  une  impression 
mediane  a  la  base. 

Cerque  droit,  aussi  long  que  la  plaque  suranale,  attcnue  ct.  acumine  vers 
1  ’apex. 

Plaque  sousgenitale  courte,  peu  courbee,  obtuse. 

9.  Plaque  suranale  triangulaire,  1  ’apex  arrondi. 

Cerque  droit,  depassant  un  peu  la  ])laque  suranale,  attcnue  et  acumine 
a  l’apex. 

Les  valvules  de  l’oviscaptc  peu  courbees,  les  bords  obtusement  serrules. 

Plaque  sousgenitale  plus  longue  que  large,  le  bord  posterieur  arrondi. 

Ce  genre  vient  se  placer  dans  la  groupe  des  Bmchyxeniae  (*)  et  est  voisin 
dc  Brachyxenia,  dont  il  differe  entre  autre  par  lc  bord  posterieur  du  pronotum 
qui,  chez  Brachyxenia  est  fortement  allonge  triangulaircment  en  arriere  et 
cliez  Paratraulia  arrondi  et  par  le  femur  posterieur  qui,  chez  Brachyxenia 
est  grossi  et  chez  Paratraulia  normal. 

Tableau  des  especes. 

1.  Tibia  posterieur  avec  un  anneau  jaune  pres  du  genou 

o b lique-annulata  Br.  v.  W. 

Tibia  posterieur  sans  anneau  jaune  .  2 

2.  Area  externomedia  du  femur  poster,  jaune  avec  deux  bandes  noires 

bifasciata  nov.  sp. 

Area  externomedia  du  femur  poster,  vert,  sans  bandes  noires 

karnyi  nov.  sp. 


P.  oblique-annulata  Br.  v.  W. 

La  description  de  Brunner  v.  W.  est  assez  exacte  et  suffisante.  Monsieur 
lc  Dr.  H.  Karny  m’a  envoye  un  cT  et  une  9  de  File  de  Sumatra  qui  probable- 
ment  appartiennent  a  cette  espece.  En  voici  la  description: 

(1)  Voyez:  C.  Willemse,  Bijdrage  tot  de  kennis  der  Orthoptera  s.  s.  van  den 
Nederlandsch  Indischen  Archipel  en  omliggende  gebieden.  Zoolog.  Meded.  Deel.  VI. 
1921.  p.  18.  Les  groupes  formas  dans  le  tableau  dichotomique  sont  pour  la  plupart 
artificiels.  Pour  la  formation  des  groupes  naturels,  il  faudrait  plus  de  matdriel  et 
surtout  une  delimitation  plus  naturelle  du  territoire. 


C.  Willemse :  Parairaulia. 


357 


(fm  La  coloration  Concorde  avec  la  description  de  Bk.  v.  W. 

I/antenne  atteint  presque  le  milieu  de  Tabdomen;  la  couleur  est  d’un 
bleu-noiratre  avec  l’apex  un  peu  plus  clair.  Le  front,  le  clypeus  et  le  labrum 
avec  des  taclies  jaunes.  L  ’episternum  du  meso-  et  metathorax  jaune. 

L’elytre  atteint  rcxtremite  de  1 ’abdomen,  la  couleur  en  est  presque  noire, 
le  long  de  la  v.  anale  avec  une  ligne  jaune,  area  anale  vert-noiratre.  Les 
epines  du  tibia  posterieur  noires. 

Les  antennes  plus  courtes,  atteignant  le  milieu  du  pronotum,  d’unc 
couleur  vert-noiratre  avec  l’apcx  jaune. 

L’elytre  atteint  le  milieu  de  1 ’abdomen;  il  est  noir,  area  analis  vert,  avec 
une  ligne  jaune  le  long  de  la  v.  anale. 

Tibia  posterieur  rouge,  avec  un  anneau  basal  jaune,  les  epines  jaunes  a 
apex  noir. 


<f 

Longueur  du  corps  .  20.5  mm 

„  de  1  ’antenne  .  11  „ 

„  du  pronotum  .  4.5  „ 

„  de  l’elytre  .  13.5  „ 

„  du  femur  poster .  12  „ 

Local  ite:  Bandar  Baroe  (Wald)  22  I  ’22  (L.  Fulmek). 


$ 

23  mm. 

6.5  „ 

5  „ 

9.5  „ 

13  „ 


P.  bifasciata,  nov.  sp. 

Couleur  du  corps  noire  avec  des  bandes  jaunes  et  vertes.  Le  vertex  vert, 
avec  la  linea  oculo-pronotica  sup.  jaune  (*). 


(1)  En  etudiant  les  Acridiens  de  la  faune  Indo-Mal.,  on  remarque  chez  plusieurs 
especes  une  coloration  identique  de  bandes  ou  de  lignes. 

On  peut  distinguer  ces  bandes  comme  suit: 

le.  linea  fastigio-pronotica.  Cette  ligne  commence  au  bout  du  fastig. 
vertic.,  parcourt  le  vertex  dans  son  milieu  et  se  prolonge  sur  la  car&ne  mddiane 
du  pronotum  en  se  terminant  au  bord  posterieur. 

2e.  linea  oculo-pronotica  superior.  Cette  ligne  commence  au  bord 
posterieur  de  l’oeil,  parcourt  le  vertex,  se  prolonge  sur  la  car£ne  latSrale  du 
pronotum  et  se  termine  au  bord  posterieur.  Pour  la  plupart  cette  ligne  se  pro¬ 
longe  le  long  de  la  nervure  anale  de  l’elytre. 

3e.  linea  oculo-pronotica  inferior.  Cette  ligne,  ou  plutot  cette  bande, 
commence  h  Particle  basal  des  antennes  et  se  continue  le  long  du  bord  inf^rieur 
de  l’oeil,  parcourt  la  joue  et  se  prolonge  sur  repimerum  du  prothorax  et  sur  la 
partie  infdrieure  du  lobe  rdfldchi  du  pronotum.  Cette  bande  est  presque  toujours 
plus  large  que  les  deux  autres. 

L’epimerum  du  meso-  et  metathorax  est  presque  toujours  de  la  m§me  couleur 
que  cette  bande. 

Ces  bandes  ou  lignes  sont  toujours  bien  marquees. 

Ce  phSnomene  est  probablement  un  signe  de  convergence  qui  prend  sa  juste 
signification  dans  la  biologie  h  cause  de  ses  qualites  mimetiques. 


358 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Front  (Tune  couleur  noirc-olive,  lc 
clypeus  et  le  labrum  avec  des  tachcs 
jaunes.  La  linea  oc.  pronot.  infer, 
jaune. 

Antennes  d’une  couleur  noire- 
olive,  l’apex  jaune. 

Pron-otum  vert-olive  en  dessus,  lc 
lobe  reflechi  noir  dans  sa  moitie 
superieure. 

L’epimerum  du  meso-  et  meta¬ 
thorax  jaune. 

L’elytre  brun  fonce,  1  ’area  anal  is 
verte,  avec  une  lignc  jaune  le  long  de 
la  nervure  anale. 

Ailes  bleuatres,  a  apex  cnfume. 

L  ’abdomen  jaune,  avec  une  bande  noire 
en  dessus. 

Les  pattes  antericures  et  interme- 
diaires  d’un  jaune-verdatre. 

Le  femur  posterieur  avec  1  ’area  in- 
tcrnomedia  rouge,  l’area  extcrnomedia 
jaune  avec  deux  taches  obliques  noires, 
plus  on  moins  complet. 


Paratraulia  bifasciata  n.  sp. 

Phot.  P.  E.  Wasmann  S.  J. 
dont  la  derniere  forme  un  anneau 


L’area  infero-externa  et  interna  rouge.  Le  genou  noir. 

Tibia  posterieur  d’un  bleu  acier,  presque  noir.  Les  epines  jaunes  a  apex 
noir.  Le  tarsc  posterieur  d’un  brun-olive. 


<f  $ 


Longueur  du  corps  . 

„  ,,  pronotum  . 

.  22  mm. 

.  5 

24  mm. 
6  „ 

„  de  l’elytre  . 

„  du  femur  post . 

.  14.5  „ 

.  13  „ 

14  „ 

14  „ 

Localitc:  S.  Perak  Kinta  Valley  Sept. — Oct.  (H.  N.  Ridley)  3  dS  2  $  $. 

Type  dans  la  collection  du  Mus.  Nat.  Hist,  de  Londres.  Penang 
(H.  N.  Ridley)  1  $  . 

var.  rufotibialis.  Chez  un  exemplaire  de  Singapore  le  tibia 
post,  est  rouge  avec  les  epines  rouges  a  apex  noir.  1  $  .  Sin¬ 
gapore  (H.  N.  Ridley).  Coll.  Mus.  Nat.  Hist,  de  Londres.  II  est 
possible  que  ce  soit  une  nouvelle  cspecc,  d’autant  plus  que  la 
difference  entre  oblique-annulata  et  bifasciata  est  indiquce  par 
la  couleur  du  tibia  post,  qui,  chez  oblique-annulata ,  est  d’une 
couleur  vert-noiratre  avec  un  anneau  jaune  pres  de  la  base.  . 
Pour  decider,  il  est  preferable  d’attendre  de  nouveau  materiel. 


C.  Willemse:  Paratraulia. 


359 


P.  kamyi  nov.  sp,  p). 


Couleur  du  corps  brun  fonce  ou  noir  avec  des  bandes  vertes  et  jaunes. 
La  tete  noire,  le  vertex  vert  avec  la  lin.  oculo-pronot.  super,  et  infer,  jaune. 
Front  de  couleur  noire-olive.  Clypeus  et  labrum  avec  des  taches  jaunes. 
Antenne  noiratre,  a  apex  jaune.  Le  pronotum  vert-olive  en  dessus,  le  lobe 
reflechi  noir  dans  sa  moitie  superieure. 

L’episternum  du  meso-  et  metathorax  jaune.  Les  organes  du  vol  attei- 
gnant  l’extremite  de  l’abdomen. 

L’elytre  brun  fonce  ou  noir,  1  ’area  analis  verte,  avec  une  ligne  jaune 
le  long  de  la  nervure  anale. 

Ailes  un  peu  plus  courtes  que  Telytre,  bleuatres,  a  apex  enfume. 
Abdomen  jaunatre  avec  des  bandes  noires  sur  les  deux  cotes. 

Les  pattes  anterieures  et  intermediaires  jaunes- verdatres.  Le  femur  pos¬ 
ter  ieur  rouge,  1  ’area  externo-media  verte  ou  vert- jaunatre,  avec  un  anneau 
prae-geniculaire  jaune.  Le  genou  noir. 

Tibia  posterieur  noir,  les  epines  jaunes  a  apex  noir. 


Longueur  du  corps  . 

„  du  pronotum  . 

„  de  l’elytre  .... 

„  du  femur  post. 


c f 

? 

21 

mm. 

26 

mm, 

4.5 

>y 

6 

yy 

13 

M 

13 

yy 

12.5 

>y 

14 

yy 

Localite:  Malacca,  Distr.  Pahang,  Gunong  Tahon,  Dee.  21.  1  2  $  $. 

Type  dans  la  coll,  du  Mus.  Hist.  Nat.  de  Londres. 

Johore.  Mt.  Ophir,  13  VIII  05,  1  (j)  ,  coll,  du  Mus.  Hist.  Nat. 
de  Londres. 


(1)  Dedi<§  k  mon  ami,  le  Dr.  H.  Karny,  le  savant  Orthopterologiste  du  Zoolog. 
Museum  de  Buitenzorg. 


TERMITEN  VON  CEYLON,  DER  MALAYISCHEN  HALBINSEL, 
SUMATRA,  JAVA  UND  DEN  ARU-INSELN 


von 

Oscar  Joiin 
(Riga). 

Das  Material,  das  nachstehender  Arbeit  zu  Grunde  liegt,  wurde  von  mir 
auf  einer  in  den  Jahren  1912 — 1913  nnternommenen  Reise  auf  Ceylon,  der 
Malayischen  Halbinscl  und  Sumatra  gesammelt.  Gleichzeitig  wurde  auch  eine 
kleine  Termitensammlung,  die  Herr  Professor  W.  Karawajev  aus  Kiew 
1912  auf  Java  und  den  Aru-Inseln  erbeutet  hatte,  bearbeitet.  Vor  Ausbrucli 
des  AVeltkrieges  konnten  nur  Vorarbeiten  zu  einer  Bearbeitung  des  umfang- 
reichen  Materials  gemacht  werden,  die  allerdings  schon  zur  Veroffentlichung 
einiger  Arbeiten  fiihrten  (1).  Die  darauf  folgenden  Kriegs-  und  Revolutions- 
jakre  zwangen  mich,  die  endgiiltige  Bearbeitung  immer  weitcr  hinauszuschieben, 
und  erst  im  verflossenen  und  im  Anfang  dieses  Jahres  fand  ich  Gelegenheit 
und  entspreehende  Arbeitsbedingungen,  um  die  Bearbeitung  zu  einem  ge- 
wissen  Abschluss  zu  bringen.  Das  mitgcbrachte  Material  hatte  noch  man- 
cher  Untersuchung  dienen  konnen,  da  ich  aber  Russland  verlassen  und  meine 
Sammlungen  zuriicklassen  musste,  bin  ich  genotigt,  mich  mit  der  Veroffent¬ 
lichung  der  bisher  gewonnenen  Resultate  zu  begnugen. 

Meine  ganze  Termitenausbeute  und  Sammlung  von  Nestern  habe  ich  dem 
Zoologischen  Museum  der  Russischen  Akademie  der  Wissenschaften  iiber- 
geben.  Von  den  vielen,  von  mir  an  Ort  und  Stelle  gemachten  phot  ogra  phi - 
schen  Aufnahmen  konnte  nur  ein  Teil  in  diese  Arbeit  aufgenommen  werden, 
da  auch  schon  ohnehin  die  Zahl  der  Tafeln  eine  recht  ansehnliche  geworden  ist. 
Die  inikropliotographischcn  Aufnahmen  der  hier  als  ncu  beschriebenen  Arten 
sind  leider  bei  der  mehrfachen  Durchsuchung  der  von  mir  mitgefuhrten  Manus- 

(1)  O.  John.  Notes  on  some  Termites  from  Ceylon.  Spolia  Zeylanica,  XXXIV, 
1913,  p.  102—116. 

„  Observations  sur  les  Termites.  Revue  Russe  (TEntomologie,  XIII, 
1913,  p.  491 — 500  (russ.). 

„  Ueber  den  Ursprung  der  Nasuti  bei  den  Termiten.  Revue  Russe 
d’Entomologie,  XVI,  1913,  p.  XCV — CII  (russ.). 

„  Anleitung  zum  Sammeln  von  Termiten.  Herausgeg.  v.  Zoolog. 
Museum  der  Russ.  Akad.  d.  Wissensch.  1917,  23  Seiten, 
2  Tafeln  (russ.). 


360 


O.  Joiin:  Termiten. 


3G1 


kripte  und  Aufzeiehnungen  durch  die  politische  Kontrolle  bei  mciner  Abreise 
abhanden  gekommen,  so  dass  icb  auf  Abbildung  dieser  Arten  bedauerlicher- 
weise  verzichten  muss. 

Allen  denen,  die  mir  bei  meiner  Arbeit  in  einer  oder  der  anderen  Weise 
geholfen  liaben,  sei  bier  mein  warmster  Dank  ausgesproehen.  Selir  ver- 
pflichtet  bin  ieh  Herm  Prof.  W.  Karawajev  fiir  die  freundliche  Ueberlas- 
sung  seines  Termiten-Materials  und  schliesslich  mochte  ich  der  ltedaktion  der 
„Treubia”,  die  die  Drucklegung  des  Manuskripts  iibernommen  hat,  mcinen 
verbindlichstcn  Dank  ausspreclien. 

Riga,  den  23.  April  1924. 


FUNDORTE. 

I.  Ceylon. 

Kandy.  Die  alte  Ilauptstadt  Ceylons,  in  der  Zentral-Provinz  1680'  fiber 
dem  Meeresspiegel,  uin  einen  kfinstliehcn  Sec  gelegen.  12.  und  13.  Novem¬ 
ber  1912. 

II  an  tan  a.  Ein  Berg,  3000'  hoch,  unwcit  Peradenyia,  bis  etwa  zur  Halfte 
seiner  Ilbhe  von  Tee-Plantagen  bedcckt.  Der  Gipfel  ist  felsig,  von 
Urwald  bedeckt.  23.  November  und  2.  Dezember  1912. 

Ivelanyia.  Vorort  von  Colombo.  Reisfelder  von  Hainen  unterbrochen.  9. 
Dezember  1912. 

Kurunegala.  Ort  an  der  Eisenbahnlinie  Colombo  —  Anuradhapura  in 
der  Westprovinz,  an  den  westlichen  Auslaufern  dcs  Zentral-Gebirges,  am 
lifer  eines  Sees.  Felsiger  Boden  und  einzelne  grosse  Fclsmassive.  12.  und 
13.  Dezember  1912. 

Peraden  v  i  a.  Der  berfihmte  botanisehe  Garten  in  der  Zentral-Provinz  am 
Mahaweli-Fluss.  Besonders  gfinstige  Sammelpliitze  fand  ieh  auf  dem  ge- 
genfiberliegender  Ufer  in  dem  Rcscrvat  und  der  Experimental  Station,,. 
Meine  Aufenthaltsbasis  auf  Ceylon.  Mit  Unterbrechungen  vom  14. 
November  bis  zum  27.  Dezember  1912. 

R  a  m  b  o  d  a  -  P  a  s  s.  Unwcit  Nuwara  Elyia  in  der  Zentral-Provinz.  Auf  der 
Hohe  des  Passes  (6600'),  cbenso  wie  in  dem  6300'  hoch  gelegcnen  Nuwara 
Elyia  wurdcn  keine  Termiten  gefunden.  Erst  unterhalb  dcs  Passes,  auf 
niclit  fcstgestellter  Hohe,  wurden  solehe  crbcutet.  8.  Dezember  1912. 

II.  Malayische  Halbinsel. 

Batu-Cavcs.  Ortschaft  an  einer  Seitenlinie  der  Eisenbahn,  unweit  Kuala 
Lumpur,  nach  den  dort  befindlichen  Ivalksteinhohlen  bcnannt,  Ein  langes 
liohes  Kalksteinmassiv,  auf  dessen  einer  Scite  Gummiplantagen  angelegt 


362 


Theubia  Vol,.  VI,  Livk.  3 — 4. 


sind.  Die  gegcniiberliegende  Seite  ist  morastig,  mit  iippiger  Vegetation. 
17.,  25.  und  26.  Januar  1913. 

Bukit  Timah.  Eine  Iliigelgruppe  im  Zentnim  der  Insel  Singapore,  von 
Wald  bedeekt,  der  stellenweise  ausgerodet  ist.  16.,  18.  und  19.  Mai  1913. 

K  a  j  a  n  g.  Im  Staate  Selangor,  an  der  Eisenbabnlinie.  Vorzugsweisc  flaehes 
Kulturland,  Gummiplantagcn  und  Reisfelder.  18.  und  19.  Januar  1913. 

Kuala  Lumpur.  Hauptstadt  der  Foederiertcn  Malayischen  Staaten,  im 
Staate  Selangor  gelegen.  Grouse  Parkanlagen,  waldige  Umgebung.  13. 
bis  30.  Januar  1913,  mit  kurzen  Unterbrechungen. 

Sega  mat.  Dorf  im  Sultanate  Johore  an  der  Eisenbabnlinie,  einige 
Stunden  Falirt  von  Johore,  meist  von  Urwald  umgeben,  Flachland.  10. 
und  11.  Januar  und  8.  bis  11.  Mai  1913. 

Singapore.  Termitcn  wurden  im  Botanischen  Garten  und  in  dcm  mit¬ 
ten  in  der  Stadt  gelcgenen  Hotel  erbcutet. 

III.  Sumatra. 

Doekoe  0).  Eine  klcine  Ortsehaft  in  West-Sumatra,  unwcit  Padang,  Kul¬ 
turland,  Plantagen.  5.  April  1913. 

E  m  m  a  h  a  v  e  n.  Der  Ilafen  Padangs,  einige  Kilometer  ostlich  von  letzterem. 
7.  Marz  1913. 

Fort  d  e  K  o  c  k.  Stadt  in  West-Sumatra,  im  wcstlichen  Toil  des  Barisan- 
Gebirges,  am  Fusse  des  tatigen  Vulkans  Merapi.  9.  bis  14.  Miirz  1913. 

Harau.  Eine  Schlueht  einige  Meilen  von  Pajacombo,  die  abschiissigen  Ab- 
hange  bewaldet.  Zwischen  Harau  und  Pajacombo  fast  ausschliesslich  Reis¬ 
felder.  15.  bis  17.  Marz  1913. 

Kota  baroc.  Dorf  am  ostlichcn  Fusse  dcs  Barisan-Gcbirges,  etwas  siid- 
lich  vom  Aequator,  am  Oberlauf  des  Flusses  Mahe,  eincs  Nebenflusses  des 
Kampar  kiri.  Bergig,  Waldstriche  und  Kulturland.  1.  Marz  und  1.  bis  7. 
April  1913. 

Loeboe  Bangkung.  Dorf  einige  Meilen  von  Pajacombo,  West-Sumatra. 
Kulturland  mit  Hainen.  18.  Marz  1913. 

Mangkinang  (=  B  a  n  g  k  i  n  a  n  g).  Ost-Sumatra,  grosserer  Ort  am 
Kampar  kanan.  Meist  Kulturland.  24.  und  25.  Fcbruar  1913. 

Padang.  Hauptstadt  der  Provinz  „Westkust”,  an  der  Westkiiste  von 
Sumatra.  5.  bis  7.  April  1913. 

P  a  d  a  n  g  -  T  a  r  a  p.  Kleiner  Ort  unwcit  Fort  de  Kock,  bewaldete  Berge 
und  Kulturland.  13.  Marz  1913. 

Pajacombo.  Grossere  Ortsehaft  am  westlichen  Abhange  des  Barisan- 
Gebirges.  Umgeben  von  Kulturland,  aber  giinstiger  Ort  fur  weitere 
Ausfliige.  15.  bis  31.  Marz  1913. 


(1)  Die  Ortsn&men  sind  in  hollandisclier  Transkription  gebracht,  oe  wird  also 
wie  das  deutsche  u  ausgesprochen. 


0.  John:  Tcrmitcn. 


363 


Pantai  Kermen.  Dorf  am  Tapung  kiri  (rcchten  Zufluss  dcs  Siak), 
fiinf  Tagcreisen  von  Pekan  baroe.  Wilde  Gogend,  Wald  stellcnweise  aus- 
gerodet.  19.  und  20.  Februar  1913. 

Pekan  baroe.  Ort  in  Ost-Sumatra  am  Siak-Flusse,  Endpunkt  dcr 
Dampferlinie,  nmgcben  von  Wald  und  zum  Teil  Kulturland.  13.  und  14. 
Februar  und  12.  April  1913. 

Petapahan.  Malayendorf  im  Urwald  am  Tapung  kiri  in  Ost-Sumatra, 
zwei  Tagereisen  stromaufwarts  von  Pantai  Kermen.  23.  Februar  1913. 
Poeloe  Gadang.  Dorf  am  Kampar  kanan.  27.  Februar  1913. 

Siak  (Siak  Sri  Indrapoera).  Residenz  des  Sultans  von  Siak,  in  Ost-Su¬ 
matra.  Landungsplatz  der  Dampferlinie,  etwa  60  Meilen  landeinwarts 
von  der  Mundung,  auf  etwa  gleichem  Meridian  mit  Singapore.  Fast 
durchweg  von  Urwald  umgeben,  der  unterhalb  Siak  wahrend  der  Flut 
zum  Teil  uberscliwemmt  wird.  Etwa  1  y2  Stunden  Bootfahrt  stromauf¬ 
warts  von  Siak  befinden  sich  die  Plantagen  von  Herrn  H.  Bliintschli, 
die  am  9.  Februar  und  19.  April  besucht  wurden.  Andcre  Ausfliige 
wurden  sowohl  stromaufwarts,  wie  stromabwarts  untemommen.  6.  bis  12. 
Februar  und  14.  bis  25.  April  1913. 

Soeliki.  Kleine  Ortschaft  unweit  Pajacombo.  Bergig,  zum  Teil  Kultur¬ 
land.  19.  Miirz  1913. 

Sri  Lamak.  Kleiner  Ort  in  der  Nahe  von  Pajacombo.  Kulturland  mit 
Waldstrichen.  26.  Marz  1913. 

Sungci  Pinang.  Ein  unbedeutender  rechtcr  Nebcnfluss  des  Siak,  einige 
Meilen  oberhalb  des  Ortes  Siak.  Urwald,  mit  einem  kleinen  Dorf  am 
Flusse.  16.  und  18.  April  1913. 

Tandjong  P  a  o  h.  Dorf  om  Make  (Mahat ) ,  einem  Nebenflusse  des 
Kampar  kanan  in  Ost-Sumatra.  Waldgegend.  27.  Februar  und  8.  April 
1913. 

Tapung  kiri.  Der  rechte  Quellfluss  des  Siak.  Fliesst  durch  Urwald- 
gegend.  16.  bis  23.  Februar  1913. 

Udjung  Ayer.  Pass  liber  das  Barisan-Gcbirge  zwischen  Kota  Baroe 
und  Pajacombo.  Auf  der  Hohe  selbst  wurden  Termitcn  nicht  gefunden. 

BEMERKUNGEN  ZU  DER  POSTEMBRY ONALEN  ENTWICKLUNG 
UND  KASTENBILDUNG  BEI  DEN  TERMITEN. 

Im  Anschluss  an  friihere  Forscher,  besonders  aber  Grassi,  hat  in  der  Ter- 
mitenforschung  eine  Anschauung  uber  die  postembryonale  Entwicklung  dieser 
Insekten  festen  Fuss  gefasst,  die  sich  in  Kurze  wie  folgt  zusammenfassen 
lasst.  Die  junge,  aus  dem  Ei  geschliipfte  Larve  ist  indifferent,  d.h.  ihr  liegen 
potentiell  die  Eigenschaftcn  aller  Kasten  inne.  Infolge  vcrschiedener  Er- 
nahrungsweise  kommt  eine  Diffcrcnzicrung  der  folgenden  Entwicklungsrcihen 
zustande  und  schon  nach  der  ersten  Hautung  lassen  sich  zwei  solehe  erkennen, 
eine  mit  kleinerem,  die  andere  mit  grosserem  Kopf.  In  der  Folge  entwickeln 


364 


Tkeubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


sich  erstere  zu  Geschlech.stieren,  letztere  zu  geschlechtslosen,  d.h.  Soldatcn  und 
Arbeitern.  Die  Zahl  der  Hautungen  bis  zuin  Erreichen  der  Endphase  ist 
fur  die  verschicdenen  Gruppen  ungleich  und  wird  fur  die  Gattung  Temves 
von  Escherich  mit  fiinf  fiir  die  Geschlechtstiere  und  vier  fiir  die  Geschlechts- 
losen  angenommen.  Holmgren  gibt  fiir  Rhinotennes  fiinf  fiir  die  ersteren 
an,  vier  fiir  Arbeiter  und  grosse  Soldatcn  und  drei  fur  die  kleinen  Soldaten. 
Bei  Eutennes  fand  dersclbe  Autor  vier  Hautungen  bei  den  Geschlechtstieren 
und  drei  bei  den  Geschlechtsloscn,  u.s.w.  Jeder  Hautung  folgt  ein  kurzes 
Ruhestadium,  das  mit  dem  Puppenstadium  der  holometabolen  Insckten  ver- 
glichen  wird.  Bei  der  zu  den  Geschlechtstieren  fiihrenden  Entwicklungs- 
linie  der  Gruppc  mit  5  Hautungen  zeigen  sich  naeh  der  zweiten  Hautung 
Fliigelanlagen,  die  nach  der  dritten  Hautung  in  kurze,  nach  der  vierten  in 
lange  Flugelscheiden  iibcrgelien,  worauf  endlich,  nach  der  fiinften  Hautung, 
das  geflugelte  Geschlechstier  seine  voile  Reife  erreicht.  Bei  den  Larven  der 
gcschlechtslosen  Kastcn  kommt  nach  dcr  zweiten  Hautung  cine  weitere  Spal- 
tung  zustande,  indem  zwei  parallele  Formcn  auftreten,  die  sich  in  der  Kopf- 
bildung  von  einander  unterscheiden.  Nach  der  dritten  Hautung  werden  diese 
Unterschiede  grosser,  urn  nach  der  vierten  Hautung  die  definitiven  Soldaten, 
resp.  Arbeiter  zu  ergeben. 

In  dieses  Entwicklungsschcma  hat  Lespes’  ungliicklich  gewahltc  Bc- 
zeichnung  der  zu  Ersatz-Geschlechtstieren,  den  sogenannten  neotenen  Koni- 
ginnen  und  Konigen,  sich  entwickelnden  Nymphen,  die  er  „nymphes  de  la 
seconde  forme’ ’  nannte,  Misverstandsnisse  gebracht.  Es  werden  namlich  die 
Nymphen  mit  langen  Flugelscheiden  schlechtwcg  als  Nymphen  der  „ersten”, 
die  mit  kurzen  Flugelscheiden  als  solche  der  „zweiten  Form”  bezeichnet. 
Wie  es  schon  Bates,  Lespes,  Hagen  und  Fr.  Muller  bekannt  war,  sind  die 
Nymphen  mit  kurzen  Flugelscheiden  cine  jungcrc,  der  der  Nymphen  mit 
langen  Flugelscheiden  voraufgehende  Jugendphase.  Der  Uebergang  jener  in 
diese  ist  wahrend  der  Hautung  schon  von  jenen  Autoren  beobachtet  worden 
und  auch  in  meinem  Material  befindet  sich  cine  Reihe  von  Individuen,  die 
im  Moment  des  Abstreifcns  der  Nymphenhaut  mit  kurzen  Flugelscheiden 
fixiert  sind  und  als  Nymphen  mit  langen  Flugelscheiden  hervorgehen.  Was 
Lespes  unter  „nymphes  de  la  seconde  forme”  verstanden  hat,  ist  eine  Er- 
scheinung  ganz  andcrer  Art,  die  durchaus  nicht  in  die  normale  Entwicklungs- 
reihe  hineingezogen  werden  darf. 

Aus  Besagtem  ware  es  daher  ratsarn,  die  Benennungen  „Nymphen  erster” 
und  „zwcitcr  Form”  wie  auch  Hagen’s  und  Fr.  Muller’s  umstandlichc 
„Nymphen  mit  kurzen”  und  „langen  Flugelscheiden”  durch  bezeichnendere 
zu  ersetzen,  die  Misverstandnisscn  vorbeUgen  und  zugleich  die  Bezieh ungen 
der  Nymphenformen  zu  einander  zum  Ausdruck  bringen.  Als  solche  wiirde 
ich  folgende  vorschlagen:  Fiir  die  Nymphen  mit  Fliigelanlagen  (nach  der 
zweiten  Hautung)  —  Praenymphen,  fur  solche  mit  kurzen  Flugel¬ 
scheiden  —  N  yin  phen  der  ersten  Phase  und  fiir  solche  mit  langen 
Flugelscheiden  —  Nymphen  der  zweiten  Phase.  Durch  diese  Be- 


0.  John:  Termiten , 


365 


zeichnungen  wird  betont,  dass  es  sieh  um  drei  auf  einander  folgendc  Entwick- 
lungsphasen  liandelt.  Um  Lespes’  „nymphes  de  la  seeonde  forme”  aus  der 
normalen  Entwicklungsrcihe  auszuschalten  und  ihnen  eine  discriminierende 
Bezeichnung  zu  geben,  ware  vielleieht  zutreffend,  sie  neotenischc 
N  y  m  p  li  e  n  zu  nennen,  wobci  auch  die  verschicdenen  neotenischcn  Nymphal- 
phasen  unterschieden  werden  kbnnen. 

In  seinen  Untersuch ungen  iiber  die  postcmbryonalc  Entwicklung  der  ge- 
schlechtvsloscn  Stiinde  einiger  sudamerikanischen  Termiten  (J)  teilt  Holmgren 
die  Larven  der  einzelnen  Phasen  in  zwei  (in  einigen  Fallen  drei)  Formen,  die 
er  mit  I,  II  (und  III)  bezeiclmet,  und  die  sieh  nach  diesem  Autor  dadureh 
unterscheiden,  dass  die  Form  I  durehsichtig,  II  undurchsichtig  ist  und  lctzterc 
duroli  etwas  grosscrc  Korperlange  und  grossere  Breite  des  Abdomens  ausge- 
zeiehnet  ist;  ein  weiterer  Unterschied  besteht  darin,  dass  bei  Form  II,  wcnig- 
stens  in  vielen  Fallen,  eine  mehr  ausgesproehene  Teilung  de«  3.  Fiihlerglicdes 
zu  erkennen  ist.  Mir  scheint,  dass  erwahnte  Untersehiede  nieht  das  Vorkommen 
verschiedener  Larvcnformcn  innerhalb  eincs  Stadiums  beweisen,  sondcrn  sieh 
so  erklaren  lassen,  dass  die  Larven  nach  Verlasscn  dcr  Eihiille,  resp.  nach  jeder 
Hautung,  infolge  der  stattgehabtcn  Histolyse  iln*en  Vorrat  an  Fettkorpor 
verloren  haben.  Da  die  Larvencuticula  unpigmentiert  ist,  erscheinen  solehe 
Individuen  durchscheinend,  infolge  der  darauf  statl findcnden  Ernahrung 
wird  jedoeh  wieder  Fettkorper  angesetzt,  was  die  Undurchsichtigkeit  des 
Korpers  zur  Folge  hat.  Aus  denselben  Griinden  erfolgt  aueli  eine  Ausdehnung 
des  Hinterleibes  so wohl  in  Liinge,  als  auch  in  Breite,  was  die  G rossendiff eron- 
zen  zwischen  Holmgren’s  Formen  I  und  II  erklart.  Ebcnso  wird  die  Teilung 
des  3.  Fiihlerglicdes  erst  durch  die  wahrend  dieses  Stadiums  erfolgende  Aus- 
reifung  des  Individuums  vollendet  und  deutlich  wahrnchmbar.  Das  Ver- 
schwinden  des  Fettkorpers  wahrend  der  Ilautung  ist  durehaus  nieht  nur  auf 
die  Termiten  bcschrankt,  sondern  ist  auch  bei  anderen  Insekten  bekannt  und 
wird  wohl  wahrscheinlich  uberhaupt  die  Hegel  sein.  Uebrigens  sagt  Holmgren 
selbst  (l.c.p.  G23)  vom  Larvenstadium  C  von  Rhinotermes  marginalis: 
„Milchweiss,  zu  Beginn  durehsichtig,  danach  undurchsichtig”. 

Wie  bei  den  iibrigen  ametabolen  Insekten  ist  bei  den  Termiten  die  Ilautung 
oft  mit  Zunahme  der  Zahl  der  Fuhlerglieder  verbunden.  Es  ist  von  Holmgren 
0)  und  Bugnion  (1 2)  darauf  hingewiesen  worden,  dass  diese  Zunahme  durch 
Teilung  des  dritten  Fiihlergliedes  zustande  kommt.  Holmgren  spricht  (l.c.p. 
G19)  sogar  von  einer  Drcitcilung  dieses  Gliedes  im  Larvenstadium  A.  bei 


(1)  Holmgren,  N.  Studien  iiber  sudamerikanische  Termiten.  Zoologische 
Jahrbiicher,  Abt.  Syst.,  XXIII,  1906,  p.  521 — 676. 

(2)  Bugnion,  E.,  Kev.  Suisse  Zoolog.  XX,  1912. 


366 


Treubia  Vol.  VrI,  L ivr.  3 — 4. 


Rhinotermes  taurus.  Meinerseits  glaube  ich  arniehinen  zu  diirfen,  dass  auch 
das  4.  Fxihlerglied  einer  Tcilung  unterworfen  sein  kann. 

Es  soli  liier  auf  dieses  Faktum  hiiigewiesen  werden  in  Zusam menhang 
mit  einer  gewissen  Tendenz  bei  den  erwachsenen  Termiten  zu  einer  Verschmel- 
zung  des  dritten  Fiihlergliedes  mit  den  darauf  folgenden.  Hierbei  sehen  wir, 
dass  solch  cine  Verschmelzung  eine  verhaltnismassig  liingst  erworbene  Eigen- 
schaft  ist,  oder  aber,  dass  sie  neueren  Ursprungs  ist.  In  ersterem  Falle  ist  sie 
zu  einem  konstanten  Merkmal  geworden  und  sozusagen  atavistische  Falle,  wo 
dio  betreffenden  Fiihlerglieder  getrennt  sind,  kommen  nur  ausnahmsweise  vor, 
wie  z.B.  bei  Eutermes  singaporensis  Hav.  Im  zwciten  Falle  dagegen  ist  Veran- 
lagung  zu  dcr  Verschmelzung  noch  ungeniigend  fixiert,  weshalb  beide 
Formen  nebeneinander  vorkommen,  wie  z.B.  bei  Capritermes  speciosus  1 1  a v. 
Schliesslich  gibt  es  Artcn,  bei  denen  die  Neigung  zur  Verschmelzung  erst  im 
Entstehon  ist  und  eine  solclie  nur  vereinzelt  vorkommt,  wie  sich  dieses  bei 
Euteimes  sarawakensis  IIav.  bcobaehten  lasst.  Von  diesem  Standpunkt  sind  die 
Beziehungen  zwischen  den  ausserst  nahe  verwandten  sarawakensis  und  singa - 
porensis  besonders  interessant,  worauf  bei  Bcsprechung  diescr  Arten  naher 
eingegangen  wird. 

Es  bestehen  hier  somit  recht  labile  Verhaltnisse,  indem  erstens  wahrend 
der  postembryonalen  Entwicklung  eine  Vermehrung  der  Gliederzahl  der  An- 
tennen  durch  Teilung  des  dritten  Gliedes  erreicht  wird  und  zweitcns  in  der 
phylogenetischen  Entwicklung  der  Formen  cine  Verschmelzung  der  Glieder 
der  Mittelgruppe  eintreten  kann.  Konstant  sind  die  Glieder  der  Basalgruppe, 
d.h.  die  Glieder  1.  und  2.,  und,  wie  es  scheint,  die  Glieder  der  Distalgruppe, 
zu  der  wohl  eine  grossere  Anzahl  von  Gliedern  gehort.  Eine  Ilomologisierung 
der  einzelnen  Fiihlerglieder  ist  daher,  mit  Ausnahme  der  zwei  ersten,  wohl 
kaum  moglich. 


Im  Anfang  dieses  Abschnittes  ist  eine  schematischc  Uebersicht  der  nor- 
malen  Entwicklungsrelhe  der  Geschlechtstiere  gcgeben,  wobei  erwahnt  wird, 
dass  die  ungeschlechtlichen  Kasten,  namlicli  die  Soldaten  und  Arbeiter,  eine 
Hautung  weniger  durchmachen  als  die  Geschlechtstiere.  Dieser  Umstand  hat 
zu  der  Ueberzeugung  gefiihrt,  dass  die  Soldaten  und  Arbeiter  „niclit  aus- 
gereifte,  in  ihrer  Entwicklung  gehemmte  und  definitiv  fixiertc  Jugendstadien^ 
(Esciiericii)  darstellen.  Es  wird  angenommen,  dass  mit  der  zweiten  Hautung 
die  Larven  in  das  Stadium  der  sogenannten  „weissenM  Soldaten  oder  Arbeiter 
ubergehen,  uni  nach  einer  weiteren  Hautung  ihre  endgiiltige  Form  an- 
zunelimen. 

Die  von  mir  gemachtcn  Beobachtungen  in  dieser  Frage  widersprechen 
dem  soeben  geschilderten  Hergang  der  Entwicklung  der  geschlcchtslosen 
Kasten;  da  sie  sich  jedoch  nur  auf  zwei  Eutermes- Arten  beziehen,  soil  hier 
nur  dicse  Gattung  Beriicksichtigung  finden. 

Ueber  die  postembryonale  Entwicklung  diescr  Gruppe  haben  sich  meines 


367 


0.  John  :  Termiten. 


Wisscns  nur  drei  Autoren  ausgesprochen,  namlich  Holmgren,  Bugnion  und 
McKnower. 

Holmgren  (l.e.)  unterscheidet  bei  Eutermes  rotundiceps  IIolmgr.  und 
E .  minimus  Holmgr.  je  vicr  Entwicklungsstadien,  sowohl  bci  der  Arbeitcr-,  als 
auch  bei  der  Soldatenkaste.  Das  erste  Stadium  ist  indifferent  im  weiteren 
Sinne,  da  es  zu  Geschlechtstieren,  wie  auch  zu  Geschlechtslosen  heranreifen 
kann.  Das  zweite  ist  noch  indifferent,  aber  in  engerem  Sinne,  indem  es  ent- 
weder  zum  Soldaten  oder  zuni  Arbeiter  werden  kann.  Aus  diesem  Stadium 
gehen  nach  einer  Hautung  die  Larven  entweder  in  Arbeiterlarven  oder  Sol- 
datenlarven  iiber,  die  dann  nochmals  hauten  um  ilire  definitive  Gestalt  zu 
erhalten. 

Bugnion  (*)  beschreibt  ein  Exemplar  einer  neugeborenen  Larve  von 
Eutermes  lacusti'is  Bugn.,  bei  der  er  die  Kennzeichen  eines  Soldaten  (Nasutus) 
ersieht,  namlich  den  Stirntubus  und  die  Drusenampulle.  Hieraus  zdeht  dieser 
Autor  den  Schluss,  dass  bei  Eutermes  die  Differenzierung  der  Kasten  noch 
wahrend  der  Embryonalentwicklung  stattfindet.  Ausserdem  aussert  sick 
Bugnion  dahin,  dass  bei  diesen  Termiten  nur  cine  Hautung  bei  den  Sol¬ 
daten  und  Arbeitern  vorkommt  und  zwei  bei  den  Geschlechtstieren;  die  Ver- 
mehrung  der  Zahl  der  Fiihlerglieder  kommt  durch  successive  Teilung  des 
dritten  Gliedes  zustande,  olnie  dass  die  Haut  dabei  abgestreift  wird. 

Wenden  wir  uns  nun  zu  McKnowers  Arbeit  (1 2),  so  sehen  wir,  dass  er  bei 
einer  sudamerikanischen  Eutermes- Art  eine  arbeiterahnliche  Larve  fand, 
d.h.  eine  solchc,  die  sich  ausserlich  in  niehts  von  einem  Arbeiter  unterschied, 
(lie  aber  in  den  Schnittserien  die  Anwesenheit  einer  Driisenampulle  zeigte, 
die  mit  jenen  bei  den  Soldaten  identisch  war.  Ein  zweites  Exemplar  wies  ein 
weiteres  Stadium  der  Entwicklung  auf:  es  war  ein  echter  Nasutus,  im 
Hiiutungsprocess  fixiert,  dessen  abgestreifte  Haut  alle  Kennzeichen  eines 
Arbeiters  trug. 

War  stehen  somit  vor  drei  einander  widersprechenden  Schemata  der  Ent- 
wicklung  der  Nasuti.  Nach  einer  Losung  der  Frage  suchend,  durchsah  ich 
das  grosse  von  mir  gesammelte  Material,  unter  anderem  auch  von  E.  lacustris, 
konnte  aber  unter  vielen  hunderten  von  jungen  Larven,  die  zum  Teil  aus 
der  Eiliulle  herausprapariert  wurden,  keine  mit  den  von  Bugnion  erwahnten 
Kennzeichen  des  Nasutus  finden.  Wohl  hatten  viele,  wenn  auf  der  Seite 
liegend,  grosse  Ahnlichkeit  mit  jener,  da  die  oft  stark  vorgestrecktc  Oberlippe 
im  Profil  einem  Stirntubus  nicht  unahnlich  sieht.  Ebenso  erwies  sich 
mein  Suchen  nach  Larven  im  Hiiutungsprocess  zwischen  Larven-  und  Nasutus- 
Stadium  (Soldaten-Larve  nach  Holmgren)  als  fruchtlos. 

Wie  schon  von  Hagen  erwahnt  wird,  lasst  sich  bei  Larven,  die  vor  der 
Hautung  stehen,  durch  die  durchsichtige  Cutieula  die  Form  der  bevorstehen- 
den  niichsten  Phase  dcutlich  erkennen,  was  besonders  von  den  Oberkiefem 
gilt.  Wenn  nun  ein  Uebergang  aus  dem  zwei  ten  Larvenstadium  in  das  des 

(1)  Bugnion,  E.  Rev.  Suisse  Zool.  XX,  1912. 

(2)  Me.  Knoweb,  E.  H.  Johns  Hopkins  University  Circ.  XIII,  1894. 


368 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


„weissen”  Nasutus  stattfindet,  so  miisste  bei  jenen  die  fur  das  letztere  cha- 
raktcristische  Bildung  der  Oberkiefcr  zu  erkenncn  sein.  Auch  solche  Indi- 
viduen  fanden  sieh  untcr  meinem  Material  nicht.  Es  blieb  also  nocli  iibrig, 
mit  McKnower  anzunehmen,  dass  zvvischen  dem  zweiten  Larven-Stadium  und 
deni  des  „weissen,>  Nasutus  noch  ein  Stadium  cingeschaltet  ist,  das  ein  ar- 
beiterahnliches  Aussehen  hat.  Es  gelang  auch  in  der  Tat,  solche  Exemplare 
aufzufinden.  Unter  dem  lacustris- Material  fand  ich  drei  in  der  Hautung 
befindliche  Tiere,  bei  denen  die  alte  Ilaut  nur  aufgeplatzt,  aber  noch  nicht 
abgestreift  war,  so  dass  nur  der  Riicken  und  die  Oberseite  des  Kopfes  frei- 
gelegt  waren.  Bei  eincm  dieser  Individuen  hatte  sich  der  Frontaltubus  be- 
freit  und  hatte  seine  normale  Stellung  eingenommen  (Taf.  XVI,  Abb.  1),  bei 
den  zwei  anderen  wurde  er  noch  durch  die  alte  Cuticula  an  die  Stirn  ange- 
presst,  wurde  aber  bei  der  leichtesten  Nachhiife  mit  der  Nadel  frei  und 
richtetc  sich  auf,  wic  cr  stets  bei  den  „weissen,,  Nasuti  vorkommt  (Taf.  XVI, 
Abb.  2).  Die  Kopfe  waren  normale  ;,weisse”  Nasutus-Kopfe  mit  reduzierten 
Oberkiefern,  die  alte  Ilaut  aber  eine  richtige  Arbciterhaut  mit  dunkel  pig- 
mentiertem  Kopf  und  grossen  schwarzen  Oberkiefern  (Taf.  XVI,  Abb.  1). 
Einen  gleichen  Nasutus  in  statu  nascendi  fand  ich  noch  bei  E. 
inaniformis  IIolmgr. 

Es  gait  noch  eine  entsprcchcnde  Zwischenphase  bei  den  Arbeitern  zu 
finden,  was  ebenfalls  gelang.  Ich  fand  nicht  weniger  als  11  Individuen  von 
E.  lacustris ,  die  ini  Moment  der  Hautung  fixiert  waren  und  sich  im  Ueber- 
gang  aus  der  jjarbeiterahnlichen”  Phase  in  die  eines  „weissen”  Arbeiters 
befanden  (Taf.  XVI,  Abb.  3).  Ausser  diesen  sieh  hautenden  „arbeiter- 
ahnlichen”  Larven  fand  ich  noch  eine  gauze  Reilie  soldier,  die  vor  der 
Hautung  standen,  was  durch  die  oben  gezeigte  Untersuchungsmethode  sich 
feststellen  Hess.  Diese  Tiere  liatten  in  der  Regel  13-gliedrige  Antenncn, 
wahrend  der  erwachsenc  Arbeiter  14-gliedrige  besitzt.  Sie  haben  einen 
dunkel  pigmentierten  Kopf  (ctwas  heller  als  bei  den  eigentlichen  Arbeitern), 
einen  milchweissen  Hinterleib  (bei  den  ervvachsenen  Arbeitern  scheint  der 
Darminhalt  durch)  und  stelien  in  der  Grosse  dem  cndgiiltigen  Arbeiter  etwas 
nach.  Fiir  diese  Form  wiirde  ich  die  Bezeichnung  ergatomorphe 
L  a  r  v  e  in  Vorschlag  bringen. 

Aus  dem  Gesagten  gelit  hervor,  dass  bei  den  Eutermes- Arten  ein  Stadium 
mehr  vorkommt,  als  bisher  angenommen  wurde,  so  dass  ihre  Entwicklung 
nicht  vier,  sondern  fiinf  Stadien  unifasst.  Es  lassen  sich  also  folgende 
Phasen  konstatieren :  1)  die  erste  Larvenphase  (bei  E.  lacustris  mit  11 — 12- 
gliedrigen  Antenncn),  2)  die  zweite  Larvenphase  (mit  12-gliedrigen  Anten- 
nen),  3)  die  dritte,  oder  arbciterahnliche,  ergatomorphe  Phase,  4)  die  Sol- 
daten-  oder  Arbeiter-NjTnphal phase  (jjWeisser^  Soldat  oder  Arbeiter)  und 
5)  der  definitive  Soldat  oder  Arbeiter.  Hiermit  ware  dieselbe  Zahl  Hiiutun- 
gen,  resp.  Stadien,  durchlaufen,  wie  bei  den  Geschlechtstieren,  woraus  dann 
folgt,  dass  die  Arbeiter  und  Soldaten  keine  modifizierten  und  fixierten  Jugend- 
formen,  sondern  definitive  Imaginalformen  sind. 


0.  John:  Termiten . 


369 


Da  die  Larven  der  geschlechtslosen  Kasten  bis  zu  ihreni  vorletzten  Stadium, 
dem  der  Soldaten-  odcr  Arbeiter-Nymphen,  rait  glcichen  Mundteilen  ausge- 
stattet  sind,  ist  es  sehr  wahrscheinlich,  dass  auch  die  Ernahrung  in  gleicher 
Weise  erfolgt,  wodurch  die  trophogenetische  Entstehung  dieser  Kasten  in  Frage 
gestellt  und  die  Annahme  nalie  gelegt  wird,  dass  ihre  Differenzierung  schon 
in  der  Keimanlage  festgelcgt  ist. 

Es  sei  hier  noch  ein  abnormer  Fall  bei  der  letzten  Hautung  einer 
Microcerolermes  disians- Imago  erwahnt.  Das  betreffende  Individuum  stain  mt 
aus  einem  Nest  dieser  Termiten- Art  vom  Tapung  kiri.  Es  ist  vollstandig  aus- 
gefiirbt  und  das  integument  vollkommen  erhartet,  die  Flugel  aber  sleeken  in 
den  Flugelscheiden  der  zweiten  Nymphalphase.  Die  Stellung  des  Tieres  ist 
gekrummt,  mit  nach  vorn  herabgesenktem  Kopf,  wie  gewohnlich  im  Ruhesta- 
dium,  das  auf  die  Hautung  folgt.  Die  Untersuchung  dieses  Tieres  ergab,  dass 
es  die  Nymphalhaut  vom  ganzen  Ivorper  abgeworfen  hatte  bis  auf  die  Flugel¬ 
scheiden  und  den  sie  verbindenden  Teil  der  Unterseite.  Diese  hatten  sicli  aus 
irgend  einem  Grunde  von  der  iibrigen  Nymphenhaut  abgetrennt  und  konnten 
dann  nieht  abgeslreift  werden.  Das  Merkwiirdige  dabei  ist,  dass  das  Tier  im 
Uebrigen  vollkommen  ausgereift  ist,  so  dass  es  ein  ganz  merkwiirdiges  Aussehen 
hat,  was  durch  die  Ruhestellung  noch  mehr  zum  Ausdruck  gebracht  wird. 
Letztere  ist  wohl  eine  Folge  davon,  dass  die  herabgebogenen  Flugel  das  Tier 
bewegungsunfahig  gemacht  hatten. 

BIOLOGISCIIES. 

Wie  aus  den  Angaben  verschiedener  Autoren  ersichtlich,  sind  die  Jahres- 
sowohl  wie  die  Tageszeit,  zu  denen  das  Schwarmen  der  Termiten  stattfindet, 
sehr  verschieden  (1).  Die  meisten  Beobachter  neigen  zu  der  Meinung,  dass 
heide  in  Abhangigkeit  von  den  Lebensgewohnheiten  der  verschiedenen  Arten 
stehen,  d.h.  dass  jede  ihre  bestimmte  Jahres-  und  Tageszeit  hat,  zu  der  sie 
schwarmt.  Es  soil  hier  durchaus  nieht  in  Abrcde  gestellt  werden,  dass  dem 
so  ist,  doch  scheinen  die  diesbezliglichen  Beobachtungen  noch  zu  f ragmen tarisch 
zu  sein,  um  eine  Gesetzmassigkeit  erkennen  zu  lassen. 

Wie  ich  in  einem  friiheren  Aufsatze  (2)  erwahnt  habe,  fallt  die  Schwarm- 
zeit  durchaus  nieht  immer  mit  dem  An  fang  der  Regenzeit  zusammen,  wie 
dieses  vielfach  angenommen  wird,  —  eine  Ansicht,  die  durch  neuere  Boobach- 
1  ungen  Bestatigung  gefunden  hat.  So  habe  ich  auf  Ceylon  im  November  und 
Dezember  nieht  selten  schwarmende  Termiten  gesehen,  obgleich  die  Regenzeit 
.schon  voruber  war.  Auf  der  Malayischen  Halbinsel  erschienon  gefliigelte  Ter¬ 
miten  am  Licht  im  Januar  und  im  Mai,  auf  Sumatra  im  Februar  bis*  April. 


(1)  Eine  Zusammenfassung  dieser  Angaben  sowie  eine  Reihe  neuer  Daten  bringt 
E.  Hkgh  in  seinem  Werke  „Les  Termites*'  (1922). 

(2)  John,  O.  Observations  sur  les  Termites.  Rev.  Russe  d’Entom.,  XIII,  1913. 

24 


370 


Treubia  Vol.  VI,  Li\tr.  3 — 4. 


In  diesen  Landern  sind  die  Jahreszeiten  allerdings  nicht  schroff  entgogenge- 
setzt,  *worin  vielleieht  ein  Grand  dafiir  gefunden  werden  kann,  dass  hier  das 
Schwarmen  durch  die  Jahreszeit  weniger  beeinflusst  wird. 

Schwarmende  Termiten  wurden  meistens  abends  unmittelbar  nacli 
Sonnenuntergang  beobaehtet,  besonders  naeh  oder  wahrend  eines  Regens. 
Nicht  selten  liesscn  sich  geflugelte  Termiten  auch  untertags  bei  Regen  erblicken. 
Zweimal  habe  ich  ein  Ausschwarmen  morgens  vor  Sonnenaufgang  beobach- 
tet  und  zwar  im  Zimmer.  Es  war  noch  ganz  dunkel,  durch  das  angeziindete 
Licht  war  aber  wohl  den  Tieren,  die  sich  an  den  Nestausgangen  in  der  Zimmer- 
wand  angesammelt  hatten,  das  Tageslicht  vorgetauscht  worden,  was  sie  zum 
Verlassen  ihrer  Schlupfwinkel  veranlasste. 

Wahrend  der  ganzen  Zeit  meines  Aufenthaltes  in  den  von  mir  bereisten 
Landern  fand  ich  in  diesen  oder  jenen  Nestem  geflugelte  Tiere,  wobci  in 
derselben  Gegend  bei  der  gleiehen  Termitenart  die  einen  Nester  geflugelte 
Imagines  enthielten,  die  anderen  nicht;  in  solchen,  wo  sie  vorhanden  waren, 
wurden  fast  stets  auch  Nymphen  des  zweiten  Stadiums  angetroffen,  ebenso 
auch  weisse,  noch  unpigmentierte  Imagines  und  nicht  selten  auch  Nymphen 
der  ersten  Phase.  Hieraus  lasst  sich  schliessen,  dass  nicht  alle  Geschlechtstiero 
gleiclizeitig  das  Nest  verlassen,  sondern  das  Ausschwarmen  wiederholt  wird. 
Solches  ist  von  Perez,  Grassi,  Silvestri,  Feytaud  u.a.  fiir  die  siideuropaischen 
Termiten  festgestellt.  Erstgenannter  Autor  bemerkt  vollstandig  zutreffend, 
dass  Wiederholungen  des  Ausschwarmcns  durch  das  ungleichzeitige  Ausreifen 
der  Nachkommenschaft  eines  Weibchens  erklart  werden  miissen.  Da  in  tropi- 
schen  Landern  die  Eiablage,  Avie  mit  Sicherheit  angenommen  werden  kann, 
das  ganze  Jahr  ununterbrochen  fortdauert,  miisste  man  annehmen,  dass  auch 
das  Ausschwarmen  in  gewissen  Zeitraumen  ebenfalls  das  ganze  Jahr  hindurch 
stattfindet.  Das  Vorkommen  von  Nymphen  und  Geflugelten  verschiedenen 
Alters  in  demsclben  Neste  spricht  scheinbar  auch  fiir  dicse  Annahme.  Anderer- 
seits  aber  werden,  und  zwar  nicht  weniger  selten,  Nester  angetroffen,  die  weder 
Imagines  noch  Nymphen  enthalten.  Desgleichen  habe  ich  in  einigen  Fallen 
cine  Masson produkt ion  von  Soldaten  beobaehtet:  einige  Nester  enthielten  eine 
Unmenge  von  Soldaten-Nymphen.  Diese  Befunde  schienen  darauf  hinzudeu- 
ten,  dass  in  der  Produktion  der  cinzelnen  Kasten  eine  gewisse  Periodizitat 
herrscht,  wobei  moglicherweise  ein  Alternieren  der  Kasten  zustande  kommt. 
Solches  wiirde  sich  durch  cntsprechonde  Behandlung  der  Eier  erklaren  lassen. 

In  seinen  Beobachtungen  an  ITodotenms  turkestanicus  Jac.  sagt  G.  Ja¬ 
cobson:  „die  gefliigelten  Termiten  schwarmen  nicht  gleich  naeh  der  Ver- 
wandlung  aus,  sondern  halten  sich  einige  Zeit  in  der  Erde  bei  der  Oberflache 
auf  ”.  Ich  habe  oft  in  Nestern  geflugelte  Termiten  gefunden,  die  sich  dann 
fast  stets  an  der  Peripherie  des  Nestes  aufhielten  und  dort.  in  unglaublicher 
Anzalil  die  Kammcrn  und  Giinge  anfullten.  Alle  diese  Tiere  machten  durch- 
aus  keine  Anstalten,  sich  durch  Auffliegen  zu  retten,  sondern  verkrochen  sich 
nur  tiefer  aUt»h  in  die  kleinsten  BruchstUcke  des  Nestes.  Eine  Ausnalime 
davon  habe  ich  nur  an  Hamitermes  sulphureus  beobaehtet,  dessen  Imagines 


0.  John:  Termiten . 


371 


beim  Aufbrechen  dcs  Nestes  davonflogen.  Ich  werde  wohl  in  diesem  Falle 
auf  eine  Kolonie  gestossen  sein,  deren  Geschlechtstiere  gerade  zum  Schwarmen 
rcif  waren,  in  den  iibrigen  aber  war  der  Entwicklungsprocess  eben  noch  nicht 
beendet.  Dies  ist  auch  daraus  ersichtlich,  dass  bei  aus  deni  Nest  genomme- 
nen  Geflligelten  die  Flligel  lange  nicht  so  leiclit  abbrechen,  wie  bei  wahrend 
des  Sehwarmens  gefangenen  Individuen.  Es  vollziehen  sich  also  boi  dem 
ausserlich  vollstandig  entwickelten  Insekt  noch  innere,  physiologische  Vor- 
gange,  nach  deren  Vollendung  erst  die  Flugfahigkeit  und  Abbrechbarkcit  der 
Fliigel  erlangt  wird.  Gleichzeitig  wird  dann  auch  der  Schwiirmtrieb  ausge- 
lost.  Moglich  ist  auch,  dass  der  Instinkt  sich  durch  Auffliegen  zu  rotten, 
bei  den  Termiten  verloren  gegangen  ist,  da  sic  sich  ihrer  Flugorgano  nur 
einige  Minuten  lang  wiihrend  ihres  ganzen  Lebens  bedienen.  Schliesslich  habe 
ich  bemerkt,  dass  diese  Insekten,  solbald  sie  sich  einmal  wahrend  des 
Sehwarmens  zur  Erde  gelassen  haben,  nie  wieder  auffliegen,  sondern  sich  im 
Gegenteil  ihrer  Fliigel  zu  entledigen  suchen,  um  dcsto  ungehinderter  laufen 
und  sich  verkriechen  zu  konnen.  Das  Abbrechen  der  Fliigel  geschah  nach 
mcinen  Beobachtungen  stets  durch  Aufheben  des  Hinterleibes,  wobei  die  Be- 
wegungen  schr  an  die  Bewegungcn  der  Staphyliniden  erinnerten.  In  seiner 
interessanten  Arbeit  liber  die  siidafrikanischen  Termiten  zeigt  Fuller  (l), 
dass  in  diescr  Hinsicht  sich  vielc  Arten  ganz  verschieden  vcrhalten,  und  dass 
das  Fliigelabwerfen  oft  im  innigsten  Zusammenhang  mlt  der  Paaruhg  steht. 

Bevor  ich  zu  meinen  Beobachtungen  uber  letztere  Erscheinung  iiber- 
gehe,  mochte  ich  noch  die  Frage  der  Inzucht  bei  den  Termiten  beriihren. 

Wie  bekannt,  sind  iiber  diesen  Punkt  die  Meinungen  verschieden.  Wah¬ 
rend  einige  Forscher  (Grassi,  Silvestri)  der  Meinung  sind,  dass,  um  Inzucht 
zu  vermeiden,  die  mannlichen  und  weibliehen  Gcschlechtstiere  das  Nest  zu 
verschiedener  Zeit  verlassen  milssen,  halten  andere  (Fr.  Muller,  Holmgren) 
die  Geschwisterehe  bei  den  Termiten  fiir  eine  normale  Erscheinung.  Ich  habe 
in  einigen  Fallen,  wo  die  Herkunft  der  schwarmenden  Tiere  aus  einem  Neste 
ganz  einwandfrei  war,  diese  untersucht  und  habe  in  alien  Fallen  sowohl 
Mannehen  wie  auch  Weibchen  gelunden,  wodurch  ich  fiir  erwiesen  halte,  dass 
eine  Trennung  der  Geschlechter  nicht  erfolgt.  Erfolgt  nun  aber  in  der  Regel 
eine  Paarung  zwischen  Geschwistern  ?  Ich  meine,  dass  diese  Frage  bejahend 
beantwortet  werden  ka nil.  Zunachst  begeben  sich  Geschwistertiere,  die  sich 
nach  dem  Schwarmen  auf  die  Erde  herabgelassen  haben,  ohne  weiteres  Her- 
umsuchcn  auf  den  „Liebesspaziergang”,  nach  welchem  sie  sich  eingraben.  Dieses 
Paaren  und  das  nachfolgende  Eingraben  geschieht  haufig  so  rasch,  dass  von 
ciner  Wahl  eines  Gatten  gar  keine  Rede  sein  kann.  Ferner  kommen  Ter- 
mitenschwarme  nicht  allzuhaufig  vor,  so  dass  die  aus  einem  Nest  schwarmen¬ 
den  Termiten,  mit  solchcn  aus  einem  anderen  zusammenzutreffen,  nur  wenig 
Aussicht  haben,  besonders  da  das  Flugvermogen  dleser  Insekten  ein  sehr  be- 
schranktes  ist.  In  seiner  Arbeit  uber  die  Termiten  Russlands  erwahnt  G. 


(1)  Fuller,  C.  Annals  Natal  Mus.,  Ill,  1915. 


372 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Jacobson  (*)  nicht,  ob  die  von  ihm  beobachteten,  sich  eingrabenden  Termiten- 
parchen  einem  Neste  entstammten,  mundlich  jedooh  teilte  er  mir  mit,  dass 
dieses  unzweifelhaft  der  Fall  gewesen  ist.  Seine  Beobachtungen  wurden  in 
offener  Steppe  angestellt  und  die  Termiten  sehwarmten  nur  aus  einem  Nest, 
so  dass  ihre  gemeinsame  Ilerkunft  keinem  Zweifel  unterliegt. 

Es  soli  hier  durehaus  nicht  in  Abrede  gestellt  werden,  dass  Paarungen 
unter  nicht  blutsverwandten  Tieren  vorkommen,  doch  sind  solche  bei  den  Ter- 
miten  nicht  durehaus  notwendig.  So  bemerken  Holmgren  und  Feytaud,  dass 
gegen  eine  solche  Annahmc  der  Umstand  spricht,  dass  gewisse  Arten  Ersatz- 
Konigstiere  erziehen,  die  das  elterliche  Nest  niemals  verlassen,  woduroh  not- 
wendigerweise  Paarungen  zwischen  blutsverwandten  Tieren  herbeigefuhrt  wer- 
den.  Hicrzu  bemerkt  Feytatjd,  dass  durch  fortgesetzte  Produktion  von  Ersatztie- 
ren  Generationen  entstehen,  bei  denen  schon  nicht  mehr  die  urspriinglichen 
nahen  Verwandtschaftsbeziehungen  bestehen.  Ich  wiirde  noch  hinzufugen, 
dass  ahnliche  Verhaltnisse  auch  in  denjenigen  Kolonien  herrschen,  die  zwei 
und  mehr  Konigspaare  besitzen,  was  durehaus  nicht  zu  den  seltenen  Fallen 
gehort. 

In  Folgendem  will  ich  zu  meinen  Beobachtungen  liber  die  Paarung  bei 
den  Termiten  iibergehen,  die,  obglcich  an  in  Gefangenschaft  gehaltenen 
Tieren  ausgefiihrt,  vielleicht  doch  einiges  Interesse  liaben  diirften. 

Mein  Tagebuch  enthalt  dariiber  folgende  Aufzeichnungen. 

Am  Abend  des  15.  November  kamen  im  Rasthause  von  Pcradenyia  ans 
Licht  zunachst  einige  Exemplare  von  Odontotermes  obscuriceps  Wasm.  ange- 
flogen  and  etwas  spater  eine  grossere  Anzahl  von  Eutermes  oculatus  Holmgr. 
und  E.  biformis  Wasm.  Eine  Anzahl  dieser  Termiten  wurde  in  Belialtern 
untergebracht  und  bald  darauf  zeigte  es  sich,  dass  die  Mehrzahl  sioh  zu  Paaren 
zusammengefunden  und  sich  ihrer  Fliigel  entledigt  hatte.  Die  alleinstehenden 
Individuen  wanderten  unstet  umher  und  schlossen  sich  bald  diesem,  bald  jenem 
Paare  an.  Nicht  alle  Tiere  hatten  ihre  Fliigel  abgcworfen:  bei  den  einen 
waren  noch  alle  ganz,  bei  anderen  waren  einer  oder  zwei  iibrig  geblieben. 
Der  „Liebesspaziergang”  hatte  begonnen. 

Voran  ging  stets  das  Weibchen  (1 2),  dem  unmittelbar  das  Mannchen 
folgte,  seine  Gefahrtin  mit  den  Fuhlern  betastend.  Vier  solcher  Paare  wur¬ 
den  isoliert  und  jedes  in  einen  Behalter  mit  Erde  gebracht.  Einige  Zeit 
dauerte  der  „Liebesspaziergang”  fort,  bei  den  einen  nur  kurze  Zeit,  bei  den 
anderen  mehrere  Stunden.  Infolge  der  Unebenheiten  der  Oberflache  der  Erde 


(1)  Jacobson  G.  Trudy  Bur.  po  Entom.,  X,  N —  2,  1913. 

(2)  Dasselbe  beobachtete  schon  Smkatiiman.  Von  den  neueren  Autoren  er- 
wahnen  das  Voranschreiten  des  Weibchens  Silvestri  aus  Siidamerika,  Escherich  von 
Ceylon,  Holmori?n  (nach  E.  Jacobson’s  Angaben)  von  Java.  Auch  bei  Hegh  finden 
wir  diesen  Umstand  betont. 


O.  John:  Termiten. 


373 


in  den  Behaltern  geschah  es  zuweilcn,  dass  das  Mannchen  die  Fiihlung  mit 
dem  vorauseilendcn  Weibchen  verlor.  Es  geriet  dadurch  in  heftige  Unrnhe, 
warf  sich  suchend  nacli  vcrschiedenen  Seiten,  wobei  es  nieht  selten  vorkain, 
dass  das  Mannchen  ganz  nahe  am  gesuchten  Weibchen  voriiberging,  uin  es 
in  entgegengesetzter  Richtung  weiter  zu  suchen.  Moglicherweise  wurde  es  infolge 
der  vielen  sich  kreuzcndcn  Spuren  durch  seinen  Geruchssinn  irregefiihrt, 
doch  hatte  es  den  Anschein,  dass  die  Verfolgung  dcs  Weibchens  nur  durch  den 
sogenanntcn  Kontaktgeruch  erfolgt.  Merkwiirdig  ist  noch,  dass  das  Mannchen 
auch  auf  die  kiirzeste  Entfernung,  zuweilen  nur  etvva  1  cm,  das  Weibchen 
nicht  zu  bemcrken  schien.  Hieraus  diirfte  man  folgcrn,  dass  in  freier  Natur, 
wo  den  spazierendcn  Paarcn  geniigcnd  Hindernisse  in  den  Weg  kommen,  sie 
sich  nicht  selten  verlieren. 

Nach  einer  gewissen  Zeit  begann  das  Weibchen  hin  und  wicder  stehen  zu 
bleiben,  augenscheinlich  um  einen  passenden  Ort  zum  Vergraben  zu  wahlen. 
War  dieses  geschehen,  so  begann  es  zu  graben,  indem  es  mit  den  Kiefem 
Erdpartikelchen  herausholte,  die  um  die  Grabstelle  deponiert  wurden.  Mit- 
unter  kam  es  vor,  dass  die  Arbeit  abgebroehen  wurde,  um  an  einer  neuen 
Stellc  wieder  zu  beginncn.  War  der  Platz  endgiiltig  gewahlt,  so  wurde  mit 
besonderem  Eifer  gegraben.  Mit  tieferem  Eindringen  in  die  Erde  iinderte 
sich  die  Arbeitsmethodc.  So  beforderte  das  Weibchen,  wenn  es  schon  ganz 
in  die  Erde  eingedrungen  war,  die  ausgegrabenen  Teilchen  auf  die  Wcisc 
an  die  Oberfljiche,  dass  es  sich  auf  den  Riicken  legte,  sich  mit  den  Beinen 
absticss  und,  auf  dem  Riicken  gleitend,  die  gelockcrte  Erde  hinausdriickte. 
An  den  Grabarbeiten  nahm  das  Mannchen  nieiiials  toil.  Es  machte  sich  nur 
um  das  Weibchen  zu  schaffen,  suchte  die  Beriihrung  mit  ihm  nicht  zu  ver¬ 
lieren  und  streichelte  mit  seinen  Fiihlern  ununterbrochen  den  Hinterlcib  der 
Grabenden;  dem  Eindringen  des  Weibchens  in  die  Erde  folgte  das  auf  dem 
Fussc  nach. 

Nach  dem  Eingraben  brauchen  die  Tiere  nicht  notwendigerweisc  auch 
endgiiltig  unter  der  Erde  zu  bleiben:  zwei  Tage  darauf  zeigte  sich  ein 
Mannchen  auf  der  Oberflache,  verscliwand  aber  spiiter  wieder.  Auch  kon- 
nen  junge  Paare  sich  nach  ereiltem  Missgescliick  von  neuem  eingraben.  In  das 
Zimmer,  in  dem  ich  meine  Termitenpaare  hielt,  war  eines  Tages  ein  Huhn 
eingedrungen  und  hatte  einen  Bchalter  umgeworfen  und  den  Inhalt  verstreut. 
Die  Termiten  waren  mit  heiler  Haut  davongekommen  und  wurden  gefunden ; 
in  einen  frischen  Behalter  gebracht,  gruben  sie  sich  sofort  wieder  ein.  Etwa 
6  Wochen  nach  dem  Eingraben  untersuchte  ich  vor  meiner  Abreise  von  Ceylon 
meinc  Zuchtbehalter  und  fand  einen  Teil  der  Paare  lebend  und  ohne  dass 
in  ihnen  irgend  welche  Veranderungen  vorgekommen  waren,  auch  die  An- 
tennen  waren  nicht  verstiimmelt,  wie  es  bei  Konigen  und  Koniginnen  stets 
der  Fall  ist. 

Ich  will  hier  noch  ciniger  besonderer  Fallc  Erwalinung  tun. 

Ein  andcrmal  wurden  zwei  Termitenpaare  in  einen  gemeinschaftlichen 
Behalter  gebracht.  Nach  Verlauf  ctwa  einer  Stunde,  die  sie  ohne  Beobachtung 


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Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


bliebcn,  batten  sic  sieh  eingegraben  und  als  ieh  etvva  eine  Woche  spater  nacli- 
suchte,  fand  ich,  dass  die  Paare  ihre  unterirdichen  Kammern  so  dieht  bei 
einander  angelegt  batten,  dass  diese  niebt  einmal  durcb  cine  Wand  getrennt 
waren.  Moglichenveise  gibt  uns  dieser  Befund  cine  Erklarung  fur  das  Vor- 
kommen  von  zwei  und  mebr  Konigspaaren  in  einem  Nest. 

Erwahnung  verdient  noch  folgendef  absonderlicher  Fall.  Sechs  bcim 
Schwarmcn  gefangene  Termiten  wurden  in  einen  gemeinsamen  Bebalter 
gebracht  und  bald  darauf  batten  zwei  ein  Paar  gebildet.  Die  iibrigen  irrten 
einige  Zeit  umher,  bis  sie  sicli  scbliesslich  dein  Paar  anscblossen  und  so  bin- 
tereinander  ^pazierten”.  Die  voranmarsebierende  Termite  sebien  ein 
Weibchen,  die  librigen  Mannchen  zu  sein.  Es  muss  bier  daran  erinnert  wer- 
den,  dass  das  Geschlecht  dieser  Ticre  sicb  mit  Sicberbeit  nur  nach  der  Unter- 
seite  des  Hinterleibes  bestimmen  liisst.  Nach  einem  zicmlich  andauernden 
Spaziergang  blieb  die  Prozcssion  stehen  und  begann  sieh  einzugraben.  Tin 
Gegensatz  zu  meinen  iibrigen  Beobachtungen  beteiligten  sicb  allc  Termiten 
an  der  Grabarbeit.  In  einem  zweiten  Bebalter  wurdc  ein  weiteres  Paar  der- 
sclben  Termitenart  untergebraebt,  das  nach  dem  ublichen  Spaziergang  sicb 
ebenfalls  eingrub.  Einen  Monat  spater  fand  ich  im  ersten  Bebalter  allc  sechs 
Termiten  lebend  in  einer  Kammer  und  ebenso  auch  das  abgesonderte  Paar. 
Alle  acht  wurden  nun,  da  ich  mich  zur  Abreise  anscbickte,  konserviert,  docli 
wie  gross  war  mein  Erstaunen,  als  sieh  alle  aebt  als  —  Mannchen  erwiesen ! 
Aus  dem  Benehmen  von  Tieren  in  der  Gcfangcnseliaft  Scbliissc  zu  ziehen,  ist 
immer  eine  heikle  Sacbe,  besonders  wenn  Kontrollbeobacht ungen  im  Freien 
feblen,  doch  legt  dieses  merkwiirdige  Verhaltcn  dcr  aebt  zusammengebrachten 
Mannchen  die  Vermutung  nabe,  dass  das  Eingraben  nicht  nur  mit  dem 
Gescblechtstrieb  in  Zusammenbang  steht,  sondern  auch  aus  reinem  Selbster- 
baltungstrieb  geubt  wird. 

Allgemein  sind  die  Termiten  als  Allesfresser  bekannt,  von  denen  nur 
solcbe  Stoffe  verschont  bleiben,  die  ibren  starken  Kiefem  Widerstand  leisten. 
In  erster  Linie  ist  es  IIolz,  das  von  ilmen  angefallen  wird,  aber  auch  Leder, 
Papier,  Zeuge  und  vieles  andere  wird  von  ibnen  zerstort  und  vcrschlungen. 
Es  sind  allerdings  nicht  alle  Arten  so  unwahleriseh  in  ibrer  Nahrung,  doch 
sind  sie  niemals  nur  an  eine  Holzart  gebunden. 

Merkwiirdigerweise  ist  dem  Umstand,  dass  alle  hier  aufgezahlten  Stoffe 
so  gut  wie  keinen  Nahrwert  besitzen,  bisher  koine  Beach tung  gesclienkt  wor- 
den,  obgleich  er  auffallend  genug  ist.  In  Nachfolgendem  giaube  ich  erbringen 
zu  konnen,  dass  nach  einer  Losung  dieser  Frage  nicht  allzuweit  zu  suchen 
ist  und  dass  der  Schliissel  dazu  in  der  Pilzzucht  gegeben  ist,  die  von  gewissen 
Vertretern  dieser  Insektenordnung  ausgeiibt  wird. 

*  Ueber  die  mutmaasslichc  Entstehung  der  Pilzzucht  der  Termiten  lesen 
wir  bei  Escherich  folgendes:  „Die  Pilzzucht  der  Termiten  ist  schr  verbreitet, 
jedenfalls  viel  verbreiteter  als  die  der  Ameisen.  Es  kann  dies  durchaus  nicht 
iibcrraschen,  da  ja  die  Termiten  ausgesprochene  Holzinsekten  sind,  welcbe  ihre 
Nahrung  mit  Vorliebe  in  totem  Holz  suchen.  Da  nun  letzteres  gewohnlich 


O.  John:  Termiten. 


375 


eine  reiche  Pilzvegetation  besitzt,  so  liabcn  die  Termiten  Gelegenheit  genug, 
mit  Pilzen  in  Beruhrung  zu  kommen.  Nelimen  wir  dazu  nocli  die  weitere 
Gewohnbeit  der  Termiten,  Nahrungsvorrate  in  ihren  Nestern  anzusammeln, 
so  ist  es  durehaus  nicht  mehr  schwer,  den  Anfang  der  Pilzzucht  sich  vorzu- 
stellen :  Aus  dem  eingetragenen  llolz  werden  eben  die  verschiedenen  Pilz- 
mycelien  mit  ihren  Conidien  usw.  herausgewachsen  sein,  welchc  den  Termiten 
naturlich  zuniichst  unterschiedslos  eine  willkommene  Nahrung  waren  und  dalier 
haufig  von  ihnen  abgegrast  warden.” 

Nun  ist  das  Ansammeln  von  Nahrungsvorraten  bei  den  Termiten  keine 
erwiesene  Tatsachc,  man  ncigt  eher  zu  der  Meinung,  dass  die  aufgespeicherten 
vegctabilischen  Stoffc,  die  man  zuweilen  in  den  Nestern  findet,  als  Material 
fur  den  Bau  von  Pilzgarten  aufzufassen  sind.  Waren  sie  Nahrungsvorrate, 
so  waren  sie  am  ehesten  bei  denjenigen  Termiten  zu  erwarten,  die  keine  Pilz¬ 
zucht  besitzen,  was  aber  den  Tatsachen  nicht  entspricht,  da  sie  geradc  bei  den 
pilzziichtenden  gefunden  werden.  Auch  bei  diesen  letzteren  werden  sie  nur 
seltcn  angetroffen,  so  habe  ich  unter  den  vielen  von  mir  untersuchten  Nestern 
von  Macrotermes  gilvus  nur  eins  mit  Anhaufungen  von  zerkleinertem  Holz 
gefunden.  Auch  ware  ein  Aufspeichern  von  Vorraten  im  Nest  bei  den  wald- 
bewohnenden  Pilzziichtem  ( Macrotermes ,  Tenues ,  Odontotennes ,  Microtennes) 
ein  ganz  unnotiges  Vorhaben,  da  in  der  von  ihnen  bewohnten  Zone  das  ganze 
Jahr  hindurch  reichliche  Nahrung  im  Freien  zu  erlangen  ist.  Wir  miissen 
also  naoh  einer  anderen  Erklarung  fiir  die  Entstehung  des  Gartnereiinstink- 
tes  suchen. 

Es  ist  festgestellt,  dass  selbst  bei  pilzbauenden  Termiten  nur  ein  gewisser 
Teil  der  Bevolkerung  mit  den  auf  den  Pilzgarten  wachsenden  Mycelknotchen 
(Spharcn,  Mycelkopfe)  ernahrt  wird,  namlich  das  Konigspaar  und  die  Ju- 
gendstande.  Alle  ausgewachsenen  geschlechtslosen  Tiere  dagegen  ernahren  sich 
nicht  von  den  gezogenen  Pilzen  und  werden  wohl  nur  nebenbei  von  den  letz¬ 
teren  kosten  (Bugnion).  Es  obliegt  den  Arbeitern,  Nahrung  fiir  sich  selbst 
und  fiir  die  von  ihnen  gefiitterten  Soldaten  ausserhalb  des  Nestes  zu  suchen. 
Diese  sind  es  denn  auch,  die  iiber  die  am  Anfang  erwahnten  Stoffe  herfallen, 
besonders  also  llolz.  Mit  wenigen  Ausnahmen,  von  denen  spaterhin  die  Rede 
sein  wird,  ist  es  morsches,  also  von  Pilzmycel  durchwachsenes  Holz,  das  von 
diesen  Tieren  gefressen  wird  und  gerade  eben  dieses  Mycels  wegen,  das  meiner 
Ansicht  nach  der  den  Termiten  notwendiger  stickstoffhaltige  Nahrungsstoff 
ist.  Die  unvermeidlieherweise  mitverzehrten  Holzteile  werden  als  Fiikalien 
unverdaut  wieder  ausgestossen.  Dass  diese  Fakalien  nochmals  verzehrt  wer¬ 
den  konnen,  ist  leicht  verstandlich,  da  eben  nur  ein  Teil  des  Pilzmyzels  verdaut 
wird,  ein  anderer  aber  in  der  Fakalienmasse  zuriickbleibt.  Ob  dabei,  wie 
Esciikrich  meint,  in  dieser  spezielle  Veranderungen  stattfinden,  die  durch 
die  Driisensekrete  verursacht  werden,  ist  fiir  die  uns  interessierende  Seite  der 
Frage  bclanglos. 

Haben  wir  uns  davon  iiberzeugt,  dass  die  Hauptnahrung  der  Termiten 
im  Grundc  genommen  in  Pilzen,  d.h.  deren  Mycel  in  unveriinderter  oder 


376 


Treubia  Vol.  VI,  Liati.  3 — 4. 


veranderter  Form  (Spharen)  bestcht,  so  gelangen  Avir  zu  der  Annahme,  dass 
die  Kultur  von  Pilzen  nieht  dadurch  entstanden  ist,  dass  jene  mit  Nahrungs- 
vorraten  eingeschleppt  wurden  und  die  Termitcn  dadurch  zu  Pilzfressern 
wurden,  sondern  dass  diese  von  hause  aus  sieh  von  Pilzmycel  ernahrten.  Diese 
Verhaltnisse  herrschen  auch  bis  jetzt  bei  der  iiberwiegenden  Mehrzahl  der 
Termitenarten,  die  ja  keinc  Pilze  ziichten.  Die  Pilzgartnerci  wird  sich  wohl 
auf  die  Weise  entwickelt  haben,  dass  gewisse  Nestkammern  urspriinglieh  als 
Abtritte  dienten,  in  denen  die  Fakalien  abgesetzt  wurden.  Hier  begannen 
unverdautes  Mycel  oder  Sporen  zu  wuchern,  den  Termiten  gcwohnte  und  will- 
kommene  Nahrung  bietend.  Im  Laufe  der  Zeit  wird  sich  dann  die  Pilzpflege 
und  Anlage  der  Garten  ausgebildet  haben,  wie  sie  uns  heute  bckannt  sind. 

In  diescr  Vorliebe  der  Termiten  flir  Pilze  finden  wir  auch  cine  Erkla- 
rung  dafiir,  warum  sie  Leder,  Papier  u.s.w.  vertilgen.  Jeder,  der  die  Tropen 
besucht,  weiss,  dass  dort  alle  Gegenstande  einen  eigentumlichen  Geruch,  don 
„Tropengeruch”,  annchmen,  der  nichts  andcres  als  Pilzgcruch  ist,  der  von 
Schimmel-  und  anderen  niedercn  Pilzen  hcrruhrt,  die  sich  ubcrall  ansiedeln 
und  die  Gegenstande  in  kurzer  Zeit  mit  einer  Pilzdecke  iiberziehen,  falls  sie 
niclit  bestandig  einer  Reinigung  und  Luftung  unterzogen  werdcn.  Sehr 
giinstiges  Substrat  fur  die  Pilzbildung  sind  Papier  (Bucher  etc.),  besonders 
aber  Leder.  Da  es  sich  bei  Termitenschadcn,  die  in  menschlichen  Wohnungen 
verursacht  werden,  fast  stcts  urn  sogenannte  ^austermiten”  handelt,  denen 
der  Zugang  zu  verwitterten  Baumen  und  dergl.  mehr  oder  weniger  erschwert 
ist,  so  darf  es  nieht  Wunder  nehmen,  dass  sie  liber  alles  herfallen,  was  den 
Pilzgcruch  an  sich  tragt. 

Fur  gewisse  Termiten  ist  bckannt,  dass  sie  auch  lebende  Baume  anfallcn. 
Dies  geschieht  in  dcr  Weise,  dass  die  Rinde  des  Baumes  an  gewissen  Stellen 
mit  einer  Kruste  von  Termitencxkrementcn  tiberzogen  Avird,  untcr  der  das 
Ausfrcssen  des  Baumes  beginnt.  Durch  diese  Kruste  Avird  die  Verdunstung 
der  Feuchtigkeit  verhindert,  wodurch  besonders  gunstige  Bedingungen  fur 
das  Gedeihen  von  Pilzen  entstehen,  die  viellcicht  als  Sporen  eindringen  oder 
als  unverdautes  Myzel  aus  den  Exkrementen  der  Termiten  sclbst.  Sie  durch- 
Avuchcrn  die  Gewebe  des  Holzes  und  bringen  so  den  Baum  zum  Absterben. 
Fin  tieferes  Eindringen  in  den  Stamm  des  Baumes  Avird  durch  die  Bohrloclier 
der  Termiten  begunstigt.  Fine  Bestatigung  hierfiir  finden  Avir  bei  Grasst, 
der  konstatiert  hat,  dass  die  Bohrgange  von  Caloterrnes  die  Verwitterung  des 
ITolzes  zweifellos  beschleunigen.  Fs  besteht  hier  eine  geAvisse  Analogic  mit 
der  Tatigkeit  der  Borkenkafer  aus  der  Unterfamilie  der  Xyloterini.  Als 
solchc,  lebende  Baume  anfallende  Sehadlinge,  sind  in  den  malayischen  Lan- 
dern  die  Coptotcrvies- Arten  beriichtigt  und  von  den  Pflanzern  anf’s  Hochstc 
gefiirchtet.  Aehnliches  babe  ich  aber  auch  bei  Laeessititermes  laborator  beob- 
achtet. 

Schliesslich  haben  Avir  unter  den  indo-malayischcn  Eutcrmes-Ar\en  noch 
eine  Gruppe,  namlich  die  Vertretcr  dcr  Untergattung  Hospitalitermes ,  die 
Flechtensammler  sind.  Solches  steht  aber  durchaus  nieht  in  Widerspruch 


0.  John:  Termiten. 


377 


mit  der  Mycetophilie  der  Termiten,  da  Flechten*bckanntlich  durch  eine  Svm- 
biosc  von  Pilzen  und  Algen  entstehen.  Allcrdings  fand  Fetch  (*),  dass 
Eutermes  monoceros  Konig  Algen  bevorzugt,  da  aber  diese  selten  sind,  sich 
vorzugsweise  von  Flechten  ernahrt,  wobci  cs  das  Algenelement  sein  soil,  was 
die  Termiten  anlockt.  In  einem  Falle  wurde  aber  von  demselben  Autor  beob- 
achtet,  dass  monoceros  reine  Pilze,  eine  Cladosporium- Art,  sammelte. 

Axis  oben  gesagtem  geht  hervor,  dass  in  der  Nahrung  der  Termiten  eine 
gewisse  Einhcitlichkeit  hcrrscht,  indem  sie  sich,  im  Grunde  genommen,  auf  Pilz- 
nahrung  zuriickfuhren  lasst.  Es  lasscn  sich  vcrschiedene  Stufen  aufstellen, 
die  allmahlich  zu  dcr  hoehentwickclten  Pilzkultur  fiihren,  die  wir  bei  gewissen 
hoheren  Termiten  kennen.  Die  urspriinglichste  ware  das  Fressen  von  mit 
Pilzmycel  durchwachsenem  Holz  (die  meisten  Termiten),  als  nachste  waren 
wohl  diejenigen  Falle  aufziifassen,  wo  durch  Bekleidung  mit  Exkrementen 
und  durch  Bolirlocher  in  das  Holz  die  Pilzwucherungen  bcgunstigt  werden 
( Calotermes ,  Coptoterrncs,  Lacessititermes).  Als  eine  weitcrc  Stufc  diirften 
moglicherweise  eingetragene  vegetabilische  Stoffe  angesehen  werden,  die 
vielleicht  primitive  Pilzgarten  darstcllen  ( Hodotermes ).  An  letzter  und 
hochster  Stelle  stehen  dann  endlich  die  pilzziichtenden  Termiten  ( Macroter - 
mesy  Termes,  Odontotei'mcs,  Mivrotennes) . 

Gewissen  Termiten  haftet  ein  oft  recht  starker  Geruch  an,  der  selbst 
nach  jahrelangem  Licgen  in  Alkohol  noch  deutlich  wahrnehmbar  ist.  Bei 
vielen,  besonders  den  Eutermes  (s.str.)-Arten,  ist  dieser  ein  ausgesprochener 
„Urwaldgeruch,>,  d.h.  ein  Gemisch  von  Pilz-  und  Modergeruch.  Auch  bei 
Tiercn,  die  nicht  unmittclbar  aus  moderndem  Holz  gesammelt,  sondern  dem 
Nest  entnommen  sind,  tritt  dieser  Geruch  sehr  intensiv  auf.  Es  lasst  sich 
dieses  durch  die  standige  Beriihrung  mit  morschem  TTolz  und  Pilzmycel 
leicht  crklarcn,  auch  ist  der  Darminhalt  von  demselben  Geruch  durch- 
drungen.  Mir  will  jedoch  scheinen,  dass,  selbst  fiir  unsercn  groben  Geruchs- 
sinn,  einige  Untersehiede  im  Geruch  einiger  Gruppen  wahrnehmbar  sind; 
so  scliien  er  mil*  besonders  intensiv  bei  der  Eutcrnws-matangensis-Gvuppc  zu 
sein. 

Einen  von  den  Eutermes  sehr  verschiedenen  Geruch  besitzen  die  Parrhi- 
notermeS’ Arten.  Dieser  ist  so  stark  und  dabci  so  charakteristisch,  dass  ich 
beim  Aufschlagen  von  morschem  Holz  nach  ihm  die  Anwesenheit  dieser 
Termiten  feststellen  konnte.  Dieser  Geruch  ist  wiirzig  und  dabei  siisslich, 
xvas  ihn  besonders  kennzeichnet.  Ich  glaube  nicht,  dass  er  von  dem  von 
diesen  Tieren  bewohnten  Holz  herriihrt,  da  ich  ihn  stets  nur  dann  beobachtet 
habe,  wen n  dieses  von  Parrhinotermes  bewohnt  war,  ob  er  aber  von  Ausschei- 
dungen  der  Ticre  selbst  herriihrt,  muss  dahingestellt  bleiben. 


(1)  Petcii,  T.  „Tlie  Black  Termite  of  Ceylon”,  Ann.  Royal  Botan.  Card,  of 
Peradenyia,  v,  1913. 


378 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


In  eincm  Nest  von  Eutcrmes  inanifonnis  Holmgr.  (Kota  Baroe,  Sumatra), 
das  von  dieser  Art  allein  bcwohnt  war,  fund  ieh  in  den  einzelncn  Kammern 
eine  grosse  Anzahl  von  lose  umherliegenden  Korpern,  die  alle  von  fast 
gleieher  Form  und  Grossc  waren.  Ihre  Lange  betragt  etwa  7,  ihre  Breitc 
4  und  ihre  Ilblie  1,5  bis  1,75  mm.  In  Form  sind  sie  oval,  etwas  abgeplattet, 
haben  eine  Langsrinne  auf  der  Oberseite  und  schokoladenbraune  Farbung 
und  sind  Kaffeebohnen  liberaus  ahnlich.  Bemerkenswert  ist  der  ihnen 
eigcntiimliclic,  sogar  noch  jetzt,  naeh  10  Jahren,  dcutlich  wahrnehmbare 
wiirzige  Gerueh,  der  gewissermaassen  an  des  Cardamomen-Aroma  erinncrt. 

Bei  Koeben  in  Salzsaurelosung  odor  Aetzkalilaugc  werden  gewisse  Stoffe, 
die  in  den  ^affcebohnen”  enthalten  sind,  gelost,  wobei  im  erstcren  Falle  die 
Losung  eine  hell-,  im  letzteren  eine  tiefbraune  Farbung  annimmt;  in  reinem 
Wasser  sind  diese  Farbstoffe  jedoch  unloslieli.  Das  Koehen  in  Wasser  rief 
iibcrhaupt  keine  ausserlichen  Veranderungen  der  Korper  hcrvor,  auch  blie- 
ben  sie  ebcnso  hart  wie  in  trockcnem  Zustande.  Bei  Koehen  in  Salzsaure  oder 
Aetzkali  zerfielen  sie  zwar  nicht.  waren  jedoch  nachher  mit  Nadcln  leicht  zu 
zerstiickeln. 

In  der  ersten  untersuchten  „Kaffeebohne,,  fand  ich  eine  Mandibcl  ciner 
Capritcrmes-Avt ,  so  dass  ieh  anfanglieh  auf  die  Vermutung  kam,  dass  es  sieh 
urn  eine  Art  Sarkophage  handelt,  in  die  feindliche  Eindringlinge,  vielleicht 
auch  die  eigencn  Totcn,  cingemaucrt  warden.  Die  Untersuehung  einigcr 
Dutzend  dieser  Korper  bestatigte  jedoeh  eine  solchc  Annalime  nicht,  da  ieh 
weiter  keine  Ueberreste  von  Ticren  vorfand,  mit  Ausnahme  cines  Stiiekehens 
Chitin  von  unbestimmbarer  Ilerkunft.  Die  mikroskopisehc  Untersuehung  der 
„Kaffeebohnen ’ 9  ergab,  dass  sie  aus  strukturlosem  Material  bestehen,  dem 
klcine  Mincralpartikel  (Quarz)  bcigemiseht  sind.  In  dem  durch  Salzsfiurebe- 
handlung  gcbildeten  Niederschlag  fanden  sieh  zahlreiehe  farblose  Ilautehen, 
der  Niederschlag  in  der  Aetzkalilauge  enthielt  Kliimpehen  und  Faden  eincs 
biegsamen  und  dehnbaren  Stoffes.  Aller  Wahrseheinlichkeit  naeh  handelt  cs 
sieh  in  beiden  Fallen  um  denselben  Stoff,  der  je  naeh  der  Behandlung  bald 
Hautchen,  bald  Kliimpehen  oder  Faden  bildet.  Es  durfte  anzunehmen  scin, 
dass  wir  es  mit  einem  Drusensekret  zu  tun  haben,  das  zur  Zementierung  dient. 

Die  okologische  Bedeutung  der  „Kaffeebohnen”  ausfindig  zu  maehen,  ist 
mir  leider  nicht  gclungcn;  dass  es  sieh  um  Nahrungsvorrate  handelt,  mochte 
ieh  jedoeh  in  Abrede  stellen. 


Von  Pilzkrankheiten  babe  ieh  bei  Termiten  anscheinend  zwei  Arten  ge- 
funden.  Die  einen  parasitischcn  Pilze  sind  schwarze  Gebilde,  die  eine  Grosse 
von  0,.5  mm  und  dariiber  erreichen  konnen.  Sie  sind  aJbgestutzt  koniseh  oder 
mehr  oder  weniger  zylindrisch,  zuweilen  aueh  von  unregelmassiger  Form,  und 
sind  an  den  versehiedensten  Korperteilen  der  Termiten  zu  finden.  So  sitzen  sie 
an  den  Beinen  (Taf*  XVI,  Abb.  4,  links),  dem  Hinterleib,  dem  Kopf  (Taf.  XVI, 
Abb.  4  rechts),  sowolil  auf  der  Oberseite,  wie  auf  der  Unterseite  und  an  den 


0.  John:  Termiten. 


379 


Fiihlern.  Besondcrs  vide  Tiere  mit  Pilzparasiten  fand  ieh  in  einer  Kolonie 
von  Eutermes  lacustris  Bugn.  Audi  bci  Macrotermes  malnccensis  IIav.  fand 
ich,  wie  es  scheint,  denselbcn  parasitischen  Pilz. 

Bei  einer  Anzahl  von  Larven  und  Soldatennymphen  von  Eutermes  sara - 
wakensis  IIav.  fand  ieh  in  Kota  Baroe  iiusserliche  Gebilde,  die  ich  ebenfalls 
fur  parasitische  Pilze  halte.  Sie  zeigcn  sich  als  Streifen,  runde,  langlich 
ovale  oder  mondsichelformige  Fleeken  von  gelber  oder  rostgelber  Farbe  mit 
verdunkeltcm  Rand.  Alle  diese  Gebilde  sind  erhabcn,  erreichen  abcr  bei  weitein 
nicht  die  Hblie  der  zucrst  beschriebenen.  Grosstcntcils  findcn  sie  sich  in  der 
Pleuralregion  des  Abdomens,  doch  sitzen  sie  zuweilen  auch  den  Sterniten  auf. 
Seltener  findet  man  sie  an  anderen  Korperteilen,  wie  z.B.  an  der  Untcrseite 
des  Kopfcs.  Die  grossten  erreichen  eine  Lange,  die  derjenigen  von  4  Abdomi- 
nalscgmenten  gleichkommt,  die  Breite  ist  derjenigen  cines  Tcrgites  der  Ter- 
mitcnlarve  etwa  gleich. 

DIE  GEOGRAPHISCHE  VERBREITUNG  DER  TERMITEN  AUF  DER 
MALAYISCHEN  HALBINSEL  UND  DEN  GROSSEN  SUNDA-INSELN. 

Ausser  einigem  vercinzeltcn  Material,  das  auf  dcr  Malayischen  Halbinsel 
(und  Singapore)  und  den  grossen  Sunda-Jnscln  zu  versehicdenen  Zeiten  ge- 
sammelt  worden  ist,  sind  es  die  grossen  Ausbeuten  von  Haviland  und 
Buttel-Reepen,  die  unsere  Kcnntnis  der  Zusammensetzung  der  Termitenfauna 
dieser  Lander  gefordert  haben.  Die  Bedeutung  dicscr  bcidcn  Sammlungen 
gelit  schon  aus  der  Zahl  der  erbeuteten  Arten  hervor.  Havilands  Material, 
das  zum  grossten  Teil  von  ihm  selbst,  zuin  Teil  nachtraglich  von  Holmgren 
bearbeitet  wurde,  enthalt  74  Termiten-Arten,  von  denen  er  selbst  52  und 
Holmgren  wcitere  19  als  neu  beschrieben  hat,  zusammen  also  71  neue  Arten. 
Die  von  Holmgren  bearbeitete  BuTTEL-REEPENsche  Sammlung  enthalt  72  Ar¬ 
ten,  von  denen  sich  26  als  noch  unbekannt  erwicsen  haben.  Dass  durch  diese 
beiden  Forscher  und  Holmgrens  Bearbcitung  des  Materials  aus  verschicde- 
nen  Museen  die  Zusammensetzung  der  Termitenfauna  der  Malayischen  Region 
ziemlich  festgclegt  ist,  geht  u.a.  daraus  hervor,  dass  meine  Sammlung,  die 
mit  Einschluss  der  von  Herrn  W.  Karawajev  auf  Java  gesammcltcn,  70  Arten 
enthalt,  nur  noch  9  neue  aufweist,  die  zu  dieser  Region  gehoren.  Allerdings 
ergeben  sich  aus  meinem  Material  neue  Fundorte.  So  habe  ich  fiir  Sumatra 
27  Arten  konstaticren  konnen,  die  bis  dahin  von  dort  nicht  bekannt  waren, 
von  der  Malayischen  Halbinsel  17  solcher  und  von  Java  4. 

Zusammengenommcn  sind  von  der  Malayischen  Halbinsel,  Sumatra,  Bor¬ 
neo  und  Java  138  Termitenarten  bekannt  geworden,  von  denen  auf  ersterer 
81,  auf  Sumatra  76,  auf  Borneo  70  und  auf  Java  27  vorkommen.  Gemeinsam 
haben  diese  vier  Lander  nur  5  Arten,  dagegen  sind  es  schon  24,  die  auf  der 
Malayischen  Halbinsel,  Sumatra  und  Borneo  vorkommen.  Die  mcisten  Arten 
haben  Sumatra  und  die  Malayische  Halbinsel  gemein,  namlich  43,  37  Arten 
kommen  auf  letzterer  und  Borneo  vor,  34  auf  Borneo  und  Sumatra,  18  auf 


380 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Sumatra  und  Java,  15  auf  der  Malayischen  Halbinsel  und  Java  und  endlich 
8  auf  Java  und  Borneo. 

Von  Borneo  sind  22,  von  der  Malayischen  Halbinsel  20,  von  Sumatra 
15  und  von  Java  5  Arten  bekannt,  die  nur  in  deni  betreffenden  Lande  ge- 
funden  worden  sind.  Es  lasst  sich  noch  nicht  feststellen,  wie  viele  von  ihnen 
endemisch  sind,  da  voraussichtlich  die  eine  oder  andere  Art  auch  noch  in  den 
Nachbarlandern  entdeckt  werden  wird.  Nur  fiir  einige,  schwer  zu  iibersehende 
Arten,  diirfte  man  mit  einigcr  Sicherheit  annehmen,  dass  ihr  Vorkommen  nur 
auf  einen  gewissen  Teil  des  Gebietes  beschrankt  ist.  So  ist  wohl  kaum  zu 
erwarten,  dass  Macroterm  es  carbonarius  Hag.  jemals  auf  Sumatra  oder  Java 
gefunden  werden  wird,  oder  Ilamitermes  sulphurous  Hav.  auf  Sumatra,  Bor¬ 
neo  und  Java.  Bemerkenswert  dabei  ist,  dass  erstere  Art  iin  Westen  den 
siidlichsten  Punkt  seiner  Vcrbreitung  auf  der  Insel  Singapore  erreicht,  nach 
Norden  aber  bis  nach  Siam  vordringt.  II.  sulphurous  scheint  aber  in  der  Tat 
eine  der  Malayischen  Halbinsel  endemische  Art  zu  sein. 

Die  Verwandtschaftsverhaltnisse  der  Faunen  der  liier  behandelten  Lander 
werden  deutlich  durch  oben  angefiihrte  Zahlen  zum  Ausdruck  gebracht.  Wenn 
wir  auch  beriicksichtigen,  dass  Java  in  termitologischcr  Hinsicht  bedeutend 
weniger  erforscht  ist  als  die  Malayische  Halbinsel,  Sumatra  und  Borneo,  ge- 
langen  wir  zu  dem  Ergebnis,  dass  der  innigste  Zusammenhang  zwischen  den 
Tcrmitenfaunen  von  Sumatra  und  der  Malayischen  Halbinsel  besteht.  Etwas 
entfemter  ist  das  Verhaltnis  zwischen  der  Malayischen  Halbinsel  und  Borneo 
und  noch  etwas  weniger  eng  jenes  zwischen  Borneo  und  Sumatra.  Bedeutend 
grosser  ist  die  Entfremdung  der  Faunen  der  Malayischen  Halbinsel  und  Java 
und  am  grossten  diejenige  zwischen  Borneo  und  Java,  wo  wir  nur  noch  ganz 
wenige  gemeinsame  Formen  antreffen.  Wir  ersehen  somit,  dass  das  Bild  der 
geographischen  Verbreitung  der  Termiten  in  der  Malayischen  Region  das 
gleiche  ist  wie  bei  den  anderen  Tiergruppen. 

VERZEICIINIS  DER  ARTEN. 

Fam.  CALOTERMITIDAE 
Gen.  Calotermes  Hag. 

1.  Calotermes  (Neotermes)  greeni  Desn. 

Imagines,  Soldaten  und  Nymphen. 

Fundort.  Ceylon:  Pcradenyia,  18.  xi.  und  18.  xii.  1912. 

Aus  morschen  Baumstlimpfen. 

2.  Calotermes  (Glyptotermes)  ceylonicus  Holmgr. 

Soldaten  und  Nymphen. 

Fundort.  Ceylon,  Peradenyia,  28.  xi.  1912. 

3.  Calotermes  (Glyptotermes)  dilatatus  Bugn. 

Soldaten. 

Fundort.  Ceylon,  von  Herrn  E.  E.  Green  erhalten. 


0.  John:  Termiten. 


381 


Pam.  RHINOTERMITIDAE. 

Gen.  Leucotermes  Silv. 

Leucptermes  ceylonicus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia  20.  xii.,  Hantana,  23.  xi.  1912. 
Aus  morschem  Holz. 


Gen.  Arrhinotermes  Wasm. 

Arrliinotermes  flavus  Bugn. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon:  Senigoda.  Von  Prof.  E.  Bugnion  erhalten. 

Gen.  Coptotermes  Wasm. 

1.  Coptotermes  travians  IIav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Singapore  28.  iv.,  Kajang,  19.  i. ; 
Ost-Suinatra:  Kota  Baroe,  1.  und  4.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Malayi¬ 
sche  Halbinsel  (Haviland,  Buttel-Reepen),  Borneo  (Haviland),  Sumatra  und 
Java  (Buttel-Reepen). 

In  trockenem  oder  inorschen  Holz.  Auf  dean  Hantana  wurde  diese  Art 
in  einem  Nest  von  Procapritermes  setiger  IIav.  In  Kajang  fand  ich  diese 
Art  in  einem  gefallenen  Baumstamm,  der  mit  korallenartigen  Lehmzweigcn 
ausgebaut  war.  Eine  Kiste  mit  einer  Sammlung  von  Pilzgarten,  die  in  Singa¬ 
pore  im  Speieher  des  Hotels  eingestellt  war  und  dort  etwa  drei  Monate 
aufbewahrt  wurde,  wurde  von  diesen  Haustermiten  angefallen  und  der  gauze 
Inhalt  erwies  sich  zu  einem  Coptotermes-Bau  umgearbeitet. 

2.  Coptotermes  ceylonicus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  1G.  und  20.  xii.,  Hantana,  23.  xi.  1912. 
In  trockenem  oder  inorschen  IIolz.  Auf  dem  Hantana  wurde  diese  Art 
in  einem  faulenden  Holzklotz  am  Rande  des  den  Berg  kronenden  Waldes 
gefunden. 

3.  Coptotermes  curvignathus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel :  Batu  Caves,  25.  und  26.  i.,  Singapore, 
Bukit  Timah,  18.  v. ;  Ost-Sumatra:  Siak,  9.  und  11.  ii.  1913.  Friihere  Fund¬ 
orte:  Malayische  Halbinsel  (Haviland,  Buttel-Reepen),  Borneo  und  Burma 
(Haviland)  und  Sumatra  (Buttel-Reepen). 

In  morschen  Baumstiimpfen  und  dergl.  Auf  dem  Bukit  Timah  fand  ich 
C.  curvignathus  auf  einem  lebenden  Baum,  der  von  den  Termiten  stellenweise 
mit  einer  Lehmkruste  uberzogen  war.  Unter  dieser  Kruste  wimmelte  es  von 


382 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


Arbeitern  und  Soldaten.  Die  Giinge  waren  recht  tief  in  den  Stamm  hinein- 
gefressen.  In  Siak,  auf  Herrn  H.  Bliintschli’s  Plantage,  erhielten  wir  diese 
Art  beim  Aufgraben  der  Erde  urn  einen  erkrankten  jungen  Hevea  brasiliensis- 
Baum. 


Gen.  Parrhinotermes  Holmgr. 

1.  Parrhinotermes  inaequalis  Hav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Kuala  Lumpur,  5.  ii. ;  Ost-Sumatra: 
Mangkinang,  25.  ii.,  Kota  Baroe,  5.  iv.  1913.  Fruhere  Fundorte:  Borneo 
(Haviland). 

Aus  morschem  Holz,  in  einem  Falle  aus  einem  lockeren  Erdnest. 

2.  Parrhinotermes  aequalis  Hav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  West-Sumatra :  Pajacombo,  15.  iii.  1913.  Fruhere  Fundorte: 
Borneo  (Haviland);  Malayische  Halbinsel  und  Sumatra  (Buttel-Reepen). 
Aus- einem  Zaunpfahl. 

3.  Parrhinotermes  pygroaeus  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Korperfarbe  gelb.  Behaarung  des  Kopfes  wie  des  ubrigen 
Korpers  ziemlich  lang,  grob  und  dicht. 

Kopf  breit  und  flach,  nach  vorn  starker,  nach  hinten  schwacher  ver- 
sehmalert,  Hinterrand  doppelt  ausgebuchtet.  Fontanelle  klein,  rund;  eine 
Rinne,  die  an  der  Mitte  des  Kopfes  beginnt,  lauft  liber  die  Fontanelle  nach 
vorn  und  setzt  sich  liber  den  Clypeus  hinaius  auf  der  Oberlippc  fort;  an 
der  Linie  der  Antennenbasen  beginnend,  ziehen  sich  beiderseits  nach  vorne 
divergierende  Furchen,  die  an  den  Mandibelcondylen  enden.  Clypeobasale 
flach.  Oberlippe  langer  als  breit,  in  der  Mitte  etwas  erweitert,  nach  vorn 
verschmalert,  Vorderrand  gerade  abgeschnitten,  schmal  hyalin,  die  ge- 
schlossenen  Mandibcln  etwas  iiberragend.  Obcrkiefer  kraftig,  mit  breiter 
Basis,  linker  stark,  fast  knieformig,  rechter  wcniger  stark  gebogen;  linker 
Oberkiefer  mit  zwei  Zahnen,  von  denen  der  aussere  grosser  und  blattformig 
ist,  rechter  mit  einem  spitzwinkligen  Zahn  am  ausseren  Drittel,  Kauflache 
von  der  Spitze  dieses  Zahnes  bis  zur  Basis  der  Mandibel  schwach  ausgebuchtet; 
Spitzenteil  klirzer  als  die  halbe  Mandibel.  Antennen  13-gliedrig,  3.  Glied 
kiirzer  als  2. 

Pronotum  so  lang  wie  seine  halbe  Breite,  Vorderrand  nach  beiden  Seiten 
abgesohragt,  Hinterrand  abgerundet. 

Korperliinge  etwa  2.5,  Kopflange  mit  Mandibeln  1.06,  Kopf  Hinge  ohne 
Mandibeln  0.83,  Kopfbreite  0.77  mm. 

Arbeiter.  Kopf  gelb,  Korper  gelblich  weiss.  Kopf  und  Korper  ziem¬ 
lich  dicht  und  grob  behaart. 

Kopf  rekt angular,  um  0.23  klirzer  als  breit  (die  Lange  vom  Nacken'zum 
Clypeus  gemessen^.  Fontanelle  undeutlich,  Sagittalnaht  erkennbar.  Clypeo¬ 
basale  kurz,  mittelmassig  aufgetrieben.  Oberlippe  stumpf  zungenformig  ohne 


0.  John:  Termiten . 


383 


hyaline  Spitze.  Antennen  13-gliedrig,  3.  Glied  kiirzer  als  4.,  das  kiirzestc 
und  diinnste  im  ganzen  Fiihler,  4.  so  lang  wie  2. 

Pronotum  halb  so  breit  wie  der  Kopf,  sattelformig,  ganzrandig,  Vorder- 
rand  nach  hinten  abgeschragt,  Hinterrand  abgerundet.  Meso-  und  Metanotuin 
breiter  als  das  Pronotum. 

Kopfbreite  0.73,  Breite  des  Pronotums  0.37  mm. 

Neotenische  Konigin.  Kopf  braunlieh  gelb  mit  hellen  Kopf- 
nahten,  Thoracalnota  gelb,  naeh  hinten  etwas  gebriiunt,  Flugelscheiden  gelb, 
Abdominaltergite  hell  braunlieh.  Ein  weisser  Mittelstrich  zieht  sich  voin 
Clypeus  liber  den  ganzen  Korper  bis  zum  Abdomenende ;  Meso-  und  Metathora- 
kalnota  und  die  Abdominaltergite  tragen  jederseits  einen  weissen  Lateral- 
fleck.  Antennen  und  Beine  hellgelb. 

Behaarung  des  Kopfes  und  der  Thorakalnota  reclit  dicht,  die  der 
Abdominaltergite  nur  kurz. 

Kopf  nach  vorn  verschmiilert,  Kopfnahte  deutlich.  Facettenaugen  mit- 
telgross,  Ocellen  fehlen.  Fontanelle  mehr  oder  weniger  deutlich.  Antennen 
17-gliedrig;  3.  Glied  kiirzer  als  4.,  Oberkiefer  vom  Leucotermes-Typus :  linker 
mit  6  Zahnen,  von  denen  die  zwei  vorderen  glcichgross,  spitz  sind,  der  nachst- 
folgende  viel  kleiner  als  jene,  die  nachsten  zwei  breit,  nach  hinten  geriohtet, 
der  innerste  eine  kleine,  stumpfe  Ecke  bildend;  rechter  Oberkiefer  mit  zwei 
Apikalzahnen  von  gleicher  Grosse,  die  Kauflache  in  sehr  stumpfem  Winkel 
ausgeschnitten. 

Prothorax  etwas  schmaler  als  der  Kopf,  kiirzer  als  seine  halbe  Breite, 
breiter  als  Meso-  und  Metathorax.  Fliigelscheiden  der  I.  Nymphalphase. 

Abdomen  mit  sehr  starker  sekundiirer  Chitinisierung. 

Korperlange  8  mm.  Kopfbreite  1.03,  Breite  des  Pronotums  0.87  mm. 
Zum  Vergleich  seien  hier  die  entsprechenden  Masse  der  Nymphe  der  ersten 
Phase  angef iihrt :  Kopfbreite  0.77,  Breite  des  Pronotums  0.5  mm. 

Neotenischer  K 6 n i  g.  Unterscheidet  sich  von  der  neotenischen 
Konigin  nur  durch  den  kleincren  Hinterleib  und  die  Bildung  des  8.  Hinter- 
lcibsegments.  Korperlange  3.75  mm. 

Ergatoide  Konigin.  Ivorperfarbe  gelb,  sekundare  Chitinisierung 
heller. 

Bau  des  Kopfes  und  des  Thorax  wie  bei  dem  Arbeiter,  nur  grosser  und 
starker  chitinisiert.  Augen  und  Ocellen  fehlen  vollstandig.  Hinterleib  sehr 
breit  schon  vom  ersten  Segment  an,  gegen  die  Mitte  zu  an  Breite  etwas 
zunehmend,  dann  wieder  schmaler  werdend.  Antennen  verstiimmelt. 

Kopfbreite  0.8,  Breite  des  Pronotums  0.53,  Breite  des  ersten  Abdominal- 
segmentes  1.53,  des  viertcn  1*5  mm. 

Dieses  ergatoide  Weibchen  unterscheidet  sich  wesentlich  von  dem  von 
Holmgren  von  P.  buttel-rcepeni  beschriebenen  dadurch,  dass  es  jeder  Spur  von 
Augen  entbehrt. 

Soldaten,  Arbeiter,  15  neotenische  und  1  ergatoides  Weibchen,  1  neote- 
nisches  Mannchen  und  Nymphen  der  I.  Phase  liegen  vor. 


384 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Kuala  Lumpur,  21.  und  24.  i.,  Kajang, 
19.  i. ;  Ost-Sumatra :  Siak,  G.  ii.  1913. 

In  Baumstumpfen  und  deren  Wurzeln  an  Waldrandern  und  in  Gummi- 
plantagen. 

Am  nachsten  diirfte  diese  Art  zu  P .  buttel-reepeni  stehen,  von  der  ich 
jedoch  leider  kein  Vergleichsmateriai  besitze.  Als  llauptunterschiede  waren 
bei  der  Soldatenkaste  folgende  zu  nennen:  Die  Behaarung  ist  sehr  diclit, 
viel  dicliter,  langer  und  grober  als  wenigstens  bei  atqualis;  die  Sagittalrinne 
des  Kopfes  geht  nacli  hinten  iiber  die  Fontanelle  hinaus  bis  zur  Alitte  des 
Kopfes;  die  zwei  Mittelzahne  des  linken  Oberkiefers  sind  nicht  gleichgross, 
sondern  der  innere  bedeutend  kleiner  als  der  aussere;  das  3.  Glied  der  Anten- 
nen  ist  kiirzer  als  das  2. 

Gen.  Rhinotermes  IIao. 

1.  Rhinotermes  (Schedorhinotermes)  longirostris  Brauer  (=  translucens 
Hav.  =  brevialatus  Hav.). 

Imagines,  Konigin,  grosse  und  kleine  Soldaten,  Arbeiter  und  Nymphen. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel :  Singapore,  5.  i.,  Kuala  Lumpur  1G.  und 
23.  i.,  Batu  Caves,  17.  und  25.  i.,  Kajang,  19.  i.,  Segamat,  10.  v.  Ost-Sumatra: 
Siak,  10.  ii.,  19.  und  24.  iv.,  Kota  Baroe,  4.  iv. ;  West-Sumatra:  Padang-Tarab, 
13.  iii.,  Pajacombo,  15.,  18.,  und  25.  iii.,  Ilarau,  17.  iii.,  Loeboe  Bangkung 
IS.  iii.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo  (IIaviland),  Malayische  Halbinsel 
und  Sumatra  (Buttel-Reepen)  ;  ferner:  Nikobaren  (Novara-Expedition), 
Java,  Macassar,  Celebes,  Neuguinea  (Holmgren,  1913). 

Diese  sehr  gewohnliche  Art  wurde  grosstenteils  in  modernden  Baumstump¬ 
fen,  in  oder  unter  auf  der  Erde  liegenden  Baumstammen,  Aesten  oder 
Holzstiicken,  in  Wurzeln  und  dergl.  gefunden.  In  Pajacombo  (18.  iii.)  fand 
ich  sic  in  einem  Nest  von  Mirotermes  propinquus  Holmgr.  In  Siak  wurde 
(24.  iv.)  in  den  abgefallenen  Teilen  eines  abgestorbenen  Baumes  ein  Nest  aus 
roter  Lehmerde  gefunden,  das  an  Coptolennes- Bauten  erinnerte.  In  dieseni 
Nest  wurde  die  Konigin  erbeutet. 

2.  Rhinotermes  ('Schedorhinotermes)  sarawakensis  Holmgr. 

Grosse  und  kleine  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Kajang,  19.  i.,  Singapore,  Bukit 
Timah,  19.  v. ;  West-Sumatra:  Doekoe  bei  Padang,  5.  iii.  1913.  Friiherer 
Fundort:  Borneo  (Haviland). 

Unter  abgefallenen  Palmblattern,  auf  Ficus  elastica  und  in  Galerien  auf 
Baumen. 


Gen.  Termitogeton  Desn. 

Termitogeton  umbilicatus  Hag. 

Soldaten  un^  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon.  Von  Herrn  E.  E.  Green  erhalten. 


O.  John:  Termiten. 


385 


Fain.  TERMITIDAE. 

Gen.  Macrotermes  Holmgr. 

1.  Macrotermes  carbonarius  Hag.  (Taf.  XVII,  Abb.  7,  8;  Taf.  XVIII, 
Abb.  9;  Taf.  XXIII,  Abb.  27,  28). 

Konigspaare,  grosse  und  kleine  Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 
Fundort.  Malayische  Halbinsel :  Johore,  Segamat,  10.  i.  und  10.  v.  1913. 
Friihere  Fundorte:  Borneo,  Siam  (Haviland),  Malayische  Halbinsel  (Havi- 

LAND,  BUTTEL-REEPEN). 

Zwei  Nester  dieser  Art  wurden  gcoffnet  und  einmal  ein  grosser  Heereszug 
im  Urwalde  gegen  Sonnenuntergang  beobachtet.  Im  Bauplan  sind  die 
Nester  von  M.  carbonarius  denen  von  M.  giivus  sehr  ahnlich.  Leider  hatte 
ich  nicht  Gelegenheit,  grossere  Nester  zu  untersuchen,  ich  glaube  jedoch 
annehmen  zu  miissen,  dass  es  solche  gibt,  die  die  von  mir  gefundenen  urn 
sehr  Betrachtliches  an  Dimensionen  iibertreffen,  was  ieh  daraus  schliesse, 
dass  mir  Mr.  Holman  Hunt  aus  den  Sammlungen  des  Department  of 
Agriculture  von  Selangor,  in  Kuala  Lumpur,  Koniginnen  zeigte,  die  mehr 
als  doppelt  so  gross  waren,  wie  die  von  mir  erbeuteten.  Wie  bei 
M.  giivus  bildet  die  Konigskammer  einen  grossen,  dickwandigen,  festen  Ivlotz 
mit  gegliitteten  Aussenwanden.  Er  ruht  auf  vertikalen  Wiinden  oder 
Saulen  und  ist  von  den  Seiten  und  obcn  durch  angebaute  horizontale  diinne 
Wiinde  gestutzt.  Die  Kammern  mit  den  Pilzgiirten  sind,  wie  bei  alien 
pilzziichtenden  Arten,  vorzugsweise  an  der  Peripherie  des  Nestes  angelegt. 
Die  Pilzgiirten  selbst  sind  in  ihrer  Struktur  sehr  variabel,  wie  aus  den 
Abbildungen  (Taf.  XVIII  Fig.  9)  zu  erschen  ist,  untcrscheiden  sich  aber 
wcsentlich  von  denen  von  M.  giivus. 

2.  Macrotermes  convulsionarius  Konig  (=  estherae  Desn.). 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon.  Von  Ilerrn  E.  E.  Green  erhalten. 

3.  Macrotermes  malaccensis  Hav. 

Kleine  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Singapore,  Bukit  Timah,  19.  v.  1913.  Friihere  Fundorte: 
Malayische  Halbinsel  (Haviland,  Buttel-Reepen),  Sumatra  (Buttel-Reepen), 
Banka  (Hagen). 

In  der  Erde  unter  einem  Baumstumpf.  Einzelne  Individuen  sind  mit 
pilzlichen  Parasiten  behaftet. 

4.  Macrotermes  giivus  Hag.  (Taf.  XVI,  Abb.  5;  Taf.  XVIII,  Abb.  10; 
Taf.  XIX,  Abb.  11). 

Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Singapore,  5.  i.,  Johore,  Segamat,  11. 
i.,  und  9.  v.,  Kuala  Lumpur,  21.  und  24.  i.,  Batu  Caves,  15.  i.,  Kajang, 
18.  i.;  Ost-Sumatra:  Siak,  8.  und  9.  ii.,  21.  iv.,  Pantai  Kermen,  19.  ii.; 
West-Sumatra :  Padang,  7.  iii.,  Pajacombo,  17.  iii.  1913.  Java:  Buitenzorg, 

25 


386 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4 


17.  und  22.  xii.,  Depok,  22.  xii.  1912  (W.  Karawajev!).  Fruhere  Fundorte: 
Malayische  Halbinsel,  Borneo,  Sumatra,  Celebes,  Timor,  Philippines 

Havilands  Abbildung  stellt  ein  verhaltnismassig  junges  Nest  dicser  Art 
dar,  wie  die  schriig  abfallenden,  an  der  Basis  selir  dicken  Seitenwande 
bezeugen.  Solche  Nester  habe  ich  wiederholt  sowohl  auf  Sumatra  wie  auf 
der  Malayisehen  Halbinsel  gefunden.  Ein  grosses  Nest  aus  Siak  (8.  ii. 
1913)  ist  auf  Taf.  XIX  Abb.  11  abgebildet.  Bemerkenswert  ist  hier  die  Kup- 
pelform  mit  fast  senkrecht  abfallenden  Seitenwanden.  Die  Architektur  des 
Nestes  und  die  Struktur  der  Pilzgarten  ist  auf  dieser  Abbildung  sehr  gut 
zu  erkennen. 


Gen.  Odontotermes  IIolmgr. 

1.  Odontotermes  (Cyclotermes)  redemanni  Wasm. 

Imagines,  Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstandc. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  Kandy,  Kurunegala,  November — Dezem- 

ber  1912. ' 

Aus  Neste rn,  Galerien  und  aus  wie  durch  Maulwiirfe  aufgeworfener  Erde. 

2.  Odontotermes  (Cyclotermes)  escherichi  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  26.  xi.  und  2.  xii,  Ilantana,  18.,  23.  xi. 
und  2.  xii.  1912. 

Auf  dem  Hantana  in  verschiedenen  Ilohen  liiiufig  in  Bauinstiimpfen,  in 
Peradenyia  nur  selten. 

3.  Odontotermes  (Cyclotermes)  sarawakensis  Holmgr.  (Taf.  XXIII,  Abb.  30). 
Imago.  Kopf  schwarzbraun,  Clypeobasale  etwas  heller,  der  iibrige  Teil 

des  Kopfes  nach  vorn  heller  werdend.  Pro-  und  Mesonotum  dunkelbraun, 
Metanotum  und  Abdominaltergite  heller  braun.  Antennen  gelb,  Fliigel  ge- 
braunt,  Beine  gelb. 

Behaarung  des  Kopfes,  Pronotums,  der  Fliigelschuppen  und  der  Abdo¬ 
minaltergite  recht  dicht. 

Kopf  breit  oval,  nach  vorn  verschmalert ;  Augen  mittelgross,  nicht  stark 
hervorquellend ;  Ocellen  um  das  Doppelte  ihres  Durehmessers  von  den  Augen 
entfernt.  Fontanelle  undeutlich,  etwas  erhaben.  Clypeobasale  kiirzer  als 
seine  halbe  Breite,  sehr  flach  gewolbt.  Antennen  19-gliedrig,  Glieder  3.  und 
5.  gleichgross,  4.  unbedeutend  langer. 

Pronotum  so  lang  wie  seine  halbe  Breite,  so  breit  wie  der  Kopf  ohne 
Augen,  ganzrandig,  Vorderlappen  sehr  kurz,  etwas  aufgerichtet.  Mesonotum 
wenig,  Metanotum  seitlich  starker  ausgeschnitten.  Mediana  in  der  Fliigel- 
mitte  gegabelt,  im  Spitzenteil  verastelt ;  Cubitalzweige  ebenfalls  verastelt,  mit 
11 — 14  Aesten/die  Aeste  der  Basalgruppe  nur  wenig  verdickt;  innerhalb  der 
Austrittsstelle  der  Mediana  2  bis  3  Zweige. 


O.  John:  Termiten. 


387 


Lange  mit  Fliigeln  .  23  mm 

Korperlange  .  11.5  „ 

Kopflange  .  2.27  „ 

Kopfbreite  .  2.1  „ 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstiinde. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Johore,  Scgamat,  11.  i.,  9.  und  11.  v., 
Selangor,  Kuala  Lumpur,  16. — 28.  i. ;  Batu  Caves  25.  i.,  Kajang,  19.  i. ;  West- 
Sumatra;  Pajacombo,  25.  iii.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo  (Haviland), 
Malayische  Halbinsel  (Buttel-Reepen). 

Meist  aus  morschen  Baumstumpfen,  vermodernden  Aesten  und  dergl. 
auf  dem  Erdboden.  Auch  in  einem  Nest  von  M.  carbonarius  und  einem  ver- 
lassenen  Nest  von  M.  gilvus. 

4.  Odontotermes  (Odontotemnes)  ceylonicus  Wasm. 

'  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon,  Peradenyia,  21.,  26.  xi.,  25.  xii.,  Hantana,  21.  xi.,  Ku- 
runegala,  12.  xii.  1912. 

Aus  morscliem  IIolz  und  Galerieen  auf  der  Erde.  Auf  dem  Hantana 
wurde  diese  Art  in  dem  Walde  auf  dem  Gipfel  des  Berges  in  faulendem 
Ilolze  gcfunden. 

5.  Odontotermes  (Odontotermes)  horni  Wasm. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  Hantana,  Kurunegela,  Kelanyia,  Ram- 
boda-Pass,  Nnvember-Dezember  1912. 

In  Baumstumpfen,  faulem  IIolz  und  dergl.  In  das  Laboratorium  des 
botanischen  Gartens  in  Peradenyia  drang  diese  Art  durch  cine  Spalte  in  dem 
Zementboden  ein  und  fiel  liber  die  dort  aufbewahrten  Holzkisten  her.  Unter- 
halb  des  Ramboda-Passes  war  dieses  die  einzige  dort  gefundene  Termiten-Art. 
In  Ivurunegala  wurde  das  Schwarmen  diescr  Art  beobachtet  (siehe  John, 
Spolia  Zeylanica,  Vol.  ix,  1913). 

6.  Odontotermes  ( Odontotermes )  robustus  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  braungelb,  Mandibeln  schwarz,  Thorakalnota  gelb,  der 
iibrige  Korper  weisslich  gelb. 

Kopf  mit  ganz  wenigen  Borsten,  der  iibrige  Korper  recht  dicht  behaart. 
Kopf  flach,  sehr  breit  (um  0.29  langer  als  breit)  von  den  Antennengruben 
bis  zum  Nacken  quadra tisch,  nach  vorn  ganz  unbedcutend  verschm alert. 
Fontanclle  undeutlich,  mit  Fontancllenplatte.  Clypeobasale  sclimal  und  sehr 
kurz.  Obcrlippe  recht  lang,  den  Mittelzahn  des  linkcn  Oberkiefers  gerado  be- 
deckend,  ein  kleines  Spitzendreieck  bildend.  Oberkiefer  sehr  kraftig,  den  Ba- 
salteil  ungcrechnet,  nur  2.28  mal  vso  lang  wie  unten  breit,  schwach  gebogen; 
linker  Oberkiefer  mit  einem  sehr  kurzen,  aber  kraftigen  stumpfen  Zahn  vor 


388 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


der  Mitte  des  Kiefers,  Mittelzahn  des  rechten  Oberkiefers  kaum  angedeutet, 
auf  gleicher  Hohe  mit  deni  des  linken.  Antennen  17-gliedrig;  3.  Glied  viel 
kiirzer  als  das  2.  und  etwas  kiirzer  als  das  4.,  das  5.  so  lang  wie  3. 

Pronotum  im  Vergleich  zur  Kopfbreite  schmal,  Vorder-  und  Ilintcrlap- 
pen  gleichlang,  Vorderrand  deutlich  ausgcschnitten,  Hintcrrand  schwach  aus- 
gerandet. 

Korperlange  9.5,  Kopf  mit  Mandibeln  4.33,  ohne  Mandibeln  3.0,  Kopf¬ 
breite  2.33,  Brcite  des  Pronotums  1.67  mm. 

Arbeiter.  Farbung  wie  beim  Soldaten,  Behaarung  des  Kopfes  und 
Korpers  recht  dicht. 

Kopf  oval,  Fontanelle  etwa  in  der  Mitte  des  Kopfes,  eingesenkt.  Augen- 
flecke  fehlen.  Clypeobasale  etwas  kiirzer  als  seine  halbe  Breite,  recht  stark 
gewolbt.  Antennen  19-gliedrig;  3.  Glied  etwa  %  so  lang  wie  2.,  4.  urn  0.5 
liinger  als  3. 

Pronotum  vorn  eingeschnitten,  Hinterrand  etwas  ausgerandet. 

Korperlange  7.5,  Kopfbreite  2.6,  Breite  dcs  Pronotums  1.13  mm. 

Soldaten,  Arbeiter  und  Larven. 

Fundort.  Malayische  Halbinsel:  Johorc,  Segamat,  11.  i.  und  9.  v.  1913. 
Auf  der  Erde  unter  einem  Stuck  IIolz  und  aus  einem  grosscn,  zusammenge- 
setzten  Termitenhiigel,  der  ausserdcm  von  M.  giluus,  Odontotermes  saraivakensis, 
Microtermes  pallidus  und  Capritermes  brachycephalus  n.  sp .  bewohnt  war. 

Diese  Art  ubertrifft  an  Grosse  alle  ubrigen  indomalayischen  Arten  der 
Gattung  Odontotermes.  Sie  ist  sehr  gut  durch  den  ausserordentlich  breiten 
Kopf  und  die  ungewohnlich  starken  Oberkiefer  gekennzeichnct,  in  letztercr 
Ilinsicht  erinnert  sie  an  0.  javanicus ,  ist  jedoch  von  letzterer  Art  ausser  den 
sehr  bedeutenden  Grossenunterschieden  durch  die  starker  gebogenen,  aber  viel 
weniger  aufwarts  gerichteten  Oberkiefer,  die  liingerc  Oberlippe,  die  viel  spar- 
lichere  Behaarung  des  Kopfes  u.s.w.  unterscheiden.  Die  0.  robustus  an  Grosse 
nachtskommenden  Arten  0.  horni  und  0.  feae  haben  eine  von  erstgenannter 
sehr  verschiedene  Kopf-  und  Mandibelbildung.  Der  Kopf  ist  bei  diesen  bedeu- 
tcnd  schmaler,  bei  feae  nach  vorn  stark  verengt,  die  Oberkiefer  viel  schwacher 
und  mehr  gebogen.  Der  Grosse  nach  zu  urteilen  gehoren  die  hier  beschriebenen 
Soldaten  und  Arbeiter  zu  dem  von  Holmgren  als  Imago  beschriebenen  O. 
proximus. 

7.  Odontotermes  (Odontotermes)?  dives  Hag.  (Taf.  XXIII,  Abb.  29). 

Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 

Fundort.  Malayische  Halbinsel:  Batu  Caves,  17.  i.  1913. 

Imagines  bisher  bekannt  aus:  Manilla,  Malakka,  Borneo,  Sumatra,  Java 
und  den  Molukken  (Holmgren  1913). 

Meine  Exemplare  stimmen  mit  Holmgrens  Beschrcibung  0.  dives  f. 
celebensis  im  allgemeinen  uberein,  sind  aber  etwas  grosser  und  die  Oberlippe 
liinger,  indem  sie  liber  die  Halfte  der  Mandibeln  hinausragt. 


O.  John:  Termiten. 


389 


Kopflangc  init  Oberkiefern  3.23,  ohne  Oberkicfcr  2.15,  Kopfbreite  1,66 

mm. 

Diese  Maasse  stimmcn  fast  ganz  mit  denen  von  0.  malaccensis  Holmgr. 
uberein,  doch  sind  die  Stellung  des  Zahnes  des  linken  Oberkiefers  im  crsten 
Drittel  sowie  die  lange  Oberlippe  so  gute  Merkmale,  dass  meine  Exemplare 
nicht  zu  jener  Art  gerechnet  werden  konnen.  Ob  sie  wirklich  zu  deni  nur  als 
Imago  bekannten  0.  d}ivcs  IIag.  gchoren,  wage  ich  nicht  endgiiltig  zu  behaup- 
ien,  mochte  sie  jcdoch  nicht  als  neue  Art  beschreiben,  da  die  Unterschiede  zu 
f.  celebensis  zu  gering  sind. 

8.  Qdontotermcs  (Odontotermes)  java?iicus  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeitcr. 

Fundort.  Malayische  Ilalbinsel:  Selangor,  Batu  Caves,  25.  i.  1913. 

Aus  morschem  IIolz.  Bisherige  Fundorte:  Java  (Holmgren  1913),  Java 
uml  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen). 

9.  Odontotermes  (Odontotermes)  biUitoni  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel :  Selangor,  Kuala  Lumpur,  17.  i.  1913. 
Java,  Depok,  22.  xii.  1912  (W.  Karawajev!). 

Aus  morschem  Holz.  Bisherige  Fundorte:  Billiton  (Holmgren  1913)  und 
Java  (Buttel-Reepen). 

10.  Odontotermes  (Odontotermes)  oblongatus  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Malayische  Ilalbinsel:  Selangor,  Kuala  Lumpur,  16.  und  21.  i. 
1913.  Bisherige  Fundortangabe  ?  Hinterindien  (IIaviland)  ”  (Holmgren 
1913). 

Aus  einem  Hiigel  zusammen  mit  0.  sarawakensis  und  aus  morschem  Holz, 
ebenfalls  in  Gesellschaft  dieser  Art.  Pilzgarten  von  dunkler  Farbc. 

11.  Odontotermes  (Odontotermes)?  assmuthi  IIolmgr. 

Wenige  Soldaten. 

Fundort.  Singapore?  Bukit  Timah,  19.  v.  1913. 

Aus  morschem  Baumstamm. 

Ich  bin  im  Zweifel,  ob  meine  Exemplare  wirklich  zu  dieser  Art  gehoren, 
da  das  Vorkommen  einer  vorderindischen  Termite  auf  Singapore  sclnver  zu 
erwarten  ist,  der  Originalbeschreibung  aber  entsprcchcn  sie  sehr  gut. 

12.  Odontotermes  (Odontotcnnes)  karawajevi  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  braunlich  gelb,  Mandibeln  schwarz,  iibrige  Korperteile 

gelb. 

Behaarung  des  Kopfes  sparlich,  die  des  Korpers  ziemlich  dicht, 

Kopf  subrektangular,  nach  vorn  ganz  unbedeutend  verschmalert,  um 
0.28  liinger  als  breit,  stark  gewolbt.  Fontanelle  undeutlich,  mit  Fontanell- 


390 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


platte.  Clvpeobasale  kurz  und  schmal.  Obcrlippe  verhaltnismassig  lang,  ge- 
rade  den  Mittelzahn  des  Oberkiefcrs  iiberdeckend,  zum  Ende  in  eine  stumpfe 
Spitze  auslaufend.  Obcrkiefer  schlank,  sehr  wenig  gcbogen ;  linker  mit  einem 
kleinen  rechtwinkligcn  Zahn  ini  ersten  Drittel,  rechter  mit  einem  Zahnrudi- 
mcnt  in  derselben  Ilohe.  Antennen  16-gliedrig;  3.  GTlied  etwas  kiirzer  als  davS 
2.,  4.  fast  so  lang  wie  3.,  5.  etwas  kiirzer  als  4.  (Gliedcr  2:3:4:5  =  11:8:7:6). 

Vorderrand  des  P r on o turns  nicht  eingeschnitten. 

Korperlange  5.0,  Kopf  liinge  mit  Mandibeln  2.67,  ohnc  Mandibeln  1.83, 
Ivopfbrcite  1.43,  Breite  des  Pronotums  0.9  mm. 

Arbciter.  Farbung  wie  bei  dem  Soldaten,  Bohaarung  des  Kopfes 
dichter. 

Kopf  oval.  Fontanelle  sehr  deutlich,  tief  versenkt,  hinter  der  Mitte  des 
Kopfes.  Augenflecke  vorhanden.  Clypcobasalc  etwas  kiirzer  als  seine  halbe 
Breite,  etwas  aufgetrieben.  Antennen  17-gliedrig;  3.  Glied  bedeutend  kiirzer 
als  2.  und  kiirzer  als  4.,  5.  ein  wenig  langer  als  3.,  kiirzer  als  4. 

Pronotum  vorn  eingeschnitten,  Hint  errand  schwach  ausgcbuchtet. 

Korperlange  3.5,  Kopfbreite  1.23,  Pronotum  0.63  mm. 

Fundort.  Java,  Depok,  22.  xii.  1912  (W.  Karawajev!). 

In  faulem  IIolz. 

Am  niichsten  diirfte  diese  Art  zu  O.  dives  Hag.  stehen,  unterscheidet  sich 
jedoch  von  den  von  mir  als  dives  aufgefassten  Soldaten  durch  geringere  Grosse, 
einen  mehr  rechteckigen  Kopf,  schlankere  Mandibeln,  kiirzere  Obcrlippe  und 
16-gliedrige  Fiihler. 

13.  Odontotermes  (Hypotermes)  obscuriccps  Wasm. 

Imagines,  Ivonigspaare,  Soldaten,  Arbciter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  Kandy,  Kurunegala,  November — Dczcm- 
ber  1912. 


Gen.  Microtermes  Wasm. 

1.  Microtermes  globicola  Wasm. 

Soldaten  und  Arbciter. 

Fundort.  Ceylon.  Von  Herrn  E.  E.  Green  erhalten. 

2.  Microtermes  pallidus  Hav. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayischc  Halbinsel:  Johore,  SeRamat,  10.  und  11.  i.;  Selangor, 
Kuala  Lumpur,  15.,  21.  und  25.  i.,  Batu  Caves,  26.  i.  1913.  Fruhere  Fundorte: 
Malayischc  Halbinsel  (IIaviland,  Buttel-Reepen),  Java  (Desneux,  Buttee- 
Reepen),  Sumatra  (Buttel-Reepen). 

In  Nestcrn  von  M.  carbonarius,  M.  gilvus,  in  einem  Hiigel,  der  von  M. 
gilvus,  O.  roftustus,  sarawakensis  und  oblongatus  bewohnt  war,  und  in 
morschem  IIolz. 


0.  John  :  Termiten. 


391 


Genus  Eutermes  Fr.  Mull. 

Sub  genus  Subulitermes  Homgr. 

Ueber  diese  Untergattung  ist  nur  sehr  wenig  bekannt,  so  ist  die  Iinagi- 
nalphase  keiner  der  hierhor  gchorenden  Arten  beschrieben.  Ebcnsowenig 
wissen  wir  iiber  die  Lebensweise  der  SiibuUtermes- Arten. 

1.  Eutermes  (Subulitermes)  inaniformis  Holmgr. 

Imago.  Kopf  dunkelbraun  (badius).  Clypeobasale  etwas  heller, 
Mundteile  hellbraun,  Thorakalnota,  Fliigel  und  Abdominaltergite  dunkel¬ 
braun,  Ocellen,  Fuhler,  Beine  und  Unterseite  hellbraun. 

Kopf,  Korper  und  Fliigel  dicht  behaart.  Kopf  fast  rund,  nach  vorn 
etwas  verlangert,  der  Seheitel  abgeplattet.  Augen  gross,  stark  hervortretend. 
Ocellen  mittelgross,  um  weniger  als  ihren  Durchmesser  von  den  Augen 
entfernt.  Fontanelle  als  hellbraunc  ovale  Vertiefung  deutlieh  erkennbar, 
Transversalband  nicht  erkennbar.  Clypeobasale  wenig  aufgetrieben,  fast  flach, 
kiirzer  als  seine  halbe  Breite.  Antennen  14-gliedrig,  kurz,  Lange  der  Fiihler- 
glieder  2 — 4  wie  5:7:4;  drittes  Glied  basal  etwas  verjiingt,  viertes  kugelig. 

Pronotum  flach,  viel  langer  als  seine  halbe  Breite,  so  breit  wie  der  Kopf 
ohne  die  Augen  und  so  lang  wie  der  Kopf  von  den  Ocellen  bis  zum 
Seheitel;  Vorderrand  nur  wenig  aufgerichtet,  eine  wulstartige  Erhebung 
bildend,  ganzrandig;  Hinterrand  recht  stark  ausgerandet.  Meso-  und  Meta- 
nota  mil  breitem,  nach  hinten  schmaler  werdenden  Hinterteil,  dieser  grosser 
als  der  Vorderteil,  die  seitlichen  Einschnitte  tief,  auf  dem  Mesonotuin  breiter, 
aber  nicht  tiefer  als  auf  dem  Metanotum;  Hinterrand  beider  Nota  schmal 
abor  tief  ausgeschnitten.  Fliigel  lang,  den  Hinterleib  weit  iiberragend; 
Mediana  dem  Cubitus  genahert,  im  letzten  Viertel  in  3  Aeste  auslaufend, 
die  Rippen  gegen  den  Radius  bin  kaum  angedeutet;  Cubitus  mit  6  unver- 
zweigten  Aesten  der  Basal-  und  2  gegabelten  Aesten  der  Distalgruppe. 

Gesammtlange  mit  Flugeln  d* —  11,6  mm,§ —  11,5;  ohne  Fliigel  d*  — 6,0 
$  6,5  mm ;  Kiinigin  —  13  mm. 

Zwei  Koniginnen  aus  verschiedenen  Nestern,  ein  Konig,  Imagines,  Sol- 
daten,  Arbeiter,  Nymphen  verschiedener  Phasen  und  Larven. 

Fundorte.  Sumatra :  Siak,  6.  ii.,  Kota  Baroe,  2.,  5.  u.  6.  iv. ;  Singa- 
pur:  Bukit  Timah,  18.  v.  1913.  Bisher  bekannte  Fundorte:  Hinterindien, 
ohne  nahere  Bezeichnung  (Holmgren  1913). 

In  einem  Falle  (Kota  Baroe)  fand  ich  diese  Art  in  einem  Nest  von 
Capritenr.es  medius,  das  an  einen  jungen  Baum  angelehnt  war.  Die  Subuli- 
feracs-Kolonie  wurde  erst  im  eingetragenen  Nestmaterial  aufgefunden,  wobei 
das  Konigspaar  erbeutet  wurde.  Ein  anderes,  schwarzes  Erdkarton-Nest, 
das  vielleicht  ebenfalls  von  einer  Capritermes-  oder  einer  Mirotermes-Art 
erbaut,  aber  von  dieser  verlassen  worden  war,  enthielt  nur  die  inaniformis - 
Kolonie. 


892 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4 


2.  Eutermes  (Subulitermes)  aciculatus  Hav. 

I  m  a  g  o.  Kopf,  Pronotum  und  Abdominaltcrgite  hellbrann,  Meso-  und 
Metanotum  braunlich  gelb,  Antennen  hellbrann,  heller  als  dcr  Kopf,  Clypeoba- 
salc,  Mundteile,  Unterseite  des  Kopfes  und  Thorax,  Beine  braunlich  gelb, 
Flligel  hellbraun,  Fontanelle  gelb. 

Behaarung  des  Kopfes  und  Korpers  kurz,  ziemlich  dieht,  Flligel  unbe- 
haart.  Kopf  fast  quadratisch  (ohne  Augen),  obcn  abgeflaeht.  Augen  gross, 
stark  vorgequollen,  Ocellen  gross,  den  Augen  ganz  nahe  gcriickt.  Fontanelle 
sehr  deutlich,  lang,  spaltformig;  Transversalband  nicht  erkennbar.  Clypeoba- 
salc  etwa  so  lang  wie  seine  halbe  Breite,  flach.  Fiihler  14-gliedrig,  drittes 
Glicd  ausserordentlich  kurz,  etwa  dreimal  kiirzcr  als  das  zweite  und  halb  so 
lang  wie  das  vierte. 

Pronotum  flach,  langer  als  seine  halbe  Breite,  so  lang  wie  der  Kopf  ohne 
die  Augen;  sein  Vorderrand  gcradc,  nur  wenig  aufgebogen,  mit  kaum  merk- 
lichem  Ausschnitt;  die  Seiten  nach  hinten  abgeschragt ;  Hintcrrand  olrne  Ein- 
schnitt.  Flligel  lang,  den  Hinterleib  weit  liberragend.  Mediana  deni  Cubitus 
stark  genahert,  unverzweigt;  Cubitus  mit  4,  meist  unverzweigten  Aesten  der 
Basalgruppe  und  5 — 7  Endzweigen  der  Distalgruppe. 

Gesammtlange  mit  Flugeln :  d*  —  8,0,  9  —  8.5 ;  ohne  Flligel,  <f  —  4,0, 
9  —  4,5  mm. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Sumatra :  Kota  Baroe,  in  den  Bergen,  2.  iv. ;  Singapur : 
Bukit  Timah,  18.  v.  1913.  Bisher  nur  von  Borneo  bekannt  (IIavilaxd). 

Schwarzbraunes  Erdkartonnest  von  unregelmassiger  Form  unter  einer 
Baumwurzel,  oder  an  faule  Wurzeln  angebaute,  unauffallige  kleine  Nester 
aus  demselben  Material  (Bukit  Timah).  Im  unteren  Teil  eines  Mirotermes 
brevicornis- Nestes,  der  aus  lockererem  Material  als  das  iibrige  Nest  bestand. 

Es  will  den  Anschein  haben,  dass  die  Subulitermes- Arten  sich  in  fremden, 
sowohl  in  noch,  bewohnten,  als  auch  von  den  Erbauern  vcrlassenen  Nestern 
ansiedeln.  Als  Diebstermiten  dlirften  sie  wohl  kaum  angesehen  werden,  da 
sie  auch  als  alleinige  Insassen  angetroffen  werden. 

Subgenus  Eutermes  Mull.  s.  str. 

3.  j Eutermes  longinasus  Holmgr. 

Grosse  und  kleine  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte:  Malayische  Halbinsel:  Selangor,  Kuala  Lumpur,  23.  u. 
24.  i.,  Kajang,  19.  i.;  Singapur,  Bukit  Timah,  18.  v.  1913.  Bisher  bekannt 
aus:  Borneo,  Sarawak  (Haviland)  und  Selangor  (v.  Buttel-Rkepen). 

In  morschem,  von  Giingen  durchzogcnen  IIolz,  aber  nicht  in  den  ganz 
faulen  Teilen  dcsselben,  zuweilen  auch  in  noch  festem  IIolz,  ferncr  in  von 
ilmen  angelegten*  Galerien  auf  Baumstiimpfen.  Einmal  fand  ich  dicse  Art 
in  cinem  Nest  von  Odontotcrmcs  sarawakensis. 


0.  John:  Termiten. 


393 


4.  Eutermes  duplex  Holmgr. 

Grossc  Soldatcn  und  Arbeiter. 

Fun  dor  t  :  Sumatra,  Siak,  Sungei  Pinang,  21.  iv.  1913  in  morschem 
Holz.  Beschrieben  aus  Zentral-Suinatra  (v.  Buttel-Reepen). 

5.  Eutermes  oculatus  Holmgr.  (=  lonyicornis  Holmgr.). 

Imagines.  Soldaten  und  Arbeiter. 

Pundort.  Ceylon,  Peradenyia,  29.  xi.  aus  einem  Nest  von  Odonlo- 
termes  obscuriceps  und  16.  xi.  1913  am  Licht. 

6.  Eutermes  johoricus  n.  sp. 

Sold  at.  Kopf  rotbraun  mit  dunkler  Nase,  Antennen,  Thorakalnota 
und  Abdominaltergite  ebenfalls  rotbraun,  Vorderlappen  des  Pronotums 
dunkler,  Beine  und  Unterseite  des  Korpers  leicht  braunlich  gelb.  Kopf 
mikroskopisch  behaart,  mit  einigen  Borsten  an  der  Nascmvurzel  und  auf 
dem  Scheitel. 

Kopf  fast  kreisrund,  Nase  kurz,  kegelformig,  Stirnprofil  an  der  Nasen- 
wurzel  leicht  konkav.  Antennen  13-gliedrig;  drittes  Glied  langcr  als  das 
zweite,  das  vierte  etwas  kiirzer  als  das  zweite  (4:6:3). 

Pronotum  mit  stark  aufgerichtetem  Vorderlappen,  dieser  mehr  als  halb 
so  lang  wie  der  Iiinterlappen ;  Vorderrand  deutlich,  Ilinterrand  nicht  aus- 
geschnitten. 

Korperlange  etwa  .  3,0  mm. 

Kopflange  mit  Nase  .  1,375  „ 

„  ohne  „  .  0,9 

Kopfbreite  .  0,8  „ 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Pundort.  Malayische  Halbinsel;  Johore,  Segamat,  11.  v.  1913  aus 
einer  Galerie  an  einem  Baumstamm. 

7.  Eutermes  pusillus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fund  or  te.  Sumatra:  Siak,  6.,  9.,  u.  10.  ii. ;  Pajacombo,  Harau,  15.  iii. 
1913.  Aus  morschem  Baumstamm  und  auf  der  Erde  liegenden  Brettern. 
Friiherer  Fundort:  Java,  Buitenzorg  (v.  Buttel-Reepen). 

f.  perpusillus  nov. 

Kleiner  als  pusillus,  Kopflange  nur  1,23  mm.  Ilintertcil  des  Kopfes 
relativ  schmaler  als  bei  diesem,  die  Beborstung  der  Abdominaltergite  schwacher 
und  kiirzer  und  nur  auf  den  zvvei  letzten  Tergiten  vorhanden.  Antennen 
13-gliedrig.  Pronotum  vorn  nicht  eingeschnitten. 

Fundor t.  Bukit  Timah,  18.  v.  1913  aus  morsohem  Baumstumpf. 

8.  Eutermes  constrict oides  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 


394 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Fundort.  West-Sumatra :  Pajacombo,  15.  iii.  1913.  Friihere  Fund- 
orte:  Ost-Sumatra,  Java  (Buttel-Reepen). 

Aus  morschem  IIolz. 

9.  Eutermes  flavicans  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Sumatra:  Pajacombo,  Harau,  17.  iii.  1913.  Bisher  bekannt 
aus  Borneo  (Haviland),  Malayische  Ilalbinsel  (Buttel-Reepen). 

Aus  morschem  Baumstumpf,  zusammen  mit  Capritcrmes  medius  und 
Schedorliinotermes  longirostris. 

10.  Eutermes  subulatus  IIolmgr. 

Soldaten,  Arbeiter,  Nymphen  und  Larven. 

Fundort.  West-Sumatra:  Fort  de  Kock,  9.  iii.  1913.  Beschrieben  aus 
Zentral-Sumatra  (Buttel-Reepen)  . 

Das  Nest  befand  sich  in  einer  Hohlung  im  Wurzelteil  cines  Baumes 
und  war  z.  T.  in  das  IIolz,  wo  dieses  morsch  war,  cingebaut.  Das  Bauma- 
terial  bestand  hauptsachlich  aus  loekerer  Holzmasse,  stellenweise  aber  aus 
festem  Karton.  Von  dem  Nest  fuhrten  verzweigte,  stellenweise  stark  vcr- 
breiterte  Galerien  den  Stamm  des  Baumes  hinauf.  Eine  Anzahl  Termiten, 
wahrscheinlich  aus  demselben  Nest  stammend,  wurde  in  der  Nahe  in  einem 
gefallenen  morschen  Baumstamm  gefunden. 

11.  Eutermes  kraepelini  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Kota  Baroe,  4.  iv.  1913.  Bisher  bekannt  aus 
Singapore  (Holmgren  1913)  und  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen). 

12.  Eutennes  javanicus  IIolmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Poeloe  Gadang,  27.  ii. ;  Siak,  Sungci  Pinang, 
18.  iv.  1913.  Java:  Bantam-Kuste,  7.  i.  1913  und  Depok,  21.  xii.  1912  (W. 
Karawajev!).  Bisherige  Fundorte:  Java  (Holmgren,  1913)  und  Ost-Suma¬ 
tra  (  Buttel-R  eepen  ) . 

Herr  Karawajev  fand  ein  Nest  auf  einem  Baumzweige  nicht  hoch  iiber 
dem  Erdboden.  Das  Nest  war  rund  und  etwa  35  cm  gross.  Ich  selbst 
babe  diese  Art  nur  aus  Baumgalerien. 

13.  Eutermes  ceylonicus  IIolmgr. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ceylon :  Kandy,  Peradenyia,  Kurunegala  und  Hantana, 
November — Dezember  1912. 

Ein  Nest  fand  ich  am  23.  xi.  in  einem  vcrwitterten  Baumstumpf  im 
abgeholzten  Walde  zwischcn  den  Thee-Plantagen  auf  dem  Hantana,  wobei 
alle  Kasten  erbeujct  wurden.  Sonst  war  diese  Art  haufig  in  Baumgalerien 
zu  finden. 


O.  John:  Termite'll. 


396 


14.  Eutermes  buitenzorgi  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Java:  Depok,  22.  xii.  1912  (W.  Karawajev!).  Friihere 
Fundorte:  Java,  Buitenzorg  und  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen)- 

Aus  einem  Nest  in  einem  verwitterten  Baumstumpf  und  unter  morschen 
Holz,  z.  T.  im  Erdboden. 

15.  Eutermes  sarawakensis  Hav.  (Taf.  XX,  Abb.  14,  16). 

Imagines,  Koniginnen,  Konige,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Siak  und  Umgebung,  Petapahan;  Kota  Baroe; 
West-Sum  at  ra :  Pajacombo,  Sari  Lamak,  Februar — April  1913.  Bisherige 
Fundorte:  Borneo,  Sarawak  (Haviland)  ;  Malayisehe  Halbinsel:  Taiping 
(Buttel-Reepen)  . 

In  Ost-Sumatra  ist  E.  sarawakensis  die  haufigste  Eutermes- Art  und 
ihre  Nestor  sind  in  den  Waldern  uberall  anzutreffen.  Diese  Nester  babe 
ieh  stets  um  den  Stamm  eines  jungen  Baumes  herumgebaut  gefunden,  in 
einer  Ilohc  von  y2  bis  2  m  iiber  der  Erde.  Je  nach  dem  Alter  der  Kolonie 
und  selbstverstandlich  der  Anzahl  der  Einwohnersehaft  ist  ihre  Grosse 
schwankend.  Die  von  mir  beobachteten  Extreme  batten  einen  Durchmesser 
von  6,  resp.  50  cm  .  Mit  der  Grosse  andert  sieh  aueh  die  Form  der  Nester, 
indem  die  kleineren  spharisch,  die  grosseren  aber  elliptiscb  sind,  wobei  bei 
Nestern  der  letzteren  Form  stets  der  vertikale  Durchmesser  der  grossere  ist 
(Taf.  XX,  Abb.  14,  1G).  Im  Durchschnitt  lassen  sich  drei  strukturell  ver- 
scliiedene  Scbicbten  deutlich  erkennen,  die  konzentrisch  angelegt  sind.  Es 
sind  dieses  die  aus  braunliehem,  bald  hellerem  oder  dunklerem,  aus  papier- 
diinnem,  sehr  briicbigem  Holzkarton  bestehende  Deckscbicbt,  der  zuweilen 
stellenweise  troekene,  wobl  zufiillig  aufliegende,  oder  aufgefallene  Blatter 
aufgeklebt  sind.  Diese  Schicht  liegt  dem  eigentliehen  Nest  nur  sehr  lose 
auf  und  fiillt  sehr  leicht  ab.  Die  unter  dieser  gelegene  Oberflache  des 
eigentliehen  Nestes  ist  schwarz-  oder  dunkelbraun  und  ganz  von  Gangen 
durchsetzt,  an  deren  Miindungen  sich  Erhabenheiten  in  Stachel-  oder  Leisten- 
form  befinden,  so  dass  das  von  der  Deckschicht  entblosste  Nest  ein  stache- 
liges  Aussehen  bat.  Dank  dieser  Erhabenheiten,  denen  die  Deckschicht 
aufliegt,  bildet  sich  zwischen  dieser  und  dem  eigentliehen  Nest  ein  Spiel- 
raum,  der  vielleicht  cine  Isolationsschicht  zur  Regulierung  der  Temperatur 
und  des  Feuchtigkeitsgehaltcs  der  Nestes  bildet  und  auch  als  Versammlungs- 
ort  der  zum  Schwarmen  bereiten  gefliigelten  Imagines  dient.  Die  zweite, 
oder  eigentliche  Aussenschicht  des  Nestes  ist  schwarz-  oder  dunkelbraun  und 
besteht  aus  festem,  von  unzahligen  Gangen  durchzogcnem  Material.  Die 
Zentralschicht  ist  gebildet  von  einer  mehr  oder  weniger  grossen  Zahl  (in 
Abhangigkeit  von  der  Grosse  des  Nestes)  horizontaler  Wiinde  aus  hell- 
braunem,  ziemlich  briiehigen  Material.  Diese  in  gleichom  Abstand  iiber  cinandcr 
gelegenen  Stockwerke  sind  durch  Schlupflocher  und  eine  Anzahl  vertikaler 
ICorridore  mit  einander  verbunden  (auf  Taf.  XX,  Abb.  14  sind  diese  Korridore 


396 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


deutlich  crkcnnbar).  Ausser  dicsen  drei  konzentrischen  Schichtcn  cnthalt 
das  Nest  noch  die  Konigskammer  in  dem  sie  umgcbcnden  Nestkern.  Letzterer 
besteht  aus  einer  dicken  Lage  von  festem  und  zahein  Material,  das  sich 
mit  dem  Messer  etwa  wie  weichere  Holzarten  sclinciden  lasst.  Dieser 
Nestkern  befindet  sicli  nicht  im  Zentrum  des  Nestes,  sondern  an  der  am 
wenigstens  gefiihrdeten  Stelle,  namlich  an  dem  Baumstamme,  an  den  es  fest 
angebaut  ist.  Ueberhaupt  sind  die  Nester  nicht  symmetrisch  um  den  sie  tra- 
genden  Baumstamm  lierumgebaut,  so  dass  letzterer  nicht  durch  die  Achsc 
des  Nestes  geht,  sondern  ausserhalb  derselben.  Besonders  ist  dieses  bei 
grosseren  Nestern  der  Fall  (siehe  Abbildung),  wo  der  Baumstamm  stark  zur 
Peripherie  geruckt  ist.  Der  Ein-  und  Ausgang  der  Termiten  geschieht  durch 
einc  den  Baumstamm  hinabfiihrende  Galerie. 

1G.  Eutermes  singaporensis  Hav.  (Taf.  XXI,  Abb.  18). 

lvoniginnen,  Konige,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Singapore,  Bukit  Timah  18.  und  19.  v.  1913.  Bisherige  Fund- 
orte:  Singapore  (IIaviland),  Borneo,  Billiton  (Holmgren  1913)  und  Ost-Su- 
matra  (Buttel-Reepen). 

Eine  Reihe  von  Nestern  dieser  Art  wurde  eingcsammclt.  In  ihrem  Bau- 
plan  und  Struktur  warcn  sie  mit  den  Nestern  von  E.  sarawakensis  vollkommen 
identisch. 

17.  Eutermes  germanus  Hav.  (Taf.  XXII,  Abb.  26). 

Konigspaar,  Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 

Fundort.  Singapore,  Bukit  Timah,  19.  v.  1913.  Bisher  nur  einmal  von 
IIaviland  in  derselben  Lokalitat  gefunden. 

Aus  einem  grossen  Nest  von  unregel massig  spharisclier  Form,  das  zwischen 
zwei  horizontale  Baumwurzeln  nicht  hoch  liber  dem  Boden  eingebaut  war. 

Die  iiberaus  nalie  Verwandtschaft  der  drei  letztgenannten  Arten  hat 
IIaviland  und  spater  auch  Holmgren  zu  der  Vcrmutung  veranlasst,  dass  sie 
nur  Formen  einer  und  derselben  Art  seicn.  Was  sarawakensis  und  germanus 
anbetrifft,  so  schcint  mir  der  Kopf  des  Nasutus  des  letzteren  relativ  breiter 
und  sein  Iiinterrand  weniger  gewolbt  zu  sein  als  bei  sarawakensis ,  auch  ist 
der  Uebergang  zur  Nase  sanfter.  Fcrner  schcint  die  Bauart  der  Nester  ver- 
schieden  zu  sein.  Ueber  das  von  ihm  gefundene  Nest  sagt  IIaviland,  es  sei 
grosser  als  die  Nester  von  singaporensis  gewesen,  hattc  eine  spharische  Form 
gehabt  und  ware  auf  einer  Hohe  von  10  Fuss  iiber  dem  Erdboden  gebaut  gc- 
wesen.  Das  einzige  von  mir  geschene  Nest  war  von  unregelmassig  spharischer 
Form  und  zwischen  zwei  horizonlalen  Wurzeln  eingebaut.  Sowohl  in  Form, 
wie  in  Lage  und  Befestigungsart  war  dieses  Nest  von  alien  beobachteten 
sarawakensis-  und  sigaporensis- Nestern  stark  abweichend.  Es  schcint  somit 
eine  biologische  Differenzierung  zwischen  den  beiden  letztgenannten  Arten  und 
germanus  statt gefunden  zu  haben.  Ziehen  wir  noch  in  Betracht,  dass  germa¬ 
nus  nur  von  dein  Bukit  Timah  auf  der  Insel  Singapore  konstatiert  ist,  wo 


0.  John:  Termiten. 


397 


singaporensis  schr  haufig,  sarawakensis  aber  nie  gefunden  worden  ist,  dass 
ferner  die  13-gliedrigen  Antennen  ersterc  Art  von  singaporensis ,  die  Kopfbil- 
dung  aber  von  sarawakensis  unterscheiden,  so  miissen  wir  annehmen,  dass  gcr- 
manus  von  jenen  beiden  spezifisch  verschieden  ist. 

Was  die  Verwandtschaftsvcrhiiltnisse  zwichen  singaporensis  und  sarawa¬ 
kensis  anlangt,  so  lasst  sich  folgendes  sagen.  Ein  Vergleich  der  Nasuti  aus 
8  Nestern  von  singaporensis  mit  denen  aus  14  Nestern  von  sarawakensis  zeigte, 
dass  der  von  Haviland  erwiilmte  Unterschied  in  der  Antennenbildung  ein 
sehr  konstantes  Merkmal  ist.  Wir  sehen  namlich,  dass  die  Antennen  des 
Nasutus  von  sarawakensis  13-gliedrig  sind,  wobei  das  3.  Glied  bedeutend  lan- 
ger  ist  als  2.  und  4.  Bei  singaporensis  dagegen  sind  sie  12-gliedrig  und  das  3. 
Glied  liinger  als  2.,  aber  kiirzer  als  4.  Nun  erwahnt  IIaviland,  dass  bei  der 
lotzteren  Art  auch  13-gliedrige  Fiihler,  allerdings  selten,  vorkommen  sollen. 
Andererscits  habc  ich  unter  deni  von  mir  untersuchten  Material  von  sarawa¬ 
kensis  4  Falle  konstatieren  konnen,  wo  Nasuti  12-gliedrige  Fiihler  batten, 
und  zwar  waren  in  zwei  Fallen  beide  Antennen  12-gliedrig,  in  den  zwei 
iibrigen  wics  nur  eine  der  Antennen  12,  die  andere  aber  13  Gieder  auf.  In 
alien  diesen  Fallen  liess  sich  deutlich  erkennen,  dass  die  Verminderung  der 
Gliederzahl  dureh  eine  Versehmelzung  des  4.  und  5.  Gliedes  zustande  kommt, 
da  das  auf  diese  Weise  entstandene  „4.”  Glied  eine  Einschniirung  aufwies. 
Selbstverstandlich  war  dieses  Doppelglied  dann  auch  betrachtlich  liinger  als 
das  3.,  d.h.  es  waren  dieselben  Verhaltnisse  eingetreten  wie  bei  singaporensis. 
Wir  sehen  also,  dass  liier  cine  Tcndenz  zur  Versehmelzung  des  4.  und  5. 
Gliedes  zuin  Ausdruck  gebracht  ist,  die  bei  singaporensis  bereits  zur  Regel  und 
zum  konstanten  Merkmal  geworden  ist.  Sie  tritt  also  bei  sarawakensis  nur  aus- 
nahmsweise,  sozusagen  als  eine  Praecession  auf,  wogegen  andererseits  bei 
singaporensis  Ruckschliige  vorkommen,  wo  die  Versehmelzung  nicht  vollstiin- 
dig  zustande  gekommen  ist,  so  dass  man  in  solchen  Fallen  gewissermassen  von 
einem  Atavismus  spreehen  konnte.  Hieraus  folgt,  dass  singaporensis  als  eine 
jiingere,  progressive  Form  angesprochen  werden  muss,  die,  wenn  auch  nur  we- 
nig,  aber  doch  konstant  von  der  altcren  —  sarawakensis  —  unterschieden  ist. 
Wiiren  nun  diese  beiden  Formen  territorial  getrennt,  so  diirfte  man  keinen 
Anstand  nehmen,  sie  als  gcographische  Ilassen  zu  betrachten;  da  aber,  nach 
den  Literaturangaben,  eine  geographische  Absonderung  nicht  vorliegt  ( sarawa¬ 
kensis  auf  Borneo,  Sumatra  und  der  Malayischen  Halbinscl,  singaporensis  auf 
Singapore,  Borneo  und  Sumatra)  konnen  wir  nicht  umhin,  sie  fur  selbststan- 
dige  Arten  zu  halten. 

18.  Eutermes  lacustris  Bugn. 

Imagines,  Konigspaar,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundort.  Ceylon:  Hantana,  2.  xii.  1912,  im  Walde  auf  dem  Gipfel  des 
Berges,  3000'  hoeh. 

Ueber  diesen  Fund  habe  ich  in  einer  friiheren  Arbeit  (l.c.)  mitgeteilt. 
Die  bis  dahin  unbekannte  Imago  wurdc  von  Prof.  E.  Bugnion  (Spolia  Zeyla- 


398 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


nica,  1914)  beschrieben  und  das  Nest  abgebildet.  Reproduktionen  meiner 
Aufnahme  des  Nestes  finden  sich  auch  bei  E.  Hegh,  Les  Termites,  I,  1922  und 
E.  Bugnion,  La  guerre  des  fourmis  et  des  termites,  1923. 

19.  Eutermes  matangensis  Hav.  (Taf.  XIX,  Abb.  12;  Taf.  XX,  Abb.  13). 
Konigin,  Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 

Fundorte.  West-Sumatra :  Barisan  Gebirge,  Udjung  Ayer-Pass  1.  iii.,  Pa- 
jacombo,  19.  iii.,  Harau,  16.  und  17.  iii.  1913. 

Bisher  bekanntc  Fundorte:  Borneo  (IIaviland),  Krakatau  (Jacobson), 
Zentral-Sumatra,  Java,  Malayisehe  Halbinsel  (Buttel-Reepen),  Saigon 
(Bathellier,  nach  Bugnion  1923). 

Die  Nester  dieser  Art  erreichen  eine  betnichtliche  Grosso.  Die  von  mir 
gemessenen  hatten  bis  63  cm  Lange  und  49  cm  Breite.  Sie  sind  von  ovaler 
Form  und  an  Stamme  grosserer  Biiume  angebaut.  Die  Deckschicht  ist  braun, 
obenso  wie  die  inneren  Schichten.  Im  Zentrum  befindet  sicli  ein  faustgrosser 
schwarzer  Kernteil,  in  dem  sich  die  Zellen  fiir  die  Eier  und  jungen  Larven 
befinden.  Die  Konigszelle  befindet  zicli  zwischen  diesen  und  dem  Baumstam- 
me.  Die  Nester  liabcn  mituntcr  eine  breite  rohrentormige  Vertiefung,  die  reeht 
tief  in  das  Nest  eindringt.  In  einem  Nest  fand  ich  eine  Kolonie  einer  kleinen 
Ameisenart  und  im  zentralen  Teil  ein  Nest  einer  Melipona- Art  eingebaut.  Von 
einem  der  beobaehteten  Nester  fvihrten  die  Galerien  nicht  nur  bis  zur  Erde, 
sondern  auch  auf  dieser  weiter,  wobei  sie  hier  rohrenformig,  d.h.  rundum 
zementiert  waren,  was  ich  bei  andcren  Eutermes- Arten  nie  beobachtet  babe. 
In  Suliki,  bei  Pajacombo,  fand  ich  in  einem  Eingeborencn-Hause  ein  grasses 
Nest  von  matangensis,  das  in  den  Dachstuhl  eingebaut  war.  Ein  Nebennest 
befand  sich  an  der  Aussenseite  der  Giebelwand  (Taf.  XX,  Abb.  13),  Galerien 
fuhrten  zur  Erde  liinab.  Einige  Pfeiler  des  Hauses  waren  ganz  ausgefressen. 

20.  Eutermes  matangensiformis  Holmgr. 

Imaginas,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayisehe  Halbinsel:  Johore,  Segamat,  11.  i.  und  11.  v.  1913. 
Java,  1912,  (W.  Karawajev!).  Friihere  Fundorte:  Borneo  (IIaviland, 
Holmgren  1913)  und  Nicobaren  (Holmgren  1913). 

Aus  Baumgalerien. 

21.  Eutermes  timorensis  Holmgr. 

Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 

Fundort.  West-Sumatra:  Padang,  7.  iii.  1913.  Beschrieben  aus  Timor 
(Holmgren  1913). 

Aus  einem  Nebennest  (?)  in  einem  abgestorbenen  Aste  eines  Baumes  im 
Hotelgarten.  Es  ist  sehr  wahrscheinlich,  dass  es  sich  urn  eine  eingeschleppte 
Kolonie  handelt,  da  diese  Art  sonst  auf  Sumatra  wohl  nicht  zu  erwarten  ware. 
Darauf  deutet  auch  das  Antreffen  in  der  Stadt  selbst  hin,  wo  eine  Einschlep- 
pung  durcli  Schiffe  sehr  leicht  zugegeben  werden  kann. 


O.  John:  Termiten. 


399 


22.  Eutermes  havilandi  Desn. 

Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstiinde. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Selangor,  Batu  Caves,  26.  i.,  Singa¬ 
pore,  Botanischer  Garten,  5.  i. ;  Ost-Sumatra :  Siak,  Sungei  Pinang,  10.  ii.  und 
18.  iv.,  Mangkinang,  24.  ii. ;  West-Suinatra :  Doekoe,  bei  Padang,  5.  iii.  1913. 
Fruhere  Fundorte:  Borneo  (Haviland),  Mai.  Halbinsel  (Buttel-Reepen). 

Grosstenteils  aus  Baumgalerien.  Nur  zwei  Nester  wurden  gefunden,  von 
dencn  sicli  eines  auf  dem  Erdboden  an  einem  Baums tamme  befand,  das 
andere  in  einem  Baumstumpfe  an  der  Erdoberflache.  Viele  Gange  flihrten  in 
das  Holz  hinein  und  vvaren  stellenweise  mit  schwarzem  Karton  ausgekleidet. 
Obwohl  junge  Larven  und  sogar  Eier  gefunden  wurden,  gelang  es  nicht,  da.s 
Konigspaar  ausfindig  zu  machen.  v.  Buttel-Reepens  Angaben  iiber  die  Nester 
dieser  Art  fallen  mit  den  meinigen  so  zicmlich  zusammen. 

23.  Eutermes  aruensis  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  dunkelbraun,  Korper,  Antennen  und  Beine  gelbbraun, 
Vorderrand  des  Pronotums  dunkelbraun. 

Kopf  sehr  sparlich  mikroskopiscb  behaart  mit  einigen  Borsten  an  der 
Nasenwurzel  und  am  Ilinterkopf.  Korper  mikroskopisch  behaart,  mit  einer 
Borstenreihe  auf  den  Abdominaltergiten. 

Kopf  breit  oval,  breiter  als  lang.  Nase  sehmal,  kegelformig,  etwa  halb 
so  lang  wie  dcr  librige  Kopf.  Antennen  verhaltnismassig  lang  und  schlank, 
13-gliedrig;  die  Glieder  2,  3  und  4  verhalten  sich  in  ihrer  Lange  zu  cinander 
wie  5:7:4.  Oberkiefer  mit  Spitzcnteil. 

Pronotum  sehmal,  Vorderrand  senkrecht  aufgerichtet,  leicht  eingeschnitten. 
Kopflange  mit  Nase  1.66,  ohne  Nase  0.9,  Kopfbreite  1,0  mm. 

Soldat  und  Arbeiter. 

Fundort.  Aru  Inseln,  Wammar,  ohne  nahcre  Angaben  (W.  Karawajev!). 
Aus  faulem  Baumstumpf. 

Diese  Art  steht  havilandi  sehr  nahe,  unterscheidet  sioh  jedoch  durch  den 
breiteren  Hinterkopf,  schmalere  Nase,  liingere  und  schlankere  Fiihler,  kurzere 
Borsten  auf  den  Abdominaltergiten  und  den  mehr  ausgesprochenen  Querwulst 
an  dcr  Nasenwurzel. 

24.  Eutermes  princeps  Desn. 

Einige  Soldaten. 

Fundort.  Aru  Inseln,  Wammar,  1913  (W.  Karawajev!).  Friiherer  Fund¬ 
ort:  Neu  Guinea  (Desneux,  Holmgren). 

„Riesiges  Nest  an  einem  Baumstamm,\ 

Subgenus  Ceylonitermes  Holmgk. 

25.  Eutennes  escherichi  IIolmgr. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon:  Peradenyia,  18.  xii.  1912. 


400 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Subgenus  Trinervitermes  IIolmgr. 

2G.  Eutermes  rubidus  Hag. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon :  Peradenyia,  4.  xii.  1912. 

A  us  kleinen  Erdhaufchen  auf  dem  Wege.  Biologische  Notizen  siebe 
mcinen  Aufsatz  in  „Spolia  Zeylanica”. 

27.  Eutermes  biformis  Wasm. 

Imagines. 

Fundort.  Ceylon:  Peradenyia,  15.  xi.  1912.  Am  Licht. 

Subgenus  Lacessititcrmcs  Holmgr. 

28.  Eutermes  laborator  IIav.  (Taf.  XVI,  Abb.  6,  Taf.  XXI,  Abb.  19,  21). 
Imagines,  Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstandc. 
Fundorte.  Ost-Sumatra:  Tandjong  Paoh,  27.  ii.  und  8.  iv.,  Kota  Baroe, 

2.  iv.,  Siak,  Sungci  Pinang,  18.  und  24.  iv. ;  West-Sumatra :  Ilarau  bei  Paja- 
eombo,  17.  iii.  1913.  Friihere  Fundorte:  Malayische  llalbinsel  (IIaviland), 
Ost-Sumatra  (  Buttel-Reepen  ) . 

Die  Nester  dieser  Art  werden  an  Zweigen  von  Busch en  angclegt,  ich 
babe  sie  aber  auch  an  von  Baumen  hcrabhangenden  Schlingpflanzen  und 
Wurzeln  von  Epiphyten  gefunden.  Kleinerc  Nester  sind  von  spharischer, 
grossere  von  ovaler  Form.  Wie  alle  Euternies-Nester  sind  sie  konzcntrisch 
angelegt,  was  aber  die  Lacessititermes-Nester  auszeichnet,  ist  erstens  das 
uberaus  brucbige  Baumaterial  und  zweitens  die  eigenartige  Skulptur  der 
Deckschicht.  Das  Material  ist  so  locker,  dass  es  bei  etwas  unvorsiohtiger  Be- 
riibrung  zerbrockelt  und  sich  zwischen  den  Fingern  leicht  zerreiben  lasst. 
Die  Deckschicht  ist  kaffeebraun  und  tragt  auf  der  ganzen  Oberflache  Hocker 
von  mehr  oder  weniger  unregelmassiger  koniscber  Form  (siebe  Taf.  XXI, 
Abb.  21).  Hohe  und  Durchmesser  dieser  Hocker  sind  variabel,  ersterc  bis  etwa 
1  Zoll  erreicbcnd.  Auf  oder  an  der  Spitze  ist  jeder  Hocker  mit  einer  Oeff- 
nung  versehen,  die  von  unregelmassiger  Form  ist,  so  dass  es  den  Anschein 
hat,  alsob  sic  eingestossen  ware.  Was  diese  Oeffnungen  fiir  eincn  Zweck 
haben,  weiss  ich  nicht  zu  sagen,  jedenfails  aber  dienen  sie  nicht  zum  Ein- 
und  Ausgang  der  Nestinsiissen,  zu  welch  letzterem  Zweck  eine  bcsondere  Oeff- 
nung  im  oberen  Teil  des  Nest  es,  am  Zweige  oder  dergl.,  woran  das  Nest  be- 
festigt  ist,  sich  befindet.  Die  unter  der  Deckschicht  befindliche  periphere 
Lage  ist  von  Gangen  durchzogen,  die  Mittellage  in  von  diinnen  Wiinden  urn- 
schlossene  Kammern  geteilt.  Der  Kern  des  Nestes  ist  wieder  von  Gangen 
durchsetzt  und  enthalt,  ausser  der  Konigszelle,  Eierraume  und  Larvenstuben. 
Einige  der  Nester  waren  von  eincm  Gewirr  von  Epiphytenwurzeln  durch- 
wachsen. 

Diese  Art  ist’sehr  lebhaft  und  kriegerisch.  Die  sogenannten  Zitterstosse 
sind  besonders  heftig.  Wenn  die  Deckschicht  abgebrochcn  wird,  strbmt  die 


0.  John:  Tcrmiten. 


401 


Einwohnerschaft  an  die  Oberflache  und  da  alle  Tiere  aufgeregte  Zitterstosse 
vollfiihren,  scheint  das  ganze  Nest  zu  flimmern.  Bei  Beriihrung  des  Nestes 
mit  den  Handen  werden  diese  sofort  von  Soldaten  und  Arbeitern  bedeckt, 
die  durch  ihr  Hin-  und  Herlaufen  cine  kitzelnde  Empfindung  hervorrufen. 
Die  Arbeiter  konnen  iibrigens  recht  empfindlich  beissen.  Das  abgesonderte 
Drusensekret  der  Soldaten  hinterlasst  auf  der  Ilaut  einen  klebrigen  Ueberzug. 

Nicht  selten  hatte  ieh  Gelegenheit  E.  laborator  auf  dem  Marsch  zu  beob- 
achten  (Taf.  XVI,  Abb.  6).  Der  Weg  ging  iiber  Zweige,  Blatter  und  Kletter- 
pflanzen  voin  Nest  zu  einein  abgestorbenen  Baum,  der  von  ihnen  bearbeitet 
wurde.  Die  Kolonne  war  sehr  schmal,  oft  gingen  die  Arbeiter  im  Gansemarsck 
hintcreinander.  An  den  Seiten  waren  Soldaten  postiert,  die  die  Kopfe  nach 
aussen  gerichtet  und  aufgeworfen  hatten,  aber  nicht  so  lioch,  wie  es  die 
Hospitalitermes- Soldaten  tun,  die  sie  fast  senkrecht  haltcn.  Der  „bearbei- 
tete”  Baum  war  durch  und  durch  zerfressen,  iiberall  waren  in  ihm  Gauge 
und  Aushohlungen  zu  sehen,  in  denen  sich  die  Termiten  ansammelten.  Stellen- 
weise  waren  Haufchen  von  „Sagespahnen  ’  ’  angehauft,  die  von  den  Arbeitern 
in  das  Nest  transportiert  wurden.  Im  Gegensatz  zu  den  Hospitalitermes 
sammeln  die  Lacessititermes  nicht  Flechten,  die  auf  der  Baumrinde  wachsen, 
sondern  morsches  Holz,  das  von  Pilzmycel  durchwachsen  ist.  In  Kota  Baroe 
fand  ick  diese  Art  auf  einem  lebenden  Baum,  wo  sie  auf  Stellen,  die  von  der 
Rinde  entblosst  waren,  eine  Kruste  gebaut  hatten.  Unter  dieser  Kruste  fand 
ieh  Bohrloeher,  die  in  das  Holz  fiihrten  und  denen  nach  Entfernung  der 
Kruste  eine  grosse  Anzahl  Soldaten  entstromte.  In  einzelnen,  in  den  Ritzen 
des  Baumes  angelegten  Giingen  wurden  auch  Arbeiter  und  sogar  Larven 
vorgefunden. 

29.  Eutermes  sordidus  IIav.  (Taf.  XXI,  Abb.  17). 

Imagines,  Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande.  / 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Kota  Baroe,  6.  iv.;  West-Sumatra:  Harau  bei 
Pajacombo,  17.  iii.  und  Luboe  Bangkong,  ebenfalls  bei  Pajacombo,  18.  iii. 
1913.  —  Java:  Depok,  21.  xii.  1912  (\V.  Karawajev!).  Von  Borneo  von 
Haviland  beschrieben. 

Die  Lebensweise  dieser  Art  und  die  Bauart  ihrer  Nester  sind  im  allge- 
meinen  wie  bei  der  vorhergehenden.  Ein  Nest  fand  ich  auf  einem  Busch 
(Taf.  XXI,  Abb.  17),  ein  anderes  an  den  von  einem  Felsen  herabhangenden 
diinnen  Wurzeln  eines  jungen  Baumes.  Die  Bauart  der  Nester  ist  in  soweit 
von  laborator  verschieden,  dass  die  Hocker  der  Oberflachenschicht  nicht  so 
erhaben,  eher  wulstartig  sind  und  ihnen  die  Locher  fehlen.  An  Lebhaftigkeit 
und  Agressivitat  steht  sordidus  seinem  Verwandten  nicht  nach,  was  auch 
durch  Herrn  Karawajevs  Beobachtungen  bestiitigt  wird. 

N.B.  Ich  finde  keine  wesentlichen  Unterschiede  zwischen  sordidus  IIav. 
und  atrior  Holmgr.  weshalb  ich  mein  Material  nur  unter  ersterem  Namen 
anfuhre,  obgleich  es  eigentlich  eine  Mittelstellung  zwischen  beiden  einnimmt. 
Als  Fundorte  wurden  dann  noch  hinzukommen :  (?)  Borneo,  Bukit  Timah 

26 


402 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


(Hose),  Java  (Nyman),  Malayische  Halbinsel  (Buttel-Reepen).  Borneo 
fuhre  ich  mit  einem  Fragezeiehen  an,  da,  wie  mir  scheint,  hier  ein  Misver- 
standnis  vorliegt.  Ein  Ort  Namens  Bukit  Timah  ist  mir  auf  Borneo  nieht 
bekannt.  Sollte  es  sich  nicht  um  Bukit  Timah  auf  der  Insel  Singapore 
handeln? 


Subgen.  Hospitalitermes  Holmgr. 

30.  Eutermes  rufus  Hav. 

Bei  dieser  Art  lassen  sieh  zwei  Soldaten-Formen  unterscheiden,  die  zwar 
nicht  sehr  grosse,  aber  doch  konstante  Grossenunterschiede  aufweisen,  wie  aus 
folgender  Zusammenstellung  ersichtlich  ist. 

Grosser  Soldat.  Kleiner  Soldat. 


Kopflange  .  1.73  1.6  mm. 

Ropfbreite  .  1.06  0.95  „ 


In  der  Breite  des  Kopfes  entsprechen  somit  die  grossen  Soldaten 
IIavilands,  die  kleinen  Holmgrens  Massangabe.  Die  Lange  ist  von  ersterem 
Autor  nicht  gemessen  worden,  Holmgren  giebt  nur  1.44  mm  an.  Es  ist  an- 
zunehmen,  dass  IIaviland  nur  grosse,  Holmgren  dagegen  nur’  kleine  Soldaten 
untersucht  haben. 

Grosse  und  kleine  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Malayische  Halbinsel:  Johore,  Segamat,  8.  v.  1913.  Friiherer 
Fundort:  Borneo  (Haviland). 

31.  Eutermes  bicolor  Hav. 

Imago  (bisher  unbekannt).  Kopf  braunschwarz,  Mundteile  braunrot, 
Antennen,  Fontanelle,  Thorakalnota,  Fliigel  und  Beine  orangegelb,  Pronotum 
mit  einem  kurzen  dunkelbraunen  Schulterstrich  jederseits;  Meso-  und  Meta- 
notum  mit  dunkelbraunem  Vorderrande  und  Fliigel  mit  ebensolcher  Farbung 
am  Costalrande  im  basalen  Teil.  Abdominaltergite  dunkelbraun,  Pleuralregion 
weiss;  Unterseite  gelb,  die  Abdominalsternite  in  der  Mitte  breit  gelb,  lateral 
braun. 

Behaarung  ausserst  sparlieh. 

Kopf  breit  oval,  nach  vorn  verschmalert.  Augen  mittelgross,  stark 
vorgequollen.  Ocellen  mittelgross,  von  den  Augen  um  weniger  als  ihren 
Durchmcsser  entfernt,  ihr  Innenrand  stark  aufgebogen.  Fontanelle  sehr 
gross,  oval,  viel  grosser  als  die  Ocellen.  Transversalband  tief  cingedriickt. 
Clypeobasale  verhaltnismassig  lang,  aber  schmal,  gewblbt.  Antennen  15- 
gliedrig;  3.  Glied  etwa  iy2  mal  liinger  als  2.,  4.  ebenfalls  liingcr  als  2. 

Pronotum  trapezformig,  mit  gerundetem  Vorder-  und  Hinterrand; 
Vorderlappen  kurz,  nur  wenig  aufgerichtet,  weder  Vorder-,  noch  Hinter¬ 
rand  ausgerandet,  ersterer  mit  einem  dunklen  Fleck  in  der  Mitte.  Mesono- 
tum  mit  ausgenmdetem  Vorderrand  und  sowohl  wie  das  Metanotum  breit 
eingeschnitten,  beide  nach  hinten  verschmalert,  ihr  Hinterrand  ausgeschnit- 


0.  John:  Termiten . 


403 


ten.  Radius  sector  kriiftig,  Mediana  und  Cubitus  deutlich  ini  basalen  Teil, 
distal  sehr  schvvach  werdend;  Mediana  unverzweigt,  Cubitus  mit  11  bis  14 
Aesten,  die  verdickten  Aeste  der  Basalgruppe,  G  bis  9  an  der  Zahl,  bisweilen 
gegabelt. 

?  Lange  mit  Fliigeln  16.5,  ohne  Flugel  10.5,  Lange  mit  Fliigeln 
15.5,  ohne  Flugel  9.5  mm. 

Von  den  bisher  bekannten  Hospitalitermes- Imagines  durch  die  charak- 
teristische  Farbung,  die  derjenigen  der  iibrigen  Ivasten  entspricht,  leicht 
zu  unterscheiden. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Tapung  kiri,  Pantai  Kermen,  19.  ii.  und  Peta- 
pahan,  23.  ii.,  Siak,  Sungei  Pinang,  16.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Singapore 
(Haviland)  und  Java  (Jacobson). 

Das  Nest  in  Pantai  Kermen  befand  sieh  in  einer  Gabelung  eines  Baumes 
auf  einer  Holie  von  etwa  3  m.  Auf  der  einen  Seite  hingen  Kotstalaktiten 
iiber,  die  an  solche  von  E.  monoceros  erinnerten,  auf  der  gegeniiberliegenden 
jedoch  nur  wenig  liberhingen.  Der  Baum  war  bis  zur  Erde  ausgehohlt  und 
innen  mit  schwarzer  Masse  bekleidet.  Die  uberhangenden  Teile  des  Nestes 
waren  von  einem  Gewirr  von  Wurzeln  durchwachsen,  das  mit  einer  schwar- 
zen  Erdmasse  ausgefullt  war.  Nur  stellenweise  war  fester  Karton  einge- 
baut.  Bei  Petapahan  traf  ich  diese  Art  in  Marschkolonne,  in  Siak  fand  ich 
eine  Kolonie  derselben  in  einem  Nest  von  Mirotermes  rostratus . 

32.  Eutermes  umbrinus  ITav.  form,  sharpi  IIolmgr. 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Johore,  Segamat,  10.  i.  und  8.  v. ;  Ost- 
Sumatra:  Petapahan  am  Tapung  kiri,  23.  ii.,  Kota  Baroe,  7.  iv.  und  Siak, 
24.  iv.  1913.  Java:  Depok,  21.  xii.  1912  (W.  Karawajev!).  Friihere  Fundorte: 
Singapore  (Haviland) ,  Malayische  Halbinsel  ( Wasmann,  Buttel-Reepen) , 
Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen)  . 

In  Segamat  wurde  ein  Nest  in  einem  hohlen  Baumstamm  gefunden, 
ausserdem  auf  der  Rinde  eines  Baumes  „weidende,,  Termiten.  Auf  Su¬ 
matra  fand  ich  Kolonien  dieser  Art  nur  in  Nestern  von  Mirotermes 
rostratus ,  auch  wurden  Marschkolonnen  getroffen.  Von  Java  meldet  Herr 
Karawajev:  „Nest  zwischen  den  Wurzeln  eines  grossen  Baumes”. 

33.  Eutermes  hospitalis  Hav. 

Imagines,  Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter,  Jugendstande. 

Fundorte.  Singapore,  Bukit  Timah,  18.  v. ;  Ost-Sumatra:  Siak,  18.  und 
19.  iv.,  Pantai  Kermen,  19.  ii.,  Kota  Baroe,  7.  und  21.  iv. ;  West-Sumatra : 
Pajacombo,  25.  iii.  und  Sari  Lamak  bei  Pajacombo,  26.  iii.  1913.  Friihere 
Fundorte:  Borneo  (Haviland),  Malayische  Halbinsel  (Haviland,  Buttel- 
Reepen),  Zentral-Sumatra  ( Buttel-Reepen)  . 

Diese  Art  sammelt  Flechten  und  wird  in  Marschkolonnen  und  auf  Baum- 
stammen  weidend  angetroffen.  Wie  wohl  alle  IIospitalitermes-Arten,  legt 


404 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


sic  ihre  Ncster  in  hohlen  Baumen  und  dergl.,  wie  auch  in  oder  an  Nestern 
anderer  Termiten  an,  insbesondere  Mirotermes.  Ich  babe  E.  hospitalis  meis- 
tens  in  solcher  Symbiose  mit  M.  rostra tus,  comis  und  laticomis  gef  unden.  Bei 
Pajacombo  fund  ich  eincn  zum  Teil  ausgefaulten  Baumstumpf,  der  von  Termi- 
tcnbauten  ausgefullt  war  und  cine  Kappe  trug,  die  obenfalls  von  Termi¬ 
ten  erbaut  war.  Letztere  war  von  einer  schwarzen  Deckschiclit  iiberzogen  und 
beherbergte  E.  hospitalis.  Von  diesem  oberen  Teil  fiihrten  mehrere  sehr  weite, 
mit  braunem  Material  ausgekleidete  vertikale  Schaehte  durch  das  Innere  des 
Baumstumpfes,  das  von  eineni  M.  laticornis-Ne&t  eingenommen  war,  in  das 
Hauptnest  von  hospitalis ,  das  im  untersten  Teil  des  Baumstumpfes  und  unter 
diesem  in  der  Erde  angelegt  war.  Als  dritte,  in  diesem  zusammengesetzten 
Neste  wohnende  Art  fand  ich  Rhinotermes  lonyirostris,  dessen  Kolonie  in 
vertikalen  Giingen  und  Kammern  seinen  Wohnsitz  aufgeschlagen  hatte.  Das 
eigentliche  hospitalis- Nest  war  aus  schwarzem,  briieliigen  Material  erbaut  und 
fiihrte  grosse,  schichtenweise  angelegte  Zellcn. 

Ein  besonders  intercssantes  Nest  von  E.  hospitalis  fand  ieh  bei  Pantai  Ker- 
men.  Auch  hier  hatte  diese  Termite  M.  laticomis  zum  Ilausgenossen.  Das  Nest 
hing  an  eincm  sehr  starken  Zweige  iiber  einem  Bache,  so  dass  es  beim  Abnehmen 
ins  Wasser  fiel.  Es  hatte  eine  unregelmassig  spharische  Form,  war  88  cm  lang, 
hatte  eine  Breite  von  65,  eine  Tiefc  von  57  und  eincm  Umfang  von  257  cm. 
Die  obere  Halfte  gehorte  in  der  Hauptsache  E.  hospitalis  an,  die  untere  M. 
laticomis .  Der  von  der  lezteren  Art  eingenommene  Teil  war  aus  festem 
schwarzen,  der  von  hospitalis  bowohnte  aus  ebenfalls  schwarzem,  aber  briichi- 
gem  Material  erbaut.  Die  Gauge  der  beiden  Kolonien  waren  so  untereinander 
verschlungen  und  drangen  so  tief  in  das  fremde  Nest  ein,  dass  beide  Arten 
fast  uberall  nebeneinander  zu  finden  waren.  Der  innere,  zentrale  Teil  des 
ganzen  Nestes  war  ausgehohlt  und  in  dieser  Hohlung  hatte  eine  grosse  Melipo- 
?m-Kolonie  ihr  Nest  angelegt,  das  Waben  enthielt.  Wegcn  der  Notwendigkeit 
der  Weiterreise  hatte  ieh  leider  nicht  die  Moglichkeit,  dieses  interessante  Nest 
eingehender  zu  untersuehen.  In  einem  mitgenommenen  Bruchstiick  fand  ieh 
spiiter  das  Konigspaar  von  Mirotermes . 

f.  medio fluvus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost -Sumatra:  Kota  Baroe,  2.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte: 
Singapore  (Haviland),  Ost-  und  Zentral-Sumatra,  Malayische  Hal'binsel 
(  Buttel-Reepen)  . 

34.  Eutermes  ferrugineus  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  dunkel  rotbraun,  Nasenspitze  etwas  heller,  Antennen  und 
Palpen  einfarbig’rostbraun,  oft  von  derselben  Farbe  wie  der  Kopf.  Thorax  und 
Beine  rostbraun,  Hinterleib  scherbenfarbig. 


0.  John:  Termiten. 


405 


Kopf  und  Oberseite  des  Korpers  ohne  Behaarung. 

Kopf  von  gewolinlicher  II ospitalitermes- Form,  Hinterkopf  aber  ohne  Er- 
habenheit,  glatt  abgerundet,  Stimprofil  stark  eingesenkt.  Nase  lang,  diinn, 
fast  cylindrisch,  um  0.3  kiirzer  als  der  librige  Kopf.  Antennen  14-gliodrig,  3. 
Glied  dreimal  so  lang  als  das  2.,  4.  etwas  kiirzer  als  3.  (Verhaltnis  der  Glieder 
2:3:4  =  3:9:8). 

Pronotum  an  den  Schulterecken  stark  ausgesehnitten,  Vorderlappen  viel 
schmaler  als  der  Hintcrlappen. 

Kopfliinge  mit  Nase  1.77,  ohne  Nase  1.0,  Kopfbreite  1,13,  Breite  des  Prono- 
tums  0.63  mm. 

A  r  b  e  i  t  e  r.  Dem  Arbeiter  von  E.  hospitalis  ausserst  ahnlich,  aber 
kleiner.  Kopf  dunkelbraun,  Thorax,  Antennen,  Schenkel  und  Abdominalter- 
gite  ebenfalls  dunkelbraun,  Schienen  etwas  heller.  Behaarung  sparlich. 

Kopf  oval,  nach  vorn  schmaler.  Kopfnahte  deutlich.  Fontanelle  spalt- 
formig,  eingesenkt,  deutlieh.  Clypeobasale  stark  aufgetrieben.  Antennen 
15-gliedrig,  Glied  3  um  etwa  0.5  langer  als  2.,  4  unbedeutend  langer  als  3., 
5.  etwas  langer  als  4. 

Pronotum  vorn  nicht  eingeschnittcn,  Vorderlappen  schmaler  als  der  Hin- 
terlappen. 

Kopfbreite  0.63,  Breite  des  Pronotums  0.5  mm. 

Soldatcn  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost-Sumatra:  Siak,  Sungei  Pinang,  20.  iv.  1913. 

Eine  Marschkolonne  beobachtet.  Es  gelang  nicht,  das  Nest  aufzufinden. 

35.  Eutermes  butteli  Holmgr. 

Auch  bci  dieser  II ospitalitermes- Art  lassen  sich  zwei  morphologisch  ver- 
schiedenc  Soldatenformen  konstatieren.  Ausser  der  von  Holmgren  beschriebe- 
nen  grossen  Form  kommt  nocli  eine  kleinere  vor,  die,  wenigstens  in  meinem 
Material,  an  Zahl  bedeutend  iiberwiegend  ist.  Ausser  dem  Unterschied  in  der 
Grosso  zcichnet  sicli  der  kleinere  Soldat  noch  dureh  eine  verhaltnismassig  lan- 
gere  Nase  und  eine  mehr  gerundete  Einsenkung  des  Stirnprofils  aus. 

Kleiner  Soldat:  Kopflange  mit  Nase  2.01,  ohne  Nase  1.14,  Kopf¬ 
breite  1.14  mm. 

Grosse  und  kleine  Soldat en  und  Arbeiter. 

Fundort.  West -Sumatra:  Loeboe  Bangkung  bei  Pajaeombo,  18.  iii.  1913. 
Friihcrer  Fundort:  Zentral-Sumatra  (Buttel-Reepen). 

Aus  ciner  Ilohlung  in  einem  frisch  gefallten  Baumstamm,  der  am  Wege 
lag.  Ein  richtiges  Nest  war  nicht  vorhanden. 

36.  Eutermes  monoceros  Konig. 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundort.  Ceylon,  Peradenyia,  13.  und  19.  xi.  und  20.  xii.  1912. 

Nester  in  hohlen  Baumstammen.  Hiiufig  Marschkolonnen  beobachtet. 


406 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Subgen.  Longipcditermes  Holmgr. 

37.  Eutermes  longipes  Hav. 

Grosse  und  kleine  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Ost-Sumatra :  Siak,  Sungei  Pinang,  16.  und  18.  iv.  und  Siak, 
H.  Bliintschlis  Plantage,  19.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Malayische  Ilalbin- 
sel,  Perak  und  Borneo  (Haviland). 

Einmal  traf  ich  diesc  Art  in  einem  morschen  Baumstamm  und  zweimal 
im  Walde  auf  dem  Boden.  Auf  einer  mehrere  Quadratmeter  messenden  Flache 
standen  auf  den  abgefallenen  Blattcrn  die  Termiten  in  Gruppen  beieinander. 
Jcde  diescr  Gruppen  best  and  aus  einer  Anzahl  kleiner  Soldaten,  zwisohen  denen 
sich  einzelne  grosse  befanden.  Zwischen  diesen  Soldatengruppen  schlangelte 
sich  eine  Marschkolonnc  von  Arbeitern.  Der  Arbeiterzug  ging  bald  iiber  die 
abgefallenen  Blatter,  bald  unter  ihnen  hindurcli,  bald  verschwand  or  in  wie 
Rohren  ausgefressenen  Zweigen,  die  auf  dem  Boden  lagen.  Einzelne  Arbeiter 
trugen  in  ihren  Kiefern  Fleehtenkllimpchen.  Es  gelang  nicht,  die  Kolonnen 
bis  zum  Nesteingang  zu  verfolgen,  da  bei  Beunruhigung  die  behenden  Tiere 
sofort  auseinanderstoben  und  versehwanden.  Es  ist  anzunehmen,  dass  E.  Jon - 
gipes  im  Boden  nistet,  da,  wie  mir  schien,  die  Kolonnen  sich  in  diesem  verloren. 

Gen.  Anoplotermes  Mull. 

Anoplotermes  (Speculitermes)  cyclops  Wasm. 

Koniginnen,  Konig,  Arbeiter  und  Nymphen. 

Fundort.  Ceylon:  Peradenyia,  18.  xii.  1912. 

Aus  einem  Nest  von  Odontotennes  obscuriceps . 

Gen.  Labritermes  IIolmgr. 

Labritcrmes  buttel-rcepeni  IIolmgr.  (Taf.  XX,  Abb.  15). 

Beschrieben  aus  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen)  . 

2  Koniginnen,  1  Konig,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost-Sumatra:  Kota  Baroe,  5.  und  6.  iv.  1913. 

Zwei  Nester  wurden  gefunden.  Bcide  warcn  etwa  handgross  (Taf.  XX, 
Abb.  15),  aus  schwarzem  Ivarton.  Sie  lagen  auf  dem  Erdboden,  an  Baum- 
stamme  angelehnt.  Das  Innere  enthiclt  kleine  Kammcrn,  die  durch  ausserst 
cnge  Gange  miteinander  verbunden  waren.  Eine  verhaltnismassig  grosse 
Kammer  enthielt  Eier.  Die  Konigskammer  des  einen  Nestes  enthiclt  zwei 
Koniginnen  und  einen  Konig. 

Gen.  Prohamitermes  IIolmgr. 

Prohamitermes  mirabilis  Hav.  (Taf.  XXII,  Abb.  22,  23). 

Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 


O.  John:  Termiten. 


407 


Fundort.  Ost-Sumatra:  Kota  Baroe,  6.  und  7.  iv.  1913.  Bishcr  bekannt 
aus  Singapore  und  Borneo  (IIaviland). 

Beim  Oeffnen  eines  grossen  Mirotermes  rostratus- Nestes  stiess  ieh  auf 
rohrenformige  Gebilde,  die  aus  schwarzem,  festem  Material  verfertigt,  iin 
erdigen  Nest  als  Fremdgebilde  zu  erkennen  waren.  Bei  vorsichtigem  Entfernen 
der  dieses  Gebilde  umgebenden  Teile  des  Mirotermes- Nestes  wurde  allmahlich 
ausser  den  Rohren  nocli  ein  grosses,  tiefschwarzes  Bauwerk  sichtbar,  das  ctwa 
einer  Ledcrtasche  vergleiehbar  war.  Es  hatte  die  Grosse  einer  mittleren  Kokos- 
nuss  (mit  Aussensehale),  war  aber  seitlich  abgeflacht.  Von  vier  verschiedenen 
Stellcn  gingen  rohrenformige  Giingc  ab,  die  unter  die  Erde  fUhrten. 

Dieses  Bauwerk,  das  sich  als  ein  Nest  von  Prohamitermes  mirabilis  envies 
(Taf.  XNIT,  Abb.  22),  war  aus  ausserordentlich  festem  Material  erbaut  und  war 
so  widerstandsfahig,  dass  es  nur  mit  einem  Beil  geoffnet  werden  konntc.  Die 
Oberflache  war  sehr  feinkomig,  fast  ganz  glatt.  Das  Innere  war  von  verhaltnis- 
massig  sehr  grossen  Kammern  ausgefiillt,  die  zum  grossten  Teil  in  vertikalen 
Reihen  angeordnet  waren.  Sic  waren  massenweise  von  Arbeitern  angefullt,  wo- 
gegen  Soldaten  nur  in  geringer  Anzahl  vorhanden  waren.  In  viclen  Kammern 
waren  am  Boden  kleine  schwarze  Kiigelchen  angebracht,  die  Schrotkugeln  No. 
10  oder  12  an  Grosse  gleichkamen.  Das  zweite  Nest  war  bedeutend  kleincr, 
etwa  nur  faust  gross,  im  Ucbrigen  aber  dem  ersten  glcich,  auch  die  Sehrotku- 
gclehen  waren  vorhanden.  Konigstiere  konnten  merkwurdigerweise  in  keinem 
der  beiden  gefunden  werden.  In  Spiritus  gebraclit,  schieden  sowohl  Arbeiter 
wie  auch  Soldaten  reichliche  Mengen  proctodealer  Flussigkeit  aus,  die  den 
Spiritus  ganz  dunkel  farbte. 

Gen.  Eurytermes  Wash. 

Eurytermes  ceylonicus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon.  Von  Herrn  E.  E.  Green  erhalten. 

Gen.  Hamitermes  Silv. 

1.  Hamitermes  ( SynhamUermes)  ceylonicus  Holmgr. 

I  m  a  go  (bisher  unbekannt).  Kopf  und  Pronotum  zimmtbraun,  Clypeoba- 
sale,  Wangen,  Mundteile,  Beine  und  Unterseite  des  Thorax  hell  rostgelb. 
Antennen  rostbraun.  Ocellen  und  Fontanelle  weisslich.  Thorakalnota  und  Ab- 
dominaltergite  braun,  etwas  heller  als  der  Kopf.  Stcrnite  in  der  Mitte  breit 
gclblich,  an  den  Seiten  gebraunt.  Fliigel  hellbraun,  der  Radius  sector  intensiv 
gebraunt. 

Kopf  und  Korper  zicmlich  lang  und  diclit  behaart. 

Kopf  breit  oval,  durch  die  scharf  abgegrenzte  Farbung  des  liellen  Cly- 
peobasale  und  der  Wangen  sieht  er  nach  vorn  stark  abgeschragt  aus,  und  wird 
von  dem  Clypeobasale  vorn  in  einem  stumpfen  Winkel  ausgeschnitten.  Augen 


408 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


klein,  wenig  vortretcnd,  von  cineni  seharf  begrcnzten  schmalen  rostroten  Ring 
umgeben.  Ocellcn  oval,  von  den  Augen  um  ihren  kleineren  Durchmesser  ent- 
fernt.  Fontanelle  oval,  klein,  viel  klciner  als  die  Ocellen,  nach  hinten  gelegcn, 
in  der  Mittellinie  der  Augen.  Kopfnahtc  nicht  sichtbar.  Basaltcil  dcs  linken 
Oberkiefers  nicht  vortretend.  Antennen  15-glicdrig,  die  zwei  ersten  cylin- 
drisch,  kraftig,  das  3.  Glied  klirzer  und  viel  diinner  als  die  ubrigen,  dieso 
alle  kugelig,  distal  allmalig  grosser  werdend. 

Pronotum  etwa  so  breit  wie  der  Kopf  ohne  die  Augen,  langer  als  seine 
lialbe  Breite,  Schulterecken  abgerundet,  Hinterecken  abgcschragt,  Vorder- 
lappen  sehr  kurz,  etwas  aufgerichtet,  Vorderrand  dcutlich  eingeschnitten, 
Hinterrand  etwas  ausgerandet;  ein  schwaehes  T-Zeichen  und  ein  kurzer 
dunkler  Schulterstrich  jedcrseits.  Meso-  und  Mctanotuni  seitlich  stark  aus- 
geschnitten,  der  hintere  Toil  kurz  und  sehmal.  Flilgelschui>pen  der  Vorder- 
und  Hinterflligel  etwa  gleichlang,  die  vorderen  viel  breiter  als  die  hinteren. 
Fliigel  lang,  an  den  Randern  kurz  bcwimpert,  Fliigelmembran  bestachelt. 
Radius  und  Radius  sector,  bcsonders  letztcrcr  kraftiger,  die  ubrigen  Adern 
schwach;  Mediana  vom  Radius  sector  weiter  entfernt  als  vom  Cubitus,  in 
ihrem  ausseren  Viertel  gegabelt;  Cubitus  mit  10  bis  14  unverzweigten  Aesten, 
die  der  Basalgruppe  verdickt. 

Korperlange  mit  Fliigeln  (  $ )  9.5,  ohne  Fliigel  5.0,  Kopfbreite  0.9,  Breite 
des  Pronotums  0.67  mm. 

K  o  n  i  g  i  n.  Korper  gestreckt,  walzenformig,  sekundare  Ohitinisicrung 
schwach.  Korperlange  der  grossten  Konigin  20,  ihre  grosste  Breite  3.5  mm. 

Imagines,  Koniginnen,  Soldaten.  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Ceylon:  Peradenyia,  15.  xi.  und  18.  xii. ;  Hantana  23.  xi.  1912. 

Aus  Nestem  von  Odontotermes  obscuriceps  und  rcdcmanni,  zuweilen  in 
Gemeinschaft  mit  Anoplotermcs  cyclops,  Odontotermes  ceylonicus,  Eutermes 
escherichi  und  Capritermes  incola. 

2.  Ilamitermes  (Hamitermes)  dentatus  IIav.  (Taf.  XXIII,  Abb.  33). 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Singapore,  Bukit  Timah,  18.  v. ;  Ost-Sumatra :  Siak,  Sungei 
Pinang,  18.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo  (Haviland),  Ost-Sumatra 
und  Malay ische  Halbinscl  (Buttel-Reepen). 

Ein  schwarzes  Erdnest,  das  ich  abgebrochen  im  Walde  am  Sungei  Pinang 
fand,  war  aus  schwarzem  Erdkartoy  und  entliielt  kleine  Kammera,  die  von 
dicken  Wanden  eingeschlosscn  waren.  Augenscheinlich  war  es  freistehend, 
da  der  untere,  stehen  gebliebene  Teil  nicht  an  cinen  Baumstamm  angelchnt 
war.  Auf  Bukit  Timah  wurde  ein  Nest  im  untcrirdischen  Teil  eines  Haus- 
pfeilers  gefunden.  Dieses  bestand  ebenfalls  aus  schwarzbraunem  Erdkarton. 

3.  Hamit ermes  (Globitermes)  sulphureus  Hav.  (Taf.  XXII,  Abb.  25). 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter,  2  neotcnische  Weibchen,  Jugcnstande. 

Fundort.  Malavische  Ilalbinsel :  Johore,  Segamat,  10.  i.,  8.  und  9.  v.  1913. 

Friihere  Fundorte : *Malayischc  Ilalbinsel  (Haviland  und  Buttel-Reepen). 

v.  Buttel-Reepen  nennt  (in  Holmgren,  1914)  diese  Art  hiigelbauend, 


0.  John:  Termiten. 


409 


(loch  ist  diesc  Bezeiohnung  nicht  zutrcffcnd,  da  die  Ncster  der  hiigelbauenden 
Termiten  allmahlich  und  unmerklich  in  den  Erdbodcn  iibergehen,  wogegen  die 
Nestcr  von  II.  sulphureus  ein  cinheitlichcs  Ganzes  bilden,  das  sich  aber  zum 
grossten  Teil  in  der  Erdc  befindet.  Ich  habe  die  Erde  um  diese  Nester  auf- 
gegraben  und  hattc  sie  heil  herausheben  konnen,  waren  sie  nicht  so  iibermassig 
schwer  gewesen.  Das  so  freigelegte  Nest  besitzt  Birnen-  oder  Glockenform, 
wovon  der  oberc  schmale  Teil  uber  die  Erdoberflaehc  hinausragt,  zwei  Drittcl 
bis  drei  Viertel  des  Nestcs  aber  und  zwar  der  bedeutcnd  massivere  untere 
Teil  wird  in  der  Erde  erbaut.  Der  oberirdischc  Teil  ist  kuppelformig  und 
etwa  1  bis  zwei  Fuss  hoch,  von  rotlichbrauner  Farbe  (auf  Lateritboden)  mit 
hockeriger  Oberflache.  Der  unterirdische  Teil  hat  einen  sehr  bedeutend  gros- 
seren  Durchmesser  als  der  oberirdischc,  seine  Basis  abgerundet.  Das  ganze 
Nest  ist  von  eincr  ctwas  bruchigen  Aussenschicht  von  mittlerer  Iliirte  uin- 
geben.  Das  Innere  besteht  aus  sehr  hartem  und  festem  Material,  das  nicht 
leicht  auseinanderzubrechen  ist.  Im  untcren  Teil  besteht  das  Nest  aus  runden, 
liohlkugelformigen  Kammern  mit  diinnen  Wanden;  nach  oben  zu  werden  die 
Wande  dicker,  bis  sie  im  oberirdischen  Teil  mehr  Raum  cinnehmen,  als  die 
Ilohlraumc.  Die  Gange  sind  schwarz  ausgekleidet. 

Imagines  fand  ich  sowolil  im  Januar,  als  auch  im  Mai.  Sie  waren 
nicht  leicht  zu  sammeln,  da  sie  leicht  aufflogen,  was  ich  bci  den  Imagines 
anderer  Tcrmitenarten  nicht  beobaehtet  habe,  die  im  Gegcntcil  sich  stets 
nur  zu  verkriechen  suchten.  Die  citronengclben  Soldaten  scheidcn  bcim 
Biss  ein  ebenso  gefarbtes  Sekret  ab,  das  sehr  klebrig  ist.  Die  Koniginnen 
wurden  im  untersten  Teil  des  Nestes  gefunden. 

Gen.  Mirotermes  Wasm. 

1.  Mirotermes  comis  Hav. 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundort.  Singapore,  Bukit  Timah,  18.  v.  1913.  Frlihere  Fundortc: 
Borneo,  Malayische  Halbinsel  (Haviland). 

Aus  einem  sich  kaum  uber  die  Erde  erhebenden  Nest  aus  scliwarzer 
Erdmasse,  das  an  einen  Baumstamm  angelehnt  war. 

2.  Mirotermes  rostratus  Hav. 

Imagines,  Koniginnen,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Singapore,  Bukit  Timah,  18.  v. :  Ost- 
Sumatra:  Siak,  24.  iv.,  H.  Bluntschlis  Plantage,  bei  Siak,  19.  iv.,  Sungei 
Pinang,  16.  iv.,  Pckan  Baroe,  14.  ii.,  Tapung  kiri,  16.  ii.,  Kota  Baroe,  6. 
und  7.  iv.  1913.  Friihore  Fundorte:  Borneo,  Malayische  Halbinsel  (Haviland). 

Die  Nester  sind  von  unregclmassiger  Form  und  werden  stets  an  Baum- 
stamme  angelehnt  oder  um  sie  herum  angcbaut.  Die  zum  Bau  verwendete 
Erdmasse  ist  ziemlich  locker,  woraus  zu  erklaren  ist,  dass  eine  Reihe  an¬ 
derer  Termiten,  wie  z.B.  Hospitalitcrvics-Arten ,  Prohamitermes  mirabUis  u.a. 
sich  gern  in  ihnen  ansiedeln.  Am  Tapung  kiri  fand  ich  im  Urwalde  zwischen 


410 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


den  Brettwurzeln  eines  grossen  Baumes  ein  etwa  2  m  holies  Nest  dieser  Art. 
In  mittlerer  Hohe  hatte  das  Nest  eine  reeht  grossc  Oeffnung,  aus  der,  als 
ieh  das  Nest  zu  offncn  begann,  eine  Anzahl  Arbeiter  und  *>pater  auch 
Soldaten  eines  grossen  Camponotus  hervorbrachen  und  sieh  uber  das  gauze 
Nest  verstreuten.  Die  ricsenhaftcn  Ameisen  hattcn  sicli  also  im  Mirotermes- 
Nest  angesiedelt. 

3.  Mirotermes  propinquus  Holmgr. 

Imago  (nocli  nicht  besehrieben).  Kopf,  Pronotum  und  Abdomi- 
naltergite  umbrabraun,  Clypeus  etwas  heller,  Feld  um  die  Antcnnenwurzeln 
licht,  Augcn  orangegelb  umrandet,  Antennen  hell  gclbbraun.  Meso-  und 
Metanotum  etwas  heller  als  das  Pronotum;  Fliigel  zimmtfarben,  der  Radius 
sector  dunkelbraun;  Beine  gelblieh.  Abdominalsternite  isabellfarben,  die 
vorderen  Sternite  ofters  in  der  Mitte  breit  weisslich. 

Korper  kurz,  recht  dicht  behaart. 

Kopf  oval,  naoh  vorn  verschmalert.  Fontanclle  spaltformig,  in  der  Mitte 
des  Kopfes  gelegen.  Faeettenaugen  mittelgross,  nicht  schr  stark  vorgequollen. 
Ocellen  verhaltnismassig  gross,  von  ungcfahr  dem  Durchmesser  des  Basal- 
gliedes  der  Antennen,  den  Augenrand  fast  beriihrend.  Clypeobasalc  stark 
aufgetrieben,  etwas  kiirzer  als  seine  halbe  Brcitc.  Antennen  15-gliedrig,  3. 
died  ausserordentlich  kurz,  nicht  ganz  halb  so  lang  wie  das  4.  und  bedcutcnd 
kiirzer  als  das  2.,  das  5.  etwas  kiirzer  als  das  4. 

Pronotum  lfinger  als  seine  lialbc  Breite,  etwas  breiter  als  der  Kopf  ohne 
die  Augcn,  Vorderlappen  sehr  kurz,  etwas  aufgeriehtet,  Schulterecken  abge- 
rundet,  Sciten  nach  hinten  konvergierend,  Ilinterrand  zuweilen  etwas  aus- 
gerandet.  Medians  unvcrzweigt,  Cubitus  mit  9  bis  10  Aesten,  die  Adern 
der  Basalgruppe  verdickt. 

Lange  des  Weibchens  mit  Fliigeln  7.0,  ohne  Fliigel  4.0,  Kopfbreite  0.73, 
Breite  des  Pronotums  0.6  mm.  Mannehen  unbedeutend  kleiner. 

Imagines,  Konigin,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Kajang,  18.  und  19.  i.;  Ost-Sumatra: 
Tapung  kiri,  16.  ii.,  Mangkinang,  25.  ii.,  Kota  Baroe,  4.  iv. ;  Wcst-Sumatra : 
Pajacombo,  18.  iii.  1913.  Friiherer  Fundort:  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen). 

Die  Nester  werden  in  derselben  Weise  gebaut,  wie  die  der  vorigen.  In 
dem  bei  Mangkinang  gefundenen  Nest  war  die  Konigszelle  aus  hartcrem  Ma¬ 
terial  als  die  iibrigen  Teile.  Der  Konig  wurdc  weit  von  der  Konigszelle  in 
einer  der  Kammcm  gef unden. 

v.  Buttel-Reepen  aussert  sieh  (l.c.)  uber  seinen  Befund  folgendermassen : 
„Nur  in  Erdkartonnest  anderer  Artcn  gefunden,  wenigstens  erhiclt  man  den 
Eindruck,  dass  sie  nur  Eindringlingc”.  Meine  Beobachtungcn  an  einer  Ileihe 
von  verschiedenen  3/irofermes-Nestern  haben  mich  zu  einer  entgegengesetzten 
Ansicht  gebraeht,  wie  ich  schon  bei  M.  rostratns  erwahnt  habe.  Auch  die 
untersuchten  propiitquus- Nester  waren  zweifellos  von  ihnen  selbst  erbaut, 
da  sie  von  derselben  Bauart  wie  die  iibrigen  waren.  Es  sind  also  gerade  die 


0.  John:  Termiten. 


411 


anderen  Termiten,  die  in  die  Mirotermes-Nester  eindringen.  So  fand  icli  in 
einem  propinquus- Nest  zwei  Parchen  von  Rhinotermes  longirostris ,  die  sicli 
in  das  betrcffende  Nest  eingegraben  hatten,  —  so  wenigstens  deute  ich  ihre 
Anwesenheit,  —  urn  dort  ihre  Kolonien  zu  griinden.  Arbeiter  und  Soldaten 
von  Rhinotermes  waren  im  Neste  nicht  vorlianden. 

4.  Mirotermes  laticornis  Hav. 

Imago  (bishcr  unbekannt).  Kopf  dunkelbraun,  Clypeus,  Wangen  und 
Antennen  rostbraun,  Pronotum  etwas  heller  als  der  Kopf,  Meso-  und  Mcta- 
notum  isabellfarben,  im  hinteren  Teil  braun,  Fliigel  hellbraun,  Radius  sector 
dunkelbraun,  Beinc  gelblichbraun,  Abdominaltergite  umbrafarben,  -sternite 
gelb,  die  vorderen  in  der  Mitte  brcit  weisslich. 

Behaarung  des  Kopfes  und  Korpers  kurz,  ziemlich  dieht. 

Kopf  oval,  nach  vorn  verschmalert,  Fontanelle  spaltformig,  in  der  Mitte 
des  Kopfes.  Faccttenaugen  mittelgross,  massig  vortretend.  Ocellen  gross, 
fast  so  gross  wie  der  die  Antennenwurzel  umgebende  lichte  Ring,  den  Augcn- 
rand  fast  beriihrend.  Clypeobasale  stark  aufgctrieben,  etwas  kiirzer  als  seine 
halbe  Breite.  Antennen  15-gliedrig,  3.  Glied  etwas  kiirzer  als  das  2.,  dieses 
bedeutend  kiirzer  als  das  4.,  2.  und  3.  schmaler  als  das  4.,  5.  kiirzer  als  4. 

Pronotum  etwa  so  lang  wie  seine  halbe  Breite,  etwas  schmaler  als  der 
Kopf,  umgekchrt  trapezoidal,  mit  sehr  kurzcm,  etwas  aufgerichtetem  Vor- 
derlappen,  breit  abgerundeten  Schultereeken,  Ilinterand  leicht  ausgerandet. 
Mediana  gegabelt,  Cubitus  mit  10  bis  12  Aesten,  die  Adern  der  Basalgruppe 
verdickt. 

Lange  des  Weibchens  mit  Fliigeln  9.0,  ohne  Fliigel  6.25,  Kopfbreite 
1.0,  Breite  des  Pronotums  0.93  mm.  Mannchen  mit  Fliigeln  8.5  mm. 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Ost-Sumatra :  Pantai  Kermen,  19.  ii. ;  West-Sumatra :  Paja- 
eombo,  25.  iii.  1913.  Friihcrer  Fundort:  Borneo  (Haviland). 

Ncster  denen  der  iibrigcn  Arten  sehr  ahnlich. 

5.  Mirotermes  brcvicornis  Hav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Singapore,  Bukit  Timali,  18.  v.  1913.  Friiherer  Fundort:  Bor¬ 
neo  (Haviland). 

Untcr  faulendem  Holz. 

Da  nunmehr  die  Imaginalphasen  aller  malayischen  Mirotermes- Arten 
bekannt  geworden  sind,  bringe  ich  bier  cine  synoptische  Uebersicht  derselben. 

1  (2).  Antennenglieder  2.  bis  4.  gleichlang.  M.  brevicornis  IIav. 

2  (1).  Antennenglied  3.  kiirzer  als  die  anliegenden. 

3  (6).  Ocellen  sehr  klein,  bedeutend  kleiner  als  die  Antennenbasis. 

4  (5).  Scitenrandcr  des  Pronotums  nach  hintcn  konvergierend.  Meso-  und 

Metanotum  liinten  deutlich  ausgeschnitten.  M.  comis  Hav. 


412 


Treubia  Vol.  VI,  Li\r.  3 — 4. 


5  (4).  Meso-  und  Metanotum  hinten  kaum  ausgeschnitten,  Seitenrander 

des  Pronotums  nach  hinten  nicht  konvergierend,  Hinterecken  breit 
abgerundct.  M.  rostratus  Hav. 

6  (3).  Ocellcn  gross,  etwa  so  gross  wie  die  Antennenbasis. 

7  (8).  Lange  mit  Fliigeln  7  mm,  drittes  Antennenglied  ausserst  kurz, 

weniger  als  halb  so  lang  wie  2.,  2.  langer  als  4.  M.  propinquus  Holmgr. 

8  (7).  Lange  mit  Fliigeln  9  mm,  drittes  Antennenglied  mehr  als  halb  so 

lang  wie  2.,  2.  kiirzer  als  4.  M.  laticornis  Hav. 

Gen.  Procapritermes  Holmgr. 

1.  Procapritermes  setiger  Hav. 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundortc.  Malayische  Halbinsel:  Kajang,  19.  i. ;  Ost-Sumatra:  Siak, 
Sungei  Pinang,  18.  iv.,  Kota  Baroc,  4.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo 
(Haviland),  Malayische  Halbinsel  ( Buttel-B eepen ) . 

Aus  morschcm  IIolz  und  aus  Capritermes-Nestem.  Am  Sungei  Pinang 
fand  ich  ein  Nest  dieser  Termiten-Art,  das  an  einen  Baumstamm  angelehnt 
war  und  die  Form  eines  Stumpfkegels  besass.  Der  oberc  Tcil  war  auss- 
schliesslich  von  P.  setiger  bewohnt,  der  unterc  hauptsachlioh  von  Capntcrmes 
speciosus  Hav.  eingenommen.  Der  von  jedcr  Kolonie  eingenommene  Baum 
war  jedoch  nicht  abgegrenzt,  sondern  die  Kammern  der  beiden  Arten,  sowie 
deren  Verbindungsgange  gingen  durcheinander,  so  dass  sie  oft  durch  nur  ganz 
diinne  Wande  getrennt  waren.  In  Kota  Baroc  fand  ich  P.  setiger  in  Gemein- 
schaft  mit  Capritermes  speciosus.  v.  Bijttel-Beepen  crbeutetc  diese  Art  in  den 
Zwischenwanden  eines  Nestes  dcr  gleichen  Art.  Hieraus  diirftc  sich  schliessen 
lassen,  das  P.  setiger  gesetzmassig  in  Symbiose  mit  Capritermes- Arten  steht. 

2.  Procapritermes  minutus  Hav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Malayische  Halbinsel:  Selangor,  Kajang,  19.  i.  1913.  Friiherer 
Fundort:  Borneo  (Haviland). 

In  einem  Nest  mit  Capritermes  speciosus. 

3.  Procapritermes  atypus  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  West-Sumatra :  Loeboe  Bangkung  bei  Pajacombo,  18.  iii.  1913. 
Friiherer  Fundort  :  Borneo  (Haviland). 

In  einem  Nest  von  Mirotermes  propinquus. 

Gen.  Homallotermes  nov. 

(  of i6;  =  glcicli,  =  verschieden). 

Haviland  bringt  )}Termes 99  foraminifer  in  cine  besondere  „Section,,,  die 


0.  John:  Termiten. 


413 


er  neben  die  ,, Section  with  Termes  comis  for  Type”  stellt.  Wie  die  meisten 
Ha vi land ’schen  Termes-Sektionen,  besitzt  aueh  diese  meines  Erachtens  generel- 
len  Wert  und  foraminifer  sollto  nieht  zu  Capritermes  gestellt  werden,  sondern 
in  cine  besonders  Gattung  gebracht  werden,  fur  die  ich  den  Namen  Ilomalloter- 
mes  vorschlage.  Naeh  Holmgren  nimmt  foraminifer  eine  vermittelnde  Stellung 
zwisehen  Mirotermes  und  Capritermes  ein  —  eine  Meinung,  der  ich  beipflichte. 
Aus  diesem  Grunde  sollte  aber  diese  Art  nieht  wie  bei  Holmgren  am  Elide  der 
Gattung  Capritermes  zu  stehen  kommen,  sondern  wenigstens  als  ihre  crste 
Art,  d.h.  am  naehsten  zu  Mirotermes.  Es  stehen  aber  zwisehen  Mirotermes 
und  Capritermes  noch  zwei  andere  Gattungen,  namlich  Mirocapritermes 
Holmgr.  und  Procapritermes  Holmgr.  Bei  dem  Soldaten  von  Mirocapritermes 
ist  bei  einer  fast  charakteristischen  Afiro/erwies-Kopfbildung  die  Form  der 
Mandibeln  Capriterm e$-ahnlich.  Umgekchrt  ist  bei  Procapritermes  die  Kopf- 
bildung  Capritermes  genahert,  die  der  Mandibeln  aber  Mirotermes.  Die  hier 
fiir  foraminifer  Hav.  aufgestellte  Gattung  nimmt  aber  eine  besondere  Stellung 
ein,  da  sowohl  die  Ivopf-,  als  auch  die  Mandibel-Bildung  bei  dem  Soldaten 
von  derjenigen  bei  beiden  letztgenannten  Gattungen  abweichend  ist.  Der  Kopf 
des  Horn  alio  termes-Soldnten  ist  gegeniiber  denen  von  Miro-  besonders  Capri¬ 
termes  stark  abgekurzt  und  im  allgemeinen  abgeflacht,  obgleich  er  hinter  der 
Fontanellgegend  etwas  aufgetrieben  ist.  Nacli  vorn  ist  er  sell  rag  abfallend  und 
der  fur  Mirotennes  und  Mirocapritermes  charakteristische  Stirnhocker  fehlt 
vollkommen.  Dagegen  sind  die  Mandibeln  in  einem  Anfangsstadium  der  sich 
ausbildenden  Asymmetric,  das  den  Uebergang  zu  dcr  charakteristischen  Ca¬ 
pritermes-  Form  erst  andeutet.  Ein  weiteres  Merkmal,  das  auf  biologischer 
Grundlage  beruht,  namlich  der  Eraahrungsweise,  und  entschieden  von  Bedeu- 
tung  und  nieht  zu  iibersehen  ist,  besteht  darin,  dass  bei  den  Soldaten  von 
Jfomallolermcs  dcr  Darminlialt  durchscheint,  was  wir  stets  bei  Mirotermes, 
niemals  aber  bei  Capritermes  und  auch  nieht  bei  Procapritermes  finden.  Die 
Soldaten  der  beiden  letztgenanten  Gattungen  besitzen  stets  einen  milchweissen 
Hinterleib:  wie  diese  Verhaltnisse  bei  Mirocapritermes  liegen,  weiss  ich  nieht 
zu  sagen,  de  sich  Holmgren  nieht  dariiber  ausspricht,  die  Abbildung  aber  keinen 
Aufschluss  gibt.  Schliesslich  steht  in  der  Bauart  der  Nestcr  Jlomallotermes 
niiher  zu  Capri-  als  zu  Mirotermes,  indem  II.  foraminifer  grossere  und  ge- 
wblbtere  Kammern  baut  als  letztere.  Zu  dieser  neuen  Gattung  wird  wohl  auch 
Capritermes  penangi  Holmgr.  zu  stellen  vsein. 

Jlomallotermes  foraminifer  IIav. 

Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel :  Kuala  Lumpur,  23.  i. ;  Ost-Sumatra : 
Siak,  Sungei  Pinang,  16.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo  (Haviland), 
Malayische  Halbinsel  (Haviland,  Buttel-Reepen). 

Die  Nester  werden  ahnlich  den  Mirotermes-^ estern  aus  ziemlich  lockerer 
Erdmasse  gebaut,  unterseheiden  sich  aber  von  ilmen  durch  die  grosseren, 
gewolbteren  Kammern. 


414 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Gen.  Capritermes  Wasm. 

1.  Capritermes  speciosus  Hav. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost-Sumatra:  Siak,  Sungei  Pinang,  18.  iv.  1913.  Fruhere  Fund- 
orte:  Bomeo  (Haviland),  Billiton  (Holmgren  1913). 

Aus  einem  zusaminengesetzten  Nest  init  Procapritermes  setiger  (s.d.). 

2.  Capritermes  greeni  nov.  sp. 

Konigin.  Kopf  hellbraun,  Antennen  gelb,  Thorakalsegmente  hellbraun, 
etwas  heller  als  der  Kopf.  Abdominaltergite  gelb. 

Behaarung  des  Kopfes,  des  Thorax  und  Abdomens  dicht. 

Kopf  von  gewohnlicher  Form.  Fontanelle  schmal  oval,  deutlich.  Augen 
sehr  klein.  Ocellen  klein,  kleiner  als  die  Fontanelle,  um  etwa  ihren  dop- 
pelten  Durchmesser  von  den  Augen  entfernt.  Antennen  defekt ;  ihr  3. 
Glied  kiirzer  als  das  2.,  4.  so  lang  wie  2. 

Pronotum  halbkreisformig,  Vorderrand  gerade,  eingeschnitten.  Kbr- 
perlange  12  mm. 

So  Id  at.  Kopf  hellbraun,  Mandibeln  schwarz,  Antennen  gelbbraun, 
Thorakalnota  gelb,  Abdomen  weisslich. 

Kopf,  besonders  in  der  vorderen  Ilalfte,  ziemlich  dicht  behaart,  Ab¬ 
dominaltergite  nur  mit  einer  starken  hinteren  Borstenreihe. 

Kopf  langgestreckt,  um  0.62  liinger  als  breit,  parallelseitig.  Sagittal- 
naht  sehr  deutlich,  dunkelbraun.  Fontanelle  klein,  punktformig,  aber  sehr 
deutlich.  Oberlippe  sehr  kurz  und  schmal,  den  zahnanlichen  Vorsprung 
der  Mandibeln  mit  der  Spitze  gerade  erreichend,  vorn  tief  eingeschnitten, 
zwei  spitzwinklige,  aber  nicht  in  Nadeln  ausgezogene  Spitzen  bildend.  Ober- 
kiefer  von  gewohnlicher  Form  (wie  bei  speciosus) ,  um  0.38  kiirzer  als  der 
iibrige  Kopf,  der  linke  mit  einem  sehr  deutlichen  zahnahnlichen  Vorsprung 
auf  der  Innenseite  des  basalen  Teils.  Antennen  14-gliedrig,  mit  kurzen  Glie- 
dern  (das  7.  etwa  doppelt  so  lang  wie  breit) ;  Glieder  3.  und  4.  etwa  gleich- 
lang,  betrachflich  liinger  als  2. 

Pronotum  mit  grossem  Vorderlappen,  der  stark  aufgerichtet  ist,  Vor¬ 
derrand  tief  eingeschnitten. 

Kopflange  mit  Oberkiefer  5.03,  ohne  Oberkiefer  2.03,  Kopfbreite  1.87  mm. 

Zwei  Koniginnen,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Selangor,  Kajang,  19.  i.  und  Kuala 
Lumpur,  24.  i.  1913. 

In  Grosse  und* Habitus  steht  diese  Art  C.  speciosxis  sehr  nahe,  von  dem 
sie  sich  durch  folgende  Gegenuberstellung  der  Merkmale  unterscheiden  lasst. 


O.  John:  Termiten. 


415 


C.  greeni.  C.  speciosus. 

Imago. 

Ocellen  klein,  urn  ihren  doppelten 
Durchmesser  von  den  Augen  ent- 
fernt,  3.  Antennenglied  kiirzer 
als  das  2. 

S  o  1  d  a  t. 

Kopf  parallelseitig,  sehmaler,  nach 
vorn  nicht  verschmalert. 

Oberlippe  kurz  und  schmal,  in  Sa- 
gittalrichtung  gelegen,  den  Zahn- 
vorsprung  des  linken  Oberkiefers 
nur  mit  der  Spitze  erreichend, 
vorn  tief  eingeschnitten,  die  Vor- 
derecken  zwei  spitze  Winkel  bil- 
dend. 

Antennen  kurzgliedrig  (das  7.  Glied 
etwa  doppelt  so  lang  wie  breit), 

Glieder  3.  und  4.  etwa  gleiehlang, 
bedeutend  langer  als  das  2. 

Abdominaltergite  mit  einer  hinteren 
Borstenreihe. 

Diese  Art  widme  ich  dem  verdienstvollen  Erforseher  der  Entomo fauna 
von  Ceylon  Herrn  E.  E.  Grken  in  Anerkennung  der  vielseitigen  Hilfe  und 
der  freundlichen  Aufnahme,  die  er  mir  wahrend  meines  Aufenthaltes  in  Pera- 
denyia  angedeihen  liess. 

3.  Capritermes  sumatrensis  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  gelb,  leicht  gebraunt,  Mandibeln  sehwarz,  der  iibrige 
Korper  gelblich  weiss. 

Kopf  mit  einzelnen  Borsten,  Thorakalnota  mit  lateralen  Borsten,  Abdomi¬ 
naltergite  mit  einer  hinteren  Borstenreihe  und  einzelnen  verstreuten  Harchen. 

Kopf  parallelseitig,  langgestreckt,.  um  0.8  langer  als  breit.  Fontanelle 
punktformig,  aber  deutlich.  Sagittalnaht  deutlich  markiert.  Oberlippe  kurz 
und  breit,  vorn  nicht  eingeschnitten,  sondern  nur  scliwach  ausgebuchtet,  die 
Vorderecken  in  nadelformige  Spitzen  ausgezogen.  Oberkiefer  mittellang,  um 
0.45  kiirzer  als  der  Kopf;  der  linke  sehr  stark  knieformig  gebogen.  Antennen 
14-gliedrig;  das  2.  und  3.  Glied  gleiehlang,  das  4.  bedeutend  kiirzer. 


(1)  Holmgren  nennt  die  Antennen  von  speciosus  15-gliedrig,  Havtland  jedoch 
14-gliedrig,  wobei  er  liinzufUgt  „the  3rd  perfectly  or  imperfectly  divided  into  two”. 
Das  Holmgren  vorliegende  Material  wies  somit  die  gewohnliche  Erscheinung  einer 
Teilung  des  3.  Gliedes  auf,  in  Folge  dessen  auch  die  Grossenverliiiltnisse,  die  dieser 
Autor  angibt,  den  14-gliedrigen  Individuen  nicht  entsprechen. 


Ocellen  gross,  um  weniger  als  ihren 
halben  Durchmesser  von  den 
Augen  entfernt,  3.  Antennenglied 
langer  als  das  2. 

Kopf  breiter,  nach  vorn  etwas  ver¬ 
schmalert. 

Oberlippe  langer,  stark  nach  rechts 
liegend,  den  undeutlichen  Zahn- 
vorsprung  des  linken  Oberkiefers 
weit  iiberragend,  vorn  gerade  oder 
nur  schwach  ausgebuchtet. 

Antennen  langgliedrig  (das  7.  Glied 
mehr  als  dreimal  so  lang  wie 
breit),  3.  Glied  langer  als  das  4., 
2.  kiirzer  als  4.  ('). 

Abdominaltergite  ausser  der  hinte¬ 
ren  Borstenreihe  auf  der  ganzen 
Flache  stark  behaart. 


416 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Pronotum  mit  schwach  aufgeriohtetem  Vorderlappen,  Vorderrand  leieht 
ausgeschnitten . 

Kopflange  mit  Oberkiefer  2.6,  ohne  Oberkiefer  1.67,  Koptbreite  0.87  mm. 
Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost-Sumatra:  Kota  Baroe,  4.  iv.  1913. 

Aus  einem  Nest  in  Gemeinschaft  mit  Procapritermes  setiger. 

Diese  Art  ist  C.  semarangi  Holmgr.  ahnlich,  unterscheidet  sich  aber  von 
letzterem  durch  geringere  Korpergrosse  und  den  bedeutend  schmaleren  Kopf. 

4.  Capritermes  dolichocephalus  n.  sp. 

So  Id  at.  Kopf  gelb,  Oberkiefer  dunkelbraun,  Antennen  gelb,  iibrige 
Korperteile  gelblich  weiss. 

Kopf  mit  einzelnen  Borsten,  Abdominaltergite  mit  deutliclier  hinterer 
Borstenreihe. 

Kopf  rechteckig,  sehr  langgestreckt,  mehr  als  doppelt  so  lang  wie  breit. 
Fontanelle  deutlich,  punktformig.  Sagittalnaht  in  einer  flachen  Rinne  ge- 
legen.  Oberlippe  sehr  kurz,  distal  ein  wenig  verbreitert,  vorn  nicht  aus- 
geschnitten,  Vorderecken  spitz,  aber  nicht  nadelformig  verliingert.  Mandi- 
beln  sehr  kurz,  so  lang  wie  der  Kopf  breit,  d.h.  uni  0.54  kiirzer  als  der 
Kopf;  die  linke  sehr  stark  gekriimmt.  Antennen  14-gliedrig;  das  2.  und  3. 
Glied  etwa  gleichlang,  das  4.  kiirzer. 

Pronotum  vorn  sehr  schwach  ausgeschnitten. 

Kopflange  mit  Oberkiefern  3.56,  oline  Mandibeln  2.67,  Kopfbreite 
1.23  mm. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundorte.  Malayische  Ilalbinsel:  Selangor,  Kajang,  19.  i. ;  Ost-Suma- 
tra,  Kota  Baroe,  4.  iv.  1913. 

In  der  Bildung  der  Mandibeln  ist  diese  Art  C.  buitenzorgi  Holmgr.  ahnlich, 
unterscheidet  sieh  jedoch  in  der  Grosse,  den  viel  langeren  Kopf  und  be¬ 
deutend  kiirzere  Mandibeln. 

C.  dolichocephalus.  C.  buitenzorgi. 

Kopf  lilnger  als  breit  um  .  1.17  0.67 

Mandibeln  kiirzer  als  der  Kopf  um  ...  0.54  0.4 

5.  Capritermes  brachygnathus  n.  sp. 

S  o  1  d  a  t.  Kopf  und  Antennen  gelb,  Mandibeln  schwa rzbraun,  der  iibrige 
Korper  weisslich  gelb. 

Kopf  mit  vereinzelten  Borsten,  Abdominaltergite  langbeborstet. 

Kopf  rechteckig,  langgestreckt,  mehr  als  doppelt  (um  1.14)  liinger  als 
breit,  nach  vorn  ganz  unbedeutend  verschmalert.  Sagittalnaht  sehr  deutlich, 
aber  nicht  in  einer  Furche  gelegen.  Fontanelle  punktformig,  sehr  klein. 
Oberlippe  sehr  kurz,  die  Vorderecken  nicht  in  nadelformige  Spitzen  aus- 
gezogen,  vorn  nicht  ausgeschnitten.  Mandibeln  sehr  kurz,  um  0.59  kiirzer 


0.  John:  Termiten . 


417 


als  der  Kopf,  die  linke  stark  gekriimmt.  Antennen  14-gliedrig;  die  Glieder 
2.  und  3.  gleichlang,  4.  kiirzer. 

Pronoturn  ganzrandig. 

Kopflange  mit  Mandibeln  4.23,  ohne  Mandibeln  3.0,  Kopfbreite  1,4  mm. 
Soldaten. 

Fundorte.  Malayische  llalbinsel:  Johore,  Segamat,  9.  v. ;  Ost-Sumatra : 
Siak,  21.  iv.  1913. 

Aus  Nestern  von  Odontotermes  sarawakensis  und  Mirotermes  rostraius. 
Die  iiberaus  kurzen  Mandibeln  erinnern  an  die  sudamerikanische  Art 
C.  talpa  Holmgr.,  die  zu  der  Untergattung  Ncocapritermes  Holmgr.  gehort; 
letztere  ist  jedoch  dureh  das  Felilcn  der  Fontanelle  gekennzeichnet,  die  bei 
brachygnathus  aber  vorhanden  ist.  Eine  dieser  neuen  ahnliche  Art  aus  der 
orientalischen  Region  ist  bisher  nicht  bekannt  gevvorden. 

6.  Capritermes  nemorosus  Hav.  (Taf.  XXI,  Abb.  20). 

Imagines,  Konigspaare,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstiinde. 

Fundorte.  Malayische  Halbinsel:  Singapore,  Bukit  Timah,  18.  und  19.  v. ; 
Wcst-Sumatra :  Harau  bei  Pajacombo,  17.  iii.  1913.  Friiherc  Fundorte: 
Borneo  (Haviland),  Malayische  llalbinsel  und  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen). 

Die  Nester  dieser  Art  (Taf.  XXI,  Abb.  20)  werden  freistehend  auf  der 
Erde  gebaut,  haben  eine  unregel massig  konisohe  Form  mit  konvexen  Seiten, 
sind  bei  der  Erdoberflaclie  halsformig  eingeschnurt  und  im  kleineren  unter- 
irdischen  Teil  wieder  etwas  erweitert.  Als  Material  dient  eine  braunlich  graue 
Erdmasse,  die  Oberflache  ist  rauh,  jedoch  ohne  Skulptur,  hier  und  da,  be- 
sonders  auf  dem  Gipfel,  mit  Oeffnungen.  Das  Innere  ist  von  verhaltnismassig 
dunnwandigen  Kammern  ausgefullt,  der  untere  Teil  meist  nur  mit  Gangen 
und  nur  wenigen  Kammern.  Die  Konigszelle,  eine  etwas  erweiterte  Kammer, 
befindet  sich  stets  im  Ralston”,  also  in  der  Hohe  der  Erdoberflache.  Vier 
von  mir  gemessenc  Nester  batten  folgende  Dimensionen:  1)  Hohe  liber  der 
Erde  14,  Umfang  33,  Umfang  des  ,.IIalsteils,,  24  cm;  2)  Ilolie  25,  Umfang 
44 y2f  Umfang  des  ^Halsteils^  30  cm;  3)  Hohe  21,  Umfang  4G,  Umfang  des 
„Halsteils”  29  cm;  4)  Hohe  31  cm. 

7  Capritermes  minor  Holmgr. 

Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ost-Sumatra :  Kota  Baroe,  2.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte : 
Borneo  (Haviland),  Malayische  Halbinsel  und  Ost-Sumatra  (Buttel-Reepen). 
In  eincm  Nest  von  Eutermes  laborator. 


8.  Capritermes  medius  Holmgr.  (Taf.  XXIII,  Abb.  32). 

Soldaten,  Imagines,  Konigspaare,  Arbeiter  und  Jugendstande. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Siak,  21.  iv.,  Sungei  Pinang,  1G.  iv.,  Mangkinang 
25.  ii.,  Pantai  Kermen,  19.  i.,  Kota  Baroe,  6.  iv. ;  West-Sumatra :  Pajacombo, 
15.  iii.  und  Harau  bei  Pajacombo,  17.  iii.  1913. 


27 


418 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Die  Nester  dieser  Art  sind  ausserst  variabel  in  ihrcr  Form.  Ein  solches 
Nest  ist  Taf.  XXIII,  Abb.  32  abgebildet.  Bei  Kota  Baroe  fund  ieh  ein  Nest, 
das  an  einen  jungen  Baum  angelehnt  war  und  drei  Tiirme  trug.  Sein  unter- 
irdischer  Teil  war  von  einer  Kolonie  von  Eutermes  inaniformis  aus  loekerem 
Material  erbaut.  Das  Nest  von  Mangkinang  bestand  aus  4  Kegeln,  von  etwa 
20  cm  Hohe,  die  um  einen  kleinen  Baumstumpf  gebaut  waren.  Das  Material 
ist  cine  feste  Erdmasse,  die  Kammern  recht  gross. 

9.  Capritemnes  incola  Wasm. 

Ein  Konigspaar,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon,  Peradenyia,  26.  xi.,  16.  und  21.  xii.  1912. 

Aus  Nestcrn  von  Odontotennes  obscuriceps  und  redemanni. 

Gen.  Microcerotermes  Wasm. 

1.  Microcerotermes  heimi  Wasm. 

Imagines,  Soldaten  und  Arbeiter. 

Fundort.  Ceylon:  Kelanyia,  9.  xii.  1912. 

In  morschem  Baumstumpf. 

2.  Microcerotermes  serrula  Desn. 

Soldaten,  Arbeiter  und  Jugcndstande. 

Fundort.  Malayische  llalbinsel :  Joliore,  Segamat,  10.  i.  1913.  Fruhcrer 
Fundort:  Borneo  (IIaviland). 

In  morschem  Baumstumpf. 

3.  Microcerotermes  distans  IIav.  (Taf.  XXIII,  Abb.  34). 

Imagines,  Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstiinde. 

Fundorte.  Ost-Sumatra:  Tapung  Kiri,  20.  und  21.  ii.,  Kota  Baroe,  6.  iv. 
1913.  Java:  Depok,  xii.  1912  (W.  Karawajev !).  Friihere  Fundorte:  Borneo, 
Celebes,  Sulu  Islands  (Haviland). 

Die  beiden  am  Tapung  kiri  gefundenen  Nester  befanden  sich  im  Urwalde 
in  der  Niihe  des  Flussufers  in  den  Gabelungen  junger  Baume  auf  einer  Hohe 
von  etwa  4  m.  Galericn  fiihrten  zum  Erdboden  herab.  Bekle  Nester  waren 
von  ziemlich  gleicher  Grosse,  etwa  %  m  im  Langsdurchmesser.  Die  Oberflache 
war  mit  einer  fest  aufliegcnden  Deckschicht  uberzogen  und  trug  konische 
Hooker.  Diese  Hooker  waren  von  verschiedener  Grosse,  bis  zu  1  Zoll  hoch. 
Innen  waren  die  Nester  von  eincm  Wirrsal  von  Giingen  durchzogen  und  ent- 
hielten  Kammern  von  verschiedener  Grosse.  Das  Baumaterial  war  eine  feste 
Holzkartonmasse  von  chokoladebrauner  Farbe.  In  den  Kammern  lagen,  bald 
einzeln,  bald  in  Gruppen  Gebilde  von  sehr  verschiedener  Grosse  und  Form,  die 
auf  Taf.  XXIII,  Abb.  31  wiedergegeben  sind.  Sie  bestehen  aus  festem  Material 
und  sind  filzgarten  sehr  ahnlich  und  haben  eine  koraige  Oberflache.  Das 
eine  Nest  enthielt  eine  Ameisenkolonie,  die  sich  im  oberen  Toil,  in  den  oben 


f 


. 


TAFEL  XVI. 


1.  Eutermes  lacustris  Bugn.  Kopf  einer  sicli  hautenden  ergatomorphen 

Soldaten-Larve.  Frontaltubus  und  cine  abgcstreifte  Arbeiter-Mandibel 
(rechts)  sind  deutlich  zu  erkennen. 

2.  Eutermes  lacustris  Bugn.  Eine  zweite  sich  hautende  ergatomorphe  Sol¬ 

daten-Larve.  Die  dunkel  pigmentierten  Kopfsklerite  und  Mundteile 
haften  noeh  dem  Kopf  an. 

3.  Eutermes  lacustris  Bugn.  Kopf  einer  sicli  hautenden  ergatomorphen 

Arbeiter-Larve.  Die  Kopfhaut  ist  aufgeplatzt,  umgibt  aber  noeh  lose 
die  neugebildete  Cuticula  der  Arbeiter-Nymphe. 

4.  Eutermes  lacustris  Bugn.  Arbeiter  mit  Pilzparasiten  an  der  Vordertibia 

(links)  und  an  der  rechten  Kopfseite  (rechts). 

5.  Macrotermes  gilvus  Hag.  Konigin  und  Konig  (Kajang). 

6.  Eutermes  laborator  Haw  auf  dem  Marsch  auf  einem  Ast,  im  Unvald  (Siak). 


Treubia  Vol.  VI 


Pl.  XVI. 


0.  John  phot. 


TAFEL  XVII. 


■8.  Macrotermes  carboruirius  Hag.  Konigskammer  mit  Insassen  (Segamat). 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  XVII. 


7. 


0.  John  phot. 


TAFEL  XVIII. 


9.  Macrotermes  carbonarius  IIag.  Nest  im  Durchschnitt  mit  Pilzgarten  (Se 
gam  at). 

10.  Macrotermes  gxlvus  Hag.  Nest  im  Durchschnitt  mit  Pilzgarten,  im  Ur 
walde  (Kota  P>aroe). 


Treubia  Vol.  VI. 


Pe.  XVI 1 1. 


10. 


0.  John  phot. 


TAFEL  XIX. 


11.  Macrotermes  gilvus  Hag.  Grosses  Nest  auf  offener  Flaehe.  Die  Konigs- 

kammer  mit  der  Konigin  (X)  und  Pilzgarten  sind  sichtbar  (Siak). 

12.  Eutermes  matangensis  TTav.  Nest  an  einem  Baumstamm  (Pajacombo). 


O.  John  phot, 


12. 


Treubia  Vol.  VI.  Pl.  XIX. 


TAFEL  XX. 


13.  Eutermes  matangensis  Hav.  Bauten  an  einer  Hauswand  (Padang  Tarab). 

14.  Eutermes  sarawakensis  Hav.  Grosses  Nest  im  Durchsehnitt  an  einem 

Baumstamm  im  Urwald  (Siak). 

15.  Labritermes  buttel-reepeni  IIolmgr.  Nest  (Kota  Baroe). 

16.  Eutermes  sarawakensis  Hav.  Nester  einer  jungen  (links)  und  einer  alteren 

Kolonie  (rechts).  Bei  letzterem  ist  die  Deckschicht  zum  grossten  Teil 
abgefallen.  (Siak). 


O.  John  phot. 


biHu* 

i§AAj\rJLA) 


16. 


15. 


Treubia  Vol.  VI.  Pl.  XX. 


TAFEL  XXI. 


17  Kuterme. s  sordidus  Hav.  Nest  an  jungem  Baumchen  (Harau). 

18.  Eutermes  singaporensis  Hav.  Nest  an  jungem  Baumchen  (Bukit  Timah). 

19.  Eutermes  laborator  Hav.  Nest  einer  alteren  Kolonie  an  Kletterpflanzen 

(Siak,  Sungei  Pinang). 

VO.  Capritermes  nemorosus  IIav.  Nest  im  Walde  (Bukit  Timah). 

21  Eutermes  labomtor  Hav  Nest  einer  jiingeren  Kolonie  im  Walde  an 
Kletterpflanzen  (Siak). 


Treubia  Vo i,.  VI. 


Pl.  XXI. 


O.  John  phot. 


TAFEL  XXTI. 


22.  Prohamitermes  mirabilis  Hav.  Nest,  gef unden  in  einern  Nest  von  Miro- 

termes  rostratus  Rrauer  (Kota  Baroe). 

23.  Dasselbe  im  Durchschnitt. 

24.  Capritermes  nemorosus  Hav.  Nest  einer  alteren  Kolonie  im  Durclischnit 

(Bnkit  Timah). 

25.  H amitermes  sulphureus  Hav.  Oberirdischer  Toil  eincs  Nestes  im  Durch¬ 

schnitt  am  Waldrande  (Segamat). 


26.  Eutermes  germanus  Hav.  Nest  im  Unvalde  (Bukit  Timah). 


Treubia  Vol.  VI. 


Pl.  XXII. 


0.  John  phot. 


TAFEL  XXIII. 


27 — 28.  Macrotermes  carbonarius  Hag.  Pilzgarten. 

29.  Odontotermes  (?)  dives  Hag.  Pilzgarten. 

30.  Odontotermes  sarawakensis  Holmgr.  Pilzgarten. 

31.  Pilzsrartenahnliehe  Gebilde  aus  einem  Nest  von  Microcerotermes  distant 

H a v .  (Tapung  kiri). 

32.  Capriterrnes  medius  Holmgr.  Nest  ini  Durchschnitt  (Pajacombo). 

33.  Hamitermes  dentatns  Hav.  Nest  irn  Durchschnitt  (Siak,  Sungei  Pinang). 

34.  Microcerotermes  havilandi  Holmgr.  Nest  an  einer  Gabelung  eines  Baum- 

stammes  im  Urwald  (Siak). 


Trkubia  Vol.  VI. 


Pl.  XXIII. 


31. 


O.  John  phot. 


32. 


33. 


34. 


O.  John:  Termiten. 


419 


beschriebenen  Oberflachen-Hockern  angesiedelt  hattc.  Soldaten  waren  nur 
in  geringer  Anzahl  vorhanden,  sehr  zahlrcieh  waren  dagegen  Imagines.  Das 
Nest  von  Kota  Baroe  war  an  den  Stamm  eines  ganz  schriig  gewachsenen  Baumes 
angebaut,  war  den  oben  geschilderten  sehr  ahnlich  und  enthielt  ebenfalls  pilz- 
kuchenahnliche  Gebilde. 

4.  Microcerotcrmes  havilandi  IIolmgr.  (Taf.  XXIII,  Abb.  34). 

Soldaten,  Arbeiter  und  Jugendstande.  Kbnigspaar. 

Fundorte.  Ost-Suniatra :  Siak,  21.  und  24.  iv.,  und  Sungei  Pinang,  16.  und 
18.  iv.  1913.  Friihere  Fundorte:  Borneo  (IIaviland),  Ost-Sumatra  (Buttel- 
Reepen). 

Die  Nester  dieser  Art  siinl  von  unregelmassiger  Form  und  meist  fiillen 
sie  mehr  oder  weniger  die  Gabelungcn  von  Zweigen  aus,  bisweilen  bilden  sie 
eine  grossere  zusammenhangende  ^lasse  (Taf.  XXIII,  Abb.  34).  In  ersterein 
Falle  bcstehen  sie  aus  mehreren  Teilen,  die  dureli  sehmale  Galerien  miteinander 
verbunden  sind  und  mitunter  recht  weit  von  einander  in  verschiedenen  Ast- 
gabelungen  sich  befinden.  Die  Deckschicht  ist  rauh  und  von  unebener  Ober- 
flache,  bildet  aber  koine  Ilocker.  Das  Baumaterial  ist  fester  Holzkarton,  die 
Deckschicht  aber  briichiger  als  bei  den  Nestern  der  vorhergehenden  Ai*t.  Die 
innere  Anlage  des  Nestes  liess  keinen  regelmassigen  Bauplan  erkennen.  Pilz- 
gartenahnliche  Gebilde  waren  nicht  vorhanden. 


UEBER  EINIGE  ORTHOPTEREN  VON  BALI 
(NIEDERLAENDISCH-INDIEN) 


von 

R.  Ebner 
(Wien). 

Von  mcinem  Kollegen  Prof.  Dr.  J.  Fahringer  erhielt  ich  eine  kleine  Anzahl 
Orthopteren,  die  sein  Bruder,  der  akademische  Maler  Karl  Fahringer,  im 
Jahre  1922  auf  der  Insel  Bali  bei  Java  gesammelt  hatte.  Obwohl  die  Aus- 
beute  goring  ist  und  fast  nur  aus  zufallig  gefangenen  Tieren  besteht,  verdient 
sic  wegen  einiger  Arten  besondere  Beachtung;  anch  sind  iiber  Bali  nur  sehr 
wenige  Angaben  in  der  Literatur  zu  finden.  Fiir  die  Ueberlassung  aller 
wertvollercn  Stiicke  bin  ich  den  beiden  genannten  Ilerren  sehr  dankbar.  Das 
ganze  Material  stammt  von  Denpasar. 

Aus  dieser  kleinen  Ausbeute  lassen  sich  naturgemass  keine  besonderen 
tiergeographischen  Folgerungen  ziehen,  zumal  sie  auch  viele  weitverbreitete 
Arten  enthalt.  Fast  alle  sind  auch  von  Java  bekannt,  sodass  der  siidostliche 
Einschlag  nur  sehr  gering  ist. 


BLATTIDAE. 


Phyllodromia  sp. 

1  Larve.  Braungelb  mit  zwei  scharf  markierten  schwarzen  Liingsstreifen 
iiber  den  ganzen  Korper.  Abdomen  auch  in  der  Mitte  mit  einer  Langsreihe 
von  kleinen  schwarzen  Flecken. 

Cutilia  kamyi  n.  sp. 

1  c?  .  Oben  einfarbig  dunkel-kastanienbraun,  glanzend,  fein  punktiert 
(Pronotum  aber  namentlich  in  der  Mitte  ziemlich  glatt),  fast  unbeliaart. 
Rander  nicht  bewimpert.  Mittlerer  Teil  des  Kopfes,  Clypeus  und  Antennen- 
basis  etwas  heller;  nach  innen  von  der  Fuhlergrube  jederseits  ein  weisslich- 
gelber  Fleck  („ocelliform  spots”).  Elytren  vollstandig  frei,  bis  zum  Hinter- 
rand  des  Mesonotums  reichend,  etwas  diehter  punktiert,  aber  ebenso  gefarbt 
wie  das  Mesonotum.  Abdominaltergite  seitlich  nach  hinten  verlangert,  na¬ 
mentlich  die  beiden  letzten  sind  nach  hinten  zahnformig  ausgezogen.  Supra- 
analplatte  breit,  trapezf ormig ;  am  H  interrand  leieht  eingebuchtet  und  deutlich 
behaart.  Cerci  flach,  behaart,  an  der  Spitze  nur  wenig  heller,  die  Subgenital- 


420 


R.  Ebner:  Orthopteren  von  Bali. 


421 


platte  betraehtlich  iiberragend.  Subgenitalplatte  breit,  quer,  hinten  jederseits 
mit  einem  deutlichen  Zahnchen  am  Grunde  der  Styli.  S  t  y  1  i  schlank,  d  i  e 


Cutilia  karnyi  ^  ,  Type.  —  Ende  des  Abdomens  von  oben  (vergrossert)  und  von 
unten  (starker  vergrossert,  in  etwas  schrager  Ansicht). 


Supraanalplatte  deutlich  iiberragend,  an  der  Spitze  etwas 
ungleich  (wahrscheinlieh  nur  Missbildung) .  Supraanalplatte  etwas  langer  als 
die  Subgenitalplatte,  sodass  man  in  der  Dorsalansicht  von  der  letzteren  nur 
die  seitlichen  Teile  mit  der  Ansatzstelle  der  Styli  wabrnimmt.  Coxen  heller, 
mit  dunkleren  Randern ;  der  iibrige  Teil  der  Beine  nahezu  einfarbig 
braun.  Hinterer  Metatarsus  lang,  die  vier  ersten  Tarsenglieder  gleichfarbig, 
das  fiinfte  fehlt. 

Korperlange  .  14  mm 

Lange  des  Pronotums  .  4 ’8  „ 

Breite  des  Pronotums  . . .  7 ’3  „ 

Lange  der  Elytren  .  2 ’5  „ 

Ich  benenne  diese  Art  nach  meinem  lieben  Freunde  Dr.  H.  H.  Karny  in 
Buitenzorg,  der  sich  so  erfolgreich  mit  der  Erforschung  der  Orthopteren  fauna 
von  Nicderlandisch-Indien  beschaftigt. 

Nachstverwandt  mit  C.  mehinesiae  Shelf,  und  mit  C.  nitidella  Shaw.  Die 
Unterschiede  gegen  melanesiae  sind :  geringere  Grosse,  dunklere  Beine,  Fiirbung 
des  Kopfes,  feine  Punktierung  des  Abdomens  und  stark  nach  hinten  ausge- 
zogene  Seitenrander  der  letzten  Abdominaltergite.  Noch  grosser  ist  die 
Aehnlichkeit  mit  nilidella,  doeh  ist  meine  Art  an  den  Seitenrandem  nicht 
bewimpert,  Elytren  und  Mesonotum  sind  gleichfarbig.  Das  letzte  Abdominal- 
tergit  ist  in  der  Mitte  weniger  gebogen,  die  Supraanalplatte  ist  etwas  kiirzer 
und  breiter,  die  Styli  sind  viel  liinger  und  ragen  weit  auch  fiber  die  Supra¬ 
analplatte  hinaus.  Die  Beine  sind  fast  einfarbig. 

Ein  zweites  c?  fand  ich  in  der  Collection  Brunner  von  Wattenwyl  im 
Naturhistorischen  Museum  in  Wien.  Das  Tier  stammt  aus  Queensland 
und  unterscheidet  sich  nur  unwesentlich  von  dem  Exemplar  aus  Bali.  Es  ist 
grosser,  weniger  glanzend  und  etwas  sparlicher  punktiert.  Zahnformige  Ver- 
langerung  des  vorletzten  Abdominaltergites  etwas  schwacher,  Cerci  einf;irbig, 
Supraanalplatte  am  Ende  etwas  sohmaler.  Beine  ganz  einfarbig,  nur  das 
letzte  Tarsenglied  dcr  Hinterbeine  ein  wenig  heller. 

Korperlange  .  lb’2  mm 

Lange  des  Pronotums  .  5  „ 

Breite  des  Pronotums  .  8  „ 

Lange  der  Elytren  .  2’6  „ 


422 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Der  Grossenunterschied  beider  Stiicke  erklart  sieh  teilweise  dadurch,  das^ 
das  erste  stark  kontrahiert,  das  zwcite  stark  gestreckt  ist,  was  sich  namentlich 
am  Abdomen  deutlich  zeigt. 

Bei  der  Bestimmung  dieser  Art  wandte  ieh  mieh  an  die  Herren  Dr.  R. 
Hanitscii  (Oxford)  und  Dr.  B.  Uvarov  (London),  denen  icb  fur  ihre  Ililfe 
schr  zu  Dank  verpflichtet  bin.  Uvarov  verglich  mein  Exemplar  aus  Bali  auch 
mit  der  Type  von  C.  melanesiae,  welehe  Art  ieh  nachtraglich  auch  in  der  Col¬ 
lection  Brunner  von  Wattenwyl  (unter  dem  Namen  Polyzosteria  flavipes  Br.) 
von  Rockhampton  in  5  Stucken  fand.  Bei  dieser  Gelegenheit  mochte  ich  noeh 

auf  die  Kopfzeichnung  hinweisen.  Uvarov  schreibt  mir  dariiber:  „ . 

front  also  pale  with  a  broad  black  longitudinal  fascia  . ”,  womit  unsere 

Tiere  selir  gut  ubereinstimmen.  Shaw,  der  die  Art  aus  N.  Queensland  angibt, 
berichtet  aber :  „Head  with  a  broad  transverse  castaneous  stripe  occupying  the 

vertex  between  the  eyes . Nach  der  La  ge  dieses  Bandes  muss  man 

also  annehmen,  dass  Shaw  nicht  melanesiae  vor  sich  hatte,  sondera  cine 
andere,  vielleicht  neue  Art. 

Shklford  zahlt  1909  (Trans.  Ent.  Soc.  London,  p.  289)  und  1910  (Gen. 
Ins.,  Fasc.  109,  p.  8)  6  Arten  der  Gattung  Cutilia  St&l  auf;  L.  Bruner 
beschreibt  1916  (Proc.  Iiaw.  Ent.  Soc.,  Ill,  p.  151)  ziemlich  kurz  C.  feejeeana 
von  den  Fiji  Islands;  Siiaw  macht  uns  1918  (Mem.  Queensl.  Mus.,  VI,  p.  155) 
mit  5  neuen  Arten  aus  Australian  bekannt,  die  er  gut  charakterisiert  und 
teilweise  abbildet.  IIebard  stellt  1922  (Occas.  Pap.  Bernice  Pauahi  Bishop 
Mus.  of  Polynes.  Ethnol.  and  Nat.  Hist.,  VII,  p.  333)  auch  soror  Br.-W.  in 
das  Genus  Cutilia.  Diese  Art  wurde  1865  von  Brunner  v.  Wattenwyl  als 
Polyzosteria  (Subgenus  Platyzosteria)  beschrieben  und  1910  von  Shelford 
ebenfalls  zu  Platyzosteria  gerechnet.  Eine  Untersuehung  der  Type  im  Wiener 
Museum  ergab  die  Richtigkeit  von  ITebards  Ansicht ;  das  gilt  auch  fur  die 
5  anderen  Exemplare  des  Museums,  die  von  Celebes,  Sumatra  und  Honolulu 
stammen. 

Die  Zahl  der  bis  jetzt  bekannten  Cutilia- Arten  betragt  einschlicsslich  der 
hier  von  mir  beschriebenen  im  ganzen  14  (*). 


(1)  Wahrend  der  Drucklegung  dieser  Zeilen  erschien  eine  interessante  Arbeit 
von  L.  Citopard  (Blattidae  de  la  Nouvelle-Cal£donie  et  des  lies  Loyalty,  in:  Fritz 
Sarasin  &  J.  Roux,  Nova  Caledonia,  Zoologie,  Vol.  Ill,  L.  II,  Berlin  1924),  in  welcher 
er  6  neue  Arten  von  Cutilia  beschreibt  (p.  326  —  331),  die  aber  von  meiner  Art  ganz 
verschieden  sind. 

Auch  lernte  ich  jetzt  erst  eine  neuere  Arbeit  von  E.  Shaw  kennen  (Descriptions 
of  new  Australasian  Blattidae  with  a  note  on  the  Blattid  Coxa,  Proc.  Linn.  Soc.  of 
N.  S.  W.,  Vol.  XLVII,  Sydney  1922),  die  5  Neubeschreibungen  von  Cutilia- Arten  enthalt 
(p.  227  —  230).  Von  diesen  steht  C.  brevitarsis  aus  N.  Queensland  meiner  C.  karnyi 
sehr  nahe;  die  Unterschiede  beziehen  sich  namentlich  auf  die  abweichende  Skulptur 
der  Abdominaltergite,  ferner  auf  die  Hinterriinder  der  Thorakaltergite,  auf  die  Elytren 
und  auf  die  Subgenitalplatte. 


R.  Ebner,  1.  X.  1924. 


423 


R.  Ebner  :  Orihopteren  von  Bali. 


Periplaneta  americana  L. 

1  3* .  Kosmopalit. 

Periplaneta  australasiae  Fabr. 

1  cf  .  Verbreitung  wie  bei  der  vorigen  Art. 

MANTIDAE. 

Tenodera  aridifolia  Stoll. 

Giglio-Tos,  Mantidi  esotici  V,  1912,  p.  37. 

1  cf.  In  Sudostasien  weit  verbreitet. 

Tenodera  fasciata  Ol. 

Giglio-Tos,  Mant.  es.  V,  1912,  p.  45. 

1  d*.  Auch  diese  Art  ist  im  ganzen  Gebiete  verbreitet. 

Parhierodula  quinquepatellata  Wern. 

.  Werner,  Abhandl.  Senckenberg.  Nat.  Ges.,  XXXIII,  1911,  p.  389 
(Ilierodula). 

Giglio-Tos,  Mant.  es.  V,  1912,  p.  129  (sapitina). 

1  d*.  Die  Bestiminung  und  die  Angabe  der  Synonymie  verdanke  ich 
llerrn  Prof.  Dr.  F.  Werner,  in  dessen  Sammlung  die  drei  hier  genannten 
Mantiden  ubergegangen  sind.  War  bisher  nur  von  Lombok  und  Sumbawa 
bckannt. 


GRYLLIDAE. 

Gryllotalpa  africana  Pal.  Beauv. 

1  d%  2  $  §  ,  1  Larve.  Die  entv/ickelten  Tiere  sind  macropter.  Schon 
von  Bali  bekannt  (Saussure  1877). 

Gryllus  burdigalensis  Latr.  var.  cerisyi  Serv. 

1  $.  Das  von  Saussure  (1877)  aus  Java  erwahnte  Exemplar  der 

Collection  Brunner  v.  Wattenwyl  (No.  8610)  ist  auch  ein  macropteres  $  . 

Gryllus  consobrinus  Sauss. 

1  relativ  grosses,  brachypteres  cf.  Tympanalorgane  an  der  Innenseite 
der  Vordertibien  fast  nicht  erkennbar. 

Steht  Gr.  conspersus  Schaum  sehr  nahe,  welche  Art  von  Saussure  eben- 
ialls  aus  Ostindien  angegeben  wind.  Die  Untersehiede  beziehen  sich  auf  die 
Grosfie,  die  Lange  des  Ovipositors  und  das  Geader  (namentlich  im  vorderen, 
vertikal  stehenden  Toil  der  Elytron). 

TETTIGONIIDAE. 

Mecopoda  elongata  L. 

Karny,  Treubia,  V,  1924,  p.  158. 

1  5*  Braun,  Elytren  mit  schwarzcn  Flecken  (ab.  ferruginea  Stoll). 
M  +  Rs  der  Hinterflugel  mit  5  Aesten  ( macassariensis  De  Haan). 


424 


Treubia  Vol.  VI,  Liyr.  3 — 4. 


Phaneroptera  gracilis  Burm. 

Kirby,  Syn.  Cat.  Orth.,  II,  1906,  p.  436. 

Karny,  Zool.  Mededeel.,  V,  Leiden  1920,  p.  195  &  210  {brevis). 

Hebard,  Proc.  Acad.  Nat.  Sc.  Philadelphia,  LXXIV,  1922,  p.  171 
( Anerota ). 

Diese  in  Siidost-Asien  weit  verbreitete  Art  hat  ihren  Namen  mehrmals 
wechseln  miissen.  Als  subnotata  St&l  erscheint  sie  1878  in  Brunners  Mono¬ 
graphic  (p.  215).  Bei  Kirby  (l.c.)  heisst  sie  gracilis  Burm.  Karny  nannte 
sie  1920  brevis  Serv.  Hebard  stellt  1922  zwar  den  friiheren  Speziesnamen 
wieder  her,  fiihrt  sie  aber  nnter  dem  Gennsnamen  Anerota  Caudell  1921  an. 
Ich  schliesse  mich  Kirby  an,  weil  man  nach  diesem  Katalog  wenigstens  rasch 
und  sicher  weiss,  um  welches  Tier  es  sich  handelt  und  den  rein  nomenklato- 
rischen  Streitigkeiten  ausweicht. 

Mir  liegt  von  Denpasar  nur  1  $  vor. 

LOCUSTIDAE  (Acridiidae). 

Euparatettix  personatus  Bol. 

1  9  .  Pronotum  und  namentlich  die  Fliigel  die  Ilinterknie  betrachtlich 
iiber  ragend. 

Paratettix  variabilis  Bol. 

1  .  Pronotum  und  Fliigel  wie  bei  der  vorigen  Art.  Skulptur  des  Pro- 

notums  normal  ausgebildet. 

Scheint  von  Java  noch  nicht  bekannt  zu  sein;  Bolivar  (1887)  und  Kirby 
(1910)  geben  nur  Madura,  Borneo  und  Philippincn  an,  Hancock  (1906)  aus- 
serdern  noch  Sumatra. 

Acrida  turrita  L. 

Nur  1  c?  ,  einfarbig  hellgriin. 

Heteroptemis  respondens  Walk. 

Saussure,  Addit.  Prodr.  Oedip.,  1888,  p.  46  (pyrrhoscelis) . 

IvmBY,  Syn.  Cat.  Orth.,  Ill,  1910,  p.  220. 

1  9  •  Prozona  des  Pronotums  fast  samtartig  und  einfarbig  braun- 

schwarz,  welche  Farbe  sich  oben  in  der  Mitte  auch  etwas  auf  die  Metazona 

» 

erstreckt.  Diese  ist  sonst  gelbbraun,  nur  am  Ilinterrand  oben  teilweise 
dunkler  gefleckt. 

Gastrimargus  transversus  Thunb. 

Kirby,  Orthoptera  (Acridiidae),  in:  The  Fauna  of  British  India,  in¬ 
cluding  Ceylon  and  Burma,  1914,  p.  145,  /.  103. 

2.  9?  *  Nach  Kirby  auch  auf  Java  und  Celebes. 


R.  Ebner:  Orthopteren  von  Bali. 


425 


Gastrimargns  sundaicus  Sauss. 

Kirby,  Syn.  Cat.  Orth.,  Ill,  1910,  p.  228. 

Nur  1  d*  • 

Locusta  danica  L. 

Saussure,  Prodr.  Oedip.,  1884,  p.  120  ( Pachytylus  cinerascens) . 

Uvarov,  Bull.  Ent.  Research,  XII,  1921,  p.  161  ( migratoria  ph.  danica). 

1  gelblichgriines  d*  . 

Trilophidia  cristella  StIll. 

Auch  von  dieser  Art  liegt  nur  1  d*  vor. 

Gelastorrhinus  bicolor  De  Haan. 

Kirby,  Syn.  Cat.  Orth.,  ITT,  1910,  p.  409. 

1  aus  Denpasar. 

Im  Sommer  1923  hatte  ich  Gelegenheit,  die  Typen  von  De  Haan  zu 
untersuchen,  welche  sieh  damals  bei  meinem  Freunde  Dr.  Willemse  in 
Eijgelshoven  befanden.  Haan  gibt  seine  Art  aus  Java  und  Japan  an;  sein 
Material  besteht  aus  1  von  Crawang,  Java  (Muller)  und  einem  Parehen 
von  Japan  (Siebold).  Wie  ich  vermutet  hatte,  weichen  die  Tiere  beider 
Fundorte  von  einander  ab,  sodass  ich  die  Unterschiede  und  spiiter  auch  die 
Grossenangaben  anfiihren  will. 

cfaus  Java:  Schlank,  Rostrum  langer  und  schmaler.  Elytren  schmal. 
Ilinterfliigel  stark  zugespitzt,  schmal,  ganz  angeraucht. 

d*  $  aus  Japan :  Robust er  und  breitor,  Rostrum  kiirzer  und  breiter, 
Elytren  breiter,  Hinterfliigcl  weniger  stark  zugespitzt,  breiter,  beim  d*  nur 
an  der  Spitze  leicht  angeraucht,  beim  $  ganz  hyalin. 

Kirby  hat  zu  G.  bicolor  auch  Indus  Burr  als  Synonym  gestellt.  Ver- 
gleicht  man  nun  die  3  Exemplare  von  Haan  mit  Indus  und  esox  Burr,  von 
weichen  mir  im  Wiener  Museum  die  Typen  vorliegen,  so  kommt  man  zu  fol- 
gendem  Ergebnis: 

G.  bicolor  be  Haan  umfasst  2  Arten,  von  denen  die  eine, 
aus  Java,  diesen  Namen  be  halt;  dam  it  kann  man  Indus 
synonym  erklarcn,  obwohl  besonders  die  d*d*  aus  Sukabumi  (West- 
java)  durch  ein  wesentlich  weitmaschigeres  Geader  der  Elytren  (namentlich 
Queradern  im  Discoidal-  und  Interulnarfeld)  da  von  abweichen,  wahrend  1 
d*  aus  Palabuan  (Siidjava)  von  dem  aus  Bali  kaum  vei’schieden  ist  0). 
Die  Ilinterfliigel  sind  bei  alien  Exemplaren  deutlicli  angeraucht  und  bisweilen 
ahnlich  gefiirbt  wie  bei  gracilis  Fritze.  Die  z  w  e  it  e  Art,  aus  Japan, 
hat  dann  G.  esox  Burr  zu  heissen.  —  Dabei  ist  allerdings  zu  be- 
riicksichtigen,  dass  ich  die  Untersuchung  der  Arten  von  Haan  und  Burr 


(1)  Es  ist  sehr  walirscheinlich,  dass  Burr  das  Parehen  aus  Palabuan  bei  der 
Beschreibung  von  lucius  nicht  gesehen  hat.  Diese  beiden  Stiicke  aus  Siidjava 
tragen  eine  andere  Nummer  und  sind  vermutlich  erst  spiiter  dazugesteckt  worden. 


426 


Treubta  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


nicht  gleichzeitig  vomchinen  komite,  sondem  hier  in  Wien  auf  meine  in 
Holland  gemachten  Notizen  und  einige  Erganzungen  durch  Willemse  ange- 
wiesen  war. 

Die  Unterschiede  der  beiden  Arten  sind  gering  und  meist  schwer  zu  de- 
finieren,  denn  die  von  Burk  angefiihrten  Merkmale  im  Geader  der  Elvtren 
sind  teilweise  auch  bei  den  Tvpen  nicht  so  scharf  markiert,  wie  man  nach  den 
Angaben  erwarten  konnte.  Es  sind  vor  allem  Verschicdenheiten  im  Habitus 
und  in  der  Besohaffenlieit  der  Flugorgane.  —  Auch  Uvarov  hat  1912  auf  die 
Schwierigkeiten  bei  der  Artunterscheidung  in  dieser  Gattung  hingewiesen  (*). 

Endlich  mochte  ieh  noch  eine  Uebersicht  iiber  die  Grossenangaben  aller 
untersuchten  Exemplar©  geben. 


G.  bicolor  de  Haan  1842  (=  Indus  Burr  1902). 


£  von 
Haan  aus" 
Java  (Type 
von  bicolor). 

<?  aus 
Bali. 

Exemplare  der  Coll.  Brunner  v.  W. 
in  Wien  (Typen  von  lucius  und 

1  Paar  aus  Palabuan). 

6  cTc? 

299 

Kdrperlange . . 

29 

mm 

29,5  mm 

27’5  —  30  mm 

4T5  —  42  mm 

Pronotum . 

4’5 

n 

5 

4’2  -  5  „ 

6’8  —  7  „ 

Lange  der  Elytren. . 

29 

n 

28 

27  —  29’5  „ 

37—38 

Breite  der  Elytren. . . 

2 

n 

2’2 

2  —  2’2  „ 

3*2  * 

Lange  der  Flugel. . . . 

22’5 

n 

22’5  „ 

20'5  —  24  „ 

30  —  30’5  „ 

Hinterschenkel . 

13 

it 

12 

11/2  —  12’2  „ 

15’6  —  16’2  „ 

G.  esox  Burr  1902. 


Exemplare  von  Haan 
aus  Japan. 

Exemplar©  der  Coll.  Brunner  v. 
in  Wien  (teilweise  defekt) 
(Typen  von  esox). 

W. 

cT 

9 

3  dV 

599 

KOrperlange . 

29  mm 

38’5 

mm 

25’5  —  26’5 

mm 

39’5  —  43’5 

mm 

Pronotum  . 

4’o  n 

7 

tt 

4'2  —  4’8 

n 

7  —  7’5 

77 

Lange  der  Elytren  . . 

unvoll- 

standig 

37 

n 

24’5  —  27’5 

77 

35’5  —  41 

77 

Breite  der  Elytren... 

2’5  mm 

3’5 

it 

2’4  — *  2  6 

7) 

3’8  —  4  3 

71 

Lange  der  Flugel . .  .  j 

24*5  „ 

30 

it 

20’5  —  22'5 

17 

30’5  —  33  5 

H 

Hinterschenkel _  . 

13 

— 

11’5  —  12 

17 

16’5  —  18’5 

77 

(1)  M.  Hebard  kommt  neuestens  bei  Gelastorrhinus  bicolor  zu  etwas  anderen 
Ansichten  als  ich  (Trans.  ’Am.  Ent.  Soc.,  L,  1924,  p.  211). 


R.  Ebner,  14.  VII.  1925. 


R.  Ebner:  Orthopteren  von  Bali. 


427 


Eine  kleine  Richtigstellung  im  KiRBY-Katalog  (III,  p.  409,  No.  5) :  die 
von  Fritze  aus  Sumatra  bescliriebene  Art  heisst  gracilis  und  nioht  glacialis . 

Neubeschrieben  sind  seither  G.  rotundatus  Shiraki  aus  Formosa  (Acri- 
diden  Japans.  Publ.  by  the  Keiseisha,  Tokyo,  Japan,  1910,  p.  62)  und  G.  sagitta 
Uvarov  (Horae  Soc.  Entom.  Ross.,  XL,  No.  3,  1912,  p.  10)  aus  Transkaspien 
und  Turkestan. 

Catantops  sp. 

Willemse,  Zoolog.  Mededeel.,  VI,  1921,  p.  18. 

Eine  fast  einfarbig  griinliche  Larve  von  26  mm  Lange  mit  noch  sehr 
kleinen  Fliigelansatzen. 


Abgeschlossen  in  Wien  am  28.  Mai  1924. 


NEW  MALAYAN  MICRO-LEPIDOPTERA. 


By 

E.  Meyrick 

(Marlborough,  England.) 
EUCOSMIDAE. 


Spilonota  beryllina,  n.  sp. 

Jf<  20  mm.  Head  whitish.  Palpi  porrccted,  green-whitish,  second  joint 
with  base  and  an  oblique  median  band  blackish,  terminal  joint  %  of  second, 
slender.  Antennal  notch  very  near  base  of  stalk.  Thorax  whitish-green,  a 
black  mark  on  shoulder.  Forewings  with  strong  costal  fold  from  base  to  %, 
termen  nearly  straight,  little  oblique;  light  green;  markings  black,  edged 
white;  a  series  of  dots  along  costa,  and  costal  edge  blackish  anteriorly;  a 
transverse  series  of  three  dots  at  %,  median  followed  and  subdorsal  preceded 
by  a  fine  dash ;  a  triangular  spot  beneath  costal  fold  at  %,  whence  an  angul- 
ated  line  of  scales  runs  to  a  spot  on  dorsum  at  %,  enclosing  a  small  spot  of 
groundcolour;  a  curved  line  running  from  beneath  costal  fold  before  middle 
of  wing  through  disc  and  recurved  towards  costa  at  %  but  not  reaching  it; 
a  slender  oblique  streak  from  dorsum  beyond  middle  reaching  %  across  wing ; 
a  slender  excurved  oblique  streak  from  dorsum  at  %  reaching  half  across 
wing;  a  slender  transverse  streak  in  disc  towards  termen,  upper  end  short- 
furcate;  a  short  oblique  apical  mark;  some  short  linear  marks  on  termen:  cilia 
whitish  (injured).  Hindwings  whitish-grev;  cilia  whitish. 

Java,  Tjibodas,  1500  m.,  in  August;  one  specimen. 

Eucosma  leptancistra,  n.  sp. 

$  .  14  mm.  Head  whitish,  sides  of  crown  suffused  fuscous.  Palpi  white, 
second  joint  suffused  blackish  except  apex.  Thorax  fuscous,  suffused  blackish 
towards  shoulders,  patagia  whitish  towards  apex.  Forewings  with  termen 
nearly  straight,  little  oblique;  grey,  points  of  scales  whitish;  costa  marked 
blackish,  with  seven  pairs  of  whitish  strigulae  between  %  and  apex:  basal 
patch  suffused  darker  grey,  edge  hardly  angulated  below  middle;  central  fascia 
narrow,  rather  oblique,  suffused  darker  grey,  slender  and  black  on  costa,  on 
posterior  edge  below  middle  with  an  almost  blackish  prominence  terminating 
in  an  upeurved  strigula;  ocellus  broad,  ochreous- whitish,  suffused  silvery- 
leaden  except  a.  narrow  central  area  including  four  small  indistinct  dark 


428 


429 


E.  Meykick  :  New  Malayan  Micro-Lepidoptera. 


marks,  lowest  forming  a  curved  dash ;  an  oblique  blackish  stria  following  this, 
ending  on  termen  below  middle;  four  short  oblique  blue-leaden  strigae  from 
costa  posteriorly;  a  round  dark  fuscous  apical  spot:  cilia  light  grey  with  rows 
of  blackish  and  white  points,  beneath  apex  a  white  bar.  Hindwings  with  3  and 
4  stalked ;  grey ;  cilia  light  greyish. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny);  one  specimen. 
Similar  in  markings  to  Acroclita  naevana,  except  that  edge  of  basal  patch 
is  hardly  angulatcd. 

GELECHLADAE. 

Crocanthes  ignea,  n.  sp. 

20  mm.  Head  and  thorax  blackish.  Palpi  pale  ochreous,  second  joint 
suffusedly  irrorated  dark  fuscous.  Abdomen  orange.  Forewings  rather 
narrow;  8  and  9  stalked;  blackish;  a  rather  irregular  orange  transverse  fascia 
near  base,  whence  a  broad  orange  streak  sprinkled  dark  fuscous  extends 
along  costa  to  % ;  a  large  very  irregular  orange  blotch  extending  on 
dorsum  from  before  middle  to  near  tornus,  and  reaching  nearly  to  costal 
streak,  somewhat  sprinkled  dark  fuscous.  Hindwings  orange;  a  blackish 
apical  blotch,  extended  as  an  irregular  attenuated  streak  to  middle  of  ter¬ 
men  ;  cilia  blackish,  dorsum  and  lower  part  of  termen  orange. 

Dutch  New  Guinea;  one  specimen.  In  damaged  condition,  but 
distinct. 

Scythostola,  n.  g. 

Head  smooth;  ocelli  posterior;  tongue  developed.  Antennae  1,  basal  joint 
elongate,  without  pecten.  Labial  palpi  very  long,  recurved,  second  joint 
smooth-scaled,  terminal  joint  as  long  as  second,  slender,  acute.  Maxillary 
palpi  very  short,  filiform,  appressed  to  tongue.  Posterior  tibiae  with  rough 
projecting  scales  above.  Forewings  with  16  furcate,  2  and  4  short-stalked  from 
angle,  3  absent,  5  absent,  7  and  8  stalked,  7  to  apex,  11  from  %.  Hindwings 
slightly  over  1,  trapezoidal-ovate,  cilia  % ;  3  and  5  stalked,  4  absent  or  out  of  3, 
6  and  7  long-stalked,  6  to  apex. 

Probably  allied  to  Teucrodoxa ,  but  the  posterior  tibiae  are  apparently 
not  tufted. 

Scythostola  heptagramma,  n.  sp. 

?  .  23  mm.  Head  light  ochreous-yellow,  a  central  suffused  pale  leaden 
stripe  on  crown.  Palpi  and  thorax  light  ochreous-yellow.  Antennae  dark 
purplish-fuscous,  apical  %  whitish  except  tip.  Forewings  elongate-oblong, 
termen  rounded,  very  oblique;  ochreous-yellow;  three  dark  grey  streaks 
from  base  overlaid  blue-leaden-metallic  (costal,  median,  plical),  costal  reaching 
slightly  beyond  others  to  %,  some  scattered  dark  grey  scales  between  these ; 
all  veins  beyond  cell  marked  with  dark  grey  lines;  cilia  ochreous-yellow 
(imperfect).  Hindwings  purplish-grey;  cilia  light  grey. 

Java,  Tjibodas,  1500  in.,  in  August;  one  specimen. 


430 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Orphanoclera,  n.g. 

Head  with  appresscd  scales ;  ocelli  posterior ;  tongue  developed.  Antennae 
over  1,  basal  joint  elongate,  without  pecten.  Labial  palpi  very  long,  recurved, 
second  joint  smooth,  terminal  joint  as  long  as  second,  slender,  acute.  Maxillary 
palpi  rudimentary.  Posterior  tibiae  rough-scaled  above.  Forewings  with  2 
and  3  coincident,  4  and  5  coincident,  7  and  8  stalked,  7  to  apex,  11  from 
beyond  middle.  Hind  wings  over  1,  trapezoidal,  termen  hardly  sinuate,  cilia 
%;  4  absent,  3  and  5  short-stalked,  6  and  7  stalked. 

Belongs  to  the  Lecithocera  group. 

Orphanoclera  tyriocoma,  n.  sp. 

$  .  16  mm.  Head  purple-fuscous,  face  pale  ochreous.  Palpi  pale  oclircous, 
anterior  edge  of  terminal  joint  dark  fuscous.  Antennae  ochreous-whitish, 
rather  infuscated  towards  base.  Thorax  light  bronzy-fuscous.  Forewings 
elongate,  apex  obtuse,  termen  slightly  rounded,  rather  strongly  oblique;  light 
bronzy-fuscous;  cilia  coneolorous.  Hindwings  light  grey;  cilia  pale  grey. 

Java,  Tjibodas,  1500  m.,  in  August;  one  specimen. 

Lecithocera  argomitra,  n.  sp. 

d*  .  12  mm.  Head  brownish-ochreous,  a  shining  snow-white  frontal  bar. 
Palpi  pale  ochreous,  second  joint  above  (except  towards  base)  with  long  ex¬ 
pansible  curled  hairs  somewhat  infuscated  towards  apex.  Antennae  snow- 
white.  Thorax  brownish-ochreous.  Forewings  elongate,  termen  somewhat  sin¬ 
uate,  rather  oblique ;  2  and  3  stalked,  8  and  9  out  of  7,  7  to  termen ;  brownish- 
ochreous  infuscated;  discal  stigmata  rather  dark  fuscous,  first  small,  second 
forming  apex  of  an  erect  suffused  fuscous  streak  from  dorsum  about  % ;  11 
fuscous  terminal  line,  and  two  or  three  dots  on  costa  towards  apex ;  cilia  grey- 
whitish,  two  grey  shades.  Hindwings  with  3  and  4  stalked,  5  nearly  approx¬ 
imated;  pale  greyish;  cilia  coneolorous. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny)  ;  one  specimen. 

Lecithocera  asarota,  n.  sp. 

cf  $  .  21 — 23  mm.  Head  pale  violet-fuscous,  face  and  sides  of  crown  pale 
ochreous-yellowish.  Palpi  light  ochreous-yellowish,  second  joint  with  scales 
roughly  expanded  above  towards  middle,  with  suffused  dark  fuscous  longitud¬ 
inal  streaks  not  reaching  apex,  terminal  joint  dark  fuscous  anteriorly  except 
at  base.  Thorax  violet-fuscous.  Abdomen  yellow-ochreous,  base  fuscous. 
Forewings  with  termen  hardly  sinuate,  somewhat  oblique;  2  and  3  stalked, 
8  and  9  out  of  7,  7  to  below  apex;  dark  violet-fuscous;  an  ill-defined  narrow 
darker  transverse  fascia  at  %,  edged  with  some  light  ochreous  irroration; 
costal  edge  light  ochreous-yellowish  from  this  to  % ;  a  small  discal  spot  beyond 
middle  outlined  with  pale  ochreous  irroration,  in  roundish,  in  §  forming 
two  dark  dots;  a  pale  ochreous-yellowish  transverse  mark  from  costa  at  %; 
some  pale  ochreous  irroration  before  upper  part  of  termen ;  cilia  violet-fuscous, 


E.  Meykick  :  New  Malayan  Micro-Lepidoptera. 


431 


darker  on  costa  and  beneath  tornus,  on  termen  with  base  pale  yellowish,  and 
more  or  less  suffused  pale  yellowish  towards  tips.  Hindwings  with  3  and  4 
connate;  dark  grey;  cilia  grey. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  November  26th,  1921  (Karny)  ;  two 
specimens  (No.  197). 


GLYPH  I PTERYG I D  A  E . 

Simaethis  tricyanitis,  n.  sp. 

cT  •  12  mm.  Head  dark  violet-grey,  face  and  some  scales  behind  eyes 
ochreous- whitish.  Palpi  whitish,  second  and  terminal  joints  each  with  two 
dark  fuscous  rings.  Thorax  dark  fuscous,  an  ochreous-whitish  blotch  on 
shoulders.  Forewings  broad-triangular,  termen  hardly  rounded,  little  oblique ; 
blackish;  a  nearly  straight  hardly  oblique  transverse  violet-metallic  line  from 
a  white  dot  on  costa  at  y3,  nearly  followed  by  a  parallel  line  of  pale  yellowish 
irroration,  immediately  following  this  a  white  discal  dot;  beyond  middle  an 
oblique  transverse  blue-metallic  bar  in  disc ;  a  blue-metallic  line  from  a  white 
dot  on  costa  at  %  obliquely  outwards  to  middle,  thence  angulated  inwards  to 
beneath  discal  bar  and  again  angulated  to  dorsum  at  % ;  a  less  oblique  blue- 
metallic  line  from  a  white  dot  on  costa  at  %  to  middle,  thence  shortly  con¬ 
tinued  near  termen  but  not  reaching  tornus;  apical  and  terminal  area  beyond 
this  line  fulvous,  longitudinally  streaked  with  black  on  anterior  half;  cilia 
grey,  a  black  basal  line,  a  white  dot  in  costal  cilia  near  apex.  Hindwings 
dark  fuscous;  markings  dull  orange;  a  slender  irregular  median  streak  from 
base  to  middle,  somewhat  enlarged  at  extremity;  two  short  slender  irregular 
waved  transverse  lines  between  this  and  termen;  cilia  grey,  a  black  basal  line. 

Kei  Island  (II.  C.  Siebers)  ;  one  specimen.  Damaged  on  basal  and 
dorsal  area  of  forewings,  but  a  very  distinct  species. 

HYPONOMEUTIDAE. 

Hyponomeuta  enneacentra,  n.  sp. 

cf  $.  18 — 19  mm.  Head  and  palpi  white.  Thorax  white,  black  marks 

on  shoulders,  a  spot  behind  collar  in  middle,  and  one  on  each  side  of  back. 
Forewings  elongate,  rather  dilated  posteriorly,  termen  rounded,  rather 
oblique;  white;  nine  large  black  dots  on  anterior  half  of  wing,  namely,  2 
(costal  and  plical)  near  base,  an  angulated  transverse  series  of  3  about  *4, 
and  a  similar  angulated  series  of  4  towards  middle,  angle  of  each  series 
on  fold;  cilia  white.  Hindwings  and  cilia  light-grey. 

Kei  Islands  (II.  C.  Siebers);  three  specimens  (No.  137:  Gn.  Daab, 
13.  IV.  1922,  at  light.  —  No.  144:  Gn.  Daab,  15.  TV.  1922,  at  light). 

Ethmia  gonimodes,  n.  sp. 

$  .  26  mm.  Head  whitish-grey,  a  black  spot  on  crown.  Palpi  white, 
second  joint  with  two  imperfect  black  rings,  terminal  joint  with  base  and 


432 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


a  subapical  band  black.  Thorax  whitish-grey,  three  large  black  dots  behind 
collar,  two  in  middle  of  back,  and  two  posterior.  Abdomen  orange-yellow, 
a  dorsal  series  of  seven  small  blackish  spots.  Forewings  elongate,  termen 
nearly  straight,  rather  oblique;  pale  grey;  extreme  costal  edge  black  towards 
base;  17  large  black  dots  or  small  spots,  namely,  one  at  base,  two  (sub¬ 
costal  and  median)  near  beyond  this,  three  (subcostal,  submedian,  subdorsal) 
in  an  angulated  series  at  *4,  one  in  disc  before  middle,  one  near  dorsum 
beneath  this,  one  on  fold  beyond  middle,  one  towards  costa  at  %,  one 
below  middle  rather  beyond  this,  and  about  six  in  a  circular  group  towards 
apex;  nine  irregular  approximated  black  dots  on  apical  and  terminal  margin; 
cilia  whitish-grey.  Ilindwings  pale  glossy  grey;  cilia  whitish-grey. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny)  ;  one  specimen. 

TIN  ELD  AE. 


Monopis  ochnodelta,  n.  sp. 

c?  .  17  mm.  Head  yellow-whitish.  Palpi  dark  fuscous,  apex  whitish. 
Antennae  dark  grey.  Thorax  dark  fuscous.  Abdomen  grey.  Forewings 
with  9  and  10  connate;  dark  fuscous;  two  oehreous-whitish  blotches  suffused 
light  ochreous-yellow  except  on  margins,  first  large,  triangular,  extending 
on  dorsum  from  near  base  to  middle  and  reaching  nearly  to  costa,  anterior 
edge  convex,  second  pear-shaped,  resting  on  costa  beyond  middle  and 
reaching  to  discal  hyaline  impression,  on  costa  strigulated  dark  fuscous; 
an  undefined  .cloud  of  oehreous-whitish  irroration  resting  on  dorsum  near 
tornus,  and  another  on  costa  towards  apex;  cilia  violet-fuscous  mixed  dark 
fuscous,  oehreous-whitish  patches  on  costa  before  apex,  on  .termen  beneath 
apex,  and  on  dorsum  before  tornus.  Ilindwings  rather  dark  bronzy-grey; 
cilia  oehreous-whitish  with  .grey  subbasal  line,  on  apex  and  costa  rather 
dark  grey. 

Kei  Island  (H.  C.  Siebers)  ;  one  specimen.  Nearest  trimaculella,  with 
which  it  agrees  in  neuration,  but  quite  distinct. 

Tinea  cymopelta,  n.  sp. 

c f  $ .  13 — 15  mm.  Head  whitish-yellowish.  Palpi  fusoous.  Antennae  1, 
whitish  fuscous,  darker  towards  base.  Thorax  brown.  Abdomen  oehreous. 
Forewings  moderate,  costa  moderately  arched,  apex  pointed,  termen  very 
obliquely  rounded;  bright  clear  yellow;  a  short  wedgeshaped  fuscous  streak 
on  base  of  costa,  and  base  of  dorsum  fuscous;  a  light  purple  terminal  fascia 
irregularly  sprinkled  dark  fuscous,  edged  anteriorly  by  an  irregular  waved 
subconvex  line  of  dark  fuscous  irroration  running  from  %  or  %  of  costa  to 
%  of  dorsum;  cilia  whity-brownish  sprinkled  dark  fuscous.  Ilindwings  %, 
bronzy-grey;  cilia  whitish-grey. 

Kei  Island  (H:  C.  Siebers)  ;  two  specimens  (No.  144:  Gn.  Daab,  15. 
IV.  1922,  at  light). 


E.  Meyrick:  New  Malayan  Micro -Lepidopt era. 


433 


Tinea  trita,  n.  sp. 

16  nun.  Head  pale  ochreous.  Palpi  dark  fuscous,  tip  pale  ochreous. 
Antennae  white  mottled  dark  grey.  Thorax  pale  greyish-ochreous,  anteriorly 
suffused  dark  purple-grey.  Forewings  moderate,  termen  very  obliquely  roun¬ 
ded;  pale  greyish-ochreous  finely  speckled  dark  purple-grey;  cilia  pale  grey¬ 
ish-ochreous,  two  dark  grey  lines.  Ilindwings  rather  dark  bronzy-grey;  cilia 
light  greyish-ochreous,  basal  third  grey. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny)  ;  one  specimen. 

Agorarcha,  n.g. 

Head  with  appressed  scales;  ocelli  posterior;  tongue  absent.  Antennae 
%,  basal  joint  moderate,  without  pecten.  Labial  palpi  rather  long,  porrected, 
second  joint  broadly  clothed  with  dense  scales  roughly  expanded  above  and 
at  apex,  terminal  joint  short,  subascending,  slender,  pointed,  concealed  in 
scales  of  second.  Maxillary  palpi  obsolete.  Posterior  tibiae  densely  rough- 
scaled  above  and  beneath.  Forewings  with  cell  reaching  %,  veins  long,  all 
subparallel,  2  from  towards  angle,  7  to  costa,  11  from  near  base.  Hindwings 
1,  elongate-ovate,  but  with  apex  pointed,  cilia  %;  2—7  separate,  5  and  6 
approximated  at  base;  frenulum  of  $  short,  apparently  simple. 

Allied  to  T rachy centra. 

Agorarcha  illapsa,  n.  sp. 

$.  32  mm.  Head  ochreous-grey- whitish.  Palpi  whitish-fuscous  sprinkled 
fuscous.  Thorax  ochreous-grey-whitish,  some  scattered  black  specks.  Fore¬ 
wings  elongate,  slightly  dilated,  costa  moderately  arched,  apex  pointed,  prom¬ 
inent,  termen  sinuate,  oblique;  light  brownish  with  scattered  blackish  specks, 
towards  dorsum  and  on  posterior  third  with  small  strigulae  or  dots  of  blackish 
irroration;  a  short  scale-thickening  on  costa  towards  middle;  a  broad  un¬ 
defined  median  streak  of  ochreous-white  suffusion  from  base,  beyond  middle 
becoming  diffused  and  continued  by  an  indistinct  interrupted  whitish  line  to 
apex;  second  discal  stigma  small,  dot-like,  black;  cilia  formed  of  flat  scales, 
ochreous-whitish,  on  termen  a  median  line  of  dark  fuscous  scale-tips,  on  costa 
all  scales  tipped  black.  Hindwings  grey ;  cilia  flat-scaled,  light  grey,  on  costa 
pale  ochreous  with  dark  fuscous  tips. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny);  one  specimen. 

Ctenocompa  gongylopis,  n.  sp. 

dV  20  mm.  Head  whitish-grey,  eyes  greatly  enlarged,  face  narrow.  Palpi 
very  short,  whitish-grey.  Antennal  pectinations  5.  Thorax  whitish-grey, 
greyer  anteriorly.  Forewings  broad,  termen  rather  obliquely  rounded;  8 
and  9  stalked;  pale  grey,  with  irregularly  scattered  strigulae  of  dark  grey  ir¬ 
roration;  cilia  whitish-grey.  Hindwings  and  cilia  whitish-grey. 

Sumatra,  Wai  Lima,  Lampong,  in  December  (Karny);  one  specimen. 


28 


SOME  CICADAS  FROM  SUMATRA. 


By 

Major  J.  C.  Moulton,  D.  Sc.,  M.  A. 

(Sarawak). 

The  following  Cicadas  have  been  sent  to  me  for  identification  by  Mr. 
E.  Jacobson.  Two  species  are  new  to  the  island  of  Sumatra,  making  a  total 
of  57  species  now  known  from  Sumatra,  as  against  69  from  the  Malay 
Peninsula,  73  from  Borneo  and  54  from  Java  (1). 

A  small  collection  of  Cicadas  from  Java  and  Sumatra  (principally  from 
Java)  was  sent  by  Mr.  Jacobson  to  be  identified  by  the  late  Mr.  Distant, 
who  published  a  paper  on  them  in  1913  (2).  The  only  species  recorded 
from  Sumatra  in  that  paper  are  Tosena  fasciata,  Rihana  pontianaka,  Cos - 
mopsaltria  duarum,  Platylomia  flavida,  Platylomia  spinosa  and  Pomponia 
fusca.  Of  the  two  last-named  Platylomia  spinosa  also  occurs  in  the  collection 
sent  to  me  by  Mr.  Jacobson. 

Sect.  Dundubiaria. 

1.  Dundubia  rufivena  Walker. 

1  d*  ,  2  $$  Fort  de  Kock  (Sumatra)  900  M.  January  and  October, 
1921,  and  April,  1922.  leg.  E.  Jacobson. 

Originally  described  by  Walker  (1850)  from  Java.  Recorded  by 
Distant  (1889)  from  Sumatra. 

A  common  species  throughout  Malaysia  extending  from  the  Malay 
Peninsula  through  the  Malay  Archipelago  to  .New  Guinea. 

2.  Cosmopsaltria  montivaga  Distant. 

1  cf  Fort  de  Kock  (Sumatra)  v920  M.  August,  1921.  leg.  E.  Jacobson. 
Described  (1889)  from  Borneo.  Recorded  (1923)  from  Sumatra 
and  the  Malay  Peninsula. 

The  males  do  not  seem  to  be  rare,  but  the  female  is  ^apparently 
still  unknown. 


(1)  Mottlton,  J.  C.  „Cicadas  of  Malaysia”  Journ .  F.  M.  S .  Mus.  1923.  Vol.  XI. 

Pt.  2.  pp.  69—182,  Plates  II  —  V. 

(2)  Distant,  W.  L.  „On  a  Collection  of  Javanese  and  Sumatran  Cicadidae” 

Tijdschrift  v.  Entom.  1913,  Deel  LVI,  pp.  38 — 43. 


434 


J.  C.  Moulton:  Cicadas  from  Sumatra. 


435 


3.  Platylomia  spinosa  (Fabricius). 

1  d*  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  September,  1921.  leg.  E. 
Jacobson. 

Described  in  1787  by  Fabricius  from  Sumatra.  The  type  is  in 
the  Banksian  collection  in  the  British  Museum. 

Distribution:  Malay  Peninsula,  Borneo,  Sumatra,  Philippines  and 
New  Guinea. 

A  common  species,  variable  in  the  length  and  shape  of  the  opercula 
and  in  the  infuscations  ,of  the  tegmina.  The  d*  collected  by  Mr. 
Jacobson  is  closer  to  the  form  distanti  than  to  the  typical  form. 

4.  Pomponia  picta  (Walker). 

3  cf  (f  Fort  de  Kock .  (Sumatra)  920  M.  May  and  December  1921, 
October  1922.  leg.  E.  Jacobson. 

1  d*  Tambang  Sawah,  Bencoolen,  Sumatra.  .November  1922.  leg. 
Walke. 

Described  by  Walker  from  Sumatra  in  1868.  Fairly  common  in 
Malaysia. 

Distribution:  Malay  Peninsula,  Borneo,  Sumatra,  Java  .and  New 
Guinea. 

5.  Pomponia  graecjina  Distant. 

3  cf  d* Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  November,  1920,  March 
1922,  January  1924.  leg.  E.  Jacobson. 

Originally  described  (1889)  from  Mt.  Kinabalu,  North  Borneo,  and 
hitherto  only  known  from  the  mountains  of  Borneo. 

The  above  three  specimens  from  .Sumatra  are  referred  to  this  spe¬ 
cies  with  some  doubt. 

Sect.  Rihanaria. 

6.  Cryptotympana  viridipennis  Distant. 

5  d*  d*  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  March,  April,  August  1921, 
March  1922.  leg.  E.  Jacobson. 

1  c?  Padang  Pandjang  (Sumatra)  770  M.  March  1921  leg.  E. 
Jacobson. 

Originally  described  from  Sumatra,  where  it  seems  to  be  fairly 
common.  Possibly  confined  to  Sumatra,  although  the  Buitenzorg 
Museum  has  a  $  labelled  i ‘ Java”,  —  a  record  which  needs  con¬ 
firmation. 

7.  Cryptotympana  epithesia  Distant. 

1  $  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  1924.  leg  E.  Jacobson. 

Described  (1888)  from  Borneo.  I  know  of  only  five  other  specimens 
besides  the  above :  —  two  d*  d"  in  the  British  Museum  from  Bor- 


436 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


neo,  two  <f(f  in  the  F.  M.  S.  Museums  from  Nias  Island,  and  a 
9  without  data  in  the  Raffles  Museum,  Singapore. 

The  discovery  of  this  species  in  Sumatra  is  of  interest. 

Mr.  Jacobson’s  specimen  is  aberrant  in  having  an  areolet  at  the 
base  of  the  third  apical  area  in  the  tegmina  formed  by  an  extra 
post-discal  nervule  at  the  base.  Both  nervules  and  those  at  the 
base  of  the  first  and  second  apical  areas  are  infuscated.  The  basal 
half  of  the  tegmina  and  wings  is  slightly  clouded  with  a  pale 
green  tinge. 

8.  Cryptotympana  robinsoni  Moulton. 

1  cf*  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  April  1921.  leg  E.  Jacobson. 

Described  (1923)  from  a  data-less  <3*  in  the  Perak  Museum  thought 

to  be  from  the  Malay  Peninsula.  One  c*  from  Sumatra  recorded 
(1923).  These  two  and  the  one  collected  by  Mr.  Jacobson  are  the 
only  three  specimens  known  to  me. 

9.  Cryptotympana  aquila  (Walker). 

2  cTc?  >  2  $9  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  April  1921  (  c*  and  9). 
March  1922  (  and  9  )•  leg*  F.  Jacobson. 

Described  (1850)  from  1 1  Corea/  ’  a  locality  record  which  must  be 
viewed  with  considerable  suspicion  in  the  absence  of  any  other 
specimens  from  north  of  the  Malay  Peninsula.  Recorded  by 
Distant  (1891)  from  Sumatra. 

A  common  species  in  Neomalaya  (i.e.  Malay  Peninsula,  Borneo  and 
Sumatra). 

10.  Tacua  speciosa  (Illiger). 

1  d*  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  1924.  leg.  E.  Jacobson. 

Described  (1800)  by  Illiger  and  first  recorded  from  Sumatra  by 
Fabricius  (1803).  A  striking  species,  not  uncommon  in  Malaysia. 

Distribution:  Malay  Peninsula,  Borneo,  Sumatra  and  Java. 

11.  Platypleura  nobilis  (Germ.) 

1  9  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  1924.  leg.  E.  Jacobson. 

Originally  described  from  Java  (1830).  First  recorded  from  Su¬ 
matra  by  Distant  (1889).  Also  known  from  Borneo,  Malay  Pen¬ 
insula,  Assam  and  Burma. 

Rare  in  collections. 

Sect.  Huechysaria. 

12.  Huecliys,  sanguinea  (de  Geer). 

6  (/(/,  6  99  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  January  1922.  leg. 
E.  Jacobson. 


J.  C.  Moulton:  Cicadas  from  Sumatra. 


437 


1  Lubuk  Sulasih  (Sumatra)  1000  M.  September  1920.  leg.  E.  Ja¬ 
cobson. 

First  described  in  1773  from  China.  Recorded  by  Walker  in  1867 
from  Sumatra. 

A  common  species  in  the  Far  East. 

The  red  lateral  patches  on  the  mesonotum  vary  in  size.  The  red 
face  in  Sumatran  specimens  is  usually  relieved  by  black  at  the 
base,  but  in  some  the  face  is  completely  red.  This  is  so  in  the  d* 
from  Lubuk  Sulasih  which  is  of  rather  stouter  build  than  those 
from  Fort  de  Kock. 

13.  Huechys  pingcnda  Distant. 

1  $  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  May  1922.  leg.  E.  Jacobson. 

Originally  described  from  Sumatra  (1888).  Another  form,  subspec- 
ifically  distinct  from  this,  is  recorded  from  Celebes. 

A  rare  species  probably  confined  to  the  highlands. 

14.  Scieroptera  splendidula  (Fabricius). 

1  $  Fort  de  Kock  (Sumatra)  920  M.  1924.  leg.  E.  Jacobson. 

Originally  described  (1775)  from  China.  Recorded  by  Distant 
(1892)  from  Sumatra.  Widely  distributed  throughout  the  Far 
East. 

The  above  $  is  distinguished  by  the  hyaline  coppery  tegmina,  char¬ 
acteristic  of  var.  trabeata  (Germar). 

Sect.  Moganniaria. 

15.  Mogannia  moultoni  Distant. 

1  $  Tambang  Sawah  (Bencoolen)  Sumatra.  December  1922.  leg. 
Walke. 

Originally  described  from  Sarawak  (1910).  A  $  in  the  Buitenzorg 
Museum  from  Soekaboemi,  Java,  appears  to  be  this  species. 

The  above  $  collected  by  Walke  is  the  first  record  of  the  species 
in  Sumatra. 


Sarawak,  20.  August  1924. 


BIOLOGISCHE  BEOBACHTUNGEN  AN  GRYLLACRIS 


von 

E.  Jacobson 
(Fort  de  Kock). 

Am  20.  April  erhielt  ich  cine  ausgewachsene  $  Larvc,  welche  sich  spatcr 
nach  Dr.  Karnys  Bestimmung  als  Gryttacris  appendiculata  Hr.  v.  W.  lieraus- 
stellte.  Sie  war  am  ganzen  Korpcr  fast  gleichmassig  hellgelbbraun  gefarbt. 
Wie  bereits  von  Heim  Dr.  Karny  in  Treubia  Vol.  Y,  Liv.  1 — 3,  1924,  pag. 
29,  PI.  II,  Fig.  5  fur  andcre  Gryllacris-Larven  hervorgehoben,  war  aueli  bei 
dieser  die  Lcgerohre  liber  den  Riicken  zuriickgebogen. 

In  ein  Zuchtglas  mit  einigen  Zweigen  und  etwas  Wasser  gesetzt,  riihrte 
sie  die  Insektcn,  welche  ihr  gereicht  wurden,  nicht  an  und  verhielt  sich  auch 
librigens  sehr  triige.  Am  Morgen  des  22.  April  hatte  sie  sich  zwischen  einigen 
Bliittern  eingesponnen,  ohne  dieselben  jedoch  cinzusohneiden,  vielleicht  weil 
sie  daflir  zu  klcin  waren.  Ich  ersetzte  darum  den  Zweig  durch  einen  andern 
mit  grossem  Bliittern. 

Als  ich  um  4  Uhr  nachmittags  nachschaute,  war  die  Larve  eben  im  Begriff 
sich  zu  hiiuten.  Kopf,  Thorax  und  der  vordere  Teil  des  Abdomens  waren 
schon  aus  der  Larvenhaut  herausgezogen,  wahrend  alle  Beine,  die  Fiihler, 
die  Fliigel  und  das  Ilinterleibsende  noch  grosscnteils  in  der  alten  Haut 
steckten.  Die  Larvenhaut  war  an  den  beiden  Hinterbeinen  und  einem  der 
Mittelbeinc  mit  den  Klauen  an  einen  Zweig  aufgehangt,  den  Kopf  nach  unten 
gerichtet.  Durch  cine  rythmischc  Pumpbewegung  und  seitliche  Beugungen, 
abwechselnd  nach  links  und  rechts,  arbeitete  die  Imago  sich  in  der  bekannten 
Weise  aus  der  Larvenhaut  heraus,  bis  die  noch  unausgebildeten  Fliigel, 
alle  Beine  und  ungefahr  ein  Drittel  der  Fiihler  befreit  waren.  Die  Imago 
war  mit  der  Larvenhaut  also  nur  noch  durch  die  Legerohre  und  einen  Teil 
der  Fiihler  verbunden.  Die  abgestreiftc  inilere  Haut  der  Tracheen  war  deut- 
lich  als  feine  Faden  an  der  Exuvie  zu  erkennen. 

Sehr  interessant  war  es  nun  wahrzunehmen,  in  welchcr  Weise  die  Imago 
vorging,  um  ihre  Fiihler,  welche  eine  Gesamtlange  von  91/2  cm  hatten,  ganzlich 
aus  ihren  Scheiden  herauszuziehen.  Der  schon  sichtbare  Teil  derselben  war 
straff  gespannt  und  verlief  von  der  Stirne  des  ab warts  gekchrten  Kopfcs  iiber 
die  Wangcn  an  der  Bauchseite  entlang  nach  der  Larvenhaut.  Der  gauze 
Korper  wurde  erst  so  viel  wie  moglich  gestreckt  und  der  Kopf  nach  hinten 


438 


E.  Jacobson:  Beobaclitungen  an  Gryllacris , 


439 


zuriickgebogen,  urn  dadurch  die  Fiihler  so  weit  wic  moglich  herauszuziehen. 
Dann  beugte  das  Tier  den  Kopf  brusteinwarts  und  nmfasste  mit  den  einge- 
knickten  Tastern  der  Unterlippe  je  einen  Fiihler  und  streckte  daranf  den 
Korper  wieder  so  weit  als  moglich  abwarts,  wobei  mit  deni  ganzen  Korper  eine 
riittelnde  Bewegung  gemacht  wnrde.  Dureh  dieses  Benelimen  glitten  die 
Fiihler  wieder  ein  kleines  Stiick  aus  ihren  Ilullcn.  Nun  wurden  die  Fiihler 
in  der  schon  beschriebenen  Weise  etwas  mehr  distalwarts  mit  den  Tastern 
gefasst  und  weiter  heruntergezogen.  Dieses  w'urdc  so  lange  wiederholt  bis 
die  ganzen  Fiihler  befreit  waren  und  die  Imago  nunmehr  allein  an  ihrer 
Legerohre  hiingen  blicb.  Sie  kriimmte  sich  dann  bauchwarts  so  weit,  bis  sie 
mit  den  Beinen  den  Zweig  erfassen  konnte  und  indem  sie  sich  an  demselben 
fortbewegte,  zog  sie  die  Legerohre  allmalig  heraus.  Der  gauze  Vorgang  der 
Hautung  hatte  kaum  %  St  unden  gedauert. 

Die  friseh  gehautete  Imago  war  elfenbein weiss  mit  Ausnahme  des  Kopfcs, 
der  eine  weinrote  Farbe  zeigte,  wahrend  ein  schmalcr  Randsaum  am  Pro- 
notum,  alle  Nahte  des  Abdomens,  die  Unterseite  aller  Sehenkel  und  die  Domen 
an  den  Sehienen  ebenfalls  weinrot  gefiirbt  waren.  Die  Augen  waren  bereits 
schwarz  und  die  sclirage  Kante  am  Ende  der  Legerohre  rotbraun.  Auf  dem 
Kopfschild  befand  sich  ein  weisslieher  Fleck  und  auf  der  Stirne  zwischen  der 
Einlenkungsstelle  der  Fiihler  3  weisse  Fleckchen,  welche  letzteren  sioh  spater 
verkleinerten,  indem  sie  sich  schwa rzlichbraun  umrandeten.  Die  Imago  hangte 
sich  nun  mit  den  Vorderbeinen  an  einen  Zweig,  mit  dem  Kopf  nach  oben, 
und  unter  regel  massi  gen  Pumpbewegungen,  welche  alle  5  bis  6  Sekunden 
einmal  stattfanden,  dehnten  sich  die  Vorder-  und  Hinterfliigel  allmahlig  aus. 
Zu  gleicher  Zeit  nahm  das  ganze  Hautskelett  einen  sehr  leichten  gelblich- 
braunen  Ton  an.  Nach  einer  halben  Stunde  hatten  sich  die  Fliigel  vollig 
gestreckt  und  sehr  kurze  Zeit  nachher  fing  auch  schon  die  schwarzliche  Zeich- 
nung  an  den  Hinterfliigeln  an,  sichtbar  zu  werden.  Sobald  die  Fliigel  ihre 
endgiiltige  Ausbildung  erreieht  hatten,  machte  die  Gryllacris  sich  daran,  ihre 
eigene  abgestreifte  Haut  zu  verzehren.  Dass  sie  dieselbe  nur  teilweise  ver- 
tilgte,  mag  wohl  daran  gelegen  haben,  dass  sie  bei  der  Mahlzeit  gestort  wurde. 

Des  abends  um  10  Uhr  war  das  Tier  schon  etwas  briiunlich  angedunkelt, 
besonders  das  Pronotum,  die  Fiihler,  die  Legerohre  und  die  Gelenke  der  Beine. 
Die  Gryllacris  hatte  sich  noeh  nicht  auf  dem  beigegebenen  Zweig  eingesponnen, 
sondern  sass  ganz  still  an  der  Glaswand  des  Belial ters. 

Am  nachsten  Morgen  fand  ich  sie  in  einem  Gehause,  das  sie  des  nachts 
angefertigt  hatte.  Ein  Blatt  war  an  beiden  Seiten  der  Mittelrippe  von  der 
Basis  bis  fast  zur  Mitte  eingeschnitten.  Anstatt  jedoch  die  beiden  Halften  in 
der  iibliehen  Weise  zusammenzuklappen,  hatte  die  Gryllacris  das  Blatt  mit 
der  ganzen  Oberflache  gegen  die  Glaswand  gelegt  und  die  Bander  mit  Spinn- 
fiiden  daran  verbunden.  Auch  den  Schlitz,  welchcr  dureh  die  beiden  Ein- 
schnitte  entstanden  war,  hatte  sie  zugesponnen.  Auf  diese  Weise  wurde 
zwischen  dem  Blatt  und  der  Glaswand  ein  Hohlraum  gebildet,  in  welchem 
das  Insekt  sich  aufhielt.  Es  war  der  Gryllacris  also  offenbar  nicht  um  einen 


440 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


vor  dem  Licht  geschutzten  Schlupfwinkel  zu  tun,  sondern  vielmehr  darum,  sich 
ein  Versteck  herzustellen,  in  welchem  sie  vor  den  Blicken  und  der  Nachstellung 
ihrer  Feinde  gesichert  ware.  Hieraus  liesse  sich  schliessen,  dass  sie  nicht  im 
stande  war,  unter  diesen  veranderten  Umstanden  den  logischen  Schluss  zu 
ziehen,  dass  sie  durch  die  Glaswand  hindurch  von  aussen  her  sichtbar  war; 
es  geniigte  offenbar  ihrem  Instinkt,  dass  ihr  Tastsinn  sie  belehrte,  dass  der 
Raum,  in  welchem  sie  sich  eingesponnen  hatte,  allseitig  abgeschlossen  war. 

Das  Insekt  war  wahrend  der  Nacht  fast  vollig  ausgefarbt.  Die  Partien, 
welche  anfangs  weinrot  waren,  hatten  nun  eine  dunkelrotbraune  Farbe  an- 
gcnommen.  ]\Ian  ware  also  versucht  anzunehmen,  dass  dieses  Dunkelbraun 
hervorgerufen  wird  durch  ein  weinrotes  Pigment  mehr  im  Innern  der  Haut, 
ivelches  xiberlagert  wird  durch  das  Gelbbraun  des  ausseren  Hautskeletts. 
Interessant  ware  es  an  Schnitten  mikroskopisch  nachzupriifen,  ob  bei  der 
ausgefarbten  Imago  das  weinrote  Pigment  in  der  Haut  erhalten  bleibt,  oder 
ob  es  sich  unter  der  Einwirkung  des  Lichtes  oder  durch  andere  Einfliisse  in 
ein  dunkelrotbraunes  Pigment  umbildet. 

Auf  dem  Pronotum  war  eine  dunkelbraune  Zeichnung  sichtbar  geworden, 
welche  jedoch  vorher  nicht  durch  weinrotes  Pigment  angedeutet  gewesen  war. 

Als  ich  das  Blatt  teilweise  von  der  Glaswand  losloste,  machte  sich  das 
Insekt  sogleich  daran,  den  Schaden  wieder  auszubessern.  Der  Vorgang  des 
Spinnens  war  durch  die  Glaswand  hindurch  deutlich  zu  verfolgen.  Unter  fort- 
wahrendem  trillerndem  Betasten  der  Anheftungsflachen  mit  den  Tastern 
wurde  der  Unterkiefer  (vielleicht  auch  zu  gleicher  Zeit  die  Zungc)  aus  der 
Mundoffnung  hervorgeschoben  und  gegen  das  Glas  angedriickt.  Gleichzeitig* 
trat  dann  das  Sekret  der  Spinndriise  hervor,  das  noch  zahfliissig  sein  musste, 
da  es  an  der  Beruhrungsstelle  jedesmal  einen  kleinen  Tropfen  bildete,  von 
welchem  aus  der  Faden  nach  dem  gegen  liberliegenden  Blatt  ran  de  gezogen 
und  dort  in  gleicher  \Veise  festgeheftet  wurde.  So  ging  es  hin  und 
her  bis  ein  undichtes  Gewebe  gebildet  war,  welches  kcine  Kreuzfjiden  enthielt. 

Da  der  Vorgang  zicmlich  schnell  vor  sich  ging,  war  eine  genaue  Beob- 
achtung  aller  Einzelheiten  fast  nicht  moglich ;  es  kam  mir  jedoch  vor,  alsob 
das  Spinnsekret  aus  den  Spitzen  der  ausseren  Laden  der  Maxillen  hervortrate. 
Jedenfalls  werden  keine  zwei  Faden  gebildet,  welche  sich  nachtraglich  zu 
einem  einzigen  vereinigen.  Da  an  der  Anheftungsstelle  nur  ein  einziger 
Tropfen  sichtbar  wird,  ware  es  moglich,  dass  die  Spinndriise  an  der  Zunge 
ausmiindet. 

So  fern  mir  bekannt,  hat  noch  immer  keine  Untersuchung  stattgefunden 
xiber  die  genaue  Lage  der  Spinndriisen  und  deren  Ausmiindung  bei  den  Gryl- 
lacrinae.  Es  ware  zu  wiinschen,  dass  ein  tiichtiger  Entomologe  sich  entschliessen 
wollte,  durch  anatomische  LTntersuchungen  an  frischen  Objekten  diese  Frage 
aufzudecken. 

Nachdem  die  Gryllacris  den  ganzen  Rand  des  Blattes  ringsum  angeheftet 
hatte,  schritt  sie*dazu,  ihre  langen  Fiihler,  welche  aus  dem  Versteck  hervor- 
ragten,  einzuziehen.  Dazu  drehte  sie  sich  einige  Male  im  Kreis  hcrum,  wie 


E.  Jacobson:  Bcobachtungen  an  Gryllacris. 


441 


ein  Hund  auf  seinem  Lager,  wodurch  die  Fiihler  sich  um  ihren  Korper 
wickelten. 

Wahrend  der  folgenden  Naoht  verzehrte  sie  eine  kleine  Locustide  und 
eine  Stubenfliege.  Am  nachsten  Morgen  sass  sie  wieder  in  ihrem  alten 
Versteck;  sie  war  jetzt  vollig  ausgefarbt. 


Fort  de  Kock,  24.  April  1924. 


ZUR  NOMENKLATURFRAGE 


von 

H.  H.  Karny 
(Buitenzorg  —  Museum). 

Durch  langer  wahrende  Malariafalle,  eine  nach  den  Mentawei-lnscln 
unternommene  Sammelreise  und  anderweitige  Inanspruchnahme  war  ich  bisher 
verhindert,  auf  Heikertingers  Erwiderungen  (Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien, 
LXXIII,  p.  (182)— (186).  —  Zool.  Anz.,  LVIII,  p.  115—131.  —  Entom. 
Mitt.  Berlin,  XIII,  p.  109 — 110)  zuruekzukommen,  die  er  gegen  meine  „An- 
wendung  der  Nomenklaturregeln  ”  (Ent.  Mitt.  Berlin,  XII,  p.  168 — 198) 
veroffentlicht  hat.  Wenn  ich  trotzdem  auch  jetzt  noeh  dazu  Stellung  nehme, 
so  gesehieht  dies  vor  allem,  um  zu  vermeiden,  dass  mein  Schweigen  als  Zu- 
stimmung  gedcutet  werde. 

Ich  habe  dem  damals  Gesagten  nicht  viel  hinzuzufugen  und  nichts  davon 
zuriickzunehmen.  IIeikertinger  hat  mir  vorgehalten,  dass  ich  meine  Ent- 
gegnung  nach  Lekture  einer  einzigen  seiner  diesbeziiglichen  Arbeiten  ver¬ 
offentlicht  hatte,  und  meint  am  Schluss,  ich  wiirde  nun  nicht  mehr  in  Abredc 
stellen  konnen,  dass  die  einfachste,  alien  Zank  ausschliessende  Einigung  sein 
Kontinuitatsprinzip  sei.  Von  der  Richtigkeit  der  letzteren  Bcluiuptung  bin 
ich  heute  ebenso  wenig  iiberzeugt  wie  damals  und  kann  nur  versichern,  dass 
ich  meine  Entgegnung  im  wesentlichen  ebenso  abgefasst  hatte,  wenn  ich  auch 
damals  schon  seine  anderen  Mitteilungen  uber  denselben  Gegenstand  —  die 
ich  inzwischen  vom  Autor  erhalten  und  gelesen  habe  —  gekannt  hatte. 
Uebrigens  wird  mir  wohl  niemand  einen  Vorwurf  daraus  machen  konnen, 
wenn  ich  hier  in  den  Tropen  nicht  die  Moglichkeit  habe,  alle  im  fernen 
Europa  publizierten  Veroffentlichungen  sofort  kennen  zu  lernen.  Auch  finde 
ich,  dass  Heikertinger  in  alien  seinen  iiber  diesen  Gegenstand  veroffentlichten 
Mitteilungen  im  wesentlichen  iiberall  dasselbe  sagte,  so  dass  man  sich  auch 
schon  aus  einer  derselben  ein  ziemliches  Bild  seines  Prinzips  bilden  konnte. 

Jcdenfalls  hat  es  mich  gefreut,  dass  Heikertinger  einige  Punkte,  die 
meiner  Ansicht  nach  nicht  geniigend  deutlich  ausgesprochen  waren  und  daher 
vielleicht  nicht  nur  von  mir  jjmissverstanden”  werden  konnten,  nun  klar 
gclegt  hat.  Wenn  er  z.B.  jetzt  ausdriicklich  Homonyme  ablehnt,  so  war  mir 
dies  wichtig,  weil  man  bei  so  umsturzenden  Neuerungen  nie  wissen  kann, 
wie  weit  der  Autor  das  alte,  bisher  bestehende  annimmt  und  wie  weit  nicht. 


442 


443 


H.  H.  Karny  :  Zur  Nomenklaturfrage. 


Ich  konntc  einige  Beispielc  von  bedeutenden  Forschem  anfiihren,  die 
Homonyme  ohne  weiters  fur  zulassig  crklarten  und  Heikertinger  hatte 
dariiber  in  der  Formulierung  seines  neuen  Prinzips  gar  nichts  gesagt,  ja 
die  Forderung,  immer  den  gebrauchliehen  Nainen  anzuwenden,  schien  direkt 
aucb  die  Verwcndung  von  Homonymen  zu  verlangen.  Dass  dagegen  eine 
andere  Stelle  im  Text  (nicht  in  der  Formulierung  des  Prinzips)  sprach,  machte 
die  Sache  nicht  viel  klarer.  Ausserdem  machte  es  mich  stutzig,  dass  Heiker- 
tinger  gerade  dafiir  eintrat,  praokkupierte  Homonyme  zu  verwenden,  wie 
z.B.  Tettigonia  fur  ein  Zikadengenus,  Locusta  fur  langflihlerige  Heuschrecken 
etc.  Nun  weiss  ich  aber  inzwischen  aus  brieflichen  Mitteilungen  IIeiker- 
tingers,  dass  er  es  ablehnt,  Homonyme  neben  einander  zu  gebrauchen,  dass 
aber  auch  hier  wieder  nicht  die  Prioritat,  sondern  die  Gebrauclilichkeit  ent- 
scheiden  sollte,  d.h.  dass  ein  alterer  Name  durch  einen  jiingercn,  aber  an- 
geblich  gebrauchlicheren  gewissermaassen  —  um  in  der  Sprache  der  iiblichen 
Nomenklaturgesetze  zu  reden  —  „praokkuppiertM  wiirde.  Ich  miisste  also 
dann  beispielsweise,  wenn  ich  die  Namen  Exora  oder  Tapeina  auf  ihre  Zu- 
lassigkeit  priifen  wollte,  erst  nachsehen,  in  welcher  Bedeutung  der  Name  in 
der  ganzen  Literatur  offers  vorkommt,  also  z.B.  ob  Tapeina  ofter  als  Phanero- 
pterine  oder  als  Cerambycide  gebraucht  worden  ist.  Welchen  grossen  Zeit- 
aufwand  solche  —  iibrigens  ganz  nutzlose  —  Untersuchungen  erfordern, 
darauf  habe  ich  schon  in  einer  friiheren  Gegenschrift  hingewiesen.  Um  diesen 
Einwand  zu  entkraften,  hat  Heikertinger  nun  seither  den  Begriff  der  ,,theo- 
retischen  Gebrauchlichkeit”  eingefuhrt  —  ein  neuer  Name  fur  Prioritat. 
Solche  Falle  seien  also  jetzt  nach  wie  vor  auch  nach  Heikertinger  nach  dem 
Prioritatsgesetz  zu  entscheiden.  Ich  muss  nun  freilich  gestelien,  dass  es  mir 
nicht  klar  ist,  wo  eine  scharfe  Grenze  zwischen  der  Anwendung  der  „theo- 
retischen  Gebrauchlichkeit,>  (Prioritat)  und  der  ,,praktisehen”  (Kontinuitiit) 
gezogen  werden  soil.  Ich  bin  daher  nach  wie  vor  dafiir,  mich  immer  und 
uberall  an  die  Prioritat  zu  halten,  veil  sich  jederzeit  leicht  feststellen  lasst, 
welcher  Name  von  zweien  der  altere  ist  —  sicher  viel  leicliter  als  welcher 
der  gebrauchlichere  ist.  Ausserdem  finde  ich  ebon,  dass  das  Kontinuitatsprinzip 
in  seiner  jetzigen  Fassung  in  seinen  Auswirkungen  vollstandig  auf  dasselbe 
hinauslauft  wie  die  Nomina-conservanda-Listen  und  sich  davon  nur  theore- 
tisch  in  der  Formulierung  unterscheidet.  Gegen  diese  letztcren  habe  ich  schon 
in  meiner  vorigcn  Mitteilung  ausreichend  Stellung  genominen.  Teh  mochto 
hier  nur  darauf  hinweisen,  dass  der  Gebrauch  der  Namen  dieser  Listen  —  wie 
ihn  auch  Heikertinger  empfiehlt  —  eine  Durchbrechung  der  internationalen 
Nomenklatur  darstellt,  solange  jene  nicht  von  einein  internationalen  Kongress 
offiziell  angenommen  worden  sind.  Es  kann  wohl  nicht  geleugnet  werden, 
dass  auf  diese  Weise  alle  derartigen  Bestrebungen  die  internationale  Ein- 
heitlichkeit  in  der  Namengebung  spalten  und  untergraben  und  in  diesem 
Sinne  muss  auch  das  Kontinuitatsgesetz  wirken,  wenn  es  gebraucht  wiirde, 
ohne  international  legitimiert  zu  sein.  In  diesem  Sinne  war  meine  Befiirch- 
tung  gemeint,  dass  sein  Gebrauch  zur  Zerstorung  der  internationalen  Nomen- 


444 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


klatur  ffihren  werde.  Wahrend  IIeikertinger  in  diese  meine  Behauptung 
anscheinend  den  Sinn  hineingelegt  hat,  es  sollte  in  seiner  Anwendungsweise 
und  Pormuliernng  theoretisch  an  Rationale  Grenzen  gebunden  werden,  was 
ich  natiirlich  nie  gemeint  babe.  Aber  auch  wenn  es  einmal  eingefiihrt  ware, 
liige  immer  die  Gefahr  nalie,  dass  es  zu  solchen  Spaltungen  fiilirt,  weil  eben 
jeder  Autor  unter  Berufung  auf  die  Kontinuitiit  sich  immer  in  erster  Linie 
an  die  in  der  Literatur  seiner  Sprache  fiblichen  Namen  halten  wiirde. 

Ueberhaupt  lasst  sich  das  Kontinuitatsgesetz  viel  weniger  seharf  und  ein- 
deutig  prazisieren  und  ist  daher  Missdeutungen  und  Missbrauchen  offensicht- 
licli  viel  mehr  ausgesetzt  als  das  Prioritatsprinzip.  Besonders  deutlich  zeigt 
uns  dies  das  jfingst  erschienene  Werk  von  Escherich  fiber  die  Forstinsekten 
(II.  Bd.  1923).  Nach  einer  Reservatio  mentalis  in  seinen  Vorbemerkungen, 
er  mache  die  neuen  Namensanderungen  nicht  mit,  geht.  es  dann  im  Texte 
darauf  los,  als  ob  die  letzten  50  oder  75  Jahre  systematischer  Arbeit  nicht 
gewesen  wiiren.  Gewiss  wird  niemand  Esciiericii  einen  Vorwurf  daraus 
machen,  dass  er  noch  nicht  wusste,  dass  aegyptiacum  aus  system  atischen 
Grfinden  in  eine  eigene  Gattung  Anacridium  gestellt  werden  musste  (Uvarov, 
Jan.  1923),  aber  es  ist  ausserst  rfickstandig,  wenn  er  beispielsweise  a  lie 
Blattoiden  noch  unter  dem  Genus  Blatta  (wie  vor  100  Jahren!)  anffihrt, 
wahrend  sie  heute  nicht  nur  verschiedene  Genera,  sondern  sogar  verschiedene 
Subfamilien  und  Familien  bilden !  Es  sie  hier  darauf  hingewiesen,  dass 
IIeikertinger  solche  Missbrauche  selbst  ablelint,  dass  er  ausdrficklich  erkliirt, 
dass  Namensanderungen  aus  systematise  hen  Grfinden  natiirlich  auch 
in  Ilinkunft  angenommen  werden  mfissten.  Aber  ware  sein  Prinzip  einmal 
angenommen,  so  ware  es  wohl  kaum  moglich,  derartigen  Missbrauchen  zu 
steuern.  Aehnlich  finden  sich  bei  Escherich  auch  alle  kleinen  Grashfipfer 
noch  unter  dem  gemeinsamen  Namen  Stendbothrus,  obwohl  sie  schon  seit  Jahr- 
zehnten  aus  systematischen  Grfinden  auf  mehrerc  Gattungen  verteilt 
worden  sind.  Dadurch  kommen  dann  bei  Escherich  auch  Namen  zustande, 
bei  denen  man  fiberhaupt  nicht  mehr  weiss,  was  darun  ter  gemeint  ist,  so  z.B. 
Stenobothrus  bigut  tains.  Stfinde  Stauroderus  biguttatus,  so  wfisste  man 
sofort,  dass  es  sich  hier  um  einen  Druckfehler  ffir  biguttulus  handelt.  Aber 
der  unrichtige  Gattungsname  Stenobothrus  verwirrt  die  Sachlage  giinzlich. 
Stauroderus  biguttulus  hat  namlich  frfiher  einmal  Stenobothrus  geheissen, 
niemals  aber  biguttatus.  Sondern  Stenobothrus  biguttatus  (Fischer  1853, 
Frivaldsky  1868,  TIirk  1858,  Singer  1869,  Ruoow  1873)  kommt  in  der  ganzen 
Literatur  niemals  in  anderer  Bedeutung  vor  als  =  Gomphocerus  maculatus. 
Man  musste  somit  annehmen,  dass  Escherich  (der  sich  ja  mit  Vorliebe  an  dio 
Namen  der  ffinfziger  und  sechziger  Jahre  halt!)  diesen  meint,  wird  daran 
aber  wieder  durch  den  Umstand  irre  gemacht,  dass  er  daneben  auch  Gom¬ 
phocerus  maculatus  anffihrt.  Ich  weiss  nicht,  wer  sich  da  noch  zurecht  finden 
kann.  Aber  jedenfalls  wfirde  alle  diese  Verwirrung  vermieden,  wenn  Esche¬ 
rich  einfach  den  Weltkatalog  der  Orthopteren  von  Kirby  zur  Hand  genommen 
und  seine  Namen  nach  diesem  gerichtet  hatte.  Dann  wfisste  jeder  Mensch, 


H.  H.  Karny  :  Zur  Nomenklaturfrage. 


445 


was  gemeint  ist,  und  Irrungen  waren  ausgeschlossen.  Man  kann  von  einem 
Nicht-Spezialisten  nicht  verlangen,  dass  er  alle  neuesten  Namensanderungen 
kennt,  auch  dann  nicht,  wenn  sie  aus  rein  systematischen  Grxinden  erfolgt 
sind.  Was  man  aber  verlangen  kann,  ist,  dass  er  sich  die  kleine  Millie  nimmt, 
im  letzten  zusammenfassenden  Katalogwerk  die  giltigen  Namen  nachzuschla- 
gen.  —  Das  ist  eben  aueh  der  Fehler  der  Nomina-conservaiida-Listen,  dass  sie 
sich  iiber  derartige  Werke  einfach  hinwegsetzen  und  oft  gar  nicht  von  Fachspe- 
zialisten  hergestellt  sind.  Dies  zeigt  beispielsweise  deutlieh  die  (nur  4  Namen 
umfassende)  Thysanopterenliste  bei  Apstein.  Ausgerechnet  der  praokkup- 
pierte  Genusname  Physopus,  der  heute  giinzlich  aus  der  Literatur  verscliwun- 
den  ist,  soil  da  konserviert  werden  und  als  Species  typica  finden  wir  dabei 
noch  dazu  eine  zweifelhafte,  von  verscliiedenen  Autoren  in  verschiedene  Genera 
gestellte  Art!  Und  fur  die  LiNNEsche  Gattung  Thrips  wird  uns  communis 
angegeben,  ein  Name,  der  gar  nicht  giltig  und  aus  der  Literatur  verschwunden 
ist  und  ausserdein  eine  Art  bezeichnet,  die  Linnaeus  noch  gar  nicht  kannte, 
die  daher  unmoglich  der  Typus  seiner  Gattung  sein  kann. 

Aehnlich  steht  es  ja  ubrigens  auch  mit  Tettiyonia.  Das  fragliche  Zika- 
dengenus  heisst  seit  20  Jahren  T ettigoniella  Jacobi  —  ihr  Autor  ist  ubrigens 
nicht  einer  der  professionsmassigen  Nomenklaturiinderer,  sondern  ein  bekann- 
ter  Zikadenspezialist.  Trotzdem  soil  jetzt  nach  so  langer  Zeit  die  Zikade 
plotzlich  wieder  Tettiyonia  heissen,  und  das  unter  Berufung  auf  Namensschutz 
und  Kontinuitiit!  Es  ist  somit  fur  inich  gar  keine  Fragc,  dass  Tettiyonia 
nach  wie  vor  ein  Heuschreckengenus  bleiben  muss.  Ich  stehe  nach  wie  vor 
auf  dem  Standpunkt,  dass  die  von  mir  1912  angfiihrten  Griinde  durchwegs 
dafiir  sprechen,  dass  viridissima  als  Typus  von  Tettiyonia  betrachtct  werden 
sollte.  Als  den  aussclilaggebenden  Grand  sehe  ich  aber  gegenwartig  die 
Prioritat  der  Typendesignation  an,  wiirde  mich  also  damit  einverstanden  cr- 
klaren,  mit  Kirby  verrucivorus  als  Typus  zu  betrachten,  wenn  seine  Desig¬ 
nation  die  alteste  ware.  Tatsachlich  hat  sie  die  Prioritat  vor  der  von  Rehn 
und  der  meinen;  doch  hat  Uvarov  die  Frage  endgiltig  klargelegt,  wenn  er 
sagt  (Trans.  Ent.  Soc.  Lond.,  1924,  p.  493)  :  „The  type  of  this  Linnean  genus 
has  been  fixed  already  in  1815  by  Leach  (Edinburgh  Encyclopaedia,  p.  120) 
as  viridissima  L.,  which  makes  Phasgonura  of  Stephens  (1835),  founded  on 
the  same  species,  a  pure  synonym.  All  other  reasons,  fully  dealt  with  by 
Karny  (Zoolog.  Annalen,  ii,  pp.  202 — 208,  1907),  leave  also  no  room  for  any 
doubts  as  to  the  genotype  of  Tettiyonia ,  and  one  wonders  why  Caudell  (l.c.) 
still  used  Phasgonura  in  1912.”  Tettiyonia  bleibt  also  der  giltige  Name  fur 
viridissima ,  migratoria  muss  Locust  a  heissen  und  verrucivorus  bleibt  naoh 
wie  vor  Decticus.  Die  Typen  sind  designiert  und  damit  gibt  es  in  Zukunft 
keine  Aenderungen  mehr.  Denn  ich  stehe  auf  dem  Standpunkt,  dass  alle 
einmal  vorgenommenen  Typendesignierungen  eben  bleiben  miissen  (voraus- 
gesetzt,  dass  sie  systematisch  richtig  sind)  und  damit  ist  unsere  Nomenklatur 
dann  sofort  stabilisiert,  sobald  nur  einmal  fiir  alle  Gattungen  Typen  festge- 
stellt  sind.  Und  fiir  diese  Stabilisierung  gewahren  uns  gerade  die  Kataloge 


446 


Treubia  Yol.  VI,  Live.  3 — 4. 


eine  grosse  Hilfe.  Heikertinger  teilt  mir  brieflieh  mit,  dass  cr  nur  Mono- 
grapliien  fur  Feststellung  von  Namcn  gelten  lassen  kann,  nicht  aber  Kataloge. 
Dem  muss  ich  aber  durchaus  widersprechen,  da  ja  fur  viele  Gruppen  iiber- 
haupt  noch  gar  kcine  Monographien  vorliegen  und  wir  dalier  froh  scin  inussen, 
Kataloge  dariiber  zu  haben,  um  nicht  ins  Uferlose  zu  kommen,  sondern  iiber- 
haupt  auf  einer  festen  Grundlage  aufbauen  zu  konnen.  Darum  halte  ich  auch 
Nomina-conservanda-Listen  fur  ganz  zwecklos:  denn  wenn  sie  mit  unseren 
grossen  Katalogwerken  ubereinstimmen,  sind  sie  ganz  uberflilssig,  und  wenn 
sie  damit  nicht  ubereinstimmen,  wird  sich  jeder  Verminftige  eben  trotzdein 
an  die  Kataloge  und  nicht  an  derartige  Listen  halten,  weil  letztere  eben 
naturgemiiss  in  jeder  Ilinsicht  ganz  unvollstiindig  sind,  wahrend  die  Kataloge 
alle  Arten  saint  vollstiindiger  Synonymik  anfiihren  und  darum  so  wie  so  stets 
zu  Rate  gezogen  werden  miissen. 

Ich  stehe  tatsachlich  nach  wie  vor  auf  dem  von  Heikertinger  abgelehnten 
Standpunkt:  „Bis  alle  iiltesten  Namen  in  ihre  Rechte  eingcsetzt  sein  werden, 
wird  keine  Aenderung  mehr  erfolgen.  Und  dies  wird  bald  sein,  denn  die 
alten  Werke  werden  bald  ausgeschopft  sein.1’  IIeikertingers  briefliche  Mit- 
teilungen  konnten  mich  nicht  vom  Gegenteil  uberzeugen.  Denn  in  alien  von 
ihm  angefxihrten  Fallen  war  eben  die  altere  Literatur  noch  nicht  vollstiindig 
ausgeschopft  oder  —  in  weitaus  der  Mehrzahl  der  Falle  —  hatte  die  Aen¬ 
derung  gar  nichts  mit  dem  Prioritiitsgesetz  zu  tun,  sondern  lediglich  mit  der 
Methode  der  Typusbcstimmung.  Die  letztere  ist  meiner  Ueberzeugung  nach 
tatsachlich  sehr  reformbediirftig,  das  hat  aber  mit  dem  Prioritatsprinzip  gar 
nichts  zu  tun.  Im  allgeineinen  bin  ich  fur  das  Eliminationsverfahren,  da 
dieses  die  wenigsten  Aenderungen  heraufbeschwort.  Ich  stehe  aber  nicht  auf 
dem  Standpunkte  (wie  Heikertinger  zu  meinen  scheint),  dass  die  Elimination 
als  starres  Gesetz  aufgestellt  werden  soil  und  jede  Typendesignation,  die  nicht 
auf  Grund  der  Elimination  erfolgt  ist,  dadurch  ungiltig  wird.  Mein  Grund- 
prinzip  ist,  dass  die  erste  Typusdesignation  —  wenn  sie  nur  iiberhaupt  richtig 
war,  also  z.B.  nicht  etwa  eine  Art  als  Typus  angibt,  die  beim  ersten  Autor 
in  der  Gattung  gar  nicht  enthalten  war  —  giltig  bieiben  muss.  Damit  ist 
eventuell  eine  einmalige  Namensanderung  gegeben;  dann  ist  aber  der 
Name  fur  alle  Zeiten  festgelegt  und  eine  Aenderung  kann  nur  noch  aus 
systematischen  Griinden  erfolgen. 

Gerade  auf  die  Methode  der  Typusbestiinmung  sind  die  meisten  der 
—  unrichtigerweise  dem  Prioritatsgesetz  zur  Last  gelegten  —  unliebsamen 
Namensanderungen  zuriickzufiihren  und  hier  miisste  tatsachlich  noch  refor- 
mierend  eingegriffen  werden,  urn  zu  grosserer  Stabilitat  der  Nomenklatur  zu 
kommen.  Namentlich  bin  ich  ein  entschiedener  Gcgner  der  „opinion  65” 
des  Internationalen  Codex,  „that  when  an  author  names  a  particular  species 
as  type  of  a  new  genus,  it  is  to  be  assumed  that  it  has  been  correctly  deter¬ 
mined”.  Caudell  &  Banks  (Ent.  Code,  §  96)  erliiutern  dies  durch  ein 
Beispiel:  „Alpha  Smith,  new  genus  with  a  single  specific  name  included, 
the  Bela  alba  of  Jones.  Then  Bela  alba  Jones  is  the  genotype  of  Alpha  Smith, 


H.  H.  Karny  :  Zur  Nomenklaturfrage 


447 


even  if  it  later  results  that  Smith  did  not  know  that  species,  what  he  thought 
to  be  that,  being  in  reality  a  very  different  species/ * 

Diese  Festlegung  scheint  auf  den  ersten  Blick  recht  verniinftig  und 
zweckmiissig,  namentlich  bei  den  in  neuerer  Zeit  eingerissenen  Aufstellungen 
neuer  Gattungen  ohne  Beschreibungen  nur  mit  Angabe  einer  species  typica 
—  ein  Unfug,  deni  entschieden  gesteuert  werden  sollte.  In  solehen  Fallen 
ist  es  auch  zweckmiissig,  sich  an  dieses  Prinzip  zu  halten.  Wenn  ein  Autor 
seine  Gattung  derart  begriindet,  so  diirfen  wir  nicht  zur  richtigen  Deutung 
der  Gattung  erst  genotigt  sein,  die  Typusexemplare  dieses  Autors  nachzu- 
untersuchen,  sondern  miissen  eben  annehmen,  dass  er  unter  der  betreffenden 
Art  eben  das  verstand,  was  auch  jeder  andere  darunter  versteht,  besonders 
dort,  wo  es  sich  uni  sichere,  eindeutige  und  gut  definiertc  Arten  handelt. 

Diese  Sachlage  andert  sich  aber  mit  einem  Schlage,  wenn  es  sich  um 
zweifelhafte  oder  durch  Jahrzehnte  missdeutete  Arten  alter  Autoren  handelt, 
deren  Deutung  vielleicht  oft  noch  heute  strittig  ist.  Da  stiftet  dieses  Prinzip 
nur  Unheil  und  beschwort  nur  ganz  unnotige  Namensanderungen  herauf. 
Setzen  wir  den  Fall,  ein  Autor  hatte  auf  eine  LiNNEsche  oder  de  GeerscIic 
Art  ein  neues  Genus  errichtet,  dieses  beschrieben,  scharf  definiert  und  gut 
umgrenzt.  Er  verstand  unter  jener  Art  genau  dasselbe  wie  alle  anderen 
Autoren  seiner  Zeit.  Wenn  nun  plotzlich  einmal  das  Typusexemplar  jener 
alten  Sammlung  nachuntersucht  wird  und  sich  dabei  herausstellt,  dass  es  sich 
um  eine  giinzlicli  andere  Art  handelt,  auf  die  die  gegebene  Genusdiagnose 
uberhaupt  nicht  passt,  so  ist  es  doch  vollstandig  widersinnig,  jetzt  den  Genus- 
namen  auf  jene  andere  Art  zu  iibertragen,  wo  wir  doch  sielier  wissen,  dass 
der  Autor  des  Genus  und  alle  seine  Zeitgenossen  ganz  etwas  andercs  darunter 
verstanden  haben. 

Auf  Grund  dieses  Prinzips  wurden  tatsachlich  in  der  letzten  Zeit  schon 
mehrfach  Genusanderungen  vorgenommen,  z.B.  Iloplothrips  (Hood,  Ento¬ 
mologist,  1915,  p.  102  ff.)  oder  Phaneroptera  (Caudell,  Journ.  Wash.  Ac.  Sci., 
XI,  20,  p.487  ff.).  Ich  habe  dagegen  schon  in  Treubia  I,  4,  p.  221 — 223 
Stellung  genommen. 

Tatsachlich  wird  in  solehen  Fallen  das  in  Rede  stehende  Prinzip  meiner 
Ueberzeugung  nacli  widersinnig,  zweideutig  und  unpraktisch:  widersinnig 
deswegen,  weil  es  ein  vollstandiger  Unsinn  ist,  von  mil*  zu  verlangen,  ich  solle 
annehmen,  eine  Art  sei  richtig  determiniert  gewesen,  wenn  ich  doch  positiv 
weiss,  dass  sie  es  nicht  war.  Aber  diese  Forderung  wird  auch  in  vielen 
Fallen  hochst  zweideutig :  Nehmen  wir  an,  eine  Spezies  sei  von  einem  (alten) 
Autor  S  kurz  beschrieben  worden  und  spiiter  hat  der  Autor  G  darauf  ein 
Genus  gegriindet,  die  Art  ausfiihrlich  neu  beschrieben  und  eine  ausreichende 
Genusdiagnose  gegeben.  Das  Typusexemplar  des  Autors  S  sei  nicht  mehr 
vorhanden  oder  dem  revidierenden  gegenwartigen  Autor  unzuganglich.  Die 
Art  des  Autors  G  sei  unzweifelhaft  a,  wahrend  in  der  Diagnose  von  S  manches 
dafiir  spricht,  dass  er  damit  die  Art  b  gemeint  habe,  die  heute  in  eine  ganz 
andere  Gruppe  gchort  und  auf  die  die  Genusbeschreibung  von  G  uberhaupt 


448 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


nieht  passt.  Nun  wird  von  uns  gefordert,  anzunehmen,  die  Art  sei  bei  G 
richtig  determiniert  gewesen.  Soil  das  heissen,  wir  miissen  jetzt  —  vielleicht 
aut’  unsichere  Indizien  hin  —  annehmen,  die  Art  sei  b,  odcr  wir  miissen  eben 
die  Deutung  des  Autors  G  fur  alle  Fiille  als  die  richtige  nehmcn  und  die 
Art  a  unter  dein  fraglichen  Namen  versteben.  Darum  drehte  sich  ja  ini 
wesentlichen  der  Streit  bei  Hoplothrips:  ich  entschied  mich  fur  a  (freilich 
nur  auf  Grund  der  SERViLLEschen  Beschreibung,  nicht  auf  Grund  von  Typen- 
untersuchung),  Hood  fur  b.  Wer  hat  aber  jetzt  dein  Wortlaut  naeh  reeht? 
Wir  beide  haben  angenommen,  die  Art  von  G  (Serville)  miisste  richtig 
determiniert  gewesen  d.h.  also  mit  der  von  S  (de  Geer)  identisch  sein;  aber 
soil  sie  jetzt  a  oder  b  sein? 

Ausserdcm  ist  dicse  bier  kritisierte  Forderung  aber  auch  liochst  unprak- 
tisch,  wto  es  sich  um  derartige  Fiille  von  alien,  zweifelhaften  Arten  handelt, 
weil  sie  ganz  unnotige  und  systematisch  durch  nichts  gerechtfertigte  Namens- 
iinderungen  heraufbeschwort.  Bis  vor  kurzem  hatten  wir  fur  Phaneroptera 
Serville  die  species  typica  lilifolia  Serville,  von  der  jederman  wusste,  dass 
damit  nicht  lilifolia  Fabricius,  sondern  falcata  Poda  gemeint  war.  In 
diesem  Sinne  war  durch  mehr  als  ein  halbes  Jahrhundert  Phaneroptera  defi- 
nicrt  und  jeder  wusste,  was  damit  gemeint  sei.  Wie  wirkt  sich  nun  opinion 
65  aus?  Sie  fiihrte  dazu,  dass  Caudell  (l.c.)  unter  Berufung  auf  sie  Phane¬ 
roptera  auf  Scudderia  St&l  (1873)  iibertrug  und  fiir  Phaneroptera  den 
neuen  Namen  Anerota  in  die  Literatur  einfiihrte.  Ich  frage  nun,  was  hat 
unsere  systematische  Einsicht  dadurch  gewon nen?  Eine  plbtzliehe  Aende- 
rung  alt  bekannter  Genusnamen,  weiter  nichts;  also  ist  opinion  65  zwcifellos 
sehr  unpraktisch ;  aber  auch  widersinnig:  oder  ist  es  nicht  vernunftwidrig, 
zu  verlangen,  man  miisse  glauben,  lilifolia  Serville  sei  richtig  determiniert 
gewesen,  d.h.  mit  lilifolia  Fabricius  identisch,  wenn  man  docli  positiv  weiss, 
dass  dies  zwei  verschiedene  Arten  (und  heute  auch  Genera)  sind.  Und  ist 
schliesslich  diese  Forderung  nicht  auch  zweideutig?  Konnte  man  nicht  unter 
Berufung  auf  sie  ebenso  gut  auch  sagen,  man  miisste  jetzt  eben  —  unter  der 
Annahme  Servilles  Deutung  der  lilifolia  ware  die  richtige  gewesen  —  auch 
den  FABRiciusschcn  Namen  auf  dieselbe  Spezies  beziehen,  d.h.  auf  falcata? 
So  ergeben  sich  nur  immer  neue  Schwierigkeiten  und  ganz  unnotige  Aende- 
rungen.  Es  ware  daher  dringend  zu  wiinschen,  dass  opinion  65  ausgeschaltet, 
bzw.  auf  die  vernunftgemassen,  eingangs  angefiihrten  Falle  beschrankt  wiirde, 
um  grossere  Stabilitat  unserer  Nomenklatur  zu  erzielen. 

Ueberhaupt  ware  es  sehr  anzuempfehlen,  einmal  eine  vernunftgemasse 
und  moglichst  wenige  Aenderungen  herbeifiihrende  Typenbestimmung  festzu- 
legen.  Dann  wiirde  auch  der  feindliche  Ansturm  gegen  das  Prioritatsgesetz 
aufhoren,  das  an  den  allermeisten  dieser  Aenderungen  gar  keine  Schuld  trifft, 
sondern  nur  fur  die  Mangel  der  Typenbestimmung  zu  biissen  hat,  wahrend  es 
doch  bei  verniinftiger  Typenbestimmung  auch  ohne  jede  sonstige  Aenderung 
(und  ohne  Ersetzung  durch  Kontinuitat  und  andere  ahnliche  Principien)  zu 
einer  verniinftigen,  stabilen  Nomenklatur  fiihren  wiirde.  Freilich  muss  dabei 


H.  H.  Karny  :  Zur  Nomenhlaturfrage. 


449 


—  entgegen  Handlirsch  —  daran  festgehalten  werden,  dass  ein  Autor  auch 
an  den  von  ilim  selbst  friiher  gegebenen  Namen  keine  Aenderungen  mehr 
vornehmen  darf,  da  es  ja  sonst  ganz  gut  vorkommen  kbnnte,  dass  ein  Autor 
einen  von  ihm  selbst  aufgestellten  und  inzwischen  eingebiirgerten  Namen  z.B. 
noch  nach  50  Jahren  andert,  wodureh  natiirlich  auch  wieder  alle  Stabilitat 
illusorisch  wiirde.  In  dieser  Hinsicht  muss  das  Nomenklaturgesetz  allei  dings 
strenger  sein  als  das  Strafgesetz,  um  seinem  Zweck,  der  Stabilisicrung  der 
Namengebung,  geniige  zu  leisten.  Jedenfalls  stehe  ich  auf  dem  Standpunkt: 
Namen,  deren  Gebrauch  mit  dem  Prioritatsgesetz  in  Widerspruch  steht,  miis- 
sen  fallen;  die  Typusbestimmung  sollte  aber  stets  so  vorgenommen  werden, 
dass  sie  moglichst  wenige  Namensanderungen  herbeifiihrt. 


29 


BEITRaGE  zur  kenntnis  der  mikrofauna  von 
NIEDERLaNDISCH-OSTINDIEN. 


VI.  Bewohner  salzhaltiger  Thermalgewasser 
von 

R.  Menzel 
(Buitenzorg). 

In  der  Nahe  von  Buitenzorg  erhebcn  sich  mitten  in  Sawahs  die  Kalkberge 
von  Koeripan. 

Diesen  Kalk-  oder  Aragonitliugeln,  die  von  Verbeek  und  Fennema  (*) 
eingehend  bcschrieben  wurden,  entstroinen  an  zehn  Stellen  kleine  Quellen, 
eine  hinter  der  anderen,  in  einem  Streiohen  von  327°  wie  die  Hiigel  selbst. 
Uni  diese  Quellen,  deren  Temperatur  ungefahr  45°  C.  betragt,  lagert  sich 
Aragonit  in  radiarer  Form  ab.  Das  Wasser  fiiesst  in  Rinnen,  welche  stellen- 
weise  von  einer  Alge  ausgekleidet  sind,  iiber  die  Hugel  hinunter  und  sammelt 
sich  in  kleinen  Becken. 

Eine  Analyse  des  Wassers  (1 2)  ergab  einen  Salzgehalt  von  26,7°/00,  wobei 
Na  Cl  mit  19, G  bis  19,7°/00  iiberwiegt.  Anliisslich  einer  Excursion,  veran- 
staltet  wahrend  des  naturwissenschaftlichen  Kongresses  in  Buitenzorg  (Sep¬ 
tember  1924),  war  es  mir  moglich,  an  Ort  und  Stelle  einige  Planktonnetzfange 
zu  machen.  Weiters  Material  (der  Ort  ist  wahrend  der  Regenzeit  schwer 
zuganglioh)  hoffe  ich  spater  sammeln  zu  kbnnen,  mochte  aber  doch  die  vor- 
laufigen  Resultate  mitteilen,  einmal  weil  bis  jetzt  m.W.  die  Fauna  derartiger 
Gewasser  auf  Java  noch  nicht  naher  untersucht  wurde  und  dan n  auch,  weil 
die  Zusammcnsetzung  der  Fauna  dieser  warmen  Salzquellen  nicht  uninteres- 
sant  zu  sein  scheint. 

Es  fanden  sich  in  den  mitgenommenen  Proben  je  ein  Vertreter  der  Ne- 
matoden,  Turbellarien  und  Copepoden.  In  sehr  zahlreichen  Exemplaren 
vorhanden  war  die  Turbellarie 


(1)  R.  D.  M.  Vebbeek  et  R.  Fennema,  Description  g6ologique  de  Java  et  Madoera, 
Tome  I.  Amsterdam  1896;  vgl.  auch  J.  G-.  B.  Beum£b,  Richelvorming  bij  kalkafzet- 
tingen.  „De  tropische  Natuur”,  No.  8,  1923. 

(2)  Natuurk.  Tijdschr.  Ned.  Ind.  Ill,  1852,  p.  461  —  470  (nach  Verbeek  und 
Fennema). 


450 


R.  Menzel:  Bewohner  salzhaltiger  Thermalgewasser. 


451 


Macrostomum  tuba  (L.  Graff). 

Dass  Turbellarien  in  Salzgewassern  vorkommen,  ist  bekannt.  Seltener 
schcint  ihr  Auftreten  in  Therm  algewassern  zu  sein.  Nach  v.  Graff  sind  bisher 
zwei  Fiille  bekannt  (3),  darunter  Microstomum  lineare  (Moll.),  welcho 
Siisswasserart  ausser  in  Brackwasser  auch  in  Thermen  (47°)  gefunden 
wurde  (4). 

Macrostomum  tuba  ist  eine  in  Europa  wohl  weit  verbreitete  Art.  Andere 
aussereuropaische  Fundorte  sind  mir  nicht  bekannt,  doch  diirfte  die  Art  im 
Hinblick  auf  ihr  Vorkommen  im  malayischen  Archipel  wohl  als  Kosmopolit 
zn  betrachten  sein. 

Nur  in  einem  einzigen  Exemplar  vertreten  war  ein  Nematode,  und  zwar 
eine  Oncholaimus- Art  oder  nach  den  neueren  Untersuchungen  von  Filip jev  (5) 
eine 


Adoncholaimus  sp. 

( Oncholaimus  pt.  auct.) 

Fur  eine  genauere  Determinierung  ware  mehr  Material  notig,  vor  allem 
Mannchen.  Das  vorliegende  geschlechtsreife  Weibchen  ist  2,8  mm  lang. 
(a  —  55;  P  =  7,9;  y  =  41)  Vulva  105:60.  Eier  0,21  mm  lang,  4  Stuck  vor 
der  Vulva  gelegen.  Die  drei  Mundhohlenzahne  cntspringen  an  der  Basis  der 
Mundkapsel  und  ihre  Spitzen  reichen  nur  bis  zur  Mitte  derselben. 

Von  den  zur  Gattung  Adoncholaimus  zu  rechnenden  Arten  kommt  unsere 
Art  im  nachsten  A.  indicus  (Linstow)  was  Korperlange  (2,7  mm)  und  Kor- 
perdicke  (a  =  50)  betrifft. 

Mundhohle,  die  Zahne  derselben  sowie  die  Gestalt  des  Schwanzes  stim- 
mcn  indessen  mit  den  Figuren,  die  Linstow  und  Stewart  (6)  von  dieser  Art 
veroffentlichten,  nicht  iiberein.  Mit  dem  Oncholaimus  chilkensis  Stewart  (l.c.) 
aus  dem  brackischen  Chilka  Lake  (Bengalen)  ist  die  Koeripan-Art  sicher 


(3)  Nach  brief licher  Mitteilung  von  Herrn  Prof.  Dr.  E.  Sekera  (Briinn),  dem 
ich  auch  die  Bestimmung  der  vorliegenden  Art  verdanke. 

v4)  Brauer,  Susswasserfauna,  Heft  19,  p.  74. 

(5)  I.  N.  Filip  jev,  Revision  der  Gattung  Adoncholaimus.  Zoolog.  Anzeiger  Bd. 
LVIII,  1923,  p.  108—113. 

Nach  brieflicher  Mitteilung  von  Herrn  Dr.  Filipjev  muss  es  sich,  im  Hin¬ 
blick  auf  die  Beschaffenkeit  des  Fundortes,  im  vorliegenden  Fall  um  eine  Art  dieser 
Gattung  handeln. 

(6)  O.  v.  Linstow,  The  Fauna  of  brackish  Ponds  at  Port  Canning,  Lower 
Bengal.  Part.  II.  A  new  Nematode  of  the  genus  Oncholaimus.  Rec.  Ind.  Mus.  Vol.  I. 
1907.  F.  H.  Stewart,  Studies  in  Indian  Helminthology.  Report  on  a  collection  of 
free-living  Nematodes  from  the  Chilka  Lake  on  the  East  Coast  of  India,  ibid.  Vol. 
X.  1914. 


452 


Treubia  Vol.  VI,  LrvR.  3 — 4. 


nicht  identisch.  Ohne  weiteres  Material  ist  es  jedoch  nicht  moglich  zu  ent- 
scheiden,  ob  eine  schon  bekannte  oder  eine  neue  Art  vorliegt. 

Die  dritte  Art  endlich  war  ein  Copepode  und  zwar  ein  Cyclopide.  An 
Hand  der  voriges  Jalir  erschienenen  Arbeit  von  Seymour  Sewell  (7)  war 
es  mir  moglich  festzustellen,  dass  es  sich  uni  einen 

Ilalicyclops  sp. 


handeln  musste  (8 9). 

Bis  jetzt  sind  m.W.  nur  drei  Arten  dieser  Gattung  bekannt,  namlich 
II.  magniceps  (Lilljeb.)  (synon.  Cyclops  magniceps  Lilljeb.,  C.  aequoreus 
Fischer,  C.  cfiristianiensis  Boeck),  II.  propinquus  Sars  und  II.  tenuispina 
Sewell.  Der  Name  Ilalicyclops  wurde  von  Norman  fur  II emicy clops  Claus 
eingefiihrt. 

Die  vorliegende.  Art  (6  Exemplare:  1  $  mit  Eiballen,  1  <3*  und  4  Jugend- 
stadien)  scheint  wedcr  mit  II.  magniceps  noch  mit  II.  tenuispina  identisch 
zu  sein.  (Die  Bcschreibung  von  II.  propinquus  ist  mir  hier  leider  nicht 
zuganglich.)  Von  magniceps  unterscheidct  sie  sich  hauptsachlieh  durch  die 
Beborstung  der  Furka,  auch  der  5.  Fuss  ist  etwas  anders  gebaut.  Die 
Eiballen  des  Weibchens  enthalten  jederseits  5  bis  6  Eier.  Auch  mit  II. 
tenuispina  stimmt  unsere  Art  nicht  iiberein.  Ob  es  sich  um  eine  neue  Art 
handelt,  muss  weiteren  Untersuchungen  vorbehalten  bleiben. 

Was  nun  die  Herkunft  der  drei  bis  jetzt  aus  den  Koeripan-Quellen  be- 
kannten  Tierarten  betrifft,  so  ist  zu  bemerken,  dass  die  Turbellarie  Ma- 
crostomum  tuba  ihre  nachsten  Verwandten  im  Siisswasser  hat.  Die  beiden 
anderen  Arten  aber  gehoren  zu  Gattungen,  deren  Vertreter  fast  ausschliess- 
lich  im  Meer  oder  im  Brackwasser  leben.  Eine  .Verwandtschaft  mit  Meeres- 
tieren  liisst  sich  also  fur  Adoncholaimus  sp.  und  Ilalicyclops  sp.  wohl  nicht 
in  Abrede  stellen. 

Dies  ist  insofcm  bemerkenswert,  als  R.  Hesse  in  seiner  Tiergeographie  (d) 
schreibt:  „Die  im  Binnenlande  von  Salzquellen  gespeisten  Gewasser  enthal¬ 
ten  eine  Tierwelt,  deren  Verwandtschaft  sich  im  Siisswasser  findet;  Meeres- 
tiere  sind  aus  solchen  nicht  mit  Sichcrheit  bekannt”. 

Die  Gattung  Adoncholaimus  nun  ist  nach  Filip .jev  (l.c.)  zweifellos  ma¬ 
riner  Herkunft,  die  meisten  Arten  wurden  im  Brackwasser  gefunden,  eine 

(7)  R.  B.  S.  Sewell,  Crustacea  Copepoda.  Fauna  of  the  Chilka  Lake.  No.  12. 
Mem.  Ind.  Mus.  (Calcutta),  Vol.  V.  1924. 

(8)  Dasselbe  bestiitigten  mir  (briefl.  Mitt.)  die  Herren  Prof.  A.  Steuer  und 
Dr.  F.  Fruchtl  (Innsbruck),  welchen  beiden  Herren  ich  fUr  ihre  Hilfe  auch  hier 
herzlich  danken  mochte.  Herrn  Dr.  Fruchtl  verdanke  ich  ferner  wertvolle  Litera- 
turhinweise  sowie  die  Abselirift  der  mir  hier  nicht  zuganglichen  Beschreibung  von 
H.  magniceps. 

(9)  R.  Hesse,  Tiergeographie  auf  okologischer  Grundlage.  Jena,  G.  Fischer, 
1924,  p.  376. 


R.  Menzel  :  Bewoliner  salzhaltiger  Thermalgewasser. 


453 


(A.  fuscus)  marin,  eine  cinzige,  A.  punctatus  (Cobb)  im  Susswasser.  In- 
teressant  ware  festzustellen,  ob  in  den  Salzquellen  von  Koeripan  noeh  andere 
Nematodenarten  und  zwar  ebenfalls  Brackwasserformen  vorkommen.  Naeh 
den  Resultaten  von  W.  Schneider,  ( (10)  der  in  Salzquellen  des  deutschen 
Binnenlandes  ausschliesslich  Brackwasserarten  fand,  ware  das  letztere  zu 
erwarten. 

Auch  die  wenigen  Arten  der  Gattung  II alicy clops  sind  mehr  oder  "weniger 
ausgesprochene  Brackwasserformen.  II.  magniceps  wurde  von  Richard  (u) 
in  algerisehen  Schotts  400  km  vom  Meere  entfernt  gefunden  (12),  ein 
ahnliches  Vorkommen  hat  die  javanische  Art,  wenn  auch  die  Koeripan- 
hiigel  nicht  so  weit  (ca.  40  km)  im  Binnenlande  liegen.  H.  tenuispina 
stammt  aus  dem  Chilka  Lake,  der  nach  Sewell  (l.c.)  „communicates  on  the 
one  hand  with  the  Mahanaddi  river  and  on  the  other,  in  any  normal  (year, 
with  the  open  waters  of  the  Bay  of  Bengal”.  Im  Susswasser  scheincn  Hali- 
cyclops- Arten  nicht  oder  nur  selten  vorzukommen.  Von  Burckhardt  (13) 
wurden  (ebenfalls  nach  brief  1.  Mitteilung  von  F.  Kiefer)  zwei  vorliiufig  zu 
aequoreus  (also  magniceps)  gestellte  Formen  aus  vollig  siissem  Flusswasser 
Ostasiens  beschrieben.  Weitere  Funde  sind  abzuwarten;  denn  wahrschein- 
lich  gibt  es  noch  mehr  Arten  dieser  Gattung.  Bis  jetzt  waren  sie  wohl 
nur  deshalb  selten,  weil  sie  „wegen  ihrer  versteckten  Lebensweise  und  ihrer 
Kleinheit  nicht  leicht  gefangen  werden”.  (Kiefer,  briefl.  Mitt.). 

Ob  der  Ilalicyclops  von  Koeripan  zu  den  Ilalophilen  oder  den  Halobien 
(vgl.  Hesse,  l.c.p.  377)  zu  rechnen  ist,  bleibe  vorlaufig  dah ingest ellt. 
Jedenfalls  scheint  fiir  die  Gattung  Ilalicyclops  dasselbe  zu  gelten,  was  Sewell 
(l.c.)  mit  treffenden  Worten  im  allgemeinen  von  den  Copepoden  schreibt: 

„It  appears  probable  that  a  great  number  of  species  of  Copepoda  are 
cosmopolitan  in  their  distribution  —  that  a  .wide  distribution  is  the  rule 
rather  than  the  exception  —  and  that  where  we  at  the  present  time  only 
have  records  of  occurrence  in  restricted  areas,  .this  limitation  of  habitat  is 
merely  apparent  and  not  real,  and  is  due  merely  to  our  ignorance”. 

Das  die  Koeripanformen  weitgehend  an  das  Salzwasser  angepasst  sind, 
geht  aus  folgenden  Beobachtungen  hervor.  Ein  Exemplar  von  Macrosto- 
mum  tuba ,  in  Leitungswasser  gebracht,  lebtc  noch  nach  einer  halben  Stunde; 
die  Bewegungen  waren  aber  schon  etwas  schwachcr  und  der  Korper  ein 
wenig  kontrahiert.  Am  folgenden  Tag  war  das  Tier  tot,  wahrend  die  im 
Koeripanwasser  befindlichen  Exemplare  noch  tagelang  weiterlebten. 

Ilalicyclops  ist  noch  empfindlicher ;  ein  normales  Exemplar  (  d*)  war, 


(10)  W.  Schneider,  Zur  Nematodenfauna  der  Salzquellen  des  norddeutschen 
Flachlandes.  I.  Nematoden  der  Salzquellen  von  Oldesloe  (Holstein).  Archiv  fur 
Hydrobiologie,  Bd.  XV,  1924. 

(11)  Bull.  Soc.  Zool.  France,  XV,  1890. 

(12)  Nach  gutiger  briefl.  Mitteilung  von  Herrn  F.  Kiefer  (Oefingen,  Deutsch¬ 
land). 

(13)  Zool.  Jahrb.  Syst.  Bd.  34.  1913. 


454 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


in  Leitungswasser  gebracht,  nach  1  bis  2  Minnten  schon  tot,  wenn  es  sich 
nicht  um  eine  durch  Ilypotonie  erzeugte  Lethargie  handelte  wie  bei  dem 
Versneh  von  Issel  (14)  mit  Tigriopus  fulvus  aus  den  rock-pools  Liguriens. 
Weitere  Experimente  an  solchen  Salzwasserbewohnem  waren,  wie  Brehm 
(l.c.)  mit  Recht  betont,  sehr  erwiinscht. 


(14)  V.  Brehm,  Brackwassercopepoden  im  Siisswasser  der  Mittelmeerlander. 
Intern.  Rev.  Hydrob.  Bd.  VII,  H.  6,  p.  453. 


DESCRIPTIONS  DE  DEUX  NOUVEAUX  HYMEN OPTERES  PARASITES 
OBTENUS  PAR  LE  Dk.  R.  MENZEL  DE  LA  PUNAISE  DU  THE 
(HELOPELTIS  ANTONII  SIGN.) 

par 

Ch.  Ferriere, 

(Dr.  es  Sciences,  Berne,  Suisse). 

1.  Braconidae,  Euphorinae. 

Euphorus  helopeltidis,  n.  sp. 

$  .  Tete  transversale,  tres  elargie  derriere  les  yeux ;  occiput  creuse ; 
vertex  lisse,  brillant;  face  convexe,  clypeus  arrondi  avec  une  fossette  de 
chaque  cote.  Antennes  inserees  au  dessus  .du  milieu  de  la  face,  de  27 


Fig.  1.  Euphorus  helopeltidis  n.  sp.  parasite  de  Helopeltis  antonii 
Sion.  Gross.:  X  Ch*  F-  del* 


455 


456 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


articles,  filiform  es,  pas  epaissies  au  bout.  Palpes  maxillaires  tres  allonges, 
de  5  articles.  Mesonotum  lisse,  legerement  ponctue,  descendant  vertical ement 
en  avant  sur  le  pronotum ;  sillons  parapsidaux  complete,  avec  une  serie  de 
points  enfonces;  propleures  et  mesopleures  ruguleux,  avec  sillons  assez  larges 
et  creneles.  Metathorax  rugueux,  areoles  peu  nettes,  l’areole  supcro-mediane 
seule  mieux  marquee.  Scutellum  lisse  avec  deux  fossettes  arrondies  a  la  base. 

Stigma  des  ailes  anterieures  large,  bord  interne  un  peu  plus  long  que 
le  bord  externe;  premiere  abscisse  de  la  nervure  radiale  tres  courte  et 
epaissie.  Cellule  radiale  petite,  sa  longueur  sur  le  bord  de  Taile  plus  courte 
que  le  stigma.  Cellule  disco’idale  courte,  trapezoi’de,  .separee  de  la  lere 
cellule  cubitale.  Nervulus  postfurcal.  Cellule  brachiale  ouverte  exterieure- 
ment  en  bas.  Nervellus  droit.  Pattes  assez  longues,  handles  courtes, 
arrondies. 

Premier  segment  de  1  'abdomen  petiole,  avec  quelques  larges  sillons 
longitudinaux ;  les  stigmates  derriere  le  milieu;  deuxieme  segment  tres  grand, 
lisse  et  brillant,  recouvrant  entierement  les  segments  suivants. 

Couleur  noire;  antennes  bruncs  avec  la  base  jaune;  palpes  et  mandi- 
bules  jaunes,  celles-ci  brunes  au  bout ;  pattes  jaunes,  sauf  le  bout  des  tibias 
posterieurs  bruns;  tegulae  et  nervures  des  ailes  jaunes,  le  stigma  brun. 

Longueur  3  mm.,  envergure  f5,5  mm. 

Parasite  de  Helopeltis  antonii  Sign. 

Cette  espece,  la  premiere  trouvee  dans  la  region  indo-australe,  est  tres 
voisine  de  P Euphorus  nigricarpus  Szepl.  d ’Afrique.  Les  3  seules  especes 
decrites  des  regions  tropicales  du  .globe,  a  ma  connaissance,  peuvent  se 
distinguer  de  la  maniere  suivante. 

E.  xanthostigma  Szepl.  (in  Voy.  Alluaud  et  Jeannel  Afr.  or.,  Hym.  IV, 
1914,  p.  195). 

Antennes  de  20  articles,  les  articles  apicaux  arrondis.  Tete  jaune, 
excepte  la  partie  superieure.  Thorax  noir.  Pattes  entierement  jaunes.  Pre¬ 
miere  abscisse  de  la  nervure  radiale  ponctiforme.  Longueur  3  mm.  Afrique 
orient  ale. 

E.  nigricarpus  Szepl.  (in  Ann.  Mus.  Hungar.,  1913,  p.  607). 

Antennes  de  21  articles,  epaissies  au  bout.  Tete  et  thorax  noirs.  Pattes 
posterieures  jaunes,  la  moitie  des  femurs  et  les  tibias  bruns.  Premiere 
abscisse  tres  courte.  Longueur  2,5  mm.  Afrique  orientale. 

E.  helopeltidis  n.  sp. 

Antennes  de  27  articles,  non  epaissies  au  bout.  Tete  et  thorax  noirs. 
Pattes  posterieures  jaunes,  le  bout  des  tibias  sculs  bruns.  Premiere  abscisse 
tres  courte  et  epaissie.  Longueur  3,  mm.  Java. 

2.  Ichneumonidae,  Mesochorinae. 

Sticiopisthus  javensis  n.  sp. 

cf  .  Tete  atissi  large  que  le  thorax,  arrondie  derriere  les  yeux,  lisse ; 
occiput  creusc.  Ycux  ovales,  joues  grandes;  ocelles  sur  les  bords  du  stem- 


Ch.  Ferriere:  Nouveaux  ffym.  parasites. 


457 


maticum  legerement  bombe.  Antennes  inserees  au  dessus  du  milieu  de 
la  face,  eloignees  Tune  de  1 ’autre,  longues,  de  28  articles,  amincies  vers  le 
bout ;  articles  allonges  et  couverts  de  cils  courts.  Mesonotum  et  mesopleures 
legerement  ponctues,  brillants;  sillons  parapsidaux  nets  en  avant,  effaces 
en  arriere.  Scutellum  convexe,  sillon  transversal,  le  separant  du  mesonotum, 
assez  profond  inais  pas  tres  large.  Segment  median  peu  ponctue,  presque 
lisse,  nettement  areole. 


Fig.  2.  Stictopisthus  javensis  n.  sp.  hyperparasite  de 
Helopeltis  antonii  Sign.  Gross.:  X  18.  Ch.  F.  del. 


Ailes  hyalines;  stigma  triangulaire  allonge;  cellule  radiale  courte;  areole 
presque  sessile;  nervules  interstitiel ;  nervure  parallele  inseree  au  milieu 
de  la  cellule  brachiale.  Nervellus  droit,  non  brise.  Pattes  minces,  lcs 
posterieures  plus  allongees  que  les  anterieures;  hanches  posterieures  aussi 
longues  que  le  petiole  de  Tabdomen. 

Abdomen  court,  comprime  lateralement  au  bout;  premier  segment  ru- 
guleux,  les  suivants  lisses  et  brillants;  stigmates  du  ler  segment  a  peu  pres 
au  milieu,  postpetiole  plus  long  (pie  large,  sans  carenes  laterales  derriere  les 
stigmates.  Deuxieme  segment  environ  aussi  long  que  large;  3me  segment 
plus  long  que  le  2me;  les  suivants  courts,  transversaux ;  dernier  segment 
avec  deux  fins  prolongements,  caracteristiques  pour  les  males  des 
Mesochorinae. 


458 


Treubia  Vol.  VI,  Li\r.  3 — 4. 


Tete  jaune-rougeatre ;  yeux,  occiput,  stemmaticum,  bouts  des  mandibules 
noirs;  palpes  jaunes;  antennes  bruues,  jaunes  a  la  base.  Thorax  jaune- 
rougeatre;  extremite  anterieure  du  lobe  median  et  bords  des  lobes  lat6raux 
du  mesonotum,  scutellum  et  moitie  posterieure  des  mesopleures  brunatres; 
segment  median  noir;  tegulae,  nervures  des  ailes  et  stigma  jaunes  clairs. 
Abdomen  noir,  moitie  posterieure  du  2me  segment  et  les  %  anterieurs  du 
3mc  jaunes,  ainsi  que  les  prolongements  terminaux  de  rabdomen.  Pattes 
entieremcnt  jaunes,  excepte  1 ’extremite  des  tibias  posterieurs  qui  est  noire. 

$  .  Semblable  au  male.  Antennes  un  peu  plus  courtes,  de  14  (?) 
articles,  ciliees  comme  chez  le  male.  Abdomen  plus  long  que  la  tete  et  le 
thorax,  3me  segment  peu  plus  long  que  le  2me,  les  suivants  un  peu  allonges 
et  tres  comprimes.  Tariere  aussi  longue  que  le  de  l’abdomen. 

Couleur  jaune-rougeatre;  occiput,  stemmaticum,  un  trait  sur  la  partie 
anterieure  du  lobe  median  du  mesonotum,  la  moitie  cxtcrieure  des  lobes 
lateraux,  scutellum,  mesopleures  et  segment  median  brunatres  ou  noirs;  bas 
de  la  face,  palpes  et  pronotum  jaunes.  Abdomen  noir  avec  une  tache 
arrondie  jaune  s’etendant  sur  la  moitie  posterieure  du  2me  et  la  moitie 
anterieure  du  3me  segment.  Pattes  comme  chez  le  male. 

Longueurs :  2 y2  mm.,  $  3  mm.,  envergure  5  mm. 

Hyperparasite  de  Helopeltis  antonii,  parasite  d  ’Euphorus. 

En  dehors  de  la  region  palearctique  il  n’a  ete  decrit  jusqu’ici  q’une 
seule  espece  de  Stictopisthus,  le  St.  australiensis  Szepl.  dont  notre  espfece 
est  tres  voisine. 

Les  femelles  de  ces  deux  especes  se  distinguent  par  les  caracteres 
suivants : 

St.  australiensis  Szepl.  (in  Ann.  Mus.  Hungar.,  1914,  p.  433). 

Antennes  de  20  articles.  2me  segment  abdominal  transversal.  Nervulus 
des  ailes  anterieures  postfurcal.  Tete  et  thorax  jaune-rougeatres,  lobes  la¬ 
teraux  du  mesonotum  seuls  brunatres.  Tibias  posterieurs  noirs  a  la  base 
et  au  bout.  Longueur  2  mm.  Australie. 

St.  javensis  n.  sp. 

Antennes  de  14  (?)  articles.  2me  segment  aussi  long  que  large.  Ner¬ 
vulus  presque  interstitiel.  Tete  et  thorax  avec  parties  bruncs  et  noires 
beaucoup  plus  etendues,  sur  Pocciput,  3  taches  allongecs  du  mesonotum,  le 
scutellum,  les  mesopleures  et  le  segment  median.  Tibias  posterieurs  noirs 
seulement  au  bout.  Longueur  3  mm.  Java. 


JAVANISCHE  ORIBATIDEN  (Acar.). 

Von 

Dr.  Max  Sellnick 
(Lotzen,  Ostpreussen). 

Durch  Herrn  Graf  Hermann  ViTZTHUM-Miinchen  erhielt  ich  eine  Anzahl 
Oribatiden,  die  von  dem  Direktor  des  zoologischen  Museums  in  Buitenzorg, 
Herrn  Dr.  Dammerman,  auf  Java  und  benachbarten  Inseln  gesammelt  wurden. 
Ich  bin  den  Herren  fur  das  Material  sehr  verbunden,  denn  ich  hatte  nun 
Gelegenheit,  einige  BERLESEsche  Arten,  die  mir  bisher  nur  aus  Beschreibungen 
bekannt  waren,  selber  zu  sehen.  Da  Berlese  von  seinen  Arten  meist  nur  eine 
sehr  kurze  Schilderung  und  nur  eine  Abbildung  gab,  so  will  ich  hier  seine 
Beschreibungen  etwas  erwcitern  und  zu  seinen  Figuren  noch  einige  fiigen. 
Ich  hoffe,  dass  beides  willkommen  sein  wird. 

Ausser  einigen  bekannten  Arten  fand  ich  mehrere  neue.  Obwohl  Cane- 
strini  und  Berlese  eine  ganze  Reihe  von  Oribatiden  von  den  australisch- 
asiatischen  Inseln  besohrieben  haben,  glaube  ich  doch  bestimmt,  dass  eine 
systematische  Erforsohung  der  Milbenfauna  noch  viele  Hunderte  von  neuen 
Arten  ergeben  wiirde,  wenn  eine  so  kleine  Sammlung,  wie  diese,  sclion  mehrere 
bisher  unbekannte  Arten  bringt.  Ich  sage  Herrn  Direktor  Dr.  Dammerman 
jedenfalls  meinen  herzlichsten  Dank  fur  das  Material.  Ich  hoffe,  dass  der 
eine  oder  andere  Leser  dieser  kleinen  Arbeit,  dcr  sich  fur  die  Erforsehung 
der  Tierwelt  der  niederlandischen  Inseln  Indiens  interessiert,  mir  von  doi’t 
Material  zukommen  lasst.  Zu  Auskunften  iiber  Sammelweise  etc.  bin  ich 
stets  gerne  bereit. 

DIE  GEFUNDENEN  ARTEN. 

1.  Tritia  javensis  Sellnick  (Fig.  1 — 4). 

1923  Tritia  javensis ,  Sellnick,  “Acari”,  Nr.  3,  p.  14. 

Gelbbraun  bis  dunkelrotbraun.  Die  Oberflache  ist  glatt,  doch  zeigt  der 
Cephalothorax  bei  starker  Vergrosserung  eine  feine  Punktierung.  Von  den 
Rostralhaaren  lauft  ein  Streifen  von  dunklerer  Farbung  nach  dem  Pseudo- 
stigmatum.  Der  Cephalothorax  ist  im  grossten  Teil  seiner  Oberflache  wenig 
gewolbt,  fallt  aber  vor  den  Rostalhaaren  plotzlich  ziemlich  steil  ab,  gewisser- 
massen  eine  Nase  bildend.  Oberhalb  des  Pseudostigmatums  beginnt  eine 
kraftige  Chitinlinie,  die  sich  weiter  nach  vome  in  zwei  feinere  teilt,  welche 


459 


460 


Treubia  Vol.  YI,  Livr.  3 — 4. 


am  Seitenrande  etwa  in  Hohe  der  Rostralhaare  endigen.  Etwas  iiber  und 
hinter  dem  Pseudostigmatum  sitzt  eine  Chitinschuppe  von  gerundet-trapez- 
formiger  Gestalt,  die  liber  den  Rand  des  Cepbalotborax  ragt.  Das  pseudo- 
stigmatiscbe  Organ  ist  borstenformig,  ziemlich  glatt,  steht  seitwarts  ab  nnd 
ist  ein  wenig  anf warts  gebogen.  Zwischen  den  Pseudostigmata  steht,  von 
diesen  ebenso  weit  entfernt  als  von  einander,  ein  Paar  kraftiger  Borsten.  Sie 
sind  gewohnlich  schrag  vorwarts  geriehtet  und  dann  etwas  auf gebogen.  Vor 


3  4 

Fig.  1—4.  Tritia  javensis  Sellnick.  1.  seitlich  gesehen.  2.  Cephalothorax  von 
oben.  3.  pseud ostigmatisches  Organ.  4.  Genitalanalpiatte. 

dem  Pseudostigmatum  und  nahe  an  der  seitlichen  Chitinlinie  steht  eine  zweite 
Borste,  die  vorwarts  geriehtet  ist  und  dem  Cephalothorax  fast  anliegt.  Die 
Rostralhaare  stchen  nicht  weit  vom  Vorderrande  entfernt,  sind  vorwarts  und 
aufwarts  geriehtet  und  auswiirts  gebogen.  Die  Borsten  sind  alle  kraftig  und 
glatt.  Eine  Exostigmalborste  wurde  nicht  gesehen.  Der  Rand  dcs  Cepha¬ 
lothorax  ist  vor  und  neben  den  Rostralhaaren  fein  langsrissig  gestriehelt. 

Abdomen  von  oben  gesehen  kurz  elliptisch.  Seitlich  betrachtet  ist  seine 
Ruckenlinie  nicht  von  gleichmassiger  Rundung  wie  bei  den  anderen  Arteri 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden. 


461 


der  Gattung  Tritia,  sondcrn  in  dcr  Mitte  erhebt  sie  sich  wic  cin  Buckel.  Die 
Riickenborstcn  sind  kraftig  und  meist  vorwarts  gerichtet;  cine  Anzahl  ist 
dann  noch  von  der  Mitte  an  nach  vorne  umgebogen.  Das  Genitalfeld  zeigt 
von  den  Ecken  des  Querdreiccks  ausgekend  eine  feine  helle  Linie,  die  bis 
etwa  drei  Fiinftel  der  Lange  des  Genitalfeldes  nach  vorne  reieht.  Die  Borsten 
des  Analfeldes  sind  folgende:  eine  feine  auf  der  inneren  Platte  dieht  hinter 
dem  Dreieck;  in  einiger  Entfernung  davon  eine  gekrummte  auf  der  ausseren 
Platte  und  bald  dahinter  eine  gleiche ;  weit  nach  hinten  auf  der  ausseren  eine 
langere  feine  aufrechte  Borste. 

Lange  des  Abdomens  des  grossten  Exemplars  1,055  mm,  Ilohe  0,815  mm, 
Lange  des  Cephalothorax  0,605  mm. 

Fundorte:  Java  2;  58  Exemplare.  Java  3;  7  Exemplare. 

2.  Tritia  krakatauensis  Sellnick.  , 

1924  Tritia  krakatauensis  Sellnick,  diese  Zeitschrift,  Vol.  V,  p.  372. 

Der  ersten  Beschreibung  ware  nichts  hinzuzufiigen.  Ich  mochte  hier 
nur  auf  den  Unterschied  aufmerksam  machen,  der  diese  beiden  Arten  von 
den  iibrigen  der  Gattung  Tritia  trennt.  Die  erste  Gruppe  der  Gattung  hat 
in  der  Mitte  des  Genitalanalfeldes,  da  wo  beide  zusammen  stossen,  ein  dunkel 
chitinisiertes  Dreieck,  in  dem  man  bei  genauer  Priifung  in  Teilpraparaten 
Schlangenlinien  sieht,  die  Niihte  darstellen.  Bis  jetzt  sah  ioh  diese  Art  des 
Verschlusses  des  Genitalanalfeldes  nur  bei  ardua  und  cribraria.  Die  beiden 
anderen  Gruppen  unterscheiden  sich  folgendermassen :  javensis  und  krakatau¬ 
ensis  bilden  die  eine  und  zeigen  eine  helle  Trennungsspalte  auf  dem  Genital¬ 
feld,  die  von  den  Ecken  des  Mitteldreiecks  bis  etwa  drei  Fiinftel  der  Lange 
des  Feldcs  nach  vorne  reiclit.  Bei  der  letzten  Gruppe,  alien  iibrigen,  reieht 
diese  feine  Spalte  bis  zum  Vorderrande  des  Feldes,  teilt  dieses  also  in  4 
schmale  Teile. 

Die  Art  wurde  ausser  auf  Krakatau  an  folgenden  Orten  gefunden:  Ba¬ 
tavia  III.  21;  4  Exemplare.  Java  1;  2  Exemplare.  Insel  Purmerend;  8  Exem- 
plare. 

3.  Phthiracarus  sp.  (Fig.  5 — 6). 

Von  dieser  Art  war  nur  ein  kiimmerliches  Exemplar  vorhanden,  das  au- 
genscheinlich  noch  keinen  vbllig  fertig  ausgebildeten  Korper  besass.  Das 
Abdomen  war  so  diinn  gepanzert,  dass  es  bei  Behandlung  mit  Milchsaure 
zerfiel.  Ehe  ich  nicht  ein  paar  Exemplare  mehr  davon  erhalte,  will  ich  daher 
keine  neue  Art  aufstellen.  Die  Art  gehort  vielleicht  in  die  neue  Untergattung 
Berleses  Trachyhoplophora  hinein,  die  er  in  seiner  Centuria  sesta  (Redia, 
v.  15,  p.  257)  aufstellt. 

Die  Oberflache  des  Korpers  ist  sehr  fein  punktiert  oder  gekomelt.  Der 
Cephalothorax  ist  massig  gewolbt  und  tragt  von  der  Mitte  an  nach  vorne 
einen  gerundeten  scharfen  Kamm.  Das  pseudostigmatische  Organ  hat  etwas 
spindelformige  Umrisse,  ist  aber,  wie  ich  glaube,  messerartig  flach.  Es  steht 


462 


Treubia  Yol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


seitlich  ab  und  ist  ein  wenig  nach  vorne  gebogen.  Unterhalb  des  Pseudostig- 
matums  steht  eine  nach  vorne  weisende  Exostigmalborste.  Jederseits  des 
Cephalothorax  sieht  man  innenseits  des  Pseudostigmatums  zwei  langere  feine 


6 


5 


Fig.  5 — 6.  Phthiracarus  spec.  5.  Cephalothorax.  6.  Genitalanalplatte. 

Borsten,  die  vorwarts  und  aufwarts  zeigen.  Die  beiden  sehr  ldcinen  Rostral- 
haare  sind  dicht  neben  dem  Kamm  und  in  geringer  Entfernung  von  einander 
zu  sehen.  Der  Hinterrand  des  Cephalothorax  ist  ziemlich  breit  verdickt  und 
von  ihm  lauft  ein  ebenso  breiter  aber  sehr  kurzer  Scheitelbalken  im  Panzer 
ein  Stiickchen  naeh  vorne. 

Der  Riickcn  des  Abdomens  tragt  mehrere  Reihen  von  feinen,  massig 
langen,  etwas  riickwarts  geneigten  Borsten.  Die  Analplatten  sind  etwas 
lunger  als  die  Genitalplatten,  aber  nach  kinten  zu  schmaler  als  diese.  Bei 
den  Genitalplatten  kommen  am  Vorderende  drci  feine  Harchen  aus  der  Spalte; 
5  andere  stehen  in  einiger  Entfernung  von  ihr.  Die  Beborstelung  der  Anal- 
platte:  nahe  an  der  Spalte  und  in  einiger  Entfernung  von  einander  stehen 
in  der  Mitte  zwei  langere  feine  auf rechte  Borsten ;  drei  andere  kleinere  stehen 
in  einer  geraden  Linie  und  in  fast  gleichen  Abstiinden  von  einander  aussenseits 
der  ersten.  Die  vorderste  davon  steht  etwa  da,  wo  das  vorderste  Viertel  der 
Analplatte  endet,  in  der  Mitte  der  Platte;  die  mittlere  sieht  man  mehr  nach 
der  Spalte  zu  in  Hohe  des  Raumes  zwischen  den  beiden  neben  der  Spalte 
stehenden;  die  dritte  befindet  sich  in  der  Nahe  der  Spalte  liinter  den  beiden 
Mittelborsten.  Von  den  beiden  zuletzt  genanntcn  der  Reihe  sah  ich  nur  die 
Ansatzstellen.  Diese  Borstcnsteilung  gleicht  der  von  P.  piger  Scopoli,  wah- 
rend  die  von  P.  magnus,  der  typischen  Art  der  Untergattung,  eine  andere  ist. 

Die  Lange  des  Abdomens  dieses  Exemplares  betrug  0,880  mm,  seine  Ho¬ 
he  0,704  nun;  die  Lange  des  Cephalothorax  war  0,418  mm. 

Als  Fundort  war  Java  3  angegeben. 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden. 


463 


4.  Neoliodes  bataviensis  Sellnick  n.  sp.  (Fig.  7 — 9). 

Dunkelbraun,  matt. 

Rueken  nicht  bctrachtlich  gewolbt,  gegen  das  Elide  zu  aber  init  einem 
langsam  aus  der  Flache  aufsteigenden  Hooker,  der  von  oben  gesehen  liber  den 
Hinterrand  ragt,  sodass  dieser  stnmpfwinklig  gerundet  erscheint.  Der  Vor- 


derrand  ist  flacli  gerundet.  Die 
ganzen  Rueken,  wahrend  die 
iibrigen  den  lialben  (vonderen) 
Riicken  frei  lassen.  Seitlich  ge¬ 
sehen  erscheinen  sie  liber  dem 
Hocker  wie  eine  Zipfelmiitze. 
Der  vordere  Teil  des  Rlickens 
zeigt  eine  parallel  zum  Vorder- 
und  einem  Teil  des  Seitenrandes, 
nicht  weit  von  diesen,  verlaufen- 
de  Furche.  Auf  dem  vorderen 
Rande,  den  die  Furche  abgrenzt, 
sieht  man  eine  mediane  scharfe 
Langsgrube.  Diese  ist  ebenfalls 
auch  auf  den  ersten  Hauten  zu 
sehen.  Die  Rlickenflache  ist 
ziemlich  glatt,  nur  mit  winzigen 
Griibchen  verschen,  die  aber  im 
Balsampraparat  vollig  versch win- 
den.  Der  Seitenrand  ist  in  der 
hinteren  llalfte  durch  Quer- 
furchen  regelmiissig  gcfaltelt.  Die 
Faltelung  ist  selbst  bei  geringer 
Vergrosserung  zu  sehen.  Haare 
wurden  auf  dem  Rueken  nicht 
beobachtet.  Bei  durchsichtigeri 
Balsampraparaten  sieht  man  am 
Rande  des  Riickenschildes,  etwa 
in  der  Mitte  des  Randes,  eine 
deutliche,  von  etwas  dunklerem 
Chitin  umrandete  Gnibe,  deren 
Innenflache  netzige  Struktur 
aufweist.  Die  Lage  des  Gebildes 
deutet  auf  iihnliche  bei  anderen 
Gattungen  hin,  z.B.  der  Tubus 
bei  II ermanniella  Berl.  Ueber 
den  Zweck  dieser  Grube  kann  ich 
nichts  sagen. 

Der  Cephalothorax  ist  vorne 


unterste  (jlingste)  Haut  bedeckt  fast  den 


9 

Fig.  7—9.  Neoliodes  bataviensis  Sellnick. 
7.  seitlich.  8.  Bein  I.  9.  linkes  Pseudostig- 
raatum  mit  Organ,  Exostigmalborste  und 
Interlamellarhaar. 

gerundet,  seitlich  mit  einer  Ausbuchtung 


464 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


fur  Bein  I,  zwischen  Bern  I  und  II  gerade,  hinter  II  etwas  eingekerbt.  Dcr 
vorderc  Teil  des  Cephalothorax  ist  gegcn  den  Mittelhugel  durcli  eine  deutliehe 
Querfurche  abgegrenzt.  Der  vordere  Teil  und  der  Mittelhugel,  der  durch 
eine  Langssenke  in  zwei  Teile  von  fast  Dreiecksform  geteilt  ist,  haben  netzige 
Struktur.  Zwischen  Mittelhugel  und  Pseudostigmahugel,  der  ohne  Netzstruk- 
tur  ist,  befindet  sicli  eine  flache  Senke.  Die  Pseudostigmata  sind  nach  aussen 
und  etwas  nach  hinten  geoffnete  rundliche  Becherchen;  das  Organ  ist  kurz, 
wenig  keulig,  die  Keule  rauh  von  kleinen  Borstchen  oder  Spitzchen,  riickwarts 
und  auswarts  gerichtet.  Dicht  neben  der  Innenkante  des  Pseudostigmatums 
steht  ein  winziges  dickeres,  riickwarts  weisendes  Interlamellarhaar.  Aussen- 
seits  des  Pseudostigmatums  und  etwas  weiter  von  ihm  entfernt  als  das  Inter¬ 
lamellarhaar  eine  ebenso  kleine  Exostigmalborste.  Der  Raum  vor  dem  Pseu- 
dostigmatum  ist  heller  chitinisiert  als  der  iibrige  Teil  des  Cephalothorax  und 
vollig  glatt.  Auf  dem  vorderen  Teile  des  Cephalothorax,  etwas  liber  dem 
Vorderrande,  steht  ein  Paar  diinner  glatter  zu  einander  gebogener  Borsten. 

Die  Beine  sind  massig  dick  und  lang.  Das  Femur  aller  Beine  hat  auf 
der  Unterseite  am  Vorderende  eine  schmale  Verbreiterung  und  zwar  sitzt 
diese  stets  aussenseits.  Bei  Femur  I  ist  diese  blattartige  Verbreiterung  am 
deutlichsten.  Der  Tarsus  I  ist  etwa  halb  so  lang  als  die  Tibia.  Das  Vor¬ 
derende  der  Tibia  ist  in  einen  deutlichen  V orsprung  vorgezogen,  der  ein 
Stuck  liber  den  Tarsus  reicht  und  auf  dem  ein  langeres  und  ein  kiirzeres 
Tasthaar  sitzen.  Der  Vorsprung  befindet  sich  auf  der  Aussenseite  der  Tibia. 
Die  anderen  Beine  haben  ihn  nicht.  Bei  ihnen  ist  die  Vorderkante  der 
Tibia  nur  schriig  abgeschnitten,  sodass  die  obere  Kante  etwas  weiter  vorragt 
als  die  untere.  Die  drei  Krallen  sind  fast  gleichmiissig  dick  und  farblos. 
Die  Beinglieder  zeigen  netzige  Struktur  im  Praparat  und  erscheincn  bei 
auffallendem  Licht  tief  grubig  punktiert.  Sie  sind  mit  einem  Sekrete  be- 
deckt,  das,  wenn  es  abgelost  wird,  ebenfalls  grubig  erscheint. 

Die- blattartige  Verbreiterung  auf  der  Unterseite  des  Femur  I  bei  einer 
Nymphe  ist  bedcutend  breiter  und  nicht  gerade  abgeschnitten  wie  beim 
adulten  Tier,  sondern  gerundet.  Auch  das  Genu  zeigt  ein  .  deutliches 
gerundetes  Blattchen. 

Die  Genitalof fnung  des  (erwachsenen  Tieres  ist  im  Umriss  eiformig, 
die  Analoffnung  schildfbrmig,  vorne  gerade,  hinten  gerundet  zugespitzt.  Jede 
Genitalplatte  ist  durch  eine  schriig  liegende  Spalte  in  zwel  Dreiecke  geteilt, 
von  denen  das  vordere  grosser  als  das  hintere  ist.  Die  Platten  sind  leicht 
grubig  punktiert.  Zwischen  Genital-  und  Analplatte  liegt  nur  ein  schmales 
Chitindreieck.  Die  Analplatten  sind  kraftig  und  unregelmassig  langsge- 
furcht.  Die  Bauchflache  ist  gerunzelt. 

Lange  des  Tieres  1,100  mm,  Breite  0,665  mm. 

Es  waren  etwa  120  Exemplare  in  der  Tube  Batavia  III.  21. 

5.  Otocepheus  cristatus  (Canestrini).  (Fig.  10 — 11). 

1899  Eremaeus  cristatus  Canestrini,  Atti.  Soc.  Ven.  Trent.,  s.  2,  v.  3,  p.  393 

und  466. 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden . 


465 


Gelbbraun,  glatt  bei  geringer  Vergrosserung,  bei  scharfer  sehr  fein 
punktiert. 

Die  Lange  des  Cephalothorax  betragt  etwa  ein  Drittel  des  ganzen  Kor- 
pens.  Das  Rostrum  ist  gerundet,  bisweilen  fast  abgestuinpft.  Seine  Seiten 
bilden  mit  einander  einen  reehten  Winkel.  Ilinter  Bein  I  vspringt  der  Sei  ten- 
rand  des  Cephalothorax  spitzwinklig  nach  vorne  vor.  Die  Riinder  beider 
Seiten  zwischen  Bein  I  und  II  sind  fast  parallel.  Bein  II  sitzt  ebenfalls  in 
einer  Ausbuchtung.  Ilinter  ihm  ist  der  Rand  ein  breites  flaehes  Blatt,  das 
aussen  breiter  ist  als  innen.  Zwischen  III  und  IV  sieht  man  ein  Dreieck, 
dessen  ausserste  Seite  die  langste  und  dessen  hinterste  Seite  (an  Bein  IV)  die 
kiirzeste  ist.  Die  Lamellen  sind  lange  schmale  Blattchen,  die  vom  Pseudo- 


Fig.  10 — 11.  Otoccpheus  cristatus  (Can.).  10.  Bauchseite.  11.  Genu,  Tibia 

und  Tarsus  von  Bein  I. 

stigmatum  zuerst  ein  kleines  Stuck  konvergicrend  nach  vorne  laufen,  dann 
aber  parallel  zu  einander  bis  fast  zur  Spitze  des  Rostrums  verstreichen.  Ihr 
vorderes  Ende  bildet  keine  besonders  gekennzeichnete  Spitze,  sondern  ver- 
schwindet  gerundet  im  Panzer.  Das  Lamellarhaar  sitzt  ein  kleines  Stiiciv 
oberhalb  des  Endes  auf  der  Aussenseite  des  Lamellenblattes,  ist  glatt,  vorwarts 
gerichtet  und  etwas  einwarts  gebogen.  Es  reicht  liber  das  Rostrum  hinaus. 
Das  Rostralhaar  sitzt  etwas  vor  dem  Lamellarhaar,  hat  ungefahr  dieselbe 
Lange,  ist  aber  etwas  mehr  gekrummt  und  hat  auf  der  Aussenseite  eine  feine 
Beborstelung.  Die  Interlamellarhaare  sind  kraftige  aufrechte  Borsten,  die 


466 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


etwas  vor  den  Pseudostigmata  und  nahe  an  deren  Innenkante  und  der  La- 
meile  stehen.  Die  Interlamellarhaare  bei  0.  longior  Berl.  sind  nach  seiner 
Zeichnung  feine  Borsten  und  wenn  das  stimmt,  so  ware  dies  ein  unterschei- 
dendes  Merkmal.  Die  pseudostigmatischen  Organe  sind  auswarts  und  riick- 
wiirts  gerichtete  und  etwas  S-formig  naeh  oben  gebogene  kraftige  Borsten. 
Bei  eineni  Exemplar  ist  das  Organ  gegen  das  Ende  leicht  spindelformig  ver- 
dickt,  doch  hat  es  nicht  die  Form  des  Organs  von  O.  crinitus  Berl.  Neben 
dem  Pseudostigmatum  und  etwas  vor  ihm  sitzt  cine  gut  sichtbare  Exostigmal- 
borste.  Hinter  dem  Pseudostigmatum  lauft  der  Aussenrand  der  verlangerten 
Lamelle  ein  kurzes  Stuck  nach  der  Mitte  und  biegt  hier  nach  innen  vollstandig 
um,  sodass  hinter  dem  Pseudostigmatum  eine  Art  Blatt  entsteht.  Dieses  legt 
sich  neben  oder  liber  einen  dreieckigen  Schultervorsprung  des  Riickens,  der 
bis  an  das  Pseudostigmatum  reicht.  Zwischen  Cephalothorax  und  Abdomen 
scheint  eine  tiefe  Orube  zu  liegen,  die  von  den  Randern  der  beiden  Teile 
bedeckt  ist. 

Der  Riicken  des  Abdomens  zeigt  zwei  feine  Chitinleisten,  die  in  einiger 
Entfernung  vom  Rande  neben  einander  um  die  Ruckenflache  laufen,  und 
die  zwischen  sich  einen  helleren  Streifen  lassen,  der  Riicken-  und  Randschild 
trennt.  Die  trennende  schmale  Flache  reicht  nicht  ganz  bis  zur  Schulter. 
Hinter  jeder  Schulter  sieht  man  eine  gerade  nach  hinten  verlaufende  niiissig 
lange  Chitinfalte,  an  deren  Vorderende  das  erste  Haar  des  Riickens  sitzt. 
Am  Ende  der  Falte  sitzt  die  zweite  Borste  und  ein  geringeres  Stuck  von 
der  zweiten  entfernt,  als  diese  von  der  ersten  ist,  eine  dritte.  In  der  Hohe 
der  dritten  Borste  sehe  ich  am  Rande  des  Riickenschildes  .eine  Art  Pore. 
Etwa  so  weit  von  der  dritten  entfernt  als  diese  von  der  ersten  ist,  beginnt 
eine  zweite  Reihe  von  3  Borsten  hinter  der  ersten.  Sie  stehen  wie  die 
ersten  in  einer  fast  geraden  Linie,  die  letzte  von  ihnen  nahe  am  Hinterrande 
des  Riickenschildes.  Ihre  Entfernungen  von  einander  entsprechen  denen 
der  ersten  Reihe.  Auf  dem  Randschild  sitzen  jederseits  der  Mitte  4  Borsten 
von  gleicher  Lange.  Diese  8  Randborsten  stehen  in  gleicher  Entfernung 
von  einander,  mit  Ausnahme  der  vordersten,  die  ein  wenig  weiter  von  der 
zweiten  entfernt  steht  als  die  anderen  von  einander.  Unter  dem  Rand- 
schilde  schauen  hinten  noch  3  Borsten  jederseits  hervor,  die  auf  der  Bauch¬ 
flache  stehen. 

Die  Brustpartie  der  Unterseite  weist  Sternalplatten  auf,  wie  wir  sie 
bei  den  Nothrinae  und  den  LoJunanniinae  sehen.  Doch  sind  nur  die  Platten 
zwischen  den  ersten  beiden  Beinpaaren  deutlich,  wahrend  die  Bauch¬ 
flache  zwischen  den  Coxen  III  und  IV  glatt  erscheint  und  keinerlei  Tren- 
nungslinie  zeigt.  Eine  Mittelfurche  trennt  die  Platten  jeder  Seite  von  ein¬ 
ander.  Die  Genitaloffnung  liegt  zwischen  den  Coxen  IV  und  ist  trapezoid 
gestaltet  mit  gerundeten  Ecken.  Die  Genitalklappen  sind  bedeutend  dunkler 
als  die  iibrige  Bauchflache.  Die  Analklappen  am  Ende  der  Bauchflache 
sind  doppelt  sa  lang  und  breit  als  die  Genitalklappen  und  jede  triigt  zwei 
Haare,  die  fast  so  lang  sind  als  die  Borsten  am  Hinterrande  der  Bauchflache. 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden 


467 


Die  Beine  erscheinen  durch  die  diinnen  Stiele  der  Tibien  ziemlich 
schlank.  Die  Tarsen  tragen  eine  Kralle  und  sind  halb  so  lang  als  die  Tibia. 
Tibia  I  ragt  mit  einem  Kegelzapfen  liber  das  Hinterende  des  Tarsus.  Auf 
dem  Kegel  sitzt  ein  sehr  langes  Tasthaar  und  dahinter  ein  kleineres  in 
einiger  Entfernung.  Auf  der  Aussenseite  des  sehr  kleinen  Genu  sieht  man 
eine  ausserordentlich  kraftige,  auffallende,  breite,  steif  nach  aussen  ab- 
stehende  Borste,  wie  sie  Berlese  aueh  fur  O.  longior  beschreibt.  Das  Femur 
aller  Beine  hat  am  Vorderende  ein  kleines  Blattchen  auf  der  Unterseite. 
Bei  Tarsus  II — IV  sieht  man  am  Grunde  der  Kralle  ein  Paar  kurze  nach 
vomc  gerichtete  dicke  Borstchen. 

Lange  des  grossten  Exeniplares  1,298  mm,  Breite  0,572  mm. 

3  Exemplare  in  einer  Tube  mit  der  Bezeichnung  Java  2. 

6.  Otocepheus  damoeoides  Berlese  (Fig.  12). 

1913  Otocepheus  damoeoides  Berlese,  Rcdia,  v.  9,  p.  93. 

Diese  Art,  die  ieh  in  einem  Exemplar  vorfand,  1st  der  vorigen  Art  in 
der  Form  des  Korpers  sehr  ahnlich.  Es  gibt.  jedoch  einige  bemerkenswerte 
Unterschiede  zwischen  beiden.  Einmal  ist  es  die  geringere  Grosse  von  0. 
damoeoides  (dies  Exemplar  ist  0,560  mm  lang  und  0,260  mm  breit).  Soweit 
ieh  es  bei  dem  Teilpraparat  erkennen  kann,  das  ich  vom  Cephalothorax  anfer- 


Fig.  12.  Otocepheus  damoeoides  Berlese;  Genu,  Tibia  u. 

Tarsus  von  Bein  I. 

tigte,  ist  die  Lamelle  kein  blattchenartiger  Kiel,  wie  bei  O.  cjristatus,  sondern 
eine  flache  etwas  runzelige  Leiste,  die  nicht  ganz  bis  zum  gerundet-abge- 
stumpften  Rostrum  reicht.  Etwas  hinter  ihrem  vorderen  Ende  macht  die 
Lamelle  einen  Knick,  urn  dan n  naher  zusammen  als  bisher  noch  ein  kurzes 


468 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Stuck  parallel  vorwarts  zu  laufen.  In  diesem  Knick  sitzt  auf  der  Aussen- 
seite  der  Lamelle  das  Lamellarhaar,  das  Berlese  in  seiner  Figur  nicht  ge- 
zeichnet  hat.  Es  erscheint  ebenso  gekriimmt  wie  die  Rostralhaare  und  ist 
ebenso  wie  diese  auf  der  Aussenseite  fein  beborstelt.  Die  Interlamellarhaare 
sind  ziemlich  lang  und  kraftig;  sic  stehen  in  Ilohe  des  Vorderrandes  des 
Pseudostigmatums  und  ziemlich  nahe  bei  einander.  Das  Pseudostigmatum  ist 
klein.  Von  seinem  Hinterrand  l)iegt  an  der  Aussenseite  eine  kleine  Spitze 
nach  vorne  iiber  den  Stiel  des  pseudostigmatischen  Organs.  Dieser  biegt  aus 
der  Oeffnung  nach  hinten,  verbreitert  sich  allmahlich  zu  einer  kleinen  Spindel 
und  biegt  in  diesem  Teile  nach  aussen  und  oben  leicht  urn.  Die  kolbige 
Spindel  ist  am  Ende  leicht  rauh. 

Die  beiden  Zapfen  am  Vorderrande  des  Riickens  und  am  Ilinterrandc 
des  Cephalothorax,  die  sich  gegeniiber  stehen,  sind  vorhanden,  aber  nicht  so 
deutlich,  wie  Berlese  sie  in  seiner  Figur  darstellt.  Die  Beborstelung  des 
Riickens  entspricht  der  der  vorigen  Art.  Eine  deutliche  Trennung  zwischen 
Riicken-  und  Randschild  konnte  ich  bei  dieser  Art  nicht  wahrnehmen.  Bei 
scharfer  Vergrosserung  sieht  man  auf  Riicken,  Cephalothorax  und  Bauch  eine 
feine  Punktierung. 

Auch  bei  dieser  Art  sind  die  Genitalplatten  dunkler  braun  als  die  iibrige 
Bauchflache.  Besondere  Unterschiede  in  der  Form  der  einzelnen  Teile  des 
Bauches  kann  ich  nicht  herausfinden.  Nur  die  hintere  Borste  der  Anal- 
platte  steht  etwas  naher  an  der  Spalte  als  bei  der  vorigen  Art. 

Ein  bemerkenswerter  Unterschied  ist  aber  bei  den  Beinen  zu  sehen. 
Bei  Genu  I  und  II  fehlt  hier  das  auffallend  dicke  Haar  auf  der  Aussen¬ 
seite.  Auch  ist  der  Kegel  am  vorderen  oberen  Rande  der  Tibia  I  nicht  so 
lang  wie  bei  O.  c)*istatus,  sondern  kurz  und  gedrungen.  Die  Grenze  zwischen 
Tibia  und  Tarsus  ist  gerader  als  bei  cristatus. 

Ein  Exemplar  in  der  Tube  mit  der  Bezeichnung  Java  2. 

7.  Dameosoma  dissimiloides  Sellnick  n.  sp.  (Fig.  13 — 17). 

Braun,  glatt.  Abdomen  im  Umriss  kreisrund ;  seitlich  gesehcn,  besonders 
beim  eiertragenden  Weibchen,  fast  halbkugelig. 

Der  Cephalothorax  ist  etwas  gewolbt.  Seine  hochste  Stelle  liegt  etwa 
in  der  Mitte  seiner  Lange.  Hier  stehen  auch  die  nach  vorne  und  zu  cin- 
ander  gerichteten  kurzen  Lamellarborsten.  Die  Rostralhaare  sitzen  ein 
Stuck  hinter  dem  Rostrum,  das  in  drei  fast  gleich  lange  Spitzen  endigt, 
und  sind  etwas  langer  als  die  Lamellarhaare  und  einwarts  gekriimmt.  Die 
Interlamellarhaare  sind  sehr  viel  langer,  stehen  nahe  an  dem  Pseudostig¬ 
matum,  weiter  auseinander  als  die  Lamellarhaare  und  sind  gerade,  etwas 
zuriickgeneigte  Borsten.  Die  Pseudostigmata  sind  versenkte  Chitinringe, 
von  denen  ein  unregelmassiger  Chitinbalken  in  der  Haut  nach  vorne  ver- 
liiuft,  auf  dessen  Innenseite  einige  hellere  Flecke  zu  sehen  sind.  Augen- 
scheinlich  sind  derartige  Flecke  die  etwas  weniger  chitinisierten  Stellen  des 
Panzers,  an  denen  auf  der  Innenseite  irgendwelche  Muskeln  ansitzen.  Das 


M.  Sellnick:  Javanischc  Oribatiden. 


469 


pseudostigmatische  Organ  ist  lang,  in  den  ersten  drei  Funfteln  ein  kraftiger 
Faden,  der  zuletzt  in  einen  kurzen  kolbigen  Knoten  auslauft,  dem  dann 
cine  feine  Borste  von  zwei  Funfteln  der  Lange  des  ganzen  Organs  aufsitzt. 


Fig.  13 — 17.  Dameosoma  dissimiloides  Sellnick;  13.  seitlich.  14.  Riickendecke  von 
oben.  15.  Bein  I.  16.  Bein  IV.  17.  pseudostigmatisches  Organ. 

Bisweilen  sieht  man  noch  cine  feine  Spitze  oder  auch  gar  cine  feine  Borste 
neben  dieser  langeren  Borste  auf  dem  Kolben  sitzen.  Auf  den  ersten  Blick 
gleicht  das  Organ  dem  von  D.  dissimile  Berl.,  aber  Berlese  (Redia,  v.  2,  p.  173, 
1905)  und  auch  Paoli  (Redia,  v.  5,  p.  44,  1908)  envahnen  nichts  von  dieser 


470 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Dreiteilung  des  Rostrums,  sondem  beschreiben  und  zeichnen  es  abgestumpft. 
Was  die  drei  Spitzen  des  Rostrums  anbetrifft,  so  bat  diese  Art  einige  Aehn- 
lichkeit  mit  D.  arauale  Berlese  (Redia,  v.  9,  p.  89,  1913).  Doch  unterschei- 
den  sich  beide  Arten  deutlich  in  der  Form  des  Cephalothorax,  sowe  in  der 
Behaarung  des  Abdomens.  Vor  dem  Pseudostigmatum  und  etwas  auswarts 
davon  steht  eine  nacli  aussen  gerichtete  feine  Exostigmalborste,  die  etwa 
so  lang  wie  die  Lamellarborste  ist.  Die  Seitenriinder  des  Cephalothorax 
bilden  am  Rostrum  einen  ziemlich  spitzen  Winkel,  sind  vor  dem  Bein  I 
leicht  eingebuchtet,  zwischen  Bein  I  und  II  fast  gerade,  hihter  Bein  IT  ein- 
geschniirt;  der  Raum  zwischen  Cephalothorax  und  Abdomen  ist  seitlich  von 
einem  diinnen,  schmalen  Blattchen  fiberspannt.  Bein  III  und  IV  ziemlich 
weit  auseinander;  zwischen  ihnen  ein  langliches,  schmales,  wenig  vor- 
tretendes  Blattchen,  das  kurz  vor  Coxa  IV  eine  kleine  stumpfe  Ecke  bildet. 

Die  Beine  sind  schlank,  denn  die  Glieder  erscheinen  nicht  auffallend 
verdickt.  Bemerkenswert  ist  eine  Besenborste  im  oberen  Drittel  der  Unter- 
seite  von  Bein  IV,  die  aber,  wenn  auch  weniger  deutlich,  auch  bei  anderen 
Dameosoma- Arten  voi’kommt. 

Einem  genauen  Ueberbliek  fiber  die  Beborstelung  einer  Dameosoma- Art 
gewinnt  man  meistens  nur  bei  Betrachtung  von  Teilpraparaten.  Ich  habe  die 
Rfickendecke  von  mehreren  Exemplaren  abgehoben  und  sehe  die  Behaarung 
des  Rfickens  so,  wie  sie  in  der  Figur  14  gezeichnet  ivSt.  Man  vergleiche  die 
Stellung  der  grossen  Borsten  mit  der  von  D.  dis  simile  Berl.,  welche  Art  aus- 
serdem  nur  6  grosse  Borsten  aufweist,  wahrend  dissimiloides  deren  7  jeder- 
seits  hat.  Ausser  diesen  sehe  ich  am  ITinterrande  jederseits  zwei  kleine  und 
am  Vorderrande  ein  feines  Harchen,  dieses  letztere  vcrgleichbar  mit  der 
„spina  adnata”  bei  den  Oribata-  (Damaeus-)  Arten. 

Auch  in  der  Grosse  stimmt  diese  Art  nicht  mit  den  beiden  erwahnten 
fiberein,  denn  sie  ist  0,835  mm  lang  und  0.505  mm  breit,  also  bedeutend 
grosser  als  die  anderen  beiden  Arten. 

13  Exemplare  in  der  Tube,  die  mit  Java  2  bezeichnet  war. 

8.  Euzetes  (?)  sphaerula  (Berlese)  (Fig.  18 — 21). 

1905  Oribates  Sphaerula  Berlese,  Redia,  v.  2,  p.  171. 

Fast  schwarz,  gliinzend,  glatt.  Korper  im  Umriss  fast  kreisformig. 
Cephalothorax  beim  Betrachten  von  oben  her  wenig  vortretend.  Das  Rostrum 
erscheint  gerundet  mit  einer  stumpfen  Ecke  jederseits.  Diese  Ecken  sind 
keine  Vorsprfinge  des  Rostral randes,  sondern  Kiele,  die  von  der  Innenkante 
der  Lamellen  her  nach  vorne  laufen  und  die  bei  dem  stark  abfallenden  Cepha¬ 
lothorax  als  fiber  den  Rand  hervortretende  Ecken  erscheinen.  Die  Lamellen 
sind  kielartige  Blattchen,  die  fast  am  Rande  des  Ceplialothorax  stehen  und 
kaum  aufwarts  ragen,  sodass  sie  bei  auffallendem  Licht  wenig  hervortreten, 
wie  das  sonst-  bei  manchen  Euzetes- Arten  der  Fall  ist.  Sie  sind  fast  fiberall 
gleich  breit.  An  ihrem  Hinterende  steht  das  offene,  nach  hinten  und  aussen 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden. 


471 


init  einer  Spitze  vorspringende  Pseudostigmatum,  dessen  Organ  klein,  kolbig, 
am  Ende  ctwas  zugespitzt  erscheint  und  das  riickwarts  und  auswarts  gerichtet 
ist.  Es  hat  etwa  nur  ein  Seohstel  der  Lange  dcr  Lamelle.  Das  Vorderende 
der  Lamelle  ist  abgestumpft,  aber  es  tragt  am  Aussemvinkel  eine  sehr  scharfe 
kleine  Spitze.  Der  Innenwinkel  der  stark  konvergierenden  Lamelle  setzt  sieh 
zum  gegenuberliegenden  Lamellenende  in  eine  Art  Translamelle  fort,  die  eine 
flache  Falte  des  Chitins  ist  und  zwei  Einbuchtungen  zeigt.  Von  jeder  Ein- 


19 


18 


Fig.  18—21.  E uzetes  (?)  sphaerula  (Berl.);  18.  von  oben.  19.  Hypostom. 

20.  Bein  I.  21.  Femur  und  Genu  II. 

buchtung  lauft  ein  kurzes  Stuck  nach  hinten  eine  flache  Senke.  Das  La- 
mellarhaar,  das  innenseits  der  scharfen  Aussenecke  auf  dem  Voixlerrande  der 
Lamelle  steht,  ist  eine  kurze  Borste,  die  ein  wenig  beborstelt  erscheint.  Die 
beiden  Lamellarhaare  sind  gegen  einander  gerichtet.  Im  grossten  Teil  seiner 
Liinge  parallel  zur  Lamelle  liiuft  als  schmaler  Kiel  eine  Tectopodie  I,  deren 


472 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Ende  bisweilen  auch  als  kleine  Spitze  von  oben  her  zu  sehen  ist,  zum  mindesten 
bei  durchsichtigen  Praparaten  durch  die  Lamelle.  In  Wirklichkeit  besitzt 
sie  gar  keine  Spitze,  sondern  am  Vorderende  winkelt  sie  etwas  naeh  unten 
um  und  dieser  Winkel  ist  bei  dem  abfallenden  Cephalothorax  zu  sehen.  Auf 
diesem  stumpfen  Winkel  sitzt  eine  ebenfalls  fein  beborstelte  Borste,  das  Ros- 
tralhaar,  das  ebenso  kurz  wie  die  Lamellarborste  ist.  Ziemlich  weit  von  dem 
Pseudostigmatum  sitzt  aussenseits  der  Lamelle  und  dcr  Teetopodie  I  eine 
kurze  aufrechte  Exostigmalborste.  Die  Interlamellarhaare,  die  Berlese  nicht 
gtzeichnet  hat,  sind  lange  fast  aufrechte  Borsten,  die  etwas  weiter  auseinander 
stehen  als  sie  vom  Pseudostigmatum  entfernt  sind. 

Die  Trennungslinie  zwisehen  Cephalothorax  und  Abdomen  ist  nicht  be- 
sonders  deutlich.  Berlese  zeichnet  sie  uberhaupt  nicht.  Die  Pteromorphen 
haben  nicht  ganz  die  halbe  Lange  des  Abdomens,  sind  vorne  ziemlich  gerade, 
unten  gerundet  und  nach  hinten  in  der  Seitenlinie  des  Riickcns  verlaufend. 
Die  Riickenflache  weist  jederseits  4  Areae  porosae  auf.  Die  A.p.  adalaris 
weit  vorne  in  einiger  Entfernung  von  den  Pteromorphen ;  zwei  A.p.  mesono- 
ticae,  die  mit  der  adalaris  ein  rechtwinkliges  Dreieck  bilden,  sodass  die  innere 
mesonotica  am  rcchten  Winkel  liegt.  Hinter  der  inneren  mesonotica  eine  A.p. 
posterior.  Alle  Areae  porosae  haben  die  Eigenheit,  dass  sie  im  Praparat  von 
einem  starken  Chitinring  umgeben  erscheinen.  Neben  adalaris  und  mesonotica 
sah  ich  einige  Haarpunkte  angedeutet. 

Eine  Hypostom-Coxalplatte  bedeckt  etwa  drei  Funftel  des  Camerostoms. 
Gegen  die  beiden  davor  sitzenden  Maxillenladen  ist  sie  deutlich  abgegrenzt. 
Diese  bedecken  die  vorderen  beiden  Funftel  des  Camerostoms  und  endigen 
in  einige  dunkle  Zahnc. 

Die  Apodemata  sind  kurz,  1  schmal,  schrag  riiekwarts  gerichtet  und 
scharf  zugespitzt,  II  im  Anfang  undeutlich,  am  Ende  mit  einem  jChitin- 
knoten,  III  langer  und  breiter  und  fast  die  Genitaloffnung  erreichend.  Diese 
ist  halb  so  breit  und  so  lang  wie  die  Analoffnung,  vorne  breiter  als  hinten, 
gerundet  trapczformig.  Die  Analoffnung  ist  fast  vicreckig  mit  gerundeten 
Eckcn,  von  der  Genitaloffnung  eineinhalbmal  soweit  entfernt  als  die  Lange 
der  Genitaloffnung  betragt. 

Die  Bcine  sind  durch  ihre  Krallen  bemerkenswert.  Die  beiden  ausseren 
der  drei  fast  gleich  grossen  Krallen  an  alien  Beinen  haben  dieht  unterhalb 
ihrer  Spitze  eine  kleine  Spitze,  die  Mittelkralle  dagegen  nicht.  Das  Femur 
von  Bein  II  hat  auf  der  Unterseite  ein  massig  breites  Blattchen,  auf  dessen 
Innenseite  eine  schrag  nach  vorne  gcriclitete  Borste  stelit.  Das  Blattchen 
ist  vorne  breiter  als  hinten  und  fast  rechtwinklig  mit  gerundeter  Spitze. 
Femur  I  hat  kein  Blattchen,  aber  vor  der  Coxa  nach  kurzem  diinnem  Stiel 
eine  scharf  rechtwinklige  Kante.  Die  etwas  gebogene  Tibia,  die  fast  ebenso 
lang  wie  der  Tarsus  ist,  hat  auf  der  vorderen  Oberkante  ein  kiirzeres  und 
ein  liingeres  Tasthaar  auf  den  Ecken  eines  kleinen  liugels. 

Lange  des  grossten  Exemplars  0,924  mm,  Breite  0,685  mm. 

Zwei  Stucke  in  der  Tube  mit  der  Bezeichnung  Java  3. 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatidcn. 


473 


Ich  stelle  diese  Art  mit  Vorbehalt  zu  Euzetes,  was  ich  durch  das  Frage- 
zeiehen  ausdriicke.  Euzetes  aterrimus  (Koch)  (=  globulus  Nicolet),  welches 
die  typische  Art  der  Gattung  ist,  hat  grosse  Verschiedenheiten  von  dieser 
Art.  Besonders  auffallend  sind  die  oben  geschilderten  Krallen,  die  ich  sonst 
nirgcnds  bei  Euzetes- Arten  gefunden  habe.  Zwei  brasilianische  Oribatiden- 
arten  zeigen  dieselbe  merkwiirdige  Bcschaffenheit  der  Krallen  und  vielleicht 
ware  es  angebracht,  fur  diese  drei  Arten  eine  neue  Gattung  zu  schaffen. 
Ich  wiirde  sie  dann  TJ nguizetes  nennen. 

9.  Protoribates  punctulatus  Sellnick  n.  sp.  (Fig.  22 — 24). 

Gelbbraun,  die  ganze  Oberflachc  des  Riickens  und  des  Bauches  mit 
feinen  eingestochenen  Punkten  bedeckt,  der  Cephalothorax  ohne  Punkte. 

Cephalothorax  und  Abdomen  deutlich  von  einander  getrennt.  Rostrum 
abgcstumpft.  Die  Lamellen  sind  etwa  halb  so  lang  als  der  Cephalothorax, 


Fig.  22 — 24.  Protoribates  punctulatus  Sellnick;  22.  von  oben. 
23.  von  unten.  24.  Bein  II. 


474 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


schmale  Kiele  ohne  freie  Enden.  Das  Lamellarhaar  ist  eine  feine  befie- 
derte  Borste,  die  tiber  das  Rostrum  gerade  hinausreicht.  Die  Rostralhaare, 
welche  zu  einander  gebogen  und  aussenseits  kniftig  beborstelt  sind,  stehen 
am  Ende  eines  flachen  und  kurzen  Chitinwulstes,  den  ieh  als  Tectopodie  I 
betrachte.  Eine  Translamelle  ist  nicht  zu  sehen.  Die  Interlamellarhaare 
stehen  in  der  Niihc  der  Lamellen,  sind  aufrechte,  etwas  zurtickgeneigte,  gut 
beborstelte  Haare  von  ziemlicher  Lange.  Die  Pseudostigmata  liegen  am 
Hinterende  der  Lamellen  und  die  Organe  sind  ziemlich  lang,  zurtickgebogen, 
fast  dem  Rticken  anliegend,  nach  dem  Ende  zu  ein  wenig  an  Starke  zu- 
nehmend  und  dann  wieder  kurz  zugespitzt,  aussen  beborstelt. 

Der  Vorderrand  der  Rtickenflache  ist  fast  gerade,  nur  wenig  nach  vorne 
vorgebogen.  Er  buchtet  neben  dem  Pseudostigmatum  ein  wenig  aus  und  setzt 
sich  dann  in  den  ziemlich  geraden  Vorderrand  der  Pteromorphen  fort.  Diese 
sind  verhaltnismassig  kurz,  aber  breiter  als  evS  gewohnlich  bei  den  anderen 
Arten  der  Gattung  der  Fall  ist,  dreieckig,  unten  gerundet  zugespitzt.  Auf 
dem  Riicken  befinden  sich  jederseits  zwei  Reihen  von  massig  langen,  etwas 
geschwungenen,  fast  anliegenden,  glatten  Haaren  und  einer  Randreihe  am 
Hinterende  des  Korpers  die  etwas  kleiner  sind. 

Die  Unterseite  des  Korpers  ist  charakterisiert  durch  die  Beborstelung  am 
Hinterende  des  Bauchcs.  Die  Analoffnung,  die  am  Hinterrande  der  Bauch- 
flache  liegt,  ist  doppelt  so  breit  und  lang  als  die  rundliche  Genitaloffnung 
und  viereckig  mit  gerundeten  Ecken.  Die  Innenkante  der  Analdeckel  ist 
etwas  nach  aussen  aufgewulstet.  Auf  jedem  Deckel  sitzen  zwei  nach  hinten 
gerichtete  kurze  steife  Borsten,  die  stark  behaart  sind.  Eine  ahnlichc  Borste 
befindet  sich  neben  der  Analoffnung  jederseits  in  Hohe  des  Vorderrandes, 
eine  grossere  neben  der  Oeffnung  etwas  hinter  der  Mitte  und  eine  ebensolche 
hinter  der  Oeffnung.  Die  beiden  letzten  Paare  sind  steif  nach  hinten  gerich- 
tet  und  ragen  bei  gewohnlicher  Stellung  des  Tieres  deutlich  tiber  den  Hin- 
terrand  des  Korpers.  Ich  habe  dieser  Borsten  wegen  schon  daran  gedacht, 
dass  das  Tier  idcntisch  mit  P.  qmdripilus  Berlese  sei  (Redia,  v.  12,  p.  316, 
1916).  Dann  hatte  Berlese  aber  sicher  die  deutliche  Punktierung  dcs  Korpers 
erwahnt  und  in  seiner  Beschreibung,  die  allerdings  kurz  genug  ist,  nicht  ge- 
sagt,  dass  ausser  den  Haaren  2  und  3  der  Randreihe,  die  etwa  0,060  mm  lang 
sein  sollen,  die  anderen  fast  nicht  zu  erkennen  seien.  Auch  ist  diese  Art 
hier  grosser.  Die  Apodemata  I  sind  im  Beginn  ihres  Verlaufs  undeutlich, 
bilden  aber  am  Ende  ein  deutliches  Knotehen.  Die  Apodemata  IT  und  III 
sind  deutlicher  und  laufen  in  der  Nahe  der  Genitaloffnung  zusammen. 

Die  Beine  sind  durch  die  Form  der  Tibia  II  besonders  bemerkenswert 
gekennzeichnet.  Diese  ist  im  unteren  Teile  flach  gedriickt,  sodass  hier  ein 
ziemlich  breites  Blattchen  entsteht.  Dies  ist  unten  ein  wenig  eingebuchtet 
und  vorne  tiber  den  Vorderrand  der  Tibia  hinaus  verlangert.  Die  Verlan- 
gerung  ist  schriig  abgestumpft  und,  wie  der  Korper,  punktiert;  doch  sind 
diese  Punkte  mehr  grubig.  Das  Blattchen  sitzt  mehr  auf  der  Aussenseitc 
der  Tibia.  Es  tragt  auf  seiner  fast  ebenen  Aussenseite  eine  schrag  nach  vorne 


M.  Sellnick:  Javanische  Oribatiden. 


475 


gerichtete,  steife,  beborstelte,  langere  Borste  und  weiter  nacb  hinten  ein 
feines  Haar.  Die  Innenflache  des  Blattchens  bildet  eine  flache  Grube,  in 
die  wahrscheinlich  Tibia  nnd  Tarsus  liineingelegt  werden,  wenn  das  Tier  bei 
Angriffen  die  Beine  anzieht.  Tarsus  I  und  IT  scheinen  auf  der  Oberkante 
scharfkantig  zu  sein.  Bemerkenswert  sind  bei  Tarsus  I,  II  und  III  zwei  dicke, 
kurze,  auf  dcr  Unterseite  beborstelte  oder  gezahnelte  Haare  am  Vorderende, 
die  dicht  bei  einander  stehen  und  nach  vorne  gerichtet  sind.  Auf  der  Ober- 
seite  sieht  man  unter  anderen  langeren  Haaren  etwas  vor  der  hochsten  Stelle 
zwei  kiirzere  steife  Borsten,  die  glatt  sind,  wahrend  die  anderen  teilweise 
eine  feme  Behaarung  zeigen.  Auf  dcr  Unterseite  von  Tibia  befindet  sieh 
kurz  hinter  dem  Genu  ein  kleiner  Hocker. 

Lange  des  einzigen  Exemplares  0,748  mm,  Breite  0.550  mm. 

In  der  Tube,  die  mit  Batavia  III.  21  bezeichnet  war. 


Lotzen,  Ostpreussen,  den  29.  9.  1923. 


VIERTER  BEITRAG  ZUR  MANTODEENFAUNA  VON 
NIERDERLANDISCH-INDIEN  C1) 


von 

F.  Werner, 

Professor  an  der  Universitat  Wien. 

Das  mil*  vorliegende  Material  umfasst  44  Arten,  die  zum  grossten  Teil 
aus  den  Sammlungen  von  Ouwens  aus  Soekaboemi  (Java),  von  Toxopeus 
von  Boeroe  (Buru,  Bourou)  und  von  Siebers  von  den  Kei-Inseln  stammen. 
Lcider  hat  die  Ausbeute  von  Ouwens  infolge  grosser  Briichigkeit  auf  dem 
Wege  grossenteils  sehr  stark  gelitten  und  sind  namentlich  die  kleineren 
Arten  nahezu  vollstiindig  zertriimmert  angekommen  und  waren  nur  sehr 
schwer  und  unvollstandig  zu  reparieren.  Von  den  44  Arten  sind  3  neu  (zwei 
Hierodula  und  eine  Toxodcra),  ausserdem  gab  das  vorhandene  Material  zu- 
sammen  mit  dem  meiner  Sammlung  aus  der  Oligonicinen-Gruppe  der 
Haaniae  die  Mogliehkeit,  die  bekannten  Arten  in  einer  kleinen  systema- 
tischen  Uebersicht  zusammenzustellen.  Zu  denjenigen  Arten,  die  ich  bereite 
in  meinen  fruheren  Arbeiten  in  der  j.Treubia”  verzeichnet  habe,  wurden 
keine  Literaturzitate  mehr  gegeben,  da  sie  in  diesen  drei  Arbeiten  obnehin 
bereits  angefiihrt  sind. 

Bemerkcnswert  ist  der  neucrliche  Naehweis  des  Vorkommens  von  Saiten- 
wiirmern  (Gordiiden)  in  Mantodeen.  Ich  habe  in  Zool.  Meded.  Leiden  1922 
bereits  die  Vermutung  ausgesprochen,  dass  ein  Wurm,  den  Dr.  B.  Hagen  aus 
dem  After  von  Ambivia  popa  herauskriechen  sah,  ein  Gordiidc  sein  diirfte. 
Diese  Annahme  ist  nun  durch  zwei  mit  solchen  Wurmern  behaftete  Exein- 
plare  einer  Ilierodxda  von  Kei-Inseln  bestatigt  worden.  Mir  waren  vorher 
Gordiiden  aus  Fangheusehrecken  nicht  bekannt  gewesen.  Ueber  die  Art 
des  Zwischenwirtes  kann  man  kaum  Vermutungen  aufstcllen. 

Wien,  13.  Januar  1924. 

I.  Perlamantinae. 

Metoxypilus  spinosus  Giglio-Tos. 

Gen.  Insect.,  Perlamantinae,  fase.  144,  1912  p.  7,  Taf.,  fig.  3,  3  a — e. 

Mant.  Esotici  VI.  Perlamantinae  1914  p.  19. 


(1)  Erster  Beitrag:  Treubia  II,  1,  p.  125 — 135;  1921.  —  Zwelter  Beitrag:  Treubia, 
III,  3/4,  p.  387  —  404;  1923.  —  Dritter  Beitrag:  Treubia,  V,  1  —  3,  p.  259  —  266;  1924. 


476 


F.  Werner:  Mantodeen  IV. 


477 


Ein  d*  von  N.N.  Guinea,  Prauwenbiwak,  leg.  W.  C.  v.  Heurn,  Nov.  1920. 

Ausser  dieser  Art  und  dem  in  Treubia  111,  p.  388  (1923)  von  mir  be- 
schriebenen  Amorphoscelis  papuensis  kommt  auch  noch  Gyromantis  kraussii 
Sauss.  auf  Neuguinea  vor,  wie  ein  Exemplar  meiner  Sammlung  beweist. 

II.  Eremiaphilinae. 

Metallyticus  violaceus  Burm. 

$  Kapala  lioessa,  Bindjei — Deli  (Sumatra),  Aug.  1922,  400’  leg.  L.  J. 
Toxopeus. 

Theopompula  ocularis  Saussure. 

MSI.  Orth.,  fasc.  IV,  1872  p.  16. 

1  (f  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Das  Exemplar  ist  sehr  schlecht  erhalten,  als  Beleg  fur  das  Vorkommen 
der  Art  auf  Java  immerhin  von  Interesse.  Die  Aehnlichkeit  mit  Humbertiella 
indica  Sauss.  ist  sehr  gross  und  daher  ware  es  vielleicht  besser,  Th.  ocularis , 
cambodjensis  mit  dieser  Art  in  der  Gattung  Humbertiella  zu  vereinigen;  da 
aber  Th.  cambodjensis  einerseits  H.  indica  sehr  nahe  steht,  andererseits  Th. 
ocularis  im  $  Geschlecht  in  der  Fiirbung  der  Hinterfliigel  mit  Th.  ophthalmica 
ubereinstimmt,  so  ware  es  wohl  am  besten,  den  ganzen  Artenkomplex  unter 
einem  Gattungsnamen  zu  vereinigen. 

Theopompa  servillei  (Haan). 

von  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

Das  Exemplar  ist  sehr  dunkel,  schwarzbraun,  nur  die  Coxen  und  Femora 
der  Mittel-  und  Hinterbeine  mehr  rotbraun. 

Eine  junge  Larve  von  Boeroe,  1921,  Station  9,  leg.  L.  J.  Toxopeus,  konnte 
vielleicht  Th.  burmeisteri  (Haan)  sein. 

Orthodera  longicollis  Brancs.  (burmeisteri  W.  M.). 

2  $$  und  1  Larve,  Kei  Eil.  (Ohoider,  Kl.  Kei  N.)  leg.  H.  C.  Siebers 
1922. 

$  N.N.  Guinea,  Pionierbiwak,  W.  C.  v.  Heurn,  Juli  1920. 

Bei  diesem  Exemplar  hat  das  Pronotum  einen  braunvioletten  Seitenrand. 

III.  Iridopteryginae. 

Stenomantis  novac-guineae  (Haan). 

$  von  Kei  Eil.  1922  (Gn.  Daab),  leg.  H.  C.  Siebers. 

Die  Elytren  ragen  etwas  iiber  das  zweite  Abdominalsegment  hinaus. 

Larve  von  Buru,  Station  9,  leg.  L.  J.  Toxopeus. 

2  $  $  von  Buru,  Station  6,  I.— IV.  1921,  leg.  L.  J.  Toxopeus  (Aik.). 

Elytren  so  lang  wie  bei  dem  vorigen?  . 


478 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Tropidomantis  tenera  St&l. 

cf  Kapala-Roessa,  Bindjei — Deli  (Sumatra),  Aug.  1922,  400’  leg.  L.  J. 
Toxopeus. 


IV.  Amelinae. 

Amantis  reticulata  (Haan). 

cf  Buitenzorg  20.  VI.  1922.  leg.  Siebers. 

Gonypeta  punctata  (Haan). 

1  cf  ,  1  $  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

2  cT  cf  Buitenzorg,  14.  u.  26.  VI.  1922  leg.  Siebers. 

Gonypeta  malayana  Westw. 

Boeroe,  leg.  Toxopeus:  2  cTcf  4.  IV.  1921,  Stat.  13.  —  cf  20. — 30.  IX. 
1921,  Stat.  7.  —  20.  VIII.  1921,  Stat.  1.  —  $  V.  1921,  Stat.  2.  —  $  1921, 

Stat.  7.—  $  20.— 21.  X.  1921,  Stat.  16.  —  $  I.— IV.  1921,  Stat.  6.  —  2  $  $ 
IX.  1921,  Ehoe,  leg.  Estrin. 

Die  Exemplare  stimmen  gut  mit  Westwoods  Besehreibung  und  Abbildung 
der  Art  naeh  einem  Exemplar  von  Batjan  iiberein.  In  „Treubia”  V,  1924, 
p.  260  habe  ich  diese  Art  zu  Amantis  reticulata  Haan  gerechnet.  Ich  mochte 
zwar  auch  heute  noch  dafiir  eintreten,  sie  in  die  Gattung  Amantis  zu  iiber- 
tragen,  halte  sie  aber  docli  fur  eine  besondere  Art,  die  auf  die  Molukken  be- 
schrankt  ist.  Die  damals  bei  A.  reticulata  erwahnten  Exemplare,  die  an 
malayana  erinnern,  diirften  doch  zu  reticulata  gehoren. 

V.  Thespinae. 

Euchomenella  heteroptera  (Haan). 

c f  von  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

VI.  Oligonicinae. 


Ilaania  lobiceps  (Haan). 

Werner,  Treubia  V,  1924,  p.  261. 

Chopard,  Bull.  Soc.  Ent.  France  1920,  No.  3  p.  58. 
cf  von  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

Das  Exemplar  ist  schlecht  erhalten,  es  fehlen  die  Mittel-  und  Hinter- 
beine,  sowie  das  Abdomen.  Ueber  die  Zugehorigkeit  zur  oben  genannten 
Art  best  eh  t  aber  kein  Zweifel. 

Parairidopteryx  confusus  (Sauss.). 

Werner,  Treubia  III.  1923  p.  203. 
cf  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 


F.  Werner  :  Mantodeen  IV. 


479 


Auch  dieses  Exemplar  Lst  in  schlechtem  Erhaltungszustand,  ist  aber 
gleichfalls  unzweifelhaft  der  obigen  Art  zuzurechnen. 

(j>  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Ich  rechne  ein  sehr  schlecht  erhaltenes  Exemplar  dieser  Art  zu.  Nahe 
dem  inneren  (medialen)  Augenrande  stehen  4 — 5  ziemlich  grosse  Dornen 
hintereinander,  eine  Art  Kamm  bildend.  Auch  das  Pronotum  triigt  im 
prozonalen  Teil  ein  Paar  nach  hinten  divergierender  Stachelkamme,  walirend 
in  der  Metazona  nur  der  Kiel  kurz  bestachelt  ist.  Vordercoxen  und  Femora 
lang,  Vordertibien  kurz.  Die  ubrigen  Gliedmaassen  und  die  Flugorgane  sind 
abgebrochen.  —  Lange  12  mm. 


Die  von  Chopard  aufgestellte  Ilaania  vitalisi  ist  zweifellos  eine  gute  Art 
und  gehort  ebenso  zweifellos  in  die  Gattung  Haania.  Dagegen  ist  mit  der 
Haania  philippina  Giglio-Tos  nach  der  durftigen  Besehreibung  gar  niehts 
anzufangen  und  es  scheint,  dass  sie  gar  nicht  in  diese  Gattung,  sondern  zu 
Parairidopteryx  gehort,  da  der  Autor  die  beiden  Praokularloben  nicht  erwahnt. 
Die  von  mir  als  II ystricomantis  aspera  von  den  Philippinen  beschriebenc 
Oligonicine  ist  keine  Haania,  da  sie  k  1  e  i  n  e  Priiocularloben  und  einen 
grossen  kegelformigen  Ilocker  dahinter  besitzt;  auch  sind  die  Elytren  nicht 
gefleckt,  wie  dies  bei  den  bekannten  Ilaania-Avten  der  Fall  ist.  Die  nun 
bekannten  Gattungen  und  Arten  der  „Haaniae”  lassen  sich  ungefiihr  wie 
folgt  unterseheiden : 

Tarsi  posteriores  tibiis  longiores. 

I.  Caput  utrinque  lobo  frontali  foliaceo  necnon  tuberculo  juxtoculari  verticis 

instructum;  pronotum  elongatum,  duplo  longius  quam  latius. 

A.  Lobus  frontalis  tuberculo  postposito  verticis  multo  major;  elytra 

maculata:  .  Gen.  Haania,  Sauss. 

a.  Pronotum  carina  spinis  longis  erectis  necnon  ante  marginem  pos- 
ticum  lobo  magno  erecto  lobato  armatum;  lobi  frontales  remotae: 

II.  lobiceps  de  Haan. 

b.  Pronotum  carina  spinulis  brevibus  instructum,  lobo  postico  perfecte 

deficiente ;  lobi  frontales  magis  contigui :  .  II.  vitalisi  Chop. 

B.  Lobus  frontalis  minutus,  bilobus,  tuberculo  postposito  verticis  distincte 

minor;  elytra  baud  maculata:  .  Gen.  H ystricomantis  Wern. 

( aspera  Wern.) 

II.  Caput  lobo  frontali  nullo. 

Tuberculo  verticis  distincto,  obtuso;  pronotum  breve,  latitudine  vix  sesqui 
longius;  pedes  quatuor  posteriores  breves;  tibiae  anticae  praeter  spina 
magna  apicali  spinis  duabus  extus  armatae:  Gen.  Parairidopteryx  Sauss. 

( confusus  Sauss.  ) . 

Tuberculo  verticis  nullo ;  pedes  quatuor  posteriores  longi ;  tibiae  anticae 

praeter  spina  magna  apicali  subinermes :  .  Gen.  Astape  St&l. 

(denticollis  St&l). 


480 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Ob  Astape  wirklich  zu  den  Haaniae  gehort,  ist  durchaus  niclit  sicher ; 
dafiir  spricht  der  lange  Tarsus  der  Mittel-  und  Hinterbeine ;  dagegen  die  fasc 
unbewehrten  Vordertibien.  Bei  alien  ubrigen  Haaniae,  die  ich  unter 
suchen  konnte,  verhalten  sich  die  Vordertibien  ganz  ubereinstimmend.  II.  phi- 
lippina  G.  T.  konnte  ieh  bei  dem  volligen  Mangel  brauchbarer  Merkmale 
ebenso  wenig  im  System  unterbringen,  als  dies  Chopard  vermochte.  Bei  Astape 
scheint  es  sieli  bei  der  Angabe  des  Fundortes  um  einen  Circulus  vitiosus  zu 
handeln.  St&l  hat  bekanntlich  keinen  Fundort  gekannt.  Giglio-Tos  halt 
Astape  fur  verwandt  mit  Haania  und  schliesst  daraus,  dass  sie  auf  den  Sunda- 
Inseln  zu  Hause  sein  musse.  Man  sieht  aber  aus  der  Beschreibung  von 
Chopard,  dass  sogar  Haania  auf  dem  indischen  Festlande  vorkommt  (Laos, 
Siam).  //.  lobiceps  kommt  auf  Sumatra  und  Java,  Hystricomantis  auf  den 
Philippinen  und  Parairidopteryx  auf  Java  vor. 

VII.  Caliridinae. 

Leptomantis  albella  (Bijrm.) 

cj%  9  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

VIII.  Deroplatinae. 

Deroplatys  desiccata  Westw. 

1  d  7  4  $£  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Deroplatys  rhombica  de  Haan. 

1  d*,2$£,2$L.  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

IX.  Mantinae. 


Mantis  religiosa  L. 

d  Buitenzorg  24.  VIII.  1922  (Siebers). 

Statilia  maculata  Thunbg. 

cT$  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Tenodera  aridifolia  Stoll. 

3  d*  d*  Buitenzorg:  14.  VI.  1922  (Siebers);  26.  VI.  1922  (Siebers); 
2.  IX.  1922  (Karny). 

2  d  d  ,  2  $$  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Tenodera  costalis  Blanch. 

3  dd  Prauwenbiwak,  N.N.  Guinea,  W.  C.  v.  Heurn,  Nov.  1920. 

Tenodera  atfenuata  Stoll  ( fasciata  Oii.). 
d  $  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 


F.  Werner:  Maniodeen  TV. 


481 


Tenodera  blancJuirdi  G.  T. 

1  Larve,  Elat,  Kei-Eil.,  1922,  leg.  H.  C.  Siebers. 

2  cTcT  Toeal,  Kei-Inseln,  1922,  leg.  H.  C.  Siebers. 

2  $  $  Amboina,  IX. — X.  1920,  leg.  Ouwens. 

16  Ex.,  cf  (f  umi  $$  von  Boeroe;  Stat.  1,  3,  4,  5,  9,  10,  13  (Fakal) 
und  Leksoela,  Toxopeus  leg. 

Bei  den  Boeroe-Exemplaren  fallt  die  verschiedene  Farbung  des  Costal- 
f eldes  der  Elytrcn  auf ;  bei  einem  $  von  Stat.  1  ist  es  blaugriin,  aussen  weiss 
gesaumt ;  bei  zwei  Ex.  (  $  )  rein  weiss,  bei  anderen  gelblichweiss,  gelbgriin, 
grasgriin  oder  gelbbraun  mit  weissem  Hand.  Die  Elytren  und  Hinterfliigel 
von  drei  Exemplar en  (2  <3* ,  1  $  )  sind  sehr  dunkel  ber  audit. 

Eine  Larve  von  Stat.  5  hat,  vom  Femurfleck  ausgehend,  eine  schwarze 
Linie  gegen  den  Apex  des  Femur. 

.  Gretella  gracilis  Wern. 

Treubia  111.  1923  p.  324. 

cf*  von  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

Ein  leider  sehr  schlecht  angekommenes  und  von  mir  nur  mit  Millie  aus 
den  einzelncn  T rummer n  wieder  zusaimnengestelltes  Exemplar  stimmt  im 
Wesentlichen  mit  der  Type  und  einem  nachtraglich  noch  unbestimmt  in  meiner 
Sammlung  vorgefundenen  Exemplar  ( cf )  iiberein. 

Hierodula  ovata  Sauss. 

9  Amboina  IX. — X.  1920,  Ouwens. 

Innenseite  der  Vordercoxen  und  rechtes  Vorderfemur  dunkel;  Pronotum, 
linkes  Vorderfemur  und  Vordertibien  kellbraun  (postmortale  Verfarbung) ; 
Coxaldomen  6,  weiss. 

Hierodula  maculistemum  n.  sp. 

Species  statura  majore,  pronoto  robusto,  metazona  prozonae  duplo  longi- 
ore,  marginibus  retrorsum  subrecte  convergentibus ;  elytris  latis,  apicem  ab¬ 
dominis  superantibus,  stigmate  flavo,  elongato;  coxis  anticis  spinis  9 — 10 
fortibus,  in  margine  antico  orientibus;  prosterno  macula  magna  nigra  ante 
marginem  posteriorem  omato.  —  Insulae  Kei. 


Dimensiones 

$ 

? 

Longitudo  totalis  . 

.  86  .... 

...  87 

„  pronoti  .  . 

.  32 '5  .... 

..  30 

,,  metazonae  "nronoti  . 

.  25 ’5  .... 

..  22 

„  elytrorum  . 

.  54  .... 

..  55 

Latitudo  pronoti . . 

.  ii  ... 

...  10 ’3 

„  elytrorum  . 

.  20  .... 

..  18 

Long.  fern,  antic . 

.  26 ’5  .... 

..  24 ’5 

2  9  $  Kei-Eil.,  Toeal  u.  Gn.  Daab,  H.  C. 

Siebers  1922. 

31 

482 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


hierodula  bipapilla  Serv. 

Buru,  1921,  leg.  L.  J.  Toxopeus:  $  Station  9.  —  $  V. — VII.  Leksoela.  — 
§  II.  Station  13.  —  $  L.  III.— IV.  Leksoela. 

Alle  vier  Exemplare  sind  echte  „bipapillae”  mit  nur  zwei  grossen  fla- 
clien  Coxaldornen ;  solche  soheint  Giglio-Tos,  obwohl  sie  nicht  eben  selten  sind, 
nie  geseken  zu  kaben,  da  er  fur  die  Art  3  Dornen  angibt  —  der  Name 
„&ipap2 lla”  sollte  ikn  aber  sckon  auf  die  Wahrsclieinlichkeit  des  Vorkominens 
von  nur  zweien  gebracht  haben! 

Hierodula  (Parhierodula)  venom  Ol. 

1  (f  Buitenzorg  19.  VI.  1922. 

3  d*d*  >3  $  $  von  Soekaboemi,  Coll.  Ottwens. 

Die  vorliegenden  Exemplare,  durchwegs  von  grosser  Statur,  bestatigen 
wieder  meine  Vermutung,  dass  zu  II.  vitrea  Stoll  nur  die  kleineren  venosa 
gehoren,  dass  also  die  deutliche  Zeichnung  am  Vorderrand  der  Elytren  ein 
Merkmal  ist,  das  gleickzeitig  mit  bedeutenderer  Korpergrosse  auftritt.  Giglio- 
Tos  gibt  als  Dimensionen  an: 

fur  d*  vitrea  venosa  $  vitrea  venosa 

55—65  60—78  68  71—80 

Der  dunkle  Trochanterpunkt  kann  bei  venosa  ebenso  oft  fehlen  als  vor- 
handen  sein;  bei  den  vorliegenden,  durchwegs  typischen  „venosae”  fehlt  er 
stets.  Der  Unterschied  in  der  Form  des  Pronotums  ist  ein  rein  gradueller. 

Hierodula  (Parhierodula)  coarctata  Sauss. 

Giglio-Tos,  Mant.  esot.  V,  1912  p.  124. 

Werner,  Verb.  zool.  bot.  Ges.  Wien  1916  p.  264. 

c f  der  braunen  Form  von  Beloo,  Savoe,  Kleine  Sunda-Isl. 

Die  4 — 5  Coxaldornen  sind  sekr  kraftig  entwickelt. 

Diese  leickt  kenntliche  Art  wird  von  Giglio-Tos  nur  fur  das  indiseke 
Festland  angegeben.  Sie  scheint  aber  weit  verbreitet,  wenn  auch  iiberall 
selten  zu  sein. 

Hierodula  (Parhierodula)  sternosticta  W.  Mason  var.  schultzei  Giglio-Tos. 

Mant.  esot.  V.  1912  p.  115. 

cT$  N.N.  Guinea,  Prauwenbiwak,  W.  C.  v.  Heurn,  November  1920. 

N.  Guinea,  v.  Kampen,  Hollandia  1910. 

Wie  sclion  friiher  bemerkt,  kann  ich  diese  Mantide  nur  fiir  einc  Zwerg- 
form  der  sternosticta  kalten;  wenn,  wie  im  vorliegenden  Falle,  auck  die 
Farbung  der  Femoraldornen  zutrifft,  so  kann  man  ja  gerade  diese  Form  als 
Varietat  aufreckt  erhalten. 

Hierodula  (Parhierodula)  werneri  Giglio-Tos. 

Mant.  esot.  V.  1912  p.  128. 

Boeroe,  leg.  Toxopeus:  2  dV  ,1  $D.  Stat.  1,  IV. — IX.  1921.  —  $  Stat. 


F.  Werner:  Mantodeen  IV. 


483 


10,  VI.  1921.  —  1  $  L.  Stat.  22,  I.  1921.  —  1  $  L.  Leksoela,  5.  III.— 10. 
IV.  1921. 

Ini  Vergleich  mit  einer  der  Topotypen  der  Art  ergibt  sich,  dass  bei 
sonstiger  weitgehender  Uebereinstimmung  die  Form  der  Coxaldornen  ver- 
schieden  1st.  Sie  sind  namiich  schlanker  und  z.T.  deutlieli  nach  aussen  ge- 
kriimmt.  Die  Farbung  ist  elfenbeinweiss,  die  Zahl  betriigt  beim  $  7 — 8, 

ebenso  bei  den  Larven  von  Stat.  1,  dagegen  nur  6  bei  der  Larve  von  Stat.  22. 
Dimension en  des  $  : 


Long,  tot . 

Long,  metazonae  pron.  ... 

„  pronoti  . 

.  30 ’5  „ 

Lat.  pronoti  . 

...  10  „ 

„  elytrorum  .... 

Long.  fern,  ant . 

Lat.  „ 

.  18 ’5  „ 

Die  Seitenrander  des  Pronotums  verlaufen  hinter  der  supracoxalen  Er- 
weiterung  nicht  ganz  gerade,  sondern  sind  etwas  eingezogen.  Die  Elytron 
sind  breit,  namentlich  das  Costalfeld,  und  am  Ende  etwas  spitzzulaufend.  Es 
ist  moglich,  dass  es  sich  hier  um  eine  besondere  Art  handelt;  bei  der  ziem- 
lichen  Variability,  die  in  Bezug  auf  die  Costalzahne  bei  der  obigen  Art 
herrscht  (mein  Exemplar  der  11.  werneri  stinunt  z.B.  in  dieser  Ilinsicht 
durehaus  nicht  sehr  mit  der  Beschreibung  von  Gilgio-Tos  liberein),  mochte 
ich  mich  aber  mit  der  Aufstellung  einer  neuen  var.  curvidens  begniigen.  Der 
Name  bezieht  sieh  auf  die  z.T.  liber  den  vorderen  scharfen  Rand  der  Vorder- 
coxen  sieh  etwas  hinuberbiegenden  J)ornen  (ausser  beim  $  auch  nach.  bei  der 
grossten  $  Larve  von  Stat.  1  gut  sichtbar). 

Boeroe,  leg.  Toxopeus  (Aik.) :  $  1921,  No.  98.  —  $  Mnges’  Wain, 
Station  4,  2G0  m,  29. — 31.  Jan.  1922. 

Diese  beiden  grossen  und  starken  Exemplare  sind  dadurch  bemerkenswert, 
dass  sie  beide  einen  grossen  Gordiiden  beherbergen,  der  mit  einem  ansehnlicheii 
Teil  seines  Korpers  aus  dem  After  herausgekroohcn  ist.  (Vgl.  das  Vorkommen 
eincs  Gordiiden  bei  einer  anderen  Mantide,  Ambivia  popa:  Werner,  Zool. 
Meded.  Leiden  1922,  Deel  VII.  Afl.  1 — 2,  p.  125.)  Diese  beiden  Ilierodula-QQ 
unterscheiden  sich  von  dem  vorstehenden  durch  die  vollkoininen  geraden  vor¬ 
deren  Coxaldornen  (7).  Sie  stehen  also  zwischen  dein  Typus  und  der  var. 
curvidens,  was  dafiir  spricht,  dass  diese  Form  koine  selbstandige  Art  ist. 

Kei  Eil.,  Toeal  1922,  H.  C.  Siebers. 

Diese  Exemplare  entsprechen  einigermassen  der  typischen  Form  der  Art. 
Das  of  6,  das  $  7 — 8  Coxaldornen.  d*  sehon  gelbgriin ;  so  auch  das 
Costalfeld  und  angrenzende  Hiilfte  des  Discoidalfeldes  der  Elytren;  Rest 
hyalin;  Adern  des  Hinterfliigels  gelb.  Elytren  des  $  mehr  grasgrun;  nur 
der  hintere  Rand  hyalin ;  sonst  wie  djus  d  ,  jedoch  Pronotum  und  Vorderbeine 
olivengriin. 

Hierodula  (Par hier odula)  rufopatellata  sp.  n. 

2  dd  von  Matawai,  25.  V.  1922  und  Waingapoe,  IV.  1922  (Soemba,  leg. 
Schuurmans-Steckjioven)  . 


484 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


Diese  Art  gleicht  im  allgemeinen  sehr  der  II.  (P.)  quinquepatellata  Wern., 
unterscheidet  sick  von  ihr  aber  sofort  durch  die  grossen,  flachen,  rotbraunen 
Domen,  die  in  der  Dreizalil  an  der  basalen  Halfte  der  Vordercoxen  stehen. 
Costalfeld  der  Elytren  beim  Matawai-Ex.  schon  gelbgriin,  diese  Farbung 
gekt  auch  auf  den  angrenzenden  Tell  des  Discoidalfeides  liber;  ebenso  ist 
auch  der  Vorderrand  der  Hinterflugel ;  beim  Waingapoe-Ex.  ist  die  Farbung 
mehr  blaulich-  oder  grasgriin.  Stigma  gross,  elliptiscli,  sehr  deutlich,  reinweiss 
oder  rotlichweiss ;  alle  drei  Discoidaldornen,  so\vie  die  grosseren  inneren  Fe- 
moraldornen  der  Vorderbeine  ganz  schwarz. 

Ilierodula  (Rhomb odera)  stalii  Giglio-Tos. 

<j>  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Ilierodula  (Tamolanica)  tamolana  Brancs. 

cf*  N.N.  Guinea,  Prauwenbiwak.  W.  C.  v.  Heijrn,  Nov.  1920. 

d*  $  N.N.  Guinea,  Pionierbiwak,  W.  C.  v.  IIeurn,  Aug.  1920. 

Larve  ebendaher  Juli  1920. 

X.  Fischeriinae. 

Mythoimntis  confusa  Westwood. 

Werner,  Zool.  Meded.  1922,  Deel  VII.  p.  121. 

d*  §  von  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

Das  $  ist  sehr  scklecht  erkalten;  die  Art  ist  aber  leicht  kenntlich, 

XI.  Epaphroditinae. 

Parablepharis  kulilii  (de  Haan). 

Werner,  Treubia  III.  1921  p.  400. 

1  $  ,  1  $  Larve,  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Ausserdem  liegt  ein  $  derselben  Provenienz  vor,  welches  sich  von  der 
typischen  Form  durch  das  vollstandige  Fehlen  des  langen,  zweispitzigen 
Hornes  unterscheidet.  Ich  will  diese  Form  var.  aceras  n.  nennen.  Solche 
hornlose  Exemplare  kommen  auch  z.B.  bei  Callibia  diana  vor  und  ich  besitze 
selbst  ein  solches  in  meiner  Sainmlung. 

XII.  Acromantinae. 

Acro'mantis  oligoneura  (Haan). 

4  $$  Soekaboemi,  Coll.  Ouwens. 

1  $  Buitenzorg,  23.  I.  1921  Seebers. 

1  $  Roho,  Manoesela,  Ceram,  23.  XI.  1917. 

1  cf  Malabar  Bandoeng,  IX.  1906,  Ouwens. 

Die  erstgenannten  4  Exemplare  sind  voin  Originalfundorte  der  A.  mon- 
tana  G.  T.,  mit’der  sie  aber  in  den  wesentlichen  Charakteren  nicht.  iiberein- 
stimmen. 


F.  Werner:  Mantodeen  IV. 


485 


Acromantis  australis  Sauss. 

cf  Nw.  Guinea  1911,  Gjellerup. 

9  Boeroe,  Stat.  1,  VII.  1921,  leg.  L.  J.  Toxopeus. 

Das  cf  unterscheidet  sich  wenig  von  dem  der  vorigen  Art;  nur  die  grossen 
Queradern  des  Discoidalfeldes  der  Elytren  sind  nieht  olivengriin  gesaumt, 
sondern  das  Discoidalfeld  vollkommen  hyalin.  Costalfeld  griin,  opak,  Hfl. 
namcntlich  am  Costalrand  und  an  der  Spitze  gebraunt. 

Das  9  gleicht  sehr  einem  9  vorL  Pinoe>  Ceram,  in  meiner  Sammlung; 
dock  ist  das  Costalfeld  der  Elytren  griin,  nieht  gelbrot. 

P achy  mantis  phyllopus  (Haan). 

2  9  $  v°n  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Gtglio-Tos  stellt  P.  sarawaca  Westw.  als  9  zu  phyllopus,  was  wohl  be- 
rechtigt  sein  wird,  denn  es  gibt  keine  phyllopus-  9  und  keine  sarawaca- 

XIII.  Hymenopodinae. 

Hymenopus  coi'onatus  (Ol.) 

9  und  9  Darve  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

9  Larve  von  Buitenzorg,  12.  VI.  1922. 

PI.  XXIV  Fig.  1  zeigt  eine  Larve  aus  Fort  de  Koek  (Sumatra,  W.K.), 
nach  dem  Leben  aufgenommen  von  E.  Jacobson.  In  Fig.  2  ist  ein  9 
Eierpaket  wiedergegeben,  nach  dem  lebenden  Tier  phot.  Thio  Piek. 

Ceratocrania  macra  Westwood. 

2  9?  von  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Creoboter  urboma  Fabr. 

Werner,  Treubia  III.  1923  p.  402. 

1  ,  3  9  $  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Das  c?  hat  nur  auf  dem  Ocellus  der  rechten  Elytre  einen  schwarzen,  den 
Vorderrandsaum  'erreichenden  Langsstrich;  die  $9  durchwegs  2  Punkte; 
bei  dem  einen  ist  der  linke  OcellUvS  gelbrot,  der  rechte  hellgelb. 

Theopropus  elegans  (Westwood). 

2  9?  Soekaboemi  (Coll.  Ouwens). 

Das  eine  mit  gelbrotem,  das  andere  mit  hellgelbem  Querband. 

XIV.  Toxoderinae. 

Toxodera  integrifolia  n.  sp. 

Toxodera  denticAilata  Ouwens  (nec  Serv.),  „De  Tropische  Natuur’>,  II, 
1913,  p.  122;  PI.  fig.  1. 

Species  minor,  unicolor,  rufo-fusca.  Caput  angustius,  spinae  oculorum 


486 


Treubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


breviores  quam  in  T.  denticulata.  Lobi  femorum  intermediorum  et  posticorum 
integri ;  spina  genicularis  anterior  spinis  duabns  posterioribus  inter  se  aequa- 
libus  mnlto  longior.  Pedes  qnatnor  posteriores  qnam  in  denticulata  multo 
longiores,  lobi  angustiores.  Articulus  apicalis  cercorum  parum  incisus,  lobus 
inferior  superiore  major.  Elytra  apicem  segmenti  quarti  abdominis  baud 
attingentia.  Lobus  superior  segmenti  quarti  latus,  denticulatus,  ante  marginem 
ut  lobus  segmenti  quinti  nigrolimbatus. 

Dimensiones : 


tot . 

Long.  fcm.  postie . 

16 

mm 

pronoti  . 

....  41  „ 

„  tib.  antic . 

22 

n 

elytrorum  . 

.  45 ’5  „ 

Lat.  capitis  inter  spinas 

oculares  . 

7 ’5 

ff 

fern,  antic . 

....  21  „ 

Long,  cercorum  . 

6 

if 

Toxodera  denticulata  Serv. 

Toxodera  cjigas,  T.  maculata  Ouwens,  „De  Tropische  Natuur,,,  II,  1913, 
p.  123;  Pl.  fig.  2,  4. 

Karny,  „De  Tropische  Natuur”  1923,  No.  5  p.  65 — 67,  fig.  —  „Natur” 
(lieipzig)  XIV,  9,  1923  p.  137,  fig.  2. 

1  $  Buitenzorg. 

Da  ich  nun  eine  ganze  Rcihe  von  Exemplaren  dieser  Art  gesehen  babe, 
so  kann  ieh  die  Maasse  beider  Geschlechter  angeben.  Die  d*d*  sind  ausnahms- 
los  kleiner  als  die  $  $  .  Letztere  diirften  wohl  die  grossten  bekannten  Man- 
tiden  sein. 


d1 

$ 

$ 

Long. 

tot . 

.  122 

mm  ... 

...  in 

mm  ... 

...  158 

mm  . 

.  147 

mm 

ft 

pronoti  . 

.  53 

,,  .... 

..  44 

,,  .... 

...  59 

tt 

.  62 

tt 

tt 

elytrorum  . 

.  51 

tt  •••• 

..  44 

tt  ••• 

...  64 

tt 

.  68 

tt 

tt 

prozonae  pron.  .. 

.  10 

tt  •••• 

...  7 

tt  ••• 

...  13 

tt 

.  12 

tt 

tt 

cercorum  . 

.  10 

tt  •••• 

ft  •  •  • 

...  15 

tt 

.  14 

tt 

it 

fcm.  anti  corum  .. 

.  24 

tt  •  • •  • 

...  19 

tt  ••• 

...  31 

tt 

.  31 

tt 

Treubia  Vol. 


Pl.  XXIV. 


Fig.  3.  Toxodera  integrifolia  n.  sp.  (links) 
und  T.  denticulata  Serville  (rechts); 
beide  verkleinert. 


ACROCEPHALUS,  BRUTVOGEL  AUF  JAVA 


von 


H.  C.  SlEBERS. 


(Buitenzorg-Museum) . 

In  Treubia  Vol.  VI,  1,  1924,  p.  20 — 25  hat  Hartert  eine  Uebersicht  ge- 
geben  von  den  im  indo-australischen  Archipel  briitenden  Rohrsangern,  wel- 
che  Uebersicht  von  Stresemann  in  den  Ornithologischen  Monatsberichten, 
XXXII,  1924,  p.  167 — 168  erganzt  wurde.  Stresemann  bemerkt  in  dieser 
Arbeit,  dass  kiirzlich  die  Endeckung  gelungen  ist,  „dass  Rohrsanger  auf 
einer  der  grossen  Sundainseln  briiten,,,  und  ich  glaube  annehmen  zu  diirfen, 
dass  sich  diese  Bemerkung  auf  den  nachfolgenden  Fund  bezieht. 

Nachdem  am  10.  Mai  1924  von  Herrn  Bartels,  Pasir  Datar,  und  mir 
bei  Situ  Palachlar,  einem  kleinen  Sumpf  bei  Tjibarusa  (West-Java),  ein 
altes  Acrocephalus-Manncfoen  gesammelt,  worden  war,  wurde  am  selben  Tage 
noch  ein  Nest  mit  drei  Eiern  eines  Rohrsangers  gefunden.  Das  gesammelte 
Exemplar  zeigte  ein  derartig  abgeriebenes  Gefieder,  dass  nicht  anzunehmen 
wTar,  der  Vogel  ware  in  einem  solchen  Zustande  noch  zur  Brut  nach  Norden 
gezogen.  Handelte  es  sich  hier  also  offenbar  um  einen  Brutvogel,  so  brachte 
das  Auffinden  des  Nestes  den  unzweifelhaften  Beweis,  dass  Acrocephalus 
wirklich  auf  Java  briitet.  Bartels  hatte  diese  Tatsache  auf  Grund  der 
starken  Entwicklung  der  Genitalien  bei  Vogeln,  die  er  im  Februar  und  Marz 
1906  in  der  Nahe  von  Batavia  sammelte,  schon  lange  vermutet. 

Eine  Durchsicht  des  ziemlich  reichhaltigen  Acrocephalus-Matevmls  der 
Sammlung  Bartels  ergab  alsbald,  dass  ausser  dem  Brutvogel  aueh  nooh 
Acrocephalus  oriental is,  aks  Zugvogel,  auf  Java  vorkommt.  Der  Brutvogel 
unterscheidet  sich  leicht  von  letzterem  nicht  nur  durch  die  geringere  Grosse, 
resp.  Fliigellange  und  etwas  langeren  und  schlankeren  Schnabel,  sondem 
vor  allem  durch  den  ganz  anders  geformten,  mehr  gerundeten  Fliigel. 

Wie  aus  den  Tabellcn  ersichtlich,  schwankt  die  Fliigellange  bei  den 
Mannchen  des  Brutvogels  zwischcn  72  und  77  mm  (Durchschnittslange  von 
15  Exemplaren:  75  mm).  Der  Fliigel  der  Weibehens  misst  nur  71.5  mm, 
bleibt  also  noch  unter  dem  Minimum  fiir  die  Mannchen.  Im  allgemeinen 
sind  die  Weibchen  der  Rohrsangerarten  kleiner  als  die  Mannchen;  dass  dies 
aber  nicht  immer  der  Fall  zu  sein  braucht,  beweisen  die  Nummern  9955 
und  5257  von  A.  orient alls. 


487 


488 


Treubia  Vol.  VI,  Live.  3 — 4. 


I.  BRUTVoGEL  VON  WEST-JAVA. 


Geschlecht. 

Datum. 

Fundort. 

Fliigellange  in  | 

mm. 

— 1 

Relative  Lange 

der  zweiten 

Schwinge. 

Schnabellange 

von  der  Stirn. 

Schnabellange 

vom  Nasenloch. 

<D 

5) 

c 

id 

5= 

d 

3804 

25.  II.  1906 

Batavia 

77 

7  <2<6 

19 

15 

28 

3863 

C? 

19.III.  1906 

77 

8  <2<7 

17 

13 

28 

9989 

c? 

10.XI.1914 

Kararig  Tenggah 

77 

2  unge- 
fahr  =  8 

17 

14 

27 

3481* 

cT 

10.  V. 1924 

Tjibarusa 

76.5 

7  <2<6 

19 

14 

28 

3780 

18.  11.1906 

Batavia 

76.5 

7<2<6 

17.5 

13 

28.5 

3882 

rf 

23.11 1. 1906 

n 

76 

7<2<6 

18 

14 

28 

3779 

o'- 

18.  II.  1906 

n 

75 

8<2<7 

18 

13 

28 

3766 

c? 

13.  II.  1906 

n 

75 

6<2<5 

18.5 

15 

28 

3789* 

19.  1.1925 

Tjibarusa 

75 

8<2<7 

18 

13 

27 

3777 

c? 

17.  II.  1906 

Batavia 

75 

7<2<6 

17 

14 

27 

3864 

19.III.  1906 

n 

73.5 

2=7 

17.5 

14 

28.5 

3812 

cT 

26.  11.1906 

n 

73 

2=8 

17 

13.5 

27 

3805 

cT 

25.  11.1906 

n 

73 

8<2<7 

18 

14 

28 

3797 

cT 

22.  11.1906 

n 

73 

8  <  2  <  7 

17 

13.5 

27 

3788 

20.  11.1906 

n 

72 

7<2<6 

19 

13.5 

26.5 

3822 

? 

2.  III.  1906 

n 

71.5 

8<2<7 

17 

13 

26.5 

II.  ZUGVOGEL  VON  WEST-JAVA. 


3810 

26.  II.  1906 

Batavia 

86 

5  <  2  <  4 

18 

13.5 

28 

12246 

cT 

19.  XL  1921 

Muara  Wettan 

85 

5<2<4 

— 

— 

— 

3837 

51 

14.  III.  1906 

Batavia 

84.5 

6<2<5 

18 

13.5 

29.5 

5259 

> 

12.  X  II.  ’07 

n 

82 

2=5 

18.5 

13 

27 

9955 

§ 

26.  X.  1914 

Tjitamijang 

84 

2=4 

18 

14 

29 

5257 

2 

14.  XII.  ’07 

Batavia 

82 

5<2<4 

18 

14 

27 

11426 

9 

2.  X.  1918 

Karang  Tenggah 

80 

2=4 

17 

12 

26 

12247 

19.  XI.  1921 

Muara  Wettan 

80 

5<2<4 

— 

— 

— 

6042 

9 

17.  XII.  ’08 

Batavia 

78 

5<2<4 

18 

13.5 

27 

.  *9 
3  g 

A«g 


2te  wenig, 
alle  ubrigen 
stark  abge¬ 
nutzt 

Wie  no.  3804 
Frisch 


2te  wonig, 
alle  ubrigen 
ziemlich 
stark  abge- 
nutzt 
2te  —  4te 
wenig,  5te 
—  9te  stark 
abgenutzt 
Wie  no.  3804 
Wie  no.  3804 


Frisch 
Wie  no. 3481 
2te  und  3te 
wenig,  alle 
ubrigen 
ziemlich  ab¬ 
genutzt 
2te  nicht, 
alle  ubrigen 
abgenutzt 
2te  und  3te 
nicht,  alle 
ubrigen 
ziemlich  ab¬ 
genutzt 
Alle  abge¬ 
nutzt 

Wie  no.  3812 
Wie  no. 3805 


^Frisch. 


*)  Aus  der  Sammlung  des  Zoologischen  Museums  in  Buitenzorg. 

Alle  ubrigen  aus  der  Sammlung  des  Herrn  Bartels,  Pasir  Datar  bei  Sukabumi. 


H.  C.  SrEBERS:  Acrocephalus,  Brutvogel  auf  Java . 


489 


Die  relative  Lange  der  zweiten  Schwinge  variiert  (scheinbar)  ziemlich 
stark.  Ilierbei  ist  jedoch  zu  beriicksichtigen,  dass  beim  Brutvogel  die 
Grossendifferenzen  zwischen  der  6ten  und  7ten,  7ten  und  8ten  Schwinge  u.s.w. 
viel  geringer  sind  als  beim  Zugvagel.  Ausserdem  nutzen  sich,  wie  alls  der 
Tabelle  gleichfalls  ersichtlieh,  grade  diese  Schwingen  starker  ab  als  die 
zweite.  Die  Folge  hiervon  ist,  dass  sich  das  Verhiiltnis  zwischen  der  2ten 
Schwinge  nnd  den  iibrigen  sehr  leicht  zngunsten  der  2ten  Schwinge  ver- 
schieben  kann,  d.h.  dass  die  2te  Schwinge  dann  relativ  langer  erscheint  als 
sie  im  frischen  Gefieder  war.  Eine  grossere  Serie  frisch  vermauserter 
Ilerbstvogel  ware  erforderlich,  um  die  Fliigelformel  genau  fest  zu  stellen. 
Eine  solche  Serie  zusammen  zu  bringen  diirfte  jedoch  nicht  leicht  sein,  weil 
die  Vogel  nach  den  bisherigen  Erfahrungen  des  Herrn  Bartels  ihre  Wohn- 
platze  nach  der  Brutzeit  verlassen  und  sich  dann  an  Orten  aufhalten,  wo 
man  sie  zur  Brutzeit  vergebens  suchen  wiirde,  wie  das  Stiick  (No.  9989) 
von  Karang  Tenggah  (Preanger)  beweist.  Meistens  wird  im  frischen  Ge- 
fiedcr  die  zweite  Schwinge  wohl  zwischen  der  8ten  und  7tcn  gelegen  sein. 
Bei  den  extremen  Fallen  von  No.  3766  (Brutvogel)  und  No.  3837  (Zugvogel), 
wo  bei  beiden  die  zw’eite  Schwinge  zwischen  der  6ten  und  5ten  liegt,  bietet 
die  Bestimmung  dennoch  keine  Schwierigkeit,  denn  erstens  ist  der  Flligel  bei 
No.  3837  ungefahr  1  cm  langer  und  zweitens  ist  auch  hier  der  Fliigel  des 
Brutvogels  viel  starker  gerundet  als  der  des  Zugvogels,  was  sich  jedoch  in 
diesem  Falle  nicht  durch  eine  Formel  ausdriicken  lasst. 

Ob  diese  Brutvogel  von  West-Java  mit  denen  von  Lombok  (A.  lentecaptus 
ILvrt.)  identisch  sind,  vermag  ich  nicht  zu  entscheiden,  w^eil  mir  kein  Ver- 
gleichsmaterial  zur  Verfiigung  steht,  und  ich  mochte  deshalb  der  java- 
nischen  Form  keinen  neuen  Namen  geben.  Nach  den  Angaben  Harterts  (*) 
zu  urteilen,  ist  jedoch  der  westjavanische  Vogel  kleiner  als  lentecaptus , 
Fliigel  72 — 77  mm  gegen  77 — 81  mm  bei  lentecaptus  (1 2).  Auch  scheint  der 
Fliigel  hiiufig  noch  starker  gerundet  zu  sein,  so  dass  die  2te  Schwinge 
manchmal  nur  so  lang  ist  wie  die  8te  oder  unbedeutend  langer,  wahrend 
dieselbe  bei  Lombok-Vogeln  „so  lang  wie  die  7te  oder  unbedeutend 
langer  ist”. 

Zum  Schluss  mochte  ich,  ohne  tiefcr  auf  die  Formenkreis-Zugehorigkeit 
der  indo-australischen  Rohrsanger  einzugehen,  noch  folgendes  bemerken: 
ITartert  (l.c.  p.  22 — 23)  und  Stresemann  (l.c.  p.  167 — 168)  fasscn  alle  indo- 
australischen  Rohrsanger  als  Vertreter  des  Formenkreises  Acrocephalus  sten - 
toreus  auf.  Wenn  dies  wirklioh  der  Fall  ist,  so  ergibt  sich  jedoch  in  Bezug 
auf  Fliigellange  folgcnde  merkwiirdige  Erscheinung.  Die  Java-Form  weist 
kurzeren  Fliigel  auf  (  '  72 — 77  mm)  als  die  Nominat-Form  ( stentoreus 

:  80—85  mm) ;  nach  Osten  hin  (Lombok)  wird  die  Fliigellange  wieder 
grosser  {lentecaptus  tfc?  ?  :  77 — 81),  um  dann  plotzlich  erheblich  kleiner  zu 


(1)  Treubia  VI,  p.  21. 

(2)  Hartert  gibt  nicht  an,  ob  es  sich  bei  diesen  Maassen  nur  um  handelt. 


490 


Tjreubia  Vol.  VI,  Livr.  3 — 4. 


werden  (Celebes  d*  cf  :  68,  69;  Bum  <3*3*  :  68 — 70;  Sumba  rf  :  69  (x), 
$  §  :  66 — 67),  wahrend  die  australischen  Vertreter  wiederuin  grossere 

Fliigellangen  aufweisen  ( australis :  68,5 — 77,  gouldi:  75 — 79).  Dieses  ab- 
wechselnde  Kleiner-  und  wieder  Grosserwerden  der  Flugelliingen,  sowie  na- 
mentlich  der  Umstand,  dass  die  Vogel  von  Celebes,  Buru  und  Sumba  in  dieser 
Beziehung  wenig  von  einander  verschieden  sind,  macht  es  m.E.  unwahr- 
scheinlich,  dass  wir  es  hier  nur  mit  einem  Formenkreis  zu  tun  haben. 
Es  kommt  mir  viel  wahrscheinlicher  vor,  dass  es  sieh  bier  um  zwei  Formen- 
kreise  hand  el  t,  einen  westlichen,  dessen  Ostgrenze  auf  den  kleinen  Sun- 
dainseln  gelegen  ist,  und  einen  ostlichen,  der  sich  von  Australien  bis  nach 
den  Molukken,  Celebes  und  den  kleinen  Sundainseln  (Sumba)  erstreckt. 
Weiteres  Material  von  den  Inseln,  von  denen  bis  jetzt  noch  keine  Brutvogel 
bekannt  sind,  wird  wahrscheinlieh  viel  zur  Klarung  dieser  Frage  beitragen; 
von  besonders  grossem  Wert  diirften  in  diesem  Fall  aber  genaue  Angaben 
liber  die  Biologie  dieser  Vogel  sein,  weil  sich  bekanntlich  manche 
Acrocephalus- Avten  leichter  nach  dem  Nestbau,  Gesang  u.s.w.  als  rach  Balgeri 
unterscheiden  lassen. 


Buitenzorg,  17.  Juni  1925. 


(1)  Bei  einem  kiirzlich  gesammelten  von  Waingapu  misst  der  ziemlich  stark 
abgenutzte  Fliigel  69  mm. 


INDEX. 


Acanthocyrtus  . 

Pag. 
.  236 

Allecula  filiola  . 

Pag. 
334,  335 

Acanthurella  . 

..  232—236 

—  macella  . 

333, 

335 

-  amethystina  . 

.  243 

- maxima  . 

337 

-  javana  . 

.  241 

-  puerilis  . 

332, 

335 

Acarina  . 

.  122 

-  rutilipcs  . 

332, 

335 

Acarna . 

. 291 

-  sericata  . 

329, 

335 

—  kamyi  . 

.  292 

-  suturalis  . 

331, 

335 

Acarninae  . 

...  273,  290 

Alleculidae  . 

329 

Achorutes  zehntneri  . 

. .  226 

Alleculodes  . 

335 

Acmaea  spec.  . . 

.  142 

- discrepans  . 

336, 

338 

Acrida  turrita  . 

.  424 

-  genual  is  . 

336, 

340 

Acridiidae  . 

.  424 

-  glos  . 

337, 

341 

Acridiodca  . 

.  355 

-  latipes  . 

336, 

340 

Acrocephalus  . 

....  20.  487 

neptis  . 

336, 

337 

-  arundinaceus  arundinaceus  23 

—  opaca  . 

337, 

342 

- griseldis  .... 

.  23 

proavia  . 

337, 

343 

-  zarudnyi  ... 

.  23 

-  sauteri  . 

336, 

341 

stentoreus  amyae 

.  23 

sukliensis 

336 

australis  ... 

22,  23,  490 

-  varus  . 

336, 

337 

brunnescens 

.  23 

Alloscopus  . 

244 

celebensis  ... 

.  20,  23 

A  mantis  reticulata  . 

478 

- gouldi  . 

22,  23,  490 

Amaurodera  nigra  . 

191 

-  lentecaptus  21,  23,  489 

Amelinae  . 

478 

•orientalis  . . 

....  23,  487 

Amorphoscelis  papuensis  .. 

. 

477 

stentoreus  .. 

....  23,  489 

Amphidromus  inversus  . 

142 

-  - sumbae  . 

.  21,  23 

-  porcellanus  . 

143 

-  -  toxopci  . 

.  20,  23 

Anacridium  . 

444 

Acromantinae  . 

.  484 

Anagenesia  ampla  . 

.  29 

Acromantis  australis  ... 

.  485 

greeni  . 

.  32 

-  montana  . 

.  484 

-  javanica  . 

.  30 

-  oligoueura  . . 

.  484 

picta  . 

.  32 

Acythopeus  dentirostris 

.  218 

tenera  . 

31 

Adoncholaimus  . 

.  451 

Anaxipha  nemobioides  . 

152 

Agorarcba  . 

.  433 

Anerota  . 

424, 

448 

-  illapsa  . 

.  433 

Anisopodidae  . 

160 

Agrilus  menadoensis  .... 

.  26 

Anisopus  pulchricornis  .... 

160 

Aleocharinae  . 

.  188 

Anoplotermes  . 

406 

Allecula  . 

.  329 

cyclops  . 

406 

-  decipiens  . 

...  330,  335 

Aphysa  .  252, 

253,  260 

- -  discicollis  . 

...  330,  335 

longicomis  . 

261 

491 


492 


Treubia  Vol.  VI. 


Pag. 

Aphysa  villosa  .  262 

Apia  .  275,  290 

-  lineolata  .  290 

Aptera  .  121 

Arachnida  .  122 

Araneae  .  122 

Arrhinotermes  .  381 

-  flavus  .  381 

Astape  .  479,  480 

-  denticollis  .  479 

Astenus  sumatrensis  . .  181 

Asthenopus  corporaali  .  34 

Astilbus  niger  .  194 

A  theta  pangrangoensis  .  192 

Atopopus  tarsalis  .  75 

-  tibialis  .  76 

Aulacocephala  .  146 

-  badia  .  146 

-  karnyi  .  147 

Baetidae  .  52 

Baetis  determinata  .  77 

-  javanica  .  52 

-  torrida  .  81 

Baridinae  . .  218 

Beckia  .  231 

Belonuchus  ferrngatus  ruficeps  187 

Bibionidae  .  156 

Bidenticulati  .  233 

Blatta  .  444 

Blattidae  .  120,  420 

Braconidae  .  455 

Brunettia  sapphirina  .  160 

Buprestidae  .  26 

Caenidae  . .  46 

Caenis  nigropunctata  .  46 

Cacnodes  philippinensis  . 48 

Caliridinac  .  480 

Calistella  . 231,  232 

Callibia  diana  . •. .  484 

Callyntrura  .  252 


Pag. 


Calotermes  . 380 

-  ceylonicus  .  380 

-  dilatatus  .  380 

-  greeni  .  380 

Calotermitidae  . 380 

Campylothorax  .  232,  250 

-  ceylonicus  .  261 

Capritermes  .  414 

-  brachygnathus  .  416 

-  buitenzorgi  .  416 

-  dolichocephalus  .  416 

-  greeni  .  414 

-  incola  .  418 

-  medius  .  417 

- -  minor  .  417 

—  nemorosus  .  417 

speciosus  .  414 

-  sumatrensis  .  415 

Carabidae  .  118 

Catacamptus  .  174 

Catantops  sp .  427 

Ceratocrania  macra  .  485 

Cercyon  afflatum  .  200 

-  cognatum  .  201 

-  gebieni  .  202 

-  morosus  .  202 

Cerithium  corallinum  .  144 

Cerogria  .  349 

-  bryanti . 349 

Ceylonitermes . 399 

Chaerocampa  elpenor  .  209 

Charichirus  .  183 

Charybdis  callianassa  .  324 

-  cruciata  .  311 

-  erythrodactyla  .  311 

-  lucifera  .  313 

-  natator  . L...  312 

-  rostrata  . .  326 

Chilopoda  .  121 

Chirotonetes  grandis  .  72 

Chloritis  helicinoides  .  142 

Chromatothrips  .  120 


Index. 


493 


Pag. 

Cicadidae  .  434 

Cistelomorpha  .  346 

-  focaleata  . 347 

-  haematoptera  .  346 

-  rutilipes  .  347 

Cistelopsis  .  343 

-  denselineata  .  345,  346 

-  ingens  .  344,  346 

-  maculata  .  343,  346 

-  pusio  .  344,  346 

Cloe  marginalis  .  56 

-  tristis  .  44 

Cloeon  bimaculatum .  60,  66 

- —  fluviatile  .  66 

-  marginale  .  56,  66 

-  marginata  .  56 

-  pulchellum  .  66 

-  virens  .  53,  66 

-  viridis  .  54 

Coleoptera  .  118 

Collembola  .  225 

Collingea  strubelli .  143 

Compsoneuria  spectabilis  .  86 

Conosia  irrorata . 166 


Conosoma  ruficeps 

Copepoda  . 

Coptotermes  . 


-  ceylonicus  .  381 

-  curvignathus  .  381 

-  travians  .  381 

Corethrura  .  277 

Corigetus  dammermani  .  215 

-  enganensis  .  216 

Cosmopsaltria  montivaga . 434 

Cossoninae  .  219 

Crapitula  melanaspis  .  156 

Cremastocephalus  .  245 — 250 

-  affinis  .  246 

-  celebensLs  .  246 

-  cingulatus  .  248 

-  obscurus  .  249 

Creoboter  urbana  .  485 


Pag. 

Crocanthes  ignea  .  429 

Crustacea  .  121 

Cryptobiuni  nigrum  .  184 

Cryptoptilum  apterum  .  149 

Cryptorrhynchinae  .  217 

Cryptothrips  .  120 

Cryptotympana  aquila  .  436 

-  epithesia  .  435 

-  robinsoni  .  436 

-  viridipennis  .  435 

Ctenacroscelis  nigricauda  .  169 

-  umbrinus  .  169 

Ctenocampa  gongylopis  .  433 

Culex  mimeticus  .  160 

Culicidae .  160 

Curculionidae  .  119,  212 

Cutilia  karnyi . 420 

Cyclopidae  .  452 

Cyclops  .  452 

Cyclotermes  .  386 

Cyphoderinae  .  232 

Cyphoderini  .  232 

Cyphoderus  .  231,  232 

Cyrtacanthacrinae  .  355 

Dactylosternum  superficiale  ...  199 

Dameosoma  dissiiniloides  .  468 

Decticus  .  445 

Delopsis  bruncttii  .  154 

-  collaris .  154 

Deroplatinae  .  480 

Deroplatys  desiccata .  480 

-  rhombica  .  480 

Dicranocentroides  .  232,  250 

-  longiceps  .  263 

Dicranocentrus  .  232 

Dietopsis  .  329 

Dilophus  nigriventris  .  159 

Diplopoda  .  121 

Diptera  .  119 

Drepane  punctata .  101 

Drepanocyrtus  .  236 


494 


Treubia  Vol.  VI. 


Pag. 

Drepanura  . . .  231 

Dryotribus  breviceps  .  110,  219 

-  mimeticus  .  110 

Dundubia  rufivena  .  434 

Dundubiaria  .  434 

Dussumieria  acuta  .  297 

-  hasseltii  .  297 

Bcdyonuridae  . 75 

Ecdyonurus  lobatus  .  83 

Elasmoscelis  .  274,  279 

-  perforata  .  279 

Elateridae  .  119 

Empeda  gracilis  .  165 

-  inconspicua  .  165 

Entomobrya  .  232,  250 

-  cingula  .  227 

-  kali  .  227 

-  lineata  .  258 

-  longicornis  .  261 

-  straminea  .  227 

Epaphroditinae  .  484 

Ephemerellidae  .  44 

Ephemeroptera  .  28 

Epibulus  insidiator  .  98,  103 

Equula  dussumieri  .  100 

Eremaeus  cristatus  .  464 

Eremiaphilinae  .  477 

Eriocera  acrastacta  .  167 

—  angustipennis  .  167 

- assamensis  .  168 

-  basilaris  .  167 

-  kamyi  .  167 

mesopyrrha  . . .  167 

-  nepalensis  .  168 

salakensis . 167 

-  verticalis  .  167 

Erioptera  brevior  .  165 

Erythromyias  buruensLs  siebersi  24 

Ethmia  gonimodes .  431 

Euchomenella  heteroptera  .  478 

Eucosma  leptancistra  .  428 


Pag. 

Eucosmidae  .  428 

Euparatettix  personatus  .  424 

Euphorinae .  455 

Euphorus  lielopeltidis  .  455 

Eupiestus  rufobrunneus  .  174 

Eurytermes  .  407 

-  ceylonicus  .  407 

Eustheniamorpha  ferruginea  ...  189 

Eutermes  .  391,  392 

-  aciculatus  .  392 

-  aruensis  .  399 

-  bicolor  .  402 

-  biformis  .  400 

-  buitenzorgi  .  395 

-  butteli  .  405 

-  ceylonicus  .  394 

-  constrictoides  .  393 

-  duplex  . 393 

-  escherichi  .  399 

-  ferrugineus  .  404 

-  flavicans  .  394 

-  germanus . 396 

-  havilandi  .  399 

-  hospitalis .  403 

-  inaniformis .  391 

-  javanicus  .  394 

-  johoricus  .  393 

-  kraepelini  .  394 

-  laborator  .  400 

-  lacustris  .  396 

-  longicornis  .  393 

-  longinasus  .  392 

- longipes  .  406 

-  matangensiformis  .  398 

-  matangensis  .  398 

-  medioflavus . 404 

- 1  monoceros  .  405 

-  oculatus  .  393 

-  perpusillus  . 393 

-  princeps  . 399 

-  pusillus  .  393 

-  rubidus  .  400 


Inde*. 


495 


Pag. 


Eutermes  rufus  .  402 

-  sarawakensis  .  395 

-  sharpi  .  403 

-  singaporensis  .  396 

sordidus  .  401 

-  subulatus  .  394 

-  timorensis  .  398 

-  umbrinus  .  403 

Euzetes  sphaerula  .  470 

Exora  .  443 

Exostira  .  353 

-  sellata  .  353 

Falciformes  .  233 

Fischeriinae  . . .  484 

Folsoinia  octoculata  .  226 

Forficulidae  .  120 

Formicidae  .  118 

Formicomus  similis  .  97 

-  vethi  .  97 

Fridericia  bulbosa  .  123 

Fulgoroidea  .  271 

Fungia  .  211 


Gastrimargus  sundaicus 


-  transversus . 

Gazza  .  190 

Gelastorrhiims  bicolar  .  425 

-  esox  .  426 

-  lucius  .  426 

Gelechiadae  .  429 

Globitermes  .  408 

Glyphipterygidac  .  431 

Glyptotermes  .  380 

Gomphocerus  .  444 

Gonomyia  antica  .  165 

Gonypeta  malayana  .  478 

-  punctata  . 478 

Gretella  gracilis .  481 

Gryllacris  .  438 

-  appendiculata . 438 


Gryllidac  .  120,  148,  423 


Pag. 


Gryllotalpa  .  120 

-  africana  . .  423 

Gryllus  burdigalensis  .  423 

-  cerisyi  .  423 

-  consobrinus  .  423 

Gyromantis  kraussii  .  477 

Gyrophaena  clavicornis  .  189 

-  karnyi  .  188 

-  sparsuta  .  188 

Haania  .  479 

-  lobiceps  .  478,  479 

-  philippina  .  480 

-  vitalisi  .  479 

Halicyclops  .  452 

Hamitermes  .  407 

-  ceylonicus  .  407 

-  dentatus  .  408 

-  sulphureus  .  408 

Ilelicarion  lineolatus .  143 

Ileliothrips  haemorrhoidalis  .  11 

Helopeltis  antonii  .  455 

Hemicyclops  .  452 

Ilemiplecta  arguta .  142 

-  umbilicari«  .  142 

Hemistenus  .  179 

Heptagenia  determinata  .  77 

-  torrida  .  81 

Heteroglymma  setosa  .  213 

Heteromera  .  329 

Heteromurus  .  232 

-  tenuicornis  .  244 

Hcteropternis  respondens  .  424 

Hierodula  bipapilla  .  482 

-  coarctata  .  482 

-  curvidens  . 483 

- - -  maculisternum  .  481 

-  ovata  .  481 

-  quinquepatellata  ...' .  484 

-  rufopatellata  .  483 

-  schultzei  .  482 

-  stalii  .  484 


496 


Treubia  Vol.  VI. 


Pag. 

Ilierodula  sternosticta  .... 

.  482 

-  tamolana  . 

.  484 

-  venosa  . 

17:},  482 

-  werncri  . 

.  482 

llolobus  . 

.  188 

Homallotermes  . 

.  412 

-  foraminifer . 

.  413 

Homidia  . 

.  227,  231 

Hoplothrips  . 

447,  448 

Hospitalitermes  . 

.  402 

lluecliys  pingenda  . 

. 437 

-  sanguinea  . 

.  436 

Ilueehysaria  . . 

.  436 

Hydrocichla  velatus  . 

.  12 

Ilydrophilidae  . 

.  199 

Hymenopodinae  . 

.  485 

Ilymenoptera  . 

.  118,  455 

Hymenopus  coronatus  . 

..  173,  485 

Iiypomedon  . 

.  182 

Hyponomeuta  enneacentra 

.  431 

Hyponomeutidae  . 

.  431 

Hypostenus  . 

.  179 

Hypotermes  . 

.  390 

Hystricomantis  . 

.  479 

-  aspera  . 

.  479 

Ilystricothripoides  ka m3* i 

.  9 

Iclineumonidae  . 

.  456 

Idiomerus  . 

.  250 

Iridopteryginae  . 

.  477 

Isoptera  . 

.  120 

Kaliella  . 

. .  123 

-  convexoconica  . 

.  143 

-  indifferens  . 

.  143 

Kasserota  . 

.  291,  292 

-  albosparsa  . . 

.  295 

-  illingworthi  . 

.  293,  295 

senilis  . 

.  293,  294 

-  septemmaculata  . . . . 

.  293 

Katoma  . 

.  275,  283 

-  trichurensis  . 

.  283 

Pag. 

Labritermcs  .  406 

-  buttel-reepeni  .  406 

Laccobius  jacobsoni  .  205 

Lacessititermes  .  400 

Lagria  .  348 

-  blairi  .  348 

-  inflata  .  348 

Lagriidae  .  348 

Lainellicornia  .  119 

Lapithasa  .  275,  287 

-  bakeri  .  287,  288 

-  obtusa  .  288,  289 

-  simplicia  .  288,  289 

-  surigaoensis  .  288 

Lecithocera  argomitra  .  430 

-  asarota . 430 

Leiomyia  winthemi  .  154 

Lepidocyrtinus  .  232 — 236 

-  taeniatus  .  240 

Lepidocyrtoides .  230,  232,  234 

Lepidocyrtus  .  230 — 236,  241 

-  javanus  .  241 

Lepidoptera . 119 

Lepidosinella  .  232,  234,  236 

Lcptomantis  albella  .  480 

Leptophlebiidae  .  39 

Leptopoma  vitreum  .  143 

Leucocraspedum  kamyi  .  198 

Leucotermes  .  381 

-  ceylonicus  .  381 

Libnotes  alexanderi  .  162 

-  immaculipennis  .  161 

-  nervosa .  161 

-  notatinervis  .  162 

-  obliqua  .  162 

-  scutellata . 162 

-  sumatrana  .  162 

-  vittata  .  162 

Limnophila  palmeri  .  166 

Littorina  carinifera  .  142 

- conica  .  144 

- intermedia  .  142 


Index. 


497 


Pag. 

Littorina  picta  .  144 

-  pusilla  . 142 

-  scabra  .  144 

-  subgranosa  .  142 

-  ventricosa .  142 

Locusta  . 443,  445 

- -  danica  . .  425 

Locustidae  .  424 

Longipeditermes  .  406 

Lophopidae .  271 

Lophopinae .  272,  273 

Lophops  .  273,  278 

-  carinatus  .  279 

— —  zebra  .  278 

Lycaenidae  .  210 

Macrostomum  tuba  .  451 

Macrotermes  .  385 

-  carbonarius .  385 

-  convulsionarius  .  385 

-  gilvus  .  385 

-  malaccensis .  385 

Makota .  274,  281 

-  notabilis  .  281 

Mantidae  .  173,  423 

Mantinae .  480 

Mantis  religiosa .  480 

Mantodea  .  476 

Meeopoda  elongata  .  423 

Medon  dammermani  . .  183 

-  renominatus  . .  182 

-  siebersi  .  183 

Megacarna  .  291,  295 

-  albosparsa  .  296 

Melania  tuberculata  .  144 

Menosca  .  275,  284 

-  discophora  .  284,  285 

-  insignis  .  285 

-  moro . 285 

-  punctigera  .  285,  286 

-  triangularis  .  285 

-  vermiculata  .  285,  286 


Pag. 

Mesira  .  231 — 236 

-  calolepis  .  238 

Mesochorinae  .  456 

Mesostenus .  177,  178 

Metallyticus  violaceus  .  477 

Metoxypilus  spinosus  .  477 

Microcerotermes . 418 

-  distans .  418 

-  liavilandi  .  419 

-  heimi  .  418 

-  serrula  ...» .  418 

Microhierax  fringillarius  .  17 

Microlepidoptera  . 428 

Microphysa  .  252,  253,  257 

-  lineata .  258 

-  vestita  .  257 

Microstomum  lineare . 451 

Microtermes  .  390 

-  glabicola  . 390 

-  pallidus  .  390 

Microthrombidium  jabanicum  122 

Mimicry  .  207 

Mimoxypoda  .  190 

-  rufa  . .  190 

Mirotermes .  409 

-  brevicornis  .  411 

-  comis  .  409,  411 

-  laticornis  .  411,  412 

-  propinquus . 410,  412 

- -  rostratus .  409,  412 

Modiola  undulata  .  144 

Mogannia  moultoni  .  437 

Moganniaria  .  437 

Mollusca  .  123 

-  (Krakatau)  . 140 

Mongoma  cariniceps  .  166 

— —  flavicollis  .  166 

- -  pennipes  .  166 

Monopis  ochnodelta  .  432 

Mycetophilidae  . .* .  154 

Myiophoneus  flavirostris  .  14 

Myllocerus  doliaris .  214 


498 


Treubia  Vol.  VI. 


Pag. 

Myriopoda  . . .  121 

Mythomantis  confusa  .  484 

Nematocera .  154 

Nematodes  .  451 

Nemobius  karnyi  .  148 

Nemostira  .  350 

- -  bogorensis  .  350 

-  cyanipennis  . . 351 

-  homi  . 352 

-  irregularis  .  350 

-  postica  . 352 

-  vagecostata  .  352 

Neocallicerus .  192 

-  dammermani  .  193 

Neoliodes  bataviensis  .  463 

Neotermes  .  380 

Nephrotoma  flavoscutellata  .  169 

-  javensis  .  170 

-  nigri thorax  .  170 

-  ochripleuris .  170 

-  virgata .  170 

Neptunus  pelagicus  .  309 

- -  sanguinolentus  .  310 

Neritina  subpunctata  .  142 

-  ualanensis  .  144 

Nesopupa  (micra)  .  143 

Nomenklatur  .  442 

Odochilus  syntheticus  .  119 

Odontotermes  . 386 

-  assmuthi  . .  389 

-  billitoni  .  389 

-  ceylonicus .  387 

-  dives  .  388 

-  escherichi  .  386 

-  homi  .  387 

-  javanieus . 389 

-  karawajevi  .  389 

-  oblongatus  . 389 

* — —  obscuriceps  . . ...  390 

- —  redemanni  .  386 


Pag. 

Odontotermes  robustus  .  387 

-  sarawakensis  .  386 

Oedichirus  excellent  .  180 

Oenopea  . 291 

Oligonicinae  .  478 

Oligota  karnyi  .  188 

Oncholaimus  . 451 

Oncopodura  .  233 

Oniscoidea  .  121 

Opeas  . 123 

-  gracilis  .  143 

Ophichthys  colubrinus  .  211 

Opiliones .  122 

Orchescllini  .  232 

Orchestia  .  121 

Oribates  sphaerula  .  470 

Oribatidae  .  459 

Orimargula  gracilicornis  .  163 

Orphanoclera  .  430 

-  tyriocoma . 430 

Orthodera  burmeisteri  .  477 

-  longicollis  .  477 

Orthoptera  .  120,  355,  420 

Osorius  karnyi  .  176 

-  truncatus  . 177 

Otiorrhynchinae  . .  212 

Otocepheus  cristatus  .  464 

-  damoeoides  .  467 

Oxytelopsis  rufotestacea  .  176 

Pachymantis  phyllopus  . .  485 

-  sarawaca  . 485 

Paederus  dammermani  . .  180 

-  lomboldanus  . 181 

Palingenia  ampla  .  29 

-  indica  .  32 

- -  javanica  .  30 

-  picta  .  32 

-  tenera  . 31 

Palingeniidae  . .  29 

Palpicornia . 199 

Parablepharis  aceras  .  484 


Index. 


499 


Pag. 

Parablepharis  kuhlii  .  484 

Parabrunettia  .  161 

Parairidopteryx .  479 

-  confusus  .. .  478 

Paratettix  variabilis  .  424 

Paratraulia  .  355 

-  bifasciata  . 356,  357 

-  karnyi  . 356,  359 

-  oblique-anmilata  .  356 

Paratrigonidium  fuscocinctum  151 

Parhierodula  .  173,  482 

-  quinquepatellata  .  423 

Paronella .  232,  250 — 253,  255 

-  annulicornis  .  256 

-  lineata  .  258 

-  longicomis  .  261 

-  setigera  .  255 

-  tarsata  .  258 

Paronellinae  . . .  232 

Paronellini  .  233 

Parhinotermes  .  382 

-  aequalis  .  382 

-  inaequalis  .  382 

- -  pygmaeus  .  382 

Pelioptera  .  197 

-  dammermani  . .  196,  197 

-  germana  .  196,  197 

-  heterocera  .  195,  197 

-  inermis  .  196,  197 

-  longicomis  .  194,  197 

-  micans  .  197 

-  opaca  .  197 

-  quadritubcrculata  ...  195,  197 

-  similis  .  197 

Pelosoma  eremita  .  204 

Pentacentrus  unicolor  .  150 

Pergamasus  primitivus .  122 

Pericrypta  .  246,  250 — 252 

Periplaneta  ainericana  .  423 

-  australasiae  .  423 

Perlamantinae  .  476 

Phaedusa  sumatrana  .  143 


Pag. 

Pbaneroptera  .  447,  448 

-  gracilis .  424 

Phasgonura . 445 

Pliilonthus  elegantissimus  .  186 

-  gracilentus  .  186 

Phloeonomus  apicalis  .  175 

Phorodonta  pcrpallida  .  155 

Phthiracarus  .  461 

Phyllodromia  sp .  420 

Phylloscopus  trivirgatus  avicola  24 

Physopus . 445 

Pilosae  .  232 

Pinophilus  senescens .  179 

Pitambara  .  274,  280 

-  borneensis  .  280 

Platurus  colubrinus  .  211 

Platylomia  spinosa  .  435 

Platypleura  nobilis  . 436 

Plecia  .  119 

-  amplipennis  .  158 

-  aruensis  .  159 

-  fulvicollis  .  156 

-  javensis  .  158 

-  subvarians  . 157 

-  thoracica  .  158 

Pleetotropis  kraepelini  .  143 

Podophthalmus  vigil  .  314 

Polymitarcidae . . . 32 

Polymitarcys  australis  .  32 

-  indicus  .  32 

Pomponia  graecina  .  435 

-  picta  .  435 

Potamanthidac  . 37 

Povilla  corporaali  .  34 

Priochirus  cxtcnsus  . 175 

-  karnyi  .  174 

Prionota  nigriceps .  168 

-  xanthomelana  .  168 

Pristipoma  guoraka  .  99 

Procapritermes  .  412 

-  atypus  . 412 

_ _  minutus  . 412 


500 


Treijbia  Vol.  VI. 


Pag. 

Procapritermes  setiger  .  412 

Prohamitermes  .  406 

-  mirabilis  .  406 

Prosopeas  .  123 

-  achatinaceum  .  143 

-  turricula  .  143 

Protoribates  punctulatus  .  473 

Psammobia  petalina  .  144 

Pselaphidae .  118 

Pselliophora  bicolor  .  168 

-  compedita  .  168 

-  perdecora  .  168 

-  rubella .  168 

Pseudocloeon  boettgeri  . 70,  72 

-  kraepelini  .  66,  72 

-  obscurum  .  68,  72 

Pseudolimnophila  .  166 

Pscudoparonella  .  252 — 255 

-  incerta  .  255 

-  setigera  .  254 

Pseudoscorpiones  .  122 

Pseudosinella  .  232 — 236 

Pvseudosira  . . .  231 — 237 

-  calolepLs  .  235,  238 

Psychodidae  .  160 

Ptenotbrix  fiscellata  .  264 

Ptenura  .  231,  233 

Pupina  spec .  144 

-  superba  .  144 

Pycnoscelus  surinamensis .  120 

Pyrilla .  273,  275 

-  aberrans  .  276,  277 

-  lycoides  .  276,  277 

-  perpusilla  .  276,  277 

-  protuberant  .  276,  277 

-  sumatrensis  .  276 

Pythia  .  123 

-  pantherina  .  144 

-  scarabeus .  144 

Radjungan  . . .  324,  388 

Rhaobothrips  .  120 


Pag. 

Rhicnoda  rugosa  .  120 

Rhinotermes  .  384 

-  longirostris  .  384 

-  sarawakensis  .  384 

Rhinotermitidae .  381 

Rhoenanthus  speciosus  .  37 

Rhombodera  .  484 

Rhynchota  .  119 

Rhyphut  flavipes  .  160 

-  pulchricornis  .  160 

Rihanaria  .  435 

Schedorhinotermes  .  384 

Scieroptera  splendidula  .  437 

Scopaeus  laticollis .  183 

Scudderia  .  448 

Scydmaenidae . 119 

Scylla  serrata  .  308 

Scyphodon  .  93 

-  anomalum  . 95 

Scythostola  .  429 

-  heptagramma  .  429 

Scythropochroa  leucogaster  ....  155 

Seira  .  231 

Serida  .  273,  277 

-  la  t  ens  .  278 

Simaethis  tricyanitis  .  431 

Simuliidae  .  159 

Simulium  nobile  .  160 

-  varicorne . 159 

Sinella  . ’ .  232 

Siphlonuridae  .  72 

Sira  .  230—236 

-  annulicornis  .  256 

-  jacobsoni  .  237 

Sirodes  .  232—234 

Speculitermes . 406 

Spilonota  beryllina  .  428 

Squamosae  .  232 

Staphylinidae . 118,  174 

Statilia  macula ta  .  480 

Stauroderus  .  444 


Index. 


501 


Pag. 

Stenobothrus  .  444 

StenomantLs  novae-guineae  .  477 

Stcnus  .  114 

-  anepsius  .  178 

-  bernhaueri  .  177 

-  malabarensis  .  178 

-  pangrangoensis  .  179 

Stictopisthus  javensis  .  456 

Stilicus  pruinosus  .  182 

Strongylonotus  .  232 

Styringomyia  armata  .  165 

-  emdfera  . 165 

-  fuscinervis  .  164 

— • —  jacobsoni  .  165 

-  melania  .  164 

-  nigrofemorata .  165 

-  solocipennis .  164 

-  terrae-reginae .  164 

Suana  concolor  .  207,  221 

Subulitermes  .  391 

Synbamitermes  .  407 

Tacua  speciosa  .  436 

Tamolanica . . .  484 

Tapeina  .  443 

Teloganodes  tristis  .  44 

Templetonia  .  232 

Tenebrionidae .  113 

Tenodera  aridifolia  .  423,  480 

-  attermata  .  480 

-  blanchardi  .  481 

-  costalis . 480 

-  faseiata  .  423,  480 

Termiten  .  360 

Termitidae  .  385 

Termitogeton  .  384 

-  umbilicatus .  384 

Tettigonia  .  443,  445 

Tettigoniella  .  445 

Tettigoniidae  .  423 

Teucholabis  femoratus  . .  163 

Thalamita  crenata .  313 


Pag. 

Thalamita  danae  .  314 

Thalerosphyrus  determinatus  ...  77 

-  horridus  .  81 

-  torridus  .  81 

Thamiaraea  terminally  .  191 

Thecla  battus  .  210 

-  linuis .  210 

-  marsyas  .  210 

Theopompa  burmeisteri  .  477 

-  servillei  .  477 

Theopompula  ocularis  .  477 

Theopropus  elegans  .  485 

Thespinae  .  478 

Thorictodes  heydeni  . 1 

Thraulus  exiguus  .  39 

-  marginatus  .  42 

Thrips  .  445 

Thyreocephalus  castaneipennis  185 

Thysanoptera  .  120 

Tigriopus  .  454 

Tinea  cymopelta  .  432 

-  trita  .  438 

Tineidae  .  432 

Tipula  cinetipes .  171 

-  fuscitarsis  .  171,  172 

-  gedehana  .  172 

-  magnicornis  .  170,  171 

-  pedata  .  171,  172 

. -  tinctipes  .  172 

-  venusta  .  171 

Tipulidae  .  161 

Tipulodina  .  170,  171,  172 

Toxodera  denticulata  .  485,  486 

. - gigas . 486 

-  integrifolia  .  485 

- -  maculata  .  486 

Toxoderinae  .  485 

Trachyhoplophora  .  461 

Trachys  corporaali  .  27 

Traulia  oblique-annulata  .  355 

Trichomegalosphys  funesta  .  155 

Trichorhypha  .  250 


502 


Treubia  Vol.  VI. 


Pag. 

Tricorythus  jacobsoni  .  50 

Trigonops  kombuisana  .  110,  212 

Trigonopterus  amphoralis  .  217 

Trilopbidia  cristella  .  425 

Triner viter mes  .  400 

Tritia  javensis  .  459 

-  krakatauensis  .  461 

Trogophloeus  oxyteloides  .  175 

Tropidom antis  tenera  .  478 

Truncatella  valida  .  144 


Pag. 

Turbellaria  .  451 

Vaginula  strubelli  .  143 

Vermes  .  123 

Virgilia  .  275,  281 

-  luzonensLs  .  282 

-  nigropicta  .  281,  282 

Xantholinus  javanicus  .  184 

-  pemitidus  .  185